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19.6.2026 Ein ehemaliges Mitglied der Regensburger Domspatzen hatte in einem Zivilprozess 400.000 Euro Schmerzensgeld und Verdienstausfall  vom
Bistum Regensburg gefordert. Das Gericht hat die Klage wegen Verjährung abgewiesen – die Taten sollen sich in den frühen 1990er Jahren ereignet haben. Das Bistum hat sich neben der Verjährung auf „Nichtwissen“ berufen, d.h. das Bistum stellt nicht die Missbrauchshandlungen als unwahr dar, sondern bringt zum Ausdruck, dass es nicht wisse, was damals geschehen sei. Der Kirchenrechtler Thomas Schüller beobachtet, dass inzwischen „samt und sonders alle Bischöfe“ dazu übergehen, die Verjährung geltend zu machen. Dies dürfte der Grund sein, warum es nur so wenige Zivilprozesse gegen die katholische Kirche gebe, sagte Schüller. Quelle: Zeit

27.3.2026 Matthias Podszus hat das Bistum Regensburg auf einen Millionenbetrag verklagt, weil er Anfang der 1990er-Jahre in der Grundschule der Dpomspatzen in Pielenhofen vom damaligen Direktor und Priester Johann Meier mehrfach vergewaltigt und missbraucht worden sein soll. Vom Bistum Regensburg hat er 50.000 Euro erhalten, ohne dass dies eine Anerkennung einer Schuld sei. Strittig ist die Verjährungsfrist, die vom Bistum in Anspruch genommen wird. Die Richterin spricht im Gütetermin von „komplexen juristischen Fragen“, der Anwalt des Klägers betont die Nicht-Verjährung. Einen vom Landgericht Regensburg vorgeschlagenen Gütetermin lehnte das Bistum ab, der Kläger war bereit dazu. Das Bistum begründete die Ablehnung damit, dass nicht genügend Mittel für eine freiwillige Zahlung zur Verfügung stünden. Das Bistum weist im Jahresabschlussbericht für 2023 ein Eigenkapital von 982,8 Millionen Euro und ein Nettovermögen von 134,4 Millionen Euro aus. Für das Bistum Regensburg scheint wichtig zu sein, dass weitere Missbrauchsopfer auf Gütetermine oder außergerichtliche Einigungen drängen könnte. Die Anwältin des Bistums sagte, dass es Rechtsfragen – wie die der Verjährung – gebe, die für die Zukunft geklärt werden müssten. Quelle: Süddeutsche

12.3.2025 Die Regensburger Bischöfe Michael Buchberger (1927 bis 1961) und Rudolf Graber (1961 bus 1982) ließen einen mehrfach verurteilten Serientäter gewähren, der mindestens 68 Jugendliche missbrauchte. Quelle: regensburg-digital

29.11.2024 Rechtsanwalt Ulrich Weber macht eine unabhängige Untersuchung zu sexuellem Missbrauch und Gewalt seit 1945 im Bistum Regensburg, die im Herbst 2027 veröffentlicht werden soll. Er berichtet, dass sich „ein paar Betroffene“ bei ihm gemeldet haben, die dem Bistum nicht bekannt seien. Quelle: katholisch.de

23.10.2024 Das Bistum Regensburg hat an 610 Opfer körperlicher und sexueller Gewalt, an Domspatzen und über die UKA insgesamt 11.907.450 Euro in Anerkennung des Leides gezahlt. Quelle: Bistum Regensburg

17.9.2024 Bischof Rudolf Graber, Bistum Regensburg, erfuhr bereits 1965/66 schriftlich, dass der Direktor der Domspatzen-Vorschule in Etterzhausen Kinder gewalttätig behandelte. 25 Jahre später, von 1991 bis 1993, erlitt Matthias P. Gewalt in der Vorschule Etterzhausen. Nun hat er eine Klage gegen das Bistum Regensburg eingereicht, weil die Kirche die Pflicht gehabt hätte, die Vorschüler zu schützen. Er fordert Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 350.000 Euro. Quelle: regensburg-digital

