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Missbrauch in der evangelischen Kirche

Dokumentation Missbrauchsfälle in der evangelischen Kirche

Diese Zusammenstellung erfolgt ausschließlich zu folgenden Zwecken: Wir sind der Forschung, der Prävention solcher Taten und der Orientierung Betroffener verpflichtet. Letzteren soll erleichtert werden, ihre Erfolgschancen einzuschätzen, sollten sie sich selbst betreffende Vorgänge öffentlich machen. Wir sind keine Journalisten und leisten keine eigene Recherchearbeit. Wir müssen uns darauf verlassen, dass seriöse Presseorgane die Richtigkeit ihrer Meldungen sorgfältig geprüft haben. Sollte sich jemand durch die zitierten Meldungen zu Unrecht verletzt fühlen, bedauern wir dies. Sie können uns dann gerne ihre genaue Anspruchsgrundlage mit der Unrichtigkeit der zitierten Tatsachenbehauptung nachweisen. Dann werden wir den angeführten Link löschen.

Erst im November 2018 begann die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, das Thema „Sexualisierte Gewalt in der EKD“ in den Blick zu nehmen. Bis Ende 2022 haben die evangelischen Landeskirchen 858 Anträge auf Anerkennungsleistungen gemeldet. Nicht eingeschlossen sind Fälle von Personen, die keinen Antrag gestellt haben. In den Anträgen wird von insgesamt 904 Tätern und 190 Täterinnen berichtet.

Bis zum 9.11.2020 wurden 881 Fälle bekannt, die jedoch eher selten in der Presse öffentlich wurden. Auch hier bleibt abzuwarten, ob die geplanten Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden.

Die Ansprechpersonen der einzelnen Landeskirchen finden Sie auf der Website der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland).

 

Bilanzen der Evangelischen Landeskirchen

Internetpräsenz  | Hilfe bei Missbrauch | Anlaufstelle der Diakonie in Baden


24.10.2024 In der Badischen Landeskirche haben sich in diesem Jahr zwölf weitere Betroffene von sexualisierter Gewalt gemeldet. Für die ForuM-Studie hatte die Landeskirche 88 Beschuldigte und 178 Betroffene gemeldet. Quelle: stern


23.10.2024 Das Bistum Regensburg hat an 610 Opfer körperlicher und sexueller Gewalt, an Domspatzen, z.T. über die UKA insgesamt 11.907.450 Euro in Anerkennung des Leides gezahlt. Quelle: Bistum Regensburg

28.4.2022 In der evangelischen Landeskirche in Baden und der Diakonie sind bisher 92 Fälle sexuellen Missbrauchs bekannt. Bekannt sind die Namen von 62 Tätern. Quelle: faz 

7.3.2022 In der evangelischen Badischen Landeskirche und der Diakonie wurden seit den 1950er Jahren bis heute 92 Fälle sexualisierter Gewalt bekannt. Die Beschuldigten sind ausschließlich Männer. Einige Beschuldigte sind tot, im Dienst ist niemand mehr. Quelle: stern

13.11.2018 In der Landeskirche Baden sind etwa 60 Missbrauchsfälle bekannt. Quelle: swr.de

24.11.2010 In der Badischen (evangelischen) Landeskirche wurde ein Pfarrer zu zweieinhalb Jahren Gefängnis wegen Missbrauchs von 2 Jungen verurteilt. Quelle: ntv

14.3.2010 Der Schriftsteller Bodo Kirchhoff, 61, wurde als 12-jähriger Schüler 1960 im evangelischen Internat Gaienhofen am Bodensee von einem Lehrer wiederholt missbraucht. “Ich musste über etwas sprechen, zu dem es keine Sprache gab, ich musste mir eine erfinden.” Ihm seien, so Kirchhoff, “Doktorspiele, Ferkeleien, unausgegorener Sex” widerfahren. Quelle: Spiegel

11.3.2010 An der evangelischen Internatsschule Schloss Gaienhofen, Bodensee, wurden Kinder und Jugendliche in sechs Fällen sexuell missbraucht. Quelle: Stuttgarter Zeitung

Internetpräsenz |  Hilfe der Landeskirche bei Missbrauch |  Anlaufstellen der Diakonie Bayern


2.3.2026 Im Nicolhaus in Willmars, einem Kinderheim der Diakonie in der
Rhön, soll es in den 1950er bis 1980er Jahren zu Gewalt und sexuellem
Missbrauch gekommen sein. Erste Betroffene meldeten sich bereits 2012.
Als 2015 der ehemalige evangelische Pfarrer Spyra seinen Missbrauch
öffentlich machte, meldeten sich weitere Betroffene bei Journalisten. Sie beschuldigen
einen ehemaligen Heimleiter, einen Diakon der Diakonen-Bruderschaft des
Stephansstiftes Hannover, des sexuellen Missbrauchs. Auch gegen den
damaligen Ortspfarrer wurden Missbrauchsvorwürfe vorgebracht.
Vorermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt übernommen. Sie
teilte 2024 mit, dass es sich bei den Täter*innen um einen
Pädophilenring gehandelt haben soll, bestehend aus dem Diakon, dem
Pfarrer, deren Ehefrauen und zwei Erzieherinnen. Spätestens seit 2001
seien die Vorwürfe verjährt. Nun soll eine Studie der bayerischen
evangelischen Landeskirche, des Diakonievereins Willmar, des
Diakonischen Werks Bayern und der Diakoniegemeinschaft Stephansstift die
Vorwürfe untersuchen. Durchgeführt wird die zweijährige zeithistorische
Fallstudie von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Quellen: Sonntagsblatt,  Süddeutsche,  s. auch br

17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. In der Bayerischen Landeskirche gab es 32 Meldungen im Jahr 2023, 2024 waren es etwa doppelt so viele. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. Quellen: evangelisch.de   katholisch.de       

16.1.2025 Der frühere evangelische Pfarrer der Gemeinde Berchtesgaden, Bayerische Landeskirche, wurde im Ruhestand zweimal wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Nun wird öffentlich, dass er sich bereits in seiner Amtszeit an Kindern vergriffen haben soll. Quelle: Sonntagsblatt

7.12.2024 Ein Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern aus dem Landkreis Kulmbach wurde wegen sexuellen Missbrauchs eines 12-jährigen Mädchens in sechs Fällen verurteilt. Die Landeskirche wird die Aufarbeitung in der betroffenen Gemeinde begleiten. Der Pfarrer verliert seinen Posten. Sobald das Urteil rechtskräftig ist, wird er aus dem Dienst entlassen. Quelle: Radio Plassenburg

17.7.2024 Einem evangelischen Pfarrer aus der Bayerischen Landeskirche werden Machtmissbrauch und sexuelle und verbale Übergriffe vorgeworfen. Die Landeskirche hat ein Disziplinarverfahren gegen den Seelsorger eröffnet. Quelle: Süddeutsche

12.7.2024 Von dem Laufener Schöffengericht wurde ein evangelischer Pfarrer der Bayrischen Landeskirche wegen des Besitzes von kinderpornografischen Datenträgern zu 21 Monaten Haft verurteilt. Der Pfarrer beteuerte, er habe sich nie real was zuschulden kommen lassen und begründete sein Verhalten mit Depressionen. Zuvor hatte er schon einmal eine Bewährungsstrafe wegen des Besitzes von Kinderpornografie erhalten. Quelle: bayernwelle

16.1.2024 Die Evangelische Landeskirche in Bayern hat den Forschenden der ForuM-Studie 129 des Missbrauchs beschuldigte Personen, unter ihnen 56 Pfarrpersonen, gemeldet, die 226 Taten zwischen 1917 und 2020 an Minderjährigen begangen haben. In einigen Akten tauchten Hinweise zu weiteren Taten auf, so dass von 253 Taten auszugehen ist. Neben den Pfarrpersonen werden Erzieher in Heimen, ehrenamtliche Jugendleiter und Kirchenmusiker genannt. Erfasst wurden alle Fälle, in denen gegen die sexuelle Selbstbestimmung verstoßen wurde, also nicht nur strafrechtlich relevante Vorgänge.  2021 gab es 24 Meldungen, 2022 waren es 39 Meldungen und 2023 gab es 32 Meldungen. Quellen: bayern-evangelisch  

20.4.2023 Die evangelische Landeskirche Bayern weiß von derzeit 211 Fällen sexueller Gewalt und weiteren 30 Fälle sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. In diesen Zahlen sind alle Grenzverletzungen mit sexuellem Hintergrund erfasst, die sich gegen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene richteten. Bislang hat die bayerische Landeskirche knapp 1,4 Millionen Euro an die Opfer ausgezahlt und 45 000 Euro Therapiekosten übernommen. Quelle: Süddeutsche

28.3.2023 In der Landeskirche Bayern sind 211 Fälle von sexualisierten Übergriffen und Gewalt gegen Kinder und Erwachsene bekannt, hinzu kommen 30 Fälle sexueller Belästigung am Arbeitsplatz. Die Fälle reichen bis in die 1950er-Jahre zurück. Die Landeskirche hat an 62 Personen Leistungen von insgesamt 1.4 Millionen Euro gezahlt, pro Person zwischen 5000 und 50.000 Euro. Quelle: Süddeutsche

9.8.2022 Die Evangelische Landeskirche Bayern zahlte bislang 1.276.000 Euro an Missbrauchsbetroffene.  Quelle: BR

24.1.2022 In der Bayerischen Landeskirche sind 166 Missbrauchsfälle bekannt. Wer als Betroffene/als Betroffener Kontakt aufnehmen will und Interesse an einem Austausch hat, kann die Ansprechstelle kontaktieren: Telefon: 089 5595 676 oder E-Mail ansprechstellesg@elkb.de  Quelle: bayern-evangelisch

12.1.2022 Landesbischof Bedford-Strohm und Mitglieder des Landeskirchenrats der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern laden Betroffene, die bisher noch keinen Kontakt mit Vertretern der Landeskirche hatten, zu einem Gespräch ein. In der bayerischen Landeskirche war zuletzt von 55 „Altfällen“ aus den 1970er und 1980er Jahren die Rede, die strafrechtlich als verjährt gelten. Kerstin Claus fordert, dass die Kirche aktiv nachforschen müsse und nicht nur wartet, bis Betroffene sich zu melden. Die EKD hat bislang 942 Anträge auf Anerkennungsleistungen bearbeitet. Wie hoch die tatsächliche Zahl der Opfer ist, ist unbekannt. Die sogenannte ForuM-Studie soll Missbrauchsfälle in der Evangelischen Kirche untersuchen. Quelle: BR

26.11.2020 Seit 2000 haben sich ca 150 Opfer sexualisierter Gewalt in der evangelischen Landeskirche in Bayern gemeldet. Unter ihnen waren 40-50 schwere Missbrauchsfälle. Die Sprachlosigkeit im Umgang mit Missbrauchsfällen sei das Hauptproblem, sagt Oberkirchenrat Blum. Nachdem die Synode ein neues Präventionsgesetzt verabschiedet hat, müssen alle kirchlichen Institutionen Schutzkonzepte entwickeln. Detlev Zander vom Netzwerk Betroffenen Forum kritisiert, dass sich für die Betroffenen damit nichts ändert. Er fordert schonungslose Aufarbeitung und kritisiert, dass Betroffene sich zuerst an eine kirchliche Stelle wenden müssen. Die Bayerische Landeskirche hat bislang über 700 000 Euro Anerkennungsleistungen gezahlt. Für die personelle Aufstockung der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt sind ca 5 Millionen Euro vorgesehen. Quelle: br.de

1.12.2018 Die bayerische Landeskirche hat den Schutz vor sexualisierter Gewalt auf ihre Tagesordnung gesetzt. Bei der Herbstsynode in Garmisch-Partenkirchen forderten Synodale und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm eine neue Fachstelle, in der sowohl Aufarbeitung sexualisierter Gewalt als auch Prävention künftig gebündelt werden sollen. Zu den nächsten Schritten gehören eine externe Studie, die Analyse von Einzelfällen sowie die Aufdeckung von Strukturen, die sexuelle Übergriffe ermöglichen und deren Aufdeckung behindern. Quelle: sonntagsblatt.de

26.11.2018 In der evangelischen Landeskirche Bayern haben sich seit 2008 insgesamt 87 Personen an die Stelle für sexualisierte Gewalt gewandt. Allein 2018 waren es elf Personen. In 25 Fällen wurden insgesamt 469.000 Euro an die Opfer ausgezahlt. Quelle: br.de

