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Missbrauch durch Bischöfe, Kardinäle, Generalvikare

pixabaypixabay

Missbrauchstäter finden sich - ebenso wie Opfer - in allen Gesellschaftsschichten. Natürlich ist zu erwarten, dass es auch in der katholischen kirchlichen Hierarchie Täter gibt; ständig werden auch unter Bischöfen und Kardinälen neue Täter bekannt. Die meisten kirchlichen Opfer sind ihrer Kirche eng verbunden, es fällt ihnen schwer, Verbrechen von Priestern, gar Bischöfen oder Kardinälen zu benennen. Manche Opfer waren zum Zeitpunkt der Übergriffe in Priesterseminaren oder Institutionen, die auf den Priesterberuf vorbereiteten und in Frauenorden. Sie befanden sich in Abhängigkeit von den Missbrauchstätern. Der Bischof entschied am Ende über ihre Zulassung zur Weihe bzw. über ihren Verbleib im Orden, hatte also Macht über sie. Wollte ein Opfer eines hochrangigen Kirchenmannes den Missbrauch anzeigen oder öffentlich machen, musste es viele Widerstände überwinden. Hier notiere ich die öffentlich bekannt gewordenen Bischöfe und Kardinäle, denen sexuelle Gewalt vorgeworfen und/oder nachgewiesen wurde.


1991 Erzbischof Alphonsus Penney, Neufundland, trat am 2. Februar 1991 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Papst Johannes Paul II. nahm seinen Rücktritt an. Penney hat die Missbrauchsfälle im Kinderheim der Christian Brothers in Mount Cashel, Neufundland, vertuscht und gegen die Opfer ausgesagt. Quellen: heritage.nf.ca und zerg.uni-bonn.de (Anm.4), s. auch den Film: Boys of St. Vincentn24.de


1995 Kardinal Groer, Wien – mehrere Ex-Schüler beschuldigen ihn des sexuellen Missbrauchs. Erste Vorwürfe tauchten 1985 auf. 1995 trat er vom Bischofsamt aus Altersgründen zurück. Er wurde 1996 Prior des Benediktinerklosters in Maria Roggendorf/Göttweig und 1998 seines Amtes enthoben. Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano stellte das Verfahren ein. Quelle: irishtimes.com, 14.8.2018derstandard.at 14.4.1998


1998 Bischof Joseph Keith Symons († Mai 2012), Palm Beach, trat 1998 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zurück und lebte bis zum Tod in einem Kloster. Quelle: alt.ikvu.de Oktober 2002


2002 Anthony Joseph O’Connell, US-Diözese Palm Beach, Knoxville, Florida, ist 25 Jahre nach dem sexuellen Missbrauch eines Teenagers zurückgetreten. Papst Johannes Paul nahm das Rücktrittsgesuch an. Es gab keine kirchlichen Sanktionen. O’Connell gestand den Missbrauch in den 70er Jahren und führte ihn auf das “Klima der 70-er Jahre” zurück, in dem viel von sexueller Befreiung die Rede gewesen sei (New York Times). . Der 13-Jährige hatte Hilfe gesucht, nachdem er bereits durch andere Priester zum Opfer gemacht wurde. Die Kirche gab dem Opfer 125.000 Dollar (143.000 Euro) und verlangte Schweigen. Quellen: orf  derstandard.at 


2002 Juliusz Paetz, Erzbischof von Posen, 1996 – 2002, werden sexuelle Übergriffe auf Seminaristen vorgeworfen. Er wird 2002 suspendiert.
Quelle: de.wikipedia.org


2002/2010 Erzbischof Edgardo Gabriel Storni, Argentinien, hat als Bischof der Provinz Santa Fe – 1984 bis 2002 – einen Seminaristen sexuell missbraucht.  Im Oktober 2016 verurteilte ein argentinisches Gericht die kath. Kirche zur Zahlung von 50.000 Dollar an ein Opfer. Er soll 47 junge Männer missbraucht haben. Er wurde zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt, die er wegen seines Alters im Hausarrest verbringen darf. 1994 gab es eine Untersuchung des Vatikans, Papst Johannes Paul II. bestätigte ihn jedoch im Amt. 2002 wurden eine Anzeige gegen Storni öffentlich bekannt. Daraufhin trat er auf Anweisung des Vatikans von seinem Amt zurück, beteuerte jedoch seine Unschuld.


2002  Weihbischof Eisenbach, Bistum Mainz, trat nach Missbrauchsvorwürfen gegenüber einer erwachsenen Frau, die in seelsorglicher Begleitung von Eisenbach war, vorzeitig zurück. Bis zu seiner Pensionierung war er weiterhin in der Seelsorge tätig. Ein staatliches Gericht stellte fest, dass Seelsorge kein schützenswerter Raum sei.
Quelle: n-tv.de  religionv1.orf.at


2002 Bischof Jean-Michel DiFalco, Paris, soll einen Schüler sexuell missbraucht haben. Das Missbrauchsverfahren wurde am 21.3.2002 wegen Verjährung eingestellt. DiFalco wurde 2003 zum Bischof von Gap ernannt. Eine zweite Klage wurde am 13.3.2018 wegen Verjährung abgewiesen.
Quelle: wir-sind-kirche.de – 2001kathpress.at


