4.2.2012
Bei dem
Kongress zu
sexueller
Gewalt durch
katholische
Priester in
Rom werden am
Dienstagabend
in einem
Gottesdienst
je sieben
Missbrauchsopfer
und
-täter
teilnehmen.
Die Täter
sollen dabei
für ihre
Taten um
Vergebung
bitten. (Von
Vertuschern
ist in keiner
Pressemeldung
die Rede.)
Quelle:
kath.press.at
3.2.2012
Im Vatikan
findet ein
Kongress zu
sexuellem
Missbrauch
durch
katholische
Priester
statt. Charles
Scicluna, der
in der
Glaubenskongregation
für
kanonische
Prozesse
zuständig
ist, sagte: "Es ist
bedeutsam,
dass der erste
Beitrag von
jemandem
kommt, der
selbst von
dieser
traurigen
Wirklichkeit
betroffen ist,
von einem
Opfer.
Gleichzeitig
ist es aber
auch pastoral
wichtig, an
alle zu
denken, die
mit dieser
Realität
zu tun haben,
also auch an
die Kleriker,
die anderen
dieses Leid
zugefügt
haben.“
Quelle:
Radio
Vatikan
und kipa-apic.ch
Kommentar:
Solange
Opfer und
Täter in
einem Atemzug
genannt
werden, wissen
Opfer aus
Erfahrung,
dass die
Perspektive
der Täter
den Vorrang
hat - und
Opfer auf der
Strecke
bleiben. Aber
das ist ja
nichts Neues.
Neu wäre
gewesen, wenn
die Tagung die
Option
für die,
die unter die
Räuber
gefallen sind,
treffen
würde.
Nicht einmal
der
barmherzige
Samariter, der
dem half, der
unter die
Räuber
gefallen war,
beachtet die
Räuber.
Und der Autor
des
Gleichnisses -
Jesus - fragt
nicht danach,
warum die
Räuber
den Armen
überfallen
haben; welche
Kindheit die
Räuber
hatten, dass
sie gar nichts
anderes als
Rauben und
Verletzen tun
konnten; Jesus
fragt auch
nicht, wie es
den
Räubern
denn nun nach
ihrer Tat
ergeht, wie
sie in die
Gemeinschaft
integriert
werden
könnten
usw. ....
Jesus richtet
den Blick
konsequent auf
den
Überfallenen
und auf den,
der ihm hilft.
Die
Verantwortlichen
in der
katholischen
Kirche
haben noch
viel zu
lernen, wenn
sie
glaubwürdig
werden wollen.
So geht das
jedenfalls
nicht.
Erika
Kerstner
2.2.2012
Mehr
als 550
Personen haben
wegen
sexuellen
Missbrauchs
Entschädigungsforderungen
gegen das
insolvente
katholische
Erzbistum
Milwaukee
eingereicht.
Es handle sich
um die
höchste
Zahl von
Forderungen
unter den
bislang acht
zahlungsunfähigen
US-Bistümern,
berichtet die
Regionalzeitung
"Journal
Sentinel"
(Donnerstag).
Quelle: kipa-apic.ch
2.2.2012
Ein
evangelischer
Bischof
beschuldigt 4
katholische
Priester -
unter ihnen
den heutigen
Bischof von
Valparaiso -,
ihn als Kind
in einem
katholischen
Internat
missbraucht zu
haben. Er habe
sein Schweigen
gebrochen, um
nicht zum
Komplizen der
Täter zu
werden.
Quelle: kath.web
2.2.2012
In einer
Trierer
Gemeinde
brodelt es. Ob
die dortigen
Konflikte in
Zusammenhang
mit der
Aufdeckung von
Missbrauchsfällen
durch zwei
Pfarrer
stehen, ist
für
Außenstehende
nicht
erkennbar.
Allerdings
weiß ich
von Priestern,
die
Missbrauchsfälle
bei ihren
Vorgesetzten
anzeigten und
kein
Gehör
fanden.
Quelle: saarbrücker
zeitung
2.2.2012
Der ehemalige
Salzburger
Domprediger
Hofer wurde
von der
Glaubenskongregation
des Vatikan
vom Vorwurf
sexuellen
Missbrauchs
entlastet.
Eine Frau
hatte ihm
vorgeworfen,
sie vor ihrer
Volljährigkeit
vergewaltigt
zu haben.
