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© A., Winter© A., Winter

20.2.2019 Es muss wieder gewartet werden.


19.2.2019 Eine heute fast 60-jährige Frau berichet, dass sie mit 23 Jahren von einem Mönch vergewaltigt wurde und sie schildert ihre Reaktionen.

Quelle: generalanzeiger-bonn.de


19.2.2019 DW sprach mit der indischen Ordensschwester Anupama, die zusammen mit 4 anderen Mitschwestern der Klägerin gegen Bischof Mulakkal den Rücken stärkt und gegen die Anweisug ihrer Oberin in Kerala bleibt. Sr. nupama sagt: "Die Kirche in Kerala steckt in einer schweren Krise. Aber anstatt Reformen anzupacken und der Wahrheit ans Licht zu helfen, geht sie mit Mitteln wie Isolierung, Rufmord und falschen Anklagen gegen uns vor. Wir Nonnen sind auf der Seite der Wahrheit und wir verlangen einen geschützten und sicheren Ort für uns. In den vergangenen zwei Jahren gab es viele Fälle, wo Priester in Kerala wegen sexueller Vergehen beschuldigt wurden. Wir kämpfen für unsere Schwestern, die im Stillen leiden und wir werden unseren Protest fortsetzen, bis sie alle Gerechtigkeit erfahren. "

Quelle: dw


19.2.2019 Francesco Zanardi, Sprecher von Missbrauchsopfern in Italien ("Rete L'Abuso"), hat mit dem Papst gesprochen. Er kritisiert: "In 20 Jahren hat sich zu wenig geändert und in der Zwischenzeit wurden hunderttausende Minderjährige missbraucht." Zanardi fordert eine weltweite ANzeige-Pflicht für Bischöfebei Missbrauchsfällen ud sagt, neben kirchlichen Prozessen müsse es immer auch staatliche Prozesse geben. Zanardi gehört zu den Gründern des internationalen Netzwerks "Ending Clergy Abuse" (ECA).

Quelle: Domradio


19.2.2019 Dem Theologen Wolfgang Treitler genügt eine Aufarbeitung der Symptome nicht: "Die einzelnen Punkte sind mittlerweile so tiefgreifend, dass man durchaus sagen kann, wenn die Kirche hier nicht wirklich eine radikale Form der Umkehr – auch in ihrem eigenen Amtsverständnis – versucht, dann wird sie weiterhin vom Inneren her absterben und irgendwann überflüssig sein." Auf den Prüfstand gehöre die Amtsstruktur der Kirche. Man erkenne an den Missbrauchsfällen, was es bedeutet, eine "'Männerkirche' vor sich zu haben, die ohne Frauenamt nicht auskommt." Diese Fragen könne man nicht innerhalb einer Synode abhandeln. Es brauche ein allgemeines Konzil.

Quelle: Domradio.de


19.2.2019 Die Weltdachverbände der Generaloberen und Generaloberinnen (USG/UISG) bekennen eigenes Versagen, auch durch Vertuschung von Taten. Für eine bessere Prävention von Missbrauch fordern die Orden eine stärkere Beteiligung von Eltern, insbesondere Müttern.

Quelle: vaticannews


19.2.2019 Gegen die Aufführung des Films "Grace a Dieu" (Gelobt sei Gott) hat Bernard Preynat, dessen Geschichte dem Film zugrundeliegt, Einspruch erhoben. Ein Gericht in Paris hat den Einspruch zurückgewiesen. Eine Frau, die die Opfer psychologisch unterstützte, fordert, dass ihr Name aus dem Film gestrichen wird, weil sie ihre Rolle verfälscht dargestellt sieht. Die Entscheidung des Gerichts steht noch aus.

Quelle: katholisch.de


19.2.2019 Ein früherer Mitarbeiter der Stadt Paris hat dem Vatikan-Botschafter in Paris bereits Anfang 2018 sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die Pariser Staatsanwaltschaft hat bereits im Januar Vorermittlungen wegen des Verdachts sexueller Übergriffe eingeleitet. Dies ist der zweite Vorwurf gegen den Nuntius.

Quelle: orf


18.2.2019 Die Kirchenrätin Daniela Fricke ist hauptamtliche Beauftragte für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung. Sie soll auch die Prävention im Bereich der evangelischen Kirche von Westfalen ausbauen und die gesetzliche Grundlage dafür erarbeiten. Die EKD hat rund 1,3 Millionen Euro  im Haushalt 2019 für die Aufarbeitung von Missbrauch vorgesehen.

Quelle: t-online


18.2.2019 ARD 23.10 Uhr "Schuld ohne Sühne? Die Kirche und der sexuelle Missbrauch"


18.2.2019 Für den Pressedienst Catholic News Service aus den USA ist es „nur noch eine Frage der Zeit“, bis auch die asiatische katholische Kirche sich mit sexualisierter Gewalt durch Kleriker auseinandersetzen muss. In mehreren asiatischen Ländern sind immer wieder Fälle bekannt geworden, in denen Priester, Ordensfrauen und -männer Kinder und Frauen missbrauchten. Vor allem in Indien kommen immer häufiger Skandale von Priestern ans Tageslicht. Ein katholischer Bischof ist gar wegen Vergewaltigung einer Ordensfrau im Bundesstaat Kerala angeklagt.

Quelle: vaticannews


18.2.2019 Vor dem Kinderschutzgipfel im Vatikan hat rzbischof Scicluna angekündigt, dass nun auch im Vatikan die kirchlichen Gesetze gelten sollten und gegen Täter auch im Inneren des Vatikans durchgegriffen werden solle. Er verwies auf ein früheres Sprichwort: Die Gesetze würden zwar im Vatikan gemacht, aber nur draußen in der Weltkirche angewendet. Dies sagte er im Zusammenhang mit Medienberichten, nach denen ein hochrangiger Kirchenjurist im Vatikan beschuldigt wird, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben.