2002 Bischof J. Kendrick Williams, Lexington, ist wegen sexuellen Missbrauchs in zwei Fällen zurückgetreten. Ein früherer Ministrant hatte den katholischen Bischof von Lexington des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und Klage eingereicht. Williams habe sich 1981 während seiner Zeit als Priester in Louisville an ihm vergangen, heißt es in der Klage von James Bennet, der damals zwölf Jahre alt und Ministrant in der Pfarrei des heutigen Bischofs war. Zunächst wurde Williams beurlaubt, dann trat er wegen Krankheit oder anderer gewichtiger Gründe zurück. Es gab keine staatlichen Ermittlungen. Quelle: religionv1.orf.at  wsj.com 17.4.2010



12.6.2002 Erzbischof Rembert Weakland, Milwaukee/Wisconsin,  tritt wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs zurück mit 75 Jahren zurück. 1998 soll dem Opfer die Erzdiözese Milwaukee für ein Schweigeversprechen umgerechnet 450.000 US-Dollar aus dem Bistumsfond gezahlt haben. Quelle: orf


28.9.2004 Thomas Dupre, Bischof von Springfield/Massachusetts, tritt im Februar 2004 mit 71 Jahren vorzeitig zurück. Ihm wurde die Vergewaltigung Minderjähriger vorgeworfen. Wegen Verjährung wurde er nicht verurteilt. Quelle: religionv1.orf.at


23.8.2005 Bischof Juan Carlos Maacarone, Santiago del Estero, tritt mit 65 Jahren vorzeitig zurück wegen einer sexuellen Beziehung zu einem jungen Mann. Gründe werden nicht genannt, es gibt keine staatlichen Ermittlungen. Quelle: religionv1.orf.at


2.1.2005 Monsignore Dale Fushek, ehemals Generalvikar der Diözese Phoenix, Gründer der USA-weiten charismatischen Jugendbewegung “Life Teen”, wurde von seinem Diözesanbischof wegen Verdacht auf Unzucht mit Jugendlichen beurlaubt. Das berichtet die Tagesszeitung “The Arizona Republic”. Es handelt sich um den zweiten Vorwurf. Im ersten Fall einigte man sich 1995 auf einen außergerichtlichen Vergleich über 45.000 $. Der damals 14 jährige Ankläger behauptet, im Pfarrhaus von Fushek von einem anderen Priester vergewaltigt worden zu sein. Fushek habe zugeschaut und bei sich sexuelle Handlungen ausgeführt, ohne einzuschreiten oder ihn zu beschützen. Der heute 35 jährige Ankläger im 2. Fall sagt, er habe erst kürzlich vergessene Erinnerungen über die Geschehnisse im Jahre 1985 wieder zutage gefördert.


2007 Bischof Hubert Patrick O’Connor OMI (Oblati Mariae Immaculatae), 1971 Bischof von Whitehorse, 1986 Bischof von Prince George in British Columbia, wurde im November 1996 wegen Sexualstraftaten in seiner Zeit als Priester zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat zwei jungen Ureinwohnerinnen vergewaltigt. Seine Strafe wurde nach 6 Monaten gegen eine Kaution von 1.000 Dollar ausgesetzt. Später wurde er von einem sexuellen Angriff auf einen Studenten eines Internats freigesprochen. Eine Verurteilung wegen Vergewaltigung eines Schulsekretärs wurde neu verhandelt. O’Connor sprach immer davon, dass seine Ankläger dem Sex zugestimmt hatten. Seinem Rücktrittsgesuch wurde 1991 mit 65 Jahren, also vorzeitig, stattgegeben; die kirchliche Ehre als “Most Reverend” und den Titel als emeritierter Bischof behielt er bei. Es gab keine kirchlichen Sanktionen und keine staatlichen Ermittlungen
Quelle: theglobeandmail.com


26.9.2009 Bischof Raymond John Lahey, Antigonish,  Nova Scotia, Kanada, wurde wegen Besitzes und Verbreitung von Kinderpornografie im Januar 2012 zu 15 Monaten Haft verurteilt. Mit 69 reichte er seinen Rücktritt als Bischof ein, dem Papst Benedikt 2009 stattgab. Am 4.1. 2012 wurde er in den Laienstand versetzt. Lahey war auch Generalvikar von Erzbischof Alphonsus Penney, Neufundland. Quellen: heritage.nf.ca und zerg.uni-bonn.de (Anm.4), s. auch den Film: Boys of St. Vincentn24.de


2009 Bischof Georg Müller SSCC, Deutscher, hat in Norwegen einen Messdiener missbraucht. “Wegen Unzufriedenheit des Bischofs mit dem Gemeindeleben” in Trondheim/Norwegen tritt er zurück. Der Papst nimmt 2009 das Rücktrittsgesuch an. Quelle: web.archive.org   press.vatican.va


