Skip to content

Presse

2. Quartal 2011

29.6.2011 Über sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche in Afrika berichtet der Spiegel.


27.6.2011 In der Klasnic-Kommission haben sich 964 österreichische Opfer von kath. Priestern gemeldet. Das sind 55 mehr als noch am 13.5.d.J. Quelle: Die Presse


27.6.2011 Dem Leiter von Missio wird sexuelle Nötigung von einer Frau vorgeworfen.
Der Beschuldigte und Missio erklären, wie zuvor auch der Vatikan, die
Anschuldigungen entbehrten einer Grundlage. Die Frau, die angibt, vom Leiter von Missio Austria sexuell genötigt worden zu sein, hat einen weiteren Priester, einen Franziskanerpater, beschuldigt, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Der Priester hatte gestanden, inzwischen aber wohl sein Geständnis widerrufen. Er ist inzwischen suspendiert. Quelle: diepresse


25.6.2011 Im Bistum Trier wurden an 11 Opfer Entschädigungen gezahlt 26 haben einen Antrag auf Entschädigung gestellt. Im Bistum Mainz gingen 13 Anträge ein, 4 Fälle wurden entschieden, in einem Fall wurde eine Zahlung abgelehnt. Den “Entschädigten”  versucht die Diözese mit Gesprächen, und praktischen Ratschlägen zu helfen. Im Bistum Speyer gingen 12 Anträge ein, 11 sind positiv beschieden worden; ausbezahlt wurde noch nicht. Im Bistum Limburg wurden 5 Anträge gestellt, eine Entscheidung der zuständigen DBK gab es noch nicht. Quelle: Rheinzeitung


24.6.2011 Im Bistum Rottenburg-Stuttgart werden Verantwortliche auf die Opfer von (sexualisierter) Gewalt durch Priester zugehen, den Antrag auf “Entschädigung” zur Sprache bringen und den Opfern anbieten, vorhandene Unterlagen zu benutzen, so dass sie den unsäglichen “Antrag” nicht ausfüllen müssen. Es ist der Versuch, eine Retraumatisierung der Opfer zu vermeiden. Quelle: swr.de


23.6.2011 In der bayerischen Diözese Würzburg haben 8 der 40 bekannten Opfer einen Antrag auf “Entschädigung” gestellt. In Augsburg  sind es 12, in Bamberg 5, in Eichstätt “relativ wenige”. Die Bistümer München, Regensburg und Passau machten keine Angabe. Laubenthal, Missbrauchsbeauftragter des Bistums Würzburg, vermutet, dass für viele Opfer der Betrag von bis zu 5000 € zu niedrig sei und sie daher ganz auf einen Antrag verzichtet haben. Zudem hätten wohl manche Schwierigkeiten, den achtseitigen Fragebogen auszufüllen.
Im Kloster Ettal haben nach Auskunft des Sprechers der Ettaler Missbrauchs- und Misshandlungsopfer, Köhler, wohl 60 der rund 100 Betroffenen Antrag auf Entschädigung gestellt. Köhler sagt, dass viele Opfer ihre Geschichte nicht noch einmal erleben wollen und daher keinen Antrag stellen. Köhler prangerte an, dass einige ehemalige Ettaler die Opfer als “Nestbeschmutzer” beschimpften. Quelle: br
Kommentar: Wer das Antragsformular kennt und ein wenig von Traumafolgen weiß, der weiß auch, dass nicht viele Opfer in der Lage sind, das Formular auszufüllen. Ob die Abschreckung der Opfer durch das Antragsformular von der DBK beabsichtigt war oder auf das Unwissen der DBK über Traumafolgen zurückzuführen ist, lässt sich nicht erkennen. Einen Zweck für die DBK erfüllt es allemal – die Entschädigungszahlungen werden sich in Grenzen halten.
(Nach meiner Zählung gibt es übrigens in Würzburg 62 Opfer – Laubenthal sprach von mehr als 83 – und in Ettal 120 oder mehr, in Augsburg 80, in Bamberg 25 und in Eichstatt 8.)


18.6.2011 Mehr als 100 Jahre lang – bis in der 1970er Jahre – hat die britische Regierung über 100 000 Heimkinder nach Australien und in andere Kolonien des Empire deportiert. Den Kindern wurden “Oranges and Sunshine” versprochen. So lautet der Titel des Films von Jim Loach. Loach hat mit der Frau zusammengearbeitet, die die Menschenrechtsverletzung 1984 aufdeckte: Margaret Humphreys. Der Regisseur sagte: “Die Regierungen von Großbritannien und Australien haben sich erst sehr spät für diese illegale Praxis entschuldigt. Von der Kirche kamen kaum Reaktionen.” Quelle: news.de


18.6.2011 Die Akademie des Bistums Rottenburg-Stuttgart wollte im Oktober über Sexualität und Kirche debattieren. Bischof Fürst hat die Tagung verboten. Seine Begründung: Er befürchtet, dass die Tagung zu einer Polarisierung führt, die ein Gespräch zwischen Vertretern der unterschiedlichen theologischen und kirchenpolitischen Richtung erschweren oder unmöglich machen würden. Laut swr kam das Verbot des Bischofs wohl aufgrund des Protestes rechter Kreise zustande. Quelle: jesus.de


16.6.2011 Ein früherer Offizial des Bistums Lausanne muss für 30 Monate ins Gefängnis, 10 davon unbedingt. Er hat Geld veruntreut. (Da geht es mit der Verurteilung und Suspendierung und dem Ausschluss vom priesterlichen Dienst erstaunlich schnell!) Quelle: 20 min.ch


13.6.2011 R.Heusbourg, Vorsitzender der unabhängigen Hotline für Missbrauchsopfer der Katholischen Kirche in Luxemburg, stellt fest, dass das Ergebnis der 4 Monate lang geschalteten Hotline eine Statistik und die gesammelten Aussagen von 138 Opfern sei. Sonst sei nichts geschehen. Weder die kath. Kirche noch der Staat haben ein Interesse an einer vollständigen und nachhaltigen Aufklärung dieser Verbrechen. Quelle: luxprivat


11.6.2011 Bischof Gonzalo Lopez Maranon ist seit dem 24. Mai im Hungerstreik. Der Hungerstreik ist der Versuch, ein Zeichen der Versöhnung in seiner früheren Diözese San Miguel, Ecuador, zu setzen. Mittlerweile haben sich zahlreiche Bischöfe aus Ecuador, aber auch aus anderen lateinamerikanischen Ländern mit dem Anliegen ihres Amtsbruders solidarisiert. Im Hintergrund des Hungerstreiks geht es um einen innerkirchlichen Konflikt und um einen Konflikt zwischen Kirche und Regierung. Der Vatikan hatte als Nachfolger von Maranon den konservativen Argentinier Schindler vorgeschlagen. Der befreiungstheologisch orientierte ecuadorianische Staatspräsident hatte Schindler abgelehnt mit der Begründung, die Linie Schindlers diene dazu, die soziale Arbeit in der Diözese zu zerstören und eine rückwärtsgewandte fundamentalistische Sekte an die Macht zu bringen. Der Hungerstreik zieht mittlerweile internationale Aufmerksamkeit auf sich, denn Bischof Lopez hatte sich in seinen 26 Amtsjahren einen Ruf als Anwalt der indigenen Bevölkerung erworben. Unter anderem protestierte er international gegen ein vom US-Ölkonzern Chevron verursachtes Umweltdesaster. Seitdem ist er in Ecuador äußerst populär. Allzu lange werden sich die Bischöfe mit ihrer Entscheidung nicht Zeit lassen können. Sie müssen abwägen, ob ihnen die Rückkehr eines populären Bischofs in seiner pastorale Heimat wichtiger ist als der Eindruck, sich von der Regierung des Landes Personalentscheidungen vorschreiben zu lassen. Quelle: domradio


Der Journalist Matthias Matussek hat die Debatte um sexuelle Gewalt gegen Heranwachsende als massiv antikirchlich kritisiert. „Ich halte die Diskussion um Missbrauch für eine der größten Entgleisungen, Verzerrungen und Kirchenkampfkampagnen, die man sich nur vorstellen kann“, sagte der „Spiegel“-Autor. „Seit dem Missbrauchsskandal ist jeder, der sich als katholisch outet, pädophilieverdächtig.” Quelle: gloria.tv


10.6.2011 In Österreich wurden über 100 Verfahren gegen Priester, die Kinder oder Jugendliche missbraucht hatten, eingestellt – wegen Verjährung. Ein Verfahren wurde nicht eingestellt. Quelle: http://oe1.orf.at/artikel/278979


10.6.2022 Im Maristeninternat versucht man, verlorenes Vertrauen wieder herzustellen. Verloren gegangen war es, als der langjährige Leiter der Einrichtung, Frater G., sich an Minderjährigen vergangen hatte. Quelle: augsburger-allgemeine.de


9.6.2011 “Hat sich die Diskussion über sexuellen Missbrauch inzwischen weiterentwickelt? Hat man mehr verstanden?
Gallwitz: Ich persönlich glaube das nicht. Von dem Moment an, wo das wieder aus der täglichen Berichterstattung herausgenommen wurde, ist man wieder in die normale Denkweise zurückgegangen. Wenn ich mir vorstelle: Ich habe vor einigen Monaten Natascha Kampbusch getroffen und sie hat erzählt, dass erwachsene Leute in Wien vor ihr auf der Straße ausspucken. Da sehen Sie, dass Menschen wenig beeindruckt sind durch kurzfristige Hypes in der Berichterstattung. Was man nie glauben wollte, glaubt man einfach nicht. Es steckt immer die Vermutung dahinter, dass viele Kinder und junge Menschen die Opferschaft provoziert haben.
Die alte Ausrede: Das Kind hat mich verführt.
Gallwitz: Richtig.
Und die Opfer sind selber schuld.
Gallwitz: Ja. Das ist am einfachsten. Dann sind meine Nachbarn keine potentiellen Täter und damit ist die Welt wieder in Ordnung.” Quelle: planet-interview.de
Kommentar: Das ist ein zutreffender Ausschnitt aus einem Interview mit dem Polizeipsychologen Adolf Gallwitz. Es fehlt noch immer allerorten an Mitgefühl mit den Opfern. Das Krisenjahr 2010 hat nach meinen Erfahrungen daran nichts Entscheidendes geändert.