Quelle: katholisch.de


18.2.2019 Der Sprecher der Initiative "Ending Clergy Abuse", Peter Isely, fordert "Null Toleranz" und "Null Vertuschung". Jene Kirchenoberen sollten bestraft werden, die Missbrauch vertuschen. Dies sei oft das noch schlimmere Verbrechen, so Isely. Er wandte sich gegen die Bischöfe, die sich - wie der Chicagoer Erzbischof Cupich - zur "Stimme der Stimmlosen" machten. Die Bischöfe seien nicht die Stimme der Überlebenden. Deren Stimme seien die Verbände.

Quelle: kath.press


18.2.2019 Die Organisatoren des vatikan. Kinderschutzgipfels wollen sich auch mit Vertretern von Opferverbänden treffen. Das teilte der Moderator der Konferenz, Federico Lombardi, mit. BEtroffenen-Verbände halten sich während der Konferenz zu Demonstrationen und Informationsveranstaltungen in Rom auf. Sie erhoben immer wieder Vorwürfe, dass Betroffene an der Konferenz nicht beteiligt werden und vermissen Dialogsignale des Vatikans. Beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan sind laut dem am Montag mitgeteilten Programm Opfer von Missbrauch direkt beteiligt. Einige schildern ihre Erfahrungen per Videobotschaft; andere sind persönlich anwesend.

Quelle: vaticannews.va


18.2.2019 Die US-amerikanische Organisation Bishop Accountability nennt neben dem Ex-Kardinal McCarrick fünf weitere Erzbischöfe, die Minderjährige missbrauchten oder Missbrauch vertuschten und laisiert werden müssten. Erzbischof John Nienstedt von St. Paul-Minneapolis, Minnesota, wird Vertuschung vorgeworfen. Erzbischof Anthony Sablan Apuron von Agaña, Guam, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen, Bischof Aldo di Cillo Pagotto von Paraiba, Brasilien, wird vorgeworfen, Seminaristen aufgenommen zu haben, die Kinder missbraucht hatten; Bischof Roger Joseph Vangheluwe von Brügge, Belgien, wird der Missbrauch von zwei Neffen vorgeworfen und Bischof Joseph Hart von Cheyenne, Wyoming wird der Missbrauch von zwei Jungen vorgeworfen.

Im Crux-Interview sagte Erzbischof Charles Scicluna:  “If we haven’t found them yet, it means that we don’t know where they are.”
Quelle: Cruxnow


18.2.2019 Bislang waren drei Opfer eines inzwischen pensionierten katholischen Priesters in Merzen, Rhede, Twist und Dalum in den Landkreisen Osnabrück und Emsland bekannt. Inzwischen haben sich 16 Betroffene beim Bistum Osnabrück gemeldet. Das Bistum geht von einer Dunkelziffer im zweistelligen Bereich aus. Die Glaubenskongregation hatte wegen des Alters und der Gesundheit des Betroffenen ein kirchenrechtliches Verfahren abgelehnt. Das Bistum hat wegen der deutlich gestiegenen Zahl der Opfer erneut den Vatikan eingeschaltet. Die Straftaten sind verjährt.

Quelle: Braunschweiger Zeitung  NDR


*18.2.2019 "Die Kirche befindet sich in einer existenziellen Krise, die vom Missbrauchsskandal nicht ausgelöst ist, hierin wohl aber einen Brennpunkt findet. Die Krise ist eine Glaubenskrise, eine Strukturkrise, eine Leitungskrise – mit einem Grundproblem: Leben und Reden fallen in der Kirche weit auseinander. Es braucht einen echten kirchlichen Wandel, der mit einem Mentalitätswandel (Demut) der Verantwortlichen beginnen muss…" Das stellt Joachim Frank fest und fragt, wer von denen, die mit der kath. Kirche zu tun haben, das nicht unterschreiben könne. Nicht unterschreiben könnten das jedoch die deutschen Bischöfe, konstatiert Frank. Sie haben eine Beschlussvorlage  der Bischöfe von Mainz, Passau, Essen und Speyer nicht einmal diskutiert, in der u.a. vor einer kommunikativen Isolation der Bischöfe gewarnt wurde. Bischöfe selbst sprechen von heilloser Zerstrittenheit, die im Grunde kein gemeinsames Handeln mehr zulasse. Nötig hingegen sei ein echter kirchlicher Wandel, der mit einem "Mentalitätswandel (Demut) der Verantwortlichen beginnen" müsse. Das müsse die Parole aller werden, denen noch an dieser Kirche liegt, sagt Frank.

Quelle: katholisch.de


17.2.2019 Papst Franziskus bittet um das Gebet der Gläubigen, um das Gelingen des Anti-Missbrauchsgipfels als einen "Schritt großer pastoraler Verantwortung angesichts einer drängenden Herausforderung unserer Zeit" zu befördern.

Quelle: Domradio.de


17.2.2019 Bischof Ackermann sagt, es wäre ein wichtiger Schritt, wenn der Papst es mit seiner AUtorität schaffe, "sich dem Thema Missbrauch opferorientiert zu stellen". Er schlägt eine weltweite Verpflichtung zur Präventionsarbeit vor. Zudem seien aus deutscher Sichtz Veränderungen im Kirchenrecht nowendig, u.a. im kirchlichen Straf- und Prozessrecht. Interventions- und Präventionsmaßnahmen sollten überwacht werden. Missbrauchsopfer aus dem Bistum Trier hatten Bischof Ackermann erneut aufgefordert, sie bei der Aufarbeitung zu beteiligen. Die Trierer Opferinitiative Missbit hatte bei einer Demonstration den Beischof  zu einem Gespräch aufgefordert - vergeblich. maßnahmen aus.

