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Presse

Missbrauch in der katholischen Kirche

3. Quartal 2014

30.9.2014 Kardinal Lehmann, Mainz, verbreitet nach wie vor die These von den “wenigen Tätern” unter den Priestern. “Es fing nach der Jahrtausendwende an mit einigen Fällen des sexuellen Missbrauchs. Ein Jahrzehnt später wurde von diesen Vergehen noch mehr aufgedeckt, auch wenn es relativ wenige Täter waren. Aber jeder ist einer zu viel… Wir durften uns nicht viel beklagen, denn die Ursache für die harte Kritik lag bei uns selbst. Wenn die Angriffe pauschal gegen die Kirche und die Bischöfe im Ganzen gerichtet wurden, war es dennoch nicht so einfach, diese Angriffe zu ertragen, wenn man selbst überhaupt nicht beteiligt und verantwortlich war. …Vieles ist aufgearbeitet worden, wie z.B. Gespräche mit Betroffenen, Wiedergutmachung in vieler Hinsicht und zahlreiche Präventionsmaßnahmen, um nur an den sexuellen Missbrauch anzuknüpfen. Wir haben zehntausende Menschen, die vom Kindergarten bis zur Jugendarbeit täglich auf allen Ebenen Kinder und Jugendliche begleiten, denen man nichts vorwerfen kann. Auch dies gehört zur Wahrheit.” Quelle: Bistumszeitung Mainz
Zur Erinnerung: Im Bistum Mainz gab es bis zum 20.3.2012 29 Anträge auf “Geldzahlungen in Anerkennung usw.”, 25 mal wurden Zahlungen bewilligt. Anzunehmen ist, dass auch Kardinal Lehmann in seiner Funktion als Bischof von Mainz (seit 1983 bis heute) über den Umgang mit Tätern unter den Priestern zu entscheiden hatte und hat.   


30.9.2014 Der frühere Nuntius Wesolowski soll die Kinder, die er missbrauchte, nicht nur mit Geld, sondern auch mit Medikamenten für ihre nächsten Verwandten entlohnt haben. Medikamente sind in Santo Domingo sehr teuer. Wesolowski wird nach dem Strafrecht des Vatikans verurteilt, das bis zum 1.9.2013 galt. Es sieht eine Haftstrafe vor, die nur halb so hoch ist, wie dies in der seit dem 1.9.2013 geltenden Regelung vorgesehen ist. Die Glaubenskongregation ermittelt außerdem gegen den chilenischen Bischof Marco Antonio Ordenes, dem sexueller Missbrauch von zwei Minderjährigen vorgeworfen wird, und gegen den Peruaner Gabino Miranda Melgarejo, dem ebenfalls Kindesmissbrauch vorgeworfen wird. Am 12.9. 2014 bereits mussten sich Erzbischof Marian Golebiewski und Kardinal Kazimierz Nycz vor der Glaubenskongregation rechtfertigen. Ihnen wird vorgeworfen, Fälle pädophiler Geistlicher bewusst verschwiegen zu haben. Derzeit geht die Glaubenskongregation mehr als 100 Hinweisen auf pädophile Geistliche aus Polen nach. Quelle: Stuttgarter Nachrichten


27.9.2014 Im Jahr 2013 wurden 600 kath. Priester im Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt. Quelle: Radio Vatikan


27.9.2014 Die vatikanischen Ermittlungen gegen den ehemaligen Erzbischof Wesolowski wegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie kommentiert der Sprecher der Bischofskonfernez, Matthias Kopp, nicht. Das sei eine rein vatikanische Angelegenheit. Inzwischen scheint unklar, was bei der Vorstellung des Forschungsprojektes klar zu sein schien: Welche 9 Bistümer die Akten von 1945 bis heute und welche 18 Bistümer die Akten seit 2000 zur Verfügung stellen. ‘Man wolle jetzt zunächst mit den qualitativen Interviews mit Opfern und Tätern beginnen, um auf diesem Weg mehr über die Täterstrategien zu erfahren. Danach könne man gezielter nach Akten forschen’, sagte der Sprecher der Bischofskonferenz. Die qualitativen Interviews mit Opfern sollten – entsprechend der vorgelegten Planung (S. 4) – seit Mai 2014 gemacht werden. Von dem geplanten Aufruf zur Teilnahme (a.a.O. S. 12) an dem Studienprojekt ist m.W. bislang nichts öffentlich bekannt geworden. Quelle: tagesspiegel


 26.9.2014 Die Opfer, die im Homburger Internat “Johanneum” sexuell missbraucht wurden, beklagen, dass der Orden der Hiltruper Missionare und Schule sich nicht mehr mit dem Thema beschäftigen wollen: “Die Missbrauchsfälle am Johanneum sind, soweit es die Seite des Ordens angeht, aufgearbeitet.” Quelle: deutschlandradio