Hofer hatte
eine sexuelle
Beziehung
zugegeben,
jedoch jeden
Gewalt-Vorwurf
zurückgewiesen.
Die
Glaubenskongregation
kam ohne
Anhörung
der Frau und
ohne Gutachten
über die
Frau zu ihrem
den
Domprediger
entlastenden
Ergebnis.
Quelle: orf
2.2.2012
Der
vatikanische
Ökumeneminister
Kardinal Koch
wünscht
sich, dass die
Katholiken
mehr leiden.
Er selbst
leide an der
Kirchenspaltung
und am meisten
leide er
daran, "dass
heute so viele
Christen an
dieser
zutiefst
anomalen
Situation
nicht mehr so
leiden, wie es
sich geziemen
würde".
Quelle: kath.web
Kommentar:
Da gäbe
es ein
probates
Mittel, das
Leiden des
Kardinals in
Freude und
Hoffnung zu
verwandeln.
Rom
müsste
lediglich das
Ende der
Kirchenspaltung
verkünden
und es der
Verantwortung
der
ChristInnen
vor Ort
überlassen,
die Vielfalt
christlicher
Glaubensformen
zu
respektieren.
Eine Frage der
Theologie ist
es schon lange
nicht mehr -
es ist eine
Frage der
Macht.
1.2.2012
Das Collegium
Josephinum,
Bonner
Eliteschule,
kommt nicht
aus den
Schlagzeilen.
Nun haben
Eltern Anzeige
wegen
Missbrauch
erstattet. Im
Sommer 2010
war die Rede
von drei
Fällen in
den 50er und
60er Jahren.
Vor wenigen
Wochen mussten
die Angaben
korrigiert
werden. Nun
war von 28
ehemaligen
Internatsschülern
die Rede, die
Opfer
sexueller
Gewalt wurden
- zuletzt
1968. Jetzt
ist von 2
Patres die
Rede, die in
den letzten 3
Jahren
Schülern
Zäpfchen
verabreicht
haben. Bekannt
wurde dies,
weil ein
Aushilfslehrer
das Vertrauen
der
Schüler
bekam.
Quelle:
Spiegel
1.2.2012
William Lynn,
Personalverantwortlicher
der
Erzdiözese
Philadalphia,
steht vor
Gericht. Ihm
wird
vorgeworfen,
27
mutmaßlich
pädophile
Priester
über
Jahre hinweg
gedeckt zu
haben. Der
emeritierte
Erzbischof,
Kardinal
Anthony
Bevilacqua,
sollte im
März 2012
vor Gericht
aussagen. Er
starb Anfang
dieser Woche.
Quelle: ORF
1.2.2012
Das Bistum
Trier
räumt
wieder einen
Fehler ein -
diesmal im
Fall eines
Priesters, der
ein
Zelebrationsverbot
hatte, jedoch
kein Verbot,
mit Kindern
und
Jugendlichen
in Kontakt zu
kommen. An das
Zelebrationsverbot
hielt er sich
nicht.
Quelle: missbit
Kommentar:
Solange die
Kirche meint,
die
Missbrauchsfälle
selbst
aufklären
zu
können,
solange wird
es die
Nachrichten
geben, dass
Fehler gemacht
wurden,
Täter
weiterhin in
der Seelsorge
eingesetzt
wurden,
Verbote nicht
kontrolliert
werden usw.
1.2.2012
Röhrig,
der
Beauftragte
der
Bundesregierung
gegen
Kindesmissbrauch,
hat mit
Opfergruppen
gesprochen.
Mathias Bubel,
Eckiger Tisch,
sagt: "Niemand
hätte
sich
vorstellen
können,
dass die
Täterorganisationen
die
öffentliche
Debatte an
sich
reißen
werden."
Was
an den
Berichten der
Betroffenen
auffällt,
ist, dass sich
die einzelnen
Institutionen,
an denen die
sexuelle
Gewalt
stattfand,
wieder
einigeln -
trotz der
öffentlichen
Aufmerksamkeit.
