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  Aktuelles 

© A. Tulpen© A. Tulpen

15.10.2018 ARD: "Meine Täter, die Priester"

14.10.2018 Presseclub mit Ring-Eifel, Joachim Frank, Christiane Florin, Julia Krittian über die "Auftragsmord"-Aussage des Papstes, über Mängel im Umgang mit Missbrauchsfällen und mit Homosexuellen.

14.10.2018 Erneut hat die Chilenische Bischofskonferenz im Namen der Kirche die Opfer sexuellen Missbrauchs durch Geistliche sowie deren Angehörige und Gemeinden um Vergebung gebeten. Das Schreiben ist unterzeichnet von Santiagos Erzbischof, Kardinal Ricardo Ezzati, dem von Missbrauchsopfern selbst vorgeworfen wird, entsprechende Hinweise vertuscht zu haben.
Die chilenische Schönstatt-Bewegung zeigt Scham, nachdem Cox laisiert worden ist und lässt den Gesundheitszustand von Cox prüfen, um ihn ggf. wieder nach Chile zu bringen, wo staatliche Anzeigen gegen ihn vorliegen.
Quelle: kathpress.at

13.10.2018 Im Interview weist Matthias Katsch auf eine noch unveröffentlichte Studie der Universität Ulm hin, die mit über 100.000 Opfern rechnet. Er kritisiert die Bischöfe, weil sie auf der Bischofskonferenz keine konkreten Schritte beschlossen haben und erst jetzt über bestimmte Themen nachdenken wollen. Er fordert, dass die Bischöfe an einer staatlichen Aufarbeitung mitarbeiten. Bislang haben die Bischöfe die Schuld allein auf die Täter abgewälzt, aber die Mitschuld der Institution für die Tat und den Umgang mit der Tat beiseitegewischt. Das erleben Opfer als ein zweites Verbrechen.
Quelle: Tagesspiegel

*13.10.2018 Papst Franziskus hat den früheren Erzbischof Francisco José Cox Huneeus, Chile, wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Klerikerstand ausgeschlossen. Er war seit den 1970er Jahren immer wieder des Missbrauchs beschuldigt worden und wurde 1997 in den Ruhestand versetzt. Er lebt seit Jahren in Vallendar bei Schönstattpatres. 
Auch der ehemalige Bischof Marco Antonio Ordenes Fernández, ebenfalls aus Chile, wurde wegen Kindesmissbrauchs aus dem Klerikerstand ausgeschlossen.  2006 wurde er mit 42 Jahren zum Bischof geweiht und trat 2012 "aus gesundheitlichen Gründen" zurück. Später wurde bekannt, dass sowohl staatliche als auch kirchliche Behörden wegen Missbrauchs gegen ihn ermittelten.
Quelle: welt.de

12.10.2018 Nach der Veröffentlichung der Missbrauchsstudie durch die deutschen Bischöfe ist die bayerische Justiz hellhörig geworden: Die Bistümer im Freistaat sollen jetzt Akten zu Missbrauchsfällen an die zuständigen Generalstaatsanwaltschaften in München, Nürnberg und Bamberg übergeben. Die Generalstaatsanwaltschaft München sagte, der Kirche lägen "sicherlich nach Ort, Zeit und Beteiligten konkretisierte Sachverhalte zugrunde". Die Staatsanwaltschaften bleiben somit auf die Unterstützung durch die kirchlichen Institutionen angewiesen.
Quelle: katholisch.de 

12.10.2018 Papst Franziskus hat den Rücktritt des katholischen Erzbischofs von Washington, Kardinal Donald Wuerl, angenommen. Kardinal Wuerl war in den vergangenen Wochen massiv unter Druck geraten, weil er in seiner Zeit als Bischof von Pittsburgh (1988-2006) an der Vertuschung von Missbrauchsfällen innerhalb des Klerus beteiligt gewesen sein soll. Der Papst schrieb an Wuerl: "Du hast genügend Elemente, dein Verhalten zu rechtfertigen und zu unterscheiden, was es heißt, Verbrechen zu decken oder sich nicht um Probleme zu kümmern, oder einfach einen Fehler zu machen. Deine Vornehmheit hat dich aber dazu veranlasst, diesen Verteidigungsweg nicht einzuschlagen.“ Er äußerte Respekt dafür, dass Wuerl mit seinem Rücktrittsgesuch, das ihn am 21. September erreicht habe, das Wohl der Kirche über sein eigenes gestellt habe.

