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Presse

Bistum Limburg

15.8.2022 Im Bistum Limburg bietet die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs eine eigene Website  – www.uko-limburg.de – an, bei der sich kirchlich Betroffene und Zeitzeug*innen melden können. Quelle: neuesruhrwort

7.6.2022 Ein Priester des Bistums Limburg wurde 2018 von einem Opfer bei der katholischen Kirche angezeigt wegen Missbrauchs eines Minderjährigen von 1986 bis 1993. Die Staatsanwaltschaft stellte Verjährung fest. Nun ist das kirchenrechtliche Verfahren beendet, das die Schwere der Schuld konstatierte und dem Täter eine Geldstrafe auferlegte. Da der Täter während des kirchenrechtlichen Verfahrens aus dem Klerikerstand ausschied, konnte er nicht mehr als Höchststrafe aus dem Klerikerstand entlassen werden. Quelle: vaticannews

Februar 2022: Im Bistum Limburg wurden 40 Betroffene (von 46) anerkannt und erhielten im Durchschnitt 11.663 Euro Anerkennungszahlungen. Quelle: mdr 

16.4.2019 Namen der Verantwortlichen, die Missbrauch vertuscht haben, sollen im Aufklärungsprojekt nicht öffentlich genannt werden. Quelle: FAZ

1.7.2019 Das Bistum Limburg sagt Aufklärung zu, auch durch unabhängige Experten und Betroffene. Quelle: fnp

13.6.2020 Abschlussbericht Bistum Limburg

6.9.2019 Bereits Anfang der 2000er Jahre gab es erste Anschuldigungen gegen einen Priester des Bistums Limburg. Weder das Bistum noch die Staatsanwaltschaft fanden konkrete Hinweise auf sexuelle Übergriffe. 2010 folgten weitere Anschuldigungen, die bis in die 90er Jahre zurückgingen. Sie betrafen Dusch- und Saunagänge mit minderjährigen Jungen, Küsse auf den Mund und gemeinsames Onanieren mit einem 16jährigen. Der Priester räumte die Vorwürfe teilweise ein. Strafrechtlich waren die Taten verjährt, kirchenrechtliche Ermittlungen ergaben, dass sie nicht strafbar seien. Im Frühjahr 2019 ergriff Bischof Bätzing Maßnahmen gegen den Priester. Nun versetzte er ihn in den Ruhestand – dabei hätten „persönliche und pastorale Aspekte eine Rolle“ gespielt. Der Priester erhielt die Auflage, beabsichtigte priesterliche Dienste beim Bistum anzuzeigen. Priesterliche Dienste bedürfen der Zustimmung des Bischofs. Ehrenamtliche Arbeit auch mit Kindern und Jugendlichen ist dem Priester weiterhin erlaubt, sie entziehe sich der Zuständigkeit des Bistums. Zuletzt lehrte er außerhalb Hessens als Dozent an einer Hochschule, engagierte sich in einer christlichen Organisation und übernahm in einer Gemeinde vorübergehend auch wieder priesterliche Aufgaben. Beschwerden wurden nicht bekannt. Quelle: hr-inforadio.de (nicht mehr online)

12.4.2019 Im Bistum Limburg wird derzeit gegen vier Priester wegen sexuellen Missbrauchs ermittelt. Bischof Bätzing hat in einem der Fälle Position gegen den früheren Personaldezernenten des Bischofs bezogen. Das ehemalige Pflegekind des Pfarrers hat dem früheren Personaldezernenten vorgeworfen, den sexuellen Missbrauch des Pfarrers am Pflegekind vertuscht zu haben. Gegen den beschuldigten Pfarrer läuft ein kirchenrechtliches Verfahren. Quelle: wiesbadener-kurier.de

5.4.2019 Derzeit werden 57 Priester und Diakone aus dem Bistum Limburg des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Quelle: 1730live

Kommentar: Die Zahlen schwanken schon sehr, Gründe dafür sind nicht zu erkennen: Im September 2018 waren es 49 Beschuldigte, im Januar 2019 waren es 92 aktenkundig Beschuldigte. Im April 2019 sind es nun 57 Priester und Diakone, die beschuldigt werden.