29.12.2012 In Burgau, Landkreis Günzburg, wurde ein evangelischer Pfarrer wegen des Verdachts sexueller Kontakte zu einer Minderjährigen suspendiert. Quelle: Passauer Neue Presse

21.7.2011 Wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen hat die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern einen Diakon vom Dienst suspendiert. Der Diakon hatte eine leitende Funktion in einem Kinderheim, wie die Landeskirche am Mittwoch in München mitteilte. Quelle: ORF

20.4.2011 Ein evangelischer Pfarrer soll seine Enkeltochter missbraucht haben. Quelle: Süddeutsche

2.2.2011 Zwei evangelische Geistliche werden wegen sexualisierter Gewalt von ihrer Kirche verurteilt. Quelle: Nürnberger Nachrichten

4.11.2010 “Ein Fall von weniger Gewicht” – wie in der Evangelischen Landeskirche von Bayern mit einem Pfarrer, Ende 20, der eine damals 14-Jährige missbrauchte, umgegangen wurde. Quelle: Süddeutsche

21.4.2010 Die Rechtsreferentin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Karla Sichelschmidt, berichtete, dass ein internes Disziplinarverfahren gegen einen heute 75-jährigen Heimleiter eingeleitet werden soll. Ihm wird Missbrauch vorgeworfen. Misshandlungsvorwürfe beträfen einen heute noch tätigen Mitarbeiter des Heims. Diese Vorwürfe müssten noch überprüft werden. Quelle: Mittelbayerische

6.4.2010 Auch in einer Stuttgarter (evangelischen) Gemeinde gab es sexuellen Missbrauch durch einen Pfarrer. Der mutmaßliche Täter starb 1994. Quelle: Stuttgarter Nachrichten

23.3.2010 Die Evangelische Landessynode in Bayern musste am Rande ihres Treffens zwei Missbrauchsfälle aus der Vergangenheit zur Kenntnis nehmen. In einem Fall spielte sich der Übergriff 1984 ab – die Betroffene war 14 Jahre alt. Der Pfarrer ist als stellvertretender Dekan im Dienst. Quelle: nn-online.de 

Internetpräsenz  |   Hilfe bei Missbrauch   |  Diakonie


16.10.2025 Gegen ein aus Nordrhein-Westfalen stammenden und in Bad Freienwalde zehn Jahre arbeitender Pfarrer ist mit knapp 50 Jahren in den Ruhestand versetzt worden. Zur Abwendung einer kirchlichen Disziplinarklage wurde die Versetzung einvernehmlich vorgenommen. Dem Pfarrer der Evangelischen Kirche Berlin und Oberlausitz werden sexuelle Übergriffe gegen Jugendliche vorgeworfen, die der Pfarrer bestreitet. Es gebe Hinweise, dass der Pfarrer künftig als Trauerredner arbeiten werde. Quelle: evangelisch.de

22.1.2025 Seit 1946 bis 2020 wandten sich 116 von Missbrauch Betroffene und 41 beschuldigte Personen – unter ihnen 39 Pfarrer – an die Landeskirche. Zwischen 2019 und 2023 waren es 24 Betroffene und 2024 weitere 15 Betroffene. In der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg – schlesische Oberlausitz ist also von 155 Betroffenen auszugehen. Quelle: Tagesschau 

4.4.2024 Gegen 29 Beschuldigte der bekannten 41 Beschuldigten der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz sind insgesamt 34 kirchliche Disziplinarverfahren und gegen 22 Beschuldigte Strafverfahren eingeleitet worden. Gegen elf Täter seien Haftstrafen verhängt worden, darunter gegen neun von ihnen ohne Bewährung. Quelle: evangelisch.de

14.2.2024 In der Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz wurden im Rahmen der ForuM-Studie 116 Fälle betroffener Minderjähriger benannt und 41 Beschuldigte, unter ihnen 39 Pfarrer, ermittelt. Quelle: diakonie-stadtmitte 

26.1.2024 Der Berliner Bischof Christian Stäblein bezeichnet die Forum-Studie als „ersten, ganz wichtigen Schritt“. Die Landeskirche Berlin-Brandenburg arbeite an der Aufdeckung des Dunkelfeldes. Quelle: katholisch.de

15.11.2018 Bei der evangelischen Landeskirche in Berlin-Brandenburg hat es seit dem Jahr 1991 zehn Verdachtsfälle auf sexuellen Missbrauch durch Geistliche und Kirchenmitarbeiter an Minderjährigen gegeben. Die Übergriffe sollen von drei Pfarrern, einem Küster, zwei Erziehern, drei Kita-Mitarbeitern und einem ehrenamtlichen Ratsmitglied im Kirchenkreis ausgegangen sein. Landesbischof Dröge geht davon aus, dass sich noch mehr Betroffene melden werden. Er rief Betroffene dazu auf, sich an die unabhängige Anlaufstelle zu wenden, die die Kirche eingerichtet hat. Quellen: Berliner Zeitung  rbb24.de

6.6.2010 Gegen einen Potsdamer evangelischen Pastor werden Missbrauchsvorwürfe erhoben. Bislang reagierte die zuständige Landeskirche nicht. Hinweise auf den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen gibt es seit 2001. Weil der mutmaßliche Täter die Vorwürfe stets bestritt, wurde er bislang nicht angezeigt. Quelle: Märkische Allgemeine

25.4.2010 Ein angehender Erzieher einer evangelischen Kindertagesstätte in Königs Wusterhausen (Dahme-Spreewald) ist in den Verdacht geraten, kinderpornografisches Material zu besitzen. Der zuständige Kirchenkreis Berlin-Neukölln teilte am Samstag mit, gegen den Mann sei ein Kündigungsverfahren eingeleitet und ein Hausverbot ausgesprochen worden. Quelle: rbb-online

20.3.2010 In Spandau, im evangelischen Johannesstift, soll es in den 80er- und 90er -Jahren zu vier Missbrauchsfällen und sexueller Nötigung gekommen sein. Zu den Opfern gehört eine 17-Jährige. In der Einrichtung werden Patienten, u.a. in der Alten- und Behindertenpflege, betreut. Quelle: morgenpost
Ein Opfer erzählt

Internetpräsenz  |  Hilfe bei Missbrauch   |   Diakonie in Niedersachsen


17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. In der braunschweigischen Landeskirche waren bis zum Oktober 2024 zwölf Betroffene, die sich neu gemeldet haben. Hinzu kamen zwei Meldungen zu Distanzverletzungen. Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de     

23.10.2024 In der Evangelischen Landeskirche in Braunschweig haben sich seit Veröffentlichung der ForuM-Studie zwölf weitere Betroffene von sexualisierter Gewalt gemeldet. Sie beschuldigen Pfarrer oder Kirchenmusiker aus den Regionen Königslutter, Salzgitter und dem Harz. Die Beschuldigten sind überwiegend verstorben, schwer krank oder dement. Die Taten sind zudem strafrechtlich verjährt. Bislang waren in der Landeskirche 23 Missbrauchsfälle zwischen 1946 und 2000 bekannt. Quellen: NDR   Landeskirche Braunschweig

22.11.2018 In den niedersächsischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Oldenburg hat es 107 Missbrauchsfälle seit 1950 gegeben. Das berichtete der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns. 95 der Missbrauchsfälle seien dem Bereich der auch für Kinderheime verantwortlichen Diakonie zuzuordnen. Quelle: ndr.de

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8.1.2026 Die Bremische Evangelische Kirche macht Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Pastor aus Gröpelingen und Orlebshausen öffentlich. Der Beschuldigte war dort zwischen 2004 und 2016 tätig. Die Kirche hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und bittet weitere Betroffene um Hinweise. Quelle: NDR

27.11.2025 In der Bremischen Evangelischen Kirche gingen bis Ende 2023 Meldungen von 27 Personen ein. 2024 meldeten sich 19 betroffene
Personen. Im Jahr 2025 gibt es bislang 19 Meldungen von betroffenen Personen. Insgesamt gibt es 65 betroffene Personen im Bereich der
Bremischen Evangelischen Kirche. Quelle: kreiszeitung

19.11.2025 Die Bremische Evangelische Kirche sucht Zeuginnen und Zeugen möglicher Missbrauchsfälle in der St. Jakobigemeinde in der Zeit von 1951 bis 1965. Ein inzwischen verstorbener Pastor wird von einer Person der sexualisierten Gewalt beschuldigt. Quelle: butenunbinnen
 

17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. In Bremen kamen 17 Fälle zu den 11 bislang bekannten hinzu. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de

27.11.2024 In der Bremischen Evangelischen Kirche wurden 13 Missbrauchsfälle gemeldet. Vier Fälle stammen aus dem Kita-Bereich, ein Fall aus der Diakonie und acht Fälle aus Gemeinden. Das berichtete die Missbrauchsbeauftragte der BEK, Nancy Janz auf der Herbstsynode. Quelle: butenunbinnen

22.9.2024 In einer intensiv betreuten Wohngruppe für Erwachsene mit schwerer Behinderung der diakonischen Stiftung Friedehorst in Bremen soll es zu gewalttätigen Handlungen und Übergriffen durch Mitarbeitende gekommen sein. Quelle: evangelisch.de

5.7.2024 Einem evangelischen Kirchenmitarbeiter der Bremischen Landeskirche wurde zunächst von einem Opfer Missbrauch vorgeworfen. Nach der Veröffentlichung meldeten sich weitere sieben mutmaßlich Betroffene. Der Beschuldigte war von 1993 bis 2013 in der St.-Martini Gemeinde in Bremen, im Bildungswerk der Bremischen Evangelischen Kirche und in einem Lesumer Sportprojekt aktiv. Die Kirche hat Strafanzeige erstattet. Quelle: butenunbinnen

8.6.2024 Einem früheren kirchlichen Mitarbeiter der evangelischen Kirche in Bremen wird in drei Fällen sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Verdächtige hat Konfirmanden betreut und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche veranstaltet. Die Ermittler gehen von weiteren Betroffenen aus. Quellen: noz    news.feed-reader

15.2.2022 Inzwischen melden sich weitere Zeugen und mutmaßlich Betroffene im Fall des früheren Bremer Dompredigers, der 1992 starb. Bekannt war bislang nur der Fall eines Jungen, der vor ca 50 Jahren missbraucht wurde, als der Beschuldigte eine Philosophie-AG an einem Bremer Gymnasium leitete. Die Ansprechpartnerin für Fragen sexualisierter Gewalt der Bremischen Evangelischen Kirche, Jutta Schmidt, geht von mehreren Betroffenen aus. Quelle: Zeit

8.2.2022 In der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) wurde ein Missbrauchsfall bekannt. Täter ist ein ehemaliger Bremer Domprediger, der seit 1958 das Amt des Dompredigers in der St.-Petri-Domgemeinde inne hatte und in den 1990er-Jahren starb. Eine juristische Aufarbeitung ist nicht mehr möglich, jedoch soll eine externe Stelle den Fall im Laufe des Jahres individuell aufarbeiten. Quelle: buten un binnen

Internetpräsenz  |  Hilfe bei Missbrauch   |   Diakonie in Niedersachsen


11.6.2026 Die Landeskirche Hannovers hat das  Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), München, mit der Untersuchung von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und der Verbreitung von pornografischen Schriften durch einen Diakon beauftragt. Der Diakon war Ende 2002 Vom Landgericht Hannover zu drei Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Für zwölf Fälle, verübt an 13- bis 15-jährigen Jungen war er schuldig gesprochen worden. Presseberichte gingen von einem weit größeren Ausmaß des Missbrauchs aus. Quellen: evangelische Zeitung   Evangelische Zeitung

16.1.2026 Der Bericht über Kindeswohlgefährdungen und Verletzungen in der St. Petri Kirchengemeinde Buxtehude in den 1980er bis 2010er Jahren ist online. Bei Jugendfreizeiten der St.-Petri-Gemeinde in Buxtehude (Landkreis Stade), Landeskirche Hannovers, sollen Kinder über Jahrzehnte physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt worden sein. Nun will die Gemeinde die Fälle aufarbeiten. Quelle: NDR

9.1.2026 Der evangelische Kirchenkreis Bremervörde-Zeven, Landeskirche Hannovers, lässt die Missbrauchsfälle aus den 1950er und 1960er Jahren an Heimkindern in Elsdorf aufarbeiten. Quelle: Zevener Zeitung

25.11.2025 Vor der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird Kerstin Krebs, zehn Minuten von ihren Erfahrungen sprechen können. Die Anhörung der von sexualiusierten Gewalt Betroffenen ist nicht öffentlich. Krebs kritisiert, dass auch die Betroffenen einander nicht zuhören können und spricht von einem „System der Vereinzelung“, die sie seit Jahren in der Kirche erlebe. Der Sprecher der Landeskirche berichtet auf Nachfrage, das bei einem Treffen mit Betroffenen deutlich wurde, dass es den einen Weg, der für alle Betroffenen passt, nicht gebe. 

