Skip to content

Diese Zusammenstellung erfolgt ausschließlich zu folgenden Zwecken: Wir sind der Forschung, der Prävention solcher Taten und der Orientierung Betroffener verpflichtet. Letzteren soll erleichtert werden, ihre Erfolgschancen einzuschätzen, sollten sie sich selbst betreffende Vorgänge öffentlich machen. Wir sind keine Journalisten und leisten keine eigene Recherchearbeit. Wir müssen uns darauf verlassen, dass seriöse Presseorgane die Richtigkeit ihrer Meldungen sorgfältig geprüft haben. Sollte sich jemand durch die zitierten Meldungen zu Unrecht verletzt fühlen, bedauern wir dies. Sie können uns dann gerne ihre genaue Anspruchsgrundlage mit der Unrichtigkeit der zitierten Tatsachenbehauptung nachweisen. Dann werden wir den angeführten Link löschen.

7.7.2026 Das Vaterunser als Trigger – Sensiblere Gottesdienste für Missbrauchsbetroffene. Ein Beitrag von Andreas Roth, u.a. mit Annette
Buschmann. Quelle: DLF


19.6.2026 Die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) ruft ihre Mitglieder – 96 lutherische, reformierte, unierte und methodistische Kirchen aus mehr als 30 Ländern Europas und teilweise auch Südamerikas – auf, der Einführung und Verbesserung von Maßnahmen zum Schutz vor sexuellem Missbrauch hohe Priorität einzuräumen. Quelle: evangelisch.de


11.6.2026 Die Landeskirche Hannovers hat das Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP), München, mit der Untersuchung von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und der Verbreitung von pornografischen Schriften durch einen Diakon beauftragt. Der Diakon war Ende 2002 Vom Landgericht Hannover zu drei Jahren und elf Monaten Gefängnis verurteilt worden. Für zwölf Fälle, verübt an 13- bis 15-jährigen Jungen war er schuldig gesprochen worden. Presseberichte gingen von einem weit größeren Ausmaß des Missbrauchs  aus. Quellen: evangelische Zeitung   Evangelische Zeitung


3.6.2026 Vertreter von Betroffenen sexualisierter Gewalt in der evangelischen Kirche kritisieren die immer noch ausstehende Orientierungshilfe für Anerkennungszahlungen. Quelle: evangelisch.de


30.5.2026 In der Landeskirche Sachsen gibt es 148 Betroffene sexueller Gewalt und 88 Beschuldigte. Nach langem Zögern und teilweise massivem Widerstand von Gremien hat der zuständige Landesbischof Bilz nun das Gesetz zu den Anerkennungsleistungen unterzeichnet, ohne auf die Zustimmung zuletzt der Kirchenleitung in Dresden zu warten. Quelle: Domradio


22.5.2026 Wegen sexuellen Missbrauchs eines Jugendlichen hat das Landgericht Hamburg einen Pastor zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf
Bewährung verurteilt. Das Gericht sprach den 64-Jährigen auch wegen Besitzes eines jugendpornografischen Bildes schuldig. Die Nordkirche hat
ein disziplinarrechtliches Verfahren eingeleitet. Quelle: NDR


16.4.2026 Die Evangelische Kirche von Westfalen hat eine Studie zu sexualisierter Gewalt in kirchlichen Internaten und Wohnheimen begonnen. Sie ruft Betroffene und Zeitzeug*innen auf, die Studie mit Interviews zu unterstützen. Der Abschluss ist für den 31. Juli 2027 geplant. Quelle: evangelisch-in-westfalen


23.3.2026 Das Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt in der EKD hat eine Orientierungshilfe zu den Richtlinien für Zahlungen an Opfer sexualisierter Gewalt beschlossen, um einheitliche Richtwerte für Zahlungen in der EKD zu gewährleisten. Diakonie und EKD haben Bedenken, die Orientierungshilfe zu verabschieden. Matthias Schwarz, Mitglied des Beteiligungsforums, sagte, für ihn zeige sich am Umgang mit der Orientierungshilfe, „dass immer noch das Geld wichtiger ist als die Menschen, denen Gewalt angetan wurde“. Quelle: evangelisch.de