31.5.2010 Richard Anthony Burke, Erzbischof von Benin City, Nigeria, wird von einer Frau beschuldigt, sie – als zunächst 14-Jährige – sexuell missbraucht zu haben. Missbrauch bestreitet er, den Bruch des Ehelosigkeitsgelübdes gibt er zu. Mit 61 Jahren vorzeitiger Rücktritt
Quelle: Süddeutsche irishventral.com  rhein-zeitung.de


23.4.2010 Bischof Vangheluwe, Brügge, ist wegen sexuellen Missbrauchs seines Neffen zurückgetreten. In einem späteren Interview gibt er zu, zwei Neffen missbraucht zu haben. Mit 74 Jahren vorzeitiger Rücktritt, keine weiteren Sanktionen, keine staatlichen Ermittlungen. Das Protokoll dews Gespräches zwischen Mark Vangheluwe, dem Opfer, und dem emeritierten Erzbischof von Mechelen-Brüssel, der Primas von Belgien war, Godfried Kardinal Danneels ist hier nachzulesen. 
Quelle: religionv1.orf.at brf.be


2010 Erzbischof Tomas Camacho, Diözese Chalan Kanoa, Nördliche Marianen, wird von einem Mann der Vergewaltigung beschuldigt. Der Kläger, Melvin Duenas, 55 Jahre, sagt, er wurde zwischen 1968 und 1974  als Messdiener missbraucht. 2006 habe er versucht, den Bischof zu kontaktieren, jedoch keine Antwort erhalten. Der Kläger berichtet, er sei auch von einem weiteren Priester aus Guam, Pater Louis Brouillard, missbraucht worden. Camacho tritt 2010 aus Altersgründen zurück. Er starb im März 2018. 2017 klagt ein zweiter Mann gegen Camacho. Quellen: pacificnewscenter.com 13.2.2017, kuam.com 26.4.2017


3.3.2011 Bischof Cornelius Schilder, Mill-Hill-Missionar, Bischof von Ngong, gibt aus “gesundheitlichen Gründen” am 1.8.2009 sein Amt mit 68 Jahren vorzeitig ab. Ihm wird vorgeworfen, Anfang der 90er Jahre einen damals 14 Jahre alten Jungen in Ngong in Kenia sexuell missbraucht zu haben. Keine staatlichen Ermittlungen. Quelle: Radio Vatikan


20.1.2011 Bischof Mihaly Mayer, Pecs/Ungarn, ist zurückgetreten. Ihm werden 40 verschiedene Straftaten vorgeworfen, darunter sexuelle Belästigung. Mit 60 Jahren vorzeitiger Rücktritt. Quelle: orf


20.12.2011 Bischof Ronald Bär, 1983 – 1993 Bischof von Rotterdam, soll Hausverbot im Priesterseminar gehabt haben, weil er angeblich sexuelle Kontakte zu den angehenden Geistlichen suchte. Er ließ zudem Männer zum Priesteramt zu, die ungeeignet waren. Ein Teil von ihnen habe sich des Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht. 1993 trat er mit 65 Jahren vorzeitig zurück.  Domradio  domradio.de


9.10.2012 Marco Antonio Órdenes Fernández, Iquique/Chile hat mit 48 Jahren seinen Rücktritt eingereicht. Ihm wird sexueller Missbrauch von mehr als einem Jugendlichen vorgeworfen. Er spricht von einer “unvorsichtigen Handlung”. Medien warfen ihm vor, einen zweiten Jungen missbraucht zu haben. Am 28.1.2018 Freispruch mangels Beweisen. Quellen: santiagotimeskipa  n24.de  ndtv.com13.10.2018 Der ehemaligen Bischof Marco Antonio Ordenes Fernández, Chile, wird wegen Kindesmissbrauch aus dem Klerikerstand ausgeschlossen. 2006 wurde er mit 42 Jahren zum Bischof geweiht und trat 2012 "aus gesundheitlichen Gründen" zurück. Später wurde bekannt, dass sowohl staatliche als auch kirchliche Behörden wegen Missbrauchs gegen ihn ermittelten.Quelle: welt.de


2012 Bischof Johannes Nienhaus, Utrecht,hat Kinder von Mitte der fünfziger bis Anfang der siebziger Jahre missbraucht. Das Bistum erfuhr es 2012 und veröffentlichte es 2014. Quelle: https://www.catholicculture.org/news/headlines/index.cfm?storyid=21220
s. auch volkskrant.nl


16.5.2012 Raymond Lahey, Bischof von Antigonish, Nova Scotia, Kanada, der wegen der Einfuhr von Kinderpornographie verurteilt wurde, wurde vom Vatikan laisiert. Damit verliert er alle Rechte und Pflichten, die mit dem Priestertum verbunden sind, mit Ausnahme der Verpflichtung zum Zölibat, so die Erklärung der Bischöfe. Zuvor war er am 4.1.2012 aus dem Gefängnis entlassen worden nach 8 Monaten U-Haft. Er wurde zu 16 Monaten Haft verurteilt, die U-Haft wurde doppelt angerechnet. Die Bewährungszeit beträgt 24 Monate.
web.archive.org


20.9.2013  Gabrino Miranda Melgarejo, Opus-Dei, Weihbischof von Ayacucho, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der Papst setzt den Weihbischof ab. Keine staatlichen Ermittlungen. Quelle: reuters.com