Quelle: swr


17.2.2019 Heute, 17.30 Uhr, ARD: Verdrängt, verteufelt, vertuscht  Interview mit Jutta Lehnert und Doris Reisinger


17.2.2019 Interview mit Jutta Lehnert in: Diesseits von Eden, ab min 27


17.2.2019 Wenn die Bischöfe es mit ihrer Ankündigung, dass Thema Missbrauch aufarbeiten zu wollen und auf der Seite der Opfer zu stehen, ernst meinten, müssten sie damit beginnen, das System zu ändern, meint der Historiker Hubert Wolf ("Die Nonnen von st. Ambrogio"). Der Zölibat sei Teil eines Systems und ein Risikofaktor für den Missbrauch. Deshalb dürfe man das Thema nicht länger aussitzen oder in einer Entschuldigungsrhethorik vertuschen. Es müsse imn Interesse der Opfer angegangen werden.

Die Katholische Kirche lebe vom Glauben und der Glaubwürdigkeit ihrer Verkündigung. „Wie will man jemanden glauben, der derart handelt?“, gab Wolf zu bedenken und fügte an: „Eine Religion, die keine Glaubwürdigkeit hat, ist am Ende.“ Wolf fordert auch, alle Quellen zugänglichzu machen, denn: "Es geht nicht nur um die Täter, sondern auch um die, die die Täter gedeckt heben." -

Der Kölner Generalvikar Markus Hofmann hingegen bezweifelt, dass die Abschaffung der priesterlichen Ehelosigkeit eine "sinnvolle und vor allem theologisch richtige Wahl" wäre. "Kirche sein heißt auch, treu zu sein gegenüber dem Vorbild Jesu", erläuterte er. Jesus habe "aus vielen Gründen" zölibatär gelebt.

Quelle: DLF  katholisch.de  katholisch.de


16.2.2019 Ein leitender Mitarbeiter am höchsten Vatikangericht, der Kirchenrechtler Joseph Punderson, 70, steht auf einer Liste seiner früheren Diözese Trenton mit rund 200 "glaubhaft beschuldigten" Missbrauchstätern aus dem US-Bundesstaat New Jersey, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Auf der Liste wird Punderson als "aus dem Dienst entfernt" gelistet. Er arbeitet jedoch seit 1995 in der Apostolischen Signatur. Über mögliche Sanktionen oder weitere Verwendung ist nichts ausgeführt. - Der Oberste Gerichtshof der Apostolischen Signatur ist das höchste Gericht und höchstes Verwaltungsgericht der römischen Kurie.

Quelle: Domradio


16.2.2019 Darryl Smith wurde in Einrichtungen der «Barmherzigen Brüder vom heiligen Johannes von Gott» in Neuseeland und Australien mehrere Jahre lang sexuell missbraucht. Nun fährt er zum Kinderschutzgipfel nach Rom. Bischof Michael Dooley, Dunedin, Neuseeland, war beeindruckt von diesem mutigen, selbstbewussten, zielgerichteten Mann. Deshalb finanziert er dessen Reise nach Rom. Smith erwartet von der Kirche: "Der Vatikan muss die Namen aller Priester, Ordensmänner und -frauen veröffentlichen, die Kindern Leid zugefügt haben, die Entschädigungen für die Betroffenen verbessern und den Bischöfen einen grösseren Spielraum bei der Amtsenthebung von Tätern geben." Neuseeland hat laut internationalen Studien weltweit eine der höchsten Raten von Kindesmissbrauch. Besonders betroffen sind Kinder der Maori.

Quelle: kath.ch


16.2.2019 Der frühere Washingtoner Erzbischof Theodore McCarrick ist von Papst Franziskus wegen sexuellen Fehlverhaltens mit Minderjährigen und Erwachsenen und wegen Missbrauchs des Beichtsakramentes aus dem Klerikerstand entlassen worden. Der Laienstand ist in der kath. Kirche die höchste Strafe (!). McCarrick soll zwischen 1970 und 1990 Priesteramtskandidaten zum Sex verführt und mindestens zwei Minderjährige missbraucht haben. Damit verliert er auch seinen Unterhalt durch die Kirche, bleibt jedoch an den Zölibat gebunden. Informationen darüber, wer in den Aufstieg im Wissen um dessen Missbrauch von Abhängigkeitsverhältnissen involviert war, gibt es nicht.

Quelle: katholisch.de


15.2.2019 "Mit dem 'Ich'-Sagen würden viele Bischöfe endlich beginnen, den gigantischen gedanklichen Vorsprung einzuholen, den viele Betroffene und Laien ihnen gegenüber im Verständnis von Missbrauch und Ausgrenzung in der Kirche haben." So kommentiert Matthias Alexander Schmidt den Umgang der Bischöfe mit Missbrauchsfällen.

Quelle: kath.de


15.2.2019 Auch in Polen gibt es sexuellen Missbrauch von Ordensfrauen durch Kleriker, sagt die Generalsekretärin der Ordensoberinnenkonferenz. Sie sagt aber auch, dass die Ordensfrauen manchmal eine Mitschuld trügen.

Quelle: katholisch.de

Kommentar: Wahrscheinlich lag die Mitschuld der Ordensfrauen in ihrer unzüchtigen Kleidung.


