Denkt an die Gefangenen, als ob ihr selbst mit ihnen im Gefängnis wärt. Denkt an die Misshandelten, als müsstet ihr ebenso leiden wie sie. (Hebr. 13,3)

Immer noch aktuell, obwohl zum Teil schon ein wenig älter

Aktuelles
Letzte Änderung 4.2.2012
Zum Stundengebet - Te Deum
4.2.2012 Bei dem Kongress zu sexueller Gewalt durch katholische Priester in Rom werden am Dienstagabend in einem Gottesdienst je sieben Missbrauchsopfer und -täter teilnehmen. Die Täter sollen dabei für ihre Taten um Vergebung bitten. (Von Vertuschern ist in keiner Pressemeldung die Rede.)
Quelle: kath.press.at

3.2.2012 Im Vatikan findet ein Kongress zu sexuellem Missbrauch durch katholische Priester statt. Charles Scicluna, der in der Glaubenskongregation für kanonische Prozesse zuständig ist, sagte: "Es ist bedeutsam, dass der erste Beitrag von jemandem kommt, der selbst von dieser traurigen Wirklichkeit betroffen ist, von einem Opfer. Gleichzeitig ist es aber auch pastoral wichtig, an alle zu denken, die mit dieser Realität zu tun haben, also auch an die Kleriker, die anderen dieses Leid zugefügt haben.“
Quelle: Radio Vatikan und kipa-apic.ch
Kommentar: Solange Opfer und Täter in einem Atemzug genannt werden, wissen Opfer aus Erfahrung, dass die Perspektive der Täter den Vorrang hat - und Opfer auf der Strecke bleiben. Aber das ist ja nichts Neues. Neu wäre gewesen, wenn die Tagung die Option für die, die unter die Räuber gefallen sind, treffen würde. Nicht einmal der barmherzige Samariter, der dem half, der unter die Räuber gefallen war, beachtet die Räuber. Und der Autor des Gleichnisses - Jesus - fragt nicht danach, warum die Räuber den Armen überfallen haben; welche Kindheit die Räuber hatten, dass sie gar nichts anderes als Rauben und Verletzen tun konnten; Jesus fragt auch nicht, wie es den Räubern denn nun nach ihrer Tat ergeht, wie sie in die Gemeinschaft integriert werden könnten usw. .... Jesus richtet den Blick konsequent auf den Überfallenen und auf den, der ihm hilft. Die Verantwortlichen in der katholischen Kirche haben noch viel zu lernen, wenn sie glaubwürdig werden wollen. So geht das jedenfalls nicht. Erika Kerstner

2.2.2012 Mehr als 550 Personen haben wegen sexuellen Missbrauchs Entschädigungsforderungen gegen das insolvente katholische Erzbistum Milwaukee eingereicht. Es handle sich um die höchste Zahl von Forderungen unter den bislang acht zahlungsunfähigen US-Bistümern, berichtet die Regionalzeitung "Journal Sentinel" (Donnerstag).
Quelle: kipa-apic.ch

2.2.2012 Ein evangelischer Bischof beschuldigt 4 katholische Priester - unter ihnen den heutigen Bischof von Valparaiso -, ihn als Kind in einem katholischen Internat missbraucht zu haben. Er habe sein Schweigen gebrochen, um nicht zum Komplizen der Täter zu werden.
Quelle: kath.web

2.2.2012 In einer Trierer Gemeinde brodelt es. Ob die dortigen Konflikte in Zusammenhang mit der Aufdeckung von Missbrauchsfällen durch zwei Pfarrer stehen, ist für Außenstehende nicht erkennbar. Allerdings weiß ich von Priestern, die Missbrauchsfälle bei ihren Vorgesetzten anzeigten und kein Gehör fanden.
Quelle: saarbrücker zeitung

2.2.2012 Der ehemalige Salzburger Domprediger Hofer wurde von der Glaubenskongregation des Vatikan vom Vorwurf sexuellen Missbrauchs entlastet. Eine Frau hatte ihm vorgeworfen, sie vor ihrer Volljährigkeit vergewaltigt zu haben. Hofer hatte eine sexuelle Beziehung zugegeben, jedoch jeden Gewalt-Vorwurf zurückgewiesen. Die Glaubenskongregation kam ohne Anhörung der Frau und ohne Gutachten über die Frau zu ihrem den Domprediger entlastenden Ergebnis.
Quelle: orf

