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Presse

2024

 

21.2.2024 Der Verein der Missbrauchsopfer und Betroffenen im Bistum Trier – MissBiT – informiert heute, 15 Uhr über mögliche Schmerzensgeldklagen von Opfern gegen das Bistum Trier. Zwei Zivilklagen von Opfern sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche seien zurzeit in Vorbereitung, teilte der Vorsitzende des Vereins der Missbrauchsopfer und Betroffenen im Bistum Trier (Missbit) , Hermann Schell, mit. Quellen:  Pressemitteilung   Zeit


21.2.2024 Ein Jahr nach der Vorstellung der Missbrauchsstudie im Bistum Mainz sagt Bischof Kohlgraf, es liege noch viel Arbeit bei der Aufarbeitung an. Er weist darauf hin, dass die Gemeinden, in denen Pfarrer beschuldigt sind, viel Betreuung brauchen. Quelle: Zeit 


21.2.2024 Es gebe schon einige Gesetze in der Kirche, die wichtige Linien im Kampf gegen Missbrauch ziehen, sagt der Jesuit und Präventionsexperte Hans Zollner. Fünf Jahre nach dem Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan wünscht er sich ein breiteres Bewusstsein für die Problematik. Quelle: katholisch.de


20.2.2024 Nicole Winfield schaut auf die Behandlung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche weltweit. Sie berichtet, dass unter Fachleuten Konsens darüber besteht, dass die Opfer nach einer Meldung bei der Kirche häufig erneut traumatisiert werden. So rät denn auch Pater Tom Doyle, US-amerikanischer Kirchenrechtler, Betroffenen davon ab, die kirchliche Justiz zu bemühen. Quelle: crux


20.2.2024 Im Jahr 1939 wurde der katholische Priester Theodor Helten wegen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen durch das Landgericht Bonn verurteilt. 1960/62 wurde das Urteil noch einmal untersucht. Das damalige Urteil aus der NS-Zeit wurde als zutreffend eingestuft. Helten starb im Konzentrationslager und wurde nach 1945 als Katholik verehrt, der für seinen Glauben im Konzentrationslager gestorben ist. Er wurde in den ersten sieben Auflagen des Deutschen Martyrologiums des 20. Jahrhunderts geführt. In der achten Auflage wird er nicht mehr genannt. Das Erzbistum Köln informierte die Pfarreiengemeinschaft Königswinter Am Ölberg und rief Betroffene und/oder Zeugen auf, sich bei einer unabhängigen Ansprechperson oder der Stabsstelle Intervention zu melden. Quelle: Domradio

 


19.2.2024 Als erste Diözese in Italien hat Bozen-Brixen eine externe Missbrauchsuntersuchung in Auftrag gegeben. Die Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl wird sie durchführen. Sie ruft Betroffene auf, sich zu melden. Quelle: vaticannews


19.2.2024 Auf das Bistum Trier können Gerichtsverfahren mit hohen Entschädigungsforderungen zukommen. Erste Klagen werden nach Aussagen eines Betroffenenvertreters derzeit vorbereitet. Quelle: katholisch.de


19.2.2024 Im März 2019, ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung der MHG-Studie beschlossen katholische Bischofskonferenz und Zentralkomittee der deutschen Katholiken, einen Synodalen Weg einzurichten. Dort sollten Reformen eingeleitet werden, um in Zukunft sexuellen und Machtmissbrauch zu verhindern oder zu reduzieren. Zur Verstetigung der Arbeit war ein Synodaler Rat vorgesehen, in dem Laien und Theologen gemeinsam mit Bischöfen volles Mitsprache- und Entscheidungsrecht haben sollten. Ein synodaler Ausschuss sollte die Gründung des Rates vorbereiten. Nun haben Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, Robert Prevorst, Leiter der vatikanischen Bischofsbehörde und Manuel Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums der Bischofskonferenz untersagt, die Statuten des Synodalen Ausschusses auf ihrer Vollversammlung zu verabschieden. Thomas Schüller, Kirchenrechtler, kommentiert, der Brief sei ein „Schlag in die Magengrube“ der deutschen Bischöfe. Das römische Machtwort bedeute das Ende des Synodalen Ausschusses. Die Theologin Julia Knop erinnert die katholischen Bischöfe Deutschlands, dass sie 2019 ihr Wort gegeben haben, aus systemischen Problemen im Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Kirche lernen zu wollen. Nun müssten sie klären, ob sie sich diesem Anliegen verpflichtet fühlen „oder ob sie sich von der haltlosen Unterstellung aus Rom einschüchtern lassen, sie würden die katholische Kirche in Deutschland ins Schisma führen.“ Der Vorsitzende der Bischofskonferenz sieht die Hauptsorge des Vatikans in der Autorität des Bischofsamtes,, doch: „Diese Autorität ist angezählt durch den Missbrauch. Das betrifft auch die Autorität des Papstes.“   Quellen: katholisch.de   katholisch.de   Kirche und Leben    Süddeutsche


18.2.2024 Der Historiker und Theologe Ulrich L. Lehner hat ein Buch über sexuellen Missbrauch bei den Jesuiten geschrieben. Fast alle Probleme, vor denen die Kirche in der Missbrauchskrise steht, waren bereits im 17. und 18. Jahrhundert bekannt. Dem Wissenschaftler und gläubigen Katholiken Lehner ging es bei den Recherchen zeitweise „richtig dreckig“. Das Buch „Inszenierte Keuschheit. Sexualdelikte in der Gesellschaft Jesu im 17. und 18.Jahrhundert“ habe er geschrieben, weil es niemand anderes tun wollte. Quellen: kath.ch   kathpress.at


18.2.2024 Die Ermittlungen gegen Kardinal Woelki verzögern sich. Auch, weil der zuständige Staatsanwalt große Datenmengen ganz allein auswertet. Experten halten das für fragwürdig. Quelle: 1.wdr


16.2.2024 Bischof Zoltán Balog, Chef der protestantischen Reformierten Kirche Ungarns, ist zurückgetreten. Ihm wurde vorgeworfen, die inzwischen auch zurückgetretene Staatspräsidentin Katalin Novák unterstützt zu haben, als sie einen Mann begnadigte, der wegen Beihilfe zu sexuellem Missbrauch von Minderjährigen verurteilt worden war. Quelle: Spiegel


15.2.2024 Hans Zollner, Kinderschutzexperte, sieht auch fünf Jahre nach dem vatikanischen Kinderschutzgipfel weiterhin Probleme bei der Aufarbeitung von sexueller Gewalt in der Kirche. Quelle: Domradio


15.2.2024 Der Salzburger Dogmatik-Professor Hans-Joachim Sander bringt es auf den Punkt: „Die kirchliche Schuld, die nicht elementar bearbeitet wird, ist eine Gesamtblockade der kirchlich ausgerichteten christlichen Botschaft.“ Quelle: Bistum Essen


15.2.2024 Der Betroffenenbeirat in den Bistümern Limburg und Fulda sucht Menschen, die in der Kirche sexuelle Gewalt erfahren haben und im gemeinsamen Betroffenenbeirat mitarbeiten wollen. Quelle: FR


15.2.2024 Im Jahr 2023 sind im Kanton Zürich 13.900 Menschen aus der katholischen Kirche ausgetreten. Allein fast 9.000 nach dem 12. September, dem Tag der Veröffentlichung des Schweizer Missbrauchs-Gutachtens. Quelle: ref.ch


15.2.2024 Das Bistum Essen verdoppelt sein Personal auf sechs Mitarbeitende im Stabsbereich Prävention und Intervention. Die neuen Kräfte sollen Betroffene begleiten und Pfarreien, Schulen und andere Einrichtungen in der Verbesserung der Prävention unterstützen. Quelle: katholisch.de


15.2.2024 Betroffene von sexuellem und spirituellem Missbrauch durch Priester haben in Kunstwerken ihr Leid ausgedrückt. Die Werke werden im Bistumshaus Sankt Otto in Bamberg gezeigt. Quellen: katholisch.de   Bistumshaus Bamberg


14.2.2024 Papst Franziskus ist in Sachen sexueller Missbrauch an Ordensfrauen durch Geistliche mit harscher Kritik konfrontiert: Mehrere Aktivistinnen, darunter die deutsche Theologin, Buchautorin und frühere Ordensfrau Doris Reisinger, werfen ihm vor, er schütze Priester, die Ordensfrauen vergewaltigt und zur Abtreibung gezwungen hätten. Doris Reisinger konstatiert: „Während der Papst öffentlich Abtreibungen verurteilt und sie mit dem Anheuern eines Auftragsmörders vergleicht, ist er blind gegenüber Priestern, die Ordensfrauen zu Abtreibungen gezwungen haben.“ Quelle: orf


14.2.2024 In Ungarn wurde die Staatspräsidentin Novak entlassen, weil sie anlässlich eines Papstbesuchs den stellvertretenden Direktor eines Waisenhauses, der wegen Vertuschung von Missbrauchsfällen in dem Heim verurteilt worden war, teilweise begnadigt hat. Nun berichten ungarische Medien, dass der reformierte Bischof und Politiker Zoltan Balog der ehemaligen Staatspräsidentin Novak die Amnestie empfohlen habe. Balog weist jegliche Schuld zurück. Quelle: Domradio


14.2.2024 Der Weihbischof des Erzbistums Straßburg, Gilles Reithinger (51), ist zurückgetreten. Papst Franziskus hat den Amtsverzicht angenommen – ohne Begründung. Das Erzbistum Straßburg nennt gesundheitliche Gründe. Bekannt wurden auch Vertuschungsvorwürfe gegen den Weihbischof. Quelle: Kirche und Leben