26.9.2014 Der ehemalige Erzbischof Wesolowski hatte mehr als 100.000 Dateien mit kinderpornografischem Inhalt auf seinem privaten Computer. Weitere 40.000 habe er gelöscht. Die Dateien wurden z.T. aus dem Internet heruntergeladen. Zum Teil wurden auch 13-17jährige Opfer des Erzbischofs gezeigt, die nackt posierten oder beim Geschlechtsverkehr untereinander und mit Erwachsenen gefilmt wurden. Die Untersuchungen des Vatikanstaates werden auch auf frühere Dienstorte des Nuntius (Bolivien, Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan und Usbekistan, Afrika, Costa Rica, Japan, Schweiz, Indien, Dänemark) ausgedehnt. Außerdem wird nach Komplizen gesucht. Quelle: tagesspiegel.de


25.9.2014 Papst Franziskus hat Bischof Rogelio Ricardo Livieres Plano, Paraguay, des Amtes enthoben. Der Bischof hatte einen Priester, Carlos Urrutigoity, zum Weihbischof gemacht trotz der Warnung der nordamerikanischen Bischöfe. Urrutigoity war in den USA des sexuellen Missbrauchs junger Seminaristen überführt worden. Seine Diözese Scranton/Pennsylvania, hatte 400.000 Dollar wegen Körperverletzung gezahlt. Als Bischof Livieres Plano mit den Vorwürfen konfrontiert wurde, bezichtigte er seinen Vorgesetzten Erzbischof von Asuncion der praktizierten Homosexualität. Plano berichtete, Urritigoity sei ihm von hochrangigen Vatikanklerikern, u.a. dem damaligen Kardinal Ratzinger, empfohlen worden. Quelle: tagesspiegel


24.9.2014 Der Vatikan hat den ehemaligen Erzbischof Wesolowski festnehmen lassen und – wegen seines Gesundheitszustandes – unter Hausarrest gestellt. Es habe Fluchtgefahr bestanden. Wesolowski wird sexuelle Gewalt gegen Kinder/Jugendliche vorgeworfen. Quelle: zeit.de


19.9.2014 Helmut Jacob hat seinen blog eingestellt. Einem aufrechten Mitmenschen, der unermüdlich für diejenigen kämpfte, die – auch von den Kirchen – “vergessen” wurden, ein herzlicher Dank! Es gibt eine Gruppe, die sein Engagement mit Sicherheit nicht vergessen wird: Diejenigen unter den Heimkindern, denen er eine Stimme gegeben hat und die – von ihm ermutigt – sprechen konnten.


17.9.2014 Im Stift Kremsmünster wurde eine Gedenktafel für die etwa 40 Opfer sexueller Gewalt durch ca 10 Patres – unter ihnen der Konviktsdirektor – und 4 weltliche Lehrer aufgestellt. Quelle: orf


16.9.2914 Die zivilrechtliche Klage eines ehemaligen Zöglings gegen zwei Patres des Admonter Stiftes wird neu aufgerollt. Gegen den Richter stellte der Anwalt des Klägers einen Befangenheitsantrag, der noch geprüft werden muss. Der Richter hatte sich noch vor Abschluss der Beweisaufnahme der Einlassung der Patres angeschlossen, dass sie in Admont keine Freizeit gehabt hätten. Damit wäre dann nicht mehr das Kloster zuständig, sondern die staatliche Schulaufsichtsbehörde. Quelle: tt.com


13.9.2014 Das Bistum Münster hat an 111 Opfer sexueller Gewalt ca 700.000 Euro gezahlt. Quelle: http://www.azonline.de/Muensterland/1720249-Missbrauch-in-der-katholischen-Kirche-700-000-Euro-an-Missbrauchsopfer-ausgezahlt, nicht mehr online


11.9.2014 In Frankreich wurde ein 40jähriger katholischer Priester wegen sexuellen Missbrauchs von 4 Jungen zu drei Jahren Haft verurteilt. Der Verurteilte war u.a. Kaplan bei der katholischen Pfadfinderschaft Europas. Quelle: de.radiovaticana.va


11.9.2014 Ein früherer Pfarrer von Unterthürheim soll Anfang der 1980-er Jahre einen Jungen missbraucht haben. Im Juni 2013 wurde er vom Bistum Augsburg beurlaubt, im Februar 2014 wegen des Besitzes von Kinderpornografie verurteilt. Das kirchl. Verfahren liegt bei der Glaubenskongregation in Rom. Quelle: https://www.staz.de/nachrichten/augsburg-land/Missbrauchsvorwurf-Entscheidung-der-Kirche-steht-weiter-aus;art479,13251, nicht mehr online