Florian Breitmeier kommentiert, dass die Möglichkeit Betroffener, vor der Landessynode sprechen durften, „quälend spät“ eröffnet wurde. Zudem habe die Kirche den Rahmen dieser Sitzung einseitig festgesetzt und die Öffentlichkeit unterschiedslos ausgeschlossen, obwohl die meisten Betroffenen für ihren eigenen Beitrag Öffentlichkeit wollten. Breitmeier weist auch darauf hin, dass Betroffene der Diakonie kein Rederecht erhalten haben. Breitmeier kommentiert, das Vorgehen der Landeskirche sei „Machtdemonstrationen im Deckmantel der Fürsorge“. Quellen: Zeit   ndr 27.11.2025

12.10.2025 Landesbischof Meister, Hannover, räumt Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen. Anfangs habe er aus Respekt vor Betroffenen nur dann persönlichen Kontakt aufgenommen, wenn diese das wünschten. „Heute weiß ich: Das reichte nicht aus“, sagte er. Meister kündigte an, dass
betroffene Personen bei der Tagung der Landessynode im Herbst direktes Rederecht erhalten. Quelle: stern

23.7.2025 In dem Evangelischen Kinderheim Obernjesa soll es zwischen den späten 1940er und den 1960er-Jahren zu massiver psychischer,
körperlicher und sexualisierter Gewalt gekommen sein. Dabei soll es sich um mindestens fünf Fälle handeln. Des sexuellen Missbrauchs beschuldigt
wird der damalige Heimleiter, der zugleich Pastor der Landeskirche Hannovers in Obernjesa war. Seine Ehefrau wird beschuldigt, Kinder psychisch und körperlich misshandelt zu haben. Die Aufarbeitung wird erschwert, weil die Zuständigkeiten von Diakonie und Landeskirche unklar sind und die Kommunikation mangelhaft. Quelle: NDR

18.6.2025 In der Kirchengemeinde Elsdorf, Landkreis Rotenburg-Wümme, erlitten Heimkinder in den 1950er- und 1960er-Jahren Gewalt. Nachdem im September 2024 ein Fund von Akten bekannt wurde, wurden die Akten von 338 Heimkindern, die in Elsdorf untergebracht wurden, durchsucht. 17 der Kinder erfuhren Misshandlungen, die nach Ansicht der Landeskirche Hannovers in den Bereich sexualisierter Gewalt  gehören. Quelle: landeskirche-hannovers

26.5.2025 Die evangelische Landeskirche Hannovers hat angekündigt, Betroffene sexueller Gewalt künftig stärker bei kircheninternen Entscheidungen zu diesem Thema zu beteiligen – etwa durch ein Rederecht vor der Synode. Quelle: NDR

14.5.2025 Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Landeskirche Hannovers üben nach dem Kirchentag scharfe Kritik an Landesbischof Ralf Meister. Sie fordern eine breite Debatte – auch über den Verbleib von Ralf Meister im Amt. Sie werfen ihm vor, dem Missbrauchsthema während des
Kirchentags nicht die Aufmerksamkeit gewidmet zu haben, die er Nancy Janz im Vorfeld angekündigt habe. Nancy Janz sagt: „Er hat nicht verstanden worum es geht, er hat nicht verstanden, wie wichtig es ist, dort [im Gottesdienst] aufzutauchen und Gesicht zu zeigen. Ich finde dieses Verhalten ziemlich enttäuschend.“ Quelle: NDR

17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. In der Landeskirche Hannover wurden 20 neue Fälle gemeldet und zwölf Verdachtsfälle. Bis Anfang 2024 waren insgesamt 122 bestätigte und Verdachtsfälle bekannt gewesen. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. Quellen: evangelisch.de   landeskirche-hannovers  katholisch.de       

23.9.2024 Die Landeskirche Hannover macht öffentlich, dass Heimkinder in den 1950er- und 1960er-Jahren von der diakonischen Pestalozzi-Stiftung in Burgwedel in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Pfarramt in Elsdorf in Pflegestellen vermittelt wurden und dort Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Die Vorwürfe richten sich auch gegen einen ehemaligen Kirchenmitarbeiter. Kirchenvorstand und neuer Pfarrer fanden im Pfarrhaus Elsdorf Briefe von Kindern und Jugendlichen, die von ihren Gewalt- und Missbrauchserfahrungen schrieben. Quelle: NDR

1.7.2024 Die Landeskirche Hannovers hat die Opferzahlen sexualisierter Gewalt von mindestens 140 Betroffenen seit 1946 auf 190 Betroffene korrigiert. Jakob Feisthauer, Opfer eines Diakons, hatte Einwände gegen die veröffentlichten Zahlen erhoben. Sein Täter hat 45 Minderjährige missbraucht, in der ForuM-Studie waren nur vier aufgeführt worden. Acht Betroffene fordern „eine von der Kirche unabhängige, nach klaren Transparenzkriterien arbeitende Ansprechstelle, damit die Vertuschung in der Landeskirche Hannovers aufhört“. Quelle: evangelisch.de

19.6.2024 Ein Pastor einer Göttinger Gemeinschaft soll zwischen 1992 und 2006 sexualisierte Gewalt an mehreren Betroffenen verübt haben. Nun hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Auch die hannoversche Landeskirche geht gegen den Pastor vor, weil er auch dort beschäftigt war. Betroffene werden aufgerufen, sich zu melden. Quellen: Tagesschau    NDR

7.6.2024 Landesbischof Ralf Meister, Hannover, bekräftigt angesichts von Rücktrittsforderungen, dass er im Amt bleiben werde, weil ein Rücktritt „zur Zeit alles andere als nützlich“ sei. Statt „institutionelle Chaostage“ zu verursachen, sei die Umsetzung weiterer Maßnahmen gegen sexualisierte Gewalt in der Kirche notwendig. Quelle: NOZ

7.6.2024 Livestream zur Synode der Landeskirche Hannovers, Impuls von Nancy Janz ab Min 18.  Siehe auch die Berichte der Sueddeutschen und von evangelisch.de

7.6.2024 Die Landeskirche Hannovers hat für die ForuM-Studie 110 Beschuldigte und mindestens 140 Betroffene angegeben. Die Diakonie in Niedersachsen benannte 106 Betroffene und 158 Beschuldigte. Quelle: evangelisch.de

6.6.2024 Auch Detlev Zander, Betroffenensprecher, plädiert für den Rücktritt des Landesbischofs der Landeskirche Hannovers, Ralf Meister und für einen Neuanfang. In der Landeskirche sei in der Vergangenheit viel verschleppt und verzögert worden, die Fachstelle sei nicht gut mit Betroffenen umgegangen. Zander sagt: „Ich finde, dieses Band ist so zerrissen jetzt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass man das wieder kitten kann.“ Quelle: Domradio

5.6.2024 Vor Beginn der hannoverschen Landessynode fordern Missbrauchsbetroffene, dass Landesbischof Meister sein Amt niederlegt. Sie sagen, Meister habe die Bedeutung des Themas sexualisierte Gewalt nicht erkannt. Die Leitungsgremien der Landeskirche stellen sich hinter den Bischof. Quellen: evangelisch.de   Tagesschau

28.2.2024  Missbrauchsfall Oesede: NDR  Bericht der Unabhängigen Aufarbeitungskommission   Zusammenfassung    Pressemitteilung

8.2.2024 Landesbischof Meister spricht von 123 Beschuldigten, die zwischen 1945 und 2023 sexualisierte Gewalt ausgeübt haben sollen oder bei denen der begründete Verdacht besteht. Quelle: landeskirche-hannovers

3.2.2024 Für den Bereich der Hannoverschen Landeskirche gibt die ForuM-Studie aktuell 122 bestätigte Missbrauchsfälle bzw. Verdachtsfälle an – verübt von 110 Beschuldigten, darunter 63 Pastoren (alle männlich). Quelle: kreiszeitung-wochenblatt

7.3.2023 In den 1990er-Jahren soll ein hauptberuflicher Kirchenmitarbeiter der evangelischen Landeskirche Hannover  gegenüber minderjährigen Jugendlichen übergriffig geworden sein. Die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet. Der Beschuldigte arbeitete in der Kirchengemeinde Bad Laer-Glandorf, Bad Iburg, Hilter, Rothenfelde und Dissen. Quelle: NDR

18.2.2022 Eine Studie der „Aufarbeitungskommission der Evangelischen Geschwisterschaft e.V.“ schildert den verstorbenen Pastor Klaus Vollmer (1930-2011) als einen Mann, der seinen Einfluss auf junge Menschen missbrauchte, um homosexuelle Neigungen auszuleben. Zudem gibt es Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs an einem Minderjährigen. Pastor Vollmer (1930-2011) arbeitete in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Die Aufarbeitungskommission stellt zudem eine „mangelnd Wahrnehmung der Aufsichtspflicht“ durch die Landeskirche fest, die das missbräuchlich Verhalten des Geistlichen mitermöglicht habe. Quellen: Bericht der Aufarbeitungskommission Evangelische Bruderschaft   evangelisch.de

9.2.2022 Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers sucht nach einem Missbrauchs-Vorwurf mögliche weitere Betroffene. Ein späterer Pastor soll eine 17-Jährige in den 1990er Jahren missbraucht haben. Der Pastor ist weiter im Kirchendienst, weil dienstrechtlich nicht nachweisbar war, dass die mögliche Betroffene zu Beginn der Taten minderjährig war. Zudem war der Beschuldigte noch nicht im Dienst der Landeskirche Hannover, sondern zum Zeitpunkt der Taten in Celle in der „Lobetalarbeit“ der Diakonie tätig. Dort war er „wahrnehmbar als Geistlicher“ tätig, aber noch kein ordinierter Pastor. Inzwischen habe sich eine zweite Betroffene gemeldet und berichtet, sie habe als 14- oder 15-Jährige sexualisierte Gewalt erfahren durch den Pastor. Ihr Verfahren sei wegen Verjährung eingestellt worden. Quellen: NDR   gmx

11.10.2021 Eine im Alter von etwa zehn Jahren von einem Geistlichen in Georgsmarienhütte, Ev.-luth. Landeskirche Hannover, missbrauchte Frau – Pseudonym Lisa Meyer – wirft der evangelischen Landeskirche Versäumnisse vor. Sie sei sich wie „eine Art Bittstellerin“ vorgekommen. 2010 stellte sie einen Antrag auf eine Anerkennungsleistung bei der Landeskirche , erlebte das Verfahren als „sehr belastend, absolut intransparent und somit wenig Betroffenen freundlich“.  Florian Breitmeier nennt das Verhalten der Kirchenverantwortlichen einen „unglaublichen Verschiebebahnhof der Verantwortung“ und fordert: „Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der hannoverschen Landeskirche muss endlich zur Chefsache werden – das betrifft nicht nur den Landesbischof, es betrifft die Institution insgesamt.“  Quellen: NDR   landeskirche-hannovers

25.6.2021 In der Landeskirche Hannover sind bislang 130 Fälle von sexuellem Missbrauch seit 1945 bekannt. 114 von ihnen ereigneten sich in der Nachkriegszeit in Erziehungsheimen der Diakonie. 16 Fälle geschahen in Kirchengemeinden durch Pastoren, Diakone oder Kirchenmusiker. Seit 1999 gab es sieben Disziplinarverfahren gegen Pastoren, vier Mitarbeitern wurde gekündigt bzw. sie erhielten Aufhebungsverträge. Quelle: evangelisch.de

30.3.2021 In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers wurde in 120 Fällen über Zuwendungen an Missbrauchsbetroffene entschieden. Quelle: Eulemagazin

11.11.2020 Pastor Hans-Georg Badenhop (gest. 1989) soll sich Anfang der 1970er Jahre an einem damals Elfjährigen vergangen haben. Das teilte die diakonische Pestalozzi-Stiftung in Burgwedel bei Hannover mit. Quelle: evangelisch.de

7.7.2020 In der Hannoversche Landeskirche wurden 123 Missbrauchsfälle bekannt. Die Opfer waren zu fast 90 Prozent Heimkinder, die in Einrichtungen der Diakonie untergebracht waren. Seit 1998 seien die Täter aus dem Dienst entfernt worden, wenn die Kirchenleitungen informiert waren. Quelle: nwzonline.de

