13.7.2026 Gegen einen 82‑jährigen wegen sexuellen Missbrauchs verurteilten ehemaligen Pfarrer aus dem Landkreis Merzig‑Wadern, Bistum Trier, ermittelt die Staatsanwaltschaft Saarbrücken wegen des Verdachts, jugendpornografische Inhalte besessen zu haben. Quelle: saarbruecker-zeitung
26.6.2026 Einem Priester der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach, Bistum Trier, wird sexuelle Nötigung einer Frau vorgeworfen, die als Erwachsene in die katholische Kirche eingetreten war und auf die Erstkommunion vorbereitet werden sollte. Der Beschuldigte wurde beurlaubt, eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach ermittelt. Quelle: swr
26.1.2026 Vor dem Amtsgericht Neunkirchen wird der Fall eines katholischen Priesters aus dem Bistum Trier wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Medien verhandelt werden. Die Hauptverhandlung ist derzeit ausgesetzt, weil ein IT-Sachverständiger ein Gutachten vorlegen soll. Bereits im Frühjahr 2022 wurden gegen den Priester Vorwürfe wegen sexualisierter Gewalt und Missbrauchs bekannt. Der Priester wurde suspendiert, der Fall an die Staatsanwaltschaft übermittelt. Wenn die staatlichen Verfahren abgeschlossen sind, will das Bistum eine kirchenrechtliche Untersuchung einleiten. Quelle: katholisch.de
30.10.2025 Der Zwischenbericht im Bistum Trier berichtet von 734 Betroffenen und 246 Beschuldigten in der Zeit zwischen 1946 bis 2021. Der Bericht der Universität Trier nennt 21 Beschuldigte und 35 Betroffene in der Amtszeit von Kardinal Marx (2001-2008), 16 Beschuldigte und 24 Betroffene in der untersuchten Amtszeit von Bischof Ackermann von 2009 bis 2021. Die Fürsorgepflicht für die Täter wurde höher gewichtet als das öffentliche Sicherheitsbedürfnis. Die Forscher bemängelten Versäumnisse in der Personalführung und mangelnde Transparenz – die Medien hätten die Aufklärung übernommen, die das Bistum hätte leisten müssen. Auch die unprofessionelle und unsystematische Aktenführung und unzureichende Informationsweitergabe kritisierten sie. Auch auf Verbesserungen wiesen die Forscher hin. Quelle: katholisch.de
22.10.2025 Die Missbrauchsbetroffene „Karin Weißenfels“ (Pseudonym) hat im Vatikan eine kirchenrechtliche Strafanzeige gegen den Bischof von Trier, Stephan Ackermann eingereicht. Sie wirft ihm Rufschädigung, Amtsmissbrauch und das Vernichten einer Aktennotiz, die ihn möglicherweise belasten könnte, vor. Quelle: katholisch.de
9.10.2025 Ein weiterer Zwischenbericht über sexuellen Missbrauch im Bistum Trier soll am 30. Oktober veröffentlicht werden. Untersucht werden die Amtszeiten von Bischof Ackermann und Kardinal Marx (2002-2021). Quelle: katholisch.de
26.9.2025 Bischof Ackermann, Trier, untersagte einem Priester die Ausübung des priesterlichen Dienstes, weil dem Priester sexueller Missbrauch einer minderjährigen Person vorgeworfen wird. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingestellt, die Kirche hatte die Vorwürfe als disziplinarische Angelegenheit behandelt. 2024 jedoch gab es neue Erkenntnisse und eine erweiterte Sachverhaltsdarstellung. Die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen erneut ein. Die kirchenrechtliche Voruntersuchung jedoch wurde aufgenommen. Quelle: katholisch.de
28.5.2025 Das Kirchengericht des Erzbistums Köln hat ein Missbrauchsurteil gegen einen Priester im Ruhestand aus dem Bistum Trier bestätigt. Als die Taten aus der Mitte der 2000er-Jahre 2019 bekannt wurden, hat das Bistum die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Die stellte die Ermittlungen wegen Verjährung ein. Im kirchenrechtlichen Verfahren jedoch wurde der Priester verurteilt. Seine Berufung wurde nun zurückgewiesen. Quelle: katholisch.de