9.2.2024 Der belgische frühere Bischof Roger Vangheluwe, Brügge, trat 2010 von seinem Bischofsamt zurück, nachdem bekannt wurde, dass er seine Neffen sexuell missbraucht hatte. Die Taten hat er eingeräumt. Der Vatikan hat zwar den Rücktritt angenommen, Vangheluwe aber ansonsten  alle Bischofsrechte belassen. Ende 2022 bat die belgische Bischofskonferenz den Vatikan, Vangheluwe zu laisieren. Im Vorfeld des Papstbesuches in Belgien bat nun der Vatikan die belgischen Bischöfe, eine neue Akte über die Missbrauchsvorwürge vorzubereiten. Neue Informationen sind jedoch nicht zu erwarten. Der belgische Justizminiter Paul Van Tigchelt erklärte, die Bundesstaatsanwaltschaft sei bereit, dem Vatikan die pornografischen Bilder zu übergeben, die 2012 bei Vangheluwe gefunden wurden. Nach belgischem Recht seien sie nicht illegal, sie könnten aber im Widerspruch zum Kirchenrecht stehen. Quelle: katholisch.de   Domradio 16.2.2024


9.2.2024 Der Historiker Klaus Große Kracht hat zur Position der HuK zu Pädosexualität geforscht. Sein Fazit: „Die HuK hat Bleibendes für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben in der Gesellschaft und in den Kirchen geleistet. Aber sie hat zu lang gebraucht, um sich von pädo­sexuellen Interessen- und Unterstützergruppen in aller Deutlichkeit abzugrenzen. Beides widerspricht sich und gehört doch zusammen.“ Quelle: Chrismon


9.2.2024 Die Kirchen sind nach Ansicht der Grünen-Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel mit der Aufarbeitung ihres „institutionellen Versagens“ bei Missbrauchsfällen überfordert. Die Staatsregierung müsse nun eingreifen, weise aber „immer noch jede Verantwortung zur Aufarbeitung und Aufklärung“ von sich, sagte Triebel am Freitag in München. Der Staat habe eine „grundgesetzlich festgeschriebene Wächterfunktion“, das Recht auf Aufarbeitung müsse endlich „im Sinne der Betroffenen festgeschrieben werden“. Quelle: Sonntagsblatt


9.2.2024 Dr. Regina Heyder referiert über spirituelle Selbstbestimmung. Quelle: youtube


8.2.2024 Im Februar 2023 hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt ein Verfahren gegen den Pfarrer i.R., H.C.R., Eppertshausen, wegen Missbrauchsvorwürfen, die in den 1990er Jahren geschehen sein sollen, wegen Verjährung imApril 2023 eingestellt. In der Gemeinde erklären sich Menschen solidarisch mit dem Beschuldigten. Im Dezember 2023 gibt es eine Zeugenaussage, die möglicherweise strafbare Handlungen in einem nicht verjährten Zeitraum betreffen könne. Die Staatsanwaltschaft ermittelt erneut. Das Bistum Mainz hat nach der Einstellung des strafrechtlichen Verfahrens kirchenintern weiter ermittelt, diese Ermittlungen ruhen jedoch wieder, solange die staatsanwaltlichen Ermittlungen andauern. Quelle:  op-ponline


8.2.2024 Der Historiker Thomas Großbölting, der an der ForuM-Studie mitgearbeitet hat, bemerkt im Gespräch mit Christoph Fleischmann, Publik Forum, dass sexualisierte Gewalt in beiden Großkirchen ähnlich funktioniert – die Pastoralmacht sei unabhängig von theologischen Grundlegungen in beien Kirchen recht ähnlicht. Zum Streit zwischen den Landeskirchen und den Forschern meinte er, die Landeskirchen hätten die Aktensicherung wohl unterschätzt und es habe wohl auch am Willen gemangelt, sie „anzupacken“. Die nächste Aufgabe sei, über Verantwortlichkeiten zu sprechen. Kerstin Claus, Unabhängige Beauftragte der Bundesregierung, betont, dass die Einrichtung unabhängiger regionaler Aufarbeitungskommission wichtig sei, damit Betroffene sich nicht an die Kirche wenden müssen. Quellen: evangelisch.de  katholisch.de


7.2.2024 Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg will mit einem unabhängigen Forschungsteam sexualisierte und spirituelle Gewalt innerhalb ihres Verbands aufarbeiten. Ein besonderer Fokus liege auf der Frage, inwiefern die Kultur und die Strukturen der Pfadfinder zu Machtmissbrauch beitragen. Seit 2008 wurden 64 Missbrauchsfälle bei der DPSG bekannt. Quelle: Kirche und Leben


5.2.2024 Der Psychiater Marc Graf sieht in der Kirche an sich einen Risikofaktor für Missbrauch. Quelle: katholisch.de


5.2.2024 Der Kardinalsrat im Vatikan tagt mit Papst Franziskus zur Rolle der Frau. Auf einem vom Vatikan veröffentlichten Foto ist auch der kanadische Kardinal Gerald Cyprien Lacroix zu sehen. Gegen ihn wurden jüngst Vorwürfe sexueller Übergriffigkeit laut. Quelle: Kirche und Leben


4.2.2024 Nach der Studie über sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland hat der Europapolitiker Manfred Weber auf die staatliche Aufarbeitung in anderen Ländern hingewiesen. In Ländern, in denen staatliche Organisationen aufgeklärt haben, sei innerhalb kurzer Zeit viel Klarheit eingetreten. Quelle: katholisch.de


3.2.2024 Die Sozialpsychologin Friederike Funke bemerkt zum Thema „Entschuldigung von Organisationen“, dass Missbrauchsopfer den Kulturwandel der Organisation auch bemerken müssen und dass die Organisation wirklich verstanden haben muss, was falsch gelaufen ist. Mit einer aufrichtigen Entschuldigung müssen sich Strukturen ändern. Die Opfer müssen in den Wiedergutmachungsprozess einbezogen werden, auf Augenhöhe – wenn sie das wollen. Quelle: Sonntagsblatt


3.2.2024 Die Staatsanwaltschaft St. Gallen hat ein Strafverfahren gegen Walter Mixa eröffnet, den früheren Bischof von Eichstätt und Augsburg. Der Deutsche Josef Henfling wirft Mixa vor, ihn 2012 in Gossau SG sexuell belästigt zu haben. Quellen: katholisch.de blick.ch


2.2.2024 Der Religionssoziologe Detlef Pollak sagt, dass die ForuM-Studie zeige, dass Missbrauch „ein reines Männlichkeitsphänomen und insofern nicht allein ein kirchliches Problem, sondern ein Problem der gesamten Gesellschaft“ sei. Quelle: evangelisch.de


2.2.2024 Die Bischofsweihe des neu ernannten Bischofs der englischen Diözese Plymouth, Christopher Whitehead, wurde abgesagt, weil ein „kanonisches Verfahren“ gegen Whitehead laufe. Der Grund für das Verfahren wurde nicht mitgeteilt. Whitehead zieht sich aus dem priesterlichen Dienst zurück. Quelle: katholisch.de


2.2.2024 Im Erzbistum Köln wurde im November 2023, dass Pfarrer V. aus Gladbeck Minderjährige missbrauchte. Der inzwischen verstorbene Beschuldigte war  V. zwischen 1939 und 1992 in Wülfrath, Essen-Steele-Rott, Köln-Niel und ab 1950 in drei Pfarreien in Bad Godesberg tätig. Das Erzbistum suchte nach weiteren Betroffenen. Informationen, ob sich weitere Betroffene gemeldet haben, gibt es bislang nicht. Quelle: ga


2.2.2024 Die katholische Kirche in Spanien plant eine „nationale Schlichtungskommission“, um Missbrauchsvorwürfe zu prüfen und Opfer zu entschädigen. Die Bischöfe arbeiten zudem derzeit an einem umfassenden Wiedergutmachungsplan. Ob Betroffene an den Planungen beteiligt sind, ist nicht erkennbar. Quelle: Domradio


1.2.2024 Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck hat eine umstrittene Personalentscheidung zurückgezogen. Ein Priester, dem sexuell grenzverletzendes Verhalten, das weder straf- noch kirchenrechtlich sanktioniert wurde, vorgeworfen worden war, wird anders als zunächst geplant doch nicht Pfarrer in der Gemeinde Sankt Clemens im nordrhein-westfälischen Oberhausen. Quelle: katholisch.de


1.2.2024 Die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG weist erneut darauf hin, dass Betroffene sexuellen Missbrauchs in den Kirchen die Möglichkeit haben, eine Rente zu beantragen. Dies gilt für Kinder und Jugendliche, die im Kirchenchor, als Messdiener*innen, Gruppenleiter oder Konfirmanden Missbrauch erlitten haben. Quelle: katholisch.de


31.1.2024 Weil er gemeinsam mit einem Familienvater dessen beide Kinder missbraucht hatte, wurde im Schweizer Bistum Sitten ein Priester laisiert und zu Schmerzensgeld verurteilt. Da er sich nicht an die Sanktionen hielt, informierte Bischof Jean-Marie Lovey die aktiven Priester des Bistums. Bischof Lovey sagt, im Kirchenrecht gebe es keine Verjährung für Missbrauch von Minderjährigen. Quellen: vaticannews   kath.ch