Der
Ahrensburger
Kohn
berichtet,
dass die
Betroffenen
der
schleswig-holsteinischen
Stadt von der
evangelischen
Kirche nur als
Zeugen in
Disziplinarverfahren
benutzt werden
- "und dann
dürfen
wir wieder
gehen. Mir
fehlt das
Verantwortungsbewusstsein
der Kirche
für die
Seelen vor
Ort." Bubel,
der
gequälte
Schüler
aus dem
Canisius-Kolleg,
fordert eine
unabhängige
Untersuchungskommission
für die
katholische
Kirche.
Quelle:
taz
1.2.2012
Skydaddy
kommentiert
den Einsatz
des Priesters,
der unter
Missbrauchsverdacht
steht und in
einem Heim
für
geistig und
psychisch
Kranke
eingesetzt
war. Nicht
umsonst stellt
sogar der
Vatikan
widerstandsunfähige
Personen als
Menschen,
"deren
Vernunftgebrauch
habituell
eingeschränkt
ist,
Minderjährigen
gleich.
31.1.2012
Eine Gemeinde
im Bistum
Trier war
nicht
informiert,
dass ein
Priester, dem
sexuelle
Gewalt
vorgeworfen
wird, ein
Zelebrationsverbot
hatte - und
warum.
Quelle: Volksfreund
31.1.2012
In
Würzburg
beginnt der
Prozess gegen
einen
katholischen
Ordenspriester,
der angeklagt
ist, den Sohn
seiner
Haushälterin
missbraucht zu
haben.
Quelle: Mainpost
31.1.2012
Der
katholischen
Kirche in
Österreich
droht eine
Klagewelle.
Quelle: Kurier.at
31.1.2012
Pressebericht
der Verleihung
des
Bundesverdienstkreuzes
in den BNN
Quelle
30.1.2012
Kardinal Koch
ist der
Ansicht, dass
die
Wiederzulassung
der alten
lateinischen
Messe
„nur ein
erster
Schritt“ sei.
Die Zeit
für
weitere
Schritte sei
jedoch
„derzeit wohl
nicht reif“.
Gerade in
Deutschland
seien
liturgische
Fragen
ideologisch
behaftet. Rom
könne
erst weiter
tätig
werden, wenn
es unter den
Katholiken die
Bereitschaft
gebe,
über neue
Liturgieformen
„im Dienst der
Kirche“
nachzudenken.
Nicht alles,
was heute
liturgische
Praxis sei,
lasse sich
durch
Konzilstexte
begründen.
So sei
beispielsweise
nirgends die
Rede davon,
dass der
Priester die
Eucharistie
den
Gottesdienstteilnehmern
zugewandt
leite, so der
Kurienkardinal.
Eine
Weiterentwicklung
von
Gottesdienstformen
sei für
eine innere
Erneuerung der
Kirche
nötig:
„Wenn
nämlich
die Krise des
kirchlichen
Lebens heute
in erster
Linie eine
Krise der
Liturgie ist,
dann muss auch
eine
Erneuerung der
Kirche heute
mit der
Erneuerung der
Liturgie
ansetzen.“
Quelle:
Radio
Vatikan
30.1.2012
Der
Missbrauchsbeauftragte
der Deutschen
Bischofskonferenz,
Bischof
Ackermann, hat
einen
Priester,
gegen den ein
kirchenrechtliches
Verfahren
wegen des
Verdachts auf
sexualisierte
Gewalt
läuft, in
einem
besonders
sensiblen
Arbeitsbereich
- bei
behinderten
Menschen -
eingesetzt und
das
ausgesprochene
Zelebrationsverbot
nicht
kontrolliert.
Die Gemeinde
war über
den
Sachverhalt
nicht
informiert.
Quelle: skydaddy
und Rheinzeitung
und Rheinzeitung
30.1.2012
Der US-Bischof
Robert Finn,
Kansas-City,
muss ich wegen
einer
unterlassenen
Anzeige eines
Priesters, vor
Gericht
verantworten.
Der Geistliche
war im
ai 2011 wegen
des Besitzes
von
Kinderpornografie
festgenommen
worden. Finn
plädiert
auf nicht
schuldig.
Quelle:
orf
30.1.2012
An der
Klasnic-Kommission
in
Österreich
wird heftige
Kritik
geübt.
Quelle: orf
29.1.2012
Opfer
katholischer
Priester
fühlen
sich von
Politik und
Gesellschaft
mit ihrer
Täterinstitution
alleine
gelassen. Sie
fordern eine
unabhängige
Stelle, an die
Opfer sich
wenden
können
und sie
fordern, dass
die sog.
