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Presse

Bistum Trier

26.2.2024 Dem Bistum Trier wurde Mitte der 1990er-Jahre bekannt, dass ein Pfarrer der Pfarrei Bassenheim (heute: Pfarrei Heilig Geist in Mülheim-Kärlich) ein Kind Anfang der 1980er-Jahre über mehrere Jahre missbraucht hat. Der Beschuldigte gestand die Taten. Er verstarb im Jahr 2000, so dass ein strafrechtlicher Prozess nicht beendet werden konnte. Eine kirchenrechtliche Untersuchung wurde nicht eingeleitet. Nun will das Bistum mögliche weitere Betroffene ermutigen, sich zu melden. Quelle: katholisch.de

19.1.2024 Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer aus dem Bistum Trier, der wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs vor Gericht stand, ist weiterhin vorerst nicht rechtskräftig. Er hat Rekurs eingelegt. Quelle: saarbruecker-zeitung

23.11.2023 Das Kirchengericht der Erzdiözese Köln hat den früheren Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden. Das teilten die Pressestellen der (Erz-)Bistümer Köln und Trier am 23. November mit. Das Gericht verhängte als Strafe die Entlassung aus dem Klerikerstand. Die erste Anzeige war im Jahr 2006 beim Bistum Trier eingegangen. Der nun entlassene Priester arbeitete bis 2015 in seiner Gemeinde als Priester. Die heutigen Bischöfe von Trier – Ackermann, München – Reinhard Marx und Limburg – Georg Bätzing – haben in diesem Fall Fehler gemacht. Das Kirchengericht des Erzbistums Köln hat sich von 2018 bis 2023 mit dem Fall befasst. Quellen: paulinus-bistumsnews   katholisch.de

22.11.2023 Die Aufarbeitungskommission identifiziert in ihrem 2. Zwischenbericht  227 Beschuldigte und 579 Opfer. Das sind 66 mehr Betroffene und 32 mehr Täter als im 1. Zwischenbericht. 

22.8.2023 Das Kölner Kirchengericht will im Spätsommer oder Frühherbst über einen Priester aus dem Bistum Trier entscheiden, dem mehrere Betroffene sexuelle Übergriffe vorwerfen. Es befasst sich seit fünf Jahren mit dem Fall. Quelle: katholisch.de s. auch katholisch.de vom 23.2.2023

18.8.2023 Das Urteil gegen einen Priester  aus Freisen, Bistum Trier, wegen sexueller Nötigung eines 14-Jährigen ist rechtskräftig. Gegen den Priester wurde bereits mehrfach wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe ermittelt – die Ermittlungen wurden jeweils eingestellt. Das Kölner Kirchengericht befasst sich seit 2018 mit den Vorwürfen. Quellen: katholisch.de   katholisch.de 23.2.2023

19.4.2023 Im Bistum Trier wurde ein Ruhestandsgeistlicher von einem Kirchengericht des sexuellen Missbrauchs einer minderjährigen Person für schuldig befunden. Im Frühjahr 2019 wurde bekannt, dass der Geistliche vor mehr als 15 Jahren einen Jugendlichen missbraucht hat. Der Priester darf keine priesterlichen Dienste mehr öffentlich ausüben und Sakramente spenden, nicht als Priester erkennbar auftreten. Seine päpstlichen Ehrentitel darf er nicht mehr führen. Sein Ruhestandsgehalt wurde gekürzt. Strafrechtlich wurde Verjährung festgestellt. Quellen: stern katholisch.de