31.1.2024 Die Deutsche Franziskanerprovinz mit 212 Mitgliedern hat eine Missbrauchsstudie bei dem Münchner Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) in Auftrag gegeben. Ergebnisse sollen Ende 2025 vorliegen. Seit 2010 sind bei der Provinz mehr als 40 Meldungen zu Missbrauchsfällen eingegangen, die dich meist auf die Zeit von 1960 bis 1990 bezogen. Das IPP sucht Betroffene – auch solche, die sich bereits gemeldet haben – und Zeitzeug*innen. Gesucht werden auch noch betroffene Personen, die im Begleitgremium der Studie mitarbeiten. Quelle: katholisch.de


30.1.2024 Dem in Deggendorf verurteilten katholischen Pfarrer, der bis zu seiner Entpflichtung im Januar 2023 in Windeck arbeitete, war 2010 ein Kontaktverbot zu Kindern und Jugendlichen auferlegt worden. Dennoch war er in Erstkommunion- und Firmvorbereitungen aktiv, nahm an Ausflügen teil, hielt Familien- und Schulgottesdienste und nahm die Beichte ab. Sein damaliger Vorgesetzter ermöglichte dem verurteilten Pfarrer diese Arbeit und das zuständige Erzbistum Köln kontrollierte die Einhaltung der Auflagen nicht. Quelle: rundschau-online


30.1.2024 In Oberhausen regt sich in der Pfarrei Sankt Clemens, Sterkrade, Widerstand gegen die Versetzung eines Priesters. Ihm war sexuell grenzverletzendes Verhalten vorgeworfen worden. Quelle: Kirche und Leben


30.1.2024 Das Bistum Aachen sucht im Fall eines Missbrauchsbetroffenen, der in den 1960er Jahren von einem Kaplan über sechs Jahre missbraucht wurde und das Bistum im Zuge der Amtshaftung auf 180.000 Euro verklagt hat, einen Weg der Einigung. Es brachte zunächst die Einrede der Verjährung vor und bot dem Betroffenen zugleich ein gerichtliches Mediationsverfahren an. Diesem Verfahren müssen sowohl das Gericht als auch der Kläger zustimmen. Das Gericht hat aber auch noch die Möglichkeit, die Einrede der Verjährung als sittenwidrig zurückweisen. Quelle: katholisch.de


29.1.2024 Der Staatsanwalt Christian Kalleder, Deggendorf, hat beim Bundesgerichtshof Revision gegen das Urteil gegen den 66-jährigen Geistlichen aus dem Bistum Köln, der während mehrerer Radtouren im Sommer 2022 an einem 15-jährigen Messdienser sexuelle Handlungen vorgenommen hat, eingelegt. Das Gericht hatte den Tatbestand des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener nicht als erfüllt angesehen, da die Radtour in privatem Rahmen erfolgt sei. Quelle: Domradio


29.1.2024 Eine ehemalige Ordensfrau der aufgelösten Loyola-Gemeinschaft erhebt neue Vorwürfe gegen den früheren Jesuiten und Mosaikkünstler Marko Rupnik. Er habe ihr Anfang der 1990er Jahre einen Finger gebrochen und ihr ärztliche Behandlung und das Sprechen davon verboten. Kommentiert habe er die Körperverletzung mit den Worten: „Jetzt haben Sie das ewige Siegel der Gesellschaft Jesu“ und er sagte, er habe es aus Liebe getan. Die Ordensfrau berichtete, dass Rupnik der alleinige geistliche Begleiter aller Novizinnen gewesen war. In der Gemeinschaft habe sie „alle Arten von geistlichem Missbrauch, bis hin zur Anstiftung zum Selbstmord“ erlebt, berichtete die ehemalige Ordensfrau.  Zuständig für den Fall Rupnik ist nicht das Glaubensdikasterium, sondern eine andere Behörde – vermutlich die Behörde für Ordensleute, weil das Glaubensdikasterium nur für Missbrauch an Minderjährigen und geistig Behinderten zuständig ist. Quelle: katholisch.de


28.1.2024 Hans Zollner, katholischer Kinderschutzexperte, rät der evangelischen Kirche, „den Betroffenen Raum zu geben, über ihre Anliegen zu sprechen“ und zu beachten, dass Vergebung erst nach der Gerechtigkeit kommt. Quelle: Domradio


28.1.2024 Der BR berichtete im November 2023 über Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs in der früheren Asthma-Kinderheilstätte Bad Reichenhall. Nun berichten weitere Betroffene. Die Katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München verspricht Aufarbeitung. Quellen:  br   br


27.1.2024 Heute ist Holocaust-Gedenktag. Marina Weisband spricht im Interview über ihre Erfahrungen. Quelle: swr


27.1.2024 Die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Münster distanziert sich davon, dem verstorbenen Bischof Reinhard Lettmann die Ehrendoktorwürde verliehen zu haben. Grund seien Lettmanns Verfehlungen im Umgang mit sexualisierter Gewalt. Quelle: Kirche und Leben


27.1.2024 Der Erzbischof von Quebec, Kardinal Gerald Cyprien Lacroix, zieht sich von allen Ämtern zurück und bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe – sie seien gegenstandslos. Ihm wird vorgeworfen, ein 17-jähriges Mädchen bei zwei Bibeltreffen sexuell berührt zu haben. Quelle: katholisch.de


27.1.2024 Der Religionssoziologe Detlef Pollak macht auf das Offensichtliche aufmerksam: Dass die EKD-Studie gezeigt hat, dass 99 % der Beschuldigten Männer und rund drei Viertel von ihnen bei der ersten Tat verheiratet waren. Er schließt daraus, dass die Missbrauchsfälle ein Männlichkeitsphänomen sind. Sie sind auch nicht auf den Zölibat zurückzuführen. Quelle: katholisch.de


26.1.2024 Der kanadische Kardinal Gerald Cyprien Lacroix, 66 J., Primas der Kirche in Kanada und Erzbischof von Quebec, soll zwischen 1987 und 1988 während zweier Bibeltreffen ein 17-jähriges Mädchen sexuell berührt haben. Lacroix gehört dem Säkularinstitut Pius X. an. Quelle: kath.ch


26.1.2024 Der Sprecher des Betroffenenbeirates bei der Deutschen Bischofskonferenz, Johannes Norpoth, stellt fest, dass die evangelischeKirche von der katholischen Kirche nichts gelernt habe. Quelle: Domradio


26.1.2024 Der Religionssoziologe Detlef Pollak konstatiert, dass die Ergebnisse der ForuM– und der MHG-Studie nur schwer miteinander vergleichen könne, weil die MHG-Studie nur Geistliche einbezogen hatte, die ForuM-Studie auch kirchliche Angestellte und Mitarbeiter untersucht hat. Dennoch sei deutlich geworden, dass die evangelische Kirche nicht besser dastehe als die katholische. Pollak erwartet, dass die Ergebnisse der ForuM-Studie zu weiteren Kirchenaustritten führen werden. Quelle: Domradio


26.1.2024 Kerstin Claus, Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, spricht davon, dass man im Vergleich zur katholischen Kirche in der EKD acht Jahre verloren habe. Quelle: Zeit


26.1.2024 Thomas Großbölting, einer der Forscher der ForuM-Studie der EKD, sieht in der evangelischen Kirche andere Risikofaktoren für Missbrauch im Vergleich zur katholischen Kirche. Das bedeute jedoch nicht, dass die katholische Kirche auf die Aufarbeitung ihrer eigenen Risikofaktoren verzeichten könne. In der evangelischen Kirche weist er auf die Rechtfertigungslehre hin, die den Täter mehr als die Betroffenen in den Vordergrund stelle. Für Betroffene, die Versöhnung verweigern, habe sich gezeigt, dass sie als Störenfriede wahrgenommen werden. Die Diskussion über die katholische Kirche seit 2010 sei eine Stellvertreterdiskussion. Nun sei die evangelische Kirche im Blick – aber es sei auch nötig, die Familie als Tatort in den Blick zu nehmen. Zudemmüsse der Staat mehr als bishermachen. Quellen: katholisch.de   Domradio


25.1.2024 Die evangelische Kirche als Schutzraum für die Täter. Quelle: nrz


25.1.2024 Die Bundesfamilienministerin Lisa Paus, Grüne, verweist angesichts der ForuM-Studie auf das geplante Gesetz zur Stärkung des Amtes der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung. Quelle: vaticannews


25.1.2024 Interview mit dem Co-Autor der ForuM-Studie Fabian Kessl über die evangelische Studie. Quelle: DLF


25.1.2024 Das Machtgefälle kirchlicher Strukturen begünstigt sexuellen Missbrauch, sagt Katharina Kracht vom Betroffenenbeirat. Anlässlich der EKD-Missbrauchsstudie fordert sie besseren Rechtsschutz für Betroffene und eine unabhängige Ombudsstelle. Quelle: DLF


25.1.2024  Die EKD-Studie ForuM offenbart ähnlich schlimme Zustände wie in der katholischen Kirche: „Die Forscher der aktuellen Forum-Studie untersuchten 4282 Disziplinarakten, 780 Personalakten und 1318 weitere Unterlagen. Die katholische Kirche hatte seinerzeit mehr als 38.000 Personal- und Handakten untersucht – aus gutem Grund: Solche Dokumente können Hinweise auf Straftaten, Verdachtsmomente, aber auch mögliche Vertuschung von Sexualdelikten durch Kirchenobere geben. Dort werden Versetzungen aufgeführt, die oft Reaktion auf ein Fehlverhalten von Mitarbeitern sind.“ Und: „Erst wenn man alle vorhandenen Personalakten von Pfarrpersonen sichtet, werden 57 Prozent der Beschuldigten und rund 75 Prozent der Betroffenen erfasst. Es gibt in den anderen Landeskirchen also vermutlich eine Vielzahl unentdeckter Fälle. Hinzu kommt, dass Akten oft unsystematisch und nicht standardisiert geführt oder sogar vernichtet wurden.“ Quelle: spiegel   siehe auch: BNN,  Neues Ruhrwort,  Sonntagsblatt,  Berchtesgardener Anzeiger