8.9.2013 Bischof Robert Brom, San Diego, soll einen Seminaristen zu einer “sexuellen Beziehung” gewungen haben. Der Papst nimmt das Rücktrittsgesuch an.
8.9.2013  wikipedia.org


2013 Kardinal Keith O’Brien, Großbritannien, trat 2013 zurück. Vier Priester haben sich über ihn beschwert – O’Brien habe sich ihnen gegenüber “unangemessen” verhalten.
Quelle: 25.2.2013 Spiegel


2014 Bischof Johannes Gijsen, Roermond, hat von 1958-1961 zwei Jungen missbraucht. Er starb vor Bekanntwerden. Quelle: reuters


2014 Bischof Johannes Nienhaus, der von 1982 bis 1999 als Assistent in der Erzdiözese Utrecht tätig war, war Gegenstand von vier Beschwerden, so die Erzdiözese. Die Beschwerden gehen auf die Jahre vor seiner Bischofsweihe zurück. Bischof Nienhaus starb im Jahr 2000. catholicculture.org  


2014 Erzbischof Wesolowski, Botschafter des Vatikans in der Dominikanischen Republik, wurde 2013 von Papst Franziskus abberufen, später aus dem Priesterstand entlassen. Eine vatikanische Untersuchung wurde angekündigt. Wesolowski starb vor Einleitung eines Verfahrens. Die Dominikanische Republik und Polen, Wesolowskis Herkunftsland, verzichteten auf einen Auslieferungsantrag, weil Wesolowski vatikanischer Staatsbürger war. welt.de


7.7.2016 Aldo Di Cillo Pagotto, Erzbischof des Bistums Paraiba/Brasilien, trat zurück. Der Papst nahm den Rücktritt nach Can. 401,2 (wegen angegriffener Gesundheit oder aus einem anderen schwerwiegenden Grund) an. Pagotto war vorgeworfen worden, Priester und Seminaristen zu weihen bzw. zuzulassen, die von anderen Bischöfen wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs Minderjähriger aus ihren Bistümern entfernt worden waren. Dem Erzbischof werden auch eigene “unziemliche sexuelle Kontakte” (mutmaßlich eine sexuelle Beziehung zu einem 18-Jährigen) angelastet. Quelle: radiovaticana.va orf irishexaminer.com


14.4.2016 Bischof Anthony Ferrario (1982-1993; † 2003), Hawai, trat 1993 altersbedingt zurück. Thomas Doyle sagt, der Vatikan habe vor der Bischofsernennung von den Missbrauchsvorwürfen gegen Ferrario gewusst, sie jedoch ignoriert. Keine kirchenrechtlichen Untersuchungen. Quelle: hawaiinewsnow.com 14.4.2016


18.6.2016 Erzbischof Antony Apuron, Guam,wird von fünf Männern beschuldigt, sie als Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Im Juni 2016 wird Apuron beurlaubt. Im Okt. 2017 fällt das kirchliche Urteil, wir aber erst am 16.3. 2018 bekannt gemacht: Absetzung vom Bischofsamt, durch den Vatikan, Aufenthaltsverbot für Guam. Die Gründe für das Urteil teilt der Vatikan nicht mit. Am 7.2.2018 nimmt er an einer Papstaudienz teil, im Ornat und in vertraulichem Gespräch mit dem Papst.Am 17.3.2018 legte Apuron Berufung gegen das Urteil ein. Quellen: orf.at 16.2.2017religion.orf.at  kathpress  domradioguampdn.com


4.4.2019 In letzter Instanz hat die Glaubenskongregation den früheren Erzbischof von Guam, Anthony Sablan Apuron, wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt. Die Strafe besteht darin, dass Apuron nicht mehr Erzbischon von Guam ist, sich dort nicht aufhalten darf, aber weiterhin Priester und Bischof bleibt. Allerdings darf er nicht mehr Bischofsstab, Brustkreuz und Mitra tragen. Mehrere Messdiener hatten Apuron beschuldigt, er habe sie in den 1970er Jahren sexuell missbraucht. Apuron ließ mitteilen, er wehre sich gegen die „koordinierte Kampagne“ gegen ihn. Er sei „vollkommen unschuldig“ und habe dafür „Beweise“.Quellen: vaticannews.va  katholisch.de


2017 Erzbischof Felixberto C. Flores, Guam,wird von einem 62Jährigen beschuldigt, ihn vor mehr als 50 Jahren an der Cathedral Grade School sexuell missbraucht zu haben. Flores starb vor der Anzeige. Er war der Vorgänger des beurlaubten Erzbischofs von Guam, Apuron. Quelle: guampdn.com 2.6.2017


4.8.2017  Bischof em. Thomas O’Brien, Phoenix, Bistum Tucson, Arizona, wird beschuldigt, zwischen 1977 und 1982 einen Jungen in Pfarreien von Phoenix und Goodyear sexuell missbraucht zu haben. Er beteuert seine Unschuld.  Früher schon hat er eingeräumt, Priestern die Arbeit mit Minderjährigen gestattet zu haben, obwohl er von Vorwürfen der Kindesmisshandlung gegen diese Seelsorger wusste. Darüber hinaus habe er die Priester in neue Gemeinden versetzt. Er trat bereits wegen Unfallflucht nach einem Verkehrsunfall mit einem Toten zurück. Quellen: nzz.ch  New York Times  nzz.ch


