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  Aktuelles 

Einladung  zu einem weiteren Bibelabend im Stadtkloster Karlsruhe am 6.2.2019, 19.30 - 21.00 Uhr.


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14.12.2018 An einer Diskussion über die MHG-Studie in Würzburg mit Dr.Christine Bergmann, Bischof Franz Jung und Prof. Hans-Joachim Salize nahm auch Godehard Herzberger, ein Betroffener aus Berlin, teil. Moderiert wurde das Gespräch von Matthias Drobinski, SZ. Bemerkenswert war das Zentrum der Diskussion: Wieder einmal ging es vorwiegend um die Täter. Es ging nur ganz am Rande um die Betroffenen und es ging gar nicht um die sprirituellen Verletzungen der Opfer.

Quelle: youtube.com


14.12.2018 Prälat Henryk Jankowski, eine Ikone der Solidarność-Bewegung in Polen und Beichtvater des Arbeiterführers Lech Wales, soll Kinder missbraucht und vergewaltigt haben. Im Umkreis der Danziger Kirchen, an denen der Geistliche tätig war, soll sein Treiben ein offenes Geheimnis gewesen sein. Niemand habe sich aber getraut, laut darüber zu sprechen. Das erste Opfer, das 2004 Anzeige erstattete, wurde als unglaubwürdig eingestuft.

Die polnische Zeitung "Wyborcza" schreibt, dass er sich in seinem Pfarrhaus eine Art Harem mit Jungen im Teenager-Alter hielt. Der damals zuständige Erzbischof Tadeusz Goclowski habe ihn gerügt: "Ein ernsthaftes Problem, das mich bereits seit einigen Jahren beunruhigt, ist dein Verhältnis zu jungen Männern." 2004 wurde er suspendiert. In Deutschland wurden 2010 erste Vorwürfe bekannt. Jankowski starb 2010.

Quellen: mdrSpiegel 26.3.2010


14.12.2018 Kardinal Vincent Nichols, Erzbischof von Westminster, wird Vertuschung von sexualisierter Gewalt durch katholische Kleriker vorgeworfen. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen, zugleich jedoch Fehler eingeräumt. Die Vorwürfe beziehen sich auf seine Zeit als Erzbischof von Birmingham, 2000 - 2009. Er wollte Zivilklagen gegen die Kirche vermeiden.

Kardinal Nichols berichtete auch, dass ein Generalvikar seiner früheren Erzdiözese versucht hat, zwei priesterlichen Missbrauchstäter zur Flucht in die USA zu verhelfen. Der frühere Bischof Leonard P.James Robinson habe einem der Beschuldigten zudem ein gutes Führungszeugnis ausgestellt, obwohl Vorwürfe wegen Kindesmissbrauch in Großbritannien vorlagen.

Quellen: Domradio  telegraph.co.uk  catholic.herald


14.12.2018 Der Hildesheimer Bischof Wilmer sagt, der Missbrauch von Macht stecke in der DNA der Kirche. Bisher fehle es an jeglicher Idee, welche Konsequenzen das für die Theologie haben müsse. In Zukunft müsse über die sündige Kirche neben der heiligen Kirche gesprochen werden. Um das Böse einzudämmen, brauche es wirksame Kontrolle von Macht, also Gewaltenteilung. Wilmer wies auf Eugen Drewermann als Propheten hin ("Kleriker") und nannte auch Klaus Mertes einen Propheten unserer Zeit. Gegen Kardinal Müller warnt er vor Geschichtsvergessenheit. Bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals gehe es in erster Linie um Wahrheit und Gerechtigkeit, nicht um die Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit der Kirche, die sei "bestenfalls ein Kollateralnutzen".

Quelle: katholisch.de  sueddeutsche.de


13.12.2018 Am 12.12. haben Frauen - aufgerufen von der kfd - vor Kirchen protestiert. Mit der Aktion #MachtLichtAn wollten sie öffentlich zeigen, was viele Frauen in der Kirche bewegt: "Solidarische Klage mit den Opfern, persönliche Betroffenheit und eigene Ohnmacht." In Deutschland gab es mehr als 160 solcher "Klage-Andachten" vor Kirchen.