25.1.2024 Die Missbrauchsstudie der evangelischen Kirche offenbart das Leid vieler Betroffener. Einige kritisieren das Vorgehen der Studie. Das ist okay, aber das Wichtigste ist: Der Anfang ist gemacht, sagt Gerd-Matthias Hoeffchen. Quelle: evangelische-zeitung


25.1.2024 Die ForuM-Studie der EKD ermittelte mindestens 2225 Betroffene und 1259 mutmaßliche Täter seit 1946. Die Forscher sagen, dies sei die „Spitze der Spitze des Eisbergs“. Martin Wazlawik, der die Studie in der Pressekonferenz vorstellte, konstatierte, dass die evangelische Kirche sich als „partizipativ, hierarchiearm und progressiv“ bezeichne, aber genau dieses Selbstverständnis habe in vielen Fällen dazu geführt, dass sie interne Fehler und die eigene Machtstruktur nicht kritisch hinterfragt habe. Erstnach 2018 – der Veröffentlichung der katholischen MHG-Studie – habe man erkannt, dass Missbrauch kein rein katholisches Problem sei. Auch in der evangelischen Kirche habe man von Betroffenen verlangt, dass sie ihren Tätern vergeben müssen. Zudem habe man Betroffene nicht als zur evangelischen Gemeinschaft Zugehörige gesehen, sondern als eine Gruppe, die der Kirche und der Diakonie gegenübersteht. Betroffene wurden diffamiert und delegitimiert. Die durch den Missbrauch verursachten seelischen Belastungen wurden gegen die Betroffenen verwendet: Die Person sei ja so traumatisiert, dass sie nicht wirklich sprachfähig sei. In den Landeskirchenämtern habe man nicht im Umfeld von Gemeinde, Heim oder Schule nach möglichen weiteren Opfern gesucht. Im Fall von Katharina Kracht ging die Kirche von einem „Einzelfall“ aus – inzwischen sind zwölf weitere Betroffene bekannt. Quelle: Süddeutsche


25.1.2024 Landesbischof Dr. Christoph Meyns, Landeskirche Braunschweig, begrüßt die ForuM-Studie. In der Landeskirche Braunschweig wurden 2.500 Personalakten von Pfarrpersonen von 1939-2021 ausgewertet und brachten Hinweise auf 15 Fälle. Sieben Fälle seien unbestätigte Verdachtsfälle. Die Fälle bezogen sich vor allem auf außereheliche Beziehungen zu in den 1960er Jahren minderjährigen Frauen und auf homosexuelle Handlungen. Kindesmissbrauch oder Pädophilie sei die absolute Ausnahme, sagte der Landesbischof. Die Anerkennungskommission der Evangelischen Kirche in Niedersachsen hat in den letzten zehn Jahren acht Fälle aus der Landeskirche Braunschweig bearbeitet, fünf Fälle geschahen in Heimen und Krankenhäusern, drei in Kirchengemeinden. Quellen: Landeskirche Braunschweig    cremlingen-online


25.1.2024 Annette Langer spricht angesichts der ForuM-Studie von einem Desaster und äußert Zweifel am Aufklärungswillen der Evangelischen Kirche. Quelle: Spiegel


25.1.2024 Joachim Frank nennt die Ergebnisse der Studie ForuM der EKD einen „desaströsen Tag für die Kirche – mit Ansage“: „Unbegreiflich sind das Gezauder, das Hinhalten, die eklatanten Mängel in der Kooperation mit den Forschenden bei der Erhebung einigermaßen gesicherter Fallzahlen. Das lässt an der Ernsthaftigkeit des Aufklärungswillens zweifeln und entwertet so das Projekt im Hinblick auf die kirchliche Außenkommunikation. Schlimm ist das vor allem für die Betroffenen sexualisierter Gewalt, die wieder und wieder vor dieselben Mauern rennen, in die gleichen institutionellen Tretmühlen geraten, die gleichen Retraumatisierungen erfahren müssen.“ Quelle: FR


25.1.2024 Simone Schmollak erzählt von einer inzwischen verstorbenen Freundin, die in der damaligen DDR vom Pfarrer – genau wie ihre Schwester – missbraucht wurde. Ihren Eltern hat sie es nie erzählt, denn auch der Vater missbrauchte sie. Quelle: taz


25.1.2024 Die heute 71-jährige Ursula W. berichtet von Missbrauch durch Karl H., damals Pfarrer in Hof in Franken, den sie als Kind erlitt. Als auch andere Frauen Vorwürfe gegen H. erhoben, erkannte das Disziplinargericht der bayerischen Landeskirche dem pensionierten Oberkirchenrat 2011 alle Rechte aus seinem Kirchenamt ab, aber der Disziplinarhof der EKD kassierte zwei Jahre später den Spruch wieder – wegen des fragilen Gesundheitszustandes und des hohen Alters des Angeschuldigten und weil die Tatvorwürfe so lange zurückliegen. Quelle: FR 


25.1.2024 Detlev Zander, Mitglied des Beteiligungsforums in der EKD kritisiert die ForuM-Studie der EKD. Aus der Diakonie seien nur Fälle bis 1970 aufgenommen worden. Erschüttert ist er darüber, dass die Opfer beim ersten Übergriff elf Jahre alt waren. Die EKD habe lange vermittelt, in ihren Reihen gebe es vor allem betroffene Frauen und ältere Mädchen und nun zeige sich, dass auch viele Jungen betroffen sind. Zander bemängelt, dass kein Verantwortlicher mit Namen genannt werde. Im Blick auf die Zukunft sagt Zander: „Wer jetzt Reformen verweigert, sollte sein Bischofskreuz abgeben. Die bislang durchschnittlich bei 13.000 Euro liegenden Zahlungen an Betroffene müssten deutlich erhöht werden, sagt Zander. Quelle: Spiegel


25.1.2024 Matthias Katsch, Sprecher des Eckigen Tisches, kritisiert die ForuM-Studie der EKD und meint, dass es wohl noch Jahre dauern werde, bis die Missbrauchsfälle in derEKD und der Diakonie aufgeklärt werden. Er fordert weiterhin staatliche Aufklärung und eine angemessene Entschädigung. Quelle: Neues Ruhrwort


25.1.2024 Der Priester, der im niederbayrischen Deggendorf verurteilt worden ist, weil er während zweier privater Radtouren sexuelle Handlungen an einem Messdiener vorgenommen hat, war bis zu seiner Entpflichtung im Januar 2023 in Windeck tätig. Schon im Jahr 2010 gab es offenbar einen begründeten Verdacht. Der Auflage, nicht mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten, kam er nicht nach. Quelle: ksta



25.1.2024 Die Evangelische Kirche der Pfalz konnte für die Studie ForuM insgesamt 49 Fälle sexualisierter Gewalt zusammentragen. Es gelten davon aber nur 22 als bestätigt. Das bedeutet, dort hat die Kirche entweder selbst Disziplinarmaßnahmen eingeleitet oder die Täter wurden vor Gericht verurteilt. In ca 33 Fällen handelt es sich um Missbrauch, in einem der 22 bestätigten Fälle um eine Vergewaltigung. Neun Täter arbeiteten als pädagogische Kräfte, z.B. Erzieher, sieben Täter waren Pfarrer, einzelne Täter arbeiteten ehrenamtlich, als Kirchenmusiker oder als Kirchendiener. Mit einer Ausnahme – einer Erzieherin – waren alle Täter männlich. Quelle: swr


24.1.2024 Die Stadt Essen benennt den „Kardinal-Hengsbach-Platz“ in der Nähe des Essener Doms wegen der Missbrauchsvorwürfe gegen den 1991 gestorbenen Geistlichen um. Der Platz soll künftig „Friedensplatz“ heißen. Quelle: stern


24.1.2024 Sylvia Wagner ist Pharmazie-Historikerin und war Heimkind. 2019 promovierte sie über Arzneimittelversuche in Kinderheimen. Sie ist Autorin des Buches „Arzneimittelversuche an Heimkindern zwischen 1949 und 1975“, Verlag Mabuse, 2020. Derzeit arbeitet sie in einem wissenschaftlichen Team im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales von Nordrhein-Westfalen an einer Studie für das Bundesland. Im autobiografischen Roman „heimgesperrt“ hat sie zudem ihre eigene Geschichte mit ihren wissenschaftlichen Ergebnissen verwoben. Kirche+Leben hat mit ihr gesprochen. Wagner berichtet, dass der Umfang der Arzneimittelversuche schwer zu ermitteln sei. Bislang seien etwa 160 Arzneimittelprüfungen bekannt, in die etwa 3.500 Heimkinder involviert waren. Quelle: kirche-und-leben


24.1.2024 Klaus-Dieter Bach berichtet von seinen schweren Erfahrungen im Heim St. Josef-Stift, Wachtendonk, und im Franz Sales-Haus in Essen. Quelle: Kirche und Leben


24.1.2024 Die Giordano-Bruno-Stiftung will unter Beteiligung der Betroffeneninitiative imBistum Hildesheim mit zwei Kunstinstallationen auf die schleppende Missbrauchsaufarbeitung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) aufmerksam machen. Das Protestbündnis fordert zudem den Bundestag auf, im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung eine Wahrheits- und Gerechtigkeitskommission und ein Opfergenesungswerk einzurichten. Quelle: Evangelische Zeitung