22.11.2018 In den niedersächsischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Oldenburg hat es 107 Missbrauchsfälle seit 1950 gegeben. Das berichtete der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns. 95 der Missbrauchsfälle seien dem Bereich der auch für Kinderheime verantwortlichen Diakonie zuzuordnen. Quelle: ndr.de

19.5.2010 Die evangelische Landeskirche Hannover ermittelt in sieben Verdachtsfällen wegen sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt. Die Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, obwohl die Fälle strafrechtlich verjährt sind. Die Opfer sind zwischen Ende 20 und 40 Jahre alt, die Täter zwischen 70 und 80. Der stellvertretende Landesbischof H.-H.Jantzen sagte, er sei nicht erschüttert. Eine Hotline, 0511-1241477, wurde eingerichtet. Quelle: ORF

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17.1.2025 Die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau spricht von 45 Missbrauchsfällen an Minderjährigen zwischen 1945 und 2020. Werden Fälle sexualisierter Gewalt zwischen Erwachsenen und zwischen Minderjährigen im Zeitraum von 1945 bis Ende 2024 dazugezählt, geht die EKHN von 98 Fällen aus. Seit der ForuM-Studie kamen 9 Fälle hinzu. 87 wurden durch Meldungen bekannt, 11 fanden sich in den Akten. Bekannt sind 98 Betroffene und 94 Beschuldigte. Quelle: ekhn

8.1.2025 Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau geht inzwischen von 98 Betroffenen und 94 des Missbrauchs Beschuldigten aus. Auch verbale Übergriffe sind unter den Fällen. Quellen: fr   Hessenschau

2.11.2024 Der ForuM-Studie wurden von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau 45 Verdachts- und bestätigte Fälle gemeldet, die sexualisierte Gewalt zwischen Erwachsenen und Kinder betreffen. Werden Fälle zwischen Erwachsenen oder zwischen Kindern dazugezählt, geht die EKHN von derzeit 96 Fällen aus und rechnet mit einem größeren Dunkelfeld. Quelle: fr

15.2.2024 Der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind eigenen Angaben zufolge 65 Opfer bekannt, die als Kinder oder Jugendliche von Pfarrern oder anderen Mitarbeitenden der Kirche sexualisierte Gewalt erfahren haben. 45 Personen seien als Beschuldigte identifiziert worden. Seit Veröffentlichung der Forum-Studie Ende Januar seien noch „einige wenige“ Verdachtsfälle gemeldet worden, die nun geprüft würden, sagt Petra Knötzele, Leiterin der Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt in der EKHN. Quelle: FR

26.1.2024 Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) spricht von mindestens 45 dokumentierten Missbrauchsfällen von 1945 bis 2020. Quelle: Lampertheimer Zeitung

23.1.2024 Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat dem im Juli vorigen Jahres verstorbenen Theologen, Autoren und Pädagogen Arnulf Zitelmann posthum den 1994 verliehenen Großen Preis wieder aberkannt. Hintergrund sind die schweren Missbrauchsvorwürfe gegen Zitelmann, dessen Tochter ihn beschuldigt. 25 Jahre dauerte ihr Kampf mit der Landeskirche um die Anerkennung. Quelle: FR

18.1.2024 Eine evangelische Landeskirche hat der Tochter eines Theologen, Pfarrers und Kinderbuchautors 130.000 Euro als „Anerkennungszahlung“ für sexuellen Missbrauch durch ihren Vater gezahlt. Erste Vorwürfe gingen 1999 an die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, 2023 erhielt die Betroffene die Zahlung. 1999 informierte ein befreundeter Pfarrer den zuständigen Dekan über den Missbrauch. Eine offizielle Eingabe machte ein Freund. In beiden Fällen geschah nichts. Die Zahlung setzt sich aus 110.000 Euro für die „individuelle Situation“ der Betroffenen und 20.000 Euro „allein für das systematische Versagen der Kirche“ zusammen. Wer da genau versagt hat, wird nicht mitgeteilt. Quellen: evangelisch.de   katholisch.de   Zeit.de

2.3.2023 In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sind mit Stand März 2023 seit 1947 bis heute 80 Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch bekannt. Dazu gehören auch Fälle, die in Heimen evangelischer Trägerschaft sind und Fälle von Peer-Gewalt. Im Fokus stehen neben Pfarrpersonen auch pädagogisches Fachpersonal und kirchliche Berufsgruppen ebenso wie ehrenamtlich Mitarbeitende. Quelle: ekhn

19.1.2022 Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) weiß von 70 Verdachtsfällen seit 1947. Verdachtsfälle umfassen auch Fälle aus Heimen in evangelischer Trägerschaft. 20 mal wurden Pfarrer verdächtigt. Quelle: ekhn

12.12.2018 In der hessen-nassauischen Kirche gab es seit 1945 insgesamt 50 Fälle von sexualisierter Gewalt. Quelle: Hessenschau

25.3.2010 Bei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind neue Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs laut geworden. Es hätten sich Betroffene gemeldet, die zwei weitere Pfarrer beschuldigten, teilte die Kirchenverwaltung am Donnerstag in Darmstadt mit. Einer der Vorwürfe betreffe Vorfälle in den 70er Jahren in Südhessen, der andere beziehe sich auf aktuelle Vorgänge im Westerwald. Quelle: FR

16.3.2010 In Friedrichsdorf gibt es Missbrauchsvorwürfe gegen den früheren Gemeindepfarrer Dieter F. Er räumte die Vorwürfe teilweise ein. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gab die drei bekannt gewordenen Fälle an die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Quelle: FR

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27.4.2024 Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat der ForuM-Studie 76 Missbrauchsbetroffene und 34 Täter und Beschuldigte gemeldet. Quelle: Domradio

28.11.2023 Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck hat bisher 481 250 Euro an 15 Opfer sexueller Gewalt ausgezahlt.  Die unabhängige Anerkennungskommission traf in den vier Jahren ihres Bestehens 21 Betroffene. Die Anzahl der Täter wird nicht genannt, aber von zwei Tätern wird berichtet, dass sie ihre Taten eingestanden haben und sich entschuldigt haben. Quelle: wnoz

2.6.2023 Bischöfin Beate Hofmann, Evangelische Kirche Kurhessen-Waldeck, spricht im Interview über Schwierigkeiten und Herausforderungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt. 2022 war von mindestens 40 Fällen die Rede. Durch eine Untersuchung von 4.000 Personalakten wurden 34 Täter und zehn Fälle mit Erwachsenen identifiziert. Die Landeskirche hat Anhaltspunkte für 180 bis 200 Betroffene seit 1945. Die Opferzahlen haben sich also nahezu verfünffacht. Quelle: hna

4.4.2023 In der Evangelischen Landeskirche von Kurhessen und Waldeck hat „Markus“ (Pseudonym) den sexuellen Missbrauch durch einen früheren Fuldataler Pfarrer bei der Kirche angezeigt, die ihn vor Kurzem öffentlich machte. „Markus“ beschreibt das Vorgehen des Pfarrers und nennt es „eine Art Gehirnwäsche“. Auch die Folgen für sein Leben erzählt er. Viele seiner Freunde, die er nach seiner Aussage anrief, sagten: „Endlich! Endlich macht’s einer.“ Quelle: hna

25.3.2023 In Ihringshausen, Landeskirche von Kurhessen-Waldeck, hat ein ehemaliger Gemeindepfarrer Kinder und Jugendliche  missbraucht. Er war dort bis Mitte der 1980er Jahre eingesetzt. Bislang sind fünf Betroffene bekannt. Die Landeskirche geht von weiteren Betroffenen aus. Der Gemeindepfarrer wurde von einem kirchlichen Disziplinargericht verurteilt. Er verliert seine Versorgungsansprüche und seine Ordinationsrechte. Die Landeskirche will weitere Stationen des früheren Pfarrers kritisch beleuchten. Die Landeskirche will einen „von unabhängigen Experten“ begleiteten Aufarbeitungsprozess starten. Seit den 1950er-Jahren wurden in der Landeskirche Kurhessen-Waldeck annähernd 40 Fälle bekannt. Quelle: hna

18.2.2023 Ein Jugenddiakon aus der evangelischen Kirche im Raum Wesertal missbrauchte in den 60er-Jahren einen Minderjährigen. Der Betroffene meldete sich, als er Anfang Februar aus der Zeitung erfuhr, dass die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck öffentlich sexuelle Gewalt im kirchlichen Kontext einräumte. Im Interview spricht Pfarrer Dr. Thomas Zippert von den Schwierigkeiten der Kirche, transparent und betroffenenorientiert mit dem Thema umzugehen. Quelle: hna

2.2.2023 Im Evangelischen Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen berichtete ein Betroffener von sexueller Gewalt durch einen kirchlichen Mitarbeiter in den Jahren zwischen 1989 und 1993. Der Beschuldigte ist verstorben. Quelle: hna

24.2.2022 Bischöfin Beate Hofmann, Landeskirche von Kurhessen und Waldeck, berichtet von mindestens 40 Fällen, die teils bis in die 1960er Jahre zurückreichen. Bei den Tätern handele es sich fast ausschließlich um Männer: Pfarrer, Küster, Diakone, Kirchenmusiker und Mitarbeiter der Jugendarbeit. Die Anerkennungskommission und die juristischen Gutachter vermuten, dass es bei vielen der bekannten Altfälle weitere Betroffene gibt und wohl auch noch weitere, bislang unbekannte Täter. Quelle: ekkw

1.2.2021 Seit Ende 2019 gibt es im Bereich der EKKW eine Unterstützungskommission für Opfer sexualisierter Gewalt. Ihr wurden bis Ende 2020 zehn Fälle sexualisierter Gewalt gemeldet. Die ehrenamtlich tätige Kommission befasst sich mit strafrechtlich verjährten Fällen. Thomas Zippert, Koordinator der Kommission, schätzt die Dunkelziffer auf das zehn- bis zwanzigfache. Einige Betroffene haben selbst auf weitere Opfer hingewiesen, die sich bisher nicht gemeldet haben. Quelle: ekkw.de

12.12.2018 In der kurhessischen Kirche gibt es drei Missbrauchsfälle und 13 weitere Verdachtsfälle. Quelle: Hessenschau

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3.3.2025 Die Lippische Landeskirche will Fälle sexualisierter Gewalt in einer externen Studie aufarbeiten lassen. An der Studie sollen auch Menschen beteiligt werden, die in der Kirche sexualisierte Gewalt erfahren haben. Quelle: domradio

22.8.2024 Die Lippische Landeskirche geht zwei weiteren Verdachtsfällen sexueller Gewalt gegenüber Kindern nach. Einer soll sich vor mehr als 50 Jahren in der Kirchengemeinde Heiligenkirchen ereignet haben. Die Vorwürfe im zweiten Fall richten sich gegen einen ebenfalls inzwischen verstorbenen Mitarbeiter, der in den 1970er Jahren in Detmold-West und in Wöbbel in Schieder-Schwalenberg gearbeitet hat. Quelle: Westfalenblatt

19.6.2024 Ein Pastor einer Göttinger Gemeinschaft soll zwischen 1992 und 2006 sexualisierte Gewalt an mehreren Betroffenen verübt haben. Nun hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Auch die hannoversche Landeskirche geht gegen den Pastor vor, weil er auch dort beschäftigt war. Betroffene werden aufgerufen, sich zu melden. Quellen: Tagesschau    NDR

12.6.2024 Landessuperintendant Dietmar Arends, Lippische Landeskirche, berichtet, dass sich nach der Veröffentlichung von zwei Missbrauchsfällen eine weitere Betroffene zu einem anderen Fall und Zeugen zu einem weiteren Fall gemeldet haben. Es sind Fragen zu klären, bevor die Öffentlichkeit informiert wird. Arends berichtet, dass manchmal gefragt werde, ob denn Aufarbeitung in dieser Weise sein müsse – die Fälle lägen doch schon lange zurück. Quelle: Westfalenblatt

9.6.2024 Weitere Betroffene und Zeugen haben sich nach der Veröffentlichung von zwei Missbrauchsfällen aus den 1970er bis 1990er-Jahren bei der Lippischen Landeskirche gemeldet. Eine Stabsstelle Sexualisierte Gewalt soll eingerichtet werden und ein externes Expertengremium soll eingebunden werden, in dem auch Betroffene mitarbeiten. Hier steht ein Aufruf an Betroffene. Quelle: Domradio

