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Presse

2004

14.1.2004 Ein 53-jähriger Priester aus Sachsen-Anhalt, der sich wegen sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen verantworten musste, ist frei gesprochen worden. Das kirchliche Gericht mit Sitz in Erfurt sei „auf Grund von Zeugenaussagen“ zu dem Ergebnis gekommen, dass der Vorwurf „jeder Grundlage entbehrt“, teilte ein Sprecher des Bistums Magdeburg am Mittwoch mit. Das Amtsgericht Wittenberg hatte das Verfahren bereits im vergangenen Oktober wegen Verjährung eingestellt. Der Fall liegt den Angaben zufolge 16 Jahre zurück. Das mutmaßliche Opfer stellte erst im Vorjahr Anzeige. Der Priester war bis zur Klärung des Sachverhalts beurlaubt worden. Auf Beschluss der Deutschen Bischofskonferenz wurde die innerkirchliche Untersuchung eröffnet. Das kirchliche Gericht schließe allerdings einen sexuellen Missbrauch der Hauptbelastungszeugin nicht aus, hieß es. Es stellte jedoch fest, „dass dies nicht durch den Pfarrer geschehen sein kann“. (Anm.: Die Psychologie nennt dies eine Deck-Erinnerung. Ein unbestreitbares Opfer beschuldigt einen anderen Täter, um einer noch unerträglicheren Erinnerung zu entgehen.) 


21.1.2004 Die argentinische Polizei hat einen katholischen Priester festgenommen, der fünf Mädchen sexuell missbraucht haben soll. Der 45-Jährige sei an einer Mautstelle im Norden von Buenos Aires gefasst worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Geistliche sei mit internationalem Haftbefehl gesucht worden. Er hatte sich die Haare und den Bart abrasiert, um nicht erkannt zu werden. Dem Pfarrer wird vorgeworfen, vergangenes Jahr fünf Mädchen im Alter von zwölf Jahren missbraucht zu haben, als er in einer Gemeinde in Pilar in der Provinz Buenos Aires arbeitete.Quelle: http://de.news.yahoo.com/040121/286/3ujw7.html


31.1.2004 In mehr als 1.700 Fällen sollen Kinder von Mitgliedern der katholischen Kirche Irlands sexuell missbraucht worden sein. Das geht aus dem gestern veröffentlichten Zwischenbericht einer Untersuchungskommission hervor, die Premierminister Bertie Ahern eingesetzt hatte. Gut ein Viertel der Missbrauchsanschuldigungen gegen Kirchenleute kamen von Frauen. Die Bezichtigungen beziehen sich auf die Zeit zwischen 1936 und 1999. Insgesamt sind 267 Schulen, Waisenhäuser, Krankenhäuser und andere kirchliche Einrichtungen betroffen. Die katholische Kirche und der Staat Irland haben bereits damit begonnen, Entschädigungen an die Opfer zu zahlen. Quellen: ansa, Radio Vatikan


4.2.2004 Im Stift Geras hat sich ein Priester 33 Jahre lang an Kindern vergangen. Bekannt wurden 9 Opfer. Der Priester ist geständig. Er wurde immer wieder versetzt. Quelle: derstandard.at


ahre lang soll ein heute 60-jähriger Geistlicher minderjährige Buben im niederösterreichischen Stift Geras sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht war der Priester schon früher gekommen, in der Vergangenheit beließ man es aber bei Versetzungen und verpflichtenden Therapien. Von insgesamt neun Opfern zwischen 1968 und 2001 weiß bisher die niederösterreichische Kriminalabteilung, berichtet Ermittler Klaus Preining. Der mittlerweile schwer kranke 60-jährige Geistliche hat im Zuge der Einvernahme „sehr schnell eine Lebensbeichte“ abgelegt und sich „sehr kooperativ verhalten“. Untersuchungshaft wurde keine beantragt, da weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr bestehe. Reisepass und Autoschlüssel wurden dem belgischen Staatsbürger aber abgenommen. – derstandard.at/1559223/Missbrauch-in-Stift-Geras-Priester-verging-sich-33-Jahre-an-Buben