9.4.2025 Im Bistum Trier hat sich der Krisenstab im Jahr 2024 mit vier neuen Beschuldigungen zu Missbrauch durch Kleriker/Angestellte beschäftigt, drei der Beschuldigten sind Pfarrer. Vier Meldungen gingen an die Staatsanwaltschaft, die zwei Ermittlungen einstellte. Gegen weitere inzwischen verstorbene fünf Priester, zwei Ordenspriester und einen Ordensgeistlichen gab es Meldungen wegen sexualisierter Gewalt. Quellen: Rheinpfalz
31.3.2025 Ein katholischer Priester des Bistums Trier muss wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen 1.800 Euro zahlen. Die Taten geschahen 2022 und 2023. Quelle: katholisch.de
27.1.2025 Das Bistum Trier hat seit 2010 knapp 3,7 Millionen Euro an Missbrauchsbetroffene gezahlt und Therapiekosten in Höhe von 182.000 Euro erstattet. Insgesamt haben bislang 196 Betroffene (von den ca 711 Betroffenen) Anerkennungsleistungen erhalten. Quelle: katholisch.de
14.1.2025 Ein Missbrauchsopfer aus Longuich, Bistum Trier, kann wohl keine Schadenersatzansprüche gegen das Bistum geltend machen, weil das Bistum nicht auf die Verjährung verzichtet. Das bedeute jedoch nicht, dass sich das Bistum Trier immer auf die Verjährung berufen werden. Quelle: swr
1.2025 Gabriele Knetsch, BR, und Xenia Böttcher, SWR, berichten, dass im Bistum Trier ein Priester, gegen den es ein Strafverfahren wegen sexuellem Missbrauch gab, Ende der 1990er-Jahre in Osteuropa eingesetzt wurde. Ein zweiter Priester des Bistums Trier arbeitete ab 1966 als Pfarrer in Südamerika, obwohl es bereits in den 1960er-Jahren Hinweise auf Missbrauchsfälle gab. Quelle: Tagesschau
7.12.2024 Der ehemalige Pfarrer aus Freisen, Bistum Trier, war wegen Missbrauchs zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Nun wird er endgültig aus dem Klerikerstand entlassen. Quellen: tagesschau stern
3.9.2024 Im „Fall Dillinger“, Bistum Trier, hat sich ein weiteres Opfer gemeldet, so dass von nunmehr 20 Betroffenen auszugehen ist. Quelle: katholisch.de
24.7.2024 Im Bistum Trier gab es 711 Betroffene und 234 mutmaßliche Täter. Das sind 369 mehr Betroffene und 86 mehr Täter als in der MHG-Studie genannt worden waren. Quelle: evangelische-zeitung
24.7.2024 In der Amtszeit des Trierer Bischofs Hermann Josef Spital gab es mindestens 199 Betroffene und 49 Beschuldigte und mutmaßliche Täter. 195 der Opfer waren minderjährig. Drei mutmaßlich Betroffene begingen im Umfeld der Verbrechen Suizid. 14 der 49 Beschuldigten waren Intensivtäter – sie waren für den Missbrauch von mindestens 148 Menschen verantwortlich. Bischof Spital leitete kein einziges kirchenrechtliches Verfahren ein, er beließ es bei den staatlicherseits verhängten Verfahren, wenn diese erfolgten. Zwischen 1981 und 2001 gab es drei Verurteilungen – die Täter erhielten jeweils zwei Jahre auf Bewährung für zwischen 25 und 41 Taten. Das zeigt die Studie Sexueller Missbrauch im Bistum Trier in der Amtszeit Hermann Josef Spitals (1981–2001), die heute veröffentlicht wurde. Der Bistumsleitung waren damals 20 Beschuldigte bekannt, 29 weitere meldeten sich ab 2010. Weihbischof Leo Schwarz, der übergangsweise das Bistum leitete, hat Missbrauchsverbrechen vertuscht. Quelle: katholisch.de msn Rheinzeitung