Quelle: Domradio  bistumlimburg.de  kirche-und-leben.de


13.12.2018 Der frühere Vatikansprecher Federico Lombardi hat zur vorbehaltlosen Aufarbeitung des Missbrauchsskandals aufgerufen. Wenn die katholische Kirche die Frage nicht grundlegend angehe, werde sie "von einer Krise in die nächste" geraten, schrieb er in der Zeitschrift La Civilta Cattolica. Es sei unrealistisch, Missbrauch als Problem des Westens oder der angelsächsischen Welt anzusehen. Unter den Kirchenoberen herrsche zum Teil eine unglaubliche Naivität.

Quelle: Domradio


13.12.2018 Nach Angaben der italienischen Webseite Vatican Insider wurde Pell am Dienstag in fünf Anklagepunkten für schuldig erklärt. Viermal handele es sich um "obszöne Handlungen in der Öffentlichkeit", einmal um "Gewalt" gegen einen Minderjährigen in den 1990er Jahren. Der Vorwurf lautet, er habe 1996 als Erzbischof in der Sakristei der Kathedrale von Melbourne zwei Chorknaben zu Oralsex gezwungen. Das Strafmaß soll am 4. Februar verkündet werden. Danach kann Pell Berufung einlegen. Da das australische Gericht eine Nachrichtensperre verhängt hat, werden keine Einzelheiten bekannt. 


13.12.2018 Die katholische Kirche in Spanien hat priesterliche Missbrauchstäter ins Ausland geschickt, vor allem nach Chile, Ecuador, Peru, Bolivien, Venezuela, Honduras, USA, Benin und Kenia. El Pais hat die Fälle von 18 Priestern untersucht, die aus Spanien kamen und im Ausland des Missbrauchs Minderjähriger überführt wurden. Einige der spanischstämmigen Geistlichen war bereits in Spanien angezeigt worden. Ein Geistlicher war sieben Mal in verschiedenen Schulen im Baskenland, in Aragon und in Madrid angezeigt worden, ging dann nach Chile, wurde dort 2009 verhaftet und 2011 verurteilt. Aufgedeckt wurde auch mindestens ein Fall, in welchem der Priester durch seine Kirche, mittels Versendung ins Ausland, vor einer Haftstrafe bewahrt wurde.



Quellen: br.de  pow.bistum-wuerzburg.de


13.12.2018 Das Amt des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung soll ab März 2019 dauerhaft eingerichtet werden. Bislang ist es noch befristet.

Quelle: Deutschlandfunk


12.12.2018 Kardinal Pell soll von einer australischen Jury aufgrund von fünf Anklagen wegen Kindesmissbrauch in der Kathedrale von Melbourne, die Jahrzehnte zurückreichen, einstimmig für schuldig befunden worden sein. Die Verurteilung werde Anfang Februar 2019 erwartet. Die Art der Anschuldigung ist nicht bekannt, weil der Vorsitzende Richter eine Nachrichtensperre erlassen hat. Eine Bestätigung der australischen Justiz steht  aus.

Ein zweiter Prozess gegen Pell wegen Missbrauchsvorwürfen in Ballarat wurde noch nicht eröffnet. Auf die Journalistenfrage, ob Kardinal Pell Präfekt des Sekretariats für Wirtschaft bleiben könne, antwortete der Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, Greg Burke: "Das ist eine gute Frage".

Quelle: americamagazine.org  cruxnow.com  cruxnow.com


12.12.2018 Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, fordert einheitliche Standards in den deutschen Bistümern bei der Aufarbeitung. Er erwartet, dass  im ersten Quartal 2019 klar wird, wann Einvernehmen unter den Bistümern erreicht wird. Unklar sei noch immer, wer bei bereits verjährten Taten Zugang zu den Akten und Archiven bekomme. Auch das Recht auf Akteneinsicht der Betroffenen sei noch unklar.

Quelle: Domradio


12.12.2018 Die Staatsanwaltschaft Hildesheim ermittelt in zwei Missbrauchsfällen gegen Priester des Bistums Hildesheim. Das Bistum selbst hat Unterlagen zu sechs noch lebenden beschuldigten Priestern an die Staatsanwaltschaft übergeben. Ein erstes Vorermittlungsverfahren gegen einen Geistlichen sei mangels Anfangsverdacht eingestellt worden, hieß es weiter. Drei weitere Fälle seien bereits verjährt.