13.4.2023 Ein angesehener und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneter Geistlicher aus Friedrichsthal, Bistum Trier, der auch in der Eifel eingesetzt war und 2022 starb, hat offenbar über Jahrzehnte hinweg Minderjährige missbraucht und sie in eindeutigen Posen fotografiert. Ein Neffe stieß jetzt im Haus seines verstorbenen Onkels auf den Nachlass – über 700 Fotos und Videos. Die ersten Aufnahmen stammen aus den sechziger Jahren, die jüngsten aus den nuller Jahren. Sie seien hart pornografisch. Seit 1971 wusste das Bistum Trier von den ersten Fällen im Kontext einer Romwallfahrt. Bischof Stein war informiert. Der Priester wurde dann in den Schuldienst versetzt und unterrichtete unter anderem an einem Gymnasium in Saarlouis. 2012 gab es einen weiteren Hinweis an das Bistum. Dem Priester wurde daraufhin unter anderem der Umgang mit Kindern und Jugendlichen untersagt. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, stellte die Ermittlungen jedoch wegen Verjährung ein. Quellen: Volksfreund  sr   Rheinzeitung 12.4.2023

23.2.2023 Das Landgericht Saarbrücken hat einen wegen sexueller Nötigung angeklagten Priester des Bistums Trier zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf  Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre. Das Gericht sah als erwiesen an, dass der 69-Jährige 1997 in seinem Pfarrhaus im Saarland einen 14-Jährigen sexuell genötigt hat. Der Angeklagte muss zudem 2.500 Euro Geldstrafe an einen Verein zahlen, der sich gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen einsetzt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können Rechtsmittel einlegen. Quelle: katholisch.de

25.8.2022 Zwischen 1946 bis 2021 wurden 513 Betroffene identifiziert. Als Beschuldigte des sexuellen Missbrauchs – oder auch als überführte Täter– sind 195 Personen erfasst. Quelle: Saarbruecker Zeitung 

27.7.2022 Ein Ruhestandspfarrer aus Freisen, Bistum Trier, muss sich wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 1997 einen damals 14jährigen Ministranten „sexuell motiviert unangemessen berührt und dazu körperliche Gewalt angewendet“ zu haben. Gegen den Ruhestandspfarrer gab es in der Vergangenheit weitere Anschuldigungen wegen sexualisierter Gewalt, Verfahren wurden jeweils eingestellt. Der letzte Vorwurf wurde im Rahmen eines kirchenrechtlichen Verfahrens bekannt. Das Bistum leitete die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft weiter. Seit 2006 weiß das Bistum von Vorwürfen, beließ den Pfarrer aber bis 2015 im Amt und leitete die Anschuldigungen erst 2017 an die Glaubenskongregation weiter. Quelle: katholisch.de

31.3.2022 Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen einen früheren Pfarrer von Freisen, Bistum Trier, erhoben. Ihm wird vorgeworfen, 1997 einen damals 14jährigen Messdiener sexuell motiviert unangemessen berührt zu haben und dabei körperliche Gewalt angewandt zu haben. Der Geschädigte konnte sich wehren und fliehen. Der Beschuldigte bestreitet die Tat. Der Pfarrer wurde mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt und legte 2006 ein Teilgeständnis ab. Alle Fälle wurden eingestellt, zumeist wegen Verjährung. Mit seinem Fall waren die Bischöfe Marx, Bätzing und Ackermann befasst. Sie haben mehrfach Fehler im Umgang mit dem Fall eingeräumt. Ein kirchliches Strafverfahren gegen den Pfarrer läuft seit 2018. Quelle: Saarbrücker Zeitung
Februar 2022: Im Bistum Trier wurden 136 Betroffene (von 442 bekannten kirchlich Betroffenen) anerkannt und erhielten im Durchschnitt 11.088 Euro Anerkennungszahlungen. Quelle: mdr

26.2.2022  Bischof Ackermann, Trier, hat einen Bistumspriester von seiner Tätigkeit in einer Pfarreiengemeinschaft freigestellt und ihm die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt. Dem Priester wird sexueller Missbrauch vorgeworfen, der vor 13 Jahren geschehen sein soll. Er wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet, eine kirchenrechtliche Voruntersuchung wurde eingeleitet, ruht jedoch, bis das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen vorliegt. In den letzten elf Jahren wurden im Bistum Trier 208 Missbrauchsopfer bekannt, die 73 verstorbene und 36 noch lebende Kleriker beschuldigten.  Dabei ist unbekannt, welche Missbrauchsfälle bereits in die MHG-Studie eingingen. Quelle: Volksfreund