9.6.2011 Heute war die Bundestagsdebatte über die “Entschädigung für Heimkinder”. Vor leerem Haus bestätigten sich die Fraktionen, dass sie gute Arbeit geleistet haben. Von den 3 abstimmungsberechtigten Opfern hatten zwei zugestimmt, weil ihnen von Frau Rupprecht und Frau Vollmer gesagt wurde, wenn sie nicht zustimmen, dann würde der RTH platzen und die Heimkinder ganz leer ausgehen.
Geplant ist ein Fond, der mit 120 Millionen Euro ausgestattet wird. Ein Drittel davon zahlen die beiden Großkirchen und ihre Wohlfahrtsverbände. Quellen: helmutjacob.over-blog.de     Antrag an den Bundestag von CDU/CSU, SPD, FDP, B90/DIE GRÜNEN    Dierk Schäfer s. auch 9.12.2010 Die Zeit       Report Mainz vom 11.4.2011
Kommentar: Der Fond soll von den Kirchen und ihren Wohlfahrtsverbänden mit 40 Millionen Euro ausgestattet werden. Zwei Zahlen zum Vergleich: Die kath. Kirche hat für den dreitägigen Papstbesuch 10 Millionen (die nicht ausreichen) eingeplant. Für die Bankenrettung standen innerhalb einer Woche 480 Milliarden Euro zur Verfügung.


8.6.2011 Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg räumte ein, einen Fehler im Umgang mit einem Missbrauchsopfer gemacht zu haben. Es hatte die Rechnung einer Therapeutin an den Täter geschickt, damit der sie begleiche. Auf der Rechnung stand die Adresse des Opfers. Künftig solle sichergestellt sein, dass die Adresse eines Opfers nur noch mit Einwilligung des Opfers an den Täter gegeben werden kann. Einen vorsätzlichen Verstoß gegen den Datenschutz weist das Erzbistum Freiburg zurück. Quellen: Erzbistum Freiburg    Zeit 7.6.2011
Kommentar: Wenn dieser Vorgang der Wahrheit entspricht, dann ist er ungeheuerlich. Er zeigt, dass das Erzbistum Freiburg immer noch nicht weiß, dass Opferschutz vor Täterschutz zu gehen hat und was Täterschutz der Kirche bei Opfern anrichtet. Dieser Vorgang ist durch nichts zu entschuldigen.  Außerdem ist es üblich, dass Kirchenleute permanent um Verständnis bitten – für sich selbst. Für Opfer bleibt nicht viel Verständnis übrig.


7.6.2011 Die meisten Täterorganisationen spielen auf Zeit in der Entschädigungsfrage für Missbrauchsopfer. Quelle: FR


6.6.2011 Report Mainz “Missbrauchsopfer klagen an”. Betroffene aus Oberharmersbach, Erzbistum Freiburg, erzählen. Quellen:  swr  Text


6.6.2011 Der Vatikan hat die erste Phase seiner Vor-Ort-Untersuchungen in Irland abgeschlossen. Es sei ein hinreichend vollständiges Bild entstanden. Die Ergebnisse der im März 2010 angekündigten Visitation sollen Anfang 2012 veröffentlicht werden. “Der katholische Primas von Irland, Erzbischof Diarmuid Martin, hatte dem Vatikan in der vergangenen Woche vorgeworfen, noch keine Konsequenzen aus den Visitationen gezogen zu haben. Er erwarte sich von den Ergebnissen der Visitationen wichtige Anregungen für die Erneuerung der irischen Kirche. ‘Ich verliere deshalb zunehmend meine Geduld mit der Langsamkeit des Prozesses, der vor über einem Jahr begonnen hat’ so der Erzbischof, der selbst über Jahrzehnte in Diensten des Vatikan arbeitete. Dies sei ‘keine Kritik am Heiligen Vater, sondern eine Aufforderung an seine Mitarbeiter’, so Martin. Und weiter: ‘Je länger uns die Früchte der Visitationen vorenthalten werden, desto größer ist die Gefahr falscher Erwartungen; desto mehr werden jene ermuntert, die nichts von Reformen halten.’ Quelle: kath.ch


6.6.2011 Erstmals sind VertreterInnen von Betroffenen am Runden Tisch beteiligt. “Der runde Tisch mache viel und gute Arbeit zu Prävention und Intervention, hieß es. Aber, so fragt Christian Bahls: “Was geschieht mit den Altfällen? Was wird der runde Tisch am Ende tatsächlich für die Betroffenen geleistet haben?” Quelle: taz


6.6.2011 Der Vorsitzende des Rechtsausschusses im Deutschen Bundestag, Siegfried Kauder (CDU), äußert Kritik an der Vorgehensweise der katholischen Kirche in Bezug auf Entschädigungszahlungen für Opfer im baden-württembergischen Oberharmersbach und wirft der Kirche eine Art Verzögerungstaktik vor. Gegenüber “Report Mainz” sagt Kauder: “Man hält die Opfer hin. Das halte ich für eine katastrophale Folge einer Straftat mit psychischen Konsequenzen für das Opfer, die nicht sein dürfen, die eine Kirche nicht in Kauf nehmen darf.” Auf die Frage, ob die katholische Kirche hier ihren moralischen Ansprüchen gerecht werde, antwortet Kauder: “Ich glaube eher nicht. Ich bin auch der Meinung, dass die Kirche diese Linie nicht lange wird durchhalten können.” Laut Domradio weist die Deutsche Bischofskonferenz die Vorwürfe zurück. Quelle: Pressemappe SWR


4.6.2011 Die Spur führt nach Rom. “Seit den sechziger Jahren wurden in kirchlichen Einrichtungen in Belgien Kinder durch Priester und Ordensleute sexuell missbraucht. Das war den Vorgesetzten in vielen Fällen bekannt, die Informationen wurden nachweislich bis in den Vatikan weitergeleitet. Allerdings galt in der katholischen Kirche die Regel, dass Missbrauchsfälle nicht an weltliche Behörden gemeldet werden durften. Deshalb blieben die pädophilen Priester unbehelligt, wurden meist lediglich versetzt und avancierten so zu Wiederholungs- und Serien­tätern. „Inzestuöse Passivität“ nennt Peter Adriaenssens, der Ex-Vorsitzende der belgischen Untersuchungskommission zu den Missbrauchsfällen, dieses Stillschweigen.  Von „unterlassener Hilfeleistung“ spricht Opferanwältin Christine Mussche im profil-Interview.” Quelle: profil.at


1.6.2011 In Belgien haben etwa 80 Missbrauchsopfer gerichtliche Schritte gegen belgische Bischöfe und den Papst in Rom eingeleitet. Rund 80 mutmaßliche Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Geistliche in Belgien haben gerichtliche Schritte gegen den Vatikan und gegen Kirchenobere im eigenen Land eingeleitet. Vorladungen des Gerichts in Gent seien auf dem Weg, sowohl an belgische Bischöfe als auch nach Rom, erklärte der Opferanwalt Walter Van Steenbrugge. Die Opfer werfen dem Papst vor, es versäumt zu haben, Anweisung zu geben und zu intervenieren, so dass die Missbrauchsverbrechen fortgesetzt werden konnten. Quelle: rp-online


31.5.2011 “Nicht zuständig” – das müssen so manche Opfer von Gewalt hören, wenn sie sich an kirchliche Stellen wenden. Eine Institution schiebt der anderen die “Zuständigkeit” zu und keiner fühlt sich verantwortlich. Auf der Strecke bleibt das Opfer – hier ein Kind, das in der Psychiatrie untergebracht wurde, weil es keinen Heimplatz gab. Quelle: Dierk Schäfer


30.5.2011 Die “Gemeinschaft der Seligpreisungen” erhält eine neue Rechtsform. Anlass ist die Verurteilung des früheren Moderators der Gemeinschaft, Philippe Madre, Arzt und Ständiger Diakon, wegen Missbrauch. Mitglieder der Leitung hatten die sexuellen Übergriffe gegen Minderjährige nicht angezeigt. Die Gruppierung ist aus der Charismatischen Erneuerung hervorgegangen. Laut kath.net vom 31.5.2011 korrigiert die Gemeinschaft die Darstellung in der Presse. Die neue Rechtsform sei nicht mit der sexualisierten Gewalt des früheren Moderators der Gemeinschaft begründet worden. Quelle: kath.net


30.5.2011 Die belgische katholische Kirche will den Opfern (ca 500) ihre Würde wiedergeben und eine «finanzielle Entschädigung entsprechend ihrer Bedürfnisse» gezahlt werden. Der katholischen Kirche war in Belgien vorgeworfen worden, zu wenig Mitgefühl für die Opfer pädophilen Missbrauchs zu zeigen. Quelle: südostschweiz