10.3.2026 Die Evangelische Kirche im Rheinland sucht Zeugen und Betroffene, wenn sie an einem Internat sexuellen Missbrauch erlitten oder miterlebt haben. Untersucht werden die evangelischen Internate, Alumnate und Schülerheime in Hilden, Bad Godesberg, Burscheid, Dierdorf, Herchen, Kaiserswerth, Meisenheim, Neukirchen-Vlyn, Neuss und Traben-Trarbach sowie das Wohnheim des Jung-Stilling-Instituts im westfälischen Espelkamp-Mittwald. Quelle: rp-online


10.3.2026 Nach der sächsischen Landeskirche hat nun auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Richtlinie der EKD zu sogenannten Anerkennungsleistungen für Betroffene sexualisierter Gewalt beschlossen. Quelle: evangelisch.de


9.3.2026 Betroffene von sexualisierter Gewalt in evangelischer Kirche und Diakonie drängen darauf, dass die Aufarbeitung und Prävention von Missbrauch in den Landeskirchen in Baden und der Pfalz vorangetrieben wird. Das sagt Helmut Perron, der Vorsitzende der Regionalen Unabhängigen Aufarbeitungskommission (URAK) Südwest. Quelle: evangelisch.de


7.3.2026 Die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens hat den Richtlinien der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu
sogenannten Anerkennungsleistungen für Betroffene sexualisierter Gewalt zugestimmt. Quelle: evangelisch.de


4.3.2026 Bei der gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) wurden seit 2022 insgesamt 906 Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen und der
evangelischen Kirche als „Arbeitsunfall“ gemeldet. Gut 380 Fälle wurden mittlerweile entschieden, jeder zweite Antrag dabei abgelehnt. Die Kirchen sind verpflichtet, Missbrauchsfälle bei der GUV zu melden, taten dies bisher jedoch fast nie. Für Ehrenamtler*innen in den Kirchen ist die VerwaltungsBerufsgenossenschaft (VBG) in Hamburg zuständig. Quelle: wa


4.3.2026 Im Haushalt 2026 waren keine finanziellen Mittel für den Fonds sexueller Missbrauch eingeplant. Nun will die Familienministerin Karin
Prien, CDU, bald einen Plan zur Fortführung des Fonds vorlegen. Quelle: Kirche und Leben


2.3.2026 Im Nicolhaus in Willmars, einem Kinderheim der Diakonie in der Rhön, soll es in den 1950er bis 1980er Jahren zu Gewalt und sexuellem
Missbrauch gekommen sein. Erste Betroffene meldeten sich bereits 2012. Als 2015 der ehemalige evangelische Pfarrer Spyra seinen Missbrauch
öffentlich machte, meldeten sich weitere Betroffene bei Journalisten. Sie beschuldigen einen ehemaligen Heimleiter, einen Diakon der Diakonen-Bruderschaft des Stephansstiftes Hannover, des sexuellen Missbrauchs. Auch gegen den damaligen Ortspfarrer wurden Missbrauchsvorwürfe vorgebracht. Vorermittlungen hatte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt übernommen. Sie teilte 2024 mit, dass es sich bei den Täter*innen um einen Pädophilenring gehandelt haben soll, bestehend aus dem Diakon, dem Pfarrer, deren Ehefrauen und zwei Erzieherinnen. Spätestens seit 2001 seien die Vorwürfe verjährt. Nun soll eine Studie der bayerischen evangelischen Landeskirche, des Diakonievereins Willmar, des Diakonischen Werks Bayern und der Diakoniegemeinschaft Stephansstift die Vorwürfe untersuchen. Durchgeführt wird die zweijährige zeithistorische Fallstudie von der
Ludwig-Maximilians-Universität München. Quellen: Sonntagsblatt,  Süddeutsche,  s. auch br


20.2.2026 Seit 2011 ist geklärt, dass sexualisierte Gewalt im Verantwortungsbereich einer Einrichtung als Schul- oder Arbeitsunfall anerkannt werden kann. Weder Kirchen noch die meisten Träger von Schulen und Kitas jedoch haben Fälle gemeldet. Die Betroffeneninitiative „Eckiger Tisch“ weist darauf hin, dass Betroffene dadurch um wichtige LEistungsansprüche gekommen seien und fordert einen Ausgleichsfonds für entgangene Leistungen sowie Übernahme von Kosten für Gutachten, Therapien und berufliche Rehabilitation. Die unabhängige Missbrauchsbeauftragte Kerstin Claus hat alle Kitas und Schulen in staatlicher wie privater Trägerschaft dazu aufgefordert, ihrer Meldepflicht bei sexualisierter Gewalt nachzukommen.  Quellen: evangelisch.de   evangelische Zeitung