15.2.2019 Emiliano Fittipaldi sagt: "Millionen Gläubige haben sich in den letzten Jahren von der katholischen Kirche abgewendet, weil viel zu wenig gegen Kindesmissbrauch unternommen worden ist. Die Kirche muss ihre Glaubwürdigkeit verteidigen, und das kann nur mit Taten erfolgen. Wenn der Papst nicht konkret handelt, wird man auch dieses Gipfeltreffen beim nächsten Skandal wieder vergessen haben." Fittipaldi drängt auf eine Aufhebung des päpstliches Geheimnisses [secreta continere], wegen dem unzählige Missbrauchsfälle weltweit bisher nicht ans Licht gekommen seien. Im Vatikan gab es in den letzten fünf Jahren pro Jahr 400 Anzeigen gegen Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs, in Italien wurden in den letzten zehn Jahren 300 Fälle angezeigt.

Quelle: kurier.at

Kommentar: 'Pädophilie sei keine Plage der Vergangenheit, sondern ein Verbrechen', sagt Fittipaldi laut Kurier. Gemeint ist vermutlich, dass Kindesmissbrauch ein Verbrechen ist. Denn nicht jeder, der pädophil ist, missbraucht Kinder und nicht jeder, der nicht pädophil ist, missbraucht keine Kinder. In der MHG-Studie gab es bei 71,7 % der Täter keine Hinweise auf Pädophilie.


15.2.2019 Nach Gesprächen mit Opfern sei er „fertig“, bekannte Bischof Genn. Der Missbrauch spalte die Gemeinden. Es gebe auch die Uneinsichtigkeit von Tätern, und oft  spüre er seine Ohnmacht.

Quelle: kirche-und-leben.de


15.2.2019 Dem päpstlichen Nuntius in Paris, Erzbischof Luigi Ventura, wird ein Übergriff beim Neujahrsempfang der Pariser Bürgermeistern Anne Hidalgo Mitte Januar vorgeworfen. Ventura soll einen jungen Mann der Delegation für internationale Beziehungen der Bürgermeisterin mehrmals unsittlich berührt haben. Ein Nuntius kann sich auf seine diplomatische Immunität berufen.

Quelle: kathpress.at


15.2.2019 Kardinal Schönborn, Wien, sagt, das "Gesetz des Schweigens" sei global gesehen in der Kirche immer noch weit verbreitet. Das Wichtigste sei, den Opfern zuzuhören und ihnen zu glauben. Kardinal Schönborn wies darauf hin, dass der geistliche Missbrauch im Fall von Missbrauch durch Kleriker die Situation von Missbrauchsopfern dramatisch verschärfe.

Quelle: Domradio.de

14.2.2019 In der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach wird ein Mitarbeiter, der nicht Priester ist, des Missbrauchs beschuldigt. Das mutmaßliche Opfer sei volljährig. Der Bistumssprecher Michael Hertl teilte mit, dass die externe Missbrauchsbeauftragte den Fall aufklären soll.

Dort wurde auch ein weiterer Missbrauchsfall aus den 80er Jahren angezeigt. Beschuldigt werden ein Priester und drei weitere Personen. Einer der Beschuldigten ist verstorben, ein zweiter nicht namentlich bekannt.

Quelle: swr

Hinweis: Am Montag, 18.2. wird in der ARD um 22.55 Uhr der Film Schuld ohne Sühne?  gezeigt. Wie soll die Kirche mit systematischem Missbrauch umgehen?


14.2.2019 "Wir sind Kirche International" unterstützt die Forderungen von Marie Collins:

1. Eine klare Definition dessen, was sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen ausmacht.

2. Eine eindeutige Definition des Begriffs der «Nulltoleranz» vereinbaren.

3. Das Kirchenrecht in Bezug auf diese Begriffe und Definitionen hin revidieren.

4. Einen Unterschied im Kirchenrecht machen zwischen dem sexuellen Missbrauch gefährdeter Erwachsener und Minderjähriger.

5. Eine Vereinbarung über allgemeine Schutzmaßnahmen und transparente Haftungsfragen treffen, damit Meldungen über Missbrauch korrekt behandelt werden.

6. Der Papst sollte in einer eindeutigen Erklärung das Vorgehen bestimmen, das Bischöfe zu ihrer Verantwortung verpflichtet.

7. Der Papst muss bei diesem Treffen die Bischöfe benennen, die der Schuld überführt sind, ihre Delikte darlegen und die dafür verhängten Strafen öffentlich machen.

Quelle: kath.ch


14.2.2019 Nach dem Öffentlichwerden des sexuellen Missbrauchs des früheren Kaplans Heinz Pottbäcker bietet eine Arbeitsgruppe der Rheder Pfarrei St. Gudula edrei Abende an. An zwei Abenden werden die Filme"Spotlight" und "Verfehlung" gezeigt. Am dritten Abend wird ein Gespräch angeboten.

Quelle: Bistum Münster


14.2.2019 Die katholischen Bischöfe im US-Bundesstaat New Jersey haben eine Liste mit rund 200 mutmaßlichen Missbrauchstätern aus dem Klerus veröffentlicht. Gegen die in der Liste aufgeführten Geistlichen liegen glaubhafte einschlägige Anschuldigungen vor. Teilweise lägen die vorgeworfenen Taten jedoch schon Jahrzehnte zurück. Die meisten Priester auf der Liste seien inzwischen gestorben, hieß es.

Quelle: kathpress


14.2.2019 Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz hat die Aufnahme von Ermittlungen zu sexuellem Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche im Zuge einer Anzeige von Strafrechtlern abgelehnt.  Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer sagte, die Anzeige der sechs Professoren bei den Strafverfolgungsbehörden, die für die Bistümer Köln, Limburg, Mainz und Trier zuständig sind, habe keinen Anfangsverdacht ergeben. Aus der MHG-Studie haben sich keine zureichenden Hinweise auf konkrete Täter oder Opfer ergeben. Die von der Kirche geforderten Unterlagen seien geliefert worden. Zahlreiche Fälle seien bereits in der Vergangenheit strafrechtlich verfolgt worden. Lediglich in Einzelfällen könne es noch Anlass für Ermittlungsverfahren geben.