10.1.2024 Die Lippische Landeskirche will zwei Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt aufklären, sagte Landessuperintendent Dietmar Arends. In beiden Fällen sei die frühere Aufarbeitung nicht ausreichend gewesen und notwendige Konsequenzen seien nicht hinreichend gezogen worden. In dem einen Fall geht es um einen bereits gestorbenen Referenten für Jugendarbeit in der damaligen Zentrale für evangelische Jugendarbeit. Ihm wird vorgeworfen, sexualisierte Gewalt gegenüber Mädchen und jungen Frauen in der Zeit von 1976 bis 1992 ausgeübt zu haben. Der zweite Fall betrifft Vorwürfe aus dem Bereich der Konfirmandenarbeit in Bad Salzuflen in den 1980er und 1990er Jahren. Bereits während des Tatzeitraums und noch einmal zu Beginn der 2000er-Jahre habe sich die Betroffene an die Kirche gewandt. Damals habe die Kirche nicht ausreichend gehandelt. Quelle: evangelisch.de

26.11.2023 In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe gab es seit 1949 zwei Missbrauchsfälle. In einem Fall, der im Sommer 2023 bekannt wurde, habe sich ein früherer Diakon der Landeskirche bei einer Freizeit in Dänemark grenzverletzend verhalten. Aus den Akten ergab sich, dass sich in den 1950er-Jahren ein Pastor übergriffig gegenüber mindestens fünf Konfirmandinnen verhalten habe. Quelle: evangelisch.de 

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24.1.2024 Die Evangelische Kirche in Mitteldeuschland (EKM) meldete als Ergebnis einer Suche in den Personalakten von 8.000 Pfarrpersonen aus den Jahren 1946 bis 2020 den Wissenschaftler:innen der Teilstudie E der ForuM-Studie insgesamt 49 Beschuldigte und 125 Betroffene. Quelle: Eulemagazin

22.11.2023 Der Ansprechstelle zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in der Landeskirche wurden seit Anfang 2022 insgesamt 18 Fälle gemeldet. Quelle: evangelisch.de

22.1.2023 Der Bischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM), Friedrich Kramer, will Missbrauchsbetroffenen mehr Gehör verschaffen. Bisher seien 30 Missbrauchsfälle seit 1945 im Bereich der heutigen EKMN bekannt geworden. Quelle: stern

20.12.2018 In der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) sind nach bisherigem Kenntnisstand fünf Missbrauchsfälle seit 1950 bekannt. 

Quelle: mdr.de

Internetpräsenz  | Hilfe bei Missbrauch | Diakonie Mecklenburg-Vorpommern

22.5.2026 Wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen hat das Landgericht Hamburg einen Pastor zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf
Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach den 64-Jährigen auch wegen Besitzes eines jugendpornografischen Bildes schuldig. Die Nordkirche hat
ein disziplinarrechtliches Verfahren eingeleitet. Quelle: NDR

9.10.2025 Die Kölner Anwaltskanzlei Gercke Wollschläger hat geprüft, ob das Verfahren der Unterstützungsleistungskommission im Fall einer Betroffenen nach den zwischen 2019 und 2022 geltenden rechtlichen und konzeptionellen Vorgaben ordnungsgemäß geführt wurde. Die von der
Betroffenen erhobenen Vorwürfe gegen die damalige Vorsitzende der ULK, Bischöfin Fehrs, Nordkirche, und die übrigen Kommissionsmitglieder seien sämtlich unbegründet, ermittelte die Anwaltskanzlei. Quelle: evangelisch.de

27.6.2025 Vor dem Hamburger Landgericht muss sich ein Vater wegen schwerer Zwangsprostitution verantworten. Er hat seinen 15-jährigen Sohn zu sexuellen Diensten gezwungen und ihn an fremde Männer zur sexuellen Ausbeutung verkauft. Auch ein evangelischer Pfarrer der Nordkirche war unter den „Freiern“. Der Vater bot seinen Sohn dem Pastor in einem ersten von drei „Treffen“ für 2.800 Euro an. Gegen den Pastor wird ein eigenes Verfahren eröffnet, auch ein disziplinarisches Verfahren der Kirche steht an. Er ist direkt nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert worden. Quellen: stern   ochsenwerder.dev.churchtools.website

17.1.2025 Die Nordkirche wusste vor der Studie von 72 Betroffenen. Seit der ForuM-Studie haben sich 12 weitere Betroffene gemeldet. Sechs Fälle wurden an die Staatsanwaltschaft Lübeck weitergeleitet. 77 Fälle stammen aus der Landeskirche, sieben aus der Diakonie. Quelle: In-online

5.2.2024 Die Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig-Holstein sieht Anlass zur Prüfung, ob Ermittlungen wegen Straftaten des sexuellen Missbrauchs aufzunehmen sind. Ein Sprecher der Nordkirche sagte, in den in der Studie aufgeführten Fallen bestehe kein Handlungsbedarf. Die Nordkirche hatte 58 Datenblätter zu Beschuldigten oder Tätern den Forschenden übermittelt. Alle Beschuldigten waren männlich, 33 von ihnen Pastoren. Größere Tatkomplexe waren Ahrensburg mit zwei Pastoren-Tätern und 24 Betroffenen sowie eine Kita in Hamburg, Schnelsen, mit einem Täter und 17 Betroffenen. Quelle: Zeit

26.1.2024 In der Nordkirche gab es mindestens 58 Beschuldigte, unter ihnen 33 Pastoren, und mindestens 124 Betroffene von Missbrauch und sexueller Gewalt. Quelle: NDR

12.9.2023 Im Mai 2021 hat der interne Beraterstab der Nordkirche Ronald R. verboten, auf Jugendfreizeiten zu fahren. Er bleibt jedoch Mitarbeiter der Kirchengemeinde Ahlbeck. Ihm wird eine Grenzverletzung vorgeworfen. Die Bewertung des Verhaltens von Ronald R. ist umstritten. Inzwischen ermittelt die Polizei. Auch der Gemeindepädagoge Cord B. ist an der Herstellung von verstörenden Bildern jugendlicher Teilnehmer*innen der Freizeit und ihrer Verbreitung beteiligt. Für ihn gibt es keine Konsequenzen. Quelle: ndr

9.8.2023 Der Landesjugendring (LJR) Mecklenburg-Vorpommern fordert Aufklärung rund um eine Konfirmandenfahrt pommerscher evangelischer Kirchengemeinden im Jahr 2020 nach Zinnowitz auf Usedom. Das Magazin „Katapult“ berichtet von Fotos und Videoaufnahmen vor allem von Mädchen, die an einem Ferienlager teilnahmen. Manche Aufnahmen seien harmlos, bei anderen merke „man dem Fotografen seine sexualisierte Motivation an“, heißt es in dem Artikel. Dieter Schulz, Pressesprecher der evangelischen Nordkirche, berichtet, dass ihm die Datensätze seit dem 26.11.2020 bekannt sind. Die Nordkirche will aufklären. Quelle: evangelisch.de 

20.9.2022 In Groß Wittfeitzen, Landkreis Lüchow-Dannenberg, Nordkirche, gab es wohl Anfang der 2000er Jahre mindestens einen Fall von sexuellem Missbrauch in einem Freizeitzeltlager. Ein anfänglich 9-Jähriger sei dort mehrere Jahre von einem Betreuer missbraucht worden. Der Betroffene habe sich 2019 an die Nordkirche gewandt. Unter Verdacht steht ein damals etwa 20-jähriger Betreuer, der im Tatzeitraum in mehreren Kirchengemeinden in den Vier- und Marschlanden aktiv war; seit 20 Jahren sei er nicht mehr im Kirchenkreis aktiv. Das Zeltlager wurde von Gruppen aus Kirchwerder, Geesthacht, Neuengamme, Altengamme, Langenhorn, Neuallermöhe und von der Friedenskirche Altona besucht worden. Der Kirchenkreis Hamburg-Ost sucht nun Zeugen oder mögliche weitere Betroffene. Quelle: Welt.de

1.6.2022 Die evangelische Kirche in Heikendorf, Nordkirche, will einen Missbrauchsfall in einer Sommerfreizeit 1972 aufklären. Ein zehn Jahre alter Junge soll von einem ehrenamtlichen Betreuer missbraucht worden sein. Die Nordkirche sucht Zeugen dafür. Quelle: NDR

30.3.2021 In der Nordkirche wurde bisher in 60 Fällen über Zuwendungen an Missbrauchsbetroffene entschieden. Quelle: Eulemagazin

2014 Schlussbericht der unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauchsfällen im Gebiet der ehemaligen Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche, heute Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland.

8.9.2012 Die evangelische Nordkirche hat eine unabhängige Kommission zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle (insbesondere in der Kirchengemeinde Ahrensburg) eingesetzt. Bischöfin Kirsten Fehrs erklärte ganz richtig: „Eine traumatisierte Institution kann eines nicht leisten – und das ist, sich selbst zu analysieren. Dafür muss eine unabhängige Kommission aus Expertinnen und Experten eingesetzt werden.“ Quelle: nordkirche.de

18.11.2011 Ein Kantor einer Evangelischen Gemeinde in Geesthacht muss sich wegen Missbrauchs in 15 Fällen vor Gericht verantworten. Zwei und mehr Opfer sind bekannt. In einem Fall, der vor 15 Jahren geschah, besuchte der Pastor die Mutter des Opfers und machte ihr klar, dass man den Ausführungen des Kindes nicht glauben werde. Die Mutter sah von einer Anzeige ab, weil die Familie weiter in Geesthacht leben wollte. Im Fall eines Mädchens, das zw. 2008 und 2010 Opfer wurde, erstattete die Mutter – trotz der Intervention einer Pastorin – Anzeige. Die Anklage wurde mangels Beweisen eingestellt. Erst als 2010 ein damals 14jähriges Mädchen sich ihrer Mutter anvertraute und von sexuellem Missbrauch, der im Alter von 13 Jahren begann, berichtete, wurden die Ermittlungen konsequent aufgenommen. Quelle: Lübecker Nachrichten

18.5.2011 Opfer des Ahrensburger Pastors beklagen, dass die evangelische Kirche den Missbrauch an mutmaßlich 20 Opfern nicht sorgfältig aufarbeite. Quelle: Tagesspiegel   taz    taz-Kommentar

14.7.2010 Die Evangelische Landeskirche Nordelbien will die Missbrauchsopfer von Ahrensburg entschädigen. Der inzwischen pensionierte Pastor Dieter K. soll von Ende der 70er bis Mitte der 80er Jahre mehrere Jugendliche sexuell missbraucht haben. Die Bischöfin Maria Jepsen dementiert, dass sie   von den Verbrechen erfahren habe. Quelle: Evangelischer Pressedienst

20.5.2010 In Stormarn soll ein evangelischer Pfarrer über Jahre hinweg Mädchen missbraucht haben. Das erste Opfer meldete sich 1999, aber erst jetzt hat die zuständige evangelische Kirche die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und nach weiteren Opfern gefragt. Es wurden weitere Verdachtsfälle bekannt.  Quelle: ln-online

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17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. In der oldenburgischen Kirche wandten sich acht weitere Betroffene an die Kirche, in der 18 Beschuldigte und 25-30 Betroffene von 2022-2023 Beratungsgespräche geführt hatten. Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de     

22.11.2018 In den niedersächsischen Landeskirchen Hannover, Braunschweig und Oldenburg hat es 107 Missbrauchsfälle seit 1950 gegeben. Das berichtete der Braunschweiger Landesbischof Christoph Meyns. 95 der Missbrauchsfälle seien dem Bereich der auch für Kinderheime verantwortlichen Diakonie zuzuordnen. Quelle: ndr.de

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25.1.2024 Die Evangelische Kirche der Pfalz konnte für die Studie ForuM insgesamt 49 Fälle sexualisierter Gewalt zusammentragen. Es gelten davon aber nur 22 als bestätigt. Das bedeutet, dort hat die Kirche entweder selbst Disziplinarmaßnahmen eingeleitet oder die Täter wurden vor Gericht verurteilt. In ca 33 Fällen handelt es sich um Missbrauch, in einem der 22 bestätigten Fälle um eine Vergewaltigung. Neun Täter arbeiteten als pädagogische Kräfte, z.B. Erzieher, sieben Täter waren Pfarrer, einzelne Täter arbeiteten ehrenamtlich, als Kirchenmusiker oder als Kirchendiener. Mit einer Ausnahme – einer Erzieherin – waren alle Täter männlich. Quelle: swr

12.5.2023 In der Evangelischen Kirche der Pfalz gab es von 1947 bis 2022 44 Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt. Dabei ging es zum Beispiel um übergriffiges Verhalten, aber auch um strafrechtlich relevante Taten. Quelle: swr

