zuürck
Theologie und Kirchen - Archiv 2008

Links können ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet. Häufig findet man die Texte aber noch in den Archiven der angegebenen Quellen.




29.12.2008 Rolf Spinnler in der ZEIT zu Paulus

25.11.2008 Das tägliche Grauen - die Arbeit eines Ermittlers in Sachen Kinderpronografie.
'Der Markt sei zu lukrativ, sagt [Oberstaatsanwalt Peter] Vogt, die Täter zu skrupellos. Und sie sind überall: in allen Schichten, in jedem Alter. Vogt hat Jugendrichter und Staatsanwälte erwischt und immer wieder Priester. Einmal hat er sogar sieben Computeranschlüsse in Vatikanstadt ausfindig gemacht - auf seine Anfrage erhielt er nie eine Antwort.'
Quelle: FR

24.11.2008 Katholische Frauenverbände fordern bundesweite Notrufnummer, um Frauen, die Opfer von Gewalt wurden, besseren Zugang zu Unterstützungen anzubieten.
Quelle: Bistum Erfurt

22.11.2008 Die Stimmen der Zeit über den Engelboom

22.11.2008 Jürgen Moltmann schreibt in Publik Forum über den Film "Der Baader-Meinhof-Komplex", er orientiere sich einseitig an den Tätern und beleidige damit die Opfer. Moltmann konstatiert: "Die erschreckenden Taten der Täter sind für die Öffentlichkeit interessant, die Trauma der Opfer sind es nicht." Leider hat Moltmann Recht.
PF - Die Schmerzen der Verlassenen
Eine andere Meldung passt dazu: U.a. die katholische Kirche, das Rote Kreuz und der US-Geheimdienst verhalfen Nazitätern zur Flucht. Dies wurde jetzt in Graz auf einer Tagung veröffentlicht. Spätestens mit den Veröffentlichungen von Ernst Klee zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts ist die rat-line bekannt.


19.11.2008 Kein gutes Licht werde auf Bischof Marx geworfen in seiner Art, mit der "Causa Rothe" umzugehen, sagt die Süddeutsche. Bischof Marx hat den in den St.Pöltener Skandal verwickelten Ex-Vizechef des dortigen Priesterseminars in der Seelsorge untergebracht. Der Arbeitgeber Caritas war ebenso wenig informiert wie die Leitung des Altenheimes, in dem Rothe eingesetzt ist. Der Ortspfarrer hingegen war informiert.

18.11.2008 Einem Spiegel-Bericht zufolge hat die Staatsanwaltschaft Bonn 563 Ermittlungsverfahren wegen des Konsums von Kinderpornografie eingeleitet. Unter den Verdächtigen sollen Ärzte, Priester und ein Fußballtrainer sein.
Quelle: Spiegel


12.11.2008 Nach 25 Jahren Arbeit in der Schule zur Abwechslung mal eine andere Nachricht. Über Bildung, Pisa, Bildungsgipfel, Evaluation, Standards, Bologna-Prozess .... wird seit Jahren diskutiert. Nicht diskutiert wird darüber, was Schüler, Lehrer und Eltern vor Ort brauchen. Wir brauchen in unseren Schulen kleine Klassen, FörderlehrerInnen, PsychologInnen und SozialarbeiterInnen. Um das zu erkennen, würde es genügen, Schülereltern und LehrerInnen zu befragen. Und ganz nebenbei wäre diese Erweiterung der Ressourcen eine Chance, jenen Kindern besser zu helfen, die nur ganz schwer lernen können, weil ihre Seele mit der desolaten familiären Situation - inclusive Gewalt - beschäftigt ist.
mehr in der FR

11.11.2008 In Deutschland waren 31 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2007 katholisch. Im Vergleich zu 1990 (erste gesamtdeutsche Statistik) ist dies ein Rückgang um fast 10%.
Quelle und mehr: welt.de

8.11.2008 Bischof Gebhard Fürst bezeichnet die Shoa als "bitterste Herausforderung für den Glauben.
Quelle: Diözese Rottenburg

31.10.2008 Der von Hindu-Extremisten im Bundesstaat Orissa zusammengeschlagene katholische Priester Bernard Digal ist am Dienstag im St. Thomas-Krankenhaus von Madras gestorben. Digal war Pfarrer im Bezirk Kandhamal. Er starb in Folge der Verletzungen, die er sich bei einem Überfall auf sein Pfarrhaus in der Nacht des 25. August zuzog.
In Russland wurden die Jesuiten Otto Messmer und Victor Betancourt-Ruiz ermordet.

Quelle: Vatikan

31.10.2008 Der Vatikan will psychologische Tests - bei Bedarf - für Priesteramtsanwärter einführen, um frühzeitig erkennen zu können, ob es Probleme gibt, die den Berufsweg behindern könnten.
Quelle: Vatican

29.10.2008 "Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche" - das Abschlussdokument der  Bischofssynode. Im Text ist ein Schwerpunkt auf die Wahrnehmung von Leiden und Unterdrückung in der Welt gelegt. Die Klage zu Gott findet ihren Ort. Gegen fundamentalistische Auslegung grenzt sich das Dokument ab und der Dialog mit anderen Religionen und Kulturen wird respektvoll benannt. Es lohnt, es zu lesen.

27.10.2008 Wegen eines Verfahrensfehlers muss ein pädophiler Sexualstraftäter aus dem Gefängnis entlassen werden. Die Polizei erwägt, die Nachbarn des 61-jährigen Ex-Priesters über die anhaltende Gefahr, die dieser Mann darstellt, zu informieren.
Quelle: Tagesspiegel

26.10.2008 Die Bischofssynode in Rom endet mit einem Zugeständnis an die Frauen - einfach ein bisschen spät, denn es geschieht längst und allerorten: "Die Bischöfe erklärten es unter anderem für 'wünschenswert, dass der Lektorendienst für Frauen geöffnet wird, damit die christliche Gemeinschaft ihre Rolle bei der Verbreitung des Wortes anerkennt' ".
Quelle: Radio Vatikan

25.10.2008 Dieter Emeis: Hoffen über den Tod hinaus. CiG

16.10.2008 Rainer Bucher: Die Theologie vor dem Phänomen der Postsäkularität

15.10.2008 Katholikinnen fordern die Priesterweihe für Frauen. In einer Pressekonferenz am Fest der Hl. Teresa von Avila, einer von drei Kirchenlehrerinnen, berief Angelika Fromm von "Wir sind Kirche und "Lila Stola" Deutschland sich auf die Bibel und erinnerte daran, dass 1976 selbst die vatikan. Theologen festgestellt hatten, dass es kein in der Hl. Schrift begründetes Argument gegen die sakramentale Weihe von Frauen gibt.
Quelle: orf.religion


15.10.2008 Die Lage der ChristInnen im Irak ist katastrophal
Quelle: orf.religion

5.10.2008 12-Punkte-Appell der KirchenVolksBewegung zur Weltbischofssynode in Rom von Wir sind Kirche - "Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche" ist Thema der Synode.