11.10.2018 Nach Ansicht des Hildesheimer Bischofs H. Wilmer können Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückgewonnen werden durch Transparenz und Aktenöffnung auch für Externe. Wilmer will für die Aufklärung von Missbrauchsfällen in seinem Bistum die Akten weitgehend öffnen. Der niedersächsische FDP-Fraktionschef Stefan Birkner kritisierte, dass die Landesregierung beim Thema sexueller Missbrauch zu vorsichtig mit der Kirche umgehe. "Es gibt weder rechtlich noch politisch einen Grund zur Zurückhaltung - meines Erachtens müssten die Staatsanwaltschaften tätig werden und Akten, die die Kirche nicht herausgibt, beschlagnahmen", sagte Birkner.

Quelle: katholisch.de


11.10.2018 Im Fall Timmerbeil in der Kirche Mecklenburgs wurde ein Beirat gegründet, der für eine transparente Aufarbeitung der Fälle in Neubrandenburg sorgen soll, die zwischen 1946 bis 1975 durch den inzwischen verstorbenen Gemeindepfarrer an Kindern und Jugendlichen begangen wurde. Bislang sind 14 betroffene Männer und Frauen bekannt. Rimmerbeil leitete die Pfarrei von 1946 bis 1975. Ihm wird schwerer physischer, psychischer und sexueller Missbrauch von Kindern und Jugendlichen vorgeworfen.
Quelle: ndr.de

10.10.2018 In Frankreich sprechen sich 87 Prozent der Katholiken für eine parlamentarische Untersuchungskommission zu sexuellem Missbrauch in der Kirche aus. Das geht aus einer am Mittwoch in der französischen Zeitung "La Croix" veröffentlichten Umfrage des Instituts Odoxa für das französische Magazin "Temoignage chretien" (Christliches Zeugnis) hervor.
Quelle: kathpress.at

10.10.2018 Auch in der altkatholischen Kirche der Niederlande gab es sexuelle Gewalt gegen Minderjährige. Die Rede ist von mindestens sieben Tätern, die Zahl der Opfer ist unbekannt. Eine Studie kritisierte die Rolle der Kirchenleitung. Es habe keine klaren Anweisungen gegeben. Erst wenn Fälle nicht mehr zu leugnen waren, habe man reagiert, inadäquat; den Tätern sei eine neue Chance gegeben worden oder Fälle seien nicht näher untersucht worden.
Quelle: Domradio

10.10.2018 Im Spanischen Bürgerkrieg und während der Militärdiktatur von General Franco (1939-1975) wurden Frauen republikanischer Kämpfer und politischer Häftlinge die Kinder abgenommen und an regimetreue Familien gegeben. Später geschah dies auch unehelichen Kindern und Kindern aus armen Familien. Ab 1975 wurden im demokratischen Spanien Babys ihren Müttern sofort nach der Geburt weggenommen und für Geld an zeugungsunfähige Paare gegeben. Den Müttern zeigte man ein eingeforenes Baby und sagte ihnen, ihr Kind sei gestorben.
Beteiligt an diesen Verbrechen waren Ärzte, Helfer, Anwälte, Ordensschwestern und Geistliche. Nun wurde der Arzt Eduardo Vela vor Gericht schuldig gesprochen, jedoch nicht verurteilt, weil die Taten verjährt sind. Eine angeklagte Ordensschwester, Sor Maria, starb bereits bei Prozessbeginn 2013. Eine Opfervereinigung geht davon aus, dass es in Spanien bis zu 300.000 Fälle von Babyraub gab.
Quelle: domradio.de