33 Jahre lang soll ein heute 60-jähriger Geistlicher minderjährige Buben im niederösterreichischen Stift Geras sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht war der Priester schon früher gekommen, in der Vergangenheit beließ man es aber bei Versetzungen und verpflichtenden Therapien. Von insgesamt neun Opfern zwischen 1968 und 2001 weiß bisher die niederösterreichische Kriminalabteilung, berichtet Ermittler Klaus Preining. Der mittlerweile schwer kranke 60-jährige Geistliche hat im Zuge der Einvernahme „sehr schnell eine Lebensbeichte“ abgelegt und sich „sehr kooperativ verhalten“. Untersuchungshaft wurde keine beantragt, da weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr bestehe. Reisepass und Autoschlüssel wurden dem belgischen Staatsbürger aber abgenommen. – derstandard.at/1559223/Missbrauch-in-Stift-Geras-Priester-verging-sich-33-Jahre-an-Buben33 Jahre lang soll ein heute 60-jähriger Geistlicher minderjährige Buben im niederösterreichischen Stift Geras sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht war der Priester schon früher gekommen, in der Vergangenheit beließ man es aber bei Versetzungen und verpflichtenden Therapien. Von insgesamt neun Opfern zwischen 1968 und 2001 weiß bisher die niederösterreichische Kriminalabteilung, berichtet Ermittler Klaus Preining. Der mittlerweile schwer kranke 60-jährige Geistliche hat im Zuge der Einvernahme „sehr schnell eine Lebensbeichte“ abgelegt und sich „sehr kooperativ verhalten“. Untersuchungshaft wurde keine beantragt, da weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr bestehe. Reisepass und Autoschlüssel wurden dem belgischen Staatsbürger aber abgenommen. – derstandard.at/1559223/Missbrauch-in-Stift-Geras-Priester-verging-sich-33-Jahre-an-Buben33 Jahre lang soll ein heute 60-jähriger Geistlicher minderjährige Buben im niederösterreichischen Stift Geras sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht war der Priester schon früher gekommen, in der Vergangenheit beließ man es aber bei Versetzungen und verpflichtenden Therapien. Von insgesamt neun Opfern zwischen 1968 und 2001 weiß bisher die niederösterreichische Kriminalabteilung, berichtet Ermittler Klaus Preining. Der mittlerweile schwer kranke 60-jährige Geistliche hat im Zuge der Einvernahme „sehr schnell eine Lebensbeichte“ abgelegt und sich „sehr kooperativ verhalten“. Untersuchungshaft wurde keine beantragt, da weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr bestehe. Reisepass und Autoschlüssel wurden dem belgischen Staatsbürger aber abgenommen. – derstandard.at/1559223/Missbrauch-in-Stift-Geras-Priester-verging-sich-33-Jahre-an-Buben33 Jahre lang soll ein heute 60-jähriger Geistlicher minderjährige Buben im niederösterreichischen Stift Geras sexuell missbraucht haben. Unter Verdacht war der Priester schon früher gekommen, in der Vergangenheit beließ man es aber bei Versetzungen und verpflichtenden Therapien. Von insgesamt neun Opfern zwischen 1968 und 2001 weiß bisher die niederösterreichische Kriminalabteilung, berichtet Ermittler Klaus Preining. Der mittlerweile schwer kranke 60-jährige Geistliche hat im Zuge der Einvernahme „sehr schnell eine Lebensbeichte“ abgelegt und sich „sehr kooperativ verhalten“. Untersuchungshaft wurde keine beantragt, da weder Verdunkelungs- noch Fluchtgefahr bestehe. Reisepass und Autoschlüssel wurden dem belgischen Staatsbürger aber abgenommen. – derstandard.at/1559223/Missbrauch-in-Stift-Geras-Priester-verging-sich-33-Jahre-an-Buben

6.2.2004 Papst Johannes Paul II. hat angesichts der jüngsten Missbrauchsfälle durch katholische Geistliche eine verbesserte Ausbildung und Erziehung der Seminaristen und Kleriker gefordert. Die römische Glaubenskongregation müsse in Zusammenarbeit mit den anderen zuständigen Kurienbehörden für geeignete Maßnahmen sorgen, damit die Geistlichen ihre Berufung und ihre Verpflichtung zur Keuschheit leben, sagte er am Freitag vor der Vollversammlung der Kongregation. Quelle: ORF


17.2.2004 In den USA wurden zwischen 1950 und 2002 mehr als 4.000 kath. Priester wegen sexueller Gewalt an Kindern/Jugendlichen angeklagt. Quelle: CNN


27.2.2004 Der John Jay-Report zeigt, dass von 1950 bis 2002 4.392 Priester der sexuellen Misshandlung Minderjähriger beschuldigt wurden. Es handle sich um insgesamt 10.667 Fälle.


20.2.2004 Gegen einen 54-jährigen Priester des Bistums Magdeburg N. E. ist kürzlich erneut der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen erhoben worden. E. war erst vor wenigen Wochen von einer ähnlichen Anklage entlastet worden und hatte seine Unschuld beteuert. Diesmal jedoch räumte er den Missbrauch ein. Die Anklage bezieht sich auf ein Vergehen von 1988 ist damit – wie so oft – juristisch verjährt. Das Opfer war zum Tatzeitpunkt 9 Jahre alt. Aufgrund des Eingeständnisses wird die Angelegenheit umgehend zur kirchen-rechtlichen Entscheidung nach Rom weitergeleitet. Der Betreffende darf ab sofort keine seelsorglichen Aufgaben mehr wahrnehmen.  Quelle: HP des Bistums, nicht mehr online