5.7.2024 Seit 2010 hat das Bistum Trier 2,7 Millionen Euro an Betroffene sexuellen Missbrauchs bezahlt, knapp 500.000 Euro davon im Jahr 2023. An Therapiekosten wurden 2023 fast 37.000 Euro gezahlt, seit 2010 insgesamt 143.00. Im Jahr 2023 stellten neun Betroffene Erstanträge auf Leidanerkennung. Sie beschuldigen acht Pfarrer und einen Ordenspriester, alle sind inzwischen verstorben. Ein Fall geschah 2001, die übrigen Verbrechen geschahen vor allem in den 1960er und 1070er Jahren. Quellen: Zeit Jahresbericht 2023
26.2.2024 Dem Bistum Trier wurde Mitte der 1990er-Jahre bekannt, dass ein Pfarrer der Pfarrei Bassenheim (heute: Pfarrei Heilig Geist in Mülheim-Kärlich) ein Kind Anfang der 1980er-Jahre über mehrere Jahre missbraucht hat. Der Beschuldigte gestand die Taten. Er verstarb im Jahr 2000, so dass ein strafrechtlicher Prozess nicht beendet werden konnte. Eine kirchenrechtliche Untersuchung wurde nicht eingeleitet. Nun will das Bistum mögliche weitere Betroffene ermutigen, sich zu melden. Quelle: katholisch.de
19.1.2024 Das kirchenrechtliche Verfahren gegen den ehemaligen Freisener Pfarrer aus dem Bistum Trier, der wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs vor Gericht stand, ist weiterhin vorerst nicht rechtskräftig. Er hat Rekurs eingelegt. Quelle: saarbruecker-zeitung
23.11.2023 Das Kirchengericht der Erzdiözese Köln hat den früheren Pfarrer von Freisen (Saarland) O.M. des sexuellen Missbrauchs von fünf Personen für schuldig befunden. Das teilten die Pressestellen der (Erz-)Bistümer Köln und Trier am 23. November mit. Das Gericht verhängte als Strafe die Entlassung aus dem Klerikerstand. Die erste Anzeige war im Jahr 2006 beim Bistum Trier eingegangen. Der nun entlassene Priester arbeitete bis 2015 in seiner Gemeinde als Priester. Die heutigen Bischöfe von Trier – Ackermann, München – Reinhard Marx und Limburg – Georg Bätzing – haben in diesem Fall Fehler gemacht. Das Kirchengericht des Erzbistums Köln hat sich von 2018 bis 2023 mit dem Fall befasst. Quellen: paulinus-bistumsnews katholisch.de
22.11.2023 Die Aufarbeitungskommission identifiziert in ihrem 2. Zwischenbericht 227 Beschuldigte und 579 Opfer. Das sind 66 mehr Betroffene und 32 mehr Täter als im 1. Zwischenbericht.
22.8.2023 Das Kölner Kirchengericht will im Spätsommer oder Frühherbst über einen Priester aus dem Bistum Trier entscheiden, dem mehrere Betroffene sexuelle Übergriffe vorwerfen. Es befasst sich seit fünf Jahren mit dem Fall. Quelle: katholisch.de s. auch katholisch.de vom 23.2.2023
18.8.2023 Das Urteil gegen einen Priester aus Freisen, Bistum Trier, wegen sexueller Nötigung eines 14-Jährigen ist rechtskräftig. Gegen den Priester wurde bereits mehrfach wegen des Vorwurfs sexueller Übergriffe ermittelt – die Ermittlungen wurden jeweils eingestellt. Das Kölner Kirchengericht befasst sich seit 2018 mit den Vorwürfen. Quellen: katholisch.de katholisch.de 23.2.2023
19.4.2023 Im Bistum Trier wurde ein Ruhestandsgeistlicher von einem Kirchengericht des sexuellen Missbrauchs einer minderjährigen Person für schuldig befunden. Im Frühjahr 2019 wurde bekannt, dass der Geistliche vor mehr als 15 Jahren einen Jugendlichen missbraucht hat. Der Priester darf keine priesterlichen Dienste mehr öffentlich ausüben und Sakramente spenden, nicht als Priester erkennbar auftreten. Seine päpstlichen Ehrentitel darf er nicht mehr führen. Sein Ruhestandsgehalt wurde gekürzt. Strafrechtlich wurde Verjährung festgestellt. Quellen: stern katholisch.de
