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Diese Zusammenstellung erfolgt ausschließlich zu folgenden Zwecken: Wir sind der Forschung, der Prävention solcher Taten und der Orientierung Betroffener verpflichtet. Letzteren soll erleichtert werden, ihre Erfolgschancen einzuschätzen, sollten sie sich selbst betreffende Vorgänge öffentlich machen. Wir sind keine Journalisten und leisten keine eigene Recherchearbeit. Wir müssen uns darauf verlassen, dass seriöse Presseorgane die Richtigkeit ihrer Meldungen sorgfältig geprüft haben. Sollte sich jemand durch die zitierten Meldungen zu Unrecht verletzt fühlen, bedauern wir dies. Sie können uns dann gerne ihre genaue Anspruchsgrundlage mit der Unrichtigkeit der zitierten Tatsachenbehauptung nachweisen. Dann werden wir den angeführten Link löschen.

15.12.2025 Im Kirchenkreis Solingen, Evangelische Landeskirche im Rheinland, wurden bei einer Untersuchung von 6097 Personalakten acht Hinweise auf sexualisiertes Fehlverhalten oder grenzverletzendes Verhalten. Einige dieser Fälle seien bereits von staatlichen Behörden untersucht worden. In Düsseldorf prüfen unabhängige Staatsanwälte im Auftrag der Kirche, ob Straftaten vorliegen. Superintendentin Dr. Werner bittet Menschen, die sexualisierte Gewalt oder Übergriffe erfahren oder beobachtet haben, sich beim Kirchenkreis zu melden. Quelle: Solinger Tageblatt


13.12.2025 In der Umsetzung des neuen Systems für Ausgleichzahlungen an Betroffene sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und Diakonie gibt es zwei Schwierigkeiten: In einigen Regionen fehlen Umsetzungsbeschlüsse und die Orientierungshilfe für die Entscheidungen über die Leistungshöhe an die Betroffenen, die ein Veto eingelegt haben, fehlt noch. Quelle: evangelisch.de


9.12.2025 Mehr als 300 Millionen US-Dollar will das Erzbistum New York an 1.300 Personen zahlen, die als Minderjährige von Priestern oder
Kirchenmitarbeitern sexuell missbraucht wurden. Eine verbindliche Einigung steht noch aus. Das Erzbistum New Orleans zahlt nach einer Einigung mit den Betroffenen rund 230 Millionen Dollar an hunderte Menschen. Quelle: katholisch.de


27.11.2025 In der Bremischen Evangelischen Kirche gingen bis Ende 2023 Meldungen von 27 Personen ein. 2024 meldeten sich 19 betroffene Personen. Im Jahr 2025 gibt es bislang 19 Meldungen von betroffenen Personen. Insgesamt gibt es 65 betroffene Personen im Bereich der Bremischen Evangelischen Kirche. Quelle: kreiszeitung


25.11.2025 Vor der Landessynode der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wird Kerstin Krebs, zehn Minuten von ihren Erfahrungen sprechen können. Die Anhörung der von sexualiusierten Gewalt Betroffenen ist nicht öffentlich. Krebs kritisiert, dass auch die Betroffenen einander nicht zuhören können und spricht von einem „System der Vereinzelung“, die sie seit Jahren in der Kirche erlebe. Der Sprecher der Landeskirche
berichtet auf Nachfrage, das bei einem Treffen mit Betroffenen deutlich wurde, dass es den einen Weg, der für alle Betroffenen passt, nicht
gebe.- Florian Breitmeier kommentiert, dass die Möglichkeit Betroffener, vor der Landessynode sprechen durften, „quälend spät“ eröffnet wurde. Zudem habe die Kirche den Rahmen dieser Sitzung einseitig festgesetzt und die Öffentlichkeit unterschiedslos ausgeschlossen, obwohl die meisten Betroffenen für ihren eigenen Beitrag Öffentlichkeit wollten. Breitmeier weist auch darauf hin, dass Betroffene der Diakonie kein Rederecht erhalten haben. Breitmeier kommentiert, das Vorgehen der Landeskirche sei „Machtdemonstrationen im Deckmantel der Fürsorge“. Quellen: Zeit   ndr 27.11.2025


24.11.2025 In der evangelischen Kirche wird Geistlicher Missbrauch bislang selten thematisiert. Bei der bayerischen Landessynode in Amberg stellten Kirchenrätin Andrea Heußner und die Fachstellenleiterin Martina Frohmader Leitlinien vor, mit denen künftig gegen Geistlichen Missbrauch vorgegangen werden soll. Quelle: sonntagsblatt   sonntagsblatt


20.11.2025 Die evangelische Landeskirche Hannovers will Menschen, die von „spirituellem Missbrauch“ betroffen sind, eine Anlaufstelle bieten. Dazu hat die Evangelische Agentur der größten Landeskirche in Deutschland jetzt eine Kontaktstelle geschaffen. Damit reagiere die Kirche auf Empfehlungen einer unabhängigen Kommission, die Vorwürfe gegen einen verstorbenen Theologen aufgearbeitet hat. Kontakte sind hier zu finden. Quellen: evangelisch.de   Landeskirche Hannovers


19.11.2025 Die Bremische Evangelische Kirche sucht Zeuginnen und Zeugen möglicher Missbrauchsfälle in der St. Jakobigemeinde in der Zeit von 1951 bis 1965. Ein inzwischen verstorbener Pastor wird von einer Person der sexualisierten Gewalt beschuldigt. Quelle: butenunbinnen


19.11.2025 Die evangelische Landessynode in Sachsen fordert das Landeskirchenamt der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens auf, bis März 2026 einen Gesetzentwurf vorzulegen, dier die 2025 vorgelegte Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung sexualisierter Gewalt umsetzen soll. Dann könne das Gesetz auf der Sondersynode im März beraten werden. Ursprünglich sollte die EKD-Anerkennungsrichtlinie zum 1.1.2026 in den 20 Landeskirchen und 17 Diakonie-Verbänden starten. In der Landeskirche Sachsen sind 141 Betroffene und 84 Beschuldigte im Zeitraum von 1946 bis heute bekannt. Quelle: epd


