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Aufarbeitung katholische Bistümer

Die Wahrheit wird euch befreien

– Johannes 8,32 –

2010 wurden die vielen Missbrauchsfälle im Canisius-Kolleg bekannt und in der Folge kamen viele Missbrauchsfälle aus allen Bistümern Deutschlands an die Öffentlichkeit. Eine erste Studie der Deutschen Bischofskonferenz scheiterte. Die MHG-Studie wurde 2018 veröffentlicht und zeigte die „Spitze des Eisbergs“. Danach richteten die Bistümer  Aufarbeitungskommissionen und Betroffenenbeiräte ein. Manche gaben Studien und  Einzelstudien in Auftrag mit sehr unterschiedlichem Design.  – Im Juni 2025 wurden die  Standards der Betroffenenbeteiligung im Kontext institutioneller Aufarbeitung veröffentlicht. 

Katholische Bistümer

Stand 6/2026

Studie/Gutachten

 21.5.2024 Im Erzbistum Bamberg führt die Universität Greifswald und die Psychologische Hochschule Berlin das Forschungsprojekt „Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Erzdiözese Bamberg“ durch. Es soll Ende 2026 abgeschlossen sein. Quelle: Erzbistum Bamberg

3.7.2024 Die Studie ist gestartet. augsburger-allgemeine.

8/2025 Zwischenbericht der Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung zur Studie


UAK Bamberg

2025 Jahresbericht

2024 Jahresbericht

2023 Jahresbericht

2022 Jahresbericht

2021 Jahresbericht 


Betroffenenbeirat


Sonstiges

9.8.2026 Gabriele Knetsch in einem Radiofeature zum Thema: „Versetzt statt verurteilt – Katholische Priester, Missbrauch und Strafvereitelung“ – Priester, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wurde, konnten sich ins Ausland absetzen. Oft mit Wissen hochrangiger Kirchenvertreter. In mehreren Fällen führten Versetzungen dazu, dass Beschuldigte nicht strafrechtlich belangt werden konnten. Quelle: 1.wdr

Studie/Gutachten

14.2.2025 Ausschreibung einer sozialwissenschaftlichen Studie

2021 Redeker-Sellner-Dahs: Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche  Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946  (bis S. 226)  Teil C geschwärzt (bis S. 472)

29.1.2021 Pressekonferenz Vorstellung des Gutachtens


UAK Berlin – IKA Ost

30.6.2026 Jahresbericht 2025 zu Prävention, Intervention, Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt 

15.7.2025 Jahresbericht 2024. Prävention, Intervention, Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt

5.2.2025 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Dresden-Meißen, Görlitz und der Katholischen Militärseelsorge haben ihren Bericht über die Arbeit und die Ergebnisse der Interdiözesanen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs (IKA) zum Berichtszeitraum Mai 2023 bis November 2024 vorgelegt. Die Betroffenenvertreter haben ein Minderheitsvotum zum Jahresbericht abgegeben. 

20.6.2024 Die Interdiözesane Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den (Erz-)Bistümern Berlin, Dresden-Meißen und Görlitz hat eine sozialwissenschaftliche Studie beschlossen. Quellen: Erzbistum Berlin    bistum-dresden-meissen
 
26.9.2023 Die Interdiözesane Kommission zur Aufarbeitung sexuellen
Missbrauchs des Erzbistums Berlin, der Bistümer Görlitz und
Dresden-Meißen und der Katholischen Militärseelsorge beschäftigt sich mit Missbrauchsfällen im Kloster Wechselburg, den Gemeinden Leipzig-Süd, Schirgiswalde, Annaberg und Dresden-Strehlen. Im Blick sind Mönche, ein Priester oder ein Religionslehrer. Bislang gibt es 30 Verdachtsfälle seit 1945, bei denen 20 Kleriker und acht Laien  beschuldigt werden. Es gibt 56 Opfer, zwei Drittel davon männlich, 21 weiblich. Quelle: Süddeutsche