27.3.2023 Der frühere Polizeikommissar Hans-Jürgen Wallat hat bei seiner Untersuchung der Personal- und Disziplinarakten in der Evangelischen Kirche der Pfalz vier Missbrauchsfälle gefunden, die der Landeskirche bislang nicht bekannt waren. Insgesamt sind der Unabhängigen Aufarbeitungskommission bisher neun Missbrauchsfälle bekannt. Von 1947 bis 2022 gab es 43 Verdachtsfälle unterschiedlicher Schwere, die sich nicht alle bestätigten. Wie viele der Fälle sich bestätigten, ist unbekannt. Quelle: Domradio

24.11.2018 In der pfälzischen Landeskirche wurden in den vergangenen Jahrzehnten vier Fälle sexuellen Missbrauchs angezeigt. In einem Fall habe der Pfarrer von selbst gekündigt, in einem zweiten Fall eines Pfarrers seien keine Beweise für ein Fehlverhalten erbracht worden. Zwei Fälle beträfen Vorwürfe ehemaliger Bewohner evangelischer Heime, die noch aufgearbeitet würden. Die Landeskirche will den 11-Punkte-Plan der Synode umsetzen. Quelle: swr.de

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10.9.2025 Das Disziplinargericht der EKD hat einem ehemaligen Pastor der Evangelisch-reformierten Kirche untersagt, an Gottesdiensten und anderen kirchliche Dienste mitzuwirken. Seine Ruhestandsbezüge wurden gekürzt. Eine betroffene Person hatte im Frühjahr 2023 die Präventionsfachstelle über „Vorfälle“ mit dem Pastor informiert. Die Staatsanwaltschaft habe die Anzeige als strafrechtlich relevant eingeschätzt, die Anzeige wegen der Verjährungsfrist jedoch nicht weiter 

verfolgt. Der Pastor hat das Urteil angenommen. Quelle: evangelisch.de

17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. Die reformierte Kirche hatte der Studie zehn Fälle gemeldet, seither sind fünf weitere Fälle bearbeitet worden. Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de     

9.9.2024 Die Evangelisch-reformierte Kirche überprüft mögliche Vorfälle sexualisierter Gewalt durch den verstorbenen Pfarrer Friedrich B., der von 1956 bis 1972 in den reformierten Gemeinden Dykhausen/Neustadtgödens bei Jever und in Lüneburg tätig war. Die Kirchenpräsidentein Bei der Wieden bittet eventuell betroffene Personen, sich zu melden. Quelle: tagesschau

29.1.2024 Es war die Evangelisch-reformierte Kirche, die sämtliche ca 800 Personalakten von Pfarrern, die zwischen 1946 bis 2020 im Dienst- bzw. Ruhestandsverhältnis standen, auf Hinweise von sexueller Gewalt überprüft hat. Dabei wurden 10 Fälle gefunden mit einer verdächtigen oder beschuldigten Person. Betroffen sind 13 Personen. Die Wissenschaftler der ForuM-Studie weisen darauf hin, dass in diesem Fall rund 60 Prozent der Beschuldigten und 70 Prozent der Betroffenen ohne die Durchsicht der Personalakten nicht gefunden worden wären. Die Forscher nannten in einer (spekulativen) Hochrechnung fast10.000 Betroffene und ca 3.500 Beschuldigte im Raum der EKD und Diakonie, wenn alle Personalakten vorgelegen hätten. Quelle: katholisch.de

23.11.2023 Die reformierte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden informiert, dass in einer Studie sämtliche Personalakten von Pfarrer*innen, die zwischen 1946 und 2020 bei der Kirche beschäftigt waren, durchgesehen wurden. Demnach gab es in den Akten Hinweise auf zehn beschuldigte oder verdächtigte Personen und 13 Betroffene. Die Kirchenpräsidentin geht davon aus, dass nicht alle Fälle aktenkundig seien und daher nicht alle Fälle sexualisierter Gewalt erfasst wurden. Quelle: evangelisch.de

4.8.2023 Die Evangelisch-reformierte Kirche bittet Personen, die in einer reformierten Gemeinde sexualisierte Gewalt erlebt haben, sich zu melden. Vor knapp zwei Wochen war bekannt geworden, dass sich eine Frau bei der Vertrauensstelle der Kirche gemeldet und von einem mutmaßlichen Missbrauchsfall durch einen reformierten Pastor bei einer kirchlichen Freizeit in den 1980er Jahren berichtet hatte. Die Ansprechperson, die  Psychologin Manuela Feldmann ist unter 0491/9198-199 oder per E-Mail an manuela.feldmann@reformiert.de erreichbar. Quelle: evangelisch.de

24.7.2023 Ein ehemaliger Pastor der Evangelisch-reformierten Kirche mit Sitz in Leer soll eine Frau sexuell missbraucht haben. Der „Fall“ ist verjährt, erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft. Die Kirche habe ein kirchliches Disziplinarverfahren eingeleitet. Quelle: oz-online

6.5.2022 Die Evangelisch-reformierte Kirche in Deutschland hat das Gesetz zum Schutz vor sexueller Gewalt von 2012 nachgeschärft, weil es dem Täterschutz nicht wirksam genug entgegentritt. Das erklärte Kirchenpräsidentin Susanne Bei der Wieden vor der Synode. Das neue Gesetz soll die Prävention stärken und das Vorgehen schon im Verdachtsfall klären. Zur Beratung der Kirchengemeinden und Synodalverbänden wird eine neue Personalstelle eingerichtet. Quelle: ref.ch

Internetpräsenz   Ansprechstelle bei Gewalt


7.1.2026 In den beiden Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg, die zur Landeskirche im Rheinland gehören, werden die Akten durchgeschaut. Quelle: rp-online

15.12.2025 Im Kirchenkreis Solingen, Evangelische Landeskirche im Rheinland, wurden bei einer Untersuchung von 6097 Personalakten acht Hinweise auf sexualisiertes Fehlverhalten oder grenzverletzendes Verhalten. Einige dieser Fälle seien bereits von staatlichen Behörden untersucht worden. In Düsseldorf prüfen unabhängige Staatsanwälte im Auftrag der Kirche, ob Straftaten vorliegen. Superintendentin Dr. Werner bittet Menschen, die sexualisierte Gewalt oder Übergriffe erfahren oder beobachtet haben, sich beim Kirchenkreis zu melden. Quelle: Solinger Tageblatt

16.10.2025 Der evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen, Evangelische Kirche im Rheinland, überprüft mehr als 4000 Akten, um mögliche Fälle sexualisierter Gewalt aufzudecken. Quelle: www1.wdr

29.9.2025 Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Kirchenkreise Moers, Duisburg und Krefeld-Viersen und der CVJM Kreisverband Moers bitten Betroffene, die sich in den 1970er-Jahren beim evangelischen Binnenschifferdienst in Duisburg oder beim CVJM in Moers engagierten, sich zu melden. Betroffene haben sich gemeldet und von sexualisierter Gewalt durch einen Mitarbeiter berichtet. Es besteht Anlass zu der Annahme, dass die kirchlich zuständigen Ebenen nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen hätten. Quelle: presse.ekir

27.8.2025 Im Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal wurden in 7.489 Personalakten sieben Verdachtsfälle auf Missbrauch gefunden. Bewusst ist den Expert*innen, dass die Akten nur bedingt aussagekräftig sind. Daher rufen sie Betroffene, Angehörige und Zeitzeugen auf, sich bei einer ab dem Herbst einzurichtenden Kontaktadresse zu melden. Quelle: Domradio

21.5.2025 Gegen einen 2015 verstorbenen evangelischen Pfarrer gibt es Vorwürfe sexualisierter Gewalt. Die Gewalt an zwei jungen Männern soll
sich in den Jahren 1970 bis 1990 zugetragen haben, als der Pfarrer in der Markusgemeinde in Düsseldorf tätig war. Bekannt wurde der Beschuldigte durch seinen Einsatz für Homosexuelle in der Kirche. Quelle: evangelisch.de

14.1.2025 Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat bis Ende 2024 insgesamt 124 Missbrauchsbetroffene auf allen Ebenen der Kirche gemeldet. In der ForuM-Studie war sie von 70 Fällen zwischen 1946 bis einschließlich 2020 ausgegangen. Quellen: presse.ekir.de   katholisch.de   

19.9.2024 In Düsseldorf, Evangelische Kirche im Rheinland, wird einem 2019 gestorbenen Chorleiter der Missbrauch von zwei minderjährigen Mädchen vorgeworfen. Von weiteren Betroffenen sei auszugehen, teilte der Kirchenkreis Düsseldorf mit. Bereits 2010 habe es Hinweise einer Referentin an die Landeskirche gegeben, denen jedoch nicht nachgegangen wurde. Der Kantor war von 1964 bis 1986 in den Kirchenkreisen Düsseldorf, Moers und Leverkusen tätig. Bereits in den frühen 1960erJahrenwar er wegen sexualisierter Gewalt an Schulkindern vorbestraft. Nun soll eine Studie den Fall aufklären. Quellen: evangelisch.de    radioleverkusen

17.8.2024 Die Evangelische Kirche im Rheinland hat in 35 Fällen Anerkennungsleistungen gezahlt, rund 540.000 Euro. Gut 2 Millionen Euro seien für 134 Fälle im Gebiet der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe an Betroffene aus Heimkontexten gezahlt worden. Präses Latzel berichtet, dass seit der Einrichtung der Meldestellen im Frühjahr 2021 108 Meldungen eingegangen seien, die teilweise jedoch eine Schnittmenge mit den in der ForuM-Studie genannten Fällen aufwiesen oder bei denen ein Anfangsverdacht sich nicht erhärtet hatte. Quelle: Domradio

17.5.2024 Im Gebiet der rheinischen Kirche gingen zwischen 2021 und Ende 2023 insgesamt 76 Meldungen zu Fällen von sexualisierter Gewalt eingegangen. In 18 Fällen seien die Beschuldigten Theologen – 16 Pfarrer, ein Pastor im Sonderdienst und ein Vikar. Knapp 30 Mal seien außerdem schon finanzielle Leistungen für Opfer bewilligt worden. Quelle: radio901

Mai 2024 Gottesdienste und Andachten zum Thema Sexualisierte Gewalt in der Kirche. Impulse – Gebete – Beispiele. Eine Handreichung 2024

26.2.2024 Seit Dezember 2023 gibt es in der Evangelischen Landeskirche im Rheinland 14 neue Meldungen von Missbrauchsfällen. Damit steigt die Zahl der Fälle auf 90. Quelle: nrz

26.1.2024 Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), Thorsten Latzel, sagte, dass seine Landeskirche „alle Personal- und Disziplinarakten auf landeskirchlicher Ebene durchgesehen und die Informationen dazu auch weitergegeben“ habe. Er kündigte eine weitere wissenschaftliche Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch an. So wolle die rheinische Landeskirche gemeinsam mit den Landeskirchen von Westfalen und Lippe nun eine eigene große Regionalstudie in Auftrag geben. Quelle: katholisch.de

18.1.2024 Die Evangelische Kirche im Rheinland hat bislang 70 erwiesene Fälle von sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen seit 1946 festgestellt. Ein Drittel der bekannten Taten seien von Pfarrerinnen und Pfarrern begangen worden, ein weiteres Drittel von anderen Kirchenmitarbeitern wie Lehrern oder Kantoren. Ebenfalls für ein Drittel seien ehrenamtliche Mitarbeitende verantwortlich. Bei der 2021 eingerichteten Meldestelle der Landeskirche gingen „bis heute“ 76 Meldungen von Verdachtsfällen ein. Diese Fälle stammen aus Gemeinden, Kirchenkreisen oder landeskirchlichen Einrichtungen. Beide Zahlen sind nicht zu addieren, da es in mindestens einem Drittel der Fälle eine Überschneidung gibt. Quelle: DLF

14.12.2023 Bei der zentralen Meldestelle der rheinischen Kirche sind seit Mitte 2021  87 Meldungen eingegangen, sagte Vizepräses Christoph Pistorius. Auch bei der Meldung von Altfällen habe es eine „ordentliche Welle“ gegeben. Punktuell kämen auch neue Meldungen von aktuellen Vorkommnissen hinzu. Nicht jede Meldung sei aber „gleich schon ein Fall“, sagte Pistorius.“ Quelle: rp-online