29.9.2008 Geld und Gewalt - ein Priester des Erzbistums Freiburg vor Gericht.
Quelle: Spiegel
9.10.2008 Das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg geht den Nachrichten nach, die von einem Bruch des Beichtgeheimnisses im Kontext des Verfahrens gegen einen Priester des Erzbistums Freiburg berichten.
10.10.2008 Der Beschuldigte hat sich zu seinen Taten bekannt und wird sich um Wiedergutmachung bemühen. Dafür erhält er eine BEwährungsstrafe, die unter 2 Jahren liegt. Welche Konsequenzen die Kirche zieht, wird erst nach dem Urteilsspruch des Gerichtes entschieden.
Quelle: morgenpost.de



24.9.2008 Zwangsarbeit, Gewalt, Schikane, sexueller Missbrauch hat sich hinter den Mauern kirchlicher und staatlicher Kinderheime in den 50er und 60er Jahren abgespielt. Möglicherweise bis zu 500 000 Kinder und Jugendliche erlitten dieses Schicksal und sind bis heute traumatisiert. Die Diakonie Niedersachsen hat die Misshandlungen bestätigt, die Landesbischöfin Margot Käßmann  räumte ein, dass es sich um Menschenrechtsverletzungen handle, der Bundestag wird sich damit auseinandersetzen. Eine Studie der kath. und evang. Kirche, durchgeführt von der Ruhr-Universität Bochum, soll weitere Klärung bringen. Die Opfer haben bis 2004 geschwiegen. Regine Eppert, Verein ehemaliger Heimkinder, meint, dass es Zeit wird, dass sich endlich etwas bewegt. "Man hatte manchmal schon den Eindruck, dass die Debatte mit Blick auf die biologische Uhr verschleppt wurde", sagt die 65-Jährige angesichts der Großzahl an Opfern im Seniorenalter.
Quelle: Naumburger Tageblatt 

17.9.2008 Diakonie – Prüfstein kirchlicher Glaubwürdigkeit. Ralph Kunz, Zürich. Lesens- und bedenkenswert.

16.9.2008 Psychoterror und Gewalt in Kinderheimen.
Quelle: FR

13.9.2008 Eine an der Bibel und den Menschen orientierte Predigt über "Vergebung" - Dr. J. Sieger


4.9.2008 Bischof G. Fürst zieht "Bilanz einer nicht-öffentlichen Katastrophe". Zu ergänzen wäre ggf. noch, dass unter den Suizid-Toten nicht wenige sind, zu deren Vorgeschichte massive Gewalterfahrungen gehören.

26.8.2008 Wirbel um Schwulen-Segen.
Quelle: FR
Der Dekan, der ein schwules Paar segnete, rechtfertigt die Segnung: "Ich kann zwei Menschen nicht den Wunsch abschlagen, ein Wort der Liebe und Barmherzigkeit Gottes für ihr gemeinsames Leben zu hören." Recht hat er.

18.8.2008 Der Ex-Kirchenrat von Murg/Schweiz besaß kinderpornografisches Material. Die Justiz ermittelt.
Quelle: Schweizer Fernsehen


9.8.2008 Wir sind Kirche fordert erneut die konsequente Anwendung bischöflicher Leitlinien zu sexuellem Missbrauch in der Kirche.

9.8.2008 Ein bekennender Pädophiler in einem Kirchenamt in der Schweiz.
Die Katholische Administration nimmt Stellung dazu.
Ein taz-Artikel von 2002 gibt genauere Auskunft.

8.8.2008 Der Präsident des Hessischen Verwaltungsgerichts in Kassel, Dr. J. R., wurde wegen des Besitzes von Kinderpornografie (zur Erinnerung: d.i. die fotografische oder filmische Darstellung von Folter an Kindern) zunächst im Januar 2007 zu einer neunmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt und jetzt aus dem Richteramt entfernt.
Quelle: Spiegel
Er ist - laut Pressebericht der Diözese Fulda vom 20.1.2006 - auch Vorsitzender des Kirchlichen Arbeitsgerichts der Diözese Fulda. Ob er aus diesem Amt ebenfalls entlassen wurde, ist mir derzeit unbekannt. M.W. hat ein Kirchl. Arbeitsgericht auch über Fälle von sexuellem Missbrauch durch Kleriker und sonstige Kirchenangestellte zu befinden. Das Bistum Fulda hat seit Januar 2007 von der Verurteilung seines Arbeitsgerichtsvorsitzenden wegen des Besitzes von Kinderpornografie wissen können (Nachricht im Focus vom 10.1.2007 und vom 5.7.2007).
Nachtrag 12.8.2008: Nach Auskunft eines Mitgliedes des Kirchl. Arbeitsgerichtes des Bistums Fulda wurde der Verurteilte bereits Ende 2006 von seinem Amt entbunden. Die Internetseite des Bistums Fulda nennt den Verurteilten jedoch nach wie vor als Vorsitzenden des Kirchl. Arbeitsgerichtes.

3.8.2008 Ein Bamberger Domkapitular, verantwortlich für den Bereich der pastoralen MitarbeiterInnen, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, sich zwischen 1976 bis 1991 als Präfekt und Direktor eines Jungengymnasiums an Schülern vergriffen zu haben. In dieser Zeit waren ihm Schüler von 10 - 20 Jahren anvertraut. Bereits 2007 habe ein erstes Opfer sich gemeldet. Da jedoch Aussage gegen Aussage stand, unternahm das Bistum nichts. Erst als sich im Mai 2008 drei weitere Opfer meldeten, wurde der Domkapitular am 18.7.2008 beurlaubt. Der Beschuldige kann sich nicht erinnern. Erzbischof Schick bat, nicht zu vergessen, wie viel Gutes der beschuldigte Domkapitular als Priester bewirkt habe.
Den Betroffen versprach er jede Hilfe, die nötig und möglich sei.

Quelle: www.welt.de

21.7.2008 Der Papst traf in Sydney vier Missbrauchsopfer kath. Kleriker, zwei Frauen und zwei Männer. Die Opferverbände in Australien kritisieren die Auswahl und die Geheimhaltung. Die anhaltende Kritik könnte ein Hinweis sein, dass seit April 2002 zwar viele Worte der Entschuldigung gemacht wurden, reale Taten bei den Betroffenen bislang aber nicht ankamen.
Quelle: faz

20.7.2008 Der Papst hat in Australien sein Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ausgedrückt. Manchen Betroffenen gingen die Worte des Papstes zu wenig weit. Sie erwarten Taten.
Quelle: Spiegel

16.7.2008 In schöner Offenheit hat der Koordinator des Weltjugendtages in Sydney, Weihbischof Anthony Fisher, gesagt, was üblicherweise nicht die Öffentlichkeit erreicht: Die Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester störten die gute Stimmung des Weltjugendtages durch ihr "Festhalten an alten Wunden". Dem Bischof ist jedenfalls zu danken für seine Offenheit - da bleiben dann keine Fragen mehr offen.
Quelle: rp-online
vgl. dazu die Äußerungen des Weihbischofs: Der Gott der Liebe „kommt mit heilendem Balsam und grenzenloser Großzügigkeit zu einer Menschheit, die gebrochen ist: zu denen, die verwundet sind, aber auch zu jedem, der andere verletzt. Er ist denen nahe, die entsetzlich leiden und aufgrund ihrer Not jede Hoffnung verloren haben.“ (Äußerung vom 22.8.2007, offensichtlich inzw. überholt)
Nachtrag 20.7.2008 Weihbischof Fisher hat sich für seine Äußerung vom 16.7.08 entschuldigt. Quelle: focus

21.7.2008 Der Papst traf in Sydney vier Missbrauchsopfer kath. Kleriker, zwei Frauen und zwei Männer. Die Opferverbände in Australien kritisieren die Auswahl und die Geheimhaltung. Die anhaltende Kritik könnte ein Hinweis sein, dass seit April 2002 zwar viele Worte der Entschuldigung gemacht wurden, reale Taten bei den Betroffenen bislang aber nicht ankamen.
Quelle: faz

20.7.2008 Der Papst hat in Australien sein Mitgefühl für die Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ausgedrückt. Manchen Betroffenen gingen die Worte des Papstes zu wenig weit. Sie erwarten Taten.
Quelle: Spiegel

16.7.2008 In schöner Offenheit hat der Koordinator des Weltjugendtages in Sydney, Weihbischof Anthony Fisher, gesagt, was üblicherweise nicht die Öffentlichkeit erreicht: Die Opfer sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester störten die gute Stimmung des Weltjugendtages durch ihr "Festhalten an alten Wunden". Dem Bischof ist jedenfalls zu danken für seine Offenheit - da bleiben dann keine Fragen mehr offen.
Quelle: rp-online
vgl. dazu die Äußerungen des Weihbischofs: Der Gott der Liebe „kommt mit heilendem Balsam und grenzenloser Großzügigkeit zu einer Menschheit, die gebrochen ist: zu denen, die verwundet sind, aber auch zu jedem, der andere verletzt. Er ist denen nahe, die entsetzlich leiden und aufgrund ihrer Not jede Hoffnung verloren haben.“ (Äußerung vom 22.8.2007, offensichtlich inzw. überholt)
Nachtrag 20.7.2008 Weihbischof Fisher hat sich für seine Äußerung vom 16.7.08 entschuldigt. Quelle: focus

15.7.2008 Rainer Bucher: Gott und die Gewalt. Ein theologischer Versuch

13.7.2008 Schon älter, aber nicht veraltet: Thomas Assheuer in der ZEIT  "Die Macht der kath. Kirche verfällt - etwas Besseres kann ihr nicht passieren". Und ein Interview von Assheuer mit René Girard.

