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PixabayPixabayAllen, die hier vorbeischauen, wünsche ich ein frohes Osterfest, das die Hoffnung auf Dazugehören nährt und sie erfahren lässt.


Karfreitag: "In der Gewissheit, dass der Vater [Gott] dich [Jesus] nicht verlassen hat, hast du die Kraft gefunden, seinen Willen anzunehmen, indem du vergeben und geliebt hast." So betet Papst Franziskus mit den Worten von Eugenia Bonetti beim Kreuzweg in Rom.

Quelle: vatican.va

Kommentar: Die Evangelisten widersetzen sich diesen Aussagen. Im Matthäus- und Markusevangelium fragt Jesus dezidiert: "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"  (Mt2,46; Mk 15,34). Im Lukasevangelium betet Jesus:  "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Lk 23, 34). Nicht Jesus verzeiht, er bittet Gott, seinen Mördern zu verzeihen. Das ist ein Unterschied. Das Johannesevangelium schweigt vollständig zu beiden Themen, sowohl zur Gewissheit Jesu, dass sein Gott ihn nicht verlassen habe, als auch zur Vergebung.

Wer gefoltert wird, dem kommt jede, aber auch jede Gottesgewissheit abhanden. Gefolterte sind auch nicht zur Vergebung in der Lage. Die Evangelisten berichten daher sehr realistisch von der Gottverlassenheit Jesu und seiner Unfähigkeit zur Vergebung. Wer das gegen das Zeugnis aller Evangelisten umdeutet, formuliert den eigenen Wunsch, Gott möge auch in größter Not Menschen nicht verlassen und Menschen müssten auch noch unter der Folter verzeihen können. Zugleich setzt eine solche textwidrige Darstellung andere Gewaltopfer unter Druck, dass sie doch vergeben müssten. Sie zwingt zum Schweigen über das Erlittene diejenigen, die sich in der Gewalt von Gott und den Menschen verlassen erleben und die sich nicht einen defizitären, weil vergebungsunfähigen Glauben unterstellen lassen wollen.


Karfreitag - Burkard Hose: Habt Mitleid!

Quelle: feinschwarz.net


*Karfreitag Lebenszeichen, Missbrauch in der Kirche: Vergebung oder Gerechtigkeit. Christoph Fleischmann, unter Mitarbeit u.a. von Dr. Barbara Haslbeck: Die kirchliche Lehre verheißt den Tätern Vergebung ihrer Schuld. Die Opfer der bösen Taten leiden aber mitunter ein Leben lang unter dem, was ihnen angetan wurde. Ist es nicht moralisch fragwürdig, die Täter zu entlasten solange die Opfer leiden? Gibt es nur Vergebung für die Täter und keine Gerechtigkeit für die Opfer? Oder könnte die Kirche auch anders mit Schuld umgehen, und den Tätern ihre Schuld nicht vergeben, sondern ihnen zur bleibenden Aufgabe machen? 

Quelle: Audiothek: WDR 3, 19.4.2019


19.4.2019 Bischof Oster, Passau,ist sehr dankbar für die jüngsten Äußerungen Kardinal Ratzinger zum Missbrauchsskandal. Oster lese den Text "schlicht als Ausdruck seines Mitgehens, Mitfühlens und Mitleidens mit der Kirche, mit der geschichtlichen Situation, in der wir stehen und in die wir gekommen sind, mit den Menschen, die in der Kirche handeln und mit denen, die von der Kirche misshandelt worden sind".

Quelle: katholisch.de


18.4.2019 Bischof Voderholzer, Regensburg, nennt innerkirchliche Diskussionen um Fragen von Macht und Partizipation "fruchtlos", weil damit die Kirche auf eine weltlich-politische Größe reduziert werde.

Quelle: domradio


17.4.2019 Der Augsburger Bischof Zdarsa ist der Ansicht, das Schicksal der Kirche entscheide sich an ihrem Umgang mit der Eucharistie.

Quelle: katholisch.de

Kommentar: Ich denke, das Schicksal der Kirche entscheidet sich am Umgang mit den kirchlichen (und außerkirchlichen!) Missbrauchsopfern, denn Jesus hat sich selbst an das Schicksal der Kleinsten gebunden: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan." (Mt 25,40 b)


17.4.2019 Der Osnabrücker Bischof Bode äußert sich zu seiner Befindlichkeit angesichts des Missbrauchsskandals: Er zeigt sich betroffen angesichts der Enttäuschungen über die Kirche und ihre Verantwortlichen. Das mache für ihn die Liturgie an den Kar- und Ostertagen schwer. Wie (christliche) Betroffene die Kar- und Ostertage in einer sie täuschenden und enttäuschenden Kirche erleben, fragt er nicht.

Quelle: katholisch.de


17.4.2019 Michael Seewald schreibt zum Schreiben von Kardinal Ratzinger, emeritierter Papst, zum Missbrauchsskandal: Die Erinnerungen, mit denen Benedikt XVI. in seinem Text die 1968er Revolution beschreibt, seien "skurril". Die Worte des 92-Jährigen offenbarten ein "beachtliches Maß an Gehässigkeit". Der emeritierte Papst scheine zu denken, "dass es ohne ihn doch nicht geht". Die kirchliche Hierarchie sei geschickt darin, mit "Zwangsmaßnahmen" und "kirchenamtlichen Sprechverboten" Dinge unter der Decke zu halten, sagt Seewald.

