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Presse

Rejouis-toi

18.10.2022 Der Bischof von Créteil, Michel Santier, trat 2021 vorgeblich „aus Gesundheitsgründen/Corona“ zurück. In Wirklichkeit war Santier 2019 von zwei Männern angezeigt worden, sie in den 1990er-Jahren im Bistum Coutances als Leiter einer „Gebetsschule“ für junge Erwachsene geistlich und sexuell – auch im Umfeld von Beichten – missbraucht zu haben. Der Vatikan wusste seit 2019 davon. Er wusste auch, dass der Beschuldigte die Taten gegenüber dem zuständigen Erzbischof von Paris, Michel Aupetit, 2019 eingeräumt hat. Santier begründete sein Rücktrittsgesuch gegenüber den Gläubigen mit seinem gesundheitlichen Zustand und „anderen Schwierigkeiten“, die er „durchgemacht habe“. Genaueres berichtete er nicht. Kirchenrechtlich wurde Santier ein „Leben des Gebets und der Buße“ auferlegt. Auf ein straf- oder zivilrechtliches Verfahren haben die Betroffenen verzichtet. Santier hatte 1977 eine Neue Geistliche Gemeinschaft gegründet und galt in den 1990er Jahren als führend in der charismatischen Erneuerung.  Von 2002 bis 2005 war er Vorsitzender des bischöflichen Komitees für geistliche Erneuerungsbewegungen. Quellen: katholisch.de   Domradio

20.10.2022 Erzbischof Lebrun von Rouen, Metropolitanbischof und damit zuständig für Bischof Michel Santier, Créteil, informiert die Öffentlichkeit, dass sich weitere Personen gemeldet haben, die von Santier als junge Erwachsene missbraucht wurden. Lebrun habe Anzeige erstattet und die Glaubenskongregation informiert. Quelle: actu.fr

21.10.2022 Bischof Michel Santier, Créteil, war 2021 aus gesundheitlichen Gründen und wegen der schlechten Atemluft in Paris vorzeitig zurückgetreten. Von den Missbrauchsvorwürfen von zwei jungen Männern, die er 2019 eingestanden hatte, erzählte er auch seinen Bischofskollegen nicht. Nun sagt ein Kollege, er fühle sich betrogen und belogen. Ein zweiter Bischofskollege zeigt sich ratlos darüber, dass Santier so lügen konnte, das sei nicht das Gesicht, das der Kollege von ihm kannte. Quellen: actu.fr   katholisch.de