28.2.2004 Sexueller Missbrauch: “Tun und Nichts-Tun haben der Kirche großen Schaden zugefügt”. Die Kirche der USA ist mit sexuellem Missbrauch durch Priester zu unkritisch umgegangen. So die Quintessenz von zwei Berichten, die von unabhängigen Kommissionen jetzt vorgelegt wurden. In den beiden Reports geht es einerseits um Zahlen, andererseits um die Frage nach dem Warum. Wie konnte es kommen, dass in den letzten 50 Jahren über 11.000 Kinder und Jugendliche sich von Priester sexuell belästigt fühlten. In dem zweiten Bericht über die Gründe und Hintergründe von Missbrauch durch Priester wird klar betont: Es ist nicht nur die Schuld der betroffenen Geistlichen, sondern auch die ihrer Vorgesetzten. Sie seien Anschuldigungen nicht effizient nachgegangen und hätten nicht angemessen reagiert. Tun und Nichts-Tun hätten der Kirche großen Schaden zugefügt, heißt es in dem Bericht der aus Laien zusammengesetzten Fachkommission. Wörtlich erklärt sie: “Klerikalismus hat zu einer Kultur der Heimlichkeit geführt.” Die Vertreter der Missbrauchsopfer kommentieren nun, die Berichte kümmerten sich zu sehr um das, was die Kirche betrifft und zu wenig um die Opfer. Der Vorsitzende der Organisation “catholic league” ergänzt, sexueller Missbrauch von Jugendlichen durch Lehrer im Allgemeinen, sowie durch Geistliche anderer Kirche sei wesentlich weiter verbreitet als der in der katholischen Kirche. Noch heute würden Lehrer nach Missbrauchsvorwürfen einfach versetzt, ohne dass die Leitung der neuen Stelle über den Grund der Versetzung informiert werde. Für die Zukunft empfiehlt das Gremium neben tiefer gehender wissenschaftlicher Erforschung der Krise und des Pädokriminalitäts-Phänomens eine sorgfältigere Auswahl und Ausbildung von Priesteramtskandidaten. Außerdem solle die Kirche besser mit den Behörden zusammenarbeiten und weniger Geheimhaltung üben. Quelle: Radio Vatikan


1.3.2004 In den vergangenen 50 Jahren sind in den USA 4.392 Priester des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt worden. Bei 195 (von 202) Diözesen gingen 10.667 Klagen ein. Diese Zahlen legte das John Jay-Institut vor. Rund 4% der Priester seien betroffen. Von den 10.667 Klagen wurden 6.700 erhärtet, 1.000 fallengelassen und 3.300 Fälle nicht weiter verfolgt, weil die Beschuldigten bereits gestorben waren. Vier von fünf Opfern seien männlich (81%), die Hälfte davon zwischen 11 und 14 Jahre alt. Die zweitgrößte Altersgruppe mit 27,3 % betrag die 15-17-Jährigen. 6% der Opfer waren unter 7 Jahre alt. Mehr als die Hälfte der Beschuldigten wurden wegen eines Vorfalls beschuldigt, 27% wegen zwei oder drei Vorfällen und 13 % wegen vier bis neun und 3% wegen zehn oder mehr. Die letzte Gruppe war für 2960 Missbrauchsfälle verantwortlich. 7% der Missbrauchstäter waren ihrerseits in der Kindheit sexuell missbraucht worden. In jedem siebten Fall ( bei 640 von 4.400 beschuldigten Priestern) wurde die Polizei kontaktiert. Anzeige wurde in 226 Fällen erstattet. 138 wurden verurteilt und mehr als 100 hätten bislang eine Gefängnisstrafe verbüßt. Knapp 20% der Beschuldigten waren Ordensleute. Die Kommission bescheinigt einer Minderheit der US-Bischöfe, dass sie die Krise durch Nachlässigkeit und Nutzung unqualifizierter Therapiezentren mit verschuldet habe. Quelle: ORF


3.3.2004 Ein früherer katholischer Priester ist zu vierzehn Jahren Haft wegen Kindesmissbrauchs und sexuellem Kontakt mit einer Minderjährigen verurteilt worden. Außerdem zu einer anschließenden Bewährungszeit von sieben Jahren. Der Verurteilte muss nun noch vor einem anderen Gericht erscheinen, wo neun weitere Anklagen gegen ihn verhandelt werden sollen. Quellen: ap, Radio Vatikan


23.3.2004 In der westfranzösischen Stadt Angers steht seit heute ein katholischer Priester vor Gericht, der zwei 13 Jahre alte Zwillingsschwestern vergewaltigt haben soll. Der inzwischen 80-jährige Abbé muss sich wegen der 17 Jahre zurückreichenden Vorwürfe vor Geschworenen verantworten. Laut Anklage hatte die Mutter dem Kleriker 1987 die beiden Mädchen drei Mal anvertraut, damit er in einem Pflegeheim ihre “religiöse Erziehung” vervollkommne. Der Mann machte die Kinder demnach dagegen glauben, er solle sich um Sexualkunde kümmern, und verging sich an ihnen. Die Eltern der Mädchen hatten nach Jahren von den Vorfällen gehört und den Priester zur Rede gestellt, der zunächst alles abstritt. Der Bischof von Angers riet den Eltern ab, den Abbé strafrechtlich verfolgen zu lassen, weil dieser krank sei. Beide Opfer heirateten später und offenbarten sich gegenüber ihren Männern, nachdem Probleme mit dem Liebesleben offenbar wurden. Als ihn beide Ehepaare gemeinsam aufsuchten, gestand der Priester den Angaben zufolge und bat seine Opfer um Vergebung. In späteren Vernehmungen durch Gendarmerie und Untersuchungsrichter bestritt er aber die Vergewaltigungen und sagte lediglich aus, er habe die Mädchen berührt. Nach dem Bekanntwerden des Falles hatten sich auch andere mutmaßliche Opfer gemeldet; diese Vorwürfe sind aber nach französischem Recht inzwischen verjährt, weil sie noch länger zurückliegen. Der Täter wird zu 8 Jahren Haft verurteilt (25.4.2004) Quelle: http://de.news.yahoo.com/040323/286/3ya0t.html