17.11.2025 Birgit Mattausch nennt den 17.11., den  724. Todestag der heiligen Gertrud von Helfta, einen Tag, „um eine Kerze anzuzünden und
Danke zu sagen für all die mutigen Leute, die Offenes aushalten, Verschwiegenes aussprechen, Worte suchen und nicht stehen bleiben.“ Annette Buschmann nennt es Beziehung: „(D)ort, wo ich mit meinen Bildern und den daraus resultierenden Gefühlen verstanden werde, wirklich verstanden werde, weil der Mitmensch neben mir diese Bilder und Gefühle nachvollziehen und in seiner / ihrer Wirklichkeit abbilden kann, dort geschieht Beziehung. Übrigens auch dort, wo wir uns missverstehen, aber dabei nicht stehen bleiben, sondern in den Versuch gehen, dieses Geschehen zuzulassen, nicht wegzureden, sondern anzuerkennen, auch da geschieht Beziehung.“ Quelle: evangelisch.de


17.11.2025 In der Evangelischen Landeskirche von Westfalen beginnt die wissenschaftliche Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der verbandlichen Jugendarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Bielefeld. Speziell untersucht werden Vorgänge in der „Nachbarschaft 06“ in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirchengemeinde zwischen 2000 und 2021. Auslöser war der Fall eines Jugenddiakons, der im Juni wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen in sieben Fällen zu 23 Monaten Haft auf Bewährung und zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Die Untersuchung wird vom
Berliner Forschungsinstitut Dissens durchgeführt. Quellen: evangelisch.de


11.11.2025 Nancy Janz, Betroffenenvertreterin im Beteiligungsforum der EKD, kritisiert die Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in der Evangelischen Kirche Deutschlands. Sie sagte: „Betroffene erleben täglich, dass Fortschritt noch keine Veränderung bedeutet.“ Sie weist darauf hin, dass BEtroffene als Alibi genutzt werden und gesagt werde, es seien ja Betroffene dabei gewesen. Man erlebe einen permanenten Spagat zwischen den Erwartungen von Betroffenen und den Strukturen, die Veränderungen nur im Schneckentempo voranbrächten. Die Sprecherin der kirchlichen und diakonischen Beauftragten im Beteiligungsforum, die Pfälzer Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst, betonte, dass es nötig sei, dass die Landeskirchen „einheitlich, klar und gemeinsamen“ agieren sollten. Matthias Schwarz, Betroffenenvertreter bedauert, dass das Thema Missbrauch noch nicht auf der Ebene der Kirchengemeinden und Diakonieeinrichtungen angekommen sei – manche Diakonieeinrichtungen verweigerten die Mitarbeit an den Unabhängigen Aufarbeitungskommissionen. Die Sprecherin der Initiative „Vertuschung beenden“, Katharina Kracht,
forderte die Kirche auf, damit aufzuhören, sich selbst zu loben. Quellen: evangelisch.de    katholisch.de   livestream Plenum Teil V


5.11.2025 Die Studie der Evangelischen Kirche von Kurhessen und Waldeck wurde vorgestellt: Mechthild Bereswill | Theresia Höynck | Fanny Petermann | Stella Schwarz: Sexualisierte Gewalt durch einen hessischen evangelischen Gemeindepfarrer in den 1980er Jahren. Quelle: ekkw


24.10.2025 In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens wird der ehemalige Leiter des Kunstdienstes, Pfarrer Joachim Sch. (1933 – 2005) von zwei Personen grenzüberschreitendes Verhalten und sexualisierte Gewalt vorgeworfen. Bislang sind in der Landeskirche Sachsens im Zeitraum von 1946 bis April 2025 mindestens 135 Betroffene und 76 Beschuldigte registriert worden. Quellen: saechsische   johannes-kreuz-lukas


16.10.2025 Der evangelische Kirchenkreis Krefeld-Viersen, Evangelische Kirche im Rheinland, überprüft mehr als 4000 Akten, um mögliche Fälle sexualisierter Gewalt aufzudecken. Quelle: www1.wdr


16.10.2025 Gegen ein aus Nordrhein-Westfalen stammenden und in Bad Freienwalde zehn Jahre arbeitender Pfarrer ist mit knapp 50 Jahren in den Ruhestand versetzt worden. Zur Abwendung einer kirchlichen Disziplinarklage wurde die Versetzung einvernehmlich vorgenommen. Dem Pfarrer der Evangelischen Kirche Berlin und Oberlausitz werden sexuelle Übergriffe gegen Jugendliche vorgeworfen, die der Pfarrer bestreitet. Es gebe Hinweise, dass der Pfarrer künftig als Trauerredner arbeiten werde. Quelle: evangelisch.de


12.10.2025 Landesbischof Meister, Hannover, räumt Fehler im Umgang mit Missbrauchsfällen. Anfangs habe er aus Respekt vor Betroffenen nur dann persönlichen Kontakt aufgenommen, wenn diese das wünschten. „Heute weiß ich: Das reichte nicht aus“, sagte er. Meister kündigte an, dass betroffene Personen bei der Tagung der Landessynode im Herbst direktes Rederecht erhalten. Quelle: stern


9.10.2025 Die Kölner Anwaltskanzlei Gercke Wollschläger hat geprüft, ob das Verfahren der Unterstützungsleistungskommission im Fall einer Betroffenen nach den zwischen 2019 und 2022 geltenden rechtlichen und konzeptionellen Vorgaben ordnungsgemäß geführt wurde. Die von der Betroffenen erhobenen Vorwürfe gegen die damalige Vorsitzende der ULK, Bischöfin Fehrs, Nordkirche, und die übrigen Kommissionsmitglieder seien sämtlich unbegründet, ermittelte die Anwaltskanzlei. Quelle: evangelisch.de


6.10.2025 Gottesdienst
feiern ohne Trigger – das wäre schön!
 Annette Buschmann
auf einem Fachtag des Amtes für kirchliche Dienste in
der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz


29.9.2025 Die Evangelische Kirche im Rheinland, die Kirchenkreise Moers, Duisburg und Krefeld-Viersen und der CVJM Kreisverband Moers bitten Betroffene, die sich in den 1970er-Jahren beim evangelischen Binnenschifferdienst in Duisburg oder beim CVJM in Moers engagierten, sich zu melden. Betroffene haben sich gemeldet und von sexualisierter Gewalt durch einen Mitarbeiter berichtet. Es besteht Anlass zu der Annahme, dass die kirchlich zuständigen Ebenen nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen hätten. Quelle: presse.ekir


24.9.2025 Der langjährige Betroffenenvertreter Detlev Zander lässt sein Amt als Sprecher der Betroffenen im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Diakonie ruhen. Quelle: evangelisch.de


