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5.6.2020 Am Freitag, 5. 6. findet die Veranstaltung Macht und Missbrauch an der Uni Ffm ab 10 Uhr online statt: https://lmy.de/qkO9t


1.6.2020 Im Schweizer Bistum Lugano wurde ein katholischer Priester verhaftet. Ihm wird sexueller Missbrauch, den er vor fünf oder sechs Jahren begangen haben soll, vorgeworfen. Von seinen kirchlichen Aufgaben wurde er entbunden.

Quelle: vaticannews


30.5.2020 Das Bistum St. Cloud, Minnesota, zahlt in einen Fonds für kirchliche Missbrauchsopfer 22,5 Millionen Dollar ein. Vereinbart zwischen Bistum und Opfern wurde auch die Veröffentlichung aller glaubwürdig des Missbrauchs beschuldigten Geistlichen. Das Bistum wird als viertes Bistum in Minnesota Konkurs anmelden.

Quelle: vaticannews.va


29.5.2020 Nachdem der Film "Das Versteckspiel" Premiere hatte, forderte der Primas von Polen, Wojciech Polak, den Priesterrat des Bistums Kalisz auf, für den dortigen Bischof Edward Janiak eine Loyalitätserklärung zu unterschreiben. Die Mitglieder des Priesterrates lehnten die Unterschrift ab. Janiak wird in dem Film vorgeworfen, er habe mehrere Missbrauchsfälle im Bistum Kalisz vertuscht.

Quelle: Deutsche Welle


26.5.2020 Das Bistum Görlitz wird zusammen mit dem Erzbistum Berlin und dem Bistum Dresden-Meißem eine gemeinsame Aufarbeitungskommission berufen.

24.5.2020 Auch in den fünf Bistümern in NRW - Paderborn, Köln, Essen, Aachen, Münster - gibt es wie in den bayerischen Bistümern noch keine konkreten Pläne für die Einrichtung der beschlossenen Aufarbeitungskommissionen. In den Bistümern, in denen bereits Untersuchungen stattfinden, wird geprüft, ob sie den Auftrag der Aufarbeitungskommissionen schon erfüllen.

Quelle: Aachener Zeitung


24.5.2020 Die Königliche Australische Kommission hatte der katholischen Kirche von Australien 86 Punkte zur Erneuerung der kirchlichen Leitungsstrukturen vorgelegt. Die Kirche will im November den Bericht besprechen, den Experten rund um den ehemaligen Richter und Vorsitzenden des "Truth, Justize an Healing Council" Neville Owen erarbeitet haben. Der Bericht liegt der australischen Bischofskonferenz vor, ist jedoch nicht öffentlich. Nach Medienrecherchen empfiehlt der Bericht den Bischöfen, ihre Beschlüsse nicht mehr allein zu treffen, sondern zusammen mit entsprechend ausgebildeten Laien, die auch die Entscheidungen der Bischöfe überprüfen sollen. Nicht zuletzt bei den Finanzen sehen die Experten Handlungsbedarf. So sind bislang kirchliche Wohltätigkeitsorganisationen von einer umfassenden Berichtspflicht ausgenommen. Zudem hat die Kirche den Wert ihrer Besitzungen bisher als zu gering angegeben, um weniger Zahlungen an Missbrauchsopfer leisten zu müssen.


*24.5.2020 Der Film Das Versteckspiel von Tomasz Sekielski wurde in Polen in dern ersten drei Tagen von fünf Millionen Menschen gesehen. Er thematisiert die Frage, ob sich seit dem ersten Dokumentarfilm "SAG ES NIEMANDEM" von 2019 in der polnischen katholischen Kirche zum Umgang mit Missbrauchsfällen etwas geändert habe und konstatiert, dass es keine Änderung gab. Nach wie vor werden Betroffene abgewimmelt und Täter lediglich versetzt. Weder werden Anschuldigungen an die Staatswanwaltschaft weitergegeben, noch wird ein kirchenrechtliches Verfahren eingeleitet. Darüber hinaus leiten Staatdswanwaltschaften Akten an die Kurie weiter und verzögern Ermittlungen.

