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Presse

Gemeinschaft von Taizé


Im Juni 2019 wird öffentlich, dass drei Brüder der Kommunität von Taizé fünf Minderjährige zwischen den 1950er bis 1980er Jahren sexuell missbraucht haben. Zwei der beschuldigten Brüder starben vor über 15 Jahren. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert. Im Juli 2019 meldeten sich „mehrere Personen“ bei Frère Alois, dem Leiter der Kommunität. Er gab zwei weitere Fälle aus den 1960er und 1970er Jahren an die Staatsanwaltschaft weiter. Diese Meldungen betrafen einen Bruder der Kommunität, der vor mehr als zwanzig Jahren starb und einen weiteren Bruder, der die Gemeinschaft vor über vierzig Jahren verließ. Außerdem wurden weitere Fälle von Missbrauch an schutzbefohlenen Volljährigen gemeldet, die einen der vor über fünfzehn Jahren verstorbenen Bruder betrafen. Im Oktober 2019 wurde bekannt, dass ein Bruder der Gemeinschaft eine Frau in ein Abhängigkeitsverhältnis gebracht hat. Die Frau beschuldigt den Bruder, sie von 2003 bis Mitte 2019 geistlich, psychologisch und sexuell missbraucht zu haben. Dies begann, als die Frau als junge Erwachsene an den internationalen Treffen in Taizé teilnahm. Die Behörden wurden informiert, gegen den Bruder wurde Anklage wegen sexuellen Übergriffs und Vergewaltigung erhoben. Der Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.


Im März 2020 berichtet die Kommunität, dass ein noch lebender Bruder der Gemeinschaft auch von weiteren Personen beschuldigt wurde, sie als Minderjährige sexuell berührt zu haben. Die Untersuchungsbehörde ist informiert. Der Beschuldigte hat auf Anraten des Leiters die Gemeinschaft verlassen, lebt außerhalb von Taizé und wird wegen seines Alters von einem Bruder der Gemeinschaft begleitet. Anfang Mai 2020 wurde der in Untersuchungshaft genommene Bruder unter Auflagen freigelassen. Die Kommunität hat beschlossen, dass er nicht länger dazu gehört. Im November 2022 gab es eine weitere Aussage gegen den noch lebenden Bruder, der außerhalb der Gemeinschaft lebt, aber wegen seines Alters von einem Mitbruder begleitet wird. Quellen: taize.fr   herder    domradio    zdf


13.12.2022 Viele Jugendliche fühlen sich von der Spiritualität des ökumenischen Männerordens von Taizé angezogen. 2019 machte dieser Fälle von sexualisierter Gewalt öffentlich. An der Aufarbeitung gibt es seither Kritik. Sieben „Fälle“ und fünf Täter sind an die Staatsanwaltschaft gemeldet worden, ein weiterer Fall wurde inzwischen bekannt. Quelle: deutschlandfunk


16.12.2022 Eine Frau aus Norddeutschland beschuldigt einen Ordensmann von Taizé der sexuellen Belästigung. 2019 habe sie sie Gemeinschaft informiert und Anzeige erstattet. Das Verfahren wurde wegen Verjährung eingestellt. Der Bruder ist weiterhin Ordensmitglied, übt aber keine seelsorgerliche Tätigkeit mehr aus, nehme auch am nächsten Treffen in Rostock nicht teil.

Derzeit gibt es Vorwürfe gegen acht Brüder, die von diskriminierenden Bemerkungen bis zu sexuellen Übergriffen reichen. In einem Fall läuft ein Gerichtsverfahren wegen Vergewaltigung. Vier der acht beschuldigten Brüder waren zum Zeitpunkt der Anzeige bereits tot, die anderen vier haben die Gemeinschaft verlassen. Von den insgesamt 15 Anschuldigungen sollen elf auf die 1960er bis 1980er Jahre zurückgehen, zwei geschahen in den 1990er Jahren und zwei in jüngerer Zeit. 15 Anschuldigungen wurden an die Justiz übergeben. Insgesamt haben 62 Personen Hinweise auf Fehlverhalten gemeldet, darunter auch Beschuldigungen gegen Teilnehmer. 15 der Anschuldigungen gegen Brüder wurden an die Justiz übergeben. Quelle: Domradio


9.3.2024 Die Kommunität von Taizé hat ihren „Tätigkeitsbericht des Teams ‚Entgegennahme und Weiterverfolgung von Meldungen‘ für das Jahr 2023“ veröffentlicht. Insgesamt sind 54 Fälle eingereicht und geprüft worden. Zwei Taizé-Brüder und drei ehemalige Brüder werden sexueller Handlungen beschuldigt. Vier Meldungen ohne sexuellen Bezug betreffen drei Brüder. Die Meldungen sprechen von „Schwierigkeiten“ im Umgang mit Freiwilligen, von „Missverständnissen in einem seelsorglichen Gespräch“ oder um „zu häufige Besuche bei einer Person“. In diesen vier Fällen seien einvernehmliche Lösungen gefunden worden. Quelle: taize.fr