16.3.2023 Wissenschaftler*innen der Wuppertaler Uni haben einen Missbrauchsskandal im evangelischen Martinsheim in Moers, Landeskirche im Rheinland, untersucht. Dort hatte es in den 50er Jahren massive körperliche und sexuelle Gewalt gegen „zahlreiche Schüler“ gegeben. Der Leiter, der studierte Pharmazeut und Gymnasiallehrer Johannes Keubler, war 1956 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt worden. Den Opfern wurde damals aber kaum geholfen. Die Untersuchungsergebnisse werden am 30.3.2023 vorgestellt. Quellen: radiowuppertal   www2.ekir

20.9.2022 Dem Vorstandssprecher der Diakonie München und Oberbayern, einem Pfarrer der Landeskirche Rheinland, werden neben teuren Umbauten auch verbale und körperliche Grenzüberschreitungen vorgeworfen. Landesbischof Bedford-Strohm wusste seit Anfang 2022 von konkreten Vorwürfen, die Evangelisch-Lutherische Kirche sei jedoch nicht zuständig. Innerhalb des Landesverbandes der Diakonie sind die Vorwürfe seit Herbst 2021 bekannt. Zuständig sei jedoch nicht der Landesverband der Diakonie, sondern die Diakonie München und Oberbayern. Der 58-jährige Pfarrer und Vorstandssprecher wechselte im Sommer 2020 aus Düsseldorf nach München. Zuständig für ihn ist die evangelische Landeskirche Rheinland. Die Frau, die den Pfarrer angezeigt hat, wurde im Januar 2022 auf eigenen Wunsch freigestellt. Seit August 2022 ist der Beschuldigte nicht mehr im Dienst. Das Disziplinarverfahren wird in der Landeskirche Rheinland geführt. Quelle: br

15.1.2020 In der Evangelischen Kirche des Rheinlands wurden seit 2003 gegen 29 Pfarrer*innen wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Neun Verfahren wurden eingestellt, sechs sind noch anhängig, in 14 Fällen kam es zu einem Urteil. Seit 2012 haben sich bei der Kommission 20 Betroffene gemeldet, die sieben Pfarrer, 13 Jugendmitarbeiter, Diakone und haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen beschuldigten. Die Evangelische Kirche im Rheinland will verbindliche Regeln zum Schutz vor sexualisierter Gewalt festlegen. Quelle: rp-online.de

4.7.2011 In der Evangelischen Kirche im Rheinland haben sich inzwischen 56 mutmaßliche Missbrauchsopfer gemeldet. Quelle: nachrichten t-online

14.7.2010 In der evangelischen Kirche im Rheinland haben 57 Frauen und Männer über Misshandlungen und sexualisierte Gewalt berichtet. 13 Berichte bezogen sich auch Erziehungs- und Betreuungseinrichtungen der Diakonie und zweier kirchlicher Stiftungen. In 5 Fällen sei die Gewalt in anderen Landeskirchen geschehen und in 3 Fällen in der katholischen Kirche. Quelle: FR

29.4.2010 In einem evangelischen Heim bei Köln soll es zu schwerem körperlichen und sexuellen Missbrauch gekommen sein. 5 ehemalige Bewohner des Heims “An der Linde” erhoben die Vorwürfe. Ältere Schüler hätten jüngere missbraucht und drei Pädaogogen und ein Erzieher-Paar hätten die Heimbewohner immer wieder zum Sex gezwungen. Die Heimleitung habe auf Beschwerden nicht reagiert. Quelle: ORF

21.4.2010 Bei der evangelischen Kirche in Köln haben sich 10 Betroffene gemeldet, die von Straftaten zwischen 1940 und 1970 berichteten. Die Täter seien alle tot. 4 der Opfer gaben an, in evangelischen Kinderheimen missbraucht worden zu sein. Sie berichten auch von Prügeln, stundenlangem Stehen auf dem Flur, Übernachtungen in einer Badewanne und dem Essen von Erbrochenem. Die Leiterin der Beratungsstelle sagt: “Es herrschte eine Atmosphäre permanenter Demütigungen und Quälerei”. Ein Missbrauchstäter , Psychologe, sei Presbyter in Köln gewesen, ein Ehrenmann. Quelle:  wdr

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30.5.2026 In der Landeskirche Sachsen gibt es 148 Betroffene sexueller Gewalt und 88 Beschuldigte. Nach langem Zögern und teilweise massivem Widerstand von Gremien hat der zuständige Landesbischof Bilz nun das Gesetz zu den Anerkennungsleistungen unterzeichnet, ohne auf die Zustimmung zuletzt der Kirchenleitung in Dresden zu warten. Quelle: Domradio

19.11.2025 In der Landeskirche Sachsen sind 141 Betroffene und 84 Beschuldigte im Zeitraum von 1946 bis heute bekannt. Quelle: epd

24.10.2025 In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wird der ehemalige Leiter des Kunstdienstes, Pfarrer Joachim Sch. (1933 – 2005) von zwei Personen grenzüberschreitendes Verhalten und sexualisierte Gewalt vorgeworfen. Bislang sind in der Landeskirche Sachsens im Zeitraum von 1946 bis April 2025 mindestens 135 Betroffene und 76 Beschuldigte registriert worden. Quellen: saechsische   johannes-kreuz-lukas

17.1.2025 Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen bisher 127 Betroffene sexualisierter Gewalt registriert. Zwischen 1946 und dem 1.11.2024 wurden 69 Beschuldigte bekannt. Quelle: Sonntag Sachsen

9.2.2024 Bisher sind in der sächsischen Landeskirche 41 Fälle sexualisierter Gewalt bekannt. Beschuldigt werden 28 Pfarrer und sonstige Mitarbeiter. Quelle: rp-online

19.11.2023 Laut der Landeskirche Sachsen wurden bislang 54 Betroffene von sexuellem Missbrauch und 25 beschuldigte Personen erfasst. Quelle:  domradio

18.11.2023 Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen wird Betroffene sexuellen Missbrauchs anhören. 2020 war eine Meldestelle eingerichtet worden, von der knapp 50 Fälle erfasst wurden. Einige der Betroffenen fordern ein Schmerzensgeld von der Landeskirche. Die Landeskirche wird auch einen Bericht zur theologischen Aufarbeitung sexueller Gewalt und die Ergebnisse der Aufarbeitung in Pobershau vorstellen.  Quelle: mdr

27.6.2023 Anlässlich der Vorstellung des Abschlussberichtes Pobershau bekennt die Kirchengemeinde: „Wir haben uns gefragt, wie oft wir den direkten Kontakt mit Euch gesucht, einen einfachen Anruf gemacht oder gefragt haben, ob es Themen gibt, die wir zusammen besprechen sollten?Die Antwort: Das haben wir nicht gemacht.“ Der Abschlussbericht ist hier zu finden. Quellen: evlks    Sächsische    Zeit

6.6.2023 Von 1956 bis 1986 soll der Jugendwart Kurt Ströer  der Moritzburger Gemeinschaft Schutzbefohlene sexuell missbraucht haben. Nach seinem Tod 2013 noch wurden in einem Nachruf der Gemeinschaft der Diakone und Diakoninnen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens seine Verbrechen nicht erwähnt, obwohl einzelne Straftaten bereits bekannt waren.  Betroffene gründeten Ende März eine „Initiativgruppe Missbrauchsaufarbeitung und -prävention“. Sie beklagen, dass sie bisher kaum in den Aufarbeitungsprozess eingebunden wurden. Quelle: evangelisch.de

27.3.2023 Mehrere Opfer sexuellen Missbrauchs in der Landeskirche Sachsen verlangen Offenheit der Landeskirche und die Einbeziehung ihrer Erfahrungen in die Aufarbeitung. Sie verlangen ein Schuldbekenntnis der Institution. Betroffene können sich inzwischen austauschen. Ein ehemaliger Diakon berichtet, dass er vor etwa zehn Jahren den Missbrauch durch den Diakon Ströer, der mindestens 33 Opfer hatte, beim Landeskirchenamt angezeigt habe. Die Landeskirche veröffentlichte den Fall von Ströer erst 2021. Die Landeskirche beabsichtigt, nach der Veröffentlichung der Studie ForuM auch Betroffene in die Aufarbeitung einzubeziehen. Quelle: ntv

8.5.2022 Kurt Ströer (1921 – 2013), Jugendwart der sächsischen Landeskirche, soll in der Amtszeit 30 Menschen sexuell missbraucht haben. Die Taten datieren in den 1960er-und 1970er-Jahren, die Betroffenen sind heute zwischen 55 und 79 Jahre alt. Der Landeskirchenamtspräsident Hans-Peter Vollbach, Landesbischof Tobias Bilz und Synodalpräsidentin Bettina Westfeld haben sich im April mit 17 der Missbrauchsopfer getroffen. Der Beschuldigte gehörte zur Diakonengemeinschaft Moritzburg. Dort ging bereits 2012 eine Meldung ein, die aber nicht an das Landeskirchenamt weitergereicht wurde. Quelle: sonntag-sachsen

10.4.2022 Dreißig Betroffene haben sich bei der sächsischen Landeskirche gemeldet und als Opfer eines früheren Jugendwartes zu erkennen gegeben. Ursprünglich war von 20 betroffenen Männern ausgegangen worden. Quelle: gmx

14.3.2022 Im Missbrauchsfall Kurt Ströer haben sich bislang mehr als 20 Betroffene gemeldet. Dennoch sagen manche Kirchenmitglieder: Der 2013 gestorbene Jugendwart hat auch Positives bewirkt. Die Aufarbeitung des Falles kann noch schmerzhaft werden. Quelle: freie presse

4.12.2021 Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens informiert die Öffentlichkeit über Fälle sexualisierter Gewalt, die sich in den 1960er und 1970er Jahren ereignet haben. Vier Betroffene berichten von wiederholten Übergriffen in ihrer Jugendzeit durch den Moritzburger Diakon Kurt Ströer, der von 1956 bis 1986 Jugendwart in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) war. Geplant ist, die Taten Kurt Ströers durch eine unabhängige, wissenschaftliche Studie aufarbeiten zu lassen. Quelle: evlks

9.7.2021 Die Synode der Evangelischen Landeskirche Sachsens berät ein neues Kirchengesetz zum wirksamen Schutz vor sexuellem Missbrauch, zur Aufklärung von Missbrauchsfällen und zu Hilfen für Betroffene. Eine seit 2012 bestehende unabhängige Kommission beschäftigt sich mit erlittenem Leid durch Haupt- und Ehrenamtliche. Bislang wurden 17 Fälle von Unterstützungs- und Anerkennungsleistungen entschieden. Nähere Angaben machte Hans-Peter Vollbach, Präsident des Landeskirchenamtes nicht. Quelle: t-online

18.7.2020 Mindestens drei Frauen aus der Landeskirche Sachsen wurden im Alter von elf bis 15 Jahren Opfer eines Kantors eines Kinderchores in Pobershau in den 1990er-Jahren. Öffentlich bekannt wurden die Fälle 2018, als sich der Vater einer Betroffenen an den Pfarrer wandte. Der Pfarrer schwieg nicht, suchte Hilfe bei einer Beratungsstelle der AWO und erhielt empörte Reaktionen und Briefe, die die sexuellen Übergriffe verharmlosten und dem Pfarrer vorwarfen, er stelle einen beliebten Kantor vor ein Tribunal. Die Gemeinde ist gespalten. Der Kantor wurde 2019 suspendiert. Quelle: katholisch.de

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17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. In der Schaumburg-Lippischen Landeskirche meldete sich ein Betroffener, der zu den bekannten fünf Fällen dazukam.  Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de     

19.6.2024 Ein Pastor einer Göttinger Gemeinschaft soll zwischen 1992 und 2006 sexualisierte Gewalt an mehreren Betroffenen verübt haben. Nun hat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Auch die hannoversche Landeskirche geht gegen den Pastor vor, weil er auch dort beschäftigt war. Betroffene werden aufgerufen, sich zu melden. Quellen: Tagesschau    NDR

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16.4.2026 Die Evangelische Kirche von Westfalen hat eine Studie zu sexualisierter Gewalt in kirchlichen Internaten und Wohnheimen begonnen. Sie ruft Betroffene und Zeitzeug*innen auf, die Studie mit Interviews zu unterstützen. Der Abschluss ist für den 31. Juli 2027 geplant. Quelle: evangelisch-in-westfalen

25.7.2025 Ein Pfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen wurde endgültig entlassen, nachdem ihn das Amtsgericht Ahaus rechtskräftig wegen des Besitzes von kinderpornografischen Materials zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt hat. Der inzwischen strafrechtlich Verurteilte wurde bereits vor mehreren Monaten von seinem kirchlichen Dienst freigestellt. Quelle: evangelisch.de