21.4.2004  Bostons Erzbischof verkauft Residenz, um Missbrauchsopfer zu entschädigen. Quelle: orf


22.4.2004 Die Erzdiözese St. Louis wird 1,7 Millionen Dollar an die Familie eines Jungen zahlen, der über einen Zeitraum von drei Jahren von einem früheren Priester missbraucht worden war. Dies sagte der Rechtsanwalt der Familie gestern gegenüber der Presse. Der Priester war vor zwei Jahren verhaftet worden und verbüßt inzwischen eine 15-jährige Gefängnisstrafe. Das Erzbistum begrüßte die Einigung. Unterdessen hat ein Gericht entschieden, 94 Fälle von sexuellen Missbrauchsfällen gegen römisch-katholische Diözesen im Norden Kaliforniens zusammenzufassen und damit die für Donnerstag angesetzte Aussage des Erzbischofs von Los Angeles, Kardinals Roger Mahoney, in einem Fall aus dem Jahre 1997 hinauszuschieben. Quellen: ap, Radio Vatikan


3.5.2004 und 10.5.2004 Ein Pfarrer aus dem südbadischen Murg steht im Verdacht, Jugendliche sexuell bedrängt zu haben. Wie die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen am Montag bekannt gab, wurde ein Ermittlungsverfahren gegen den Geistlichen eingeleitet. Der Pfarrer soll männliche Jugendliche am Geschlechtsteil berührt haben. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits in der vergangenen Woche erste Vorermittlungen gegen den Pfarrer angestellt und den kirchlichen Arbeitgeber aufgefordert, Erkenntnisse zu den Vorgängen zu übermitteln. Nachdem das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg der Aufforderung inzwischen nachkam, wurde nun ein konkretes Verfahren eingeleitet. Zum genauen strafrechtlichen Vorwurf machte die Behörde keine Angaben. Sie sprach lediglich von «Sexualstraftaten». Auch die Zahl der möglichen Betroffenen wurde nicht genannt.

Laut Presseberichten sind der Kirchenleitung bislang zwei Jugendliche bekannt, die von dem 64-jährigen Pfarrer belästigt worden sein sollen. Der Geistliche ist beurlaubt. Nicht in der Yahoo-Meldung zu lesen war, dass der Beschuldigte im September 2001 an der Schutzengel-Aktion von missio teilgenommen hat und als einer der Sponsoren die Arbeit von Shay Cullen unterstützte. Shay Cullen arbeitet seit vielen Jahren im Kampf gegen Sextourismus und in der Unterstützung missbrauchter Kinder auf den Philippinen.  Quelle: suedkurier.de, suedkurier.de

Yahoo meldet am 9.12.2004, dass die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen die Ermittlungen gegen den Pfarrer von Murg eingestellt habe, weil sich keine strafrechtlich relevanten Vorwürfe ergeben hätten. Die inkriminierten Handlungen seien zwar durchaus als sexualbetont anzusehen, aber nicht erheblich.


12.5.2004: Nonnen der Taubstummenschule in Boston sind von neun ehemaligen Schülern angeklagt worden wegen Misshandlungen und sexuellen Missbrauch. Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Angaben des Klägeranwalts Mitchell Garabedian um mindestens 14 Nonnen, einen Priester und einen Sportlehrer. Die Kläger – sechs Männer und drei Frauen – werfen ihnen Vergewaltigungen und körperliche Misshandlungen vor. Die Verbrechen wurden nach seinen Angaben zwischen 1944 und 1977 begangen, als die Kläger 7 bis 16 Jahre alt waren. Es wird erwartet, dass sich dem Verfahren weitere ehemalige Schüler anschließen werden. …. Der Orden kündigte eine eigene Untersuchung an. Die Klage richtet sich auch gegen den Bischof Thomas Daily, der sich inzwischen im Ruhestand befindet und dem die Vernachlässigung seiner Aufsichtspflicht vorgeworfen wird. Das Erzbistum Boston stand auch im Mittelpunkt des 2002 aufgedeckten Sexskandals, an dem mehrere Priester beteiligt waren. Quelle: http://de.news.yahoo.com/040512/12/40zjc.html


26.5.2004 Es war lange Zeit unklar, ob dem ehemaligen Pfarrer der katholischen Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit / Auferstehung Christi der Prozess gemacht würde. Nun muss sich der Geistliche wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen vor Gericht verantworten. Beginn des Verfahrens ist am Freitag, 4. Juni im Amtsgericht Bad Homburg. Der Pfarrer war im Juli 2002 von seinem Dienst beurlaubt worden, nachdem ihm vorgeworfen wurde, er habe zwei Jungen im Alter von damals 15 und 13 Jahren sexuell missbraucht. Die Darmstädter Staatsanwaltschaft entschied zunächst, dass der eine Fall verjährt sei und der andere keine strafrechtliche Verfolgung rechtfertige. Aber als die Initiative beim Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt das Klageerzwingungsverfahren eingeleitet hatte, wendete sich das Blatt: Das OLG hielt den Beschuldigten nun für „hinreichend verdächtig, sexuelle Handlungen an einem Kind vorgenommen zu haben.“ Der Vorsitzende der Initiative, Johannes Heibel, kritisierte gestern gegenüber dem ECHO abermals das Verhalten des zuständigen Bistums Mainz, das von Anfang an versucht habe, den Fall herunterzuspielen und klein zu halten. „Mainz schweigt sich weiter aus,“ sagte Heibel. „Das Traurigste ist aber, dass weder die Betroffenen selbst noch die Öffentlichkeit von der Kirche je eine Antwort erhalten haben. Es entsteht der Eindruck, die mauscheln da was hinter verschlossenen Türen.“ Zur Zukunft des verdächtigen Pfarrers habe Karl Kardinal Lehmann angekündigt, dass er nicht weiter in der Jugendarbeit eingesetzt werde. Der Geistliche selbst aber wehre sich gegen eine Versetzung und zeige sich uneinsichtig, sagte Heibel. ric, s.auch 17.9.2002, Quelle: http://www.echo-online.de/suedhessen/detail.php3?id=240586 


