zurück
Theologie und Kirchen - Archiv 2007





29.12.2007 Stefan Hippler, Priester in Kapstadt und Gründer der Aids-Hilfsorganisation Hope Cape Town, darf mit seinem 2007 erschienen Buch "Gott, Aids, Afrika" in Deutschland nicht auf eine Lesereise gehen. Sein Verlag, Kiepenheuer und Witsch, teilte mit, Hipplers vorgesetzte Dienststelle, Abt. Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, habe das Verbot ausgesprochen. Hippler plädiert in dem Buch für den Gebrauch von Kondomen zur Verhinderung einer Ansteckung mit dem Aids-Virus.
Quelle: FR
Artikel in der Zeit

28.12.2007 Der Bischof der Kanaren-Insel Teneriffa, Bernardo Alvarez, erklärte in einem Interview, Homosexuelle seien ebenso krank wie Päderasten. Außerdem vertrat der Bischof die Ansicht, dass es Minderjährige gebe, die den sexuellen Missbrauch wünschen und diesen sogar suchen.
Quelle: der standard


28.12.2007 Bischof Müller, Regensburg, zeigt sich erschüttert über die Ermordung von Kindern. Auch über den sexuellen Missbrauch eines Kindes in Riekofen hatte er sich erschüttert gezeigt. Aber den Täter hatte er trotz Vorstrafe wegen Pädokriminalität als Pfarrer dort eingesetzt.
Quelle: ad-hoc-news

25.12.2007 Deutschland reagiert geschockt: Über 12.000 der Kinderpornografie Verdächtige, über misshandelte und missbrauchte Kinder. Das ist richtig und gut so. Was noch fehlt, ist das Bewusstsein dafür, dass viele dieser misshandelten und missbrauchten Kinder überleben. Sie leben - inzwischen längst erwachsen - mitten unter uns. Einige von ihnen treffen sich in der Mailingliste dieser HP. Sie können nur ausnahmsweise davon erzählen, dass jemand aus ihrer Umgebung ihnen zuhört und glaubt. Dass die Menschen, die Gewaltopfern zuhören und ihnen glauben, immer mehr werden, das wünsche ich mir und all jenen, die mit den Traumafolgen zu leben haben. Weihnachtliche Erschütterung ist gut und wichtig - und dennoch zu wenig. Wir brauchen Menschen, die sich das ganze Jahr über mit offenen Ohren und Herzen von der Not berühren lassen. Die Gewalt ist nämlich nicht vorbei, wenn sie vorbei ist. Sie hinterlässt nicht selten lebenslange Wunden, die bestenfalls vernarben können.

25.12.2007 Ungeachtet mehrerer Missbrauchsfälle vertrauen die Kolumbianer der katholischen Kirche. Das ergab eine Studie des Instituts für politische Studien der Nationalen Universität.
Quelle: Radio Vatikan


21.12.2007 Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller wurde von Papst Benedikt XVI. gestern in die Glaubenskongregation nach Rom berufen. Offensichtlich disqualifiziert die erneute Einsetzung eines wegen Pädokriminaltität vorbestraften Priesters einen Bischof nicht für die Arbeit in der Glaubenskongregation. Das Signal, das der Papst damit setzt, ist unübersehbar.
s. auch die Information des ORF: "750 Millionen Euro für Missbrauchsopfer der Kirche in Irland"


21.12.2007 Neue Fragen auf alte Antworten - ein Glaubenskurs aus Bern. Da scheint nicht nur der Titel zu verblüffen :-). Vielleicht ist diese Glaubenssache ja für die eine oder andere von uns etwas.

17.12.2007 Der kath. Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung, Prälat Karl Jüsten, sagte, der Trend zu einer Steigerung der Waffenexporte dauere ungebrochen an. Er verwies darauf, dass die Genehmigungen für Ausfuhren von Rüstungsgütern 2006 gegenüber 2005 um 1,5 Mrd. auf 7,7 Mrd. Euro gestiegen sei. Die Bundesregierung wies die Kritik zurück.
Quelle: Radio Vatikan