9.10.2018 Steinernes Herz: Kirche erneuern in Zeiten der Selbsterhaltung? Der feinschwarz-Beitrag von Martin Brüske enthält wichtige Überlegungen zum Umgang mit den "Missbrauchsfällen". "So stellt die Missbrauchskrise – und zwar genau in dieser Konkretion und nicht in leerer Abstraktion – nichts anderes als die Gottesfrage. Es geht hier um den praktischen Monotheismus des ersten Gebots, der tagtäglich Gott und Welt und Gott und Götze unterscheidet. Und so zu reden bedeutet dann keine Spiritualisierung (als Form der Flucht), sondern die Nennung des alles entscheidenden Kriteriums jeder Reformdebatte, die auf eine wirkliche Erneuerung der Kirche zielt. Um es ganz konkret zu machen: Es war gut, dass die Kirche im Blick auf den deutschen Missbrauchsbericht die mediale Kontrolle verloren hat – und es hängt viel daran, ob sie einen solchen Kontrollverlust theologisch und geistlich zu lesen lernt." Die Kirche "hat in den Beteiligten ein affektives Pendant oder besser gesagt einen affektiven Ausfall: eine, nach allem was sichtbar wird, praktisch totale Empathielosigkeit mit den Opfern." "Das steinerne Herz als geistliche Krankheit und als die brutale Inhumanität, die sie hervorbringt, sind hier und konkret Resultat einer ebenfalls sehr konkreten sozialen Logik der institutionellen Selbstfixierung. Das Verhalten von Papst Franziskus in der Krise mag nicht über jeden Zweifel erhaben sein; seine Kirchenvision jedenfalls ist es: Allein eine Kirche, die aus dem Vertrauen auf den real wirkenden Gott, der grösser ist als sie und auf den hin sie sich wagen kann, den Weg hinaus aus der Selbstfixierung in die Dezentrierung schafft, ist geistlich und dann auch in ihren Strukturen erneuerungsfähig."

9.10.2018 Ein Pfarrer aus dem Kreis Altenkirchen, Erzbistum Köln, wird verdächtigt, zwischen 1993 und 1996 eine damals Zwölfjährige sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren wegen Verjährung ein. Der Pfarrer ist derzeit vom Dienst suspendiert.
Quelle: swr

9.10.2018 Joachim Frank kommentiert die Verweigerung des Nihil obstat für den Bibelwissenschaftler Ansgar Wucherpfennig als weiteren Rektor der Jesuitenhochschule St. Georgen in Frankfurt: "Wie Rom kritische Anfragen des Theologen Ansgar Wucherpfennig mit faktischer Amtsenthebung und der Forderung intellektueller Unterwerfung beantwortet, das erinnert fatal an den Selbstschutz der Institution im Missbrauchsskandal. Statt sich ihren Problemen zu stellen, geschweige denn sie zu lösen, verdrängt und unterdrückt die Kirche die Problemanzeige. Das ist nicht nur armselig und unwürdig, sondern am Ende auch selbstzerstörerisch.
Quelle: FR

9.10.2018 Der Würzburger Bischof Franz Jung hält nichts von einer Aufhebung des Zölibats. Er ist beunruhigt darüber, dass "90 Prozent des sexuellen Kindesmissbrauchs gesamtgesellschaftlich betrachtet im Elternhaus geschieht." Er betonte, dass derzeit überhaupt nicht mehr erwähnt werde, dass viele Geistliche ihren Dienst gut getan und sich nach Herzenskräften bemüht hätten, gute Seelsorger zu sein. Als verstörend und verletzend empfinde er die vielen Pauschalurteile, "nicht zuletzt auch aus dem Mund kirchlicher Würdenträger, die über die Priester gefällt werden und die wir alle, ich als Bischof und Sie als meine direkten Mitarbeiter, ertragen müssen. Das tut weh."

Quelle: Domradio

9.10.2018 Beim Erzbistum Bamberg haben sich weitere Betroffene von sexuellem Missbrauch durch Kleriker gemeldet und über bislang nicht aktenkundige Missbrauchsfälle berichtet. Diese betreffen auch weiter zurückliegende Zeiträume.
Quelle: br.de

9.10.2018 Die kürzlich präsentierte Studie über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche hat keine strafrechtlichen Folgen, weil keine Namen von Tätern, Opfern, Zeitpunkten, Orten... in der Studie genannt werden. Die Studie ist ausdrücklich keine Aufklärung und keine Aufarbeitung. Brigitte Tilmann von der Unabhängigen Aufarbeitungskommission sagt, entweder die Politik müsste die gesetzliche Grundlage schaffen, um auch gegen den Willen der Kirche an Akten heranzukommen. Oder die katholische Kirche schafft die Voraussetzungen dafür schaffen, dass eine Staatsanwaltschaft praktisch einen Anfangsverdacht für eine Straftat hat. In Deutschland ist Vertuschung kein Straftatbestand, jedoch ist eine aktive Vertuschung, die zu einer Strafvereitelung führt, strafbar. Das ließe sich in den Akten belegen.