2.2.2012 Der vatikanische Ökumeneminister Kardinal Koch wünscht sich, dass die Katholiken mehr leiden. Er selbst leide an der Kirchenspaltung und am meisten leide er daran, "dass heute so viele Christen an dieser zutiefst anomalen Situation nicht mehr so leiden, wie es sich geziemen würde".
Quelle: kath.web
Kommentar: Da gäbe es ein probates Mittel, das Leiden des Kardinals in Freude und Hoffnung zu verwandeln. Rom müsste lediglich das Ende der Kirchenspaltung verkünden und es der Verantwortung der ChristInnen vor Ort überlassen, die Vielfalt christlicher Glaubensformen zu respektieren. Eine Frage der Theologie ist es schon lange nicht mehr - es ist eine Frage der Macht.

1.2.2012 Das Collegium Josephinum, Bonner Eliteschule, kommt nicht aus den Schlagzeilen. Nun haben Eltern Anzeige wegen Missbrauch erstattet. Im Sommer 2010 war die Rede von drei Fällen in den 50er und 60er Jahren. Vor wenigen Wochen mussten die Angaben korrigiert werden. Nun war von 28 ehemaligen Internatsschülern die Rede, die Opfer sexueller Gewalt wurden - zuletzt 1968. Jetzt ist von 2 Patres die Rede, die in den letzten 3 Jahren Schülern Zäpfchen verabreicht haben. Bekannt wurde dies, weil ein Aushilfslehrer das Vertrauen der Schüler bekam.
Quelle: Spiegel

1.2.2012 William Lynn, Personalverantwortlicher der Erzdiözese Philadalphia, steht vor Gericht. Ihm wird vorgeworfen, 27 mutmaßlich pädophile Priester über Jahre hinweg gedeckt zu haben. Der emeritierte Erzbischof, Kardinal Anthony Bevilacqua, sollte im März 2012 vor Gericht aussagen. Er starb Anfang dieser Woche.
Quelle: ORF


1.2.2012 Das Bistum Trier räumt wieder einen Fehler ein - diesmal im Fall eines Priesters, der ein Zelebrationsverbot hatte, jedoch kein Verbot, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen. An das Zelebrationsverbot hielt er sich nicht.
Quelle: missbit
Kommentar: Solange die Kirche meint, die Missbrauchsfälle selbst aufklären zu können, solange wird es die Nachrichten geben, dass Fehler gemacht wurden, Täter weiterhin in der Seelsorge eingesetzt wurden, Verbote nicht kontrolliert werden usw.

1.2.2012 Röhrig, der Beauftragte der Bundesregierung gegen Kindesmissbrauch, hat mit Opfergruppen gesprochen. Mathias Bubel, Eckiger Tisch, sagt: "Niemand hätte sich vorstellen können, dass die Täterorganisationen die öffentliche Debatte an sich reißen werden." Was an den Berichten der Betroffenen auffällt, ist, dass sich die einzelnen Institutionen, an denen die sexuelle Gewalt stattfand, wieder einigeln - trotz der öffentlichen Aufmerksamkeit. Der Ahrensburger Kohn berichtet, dass die Betroffenen der schleswig-holsteinischen Stadt von der evangelischen Kirche nur als Zeugen in Disziplinarverfahren benutzt werden - "und dann dürfen wir wieder gehen. Mir fehlt das Verantwortungsbewusstsein der Kirche für die Seelen vor Ort." Bubel, der gequälte Schüler aus dem Canisius-Kolleg, fordert eine unabhängige Untersuchungskommission für die katholische Kirche.
Quelle: taz

1.2.2012 Skydaddy kommentiert den Einsatz des Priesters, der unter Missbrauchsverdacht steht und in einem Heim für geistig und psychisch Kranke eingesetzt war. Nicht umsonst stellt sogar der Vatikan widerstandsunfähige Personen als Menschen, "deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt ist, Minderjährigen gleich.