13.4.2023 Ein angesehener und mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichneter Geistlicher aus Friedrichsthal, Bistum Trier, der auch in der Eifel eingesetzt war und 2022 starb, hat offenbar über Jahrzehnte hinweg Minderjährige missbraucht und sie in eindeutigen Posen fotografiert. Ein Neffe stieß jetzt im Haus seines verstorbenen Onkels auf den Nachlass – über 700 Fotos und Videos. Die ersten Aufnahmen stammen aus den sechziger Jahren, die jüngsten aus den nuller Jahren. Sie seien hart pornografisch. Seit 1971 wusste das Bistum Trier von den ersten Fällen im Kontext einer Romwallfahrt. Bischof Stein war informiert. Der Priester wurde dann in den Schuldienst versetzt und unterrichtete unter anderem an einem Gymnasium in Saarlouis. 2012 gab es einen weiteren Hinweis an das Bistum. Dem Priester wurde daraufhin unter anderem der Umgang mit Kindern und Jugendlichen untersagt. Die Staatsanwaltschaft wurde informiert, stellte die Ermittlungen jedoch wegen Verjährung ein. Quellen: Volksfreund sr Rheinzeitung 12.4.2023
23.2.2023 Das Landgericht Saarbrücken hat einen wegen sexueller Nötigung angeklagten Priester des Bistums Trier zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die Bewährungszeit beträgt vier Jahre. Das Gericht sah als erwiesen an, dass der 69-Jährige 1997 in seinem Pfarrhaus im Saarland einen 14-Jährigen sexuell genötigt hat. Der Angeklagte muss zudem 2.500 Euro Geldstrafe an einen Verein zahlen, der sich gegen sexuelle Ausbeutung von Mädchen einsetzt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Beteiligten können Rechtsmittel einlegen. Quelle: katholisch.de
25.8.2022 Zwischen 1946 bis 2021 wurden 513 Betroffene identifiziert. Als Beschuldigte des sexuellen Missbrauchs – oder auch als überführte Täter– sind 195 Personen erfasst. Quelle: Saarbruecker Zeitung
27.7.2022 Ein Ruhestandspfarrer aus Freisen, Bistum Trier, muss sich wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung vor dem Landgericht Saarbrücken verantworten. Ihm wird vorgeworfen, 1997 einen damals 14jährigen Ministranten „sexuell motiviert unangemessen berührt und dazu körperliche Gewalt angewendet“ zu haben. Gegen den Ruhestandspfarrer gab es in der Vergangenheit weitere Anschuldigungen wegen sexualisierter Gewalt, Verfahren wurden jeweils eingestellt. Der letzte Vorwurf wurde im Rahmen eines kirchenrechtlichen Verfahrens bekannt. Das Bistum leitete die Vorwürfe an die Staatsanwaltschaft weiter. Seit 2006 weiß das Bistum von Vorwürfen, beließ den Pfarrer aber bis 2015 im Amt und leitete die Anschuldigungen erst 2017 an die Glaubenskongregation weiter. Quelle: katholisch.de
31.3.2022 Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hat Anklage gegen einen früheren Pfarrer von Freisen, Bistum Trier, erhoben. Ihm wird vorgeworfen, 1997 einen damals 14jährigen Messdiener sexuell motiviert unangemessen berührt zu haben und dabei körperliche Gewalt angewandt zu haben. Der Geschädigte konnte sich wehren und fliehen. Der Beschuldigte bestreitet die Tat. Der Pfarrer wurde mehrfach wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt und legte 2006 ein Teilgeständnis ab. Alle Fälle wurden eingestellt, zumeist wegen Verjährung. Mit seinem Fall waren die Bischöfe Marx, Bätzing und Ackermann befasst. Sie haben mehrfach Fehler im Umgang mit dem Fall eingeräumt. Ein kirchliches Strafverfahren gegen den Pfarrer läuft seit 2018. Quelle: Saarbrücker Zeitung
Februar 2022: Im Bistum Trier wurden 136 Betroffene (von 442 bekannten kirchlich Betroffenen) anerkannt und erhielten im Durchschnitt 11.088 Euro Anerkennungszahlungen. Quelle: mdr
