25.6.2026 Seit der Veröffentlichung der Paderborner Studie im März 2026 wurden weitere mindestens 20 Betroffene von sexuellem Missbrauch und mindestens sieben bislang unbekannte Beschuldigte, vorwiegend Kleriker, bekannt, so dass nun von 489 Betroffenen und 210 Beschuldigten auszugehen ist. Quelle: Soester Anzeiger
24.3.2026 Nach der Veröffentlichung der Studie im Erzbistum Paderborn haben sich seit dem 12. März 22 Opfer und Angehörige neu bei der
Betroffenenvertretung gemeldet. Quelle: westfalen-blatt
12.3.2026 Veröffentlichung der Studie im Erzbistum Paderborn: Nicole Priesching, Christine Hartig: Sexuelle Gewalt an Minderjährigen im Erzbistum
Paderborn. Eine historische Untersuchung (1941–2002)
26.11.2025 Mindestens zwischen den 1970er-Jahren bis 2003 missbrauchte ein Redemptoristen-Pater minderjährige Mädchen und erwachsene Frauen. 2003 meldete sich ein Mitarbeiterin des KAB-Heims bei der KAB – der Pater blieb unbehelligt. Rückfragen an den Orden oder an das Erzbistum
Paderborn gab es nicht. 2011 wurde beim Redemptoristenorden ein konkreter Missbrauchsvorwurf aus den 70er-Jahren bekannt. Der Beschuldigte räumte den Vorwurf ein. Der Orden benachrichtigte weder die KAB noch das Erzbistum noch die Polizei. Für den Beschuldigten gab es keinerlei Konsequenzen. Auch im Erzbistum Paderborn war bereits 2011 ein Fall von „grenzüberschreitendem Verhalten“ bekannt, ohne dass der Orden oder die KAB informiert wurden. Erst 2024 ergab sich ein vollständiges Bild. Winfried Pauly, Leiter einer „Koordinierungsgruppe Prävention“ und Stefan Eirich, KAB, geben das Versagen der jeweils Verantwortlichen zu, verweisen jedoch darauf, dass die Opfer in beiden Fällen Vertraulichkeit zur Bedingung für Angaben gemacht hätten. Eirich erklärte für die KAB als Träger des Heinrich Lübke-Hauses, dass der Beschuldigte einen Fan-Kreis gehabt habe und man angenommen habe, dass den Anschuldigungen nicht geglaubt worden wäre. Quelle: Soester Anzeiger
10.11.2025 Gegen einen langjährigen im Jahr 2020 verstorbenen Möhneseer Seelsorger und Missionar sind Vorwürfe sexualisierter Gewalt erhoben
worden. Dies berichteten das Heinrich Lübke Haus, die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) und die Redemptoristen-Provinz
St. Clemens. In drei der fünf Vorwürfe soll es um sexualisierte Gewalt an Kindern, in zwei Fällen um sexualisierte Gewalt an Erwachsenen gehen.
Quelle: soester-anzeiger
28.7.2025 Die Veröffentlichung der Studie zu Kardinal Lorenz Jäger (Erzbischof von Paderborn von 1941 bis 1973) wird Anfang 2026 erwartet.
Im Fall des Priesters Walter Salmen zeigt Christine Hartig in dem Buchbeitrag Jägers Umgangsweisen mit Missbrauchstätern: Seelsorge, Tätersorge oder Institutionenschutz?, wie Kardinal Jäger mit einem strafrechtlich verurteilten (!) Missbrauchstäter und seinen Opfern umging. Quelle: archive.ph
29.5.2024 Im Jahr 1969 wurde ein 2016 verstorbener Priester des Bistums Aachen wegen Unzucht an minderjährigen Jugendlichen zu einer Haftstrafe verurteilt. Das Bistum Aachen bat das Erzbistum Paderborn nach der Haftentlassung um Übernahme des Priesters. Der Priester war dann ab 1975 in Letmathe, ab 1981 in Rüthen tätig. Ab 2010 erfuhr das Erzbistum Paderborn von Vorwürfen. Nun soll der „Dialog über den Umgang mit Missbrauchsfällen in der Vergangenheit und heute“ durch das Erzbistum Paderborn eröffnet werden. Quellen: Radio Sauerland WZ
Februar 2022: Im Erzbistum Paderborn sind 214 kirchlich Betroffene bekannt. Wie viele Betroffene Anerkennungszahlungen erhielten, ist unbekannt. Quelle: mdr
6.12.2021 Die Kirchenhistorikerin Nicole Priesching und ihrer Mitarbeiterin Christine Hartig betreuen eine Studie im Erzbistum Paderborn. Sie bescheinigen den früheren Erzbischöfen Lorenz Jaeger und Johannes Joachim Degenhardt, die von 1941 bis 2002 amtierten, „gravierendes Fehlverhalten im Umgang mit Missbrauchstätern unter den Geistlichen“. In der MHG-Studie, die den Zeitraum von 1946 bis Ende 2015 untersuchte, war die Rede von 111 Beschuldigten und 197 Betroffenen gewesen. In der neuen Studie wird zwischen 1941 und 2002 von 160 Beschuldigten ausgegangen. Ca 43 % von ihnen wurden mehrfach beschuldigt. Quellen: katholisch.de Kirche und Leben