8.10.2018 Über den Klerikalismus der Laien - Dr. Martin Steven

Quelle: feinschwarz.net

8.10.2018 Die Bischofssynode zur Jugend kommt mit der Hälfte der Menschheit aus, der männlichen Hälfte. "Frauen sind bereits als Beobachterinnen anwesend und nehmen an der Synodenversammlung und den Kleingruppen teil, und sie haben ein Rederecht." Das erklärte der Untersekretär der Synode, Bischof Fabio Fabene, auf die entsprechende Frage eines Journalisten. Petra Dankova und mit ihr viele Frauen protestieren.

8.10.2018 Auf der Jugend-Bischofs-Synode bedauerte Scicluna, dass Kirchengerichte so langsam arbeiten. Er sagte auch, es gebe ein großes Verlangen nach Wahrheit und Gerechtigkeit bei den Betroffenen, "das nicht mit Barmherzigkeit zu vereinbaren ist".
Quelle: kathpress
Kommentar: M.a.W. meint Scicluna, das Verlangen der Opfer nach Wahrheit und Gerechtigkeit sei unbarmherzig. Ich frage mich, was das für eine Barmherzigkeit ist, die auf Wahrheit und Gerechtigkeit verzichtet. Diese "Barmherzigkeit" hatten wir doch lange genug. Und sie ging auf Kosten der Wahrheit und der Gerechtigkeit - und der Opfer. Ich glaube nicht, dass es eine "Barmherzigkeit" geben darf, die nicht zugleich der Wahrheit und der Gerechtigkeit verpflichtet ist.
La Stampa formuliert gegenteilig: "But then there is a great thirst for truth and justice, which is not incompatible with mercy, because we all need mercy but mercy is empty if it does not respect the truth. We must say sin to sin: this is justice." Dann wäre die Aussage von Scicluna keine Opferbeschuldigung, sondern ein Übersetzungsfehler:-).

8.10.2018 Der Film "Kler" (Klerus) lief in Polen an. Einige Kirchenfunktionäre und Regierungspolitiker sehen einen Angriff angeblicher Feinde Polens auf die Kirche, rufen zum Boykott auf oder wollen den Film gar verbieten lassen.
Quelle: Süddeutsche

8.10.2018 Ein Priester der Pfarrei St. Franziskus in Duisburg-Homberg, der eine Sabbatzeit dort verbrachte, ist wegen pornografischer Nachrichten aus dem Dienst des Bistums Münster entlassen worden. Der brasilianische Priester hatte über WhatsApp "unangemessene Nachrichten pornografischen/sexuellen Inhalts" mit einem anderen erwachsenen Mann ausgetauscht.

8.10.2018 Dem Bibelwissenschaftler Ansgar Wucherpfennig wird eine dritte Amtszeit als Rektor der Jesuiten-Hochschule St. Georgen verwehrt. Hintergrund könnten seine positiven Äußerungen über homosexuelle Paare und das Frauendiakonat sein.
Quelle: domradio
Kommentar: Eine solche Begründung für die Verweigerung des Nihil obstat ist in Zeiten, in denen nach den Ursachen für die gehäuften sexuellen Gewalttaten gegen Minderjährige gesucht wird, mindestens befremdlich.

8.10.2018 Der in Vallendar untergekommene ehemalige chilenische Erzbischof Francisco José Cox wird von der Justiz wegen eines Missbrauchs eines 17Jährigen nicht angeklagt. Die Aussagen des Opfers seien glaubwürdig, aber der Übergriff sei zum damaligen Zeitpunkt - 2004 - kein Straftatbestand gewesen. Allerdings haben mehrere Betroffene in Chile erneut massive Beschuldigungen gegen Cox vorgebracht. Bereits im November 2002 waren die Vorwürfe bekannt.  Im gleichen Jahr bat die Bischofskongregation in Rom die Pallottiner, Cox in einem der Pallottiner-Häuser unterzubringen. Er kam nach Vallendar, wo er 2004 einen 17jährigen Bolivianer, der zu Studienzwecken in Vallendar war, missbrauchte. Der Betroffene meldete sich im November 2017. Die Schönstatt-Gemeinschaft informierte das Bistum Trier und den Vatikan und erstattete im August 2018 Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz. Warum die Verantwortlichen der Schönstatt-Gemeinschaft seit 2002 keine Verbindung mit der chilenischen Justiz aufnahmen, ist offen.
Quelle: DW

