2.6.2005 Eine Verbündete hat einen Leserinbrief an Publik
Forum
geschrieben. Er bezieht sich auf
den Artikel "Da bin ich wie erstarrt.
Nach jahrelangem sexuellen Missbrauch: Der Weg zurück ins Leben."
(Nr. 10, S. 25): Hier ist er! Danke!
Ich
möchte mich
ganz herzlich für den Artikel, „Da bin ich wie erstarrt“ von Eva
Baumann-Lerch bedanken. Ich bin Gemeindereferentin und wurde angefragt,
eine Gruppe von Frauen, die genau diese Erlebnisse von sexuellem
Missbrauch und körperlicher Gewalt als Kinder und Jugendliche
hinter sich haben, als Seelsorgerin zu begleiten und tue dies sehr
gern. Diese Frauen leiden unter ähnlichen Symptomen wie im Artikel
geschildert, sie alle sind traumatisiert und leiden zu all den Folgen
dessen, was man ihnen angetan hat, auch darunter, dass sie sich in
Kirche und Gesellschaft kein Gehör verschaffen können, dass
sich niemand bzw. kaum jemand für sie und ihre Probleme
interessiert. Im Gegenteil, die Opfer müssen sich noch
rechtfertigen für ihre Empfindlichkeit und durchleben immer wieder
Ablehnung wie sie sie als Kinder schon zur Genüge erleben mussten.
Ich werde
der Gruppe
den Artikel zeigen, weil es für sie wichtig ist, zu sehen, dass es
doch auch passiert, dass jemand ihre Probleme wahrnimmt und benennt und
wünsche mir, dass Sie dieses Thema auch in Zukunft nicht vergessen.
(Der Leserinbrief wurde am 22.7.2005 veröffentlicht mit der
redaktionellen Überschrift: Kaum Interesse an den Opfern?)