11.5.2023 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Görlitz, Dresden-Meißen und die Katholische Militärseelsorge haben eine Interdiözesane Kommission (IKA) mit neun Mitgliedern gebildet. Zunächst will sich die Kommission die bisher geleistete Aufarbeitung anschauen und mit dem Betroffenenbeirat und den Verantwortlichen der Bistümer und der Militärseelsorge und mit Diözesanräten und Experten sprechen. Ziel der Arbeit sei eine „quantitative Erhebung sowie qualitativeBewertung des sexuellen Missbrauchs in den beteiligten Bistümern“. Kontakt:  Tel.: +49(0)176-62036275; E-Mail: kontakt@aufarbeitung-ost.de. Quellen: vaticannews   bistum-dresden-meissen
 

7.8.2021 Die Kommission des Erzbistums Berlin zur Fortführung der innerkirchlichen Aufklärungs- und Aufarbeitungsbemühungen in Folge des Gutachtens „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche  Ordensangehörige im Bereich des Erzbistums Berlin seit 1946″ ihren Arbeitsbericht vorgelegt. Darin begründet die Kommission, dass sie nicht wie geplant habe arbeiten können, weil die Kanzlei Redeker Sellner Dahs ihren Auftrag, ob und gegebenenfalls durch wen und auf welche Weise Fälle sexuellen Missbrauchs im Bereich des Erzbistums Berlin vertuscht worden sind und ob und inwieweit die jeweils anwendbaren kirchlichen und kirchenstrafrechtlichen Regelungen eingehalten worden sind, nicht ausreichend bearbeitet“ wurde. Die Kanzlei Redeker Sellner Dahs widerspricht. Quelle: Erzbistum Berlin


Studie/Gutachten

14.2.2025 Ausschreibung einer sozialwissenschaftlichen Studie


UAK Dresden-Meißen – IKA Ost

5.2.2025 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Dresden-Meißen, Görlitz und der Katholischen Militärseelsorge haben ihren Bericht über die Arbeit und die Ergebnisse der Interdiözesanen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs (IKA) zum Berichtszeitraum Mai 2023 bis November 2024 vorgelegt. Die Betroffenenvertreter haben ein Minderheitsvotum zum Jahresbericht abgegeben. 

20.6.2024 Die Interdiözesane Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den (Erz-)Bistümern Berlin, Dresden-Meißen und Görlitz hat eine sozialwissenschaftliche Studie beschlossen. Quellen: Erzbistum Berlin    bistum-dresden-meissen


Betroffenenbeirat wird gesucht. 3/2026

Studie/Gutachten


UAK Erfurt

Jahresbericht 2025

Zwischenstand 2024

Jahresbericht 2023

1.11.2021 Im Bistum Erfurt hat die Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt knapp acht Monate nach ihrer Ankündigung die Arbeit aufgenommen. Die Kommission besteht aus zwei Betroffenen, zwei Bistumsmitarbeitern und zwei externen Experten. Ob auch Frauen der Kommission angehören, ist unbekannt. Die Kommission soll jährlich berichten und nach fünf Jahren einen vorläufigen Abschlussbericht vorlegen. Quelle: n-tv


Betroffenenbeirat:  Bistum Erfurt will wegen der geringen Zahl Betroffener keinen Beirat einrichten (HK 1/2021). Bischof Niemeyer ruft am 26.3.2021 Betroffene auf, in einer unabhängigen Kommission mitzuarbeiten.

Studie/Gutachten

14.2.2025 Ausschreibung einer sozialwissenschaftlichen Studie


UAK Görlitz – IKA Ost

5.2.2025 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Dresden-Meißen, Görlitz und der Katholischen Militärseelsorge haben ihren Bericht über die Arbeit und die Ergebnisse der Interdiözesanen Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs (IKA) zum Berichtszeitraum Mai 2023 bis November 2024 vorgelegt. Die Betroffenenvertreter haben ein Minderheitsvotum zum Jahresbericht abgegeben. 