4.6.2020 Unter Leitung der Kirchenhistorikerin Nicole Priesching untersucht die Universität Paderborn im Auftrag des Erzbistums Paderborn den kirchlichen Umgang mit Missbrauchsfällen zwischen 1941 und 2002, den Amtszeiten der Erzbischöfe Jaeger und Degenhardt. Untersucht werden sollen der Umfang des Missbrauchs, die Gewalterfahrungen Betroffener und die Folgen für ihre Lebenswege. Uneingeschränkter Aktenzugang sei zugesichert worden. Ein Beirat Betroffener soll eingerichtet werden. Die Arbeit begann im Februar 2020, die Ergebnisse sollen in drei Jahren in Buchform vorliegen. Quelle: katholisch.de
12.3.2020 Das Erzbistum Paderborn hat eine unabhängige Studie der Missbrauchsfälle in Auftrag gegeben. Quelle: Domradio
14.2.2020 Im Erzbistum Paderborn wurden 32 neue mutmaßliche Missbrauchsfälle im Jahr 2019 gemeldet. 29 Beschuldigte wurden namentlich bekannt, 9 weitere – bislang unbekannte Beschuldigte – sind inzwischen verstorben. Sieben Geistliche leben noch, sind aber nicht mehr aktiv im Dienst. Die Anschuldigungen betreffen die Jahre zwischen 1969 und 2019. Quelle: radiohochstift
4.2.2020 Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den Leiter des Pastoralverbundes Willebadessen-Peckelsheim, Erzbistum Paderborn, wegen sexuellen Missbrauchs aus Verjährungsgründen eingestellt. Das kirchenrechtliche Ermittlungsverfahren wird fortgesetzt. Der Beschuldigte bleibt beurlaubt. Die Vorwürfe seien der Interventionsbeauftragten, Dr. Petra Lillmeier, vor dem 16.1.2020 bekannt geworden, der Beschuldigte wurde am 16.1.2020 gehört. Quelle: westfalen-blatt.de
22.1.2020 Das Erzbistum Paderborn hat eine Strafanzeige gegen einen Pfarrer aus dem Kreis Höxter wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch gestellt. Der Pfarrer, der zuletzt in Willebadessen eingesetzt war, wurde beurlaubt. Die angezeigte Tat liege längere Zeit zurück. Quelle: Domradio
20.12.2019 Im Erzbistum Paderborn haben sich von Januar bis Ende Oktober 2019 30 mutmaßliche neue Opfer gemeldet – 15 Frauen und 15 Männer. Sie beschuldigen insgesamt 26 Priester und Laien. 19 der Beschuldigten seien verstorben, elf waren bereits als Täter bekannt, fünf seien noch am Leben, jedoch nicht mehr im aktiven Dienst. Bei zwei Tätern konnten die Betroffenen keinen Namen nennen. Quelle: domradio
29.4.2019 Gegen elf Priester des Erzbistums Paderborn wird von den örtlichen Staatsanwaltschaften wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt. Geprüft werden Verjährungsfristen und Tatnachweise in den elf Fällen, in denen die Beschuldigten noch am Leben sind und nicht bereits Gegenstand eines Strafverfahrens waren.
In weiteren acht Verfahren sind die Beschuldigten unbekannt. In einem aktuellen Fall wird derzeit ermittelt. Bereits im Januar 2019 waren zwei weitere neue Missbrauchsfälle bekanntgeworden. Die Ermittlungen richten sich gegen einen Priester und einen Kirchenmitarbeiter. Quelle: Mindener Tageblatt
25.9.2018 In der MHG-Studie wurden 2.502 Personalakten, die den Zeitraum von 1946 bis 2015 umfassen, untersucht. 111 Beschuldigte und 197 Betroffene wurden gefunden. 125 der Betroffenen waren männlich, 64 weiblich. Quelle: katholisch.de
28.12.2017 Andreas Meier wird als Kind von einem katholischen Pfarrer im Erzbistum Paderborn missbraucht. Die Diözese zahlt ihm 6.000 Euro, doch der 50-Jährige fühlt sich im Stich gelassen. Quelle: nw.de
29.1.2013 Das Erzbistum Paderborn (1,7 Millionen Katholiken) überwies bisher 297 500 Euro Entschädigungen sowie 21 500 Euro für Therapiekosten an katholische Missbrauchsopfer. Quelle: welt.de
29.6.2010 Im Erzbistum Paderborn sind 30 Priester als Täter bekannt. Quelle: wr.de