Quelle: katholisch.de  fr.de


16.4.2019 Daniel Deckers über "Die Kirche der Mitwisser". Deckers konstatiert, dass es noch immer kein gemeinsames Vorgehen der Bischöfe bei der Aufklärung kirchlicher Missbrauchsfälle gebe. Die drei Bischöfe, die die Arbeit der MHG-Studie behinderten, bleiben unbehelligt. Die Bistümer, die Missbrauchsfälle an die Staatsanwaltschaften melden, definieren den potentiellen Täterkreis sehr unterschiedlich. So meldete Fulda 32 Fälle, Mäinz 199. Die häufig zitierten "externen Fachleute" seien überschaubar, zumindest die Zahl derer, die sich mit kirchlicher Verwaltung auskennen und merken, wann sie in die Irre geführt werden. Im Bistum Limburg  steht fest, dass die Namen der vertuschenden Bischöfe und Verantwortlichen nicht öffentlich genannt werden. Vertuscher im Bistum Limburg sollten „gegebenenfalls zur Verantwortung gezogen werden“. Dies gilt dann vor allem für Bischof Kamphaus (u.a. Fall Fritz B.).

Quelle: edition.faz.net


16.4.2019 Marie-Laure Janssens, eine ehemalige kontemplative Schwester des Heiligen Johannes, berichtet, sie habe 2017 das Buch "Le Silence de la Vierge" geschrieben und darin auch von ihrem sexuellen Missbrauch berichtet. Vor der Veröffentlichung wollte sie sicher sein, dass ihr Zeugnis den Ruf der Kirche nicht schädigen würde und fragte ihren Bischof, Mgr. Henri Bricard, nach seiner Genehmigung. Er sagte ihr: "Das Schweigen der Kirche ist ein Akt der Barmherzigkeit gegenüber den Menschen. Schweigen bedeutet nicht, Angst vor der Wahrheit zu haben, wenn dieses Schweigen ein Zeichen der Selbsthingabe ist, der Sprache des Dienstes, wie uns die Jungfrau Maria verständlich gemacht hat."

Quelle: globalsistersreport.org


16.4.2019 Der Kriminologe Christian Pfeiffer, KFN, wirft der katholischen Kirche vor, dem Forschungsinstitut Geld angeboten und ihn selbst bedroht zu haben, um ihn und seine Kollegen zum Schweigen zu bringen über ihre Sicht zu den Umständen des Scheiterns einer gemeinsamen Studie zu bringen. 2012 sei Pfeiffer als Leiter des KFN - in Anwesenheit von Bischof Ackermann -, angeboten worden, "dass wir nicht ausgegebene Forschungsmittel in Höhe von circa 120.000 Euro für sonstige Forschungszwecke behalten dürfen." Pfeiffer habe das im Namen des KFN abgelehnt. Daraufhin hätte Ackermann dem Kriminologen gedroht, "dann sei ich ein Feind der katholischen Kirche - und das wünsche er niemandem". Der Bischof habe erklärt, "dass sie meinen guten Ruf öffentlich massiv attackieren würden", "dass mir das schaden würde, dass ich es bereuen und einen schweren Fehler begehen würde", wenn keine Schweigevereinbarung zustande käme, so Pfeiffer. Er wertet das als Versuch einer Nötigung. Zudem ließ die katholische Kirche vor Gericht klären, dass Pfeiffer bei Androhung eines Ordnungsgeldes von bis zu 250.000 Euro nicht mehr behaupten dürfe, die Kirche habe die Studie zensieren wollen. Die Kirche unterlag in dem Prozess. Auch Kardinal Marx habe - so Pfeiffer - keine Transparenz zugelassen und den Wissenschaftlern den Datenzugang erschwert. Die Kirche habe verhindert, dass Forscher "auch die in die Gegenwart ragende Mitverantwortung von Bischöfen, von Diözesen und Verwaltungen" aufdecken.

Quelle: presseportal.de

Nachtrag 18.4.2019 Das Bistum Trier äußert sich nicht zu dem Bericht von Christian Pfeiffer.


16.4.2019 In Birnau/Bodensee soll der ehemalige Prior des Zisterzienserklosters Mehrerau  sexuell übergriffig geworden sein gegenüber einem damals 13-Jährigen und einer heute 35-jährigen Frau, die damals 15 Jahre alt war. Der Beschuldigte weist die Anschuldigungen zurück. Die mutmaßlichen Opfer stammen laut „Bild“ aus einer Sinti-Großfamilie.

Der Pressesprecher berichtet, dass der Pater bereits vor ca 20 Jahren erpresst worden sei. Er habe damals an die Erpresser gezahlt und ist später wegen Veruntreuung vor ein weltliches Gericht gekommen und zu einer einjährigen bedingten Haftstrafe verurteilt worden.Die Erpresser mussten ins Gefängnis. Das Kloster Mehrerau geht davon aus, dass die erneuten Beschuldigungen gegen den Pater einer weiteren Erpressung durch den selben Personenkreis dienen. Es hat bei den zuständigen Staatsanwaltschaften Konstanz und Feldkirch Sachverhaltsdarstellungen eingebracht.

Quelle: orf


16.4.2019 Bischof Jung, Würzburg, fragt: „Was geben wir öffentlich für ein Schauspiel ab in der Selbstzerfleischung bezüglich der Situationsanalyse?“ Diese reiche im Extrem von der Feststellung, Kirche sei eine „Täterorganisation“ bis hin zur vernichtenden Diagnose, der Missbrauch reiche in die „DNA der Kirche“.