30.5.2011 44 Alt-Ettaler haben einen Antrag auf Entschädigungszahlung wegen erlittener körperlicher, seelischer oder sexueller Gewalt gestellt. Der Vorsitzende des Vereins Ettaler Misshandlungs- und Missbrauchsopfer teilte mit, dass es vielen schwer falle, etwas zu schreiben. Quelle: domradio


28.5.2011 Interview mit Hans Küng. “Das Wort von der Diakonia, Dienst, ist in den Evangelien in sechs verschiedenen Fassungen überliefert. Das Wort Hierarchie dagegen, also heilige Herrschaft, wurde erst Jahrhunderte später eingeführt und ist das Gegenteil von Diakonia. Der mittelalterliche Papalismus ist pure Ideologie.” Quelle: Zeit


28.5.2011  Unter den Opfern von Gewalt gibt es auch vergessene Kinder in Österreich, z.B. aus privaten Heimen wie Pro Juventute. Quelle: diepresse.com


27.5.2011 Don Riddardo Seppia, ein in Italien verhafteter katholischer Priester ist HIV-positiv und kokainsüchtig. Sexuellen Missbrauch von Minderjährigen bestreitet er.
Einem früheren Seminaristen wird Anstiftung zur Prostitution vorgeworfen. Der Ex-Sminarist und Seppia telefonierten häufiger über ihre “sexuellen Abenteuer”. Ein 18-Jähriger wird beschuldigt, Seppia und dem Ex-Seminaristen Minderjährige zugeführt zu haben. In einem Telefonmitschnitt sagte der Priester, der 18-JÄhrige möge ihm einen Zehnjährigen suchen, möglichst dunkelhäutig – und er solle sich bei drogenabhängigen Müttern umschauen. Ein Arzt erklärte, seine Kindetr seien bereits 1994 von Seppia mit sexuellen Äußerungen belästigt worden. Der Arzt habe Anzeige erstattet und das Telefon des Geistlichen sei abgehört worden. Der Geistliche wurde versetzt. Der frühere Pfarrer von Genua Piercarlo Casassa erklärte, er habe die Kurie 1986 über den Verdacht informiert. Konkrete Beweise haben gefehlt. Am 15. Mai noch hatte der zuständige Bischof , Kardinal Angelo Bagnasco, geäußert, die Information treffe die Kirche wie ein Blitz auss heiterem Himmel. Quelle: der standard


27.5.2011 Canisius-Kolleg, Odenwaldschule, Heime, Kasernen und Jugendstrafanstalten – unterschiedliche Missbrauchsfälle haben ähnliche Ursachen. Was ist zu tun aus Sicht der Kriminologie? Quelle: Zeit


27.5.2011 Die Zahl der getöteten Kinder in Deutschland nimmt ebenso zu, wie die Zahl von Kindern, die misshandelt und missbraucht werden. Quelle: ntv


25.5.2011 Am 27. März 1995 hatte profil die Geschichte des Groer-Opfers Josef Hartmann veröffentlicht. Die erste Reaktion der Kirche kam von den damaligen Weihbischöfen Helmut Krätzl und Christoph Schönborn und lautete: Eine solche Verleumdungskampagne gegen Priester habe es seit der Nazi-Zeit nicht gegeben. Schönborn entschuldigte sich später für den Nazi-Vergleich. Ihm war in den Wochen nach der profil-Veröffentlichung klar geworden, dass die Anschuldigungen von Hartmann und der profil-Bericht richtig sind. 3 Jahre später (! für Opfer eine unendlich lange Zeit später) sagte er, er habe die moralische Gewissheit, dass die Vorwürfe gegen Groer im Wesentlichen zutreffen. Quelle: kurier.at


25.5.2011 Missbrauchsopfer von Jesuiten fühlen sich vom Orden hingehalten. Quelle: Welt


25.5.2011 Opfer aus DDR-Heimen kamen bislang zu kurz – nun wird vehement ihre Gleichstellung verlangt. Die Opfer sind lästig und die Kirche will das Thema schnell vom Tisch haben, kommentiert die Welt   Tagesspiegel


 

25.5.2011 Dem Kommentar von Jens Schmitz in der Badischen Zeitung ist nichts hinzuzufügen. Er schreibt: “Bergmanns Empfehlungen bei den verjährten Fällen sind dagegen vor allem für jene Institutionen unangenehm, die dachten, sich mit dem Hinweis auf die direkte Verantwortung der Täter einer Mithaftung entziehen zu können…Die 5000 Euro, die die katholische Kirche neben Therapien anbietet, sind allerdings nicht nur im Vergleich mit Entschädigungen in Irland oder den USA lächerlich wenig, sondern auch angesichts des Ordnungsgelds von bis zu 250 000 Euro, mit dem das Bistum Regensburg derzeit einen Blogger bedroht, der ihm Vertuschung vorgeworfen hatte. Das Hamburger Landgericht befand, der Journalist habe das nicht ausreichend nachweisen können. Unabhängig vom Berufungsverfahren klafft hier die Wertzumessung zwischen einer zerstörten Kinderseele und einer vermeintlich in ihrem Ruf geschädigten Prominenz doch arg auseinander. …Sollten Bergmanns teure Vorschläge annähernd so umgesetzt werden, wie sie im Raum stehen, wäre das ein Zeichen gesamtgesellschaftlicher Solidarität mit denjenigen, die in dieser Republik zu den einsamsten Opfern geworden sind. Allerdings wird man dann auch über die Entschädigungsansprüche der Heimkinder noch einmal sprechen müssen, die bislang ebenfalls 5000 Euro erhalten sollen….Eine Einsicht bleibt vor allem den Kirchen nicht erspart: Mehr als anderswo sind Opfer hier anfällig für eine zweite bittere Enttäuschung – wenn nämlich die versprochene Transparenz und der Anspruch, Seelsorge für die Beladenen zu betreiben, im direkten Kontakt nicht vorbehaltlos spürbar werden…”


24.5.2011 Das Opfer eines Präfekten bei den Regensburger Domspatzen berichtet: “Von der Katholischen Kirche hat sich bis zum heutigen Tag keiner bei mir gerührt, keiner hat sich entschuldigt. Das einzige Angebot, das ich bekam, war vom Bistum Eichstätt, ich könne ja zu einem seelsorgerischen Gespräch vorbeikommen. Und es rief eine Missbrauchsbeauftragte an aus Regensburg. Sie ist laut ihren eigenen Worten unabhängig, keine Vertreterin der Kirche. Als sie dann aber auf unserer Seite im Internet las, die Kirche hätte keinerlei Kontakt aufgenommen, rief sie mich noch mal an und meinte, das stimmt ja nicht, sie hätte sich doch gemeldet. Da konnte ich nur sagen: Liebe Frau B., Sie sind doch angeblich eine unabhängige Person, Sie sind doch nicht die Katholische Kirche. Sie hat sich auch nicht entschuldigt für das, was uns angetan wurde. Keiner der direkten Täter hat sich entschuldigt.” Quelle: Donaukurier


25.11.2011 Bischof Gerhard Müller, Regensburg, spricht von einer „Inszenierung“ sexuellen Missbrauchs gegen die Kirche durch einen bestimmten, aber nicht näher definierten Personenkreis. Er verharmlost die Verantwortung der Kirche mit der (prinzipiell richtigen) Feststellung, dass sexuelle Gewalt kein ausschließlich kirchliches Problem sei und lässt die Leser schließlich wissen: „Dass Missbrauch von den Verantwortlichen in der Kirche absichtlich vertuscht worden ist, dafür habe ich keinen Beleg.“ Quelle: regensburg-digital


24.5.2011 Im Bistum Trier bekommen erste Opfer Entschädigungszahlungen. Der Bischofskonferenz liegen 400 Anträge vor. Volksfreund


24.5.2011 Nun reden die Opfer: In „Und wir sind nicht die Einzigen“ erzählen ehemalige Odenwald-Schüler von sexuellem Missbrauch und von der Mauer des Schweigens, auf die sie in ihrem Leid stießen. Der Film ist das Dokument eines Martyriums – bedrückend und einfühlsam. Quelle:  Süddeutschen Zeitung  


24.5.2011 Konfessionelle Heimerziehung – ein vergessenes Kapitel deutscher Geschichte: Eine Fülle offener Fragen. Vor kurzem hat ein Runder Tisch  zum Thema „Heimkinder“ seine Arbeit aufgenommen, nachdem sich zuletzt viele ehemalige Heimkinder über ihre damalige Behandlung beklagt  haben. Zu einem differenzierten Bild der damaligen Umstände gehören körperliche Züchtigung, harte und meist unbezahlte Arbeit, die Überforderung des Personals – aber auch die Reformversuche der Heimerziehung, wie sie im 19. Jahrhundert entstanden ist. Quelle: Herder


24.5.2011 Der Pater der Benediktinerabtei in Trier, der sich an mindestens drei Jugendlichen – eingestandenermaßen – vergangen hat, muss nun doch mit einer staatsanwaltschaftlichen Untersuchung rechnen. Der Abt des Klosters kennt die Vorwürfe seit einem Jahr und hat die Staatsanwaltschaft nicht informiert. Vielmehr stellte er selbst fest, dass die Taten verjährt seien. Die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt nun. Quelle: Volksfreund