10.9.2014 Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, J.-W. Rörig, weist darauf hin, dass der Schutz von SchülerInnen vor sexueller Gewalt noch nicht ausreicht. Mängel bestehen vor allem in der Beratung und der Unterstützung der Akut-Betroffenen und der Erwachsenen-Betroffenen. Beratungsstellen seien unterfinanziert und unterbesetzt. Quelle: domradio.de


9.9.2014 Ursula Enders bemängelt die unzureichende Hilfe für kindliche und jugendliche Opfer sexuellen Missbrauchs. Sexuelle Gewalt, die durch Gleichaltrige angewandt werde, werde zu wenig gesehen. Und über den Anstrengungen zu Prävention und der Bearbeitung der “Altfälle” werde übersehen, dass es auch heute “Fälle” gibt. Sie wies darauf hin, dass die Sorge um die Opfer in der evangelischen Kirche durch ihre nicht-hierarchischen Strukturen erschwert werde. Neben den bestehenden Systemen müsse es eine unabhängige, vertrauenswürdige, neutrale und finanziell ausreichend ausgestattete Kompetenzgruppe geben, die mit und für die Betroffenen und ihre Familien arbeitet. Quelle: https://www.ekagger.de/Newsdetails.27.0.html?&no_cache=1&tx_ttnews%5btt_news%5d=2320&cHash=8400b4a00ad929b9bef5c5e1b7221f7e, nicht mehr online


8.9.2014 Der Papst hat das altersbedingte Rücktrittsgesuch des irischen Kardinals Sean Brady angenommen. Brady hatte als Priester an einem Treffen mit zwei Opfern teilgenommen, die sich zum Schweigen verpflichteten. Quelle: rp-online.de


28.8.2014 Im Mäuseversuch war es möglich, durch einen Lichtstrahl (Optogenetik) schlechte Erinnerungen in positive Erinnerungen umzuwandeln. Die Forscher entdeckten ein Netzwerk von Nervenzellen, das für die Verknüpfung von Erinnerungen mit Gefühlen verantwortlich ist. Sie versuchen, katastrophale Ereignisse mit positiven Gefühlen zu verknüpfen und hoffen, damit auch traumatisierten Patienten zu helfen. Quelle: sueddeutsche.de


26.8.2014 In einem Zeitraum von 16 Jahren wurden in der englischen Stadt Rotherham etwa 1400 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht. Die Behörden haben die Anzeigen der Kinder/Jugendlichen nicht ernst genommen. Quelle: Spiegel   


25.8.2014 In Polen sollen 4 Beratungszentren für Opfer sexueller Gewalt durch katholische Priester entstehen, haben die Bischöfe Polens beschlossen.
Quelle: orf


23.8.2014 Kardinal Pell, früher Australien, jetzt Rom, ist der Ansicht, dass die Kirche keine Verantwortung für die Vergehen (d.h. Verbrechen!) von kath. Priestern, die Kinder und Jugendliche sexuell missbrauchen, hat. Auch Speditionsunternehmen hätten schließlich keine Verwantwortung für die Vergehen ihrer Mitarbeiter. Quelle: taz.de


22.8.2014 Einem Chefarzt eines Bamberger Klinikums wurde gekündigt. Ihm wird sexueller Missbrauch und Vergewaltigung vorgeworfen. Quelle: Spiegel


22.8.2014 Die Grünen haben eine Hotline geschaltet: donnerstags 18-20 Uhr. Tel. Nr. 030/28442-197


22.8.2014 Wer als ehemaliges Heimkind Geld für Sachleistungen aus dem Opferhilfefonds haben möchte, muss sich beeilen. Und er muss bereit sein, demütigende Prozeduren über sich ergehen zu lassen. Quelle: Süddeutsche


8.2014 Auf einer Lesung des Buches “Der Pfarrer und die Detektive” von Johannes Heibel hat sich ein verurteilter Priester als Opfer dargestellt. Dem später Verurteilten hatte der Pater, der im Auftrag des Bistums für die Prüfung des Falles verantwortlich war, geschrieben: “Bitte versuche, möglichst die Finger von Jugendlichen und Kindern wegzuhalten. Du denkst nichts Böses, wenn du da eine vernünftige Zurückhaltung außer Acht lässt, aber andere legen es dir sofort zum Bösen aus …”  Quelle: main-netz


8.8.2014 Ursula Raue, Missbrauchsbeauftragte des Aloisiuskollegs in Bonn, wurde aus ihrer Aufgabe vom Orden der Jesuiten verabschiedet. Quelle: General-Anzeiger


7.8.2014 Johannes Heibel (“Der Pfarrer und die Detektive”) bat das Bistum Aachen, mit Pfarrer Georg K. zu sprechen und auf ihn einzuwirken, ein Geständnis zu machen – das erspart den Opfern erneute Belastungen. Quelle: wz-newsline


7.8.2014 Im Bistum Aachen muss sich ein Kaplan wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie vor Gericht verantworten. Quelle: www.welt.de