Quelle: pow.bistum-wuerzburg.de


16.4.2019 In Rheinland-Pfalz erhielten Opfer der Heimerziehung mehr als zwölf Millionen Euro für materielle Hilfen und Rentenersatzleistungen bekommen. Im Durchschnitt erhielt jeder einst misshandelte Betroffene 9.850 Euro für materielle Unterstützung und 8.245 Euro für Rentenersatzleistungen, wie das Familienministerium am Dienstag mitteilte.

Quelle: swr


15.4.2019 Der Kirchenhistoriker Massimo Faggioli sagt, die Rolle eines "Papa emeritus" lasse sich in der aktuellen ungeordneten Form nicht weiterführen. Sie erfordere klare Regelungen sowohl für den Betroffenen als auch für die Gläubigen: "Die Kohabitation zwischen den beiden Päpsten kann nur funktionieren, wenn der zurückgetretene unsichtbar bleibt."

Quelle: kathpress.at


15.4.2019 In Polen nennt ein siebenseitiger Bericht der Bischofskonfrenz von 1990 bis 2018 insgesamt 382 Missbrauchsfälle. Der Vorsitzende der polnischen Bischofskonferenz sagt, die Vorwürfe sollten die Autorität der Kirche untergraben. Der Stellvertretende Vorsitzende verglich die Forderung nach null Toleranz gegenüber Missbrauchstätern mit dem Verhalten von Nazis und Bolschewiken gegenüber ihren Feinden. Erzbischof Wojciech Polak, 54, Gniezno/Gnesen, wiederum fordert, die Opfer anzuhören, um eine neue Mentalität herzustellen. Ob ein ausführlicher Bericht über Missbrauch durch Kleriker erarbeitet wird, wird erst nach dem Besuch von Erzbischof Scicluna Mitte Juni bei der polnischen Bischofskonferenz in Erwägung gezogen. Ob es eine Aufklärung der Vorwürfe gegen den 2010 gestorbenen Solidarnosc-Priester Henryk Jankowski geben wird, ist unklar. - Früher vertrauten 90 Prozent der Polen der Kirche, heute sind es nach Angaben des kath. Wochenblattes Tygodnik Powszechny nur noch 54 Prozent der Polen.

Quelle: Süddeutsche


15.4.2019 Zu den Missbräuchen in Lüdge sagt Matthias Drobinski: "Es hat, weit über die Regierung hinaus, der Staat mit seinen Institutionen die Kinder alleingelassen, die da ihren Vergewaltigern ausgeliefert waren. Polizei und Jugendamt haben nicht mit all ihrer Kompetenz und Zugriffsmacht die Menschenwürde geschützt; sie haben dazu beigetragen, dass sie weiter mit Füßen getreten werden konnte."

Quelle: Süddeutsche


15.4.2019 Die Bloggerin Mary Pezzulo sagt: "Jesus wurde sexuell missbraucht" und begründet ihre Aussage. 

Quelle: feinschwarz.net


15.4.2019 Missbrauchte Nonnen: Chronologie eines lang verborgenen Skandals. Maura O’Donohue schickte 1994 einen Bericht an den Vatikan. 1996 ergab eine unabhängige Studie dreier Psychiater, dass 30 % der Nonnen in den USA während (!) ihres Ordenslebens sexuellen Missbrauch erlebt hätten. Zählt man die sexualisierte Gewalt vor dem Ordenseintritt hinzu, sind 40 % der Ordensschwestern sexuell missbraucht worden. Die Autoren hatten mehr als 1.100 Nonnen von 123 Ordensgemeinschaften in den USA befragt. Mindestens 34.000 Ordensfrauen sollen betroffen gewesen sein. In 13 % der Fälle wurde die sexuelle Ausbeutung oder Belästigung durch Ordensfrauen begangen, in 87 % der Fälle waren die Täter männlich und Kleriker. Erst im Januar 2003 wurde die Studie veröffentlicht. Vorher hatten die Us-amerikanischen Ordensoberinnen Sorge, die Informationen würden sensationalistisch ausgeschlachtet.

Quelle: br.de


15.4.2019 Die beiden Sprecher der deutschen Arbeitsgemeinschaft Moraltheologie,  Christof Breitsameter und Stephan Goertz, nehmen zum Schreiben von Kardinal Ratzinger zur Missbrauchskrise Stellung.

Quelle: feinschwarz.net


*13.4.2019 Eckhard Bieger, SJ, schildert seine Sicht auf Missbrauchsopfer: "Die Opfer haben Gewalt erfahren. Daher mussten sie Schutzmechanismen ausbilden, vor allem deshalb, weil sie eigentlich nicht mehr vertrauen können. Hinzu kommt ein weiteres Motiv, sich zurückzuziehen: ihnen wurde nicht zugehört. Jeder, der sich zurückzieht, geht der Gemeinschaft verloren. Sind die Traumatisierten erwachsen, werden sie weiter ins Aus geschoben, indem sie für schrullig gehalten werden. Oder sie streuen Pessimismus in die Familien und Gruppen, in denen sie Mitglied sind. Da sie sich nicht direkt am Täter rächen können, lenken sie ihre Enttäuschung, ihr Misstrauen, ihre destruktiven Energien auf andere. Manche werden sogar selbst wieder zu Tätern."