Quelle: katholisch.de


14.2.2019 Schwester Bernardine Pemii, Mitglied der Töchter der Nächstenliebe, sagt, die afrikanischen Bischöfe müssten sich dem sexuellen Missbrauch von Nonnen stellen. Bislang seien afrikanische Kulturen nicht bereit, sich dem Problem zu stellen. Oft wüssten Familien, dass Missbrauch stattfinde, aber sie wollten nicht darüber sprechen. - Die Bischöfe, die Hierarchie lehne die Opfer ab. Sie haben Angst, den Opfern zuzuhören, weil sie die Konsequenzen kennen - sie müssten etwas tun. Sr. Pemii hat an einer Ausbildung im Kinderschutzzentrum der Gregoriana teilgenommen.

Quelle: cruxnow


14.2.2019 Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Georges Pontier von Marseilles, setzt sich für ein Kirchengericht für Missbrauchsfälle ein, das auf einer Ebene zwischen einem Bistum und Rom angesiedelt sein soll. In einem Treffen mit Missbrauchsopfern gaben diese über zehn Empfehlungen ab, was die Kirche in Frankreich änern solle. Zwei der Vorschläge will Pontier beim Kinderschutzgipfel in Rom vorbringen: Die Einrichtung eines speziellen Kirchengerichts und eine neue Archivierungskultur.

Quelle: Domradio


14.2.2019 Magnus Striet, Erzbistum Freiburg, berichtet von der Arbeit der Kommission "Macht und Missbrauch" im Erzbistum Freiburg.

Quelle: youtube.com

14.2.2019 In der Seelsorgeeinheit Bonndorf-Wutach wird ein Mitarbeiter, der nicht Priester ist, des Missbrauchs beschuldigt. Das mutmaßliche Opfer sei volljährig. Der Bistumssprecher Michael Hertl teilte mit, dass die externe Missbrauchsbeauftragte den Fall aufklären soll. Dort wurde auch ein weiterer Missbrauchsfall aus den 80er Jahren angezeigt. Beschuldigt werden ein Priester und drei weitere Personen. Einer der Beschuldigten ist verstorben, ein zweiter nicht namentlich bekannt.

Quelle: swr


14.2.2019 In Frankfurt geht der Bistumsvertreter in eine Gemeinde, deren Pfarrer vor zehn Jahren des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wurde und "verschwand". Das Bistum informierte die Gemeinde damals nicht. Bis heute ist die Gemeinde gespalten.

Quelle: hr-inforadio.de


14.2.2019 Im Priesterseminar in Trier wurden ca 200 Priester über die MHG-Studie informiert. Vor dem Priesterseminar demonstrierten Missbrauchsopfer und Verbündete. Sie kritisierten Bischof Ackermann, weil es trotz mehrfacher Anfragen nach einem Gespräch über die Studie bislang nicht zu einem Gespräch kam und die Opfer bislang nicht an der Aufarbeitung beteiligt werden.  Die Koblenzer Pastoralreferentin Jutta Lehnert, die die Inititative "MissBiT" unterstützt, sagte, die Studie müsse "endlich innerkirchlich wahrgenommen werden und zu Gesprächen führen". Es könne doch nicht sein, das rund fünf Monate nach der Studie es noch kein Gespräch zwischen dem Bischof und der Intitative gegeben habe. "Das ist überfällig. Es wird alles verschleppt."

Quelle: swr


14.2.2019 Harald Dreßing, Verantwortlicher für die MHG-Studie, ist enttäuscht von der katholischen Kirche, weil auch Monate nach der Studien-Veröffentlichung "wenig bis gast gar nichts" an "feststellbaren" Veränderungen der Strukturen der katholischen Kirche zu entdecken sind. Es fehle an klaren ZIelen und ihrer Umsetzung. Die Bischöfe dürften sich nicht hinter Rom verstecken und es dürfe auch nicht sein, dass der Langsamste das Tempo bestimmt. Sabine Andresen macht auf das Geschlechterverhältnis und die Notwendigkeit seiner Veränderung aufmerksam.

Quellen: Domradio  Diskussion in St. Georgen


13.2.2019 Der indische Bischof Franco Mulakkal wird von einer Nonne der mehrfachen Vergewaltigung beschuldigt. Seither kämpfen Ordensfrauen für Aufklärung. Die katholische Kirche in Indien vertritt nur eine kleine Minderheit und fürchtet in Zeiten einer hindunationalistischen Regierung um ihren Ruf.

Quelle: DLF  s. auch domradio.de 29.11.29016


12.2.2019 Christiane Florin legt ihren Impuls zur theologischen Tagung "NIcht ausweichen! in Würzburg vor: "Sag niemals Ich". U.a. schreibt sie:  "Damit bin ich beim dritten, wichtigsten Moment der Wahrhaftigkeit. Am Tag zuvor hatte der DBK-Vorsitzende die Vollversammlung [der Bischofskonferenz im September 2018] mit der Ankündigung eines "Wendepunktes" eröffnet.  Er sagte allerdings nicht, wer sich um wie viel Grad wenden soll. Einen Tag später: ein Nein als letztes Wort. Viele Betroffene haben es als neuerliches Abwenden empfunden. Die Empathielosigkeit, die ihnen diese Institution bis dahin entgegengebracht hat, verdichtete sich in diesen gepanzerten vier Buchstaben."