10.12.2021 Das Bistum Trier hat 795.500 Euro seit 2010 an Missbrauchsopfer gezahlt, im Schnitt also 5.764 Euro pro Opfer, bei denen eine Zahlung bewilligt wurde. Quelle: Spiegel

6.6.2021 Im Jungeninternat Albertinum in Gerolstein schilderten 32 Betroffene ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch und mit körperlicher Gewalt. Quelle: twitter

23.4.2021 Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Freisener Pfarrer eingestellt. Quelle: Saarbrücker Zeitung

22.2.2021 Das Bistum Trier hat die Untersuchungsergebnisse über einen Ruhestandspriester, dem sexueller Missbrauch eines Jugendlichen vorgeworfen wird, an den Vatikan weitergegeben. Der Priester bestreitet die Vorwürfe. In einem zweiten Fall wird einem Priester versuchter sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Priester wurde in den einstweiligen Ruhestand versetzt und darf erst wieder als Priester arbeiten, wenn er eine Therapie gemacht hat. In einem dritten Fall aus dem Raum Merzig, Saarland, haben sich Vorwürfe als unbegründet herausgestellt. Ein staatsanwaltliches Verfahren wurde eingestellt. Der Pfarrer war nicht beurlaubt worden. Von 2010 bis Ende 2020 hat das Bistum Trier an 138 Betroffene 640.500 Euro als Anerkennungszahlungen geleistet. Quelle: swr.de (nicht mehr online)

3.2.2021 Bischof Ackermann sagte, im Bistum Trier werde die Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauch Zugang zu allen angefragten Informationen erhalten. Die Kommission entscheide selbst, in welchem Umfang sie Namen nenne. Er gehe davon aus, dass Verantwortliche mit Namen genannt würden. Dem Bistum fehlen noch zwei Betroffene in der Aufarbeitungskommission, fünf Mitglieder der Kommission stehen fest. Quelle: katholisch.de

22.12.2020 Die Psychologin Petra Hank und Monika Sinderhauf, Direktorin des Trierer Bistumsarchiv, Herber Heyd, bisher Abteilungsleiter im saarländischen Sozialministerium, Ordinarius Lutz Raphael, Historiker und Gerhard Robbers, Ex-Justizminister von Rheinland-Pfalz sind bereit, in der Kommission, die den sexuellen Missbrauch im Bistum Trier aufarbeiten soll, mitzuarbeiten. Die konstituierende Sitzung findet statt, wenn auch die Vertreter*innen der Betroffenen benannt wurden. Quelle: Süddeutsche

21.7.2020 Das Albertinum in Gerolstein legt seinen Zwischenbericht vor. Quelle: albertinum-gerolstein.de

5.7.2020 Das Bistum Trier hat die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ in Kraft gesetzt. Quelle: paulinus.de

25.6.2020 Bischof Ackermann, Trier, hat die Gemeinsame Erklärung für eine unabhängige Aufarbeitung unterzeichnet und rief zur Mitwirkung im zu gründenden Betroffenenbeirat auf. Dem Beirat sollen fünf Personen angehören. Meldungen an den Bischöflichen Generalvikar sind bis 31.8.2020 möglich. Ausgewählt werden die Betroffenen durch ein Gremium, dem ein/e Vertreter/in des Bischofs und aus der Fachpraxis und aus der Wissenschaft angehören. In der Aufarbeitungskommission, die von Oktober 2020 bis längstens 2026 arbeiten soll, sollen auch die Strukturen identifiziert werden, die sexuellen Missbrauch ermöglichten oder erleichterten und die Aufdeckung erschwerten. Verantwortlichkeiten sollen benannt werden. Ob auch die für Vertuschung Verantwortlichen benannt und veröffentlicht werden, ist der Meldung nicht zu entnehmen. Quelle: bistum trier