Quelle: hinsehen.net


13.4.2019 Der Übergangsleiter des Erzbistums Santiago, der chilenische Bischof Celestino Aos, traf Missbrauchsopfer von Priestern und bat um Entschuldigung für die erlittene Gewalt. Die Gründer der Opferinitiative "Para la confianza",  James Hamilton, Juan Carlos Cruz und Jose Andres Murillo, lobten die Geste des Bischofs, bekräftigten aber die Forderung nach konkreten Schritten. Ein Berufungsgericht hatte den drei Opfern eine Entschädigung von je 130.000 Euro zugesprochen. Das Erzbistum Santiago will nicht gegen die Entscheidung vorgehen.

Quelle: domradio.de


13.4.2019 Der Kirchenhistoriker Wolf hat vor dem Freckenhorster Kreis den Missbrauchsskandal als größte Systemkrise der Kirchengeschichte bezeichnet und zugleich gesagt, dass die 2000-jährige Geschichte und Tradition de "Quelle und Chance zu ihrer Reformierung" in sich trage. Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. hätten unter ihren Pontifikaten Reformen zum „Tabu und zum Unwort“ gemacht. Dabei sei die Kirche immer Wandlungsprozessen unterworfen gewesen. „Das, was wir heute Kirche nennen, besteht so erst seit dem 19. Jahrhundert.“ Wolf erinnerte daran, dass in früheren Jahrhunterten die Beichte von Nonnen und Mönchen abgenommen wurde, 500 Jahre lang ein Konsistorium aus Kardinälen Entscheidungen in Rom Trafen, Bischöfe nicht immer von Rom ernannt wurden, es weibliche Diakone gab und Frauen rechtlich als Bischöfe agierten - dies habe erst das 2. Vatikanum unmgölich gemacht. Die bisherigen Dialogprozesse haben zu nichts geführt. Christiane Florin prangerte die "Verachtung von Frauen" in der Kirche an und sagte, Frauen seien "auch keine Missbrauchs-Präventions-Geschöpfe“, die die alten Strukturen retten könnten. Den synodalen Weg nannte sie eine Ablenkung und rief dazu auf, den Bischöfen die Kirche nicht zu überlassen.

Quelle: kirche-und-leben.de


13.4.2019 Der Journalist Pedro Salinas und die Journalistin Paola Ugaz haben 2015 Missbrauch, Vergewaltigungen, Erniedrigungen, Grausamkeiten, militärischen Drill und Misshandlungen in der konservativ-katholischen und päpstlich anerkannten apostolischen Laien-Bewegung "Sodalitium Christianae Vitae", Peru, aufgedeckt. Eine unabhängige Untersuchungskommission hat die Vorwürfe später bestätigt. Der heutige Erzbischof Eguren, eines der Gründungsmitglieder des "Sodalicio", dem selbst seit Jahren Missbrauchsvertuschung vorgeworfen wird, hat im August 2018 Verleumdungsklage eingereicht, weil Salinas ihn mit dem chilenischen Bischof Barros verglichen hat. Nun wurde Salinas zu einer einjährigen Bewährungsstrafe und einer Entschädigungszahlung von ca 21.500 Euro verurteilt. Die peruanische Bischofskonferenz stellte sich hinter den verurteilten Journalisten. Salinas will gegen das Verleumdungsurteil vorgehen und seine Äußerungen auf keinen Fall zurücknehmen: "Eher zahle ich Eguren die Strafe und recherchiere und schreibe weiterhin, was ich für richtig halte."

Quelle: kathpress.at


12.4.2019 Die Statue des Jesuiten Renato Poblete in der chilenischen Hauptstadt Santiago wird eingeschmolzen. Der 2010 verstorbene Geistliche soll eine Frau sexuell missbraucht haben; die Vorwürfe sind seit Januar dieses Jahres bekannt.

Quelle: vaticannews


12.4.2019 Im Bistum Limburg wird derzeit gegen vier Priester wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Bischof Bätzing hat in einem der Fälle Position gegen den früheren Personaldezernenten des Bischofs bezogen. Das ehemalige Pflegekind des Pfarrers hat dem früheren Personaldezernenten vorgeworfen, den sexuellen Missbrauch des Pfarrers am Pflegekind vertuscht zu haben. Gegen den beschuldigten Pfarrer läuft ein kirchenrechtliches Verfahren.

Quelle: wiesbadener-kurier.de


12.4.2019 Anfang der 2000er-Jahre wechselt ein Priester des Bistums Limburg in eine andere hessische Gemeinde. Dort kommt es zu Vorwürfen wegen Distanzlosigkeit gegenüber Jugendlichen. Untersuchungen des Bistums bestätigen die Vorwürfe nicht.  Dann wurde der Priester 2010 des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Staatsanwaltliche und kirchenrechtliche Untersuchungen blieben folgenlos. Der Priester räumte die Vorwürfe teilweise ein. Bischof Tebartz-van Elst suspendiert den Priester, kurz bevor er eine neue Stelle als leitender Pfarrer in einer hessischen Gemeinde antreten soll. Die Gemeinde wird nicht informiert. Der Bistums-Sprecher verneint jeglichen Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt. Nach den Vorfällen wechselt der Priester den Wohnort in ein anderes Bundesland, ein anderes Bistum. Die Suspendierung wird aufgehoben. Dennoch belegte das Bistum den Beschuldigten 2010 mit Auflagen.

Nach der Vorstellung der MHG-Studie im September 2018 meldeten sich erneut Betroffene beim Bistum Limburg mit bislang unbekannten Vorwürfen. Bischof Bätzing hat den Dienst des Priesters "stark eingeschränkt". Die Einschränkungen betreffen vor allem den Umgang mit jungen Menschen. Der Priester dürfe nicht mehr als Seelsorger und Hochschul-Dozent arbeiten und das Halten von Gottesdiensten wäre ihm verboten. Der neue Fall reicht in die frühen 90er-Jahre zurück.