30.7.2014 Nachdem Detlev Zander über seine Gewalterfahrungen im Kinderheim der Diakonie der Evangelischen Brüdergemeinde Korntal-Münchingen öffentlich berichtete, sprechen zunehmend mehr Opfer von ihren Erfahrungen. Sie haben inzwischen die “Initiative Opferhilfe Korntal” gegründet. Quelle: swr.de


30.7.2014 Pfarrer Georg K. wurde von Südafrika nach Deutschland ausgeliefert. Hier erwartet ihn ein Prozess wegen vielfachen sexuellen Missbrauchs. Seit 2008 stand er in Südafrika wegen sexuellen Missbrauchs von Kommunionkindern vor Gericht. Das Verfahren wurde 2014 eingestellt – auch, weil K. sich in Krefeld wegen deutlich schwerer Verbrechen verantworten muss und weil Ermittlungsakten einfach so verschwanden. Die in Deutschland erhobenen Vorwürfe waren dem Bistum Aachen seit 2003 bekannt, wurden jedoch nicht ernst genommen. Zu dieser Zeit waren die ersten Missbrauchsrichtlinien der DBK bereits seit einem Jahr in Kraft. Dort hieß es: “Jede Anzeige oder Verdachtsäußerung wird umgehend geprüft. Unmittelbar nach Kenntnisnahme eines Verdachts oder eines Vergehens leitet der Beauftragte die Prüfung ein. Er führt mit dem Verdächtigten ein Gespräch, zu dem er einen Juristen hinzuzieht. Über das Gespräch wird ein Protokoll angefertigt, das von den Beteiligten zu unterzeichnen ist. Mit dem (mutmaßlichen) Opfer bzw. seinen Erziehungsberechtigten wird umgehend Kontakt aufgenommen. Aufgrund der protokollierten Tatbestände wird beurteilt und festgestellt, wie den Betroffenen am besten zu helfen ist und weiter vorgegangen werden muss. Die Fürsorge der Kirche gilt zuerst dem Opfer. Dem Schutz des Opfers vor weiterem Missbrauch oder öffentlicher Preisgabe von Informationen wird besondere Sorgfalt gewidmet. Auch dem Verdächtigten gegenüber bleibt die Pflicht zur Fürsorge. Er steht bis zum Erweis des Gegenteils unter Unschuldsvermutung.” Quelle: wz-newsline.de/


28.7.2014 Bischof Rogelio Livieres Plano der Diözese Ciudad del Este, Paraguay, wurde suspendiert. Hintergrund könnten Konflikte um die Ausrichtung der Priesterausbildung sein. Bischof Rogelio Livieres Plano gehört dem Opus Dei an und verfolgt eine sehr konservative Linie. Der Bischofskonferenz war er wiederholt ferngeblieben; seinem Kollegen, dem Erzbischof von Asuncion, hatte er öffentlich Homosexualität vorgeworfen; den Geistlichen in der Hauptstadt wirft er Nähe zur Befreiungstheologie vor. Ob sein Einsatz für den des Missbrauchs verdächtigen Generalvikar eine Rolle bei der Suspendierung spielt, ist unbekannt. Quelle: kathpress.co.at


28.7.2014 Dem Generalvikar der Diözese Ciudad del Este in Paraguay, Fr. Carlos Urrutigoity, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen, den er in der Zeit zwischen den späten 1990er Jahren und 2002 in den USA in der inzwischen geschlossenen St. Gregory Academy begangen haben soll. Der Bischof Rogelio Livieres der Diözese Ciudad del Este, Opus Dei-Mitglied, Paraguay, habe den Beschuldigten trotz der Warnungen des Bistums Scranton, USA, inkardiniert. Quelle: catholicnewsagency.com


