
Freitag, 10. März 2006, 20 Uhr -
Pfarrheim St. Peter in der Peter- und- Paul –
Straße 55, Bruchsal
Dr.
theol. Barbara Haslbeck, Passau
Mitten
unter uns – in Nachbarschaft, Beruf,
Kirchengemeinde, dem Verein - gibt es
Frauen und Kinder, die Gewalt im Nahbereich erleben oder erlebt haben.
Bei uns
ist jedoch nicht die Gewalt tabu, tabu sind die Opfer. Weil die
Gesellschaft
schweigt, müssen auch die Überlebenden von Gewalt schweigen.
Wir wissen wenig
von ihrem Erleben und wenig davon, wie sie mit den Langzeitfolgen der
Gewalt
umgehen. Wir wissen auch wenig davon, was diese Menschen brauchen, um
das in
der Gewalt zerstörte Vertrauen in Menschen wieder aufzubauen.
Frau Dr. Haslbeck
berichtet vor dem
Hintergrund ihrer Arbeit mit Gewaltüberlebenden vom Erleben der
Opfer und
zeigt, wie wir mit ihnen in unserem Alltag solidarisch sein können.
Impressum: Seelsorgeeinheit St. Peter,
Peter-und-Paul-Str. 49, 76646 Bruchsal, Tel. 07251 – 9761-0
Arbeits-
und
Selbsthilfegruppe
„Gewaltüberlebende
Christinnen
und GottesSuche" - rika_k@web.de
Rückblick:
Die
Referentin
wurde
krank
- zu ihrem großen Schrecken. Sie wäre
letztendlich für 4 Zuhörerinnen und eine Frau von der Presse
6 Stunden mit dem Zug gefahren. Im Vorfeld bereits war es sehr
schwierig, die Veranstaltung anzukündigen - die meisten
Kirchengemeinden und kirchlichen Institutionen der Umgebung reagierten
auf die Bitte zur Veröffentlichung nicht. Einige wenige wiesen auf
die Veranstaltung hin - diesen ein herzlicher Dank!
Wenn
vier
Menschen
sich
auf den Weg machen, um zu hören, wie es Opfern
geht und was sie selbst denn tun können, dann ist es
unverantwortlich, diese Menschen unverrichteter Dinge wieder
heimzuschicken. Das haben die Veranstalter des Abends auch nicht getan.
Frau Gallinat-Schneider und Pfr. Dr. Sieger, die als SeelsorgerInnen
nun mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Gewaltüberlebenden
haben, berichteten davon, dass es möglich ist, sich denen zu
verbünden, die unter die Räuber gefallen sind. Ich trug meine
Erfahrungen bei und wir kamen in ein sehr lebendiges Gespräch mit
den Anwesenden. Ich denke, es war - trotz der erneuten Erfahrung, wie
entsetzlich alleingelassen Opfer auch innerkirchlich sind - ein
guter Abend.
Frau Gallinat-Schneider und Herrn Dr. Sieger ein herzlicher Dank! Auch
Frau Dr. Haslbeck ein herzlicher Dank (und gute Besserung!) - wir
werden einen neuen Termin finden :-)
11.3.2006