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Forschung & Aufarbeitung

Aufarbeitung katholische Bistümer

Die Wahrheit wird euch befreien

– Johannes 8,32 –

2010 wurden die vielen Missbrauchsfälle im Canisius-Kolleg bekannt und in der Folge kamen viele Missbrauchsfälle aus allen Bistümern Deutschlands an die Öffentlichkeit. Eine erste Studie der Deutschen Bischofskonferenz scheiterte. Die MHG-Studie wurde 2018 veröffentlicht und zeigte die „Spitze des Eisbergs“. Danach richteten die Bistümer  Aufarbeitungskommissionen und Betroffenenbeiräte ein. Manche gaben Studien und  Einzelstudien in Auftrag mit sehr unterschiedlichem Design.  

Studie/Gutachten:

Geplant: Entgegen der ursprünglichen Planung soll nun doch eine Studie gemacht werden, die die Situation der von Missbrauch Betroffenen untersucht.  Der Gutachter Ulrich Wastl kritisiert, dass das Bistum sich in der geplanten Studie nicht mit den mutmaßlichen Tätern und Vertuschern befassen will. Quellen: Süddeutsche 11.1.2023 Neues Ruhrwort 9.1.2024   psy.lmu

Veröffentlicht:

2021 Bericht der Projektgruppe zu den Kinderheimen Reitenbuch und Baschenegg

2019 Kinderheim Heilig Kreuz – Schlussbericht der Projektgruppe


Aufarbeitungskommission

16.3.2021 Ein „vorläufiger Abschlussbericht“ ist innerhalb von fünf Jahren vorgesehen.


Betroffenenbeirat

Kontakt: betroffenenbeirat@aufarbeitungskommission-augsburg.de

Studie/Gutachten: 
2021 Redeker-Sellner-Dahs: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche  Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946  (bis S. 226)  Teil C geschwärzt (bis S. 472)

29.1.2021 Pressekonferenz Vorstellung des Gutachtens


Gutachtenkommission 
26.9.2023 Die Interdiözesane Kommission zur Aufarbeitung sexuellen
Missbrauchs des Erzbistums Berlin, der Bistümer Görlitz und
Dresden-Meißen und der Katholischen Militärseelsorge beschäftigt sich mit Missbrauchsfällen im Kloster Wechselburg, den Gemeinden Leipzig-Süd, Schirgiswalde, Annaberg und Dresden-Strehlen. Im Blick sind Mönche, ein Priester oder ein Religionslehrer. Bislang gibt es 30 Verdachtsfälle seit 1945, bei denen 20 Kleriker und acht Laien  beschuldigt werden. Es gibt 56 Opfer, zwei Drittel davon männlich, 21 weiblich. Quelle: Süddeutsche

11.5.2023 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Görlitz, Dresden-Meißen und die Katholische Militärseelsorge haben eine Interdiözesane Kommission (IKA) mit neun Mitgliedern gebildet. Zunächst will sich die Kommission die bisher geleistete Aufarbeitung anschauen und mit dem Betroffenenbeirat und den Verantwortlichen der Bistümer und der Militärseelsorge und mit Diözesanräten und Experten sprechen. Ziel der Arbeit sei eine „quantitative Erhebung sowie qualitativeBewertung des sexuellen Missbrauchs in den beteiligten Bistümern“. Kontakt:  Tel.: +49(0)176-62036275; E-Mail: kontakt@aufarbeitung-ost.de. Quellen: vaticannews   bistum-dresden-meissen  

7.8.2021 Die Kommission des Erzbistums Berlin zur Fortführung der innerkirchlichen Aufklärungs- und Aufarbeitungsbemühungen in Folge des Gutachtens „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche  Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946″ ihren Arbeitsbericht vorgelegt. Darin bergründet die Kommission, dass sie nicht wie geplant habe arbeiten können, weil die Kanzlei Redeker Sellner Dahs ihren Auftrag, ob und gegebenenfalls durch wen und auf welche Weise Fälle sexuellen Missbrauchs im Bereich des Erzbistums Berlin vertuscht worden sind und ob und inwieweit die jeweils anwendbaren kirchlichen und kirchenstrafrechtlichen Regelungen eingehalten worden sind nicht ausreichend bearbeitet“ wurde. Die Kanzlei Redeker Sellner Dahs widerspricht. Quelle: Erzbistum Berlin


Studie/Gutachten: Eine externe Studie ist nicht geplant.