28.7.2014 Das Bistum Trier hat die Beurlaubung des ehemaligen Pfarrers von Lebach aufgehoben mit der Begründung, die Staatsanwaltschaft habe das Ermittlungsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen im März 2014 eingestellt. Auch kirchenrechtlich sei dem Priester “kein strafrechtlich relevantes Vergehen im Sinne der Leitlinien der DBK für den Umgang mit sexuellem Missbrauch Minderjähriger ” nachgewiesen worden. Der inzwischen im Ruhestand befindliche Pfarrer ist bereit, Aushilfen und Vertretungen zu übernehmen. Mit Bischof Ackermann wurde verabredet, dass der Pfarrer sich von der Pfarreiengemeinschaft Lebach fernhalten soll, “um vor Ort nach den für alle Beteiligten belastenden Monaten eine ungestörte pastorale Arbeit zu ermöglichen”. Quelle: Volksfreund
Kommentar:
Der Pfarrer hatte einem 15-Jährigen Geld für Sex angeboten, der Jugendliche hatte das Geld genommen, ohne die erwartete Dienstleistung zu liefern. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte das Verfahren gegen eine Geldauflage von 6000 Euro eingestellt. Diesen Hintergrund jedoch berichtet das Bistum Trier nicht und erweckt damit den Eindruck, dass dem Pfarrer weder von der Staatsanwaltschaft noch von der Kirche – die ja, wie immer betont wird, viel strengere
Vorschriften als der Staat habe – irgendetwas vorzuwerfen sei. Ob das nun eine Mentalreservation oder eine Lüge ist, möge der Leser
entscheiden. Nebenbei: Die gültigen Leitlinien der DBK werden vom zuständigen BIschof, der zugleich Missbrauchsbeauftagter der DBK ist, auch nicht eingehalten. Dort heißt es zur Definition sexueller Gewalt: “Zusätzlich finden sie [die Leitlinien] unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Einzelfalls Anwendung bei Handlungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, die im pastoralen oder erzieherischen sowie im betreuenden oder pflegerischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen eine Grenzverletzung oder einen sonstigen sexuellen Übergriff darstellen. Sie betreffen alle Verhaltens- und Umgangsweisen mit sexuellem Bezug gegenüber Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen, die mit vermeintlicher Einwilligung, ohne Einwilligung oder gegen den ausdrücklichen Willen erfolgen. Dies umfasst auch alle Handlungen zur Vorbereitung [sic!], Durchführung und Geheimhaltung sexualisierter Gewalt.” Wer einem Minderjährigen Geld gibt und dafür sexuelle Handlungen erwartet, missachtet also nicht die Würde eines Kindes/Jugendlichen?! Da ist nur ein Kommentar möglich: Die Würde von Kindern und Jugendlichen ist im Bistum Trier jedenfalls nicht gut aufgehoben. Und: “Pastorale Arbeit” verliert unter solchen Bedingungen jegliche Glaubwürdigkeit.


25.7.2014 In der kath. Kirche von England und Wales wurden 52 kath. Priester laisiert seit 2001. 2012 gab es 59 Anzeigen, 2013 waren es 81 Anzeigen. Zwischen 2003 und Ende 2013 gab es ca 448 Anzeigen wegen sexuellen Missbrauchs. Ende 2013 waren 384 Priester und kirchliche Mitarbeiter unter Einschränkungen in der Kirche tätig. Der kath. Kirche von England und Wales gehören ca 5,5 Millionen Katholiken an. Quelle: westerndailypress.co.uk


25.7.2014 In Australien ist ein Militärbischof wegen sexuellem Kindesmissbrauch angeklagt. Bisher wurden 71 Kleriker angeklagt. Quelle: dw


24.7.2014 Seelsorge mit traumatisierten Menschen im Erzbistum Freiburg


19.7.2014 Nach Ansicht des früheren Chefanklägers des Vatikans, Bischof Charles Scicluna, waren es die Bischöfe, die zu wenig gegen pädophile Priester unternommen haben. Sie wären verantwortlich für die Ahndung der Missbrauchsfälle durch Priester gewesen. Der Vatikan habe lediglich die Aufgabe, kirchenrechtliche Hilfe zur Verfügung zu stellen. Scicluna betonte zugleich, der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Ratzinger, habe keine Missbrauchsfälle vertuscht. Zahlen über den Prozentsatz der Kleriker, die Kinder und Jugendliche sexuell missbrauchen, liegen Scicluna nicht vor. Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Die Äußerungen Sciclunas dienen der Mythenbildung. Sie sind nicht hilfreich, denn

  • Die Bischöfe erhielten 1962 das vatikanische Schreiben „Crimen
    sollicitationis“. Es wurde 2001 noch einmal mit dem Schreiben „De
    delictis gravioribus“ bestätigt. Darin wurden die Bischöfe angewiesen,
    Missbrauchsfälle  dem Vatikan zu melden und Stillschweigen über den
    Fortgang des Prozesses zu halten. Einer Anweisung, keine Anzeige bei der
    Polizei zu erstatten, bedurfte es nicht: Auf den Korpsgeist der
    Kleriker war Verlass.
  • Nicht nur in der Amtszeit Kardinal Ratzingers – aber auch dort –
    dauerte es oft Jahre und Jahrzehnte, bis ein Priester-Täter seines
    Amtes enthoben wurde. Papst Benedikt XVI. als Held, der den Missbrauch bekämpfte,
    darzustellen, wie Pater Zollner, Mitglied der vatikanischen
    Missbrauchskommission, das tut, lässt Opfern von Priestern keine
    Hoffnung: Im Vatikan will man offensichtlich die Realität nicht sehen –
    und die Opfer auch nicht.
  •  In den USA ergab 2004 eine Studie der Bischofskonferenz (!),
    dass 6,5% der Priester sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen
    verübten. Der Papst hingegen wiederholt, was seine Berater ihm sagen: 2%
    der Priester seien Missbrauchstäter. Mit anderen Worten: “Ist alles
    nicht so schlimm. Es muss doch mal Ruhe einkehren!”