Das Bistum Limburg geht jetzt erneut gegen den Priester vor.

Ein Missbrauchsopfer des beschuldigten Priesters erzählt.

Quelle: hr-inforadio


12.4.2019 Im Bistum Osnabrück sollen die Gremien für Missbrauchsprävention und -aufarbeitung mit 50 % externen Fachleuten besetzt werden.

Quelle: domradio


12.4.2019 Die Franziskanische Generaloberin Sr. Katharina Ganz sagt: "Mein Eindruck ist, dass das Frauenthema in der römischen Kurie in Rom, nach wie vor ein ungeliebtes Thema ist. Man will nicht wirklich, dass Frauen mehr an Entscheidungsprozessen beteiligt werden, geschweige denn, dass man über Frauen in kirchlichen Ämtern nachdenkt."

Zur sexualisierten Gewalt von Priestern und Bischöfen an Ordensfrauen sagt die Generaloberin: "Ich erwarte mir, dass er 8Papst Franziskus] ähnlich deutlich wird, wie bei der sexualisierten Gewalt an Minderjährigen und dieses Thema zur Nulltoleranz-Zone erklärt. Es muss entschieden aufgearbeitet werden, was da in den letzten Jahrzehnten schon im Vatikan bekannt geworden ist. Außerdem erwarte ich, dass sich immer mehr betroffene Frauen und auch Ordensfrauen trauen, ihr Schweigen zu brechen und zu sagen, was mit ihnen geschehen ist."

Quelle: domradio


12.4.2019 Julia Knop, Professorin für Dogmatik, nennt Geschlechtergerechtigkeit ein zentrales theologisches Anliegen und zunehmend auch ein ökumenisches Problem. Es könne nicht sein, "dass das unverzichtbar Katholische darin liegt, Frauen strukturell zu benachteiligen", sagt sie. Sie meint, dass Geschlechtergerechtigkeit im Jahr 2019 eine Selbstverständlichkeit sein müsste: "Nicht der Zugang zu Entscheidungskompetenzen und bestimmten Rollen ist begründungspflichtig, sondern der geschlechtsspezifische Ausschluss."

Quelle: domradio


12.4.2019 Weitere Theolog*innen kritisieren den Text des emeritierten Papstes zur Missbrauchskrise. Martin Wehrlen findet ebenfalls deutliche Worte. Auch der Kirchenrechtler Thomas Schüller äußert sich klar.

Quelle: kathpress.at


12.4.2019 Christiane Florin kommentiert das Missbrauchsschreiben des emeritierten Papstes: "Der Text ist nicht ganz kurz, dennoch war kein Platz, um einige Worte darüber zu verlieren, welche Wunden Kleriker geschlagen haben, was sie Kindern, Jugendlichen und Ordensfrauen angetan haben."

Quelle: deutschlandfunk.de


12.4.2019 Tilman Kleinjung sagt, Kardinal Ratzinger, der emeritierte Papst, fördere die Spaltung seiner Kirche.

Quelle: katholisch.de


11.4.2019 Der emeritierte Papst Benedikt sieht die Ursache für die Missbrauchstaten von Klerikern in der Gottlosigkeit, in der Entfremdung vom Glauben und in der Auflösung der moralischen Lehrautorität der Kirche seit den 1960er Jahren. Auch Homosexuelle seien Schuld. U.a. beklagt der emeritierte Papst: "In einem Seminar in Süddeutschland lebten Priesteramtskandidaten und Kandidaten für das Laienamt des Pastoralreferenten zusammen. Bei den gemeinsamen Mahlzeiten waren Seminaristen, verheiratete Pastoralreferenten zum Teil mit Frau und Kind und vereinzelt Pastoralreferenten mit ihren Freundinnen zusammen. Das Klima im Seminar konnte die Vorbereitung auf den Priesterberuf nicht unterstützen." Das wahre Opfer sind Kirche und Glaube.

Magnus Striet sagt das Nötige zu den Ausführungen des emeritierten Papstes.

Quelle: katholisch.de


11.4.2019 Hans Zollner, Kinderschutzexperte der Kinderschutzkommission des Vatikans und Präfekt des Kinderschutzzentrums der Gregoriana, fordert (seit 2012!) eine theologische und seelsorgerische Auseinandersetzung mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern durch Geistliche. Er bemängelt, dass es seit 35 Jahren zwar eine psychologische, psychiatrische, kirchenrechtliche und strafrechtliche Auseinandersetzung mit Missbrauch durch Geistliche gebem, jedoch keine theologische. Z.B. keine Litrugie, in der sich Betroffe ausdrücken können. Die Kirche müsse sich dem Thema theologisch sehr grundsätzlich stellen, fordert er.

Quelle: kath.ch


10.4.2019 In Hamm-Bockum-Hövel informierte das ehemalige Mitglied der Missbrauchskommission, Hermann Kahler, über Details des Falls Pottbäcker. Der inzwischen verstorbene Geistliche hat an mehreren oder allen Dienstorten Opfer hinterlassen, auch in der Heilig-Geist-Gemeinde in Hamm-Bockum-Hövel, wo er von 1968 bis 1971 Kaplan war. Vier Betroffene gingen an die Öffentlichkeit. Die Verantwortlichen des Bistums Münster hätten entscheidende Informationen über die Taten des Kaplans gehabt haben müssen, ihn aber dennoch versetzt und die Kinder nicht geschützt. In den Personalakten seien kaum Informationen zu finden, die die Auseinandersetzung der damamligen Bistumsleitung mit dem Fall belegen. 

