Große Teile des heutigen Erzbistums Hamburg gehörten bis 1995 zum Bistum Osnabrück, so dass nicht immer klar zu erkennen ist, wo ein Priester angesiedelt war/ist, in Hamburg oder in Osnabrück.
11.2.2026 Bislang gibt es für die Bereiche Mecklenburg und für das Bistum Osnabrück, zu dem Teile des heutigen Erzbistums Hamburg bis 1995
gehörten, Studien zu Fällen sexualisierter Gewalt. Es fehlt bislang eine Studie über die Missbrauchsfälle in den bislang nicht erfassten Teilen des heutigen Erzbistums Hamburg. Diese Lücke soll geschlossen werden. Zuvor jedoch müssen Fragen der Offenlegung von Fallmeldungen vor dem interdiözesanen Datenschutzgericht und die Verantwortung der UAK geklärt werden. Derzeit sind zwei beschuldigte Priester als Pensionäre im
gottesdienstlichen Bereich eingesetzt – trotz gezahlter Anerkennungsleistungen an Betroffene. Der Generalvikar Sascha-Philipp Geißler begründet dies damit, dass kein Schuldeingeständnis der Beschuldigten vorliege und sie nicht rechtskräftig verurteilt seien. Daher habe die Unschuldsvermutung zu gelten. Quelle: katholisch.de
27.10.2025 Die Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs in den (Erz-)Bistümern Hamburg, Hildesheim und Osnabrück,
sieht in ihrem Zwischenbericht Fortschritte, aber auch weiterhin erhebliche Hindernisse. Zu den Hindernissen gehört, dass das Erzbistum Hamburg die Herausgabe relevanter Daten mit Hinweis auf den Datenschutz verweigere. In Hildesheim und Osnabrück seien immerhin gewisse Fortschritte erzielt worden. Der gemeinsame Betroffenenrat der drei Bistümer spricht von „drei Geschwindigkeiten: Osnabrück gehe bei der Aufarbeitung voran, Hildesheim hole auf, Hamburg gehe zwar nicht mehr rückwärts, komme aber nur langsam voran. Quellen: stern ndr Zwischenbericht 2024/2025
26.10.2023 Erstmals hat das Erzbistum Hamburg einen Tätigkeitsbericht zum Umgang mit sexualisierter Gewalt vorgelegt. Er erklärt die Arbeit der zuständigen Stellen und bezieht sich auf den Zeitraum von 2011 bis zum 31.12.2022. In diesem Zeitraum gab es 272 Meldungen. 24 Meldungen gingen an das Referat Intervention, sieben davon betrafen sexualisierte Gewalt an Minderjährigen und schutzbefohlenen Erwachsenen. Sie wurden durch Kleriker, vom Erzbistum beauftragte Ordensleute und andere haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende im kirchlichen Dienst begangen. Fünf der Meldungen sind sog. „Altfälle“. Teilweise waren die Täter*innen bereits bekannt. Zwei Meldungen beziehen sich auf aktuelle Vorfälle. Quellen: katholisch.de erzbistum-hamburg Stellungnahme des Generalvikars
Februar 2022: Im Erzbistum Hamburg wurden 73 Betroffene (von 103) anerkannt und erhielten im Durchschnitt 6.171Euro Anerkennungszahlungen. Quelle:mdr
4.11.2019 Im Bereich Mecklenburg-Vorpommern des Erzbistums Hamburg beginnt die Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche. Ein Forschungskonsortium der Universität Ulm unter Leitung von Prof.in Manuela Dudeck, Forensische Psychiaterin und Psychotherapeutin, wird in zwei Jahren die Ergebnisse vorstellen. Die gesonderte Untersuchung für Mecklenburg wurde in Auftrag gegeben, weil es dort im Vergleich zu Schleswig-Holstein eine verhältnismäßig hohe Zahl betroffener Gläubigen gibt. Dort wurden zwischen 1945 und 2015 17 übergriffige Priester bekannt. 54 Männer und Frauen seien betroffen. Besonders schwere Vorwürfe richten sich gegen den Priester Hermann-Josef Timmerbeil, der von 1946 bis 1975 in Neubrandenburg arbeitete und 1979 starb. In den Kirchengemeinden Dömitz, Gadebusch, Wismar, Tessin, Waren, Grevesmühlen, Neustadt-Glewe und Neustrelitz soll es Betroffene geben. Quelle: Nordkurier
Das Forschungsprojekt zur Aufarbeitung von Missbrauch in der katholischen Kirche in Mecklenburg von 1945 bis 1989 soll nun im Februar 2023 veröffentlicht werden.
25.9.2018 In der MHG-Studie wurden im Untersuchungszeitraum 1946-2015 insgesamt 660 Personalakten untersucht und 33 Beschuldigte und 103 Opfer gefunden. Quelle: katholisch.de
26.6.2012 In Hamburg haben sich bislang 50 mutmaßliche Opfer gemeldet. Quelle: Abendblatt
6.9.2010 Im Kinderheim St. Josef nach Bad Oldesloe gab es einen Kaplan, der drei Opfer hatte. Quelle:bild.de
19.5.2010 In der Gemeinde St. Joseph in Altona, Hamburg, sorgt man sich um das Wohl des Beschuldigten. Quelle: taz
10.5.2010 Ein Hamburger Priester gibt fünffachen Missbrauch zu. Quelle:stern