Quelle: NDR  domradio.de


12.12.2018 Der Papst hat die Kardinäle George Pell, Monsengwo Pasinya und Errazuriz Ossa von der Arbeit im K-9-Rat entpflichtet. Er entsprach damit bereits im Oktober dem Gesuch der Kardinäle um Entpflichtung aus Altersgründen.

Pell wird Vertuschung von Missbrauchsvorwürfen und Missbrauch vorgeworfen, Errazuriz wird Vertuschung und Meineid und Falschaussage vorgeworfen.

Quelle: katholisch.de  Spiegel


 11.12.2018 Erfahrungen von "Jule Wolf" mit der evangelischen Kirche von Hessen-Nassau. 1998 erfuhr die Kirche durch einen befreundeten Pfarrer von dem Missbrauch des Kindes durch ihren Vater, einen evangelischen Pfarrer - es geschah nichts. 2010 meldete "Jule Wolf" den Missbrauch erneut. Drei Jahre später wird das innerkirchliche Disziplinarverfahren gegen ihren Vater eingestellt. Er leugnet den Vorwurf, es steht Aussage gegen Aussage. Kirchenpräsident Jung gesteht Fehler in der Vergangenheit ein.

In der kurhessischen Kirche gibt es drei Missbrauchsfälle und 13 weitere Verdachtsfälle. In der hessen-nassauischen Kirche gab es seit 1945 insgesamt 50 Fälle von sexualisierter Gewalt.

Quelle: hr-inforadio.de  Hessenschau


11.12.2018 Dr. Felix Genn, Bischof von Münster, hat einen 50 Jahre alten Priester, der zuletzt als Leitender Pfarrer in der Pfarrei Heiliger Johannes der Täufer in Bedburg-Hau eingesetzt war, am 10. Dezember, mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres vom priesterlichen Dienst freigestellt. Begründet wurde die Suspendierung nicht.

Quelle: rp-online.de

Kommentar: Über die Gründe der Suspendierung kann nur spekuliert werden - da wäre Transparenz sinnvoll, um Spekulationen zu vermeiden. Immerhin wurden nicht die bislang üblich benannten "gesundheitlichen Gründe" angeführt, die ein gravierendes Fehlverhalten verdecken sollten.

Nachtrag: Es gehe um beleidigende Äußerungen, nicht um sexuellen Missbrauch Minderjähriger.


11.12.2018 Nach einer Veranstaltung in der Kirchengemeinde Rhede über sexuellen Missbrauch durch den Geistlichen Heinz P. meldeten sich sieben Betroffene. Der Westfälische Anzeiger berichtete, dass sich ihm vier Opfer anvertrauten. Vor der Informationsveranstaltung wusste das Bistum nur von vier Betroffenen. 

Quelle: katholisch.de

Kommentar: Es ist nicht selten so, dass Täter mehrere Opfer haben. Ist der Name eines Täters bereits bekannt, trauen sich auch Opfer, sich zu erkennen zu geben, weil sie die Hoffnung haben, dass ihnen geglaubt wird. Solange sie davon ausgehen müssen, dass sie die einzigen Opfer sind, rechnen sie damit - und müssen es aller Erfahrung nach auch -, dass ihnen nicht geglaubt wird. Wenn die Namen von glaubwürdig Beschuldigten veröffentlicht würden, könnten wir ein genaueres Bild über kirchliche Missbrauchsfälle erhalten.


 11.12.2018 Nach dem zweiten glaubhaften und plausiblen Missbrauchsvorwurf gegen den Hildesheimer Altbischof Heinrich Maria Janssen will das Bistum Hildesheim ein externes Institut an der Aufklärung beteiligen. Kriminologen, Historiker und andere Experten sollten den Vorwurf prüfen. Das mutmaßliche Opfer war von seinem Heimleiter zum Bischof gebracht worden. Auch der Heimleiter, ein Priester, und ein Kaplan sollen den Mann missbraucht haben. Daher will Bischof Wilmer auch die damaligen Hildesheimer Kinder- und Waisenhäuser, den Johannishof und den Bernwardshof, komplett überprüfen.

Quelle: katholisch.de


10.12.2018 Der kongolesische Arzt Denis Mukwege (63) und die irakische Jesidin und Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad (25) haben den Friedensnobelpreis 2018 erhalten. Sie wurden für ihren außergewöhnlichen Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten geehrt.