21.1.2024 Im Jahr 2023 zahlte das Bistum Regensburg 273.500 Euro an 15 Missbrauchsbetroffene. Insgesamt seien mehr als 2,9 Millionen Euro an Betroffene sexueller Gewalt geflossen.  Quelle: stern

26.12.2022 Dem Bistum Regensburg wurden seit dem 20. Januar insgesamt 12 neue Fälle gemeldet. Quelle: Süddeutsche

21.11.2022 Ein Priester hat in seiner Wohnung in Fürth in den Jahren 2019 und 2020 Jugendliche missbraucht und sie in seinem Schlafzimmer zu Sex mit Freiern animiert. Er wurde wegen schwerer Zwangsprostitution, sexuellen Missbrauchs und weiterer Taten zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Das Gericht ordnete außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der Geistliche gehört dem Bistum Regensburg an, lebte aber als Ruhestandsgeistlicher im Erzbistum Bamberg. Der Priester war Ende August 2020 festgenommen worden und am 16.6. 2021 in erster Instanz verurteilt worden. Im jetzigen Urteil wurde die Gesamtstrafe um vier Monate reduziert. Quelle: katholisch.de

9.8.2022 Das Bistum Regensburg zahlte bislang 10.736.350 Euro an Missbrauchsbetroffene. Quelle: BR

31.12.2021 „Das Bistum Regensburg zahlte bis zum 31.12.2021 insgesamt 10.736.350 € an Anerkennungsleistungen an 621 Personen aus. Davon wurden 2.768.350 € wegen sexuellen Missbrauchs, sexueller Übergriffe oder sexualbezogener Grenzverletzungen an 122 Personen ausgezahlt. 7.968.000 € wurden aufgrund von Körperverletzung an 499 Personen ausgezahlt. Bislang leistet nur die Diözese Regensburg auch solche Anerkennungszahlungen. Zu einem kleinen Teil sind Betroffene beiden Gruppen zuzuordnen, sodass es sich insgesamt um 566 Personen handelt. Betrachtet wurde der Zeitraum seit 1940. Von der Gesamtsumme entfielen 7.207.000 € auf Anerkennungszahlungen an 377 ehemalige Domspatzen.“ Quelle: Bistum Regensburg

11.2.2021 Das Bistum Regensburg bezahlte bislang etwa 10 Mio Euro an Betroffene von sexueller und körperlicher Gewalt. Darunter sind etwa 5,2 Mio Euro, die an bereits „entschädigte“ Betroffene nachgezahlt wurden. Bemerkenswert: Das Bistum wartete nicht auf erneute Anträge, sondern schrieb alle Betroffenen von sich aus (!) an. Quelle: Sonntagsblatt

3.8.2020 Das Bistum Regensburg erhöht seine Zahlungen an kirchliche Missbrauchsopfer und setzt damit die im Frühjahr 2020 beschlossenen Grundsätze der „Weiterentwicklung des Verfahrens zur Anerkennung des Leids“ um. Quelle: katholisch.de

18.9.2019 Die Staatsanwaltschaft Regensburg hat Ermittlungen gegen einen kath. Priester eingestellt. Es bestanden erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit der erhobenen Anschuldigungen. Der Anzeigeerstatter hatte Ende Juli 2019 dem Bistum Regensburg Mitteilung gemacht, er sei im Kindesalter von dem Priester sexuell missbraucht worden. Quelle: bistum-regensburg.de

26.7.2019 Das Bistum Regensburg hat eine unabhängige Anlaufstelle für Betroffen beim Münchner Informationszentrum für Männer eingerichtet. Zahlungen zwischen 2.500 Euro und 25.000 Euro erhielten 367 Betroffene. Insgesamt wurden fast 3,8 Millionen Euro ausgezahlt. Quelle: wochenblatt

25.9.2018 In der MHG-Studie wurden in 1.681 Personalakten 199 Betroffene (112 m., 45 w., 86 Opfer zw. 7 und 13 Jahren, 5 unter 6 Jahre) und 81 Beschuldigte gefunden. 112 der Opfer waren männlich, 45 weiblich. 86 Opfer waren zwischen 7 und 13 Jahren alt, fünf waren unter sechs Jahre alt. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Jahre 1946-2015. Quelle: katholisch.de  s. auch die kritische Stellungnahme von regensburg-digital.