19.9.2025 Die rheinische, westfälische und lippische Landeskirche rufen zusammen mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) zur Teilnahme am zweiten Forum für Betroffene sexualisierter Gewalt auf. Die Treffen am 6.11. in Essen, am 8.11. in Haltern am See und am 10.11. online sind nicht öffentlich. Teilnehmende erhalten u.a. Informationen zum Stand der neuen Anerkennungsrichtlinie und zum Aufbau der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission (URAK) West. Wer sich an der URAK West beteiligen will, kann sich bei der Fachstelle der Diakonie RWL anmelden. Quelle: Domradio


18.9.2025 Papst Leo will die Rechte falsch beschuldigter Geistlicher schützen. Er weist auf die 90% der Fälle hin, in denen Missbrauchsbeschuldigungen zu Recht bestehen. Er warnt die Kirche davor, sich vom Missbrauchsskandal „vollständig in Beschlag nehmen zu lassen“. Die Kirche könne sich nicht ausschließlich auf das Thema Missbrauch konzentrieren, das entspreche nicht ihrem Auftrag. Das Thema gehöre zu den vielen Herausforderungen, denen sich die Kirche stellen müsse. Quellen: katholisch.de    vaticannews    Spiegel

Kommentar: Laut John-Jay-Studie muss von 4 % Falschbeschuldigungen ausgegangen werden, in 96 % Prozent erweisen  sich die Anschuldigungen als berechtigt. Der Papst hat offensichtlich weder die Tiefe des Verrats an den Betroffenen wirklich verstanden noch die Vorrangigkeit der Sorge um diejenigen, die unter die Räuber gefallen sind (auch wenn Missbrauchsbetroffene des kirchlichen Kontextes beileibe nicht die einzigen sind, die in unserer Welt unter Räuber gefallen sind/fallen.)  


14.9.2025 In der Dreifaltigkeitskirche in Hannover wird das bisherige Altarbild bis zum 6. Januar durch die Fotografie eines halbnackten
Frauenkörper der Künstlerin Julia Krahn, ersetzt. Damit setzt sie ein Zeichen gegen sexualisierte Gewalt. Der Pastor der Gemeinde, Axel Kawalla, erhofft sich eine Diskussion darüber, „mit welchen Bildern wir uns in unseren Kirchen umgeben und welche Leiden wir in Gesellschaft und
Kirche thematisieren und welche nicht“. Quellen: evangelisch.de    17.9.2025 landeskirche-hannovers


12.9.2025 Die Diakonie Deutschland und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) organisieren die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt künftig stärker gemeinsam. Nun wird die Diakonie volles Mitglied im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt. Das Gremium heißt nun „Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD und der Diakonie“. Die Kosten für das BeFo werden sich Diakonie und EKD teilen. Die EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs lud das Betroffenenforum zu Gesprächen über eine engere Zusammenarbeit mit leitenden Personen in Kirche und Diakonie ein. Quelle: evangelisch.de


10.9.2025 Das Disziplinargericht der EKD hat einem ehemaligen Pastor der Evangelisch-reformierten Kirche untersagt, an Gottesdiensten und
anderen kirchliche Dienste mitzuwirken. Seine Ruhestandsbezüge wurden gekürzt. Eine betroffene Person hatte im Frühjahr 2023 die Präventionsfachstelle über „Vorfälle“ mit dem Pastor informiert. Die Staatsanwaltschaft habe die Anzeige als strafrechtlich relevant eingeschätzt, die Anzeige wegen der Verjährungsfrist jedoch nicht weiter verfolgt. Der Pastor hat das Urteil angenommen. Quelle: evangelisch.de


27.8.2025 Im Evangelischen Kirchenkreis Wuppertal wurden in 7.489 Personalakten sieben Verdachtsfälle auf Missbrauch gefunden. Bewusst ist den Expert*innen, dass die Akten nur bedingt aussagekräftig sind. Daher rufen sie Betroffene, Angehörige und Zeitzeugen auf, sich bei einer ab dem Herbst einzurichtenden Kontaktadresse zu melden. Quelle: Domradio


26.8.2025 Der evangelische Kirchenkreis Wuppertal hat 7500 Personalakten überprüft. Dabei wurden sieben Verdachtsfälle sexueller Gewalt gefunden. Die Hinweise in den Personalakten waren verdeckt – die Rede war von „plötzlichen Kündigungen, Beschwerdebriefen oder versteckte Formulierungen, die aufg sexuell übergriffiges Verhalten hindeuteten. Quelle: www1.wdr


25.7.2025 Ein Pfarrer der Evangelischen Kirche von Westfalen wurde endgültig entlassen, nachdem ihn das Amtsgericht Ahaus rechtskräftig wegen des Besitzes von kinderpornografischen Materials zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten auf Bewährung verurteilt hat. Der inzwischen strafrechtlich Verurteilte wurde bereits vor mehreren Monaten von seinem kirchlichen Dienst freigestellt. Quelle: evangelisch.de


23.7.2025 In dem Evangelischen Kinderheim Obernjesa soll es zwischen den späten 1940er und den 1960er-Jahren zu massiver psychischer, körperlicher und sexualisierter Gewalt gekommen sein. Dabei soll es sich um mindestens fünf Fälle handeln. Des sexuellen Missbrauchs beschuldigt
wird der damalige Heimleiter, der zugleich Pastor der Landeskirche Hannovers in Obernjesa war. Seine Ehefrau wird beschuldigt, Kinder psychisch und körperlich misshandelt zu haben. Die Aufarbeitung wird erschwert, weil die Zuständigkeiten von Diakonie und Landeskirche unklar
sind und die Kommunikation mangelhaft. Quelle: NDR


4.7.2025 In der Reihe „Hingeschaut“ findet eine Veranstaltung „Missbrauchte Macht? Sexualisierte Gewalt und Missbrauch in diakonischen Einrichtungen“ in der Evangelischen Akademie in Frankfurt statt. Quelle: mediathek-hessen


3.7.2025 Die Landeskirche Hannovers plant Studien über sexualisierte Gewalt gegen Heimkinder in den 1960- bis 1980er-Jahren in einem Dorf und
über sexualisierte Gewalt in den geistlichen Gemeinschaften „Communität Koinonia“ und Geschwisterschaft Koinonia. Quelle: Domradio


30.6.2025 Die Evangelische Kirche im Rheinland lässt sexualisierte Gewalt in elf früheren evangelischen Internaten, Alumnaten und Schülerheimen u.a. in Bad Godesberg, Burscheid, Dierdorf, Herchen, Hilden, Kaiserswerth, Meisenheim, Neukirchen-Cluyn, Neuss und Traben-Trarbach untersuchen. Die Studie beginnt im Januar 2026 und soll 2027 abgeschlossen sein. Mit der Studie beauftragt wurde die Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg. Quelle: evangelisch.de