Quelle: domradio.de


*7.12.2018 Robert Zollisch, ehemaliger Erzbischof von Freiburg, gibt ein bislang unveröffentlichtes Interview, in dem zugesteht, die Pflicht gehabt zu haben, kirchliche Missbrauchstäter anzuzeigen. Er sagte: "Ich musste dann schauen, wie wir damit umgehen, und ich trug die Verantwortung als Personalreferent und als Erzbischof für die personellen Konsequenzen... Ich stand zwischen zwei Polen. Auf der einen Seite waren die Menschen, die von Missbrauch betroffen worden waren, und die jungen Menschen, die nicht in der Lage waren, sich öffentlich dazu zu äußern, die auch nicht die Kraft hatten, vor Gericht dazu aufzutreten und insofern eben als Zeugen öffentlich nicht infrage kamen. Auf der anderen Seite war die Kirche, in die ich eingebunden war, die sich mit den Missbrauchsfällen ungeheuer schwertat und die natürlich dann spürte, ja da kommt etwas auf uns zu, und die damals nicht in der Lage war, es als das zu benennen, was es war, nämlich ein Verbrechen." Zollitsch sagt auch: "Wir waren alle beteiligt."

Christ&Welt hat den Film gesehen, den in Gänze keiner kennt. Fabian Klask und Raoul Löbbert kommentieren die Interviewaussagen von Zollisch. Sie bemängeln, dass Zollitsch nie konkret wird und sich an besonders heiklen Stellen ins "Wir" flüchtet. Wer dieses "Wir" genau ist, sagt Zolllitsch nicht.  Nach diesem Satz "Wir waren alle beteiligt "wird kein Bischof mehr behaupten können, er selbst habe sich nichts vorzuwerfen. Klerikalismus, lautet Zollitschs Botschaft, das sind nicht die anderen. Das sind alle zusammen und jeder einzeln.

Quellen: zeit.de


7.12.2018 Zwei Jesuitenprovinzen in den USA haben die Namen von 153 glaubwürdig des Missbrauchs beschuldigten Jesuiten veröffentlicht.

Quelle: jesuitscentralsouthern.org


7.12.2018 Nach Angaben des Rottenburger Bischofs Gebhard Fürst und des Weihbischofs hat das Bistum aus Opferschutzgründen in einer ganzen Reihe von Missbrauchsfällen keine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Diese Fälle datieren von 2002, dem Zeitpunkt Einrichtung der Kommission sexueller Missbrauch (KsM), bis zum 29.11.2018 und sind "grundsätzlich nicht verjährt". Daher haben Strafrechtsprofessoren ihre Strafanzeige vom 26.10.2018 ergänzt.

Quelle: weltanschauungsrecht.de


7.12.2018 Die Strafrechtler, die im Gefolge der MHG-Studie Strafanzeige bei allen Staatsanwaltschaften, die für die 27 Bistümer zuständig sind, gestellt haben, stellen fest: "Es überrascht, wie zurückhaltend Staat und Öffentlichkeit (bislang) mit dem alarmierenden Anfangsverdacht schwerer Verbrechen umgehen. Das hat seinen Grund möglicherweise in einer vielfach herrschenden intuitiven Vorstellung von der sakrosankten Eigenständigkeit der Kirche. (...) Dabei ist die Rechtslage in Deutschland eindrutig. Es gibt für die Kirche und ihre Priester keine grundsätzlichen  Ausnahmen von der Strafverfolgung wie etwa bei der Immunität von Parlamentariern oder Diplomaten. Es gibt auch kein Recht der Kirche (etwa unter Hinweis auf das Kirchenrecht und die eigene Strafgewalt), ihre Institution von strafrechtlichen Eingriffen freizuhalten."

Laut  FAZ haben seit Ende Oktober vier Staatsanwaltschaften Ermittlungen gegen unbekannt aufgenommen. 20 Staatsanwaltschaften prüfen derzeit Anzeigen. Durchsuchungen oder Beschlagnahmungen hat es laut FAZ bisher nicht gegeben. Bemerkenswert sei auch die Art und Weise, in der zumindest einige Staatsanwaltschaften mit der Materie umgehen. Die Staatsanwaltschaft Münster beispielsweise traf sich laut WDR mit dem Generalvikar des Bistums, "um die weiteren Schritte zu besprechen".