Entschädigungssummen
überdacht
und
geändert
werden
müssten.
Quelle:
generalanzeiger
29.1.2012
Alle
Missbrauchsfälle
in der Kirche
Luxemburgs
sind
verjährt.
Quelle: wort.lu
29.1.2012
Ein von
Missbrauch
durch Priester
Betroffener
berichtet von
seiner
Enttäuschung
über die
Kirche und
davon, wie
schwer es ist,
mit den
Gewaltfolgen
zu leben.
Quelle: Süddeutsche
29.1.2012
Inverview mit
Pater Mertes.
Zu Recht merkt
er an: "Es ist
schwierig,
sich als
Vertreter der
Kirche hier
selbstzufrieden
zu
äußern."
Er fordert
auf, genau
hinzuhören,
auf das, was
die Opfer
über die
Kirche sagen
und sich
weiter mit dem
systemischen
Kontext der
Missbrauchserfahrungen
zu
beschäftigen.
Er fragt: "Was
müssen
wir bei uns
ändern,
um besser
zuhören
zu
können,
wenn Opfer
sprechen. Denn
die eigentlich
entscheidende,
bis heute
quälende
Frage ist
doch: Was ist
eigentlich
geschehen,
dass wir die
Missbrauchstaten
und das Leid
der Opfer
nicht gesehen
und nicht
begriffen
haben? Ich bin
immer wieder
befremdet, wie
wenig diese
Frage bis
heute
öffentlich
angegangen
ist."
Quelle:
Domradio

28.1.2012
Überreichung
des
Bundesverdienstkreuzes
für die
Gewaltarbeit -
Stutensee am
28.1.2012. Bericht
28.1.2012
Der
Polizeipsychologe
Adolf Gallwitz
ist der
Ansicht, dass
sexueller
Missbrauch
"entkirchlicht"
werden
müsse.
Man müsse
sehen, dass
sexueller
Missbrauch ein
gesamtgesellschaftliches
Problem sei.
Die meisten
Übergriffe
gechähen
im
familiären
Umfeld.
Quelle:
Radio
Vatikan
Den
nötigen
Kommentar hat
"schafsbrief" schon
geschrieben:
Global denken,
lokal nicht
handeln.
28.1.2012
Ein
katholischer
Priester, dem
das Bistum
Trier wegen
sexuellen
Missbrauchs
von
Messdienern
untersagt
hatte,
öffentlich
die heilige
Messe zu
feiern, hat
seit November
jeden Mittwoch
in der
Marienkapelle
des
Puricelli-Stiftes
in
Rheinböllen
die Messe
gelesen.
Quelle: Rheinzeitung
und MissBiT
28.1.2012
Ein
Missbrauchsopfer
berichtet von
seiner
Unzufriedenheit
über die
Entschädigung
Quelle: welt.de
28.1.2012
Der
Leiter des
Kriminologischen
Forschungsinstitutes
Niedersachsen,
Christian
Pfeiffer, geht
aufgrund
neuester
Forschungsergebnisse
davon aus,
dass der
sexuelle
Missbrauch
durch
katholische
Pfarrer in
Deutschland
rückläufig
ist.
Quelle:
nwz
online
Kommentar:
Dieses
Untersuchungsergebnis
entsteht, wenn
man Gruppen
von Menschen
aus der
Befragung
ausklammert,
die von
sexueller
Gewalt
berichten
könnten.
Katholiken und
Katholikinnen
sind
unterrepräsentiert,
psychisch
Kranke und
traumatisierte
Menschen
wurden erst
gar nicht
gefragt - da
wäre das
Risiko hoch
gewesen, dass
von sexueller
Gewalt
berichtet
wurde. Auch
die heute
40-60
Jährigen,
die vor 20
Jahren noch
als
20-40Jährige
befragt
wurden, waren
diesmal
ausgeklammert.
Da viele Opfer
sich erst in
und jenseits
der
Lebensmitte
erinnern
können,
wäre das
Risiko, dass
diese Menschen
von Gewalt
berichten, zu
hoch gewesen
und hätte
die gute
Nachricht "es
gibt weniger
Opfer"
gefährdet.