13.8.2017 Bischof Francisco José Cox Huneeus (* 18.12.1933) wird des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Kardinal Francisco Javier Errázuriz sprach von “unangemessenem Verhalten mit Minderjährigen”. Im Jahr 2013 wurde durch den Jeldres Report nachgewiesen, dass  40 – 45% der chilenischen Heimkinder in staatlich subventionierten Unterkünften der Kirche sexuell missbraucht wurden. Auch Schönstatt-Heime sind darunter. Ein facebook-Kommentar sprach davon, dass die Kinderheime das “chilenische Kinderbordell der Katholischen Kirche” seien. Huneeus befindet sich seit 1997 im Ruhestand. Sein Rücktrittsgesuch wurde 1997 angenommen. Er lebt in Vallendar bei der Schönstatt-Bewegung. Es gibt weder kirchliche noch staatliche Ermittlungen. Quellen: bremerbuendnissozialearbeit.jimdo.com/  nachdenkseiten

13.10.2018 Papst Franziskus hat den früheren Erzbischof Francisco José Cox Huneeus, Chile, wegen sexuellen Missbrauchs aus dem Klerikerstand ausgeschlossen. Er war seit den 1970er Jahren immer wieder des Missbrauchs beschuldigt worden und wurde 1997 in den Ruhestand versetzt. Er lebt seit 16 Jahren in Vallendar bei Schönstattpatres. 2004 missbrauchte er einen 17Jährigen, obwohl ihm der Kontakt zu Minderjährigen verboten war. Derzeit (Oktober 2018) lassen die chilen. Schönstattpatres den Gesundheitszustand von Cox prüfen, um ihn bei Reisefähigkeit der chilenischen Justiz zu überstellen. Opfer werfen den Schönstattpatres vor, einen Pädophilen zu schützen.

Quellen: welt.de  www1.wdr.de  ab Minute 23'12

6.4.2017 Bischof Hervé Gaschinard, 57, Bistum Dax, tritt zurück wegen einer „unangemessenen Haltung“ gegenüber Jugendlichen. Der päpstliche Nuntius habe ihm den Rücktritt nahegelegt. Von sexuellem Missbrauch ist nicht die Rede. Quelle: faz.net


14.7.2018 Bischof Franco Mulakkal, 54, Indien, wird von einer Ordensschwester der Vergewaltigung beschuldigt. Er weist die Anschuldigung zurück. Quelle: katholisch.de


4.7.2018 Bischof Joseph Hart, Bistum Cheyenne, USA: Die Missbrauchsvorwürfe gegen den emeritierten  Bischof haben sich bestätigt. Das gab das Bistum nach eigenen Untersuchungen bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Untersuchung aus Mangel an Beweisen eingestellt. Hart wird beschuldigt, 1976 zwei Jungen mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Er wies diese Anschuldigungen stets zurück. Kirchliche Sanktion: Er darf keine öffentlichen Gottesdienste mehr halten.  Das Bistum Cheyenne gibt bekannt, dass es ein drittes glaubwürdiges Opfer von Joseph Hart gibt. Quellen: katholisch.de, catholicnewsagency.com

20.8.2019 Gegen den emeritierten Bischof Joseph Hart gibt es vier neue Anschuldigungen wegen sexuellen Missbrauchs. Im Juli 2018 gab die Diözese Cheyenne bekannt, dass der emeritierte Bischof Joseph Hart glaubwürdig beschuldigt wurde, zwei Jungen sexuell angegriffen zu haben, als er 1976 Bischof von Cheyenne war. Der Bezirksstaatsanwalt von Natrona County hatte 2002 in einem Bericht dargelegt, dass es keine Beweise gebe. Im Juli 2018 stellte die Diözese Cheyenne klar, dass sie "jetzt diese Schlussfolgerung in Frage stellt". Grundlage waren die Ergebnisse einer Untersuchung durch einen externen Ermittler, der im Dezember 2017 eingesetzt wurde. Im August 2018 wurde eine dritte Behauptung über sexuellen Kindesmissbrauch durch Bischof Hart für glaubwürdig befunden.

Erste Anklagen von zehn Personen gegen Bischof Hart gab es bereits 1989. Sie bezogen sich auf Taten, die in den 1970er Jahren begangen wurden. Sie wurden der Diözese Kansas City - St. Joseph 2008 und 2014 bekannt. Hart wies die Anschuldigungen zurück.

Quelle: NCR


20.6.2018 Kardinal Theodore McCarrick, Erzbistum New York, wird beschuldigt, zu Beginn der 1970er Jahre als Diözesanpriester in New York einen 11jährigen Jungen missbraucht zu haben. Ihm wird auch sexueller Machtmissbrauch von Seminaristen und Priesteranwärtern vorgeworfen. Vor Jahrzehnten gab es drei Vorwürfe  sexuellen Fehlverhaltens mit Erwachsenen.  Zwei der Fälle wurden mit Vergleichen abgeschlossen. McCarrick wurde suspendiert, bis die kirchenrechtlichen Untersuchungen abgeschlossen sind.