30.6.2025 Die Gemeinschaft von Taizé blickt selbstkritisch auf ihre Geschichte. Prior Frère Matthew sagt, man sei nicht immer ein Vorbild gewesen, vor allem im Umgang mit Macht und Autorität gegenüber Jugendlichen. Seit der Veröffentlichung der Missbrauchsfälle habe sich jedoch viel verändert.  Quelle: katholisch.de


27.6.2025 Kerstin Claus, Unabhängige Beauftragte für Kindesmissbrauch, fordert Schulen, Kirchen und Vereine auf, bei der Aufarbeitung Betroffene von Anfang an zu beteiligen. Das sagte sie anlässlich der Vorstellung der Standards der Betroffenenbeteiligung im Kontext institutioneller Aufarbeitung. Quelle: evangelische Zeitung


27.6.2025 Vor dem Hamburger Landgericht muss sich ein Vater wegen schwerer Zwangsprostitution verantworten. Er hat seinen 15-jährigen Sohn zu sexuellen Diensten gezwungen und ihn an fremde Männer zur sexuellen Ausbeutung verkauft. Auch ein evangelischer Pfarrer der Nordkirche war
unter den „Freiern“. Der Vater bot seinen Sohn dem Pastor in einem ersten von drei „Treffen“ für 2.800 Euro an. Gegen den Pastor wird ein eigenes
Verfahren eröffnet, auch ein disziplinarisches Verfahren der Kirche steht an. Er ist direkt nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert
worden. Quelle: stern      ochsenwerder.dev.churchtools


26.6.2025 Der Verein „Gegen Missbrauch“ fordert von der Bundesregierung zügig eine Nachfolgelösung nach dem vorzeitigen Stopp des Fonds Sexueller Missbrauch. Betroffenen müsse weiter Hilfe zukommen. Quelle: evangelisch.de


25.6.2025 Beim Fonds Sexueller Missbrauch können keine Anträge mehr eingereicht werden. Es besteht ein Bewilligungsstopp für Erstanträge, der rückwirkend für Erstanträge gilt, die nach dem 19.3.2025 eingereicht wurden. Die Haushaltsmittel sind wegen zu hoher Nachfrage „vorzeitig erschöpft.“ Die Bewilligungszusage von Erstanträgen bis zum 31.8. d.J. gilt nicht mehr. Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will sich im Bundestag für zusaätzliche Haushaltsmittel für Betroffene sexuellen Kindesmissbrauchs einsetzen. Quellen: BR   evangelische-zeitung


24.6.2025 Der Bericht der unabhängigen Aufarbeitungskommission deckt auf, dass die Landeskirche Hannovers spätestens seit 2018 Kenntnis von sexuellen Kontakten Vollmers zu Mitgliedern der Bruderschaft hatte. Die Bruderschaft – 2011 in Evangelische Geschwisterschaft umbenannt – startete 2017 einen Aufarbeitungsprozess. Die Landeskirche gab dafür zwar Geld, hielt sich aber inhaltlich raus, obwohl Vollmer ordinierter Pastor der Landeskirche war. Erst im Herbst 2022 startete die Landeskirche die jetzt vorliegende unabhängige Aufarbeitung. Bereits 2019 gab es eine Betroffenenmeldung an die Landeskirche, die von einem leitenden Theologen im Kirchenamt unvollständig und teilweise falsch an die Kommission der Geschwisterschaft weitergeleitet wurde. 2022 wurde Schritte gegen den leitenden Theologen eingeleitet – das Verfahren läuft. Zu dem Betroffenen, der sich 2019 bei der Landeskirche meldete, gab es bis heute keine Kontakte der Landeskirche. Florian Breitmeier kommentiert: „So vergehen in der hannoverschen Landeskirche die Jahre.“ Quelle: NDR


24.6.2025 In einer Pressekonferenz wird die Untersuchung Wissenschaftliche Aufarbeitung zu sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch durch Pastor Klaus Vollmer. Bericht der unabhängigen Aufarbeitungskommission im Auftrag der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers  vorgestellt. Quelle: evangelisch.de


22.6.2025 Die Landeskirche Hannovers wird am 24.6. einen weiteren Bericht einer Aufarbeitungskommission zum Missbrauch in der Kirche vorstellen. Untersucht wurde der Fall des 2011 verstorbenen Pastors V. aus Hermannsburg bei Celle. Ihm wird vorgeworfen, in den 1980er-Jahren als Leiter der von ihm mitgegründeten Bruderschaft seine Macht für sexuelle Beziehungen zu den Mitgliedern benutzt zu haben. In einem Fall wird ihm sexualisierte Gewalt gegen eine minderjährige Person vorgeworfen. Quellen: evangelisch.de    1. Bericht der „Aufarbeitungskommission der Evangelischen Geschwisterschaft e.V.“


19.6.2025 Frank Uhlhorn, evangelischer Superintendent aus Göttingen, verlangt weiere Aufarbeitung eines mehr als 60 Jahre zurückliegenden mutmaßlichen Falls sexualisierter Gewalt in dem damaligen evangelischen Kinderheim Obernjesa. Beschuldigt wurde auch ein früherer Pastor. Da die Beschuldigten verstorben sind, gehe es nicht um ein juristisches Verfahren, sondern darum, das Leid erstmal wahrzunehmen und zu bestätigen. Auch das könne zur Heilung beitragen. Quelle: evangelische Zeitung


18.6.2025 In der Kirchengemeinde Elsdorf, Landkreis Rotenburg-Wümme, erlitten Heimkinder in den 1950er- und 1960er-Jahren Gewalt. Nachdem im September 2024 ein Fund von Akten bekannt wurde, wurden die Akten von 338 Heimkindern, die in Elsdorf untergebracht wurden, durchsucht. 17 der Kinder erfuhren Misshandlungen, die nach Ansicht der Landeskirche Hannovers in den Bereich sexualisierter Gewalt gehören. Quelle: landeskirche-hannovers


18.6.2025 Betroffene, Wissenschaftler*innen und die Aufarbeitungskommission der ehemaligen Heimkinder fordern Erhöhung der Rente um mindestens 300 Euro monatlich, Erleichterung der Nachweispflichten, Anerkennung und AUseinandersetzung mit den Verbrechen in den Kinderheimen durch den Bundestag und die Einrichtung von Erinnerungsorten. Quelle:  taz