28.1.2012
"Gegen
einen Lehrer
der
Bischöflichen
Realschule
Marienberg in
Boppard liegt
bei der
Staatsanwaltschaft
in Koblenz
eine
Strafanzeige
wegen des
Verdachts des
sexuellen
Missbrauchs
einer
ehemaligen
Schülerin
vor. Das
Bistum Trier,
als
Arbeitgeber
des
beschuldigten
Lehrers, hat
den
Beschuldigten
bis zum
Abschluss der
Ermittlungen
der
Staatsanwaltschaft
von seinen
Dienstpflichten
freigestellt."
Quelle:
bistum-trier.de
27.1.2012
Die
katholische
Kirche
erklärt,
warum ihre
Hinwendung zu
den Opfern
vorbildlich
für
andere ist.
Quelle: domradio.de
27.1.2012
Wir sind
Kirche zieht
eine Bilanz im
Blick auf die
Missbrauchsfälle
in der
katholischen
Kirche.
Quelle: http://wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=3805
EIne Bilanz
von WsK im
Blick auf die
Missbrauchsfälle
in der kath.
Kirche.
27.1.2012
Ein Opfer
klagt gegen
das Kloster
Mehrerau in
Österreich.
Mehrerau ist
die Abtei, die
einen
Ordensmann in
Birnau
arbeiten
ließ,
der -
eingetandenermaßen
- Jungen
missbrauchte
und nie zur
Rechenschaft
gezogen wurde.
Quelle: orf.at
26.1.2012
Der Pfarrer
aus Salzgitter
wurde zu 6
Jahren
Gefängnis
verurteilt. Er
hat drei
Jungen
missbraucht, .
Quelle: Spiegel
und Domradio
25.1.2012
Der Eckige
Tisch, an dem
sich
Missbrauchsopfer
von Jesuiten
versammeln,
fordert die
zeitnahe
Einrichtung
einer
Unabhängigen
Untersuchungs-
und
Anlaufstelle
für die
Betroffenen
sexuellen
Missbrauchs in
der
Katholischen
Kirche
(UAMKK).
Quelle: Eckiger
Tisch
Kommentar:
Eigentlich
müssten
die
Verantwortlichen
in den Kirchen
inzwischen
wissen, dass
zur
"Aufarbeitung"
der
Missbrauchsfälle
externe
Fachleute
nötig
sind, die auch
Entscheidungsbefugnis
haben und dass
niemand, der
als
Personalchef
oder
ehemaliger
Personalchef,
als Ausbilder
in den
Priesterseminaren,
als Fortbilder
für
Priester, als
Weisungsabhängiger
usw., an der
Aufklärung
und
"Bearbeitung"
der
Missbrauchsopfer
beteiligt
werden darf.
Keine Familie
und keine
Institution
ist in der
Lage, ohne
externe Hilfe
Missbrauchsfälle
aufzuklären
und den Opfern
halbwegs
angemessene
Wiedergutmachung
zu leisten.
Vermutlich
braucht es
noch viele
Skandale, bis
dieses Wissen
sich
durchsetzt.
Ich empfehle
die
Lektüre
des Buches
"Sexueller
Missbrauch in
Organisationen,
Eglau, Lehner,
Scharf.
Dom-Verlag
Wien, 2011.
*25.1.2012
Im Bistum
Münster
wurde ein
Verfahren der
Staatsanwaltschaft
gegen einen
kath. Priester
eingestellt,
weil in einem
jüngeren
Fall Aussage
gegen Aussage
steht und
ältere
Anklagen
strafrechtlich
verjährt
sind. Die
Kirche
ermittelt
jedoch
weiterhin,
weil
kirchliche
Verjährungsfristen
andere als
staatliche
sind. Der
Beschuldigte
beteuert seine
Unschuld. Er
erhielt als
Auflage, in
der
Öffentlichkeit
nicht mit
seelsorglichem
Handeln
aufzutreten.
An diese
Auflagen hat
er sich nicht
gehalten.
Quelle: Münstersche
Zeitung
24.1.2012
Die belgische
Justiz hat am
Montag ca 30
Ordensgemeinschaften
durchsucht.
Die
Ermittlungen
stehen im
Zusammenhang
mit
Vertuschugnsvorwürfen
bei
Kindesmissbrauch.
Sie seien
ergebnislos
verlaufen.