Quelle: weiberaufstand.com


12.2.2019 Vom 11.-18. Mai rufen Frauen der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Münster zu einem Kirchenstreik auf. „Anlass ist das Grauen des Missbrauchs, das immer mehr sichtbar wird, und die andauernde Ausgrenzung von Frauen in der Kirche“, sagt Elisabeth Kötter von der Initiative „Maria 2.0“. Der Aufruf richtet sich auch an alle, die unter der Kirche leiden und ausgetreten sind. Zudem haben die Frauen einen Brief an Papst Franziskus geschrieben, indem sie Zugang von Frauen zu allen Ämtern, die Aufhebung des Pflichtzölibats und eine Ausrichtung der Sexualmoral an der Lebenswirklichkeit der Menschen fordern. „Viele von uns spüren, dass es fünf vor zwölf ist. Die Kirche sollte diejenigen, die mit dem Herzen dabei sind, nicht auch noch verlieren.“

Quelle: kirche-und-leben.de


12.2.2019 Pater Hans Zollner berichtet von der Planung für den Kinderschutzgipfel im Vatikan. Am ersten Tag sollen die Teilnehmer über ihre seelsorglichen, rechtlichen und spirituellen Aufgaben beim Kinderschutz informiert werden. Am zweiten Tag geht es um ihre Rechenschaftspflicht. Am dritten Tag soll über Transparenz in der Kirchenleitung, gegenüber dem Kirchenvolk, Gott, den Zivilbehörden sowie der Öffentlichkeit gesprochen werden. Zollner sagte: "Wenn wir bei diesem Treffen zu einem systemischen Blickwinkel und auch zu einer Verhaltensänderung kommen, wird sich das ganz sicher auch auf die Gewalt gegen Erwachsene auswirken, inklusive Frauen und Ordensfrauen." Dabei sei das Anhören von Missbrauchsopfern für Aufarbeitung und Prävention zentral und ein Treffen der Teilnehmer mit Missbrauchsopfern in ihrer Heimat Bedingung für den Gipfel im Vatikan.

Quelle: domradio.de


12.2.2019 Eine Kommission der Vereinten Nationen hat einen vernichtenden Bericht über den Umgang Italiens mit sexuellem Missbrauch veröffentlicht, in dem es um zahlreiche Fälle geht, in denen Kinder von katholischen Priestern sexuell missbraucht werden. Die UN-Kommission fordert eine unabhängige und unparteiische Untersuchungskommission fordern. Sie ist besorgt über die zahlreichen Missbrauchsfälle durch Angehörige der katholischen Kirche und die geringe Anzahl von Ermittlungen und Strafverfolgungen.

Quelle: cruxnow


12.2.2019 Die Belgische Bischofskonferenz hat einen Bericht der Interdiözesanen Schutzkommission für Kinder und Jugendliche veröffentlicht. Seit 2010 meldeten sich 1.054 Missbrauchsopfer bei der Schlichtungsstelle und den zehn Kontaktzentren der Kirche in Belgien. Von den 426 Fällen in den Kontaktzentren liegen 92 Prozent mehr als 28 Jahre zurück. 73 Prozent der Opfer waren zum Zeitpunkt der Übergriffe zwischen 10 und 18 Jahre alt. 76 % der Opfer waren männlich. Die meisten Übergriffe fanden in der Schule (43 Prozent) oder Pfarrgemeinde (28 Prozent) statt.

Die Schlichtungsstelle und die Stiftung Dignity, die für Opfer, deren an ihnen begangene Verbrechen verjährt sind, gegründet wurde, zahlten zwischen 2012 und 2017 zusammen 4,58 Mio Euro aus. Opfer erhielten zwischen 2.500 und 25.000 Euro Entschädigung.

Quelle: katholisch.de


12.2.2019 Der frühere chilenische Erzbischof Francisco José Cox Huneeusist, der in Vallendar bei den Schönstatt-Priestern lebte, ist nach Chile zurückgekehrt. Dort erwarten ihn Ermittlungen wegen zwei Fällen von Missbrauch Minderjähriger in Rancagua und in La Serena. Nächste Woche entscheidet das Strafgericht, ob es zu einer Anklage kommt. Die Taten gelten als verjährt.

Quelle: katholisch.de


12.2.2019 Bereits 2018 hatten US-Medien Hunderte Missbrauchsvorwürfe gegen Baptisten enthüllt. Von 412 Vorwürfen in 187 unabhängigen Baptistenkirchen und -institutionen war die Rede. Einige Fälle gingen bis in die 70er Jahre zurück. Nun gibt es in Texas neue Vorwürfe. In den letzten 20 Jahren ist von ca 700 Betroffenen die Rede. Mehr als 220 Kirchenvertreter der Southern Baptist Convention wurden für schuldig befunden. Frauen gaben an, dass die in den Baptistengemeinden gepredigte patriarchalische Theologie Pastoren vor Kritik schütze und dazu beitrage, ein Muster von Missbrauch, sexuellen Übergriffen und Vertuschung zu schaffen. Die Pastoren würden so behandelt, als wären sie von Gott auserwählt und unantastbar. Ihre Macht und Position nutzen die Täter, um Opfer psychologisch zu manipulieren.

Quelle: Domradio


12.2.2019 Die MHG-Studie hat festgestellt, dass der sexuelle Missbrauch von Minderjährigen durch Kleriker und seine Vertuschung auch mit strukturell-systemischen Defiziten zu tun hat. Matthias Remeny, Professor für Fundamentaltheologie und Vergleichende Religionswissenschaft ist betroffen von der Erkenntnis, dass auch die Theologie Teil des Systems ist. Er plädiert dafür, auf die Inhalte der Theologie - die Ekklesiologie und die Amtstheologie - zu schauen. Er ist überzeugt, dass man keine glaubwürdige Theologie mehr treiben könne, ohne den Missbrauchsskandal mitzudenken.