29.5.2004 Italien: Die Kirche muss das Problem des sexuellen Missbrauchs durch Priester wirksam bekämpfen. Das sagten englischsprachige Bischöfe auf einem Treffen in Rom. Es genüge nicht, zurückzuschauen. Vielmehr müsse man die Täter stoppen, sich um die Opfer kümmern und die Kinder schützen, so der Initiator der Konferenz, Erzbischof Philip Wilson. Bereits zum fünften Mal haben sich die Bischöfe getroffen, um sich mit Fällen des sexuellen Missbrauchs zu befassen und nach geeigneten Wegen der Lösung zu suchen. Quelle: Radio Vatikan


30.5.2004 Erzbischof Ian George von Adelaide hat sich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Priester entschuldigt. In einer heute veröffentlichten Erklärung bittet er einem Bericht der “BBC” zufolge um Vergebung für den “unangemessenen Umgang der Kirche” mit zahlreichen Beschwerden von Betroffenen. George reagierte auf den heute vorgestellten Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission des südaustralischen Parlamentes. Dieser wirft der Kirche mangelndes Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs vor. Quellen: bbc, Radion Vatikan


4. Juni 2004 Das Bad Homburger Amtsgericht hat am Freitag einen 49 Jahre alten Priester aus Rüsselsheim wegen sexuellen Kindesmissbrauchs zu einer Geldstrafe in Höhe von 9.000 Euro verurteilt. Der Priester hatte einen damals 13 Jahre alten Messdiener zwischen Mai 1990 und August 1991 nachts unsittlich berührt, als dieser bei ihm im Pfarrhaus in einem Bad Homburger Stadtteil übernachtete. Der Fall sei aber als minderschwer anzusehen, weil der Pfarrer lediglich das Feldbett, auf dem der Junge schlief, zu sich heranzog und den 13-Jährigen über der Kleidung nur einen Augenblick lang berührt habe.
Der Pfarrer der Diözese Mainz, hat unmittelbar nach dem Urteilsspruch Berufung angekündigt. Sein Verteidiger sprach von einer Kampagne der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch gegen den Geistlichen. Über den 49-Jährigen sagte er, dass er selbstmordgefährdet sei.
Gegen den Priester hatten die Strafverfolger auch wegen weiterer Fälle ermittelt, die Verfahren aber eingestellt, weil die Taten verjährt sind. Das Bistum Mainz hatte den Geistlichen nach Bekanntwerden der Vorwürfe beurlaubt. Quelle: http://de.news.yahoo.com/040604/12/42ani.html


14.6.2004 Einen umfangreichen Vergleich mit Opfern sexuellen Missbrauchs durch kirchliche Mitarbeiter schließt die kalifornische Diözese Orange. In einem am Sonntag verkündeten Hirtenbrief erläuterte Bischof Tod. D. Brown den Vergleich mit 100 Opfern, der eine schwere finanzielle Last für die Diözese bedeute. Dennoch hoffe er dadurch teurere und zeitaufwendigere Gerichtsverfahren zu vermeiden. Zuletzt hatte die Diözese den Opfern eine Summe von insgesamt 40 Millionen Dollar angeboten. Der Bischof plädiert für mehr Offenheit seitens der Kirche und will während des Verfahrens persönlich zu Gesprächen zur Verfügung stehen. Quellen: la-times, Radio Vatikan


21.6.2004 Im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal in der Anglikanischen Kirche hat die Polizei neun kirchliche Mitarbeiter verhaftet, darunter zwei Priester. Die Polizei, die im Mai eine Sonderermittlungsgruppe gebildet hatte, um die 217 Missbrauchsfälle und weitere 48 Verdachtsfälle zu untersuchen, kündigte weitere Festnahmen an. In der vergangenen Woche war bereits der anglikanische Erzbischof von Adelaide wegen des Umgangs mit dem Missbrauchsskandal zurückgetreten. Quellen: ap, Radio Vatikan


30.6.2004 Im St. Pöltener Priesterseminar wurde eine Hausdurchsuchung durchgeführt, weil der Verdacht bestand, dass dort Kinderpornografie aus dem Internet heruntergeladen wurde. Bereits 2003 seien erste Hinweise aufgetaucht. Die Kirche hatte daraufhin Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Inzwischen wurde einschlägiges Material sowohl auf einem frei zugänglichen PC als auch auf PC’s in Privatbesitz gefunden. Quelle: ORF


1.7.2004 Der Vatikan hat keine Ressourcen zur Bearbeitung der Missbrauchsfälle. Der Erzbischof von Boston, Sean O’Malley, ist frustriert von der Langsamkeit, mit der der Vatikan Bostoner Pädokriminalitäts-Fälle untersucht. Das berichtet der “Boston Channel” auf seiner Internet-Seite. Der Erzbischof wird mit den Worten zitiert, Rom habe gar nicht die Ressourcen, um die Fälle mit der eigentlich gebotenen Promptheit zu bearbeiten. Quelle: thebostonchannel.com