13.7.2008 Der Papst will sich in Australien erneut für den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester entschuldigen. Für mich erhält diese Entschuldigung ihre Glaubwürdigkeit, wenn Opfer von Gewalt auch in Deutschland in ihrer Kirche Gehör finden werden.

8.7.2008 Nicht der Täter ist schuld, sondern der Bote, der die Tat öffentlich macht; in diesem Fall ein Generalvikar. So jedenfalls scheint es ein Mitglied der Gemeinde zu sehen, deren früherer, inzw. gestorbener Pfarrer mit hoher Sicherheit mehrere Kinder/Jugendliche missbraucht hat. Er sagt, der Generalvikar habe mit der Öffentlichmachung der Verbrechen der Kirche geschadet. Und er fügt hinzu, die Verbrechen hätten nicht veröffentlicht werden müssen, da ohnehin jeder in der Gemeinde Bescheid gewusst habe.
Der Ortspfarrer nannte die Veröffentlichung der mit hoher Sicherheit berechtigten Vorwürfe für die vom Missbrauch Betroffenen einen „Befreiungsschlag und eine Erlösung“. Das dürfte zutreffen.

6.7.2008 kath.de Kommentar zur Sterbehilfe des Herrn Kusch

30.6.2008 Die Katholiken Australiens erwarten, dass der Papst sich anlässlich des Weltjugendtages bei den Opfern sexuellen Missbrauchs entschuldigt, sagte der Erzbischof von Sydney. Erzbischof Pells war selbst vom Vorwurf des Kindesmissbrauchs freigesprochen worden durch eine unabhängige Kommission. Allerdings hatte die kath. Kirche Australiens zugeben müssen, dass sie Entschädigungen an Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kleriker mit einer Schweigeklausel verbunden hatte.
Quelle: ksta.de


20.6.2008 Nach der Ermordung der Ordensfrau Dorothy Stang 2005 wurde Bischof Kräutler wiederholt mit dem Tod bedroht, da er die Hintermänner der Mordtat vor Gericht bringen will. Weitere Gründe für Morddrohungen sind sein Widerstand gegen das Staudammprojekt Monte Belo und seine Anzeigen gegen einflussreiche Personen in Altamira wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Er werde sich aber weiter unerschütterlich an die Seite aller Leidenden in seinem Verantwortungsbereich stellen.
Quelle: ORF - Religion- webcast


7.6.2008 Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann hat Mobbing gegen Frauen und sexuelle Belästigungen bis hin zu Übergriffen in der Kirche angeprangert. Sie habe in letzter Zeit mehrere Beschwerden von Frauen erhalten, deshalb plädiere sie für ein Gleichstellungsgesetz in der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers aus.

4.6.2008 Zur neuerlichen Diskussion um Teufelsaustreibungen sagt Jörg Müller, Freising: "99 Prozent der Menschen, die meinen, vom Teufel besessen zu sein, sind psychisch krank." Der Pallottiner-Pater gehört dem  "Münchner Kreis" an, einer bundesweit einmaligen Anlaufstelle von Theologen, Psychologen und Ärzten, bei denen Menschen Rat suchen können, wenn sie meinen, Probleme mit Dämonen zu haben. Bei vielen, die anfragen, stelle sich heraus, dass sie in der Kindheit sexuell missbraucht worden seien, sagt Müller. Viele spalten die dadurch entstandenen Ängste später ab. In Stresssituationen kämen sie wieder hoch.
Quelle: Donaukurier

24.5.2008: Katholikentag: Nur weil die Situation unverändert andauert, ist ihre Beschreibung noch nicht falsch, denke ich.
Die Hardvard-Professorin Elisabeth Schüssler-Fiorenza hat der kath. Kirche anhaltende Diskriminierung von Frauen vorgeworfen. "Die Kirche hat begonnen als Nachfolge-Gemeinschaft von Gleichgestellten", erinnerte sie.
Der Pastoraltheologe Rainer Bucher, Uni Graz, meint: "Das Grundproblem ist das Patriarchat." An der Basis sei die katholische Kirche eine Frauenkirche, denn drei Viertel aller Ehrenamtlichen im karitativen Bereich der Kirche seien Frauen, sagte Bucher.
Quelle: orf.religion

23.5.2008 Opfer und Kirchenvertreter sprachen heute über sexuelle Gewalt in der Kirche. Norbert Denef erzählt von seinem jahrzehntelangen Leid und beklagt: "Das Schweigen und Zudecken der Kirche geht weiter, der Priester, der mir Gewalt antat, ist noch immer nicht verurteilt.“ Der Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke sagt: „Wir haben das Tabu sexueller Gewalt zu spät gebrochen. Und wir müssen jetzt entschieden gegen das Verschweigen kämpfen, Opfern helfen und alles tun, damit es keinen sexuellen Missbrauch in unseren Reihen gibt.“
Die Vorsitzende der Pfadfinder (DPSG), Ute Theisen, prangert denn auch an, dass schuldig gewordene Priester häufig nur versetzt, aber nicht vollständig vom Dienst ausgeschlossen würden.
Die Landshuter Erziehungswissenschaftlerin Mechthild Wolff kritisiert die Institution Kirche wegen mangelnder Umsetzung: "... ein Papier von oben ändert nicht automatisch die Realität vor Ort.“
Norbert Denef weist darauf hin, dass ihn die Kirchenverantwortliche immer wieder abgewiesen hätten und die Täter nicht angetastet wurden. Er berichtet von Ächtung auch im privaten Umfeld.
Quelle: Nachrichten des Katholikentages - Presse - Meldungen

13.5.2008 Das Wort zum Sonntag, ARD, 3.5.2008, Pfr. Stefan Claaß packt ein heißes Eisen an und fragt: "Warum schämen sich oft die Falschen?" Danke!

Auf dem Katholikentag in Osnabrück, 21.-25.5.2008, wird es einen Ökumenische Gottesdienst geben.
Fr 16.00 Uhr Gewalt – (k)ein Schicksal bis 17.30 Uhr
Leitung: Sigrid Stapel, Bonn
Kleine Kirche (Gymnasialkirche), Große Domsfreiheit

9.5.2008 Der brasilianische Bischof Don Josè Luis Azcona hat Morddrohungen erhalten. Der Augustinerpater hat in Umsetzung des II. Vat. Konzils den Menschen in den Mittelpunkt seiner Seelsorge gestellt. Zusammen mit Erwin Kräutler und Don Giovenale hat er gegen den wachsenden Drogenhandel, die Kinderprostitution und den Menschenhandel, vor allem von Frauen, protestiert.
Quelle: Zenit

29.4.2008 Der Inzestfall in Amstetten zeige, dass Gewalt und Missbrauch in Familien allgegenwärtig seien, so die Präsidentin der Katholischen Aktion Steiermark (KA), Sabine Pelzmann-Knafl, am Dienstag in einer Aussendung: "Gewalt und Missbrauch gegenüber Frauen und Kindern wird in unserer Gesellschaft oft tabuisiert". Durch die Scham der Familienmitglieder bleibe die Gewalt oft zugedeckt. "Es ist die Spitze eines Eisbergs", so Pelzmann-Knafl: "Wir sind hier durch diesen Inzestfall mit einer Form von familiärer Gewalt konfrontiert, die unser Fassungsvermögen übersteigt." Dieser eine Fall veranschauliche auf tragische Weise, was in Familien möglich sei. Quelle: ORF
Kommentar: In der Tat.