24.5.2020 Kerstin Claus kritisiert die EKD und stellt fest, dass die geplante Forschung noch keine Aufarbeitung ist, die Betroffenen helfen könnte. Lediglich im geplanten Betroffenenbeirat der EKD auf Bundesebene ist die Teilnahme Betroffener vorgesehen. Die Empfehlung der EKD für die Landeskirchen in der Gewaltschutzrichtlinie sieht eine Betroffenenbeteiligung nicht vor. Ohne Beteiligung Betroffener wurde bereits entschieden, dass Geldleistungen individuell gezahlt werden sollen.

22.5.2020 Film Freistatt. Triggergefahr

22.5.2020 Missbrauchsopfer der katholischen Kirche in Frankreich können sich bis zum 31.10.2020 bei der Aufklärungskommission melden. Die Frist wurde wegen der Pandemie-Krise um fünf Monate verlängert. Der Bericht soll im Herbst 2021 veröffentlicht werden. Der Kommission gehören 22 Mitglieder an; finanziert wird sie mit 3 bzw. 3.5 Millionen Euro. Bislang erhielt die Kommission 5.000 Anrufe und 1.500 ausgefüllte Fragebogen. Die meisten mutmaßlich Betroffenen sind über 50 Jahre alt, zwei Drittel sind männlich. Über die Hälfte der Fälle geschahen zwischen 1950 und 1970, ein Drittel zwischen 1970 und 1990 und 13,5 Prozent zwischen 1990 und 2019.

Quelle: Domradio


21.5.2020 Der Theologe Thomas Hieke erklärt in seinem neuen Buch (Hieke/Konrad Huber: Bibel falsch verstanden), wo die Bibel falsch verstanden wird: "Um eine fundamentalistische Bibelauslegung halten zu können, darf man nicht umblättern, weil man dann andere Texte findet, die das wieder relativieren."

Quelle: DLF


19.5.2020 Erich Garhammer kommentiert die Unterschrift von Kardinal Müller unter das Schreiben von Carlo Maria Vigano: Kardinal Müller befeuert krude Weltverschwörungstheorien: "Er fügt damit der Kirche immensen Schaden zu, weil inTeilen der Öffentlichkeit seine Position als offizielle Stellungnahme der Kirche wahrgenommen wird. Die Distanzierung von dieser Position kann nicht deutlich genug ausfallen."


18.5.2020 Film: "Die Geheimnisse der Akten" - erste Einblicke in die Handlungen von Pius XII. während der Hitlerzeit.

18.5.2020 In Polen verweigern weite Teile von Kirche und Justiz echte Aufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle. Auch in einer von Polens Parlament am 30.8.2019 beschlossenen Gründung einer staatlichen Untersuchungskommission geschah bislang nichts.
Die Glaubenskongregation hat erst acht Monate nach einer Anzeige Ende Mai 2019 die Vorwürfe gegen Bischof Jan Szkodoń zu untersuchen begonnen.
Quelle: Süddeutsche  

17.5.2020 Nach dem bei YouTube veröffentlichten Film "Das Versteckspiel" - einem Dokumentarfilm (engl. Untertitel) über Kindesmissbrauch durch katholische Priester in Polen - will der Primas, Erzbischof Polak, die Vorwürfe durch den Vatikan prüfen lassen. In dem Film wird der Bischof Edward Janiak, Kalisz, beschuldigt, nichts gegen einen Priester unternommen zu haben, der Kinder sexuell missbraucht habe. Janiak ist weiterhin Bischof. Die Kurie von Kalisz sagte zur Entlastung Janiaks, die Eltern eines der im Film dargestellten Opfer hätten nicht das richtige Verfahren befolgt.Der Film stammt von Tomasz Sekielski, der bereits 2019 mit dem Film "Sag es niemandem", der mehr als 23 Millionen mal angeschaut wurde, Aufsehen erregte.

Quellen: vaticannews epochtimes


14.5.2020 Bislang gibt es 770 Betroffene sexualisierter Gewalt, die sich bei der evangelischen Kirche gemeldet haben. Der Beauftragtenrat will noch vor der Sommerpause Studien in Auftrag geben, die weniger das Ausmaß von Missbrauch untersuchen, sondern missbrauchsbegünstigende Strukturen untersuchen sollen. Erfasst werden sollen alle kirchlichen Berufsgruppen und neben Missbrauch an Minderjährigen auch Missbrauch von Erwachsenen, Behinderten und anderen Schutzbefohlenen. Kerstin Claus, Mitglied im Betroffenenbeirat der Bundesregierung, kritisiert, dass an der Entscheidung über Entschädigungszahlungen Betroffene nicht beteiligt werden. Die Kommissionen, die über Entschädigungen entscheiden, gehören Mediziner, Psychotherapeuten und Sachverständige an.