20.6.2024 Die Interdiözesane Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den (Erz-)Bistümern Berlin, Dresden-Meißen und Görlitz hat eine sozialwissenschaftliche Studie beschlossen. Quellen: Erzbistum Berlin    bistum-dresden-meissen

11.5.2023 Die (Erz-)Bistümer Berlin, Görlitz, Dresden-Meißen und die Katholische Militärseelsorge haben eine Interdiözesane Kommission (IKA) mit neun Mitgliedern gebildet. Zunächst will sich die Kommission die bisher geleistete Aufarbeitung anschauen und mit dem Betroffenenbeirat und den Verantwortlichen der Bistümer und der Militärseelsorge und mit Diözesanräten und Experten sprechen. Ziel der Arbeit sei eine „quantitative Erhebung sowie qualitative Bewertung des sexuellen Missbrauchs in den beteiligten Bistümern“. Kontakt:  Tel.: +49(0)176-62036275; E-Mail: kontakt@aufarbeitung-ost.de. Quellen: vaticannews   bistum-dresden-meissen


Betroffenenbeirat Mitglieder werden bis 30.4.2026 gesucht

Studie/Gutachten

2025 Feigen Graf Rechtsanwälte: Bericht zur Untersuchung Ritueller Gewalt in den Bistümern Münster und Essen sowie im Erzbistum Köln

2024 Kann Prävention wirken? – Abschlussbericht  und  Ergebnispräsentation

2021 Gercke-Gutachten

2020 Gutachten Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl wird nicht veröffentlicht

1.6.2021 Rechtsexperten sehen gravierende Mängel im Gercke-Gutachten und nennen es ein „Gefälligkeitsgutachten

24.3.2021 In der vierten Pressemitteilung der Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl zum Verhalten der Verantwortlichen des Erzbistums Köln im Zusammenhang mit dem WSW-Gutachten zu sexuellem Missbrauch im Erzbistum kritisieren die Autor*innen die Nicht-Veröffentlichung des Gutachtens durch das Erzbistum Köln. Sie weisen darauf hin, dass es keine äußerungsrechtliche Bedenken gegen ihr Gutachten gibt und dass das Gercke-Gutachten ein Gutachten von „Recht ohne Moral“ sei.  Sie missbilligen die begrenzten Möglichkeiten der Einsichtnahme in ihr Gutachten und bieten erneut seine Veröffentlichung an. Quelle: westpfahl-spilker.de

30.10.2020 Das Erzbistum Köln beschäftigt mit den Gutachten mindestens sechs Kanzleien und zwei Juraprofessoren. Es sind die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl, die Kanzlei Gercke-Wollschläger (mit fünf Mitarbeiter*innen), die Kanzleien Höcker, Redeker, Raue und Romatka. Die Juraprofessoren sind Prof. Dr. Franz Streng und Prof. Dr. Matthias Jahn. Quelle: juve.de

Weitere Informationen hier.


UAK Köln

26.3.2026 Zweiter Zwischenbericht (15.3.2025 – 15.3.2026)

17.3.2025 Erster Zwischenbericht 

9.12.2022 Die Unabhängige Aufarbeitungskommission im Erzbistum Köln hat vorerst ihre Tätigkeit niedergelegt, nachdem zwei Mitglieder ausgeschieden sind. Quelle: msn

6.12.2022 Auch die frühere NRW-Staatssekretärin Marion Gierden-Jülich – das zweite vom Land NRW benannte Mitglied der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) im Erzbistum Köln – verlässt das Gremium. Quelle: msn

5.12.2022 Der von der Landesregierung NRW in die Aufarbeitungskommission des Erzbistums Köln entsandte Jurist, der Staatsrechtler Stephan Rixen, hat seine Mitgliedschaft in der Aufarbeitungskommission beendet und damit auch den Vorsitz abgelegt. Er kritisiert die Aufarbeitung und zweifelt an der Unabhängigkeit der Kommission. Anlässlich der Bearbeitung des Falles Winfried Pilz sagte Rixen: „Mit fehlt das Vertrauen, dass eine Aufarbeitung, die auch Kardinal Woelki selbst betrifft, wirklich gewünscht ist.“ Er beklagte, dass es womöglich zum Kalkül gehöre, dass immer neue „Missverständnisse entstehen, deren Ergebnis immer dasselbe sei: „Kardinal Woelki hat keine Fehler gemacht.“ Rixen sagte, er habe den Eindruck, dass die Mehrheit in der Kölner Kommission nicht mit der Führungsspitze des Erzbistums in Konflikt geraten wolle. Es bestünden Manipulationsmöglichkeiten des Erzbistums „ohne Ende“. Rixen plädiert für ein Aufarbeitungsgesetz auf Bundesebene. Quelle:  Domradio.de 


