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 Was brauchen Betroffene?

 Wissen um Gewalt und ihre Folgen

© A. Chrysanthemen© A. ChrysanthemenEs ist bedrückend, dass nach Jahrzehnten der Frauenbewegung und nach vielen Jahren, in denen sexuelle Gewalt gegen Minderjährige in Internaten, Kirchen, Sportvereinen, … zwar ins Bewusstsein der Öffentlichkeit geraten ist, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche für viele von ihnen Alltag ist – dass es aber noch immer wenig Wissen um die Häufigkeit des Vorkommens von sexualisierter Gewalt gegen Minderjährige gibt und dass noch einmal weniger bekannt ist, dass diese Gewalterfahrung häufig lebenslange Folgen hat. Hier können Sie einiges über Traumatisierung durch Menschengewalt nachlesen und sich über die langfristigen Folgen der Gewalt informieren.

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 Seelsorgende vor Ort

© A., Schwalbenschwanz© A., Schwalbenschwanz

Gewaltüberlebende Christinnen suchen immer wieder Seelsorgende, die mit den spezifischen Vertrauens- und Glaubensschwierigkeiten Traumatisierter vertraut sind. Manche machen schwierige Erfahrungen in der Seelsorge, wenn sie verachtet oder idealisiert, bevormundet oder nicht ernst genommen werden, wenn ihnen nicht geglaubt wird oder ihnen gesagt wird, sie sollten die Vergangenheit endlich ruhen lassen; wenn sie darauf hingewiesen werden, dass auch andere Menschen in Not sind. Hier finden Sie einige Namen und Kontaktdaten von SeelsorgerInnen, die Erfahrungen in der Seelsorge mit traumatisierten Menschen haben und bereit sind, Betroffene seelsorglich zu begleiten und/oder Kontakte zu vermitteln.

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Gewaltüberlebende sagen selbst, was sie brauchen

 

Meist wird über die Wünsche von Opfern gesprochen, nicht mit ihnen. Hier kommen einige selbst zu Wort. Sie werden sehen, dass diese Wünsche und Erwartungen sehr vielfältig und individuell sind. Im Zweifel hilft es, das konkrete Gegenüber zu fragen: Was willst du? Was brauchen Sie von mir?

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 Parteilichkeit für Opfer

© A., Anemonen© A., Anemonen

Nur wenn Menschen ein offenes Ohr für ihre Mitmenschen und unter ihnen für Gewaltopfer haben, werden die Betroffenen sprechen. Sie werden nur dann sprechen, wenn sie hoffen dürfen, dass ihr Gegenüber auf ihrer Seite steht. Dazu gehört Parteilichkeit für die Opfer. Neutralität hilft nur den Tätern. Wer neutral ist, stellt sich auf die Seite der Stärkeren – und das sind nicht die Opfer. Auch für die “Zuschauer” gilt: Wer zuschaut, ohne sich an der Seite des Opfers zu positionieren, spielt den Tätern in die Hände. Parteilichkeit hat in Jesus von Nazareth ein Vorbild. Im Gleichnis vom barmherzigen Samariter fragt Jesus nicht nach der Vorgeschichte der Täter. Er berichtet auch nichts über ihre Zukunft. Sein Interesse gilt einzig und alleine dem Opfer und dem Menschen, der dem Opfer zu Hilfe kommt.

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 Ermutigung zum Gespräch mit Gewaltüberlebenden

© A., Deutscher Enzian

Gewaltüberlebende brauchen Menschen, die sich mit ihnen verbünden, die zuhören, den Betroffenen Glauben schenken und sie ernst nehmen. Das ist eine Erste Hilfe, die notwendend ist, damit die Opfer sexualisierter Gewalt langsam wieder lernen können, dass Menschen nicht nur gewalttätig sind. In sozialer Isolation ist es nicht möglich, das in der Traumatisierung verlorengegangene Vertrauen ins Leben wieder zu finden. Nun zeigt sich immer wieder, dass Betroffene viele Ängste davor haben, in der Öffentlichkeit, aber auch im Freundeskreis oder in der engsten Familie über ihre Geschichte und die Folgen zu sprechen. Aber auch nicht betroffene Menschen haben Ängste vor dem Kontakt mit Gewaltopfern. Natürlich kennen sie betroffene Frauen und Männer – aber sie wissen in der Regel nicht um deren Gewalterfahrung. Hier können Sie lesen, was für Betroffene ein hilfreicher Umgang ist, der das Schweigen über Gewalt beenden kann.

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Gemeinden und Seelsorgende auf dem Weg zu Missbrauchsopfern

Allerorten ist - gerade nach Veröffentlichung der MHG-Studie - Hilflosigkeit und Ratlosigkeit zu beobachten. Kirchenverantwortliche fragen sich, wie sie denn nun mit Betroffenen von Kindesmissbrauch in Kontakt kommen können. Gemeinden beginnen erst langsam zu erkennen, dass sie selbst, vor Ort, einiges tun können, um den Opfern mitten in den Gemeinden eine Heimat anzubieten. mehr lesen

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