12.7.2018 Regensburg-digital berichtet von 115 belasteten Personen belastet und 49 Tätern, darunter neun Missbrauchstäter, 40 weitere mutmaßliche Täter und mehr als 100 Opfer sexualisierter Gewalt; über Domspatzendirektor Direktor Z. (Friedrich Zeitler) und Direktor G. (Georg Zimmermann) gibt es keine oder nur unvollständige Unterlagen. Der Präfekt Ambros Pfiffig soll 1948 nach seiner Flucht aus Etterzhausen, wo er im Domspatzen-Internat als Missbrauchstäter aufflog, vom Regensburger Generalvikar Josef Franz nach Tirschenreuth zur Jugendseelsorge versetzt worden sein und erst 1958 in Österreich zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilt worden sein. Quelle: regensburg-digital.de

22.2.2018 In Deggendorf, Bistum Regensburg, wurde ein früherer kath. Priester wegen sexuellen Missbrauchs von fünf Jungen unter 14 Jahren zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Zunächst muss er in einer Psychiatrie eine Therapie absolvieren. Das Gericht behält sich vor, den Verurteilten nach der Haft in Sicherungsverwahrung zu nehmen. Die Taten geschahen zwischen 1997 und 2016.

Bereits von 2003 bis 2009 war der Priester wegen Sexualstraftaten an zwei jugendlichen Mädchen in Haft. 2008 entfernte ein Freiburger Kirchengericht ihn aus dem Klerikerstand. Geweiht worden war der Mann in Polen, hatte sich aber auch nach seiner Laiisierung noch als Priester ausgegeben. Quellen: kirche-und-leben.de  katholisch.de

31.12. 2017 Im Bistum Regensburg gab es 75 Anträge wegen körperlicher Gewalt, 47 wurden anerkannt, 13 an Orden oder andere Bistümer  oder an die Domspatzen gegeben, ein Antrag wurde abgelehnt, 14 müssen noch bearbeitet werden. Quelle: bistum-regensburg (nicht mehr online)

18.7.2017  „Vorfälle von Gewaltausübung an Schutzbefohlenen bei den Regensburger Domspatzen. Untersuchungsbericht Ulrich Weber/Johannes Baumeister, 18. Juli 2017. Abschlussbericht Domspatzen. Quelle: uw-recht

12.10.2016  Im Bistum Regensburg gab es  422 Opfer körperlicher und sexueller Gewalt bei den Domspatzen, vermutlich 60 Missbrauchsopfer darunter. Quelle: sueddeutsche.de

7.2.2016  mehr als 150 Opfer körperlicher Gewalt haben jeweils 2500 Euro bekommen. Quelle: sueddeutsche.de

28.1.2016  64 Fälle sexueller Missbrauch bei den Domspatzen, 231 Meldungen über körperliche Attacken, 14 Missbrauchstäter. Quelle: zeit.de

22.3.2013  Georg Friedrich Zimmermann war 1959 Internatsdirektor bei den „Domspatzen“, später Diözesanmusikdirektor. 1971 wurde er wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt zu 11 Monaten Haft, 1973 ging er in den Ruhestand. Friedrich Zeitler war seit 1. September 1953 Religionslehrer und Präfekt am Musikgymnasium Regensburg,  er missbrauchte zwei Schüler, 1959 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt und erhielt vier Jahre Berufsverbot. Zeitler ging jedoch schon im Oktober 1961 in eine Schweizer Mädchenschule, Constantineum/Chur. Quelle: regensburg-digital.de

18.1.2011 Ein Ordensbruder übt sexualisierte Gewalt an drei Behinderten. Quelle: zeit.de

6.3.2010  Rückhaltlose Aufklärung hat die katholische Kirche in der Serie von Missbrauchsskandalen angekündigt. Doch bislang war Verschweigen gängige Praxis der Verantwortlichen – auch was die Vorfälle bei den Regensburger Domspatzen betrifft. Quelle: Spiegel