Betroffenenbeirat

2024 Tatorte im Erzbistum Köln; Mai 2024

Rückblick auf die zweite Amtszeit des Betroffenenbeirats Erzbistum Köln (2022-2024)

Rückblick auf die Arbeit des 1. Betroffenenbeirats Köln 2019-2022

Studie/Gutachten

3.2.2022 Ein umfassendes Gutachten ist aus finanziellen Gründen nicht geplant Quelle: Domradio 


UAK Magdeburg

2023 Jahresbericht


Betroffenenbeirat 3.2.2022 Weiterhin werden Betroffene als Mitglieder des Betroffenenbeirates gesucht. Quelle: Domradio

Studie/Gutachten

2025 Studie: Marc von Knorring | Anna Karoline Matschl: Sexueller Missbrauch und körperliche Gewalt. Übergriffe auf Minderjährige durch katholische Geistliche im Bistum Passau 1945 bis 2022


UAK Passau

13.5.2026 Die Aufarbeitungskommission beendet ihre Arbeit. Stattdessen soll eine Stabsstelle eingerichtet werden, die von einer Expertenkommission beraten und beaufsichtigt werden soll. Quelle: katholisch.de

15.5.2023 Pressemeldung/Bericht über Missbrauchsfall von Pater N. Weber

Im Dezember 2020  wurde die Aufarbeitungskommission eingerichtet. Mitglieder: Prof. Dr. Gui­do Pollak, Erzie­hungs­wis­sen­schaft­ler und ehe­ma­li­ger Inha­ber des Lehr­stuhls All­ge­mei­ne Päd­ago­gik der Uni­ver­si­tät Pas­sau, His­to­ri­ker und Jour­na­list Dr. Ste­fan Ram­mer; Dr. Mar­tin Lin­der, Kin­der und Jugend­psych­ia­ter aus Regens­burg; Josef Rückl, Poli­zei­prä­si­dent i. R.; Diplom-Sozi­al­päd­ago­gin Michae­la Mül­ler, die für eine Bera­tungs­stel­le bei sexu­el­ler Gewalt tätig ist; Micha­el Stein­dorf­ner und Udo Holy.


Betroffenenbeirat

13.5.2026 Der Betroffenenbeirat beendet seine Arbeit. Stattdessen
soll eine Stabsstelle eingerichtet werden, die von einer
Expertenkommission beraten und beaufsichtigt werden soll. Quelle: katholisch.de

Studie/Gutachten


AK-DRS

2025 Jahresbericht

2024 Jahresbericht – Stand März 2025

2024 Jahresbericht – Stand Oktober 2024

2023 Jahresbericht 

2022 Jahresbericht 

● 20.3.2023 „In einigen Fällen sind Versuche der Einflussnahme auf das justizielle Vorgehen aktenkundig“. Der Umgang mit den Tätern und die Hufnagel-Akte– Auszüge und Bemerkungen zum ersten Aufarbeitungsbericht (3). Quelle: K-Punkt Rottenburg

● 17.3.2023 „Den Verantwortlichen ging es ausschließlich um den Täterschutz“ – Auszüge und Bemerkungen zum ersten Aufarbeitungsbericht (2). Quelle: K-Punkt Rottenburg

● 16.3.2023 Kritische Anmerkungen zum Jahresbericht (1). Quelle: K-Punkt Rottenburg 


Betroffenenbeirat

Deutsche Bischofskonferenz (DBK)

Sonstige

Caritas und Diakonie

10.9.2025 Im Kinderheim der Caritas in Duisburg „Maria in der Drucht“ kam es zwischen 1946 und 1983 zu mehreren Fällen sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt, insbesondere in den 1960er und 1970er Jahren. Der Caritasverband Duisburg hat 2024 den Historiker Prof. Andreas Henkelmann, Katholische Hochschule Nordrhein-Westfalen, beauftragt, die Geschichte des Kinderdorfs anhand von Archivrecherchen zu erforschen. Eine Interview-Studie wird von Prof. Dr. Manuela Dudeck, Universität Ulm verantwortet. Betroffene, Angehörige und ehemalige Mitarbeitende werden gebeten, ihre Erfahrungen zu sexualisierter, körperlicher und psychischer Gewalt dem Ulmer Forschungsteam mitzuteilen.  Quelle: kinderdorf-maria-in-der-drucht