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Aktuelles

Jahresbericht GottesSuche

Begleitung Betroffener

Nach wie vor begleiten wir in Einzelkontakten Frauen und Männer, die von sexueller Gewalt als Kinder, Jugendliche und/oder Erwachsene betroffen sind. In der Mailingliste sind mit kleinen Schwankungen 28 Frauen, die sich über ihr Leben und ihren Glauben austauschen. Dort werden im Durchschnitt täglich neun Mails geschrieben.

Bibel-Chat

Der wöchentliche Bibel-Chat wird von vier bis sieben Listenfrauen besucht. In dieser Sonntagabend-Stunde schauen wir einen der biblischen Texte des Sonntags aus der evangelischen oder katholischen Leseordnung an, befragen den Text nach seiner Ursprungssituation – soweit sie erkennbar ist –, und tauschen uns darüber angesichts unseres eigenen Lebens aus. Jeweils eine der Listenfrauen wählt den Text im Vorfeld des Treffens aus, so dass die Teilnehmerinnen ihn schon zuvor anschauen können. Der frühere Schreib-Chat findet inzwischen als Video-Chat statt, der das Gespräch sehr erleichtert.

Listentreffen

Im Mai 2023 fand das Treffen der Listenfrauen bei den gastfreundlichen Missionsbenediktinerinnen in Tutzing statt. Thema war das Jahresmotto der Evangelischen Kirche „Du bist ein Gott, der mich sieht – Hagars Geschichte“. Das Listentreffen 2024 zum Thema „Ambivalente Gottesbeziehungen“ (Arbeitstitel) wird Ende Januar 2024 sein.

Neue Formate

Online-Austauch mit Fachpersonen

Am 5.11. fand erstmals ein Online-Treffen mit interessierten Fachpersonen beider Großkirchen statt, die Betroffene begleiten und mehr von der Arbeit der Initiative GottesSuche wissen wollten. Dieses Angebot wollen wir zweimal jährlich machen.

Online-Austausch mit Betroffenen

Wir planen, eine Online-Gruppe für betroffene Frauen anzubieten, die am gegenseitigen Austausch interessiert sind. Es hat sich gezeigt, dass für manche Betroffene das Angebot der Mailingliste ungeeignet ist, aber etwa viermal jährliche Treffen in einer festen und dennoch für weitere Frauen offenen Gruppe von Interesse sein können. Da gilt es, Erfahrungen zu sammeln. Ein erstes Treffen wird am Samstag, 24.2.2024, 10-11:30 Uhr stattfinden. Interessentinnen mögen bitte im Vorfeld Kontakt mit Barbara Haslbeck oder Erika Kerstner aufnehmen.

Online-Treffen der Listenfrauen

Bewährt hat sich das zweimal jährlich stattfindende Online-Treffen der Listenfrauen. Dort haben neu hinzugekommene Frauen die Möglichkeit, die anderen Listenfrauen ein wenig besser kennenzulernen. Die Treffen dauern ca 90 Minuten und haben jeweils ein Thema.

Selbsthilfegruppe im Stadtkloster Karlsruhe

Von 2002 bis 2014 traf sich eine Gruppe betroffener Frauen in einer Gemeinde in Bruchsal. Von 2014 bis 2018 trafen wir uns in Privaträumen und fanden 2018 als Gastgeber das Stadtkloster Karlsruhe, in dem die Gruppe willkommen ist. Die Treffen sind so gestaltet, dass wir nach einer Ankomm-Runde schauen, bei welchem Thema Gesprächsbedarf besteht. Dafür nehmen wir uns Zeit. Zum Abschluss des Treffens hat eine Frau einen biblischen oder sonstigen Impuls vorbereitet, über den wir uns austauschen.

Gottesdienste

Im Jahr 2023 hatten wir mehrere Möglichkeiten, an der Gestaltung von Gottesdiensten mitzuarbeiten. Im Januar 2023 hat Dr. Andreas Stahl den Evangelischen Rundfunkgottesdienst im Deutschlandfunk zum Thema Zwischen Trauma und Hoffnung“ im Deutschlandfunk als Prediger in der Erlöserkirche in Augsburg mitgestaltet.

Anlässlich der Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens im Erzbistum Freiburg fand am 18.4.2023 in Karlsruhe vor der Kirche St. Stephan ein „Solidarisches Gebet mit Missbrauchsbetroffenen“ statt. Initiiert und getragen wurde es von vielen Personen aus Karlsruher Seelsorgeeinheiten.