26.2.2022 Bischof Ackermann, Trier, hat einen Bistumspriester von seiner Tätigkeit in einer Pfarreiengemeinschaft freigestellt und ihm die Ausübung priesterlicher Dienste untersagt. Dem Priester wird sexueller Missbrauch vorgeworfen, der vor 13 Jahren geschehen sein soll. Er wurde der Staatsanwaltschaft gemeldet, eine kirchenrechtliche Voruntersuchung wurde eingeleitet, ruht jedoch, bis das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen vorliegt. In den letzten elf Jahren wurden im Bistum Trier 208 Missbrauchsopfer bekannt, die 73 verstorbene und 36 noch lebende Kleriker beschuldigten. Dabei ist unbekannt, welche Missbrauchsfälle bereits in die MHG-Studie eingingen. Quelle: Volksfreund
10.12.2021 Das Bistum Trier hat 795.500 Euro seit 2010 an Missbrauchsopfer gezahlt, im Schnitt also 5.764 Euro pro Opfer, bei denen eine Zahlung bewilligt wurde. Quelle: Spiegel
6.6.2021 Im Jungeninternat Albertinum in Gerolstein schilderten 32 Betroffene ihre Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch und mit körperlicher Gewalt. Quelle: twitter
23.4.2021 Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Freisener Pfarrer eingestellt. Quelle: Saarbrücker Zeitung
22.2.2021 Das Bistum Trier hat die Untersuchungsergebnisse über einen Ruhestandspriester, dem sexueller Missbrauch eines Jugendlichen vorgeworfen wird, an den Vatikan weitergegeben. Der Priester bestreitet die Vorwürfe. In einem zweiten Fall wird einem Priester versuchter sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Priester wurde in den einstweiligen Ruhestand versetzt und darf erst wieder als Priester arbeiten, wenn er eine Therapie gemacht hat. In einem dritten Fall aus dem Raum Merzig, Saarland, haben sich Vorwürfe als unbegründet herausgestellt. Ein staatsanwaltliches Verfahren wurde eingestellt. Der Pfarrer war nicht beurlaubt worden. Von 2010 bis Ende 2020 hat das Bistum Trier an 138 Betroffene 640.500 Euro als Anerkennungszahlungen geleistet. Quelle: swr.de (nicht mehr online)
3.2.2021 Bischof Ackermann sagte, im Bistum Trier werde die Kommission zur Aufarbeitung von Missbrauch Zugang zu allen angefragten Informationen erhalten. Die Kommission entscheide selbst, in welchem Umfang sie Namen nenne. Er gehe davon aus, dass Verantwortliche mit Namen genannt würden. Dem Bistum fehlen noch zwei Betroffene in der Aufarbeitungskommission, fünf Mitglieder der Kommission stehen fest. Quelle: katholisch.de
22.12.2020 Die Psychologin Petra Hank und Monika Sinderhauf, Direktorin des Trierer Bistumsarchiv, Herber Heyd, bisher Abteilungsleiter im saarländischen Sozialministerium, Ordinarius Lutz Raphael, Historiker und Gerhard Robbers, Ex-Justizminister von Rheinland-Pfalz sind bereit, in der Kommission, die den sexuellen Missbrauch im Bistum Trier aufarbeiten soll, mitzuarbeiten. Die konstituierende Sitzung findet statt, wenn auch die Vertreter*innen der Betroffenen benannt wurden. Quelle: Süddeutsche
21.7.2020 Das Albertinum in Gerolstein legt seinen Zwischenbericht vor. Quelle: albertinum-gerolstein.de
5.7.2020 Das Bistum Trier hat die „Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ in Kraft gesetzt. Quelle: paulinus.de
25.6.2020 Bischof Ackermann, Trier, hat die Gemeinsame Erklärung für eine unabhängige Aufarbeitung unterzeichnet und rief zur Mitwirkung im zu gründenden Betroffenenbeirat auf. Dem Beirat sollen fünf Personen angehören. Meldungen an den Bischöflichen Generalvikar sind bis 31.8.2020 möglich. Ausgewählt werden die Betroffenen durch ein Gremium, dem ein/e Vertreter/in des Bischofs und aus der Fachpraxis und aus der Wissenschaft angehören. In der Aufarbeitungskommission, die von Oktober 2020 bis längstens 2026 arbeiten soll, sollen auch die Strukturen identifiziert werden, die sexuellen Missbrauch ermöglichten oder erleichterten und die Aufdeckung erschwerten. Verantwortlichkeiten sollen benannt werden. Ob auch die für Vertuschung Verantwortlichen benannt und veröffentlicht werden, ist der Meldung nicht zu entnehmen. Quelle: bistum trier