19.2.2026 In der Bayerischen Landeskirche fordern Betroffene höhere Entschädigungen. Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung sieht bei den Mitgliedern der unabhängigen Kommission, die über Anerkennungsleistungen für Betroffene entscheiden, eine zu große Kirchennähe. Da die bisherigen Mitglieder weiterhin im Amt seien, könne es Schwierigkeiten geben, wenn Betroffene nach den seit 1.1.2026 gültigen Regeln einen erneuten Antrag stellen. Landesbischof Christian Kopp weist die Vorwürfe zurück. Quelle: BR


19.2.2026 Die ehemalige niedersächsische Justizministerin Barbara Havliza (CDU), die als Richterin jahrelang über Fälle von sexuellem Missbrauch geurteilt hat, hält es für wichtig, Missbrauchsfälle im kirchlichen Kontext unabhängig zu überprüfen. Aufarbeitung, die Entwicklung von Präventions- und Interventionskonzepten und den Umgang mit Betroffenen und Beschuldigten durch Expertise von außen begleiten zu lassen.  Quelle: evangelisch.de


18.2.2026 Die Rechercheplattform Correctiv weist auf das Buch „Akten des Missbrauchs“. das im März erscheinen wird, hin und auf den Film Akten des Missbrauchs. Quelle: correctiv.org


12.2.2026 Birgit Mangels-Voegt, Beraterin des Beteiligungsforums der EKD, nimmt den Rücktritt der Sprecherin Nancy Janz zum Anlass, auf weiter vorhandene Schwierigkeiten hinzuweisen. Die Aufarbeitung und Prävention sexualisierter Gewalt habe noch nicht überall in der evangelischen Kirche Priorität, nicht alle hätten die Dramatik in diesem Handlungsfeld erkannt. Die föderale Struktur von EKD und Diakonie habe Grenzen. Zwar hätten sich die 20 Landeskirchen und 17 Diakonie-Landesverbände verpflichtet, die Beschlüsse des Beteiligungsforums zu übernehmen, aber einzelne Landeskirche und diakonische Verbände schnürten die „Paketlösungen“ wieder auf und setzten z.B. die Anerkennungszahlungen nicht einheitlich um. Manche institutionelle Ebenen akzeptierten Beschlüsse formal, setzten sie aber nicht wie abgesprochen um. Den Betroffenenvertretern im Beteiligungsforum fehlten transparente Kommunikation und schnellere Entscheidungen ebenso wie weitere Ressourcen und mehr Unterstützung
ihrer ehrenamtlichen Arbeit.  Quelle: evangelisch.de


10.2.2026 Die Anwältin Christina Klemm kommentiert die BKA –Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung (LeSuBiA) im Alltag und konstatiert, wie wenig Vertrauen Frauen in den Staat haben. Quelle: DLF


10.2.2026 Eine neue Studie ist erschienen: „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung (LeSuBiA) im Alltag. Eine geschlechterübergreifende Bevölkerungsbefragung zur Gewaltbetroffenheit in Deutschland“. LeSuBiA ist die erste geschlechterübergreifende und repräsentative Studie zu Gewalt gegen Frauen und Männer innerhalb und außerhalb von Partnerschaften für Deutschland. Zugleich ist es die erste Studie über digitale Gewalterfahrungen. Quelle: bka 


6.2.2026 Der von Sabine Maschke und Ludwig Stecher u.a. erstellte Abschlussbericht des Forschungsprojektes zur Aufarbeitung sexualisierter und
spiritueller Gewalt in der Deutschen Pfadfinder*innenschaft Sankt Georg (DPSG) 
wurde heute vorgestellt. Hilfsangebote  –  Pressekonferenz  –  Tagesschau  –  Interview mit Annkathrin Meyer, DPSG-Vorstand  –  www1.wdr   –  Forscherin Helga Dill: Keine Außenkontrolle  –  Gefährliches Gemeinschaftsgefühl  –    spiegel


4.2.2026 Nancy Janz, Sprecherin der Betroffenen im Beteiligungsforum Sexualisierte Gewalt, tritt zurück. Sie weist auf die hohe zeitliche Belastung dieses Ehrenamtes hin, aber auch auf den „mangelnden Umsetzungswillen“ innerhalb der landeskirchlichen Institutionen. Janz sieht kaum spürbaren Fortschritt für die Betroffenen. Sie habe oft das Gefühl, dass die Betroffenen im Beteiligungsforum als Alibi genutzt werden nach dem Motto: ‚Es waren ja Betroffene dabei!‘ Quellen: Süddeutsche    EKD   Florian Breitmeier kommentiert   evangelisch.de    eulemagazin

Nancy Janz ein herzlicher Dank für Ihr großes Engagement!