Dr. Barbara Haslbeck berichtet in Publik Forum vom 24.3.2023, S. 42-43 von einem Gottesdienst in der Kapelle in Unterwössen, die von dem Künstler Andreas Kuhnlein gestaltet wurde. Thema des Gottesdienstes war „Die Wahrheit wird euch frei machen“.

Veröffentlichungen

Lange Christiane, Stahl Andreas, Kerstner Erika (Hrsg.): Entstellter Himmel. Berichte über sexualisierte Gewalt in der evangelischen Kirche, Freiburg 2023. Pfr. Dierk Schäfer hat eine Rezension geschrieben. Auch Johann Hinrich Claussen hat in den Zeitzeichen S. 63 f., das Buch rezensiert. In der Süddeutschen Zeitung schrieb Annette Zoch eine Rezension. Eine Leseprobe finden Sie hier.

In dem Buch „Frauen beten„, hrsg. von Aurica Jax und Katrin Brockmöller, Freiburg 2023, sind zwei Gebete von GottesSuche aufgenommen.

Zum Thema „Ist die Bibel für Betroffene retraumatisierend oder befeiend?“ hat Barbara Haslbeck Barbara Haslbeck in Bibel und Kirche 1/2023 einen Beitrag geschrieben.

Andreas Stahl reflektiert in Evangelische Theologie, Band 83, Heft 1 Betroffenenbeteiligung. Reflexion eines Erfordernisses in der Aufarbeitung von Missbrauch.

Interviews

Dr. Haslbeck arbeitet an dem Projekt Missbrauchsmuster mit und berichtete in einem Interview von der Arbeit mit Franziskusschwestern, die den Missbrauch von Ordensfrauen durch den Gründer Peter Natali aufarbeiten.

Sie schaut die Arbeitshilfe der DBKMissbrauch geistlicher Autorität“ an, vor allem vor dem Hintergrund des 2023 erschienenen Buchs Haslbeck/Leimgruber/Nagel/Rath: Selbstverlust und Gottentfremdung. Spiritueller Missbrauch an Frauen in der katholischen Kirche.

In katholisch.de und dem Domradio berichtet sie über ihre Arbeit als Beraterin bei der Anlaufstelle für Frauen, die im kirchlichen Raum spirituellen Missbrauch und sexualisierte Gewalt erfahren haben.

Zum Buch „Entstellter Himmel“ hat Günter Hänsel auf evangelisch.de die Herausgebenden interviewt. Christoph Fleischmann und Judith Bauer interviewten Christiane Lange und Dr. Andreas Stahl zum Buch in Publik Forum vom 7.6.2023.

Fortbildungen

Dr. Barbara Haslbeck hat gemeinsam mit Sr. Sophia Weixler in Kooperation mit der Dombergakademie, den Ordensfrauen für Menschenwürde und dem Katholikenrat der Region München einen Abend zum Thema Umkehr! Kirche sein angesichts des Missbrauchsskandals – Gottessprache nach Missbrauch in München gestaltet. 

Dr. Andreas Stahl hat einen Fachtag  für Menschen in seelsorgerlichen Berufen Zusammenarbeit mit Wings of Hope „Annäherung an eine Traumasensible Theologie“ und „Theologisches Arbeiten mit den Texten Betroffener“ gestaltet.


Ein Seminartag mit Theologiestudierenden des Evangelischen Stifts Tübingen mit Erika Kerstner fand im November statt. Im Stadtkloster Karlsruhe, dem gastgebenden Haus für die Treffen der Selbsthilfegruppe, gab es im Sommer einen Bibelabend zu 2 Sam 13,1-22. Die Reihe der Online-Fortbildungen mit Seelsorgenden aus dem Bistum Limburg „ Raus aus der Sprachlosigkeit“ wurde fortgesetzt. Eine evangelische Gemeinde in Ratingen, in der Versöhnungskirche gestaltete einen Abend zum Thema Gewalt gegen Frauen und kein Ende.

 

Die Internetseite

Seit der Neugestaltung der Internetseite hat sich die Besucherzahl deutlich erhöht auf ca 550 Besucher*innen täglich, die jeweils ca 5 Seiten anschauen oder lesen. Die Dokumentation von Presseberichten ist um ca 360 Seiten in diesem Jahr auf nunmehr insgesamt über 2100 Seiten angewachsen.

Barbara Haslbeck, Andreas Stahl, Erika Kerstner 27.12.2023