Quelle: kirche-und-leben.de


10.4.2019 Hier ist nachzulesen, wie es einem Opfer aus dem Erzbistum Freiburg, Birnau, seit 2006 erging. Spätestens seit Dezember 1968 weiß das Kloster des Täters, Abt Kassian Lauterer des Klosters Mehrerau, um die pädophilen Neigungen - und versetzt den Täter, der auch andernorts Opfer hinterlässt. Im Februar 2019 hat das Opfer aus Birnau eine Kirchenklage u.a. gegen Erzbischof Burger und gegen den emeritierten Erzbischof Zollitsch im Vatikan eingereicht und zwei Strafanzeigen bei der Staatsanwaltschaft Freiburg gegen Verantwortliche der Erzdiözese Freiburg wegen Urkundenunterdrückung und gegen Erzbischof Burger wegen Verdachts auf Strafvereitelung gestellt.

Quelle: kontextwochenzeitung.de


9.4.2019 Vier der 27 Bistümer haben bislang Betroffenen sexuellen Missbrauchs durch Kleriker Einblick in die Akten des Täters gegeben. Acht Bistümer haben keine Anträge erhalten. Zwei Bistümer lehnen Akteneinsicht grundsätzlich ab. 13 Bistümer haben dem SWR nicht geantwortet. Einem Opfer aus dem Erzbistum Freiburg wurde im Bistum Basel, in dem der Täter ebenfalls arbeitete, Akteneinsicht gewährt. Das Bistum Basel sagt, es habe die Akte bereits am 1. Februar 2019 an das Erzbistum Freiburg geschickt.  Acht Wochen später schreibt das Erzbistum dem Opfer, es gebe im Erzbistum keine Akte zu Pater Gregor.

Quelle: swr.de/report


9.4.2019 Der Vorsitzende der Ungarischen Bischofskonferenz, Andras Veres, sagt, in Ungarn sei der Anteil an Missbrauchsfällen in der Kirche sehr klein: "Bei uns ist wahrscheinlich weniger Missbrauch passiert als in anderen Ländern." In Ländern mit einem gesellschaftlich liberalen Geist in der Bevölkerung gebe es mehr Fälle von Kindesmissbrauch.

Quelle:  kathpress


9.4.2019 Die katholische Kirche in Japan will Untersuchungen zum sexuellen Missbrauch durch Kleriker einleiten. Es gibt fünf Berichte, die verörrentlicht wurden, als 2002 und 2012 Untersuchungen starteten. Derzeit suchen die Bischöfe die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Die fünf gemeldeten Missbrauchsfälle werden erneut geprüft. Mitz den Opfern wurde gesprochen, die Täter jedoch nicht bestraft.

Quelle: sumikai.com


9.4.2019 Ein ehemaliger Messdiener und Seminarist hat eine Zivilklage gegen den ehemaligen Bischof von Wheeling-Charleston, USA, wegen sexueller Übergriffe eingereicht, die 2014 stattgefunden hätten. Zugleich klagte der ehemalige Seminarist gegen die US-amerikanische Bischofskonferenz, das Bistum Wheeling-Charleston sowie jede Person, die mit der Diözese in engerer Verbindung stand. Der Kläger war auch als Sekretär für den Bischof tätig.

Am 13.11.2018 ordnete Papst Franziskus eine Untersuchung gegen Bransfield wegen Sexueller Belästigung Erwachsener an. Bransfield erreichte am 8.9.2018 die Altersgrenze und Papst Franziskus nahm sein Rücktrittsgesuch an. Am 20.3.2019 wurde bekannt, dass gegen Bransfield Klage eingereicht wurde, weil er in seinem Bistum (2005- 2018) bekannte Missbrauchstäter erneut an Grund- und weiterführenden Schulen eingesetzt hatte.

Quelle: katholisch.de


9.4.2019 Im Bistum Trier wurde ein weiterer Verdacht auf sexuellen Missbrauch bekannt. Das mutmaßliche Opfer ist der Trierer Tenor Thomas Kiessling. Er sagte, er sei von einem Pater der Trierer Abtei St. Matthias sexuell missbraucht worden. Von den Übergriffen hätten alle gewusst, „trotzdem gab es das große Schweigen“.

Bereits 2011 wurden sechs Opfer eines Paters der Trierer Benediktinberabtei St. Matthias bekannt.

Quelle: volksfreund.de


8.4.2019 Daniel Bogner: "Diese Kirche tötet". Bogner spricht von einem "toxischen Kern" der Kirche.

Quelle: feinschwarz.net


8.4.2019 Der Öffentlichkeit und den Mitgliedern der Chorherren wurde bislang im Stift Klosterneuburg verschwiegen, dass Experten im September 2018 Propst Bernhard Backovsky den Rücktritt nahegelegt haben. Der komplette Bericht wurde nicht veröffentlicht. Das Stift verhinderte die Herausgabe der zweiseitigen Empfehlungen. Die Experten schreiben, das Stift und die verantwortlichen Personen müssten einer kirchenrechtlichen Prüfung unterzogen werden. Das Stift Klosterneuburg antwortete auf Anfrage von Addendum: „Eine Empfehlung zum Rücktritt ist im schriftlichen Expertenbericht nicht enthalten.“ Zum Hintergrund: 1993 missbrauchte der Chorherr Dominik V. einen Ministranten. Erst 2017 wurde der Fall durch das Nachrichtenmagazin Profil öffentlich. Das Recherche-Portal Addendum weist darauf hin, dass das Kloster schon sehr früh von dem Missbrauch wusste, aber geschwiegen und vertuscht hat. Der Beschuldigte wurde auch in Deutschland straffällig und dann auch verurteilt. - In der Redaktion von Addendum haben sich mittlerweile weitere Betroffene sexuellen Missbrauchs im Stift Klosterneuburg gemeldet.