17.6.2025 Eine Anhörung von Menschen, die in der DDR bzw. der BRD in Kinderheimen sexuellen Missbrauch erlitten, war ernüchternd. In der DDR wurde jedes zweite Heimkind, in der BRD jedes dritte missbraucht. Die Betroffenen beklagen den Mangel an Unterstützung. Die zuständige Familienministerin Prien hatte eine Vertretung geschickt – die Aufarbeitung und Entschädigung scheint keine Priorität zu haben. Quellen: DLF   evangelisch.de


4.6.2025 Ein ehemaliger Diakon der evangelischen Landeskirche von Westfalen wurde wegen sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener zwischen
2005 und 2011 zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten und einer Geldzahlung von 6.000 Euro verurteilt. Der Angeklagte gestand.
Quelle: www1.wdr   evangelisch.de


26.5.2025 Die evangelische Landeskirche Hannovers hat angekündigt, Betroffene sexueller Gewalt künftig stärker bei kircheninternen Entscheidungen zu diesem Thema zu beteiligen – etwa durch ein Rederecht vor der Synode. Quelle: NDR


21.5.2025 Gegen einen 2015 verstorbenen evangelischen Pfarrer gibt es Vorwürfe sexualisierter Gewalt. Die Gewalt an zwei jungen Männern soll sich in den Jahren 1970 bis 1990 zugetragen haben, als der Pfarrer in der Markusgemeinde in Düsseldorf tätig war. Bekannt wurde der Beschuldigte durch seinen Einsatz für Homosexuelle in der Kirche. Quelle: evangelisch.de


19.5.2025 Die Studie über Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen, beauftragt von Deutschem Caritasverband, der Diakonie Deutschland, dem
Deutschen Roten Kreuz und der Deutschen Rentenversichung, ist veröffentlicht. Alexander Nützenadel, Nils Hauser, Jonathan Krautter, Martin Münzel,
Helge J. Pösche, Lena Rudeck: Die Geschichte der Kinderkuren und Kindererholungsmaßnahmen in der Bundesrepublik 1945 – 1989


14.5.2025 Betroffene von sexualisierter Gewalt in der Landeskirche Hannovers üben nach dem Kirchentag scharfe Kritik an Landesbischof Ralf
Meister. Sie fordern eine breite Debatte – auch über den Verbleib von Ralf Meister im Amt. Sie werfen ihm vor,dem Missbrauchsthema während des
Kirchentags nicht die Aufmerksamkeit gewidmet zu haben, die er Nancy Janz im Vorfeld angekündigt habe. Nancy Janz sagt: „Er hat nicht
verstanden worum es geht, er hat nicht verstanden, wie wichtig es ist, dort [im Gottesdienst] aufzutauchen und Gesicht zu zeigen. Ich finde
dieses Verhalten ziemlich enttäuschend.“ Quelle: NDR


14.5.2025 Buch-Hinweis: Helga Dill | Christiane Lange | Malte Täubrich (Hrsg): Verratenes Vertrauen. Analysen zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Evangelischen Kirche und Diakonie in Deutschland, 2025 Beltz-Verlag


8.5.2025 Philipp Greifenstein beobachtet das Thema Missbrauch auf dem 39.Deutschen Evangelischen Kirchentag. Quelle: Eulemagazin


6.5.2025 Der Evangelischen Kirche von Westfalen wirft ein Gutachten zu einem Missbrauchsfall im Kirchenkreis Siegen Fehler vor. Bereits in den 1990er Jahren hätten Dienstvorgesetzte Kenntnis von Vorwürfen sexualisierter Gewalt gegen den damaligen Mitarbeiter einer Siegener Gemeinde gehabt, untersuchten die Fälle jedoch nicht. Im Zuge des Öffentlich-Werdens dieses Falles war die damalige Ratsvorsitzende der EKD, Annette Kurschus, zurückgetreten. Ihr ist jedoch kein Fehlverhalten vorzuwerfen, ihr  Kommunikationsverhalten jedoch sei kritikwürdig. Quelle: evangelisch.de


6.5.2025 Beim 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover wurde viel über Missbrauch diskutiert. Katharina von Kellenbach
kritisiert, dass noch immer Betroffene zur Feindesliebe und Vergebung aufgefordert werden. Betroffene beklagen die schleppende Aufarbeitung. Detlef Zander registriert, dass Beschlüsse des Rates der EKD in den Landeskirchen auf Widerstand stoßen. Katharina Kracht stellt fest, dass kirchenkritischen Betroffenen noch immer zu wenig zugehört werde. Der Koordinator der ForuM-Studie weist darauf hin, dass die Sorge vor einem Verlust der spirituellen Heimat die Aufarbeitung behindern könne. Nötig sei, die Gleichzeitigkeit von positiver Erfahrung und biografischer Beschädigung durch Mitarbeiter in den eigenen Reihen auszuhalten. Quelle: ndr


2.5.2025 Dorothee Wüst, Sprecherin der kirchlichen Beauftragten im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD und der Diakonie, plädiert dafür, den Umgang mit sexualisierter Gewalt in allen kirchlichen Ausbildungsberufen zu verankern. Quelle: evangelische-zeitung


1.5.2025 Matthias Schwarz, Pfarrer und Mitglied im Beteiligungsforum der EKD, sagt, er werde seinem Täter, einem evangelischen Pfarrer nicht vergeben – Vergebung sei nach seinem Verständnis allein die Aufgabe Gottes. Quelle: evangelische Zeitung


1.5.2025 Die pfälzische Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst hat der evangelischen Kirche Ignoranz und Lieblosigkeit im Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt vorgeworfen. Sie predige vom barmherzigen Samariter und weise dennoch den Verletzten die Tür, sagte die Sprecherin der kirchlichen Beauftragten im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beim Kirchentag in Hannover. Nancy Janz schilderte, wie die Kirche sie als Betroffene von sexuellem Missbrauch als Störerin abgewiesen und im Stich gelassen, ihr  sogar die Schuld zugeschrieben habe. Dennoch mache die Geschichte vom lernenden Jesus ihr Hoffnung. Quellen: Tagesschau   evangelisch.de


29.4.2025 Nun hat auch die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens eine Aufarbeitungskommission zu sexualisierter Gewalt. Der Kommission gehören sieben Mitglieder an, unter ihnen zwei Missbrauchsbetroffene. Quellen: evangelisch.de   evlks


