Absender
19.6.2003
Brief an die
Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz
Sehr geehrte .....
Im
Juni 1999 schrieb Herr Miloslav Kardinal Vlk, Präsident des
Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, aus St. Gallen einen
Brief an die Europäischen Bischofskonferenzen zum Thema "Gewalt
gegen Frauen". In diesem Brief bat er darum, dass die Europäischen
Bischofskonferenzen eine Rückmeldung an die KEK schicken, in
der sie über ihre Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen bis
Ende 1999 berichten.
Ich wäre sehr
an der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf
dieses Schreiben interessiert, kann sie jedoch nicht finden.
Können Sie mir sagen, wo ich das Antwortschreiben nachlesen kann?
Mit freundlichen
Grüßen!
Unterschrift
Erinnerung an das Schreiben vom
19.6.2003
30.7.2003
Sehr geehrte...
Ich möchte Sie
freundlich an mein Schreiben vom 19. Juni d.J.
erinnern. Ich hänge dieses Schreiben unten an.
Trotz weiterer
eigener Recherchen
ist
es mir bisher nicht gelungen, die Antwort der Deutschen
Bischofskonferenz auf das Schreiben der Konferenz Europäischer
Bischofskonferenzen aus dem Jahre 1999 zur Frage, welche
Maßnahmen die DBK gegen "Gewalt gegen Frauen" unternimmt, zu
finden. Darf ich Sie noch einmal bitten, mir zu sagen, wo ich das
Antwortschreiben nachlesen kann?
Mit freundlichen
Grüßen!
....
Deutsche Bischofskonferenz
Sekretariat
Bereich .....
14.8.2003
Sehr geehrte Frau
N.N.,
im Auftrag der
Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz sage ich
Ihnen vielen Dank für Ihre zwei Mails vom 16. Juni und 31. Juli
diesen Jahres. Sie fragen darin nach der Antwort der Deutschen
Bischofskonferenz auf ein Schreiben des Präsidenten des Rates
der Europäischen Bischofskonferenz, Kardinal Miloslav Vlk, zum
Thema "Gewalt gegen Frauen".
Wahrscheinlich
beziehen Sie sich auf den Brief des
Generalsekretärs des Rates der Europäischen
Bischofskonferenzen, Dr. Aldo Giordano, der eine Anfrage betreffs
Aktivitäten der Katholischen Kirche zugunsten von Frauen und
Kindern an die verschiedenen Bischofskonferenzen zur Vorbereitung des
Heiligen Stuhles für die Weltfrauenkonferenz 2000 in New York
gestellt hat.
Leider ist die
Antwort des Sekretärs der Deutschen
Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, nicht
öffentlich. Die Erarbeitungen des Sekreatiats der Deutschen
Bischofskonferenz sind eingegangen in das offizielle Dokument der
katholischen Kirche für diese Konferenz.
Ich darf Sie in
diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Deutsche
Kommission Justitia et Pax und die Unterkommission "Frauen in Kirche
und Gesellschaft" der Pastoralkommission der Bischofskonferenz sich
immer wieder mit demProblem "Gewalt gegen Frauen" befasst -
demnächst mit der Initiative "Solidarität mit Frauen in Not"
(Solwodi).
Mit freundlichen
Grüßen
Dr. .....
Referent
15.8.2003
Betr.: AZ: S5011/03
Jo-jp
Ihr Schreiben vom
14.8.2003
Sehr geehrter ....
Haben Sie
freundlichen Dank für Ihren Brief und die Hinweise auf
die Arbeit von Justitia et Pax.
Meine Anfrage bezog
sich nicht auf die Vorbereitungen des Heiligen
Stuhles für die Weltfrauenkonferenz 2000 in New York, sondern auf
ein Schreiben des damaligen Präsidenten des Rates der
Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Herrn Miloslav Kardinal
Vlk, der - zusammen mit dem Präsidenten der Konferenz der
Europäischen Kirchen, Herrn Metropolit Jérémie - in
Genf bzw. St. Gallen im Mai 1999 einen Brief an die Europäischen
Bischofskonferenzen richtete. Dieser Brief wurde von der Konferenz
Europäischer Kirchen im Internet unter
http://www.cec-kek.org/Deutsch/Violence.htm veröffentlicht. Er
bezieht sich auf eine ausführliche Darstellung des Problems
der Gewalt gegen Frauen, die Sie unter
http://www.cec-kek.org/Deutsch/Violence2.htm finden.
Vielleicht wäre
es besser gewesen, Ihnen die Quelle meiner
Information mitzuteilen - da ich jedoch annahm, dass sie Ihnen bekannt
ist, habe ich das versäumt.
Ich habe mich
über das Schreiben des Präsidenten der
Europäischen Bischofskonferenzen sehr gefreut. Zwei Ausschnitte
aus dem Schreiben möchte ich zitieren, weil sie exemplarisch
das Problem und die Aufgabe beschreiben:
"Die Kirchen tragen
eine besondere Verantwortung in der
Auseinandersetzung mit einer Kultur, die häufig davon ausgeht,
dass Gewalt gegen Frauen eine unvermeidliche Tatsache des Lebens ist."
"Deshalb laden wir
die Verantwortlichen jeder Kirche dazu ein,
öffentlich zu erklären, dass jede Form von Gewalt gegen
Frauen eine Sünde ist, weil sie eine Beleidigung gegen ihre
Menschenwürde ist. Gewalt gegen den Körper der Frau und
gegen ihren Geist muss verurteilt werden. Dies ist wichtig, weil viele
Frauen, die Gewalt erfahren haben oder sich durch sie bedroht
fühlen,
spüren, dass die Öffentlichkeit weitgehend zögert
zuzugeben,
dass solche Gewalt wirklich und ernst ist und deshalb beim Namen
genannt
werden sollte."
Ich möchte
also meine Anfrage nach der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf
dieses Schreiben erneuern und verbleibe
mit freundlichen
Grüßen!
N.N.
21.8.2003
Herr Dr. ....
schrieb mir heute. Er dankt für die
letzte Mail und den Hinweis auf den Brief von Kardinal Vlk. "Die Sache
interessiert mich immer mehr - zumal die Unterkommission Frauen das
Problem "Gewalt gegen Frauen" auf ihrer Tagesordnung hat", schreibt Dr.
.... Nach seinem Urlaub werde er erneut auf die Suche gehen, ob es
eine
Antwort der DBK auf den Brief gibt und sich wieder melden.
Ich gestehe, dass
ich mich freue,
die Bischofskonferenz für das Schreiben des Vorsitzenden der
Europäischen Bischofskonferenz von 1999 interessiert zu haben. Der
obige Briefwechsel zeigt mir erneut, wie schwer es ist, das Thema
"Gewalt gegen Frauen"
im Bewusstsein zu halten.
Rika