Presse
 

  • Begleitschreiben an die KEK-MITGLIEDSKIRCHEN und EUROPÄISCHEN BISCHOFSKONFERENZEN (Juni 1999) 




Nachwort

Die unten stehende Erfahrung ist typisch. Sie wiederholte sich seither ständig mit unterschiedlichsten kirchlichen GesprächspartnerInnen. Lesen Sie selbst!
  • Eine Mail wird nicht beantwortet.
  • Nach einer erneuerten Anfrage wird meine Mail weitergeleitet.
  • Dann erfolgt eine Antwort (zumindest in den besseren Ausnahmefällen). Aber sie beruht auf einem Missverständnis.
  • Ich kläre das Missverständnis.
  • Der Adressat reagiert scheinbar positiv - verfällt aber dann in anhaltendes Schweigen - und ich entscheide, mich nicht noch einmal zu bemühen. Wenn jemand nicht will, will er nicht.
Februar 2007
















Absender
19.6.2003

Brief an die Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz


Sehr geehrte .....


Im Juni 1999 schrieb Herr Miloslav Kardinal Vlk, Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, aus St. Gallen einen Brief an die Europäischen Bischofskonferenzen zum Thema "Gewalt gegen Frauen". In diesem Brief bat er darum, dass die Europäischen Bischofskonferenzen eine Rückmeldung an  die KEK schicken, in der sie über ihre Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen bis Ende 1999 berichten.
Ich wäre sehr an der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf dieses Schreiben interessiert, kann sie jedoch nicht finden. Können Sie mir sagen, wo ich das Antwortschreiben nachlesen kann?

Mit freundlichen Grüßen!
Unterschrift



Erinnerung an das Schreiben vom 19.6.2003

30.7.2003
Sehr geehrte...
Ich möchte Sie freundlich an mein Schreiben vom 19. Juni d.J. erinnern. Ich hänge dieses Schreiben unten an.

Trotz weiterer eigener Recherchen ist es mir bisher nicht gelungen, die Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf das Schreiben der Konferenz Europäischer Bischofskonferenzen aus dem Jahre 1999 zur Frage, welche Maßnahmen die DBK gegen "Gewalt gegen Frauen" unternimmt, zu finden. Darf ich Sie noch einmal bitten, mir zu sagen, wo ich das Antwortschreiben nachlesen kann?


Mit freundlichen Grüßen!
....


Deutsche Bischofskonferenz
Sekretariat
Bereich .....



14.8.2003

Sehr geehrte Frau N.N.,

im Auftrag der Pressestelle der Deutschen Bischofskonferenz sage ich Ihnen vielen Dank für Ihre zwei Mails vom 16. Juni und 31. Juli diesen Jahres. Sie fragen darin nach der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf ein Schreiben des Präsidenten des Rates der Europäischen Bischofskonferenz, Kardinal Miloslav Vlk, zum Thema "Gewalt gegen Frauen".
Wahrscheinlich beziehen Sie sich auf den Brief des Generalsekretärs des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen, Dr. Aldo Giordano, der eine Anfrage betreffs Aktivitäten der Katholischen Kirche zugunsten von Frauen und Kindern an die verschiedenen Bischofskonferenzen zur Vorbereitung des Heiligen Stuhles für die Weltfrauenkonferenz 2000 in New York gestellt hat.
Leider ist die Antwort des Sekretärs der Deutschen Bischofskonferenz, P. Dr. Hans Langendörfer SJ, nicht öffentlich. Die Erarbeitungen des Sekreatiats der Deutschen Bischofskonferenz sind eingegangen in das offizielle Dokument der katholischen Kirche für diese Konferenz.
Ich darf Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass die Deutsche Kommission Justitia et Pax und die Unterkommission "Frauen in Kirche und Gesellschaft" der Pastoralkommission der Bischofskonferenz sich immer wieder mit demProblem "Gewalt gegen Frauen" befasst - demnächst mit der Initiative "Solidarität mit Frauen in Not" (Solwodi).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. .....
Referent


15.8.2003
Betr.: AZ: S5011/03 Jo-jp
Ihr Schreiben vom 14.8.2003

Sehr geehrter ....
Haben Sie freundlichen Dank für Ihren Brief und die Hinweise auf die Arbeit von Justitia et Pax.
Meine Anfrage bezog sich nicht auf die Vorbereitungen des Heiligen Stuhles für die Weltfrauenkonferenz 2000 in New York, sondern auf ein Schreiben des damaligen Präsidenten des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Herrn Miloslav Kardinal Vlk, der - zusammen mit dem Präsidenten der Konferenz der Europäischen Kirchen, Herrn Metropolit Jérémie - in Genf bzw. St. Gallen im Mai 1999 einen Brief an die Europäischen Bischofskonferenzen richtete. Dieser Brief wurde von der Konferenz Europäischer Kirchen im Internet unter http://www.cec-kek.org/Deutsch/Violence.htm veröffentlicht. Er bezieht sich auf eine ausführliche Darstellung des Problems der Gewalt gegen Frauen, die Sie unter http://www.cec-kek.org/Deutsch/Violence2.htm finden.
Vielleicht wäre es besser gewesen, Ihnen die Quelle meiner Information mitzuteilen - da ich jedoch annahm, dass sie Ihnen bekannt ist, habe ich das versäumt.


Ich habe mich über das Schreiben des Präsidenten der Europäischen Bischofskonferenzen sehr gefreut. Zwei Ausschnitte aus dem Schreiben möchte ich zitieren, weil sie exemplarisch das Problem und die Aufgabe beschreiben:
"Die Kirchen tragen eine besondere Verantwortung in der Auseinandersetzung mit einer Kultur, die häufig davon ausgeht, dass Gewalt gegen Frauen eine unvermeidliche Tatsache des Lebens ist."
"Deshalb laden wir die Verantwortlichen jeder Kirche dazu ein, öffentlich zu erklären, dass jede Form von Gewalt gegen Frauen eine Sünde ist, weil sie eine Beleidigung gegen ihre Menschenwürde ist. Gewalt gegen den Körper der Frau und gegen ihren Geist muss verurteilt werden. Dies ist wichtig, weil viele Frauen, die Gewalt erfahren haben oder sich durch sie bedroht fühlen, spüren, dass die Öffentlichkeit weitgehend zögert zuzugeben, dass solche Gewalt wirklich und ernst ist und deshalb beim Namen genannt werden sollte."


Ich möchte also meine Anfrage nach der Antwort der Deutschen Bischofskonferenz auf dieses Schreiben erneuern und verbleibe
mit freundlichen Grüßen!
N.N.



21.8.2003
Herr Dr. .... schrieb mir heute. Er dankt für die letzte Mail und den Hinweis auf den Brief von Kardinal Vlk. "Die Sache interessiert mich immer mehr - zumal die Unterkommission Frauen das Problem "Gewalt gegen Frauen" auf ihrer Tagesordnung hat", schreibt Dr. .... Nach seinem Urlaub werde er erneut auf die Suche gehen, ob es eine Antwort der DBK auf den Brief gibt und sich wieder melden.

Ich gestehe, dass ich mich freue, die Bischofskonferenz für das Schreiben des Vorsitzenden der Europäischen Bischofskonferenz von 1999 interessiert zu haben. Der obige Briefwechsel zeigt mir erneut, wie schwer es ist, das Thema "Gewalt gegen Frauen" im Bewusstsein zu halten.
Rika


Meine Freude war zu früh - ich habe keine weitere Nachricht erhalten. Rika Januar 2007 






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