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21.12.2002

Hallo, ihr!!

Geht das: Weihnachten feiern und um die stattfindenden Kriege zu wissen und auch um den, der gerade vorbereitet wird? Können wir Weihnachten feiern, während zugleich Menschen weltweit an den Folgen der Globalisierung zugrunde gehen? Dürfen wir Weihnachten feiern, während ein Ende der vielfältigen Gewalt, der Menschen von Menschen unterworfen werden, nicht absehbar ist?

Oder ist es so, dass wir genau aus diesen Gründen Weihnachten feiern dürfen?



  • als Fest des Friedens, der noch aussteht
  • als Fest der Gerechtigkeit, um die wir kämpfen
  • als Fest der Hoffnung für die Menschen, die unter die Räder der Mächtigen kommen
  • als Fest der Freude über jeden Schritt, der uns uns selber, anderen Menschen und Gott trauen lehrt und uns Solidarität miteinander üben hilft



Wenn Gott Mensch wird und sich den Menschen ausliefert, dann heißt das: Wer schutzlos, hungrig und arm (gemacht worden) ist; wer ausgegrenzt und am Leben in seiner Fülle gehindert wird; wer gefoltert, bombardiert, ermordet wird; wer lange nach Gewalt und Krieg an den Folgen leidet, darf darauf vertrauen, dass Gott auf ihrer/seiner Seite steht. Gott ist parteiisch für alle, die an vielen Orten unserer Welt noch immer zu Opfern vielfältiger Gewalt gemacht werden.

Ich wünsche uns, dass wir die Geburt des Kindes von Betlehem als einen bis heute nicht verstummenden Protest Gottes dagegen lesen lernen, was Menschen einander anzutun imstande sind. Ich wünsche uns, dass wir im Angesicht eines kleinen Kindes Kraft zum nötigen, geduldigen und beharrlichen Widerstand gegen Gewalt finden.

Mein herzlicher Dank gilt allen, die im letzten Jahr einander auf dem Weg des Friedens und der Hoffnung Rückenstärkung und Halt gegeben haben.

Schalom !
Rika

 

P.S.: Hier einige aktuelle Links

http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/Welcome.html
http://www.imi-online.de/
http://www.friedenskooperative.de/
http://www.paxchristi.de/



 

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