24.1.2024 Die Münsteraner Theologieprofessorin Regina Elsner macht darauf aufmerksam, dass das katholische „nihil-obstat-Verfahren“ eine Form des Machtmissbrauchs ist. Quellen: katholisch.de   feinschwarz.net


24.1.2024 Die Evangelische Kirche in Mitteldeuschland (EKM) meldete als Ergebnis einer Suche in den Personalakten von 8.000 Pfarrpersonen aus den Jahren 1946 bis 2020 den Wissenschaftler:innen der Teilstudie E der ForuM-Studie insgesamt 49 Beschuldigte und 125 Betroffene. Quelle: Eulemagazin


24.1.2024 Im Jahr 2023 hat das Bistum Würzburg insgesamt 229.500 Euro Anerkennungsleistungen an Betroffene sexuellen Missbrauchs gezahlt. 15 Anträge auf Anerkennung des Leids wurden gestellt, in fünf Fällen wurde Geld gezahlt. Die Summe verteilt sich auf Anträge zwischen 2021 und 2023. 8 000 Euro davon zahlten  Ordensgemeinschaften. 2023 erhielten die Unabhängigen Ansprechpersonen sechs neue Mitteilungen. Sierichteten sich gegen zwei lebende Priester, einen verstorbenen Priester, einen verstorbenen Ordensmann, der für das Bistum tätig war, und gegen zwei ehrenamtlich tätige Personen. Quellen: Evangelische Zeitung    Bistum Würzburg


24.1.2024 Der belgische Premierminister De Croo fordert die Laisierung des ehemaligen Bischofs Roger Vangheluwe, Brügge. Vangheluwe trat 2010 zurück und räumte den Missbrauch eines Neffen ein. Im Winter 2022 hatte die Bischofskonferenz den Vatikan aufgefordert, Vangheluwe zu laisieren, jedoch keine Antwort aus dem Vatikan erhalten. Quelle: katholisch.de


24.1.2024 Das vatikanische Vorseminar Pio X. ist die einzige vatikanische Einrichtung, in der Minderjährige untergebracht sind. Sie sind Messdiener im Vatikan und manchebereiten sich auf den Priesterberuf vor. Dort hat ein Mann, der später Priester wude, einen zeitweise noch minderjährigen Mitschüler von 2007 bis 2012 sexuell missbraucht. Die Ermittlungen liefen seit 2017. Im Jahr 2021 wurde der Angeklagte in erster Instanz  freigesprochen. Nun wurde er zu zwei Jahren Haft verurteilt. Es ist die erste Verurteilung wegen Missbrauchs im Vatikan. Quelle: standard.at


24.1.2024 Nur eine der 20 Landeskirchen lieferte die Daten aus Personalakten wie gewünscht, während alle anderen der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) sowie die Diakonischen Werke dem Forschungsteam der Studie ForuM lediglich Details aus Disziplinarakten über Beschuldigte bereitstellten. Diese Akten geben jedoch nur Auskünfte über einen Bruchteil der Missbrauchsfälle. Geplant war, alle Personalakten zu prüfen. Als Begründung für diese Einschränkung wird Personalmangel genannt. Der Strafrechtsprofessor Stephan Rixen wies darauf hin, dass bei sexualisierter Gewalt oft gar keine Disziplinarakten angelegt worden seien. Wenn nicht auch die Personalakten den Wissenschaftler*innen vorgelegen haben, müssten sich „die Landeskirchen und die Diakonie die Frage gefallen lassen, ob sie den Missbrauch in der evangelischen Kirche wirklich umfassend aufarbeiten wollen.“  Quellen: tagesschau   Domradio


24.1.2024 Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Kerstin Claus, erwartet von der ersten unabhängigen Studie über sexuellen Missbrauch in der evangelischen Kirche und Diakonie deutlich höhere Zahlen als die bisher bekannten. Da es „kaum wirklich kirchenunabhängige Ansprechstellen“ in der evangelischen Kirche gebe, hätten viele Betroffene bisher geschwiegen. Das ARD-Magazin „Monitor“ berichtete von der Kritik der beteiligten Wissenschaftler, dass sie nicht im vollen Umfang in allen 20 Landeskirchen Zugriff auf Personalakten hatten. Quellen: Domradio


23.1.2024 Matthias Schwarz wurde ab 13 Jahren von seinem Gemeindepfarrer sexuell missbraucht. Heute hilft der Pfarrer anderen Betroffenen. Doch trotz aller Aufarbeitung bleiben offene Wunden. Quelle: evangelische Zeitung


23.1.2024 Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat dem im Juli vorigen Jahres verstorbenen Theologen, Autoren und Pädagogen Arnulf Zitelmann posthum den 1994 verliehenen Großen Preis wieder aberkannt. Hintergrund sind die schweren Missbrauchsvorwürfe gegen Zitelmann, dessen Tochter ihn beschuldigt. 25 Jahre dauerte ihr Kampf mit der Landeskirche um die Anerkennung. Quelle: FR


22.1.2024 Der Gründer der charismatischen Bruderschaft „Eucharistein“, Nicolas Buttet, hat die Gemeinschaft verlassen. Nun ist er als Priester im französischen Bistum Fréjus-Toulon inkardiniert. Ihm wurden Machtmissbrauch und Nötigung vorgeworfen – er habe ein „pyramidales, missbräuchliches und infantilisierendes System“ in der Gemeinschaft etabliert. Die 1996 gegründete Gemeinschaft hat zwei Niederlassungen in Frankreich und eine Niederlassung in Epinassey, im Wallis. Quelle: katholisch.de


22.1.2024 Ein Betroffener von Missbrauch war im Bistum Hildesheim als Messdiener durch ein Netzwerk pädophiler Priester am Domhof in Hildesheim sexuellem Missbrauch ausgeliefert. Er war nicht das einzige Opfer und er kannte drei der 45 bekannten Täter. Heute ist er evangelischer Pfarrer in der Schweiz und hat in der Kunst einen kreativen Ausdruck für das Unsagbare und Unvorstellbare der erlittenen Verbrechen gefunden. Dass er nicht vergibt, ist für ihn eine Quelle der Kraft. Quelle: kath.ch 


22.1.2024 Eine Person aus dem Bistum Münster, die „schwersten sexuellen Missbrauch über einen längeren Zeitraum“ erlitten hat, hat 300.000 Euro Anerkennungszahlungen erhalten. Das Bistum Münster hat bisher 62 Millionen Euro an Betroffene gezahlt. Quelle: Kirche und Leben


22.1.2024 Papst Franziskus räumte vor Medienschaffenden ein, dass es Skandale in der katholischen Kirche gebe. „Er dankte den Anwesenden für den Respekt und das besondere Taktgefühl, mit dem sie über diese berichten.“ Quelle: katholisch.de


21.1.2024 Im Jahr 2023 zahlte das Bistum Augsburg 615.500 Euro an 27 Missbrauchsbetroffene im Auftrag der UKA und 246.000 Euro an 19 Betroffene als Unterstützung durch das Bistum. Insgesamt zahlte das Bistum bislang 3,7 Millionen Euro an Betroffene. Die Erzdiözese München und Freising zahlte 21 Betroffenen 339.000 Euro Anerkennungsgeld. Insgesamt zahlte die Erzdiözese 980.000 Euro an 83 Betroffene und ca 75.000 Euro
Therapiekosten für 14 Betroffene. Das Erzbistum Bamberg zahlte 354.000 Euro an 15 Betroffene – insgesamt 936.000 Euro an 77 Betroffene. Das Bistum Eichstätt zahlte fünf Betroffenen 98.000 Euro im Jahr 2023. Insgesamt wurden 356.000 Euro an 20 Betroffene gezahlt. An drei Betroffene
zahlte 2023 das Bistum Passau 65.000 Euro. Im Jahr 2023 zahlte das Bistum Regensburg 273.500 Euro an 15 Menschen. Insgesamt seien mehr als 2,9 Millionen Euro an Betroffene sexueller Gewalt geflossen.  Quelle: stern


21.1.2024 Christoph Fleischmann schreibt im Vorfeld der Evangelischen Studie ForuM über „Unbequeme Wahrheiten – Sexualisierte Gewalt in den evangelischen Kirchen“. Sein Fazit: „Denn wenn die eigenen Fehler weiter bemäntelt und verschwiegen werden müssen, um keinen Ansehensverlust zu erleiden, dann gewinnt trotz aller guten Absichten und Anstrengungen doch die nass-forsche Dreistigkeit der Täter. Ein Hoffnungszeichen gibt es: Ohne die Betroffenen sexualisierter Gewalt und ihren Mut zu sprechen, wäre der Missbrauchsskandal nicht ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Tief verwundete und traumatisierte Menschen haben Worte gefunden über das Furchtbare zu sprechen. Darin liegt die Hoffnung, dass auch andere nicht sprachlos bleiben müssen angesichts des Abgründigen. Wer religiös gestimmt ist, mag darin die Bestätigung des biblischen Satzes sehen: Gottes Kraft ist in den Schwachen mächtig. “ Quelle: ndr


21.1.2028 Im Bamberger Bistumshaus Sankt Otto stellen Betroffene von sexuellem und spirituellem Missbrauch Werke aus – sie zeigen  verstörende Geschichten. Quelle: Mainpost


21.1.2024 Als Kind wurde der reformierte Pfarrer Matthias Fischer von katholischen Priestern missbraucht. Nun klagt er sie mit seiner Kunst an. Quelle: Der Bund.ch