19.2.2020 Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die Ermittlungen gegen einen katholischen Priester des Bistums Trier, der einem Jungen Geld gegen Sex angeboten hatte, eingestellt. Quelle: Rheinzeitung

23.9.2019 In Mainz ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen katholischen Pfarrer aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis wegen des Verdachts auf versuchten sexuellen Missbrauch eines Jugendlichen. Der Priester gehört zum Bistum Trier. Der Vorfall soll sich Anfang September in Mainz zugetragen haben. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat der Priester Anfang September 2019 im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofes einem 14-jährigen Jugendlichen Geld für sexuelle Handlungen angeboten haben. Der Beschuldigte wurde beurlaubt. Der mutmaßliche Missbrauch habe sich nicht im Arbeitsumfeld des Priesters ereignet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die kirchenrechtliche Voruntersuchung ruht bis zum Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Quellen: Rheinzeitung  spiegel.de

9.4.2019 Im Bistum Trier wurde ein weiterer Verdacht auf sexuellen Missbrauch bekannt. Das mutmaßliche Opfer ist der Trierer Tenor Thomas Kiessling. Er sagte, er sei von einem Pater der Trierer Abtei St. Matthias sexuell missbraucht worden. Von den Übergriffen hätten alle gewusst, „trotzdem gab es das große Schweigen“. Quelle: volksfreund.de

25.9.2018 „Zudem meldeten sich seit 2010 insgesamt 140 Opfer beim Bistum Trier, die 75 Priester beschuldigten. Diese Zahlen flossen nicht in die Studie ein. Das Bistum bewilligte 96 von 104 Anträgen auf Zahlungen wegen erlittenen Leides. Gezahlt wurden 475 500 Euro. Zum Bistum Trier gehören knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.“ Quelle: welt.de

25.9.2018 In der MHG-Studie wurden in 4.680 Personalakten 148 Beschuldigte und 442 Betroffene seit 1946 gefunden. In 67 Fällen gab es kirchliche Verfahren, in 16 kam es zu Sanktionen, darunter sechs Entlassungen aus dem Klerikerstand. 54 staatliche Verfahren endeten mit 25 Einstellungen und 4 Freisprüchen, 16 Freiheitsstrafen und drei Geldstrafen wurden ausgesprochen. Unter den 442 Opfern waren 190 weibliche Opfer.  Quelle: welt.de

11.5.2018  Dem Direktor des Albertinums in Gerolstein, der 1982 sein Amt niederlegte und zunächst in einer Pfarrei in Illigen, später auf den Saargau eingesetzt war, werfen Betroffene Misshandlungen und Missbrauch vor. Das Bistum will erst 2010 davon erfahren haben. Quelle: volksfreund.de

21.5.2016  Mindestens drei Mal hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen Pfarrer Z. ein Verfahren wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs an Kindern geführt: 2006, 2013 und 2016. Die Ermittlungen seien jeweils wegen mangelnden Tatnachweises und in einem Fall wegen Verjährung eingestellt worden. Von 2010 bis 31.12.2015 haben sich 125 Missbrauchsopfer beim Bistum Trier gemeldet. Beschuldigt wurden insgesamt 70 Geistliche, 40 davon sind verstorben. 90 Anträge wurden gestellt, 83 bewilligt. Das Bistum zahlte an Betroffene bislang 411.500 Euro. Quelle: volksfreund.de

20.1.2016  Mit 396.500 Euro wurden 79 Opfer entschädigt. Quelle: noz-cdn.de

29.6.2010 Im Bistum Trier (1,5 Millionen Katholiken), das 280 000 Euro auszahlte, belief sich die höchste bekannte Summe an ein Opfer auf 18 000 Euro. Quelle: welt.de