24.5.2011 In der irischen kath. Kirche wird von irischen Missionaren berichtet, die in Afrika über 30 Jahre hinweg Kinder missbrauchten und vergewaltigten. Im fokus der Berichte steht ein Redemptoristenpater, der 1996 einen 16-Jährigen in den Slums von Kapstadt und später einen sudanesischen Flüchtling missbraucht haben soll. Die beiden mutmaßlichen Opfer berichteten, dass sie psychologisch untersucht wurden – nicht der mutmaßliche Täter. Der Täter wurde versetzt, aber nicht angezeigt.
In Kenia soll ein Priester der Mill-Hill-Missionare ein siebenjähriges Kind missbraucht haben. Und in Kenia soll ein weiterer Missionar bei der Vergewaltigung eines kenianischen Mädchens eine inzw. 29-jährige Tochter gezeugt haben. Der Beschuldigte wies die Anschuldigungen zurück. Quelle: morgenpost


24.5.2011 Die katholische Kirche etwa müsste laut Bericht der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung für 45 Prozent aller Missbräuche in Institutionen geradestehen – so hoch ist der Anteil der katholischen Taten. Der Bericht empfiehlt, Entschädigungszahlungen an gesetzlichen Schmerzensgeldregelungen zu orientieren. Dort ist von 3 000 bis 50 000 Euro die Rede. Bergmann: “Banken sind auch gerettet worden, da kann man auch Betroffene anfangen zu retten.” Im Domradio (nicht mehr online) heißt es, die Empfehlungen der Missbrauchsbeauftragten seien “kompatibel mit dem, was wir [kath. Kirche] praktizieren”. Wie es zu dieser Aussage kommen kann, da für die kath. Kirche die Obergrenze von Entschädigungszahlungen bei 5 000 Euro liegen, im Bergmann-Bericht jedoch bis zu 50 000 Euro genannt werden, entzieht sich meiner Vorstellung.
Quellen: Abschlussbericht    taz    taz    Zeit    Süddeutsche 


23.5.2011 Auch im Stift Kremsmünster gab es sexualisierte und körperliche Gewalt. Das Stift hatte nun zu einer Aufführung des Zwei-Personen-Stücks Die Beichte” von Mitterer geladen. Der Abt sagte:  „Innerhalb des letzten Jahres ist uns allen bewusst geworden, dass es in unseren Erziehungseinrichtungen zu Übergriffen gegen Schüler gekommen ist, für die ich mich als Abt mehrmals entschuldigt habe. Ich und Mitbrüder hatten Kontakt zu Betroffenen in verschiedener Weise, und dabei wurde mir bewusst, wie tief die Verletzungen in Worten oder Handlungen gehen, die schon Jahrzehnte zurückliegen. Ich bin überzeugt, dass wir in der Auseinandersetzung mit den dunklen Kapiteln unserer Vergangenheit eine Reinigung erleben, die wieder verstärkt Gott in den Mittelpunkt unseres Lebens und unseres Handelns stellt. Wir werden erneuert aus dieser Auseinandersetzung hervorgehen. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchte es einen ehrlichen und ernüchternden Blick. Nichts soll verharmlost oder verschwiegen werden.“ Quelle: presse.com

ab hier prüfen


23.5.2011 Pater B. von den niederländischen Salesianern war Mitglied bei der Vereinigung “Martijin”, eine Gruppe, die die Entkriminalisierung von Pädophilie anstrebt. Sein Orden distanzierte sich von Pater B. ebenso wie vom niederländischen Salesianer-Oberen Herman Spronck. Spronck hatte Verständnis für die Haltung von Pater B. geäußert. Quelle: Radio Vatikan  kath.net


23.5.2011 Inzwischen sind 7 Opfer des Täters aus Delmenhorst, Bistum Münster, bekannt. Rückblickend habe die Leitung des Bistums Münster nun festgestellt, „dass die Besetzung in Allerheiligen mit dem Priester Franz N. eine grobe Fehlentscheidung war.“ Quelle: weser-kurier


22.5.2011 Französische Feministinnen stellen fest, was nicht zu übersehen ist: Der alltägliche Machismo verharmlost sexualisierte Gewalt – unabhängig davon, ob Strauss-Kahn nun schuldig ist oder nicht. Quelle: Spiegel


22.5.2011 Die Benediktinerabtei St. Matthias, Trier, informiert, dass das Ordensmitglied Bruder Bernhard sich in den 70er und 80er Jahren des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht habe. Drei Opfer seien bekannt. Der Abt äußerte sein Bedauern und schrieb, dass “das” für ihn und seine Gemeinschaft sehr schmerzhaft sei. Quelle: Volksfreund


22.5.2022 In Kremsmünster, wo sich das Stift vergangenes Jahr mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert sah, sorgt Felix Mitterers Drama „Die
Beichte“ für rege Diskussionen. Quelle: derstandard.at


21.5.2011 Christine Bergmann, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, hat in dieser Funktion dazugelernt, obwohl ihr als Berliner Frauensenatorin und als Bundesfamilienministerin die Schwierigkeiten von Gewaltopfern nicht unbekannt waren: “Ich hab immer gedacht, ich weiß, was da los ist … Ich hab vor allen Dingen begriffen, wie stark die Folgen sind. Die Älteste, die sich bei uns gemeldet hat, war 89, sie hat das erste Mal darüber geredet. Und man merkt, das ist alles noch da, das tut weh, das ist lebendig und hat Folgen gehabt für das ganze Leben. Das war für mich eine ganz ganz einschneidende Erfahrung.” Quelle: dradio


20.5.2011 Im Alter von acht bis elf Jahren wurde der Schauspieler Gabriel Byrne von Mitgliedern der Christian Brothers, einem weltweit tätigen Laienorden der katholischen Kirche, sexuell und körperlich missbraucht – erst in Irland, später auch in England. Das erste Mal sprach Gabriel Byrne vor drei Jahren in einem Radiointerview darüber. Im Interview lesen Sie mehr von ihm. Quelle: Freitag


19.5.2011 Ines Pohl zeigt auf, wie in der Diskussion um den Vergewaltigungsvorwurf gegen Strauss-Kahn “die Perspektive des Täters” eingenommen wird, auch von renommierten Zeitungen. Dazu passt auch die Nachricht, dass die Ergo-Versicherung 100 ihrer Mitarbeiter eine Sex-Orgie mit 20 Prostituierten in Budapest spendierte. Die Frauen sollen nach jedem Kontakt einen Stempel erhalten haben. Quellen: taz   Spiegel


18.5.2011 Opfer des Ahrensburger Pastors beklagen, dass die evangelische Kirche den Missbrauch an mutmaßlich 20 Opfern nicht sorgfältig aufarbeite. Quelle: Tagesspiegel und taz und taz- Kommentar


18.5.2011 Die Missbrauchsbeauftragte Christine Bergmann hat seit März 2010 ca 15 000 Anrufe und Briefe erhalten. Mehr als 60% der Fälle seien im familiären und sozialen Umfeld geschehen. Bei den Institutionen liege die kath. Kirche mit 45% der Fälle vorne. Bergmann sagte, die Regierung sei in der Pflicht, wenn es um Hilfe für lang zurückliegende Fälle gehe und für Menschen, die in ihren Familien missbraucht wurden. Quelle: Domradio


16.5.2011 Ein Pfarrer aus dem Bistum Magdeburg, der Kinderpornografie (d.i. Folter an Kindern) konsumierte, ist zu 6 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Quelle: stern


16.5.2011 Die Glaubenskongregation des Vatikan hat ein neues Dokument zum Umgang mit Missbrauchsfällen veröffentlicht. Ziel aller Bemühungen müsse sein, Minderjährige zu schützen und den Opfern zu helfen, heißt es in dem Dokument. Quelle: Text


15.5.2011 Ein chilenisches Gericht hat den 56-jährigen Priester der Gemeinde Melipilla wegen Sex mit 4 Minderjährigen – 16-17 Jahre alt – für 10 Jahre ins Gefängnis geschickt. Die Geliebte des Priesters hatte die Treffen mit den Jugendlichen organisiert. Sie wurde wegen Beihilfe zur Prostitution zu 5 Jahren Haft verurteilt. Quelle: latina-press


15.5.2011 Im Erzbistum Genua wurde ein kath. Priester wegen des Verdachts, einen 16Jährigen missbraucht zu haben, festgenommen. Der Erzbischof sagte alle Termine ab und reiste sofort in die betroffene Gemeinde. Quelle: kathpress


13.5.2011 Im November 2010 war noch von rund 650 Opfern die Rede, die sich bei der Klasnic-Kommission gemeldet habe. Inzwischen ist die Rede von 909 Opfern. Quelle: nachrichten.at


 2.5.2011 Der Publizist und Mitglied der Klasnic-Kommission Feichtlbauer sagt, Josef Hartmann, Missbrauchsopfer von Kardinal Groer, habe Pionierarbeit geleistet. Stimmt. Der Preis, den Hartmann bezahlt, heißt: Er findet unter seinem Namen keine Arbeit mehr. Quelle: profil.at


12.5.2011 Die Kirche in Luzern lässt den Missbrauch in Heimen erforschen. Die Synode hat 130.000 Franken für eine Studie bewilligt, die den gesellschaftlichen und ideologischen Gründen für den Missbrauch auf den Grund gehen will. Die beauftragten Herausgeber, die Theologen Markus Ries und Valentin Beck von der Universität Luzern, sollen nach Antworten suchen auf die Frage, weshalb der christlich gebotene Einsatz für Unterstützungsbedürftige nicht selten mit unterdrückerischen Mitteln geleistet worden ist.   Das Ergebnis wird im September 2012 erwartet. Quelle: kath.ch


9.5.2011 Vor der Aufgabe der Neugründung. Die Kirche in sich wechselseitig verstärkenden Krisen. Michael N. Ebertz. Quelle: www.wir-sind-kirche.de


9.5.2011 Michelle Martin (51), die Exfrau und Komplizin des belgischen Kinderschänders Marc Dutroux, kommt möglicherweise in Kürze frei. Quelle: Süddeutsche


9.5.2011 Für drei Jahre muss ein Obermessdiener ins Gefängnis. Er hat zwei Jungen in Gerolstein/Vulkaneifel missbraucht. Wegen Verjährung wurden  16 der 30 Fälle nicht berücksichtigt. Zuvor war der Obermessdiener von einem Vikar missbraucht worden. Die Taten des Vikars sind verjährt. Er wurde vom Bistum Trier beurlaubt. Quelle: fnp.de

Der Volksfreund berichtet außerdem, dass das Hauptopfer des Obermessdieners inzwischen ebenfalls wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. “Ein komplexes System” nannte es der Richter.