20.1.2024 Über die Höhe der Zahlungen an Betroffene sexualisierter Gewalt gibt es in der katholischen Kirche Meinungsverschiedenheiten. Zuletzt zeigten sie sich beim Bistum Augsburg und der Deutschen Bischofskonferenz. Johannes Norpoth sieht noch Gesprächsbedarf. Quelle: Domradio


19.1.2024 Fromme Pietisten und „freie-Liebe“-Prediger: Auch in den evangelischen Kirchen gab und gibt es Missbrauch – und Vertuschung. Die Täter agierten hier nicht nur im Umfeld einer beengenden Sexualmoral – vergleichbar mit der katholischen -, sondern auch unter dem Vorzeichen der „freien Liebe“. Das zeigen Recherchen wenige Tage vor der Publikation der Studie in Deutschland. Quelle: kath.ch


19.1.2024 Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer aus dem Bistum Trier, der wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs vor Gericht stand, ist weiterhin vorerst nicht rechtskräftig. Er hat Rekurs eingelegt. Quelle: saarbruecker-zeitung


19.1.2024 Einem Priester, der aus dem Raum Köln stammt, wird vorgeworfen, während zweier mehrtägiger Radtouren im Sommer 2022 an einem 15-jährigen Messdiener sexuelle Handlungen vorgenommen zu haben. Nun hat das Landgericht Deggendorf ihn zu eineinhalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen zur Last gelegt. Die Kammer jedoch argumentierte, die Radtouren habe der Priester nicht in seiner Funktion als Priester, sondern privat mit dem Geschädigten unternommen. Der Geschädigte sei also nicht Schutzbefohlener gewesen. Der Priester zeigte sich geständig. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Quellen: Süddeutsche   Augsburger Allgemeine


19.1.2024 Die Landeskirche Westfalen will die Hintergründe des Siegener Verdachtsfalls auf sexuelle Gewalt, der zum Rücktritt der Ratsvorsitzenden der EKD, Annette Kurschus, führte. Geprüft werden sollen die rechtlichen Aspekte, soweit sie über die staatsanwaltlichen Ermittlungen hinausgehen. Quelle: katholisch.de


19.1.2024 Nancy Janz, Mitglied des Beteiligungsforums der EKD, spricht im Interview von ihren Erwartungen an die Studie ForuM: „Ich hoffe sehr, dass eine der Empfehlungen sein wird, dass die Institutionen selbst aktiver werden. So hätte es auch in meinem Fall sein sollen. Wenn ich nicht aktiv geworden wäre und mich 2022 an die Presse gewandt hätte, dann hätte meine Landeskirche Hannovers nichts unternommen. Und das höre ich auch von anderen Betroffenen. Wenn Betroffene nicht Druck machen, dann passiert oft nicht viel. Die Institution braucht den Willen zu Aufklärung und Aufarbeitung, um glaubwürdig zu sein.“ Quelle: Evangelische Zeitung


19.1.2024 Der BR schaut nach dem Stand der Aufarbeitung in den bayerischen Bistümern. Die Bistümer Augsburg, Passau und Würzburg arbeiten noch an einem Gutachten. Die Bistümer Regensburg und Eichstätt haben bislang keine Gutachten beauftragt. Im Erzbistum Bamberg soll das Gutachten „demnächst“ starten. Lediglich das Gutachten des Erzbistums München und Freising liegt vor. Quelle: BR


19.1.2024 Die (Erz-)Bischöfe Heiner Koch (Berlin) und Stefan Heße (Hamburg) sowie die Bischöfe Gerhard Feige (Magdeburg), Ulrich Neymeyr (Erfurt), Heinrich Timmerevers (Dresden-Meißen) und Wolfgang Ipolt (Görlitz) äußern sich zum Erhalt der Demokratie in Deutschland: „Krude Ausweisungsphantasien für Migranten und ihre Unterstützer, die Ablehnung von Schutzangeboten für Geflüchtete, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, der alleinige Fokus auf Leistungsfähigkeit, die Leugnung des menschengemachten Klimawandels und die pauschale Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionen sind mit diesen Grundwerten unserer Gesellschaft unvereinbar.“ Auch der Bischof von Münster, Genn, positioniert sich eindeutig gegen rechtsradikales Gedankengut. Quellen: Domradio   Domradio   Domradio   Domradio   kirche-und-leben


18.1.2024 In der „Ansprechstelle für den Umgang mit Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung“ bei der Evangelischen Kirche im Rheinland wurden 301 Beratungsgespräche imJahr 2023 geführt. In der Zeit seit der Einrichtung 2011 waren esinsgesamt 220 Gespräche. Die psychologische Leiterin Juliane Arbold führt diese Zunahme u.a. auf eine ausgeprägtere Sensibilität für übergriffiges Verhalten zurück. Quelle: NRZ


18.1.2024 Die Evangelische Kirche im Rheinland hat bislang 70 erwiesene Fälle von sexuellem Missbrauch in den eigenen Reihen seit 1946 festgestellt. Ein Drittel der bekannten Taten seien von Pfarrerinnen und Pfarrern begangen worden, ein weiteres Drittel von anderen Kirchenmitarbeitern wie Lehrern oder Kantoren. Ebenfalls für ein Drittel seien ehrenamtliche Mitarbeitende verantwortlich. Bei der 2021 eingerichteten Meldestelle der Landeskirche gingen „bis heute“ 76 Meldungen von Verdachtsfällen ein. Diese Fälle stammen aus Gemeinden, Kirchenkreisen oder landeskirchlichen Einrichtungen. Beide Zahlen sind nicht zu addieren, da es in mindestens einem Drittel der Fälle eine Überschneidung gibt. Quelle: DLF   Pressekonferenz der Landessynode 2024


18.1.2024 Angesichts der Missbrauchsvorwürfe und Skandale im Fall Marko Ivan Rupnik hat die Universität Francisco de Vitoria (UFV) in Spanien beschlossen, sich von dem ehemaligen Jesuiten und Mosaik-Macher zu trennen. Die Universität hatte ursprünglich mit Rupnik zusammengearbeitet, um Mosaike für eine neue Kapelle auf ihrem Campus zu gestalten. Diese Pläne wurden jedoch aufgrund der massiven Missbrauchsvorwürfe gegen den Priester geändert. Quelle: catholicnewsagency


18.1.2024 Eine Arbeitsgruppe hat für das Bistum Hildesheim Vorschläge erarbeitet, wie in der Diözese ein nachhaltiges und kollektives Bewusstsein für das Leid von Betroffenen sexualisierter Gewalt geschaffen werden kann. Die Entwicklung von Gedenkformaten soll nun unter aktiver Beteiligung von Betroffenen, Gremienangehörigen, Gemeindemitgliedern und andere Interessierten erfolgen. Quelle: Bistum Hildesheim


18.1.2024 Gegen einen katholischen Priester, wohnhaft im Dekanat Eichstätt, wurde eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eröffnet. Ihm Wird Verbreitung, Erwerb und Besitz kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Quelle: Bistum Eichstätt


18.1.2024 Eine evangelische Landeskirche hat der Tochter eines Theologen, Pfarrers und Kinderbuchautors 130.000 Euro als „Anerkennungszahlung“ für sexuellen Missbrauch durch ihren Vater gezahlt. Erste Vorwürfe gingen 1999 an die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau, 2023 erhielt die Betroffene die Zahlung. 1999 informierte ein befreundeter Pfarrer den zuständigen Dekan über den Missbrauch. Eine offizielle Eingabe machte ein Freund. In beiden Fällen geschah nichts. Die Zahlung setzt sich aus 110.000 Euro für die „individuelle Situation“ der Betroffenen und 20.000 Euro „allein für das systematische Versagen der Kirche“ zusammen. Wer da genau versagt hat, wird nicht mitgeteilt. Quellen: evangelisch.de    katholisch.de   Zeit.de


17.1.2024 Am 15.2.2024, 19 Uhr, lädt die Katholische Erwachsenenbildung der Stadt Bamberg zur Vernissage der Ausstellung: „Beschädigt. Bilder nach dem spirituellen und sexuellen Missbrauch“ ein. Ort ist das Bistumshaus St. Otto. Zur Eröffnung hält Prof. Leimgrubder, Universität Regensburg, einen Vortrag zum Thema „SpirituellerMissbrauch“. Quelle: wiesentbote


17.1.2024 Markus Nolte, Chefredakteur von „Kirche und Leben“, fordert von der katholischen Kirche, „eine starke Stimme auch gegen Nazis“ zu sein. Quellen: Kirche und Leben   correctiv


17.1.2024 Das Bistum Augsburg hat weitere Diskussionen zum Thema Zahlungen für Missbrauchsbetroffene gefordert. Die Deutsche Bischofskonferenz lehnt weitere Diskussionen ab. Quelle: Kirche und Leben


17.1.2024 Der neu ernannte Bischof für die Diözese Mar del Plata, Gustavo Larrazábal, ist noch vor seiner Amtseinführung zurückgetreten. Gründe teilten weder die Diözese noch der Vatikan mit. In der vergangenen Woche waren Belästigungs- undMachtmissbrauchsvorwürfe gegen Larrzábal bekannt geworden, die den Zeitraum von 2007 bis 2013 betreffen. Im November 2023 hatte der zuvor zum Bischof von Mar del Plata ernannte José María Balina „aus gesundheitlichen Gründen“ zurückgezogen. Quelle: katholisch.de