18.7.2014 Der Missbrauchsbeauftragte Johannes-Wilhelm Rörig sagt, es werde im Umgang mit sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche “immer noch verdrängt”. Quelle: freitag.de


18.7.2014 In Deutschland traten 2013 über 178.000 Katholiken aus der Kirche aus. Der Religionssoziologe Ebertz führt diese hohe Zahl auf chronische Skandale zurück. “Es handelt sich um Systemfehler, es handelt sich um einen institutionellen Mangel – und die Antwort ist dann Vertrauensverlust. … Die Menschen haben den Eindruck, dass das kein Versagen von einzelnen ist: es hat System – und das ist ein Super-GAU, denn Institutionsvertrauen ist viel schwieriger zurückzugewinnen als das Vertrauen in einzelne.” Ebertz rechnet mit weiteren Aufdeckungen sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Er empfiehlt, die Bemühungen der Kirche auch zu kommunizieren und die Qualität von externen Sachverständigen kontrollieren zu lassen. Quelle: katholisch.de
Kommentar: Qualitätskontrolle im Blick auf den Umgang der Kirche mit Opfern sexueller Gewalt könnten diese leisten. Man müsste sie nur fragen.


18.7.2014 Im Erzbistum Freiburg wurde eine Studie erstellt. Zwischen 1942 und 2013 wurden 185 Opfer, überwiegend Jungen, bekannt. 72 der Opfer waren Heimkinder. Von 119 Tätern ist die Rede. Das Erzbistum Freiburg hat “Anerkennungsgelder” an 130 Opfer gezahlt: 736.000 Euro. Hinzu kommen 170.000 Euro, mit denen das Erzbistum Therapien mitfinanziert hat. Quellen: swr und Erzbistum Freiburg und katholisch.de
Kommentar: Dass fast nur Jungen als Opfer bekannt werden, könnte daran liegen, dass sexuelle Gewalt gegen Jungen seit 2010 sagbar geworden ist. Dem Thema “sexuelle Gewalt gegen Mädchen” wird seit 2010 kaum Aufmerksamkeit geschenkt. Ich vermute, dass die Dunkelziffer dort erheblich ist.
Zum Vergleich: Das Bistum Limburg veröffentlichte heute sein Vermögen. Es beträgt 909 000 000 Euro plus 4 400 000 Euro Vermögen des Domkapitels, 92 000 000 Euro Vermögen des Bischöflichen Stuhls und 31 000 000 Euro der Schulstiftung. Das sind 1,036 Milliarden Euro.


16.7.2014 Der Vatikan gibt der polnischen Staatsanwaltschaft keine Dokumente zum Fall des Ex-Nuntius in der Dominikanischen Republik, J. Wesolowski. Das teilte der Sprecher der poln. Staatsanwaltschaft mit. Quelle: ORF

15.7.2014 Im Bistum Trier wird derzeit kirchenintern gegen 19 Priester wegen des Verdachts, Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht zu haben, ermittelt. Die verdächtigen Priester sind während der Untersuchungen weiter im Amt.
Quelle: swr
Dies entspricht den Leitlinien (2013). Dort heißt es: “Liegen tatsächliche Anhanltspunkte für den Verdacht eines sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen oder erwachsenen Schutzbefohlenen vor, entscheidet der Ordinaris (Bischof) über das weitere Vorgehen unter Berücksichtigung der kirchen- und arbeitsrechtlichen Bestimmungen. Im Falle von Klerikern kann er gemäß Art. 19 SST konkrete, in can. 1722 CIC aufgeführte Maßnahmen verfügen (zum Beispiel die Freistellung vom Dienst; Fernhalten vom Dienstort bzw. Arbeitsplatz; Fernhalten von Tätigkeiten, bei denen Minderjährige gefährdet werden könnten.”


14.7.2014 “Molti miei collaboratori che lottano con me mi rassicurano con dati attendibili che valutano la pedofilia dentro la Chiesa al livello del due per cento. Questo dato dovrebbe tranquillizzarmi ma debbo dirle che non mi tranquillizza affatto. Lo reputo anzi gravissimo. Il due per cento di pedofili sono sacerdoti e perfino vescovi e cardinali. E altri, ancor più numerosi, sanno ma tacciono, puniscono ma senza dirne il motivo. Io trovo questo stato di cose insostenibile ed è mia intenzione affrontarlo con la severità che richiede.” Soll der Papst gesagt haben.
Heute nun dementiert Lombardi: Der Papst habe nicht behauptet, dass es pädophile Kardinäle gebe.
Kommentar: Wenn – wie die Mitarbeiter des Papstes sagen – 2% oder – wie Fachleute sagen – 4 und mehr Prozent der kath. Kleriker “pädophil” sind bzw. Kinder missbrauchen, auch wenn sie nicht pädo- oder ephebophil sind, dann wäre es eher unwahrscheinlich, wenn es unter den Kardinälen niemanden gäbe, der Kinder missbraucht hat.