9.5.2011 Ein katholischer Geistlicher wurde vom Amtsgericht Passau zur Zahlung von 7500 Euro verurteilt. Das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs wurde vorläufig eingestellt. Dem Priester (49) wurde Missbrauch (küssen, streicheln, umarmen) von drei Mädchen vorgeworfen. Er bestreitet jeglichen sexuellen Hintergrund und bedauert das durch ihn entstandene Leid. Quelle: trp 1


9.5.2011 In Belgien hat sich ein zweiter Geistlicher, der des Missbrauchs beschuldigt wurde, umgebracht. Quelle: Domradio


8.5.2011 Die chilenische Justiz und eine katholische Bildungseinrichtung haben gegen den Bischof von Chillán, Carlos Pellegrín Barrera, Anzeige wegen des sexuellen Missbrauchs von Schülern eingereicht. Pellegrín, der am 25. März 2006 durch Papst Benedikt XVI zum Bischof ernannt wurde, war zwischen 1999 und 2006 Rektor der renommierten Schule Verbo Divino. Dort soll er sich unzüchtig gegenüber Schutzbefohlen verhalten haben. Die Behörden, welche durch eine anonyme E-Mail auf den Vorfall aufmerksam gemacht wurden, haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet. Quelle: latina press


8.5.2011 Josef Hartmann, der den Groer-Fall ins Rollen brachte, sagt im Interview, in der kath. Kirche habe sich in der Substanz nichts geändert. Zwar würden Würdenträger heute in Sachen Missbrauch anders auftreten, das sei aber nur der Erfolg von PR-Beratungen. Quelle: ots.at

Franz-Xaver Kaufmann drückt es so aus: “Was in der gegenwärtigen Situation mich als gläubigen Katholiken besonders bedrückt, ist das Fehlen einer spirituellen Dimension in der Auseinandersetzung der Kirche mit dem Missbrauchsskandal.”  (in: Kirchenkrise. Wie überlebt das Christentum? Freiburg 2011, S. 165)


8.5.2011 Rückblick auf die Missbrauchsfälle in Portugal. Unter den Tätern waren u.a. ein Psychiater, ein Showmaster, ein Diplomat. Quelle: euronews


7.5.2011 Der Direktor einer katholischen Schule hat in der Dominikanischen Republik 7 Kinder zw. 3 und 7 Jahren missbraucht. Quelle: hispaniola


7.5.2011 Esther Mujawayo, Überlebende, gibt den Opfern eine Stimme. Quelle: taz


6.5.2011 Manche Sexualstraftäter werden nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherheitsverwahrung freikommen, andere nicht. Quelle: Süddeutsche

Kommentar: Nicht umsonst nennt Renate Bühn (http://www.frau-lot.de/) sexuellen Missbrauch ein “sicheres Verbrechen”. Von 2000 Sexualstraftätern werden nämlich 100 angezeigt, 15 tatsächlich angeklagt, 3 davon werden freigesprochen, 10 bekommen eine Bewährungsstrafe und nur 2 müssen tatsächlich mit einer Haftstrafe rechnen: das sind 0,1%. Da möge dann jede/r selber nachrechnen…


5.5.2011 Der frühere kanadische Bischof Raymond Lahey hat sich schuldig bekannt, Kinderpornographie eingeführt zu haben. Er war im September 2009 am Flughafen von Ottawa festgenommen worden. Der Ex-Bischof ist bereit, eine Gefängnisstrafe anzutreten. Im Vatikan sind kirchenrechtliche Ermittlungen eingeleitet worden. Quelle: rp-online


4.5.2011 Hans Küng, kath. Theologe, verurteilt die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II.: “Bis ans Ende seines Lebens hielt Johannes Paul schützend die Hand über Maciel [den Gründer der Legionäre Christi]. Wie er überhaupt bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche komplett versagt hat. Das ganze Ausmaß dieser scheußlichen Verbrechen wurde von ihm gemeinsam mit Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation systematisch vertuscht.” Quelle: FR


3.5.2011 Bundeskanzlerin Merkel sagte: “Ich freue mich, dass es gelungen ist, bin Laden zu töten.” Der peruanische Präsident bezeichnet die Ermordung bin Ladens als Wunder bezeichnet, das der am Sonntag selig gesprochene Papst Johannes Paul II. gewirkt habe.  Quelle: bz-berlin.de


3.5.2011 In Mannheim, Erzbistum Freiburg, wurde ein kath. Priester der kroatischen Mission vorübergehend beurlaubt. Ihm wird vorgeworfen. grenzverletzend mit einer jungen Frau umgegangen zu sein. Quelle: Mannheimer Morgen

ab hier prüfen


3.5.2011 Im Bistum Passau steht ein katholischer Priester vor Gericht. Er soll drei Mädchen mehr als 100 mal missbraucht haben. Quelle: Süddeutsche


3.5.2011 Der australische Bischof William Martin Morris, 67, hat vorgeschlagen, viri probati (bewährte Männer) und Frauen zu Priestern oder Priesterinnen zu weihen. Dafür wurde er vom Vatikan des Amtes enthoben. Die Bischöfe des australischen Bundesstaates Queensland hatten sich bei der Visitation durch Erzbischof Charles Chaput hinter Bischof Morris gestellt. Morris sagte, er habe das Ergebnis des Ermittlungsverfahrens nie gesehen. Damit sei ihm “jede Möglichkeit einer angemessenen Verteidigung” verweigert worden. Benedikt XVI. habe dazu erklärt, das Kirchenrecht sehe keine Rechtsverfahren für Bischöfe vor; diese könnten vom Papst ernannt und abberufen werden. Morris willige in einen vorzeitigen Ruhestand ein im Wissen, dass “die große Mehrheit der Menschen und Priester der Diözese” hinter ihm stünden. Quelle: kipa.ch

Kommentar: Dieses Vorgehen des Vatikan dürfte die Bischöfe in Deutschland zusätzlich hindern, die Position deutscher KatholkInnen im Vatikan zu kommunizieren. Ein schlechtes Omen für die Dialogoffensive von Erzbischof Zollitsch. Andererseits: Was haben denn die dt. Bischöfe zu verlieren? Lediglich ein Amt (das Frauen sowieso [noch] nicht zusteht) und einen Titel. Ihre Existenzgrundlage wäre kaum gefährdet. Und wenn sich die 27 Bischöfe und Erzbischöfe und ihre (oder unsere?)  Weihbischöfe zusammentäten, würde der Vatikan vermutlich anders reagieren als gegenüber dem einzelnen Bischof Morris aus Australien.


1.5.2011 “Das Unbehagen bleibt”, sagt Mathias Drobinski angesichts der Seligsprechung von Johannes Paul II. in der Süddeutschen.


30.4.2011 Die Jesuiten haben ihre “Entschädigungszahlen” an die Misshandlungs- und Missbrauchsopfer der Jesuiten in den Schulen und Internaten zurückgestellt, bis die Politik eine Entscheidung über die Zahlungen an die Ex-Heimkinder getroffen hat. Derzeit scheitert das Zustandekommen des Fonds an den Bundesländern. Das könne sich noch lange hinziehen, sagt der Sprecher des Jesuitenordens. Bislang haben sich ca 200 Opfer bei den Bistümern und 25 bei den Jesuiten gemeldet und Anträge gestellt, (das sind ca 10% der bekannten Opfer). Ein ehemaliger Schüler des Canisius-Kollegs berichtet, dass viele Opfer sich – abgeschreckt durch die langwierigen Verhandlungen mit der Kirche und den Orden und deren immer neuen Verzögerungstaktiken – resigniert zurückgezogen hätten.