Quelle: hpd.de


7.12.2018 Vier Ordensmänner der Legionäre Christi, teils in Leitungspositionen, werden beschuldigt, Ermittlungen wegen Missbrauch gezielt behindert und Betroffene zu Falschaussagen gedränt zu haben. In mindestens zwei Fällen sei auch Geld gezahlt worden. Die beschuldigten Ordensmitglieder wiesen die Vorwürfe zurück. Der ehemalige Priester, dessen Vergehen Anlass für die mutmaßliche Vertuschung gewesen sein sollen, wurde 2013 in den Laienstand versetzt und vom Orden ausgeschlossen. Gegen ihn ist in Novara, Italien, ein strafrechtliches Verfahren im Gang.

Quelle: kath.ch









Quelle: domradio.de


6.12.2018 Auf der Missbrauchs-Synode soll es, so Pater Zollner, vor allem um  Verantwortungen der Kirchenleitungen und um Kirchenrecht gehen. Es soll nach strukturellen Fehler geschaut werden, die den Missbrauch so viele Jahre haben ungestraft fortdauern lassen. Zu klären sei, warum Bischöfe sich nicht an das Kirchenrecht gehalten haben und wer Bischöfe zur Rechenschaft zieht. Außerdem müsse entschieden werden, welche Straftat welches Strafmaß nach sich ziehe. Zu prüfen sei auch, ob das Kirchenrecht nicht zwischen unterschiedlich schweren Arten von Missbrauch unterscheiden müsse.

Quelle: kathpress.at


Quelle: Domradio


5.12.2018 In Kleve wurde ein Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu einem Jahr und sieben Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Missbrauch fand in Isselburg (Bistum Münster?) statt.

Quelle: nrz.de/


5.12.2018 Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche hat das Bistum Speyer Gespräche noch in diesem Jahr mit den zuständigen Generalstaatsanwaltschaften in Zweibrücken und Saarbrücken angekündigt. Auch wenn die Täter juristisch keine Konsequenzen mehr fürchten müssten, so könne das Bistum kirchenrechtliche Schritte einleiten. Warum offensichtlich bislang keine kirchenrechtlichen Schritte unternommen wurden, erklärt das Bistum nicht.

Quelle: swr


5.12.2018 Ein katholischer Priester aus den USA ist auf den Philippinen wegen des Verdachts auf Missbrauch Minderjähriger festgenommen worden. Er soll mehr als 50 Opfer haben, darunter auch Siebenjährige. Der Beschuldigte hat seit über 37 Jahren auf den Philippinen gepredigt. Er muss mit seiner Auslieferung an die USA rechnen. - 2017 hatte die philippinische Regierung den einstigen philippinischen Priester Fernando Sayasaya an die USA überstellt. Ihm war dort sexueller Missbrauch zweier Jungen in den 1990er-Jahren vorgeworfen worden. Er hatte sich fast 20 Jahre lang auf den Philippinen versteckt. - Auch andere katholische Priester von dort sind beschuldigt worden, in den USA und im südostasiatischen Inselstaat sexuelle Straftaten begangen zu haben.

Quelle: katholisch.de


4.12.2019 „Die Topleute des kirchlichen Schweigekartells saßen und sitzen auch heute noch immer in Rom!“ Das schreibt Paul Glotter: " USA: Missbrauch-Skandal - Alle Wege führen nach Rom.


4.12.2018 Das Bistum Syracuse, USA, hat eine Liste (s. auch hier) der glaubwürdig beschuldigten katholischen Priester, die Minderjährige missbrauchten, veröffentlicht. Der zuständige Bischof Robert Cunningham verknüpft mit der Veröffentlichung die Hoffnung, den direkt Betroffenen und der Glaubensgemeinschaft insgesamt "etwas Frieden und Heilung" zu bringen. Die Entscheidung zur Veröffentlichung ist in seinem Bistum umstritten. Im Bistum Syracuse werden alle Anschuldigungen dem zuständigen Bezirksstaatsanwalt gemeldet, bevor die Diözese ihren kanonischen Prozess beginnt.