Quelle: katholisch.de  FAZ  catholicnewsagency.com  cruxnow.com


4.3.2018 Weihbischof Juan José Pineda, Honduras, Bistum Tegucigalpa, werfen ehemalige Seminaristen schwerwiegendes sexuelles Fehlverhalten vor. Der Vatikan ermittelt seit Mai 2017. Im Juni 2018 nimmt der Papst das Rücktrittsgesuch von Pineda an. Quelle: ncregister.com


31.10.2018 Der katholische Weihbischof von New York, John Jenik, wurde des sexuellen Missbrauchs beschuldigt und aus seinem öffentlichen Dienst entfernt. Ihm wird eine "unangemessene Beziehung" zu einem Teenager von 1980 bis 1986 vorgeworfen. Die zuständige Prüfstelle, das Lay Review Board, hält die Anschuldigungen für glaubwürdig und begründet, teilte Kardinal T.M. Doland, Erzbischof von New York, mit. Bischof Jenik weist die Anschuldigungen zurück.

Quelle: nytimes.com


13.11.2018 Ein heute Mitte 70-Jähriger hat Bischof Hilmer, Hildesheim, einen Missbrauchsvorwurf gegen den früheren Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (1907 - 1988) mitgeteilt. Bereits früher hat ein anderer ehemaliger Messdiener Beschuldigungen gegen Bischof Janssen vorgebracht.

Quellen: ndr  Bistum Hildesheim


13.11.2018 Papst Franziskus hat eine Untersuchung gegen Bischof Michael J. Bransfield, 75, Bistum Wheeling-Charleston, USA, angeordnet. Bransfield wird vorgeworfen, Erwachsene sexuell belästigt zu haben. Er erreichte am 8.9.2018 die Altersgrenze und Papst Franziskus nahm das Rücktrittsgesuch von Bransfield an. Quelle: Domradio

20.3.2019 Gegen Bransfield wurde Klage eingereicht, weil er in seinem Bistum (2005- 2018) bekannte Missbrauchstäter erneut an Grund- und weiterführenden Schulen eingesetzt hatte. Quelle: orf

6.6.2019 Erzbischof William Lori, Baltimore, veröffentlicht Details über die Untersuchung von Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens und finanzieller Unregelmäßigkeiten gegen Bischof Michael Bransfield, ehemaliger Bischof der Diözese Wheeling-Charleston, West Virginia. Die Berichte derjenigen, die Bransfield der sexuellen Belästigung beschuldigen, hält das Bistum für zuverlässig. Bransfield wird nicht des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt. Außerdem gebe es nach Auskunft von Lori bei Bransfield "ein Muster übermäßiger und unangemessener Ausgaben".

Quelle: ncronline.org

7.6.2019 Michael Joseph Bransfield, früherer Bischof der Diözese Wheeling-Charleston, West Virginia, soll über Jahre hinweg mit Kirchengeldern Geldgeschenke an junge Priester finanziert haben, die er sexuell belästigt hat. Die "Washington Post" berichtet, auch Kardinäle in den USA und im Vatikan hätten Gelder erhalten, etwa der frühere Erzbischofr von Washington, Kardinal Wuerl, der Erzbischof von New York, Kardinal Dolan und der ehemalige Nuntius in den USA, Erzbischof Vigano. Auch der jetzige Apostolische Administrator der Diözese, Erzbischof Lori von Baltimore, habe Geld erhalten.

Bransfield soll 565 Schecks bis zu 15.000 Dollar ausgestellt haben, die ihm das Bistum erstatte. Fünf Laienermittler werteten die Geldgeschenk als Machtmissbrauch. Zudem wird Bransfield verdächtigt, erwachsene Priester sexuell belästigt zu haben und finanzielle Unregelmäßigkeiten verschuldet zu haben.
Quelle: katholisch.de

19.7.2019 Der ehemalige Bischof Michael Bransfield, Bistum Wheeling-Charleston, West Virginia,darf nicht mehr in der Diözese leben, nicht an einer öffentlichen Feier der Liturgie teilnehmen und muss für einen Teil des von ihm verursachten Schadens aufkommen. In einer kirchlichen Untersuchung wurden die Vorwürfe wegen sexuellen Fehlverhaltens als glaubwürdig eingestuft. Das Kirchengericht stellte überdies fest, dass Bransfield Kirchengelder für Essen, Trinken, Geschenke, private Reisen und Luxusartikel ausgab.
Quelle: registercitizen.com


16.11.2018 Missbrauchsopfer aus Chile werfen Bischof Gonzalo Duarte Garcia de Cortazar (75) Vertuschung, Macht- und Gewissensmissbrauchs und sexuelle Belästigung vor. Am 11.6.2018 hat Papst Franziskus den Rücktritt von Duarte angenommen, ohne dass Gründe mitgeteilt wurden.