Quelle: addendum


6.4.2019 Entgegen den Aussagen der bisherigen Redaktionsleiterin des vatikanischen Frauenmagazins "Donne Chiesa Mondo", Lucetta Scaraffia, sind nicht alle Mitarbeiterinnen des Magazins zurückgetreten. Die übrigen, meist freien Mitarbeiterinnen der Zeitschrift wollen weiterarbeiten.

Quelle: katholisch.de


5.4.2019 Über die Aufgaben der theologischen Disziplinen sprechen Julia Knop, Magnus Striet, Thomas Schüller, Matthias Reményi, Viera Pirker und Maria Herrmann, die schreibt: "Wenn der "Schutz der Kirche" stattdessen bedeutet, Kriminelle zu schützen, raubt er der Kirche ihr Herz."

Quelle: zeit.de


5.4.2019 Im Bistum Limburg sollen die Empfehlungen der MHG-Studie umgesetzt werden. Alle Personalakten werden durch externe, unabhängige Fachleute untersucht. Die Aus- und Weiterbildung von Seelsorgern wird überarbeitet. Die Begleitung von Seelsorgern soll mit Personalführungskonzepten verbessert werden, Informationsabläufe innerhalb des Bistums und die Öffentlichkeitsarbeit des Bistums werden überprüft. Klerikale Machtstrukturen sollen aufgebrochen werden, die Rolle der Frau in der Kirche soll gestärkt werden, die Auseinandersetzung mit der katholischen Sexualmoral soll forciert werden, Homosexualität soll neu bewertet werden. Kirchenrechtliche Konsequenzen und Gewaltenteilung sollen diskutiert werden. Diese Überprüfungen sollen im Juni 2020 abgeschlossen und danach umgesetzt werden.

Umfassendes Ziel des Projekts ist für den Limburger Bischof Bätzing, dass Opfer von Missbrauch "endlich gesehen werden". Sie müssten teilhaben an der Aufarbeitung, auch strukturell in der Kirche. Wie Betroffene in die Arbeitsgruppen eingebunden werden sollen, erläutert der Bischof nicht.

Quelle: Bistum Limburg   hessenschau


5.4.2019 Der päpstliche Sonderermittler Erzbischof Charles Scicluna will die 2018 in Chile gesammelten Zeugenaussagen im Interesse der 64 Gesprächspartner nicht der Staatsanwaltschaft übergeben. Zugleich ist er zuversichtlich, dass auch in Chile zunehmend Gerechtigkeit walten wird.

Quelle: vaticannews


5.4.2019 Im Erzbistum Köln wurde ein katholischer Pfarrvikar im Kreisdekanat Euskirchen beurlaubt. Er wurde 2010 von Betroffenen angezeigt wegen Missbrauchs, der aus den 1990er Jahren datierte. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein. Der Priester bestreitet die Vorwürfe. Nun hat sich im Zuge einer erneuten kircheninternen Untersuchung gezeigt, dass die Vorwürfe gegen den Geistlichen der Glaubenskongregation hätten gemeldet werden müssen, was jedoch nicht geschah.

Quelle: sueddeutsche.de


5.4.2019 Kardinal McCarrick wurde wegen sexuellen Missbrauchs eines 11jährigen Jungen und wegen sexuellen Machtmissbrauchs von Seminaristen und Priesteranwärtern suspendiert, bis die kirchenrechtlichen Untersuchungen abgeschlossen sind. Sein Nachfolger, Kardinal Wuerl ist zurückgetreten, nachdem ihm Vertuschung vorgeworfen worden war. Der neu ernannte Erzbischof von Washington, Wilton Gregory verspricht: "Ich werde Euch immer die Wahrheit sagen, wie ich sie verstehe."

Quelle: de.catholicnewsagency.com


5.4.2019 Priester, die Übergriffe unterhalb der Schwelle der juristischen Strafbarkeit begangen haben, werden nach Aussage des Generalvikars Klaus Winterkamp, Bistum Münster, nicht mehr im Bistum  angestellt. Sie werden bis ans Lebensende vom Bistum bezahlt und besitzen eine Rehabilitierungsmöglichkeit. Sie können von einem Nachbar-Bistum wieder eingesetzt werden.

Quelle: rp-online.de


5.4.2019 Das Bistum Fulda hat der Staatsanwaltschaft eine Liste mit 32 Personen gegeben. Die Diözese Limburg übergab 35 und die Diözese Mainz 199 Namen. Die übergebenen Akten enthalten Namen von Priestern und von Mitarbeitern kirchlicher Einrichtungen. Darunter sind auch Akten von verjährten Fällen, von strafrechtlich nicht relevanten  oder von Fällen, in denen bereits ermittelt wird oder Beschuldigte verstorben sind.