30.4.2011  Michael Hegglin erhält den katholischen Medienpreis der Schweizer Bischöfe für den Film “Wolllust unter der Soutane.” “Drehen in Uznach war nicht einfach”, sagt der Dokumentarfilmer. Quelle: kath.ch und Radio Vatikan


30.4.2011 SWR – Interview mit Hans Küng: “Johannes Paul II. hat einen notorischen Kinderschänder geschützt.”


29.4.2011 Die Staatsanwaltschaft Steyr hat Verfahren gegen 22 Erzieher und Funktionsträger des früheren Caritas-Erziehungsheims in Steyr-Gleink eingestellt. Den Beschuldigten wurde vorgeworfen, Zöglinge zwischen 1960 und 1980 körperlich misshandelt, bedroht und vereinzelt auch sexuell missbraucht zu haben. Die Fälle seien verjährt; drei mutmaßliche Täter sind bereits verstorben. Quelle: Radio Vatikan


29.4.2011 Der Orden der Schulbrüder in den USA hat Insolvenz angemeldet, weil er die mehr als 50 Schadenersatzklagen wegen Missbrauch nicht zahlen kann. Die meisten Forderungen an die “Christian Brothers” stammen aus Missbrauchsfällen an der inzwischen geschlossenen Briscoe Memorial School bei Kent, Bundesstaat Washington. Einige Klagen bezögen sich auch auf ein Ordensmitglied, das an zwei Schulen des Ordens in Seattle tätig gewesen sei. Dem Orden gehören etwa 250 Mitglieder an. Quelle: kath.web


29.4.2011 “Gedenkt der Heiligsprechung des Märtyrers San Oscar Romero durch die Armen dieser Erde.” Quelle: ci-romero.de


29.4.2011 Hans Küng sagt im Interview mit der FR: “Der Nachfolger spricht den Vorgänger selig – da geht es doch in Rom zu wie zu den Zeiten der Cäsaren, die den jeweils vorangegangenen Kaiser zum Gott erhoben! Die Selig- und Heiligsprechung dient dem Papst als Instrument der Selbstdarstellung. ….vermutlich denkt der gegenwärtige Papst, wenn er seinen Vorgänger seligspricht, gerät all das Schlimme in Vergessenheit, was dieser Mann angerichtet hat…..Selbst im Vatikan gab es Zweifel, ob die jahrzehntelange Anhänglichkeit des Papstes an den mexikanischen Priester und Gründer der „Legionäre Christi“, Marcial Maciel Degollado, eine Seligsprechung nicht komplett unmöglich machen würde. Der Mann war nicht nur ein notorischer Kinderschänder, sondern führte ein komplettes Doppelleben mit zwei reichen Geliebten. Diese Frauen trugen maßgeblich zur Finanzierung der päpstlichen Jubelreisen nach Mexiko bei. Bis ans Ende seines Lebens hielt Johannes Paul schützend die Hand über Maciel. Wie er überhaupt bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche komplett versagt hat. Das ganze Ausmaß dieser scheußlichen Verbrechen wurde von ihm gemeinsam mit Kardinal Ratzinger als Präfekt der Glaubenskongregation systematisch vertuscht. ” Quelle: FR

Der Kommentar von Joachim Frank in der FR: “Vom Konzept einer stets reformbedürftigen Gemeinschaft (Ecclesia semper reformanda), wie sie das Zweite Vatikanische Konzil postuliert hat, ist die Kirche des seligen Johannes Paul und des unglückseligen Benedikt so weit entfernt wie die ersten Jünger Jesu am See Genezareth vom vatikanischen Palast.


29.4.2011 Die katholische Kirche in Chile hat ein neues Vorgehen bei sexuellem Missbrauch durch Kleriker beschlossen. Zwei Anzeigen sind zwei Tage nach Einführung des neuen Vorgehens gemacht worden. Quelle: latinapress


28.4.2011 Im Spiegel findet eine Debatte um die kommende Seligsprechung von Johannes Paul II. durch Benedikt XVI. statt. Ich beteilige mich daran, weil ein Mann dort schrieb, er wolle ja nicht die Opfer beleidigen, fände aber deren derzeitigen Protest gegen die Seligsprechung “kleinlich”. Wer den Diskussionsverlauf verfolgen will, findet ihn unter http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=34535. 


27.4.2011 Prominente KatholikInnen kritisieren die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Sie schlagen Oscar Romero als Kandidaten für die Seligsprechung vor. Johannes Paul II. habe die Armen in Lateinamerika “regelrecht verraten”, weil er Romero zu guten Beziehungen zu den Machthabern seines Landes geraten habe. Quelle: news-de.com/


27.4.2011 Am 1. Mai soll Papst Johannes Paul II. durch seinen Nachfolger Papst Benedikt XVI. seliggesprochen werden. Dagegen erhebe ich Einspruch. Obwohl Papst Johannes Paul II. sicher große Verdienste erworben hat, so hat er zugleich einen Missbrauchstäter geschützt und ihn gefördert: Den Gründer der Legionäre Christi, Pater Maciel Marciel Degollado.


25.4.2011 Es sind 80% der Katholiken und 61% der Gottesdienstbesucher, die Reformen von der katholischen Kirche fordern. 81% sind der Ansicht, dass die katholische Kirche nicht genug zur Aufklärung der Missbrauchsfälle tut. 73% sagen, die Kirche tue zu wenig für die Opfer. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz sagte, er sei bereit, über den Zölibat zu sprechen. Darunter versteht er, dass die Bischöfe die guten Gründe für die Ehelosigkeit der Priester darlegen. Quelle: Zeit

Kommentar: Die Bischöfe könnten mit einer breiten Basis rechnen, die Reformen mittrüge – wenn die Bischöfe denn wollten. Das Dialog-Verständnis des Vorsitzenden der DBK ist befremdlich. Dialog heißt für ihn, dass die Bischöfe das tun, was sie seit Jahrhunderten tun und was sie offensichtlich nicht überzeugend können: Die guten Gründe für den Pflichtzölibat darlegen.


Karfreitag 2011 Wir gedenken heute des Menschen, der vor 2000 Jahren Opfer von Menschen wurde. Wir gedenken heute auch der ca 2000 bekannten Opfer von katholischen Priestern und der Vielen, die in Familien und im Nahbereich Opfer von Menschengewalt wurden.

 


22.4.2011 Wer die Kirche öffentlich kritisiert, mit dem “spricht man nicht” – so erfährt es eine Kritikerin im Bistum Würzburg.
Quelle: Mainpost


22.4.2011 Hans Küng äußert sich zum Zustand der kath. Kirche. Quelle: dradio und evangelisch.de


22.4.2011 In Chile hat der Priester Fernando Karadima, 80, seit den 50er Jahren bis 2006 Jugendliche  und Erwachsene missbraucht. Karadima leitete ein Priesterseminar bzw. ein Vorbereitungsseminar für Priesteramtsanwärter. 4 Opfer zeigten ihn an. Der Vatikan erklärte ihn für schuldig des sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen und Erwachsenen und verordnete ihm als Strafe ein Leben der Zurückgezogenheit und der Buße. Der Kardinal von Santiago Francisco Javier Errazuriz gab zu, kircheninterne Ermittlungen 2005 gestoppt zu haben. Der Eckige Tisch berichtet von 15 Opfern.
Auch gegen eine ehemalige Oberin der Ursulinen liegen 3 Anzeigen vor. Der Vatikan schickte die Beschuldigte nach Deutschland zurück.
Quellen: Südamerika heute   blogs taz.de    eckiger tisch


12.4. und 21.4.2011 Im Bistum Münster, in Delmenhorst und Wilhelmshaven, hat ein kath. Priester Messdiener und Messdienerinnen missbraucht. Der Bischof von Münster erfuhr im Februar 2010 davon. Im März 2010 wurden zwei weitere Fälle bekannt. Der Beschuldigte zog aus Delmenhorst weg, eine Erklärung wurde der Gemeinde nicht gegeben. Auch 1971 bei Amtsantritt des Pfarrers Franz N. erfuhr die Gemeinde nicht, dass er zuvor eine Therapie wegen Pädophilie gemacht hatte.
Von 6 Opfern in Wilhelmshafen ist die Rede. Ein Opfer aus Delmenhorst berichtet von 7 Opfern dort. Opferzahlen aus Münster werden nicht genannt. Quelle: nwzonline und nwz online


21.4.2011 Auf die Frage: “Wie wollen Sie angesichts des wachsenden Priestermangels zusätzliche Entfremdung [zusätzlich zu der Entfremdung der Gläubigen von der Kirche wegen der Missbrauchsfälle] vermeiden?” antwortet  der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz: “Bei der Entfremdung geht es meist nicht primär um die Frage der räumlichen Nähe des Priesters zu den Gläubigen. Ich freue mich über das oft gute Image der Pfarrer vor Ort. Aber mit der inneren Entfernung der Gläubigen zu kirchlichen Institutionen schwindet die Vertrautheit und wächst manchmal auch die Gleichgültigkeit. Es ist eindeutig: Wir haben weniger Priester, als wir haben wollen. Wir setzen auch auf den Einsatz der Laien im kirchlichen Dienst, etwa Pastoralreferenten und Gemeindereferentinnen. Da passiert sehr, sehr viel Wertvolles.” Quelle: Generalanzeiger
Kommentar: Erzbischof Zollitsch  nimmt nur die Entfremdung der Menschen von der Kirche wahr. Die Entfremdung der Kirche von den Menschen gerät nicht in seinen Blick.