Quelle: cruxnow.com


12.12.2018 Kardinal Pell soll von einer australischen Jury aufgrund von fünf Anklagen wegen Kindesmissbrauch in der Kathedrale von Melbourne, die Jahrzehnte zurückreichen, einstimmig für schuldig befunden worden sein. Die Verurteilung werde Anfang Februar 2019 erwartet. Die Art der Anschuldigung ist nicht bekannt, weil der Vorsitzende Richter eine Nachrichtensperre erlassen hat. Eine Bestätigung der australischen Justiz steht  aus.

Ein zweiter Prozess gegen Pell wegen Missbrauchsvorwürfen in Ballarat wurde noch nicht eröffnet. Auf die Journalistenfrage, ob Kardinal Pell Präfekt des Sekretariats für Wirtschaft bleiben könne, antwortete der Direktor des Pressebüros des Heiligen Stuhls, Greg Burke: "Das ist eine gute Frage".

Quelle: americamagazine.org  cruxnow.com  cruxnow.com

26.2.2019 Der frühere Kardinal Pell wurde von einem australischen Gericht wegen sexuellen Missbrauchs an zwei Jungen verurteilt. Das Strafmaß steht noch aus. Pell hat Berufung eingelegt.

DLF

21.8.2019 Kardinal Pell wurde in zweiter Instanz wegen sexuellen Missbrauchs von zwei 13 Jahre alten Chorknaben verurteilt. Der Oberste Gerichtshof in Melbourne bestätigte die  Verurteilung aus erster Instanz. Pell erklärt sich weiter als unschuldig. Wahrscheinlich wird er in die dritte und letzte Instanz gehen.

Quelle: welt.de 

Verhör von Kardinal Pell


19.12.2018 Der Papst hat den Rücktritt von Weihbischof Alexander Salazar, USA, angenommen. Das für Fehlverhalten von Geistlichen zuständige Kontrollkomitee der Erzdiözese Los Angeles stuft Vorwürfe sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen gegen Salazar als glaubwürdig ein. Die Erzdiözese wusste seit seit 2005 von den Vorwürfen. 2002 ermittelte die staatliche Justiz, es kam jedoch nicht zu einer Anklage. Salazar wies die Vorwürfe zurück.

Er arbeitete seit 2004  bis zum 1.3.2011 mit Kardinal Roger Mahony, Erzbistum L.A., zusammen. Mahoney wurde mehrfache Vertuschung von Missbrauchsfällen vorgeworfen.

Quelle: domradio.de


14.3.2019 Gegen den päpstlichen Nuntius in Paris, Erzbischof Luigi Ventura, gibt es eine dritte Anzeige wegen sexueller Belästigung eines Erwachsenen.

Quelle: religion.orf.at

1.3.2019 Die französische Europaministerin Natalie Loiseau sagte, der Vatikan müsse im Fall der Belästigungsvorwürfe gegen den Nuntius in Paris seiner Verantwortung gerecht werden und die diplomatische Immunität seines päpstlichen Gesandten in Frankreich, Erzbischof Luigi Ventura, aufheben. Ihm wird in Frankreich sexuelle Belästigung vorgeworfen. Einen ähnlichen Vorwurf gab es bereits 2008 in Kanada.

Quelle: de.nachrichten.yahoo.com  twittersmash.com


26.3.2019 Drei Frauen werfen dem ehemaligen Bischof von Galway, dem verstorbenen Eamonn Casey, vor, dass er sie sexuell missbrauchte, als sie Kinder waren. Einen Missbrauch gestand der Bischof. Er fand vor 2005 statt, als Casey Priester in der südenglischen Diözese Arundel und Brighton war. Auch einen zweiten Missbrauchsfall gab er zu. Beide Frauen erhielten Entschädigungen. Ein Fall ereignete sich, als Bischof Casey von 1955 bis 1960 als Kurat in der St. John's Cathedral in Limerick tätig war. In einem dritten Fall missbrauchte der Bischof seine Nichte, Patricia Donovan. Die Beschwerden wurden den Kirchenbehörden 2001, 2005 und 2014 bekannt.

Quelle: irishtimes.com


29.3.2019 Monsignore Mauricio West, Generalvikar und Kanzler der Diözese Charlotte, USA, hat sein Amt niedergelegt. Ihm wird glaubwürdig vorgeworfen, dass er sich über einen Zeitraum von zwei Jahren einem erwachsenen Schüler unerwünscht angenähert habe. 