Quelle: n-tv


4.4.2019  Artur Boelli, italienisches Missbrauchsopfer des Klerikers  Pater Silverio Mura, wurde von Mitgliedern der römischen Kurie angehört. Ihm wurde zugesagt, dass sein Fall wieder aufgenommen werde, er über jeden Schritt informiert werde. Die kurialen Gesprächspartner - Disziplinarabteilungsleiter Pater John Kennedy und dem Staatssekretär Pater Matteo Visioli - betonten, dass sich die Dinge nach dem Februar-Gipfel der Bischöfe zum Schutz Minderjähriger geändert hatten. Borelli wurde auch gesagt, der Papst wisse um seinen Fall und kümmere sich um ihn. Inzwischen wurde der mutmaßliche Täter von der Glaubenskongregation für unschuldig befunden. Dabei wurden seine Anrufe nicht beantwortet, er wurde nicht über das Urteil informiert und wird die Einzelheiten des kirchlichen Prozesses nicht erfahren. Borelli galt in dem Verfahren als Zeuge, nicht als Teil des Prozesses.

Quelle: cruxnow


4.4.2019 Der "Weltkongress gegen sexuelle Ausbeutung" fordert ein Verbot der Prostitution. In der "Mainzer Erklärung" verlangt der Kongress u.a., den Betrieb von Bordellen zu verbieten und die Bezahlung für Sex als sexuelle Gewalt anzuerkennen. Damit würden die Besuche bei Prostituierten unter Strafe gestellt.  Lea Ackermann, Solwodi, spricht davon, dass Deutschland mit seiner liberalen Prostitutionspraxis und 1,2 Millionen Freiern täglich das "Bordell Europas" sei.

In Schweden, Norwegen, Irland und Frankreich gebe es ein Sexkaufverbot, das das Europäische Parlament bereits 2014 in einer nicht bindenden Resolution empfohlen hat.

Quelle: swr.de


4.4.2019 Der Generalvikardes Kantons Zürich, Josef Annen und die Präsidentin des Synodalrats haben einen Brief an Papst Franziskus geschrieben. Sie sagen, die Kirche stehe in Flammen und Hirten haben den Flächenbrand gelegt. Sie mahnen Taten an und fordern Reformen im Blick auf den Pflichtzölibat, den Ausschluss von Frauen, Klerikalismus und die Sexualität.

Quelle: katholisch.de


4.4.2019 In letzter Instanz hat die Glaubenskongregation den früheren Erzbischof von Guam, Anthony Sablan Apuron, wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt. Die Strafe besteht darin, dass Apuron nicht mehr Erzbischon von Guam ist, sich dort nicht aufhalten darf, aber weiterhin Priester und Bischof bleibt. Allerdings darf er nicht mehr Bischofsstab, Brustkreuz und Mitra tragen. Mehrere Messdiener hatten Apuron beschuldigt, er habe sie in den 1970er Jahren sexuell missbraucht. Apuron ließ mitteilen, er wehre sich gegen die „koordinierte Kampagne“ gegen ihn. Er sei „vollkommen unschuldig“ und habe dafür „Beweise“.

Quellen: vaticannews.va  katholisch.de


4.4.2019 Irene Gassmann, Priorin des Schweizer Benediktinerinnenklosters Fahr, sagt, in der Hierarchie stützten sich die Männer gegenseitig. Priester haben eine Sonderstellung, die Frauen nicht einnehmen dürfen. Dies gilt nicht nur für die Sakramentenspendung. Die Schweizer Benediktinerinnen brauchen einen "Ordensassistenten", der den Orden bei der vatikanischen Religiosenkongregation vertritt. Gassmann fordert eine Rückbesinnung auf die Taufe: "Durch die Taufe sind wir, ob Frauen oder Männer, gleichwertige Glieder dieser Kirche. Ich glaube, das haben wir in den letzten Jahrzehnten oder Jahrhunderten vergessen." Die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs von Ordensfrauen wird nach ihrer Einschätzung lange dauern.

Quelle: katholisch.de


Missbrauch in der Kirche: Ver-gebung oder Gerechtigkeit. Christoph Fleischmann, unter Mitarbeit u.a. von Dr. Barbara Haslbeck

Audiothek: WDR 3, 19.4.2019

 

Suche nach Betroffenen aus der  Wickenmayer’schen Kinderpflege in Würzburg.  Hier mehr

pixabaypixabay

Vom 11.-18. Mai sind katholische Frauen von der Gruppe "Maria 2.0" zum Kirchenstreik aufgerufen. Sie bleiben den Gottesdiensten fern und lassen ihre kirchlichen Dienste ruhen.

Skandal! Die Kirche und der Missbrauch

Montag, 17. Juni 2019, 19.00 Uhr ReferentInnen:

MissBiT, Trier;Dr. Thomas Schnitzler,

Initiative Gottes-Suche, Karlsruhe, Erika Kerstner

Im Vorfeld besteht ab 18 Uhr bereits die Möglichkeit, Initiativen rund um das Thema kennen zu lernen, sich auszutauschen und zu vernetzen.

Die Missbrauchskrise

treibt uns um

Impulse und Gespräch

Dr. Helmut Jaschke: Misshandlung und Missbrauch: Die verinnerlichte Last der Vergangenheit

M. Gallinat-Schneider: Kirchliche Aktivitäten aus der Opferperspektive

Erika Kerstner: Opfer erwarten solidarische Mitchristen und Gemeinden

Pfarrer Hans-Jörg Krieg: Moderation

Ort: Stadtkloster Karlsruhe - Rechts der Alb 28, 76135 Karlsruhe

Termin: Mittwoch, 3.7.2019, 19.45 Uhr

 

 

Weitere Recherchen:

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