Aufarbeitungskommission


Betroffenenbeirat Ansprechpartner für andere Betroffene ist Udo Holy. Kontaktdaten: Tel. 0179 4650857

Studie/Gutachten:
Aufarbeitungskommission1.11.2021 Im Bistum Erfurt hat die Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt knapp acht Monate nach ihrer Ankündigung die Arbeit aufgenommen. Die Kommission besteht aus zwei Betroffenen, zwei Bistumsmitarbeitern und zwei externen Experten. Ob auch Frauen der Kommission angehören, ist unbekannt. Die Kommission soll jährlich berichten und nach fünf Jahren einen vorläufigen Abschlussbericht vorlegen. Quelle: n-tv
Betroffenenbeirat:  Bistum Erfurt will wegen der geringen Zahl Betroffener keinen Beirat einrichten (HK 1/2021). Am 18.3.2021 sagt Bischof Niemeyer, er wisse nicht, ob sich genügend Betroffene für den Beirat melden werden. Bischof Niemeyer ruft am 26.3.2021 Betroffene auf, in einer unabhängigen Kommission mitzuarbeiten.

Studie/Gutachten: 


Aufarbeitungskommission

11.5.2023 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Görlitz, Dresden-Meißen und die Katholische Militärseelsorge haben eine Interdiözesane Kommission (IKA) mit neun Mitgliedern gebildet. Zunächst will sich die Kommission die bisher geleistete Aufarbeitung anschauen und mit dem Betroffenenbeirat und den Verantwortlichen der Bistümer und der Militärseelsorge und mit Diözesanräten und Experten sprechen. Ziel der Arbeit sei eine „quantitative Erhebung sowie qualitative Bewertung des sexuellen Missbrauchs in den beteiligten Bistümern“. Kontakt:  Tel.: +49(0)176-62036275; E-Mail: kontakt@aufarbeitung-ost.de. Quellen: vaticannews   bistum-dresden-meissen


Betroffenenbeirat Ost für das Erzbistum Berlin, die Bistümer Dresden-Meißen und Görlitz und die Katholische Militärseelsorge

Studie/Gutachten: 

18.3.2021 Kölner Gercke-Gutachten

30.10.2020 Gutachten Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl wird nicht veröffentlicht

1.6.2021 Rechtsexperten sehen gravierende Mängel im Gercke-Gutachten und nennen es ein „Gefälligkeitsgutachten

24.3.2021 In der vierten Pressemitteilung der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Verhalten der Verantwortlichen des Erzbistums Köln im Zusammenhang mit dem WSW-Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum kritisieren die Autor*innen die Nicht-Veröffentlichung des Gutachtens durch das Erzbistum Köln. Sie weisen darauf hin, dass es keine äußerungsrechtliche Bedenken gegen ihr Gutachten gibt und dass das Gercke-Gutachten ein Gutachten von „Recht ohne Moral“ sei.  Sie missbilligen die begrenzten Möglichkeiten der Einsichtnahme in ihr Gutachten und bieten erneut seine Veröffentlichung an. Quelle: westpfahl-spilker.de

30.10.2020 Das Erzbistum Köln beschäftigt mit den Gutachten mindestens sechs Kanzleien und zwei Juraprofessoren. Es sind die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl, die Kanzlei Gercke-Wollschläger (mit fünf Mitarbeiter*innen), die Kanzleien Höcker, Redeker, Raue und Romatka. Die Juraprofessoren sind Prof. Dr. Franz Streng und Prof. Dr. Matthias Jahn. Quelle: juve.de

Weitere Informationen hier.