Quelle: br


14.5.2020 Die Staatsanwaltschaft Freiburg teilt mit, dass sie in 236 kirchlichen Missbrauchsfällen im Erzbistum Freiburg tätig wurde. Bei 139 Fällen gab es keine Ermittlungen, weil die Täter tot sind. 97 Fälle wurden weiterverfolgt: gegen 52 Personen und gegen 11 Unbekannte wurden Ermittlungen eingeleitet. Hinzu kamen 34 Verfahren, die die Generalstaatsanwaltschaft Karlsruhe nach Freiburg überwies.

Bereits im Anschluss an die MHG-Studie gab es für 1946 - 2014 190 Fälle. Dabei wurden 50 Verfahren eingestellt (31 verjährte Fälle, 9 Fälle ohne strafrechtlich relevantes Verhalten; 5 Beschuldigte starben, 5 waren bereits verurteilt.) 11 Fälle wurden an andere Staatsanwaltschaften übergeben. Derzeit gibt es noch ein Verfahren. Alle anderen Verfahren im Kontext der MHG-Studie sind abgeschlossen.

Quelle: Domradio

13.5.2020 Anselm Neft: Von bösen Mächten wunderbar geborgen. Über den Glauben an Verschwörungstheorien.


13.5.2020 Bislang halten sich die katholischen Bistümer mit konkreten Plänen zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche zurück. Das ergab dine dpa-Umfrage unter den sieben Bistümern in Bayern.

Quelle: welt.de


11.5.2020 Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung Rörig fürchtet, dass sich in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie viele von Missbrauch betroffene Kinder keine Hilfe holen können. Der BKA-Präsident Münch berichtete, dass 2019 112 Kinder getötet wurden und mehr als 4000 Kinder misshandelt wurden. 2018 wurden 136 Kinder getötet. Sexuelle Gewalt gegen Kinder stieg um neun Prozent auf 15.936. Mehr als 12.000 Fälle von Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie wurden bekannt. Das ist ein Anstieg von 65 Prozent.

Quelle: evangelisch.de   youtube.com   riskid.de


11.5.2020 Generalvikar Pfeffer, Essen, wünscht sich mehr deutliche Worte gegen einen Aufruf von Erzbischof Vigano, Kardinal Müller, dem ehemaligen Bischof von Hongkong und anderen und beklagt, dass sich der Widerspruch in Grenzen halte. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hatte am 10.5.2020 gesagt: "Die Deutsche Bischofskonferenz kommentiert grundsätzlich keine Aufrufe einzelner Bischöfe außerhalb Deutschlands. Allerdings füge ich hinzu, dass sich die Bewertung der Corona-Pandemie durch die Deutsche Bischofskonferenz grundlegend von dem gestern veröffentlichten Aufruf unterscheidet.“

Quelle: katholisch.de

11.5.2020 Joachim Frank kommentiert den Aufruf von Erzbischof Vigano, Kardinal Müller, dem ehemaligen Bischof von Hongkong und anderen: "Welche Freiheit ist das, die existenzielle Gefahren leugnet, unkalkulierbare Risiken in Kauf nimmt und sich über die Opfer hinwegsetzt, die bisher schon gebracht wurden? Es ist die Freiheit der Ignoranz. Es ist aber auch die Freiheit, die nach Kants Definition dort endet, wo die Freiheit des anderen beginnt. Schauerlich, dass Kirchenmänner – hochrangige Kirchenmänner – den geistlosen Querdenkern und Verschwörungstheoretikern argumentativ Schützenhilfe leisten."