Magnus Striet, Fundamentaltheologe, sieht eine Ursache darin, dass die Kirche sich in ihrem Wunsch nach Systemstabilisierung den humanwissenschaftlichen Erkenntnissen verschlossen hat. Die Kirche habe nur unter dem Druck von außen aufgeklärt. Daraus ergebe sich die Frage, "wie stark ein bestimmtes, historisch gewordenes systemisches Bewusstsein mit dafür verantwortlich zeichnet, dass sexualisierte Gewalt zu einer verschwiegenen Tatsache innerhalb des Sozialsystems katholische Kirche werden konnte". Striet führt die vorherrschende Amtstheologie an. Mit diesem Amtsverständnis stecke die Kirche in einer Falle. Dabei gehe es nicht darum, die Amtstheologie insgesamt über Bord zu werfen. Es gehe darum, mit diesem Amt der Menschenfreundlichkeit Gottes Raum zu geben.

Das Missbrauchs-Thema sei in der theologischen Landschaft Deutschlands präsent, sei aber auch angstbesetzt.

Quelle: katholisch.de


11.2.2019 Der Vorsitzende der Arabischen Bischofskonferenz, Erzbischof Pierbatista Pizzaballa, sagt: "Wir im Nahen Osten zum Beispiel haben dieses spezifische Problem des Kindesmissbrauchs nicht wirklich in unserer Kirche." Pizzaballa berichtet, dass ihm in den zwölf Jahren als Franziskaner-Kustos und in den dreieinhalb Jahren als Bischof nie ein Fall von Kindesmissbrauch begegnet sei. "Wir haben Probleme mit der Sexualität, aber auf anderer Ebene. Wir müssen aber für solche Fälle bereit sein. Vielleicht haben wir nicht dieses spezielle Problem, aber wir haben zum Beispiel auch sehr viele Angestellte, betreiben viele Schulen. Auch da müssen wir Maßnahmen ergreifen, um solche Fälle in Zukunft zu verhindern. Das wir von den Fällen nichts gehört haben, bedeutet nicht, dass es sie bei uns nicht gibt," sagte er.

Quelle: Domradio


11.2.2019 Der Kirchenrechtler Thomas Schüller mahnt die persönliche Verantwortungsübernahme der Kirchenverantwortlichen an: Finanzbetrug, fehlerhafter Umgang mit kirchlichem Vermögen oder sexueller Missbrauch – wird solches öffentlich, reagieren Kirchenvertreter gerne mit zerknirschten Schuldeingeständnissen. Doch genügt dies? 

Quelle: feinschwarz.net


11.2.2019 "Ich glaube nicht, dass man sich an Fragen der innerkirchlichen Machtkontrolle ernsthaft heranwagt. Im Moment ist der öffentliche Druck so groß, dass die meisten Bischöfe gar nicht anders können, als Reformbereitschaft zu signalisieren. Damit wird es auch bald wieder zu Ende sein. 2010, als das Ausmaß des Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen erstmals öffentlich wurde, hat man einen großen Gesprächsprozess initiiert, um Ruhe an die sogenannte Basis zu bringen. Mehrere Jahre hat man geredet. Alles ohne Folgen." Das sagt der Theologe Michael Seewald.

Quelle: ikz-online.de


11.2.2019 In den letzten neun Jahren wurden in Mexiko 152 katholische Priester wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger suspendiert, teilte die Bischofskonferenz mit. Einige wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Quelle: dlf


10.2.2019 Diskussion im ORF: IM ZENTRUM: Von Missbrauch bis Vertuschung - die Kirche zwischen Schuld und Sühne

Quelle: youtube.com


10.2.2019 Bei einer Fachtagung in Würzburg fragt der Theologiestudent, Schauspieler und Überlebende Kai Christian Moritz: "Wie konnte eine so hoffnungsvolle und frohe Botschaft so entstellt und beschmutzt werden?"

Thomas Schärtl, Professor in Regensburg für Philosophische Grundfragen der Theologie, berichtet, dass er die Missio von Theodore McCarrick erhalten habe, der als erster Kardinal dieses Amt wegen sexueller Übergriffe verloren hat. McCarrick sei ein Symbol dafür, "dass Bischöfe im Missbrauchsskandal verstrickt sind", sagt er. Der Würzburger Fundamentaltheologe Matthias Remenyi sieht die Autorität des Lehramts auf dem Spiel stehen. "Und die Härte der Auseinandersetzung ist der Angst vor diesem elementaren Machtverlust geschuldet." Doris Reisinger kritisiert den spirituellen Missbrauch und spricht von Verletzung der intellektuellen Selbstbestimmung.

Der Essener Generalvikar Klaus Pfeffer kritisiert in Würzburg die Überhöhung des Priesteramts. Mit dem Vorwurf vom Missbrauch des Missbrauchs würden Diskussionen vom Tisch gefegt und Menschen mundtot gemacht. Er meint, die Kirche müsse sich radikal verändern. Die Frage sei lediglich, ob "wir" [wer ist wir?] die Veränderung gestalten oder ob die Entwicklung "uns" überrollt.

Der Jesuit Godehard Brüntrup nennt den Pflichtzölibat "ein Rezept für ein Desaster".

Quelle: domradio  katholisch.de


10.2.2019 Die Würzburger Staatsanwaltschaft prüft 15 konkrete und etwaig strafbare Missbrauchsfälle und kündigte weitere Verfahren an. Das Bistum Augsburg leitete Unterlagen über 85 Beschuldigte und 165 Betroffene weiter. 38 Beschuldigte seien tot, sagte die Münchner Generalstaatsanwaltschaft. 13 weitere konnten nach Angaben des Bistums nicht namentlich ermittelt werden. Auch die Bistümer Bamberg und Eichstätt haben den zuständigen Staatsanwaltschaften ihre Unterlagen übergeben. Die Staatsanwaltschaft München verfolgt bislang 13 Fälle aus dem Erzbistum München strafrechtlich. 60 der Beschuldigten seien verstorben, viele weitere Fälle der ca 100 gemeldeten mutmaßlichen Täter seien verjährt.