31.1.2012 Eine Gemeinde im Bistum Trier war nicht informiert, dass ein Priester, dem sexuelle Gewalt vorgeworfen wird, ein Zelebrationsverbot hatte - und warum.
Quelle: Volksfreund

31.1.2012 In Würzburg beginnt der Prozess gegen einen katholischen Ordenspriester, der angeklagt ist, den Sohn seiner Haushälterin missbraucht zu haben.
Quelle: Mainpost

31.1.2012 Der katholischen Kirche in Österreich droht eine Klagewelle.
Quelle: Kurier.at

31.1.2012 Pressebericht der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes in den BNN
Quelle

30.1.2012 Kardinal Koch ist der Ansicht, dass die Wiederzulassung der alten lateinischen Messe  „nur ein erster Schritt“ sei. Die Zeit für weitere Schritte sei jedoch „derzeit wohl nicht reif“. Gerade in Deutschland seien liturgische Fragen ideologisch behaftet. Rom könne erst weiter tätig werden, wenn es unter den Katholiken die Bereitschaft gebe, über neue Liturgieformen „im Dienst der Kirche“ nachzudenken. Nicht alles, was heute liturgische Praxis sei, lasse sich durch Konzilstexte begründen. So sei beispielsweise nirgends die Rede davon, dass der Priester die Eucharistie den Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der Kurienkardinal. Eine Weiterentwicklung von Gottesdienstformen sei für eine innere Erneuerung der Kirche nötig: „Wenn nämlich die Krise des kirchlichen Lebens heute in erster Linie eine Krise der Liturgie ist, dann muss auch eine Erneuerung der Kirche heute mit der Erneuerung der Liturgie ansetzen.“
Quelle: Radio Vatikan

30.1.2012 Der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Ackermann, hat einen Priester, gegen den ein kirchenrechtliches Verfahren wegen des Verdachts auf sexualisierte Gewalt läuft, in einem besonders sensiblen Arbeitsbereich - bei behinderten Menschen - eingesetzt und das ausgesprochene Zelebrationsverbot nicht kontrolliert. Die Gemeinde war über den Sachverhalt nicht informiert.
Quelle: skydaddy und Rheinzeitung und Rheinzeitung

30.1.2012 Der US-Bischof Robert Finn, Kansas-City, muss ich wegen einer unterlassenen Anzeige eines Priesters, vor Gericht verantworten. Der Geistliche war im  ai 2011 wegen des Besitzes von Kinderpornografie festgenommen worden. Finn plädiert auf nicht schuldig.
Quelle: orf

30.1.2012 An der Klasnic-Kommission in Österreich wird heftige Kritik geübt.
Quelle: orf

29.1.2012 Opfer katholischer Priester fühlen sich von Politik und Gesellschaft mit ihrer Täterinstitution alleine gelassen. Sie fordern eine unabhängige Stelle, an die Opfer sich wenden können und sie fordern, dass die sog. Entschädigungssummen überdacht und geändert werden müssten.
Quelle: generalanzeiger

29.1.2012 Alle Missbrauchsfälle in der Kirche Luxemburgs sind verjährt.
Quelle: wort.lu

29.1.2012 Ein von Missbrauch durch Priester Betroffener berichtet von seiner Enttäuschung über die Kirche und davon, wie schwer es ist, mit den Gewaltfolgen zu leben.
Quelle: Süddeutsche

29.1.2012 Inverview mit Pater Mertes. Zu Recht merkt er an: "Es ist schwierig, sich als Vertreter der Kirche hier selbstzufrieden zu äußern." Er fordert auf, genau hinzuhören, auf das, was die Opfer über die Kirche sagen und sich weiter mit dem systemischen Kontext der Missbrauchserfahrungen zu beschäftigen. Er fragt: "Was müssen wir bei uns ändern, um besser zuhören zu können, wenn Opfer sprechen. Denn die eigentlich entscheidende, bis heute quälende Frage ist doch: Was ist eigentlich geschehen, dass wir die Missbrauchstaten und das Leid der Opfer nicht gesehen und nicht begriffen haben? Ich bin immer wieder befremdet, wie wenig diese Frage bis heute öffentlich angegangen ist."
Quelle: Domradio

Bundesverdienstkreuz

28.1.2012 Überreichung des Bundesverdienstkreuzes für die Gewaltarbeit - Stutensee am 28.1.2012. Bericht

28.1.2012 Der Polizeipsychologe Adolf Gallwitz ist der Ansicht, dass sexueller Missbrauch "entkirchlicht" werden müsse. Man müsse sehen, dass sexueller Missbrauch ein gesamtgesellschaftliches Problem sei. Die meisten Übergriffe gechähen im familiären Umfeld.
Quelle: Radio Vatikan
Den nötigen Kommentar hat "schafsbrief" schon geschrieben: Global denken, lokal nicht handeln.