Quelle: katholisch.de


9.5.2020 Die EKD will mit übergreifenden Studien zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt ab Oktober beginnen. Untersucht werden sollen etwa Täterstrukturen und Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs auf die Biografie Betroffener. Auch eine Metastudie ist geplant. Die Studien sollen im Oktober 2023 abgeschlossen sein. Die Sprecherin des Beauftragtenrats der EKD, Bischöfin Fehrs plädierte dafür, dass Gründlichkeit vor Schnelligkeit gehen solle. Zwischenergebnisse sollen mit dem noch zu bildenden Betroffenenbeirat diskutiert werden. Derzeit laufen die Auswahlgespräche mit Betroffenen.

Quelle: evangelisch.de

8.5.2020 Nun werden Verschwörungserzählungen auch von katholischen Bischöfen weitergegeben, von Erzbischof Vigano, Kardinal Müller, dem ehemaligen Bischof von Hongkong, Kardinal Joseph Zen Ze-kiun, dem ehemaligen Erzbischof von Riga, Kardinal Janis Pujats. Ob auch Kardinal Sarah das Manifest unterschrieben hat, ist zwischen Vigano und Sarah umstritten. Vordergründig geht es den Autoren um die Bewahrung von Freiheitsrechten, u.a. der Religionsfreiheit in der Pandemie. Sie beschuldigen "fremde Mächte", "supranationalte Einheiten", eine "Politik der drastischen Bevölkerungsreduzierung", und Mächte, die eine Weltregierung schaffen wollen. Auch vor strukturellem Antisemitismus scheuen sie nicht zurück.

Immerhin widerspricht ein Generalvikar, Klaus Pfeffer, den katholischen Verschwörungserzählern.

Quelle: katholisch.de


8.5.2020 Papst Franziskus hat den Rücktritt des Weihbischofs der US-amerikanischen Erzdiözese Cincinnati, Joseph Binzer (65) angenommen. Binzer wird vorgeworfen, seinem Vorgesetzten, Erzbischof Dennis Schnurr, Vorwürfe über unangemessenes Verhalten eines Priesters gegenüber Minderjährigen verschwiegen zu haben. Bereits vor Monaten war er als Personalchef suspendiert worden. Gründe für die Annahme des Rücktritts teilt der Vatikan nicht mit.

Quellen:  orf   NCR

7.5.2020 Der im Dezember beurlaubte Propst von Duderstadt, Bistum Hilfesheim, ist von seinem Amt zurückgetreten. Ein Zusammenhang mit dem laufenden kirchenrechtlichen Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs bestehe nicht. Dem Propst warf eine Frau im November 2019 vor, sie in den 1980er Jahren im Alter zwischen 15 und 18 Jahren missbraucht zu haben.

Quelle: katholisch.de

7.5.2020 Die Piusbruderschaft in den USA will sexuellen Missbrauch untersuchen lassen. Betroffene fordert sie auf, sich an einen Priester oder ein sonstiges Mitglied zu wenden. Anlass für die Untersuchung war eine Veröffentlichung der ultrakonservativen Website "Church Militant", die Missbrauchsfälle bei der Piusbruderschaft öffentlich machte. Die Bruderschaft will einen unabhängigen und ständigen Ausschuss zur Überprüfung von Missbrauch einrichten.

Weitere Recherchen:

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Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP e.V.) bietet eine Corona-Hotline an.

 Tel. 0800 777 22 44

täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr 

 

Kar- und Ostertage 2020

"trotz allem dem Geheimnis der Auferstehung nachspüren - wir brauchen es jetzt vielleicht notwendiger denn je."

Jörg Sieger

 

 

Hörspiel von Christoph Fleischmann: "Der ehrliche Bischof. Eine Erzählung zur Missbrauchsaufarbeitung in der Kirche" mit Wolf Aniol, Regie Helga Matthea.

Zehn Jahre Arbeit von und mit Betroffenen.

Dr. Barbara Haslbeck reflektiert über Schwieriges und Gelingendes in der Arbeit von und mit Betroffenen.

Betroffenenbeirat der Evangelischen Kirche

Bewerbungen sind bis 20. März 2020 möglich.

Verunsicherte Seelsorger und Seelsorgerinnen

Augsburg, Freitag, 3. April 2020,
von 9:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Buchprojekt

zu Erfahrungen von Frauen, die als Erwachsene durch Priester und Ordensleute sexualisierte Gewalt und geistlichen Missbrauch erlebten. Einsendeschluss: 15.3.2020

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