Carola Moosbach: Gottflamme Du Schöne
Befreiung der Sprache aus
patriarchaler Gefangenschaft
"Zu welchem Gott
sollen Frauen beten, die sexuelle Gewalt überlebt haben? Und in
welcher Sprache? Zu einem männlich
vereinnahmten? In einer Sprache, die zu oft auch Tätersprache ist?
Carola Moosbach gelingt es, die
Sprache aus dem Gefängnis patriarchaler Okkupation zu befreien und
sie neu und ermutigend auch für
Gewaltüberlebende zugänglich zu machen. Sie öffnet den
Himmel dem Alltag unseres Lebens
in Gebeten, die sich durch häufigen Gebrauch nicht
abnutzen,
sondern erschließen: vorsichtig, behutsam und deswegen auch in
aller
nötigen Klarheit angesichts einer weiterhin und
zunehmend
gewalttätigen Welt. Die Texte als "Gebete des Lebens" zu
bezeichnen,
ist keine Übertreibung."
30.9.2003 Rika