29.4.2008 Die Pfarrgemeinde St. Stephan in Amstetten hat der Familie des Inzesttäters Hilfe bei der Bewältigung der tragischen Ereignisse angeboten. Zugleich rechnete der Pfarrer, Herr Bösendorfer damit, dass in der gesamten Pfarrbevölkerung erhöhter Gesprächsbedarf bestehe. „Vielleicht bricht auch bei manchen etwas auf, die jetzt natürlich nicht in dieser Tragik so etwas erlebt haben, aber doch schlimme Erlebnisse in ihrer Kindheit hatten", meinte der Amstettner Seelsorger.
Quelle: Radio Vatikan

28.4.2008 Der Anzeigensteller im Fall des Hamburger Missbrauchsverdachts gegen einen katholischen Priester sagt in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt, ihm sei definitiv bekannt, dass die Kirche informiert war. Der Beschuldigte erhält Sympathiekundgebungen, der Anzeigensteller Morddrohungen.

25.4.2008 Konradsblatt: Neues Vertrauen - zur Papstreise in die USA

25.4.2008 Über das Ehrenamt - CiG

20.4.2008 Manfred Lütz: Gesundheit als Religion. Die Zeit

20.4.2008 Die Papst-Rede im Wortlaut
Inzwischen berichtet die New York Times unter Berufung auf den Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal William Levada, dass die Kirche an eine Verlängerung der Verjährungsfristen denke, weil die Opfer erst viele Jahre nach ihrem Missbrauch den Mut hätten, ihren Fall der Kirche zu melden. So die Meldung der SZ.


19.4.2008 Sebastian Moll in der FR: Nicht jedes Opfer ist von der Geste Benedikts beeindruckt. Opfer, die an dem Gespräch mit dem Papst teilnahmen, zeigten sich beeindruckt. Anderen hingegen war die Geste und die vage Forderung nach "seelsorgerischer Aufmerksamkeit" zu wenig. Sie fordern grundlegende Änderungen. Dazu gehöre, dass die Kirche gegen jeden Bischof, der ein Verbrechen vertuscht hat, ein Disziplinarverfahren einleitet und dass jeder Priester, der ein Kind missbraucht hat, automatisch sein Amt verliert. Ein Opfer, Patricia Ann Cahill, meinte: "Er redet davon, wie sehr ihn das belastet? Er soll doch mal mit uns zu Mittag essen. Wir können ihm erzählen, was es wirklich bedeutet, belastet zu sein."
In der taz wird berichtet, dass die Psychologin Mary Gail Frawley-ODea aus Charlotte, die mit Missbrauchsopfern der Kirche arbeitet, die Haltung des Papstes als deprimierend bezeichnet, weil es keinen Test gibt, der im Vorhinein Pädophilie erkennen könne. Das zentrale Problem sei nie der Missbrauch an sich gesen. "Das zentrale Problem war immer, welche Antwort man bekommt, wenn man einen Missbrauch meldet."

Kommentar: Seit 2002 verspricht die Kirchenleitung ein Ende der Vertuschungen und Versetzungen und sie verkündet den Opfern ihre tiefe Betroffenheit und versichert, dass ihre größte Sorge den Opfern gelte. Es wird sich an konkreten Maßnahmen, die bei den Opfern auch ankommen, zeigen, was von den erneuten Ankündigungen zu halten ist - verantwortlich für die Umsetzung der Forderungen und die Durchführung der Richtlinien zum Umgang mit innerkirchlichen Missbrauchsfällen ist nämlich in Deutschland der jeweilige Ortsbischof.  Es bleibt abzuwarten, wie im Bistum Regensburg weiterhin mit dem Riekofener Missbrauchsfall umgegangen wird. Und im Vatikan wird zu sehen sein, was mit den 990 bislang nicht verurteilten amerikanischen Priester-Tätern geschehen wird.

18.4.2008 Die Frauenseelsorge der Bischofskonferenz lädt zu einer Fachtagung ein: Gottesferne - ganz nah. Magdeburg, 4.-6.7.2008  Informationen bei der Frauenseelsorge

18.4.2008 Der Papst ist überraschend mit Opfern pädosexueller Gewalt durch kath. Priester zusammengetroffen. Der Opfer-Verein SNAP sprach von einem "positiven Schritt auf einem sehr langen Weg". Der Papst traf 25 Minuten lang 5 - 6 erwachsene Opfer. Eines davon, Bernie Mc-Daid, berichtete, er habe dem Papst gesagt, es sei nicht nur sexueller, sondern auch spiritueller Missbrauch gewesen - und das solle der Papst wissen. Andere TeilnehmerInnen bezeichneten das Treffen als sehr offen und emotional. Vatikan-Sprecher Lombardi meinte, es sei vermutlich das erste Treffen eines Papstes mit Opfern.
SNAP kommentierte, das Treffen sei ein lange erwarteter Schritt. Hätte es nicht stattgefunden, müsste man von einem verheerenden Symbol sprechen.
Quelle: rp-online
Kommentar: Auch ich halte dieses Treffen für einen ersten wichtigen Schritt auf einem langen Weg zur Wiedergewinnung von Glaubwürdigkeit der Kirche in den Augen der Opfer. Der Hinweis, dass sexueller Missbrauch durch Priester zugleich spiritueller Missbrauch ist, scheint mir richtig: Wenn Kirche sich nicht auf die Seite der Opfer stellt, dann vermittelt sie den Opfern, dass Gott auf der Seite von Gewalttätern steht. Damit fällt Gott als letzte - und nicht selten einzige - Appellationsinstanz gegen erlittenes Unrecht aus. Das ist der Tod Gottes in den Herzen der Opfer.

17.4.2008 Kommentar zum Besuch des Papstes in den USA: Allerorten wird berichtet, der Papst schäme sich, weil ca 5000 amerikanische kath. Priester ca 12.000 Kinder in den letzten 50 Jahren sexuell missbraucht haben. [Diese Zahlen werden wohlweislich nicht genannt. Verschwiegen wird auch, dass in den 1000 dem Vatikan vorliegenden Anzeigen alleine aus den USA bislang nur 10 Täter verurteilt wurden.] Ich denke, die Scham des Papstes nützt nur dem Ansehen des Vatikans in der Öffentlichkeit und sonst niemandem, wenn ihr keine Taten folgen, die bei den Opfern als Entlastung ankommen. Notwendig wäre: Offenlegung der Verbrechen, Verurteilung der Täter und vor allem eine spürbare Solidarisierung der Kirche mit den Opfern. Der erste Schritt der Solidarisierung ist, ihnen zuzuhören. Aber selbst dieser Schritt geschieht derzeit in den USA nicht; ein Treffen des Papstes mit Gewaltopfern von Priestern ist nicht eingeplant. Wie - um Himmels willen - will Kirche denn den Opfern helfen, wenn es kein Gespräch mit ihnen darüber gibt, was sie denn brauchen?
fragt Rika, die vielfältige Erfahrungen damit hat, wie in Deutschland gewaltüberlebende Christinnen, die Opfer kirchlicher und familiärer Täter wurden, von der Kirche beschwiegen und abgewimmelt werden

16.4.2008 Schuld und Sühne - Kommentar zum USA-Besuch des Papstes. Matthias Drobinski in der SZ . Drobinski schreibt: "Sollte Benedikt XVI. sich nicht lieber auf die großen weltpolitischen Auftritte konzentrieren, auf die Rede vor den Vereinten Nationen, auf den bewegenden Auftritt am Ground Zero?    
Die Antwort lautet: Nein - weil beides zusammengehört. Weil der Papst nicht vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen von Menschenrechten reden kann, wenn den Missbrauchsopfern nicht Gerechtigkeit zuteil wird. Weil der Papst nicht weltweite soziale Gerechtigkeit, den Schutz der Familien, des geborenen und ungeborenen Lebens fordern kann, wenn innerhalb seiner Kirche die Menschenrechte missachtet, die Opfer übersehen, ihre Leidensgeschichten ignoriert werden."