Quelle:
ORF
24.1.2012
Die Koblenzer
Staatsanwaltschaft
hat die
Ermittlungen
gegen den von
einem
sexuellen
Missbrauch
einer
14-Jährigen
freigesprochenen
Lehrer erneut
aufgenommen.
Zu den
Gründen
liegt keine
Auskunft vor.
Quelle:
Rheinzeitung
24.1.2012
In
Rheinböllen,
Bistum Trier,
wird ein
Priester, dem
sexueller
Missbrauch
vorgeworfen
wird, in
öffentlichen
Gottesdiensten
eingesetzt,
ohne dass die
Gemeinde
informiert
wurde. Das
strafrechtliche
Verfahren
wurde wegen
Verjährung
eingestellt.
Das Ergebnis
eines
kirchlichen
Verfahrens ist
unbekannt.
Quelle: missbit
23.1.2012
Pater Mertes
möchte
das
Missbrauchsthema
in der Kirche
noch nicht ad
acta legen. Eine
zentrale
Aufgabe
müsse
sein, genau
hinzuhören,
was Opfer
über
Kirche zu
sagen haben.
„Denn die
eigentlich
entscheidende,
bis heute
quälende
Frage ist
doch: Was ist
eigentlich
geschehen,
dass wir die
Missbrauchstaten
und das Leid
der Opfer
nicht gesehen
und nicht
begriffen
haben? Ich bin
immer wieder
befremdet, wie
wenig diese
Frage bis
heute
öffentlich
angegangen
ist“, sagte
der Jesuit."
Quelle:
Radio
Vatikan
und nachrichten-t-online
23.1.2012
Der Berliner
Verein
Tauwetter -
einer von 5 in
Deutschland -,
der sich um
männliche
Missbrauchsopfer
kümmert,
steht vor dem
finanziellen
Aus. Die
Aufdeckung
vieler
Fälle, in
denen Jungen
zum Opfer
wurden, hat
dem Verein
zwar Zulauf,
aber keine
Gelder
beschert.
Quelle: taz
22.1.2012
Helmut
Schüller,
östereichische
Pfarrer-Initiative,
will 2012 ein
weltweites
Netzwerk
gründen.
Quelle: orf
21.1.2012
Buchhinweis:
"Sexueller
Missbrauch in
Organisationen.
Erkennen -
Verstehen -
Handeln" - Uwe
Eglau,
Elisabeth
Leitner,
Johannes
Leitner und
Michael
Scharf, Wiener
Domverlag
,13,90 Euro.
Die AutorInnen
haben
Erfahrungen
mit dem Umgang
mit Missbrauch
in
christlichen
Organisationen,
die einer
spezifischen
Gefährdung
ausgeliefert
sind.
Quelle: katholisch.at
20.1.2012
Im
Prozess gegen
den kath.
Priester aus
Salzgitter
sagte die
Staatsanwältin:
"Angekommen
ist bei mir
nichts von
ehrlicher
Reue."
Während
der
Verhandlung
habe der
Pfarrer seine
Übergriffe
stets zu
beschönigen
und zu
bagatellisieren
versucht. Der
Verteidiger
betonte, der
Priester habe
sich durch
seine Taten
selbst zum
Opfer gemacht.
Der Angeklagte
sei "noch
nicht einmal
eine halbe
Stunde" in der
Untersuchungshaft
gewesen, da
sei er bereits
von
Mithäftlingen
verprügelt
worden. "Hier
sitzt kein
Monster,
sondern ein
Mensch", sagte
der
Verteidiger
Andreas Zott.
Sein Mandant
habe die Taten
gestanden und
darauf komme
es an.
Quelle: freie
presse
Quelle:
Spiegel
19.1.2012
Sexueller
Missbrauch
kommt in
Sportvereinen
nicht vor -
sagen
Sportvereine,
wenn sie
darauf
angesprochen
werden.
Kommentar:
Hier wäre
zur
Abwechslung
mal von der
kath. Kirche
zu lernen. Die
Kirchenleitungen
sagten - wider
besseres
Wissen vieler
Verantwortlichen
- auch lange,
Missbrauch
käme bei
ihnen nicht
vor.
Quelle: Der
Westen
Mehr in der
Dokumentation:
Sexuelle
Gewalt in der
katholischen
Kirche 2011
und 2012
Missbrauchsbilanzen
der
Bistümer,
soweit sie
öffentlich
wurden
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