Protest
gegen eine gedankenlose
Opferbeschuldigung, die offensichtlich unwidersprochen vor 50 Lehrern
und Lehrerinnen formuliert wurde
Ursprünglich stand hier meine Protest-Mail, gerichtet an ein
Bistum in Deutschland. Nach langem Hin- und Her zwischen dem 14.6.2010
und dem 11.8.2010 gelang es mit Hilfe einer Missbrauchsbeauftragten,
dass die Opferbeschuldigung von der Internetseite des Bistums genommen
wurde. Der Missbrauchsbeauftragten Dank für ihr engagiertes und
klares Verhalten!
An diesem Vorgang ist auch von außen erkennbar geworden, dass die
guten Absichten und die verbalen Äußerungen zugunsten von
Opfern in einer größeren Verwaltung erst ganz langsam bis
zur Pressestelle und den unterschiedlichen Abteilungen eines
Ordinariates vordringen.
Deutlich wurde auch, dass es im Umgang mit einem Bischöflichen
Ordinariat längst nicht genügt, gute Argumente und eine
theolgisch solide "Option für die, die unter die Räuber
gefallen sind", vorweisen zu können - es braucht Verbündete
in der Institution. Und sie müssen klar und beharrlich sein.
11.8.2010
Erika Kerstner