6.7.2004 Der Leiter des St. Pöltner Priesterseminars, Ulrich Küchl, ist wegen Vorwürfen zurückgetreten, homosexuelle Beziehungen zu angehenden Priestern unterhalten zu haben. Trotz der Haltlosigkeit der Vorwürfe (die Vorwürfe sollen von einem Priesteramtskandidaten, der wegen psychischer Störungen nicht zum Amt zugelassen worden war, stammen) wolle er mit diesem Schritt die angespannte Lage beruhigen, begründete er den Schritt in einem Schreiben an Bischof Kurt Krenn. Zum neuen Regens ernannte Krenn den bisherigen Moderator der in St. Pölten stationierten “Gemeinschaft vom heiligen Josef”, Werner Schmid. Unterdessen bestätigte die Staatsanwaltschaft, dass Bilder auf einem Computer sexuelle Handlungen mit Unmündigen und auch mit Tieren zeigten. Quelle: kap


6.7.2004 Österreichische Fahnder haben auf dem Computer eines katholischen Priesterseminars Fotos mit Kinderpornografie entdeckt. Acht Mitglieder des Priesterseminars von St. Pölten in Niederösterreich stehen unter Tatverdacht, berichten Wiener Zeitungen. Ihnen drohen bis zu sechs Monate Gefängnis. Das belastende Material war den Angaben zufolge auf dem PC des Seminars gespeichert. Das Passwort zu dem Computer (“Priester”) sei den meisten Seminaristen bekannt gewesen. Der Leiter des Seminars, Ulrich Küchl, bestreitet indes vehement, irgendetwas mit den Kinderpornos zu tun zu haben. Die Fotos seien wohl “von einem Hacker” per Internet auf den PC geladen worden, sagte er bei einer Vernehmung. Nach Angaben des österreichischen Nachrichtenmagazins “Profil” ist es in der Vergangenheit in dem Seminar zu “homosexuellen Übergriffen gekommen”. Dabei seien “Autoritätsverhältnisse missbraucht” worden. Quelle: Spiegel


5.7.2004 Ermittlungen im Priesterseminar St. Pölten: Der Leiter ist zurückgetreten. Quelle: ORF


7.7.2004 Die Erzdiözese Portland, Oregon, hat Konkursantrag gestellt. Wegen Schadenersatzklagen in mehrstelliger Millionenhöhe wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche in den vergangenen Jahrzehnten, die die Zahlungsfähigkeit der Erzdiözese bedrohen. Mit dem Konkursantrag sichert sie sich Gläubigerschutz. Damit wird ein Prozess gegen den vor zwei Jahren gestorbenen Geistlichen Maurice Grammond blockiert, der in den 80er Jahren über 50 Jungen sexuell belästigt haben soll. Die Kläger verlangen insgesamt mehr als 160 Millionen Dollar Entschädigung. Die Erzdiözese und deren Versicherer haben bereits für die Beilegung von über 130 Klagen mehr als 53 Millionen Dollar gezahlt.” Quelle: ORF


10.7.2004 Mit dem Bistum Portland hat die erste Diözese in den USA Bankrott angemeldet – wegen der hohen Zahlungen aufgrund der Pädokriminalitäts-Skandale. Der Jesuit Tom Reese von der innerkirchlich einflussreichen Zeitschrift “America” kritisiert die hohen Geldzahlungen, die die Bistümer finanziell in die Knie zwingen. Er kritisiert, dass dadurch die Täter der Pädokriminalitäts-Skandale und die, die die Täter deckten, gar nicht getroffen würden. “Einige sagen das über die Kirchen-Verantwortlichen, die in Sachen Pädokriminalität diese umstrittenen Entscheidungen getroffen haben – dass es doch besser gewesen wäre, die ins Gefängnis zu stecken, anstatt die ganze Kirche zu bestrafen, indem man ihr Geldstrafen auferlegt. Denn diese hohen Strafen und diese Abmachungen strafen nicht die Bischöfe, die die Entscheidungen trafen; sie strafen stattdessen Schulkinder, die ein Stipendium für eine katholische Highschool bräuchten, oder Obdachlose, weil ihre Asyle geschlossen werden – denn schließlich hat die Kirche kein Geld mehr, um diese Programme zu bezahlen.” Quelle: Radio Vatikan


17.7.2004 Pastoraler Supergau – St. Pölten. Quelle: profil.at


23. 7. 2004  Anonymer will Bombe platzenlassen wenn er nicht zum Priesteramt zugelassen wird. Regens Küchl: ‘Vorwürfe sind ‘völlig haltlos und absurd’. Propst Küchl erwägt gerichtliche Schritte – “anonymer Informant” hat bereits vor Wochen gedroht, er werde “die größte Bombe in der Diözese platzen lassen”, falls er nicht zur Weihe zugelassen werde. Quelle: http://www.kath.net


23.7.2004  Krenn spricht von „Buben-Dummheiten“ – der eine „Bub“ ist 60 Jahre alt. Quelle: ORF


13.7. 2004 Vatikan verweigert Stellungnahme zu St. Pöltner Priesterseminar. Quelle: ORF