16.1.2024 Tätigkeitsbericht derAufarbeitungskommission 2019-2023


16.1.2024 Matthias Katsch, Sprecher des Eckigen Tisches, kritisiert Victor Fernández, Präfekt des Glaubensdikasteriums, weil  er „selbst in eklatanter Weise im Umgang mit einem notorischen Täter und seinen Opfern als Bischof in seiner Heimat Argentinien versagt hat“. Fernández habe, so Katsch, den Priester vor der Strafverfolgung geschützt und – nach dem Selbstmord des Priesters – bei der Beisetzung des Geistlichen den Gottesdienst geleitet und sich dabei auf die Seite des Mannes gestellt. Quelle: katholisch.de


16.1.2024 Die Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK) arbeitet ihre Haltung zu Pädosexualität seit 1977 auf. Die Studie von Prof. Große Kracht trägt den Titel: „Pädofrage – unentschieden?“ Quelle: huk


16.1.2024 Nun zahlt das Bistum Augsburg einem Missbrauchsbetroffenen doch die von derUnabhängigen Kommission für Anerkennungsleistungen festgelegten 150.000 Euro aus, nachdem es zunächst die Zahlung verweigerte. Quellen:  Zeit   katholisch.de


16.1.2024 Die Evangelische Landeskirche in Bayern hat den Forschenden der ForuM-Studie 129 des Missbrauchs beschuldigte Personen, unter ihnen 56 Pfarrpersonen, gemeldet, die 226 Taten zwischen 1917 und 2020 an Minderjährigen begangen haben. In einigen Akten tauchten Hinweise zu weiteren Taten auf, so dass von 253 Taten auszugehen ist. Neben den Pfarrpersonen werden Erzieher in Heimen, ehrenamtliche Jugendleiter und Kirchenmusiker genannt. Erfasst wurden alle Fälle, in denen gegen die sexuelle Selbstbestimmung verstoßen wurde, also nicht nur strafrechtlich relevante Vorgänge.  2021 gab es 24 Meldungen, 2022 waren es 39 Meldungen und 2023 gab es 32 Meldungen. Landesbischof Christian Kopp erklärt, dass die Kirche „weiterhin konsequent auch zurückliegende Taten aufklären und soweit wie möglich ahnden“ werde. Sexualisierte Gewalt sei mit dem chistlichen Glauben unvereinbar. Quellen: bayern-evangelisch   gmx


15.1.2024 Gegen einen deutschen Prälaten im Staatssekretariat des Vatikans gibt es einen Missbrauchsvorwurf. An die Öffentlichkeit kamen die Anschuldigungen des mutmaßlichen Opfers im April 2019 durch einen Bericht einer Boulevardzeitung, gegen den der Beschuldigte gerichtlich vorging. Das mutmaßliche Opfer ist ein junger Priester, der zur Zeit der Übergriffe Promotionsstudent war. Das strafrechtliche Verfahren wird am Landgericht Hamburg verhandelt. Im März soll der Beschuldigte gehört werden, sein persönliches Erscheinen wurde angeordnet. Ein kirchenrechtliches Verfahren wurde nun von Papst Franziskus eingeleitet. Der Beschuldigte weist die Anschuldigungen zurück. Quelle: kath.ch


15.1.2024 Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) hat 64 Fälle von sexueller Gewalt zwischen 1977 und 2020 gemeldet. Bis in die 1990er Jahre hinein waren die Opfer ausschließlich männlich, ab den 2000er Jahren waren überwiegend Mädchen und junge Frauen betroffen. Das Alter der Betroffenen liegt mehrheitlich zwischen 12 und 18 Jahren, vereinzelt waren auch Kinderzwischen fünf und acht Jahren betroffen. Marlene Kowalski, Sprecherin des Beirats zur Aufarbeitung Sexualisierter Gewalt, kündigte eine wissenschaftliche Studie durch das Münchner Forschungsinstitut IPP und das Berliner Institut Dissens an, deren Ergebnisse Ende 2025 erwartet werden. Quelle: ekkw


15.1.2024 Bestrafungen durch Gott verglich Papst Franziskus mit körperlicher Züchtigung durch Eltern. Quelle: kath.ch  Kein Kommentar. 


15.1.2024 Die frühere Priorin der Tutzinger Missions-Benediktinerinnen, Ruth Schönenberger, gibt Hinweise zur Machtausübung in einem Orden. Veröffentlicht ist der Beitrag in dem Buch: B. Haslbeck / U.Leimgruber / R.Nagel / P.Rath (Hg): Selbstverlust und Gottentfremdung. Spiritueller Missbrauch an Frauen in der katholischen Kirche, 2023. Quelle: katholisch.de


14.1.2024 Ein Pallottinerpater war zu 60 Tagessätzen wegen sexueller Belästigung einer Frau im März 2023 verurteilt worden. Bischof Fürst, Rottenburg-Stuttgart hatte den Pater von allen priesterlichen Ämtern, Aufgaben und Diensten im Bistum Rottenburg-Stuttgart entbunden. Das kirchenrechtliche Strafverfahren ist nun auch beendet. Worin die Strafe besteht, wird nichtmitgeteilt. Der Pallottiner-Orden hat denPater aus Weingarten abgezogen. Quellen: vaticannews   drs


14.1.2023 Eine Initiative Betroffener sexuellen Missbrauchs durch Piusbrüder berichtet u.a. von einem mutmaßlichen Täter, der in Gabun mehr als 30 Kinder missbraucht haben soll. 2023 wurde in Frankreich ein Piusbruder zu 20 Jahren Haft wegen Missbrauchs und Übergriffen an 27 jugendlichen Betroffenen verurteilt.Journalisten berichten, dass Übergriffe in ganz Europa und der ganzen Welt stattfanden, fast von der Gründung an bis 2020. Selten habe die Bruderschaft Anzeige erstattet oder die Anzeige sei sehr spät gekommen. In der französischen Untersuchung hat die Piusbruderschaft ihre Archive nicht geöffnet. Quelle: katholisch.de


13.1.2024 Ein ehemaliger Schüler der von der Priesterbruderschaft St. Pius X. geleiteten Grundschule in Econe, Wallis, hat Gewaltvorwürfe erhoben, die er in den 1980er-Jahren erlitten habe. Der Ankläger, 41, berichtet, er sei vor Mitschülern mit heruntergelassener Hose mit Stöcken geschlagen worden, als er noch keine acht Jahre alt war. Auch einem Internat in Frankreich, das den Piusbrüdern nahestehe, habe er physische, psychische und sexuelle Gewalt erlitten. Ein Kollektiv zur Unterstützung von Opfern berichtet von etwa 60 „problematischen“ Priestern. Die Bruderschaft würde alles tun, um ihre Institution zu schützen. Quellen: kath.ch   Stuttgarter Zeitung


13.1.2024 Nun verurteilen auch der Flüchtlingsbischof Stefan Heße und die ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp die Überlegungen rechtsextremer Kreise zu einer umfassenden Deportation von Migrant*innen aus Deutschland. Quelle: katholisch.de


11.1.2024 Bischof Feige, Magdeburg, verurteilt scharf die Überlegungen rechtsextremer Kreise zu einer umfassenden Deportation von Migranten aus Deutschland, die das Magazin Correctiv öffentlich gemacht hatte. Die Gesprächsergebnisse des Treffens rechtsextremer Kreise erinnern Feige an „Prozesse und Entwicklungen in unserer deutschen Geschichte, die zu den Schrecken und Gräueltaten des NS-Regimes geführt haben“, sagte Feige. Andere Bischöfe äußerten sich m.W. bislang nicht. Quelle: katholisch.de


11.1.2024 Die Voruntersuchung von Bischof Bonnemain, Schweiz, gegen die Bischöfe Charles Morerod und Jean-Marie Lovey und den Abt von Saint-Maurice, Jean Scarcella verzögert sich. Sie wurde nicht wie geplant zum 31.12.2023 abgeschlossen. Eine Information der Öffentlichkeit ist nicht vorgesehen. Den beiden Bischöfen wird Vertuschung, dem Abt sexuelle Belästigung vorgeworfen. Am 12.1. wird berichet, die Voruntersuchungen seien beendet. Quellen: vaticannews   katholisch.de


11.1.2024 Das Verfahren gegen den früheren Kardinal Theodore McCarrick, 93, wurde vorläufig ausgesetzt, nachdem dem Angeklagten Verhandlungsunfähigkeit attestiert wurde. Ende 2024 soll die Entscheidung noch einmal überprüft werden. Es ist davon auszugehen, dass McCarrick keinerlei strafrechtliche Konsequenzen mehr drohen. Ihm werden sexuelle Übergriffe gegen Jungen und junge Erwachsene aus den 1970er Jahren vorgeworfen. Er wurde 2019 aus dem Klerikerstand entfernt, weil sich die Anschuldigungen erhärtet hatten. Quellen: katholisch.de   Neues Ruhrwort


11.1.2024 Nach der Aufdeckung sexuellen Missbrauchs im Kloster Saint-Maurice, Schweiz, haben mehrere Vertriebspartner beschlossen, deren Abteibiere aus ihren Regalen zu nehmen. Die Abtei ist Hauptaktionärin der Brauerei. Quelle: Domradio


10.1.2024 Die Lippische Landeskirche will zwei Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt aufklären, sagte Landessuperintendent Dietmar Arends. In beiden Fällen sei die frühere Aufarbeitung nicht ausreichend gewesen und notwendige Konsequenzen seien nicht hinreichend gezogen worden. In dem einen Fall geht es um einen bereits gestorbenen Referenten für Jugendarbeit in der damaligen Zentrale für evangelische Jugendarbeit. Ihm wird vorgeworfen, sexualisierte Gewalt gegenüber Mädchen und jungen Frauen in der Zeit von 1976 bis 1992 ausgeübt zu haben. Der zweite Fall betrifft Vorwürfe aus dem Bereich der Konfirmandenarbeit in Bad Salzuflen in den 1980er und 1990er Jahren. Bereits während des Tatzeitraums und noch einmal zu Beginn der 2000er-Jahre habe sich die Betroffene an die Kirche gewandt. Damals habe die Kirche nicht ausreichend gehandelt. Quelle: evangelisch.de