15.4.2008 Die US-amerikanische Opferselbsthilfe derer, die von katholischen Priestern missbraucht wurden (SNAP), schreibt in einem statement, dass die Kirche Millionen für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben und den Eindruck erweckt habe, ihr Umgang mit Missbrauchsopfern habe sich verändert. In Wirklichkeit widersprächen die Taten der Bischöfe ihren Versprechen. Wörtlich schreibt SNAP: "Despite pledges to promptly suspend accused predators, bishops often don't do that. Despite promises to be 'transparent' about child sex cases, bishops often don't do that. Despite pledges to treat victims with compassion, bishops don't often do that." Vom Papst erwartet SNAP anlässlich seines USA-Besuchs Taten statt Versprechen.
Quelle: SNAP

Ein Treffen mit Opfern ist bisher nicht vorgesehen, berichtet ORF.
faz.net berichtete am 14.4.2008, dass die amerikanische Bischofskonferenz zu dem Ergebnis gekommen sei, dass es glaubwürdige Berichte über mehr als 5000 Priester gibt, die sich seit 1950 an etwa 12.000 Kindern vergriffen haben.
Die Presse.com hat am 10.4.2008 geschrieben: Das italienische Nachrichtenmagazin "Panorama" berichtete im Vorfeld des Papstbesuches in den USA, dass seit 2001 rund 1000 Anzeigen wegen pädophiler Verbrechen von Priestern aus den USA eingegangen seien. In 10 der 1000 angezeigten Fälle kam es zu einem Strafprozess, d.i. 1 %.

14.4.2008 Preisanstiege bringen die Hungrigen in Aufruhr

12.4.2008 Weltkirche zu werden ist nicht einfach. Zur Trägödie der ChristInnen im Irak - kath.de Kommentar von Theo Hipp

9.4.2008 Der Kölner Stadtanzeiger schreibt, dass Erzbischof Zollitsch sexuellen Missbrauch für "moralisch schlimmer" hält, wenn der Täter ein Priester ist. Er begründete, dass "wir uns in der Kirche unter einen besonders hohen Anspruch stellen". Jeder einzelne Missbrauchsfall sei "tragisch" und wirke sich "unbestritten schädlich auf das Ansehen der Priester im Besonderen und der Kirche im Allgemeinen aus". Er selbst habe in sich in seiner 20-jährigen Tätigkeit als Personalreferent des Erzbistums Freiburg persönlich jedes Falls angenommen "und den Opfern bestmöglich zu helfen versucht".
Quelle: Kölner Stadtanzeiger


7.4.2008 Der Kirchgang wird zum event. taz-Bericht von Eva-Maria Simon über Event-Christen

4.4.2008 Anfang der 1970er Jahre soll ein inzwischen verstorbener Geistlicher der Gemeinde St. Maria Königin in Bergisch Gladbach-Frankenfort Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht haben. Opfer werden gebeten, sich bei Domkapitular Dr. Robert Kümpel zu melden.
Quelle: express.de

2.4.2008 Australien: Nach 3 Jahren Ermittlungen zeichnet sich ab, dass Kinder in staatlichen Einrichtungen von Pflege-Eltern, Sozialarbeitern, Lehrern und Priestern gequält wurden. Es gab 170 Anschuldigungen, die 434 Tätern galten. 2 Verdächtige sind in Haft. 792 Menschen meldeten sich, die seit den 30-er Jahren von mehr als 1700 Tätern misshandelt worden seien. Das betrifft die Ermittlungsergebnisse für den Bundesstaat South Australia; Ermittlungsergebnisse anderer Bundesstaaten liegen noch nicht vor. Der zuständige Untersuchungsrichter Ted Mullighan sprach vom §Horror der sexuellen Grausamkeit und Ausbeutung kleiner Kinder und schutzloser junger Menschen unter staatlicher Fürsorge durch Menschen in Vertrauenspositionen".
Die Kinder waren zuvor in ihren Familien meist schon Opfer sexueller Gewalt gewesen.
Quelle: Blick

1.4.2008 Gewalt ist Alltag im Irak - vor allem für Christen - Süddeutsche

30.3.2008 Rainer Bucher: Adolf Hitlers Theologie. Rezension in ORF Religion

28.3.2008 Gefährliche Erinnerung - endzeitliche Gerechtigkeit - Christian Heidrich in CiG vom 6.4.2008

24.3.2008 Bedrohte ChristInnen im Nahen Osten - dbk

21.3.2008 Bei der Karfreitagsliturgie im Münchner Liebfrauendom wies der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Marx, auf die politische Botschaft des Kreuzes hin: «Es gibt eine umfassende Gerechtigkeit, die Ausbeuter und Gewalttäter werden nicht das letzte Wort behalten», sagte er. Die Opfer der Geschichte würden nicht «in der Nacht der Hoffnungslosigkeit» versinken, sondern erführen Heilung und Gerechtigkeit.
Quelle: Erzbistum München

20.3.2008 Die katholischen Priester der Schweizer Diözese Lausanne-Genf-Freiburg werden aus aktuellem Anlass am Karfreitag folgende Vergebungsbitte in der Karfreitagsliturgie vortragen: "Im Namen der Kirche bitten wir um Verzeihung für die von einigen pädophilen Priestern und jeder anderen Person begangenen schwerwiegenden und nicht rückgängig zu machenden Verfehlungen gegenüber unschuldigen Opfern."
Quelle: Der standard.at


*16.3.2008 Reinkarnationshoffnung zu Ostern? Dr. Matthias Pöhlmann, setzt sich mit einem häufig anzutreffenden Missverständnis auseinander, das meint, christliche Auferstehungshoffnung mit Reinkarnationshoffnungen verknüpfen zu können - unter Außerachtlassung biblischer Quellen.
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (nach unten scrollen)

16.3.2008 Brief zur Karwoche und zu Ostern

16.3.2008 Reinkarnationshoffnung zu Ostern? Dr. Matthias Pöhlmann, setzt sich mit einem häufig anzutreffenden Missverständnis auseinander, das meint, christliche Auferstehungshoffnung mit Reinkarnationshoffnungen verknüpfen zu können - unter Außerachtlassung biblischer Quellen.
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (nach unten scrollen)

15.3.2008 Das Bistum Regensburg stellt offengebliebene Fragen nach dem Abschluss des Strafverfahrens gegen den Ex-Priester von Riekofen
Bistum Regensburg

14.3.2008 Radio Vatikan zur Verurteilung des Riekofener Ex-Pfarrers

13.3.2008 Kommentar von Rudolf Neumeier "So ist die Kirche unglaubwürdig"  in der SZ

13.3.2008 Die Stellungnahme des Bistums Regensburg zur Verurteilung des Riekofener Ex-Pfarrers wegen Kindesmissbrauchs.
Bistum Regensburg