Quelle: br.de


9.2.2019 "Das Werk" kritisiert Kardinal Schönborn wegen einer Äußerung im Gespräch mit Doris Wagner. Der Kardinal hätte differenzierter antworten müssen. Doris Wagner hatte von sich als Opfer sexuellen Missbrauchs gesprochen und der Kardinal hatte gesagt: "Ich glaube Ihnen das." Das Werk geht von einer "einvernehmlichen sexuellen Beziehung" mit dem Pater des Werks aus. Weder die Staatsanwaltschaft Erfurt noch die Staatsanwaltschaft Feldkirch hätten den Tatbestand der Vergewaltigung nicht als erfüllt angesehen. Auch die Anschuldigung gegen ein Mitglied des Werks, das in der Glaubenskongregation beschäftigt war, sei falsch. Es sei nicht zu einem sexuellen Übergriff gekommen, lediglich zu einer Wangenberührung ohne jede sexuelle Konnotation.

Quelle: orf

Kommentar: D.i. die übliche Strategie der Opferbeschuldigung.


9.2.2019 Das Bistum Passau hat die 28 Missbrauchsfälle, die in der MHG-Studie erfasst wurden, an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Auch das Bistum Regensburg hat alle angeforderten Akten und erbetenen Informationen der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt. Derzeit sei die Staatsanwaltschaft damit befasst, die erhaltenen Unterlagen auf das Vorliegen eines konkreten Tatverdachts gegen individualisierbare Personen zu prüfen. Im Bistum Regensburg gab es nach Angaben des Bistums 65 Täter und 159 Opfer. (Die MHG-Studie spricht von 81 Tätern und 199 Opfern.)

Quelle: pnp.de


8.2.2019 ""The patience of the people of God is exhausted with the episcopal and clerical culture that puts itself first." ("Die Geduld des Volkes Gottes mit der bischöflichen und klerikalen Kultur, die sich selbst an die erste Stelle setzt, ist erschöpft"), Das sagt John Carr, Direktor der Initiative on Catholic Social Thought and Public Life an der Georgetown University und Überlebender von Missbrauch.

Quelle: ncronline.org


8.2.2019 Der ehemalige Generalvikar Schüller fordert eine Kontrolle der Mächtigen in der Kirche. Die Strukturen seien „das ganz große Problem“ der Kirche - nämlich die „fehlende Kontrolle derer, die Macht und das Sagen haben.“ Papst Franziskus müsse eine „menschengerechte Macht-Kontroll-Struktur bauen“. Die Kirchenbürger - derzeit „ohne Rechte“ - müssten Einschau bekommen, Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen werden können, und zwar „inklusive des Papstes“, der die Leitungsverantwortung habe.

Quelle: orf


8.2.2019 Der Film "Grâce à Dieu" hat den Missbrauch von Kindern in den 1980er und 1990er Jahren durch einen Priester, der Pfadfinder betreute, und die Art, wie die Kirche mit vielen dieser Fälle umgegangen ist - auch in Frankreich - zum Inhalt.

Quelle: Domradio


8.2.2019 Um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche künftig zu verhindern, will Hamburgs Erzbischof Stefan Heße Machtstrukturen aufbrechen. Heße will die Perspektive Betroffener einbeziehen und er meint, dass da, wo die Verantwortlichkeiten klar seien, "wir" auch dazu stehen müssten. Im Erzbistum Köln werde im Rahmen der Aufarbeitung auch die Rolle der früheren und heutigen Verantwortlichen, Personalchefs, Generalvikare und Bischöfe geklärt. Auch er gehöre dazu. Er sagte: "Damals haben wir im Kreis der Verantwortlichen versucht, alle Probleme gut zu bewältigen. Ob unser Handeln nach heutigen Maßstäben das beste war, wird sich zeigen."

Quelle: katholisch.de


8.2.2019 Francesco Zanardi ist Präsident der italienischen Nichtregierungsorganisation „Rete l’Abuso“- Er berichtet von der Komplizenschaft des Staates mit der Kirche. Zehn Jahre lang hat Rete l_Abuso versucht, etwas in Bewegung zu setzen, ohne Erfolg. Zanardi beerichtet von ca 700 Missbrauchsopfern von Klerikern. Die Täter verschwanden in einem der 21 Heime für Täter, wo sie Haftstrafen im Hausarrest verbringen. Im GEfängnis sitzt nur ein Priester wegen Missbrauch. Die Erklärung des Papstes zur Nulltolerant kommentiert Zanardi: "Wir fühlen uns ehrlich gesagt auf den Arm genommen. Denn in Italien hat sich nichts geändert, und das 20 Jahre nach dem Ausbruch der kirchlichen Missbrauchsskandale in den USA. Es gibt in Italien bisher kein einziges Opfer, das von der Kirche entschädigt worden ist. Nur für ein einziges Opfer hat die Kirche die Kosten einer psychologischen Behandlung übernommen. Und weiterhin erstatten die Bischöfe keine Strafanzeige, wenn sie von Missbrauchsfällen im Klerus erfahren. Aber 21 Betreuungsheime für die Täter errichten: das haben sie hinbekommen!" In Italien gibt es keine Kommissionen, keinen Ermittlungsausschuss, keinen Runden Tisch mit Opfern und keine Beratungsstellen für Missbrauchsopfer. Die Medien berichteten durchaus von kirchlichen Missbrauchsfällen - aber nur, wenn sie im Ausland stattfanden.

Quelle: taz


8.2.2019 Interview mit Doris Wagner. U.a. sagt sie: "Und vor allem erschreckt mich an dem Statement, dass der Papst keinen Plan hat."

Quelle: hr-inforadio.de


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