8.10.2018 "In einigen kirchlichen Äußerungen über Missbrauch spielte das Begriffspaar Schmutz/Reinigung oder auch Dreck/Putzen eine wichtige Rolle. Mir stößt diese Wortwahl auf, und zwar aus folgenden Gründen:

Erstens: Dreck kommt von außen – dass Problem des Missbrauchs und dessen Vertuschung kommt aber von innen. Zweitens: Dreck kann man wegputzen, dann leuchtet der Raum wieder unverändert im alten Glanz – aus der Missbrauchskrise wird die Kirche aber nur verändert herauskommen können. Drittens: Die Kirche sieht sich, wenn sie sich als Beschmutzte definiert, in der Opferposition – sie befindet sich aber beim Missbrauch durch Kleriker und dessen Vertuschung durch Bischöfe nicht in der Opferposition." Klaus Mertes macht sich Gedanken über die Wortwahl im Kontext von sexuellem Missbrauch durch Kleriker.

7.10.2018 Der Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, hat auf die Vorwürfe des Ex-Diplomaten Erzbischof Carlo Maria Vigano gegen Papst und Vatikan reagiert. Quellet weist alle Vorwürfe Viganos zurück, schließt jedoch nicht aus, dass es Fehleinschätzungen der Kurie in Sachen McCarrick gibt. Es habe Anweisungen an McCarrick nach seiner Emeritierung gegeben, er solle wegen Vorwürfen früheren sexuellen Fehlverhaltens gegenüber erwachsenen Seminaristen ein zurückgezogenes Leben führen. Dies seien aber keine "Sanktionen" durch Papst Benedikt XVI. gewesen, die Franziskus dann aufgehoben hätte.
Quelle: cruxnow.com
7.10.2018 In Italien ist Kindesmissbrauch durch Geistliche bis heute ein Tabu.Während in den letzten Monaten weltweit immer neue Missbrauchsskandale publik geworden sind, ist es in Italien auffällig still geblieben. Die katholische Kirche hat hier bis heute starken Einfluss auf Medien, Politik und Justiz. Doch die Stimmen der Opfer werden lauter.
Quelle: nzz.ch

6.10.2018 Der ehemalige katholische Erzbischof Francisco José Cox Huneeus aus Chile,  wird beschuldigt, in Deutschland mindestens einen Schutzbefohlenen missbraucht zu haben. Die deutsche Justiz ermittelt. Das hätten der Generalobere der Schönstattbewegung, Juan Pablo Catoggio, und der chilenische Provinzobere Fernando Baeza der DW bestätigt. Cox gehört der Schönstatt-Bewegung an und stand nicht in einem Gestellungsvertrag mit dem BIstum Trier.
Cox wurde bereits in Chile des Missbrauchs verdächtigt, fand zunächst in Kolumbien, schließlich in Deutschland bei den Schönstatt-Patres Unterschlupf. Auch in Deutschland wird ihm ein 2004 begangener Missbrauch vorgeworfen. Der Generalobere Catoggio habe sich selbst an die Justiz gewandt. Chilenische Quellen sprechen von mehreren Missbrauchsfällen in Deutschland. Nach DW-Informationen ist ein Prozess bei der vatikanischen Glaubenskongregation anhängig.

Quelle: domradio, s.auch  schoenstatt.de


6.10.2018 Der Vatikan hat eine Untersuchung des McCarrick-Falls angeordnet. Nach Bekanntwerden von Missbrauchsvorwürfen gegen McCarrick habe der Papst im Herbst das Erzbistum New York mit einer Voruntersuchung beauftragt; die Ergebnisse seien an die Glaubenskongregation weitergeleitet worden. Im Zuge der Ermittlungen seien weitere Details bekannt geworden, so dass McCarrick Ende Juli aus dem Kardinalsstand entlassen worden sei. Nun habe der Papst angeordnet, alle vatikan. Unterlagen u sammeln und auszuwerten. Dem Hl. Stuhl sei bewusst, dass im Zuge dieser weiteren Untersuchungen deutlich werden könne, "dass Maßnahmen ergriffen wurden, die nicht im Einklang stehen mit dem gegenwärtigen Ansatz, dem Weg der Wahrheit zu folgen, wohin immer er führen möge".
Quelle: domradio   vaticannews.va

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