13.7.2014 Papst Franziskus geht davon aus, dass im Klerus etwa 2% der Priester pädophil veranlagt seien, auch Bischöfe und Kardinäle. In einem Interview sagte der Papst auch, das Schweigen der Mitwisser sei unhaltbar und er habe die Absicht, diese Probleme – wenn nötig – mit Strenge anzugehen. Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Die Größenordnung von 2% der Kleriker, die pädophil veranlagt seien, könnte dann stimmen, wenn der Papst sich auf die Veranlagung bezieht. Bei sexueller Gewalt gegen Kinder und Jugendliche durch kath. Priester und Ordensleute muss jedoch bedacht werden, dass ein hoher Prozentsatz der Missbrauchstäter gerade nicht pädo- oder ephebophil veranlagt ist. Die (umstrittene) Studie von Prof. Leygraf ergab in Deutschland, dass 83% der Täter weder pädo- noch ephebophil sind. Kardinal Hummes ging 2009 von 4% Missbrauchstätern unter Priestern, Bischöfen und Kardinälen aus (Nachrichtenarchiv vom 27.6.2009). Die John-Jay-Studie spricht von 4,3%. Die Bischofskonferenz der USA kam 2004 in einer Studie auf 6,5% der Priester, die Minderjährige sexuell missbrauchen. Richard Sipe, amerikanischer Pastoralpsychologe, spricht von 6-9%. Die vom Papst genannte Zahl dürfte geschönt sein.


11.7.2014 In Vorarlberg wirft ein Missbrauchsopfer eines Priesters der Kirche Vertuschung vor. Quelle: vorarlberg.orf.at/


9.7.2014 Der Hilfsfonds für Menschen, die in Kinderheimen der DDR Opfer von Gewalt wurden, soll aufgestockt werden. Die ursprünglich vorgesehenen 40 Millionen Euro sind nach 2 Jahren weitgehend aufgebraucht. Jetzt sollen zunächst 25 Millionen Euro mehr eingezahlt werden, aber auch diese Summe dürfte um ein Vielfaches noch steigen. Quelle: taz.de/


8.7.2014 So wird Marie Kane im Anschluss an das Gespräch mit Papst Franziskus zitiert: “Marie Kane, 43, personally asked Pope Francis to dismiss the Primate of All Ireland for failing to protect children from paedophile monster Brendan Smyth…”  Marie Kane said that nothing will change until those who were involved in “cover-ups” in this country are removed. She said: “It’s a big thing with me that there are still members of the hierarchy there who were involved in the cover-up. Until people like (Cardinal) Sean Brady are gone I will never believe there is change.” Ms Kane said Pope Francis “listened intently” to her “and at times seemed frustrated by what he was hearing”. She said she told the Pope that “cover-up is still going on and you have the power to make these changes”. Ms Kane said that Pope Francis said it was “difficult to make these changes”. Quelle: irishmirror.ie
Mark Vincent Healy (54), Dublin: He pointed out that to date in the church “the focus has been on protection rather than provision of help to those abused.” Quelle: irishtimes.com
Wenn Papst Franziskus zugehört hat, weiß er jetzt:
1. Nicht nur Priester-Täter dürfen keine Seelsorger mehr sein, auch Bischöfe, Erzbischöfe…, die sexuelle Gewalt vertuschten, gehören entlassen.
2. Es wird weiterhin vertuscht.
3. Prävention wurde verbessert; vergessen wurden diejenigen, die schon Opfer geworden sind (zu ergänzen wäre: Und trotz aller Prävention auch weiterhin Opfer werden).


7.7.2014 Sechs Missbrauchsopfer aus Irland, Großbritannien und Deutschland – 3 Frauen und 3 Männer – trafen heute den Papst. Sie hatten sexuelle Gewalt durch kath. Priester erlebt. Der Papst verglich die sexuelle Gewalt mit dem Verrat des Petrus an Jesus und bat, weinen zu können. Er nannte die Gewalt ein Verbrechen und eine ernste Sünde (crime and grave sin). Marie Kane, eines der Opfer sagte, dass sie warten werde, ob sich viel verändern wird. Solange Leute wie Kardinal Sean Brady nicht gegangen seien, glaube sie nicht an eine Veränderung. Die Kirche habe noch einen weiten Weg vor sich und kirchliche Missbrauchsopfer wollten noch erleben, dass die Bischöfe zur Rechenschaft gezogen würden, die Missbrauch durch Kleriker vertuscht hätten. Quellen: Radio Vatikan und Irish central