23.4.2025 Die Kirchentags-Generalsekretärin und Theologin Kristin Jahn meint, dass der Missbrauch in der evangelischen Kirche „eine tiefe Erschütterung für uns alle“ sein müsse. Sie fragt: „Wie können wir denn noch fröhlich an einen Gott glauben, wenn Menschen genau diese Rede von
Gott ausgenutzt haben, um in ihrer totalitären Haltung ihren eigenen Gelüsten zu folgen und den anderen zum Objekt zu machen. Das ist eine
Frage, die uns in der Kirche immer begleiten wird.“ Es brauche ein „wirkliches Verständnis für die Ursachen und einen tiefgreifenden Kulturwandel“, sagt Jahn. Quelle: evangelisch.de


14.4.2025 Ute Gause berichtet im Interview vom Schreiben ihres  Buches „Gott habe ihm gesagt, er solle mich zur Frau machen“. Quelle: evangelisch.de


27.3.2025 Die vom Rat der EKD beschlossenen einheitlichen Anerkennungsleistungen müssen noch von den einzelnen Landessynoden und durch alle diakonischen Landesverbände übernommen werden. Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch hofft, das Verfahren zum 1.1.2026 starten zu können. Annette Zoch weist darauf hin, dass dieses Ziel eher unwahrscheinlich ist. Den Betroffenen laufe die Zeit davon, viele seien durch die Untätigkeit der Institution alt geworden. Quelle: katholisch.de


21.3.2025 Die Aufarbeitungskommission Nord beklagt, dass das Erzbistum Hamburg – anders als die Bistümer Hildesheim und Osnabrück – „massive Widerstände“ gegen die Aufklärung sexualisierter Gewalt leiste und der Aufarbeitungskommission keine Täternamen mitteile. Dagegen klagt die Kommission vor dem Interdiözesanen Datenschutzgericht in Köln. Das Erzbistum Hamburg erklärte, „im Rahmen des rechtlich Möglichen bislang keine Zuarbeit“ verweigert zu haben, vertrete jedoch beim Datenschutz eine andere Rechtsauffassung als die Kommission und unterscheide außerdem zwischen Beschuldigten und Tätern, deren Täterschaft erwiesen ist. Quelle: katholisch.de


18.3.2025 Die Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat den Verein Wendepunkt beauftragt, Menschen bei Problemen mit sexualisierter Gewalt in kirchlichem Kontext unabhängig von der Institution Kirche zu beraten und über Verfahren in den kirchlichen Strukturen und über weiterführende Hilfen zu informieren. Quellen: evangelisch.de  wendepunkt


14.3.2025 Der Evangelische Kirchenkreis Bielefeld, Landeskirche von Westfalen, hat eine wissenschaftliche Studie zur Aufarbeitung von Verletzungserfahrungen in Auftrag gegeben, die in der Jugendarbeit des Kirchenkreises gemacht wurden. Die Studie wird von dem „Verein Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.“ durchgeführt. Anlass der Studie ist der Verdacht von Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung durch einen hauptamtlichen Jugendmitarbeiter in einer Gemeinde. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat inzwischen Anklage erhoben. Quelle: Evangelische Zeitung


13.3.2025 Zwei von der Niedersächsischen Landesregierung ernannte Mitglieder für die Unabhängige Regionale Aufarbeitungskommission (URAK) ernannte Mitglieder treten ihr Amt nicht an. Ihnen wird angelastet, sie seien zu kirchennah. Betroffene begrüßen die Entscheidung, die niedersächsische Landesregierung nennt die Kritik von Betroffenen „unhaltbar“ und will vorerst keine anderen Mitglieder für die URAK ernennen. Damit kann das Gremium seine Arbeit nicht aufnehmen. Quelle: NDR


13.3.2025 Die neun Unabhängigen Kommissionen zur Aufarbeitung von sexueller Gewalt in der Evangelischen Kirche (URAK) haben ihre Arbeit aufgenommen. Quelle: swr


12.3.2025 Der frühere Sekretär des Gründers der Legionäre Christi, Marcelino de Andrés, wird in Spanien des sexuellen Missbrauchs von fünf weiblichen Jugendlichen verdächtigt. Quellen: Kirche und Leben    losangelespress


8.3.2025 Ende März stellt die kanadische Regierung die finanzielle Unterstützung für eine umfassende Untersuchung von vermuteten Massengräbern von Kindern an ehemaligen kirchlichen Internaten ein. Nach dreijähriger Suche konnten keine menschlichen Überreste gefunden werden. Die meisten Todesfälle seien auf Krankheiten zurückzuführen. Quelle: katholisch.de   katholisch.de


6.3.2025 Günter Hänsel interviewt die Autor*innen von „Unsagbare Worte. Trauma, Poesie und die Suche nach Gott“. „In Poesie versprachlicht Annette Buschmann, was sie erlebt hat. Die Gedichte bezeugen die Erschütterungen in ihrem Leben, ihrem Glauben und die Suche nach Hoffnung. Andreas Stahl schaut von Literaturwissenschaft, Psychotraumatologie und Theologie auf die Gedichte. Beide gehen in einen Dialog. Das Buch wird so für sie zu einer Sprachhilfe für das Unsagbare.“ Quelle: evangelisch.de


5.3.2025 Seit Jahresbeginn gibt es keine Vorauszahlungen des Fonds Sexueller Missbrauch mehr, informierte des Bundesfamilienministerium. Betroffenenvertretungen und Fachberatungsstellen reagieren empört. Quelle: evangelisch.de


4.3.2025 Zum letzten Mal hat das Theater für Niedersachsen „Der Weg zur Hölle ist mit guten Absichten gepflastert“ gespielt – als Gastspiel in Lüneburg. Die schonungslosen, lang recherchierten, Berichte von Betroffenen sexuellen Missbrauchs sind schwer zu ertragen. Quelle: NDR


3.3.2025 Die Lippische Landeskirche will Fälle sexualisierter Gewalt in einer externen Studie aufarbeiten lassen. An der Studie sollen auch Menschen beteiligt werden, die in der Kirche sexualisierte Gewalt erfahren haben. Quelle: domradio


2.3.2025 Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in der Kirche sollte ein verbindlicher Teil des Lehrplans im Theologie-Studium sein, sagt die badische evangelische Landesbischöfin Heike Springhart. Bislang werde das Thema erst in Vikariats-Kursen, also der Ausbildung zur Pfarrerin oder zum Pfarrer, thematisiert. Springhart sieht bei den Studierenden einen großen Bedarf, sich damit auseinandersetzen. Quelle: evangelisch.de


