Glauben. Ein Wort, das auf der Zunge klebt wie altes Wachs am Kirchenboden. Zuviel Lüge, zuviel Dogma, zuviel alles. Aber was, wenn Glauben etwas anderes ist? Etwas, das sich nicht predigt, sondern fragt, sich zur Frage bekennt. Etwas, das nicht stillsteht, sondern bricht und sich wieder zusammensetzt. Lyrisch glauben heißt genau diese Momente und Akzente – den Zweifel, das Aufbegehren, die Stille danach sprechenlassen.
1700 Jahre nachdem das Große Glaubensbekenntnis 325 in Nizäa in die Sprache gehoben wurde, suchte das Projekt „lyrisch glauben“ mit einem großangelegten Aufruf neue Worte für alte Fragen.
Seiler, Jörg | Sojer, Thomas | Stawenow, Konstantin: (Hrsg): Lyrisch glauben. Dem Unsagbaren auf der Spur, Herder, 2026, erscheint am 17.8.2026