1.8.2004 Aidskranke katholische Priester halten ihre Krankheit geheim. „Die Kirche kümmert sich hier zu Lande sehr um Aids-Kranke. Aber die Aids-Kranken im eigenen Personal erklärt sie für tabu. Wie soll das glaubwürdig wirken? Wie sollen wir dabei ehrlich bleiben?“ Quelle: welt


25.8.2004 Der Apostolische Visitator für die Diözese St. Pölten hat sich nach Mitteilung des ORF vom 25.8.2004 über die Situation der verschiedenen seelsorglichen Bereiche und über die vorhandenen Probleme und Sorgen informiert. Jetzt müssten die Ergebnisse den zuständigen Stellen beim Heiligen Stuhl vorgelegt und Lösungsansätze überlegt werden. Zur Zeit werde die Kommission zusammengestellt, die die Gespräche mit den einzelnen Seminaristen führen werde. Außerdem seien Ermittlungen zur genauen Ausklärung der verschiedenen Vorkommnisse im Seminar begonnen worden. Der Visitator versicherte, dass alles zur Klärung und zur Überweindung der Krise getan werde; unbedachte Entschlüsse und Ungeduld seien jedoch fehl am Platze. Gudula Walterskirchen berichtet in der Presse von einer Priesterratssitzung St. Pölten am 13. Mai 2004, bei dem der Regens Küchl den engen Kontakt des Bischofs mit dem Priesterseminar betonte. Küchl beschreibt das Zusammenleben im Seminar “trotz gelegentlicher Spannungen und menschlicher Schwächen” als zufrieden stellend. Nach diesem Bericht hat der Ende Dezember 2003 zurückgetretene Spiritual des Seminars, Anton Schachner in einem Brief an den Bischof auf Problemfälle hingewiesen, die aber nicht ernst genommen würden, auch dann nicht, wenn möglicherweise gravierende Dinge anstünden. Die unter diesem Artikel formulierten LeserInnenbeiträge sind lesenswert. Quelle: http://www.diepresse.com/


14.9.2004 Weiter kein Kommentar des Vatikan zur “Causa Krenn”. Der Vatikan schweigt weiter zur Zukunft des umstrittenen St. Pöltener Diözesanbischofs Kurt Krenn. Am Donnerstag wird der apostolische Visitator für St. Pölten, Klaus Küng, im Vatikan von seinen Untersuchungen berichten. Quelle: religion.orf.at


16.09. 2004  Causa Paterno: Kirchliche Voruntersuchung abgeschlossen. Obwohl die angeblichen Übergriffe Paternos rund 15 Jahre zurückliegen, sei es nicht ausgeschlossen, dass ein Verfahren eingeleitet wird. Bei entsprechender Schwere des Vergehens sei eine Nicht-Verjährbarkeit möglich,  erklärte Benno Elbs, Pastoralamtsleiter von Feldkirch. Berichtet worden sei aber, dass der Kaplan nicht immer die notwendige Distanz bewahrt habe. Auch von “Übergriffen, die schwer wiegend sind”, hätten Betroffene gesprochen. Quelle: Quelle: standard


23.9.2004 Die Chefin einer von der Kirche eingesetzten nationalen Untersuchungskommission weist Bitten zurück, Priester oder Ordensleute in das Gremium aufzunehmen. Kirchenleute könnten von der Kirche leichter unter Druck gesetzt werden und die Fälle deswegen nicht vorbehaltlos untersuchen. Quelle: Radio Vatikan


24.9.2004: Die Presse berichtet, dass der Danziger Erzbischof Tadeusz Goclowski gegen den einstigen Starpriester H.J. der Gewerkschaft Solidarnosc ein Amtsenthebungsverfahren wegen Demoralisierung Jugendlicher eingeleitet hat. Nach 1989 machte der einstige Freiheitskämpfer jedoch vor allem
durch antisemitische Ausfälle gegen Juden, Russen, die EU und die Linke Polens von sich reden. Seit Ende Juli ermittelt die Justiz gegen J. wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von minderjährigen Jugendlichen. J. weist die Vorwürfe als Kesseltreiben missgünstiger Medien und “jüdisch – kommunistischer” Kreise empört zurück. Quelle: diepresse.com

Bereits am 31.7.2004 hatte Radio Vatikan von den Anschuldigungen berichtet und J. als Beichtvater von L. Walesa bezeichnet.


28.9.2004 Die Missbrauchsanklage gegen den früheren Bischof von Springfield/Massachusetts wurde wegen Verjährung zurückgezogen. Möglicherweise wird er jedoch in New York, New Hampshire oder Kanada angeklagt, weil er die Jungen auch in diesen Staaten missbrauchte und dort z.T. andere Verjährungsfristen gelten. Quelle: religion.orf.at


28.9.2004 Der Innsbrucker Bischof Scheuer bezeichnet die Abschaffung des Zölibats als “gangbaren Weg”.  Zu den Kirchenaustritten sagte er: “Es sind ja nicht Zahlen, die austreten, sondern konkrete Menschen, mit ihren Lebensgeschichten, ihrem Glauben und Zweifel. Jeder Austritt schmerzt.” Quelle: ORF


28.9.2004 In den USA wurde der 70-jährige Bischof Th. Dupre der sexuellen Misshandlung von zwei Jungen in den 70er Jahren angeklagt. 9 Jahre lang –
bis Februar  2004 – war der Angeklagte Bischof der Diözese Springfield/Massachusetts. Quelle: Yahoo