2.3.2025 Nachruf auf Thomas Großbölting: Geschichte für die Mitlebenden: Er hat „Räume des Sagbaren für Betroffene sexualisierter Gewalt eröffnet, die ihnen zuvor jahrzehntelang verschlossen waren.“ Quelle: fr


27.2.2025 „Lisa Meyer“ (Pseudonym) macht gute Erfahrungen mit der Aufarbeitung in der evangelischen Gemeinde in Oesede, in der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. Quelle: NOZ


24.2.2025 Missbrauch in der evangelischen Kirche – Opfer klagen an. Quelle: NDR


22.2.2025 Die Bremische Evangelische Kirche sucht nach Zeugen sexualisierter Gewalt, die sich in den Jahren 1965 und 1966 in der evangelischen Martin-Luther-Gemeinde in Bremen-Findorff zugetragen haben soll. Die Taten seien zwar juristisch verjährt, doch wolle die Kirche das Geschehene vollständig aufklären. Ein damaliger Jugenddiakon in Ausbildung wird von einer Person beschuldigt. Die Kirchengemeinde geht davon aus, dass mehrere Personen betroffen sind. Quelle: evangelisch.de


22.2.2025 Die Anerkennungskommission der Nordkirche hat 2023 einen Fall und 2024 zwölf Fälle von Anerkennungsleistungen bearbeitet. 2025 stünden bislang neun Fälle zur Entscheidung an. Quelle: Domradio


21.2.2025 Der evangelische Pfarrer aus der Württembergischen Landeskirche hat nach der Verurteilung durch das Amtsgericht Esslingen von der Landeskirche Berufsverbot erhalten. Quelle: stuttgarter-zeitung


12.2.2025 Der Historiker und Theologe Thomas Großbölting ist bei einem Unfall gestorben. Er war an vielen Studien zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in den Kirchen beteiligt. Betroffene haben ihm viel zu danken. Quellen: katholisch.de   Nachruf


11.2.2025 Safiye Tozdan, eine der Forschenden der ForuM-Studie, stellt am14.2. die Ergebnisse des Teilprojektes D vor. Sie sagt, es brauche !ein flächendeckendes Umdenken bei allen Mitgliedern, damit Oräventions- und Aufarbeitungsbemühungen auch tatsächlich greifen“. Quelle: Nordkirche


8.2.2025 Die Missbrauchsbeauftragte Claus dringt auf die Löschung von Bildern und Videos, die sexualisierte Gewalt an Kindern zeigen. Dies wird oft wegen des hohen Aufwands unterlassen. Claus empfiehlt privaten Anbietern von Freizeitangeboten für Kinder, Konzepte gegen sexualisierte Gewalt zu entwickeln. Vorkehrungen zum Kinderschutz sollten Voraussetzung für Gewerbezulassungen sein. Quelle: Zeit


7.2.2025 Die Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt der Evangelischen Kirche in Bayern bietet am 4. April in München eine Schreibwerkstatt an. Quelle: aktiv-gegen-missbrauch-elkb


6.2.2025 Das Urteil wegen sexuellen Missbrauchs gegen einen evangelischen Pfarrer der Landeskirche Württemberg vor dem Amtsgericht Esslingen, das im März 2022 erging, ist rechtskräftig. Er hat viele Rechtsmittel ausgeschöpft. Nun muss er eine zweijährige Gefängnisstrafe antreten. Quelle: Stuttgarter Zeitung


28.1.2025 Ein Jahr nach der ForuM-Studie zieht die evangelische Kirche von Westfalen Bilanz. Prof. Thomas Großbölting konstatiert: „Ich sehe an vielen Stellen in Gemeinden und einzelnen Kirchenkreisen Bemühung darum, das Thema offensiv anzugehen, ich bemerke aber auch viele Blockaden, und die würde ich vor allem oben in der Kirchenleitung verorten.“ Quelle: www1.wdr


28.1.2025 Die Missbrauchsbetroffene Karin Krapp, Mitglied im Beteiligungsforum der EKD, wünscht sich eine Solidarisierung mit Missbrauchsbetroffenen und beklagt, dass es sie nicht gebe. Bis heute würden Betroffene von kirchlicher Seite immer noch als die „Anderen“ gesehen. Quelle: evangelisch.de


27.1.2025 Nach Ansicht des Kulturbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland, Johann Hinrich Claussen, und der Professoren Reiner Anselm, Harry Oelke und Thomas Zippert könne die Evangelische Kirche in der Aufarbeitung von Missbrauch Vorbild für andere gesellschaftliche Gruppen werden, wenn sie Betroffenen gerecht wird, wenn sich die kirchlichen Institutionen einem Kulturwandel stellen, der für Machtmissbrauch sensibilisiert und wenn sie Betroffene und Gefährdete und Zeugen ermächtigt, sich zu wehren. Quelle: evangelisch.de


27.1.2025 Hinweis: Am 4.2.2025 bringt 3sat den Film: 37°: Leben nach dem Missbrauch. Dort berichten drei Betroffene der evangelischen Kirche. Das Video ist verfügbar ab dem 28.1.2025, ab 8 Uhr. Quelle: zdf


26.1.2025 WDR-Lebenszeichen fragt nach der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der Evangelischen Kirche. Quelle: www1.wdr


24.1.2025 Detlev Zander hält die Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle in der EKD für nötig und fordert zudem ein zentrales Melderegister.  Quelle: Spiegel


24.1.2025 Jakob Feisthauer, Missbrauchsbetroffener aus Wilhelmshaven, kritisiert die evangelische Kirche. Rund ein Jahr nach Veröffentlichung einer bundesweiten Studie zu sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche und der Diakonie nehme er vor allen Dingen Stillstand wahr, sagte Feisthauer am Freitag im Deutschlandfunk. Quelle: Zeit


22.1.2025 Seit 1946 bis 2020 wandten sich 116 von Missbrauch Betroffene und 41 beschuldigte Personen – unter ihnen 39 Pfarrer – an die Landeskirche in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Zwischen 2019 und 2023 waren es 24 Betroffene und 2024 weitere 15 Betroffene. Es ist also von 155 Betroffenen auszugehen. Quelle: Tagesschau