Aufarbeitungskommission seit Juni 2022

9.12.2022 Die Unabhängige Aufarbeitungskommission im Erzbistum Köln hat vorerst ihre Tätigkeit niedergelegt, nachdem zwei Mitglieder ausgeschieden sind. Quelle: msn

6.12.2022 Auch die frühere NRW-Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich – das zweite vom Land NRW benannte Mitglied der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) im Erzbistum Köln – verlässt das Gremium. Quelle: msn

5.12.2022 Der von der Landesregierung NRW in die Aufarbeitungskommission des Erzbistums Köln entsandte Jurist, der Staatsrechtler Stephan Rixen, hat seine Mitgliedschaft in der Aufarbeitungskommission beendet und damit auch den Vorsitz abgelegt. Er kritisiert die Aufarbeitung und zweifelt an der Unabhängigkeit der Kommission. Anlässlich der Bearbeitung des Falles Winfried Pilz sagte Rixen: „Mit fehlt das Vertrauen, dass eine Aufarbeitung, die auch Kardinal Woelki selbst betrifft, wirklich gewünscht ist.“ Er beklagte, dass es womöglich zum Kalkül gehöre, dass immer neue „Missverständnisse entstehen, deren Ergebnis immer dasselbe sei: „Kardinal Woelki hat keine Fehler gemacht.“ Rixen sagte, er habe den Eindruck, dass die Mehrheit in der Kölner Kommission nicht mit der Führungsspitze des Erzbistums in Konflikt geraten wolle. Es bestünden Manipulationsmöglichkeiten des Erzbistums „ohne Ende“. Rixen plädiert für ein Aufarbeitungsgesetz auf Bundesebene. Quelle:  Domradio.de 


Betroffenenbeirat

Rückblick auf die Arbeit des 1. Betroffenenbeirats Köln 2019-2022

Studie/Gutachten: 3.2.2022 Ein umfassendes Gutachten ist aus finanziellen Gründen nicht geplant Quelle: Domradio 


Aufarbeitungskommission


Betroffenenbeirat: 3.2.2022 Weiterhin werden Betroffene als Mitglieder des Betroffenenbeirates gesucht. Quelle: Domradio

Studie/Gutachten:

23.5.2023 Geplant: „Sexueller Missbrauch von Minderjährigen durch katholische Kleriker im Bistum Passau 1945-2020. Ausmaß und Umstände – Reaktionen und Handhabung seitens Kirche, Öffentlichkeit und sozialem Umfeld der Betroffenen.“ 


Aufarbeitungskommission

15.5.2023 Pressemeldung/Bericht über Missbrauchsfall von Pater N. Weber

Im Dezember 2020  wurde die Aufarbeitungskommission eingerichtet. Mitglieder: Prof. Dr. Gui­do Pollak, Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler und ehe­ma­li­ger Inha­ber des Lehr­stuhls All­ge­mei­ne Päd­ago­gik der Uni­ver­si­tät Pas­sau, His­to­ri­ker und Jour­na­list Dr. Ste­fan Ram­mer; Dr. Mar­tin Lin­der, Kin­der und Jugend­psych­ia­ter aus Regens­burg; Josef Rückl, Poli­zei­prä­si­dent i. R.; Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin Michae­la Mül­ler, die für eine Bera­tungs­stel­le bei sexu­el­ler Gewalt tätig ist; Micha­el Stein­dorf­ner und Udo Holy.


Betroffenenbeirat: Kontakt: betroffenenbeirat@bistum-passau.de

Studie/Gutachten: 


Aufarbeitungskommision

April 2024 Jahresbericht 2023 der Aufarbeitungskommission

Februar 2023 Jahresbericht 2022 der Aufarbeitungskommission

● 20.3.2023 „In einigen Fällen sind Versuche der Einflussnahme auf das justizielle Vorgehen aktenkundig“. Der Umgang mit den Tätern und die Hufnagel-Akte– Auszüge und Bemerkungen zum ersten Aufarbeitungsbericht (3). Quelle: K-Punkt Rottenburg

● 17.3.2023 „Den Verantwortlichen ging es ausschließlich um den Täterschutz“ – Auszüge und Bemerkungen zum ersten Aufarbeitungsbericht (2). Quelle: K-Punkt Rottenburg

● 16.3.2023 Kritische Anmerkungen zum Jahresbericht (1). Quelle: K-Punkt Rottenburg 


Betroffenenbeirat

Studie/Gutachten: 

Geplant: Studie der Universität Mannheim: „Sexueller Missbrauch im Bistum Speyer durch katholische Priester, Diakone, Ordensangehörige und Mitarbeitende des Bistums“, ab 1946. Quellen: Uni Mannheim 


Aufarbeitungskommision


Betroffenenbeirat Kontakt: betroffenenbeirat-speyer@gmx.de