13.3.2008 Der Ex-Pfarrer von Riekofen ist wegen sexuellen Missbrauchs im Wiederholungsfall zu drei Jahren Gefängnis und Sicherungsverwahrung verurteilt worden.  In der Verhandlung entschuldigte sich der Angeklagte mehrfach bei seinem Opfer und dessen Eltern. Der psychiatrische Gutachter Bernd Ottermann  stellte dar, dass der Angeklagte sich in den 10-jährigen Jungen verliebt habe und nie das Gefühl hatte, dem Kind zu schaden.
Offiziell war der 1999 schon einmal Verurteilte in einem Altenheim tätig. Tatsächlich jedoch hatte er bereits 2 Jahre vor Ende seiner Bewährungszeit, die ihm den Kontakt mit Kindern verbot, die gesamte Seelsorgearbeit in Riekofen übernommen und sich besonders um die Ministranten gekümmert. Offiziell erfolgte der Einsatz in Riekofen erst ab 2004.
Quelle: Augsburger Allgemeine
Bislang hatte das Bistum Regensburg gesagt, es habe seitens des Ordinariats "keinerlei Beaufgtragung zu Aushilfseinsätzen in der Gemeinde- und Ministrantenarbeit in der Pfarre Riekofen" gegeben.
Die Welt jedoch berichtet: 'Aus der von der Polizei beschlagnahmten Personalakte des Pfarrers geht allerdings hervor, dass die Diözesanleitung zu jeder Zeit über die Arbeit des vorbestraften Priesters in Riekofen informiert war. So wurden auch Zeitungsartikel gesammelt, die über die Aktivitäten des Geistlichen mit Jugendlichen berichteten. Nachdem der zuvor zuständige Pfarrer gestorben ist, war der Angeklagte praktisch bereits während seiner Bewährungszeit als Pfarrer verantwortlich.'
Quelle: welt.de
Dass ihn sein Dienstvorgesetzter, also die Diözese, wieder einsetzte und damit die Taten ermöglicht habe, habe sich bei der Strafzumessung zugunsten des Angeklagten ausgewirkt, sagt der Richter. Das bisherige Gutachten von Herrn Ottermann hatte bereits 2000 festgestellt, dass Peter K. eine "Kernpädophilie und homoerotische Veranlagung" habe. Laut Richter Iglhaut hätte sich die Diözese dieses Gutachten besorgen können, aus dem hervorgeht, dass K. keinesfalls mehr mit Kindern hätte arbeiten dürfen. Ein Vermerk auf dieses Gutachten fand die Polizei denn auch in K.s kirchlicher Personalakte. Und auf den Internetseiten der Diözese ist nachzulesen, der Justitiar des Bischofs sei "in groben Zügen" über Ottermanns Gutachten informiert gewesen.
(Quelle: SZ)

13.3.2008 Das Schweigen des Hirten SZ

8.3.2008 Kongress "Kirchen gegen Armut und Ausgrenzung" in Heidelberg, 6.- 8.3.2008 - Fotos und Kurzbericht. Den Frauen, die ihre Listenbeiträge zur Verfügung stellten, ein herzlicher Dank!
Das Fazit des Kongresses scheint mir auch für uns hier wichtig und zukunftsweisend zu sein: Kirchen müssen Kirchen nicht für, sondern MIT ARMEN UND AUSGEGRENZTEN werden.
mehr


8.3.2008 Die Kirche in den USA zahlt 615 ¤ für Missbrauchsopfer kath. Priester. 2007 wurden 689 Fälle gemeldet, von denen einige Jahrzehnte zurückliegen.
Quelle: Nachrichten.ch

7.3.2008 Weltgebetstag der Frauen - Texte aus Guyana: "1996 wurde ein Gesetz gegen häusliche Gewalt verabschiedet. Aber es ist wenig bekannt und es gibt wenige Organisationen, an die sich Opfer von Gewalt um Hilfe wenden können. Frauenhandel und Gewalt gegen Frauen ist in Guyana eines der Hauptprobleme. Nach Schätzungen ist jede dritte Frau Opfer häuslicher Gewalt – nicht selten mit Todesfolge."
Quelle: Weltgebetstag.de

7.3.2008 Zur neuen-alten Karfreitagsfürbitte - der Gesprächskreis Juden und Christen in CiG

5.3.2008 Vatikan drängt auf gleiche Rechte für Frauen und sagt, "Initiativen, von denen viele auf Glauben basierten und bedürftigen Frauen Hilfe brächten, insbesondere den Opfern von sexuellem und körperlichen Missbrauch, müssten eine Priorität bleiben." Dass sie es schon sind, erlebe ich nur punktuell und viel zu selten.
Quelle: Radio Vatikan

2.3.2008 Wie gefährlich ist Religion? Ein Beitrag von Johannes Röser in CiG
Gewalt und Monotheismus - Norbert Lohfink - Leseraum St. Georgen

27.2.2008 Die Schweizer Bischofskonferenz hat sich aus aktuellem Anlass mit der Praxis der Umsetzung der Richtlinien zu sexuellen Übergriffen in der Seelsorge befasst. Grundsätzlich haben sich die Richtlinien bewährt, vor allem im Bereich der Prävention. Die Pädophilie-Fälle der letzten Wochen betreffen Verfehlungen, die mehrere Jahrzehnte zurückliegen. Falsch sei es gewesen, die pädophilen Priester erneut in der Seelsorge einzusetzen. Die SBK bedauert dies.
Quelle: kath.ch
28.2.2008 Bischof Genoud schlägt vor,
Gruppen anonymer Opfer unter fachlicher Betreuung zu bilden, ebenso Gruppen von Angehörigen der Opfer. Mit Schreiben vom 24. Januar forderte Genoud die Priester seines Bistums auf, für Opfer von Pädophilen Messen zu feiern, aber auch für die pädophilen Priester selber zu beten. In den Hauptkirchen der Diözese werden spezielle Orte geschaffen, wo Gläubige für Opfer und Täter beten können. Im Karfreitagsgottesdienst will Genoud persönlich die Opfer um Vergebung bitten. Überhaupt sei es vordringlich, die Opfer ernsthaft um Verzeihung zu bitten, auch wegen "des Mangels an Transparenz, Klarheit und Kommunikation".
Quelle: tagesanzeiger.ch

26.2.2008 Das Schweizer Fernsehen bringt heute Abend, 22.20 Uhr in "Der Club" eine Sendung zum Thema: Zölibat und Pädophilie". Die Sendung ist auch als live-stream und Video anzuschauen.
SF

20.2.2008 Die nigerianischen Bischöfe erneuern anlässlich ihrer ersten Vollversammlung vom 11.-16.2.08 in Abuja ihre Option für die Armen. Zu den vorrangigen Prioritäten des Landes zählen die Bildung und der Schutz der Kinderrechte: „Unser Land braucht radikale Reformen durch eine Politik, in deren Mittelpunkt die Menschen und das Bildungssystem stehen. Wir begrüßen die Initiative mehrer Personen, die die Nationalversammlung zur Verabschiedung von Gesetzen zum Schutz der Kinder bewegen wollen. Angesichts der Zunahme von Verbrechen wie sexueller Missbrauch an Kindern und Handel mit Minderjährigen… ist ein solches Gesetz notwendig.“
Quelle: Zenit


20.2.2008 Der Generalvikar von Vaduz weist darauf hin, dass Steuerhinterziehung ein Verstoß gegen das 7. Gebot ist. Es heißt: "Du sollst nicht stehlen."
Quelle: religion.ORF


19.2.2008 Ein Lehrstück über Kirche, Medien und Pädophilie
Quelle: NZZ

18.2.2008 Der Bischof von Chur, V. Huonder, kritisierte den Umgang der Medien mit Priestern unter Pädophilieverdacht. Er sagte, die diskutierten Fälle lägen bereits Jahre zurück; sie seien aufgewärmt worden, ohne die Folgen für die Opfer zu bedenken. Aus heutiger Sicht müsse man sagen, dass Fehler gemacht worden seien, aber nicht nur auf kirchlicher Seite, auch in den Schulen und Familien. Die Versetzung pädophiler Priester verteidigte Huonder mit dem Hinweis, die Kirche versuche, auch jenen Menschen, die fehlbar würden, eine Chance zu geben, wenn sie bereit und fähig seien, ihr Leben zu ändern.
Hans Küng hingegen spricht von einem Skandal, vom Vertuschen und Versetzen.
Quelle: SonntagsZeitung
Der Zeitungsartikel berichtet nicht, ob der Bischof Opfer gefragt hat, ob auf sie Rücksicht genommen wurde und von wem.