5.4.2019 Das Bistum Limburg hat der Staatsanwaltschaft 35 Namen von des Missbrauchs Verdächtigen übergeben. Dabei handelt es sich sowohl um Priester als auch um Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen. Die Akten enthalten demnach sämtliche in den Bistümern dokumentierte Fälle. Darunter sind auch solche, die bereits verjährt oder strafrechtlich nicht relevant sind und außerdem Fälle, in denen Ermittlungsverfahren bereits eingeleitet worden oder Verdächtige bereits gestorben sind. Quelle: n-tv

1.2.2019 Im Bistum Limburg erheben zwei Mädchen Anklage gegen einen Gemeindereferenten – er habe sich an ihnen vergangen. Das Bistum bestätigte, dass sich die Betroffenen Ende September 2018 an das Bistum gewandt hätten. Das Bistumn habe Anfang Oktober Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Limburg erstattet und den Beschuldigten suspendiert. Quelle: faz

21.1.2019 Ein Priester des Bistums Limburg, der im Bistum Bamberg lebt, wird des sexuellen Missbrauchs eines minderjährigen Jungen beschuldigt. Die Taten sollen sich zwischen 1986 und 1993 ereignet haben. Das Verfahren wird bei der Staatsanwaltschaft Marburg geführt. Das mutmaßliche Opfer hat sich beim Bistum Bamberg Ende Dezember 2018 gemeldet. Es sagte, dass die damals Verantwortlichen des Bistums Limburg Kenntnisse über den Missbrauch gehabt hätten. In den Akten finden sich keine Hinweise auf sexuellen Missbrauch.

Das Bistum Limburg will den Vorgang durch einen unabhängigen Juristen klären lassen. Sie wollen die damals Verantwortlichen befragen. Dazu gehören der emeritierte Bischof Kamphaus (1977-2009), der emeritierte Weihbischof Gerhard Pieschl, der ehemalige Personaldezernent Helmut Wanka und weitere Personen. Quellen: bistumlimburg.de  fr.de

ca 27.9.2018: Unklar ist, ob und wenn ja, wie die 55 Opfer sexueller Gewalt aus Aulhausen, Marienhausen und dem Franz-Sales-Haus in Essen zu den 85 Betroffenen der MHG-Studie dazu gerechnet werden. Generalvikar Rösch meint, es gebe dabei eine „Schnittmenge“, ohne genauere Angaben machen zu können. Quelle: wiesbadener-kurier.de

26.9.2018  Das Bistum Limburg habe Kenntnis von 92 Geistlichen, pastoralen Mitarbeitern, Ordensschwestern, Kirchenmusikern und sonstigen Laien, gegen die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs vorgebracht worden seien. Nur in 23 Fällen seien die Vergehen bewiesen oder zugegeben. Zumindest einige Beschuldigte stünden nach wie vor im Dienst des Bistums, keiner der bekannten Täter habe jedoch noch dienstlich mit Kindern oder Jugendlichen zu tun. Betroffen seien mindestens 85 Personen, ca 50 männliche und 30 weibliche Jugendliche. Bis zum Juli 2018 habe das Bistum knapp 170 000 Euro materielle Hilfe an die Opfer gezahlt, weitere 60 000 Euro seien für die Finanzierung von Therapien gezahlt worden. Quelle: fr.de

25.9.2018: In der MHG-Studie wurden in 627 Personalakten, die die Zeit zwischen 2000 und 2015 umfassen, 85 Betroffene und 49 Beschuldigte gefunden. Quelle: katholisch.de

25.3.2018 Seit dem Jahr 2010 wurden 35 Anträge auf Geldzahlungen im Bistum Limburg gestellt. Allen Anträgen wurde stattgegeben, gezahlt wurden Beträge zwischen eintausend und 15 000 Euro. Insgesamt wurden vom Bistum 166 000 Euro als Anerkennung des Leids bezahlt. Quelle: fnp.de

 29.12.2013 Im Bistum Limburg wurden 28 Anträge auf Geldzahlungen in Anerkennung des Leids gestellt und es erfolgten 24 Zahlungen. Quelle: Fuldaer Zeitung (nicht mehr online)

29.6.2010 Das Bistum Limburg mit 650 000 Katholik*innen zahlte mindestens 91 000 Euro an 24 Opfer. Quelle: welt.de

3.5.2010 Der Limburger Bischof Tebartz van Elst hat einen Priester von seinen Pflichten entbunden. Gegen den Priester liegen drei Vorwürfe sexuellen Missbrauchs vor. Quelle: Focus

4.3.2010 Der Leiter des Vincenzstiftes, Pfarrer Rudolf M. hatte mindestens sechs Opfer. Quelle: Vincenzstift (nicht mehr online)

20.4.2009 Der frühere Limburger Generalvikar Raban Tilmann  (1985 bis 1993) besorgte dem wegen sexuellem Missbrauch verurteilten Pfarrer Weiß aus dem Bistum Würzburg eine Stelle in Ransbach-Baumbach, Bistum Limburg. Dort kam es erneut zu sexuellen Übergriffen. Der Generalvikar verzichtete auf ein Disziplinarverfahren und gab ihm eine Stelle in einem Krankenhaus in Frankfurt. 1992 übergab Limburg den Seelsorger ins Bistum Bamberg, ohne die Verantwortlichen zu informieren. Quelle: spiegel