2.2.2026 In der landeskirchlichen Vereinigung der Communität Koinonia und der Geschwisterschaft Koinonia e.V. erlebten junge Frauen institutionelle sexualisierte Gewalt im Zusammenhang mit spirituellem Missbrauch. Die beiden Gemeinschaften sind eigenständig, werden jedoch von der EKD und der Landeskirche Hannovers gefürdert. Ein Verfahren gegen den Gründer der Gemeinschaft Communität Koinonia, Dr. Wolfgang Kubik, wegen sexualisierter Gewalt gegen eine minderjährige Person wurde in der Landeskirche Schaumburg 2024 eingeleitet, aber aufgrund des Todes des Beschuldigten eingestellt. Nun soll eine Forschungsgruppe der Universität Bremen unter der Leitung von Prof. Dr. Gritt
Klinkhammer eine Aufarbeitungsstudie erstellen. Quelle: landeskirche-hannovers


27.1.2026 Nun liegt der Abschlussbericht des größten evangelischen Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder vor. Seit 1973 wurden mindestens 344 Personen Opfer sexualisierter Gewalt. Zu 60 % waren Mädchen betroffen. Zwei Drittel aller Betroffenen waren bei Tatbeginn zwischen 13 und 17 Jahre alt. Als Täter oder Beschuldigte werden 161 Personen benannt, 158 von ihnen männlich. Dabei war fast die Hälfte der mutmaßlichen Täter  zwischen 18 und 24 Jahre alt. Die Hälfte der Taten datiert nach dem Jahr 2000. Jedes fünfte DPSG-Mitglied ist betroffen. Das mangelnde Interesse der katholischen Kirche an der Aufarbeitung beklagten die Forscher*innen. Quellen: katholisch.de


22.1.2026 Für die evangelische Kirche bleiben Prävention und Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch eine drängende Aufgabe, sagt Dorothee Wüst, Sprecherin des Beteiligungsforums Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen Kirche in Deutschland und Diakonie. Nancy Janz, Sprecherin der Betroffenen im Beteiligungsforum sieht zwei Jahre nach der ForuM-Studie zwar Fortschritte, bedauert jedoch, dass wichtige, grundleghende Veränderungen zu lange dauern. Quelle: evangelisch.de


16.1.2026 Der Bericht über Kindeswohlgefährdungen und Verletzungen in der St. Petri Kirchengemeinde Buxtehude in den 1980er bis 2010er Jahren ist online. Bei Jugendfreizeiten der St.-Petri-Gemeinde in Buxtehude (Landkreis Stade), Landeskirche Hannovers, sollen Kinder über Jahrzehnte physischer und psychischer Gewalt ausgesetzt worden sein. Nun will die Gemeinde die Fälle aufarbeiten. Quelle: NDR


8.1.2026 Die Bremische Evangelische Kirche macht Missbrauchsvorwürfe gegen einen ehemaligen Pastor aus Gröpelingen und Orlebshausen
öffentlich. Der Beschuldigte war dort zwischen 2004 und 2016 tätig. Die Kirche hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und bittet weitere
Betroffene um Hinweise. Quelle: NDR


7.1.2026 In den beiden Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg, die zur Landeskirche im Rheinland gehören, werden die Akten
durchgeschaut. Quelle: rp-online


5.1.2026 In sieben der zehn Verbünden der evangelischen Landeskirchen und diakonischen Landesverbänden gibt es ein neues Verfahren zur
Anerkennung erlittener sexualisierter Gewalt. Das V erfahren soll damit betroffenenorientierter gestaltet und vereinheitlicht werden. In drei
östlichen Verbünden stehen noch Planungs- und Umsetzungsschritte aus. Philipp Greifenstein macht auf weitere Schwierigkeiten aufmerksam.
Quellen: evangelisch.de   eulemagazin