28.1.2012 Ein katholischer Priester, dem das Bistum Trier wegen sexuellen Missbrauchs von Messdienern untersagt hatte, öffentlich die heilige Messe zu feiern, hat seit November jeden Mittwoch in der Marienkapelle des Puricelli-Stiftes in Rheinböllen die Messe gelesen.
Quelle: Rheinzeitung und MissBiT


28.1.2012 Ein Missbrauchsopfer berichtet von seiner Unzufriedenheit über die Entschädigung
Quelle:
welt.de
28.1.2012 Der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitutes Niedersachsen, Christian Pfeiffer, geht aufgrund neuester Forschungsergebnisse davon aus, dass der sexuelle Missbrauch durch katholische Pfarrer in Deutschland rückläufig ist.
Quelle: nwz online
Kommentar: Dieses Untersuchungsergebnis entsteht, wenn man Gruppen von Menschen aus der Befragung ausklammert, die von sexueller Gewalt berichten könnten.  Katholiken und Katholikinnen sind unterrepräsentiert, psychisch Kranke und traumatisierte Menschen wurden erst gar nicht gefragt - da wäre das Risiko hoch gewesen, dass von sexueller Gewalt berichtet wurde. Auch die heute 40-60 Jährigen, die vor 20 Jahren noch als 20-40Jährige befragt wurden, waren diesmal ausgeklammert. Da viele Opfer sich erst in und jenseits der Lebensmitte erinnern können, wäre das Risiko, dass diese Menschen von Gewalt berichten, zu hoch gewesen und hätte die gute Nachricht "es gibt weniger Opfer" gefährdet.

28.1.2012 "Gegen einen Lehrer der Bischöflichen Realschule Marienberg in Boppard liegt bei der Staatsanwaltschaft in Koblenz eine Strafanzeige wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs einer ehemaligen Schülerin vor. Das Bistum Trier, als Arbeitgeber des beschuldigten Lehrers, hat den Beschuldigten bis zum Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft von seinen Dienstpflichten freigestellt."
Quelle: bistum-trier.de

27.1.2012 Die katholische Kirche erklärt, warum ihre Hinwendung zu den Opfern vorbildlich für andere ist.
Quelle: domradio.de


27.1.2012 Wir sind Kirche zieht eine Bilanz im Blick auf die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche.
Quelle: http://wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=3805 EIne Bilanz von WsK im Blick auf die Missbrauchsfälle in der kath. Kirche.

27.1.2012 Ein Opfer klagt gegen das Kloster Mehrerau in Österreich. Mehrerau ist die Abtei, die einen Ordensmann in Birnau arbeiten ließ, der - eingetandenermaßen - Jungen missbrauchte und nie zur Rechenschaft gezogen wurde.
Quelle:
orf.at

26.1.2012 Der Pfarrer aus Salzgitter wurde zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Er hat drei Jungen missbraucht, .
Quelle: Spiegel und Domradio

25.1.2012 Der Eckige Tisch, an dem sich Missbrauchsopfer von Jesuiten versammeln, fordert die zeitnahe Einrichtung einer Unabhängigen Untersuchungs- und Anlaufstelle für die Betroffenen sexuellen Missbrauchs in der Katholischen Kirche (UAMKK).
Quelle: Eckiger Tisch

Kommentar: Eigentlich müssten die Verantwortlichen in den Kirchen inzwischen wissen, dass zur "Aufarbeitung" der Missbrauchsfälle externe Fachleute nötig sind, die auch Entscheidungsbefugnis haben und dass niemand, der als Personalchef oder ehemaliger Personalchef, als Ausbilder in den Priesterseminaren, als Fortbilder für Priester, als Weisungsabhängiger usw., an der Aufklärung und "Bearbeitung" der Missbrauchsopfer beteiligt werden darf. Keine Familie und keine Institution ist in der Lage, ohne externe Hilfe Missbrauchsfälle aufzuklären und den Opfern halbwegs angemessene Wiedergutmachung zu leisten. Vermutlich braucht es noch viele Skandale, bis dieses Wissen sich durchsetzt. Ich empfehle die Lektüre des Buches "Sexueller Missbrauch in Organisationen, Eglau, Lehner, Scharf. Dom-Verlag Wien, 2011.

