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Was wir wollen

Diese Plattform gibt es seit 2002. Bisher richtete sie sich an Frauen, seit Anfang 2019 auch an Männer. Sie hat mehrere Anliegen: Zuerst bieten wir Menschen, die sexualisierte Gewalt erlebt haben und Halt im christlichen Glauben suchen, seelsorgliche Begleitung an. Sie kann in Einzelkontakten bestehen, für Frauen auch in der Mitgliedschaft in der Mailingliste. Dort unterstützen sich betroffene Frauen gegenseitig. - Ein zweites Anliegen ist es, das oft abgewehrte Thema “Traumatisierung durch Menschengewalt” immer wieder ins Bewusstsein der Kirchen und der Öffentlichkeit zu bringen und dabei ein besonderes Augenmerk darauf zu richten, ob und wie der christliche Glaube und die christliche Theologie Hilfestellungen geben können. Eine weitere Aufgabe der Initiative GottesSuche ist, Presseberichte über kirchliche Missbrauchsfälle zu veröffentlichen. Die Dokumentation umfasst inzwischen die Zeit seit etwa 2001 und wird regelmäßig betreut. Die Plattform ist selbstverständlich ökumenisch.

Zu unserem ersten Anliegen: Auf dieser Plattform treffen sich Menschen, die in der Kindheit, Jugend oder im Erwachsenenalter Gewalt erlebt haben. Diese Gewalt erfuhren sie körperlich, seelisch, sexuell oder – in der Regel – als Kombination dieser Gewaltformen. Sie war einmalig, mehrmalig oder auch langjährig. Sie konnte in der Familie, einer Beziehung oder Ehe, in einer Schule, in der Jugendarbeit, aber auch in Therapie oder Seelsorge geschehen. Sie ging von Menschen aus. Jede/r Betroffene hat ihre/seine eigene Geschichte und eigene Bewältigungsstrategien. Die Gemeinsamkeit der Traumatisierung verbindet miteinander, von der Verschiedenheit können wir lernen.

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Was wir tun© Gerd Altmann, Pixabay© Gerd Altmann, Pixabay

 

Seit dem Jahr 2000 haben Frauen, die mit Betroffenen arbeiten, immer wieder versucht, in der Gesellschaft und den Kirchen Aufmerksamkeit für die Anliegen Gewaltüberlebender zu wecken – in Interviews, Vorträgen, Gottesdiensten, um die Einsamkeit Betroffener zu reduzieren. Wir haben nach Verbündeten geschaut, die sich solidarisch an der Seite Betroffener positionieren. Hier stellen wir Ihnen auszugsweise Veröffentlichungen, Interviews, Aktionen und Gottesdienste vor.

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Wichtige Bücher

Traumasensible Seelsorge: Grundlinien für die Arbeit mit Gewaltbetroffenen" Andreas Stahl

"Was kann nun die Theologie von der Traumaforschung lernen? Ich denke sehr viel. Denn menschliche Erfahrung ist eine zentrale Quelle theologischen Denkens. Dies schließt die Erfahrungswelt von Menschen mit Traumageschichten dezidiert mit ein. Für eine christliche Theologie, in deren Zentrum der Gekreuzigte steht, gilt sogar, dass der Perspektive der Verletzten und Marginalisierten eine hermeneutische Priorität zukommt. Traumasensibel ist eine Theologie dann, wenn sie diese hermeneutische Priorität ernst nimmt und den Erfahrungen traumatisierter Menschen einen zentralen Stellenwert einräumt."

Quelle: y-nachten.de

Damit der Boden wieder trägt. Seelsorge nach sexuellem Missbrauch  

Dr. Barbara Haslbeck, Annette Buschmann und Erika Kerstner haben 2016 das Buch “Damit der Boden wieder trägt. Seelsorge nach sexuellem Missbrauch” veröffentlicht. Wir haben lange nach Literatur aus der Perspektive von (Missbrauchs-) Opfern geschaut. Als wir keine im deutschsprachigen Raum fanden, entschlossen wir uns, das Buch selbst zu schreiben. In der Lektorin des Schwabenverlags, die das Projekt begleitete, fanden wir eine kompetente und engagierte Frau, die das Risiko nicht scheute, ein Buch zu einem noch immer abgewehrten Thema zu verlegen. Herzlichen Dank!

Adressat*innen des Buches sind Betroffene, die mit Glaubensfragen ringen, und Seelsorgende, die betroffene Frauen und Männer begleiten und die spezifischen Schwierigkeiten mit manchen christlichen Glaubensvorstellungen besser verstehen wollen.

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Sexueller Missbrauch und Religiosität. Wenn Frauen das Schweigen brechen: eine empirische Studie - Barbara Haslbeck

"Sexueller Missbrauch beschädigt die Fähigkeit zu vertrauen - sich selbst, anderen Menschen und Gott. Die Studie lässt Betroffene selbst zu Wort kommen. Frauen mit Missbrauchserfahrungen brechen das Schweigen und berichten in Interviews von ihren Bewältigungsprozessen. Trotz schlechter Erfahrungen mit kirchlich vermitteltem Christentum suchen sie nach religiösen Sinngebungen für ihr Leben. Die Untersuchung beschreibt diese in verdichteter Form und reflektiert sie theologisch.
Dabei wird deutlich: Theologie und Kirche sind nur dann glaubwürdig, wenn sie das Leid der Opfer radikal ernst nehmen und sich mit ihnen solidarisch zeigen."

Das Team

 

Hier erfahren Sie ein wenig von dem Team, das hinter der Initiative GottesSuche steht.

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