20.4.2011 Es laufen Ermittlungen gegen den ehemaligen Bischof von Brügge, Vangheluwe, weil der Verdacht besteht, es gebe zwei weitere Opfer. Eines dieser weiteren Opfer habe sich das Leben genommen. Vangheluwe hat bestritten, dass es weitere Missbräuche gegeben habe. Quelle: Radio Vatikan Grenzecho rtbf uk.reuters tvnz


20.4.2011 Ein evangelischer Pfarrer soll seine Enkeltochter missbraucht haben. Quelle: Süddeutsche


20.4.2011 Auf Ibiza wurde der Leiter einer Schule, ein kath. Priester und langjähriger Sprecher des Bistums Ibiza, verhaftet und auf Kaution frei gelassen. Ihm wird der Missbrauch von 12 Kindern und Jugendlichen vorgeworfen. Quelle: comprendes.de


20.4.2011 Papst Johannes Paul II. soll am 1. Mai “zur Ehre der Ältäre erhoben” werden. Die  baz erinnert daran, dass er Kinderschänder wie Groer oder Maciel gedeckt hat. Quelle: bazonline


20.4.2011 Ein Priester aus dem Bistum Münster hat mindestens 6 Kinder missbraucht. Gemeindemitglieder  der letzten Gemeinde in Delmenhorst gehen von 5 weiteren Fällen aus, die der Kirche bislang nicht bekannt sind. Die Aufklärung der Gemeinde und ihre Begleitung durch das Bistum/Offizialat scheint wenig hilfreich zu sein. Von Vertuschen wird gesprochen, da dem Bistum seit 1971 bekannt war, dass der Priester Kinder missbraucht hatte. Dennoch durfte er nach 6 Monaten Therapie wieder in eine Kirchengemeinde. Im Frühjahr 2010 wurde er aus Delmenhorst abgezogen, ohne Erklärung. Erst als ein Opfer sich an die Presse wandte, wurden die Hintergründe der Versetzung bekannt. Die Kirche habe die Opfer schützen wollen, sagt der Offizialatsrat Monsignore Winter. Die Akte des Täters ist unbekannt, vielleicht nicht auffindbar. Quelle: Weserkurier und Weserkurier


20.4.2011 Der mutmaßliche Mörder, der Kinder missbrauchte und mindestens drei Kinder ermordete, hat von 2000 bis 2008 im Hamburger Wohnprojekt der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort – einer Einrichtung der Diakonie – gearbeitet.  Quelle: kath.net


19.4.2011 Drei Bücher zum Zustand der Kirche(n). Die Kirche ist “geistig impotent und blutleer”. Quelle: baz online
Hinzugefügt sei ein Hinweis auf Ottmar Fuchs: Im Innersten gefährdet. Für ein neues Verhältnis von Kirchenamt und Gottesvolk, Innsbruck 2010


18.4.2011 Der zurückgetretene belgische Bischof Vangheluwe bedauert – nicht den Missbrauch an zwei Neffen (einer  war 5 Jahre alt, als der Missbrauch begann) – sondern das Interview. Quelle: kath.net


18.4.2011 Die Badische Zeitung schildert, wie ein Missbrauchsfall wegdefiniert wird und das Opfer alleine bleibt. Quelle: Badische Zeitung


17.4.2011 Bischof Vangheluwe ist mit unbekanntem Ziel aus der Kirchengemeinde abgereist, in die ihn der Vatikan geschickt hatte. Quelle: Stern und orf


17.4.2011 Von den ca 2080 bekannten Opfern kath. Kleriker haben 210 einen Antrag auf “Entschädigung” gestellt. 25 Anträge wurden beraten. Quelle: Volksfreund


17.4.2011 Im ehemaligen Kinderheim Thammenhain bei Wurzen wurden Kinder misshandelt. Quelle: karl-nolle


15.4.2011 Der Vatikan verfolgt den Fall Vangheluwe genau und belgische Bischöfe seien schockiert über ihren Kollegen. Quelle: Radio Vatikan und welt
Kommentar: Laut Domradio fühlte sich Jürgen Mettepenningen, belgischer Theologe und für kurze Zeit im vergangenen Jahr Sprecher der Belgischen Bischofskonferenz, nach eigenem Bekunden nach dem Interview des Herrn Vangheluwe kotzübel. Das halte ich für eine angemessene Reaktion. Anders als die vatikan. Reaktion – da wird nur genau beobachtet…. Das genaue Beobachten hat im Vatikan Tradition. So wurde der Priester Murphy aus Wisconsin von 1974 bis zu seinem Tod 1998 durch den Vatikan “beobachtet”. Obwohl er 200 gehörlose Kinder missbraucht hatte, bekam er am Ende ein Begräbnis in allen Ehren.


15.4.2011 Im Bistum Magdeburg läuft ein Untersuchungsverfahren gegen einen kath. Priester, der im Besitz von pornographischen Bildern 14- – 18-Jähriger war. Quelle: mdr


15.4.2011 Diarmuid Martin, Erzbischof von Dublin, hat einen Zwischenbericht über die Aufklärung von Missbrauchsfällen in der Diözese Dublin vorgelegt. Seit der Veröffentlichung des Murphy-Berichtes 2009 gab es 50 neue Anschuldigungen über 20 Priester. Insgesamt seien in der Dubliner Diözese 570 Missbrauchsfälle bekannt geworden. Anzeigen und Beschwerden gab es gegen 177 Priester, die zwischen 1940 und 2010 in Dublin arbeiteten. Quelle: ORF


15.4.2011 Roger Vangheluwe, ehemaliger Vorsitzender der belgischen Bischöfe, hat in einem Fernsehinterview gesagt, er habe einen zweiten Neffen missbraucht. Gewalt habe er nicht angewandt. Sein Priesteramt wolle er deswegen nicht aufgeben. Vangheluwe bezeichnete die Vorgänge als “ein bisschen Intimität”, für das er mehrere zehntausend Euro an einen der Neffen gezahlt habe. Zudem habe er die Vorgänge regelmäßig gebeichtet. Quelle: heise.de
Kommentar: Der Bischof hat gebeichtet – das muss dann ja wohl genügen. Bleibt abzuwarten, wie lange die belgischen Bischöfe und der Vatikan dem Bischof noch erlauben, Opfer zu beleidigen.


15.4.2011 Michael Ebertz denkt über die Situation der kath. Kirche nach, beschreibt die sich wechselseitig ergänzenden Krisen und spricht von der Aufgabe einer Neugründung der Kirche, einem Refounding-Prozess. Quelle: Herder-Korrespondenz


15.4.2011 Ein Vikar wurde wegen Verbreitung von Kinderpornographie zu 22 Monaten Gefängnisstrafe auf Bewährung und der Zahlung von 20.000 € verurteilt. In 38 Fällen hatte er Bilddateien an 150 Tauschpartner weitergeben. Die Ermittler fanden auf zwei Rechnern des Geistlichen 650 Bilder und 14 Videos mit kinderpornografischen Inhalten. Der Vikar sei laut Gericht nur deshalb mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen, weil 17 000 bereits gelöschte Dateien auf seinem Rechner nicht wieder hergestellt werden konnten. Quelle: Welt


13.4.2011 Kurzzeitig hat der Vatikan Kondome erlaubt – bis sich die Erlaubnis als Übersetzungsfehler herausstellte. Quelle: Spiegel


13.4.2011 Die österreichische Opferschutzanwaltschaft hat nach einem Jahr einen Bericht vorgelegt. Bislang meldeten sich 837 Opfer kirchlicher Täter. 253 gemeldete Fälle gelten als “erledigt” – für die Kommission, nicht für die Betroffenen. Quelle: Opferschutz.at und orf


13.4.2011 Verheiratete katholische Priester verunstalten das Antlitz der Kirche. Das meint der für die weltweit 250 000 kath. Priestern zuständige Präfekt Kardinal Piacenza. Quelle: kath.web


13.4.2011 Im Bistum Trier gab es ein Treffen von Opfern mit Bischof Ackermann. Dort wurde bekannt, dass die Deutsche Bischofskonferenz und die Deutsche Ordensoberenkonferenz beabsichtigen, einen Forschungsauftrag zum sexuellen Missbrauch in der kath. Kirche in Auftrag zu geben. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit könnten auch Personalakten gesichtet werden. Derzeit werden Personalakten erst 30 Jahre nach dem Tod eines kirchl. Mitarbeiters frei gegeben – oder auch nicht. Quelle: Volksfreund


12.4.2011 Aus Delmenhorst, Bistum Münster, hat sich ein weiteres Opfer gemeldet, das von noch anderen Opfern berichtet. Gestern hatte das Bistum Münster Opfer des Priesters, der seit 1971 in Delmenhorst tätig war, zur Meldung aufgefordert. Der Täter hatte zuvor in Wilhelmshaven und in Münster fünf Kinder missbraucht. Die Gewalttaten waren dem Bistum Münster seit Februar 2010 bekannt. Aus Rücksicht auf die Opfer war es bislang nicht an die Öffentlichkeit gegangen und hatte auch nicht nach weiteren Opfern gefragt. Quelle: Weserkurier


12.4.2011 Säuglingsheime von Caritas und Diakonie – verschwiegenes Unrecht, leidvolle Gegenwart, Schweigen der Träger. Mediathek


12.4.2011 Aus Rücksicht auf die Opfer und in Sorge um deren Retraumatisierung hat das Bistum Münster einen Missbrauchs”fall”, der  dem Bistum seit Februar 2010 bekannt war, nicht veröffentlicht. Einen Tag nach der Darstellung eines Opfers im Weserkurier reagierte das Bistum. Dass das Bistum Münster zwischen Februar 2010 und heute nach weiteren Opfern des mutmaßlichen Täters gesucht habe, ist unbekannt. Quelle: Weserkurier


11.4.2011 Das Bistum Münster äußert sich zu den Missbrauchsvorwürfen gegen einen Priester, der von 1963 bis 1966 in Wilhelmshaven und von 1966 bis 1971 in Münster fünf Kinder missbraucht haben soll. Quelle: Weserkurier