Quelle: ncronline.org


4.12.2018 Klaus Mertes schreibt die nötige Stellungnahme zu den letzten Äußerungen von Papst Franziskus zu Homosexuellen im Priesteramt: "Die Behauptung, "diese Art von Zuneigung" habe keinen Platz, ist keineswegs bloß eine deskriptive Aussage, sondern ein diskriminierender Akt, ein Akt der Ausgrenzung – letztlich gegenüber allen Homosexuellen in der Kirche. Müssen homosexuelle Geistliche ebenso konsequent enthaltsam leben wie heterosexuelle Geistliche? Aber selbstverständlich! Nur: Warum muss man das eigens betonen?"

Quelle: katholisch.de


3.12.2018 Patrick berichtet von den Folgen des sexuellen Missbrauchs, den er im ehemaligen Don-Bosco-Haus der Salesianer erlitten hat. Das Erzbistum Berlin sei durchaus zuständig, weil der Missbrauch in Berlin passiertesagte der Pressesprecher des Erzbistums. Er zitiert Erzbischof Koch, der Opfern die Frage stellen wolle: "Was fehlt Euch denn noch? Was sollen wir denn tun? Was können wir denn tun?" Patrick möchte für 15 Jahre Verdienstausfall 450 000 Euro.  An den Orden der Salesianer haben sich mehr als 200 Betroffene von Missbrauch, davon 138 Betroffene sexuellen Missbrauchs, gewandt. In Berlin meldeten sich 24 Missbrauchsopfer, darunter 19 Opfer sexuellen Missbrauchs.

Quelle: deutschlandfunk.de

Nachtrag: Der Pressesprecher des Erzbistums teilt mit, dass mit der Zuständigkeit des Erzbistums gemeint gewesen sei, dass niemand, der sich an das Erzbistum wende, mit dem Hinweis auf Nicht-Zuständigkeit abgewiesen werde, denn es sei Opfern nicht zuzumuten, dass sie sich um kirchenrechtlich geregelte Zuständigkeiten kümmern müssen.


1.12.2018 Die bayerische Landeskirche hat den Schutz vor sexualisierter Gewalt auf ihre Tagesordnung gesetzt. Bei der Herbstsynode in Garmisch-Partenkirchen forderten Synodale und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm eine neue Fachstelle, in der sowohl Aufarbeitung sexualisierter Gewalt als auch Prävention künftig gebündelt werden sollen. Zu den nächsten Schritten gehören eine externe Studie, die Analyse von Einzelfällen sowie die Aufdeckung von Strukturen, die sexuelle Übergriffe ermöglichen und deren Aufdeckung behindern.

Quelle: sonntagsblatt.de


30.11.2018 Der Papst bekräftigt, dass ein Homosexueller kein Kandidat für das Priestertum oder das geweihte Leben sein könne. Er sagt: "Die Frage der Homosexualität ist eine sehr ernste, die von Anfang an bei den Kandidaten richtig eingeschätzt werden muss, wenn das der Fall ist. Wir müssen anspruchsvoll sein. In unseren Gesellschaften scheint es sogar, dass Homosexualität in Mode ist und dass die Mentalität in gewisser Weise auch das Leben der Kirche beeinflusst."

Quelle: aciprensa.com

Kommentar: Nun, Homosexualität mit einer Mode in Verbindung zu bringen, ignoriert völlig, was wir darüber wissen und auch der Papst wissen müsste. Er leistet damit der Homophobie Vorschub und der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung.


30.11.2018 In der Slowakei prüfen die Behörden die Missbrauchsvorwürfe einer Frau gegen den griechisch-katholischen Bischof Milan Chautur, Kosice, erneut. Eine frühere Entscheidung der Behörde - Zurückweisung der Anzeige - sei vorzeitig gefällt worden, erklärte die Kreisprokuratur Presov. Chautur respektiere die Entscheidung der Kreisprokuraur, teilte der Sprecher des Eparchen mit. Chautur hat die Anschuldigungen zurückgewiesen.

Quelle: kathpress.at


30.11.2018 Frauen aus aller Welt sprechen über sexuellen Missbrauch- Ein Aufruf zur Veränderung

Quelle: voicesoffaith.org


30.11.2018 Offenbar hat der Kaplan aus Rhede, dem eine Vielzahl von Missbrauchsfällen vorgeworfen wird, sich auch an Jungen in Bockum-Hövel vergangen. Ein Opfer meldete sich bei der Redaktion. Als es nach der Tat der Mutter davon erzählte, glaubte die ihrem Sohn nicht.

Quelle: wa.de


Weitere Recherchen:

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