14.2.2008 Der Generalvikar Pater Trauffer des Bistums Basel wendet sich gegen die Berichterstattung Schweizer Medien über Pädophiliefälle in der Kirche. Er sieht hinter dem Thema Pädophilie ein anderes, grösseres: Es gehe nicht um die real existierende sexuelle Gewalt und wie man sie verhindere, sondern um die real existierende katholische Kirche und wie man sie verhindere. Er schreibt in einem offenen Brief: "Jede Form sexuellen Missbrauchs ist selbstverständlich etwas Unentschuldbares und gehört rechtlich geahndet. Das Verurteilen einer möglicherweise unschuldigen Person ohne klare Beweise ist jedoch ebenso unentschuldbar. Es gilt in unserem Rechtssystem immer noch die Unschuldsvermutung. Im Fall der katholischen Kirche ist es wegen auflagenträchtiger Denkschablonen seit geraumer Zeit jedoch umgekehrt. Es gilt die Schuld-Vermutung, bis zum Erweis der Unschuld."
Quelle: Bistum Basel

9.2.2008 Papst Benedikt appellierte an die christliche Gemeinschaft: „Christen müssen überall eine Kultur fördern, die die gleiche Würde der Frau anerkennt, im Recht und in der Wirklichkeit der Fakten.”
Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Im Raum der katholischen Kirche hat Papst Benedikt sicher die Macht und Möglichkeit, im Bereich des Rechtes und in der Wirklichkeit der Fakten der gleichen Würde der Frau Anerkennung zu verschaffen. Sicher nicht der einzige, aber immerhin EIN Maßstab wird die faktische Zulassung von Frauen zu allen Ämtern in der kath. Kirche sein.

9.2.2008 Gotthard Fuchs über Fastenzeit
CiG

3.2.2008 Monika Schmid, Theologin und Gemeindeleiterin der Pfarrei Illnau-Effretikon, sagte im Wort zum Sonntag im SF, dass etwas nicht stimme mit der katholischen Kirche, wenn Priester, die sich verlieben und heiraten, ihren Beruf aufgeben müssen und Priester, die Kinder missbrauchen, versetzt werden und eine andere Arbeit bekommen.
Quelle: kath.ch

3.2.2008 Eine Predigt, die all jene ermutigen mag, die das Gefühl haben, auf der falschen Seite zu stehen.

1.2.2008 Der Bischof des Bistums Lausanne-Genf-Freiburg fordert eine bessere innerkirchliche Kontrolle pädophiler Priester. [Die Forderung ist vermutlich an sein eigenes Bistum gerichtet.] Der Bischof sei bestürzt über die Berichte über Pädophilie. Er betonte, zu oft würden diese Fälle in Gesellschaft und Kirche tabuisiert und tot geschwiegen, was zu "dramatischen Entwicklungen" geführt habe (für wen die Entwicklungen dramatisch waren - für Täter, Opfer, das Bistum oder für wen auch immer -, geht aus dem Bericht nicht hervor). Inzwischen gibt es eine telefonische Hotline, bei der 14 Anrufe eingingen. 9 Menschen wollten nur reden, fünf Menschen suchten die direkte Begegnung mit dem Bischof. Gewisse Fälle lägen bis 50 Jahre zurück; "fünfzig Jahre des Leidens", kommentierte der Bischof. Der Bischof gab zu bedenken, dass verschiedene Opfer selbst Jahrzehnte nach dem Geschehen nicht bereit seien, sich der Belastung eines Gerichtsverfahrens auszusetzen. Sie möchten vielmehr mit jemandem über das Erlittene reden. Aufgabe der Kirche sei es, sie in ihrem Heilungsprozess zu unterstützen.
Derzeit liegen dem Bistum eine Liste mit den Namen von zehn der Pädophilie bezichtigten Priester vor. Eine neu eingerichtete Kommission werde die Liste prüfen und versuchen, Fakten und Gerüchte zu sichten. Der Bischof rief das Bistum zu einem "Weg der Vergebung" auf und forderte, mit Gottesdiensten der jugendlichen Opfer zu gedenken. Am Karfreitag sollen in den Gottesdiensten Opfer und Täter in das Gebet eingeschlossen werden.
Quelle: kipa-apic.ch

28.1.2008 Spiritualität im Gesundheitswesen. Zwischen Schamanismus und „Heilender Gemeinde“- Überlegungen von Bernhard Grom, SJ, in den "Stimmen der Zeit"

27.1.2008 kath.ch berichtet von dem Selbstmord der Mutter des von einem Schweizer Kapuziner missbrauchten Neffen, als sie im August 2007 vom Missbrauch ihres Sohnes erfuhr, und von zwei Selbstmordversuchen des jüngeren Bruders. 1990 brachte sich ein 17-jähriger Messdiener des Kapuziners um. 1995 brachte sich ein 20-jähriger Student um, der als Junge an einem Ferienlager des Kapuziners teilgenommen hatte.

26.1.2008 "Das Bistum Freiburg im Mediengewitter" und "Nulltoleranz für pädophile Priester nach Aufdeckung alter Vorfälle" - so titelt die NZZ und informiert, dass neben der Anschuldigung gegen einen Kapuziner weitere rund zehn Priester im Verdacht stehen, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der zuständige Offizial, Betticher, wies darauf hin, dass zunächst die Unschuldsvermutung zu gelten habe. Zu den vorhandenen Richtlinien zum Umgang mit sexuellen "Übergriffen" sagte er, dass u.U. auch dann Anzeige erstattet werden müsse, wenn das Opfer es nicht wünsche. Denn das Interesse der Kinder müsse noch höher bewertet werden als der Opferschutz.
Das Bistum Freiburg hat sich zu einem offensiven Vorgehen entschlossen, um die zu Unrecht Beschuldigten zu entlasten und um die ohnehin schwierige Arbeit der ca 400 Priester nicht zusätzlich mit einem Generalverdacht zu belasten.
Quelle: NZZ

26.1.2008 Im Bistum Regensburg wurde Anklage gegen den der Pädophilie verdächtigen früheren Pfarrer von Riekofen erhoben. Die Anklage geht von 20 Übergriffen auf einen 13-jährigen Messdiener aus. In einem Gutachten wird dem Angeklagten "homoerotische Kernpädophilie" bescheinigt.
Quelle: Süddeutsche


26.1.2008 "Das Bistum Freiburg im Mediengewitter" und "Nulltoleranz für pädophile Priester nach Aufdeckung alter Vorfälle" - so titelt die NZZ und informiert, dass neben der Anschuldigung gegen einen Kapuziner weitere rund zehn Priester im Verdacht stehen, Kinder sexuell missbraucht zu haben. Der zuständige Offizial, Betticher, wies darauf hin, dass zunächst die Unschuldsvermutung zu gelten habe. Zu den vorhandenen Richtlinien zum Umgang mit sexuellen "Übergriffen" sagte er, dass u.U. auch dann Anzeige erstattet werden müsse, wenn das Opfer es nicht wünsche. Denn das Interesse der Kinder müsse noch höher bewertet werden als der Opferschutz.
Das Bistum Freiburg hat sich zu einem offensiven Vorgehen entschlossen, um die zu Unrecht Beschuldigten zu entlasten und um die ohnehin schwierige Arbeit der ca 400 Priester nicht zusätzlich mit einem Generalverdacht zu belasten.
Quelle: NZZ
Im Bistum Regensburg wurde Anklage gegen den der Pädophilie verdächtigen früheren Pfarrer von Riekofen erhoben. Die Anklage geht von 20 Übergriffen auf einen 13-jährigen Messdiener aus. In einem Gutachten wird dem Angeklagten "homoerotische Kernpädophilie" bescheinigt.
Quelle: Süddeutsche

24.1.2008 In der Schweiz wurde der Staatsanwaltschaft ein weiterer Verdachtsfall eines pädokriminellen Priesters übergeben. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.
Quelle: nzz.ch