*25.1.2012 Im Bistum Münster wurde ein Verfahren der Staatsanwaltschaft gegen einen kath. Priester eingestellt, weil in einem jüngeren Fall Aussage gegen Aussage steht und ältere Anklagen strafrechtlich verjährt sind. Die Kirche ermittelt jedoch weiterhin, weil kirchliche Verjährungsfristen andere als staatliche sind. Der Beschuldigte beteuert seine Unschuld. Er erhielt als Auflage, in der Öffentlichkeit nicht mit seelsorglichem Handeln aufzutreten. An diese Auflagen hat er sich nicht gehalten.
Quelle: Münstersche Zeitung

24.1.2012 Die belgische Justiz hat am Montag ca 30 Ordensgemeinschaften durchsucht. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit Vertuschugnsvorwürfen bei Kindesmissbrauch. Sie seien ergebnislos verlaufen.
Quelle: ORF

24.1.2012 Die Koblenzer Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den von einem sexuellen Missbrauch einer 14-Jährigen freigesprochenen Lehrer erneut aufgenommen. Zu den Gründen liegt keine Auskunft vor.
Quelle: Rheinzeitung

24.1.2012 In Rheinböllen, Bistum Trier, wird ein Priester, dem sexueller Missbrauch vorgeworfen wird, in öffentlichen Gottesdiensten eingesetzt, ohne dass die Gemeinde informiert wurde. Das strafrechtliche Verfahren wurde wegen Verjährung eingestellt. Das Ergebnis eines kirchlichen Verfahrens ist unbekannt.
Quelle: missbit

23.1.2012 Pater Mertes möchte das Missbrauchsthema in der Kirche noch nicht ad acta legen. Eine zentrale Aufgabe müsse sein, genau hinzuhören, was Opfer über Kirche zu sagen haben. „Denn die eigentlich entscheidende, bis heute quälende Frage ist doch: Was ist eigentlich geschehen, dass wir die Missbrauchstaten und das Leid der Opfer nicht gesehen und nicht begriffen haben? Ich bin immer wieder befremdet, wie wenig diese Frage bis heute öffentlich angegangen ist“, sagte der Jesuit."
Quelle: Radio Vatikan und nachrichten-t-online

23.1.2012 Der Berliner Verein Tauwetter - einer von 5 in Deutschland -, der sich um männliche Missbrauchsopfer kümmert, steht vor dem finanziellen Aus. Die Aufdeckung vieler Fälle, in denen Jungen zum Opfer wurden, hat dem Verein zwar Zulauf, aber keine Gelder beschert.
Quelle: taz

22.1.2012 Helmut Schüller, östereichische Pfarrer-Initiative, will 2012 ein weltweites Netzwerk gründen.
Quelle: orf

21.1.2012 Buchhinweis: "Sexueller Missbrauch in Organisationen. Erkennen - Verstehen - Handeln" - Uwe Eglau, Elisabeth Leitner, Johannes Leitner und Michael Scharf, Wiener Domverlag ,13,90 Euro. Die AutorInnen haben Erfahrungen mit dem Umgang mit Missbrauch in christlichen Organisationen, die einer spezifischen Gefährdung ausgeliefert sind.
Quelle: katholisch.at


20.1.2012 Im Prozess gegen den kath. Priester aus Salzgitter sagte die Staatsanwältin: "Angekommen ist bei mir nichts von ehrlicher Reue." Während der Verhandlung habe der Pfarrer seine Übergriffe stets zu beschönigen und zu bagatellisieren versucht. Der Verteidiger betonte, der Priester habe sich durch seine Taten selbst zum Opfer gemacht. Der Angeklagte sei "noch nicht einmal eine halbe Stunde" in der Untersuchungshaft gewesen, da sei er bereits von Mithäftlingen verprügelt worden. "Hier sitzt kein Monster, sondern ein Mensch", sagte der Verteidiger Andreas Zott. Sein Mandant habe die Taten gestanden und darauf komme es an.
Quelle: freie presse

Quelle: Spiegel

19.1.2012 Sexueller Missbrauch kommt in Sportvereinen nicht vor - sagen Sportvereine, wenn sie darauf angesprochen werden. Kommentar: Hier wäre zur Abwechslung mal von der kath. Kirche zu lernen. Die Kirchenleitungen sagten - wider besseres Wissen vieler Verantwortlichen - auch lange, Missbrauch käme bei ihnen nicht vor.
Quelle: Der Westen


weiter Mehr in der Dokumentation: Sexuelle Gewalt in der katholischen Kirche 2011 und 2012
weiter  Missbrauchsbilanzen der Bistümer, soweit sie öffentlich wurden
 

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