11.4.2011 Die Zahl der gemeldeten Missbrauchsvorwürfe gegen Geistliche in den USA ist im vergangenen Jahr einem Bericht der örtlichen katholischen Kirche zufolge stark angestiegen. Nach rund 400 Fällen im Jahr 2009 seien 2010 fast 700 Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs eingegangen, schreibt die US-Kirche in dem am Montag veröffentlichten Bericht.
Vor dem Hintergrund der Debatte über Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche hätten viele Opfer erst jetzt den Mut gefunden, sich zu melden, heißt es in dem Bericht. Quelle: Stern und focus
Dazu passt die Information, dass die Hotline der Deutschen Bischofskonferenz nach wie vor gebraucht wird. Es muss davon ausgegangen werden, dass sich 2010 nur ein Teil der Opfer gemeldet hat. Quelle: Saarbrücker Zeitung


11.4.2011 Der wegen Kindesmissbrauchs zurück getretene Bischof Vangheluwe, Belgien, ist zur Strafe für die verjährten Straftaten in ein Kloster in der Loire-Region, Frankreich, gezogen. Er muss ich einer spirituellen und psychologischen Behandlung unterziehen. Diese Strafen verhängte der Vatikan.. Der Kirchenjurist Rik Torfs spricht von “einer zu milden Strafe” und der frühere Sprecher der Belgischen Bischofskonferenz, Mettepenningen, sagte, das Urteil werde den Opfern nicht gerecht. Quelle: kath.web


11.4.2011 In Heimen von Caritas und Diakonie wurden Säuglinge zwischen 1949 bis 1975 zu Tausenden misshandelt. “Die Hände, die Arme, die Beine wurden an die Gitterstäbe der Betten angebunden und es wurden unruhige Kinder auch mit Medikamenten ruhig gestellt, mit sedierenden Medikamenten, völlig ohne Problembewusstsein. Hauptsache sie waren ruhig”, berichtete der Sozialpädagoge Professor Manfred Kappeler in «Report Mainz». Quelle: fnp


9.4.2011 Die Ermittlungen gegen eine Priester des Bistums Münster wurden eingestellt, das Opfer leidet weiter. Im Umfeld des missbrauchenden Priesters gab es einen Selbstmord. Quelle: wzonline und nwzonline und weserkurier 11.4.2011


9.4.2011 Opfer von Hiltruper Missionaren sagen, die Hiltruper Missionare entzögen sich einer wirklichen Aufklärung. Das Bistum Speyer hat keinen Einfluss auf den Orden. Für die Opfer führen die Erfahrungen mit der Kirche zu Vertrauensverlust und Austritt aus der Kirche.
Der Orden geht von 2 Tätern und 6 Opfern aus, Betroffene sprechen von 4 – 8 Tätern. Quelle: Rheinpfalz.de s. auch Initiative Ehemaliger des Homburger Johanneums


8.4.2011 So sieht “Aufklärung auf katholisch” für das Opfer eines Berliner katholischen Priesters aus. Quelle: Berliner Zeitung


8.4.2011 Roma und Sinti in Europa


8.4.2011 Alois Glück,  Präsident des ZdK, sieht in den stark angestiegenen Kirchenaustrittszahlen in Deutschland lediglich die Spitze eines Eisbergs:” Der Vertrauensverlust betrifft längst nicht mehr nur die, die am Rande unserer Kirche stehen, er hat schon lange auch die Kernschichten der engagierten Gläubigen erreicht, und das nicht nur in der katholischen Kirche. Die Austritte seien als Weckruf zu verstehen und müssten auf einen offenen und vorbehaltlosen Dialog in unserer Kirche treffen. Quelle: kipa/Apic


Die Einschätzung der Badischen Zeitung:  Der Ruf nach Reformen perlt an der Kirchenleitung ab. Quelle: Badische Zeitung


6.4.2011 “Unsere schmerzvolle Vergangenheit wird unser größtes Kapital”- das sagt das Missbrauchsopfer Ashley Judd – und hat Recht damit. Quelle: Krone.at


6.4.2011 In einem offenen Brief wirft der Verein Sapec (Soutien aux abusé-e-s par des prêtres de l’Eglise catholique) dem Westschweizer Diözesanadministrator Pierre Farine vor, “das Erlebte der Opfer und ihre Gefühle” totzuschweigen. Im Vergleich zitierte der 2010 gegründete Verein, der Missbrauchsopfer von Klerikern vertritt, den Erzbischof von Dublin und Primas von Irland, Diarmuid Martin, der versucht habe, sich in die Schmerzen der Missbrauchsopfer, in ihre erlittenen Demütigungen, ihre Angst, ihre Isolierung ihre Verlassenheit einzufühlen. (‘only radical change would ensure the survival of the Irish Church’. ) Farin hingegen hatte gesagt, die Kirche habe eine schlechte Zeit hinter sich, “doch es wurde Klarheit hergestellt. Jetzt verfügen wir über die Waffen, um gegen dieses Problem zu kämpfen”. Quelle: kipa/apic
Kommentar: Es ist das alte Lied: Im Fokus von Kirchenleitungen ist …. die Kirche – sie hat eine schlechte Zeit hinter sich – ein schlechtes Jahr. Die vielen schlechten Jahre und Jahrzehnte, die Opfer hinter sich haben, sind für Herrn Farin nicht der Rede wert. In seinem Fokus sind nicht die Opfer und nicht das “System Kirche” und auch nicht die Beteiligung von Kirchenleitungen an der Vertuschung – und damit der Ermöglichung  und Fortsetzung  von Verbrechen an Kindern und Jugendlichen. Für mich ist immer noch unfassbar, dass “Spezialisten für das Heil von Menschen” so wenig Mitgefühl mit Menschen haben, deren Leben zerbrochen wurde und die alle Stadien von Unheil Tag für Tag erleben. Der Schlüssel zur Bekehrung der Kirche(nleitungen) zu den Opfern liegt im Hören auf die Opfer. Warum ist das so schwer zu verstehen?!  


6.4.2011 Nach Recherchen von „Christ & Welt“, einer Beilage der Wochenzeitung “Die Zeit”, hat die Missbrauchsaffäre zu einem Anstieg der Kirchenaustritte um fast 40 Prozent geführt. Quellen: Welt    Spiegel
Kommentar: Nach Ansicht von Andreas Heller haben die Kirchenleitenden den Ernst der Situation nicht verstanden. Hellers Prognose: “Organisationen ändern sich erst, wenn die Angst vor dem Untergang größer ist als die Angst vor der Veränderung. Diese Untergangsangst in der Kirche ist erst schemenhaft zu erkennen.”


6.4.2011 Von 2000 Sexualstraftätern werden 100 angezeigt, 15 tatsächlich angeklagt, drei davon werden freigesprochen, zehn bekommen eine Bewährungsstrafe und nur zwei müssen tatsächlich mit einer Haftstrafe rechnen. So hat Renate Bühn ausgerechnet (http://www.frau-lot.de/). In Hessen lässt die Staatsanwaltschaft diesen Befund im Blick auf die katholische Kirche bestätigen: Die meisten Verbrechen sind verjährt, wenn sie überhaupt angezeigt wurden. Quelle: fnp


5.4.2011 Aus Enttäuschung über Missbrauchsfälle hat der australische Bischof Michael John Malone die Leitung seines Bistums Maitland-Newcastle abgegeben. Der 71-Jährige erklärte am Montag, der Auftrag der Kirche sei durch diese Ereignisse «kompromittiert». Nach eingehender Prüfung sei er zu der Auffassung gekommen, das Bistum brauche einen neuen Leiter, der die nötige Erneuerung leisten könne. Bereits in den vergangenen Monaten hatte sich Malone wegen der Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs in seinem Bistum als emotional erschöpft und desillusioniert bezeichnet. Quelle: Liborius


5.4.2011 Das Treffen mit dem Peiniger aus dem Bistum Essen. Quelle: taz


5.4.2011 Eine erschreckende Bilanz – Austrittszahlen aus der kath. Kirche. Quelle: Wir sind Kirche


5.4.2011 Die Vorwürfe gegen den belgischen Bischof Vangheluwe sind mit hoher Sicherheit verjährt. Das Verfahren wird demnächst eingestellt. Quelle: kath.web


5.4.2011 Matthias Kopp, Sprecher der Bischofskonferenz, äußert sich zur Kommunikation in der und mit der katholischen Kirche. Im Blick auf die Missbrauchsfälle bestätigt Kopp der kath. Kirche, also auch sich: “Wir haben uns unserer Verantwortung gestellt.” Ob  diese Sicht von vielen, allen, manchen Opfern geteilt wird, ist dem Text nicht zu entnehmen. Quelle: Sinnstifter-magazin


5.4.2011 Im Bistum Rottenburg-Stuttgart wurde eine Studie vorgestellt, die Gewalt in den Kinderheimen belegt. Quelle: Stuttgarter Zeitung


1.4.2011 Ein Jugenddiakon des evangl. Kirchenkreises Verden wird verdächtigt, kinderpornografisches Material zu besitzen und möglicherweise Mitglied in einem Kinderpornoring zu sein. Quelle: ndr


1.4.2011 Christian Füller, Autor des Buches “Sündenfall – Wie die Reformschule ihre Ideale missbrauchte” sagte: “Eine ganze liberale Elite hat versagt”.  Die “Szene” sei nicht bereit, hinzuschauen. Quelle: taz