Die „Gemeinschaft vom Lamm“/“Communauté de l’Agneau“ wurde 1981 von der Dominikaner-Schwester Marie-Thierry Coqueray gegründet. Seit 1990 gibt es auch einen männlichen Zweig. 1983 erkannte Jean Chabbert, Bischof von Perpignan, die Gemeinschaft als „fromme Vereinigung“ an. 1996 wurde die Gemeinschaft unter die Verantwortung von Kardinal Christoph Schönborn, damals Erzbischof von Wien, gestellt. Papst Franziskus, damals Weihbischof, hieß die Gemeinschaft 1994 im Erzbistum Buenos Aires willkommen. Ihren Hauptsitz hat die Gemeinschaft in Wien. Sie tritt in Frankreich, Spanien, Argentinien, Italien, Österreich, Polen und Chile auf. Die Gründerin, Schwester Marie, hat sich in den 1970er Jahren vom dominikanischen Orden losgesagt, um vom Betteln zu leben.
Seit den 2010er-Jahren gibt es Berichte über spirituellen Missbrauch, unzureichende Pflege im Krankheitsfall und einen Lebensrhythmus, der zu Schlaf- und Nahrungsmangel führt. Seit Januar 2025 lebt Kardinal Schönborn, ehemaliger Erzbischof von Wien, im Wiener Kloster der Ordensgemeinschaft „Kleine Schwestern vom Lamm“. Schönborn hat die kirchenrechtliche Verantwortung für die Gemeinschaft auf internationaler Ebene.
Im Mai 2025 begann der Nationale Strafgerichtshof einen Prozess wegen Autoritätsmissbrauch gegen die Gründerin der Bewegung.
Eine Gruppe von Aussteiger*innen ist erreichbar unter agneau.cte.questions@gmail.com GmbH