29.9.2004 Der Erzbischof von Dublin Diarmuid Martin sagte, das volle Ausmaß des Missbrauchs-Skandals in Irlands Kirche könne noch unbekannt sein. Er mahnte in einer Rede vor der nationalen Priester-Konferenz zu offenem Umgang mit dem Problem und zur Gewährleistung von bestmöglichem Schutz von Kindern. Regierung und Kirche gegen bisher von ca 11.000 mutmaßlichen Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter aus.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


4.10.2004 Ein Pfarrer der Erzdiözese Salzburg ist wegen Pädokriminalitäts-Verdachtes suspendiert worden. Quelle:  radiovaticana.org


19.11.2004 Radio Vatikan berichtet, dass der Danziger Erzbischof Tadeusz Goclowski den 67-jährigen Prälaten Henryk Jankowski am Dienstagabend als Pfarrer der Danziger Brigitten-Kirche abberufen habe. Dem Beichtvater des Arbeiterführers und späteren Staatspräsidenten Lech Walesa werden
Verführung Minderjähriger und Ungehorsam gegen seine Vorgesetzten vorgeworfen. Nun will der populäre Geistliche “so schnell wie möglich” Berufung beim Vatikan einlegen, wie er umgehend ankündigte. (kna)


2.12.2004 Laut News kommt Pater R., Pfarrer des österreichischen Stiftes Gera, wegen sexuellen Missbrauchs in 7 nachweisbaren und nicht verjährten Fällen vor Gericht. Der Stiftsleitung sollen die pädosexuellen Aktivitäten des Ordensmitgliedes seit 1970 bekannt gewesen sein. Sie dauerten bis 2001. Pater R. sei als Religionslehrer, Pfarrer und Präfekt an verschiedenen Orten eingesetzt gewesen. Der Angeklagte sei im Wesentlichen geständig, teilte die Behörde mit. Quelle: http://www.kath.net


4.12.2004 Das Bistum Orange County, Kalifornien, wird 87 Missbrauchsopfern 87 Mio US-Dollar als Entschädigung zahlen. Boston hatte an 500
Missbrauchsopfer 85 Mio US-Dollar gezahlt. Quelle: radiovaticana.org


16.12.2004 Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat Anklage gegen einen ehem. Salzburger Pfarrer wegen sexuellen Missbrauchs von 1993 – 1996 imTennengau erhoben. Der Beschuldigte – derzeit Ordenspriester im Stift St. Peter – war im Vorverfahren voll geständig. Weiteren Anschuldigungen wurde wegen Verjährung nicht nachgegangen. Der zuständige Erzbischof sprach von rückhaltloser Aufklärung und einer Wiedergutmachung im Rahmen des Möglichen. Quelle: Kurier.at


16.12.2004 ORF berichtet, dass Küchl, ehem. Subregens des Pöltener Priesterseminars, nicht zu einer Zeit der Besinnung in ein Frauenkloster in der Diözese Mainz gehen wolle. Dieser Befehl sei unzumutbar. Bischof Küng sagte: Die bis jetzt negative und abwehrende Reaktion von Propst Küchl sei sehr bedauerlich. Küchl sei weder suspendiert noch als Propst abgesetzt. Da sei eine geistliche Zeit von großem Nutzen und höchst angebracht. Freilich setze das voraus, dass Küchl selbst eine positive Haltung dazu gewinne. – Was offensichtlich nicht der Fall ist.


17.12.2004 Irland: Papst Johannes Paul II. hat offenbar zwei des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigte Geistliche vom Priesteramt
suspendiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Sprecher der südirischen Diözese Ferns. Quelle: Radio Vatikan


17.12.2004 Radio ORF berichtet, dass der ins Gerede gekommene ehemalige Solidarnosc-Pfarrer Jankowski abberufen worden sei. Als Gründe für die Abberufung werden “politische Eskapaden” und das Dulden unangemessenen Verhaltens junger Leute im Pfarrhaus genannt – was immer Letzteres bedeuten mag. Anhänger von Jankowski hatten mit Mahnwachen vor der Brigitta-Kirche in Danzig für ein Verbleiben des Pfarrers im Pfarrhaus gekämpft. Jankowski bleibt.


18.12.2004 Die Staatsanwaltschaft Fulda ermittelt wegen Missbrauchsverdacht gegen einen katholischen Pfarrer aus Osthessen. Die bisher ermittelten
Handlungen lägen im unteren Bereich der Strafbarkeit. Quelle: Yahoo


18.12.2004 Im Südosten Brasiliens wurde ein kath. Priester zu 93 Jahren Haft wegen sexuellen Missbrauchs mehrerer Jungen verurteilt. 15 Männer waren 2002 mit diesen Vorwürfen an die Öffentlichkeit gegangen. Der Verurteilte sagt, er sei unschuldig. Quelle: n-tv.de


22.12.2004 Der Papst hat einen des Kindesmissbrauchs beschuldigten amerikan. Priester der Erzdiözese Baltimore des Amtes enthoben. Maurice B. muss sich ab Januar vor Gericht verantworten. Das mutmaßliche Opfer, der Friseur Dontee Stokes hatte den mutmaßlichen Täter vor zwei Jahren vor

dessen Haus angeschossen. Stokes beschuldigt B., ihn in seiner Zeit als Messdiener von 1989 bis 1992 sexuell missbraucht zu haben. Bl. wies die
Vorwürfe stets zurück. Quelle: Yahoo