19.2.2020 Die Staatsanwaltschaft Mainz hat die Ermittlungen gegen einen katholischen Priester des Bistums Trier, der einem Jungen Geld gegen Sex angeboten hatte, eingestellt. Quelle: Rheinzeitung
23.9.2019 In Mainz ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen katholischen Pfarrer aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis wegen des Verdachts auf versuchten sexuellen Missbrauch eines Jugendlichen. Der Priester gehört zum Bistum Trier. Der Vorfall soll sich Anfang September in Mainz zugetragen haben. Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft hat der Priester Anfang September 2019 im Bereich des Mainzer Hauptbahnhofes einem 14-jährigen Jugendlichen Geld für sexuelle Handlungen angeboten haben. Der Beschuldigte wurde beurlaubt. Der mutmaßliche Missbrauch habe sich nicht im Arbeitsumfeld des Priesters ereignet. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Die kirchenrechtliche Voruntersuchung ruht bis zum Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen. Quellen: Rheinzeitung spiegel.de
9.4.2019 Im Bistum Trier wurde ein weiterer Verdacht auf sexuellen Missbrauch bekannt. Das mutmaßliche Opfer ist der Trierer Tenor Thomas Kiessling. Er sagte, er sei von einem Pater der Trierer Abtei St. Matthias sexuell missbraucht worden. Von den Übergriffen hätten alle gewusst, „trotzdem gab es das große Schweigen“. Quelle: volksfreund.de
25.9.2018 „Zudem meldeten sich seit 2010 insgesamt 140 Opfer beim Bistum Trier, die 75 Priester beschuldigten. Diese Zahlen flossen nicht in die Studie ein. Das Bistum bewilligte 96 von 104 Anträgen auf Zahlungen wegen erlittenen Leides. Gezahlt wurden 475 500 Euro. Zum Bistum Trier gehören knapp 1,4 Millionen Katholiken in Rheinland-Pfalz und im Saarland.“ Quelle: welt.de
25.9.2018 In der MHG-Studie wurden in 4.680 Personalakten 148 Beschuldigte und 442 Betroffene seit 1946 gefunden. In 67 Fällen gab es kirchliche Verfahren, in 16 kam es zu Sanktionen, darunter sechs Entlassungen aus dem Klerikerstand. 54 staatliche Verfahren endeten mit 25 Einstellungen und 4 Freisprüchen, 16 Freiheitsstrafen und drei Geldstrafen wurden ausgesprochen. Unter den 442 Opfern waren 190 weibliche Opfer. Quelle: welt.de
11.5.2018 Dem Direktor des Albertinums in Gerolstein, der 1982 sein Amt niederlegte und zunächst in einer Pfarrei in Illigen, später auf den Saargau eingesetzt war, werfen Betroffene Misshandlungen und Missbrauch vor. Das Bistum will erst 2010 davon erfahren haben. Quelle: volksfreund.de
21.5.2016 Mindestens drei Mal hat die Staatsanwaltschaft Saarbrücken gegen Pfarrer Z. ein Verfahren wegen des Vorwurfs des sexuellen Missbrauchs an Kindern geführt: 2006, 2013 und 2016. Die Ermittlungen seien jeweils wegen mangelnden Tatnachweises und in einem Fall wegen Verjährung eingestellt worden. Von 2010 bis 31.12.2015 haben sich 125 Missbrauchsopfer beim Bistum Trier gemeldet. Beschuldigt wurden insgesamt 70 Geistliche, 40 davon sind verstorben. 90 Anträge wurden gestellt, 83 bewilligt. Das Bistum zahlte an Betroffene bislang 411.500 Euro. Quelle: volksfreund.de
20.1.2016 Mit 396.500 Euro wurden 79 Opfer entschädigt. Quelle: noz-cdn.de
29.6.2010 Im Bistum Trier (1,5 Millionen Katholiken), das 280 000 Euro auszahlte, belief sich die höchste bekannte Summe an ein Opfer auf 18 000 Euro. Quelle: welt.de