7.7.2014 SNAP reagiert sehr skeptisch auf das Treffen. Die Opferorganisation hat jahrelange Erfahrung im Umgang mit Kirchenführern. Mary Caplan, New York City, sagt: “A dozen years ago in Dallas, two dozen SNAP members met with cardinals and bishops. Afterwards, virtually none of those prelates ever contacted us again, despite repeated promises to do so. Worse, virtually none of them made anything but the most superficial and fleeting changes in how they dealt with victims, predators or enablers. In short, in retrospect, we’re pretty convinced those meetings were distractions and wastes of time and energy. And we’ve heard similar stories from victims in other countries too. … But Catholic officials don’t lack knowledge. They lack courage – the courage to be honest, to “out” and oust their criminal colleagues, both those who commit and conceal sexual violence against children. And they lack the incentive to act responsibly because those who act irresponsibly are virtually never defrocked, demoted, disciplined or even defrocked. No meeting with victims – however many or compelling or articulate they may be – changes this fundamental, distressing and unhealthy reality. Quelle: SNAP


6.7.2014 Der Vatikan sagt der australischen königlichen Missbrauchskommission, es sei nicht angemessen, dass der Vatikan alle Informationen über Missbrauch von Priestern der Kommission übergibt. Übergeben wurden 2 Dokumente von 2 Priestern. Quelle: theguardian.com


5.7.2014 Vor 30 Jahren entstand in Großbritannien eine Dokumentensammlung zu möglichem Kindesmissbrauch durch hochrangige britische Politiker und Prominente in den 1980er Jahren. Erstellt wurde die Sammlung von dem Abgeordneten Geoffrey Dickens, der 1995 starb. Bekannt war Dickens für seinen Kampf um Aufklärung von Kindesmissbrauch durch hochrangige Persönlichkeiten. Wo die Dokumentensammlung hingekommen ist, ist weitgehend unbekannt – Teile davon gingen an die Polizei, andere Teile sind verlorengegangen oder wurden vernichtet.
Premierminister David Cameron hat die Suche angeordnet. Quelle: süddeutsche


4.7.2014 Der ehemalige BBC-Moderator Rolf Harris, der u.a. Kindersendungen moderierte, wurde zu 5 Jahren und 9 Monaten Haft verurteilt. Er hat zwischen 1968 und 1986 mehrere Mädchen und junge Frauen sexuell belästigt und vergewaltigt. Die Opfer waren zwischen 7 und 19 Jahre alt.Quelle: spiegel.de


4.7.2014 Kommentar von Lukas Plewnia zum Umgang der kath. Kirche mit Missbrauchsopfern in Polen. Quelle: hpd.de


4.7.2014 Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester haben einen Brief an Papst Franziskus mit der Forderung nach strukturellen Neuerungen geschrieben. Sie verlangen, sexuellen Missbrauch UND dessen Verschleierung als “schweren Straftatbestand” einzustufen. Quelle: tageblatt.lu


3.7.2014 Die anglikanische Kirche in Australien hat beschlossen, das Beichtgeheimnis bei sexuellem Missbrauch aufzuheben. Quelle: aktuell.evangelisch.de


3.7.2014 Im Kloster Ettal gibt es in diesem Schuljahr keine Neuanmeldung für das Internat. Quelle: tz.de


3.7.2014 In Italien wird gegen einen 64jährigen Priester wegen Missbrauchsvorwürfen ermittelt. Er wurde 2012 aus dem Priesterstand entlassen, Seine Berufung wurde verworfen. Nun darf er nur noch privat Eucharistie feiern und muss sich 5 Jahre lang einer Psychotherapie unterziehen. Quelle: zenit.org


2.7.2014 Am kommenden Montag trifft Papst Franziskus trifft mit sechs Missbrauchsopfern zusammen, zwei davon aus Deutschland. Quelle: kath.press


2.7.2014 Der Journalist Sebastian Bellwinkel fasst die bisherigen Ansätze der Hilfe für Missbrauchsopfer unter dem Titel “Verlogene Haltung der Politik” zusammen und berichtet, wie die Opfer sexualisierter Gewalt alleingelassen werden. Quelle: ndr.de


1.7.2014 In Mexiko ist ein kath. Priester aus San Luis Potosi auf der Flucht. Ihm wird vorgeworfen, dass er in über 3 Jahrzehnten ca 100 Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht habe. 19 Opfer erstatteten Anzeige. Der Opferanwalt und ein anderer Priester werfen der Kirche vor, seit 1995 Kenntnisse von den Verbrechen zu haben. Auch der Vatikan sei informiert worden, habe aber nichts unternommen. Das Erzbistum widerspricht: Erst 2012 sei Anzeige erstattet worden und der Vatikan habe den Priester entlassen. Quelle: aktuell.evangelisch.de