10.1.2024 Im Prozess um Schmerzensgeld für einen Betroffenen von sexuellem Missbrauch hat vor dem Landgericht Traunstein erstmals der Kläger ausgesagt. Er wirft dem Wiederholungstäter, dem Priester H. in Garching an der Alz, Missbrauch vor. In dem Prozess wird zu klären sein, ob die psychischen Probleme des Klägers auf den Missbrauch zurückzuführen sind. Ein Gutachten steht noch aus. Unter den Beklagten ist auch der frühere Papst Benedikt der XVI. bzw. dessen noch unbekannte Erben. Der Kläger berichtet, wie der damalige Missbrauchsbeauftragte des Erzbistums München und Freising auf seine Vorwürfe gegen Priester H. reagierte: „Wenn ich schon einen Pornofilm anschaue mit einem Pfarrer, dann passiert so etwas.“ Quelle: FAZ


10.1.2024 Andreas Tiede, Autor der im Mai 2023 erschienen Autobiografie „Einspruch nicht vorgesehen. Eine Autobiografie zwischen klerikalem Missbrauch und Waffendienstverweigerung in der DDR„, berichtet von seinen Erfahrungen im Vorfeld von öffentlichen Lesungen, die er und seine Unterstützer machen mussten. Quelle: ndr


9.1.2024 Der polnische Priester und Kirchenrebell Tadeusz Isakowicz-Zaleski ist tot. Er war Ehrenmitglied des Vereins „Gemeinschaft und Gedenken“ in Warschau, weil er sich seit langem unter anderem für die Betroffenen von Kindesmissbrauch stark gemacht hat. Quelle: katholisch.de


9.1.2024 Der Gutachter Ulrich Wastl wirft dem Bistum Augsburg mangelnden Aufklärungswillen vor. Das Bistum wolle vor allem die Auswirkungen sexualisierter Gewalt auf Betroffene untersuchen und sich nicht mit den mutmaßlichen Tätern und Vertuschern befassen. Wastl kritisierte auch, dass Bischof Meier vor Kurzem zunächst ablehnte, einem Betroffenen die von der Kommission zugestandenen 150.000 Euro zu zahlen. Wastl berichtet, dass Erzbischof Gänswein die Aufklärung der Vorwürfe gegen den damals emeritierten Papst Benedikt XVI., Joseph Ratzinger, behindert habe. Nicht nur im Fall Benedikts habe es Einflussnahmeversuche und Drohszenarien gegeben: „Es wurde über Bande gespielt, verzögert und auf unseren Auftraggeber, die Erzdiözese München und Freising, eingewirkt.“ Auch die von der Staatsregierung eingerichtete Anlaufstelle für Opfer von Missbrauch erfülle nicht im Ansatz ihren Anspruch – sie sei ein Witz. Quellen: Augsburger Allgemeine    Neues Ruhrwort


8.1.2024 In einem neuen Bericht über mutmaßlichen Missbrauch durch Geistliche in der Diözese Gaylord werden 28 Priester und Diakone beschuldigt, Minderjährige oder Erwachsene missbraucht zu haben. Die Taten reichen bis in die 1950er Jahre zurück. Drei der aufgeführten Beschuldigten mit erwachsenen Anklägern sind weiterhin im Dienst. Quelle: michiganradio


7.1.2024 Das Bistum Oakland, Kalifornien, hat Insolvenz nach Chapter 11 – einem Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht – angemeldet, weil dieses Verfahren nach Ansicht des Bistums der beste Weg sei, um ein gerechtes Ergebnis für Betroffene zu erreichen und zugleich Aktivitäten des Bistums aufrecht zu erhalten. Gegen das Bistum wurden „hunderte“ Missbrauchsklagen eingereicht. Auch die Diözesen San Diego und Sacramento, beide in Kalifornien, signalisierten, dass sie demnächst gezwungen sein könnten, Insolvenz anzumelden. Quelle: Kirche und Leben


7.1.2024 Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin lehnt das Verlangen der Forscher*innen der Universität Zürich ab, die Akten der Apostolischen Nuntiatur für die Untersuchung von Missbrauchsfällen in der Schweiz zu öffnen:  „Gemäß dem Wiener Übereinkommen über diplomatische Beziehungen sind die Archive der Mission unverletzlich. Von daher können wir das Archiv der Nuntiatur nicht öffnen.“ Die Akten der katholischen Bistümer in der Schweiz und die Akten des vatikanischen Diasteriums für die Glaubenslehre hingegen könnten für die Forschungen geöffnet werden. Die Historikerinnen Monika Dommann und Marietta Meier jedoch wollen ein neues Gesuch stellen, weil die Korrespondenz zwischen der Schweiz, der Berner Nuntiatur und Rom zentral ist, um herauszufinden, welche Fälle tatsächlich gemeldet wurden und wie die Verfahren weiterliefen. Quellen: katholisch.de   kath.ch


6.1.2024 Johannes Norpoth kritisiert das Leitungsversagen der katholischen Kirche in der Kirche und nennt es ein „desaströses Krisenmangement“. Papst Franziskus mahne die Presse zur Wahrheit – ausgerechnet jene Journalisten, die der Wahrheit über den Missbrauch, die Vertuschung und Strafvereitelung in der katholischen Kirche unermüdlich nachspürten. Den 10-15-Sekunden-Segen für homosexuelle Paare vergleicht Norpoth damit, „wie viel Zeit Kleriker damit verbracht haben, Missbrauchstaten zu planen, zu begehen, zu vertuschen und deren Bestrafung zu vereiteln und das auch heute noch tun“. Er bemerkt, dass jede Kritik des Systems der Leid-Anerkennungszahlungen für Missbrauchsbetroffene katholischer Kleriker an den Bischöfen nahezu teflonartig abgeperlt ist. Quelle: Kirche und Leben


6.1.2024 Nun hat der Papst sowohl die Vertuschungs- als auch Missbrauchsvorwürfe gegen John Nienstedt zurückgewiesen. Zwar habe Nienstedt „unvorsichtige“ Handlungen unternommen, nicht jedoch gegen das Kirchenrecht verstoßen. Das Verbot jedes öffentlichen Amtes bleibt erhalten. Nienstedt waren sexuelle Beziehungen mit Klerikern und erwachsenen Priesteramtsanwärtern vorgeworfen worden. Er war auch beschuldigt worden, 2005 während des Kölner Weltjugendtags zwei Minderjährige in ein Hotelzimmer eingeladen zu haben und sie aufgefordert haben, sich auszuziehen. Quelle: katholisch.de     bishop-accountability


4.1.2024 Die Präsidentin der IG Missbrauchsbetroffene, Vreni Peterer, hat über die positiven Entwicklungen zum Thema kirchlicher Missbrauch in der Schweiz gesprochen. Seit der Veröffentlichung einer Pilotstudie zu Missbrauch habe ihr Verein viele Anfragen erhalten. Quelle: vaticannews


3.1.2024 Die Sozialpädagogin und Traumatherapeutin Claudia Chodzinski begleitet Missbrauchsbetroffene innerhalb der Landeskirche Hannover. Sie kritisiert Mängel in der individuellen Aufarbeitung und der Kommunikation der Landeskirche mit Betroffenen. Quelle: evangelisch.de 


3.1.2024 Neue Geistliche Gemeinschaften im Spiegel der Zeit – von Elena Hong. Quelle: DLF


2.1.2024 In Italien hat ein katholischer Priester in einer Predigt behauptet, Papst Franziskus sei nicht das rechtmäßige katholische Kirchenoberhaupt, er habe sein Amt widerrechtlich in Besitz genommen. Der Priester wurde umgehend exkommuniziert. Quelle: katholisch.de


2.1.2024 Für den neu gegründeten Sachverständigenrat zum Schutz vor sexuellem Missbrauch und Gewalterfahrungen und für den Betroffenenbeirat sucht die Deutsche Bischofskonferenz Mitarbeitende. Quelle: katholisch.de


1.1.2024 Der Kirchenhistoriker Hubertus Wolf stellt, fest, dass der Papst prinzipiell über ein großes moralisches Kapital verfüge und ergänzt: „Allerdings hat die moralische Glaubwürdigkeit der Kirche durch die Missbrauchskrise, die auch in Rom bisher nicht glaubhaft aufgearbeitet wird, stark gelitten. Das ist ein grosses Manko, auch auf der politischen und diplomatischen Ebene, wo Glaubwürdigkeit zentral ist. Die Welt wird nicht weniger kompliziert, bewaffnete Konflikte nehmen zu – ein glaubwürdiger Vatikan als Vermittler wäre wichtig. … Um Glaubwürdigkeit und moralisches Kapital zurückzugewinnen, muss die Missbrauchsgeschichte sauber aufgearbeitet werden. Das heißt, dass all diejenigen, auch die Bischöfe und Kardinäle, die von Missbräuchen gewusst und nicht gehandelt haben, zurücktreten müssen. Erfolgreiche Glaubensverkündigung und Friedensvermittlung basiert auf Glaubwürdigkeit. Und ein Papst und seine Kirche können nur dann überzeugend zu den brennenden Themen der Welt – von Krieg bis Umwelt – etwas sagen, wenn sie glaubwürdig sind. Ohne Glaubwürdigkeit funktioniert das nicht.“ Quelle: kath.ch