6.5.2025 Der Evangelischen Kirche von Westfalen wirft ein Gutachten zu einem Missbrauchsfall im Kirchenkreis Siegen Fehler vor. Bereits in den
1990er-Jahren hätten Dienstvorgesetzte Kenntnis von Vorwürfen sexualisierter Gewalt gegen den damaligen Mitarbeiter einer Siegener Gemeinde gehabt, untersuchten die Fälle jedoch nicht. Im Zuge des Öffentlich-Werdens dieses Falles war die damalige Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, zurückgetreten. Ihr ist jedoch kein Fehlverhalten vorzuwerfen, ihr Kommunikationsverhalten jedoch sei kritikwürdig. Quelle: evangelisch.de

17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. In der evangelischen Kirche von Westfalen stieg die Zahl der Meldungen von 37 auf 60 Fälle. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. Quellen: evangelisch.de   katholisch.de       

19.11.2024 Ein evangelischer Pfarrer aus der evangelischen Landeskirche Westfalen wurde wegen des Besitzes kinderpornografischen Materials zu einem Jahr und vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Geistliche ist seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe freigestellt. Quelle: radiowmw   evangelisch-in-westfalen

20.9.2024 Über Jahrzehnte soll ein Jugendbetreuer des CVJM Minderjährige missbraucht haben. Die evangelische Kirche hat eine Studie über die eigenen Versäumnisse bei der Aufarbeitung veranlasst – will den Fall aber offenbar aussitzen, meint Annette Langer. Quellen: Spiegel   Studie: Aufarbeitung vor Ort

27.8.2024 Michael Krause, einziger Kandidat für das Amt des Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, hat seine Kandidatur zurückgezogen. Das Landeskirchenamt teilte mit, dass es Hinweise auf „mögliche, in der Vergangenheit liegende Verstöße gegen das Gebot, persönliche Grenzen einzuhalten“, gebe. Quelle: Evangelische Zeitung

22.7.2024 Die Evangelische Kirche in Westfalen hat im Verdachtsfall auf sexualisierte Gewalt in Siegen ein elektronisches Hinweisgebersystem zur weiteren Klärung eingerichtet. Die Adresse ist ekvw.whistleblower.website. Quelle: evangelisch.de

16.4.2024 Der Evangelische Kirchenkreis Minden hat einen ehrenamtlichen Mitarbeiter von seinen Ehrenämtern entbunden und ihm Hausverbot erteilt. Ihm wird vorgeworfen, immer wieder junge Frauen sexuell bedrängt und belästigt zu haben. Fünf Frauen haben sich bislang gemeldet. Die Pfarrer der Gemeinde Oberlübbe-Rothenuffeln und der CVJM-Ortsverband haben die Präventions- und Ansprechstellen der Landeskirche Westfalen, den CVJM-Westbund und den Kirchenkreisverband Minden-Herford-Vlotho-Lübbecke informiert. Quelle: evangelisch.de

26.2.2024 In der Evangelischen Kirche von Westfalen sind 110 Beschuldigte und 251 Betroffene bekannt. Quelle: nrz

26.1.2024 Im Kirchenkreis Gladbeck, Bottrop und Dorsten – Evangelische Kirche von Westfalen – wurden drei Missbrauchsfällebekannt, die nicht in die ForuM-Studie eingegangen sind. Steffen Riesenberg, Superintendent des Kirchenkreises, berichtet, dass frühere Mitarbeitende sich an Einträge in den Personalakten erinnerten. §Da gibt es einen Vermerk, dass möglichst wenige Bescheid wissen sollen über den Fall. Da gibt’s einen Vermerk, dass jemand unauffällig versetzt werden solle“, berichtete Riesenberg. Er fand selbst Hinweise in den Personalakten und versprach Aufklärung in seinem Kirchenkreis. Quellen: www1.wdr   kirchenkreis

14.11.2023 Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, weist erneut Vorwürfe zurück, dass sie schon vor einer anonymen Anzeige Kenntnisse im Zusammenhang mit einem Missbrauchsfall im Kirchenkreis Siegen-Wittgenstein (Evangelische Kirche von Westfalen) hatte. Zwar sei die sexuelle Orientierung des Beschuldigten im Gespräch gewesen, aber „zu keiner Zeit der Tatbestand sexualisierter Gewalt. Die Siegener Zeitung hatte berichtet, ihr liege die Aussage eines Mannes vor, der bereits Ende der 90er Jahre kirchliche Amtsträger – unter ihnen Frau Kurschus – über die Vorwürfe gegen den Kirchenmitarbeiter informiert haben will. Quelle: evangelisch.de

11.11.2023 Die Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt wegen des Vorwurfs sexualisierter Gewalt gegen einen ehemaligen Beschäftigten des Evangelischen Kirchenkreises Siegen-Wittgenstein. Die „Siegener Zeitung“ berichtet nach Gesprächen mit mehreren mutmaßlichen Opfern von mindestens acht Männern aus, die dem Beschuldigten Missbrauch vorwerfen. Die Ermittlungsbehörden wurden Anfang dieses Jahres eingeschaltet. Die evangelische Kirche von Westfalen bietet den mutmaßlich Betroffenen seelsorgliche Begleitung, rechtliche und psychologische Unterstützung an. Annette Kurschus, Ratsvorsitzende der EKD, war von 2005 bis 2012 Superintendentin des Kirchenkreises Siegen. Sie reagierte entsetzt. Quelle: evangelisch.de

21.1.2023 Im Kirchenkreis Bielefeld, Evangelischen Kirche von Westfalen, wurde ein früherer hauptamtlicher Jugendmitarbeiter des
sexuellen Missbrauchs angezeigt. Nun hat der Evangelische Kirchenkreis Bielefeld Fehler eingeräumt. Die Vorfälle sollen sich zwischen 2006 und 2012 ereignet haben. Im August 2021 erstattete Superintendent Christian Bald Strafanzeige. Nun taucht in der Gemeinde, der Jugendarbeit und der Kirchenkreisleitung die Frage auf, ob  „innerhalb unserer Strukturen möglicherweise nicht genau genug  hingeschaut“ worden sei. So sei ein Projekt des Jugendmitarbeiters genehmigt worden, bei dem Kindern und Jugendlichen Nacktheit und Körperlichkeit näher gebracht werden sollte. Zunächst sollte nur eine Sauna gebaut werden. Später gab es dort gemeinsames Duschen, gegenseitige Massagen und Berührungen im Intimbereich gegeben.Der Jugendmitarbeiter wurde gefeiert und seine Projekte wurden hingenommen. Quelle: idea

26.6.2022 Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter einer Jugendgruppe der Ev. Kirchengemeinde Brügge und vormals des CVJM Lüdenscheid-West e.V. hat an über 20 männlichen Personen sexualisierte Gewalt ausgeübt. Das wurde im Sommer 2020 bekannt. Nun gibt es Hinweise, dass der bekannte Täter auch an mehreren weiblichen Betroffenen schwere Straftaten begangen hat. Das teilte der Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg mit. Quelle: evangelisch-im-sauerland

26.9.2021 Ein Interventionsteam hat Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehrenamtlichen Mitarbeiter einer Jugendgruppe im Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg, Westfälische Landeskirche, untersucht. In 40 Jahren soll der Beschuldigte mehr als 20 Jungen sexuell missbraucht haben. Er beging Selbstmord, als die Vorwürfe öffentlich wurden. Quelle: rp-online

21.4.2010 Bei der evangelischen Kirche in Köln haben sich 10 Betroffene gemeldet, die von Straftaten zwischen 1940 und 1970 berichteten. Die Täter seien alle tot. 4 der Opfer gaben an, in evangelischen Kinderheimen missbraucht worden zu sein. Sie berichten auch von Prügeln, stundenlangem Stehen auf dem Flur, Übernachtungen in einer Badewanne und dem Essen von Erbrochenem. Die Leiterin der Beratungsstelle sagt: “Es herrschte eine Atmosphäre permanenter Demütigungen und Quälerei”. Ein Missbrauchstäter , Psychologe, sei Presbyter in Köln gewesen, ein Ehrenmann. Quelle:  wdr

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21.2.2025 Ein evangelische Pfarrer aus der Württembergischen Landeskirche hat nach der Verurteilung durch das Amtsgericht Esslingen von der Landeskirche Berufsverbot erhalten. Quelle: stuttgarter-zeitung

6.2.2025 Das Urteil wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen evangelischen Pfarrer der Landeskirche Württemberg vor dem Amtsgericht
Esslingen, das im März 2022 erging, ist rechtskräftig. Er hat viele Rechtsmittel ausgeschöpft. Nun muss er eine zweijährige Gefängnisstrafe
antreten. Quelle: Stuttgarter Zeitung

6.12.2023 Die „Auf!-Studie“ der württembergischen Landeskirche wird vorgestellt. Sie untersucht im Wesentlichen die Verbrechen des pietistisch sozialisierten Alfred Zechnall. Zechnall habe die verschiedenen Berührungspunkte mit jungen Männern für sexuelle Übergriffe genutzt. 21 Personen berichteten im Verlauf der Studie von Übergriffen, bei 18 weiteren seien Übergriffe als gesichert anzunehmen. Quellen: elk-wue   Die Auf!-Studie

12.4.2023 In 166 Fällen hat die Anerkennungskommission Betroffenen von sexualisierter Gewalt sogenannte Anerkennungsleistungen, ergänzende Hilfeleistungen und Therapiekosten in Höhe von ca. 3 Mio Euro zugesprochen, drei Fälle warten derzeit noch auf Anerkennung, 3 Anträge sind abgelehnt worden und 16 Anträge sind zuständigkeitshalber weiter verwiesen worden. Quelle: elk-wue

30.3.2021 In der Evangelischen Landeskirche Württemberg wurde in 145 Fällen über Zuwendungen an Missbrauchsbetroffene entschieden. Quelle: Eulemagazin

17.3.2021 Die württembergische Landeskirche will Missbrauchsfälle in evangelischen Internaten weiter aufarbeiten. Inzwischen habe sich ca 150 Betroffene an die unabhängige Kommission der württembergischen Landeskirche gewendet. Vor wenigen Jahren gingen zudem nach einem Aufruf knapp 30 Meldungen zu sexuellen Übergriffen an den Seminaren ein. Die meisten Meldungen bezogen sich auf ein und denselben mutmaßlichen Täter. Die Studie der EKD wird heute von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm vorgestellt. Ergebnisse sollen 2023 vorliegen. Quelle: t-online

27.11.2018 Die württembergische Landeskirche hat seit drei Jahren eine unabhängige Missbrauchskommission. Über 100 Betroffene meldeten sich dort, 94 wurden anerkannt. Neun Opfer kamen aus der Landeskirche und 85 aus der Diakonie. Quelle: evangelisch.de

6.4.2010 Auch in einer Stuttgarter Gemeinde gab es sexuellen Missbrauch durch einen Pfarrer. Der mutmaßliche Täter starb 1994. Quelle: Stuttgarter Nachrichten

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13.12.2023 Erklärung zur unabhängigen Aufarbeitung sexueller Gewalt  –   Auslegungshilfe

17.11.2021 Bislang wurden 942 Anträge laut EKD bearbeitet. Quelle: br

24.6.2021 Derzeit sind rund 900 Missbrauchsfälle im Bereich der EKD bekannt. Wie hoch die Dunkelziffer ist, ist unklar. Quelle: evangelisch.de

9.11.2020 Inzwischen sind 881 Fälle bekannt. Quelle: Süddeutsche

11.7.2020 Seit dem 14.5.2020 haben sich in der EKD weitere 97 Missbrauchsbetroffene gemeldet, so dass nun 867 Betroffene in der EKD bekannt sind. 

14.5.2020 Bei der evangelischen Kirche in Deutschland haben sich bis heute 770 Betroffene von sexualisierter Gewalt gemeldet.

12.11.2019 Inzwischen wurden insgesamt 770 Fälle sexuellen Missbrauchs in der EKD bekannt.

13.11.2018 Seit 1945 wurden etwa 500 Fälle sexuellen Missbrauchs in zehn der 20 Evangelischen Landeskirchen bekannt. Quellen: swr.de  Die Zeit v. 15.11.2018, S. 60

Vertuschung in der Evangelischen Kirche und Diakonie

20.11.2023 Annette Kurschus ist von ihren Ämtern als EKD-Ratsvorsitzende und als Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen zurückgetreten. Ihr wird vorgeworfen, in einem Missbrauchsfall nicht angemessen gehandelt zu haben. Die Aufgaben übernimmt die stellvertretende Ratsvorsitzende, Bischöfin Fehrs, Hamburg. Quelle: katholisch.de   evangelisch.de