21.1.2025 Die Evangelische Kirche von Westfalen sucht Betroffene sexualisierter Gewalt in zwei Fällen. In einem Fall geht es um einen inzwischen verstorbenen ehrenamtlichen Mitarbeiter in den 1970er- und 1980er-Jahren, der im kirchenmusikalischen Bereich der heutigen Kirchengemeinden Bochum-Südwest und Wiemelshausen aktiv war. Hinweise auf mehrere betroffene Personen liegen vor und nicht auszuschließen ist, dass es weitere Beschuldigte gibt. Im zweiten Fall geht es um einen verstorbenen Pfarrer, der bis in die 1990er-Jahre in der ehemaligen Kirchengemeinde Bochum-Weitmar tätig war. Die Hinweise beziehen sich auf die 1970er- und 1980er-Jahre. Quelle: kirchenkreis-bochum


20.1.2025 Vor einem Jahr wurde die ForuM-Studie der evangelischen Kirche veröffentlicht. Nun ziehen Vertreter*innen von Kirche, Diakonie und vom Beteiligungsforum Bilanz. Bischöfin Fehrs konstatiert, mit dem im November 2024 beschlossenen Maßnahmenplan weitergekommen zu sein. Die EKD befände sich auf einem Weg, in Haltung und Strukturen eine Kulturveränderung voranzubringen. Detlev Zander vom Beteiligungsforum spricht von einem „harten Stück Arbeit“, aber auch von einer Chance, die Perspektive Betroffener einzutragen. Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst berichtet, dass die nun bekannten Risikofaktoren in die zu novellierende Gewaltschutzrichtlinie einzutragen sind. Nancy Janz vom Beteiligungsforum bedauert, dass sie „nicht überall in der Kirche den Ruck verspürt, den ForuM hätte auslösen sollen“. Der ehemalige Kirchenmusikdirektor aus Hamburg, Matthias Hoffmann-Borggrefe, stellt fest, dass die ForuM-Studie für Betroffene wenig verändert habe und die finanziellen Wiedergutmachungsleistungen nicht angemessen seien, sie nähmen nicht die Zerstörung der Seelen der Betroffenen in den Fokus. Die badische Landesbischöfin Heike Springhart formuliert: „Es bleibt eine Herausforderung, an allen Stellen genau hinzusehen, Herz und Verstand zu öffnen für die Gewalt, die Menschen in der Diakonie und in der Kirche zugefügt wurde und auch noch zugefügt wird und entsprechend zu handeln. Quelle: evangelisch.de


17.1.2025 Die Nordkirche wusste vor der Studie von 72 Betroffenen. Seit der ForuM-Studie haben sich 12 weitere Betroffene gemeldet. Sechs Fälle wurden an die Staatsanwaltschaft Lübeck weitergeleitet. 77 Fälle stammen aus der Landeskirche, sieben aus der Diakonie. Quelle: In-online


17.1.2025 Die Evangelische Kirche in Hessen-Nassau spricht von 45 Missbrauchsfällen an Minderjährigen zwischen 1945 und 2020. Werden Fälle sexualisierter Gewalt zwischen Erwachsenen und zwischen Minderjährigen im Zeitraum von 1945 bis Ende 2024 dazugezählt, geht die EKHN von 98 Fällen aus. Seit der ForuM-Studie kamen 9 Fälle hinzu. 87 wurden durch Meldungen bekannt, 11 fanden sich in den Akten. Bekannt sind 98 Betroffene und 94 Beschuldigte. Quelle: ekhn


17.1.2025 Seit der ForuM-Studie der EKD im Januar 2024 wurden weitere Missbrauchsfälle gemeldet. In der evangelischen Kirche von Westfalen stieg die Zahl der Meldungen von 37 auf 60 Fälle. In der Landeskirche Hannover wurden 20 neue Fälle und zwölf Verdachtsfälle gemeldet. Bis Anfang 2024 waren insgesamt 122 bestätigte und Verdachtsfälle bekannt gewesen. In der Bayerischen Landeskirche waren es 32 Meldungen im Jahr 2023, 2024 waren es etwa doppelt so viele. In Bremen kamen 17 Fälle zu den 11 bislang bekannten. Die Meldungen umfassen das ganze Spektrum sexualisierter Gewalt. In der oldenburgischen Kirche wandten sich acht weitere Betroffene an die Kirche, in der 18 Beschuldigte und 25-30 Betroffene von 2022-2023 Beratungsgespräche geführt hatten. Die reformierte Kirche hatte der Studie zehn Fälle gemeldet, seither sind fünf weitere Fälle bearbeitet worden. In der Schaumburg-Lippischen Landeskirche meldete sich ein Betroffener, der zu den bekannten fünf Fällen dazukam. In der braunschweigischen Landeskirche waren bis zum Oktober 2024 zwölf Betroffene, die sich neu gemeldet haben. Hinzu gab es zwei Meldungen zu Distanzverletzungen. Quellen: evangelisch.de  Landeskirche Hannovers  katholisch.de


17.1.2025 Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens hat bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen bisher 127 Betroffene sexualisierter Gewalt registriert. Zwischen 1946 und dem 1.11.2024 wurden 69 Beschuldigte bekannt. Bis zum 9.2.2024 war die Rede von 41 Fällen und 28 Beschuldigten. Quelle: Sonntag Sachsen


16.1.2025 Der frühere evangelische Pfarrer der Gemeinde Berchtesgaden, Bayerische Landeskirche, wurde im Ruhestand zweimal wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Nun wird öffentlich, dass er sich bereits in seiner Amtszeit an Kindern vergriffen haben soll. Quelle: Sonntagsblatt


14.1.2025 Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) hat bis Ende 2024 insgesamt 124 Missbrauchsbetroffene auf allen Ebenen der Kirche gemeldet. In der ForuM-Studie war sie von 70 Fällen zwischen 1946 bis einschließlich 2020 ausgegangen. Quellen: presse.ekir.de   katholisch.de   Gottesdienste und Andachten zum Thema Sexualisierte Gewalt in der Kirche. Impulse – Gebete – Beispiele. Eine Handreichung 2024


12.1.2025 Heike Springhart, Bischöfin der Badischen Landeskirche, erklärt, dass niemand in einem Kirchenamt tätig sein kann, der etwa im Hinblick auf Rassismus oder Sexismus diskriminiert. Die Regeln in Bezug auf sexualisierte Gewalt wurden verschärft: Gewählte in ein Ehrenamt müssen innerhalb eines Jahres ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und sie sollen eine Schulung zum Schutz vor sexualisierter Gewalt absolvieren und eine entsprechende Verpflichtungserklärung abgeben. Quelle: stern


8.1.2025 Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau geht inzwischen von 98 Betroffenen und 94 des Missbrauchs Beschuldigten aus. Auch verbale Übergriffe sind unter den Fällen. Quellen: fr   Hessenschau