23.1.2008 Nicolas Betticher, Offizial im Bistum Lausanne-Genf-Freiburg beurteilte die Richtlinien der Schweizer Bischofskonferenz zum Vorgehen bei sexuellem Missbrauch als zu vage. Nur in schweren Fällen, "wenn sich die nahe GEfahr von Wiederholungstaten nicht auf andere Weise bekämpfen lässt", ist die Information der Ermittlungsbehörden vorgesehen. Es sei wichtig, dass die Wahrheit so schnell wie möglich ans Licht komme. Nur das sei im Interesse des Opfers, sagte er.
Quelle: 20min.ch

23.1.2008 Die Erzdiözese Los Angeles hat ihr zentrales Verwaltungsgebäude verkauft, um die vereinbarte Entschädigung wegen sexuellen Missbrauchs zahlen zu können. Die Kirche muss insgesamt 660 Millionen DOllar an 508 Opfer zahlen. Für 45 weitere Fälle wurden bereits 60 Millionen Dollar gezahlt.
Quelle:
pr-inside.com

22.1.2008 Die Schweizer Bischofskonferenz will die seit 2002 geltenden internen Richtlinien zum Umgang mit pädokriminellen Priestern überprüfen, nachdem ein Priester nach einem sexualisierten Gewaltverbrechen - er hatte vier Jahre lang einen 10jährigen Jungen missbraucht - lediglich versetzt worden war. Die Bischofskonferenz lässt verlauten, dass sie heute anders handeln würde.
Quelle: tagblatt.ch
Kommentar: Der Satz "Heute würden wir anders handeln" wird seit 2002 häufig wiederholt - immer dann, wenn ein "neuer Fall", auf den die Richtlinien nicht zutreffen, weil sie später in Kraft traten, öffentlich bekannt wird. Zu wünschen wäre, dass ALLE bekannten Verbrechen zumindest innerkirchlich geahndet werden, wenn sie schon nicht mehr justitiabel sind aufgrund der inzwischen eingetretenen Verjährung. Richtlinien helfen wenig, wenn es ein "geheimes Einverständnis" der kirchlich Verantwortlichen mit den Tätern gibt. Es ist dieses "geheime Einverständnis", das die Opfer verrät und die Täter schützt. Würden die Verantwortlichen anerkennen, dass Pädophilie nicht heilbar ist, dann müssten sie wissen, dass pädo- und ephebophile Täter in der Regel Mehrfachtäter sind und eine Versetzung nur andere Kinder/Jugendliche der Gefahr ausliefert, Opfer zu werden.

20.1.2008 Zum ersten Mal gesteht ein Mitglied der katholischen Hierarchie die Verantwortung im Fall des Schweizer Priesters ein, der unter dem Verdacht pädokrimineller Verbrechen in der Schweiz und in Frankreich steht. Der kirchliche Offizial Nicolas Betticher spricht von "geheimem Einverständnis"; diese Aussage tue ihm weh, sagte er, aber sie sei zutreffend. Der Missbrauch von mindestens einem Kind sei dem Bistum von Lausanne, Genf und Freiburg seit 1989 bekannt gewesen, die zivilen Gerichte jedoch nicht informiert worden. Stattdessen habe die Kirche den Täter nach Frankreich geschickt.
Der Angeschuldigte hat inzwischen gestanden, 1992 (!) seinen 12-jährigen Neffen missbraucht zu haben. Die Untersuchungen dauern an, eine Verhaftung fand bislang nicht statt.
Quelle: tagesschau sf.tv
Kommentar: Wenn Kirche ein "geheimes Einverständnis" mit einem Gewalttäter in den eigenen Reihen eingesteht, dann tut sie das sehr spät. Eine Überprüfung kirchlichen Verhaltens wäre 2002 zu erwarten gewesen, als die pädokriminellen Verbrechen von Priestern in den USA bekannt wurden und als die Schweizer Bischofskonferenz ihre eigenen Richtlinien "Sexuelle Übergriffe in der Seelsorge" (Dezember 2002) verabschiedete. (Wobei der Begriff "Übergriffe" ein Menschenrechtsverbrechen kennzeichnen soll, dies aber in sprachlich harmloser Form tut.)


19.1.2008 Wer das Beichtgeheimnis verletzt, dem droht als Kirchenstrafe die Exkommunikation. Es darf unter keinen Umständen gebrochen werden, nicht einmal zur Rettung des eigenen oder fremden Lebens. Nach neuen Plänen des Innenministeriums soll das BKA künftig auch Geistliche, Strafverteidiger und Abgeordnete  abhören dürfen. Der Hamburger Weihbischof Jaschke nannte das Ansinnen des Innenministeriums undenkbar und der Leiter des kath. Büros bei der dt. Regierung, Prälat Jüsten, ist überzeugt, dass die Absichten des Innenministeriums nicht verfassungskonform sind.
Quelle: mehrere

15.1.2008 Kardinal Lehmann tritt als Vorsitzender der Bischofskonferenz zurück.
Quelle: DBK


13.1.2008 "Erstmals hat Papst Benedikt XVI. öffentlich eine Messe in Teilen nach einer althergebrachten Liturgie zelebriert und den Gläubigen den Rücken zugewandt."  Ohne Kommentar.

12.1.2008 Fastenaktion 2008 von Misereor: Mit Zorn und Zärtlichkeit an der Seite der Armen: Entdecke die Liebe


5.1.2008 Uwe Sundermann: Eine Predigt zu Jes 42,1- 4
Auch wenn sie vom 31.1.2002 stammt, hat sie nichts an Aktualität verloren.

5.1.2008 Der Präfekt der Kleruskongregation, Kardinal Claudio Hummes rief zu weltweitem Gebet für die Opfer sexueller Verfehlungen durch Priester auf. Es sei wichtig, die Verfehlungen einzugestehen und zu benennen. Vor allen Dingen aber gehe es um die Opfer, stellte der brasilian. Kardinal klar. Die Sühne-Initiative für moralisches und sexuelles Fehlverhalten von Priestern sei mit Blick auf "sehr schwere Vorfälle" aus jüngerer Zeit auf den Weg gebracht worden.
Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Der Aufruf zum Gebet ist gut und wichtig. Ergänzt werden müsste er aber um den Aufruf zu tatkräftiger und (!) den Opfern auch erfahrbarer Solidarität. Auch Personalentscheidungen in der Kirche sollten so gefällt werden, dass sie die Solidarität der Kirche mit Missbrauchsopfern dezidiert und unmissverständlich zum Ausdruck bringen. So ist unverständlich, dass der Vatikan einen Bischof als Mitglied der Glaubenskongregation ernannte,
der einen verurteilten pädokriminellen Priester mit einer Pfarrei betraute, in der der Täter erneut einen Jungen missbrauchen konnte. Da Kardinal Hummes ebenfalls Mitglied der Glaubenskongregation ist, kann ja noch gehofft werden, dass er den Regensburger Bischof persönlich bittet, Kontakt zu den Opfern in Riekofen aufzunehmen und die Verfehlungen einzugestehen, soweit sie in seinem Zuständigkeitsbereich liegen - bevor er sein Amt in der Glaubenskongregation antritt.

3.1.2008 Der spanische Bischof von Teneriffa, Bernardo Alvarez, hatte in einem Interview erklärt, Homosexuelle seien ebenso krank wie Päderasten und es gäbe Minderjährige, die den sexuellen Missbrauch wünschten. Nach Protesten ließ er seinen Vikar verlautbaren, da seien wohl Sätze aus dem Zusammenhang gerissen worden. "Mit seinen Worten möchte der Bischof ein absolut verabscheuenswürdiges Phänomen wie den Missbrauch von Minderjährigen weder rechtfertigen noch verstehen." Auf die von den Kritikern geforderte persönliche Berichtigung hat Alvarez bisher verzichtet. Die Bischofskonferenz schweigt zu dem Vorfall.
Quelle: NZZ






Zur Startseite
Mailen Sie Diese Seite gehört zu http://www.gottes-suche.de nach oben