Quelle: ncronline.org


28.4.2019 Im Jahr 2015 informierte der Sekretär des Bischofs Zanchetta von Oran, Argentinien, u.a. den Generalvikar Manzano über Nackfotos des Bischofs und Fotos homosexueller Handlungen. Diese informierten andere argentinische Bischöfe. Danach wurde die apostolische Nuntiatur informiert, die um Berichte bat. Anfang 2015 wurde Zanchetta in den Vatikan beordert, kehrte aber auf seinen Bischofsposten zurück. Im Jahr 2016 schickten zwei Generalvikare des Bistums Oran, der Rektor des Priesterseminars und zwei weitere Priester einen Bericht an den Vatikan, in dem sie von Übergriffen des Bischofs Zanchetta in einem Priesterseminar berichteten. Der Bericht blieb folgenlos. 2017 schickten sie einen zweiten Bericht, in dem auch von sexuellem Missbrauch durch Zanchetta berichtet wurde. Eine Journalistin berichtete darüber, die Kirche verschwieg die Vorwürfe jedoch. Papst Franziskus holte Zanchetta nach Rom und schuf ihm eine neue Stelle in der Güterverwaltung des Päpstlichen Stuhls. Erst als "El Tribuno" Ende 2018 die wahren Gründe für den Rücktritt Zanchettas vom Bischofsamt öffentlich machte,  ging der Vatikan Anfang 2019 an die Öffentlichkeit. Erst in den letzten Monaten des Jahres 2018 habe der Vatikan von den Vorwürfen sexuellen Missbrauchs erfahren. Inzwischen haben zwei Seminaristen Anzeige gegen Zanchetta erhoben. Als Erzbischof Bergoglio an der Spitze der argentinischen Kirche stand, war Zanchetta  Sekretär der argentinischen Bischofskonferenz. Der Verdacht drängt sich auf, dass Papst Franziskus den Bischof Zanchetta und die Kirche schützen wollte, indem er den Bischof in den Vatikan holte.

Quelle: www1.wdr.de

8.6.2019 Die argentinische Staatsanwaltschaft hat Anklage wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Kurienbischof Gustaco Zanchetta, den ehemaligen Bischof von Oran, Argentinien, erhoben. Der Beschuldigte weigerte sich bei einer Anhörung in der Provinz Salta, zu den Vorwürfen Stellung zu beziehen. Die Glaubenskongregation wird ebenfalls einen Prozess gegen Zanchetta führen. Papst Franziskus räumte ein, dass es bereits 2015 Beschwerden gegeben habe., aber Zanchetta habe sich geschickt verteidigt. Mitte 2017 wurde Zanchetta von seinem Bischofsamt abberufen und erhielt einen eigens geschaffenen Posten eines Assessors in der Güterverwaltung des Vatikans. Zur Abberufung führte der Vorwurf, Zanchetta habe ein autoritätes Verhalten. Es habe jedoch keine einzige Anschuldigung sexuellen Missbrauchs gegeben, sagte der Pressesprecher des Vatikans Anfang 2019.

Quelle: vaticannews


17.5.2019 Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch des brasilianischen Bischofs Vilson Dias de Oliveira, Diözese Limeira, an. Dem Bischof wurde Vertuschung mutmaßlichen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs und Erpressung vorgeworfen.

Oliveira soll nach Aussagen mehrerer Padres Missbrauchsfälle in mehreren Gemeinden gedeckt haben und dafür Schweigegeld verlangt haben. Diese Gelder soll er - Besitzer von zehn Immoblilien - für Feste ausgegeben haben. Nach Aufnahme behördlicher Ermittlungen habe er versucht, mit Hilfe von Drohungen die Zahlungen zu verdecken. Im Februar nahm der Vatikan eigene Ermittlungen auf.

Quelle: Zeit  kathpress


23.5.2019 Ein Ex-Seminarist wirft dem Breslauer Kardinal Gulbinowicz sexuellen Missbrauch vor, der 1990 verübt wurde, als Gulbinowicz Erzbischof von Breslau (1976 bis 2004) war. Damals war der Ankläger 16 Jahre alt. Bereits 1996 habe er die Anschuldigungen öffentlich gemacht, sie habe aber kaum jemanden interessiert. Das Erzbistum nimmt die Anschuldigungen ernst und prüft sie.

Quelle: katholisch.de
22.7.2019 Die Diözese Springfield, Massachusetts hat den Richter i.R. Peter Velis beauftragt, Anschuldigen wegen sexuellen Missbrauchs gegen den 1982 verstorbenen Bischof Christopher Weldon zu prüfen. Der Richter wurde beauftragt, weil die vatikanischen Verfahren wahrscheinlich nicht für verstorbene Bischöfe gelten.
Quelle: ctpost.com

16.8.2019 Der emeritierte Bischof Howard Hubbard wird beschuldigt, in den 90er Jahren einen Minderjährigen missbraucht zu haben.Hubbard weist die Anschuldigungen zurück.
Quelle: cruxnow
21.8.2019 Dem früheren chilenischen Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Alterzbischof Bernardino Pinera Carvallo, 103, wird sexueller Missbrauch vorgeworfen. Der VAtikan hat Ermittlungen eingeleitet. Der Übergriff soll vor rund 50 Jahren geschehen sein. Die Ermittler stünden in Kontakt mit dem mutmaßlichen Opfer.

Quelle: katholisch.de


Pikant: 4.8.2017 Pater Justin Wachs wurde 2014 in Sioux Falls, South Dakota, von einer Pfarreiangestellten angeklagt, sie sexuell belästigt zu haben. Daraufhin wurde er nach Rom versetzt – ausgerechnet in die Behörde, die sexuellen Missbrauch in der Kirche untersucht. Er sei von einem Kardinal im Vatikan angefordert worden. Von dort kam er im Februar mit Kardinal Burke nach Guam, um als Schriftführer an der Untersuchung gegen Bischof Apuron teilzunehmen, dem sexueller Missbrauch mehrerer Messdiener vorgeworfen wird.

Quelle: pacificnewscenter.com

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