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Himmelfahrtgedanken
So viele Gefühle, die sich einen Weg raus suchen
Sie wollen raus, lassen sich nicht mehr in
die
Kiste stecken
Kleine Simone, weine so viel wie du magst
so viel wie du brauchst.
So lange haben die Gefühle gewartet
bis sie sein durften – bis jetzt
Jetzt sind sie da, mit Macht
nicht mehr zu bremsen
Schmerzen, unendlich groß
scheinbar wollen sie nicht enden
Wohin damit ist die Frage
und wohin führt es
Es ist der erwachsene kindliche Weg zu mir
zum Kind, zu dir kleine Simone
Langsame Annäherung, näher rücken
langsam,
mit jeder Träne etwas näher
Und dann die Gefühle gen Himmel schicken
wissen da sind sie gut aufgehoben
Himmelfahrt der Tränen, der Trauer, der Wut,
der Schmerzen
um dem Kind näher zu sein
Die Gefühle, der Schmerz darf nicht zwischen uns bleiben
er soll uns einen aber nicht mehr belasten, runter ziehen
Darum kleine Simone schicke ich die Gefühle
gen Himmel
für dich und für mich
Da dürfen sie sein und auch bleiben
da achtet jemand behutsam auf sie, tritt sie nicht klein
Und wenn sie dort angekommen sind
dann bleiben nur wir zwei übrig
und der Weg zu dir ist nicht mehr so lang
denn ich kenne deinen Schmerz genau
weiß was du Kleine durchgemacht hast
du starkes Kind
30.3.2009
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