14.12.2007 Wir brauchen heute mehr Pfarreien - nicht weniger. Helmut Schüller

13.12.2007 Das Erzbistum New York warnt Kinder mit einem Malbuch vor sexuellem Missbrauch, u.a. vor sexuellem Missbrauch durch kath. Priester. Immerhin sahen sich 3000 der 42.000 (7,1%) katholischen Priester in den USA mit dem Vorwurf konfrontiert, Schutzbefohlene sexuell missbraucht zu haben. Einer der Ratschläge lautet: "Zur größeren Sicherheit sollten ein Kind und ein Erwachsener zusammen nicht die einzigen in einem geschlossenem Raum sein."
Ich kenne das Malbuch nicht im Einzelnen. Aber mir drängt sich eine Beobachtung auf:
Ich möchte nicht, dass Kindern die Verantwortung für Übergriffe von Erwachsenen aufgebürdet wird. Und das geschieht, wenn Kinder aufgefordert werden, sich nicht mit einem Erwachsenen in einem geschlossenen Raum aufzuhalten. Die Forderung wäre an die Erwachsenen zu richten, dass sie aufmerksam erkennen, wann ein Kollege, Nachbar, Vater, Onkel, Pfarrer, ... aus zwielichtigen Gründen unbeobachtet mit Kindern zusammen sein möchte.

Es kann nicht sein, dass wir unsere Kinder Misstrauen lehren, bevor sie Vertrauen fassen dürfen. Nebenbei tut das den 92,9% der Priester Unrecht, die nicht übergriffig werden.

8.12.2007 Beim heutigen Angelus-Gebet geißelte der Papst den Missbrauch von Kindern: "Wir machen leider die Erfahrung, dass die Heranwachsenden, die Jugendlichen und sogar Kinder leicht zu Opfern von entstellten Formen der Liebe werden, verführt von skrupellosen Erwachsenen, die sich selber etwas vormachen und sie in die ausweglose Sackgasse des Konsumismus führen: Selbst heiligste Dinge, wie der menschliche Leib, der Tempel des Gottes der Liebe und des Lebens, werden so zu Konsumobjekten; und das immer früher, manchmal sogar vor der Pubertät. Wie traurig ist es, wenn die Kinder das Staunen verlernen gegenüber dem Zauber der schönsten Gemütsregungen und die Wertschätzung des Körpers verloren geht, der Ausdruck der Person ist und seines unergründlichen Geheimnisses.”
Der absolute Wert der Liebe müsse geschützt werden, so Benedikt. „Ich denke an die jungen Menschen heute, die aufgewachsen sind in einem Umfeld, das übersättigt ist von falschen Glücksverheißungen. Diese jungen Mädchen und Jungen riskieren, die Hoffnung zu verlieren, weil sie häufig zu „Waisen der wahren Liebe” werden, die dem Leben Sinn und Freude schenkt.”
Quelle: Radio Vatikan

3.12.2007 "Gerechtigkeit, jetzt und für alle Zeiten" ist das Motto der diesjährigen Adveniat-Weihnachtsaktion. hier mehr

1.12.2007 Prof. Dr. Norbert Scholl zur Enzyklika "Spe salvi" - gerettet auf Hoffnung hin.
Text der Enzyklika hier.


30.11.2007 Der Bayerische Landtag diskutierte die Folgen des Missbrauchsfalles in Riekofen. Bislang wird bei den als Religionslehrern eingesetzten Pfarrern kein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Dies soll in Zukunft geschehen, denn im staatlichen Bereich gebe es gegenüber Missbrauch nur eine "Null-Toleranz". Kirchenvertreter sind zu einem Gespräch darüber eingeladen.
Quelle: Passauer Neue Presse

23.11.2007 Die BAG Asyl in der Kirche und das Ökumenischje Netzwerk Initiative Kirche sagen: Wir halten es für an der Zeit, dass die beiden großen christlichen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland ein deutliches gemeinsames Wort sprechen: Gegen die Abwehrpolitik der EU, die einem Krieg zur Verteidigung unseres Reichtums gleichkommt, für das Recht auf Leben, das entscheidende Menschenrecht.
mehr: IKvu

19.11.2007 Die Kirchen haben Verfassungsbeschwerde eingelegt gegen den weiteren Ausbau der Ladenöffnungszeiten am Sonntag.
"Wer heute sonntags einkaufen will, wird morgen sonntags auch arbeiten müssen. Die Ökonomisierung des Sonntags hört nämlich, wenn ihr einmal die Ladentüren aufgemacht worden sind, nicht in den Warenhäusern auf."
Heribert Prantl in der SZ


12.11.2007 Arbeitshilfe Bischofskonferenz mit Gottesdienst in Weingarten und Bericht über Bruchsaler Gruppe Artikel im Konradsblatt Nr. 45, 91. Jahrgang, Karlsruhe 11.11.2007, S.18, dokumentiert auf der HP der Seelsorgerin der Bruchsaler Gruppe, Frau Gallinat-Schneider (Seitenende)

29.10.2007 In Eschenau machen die evangelische Kirche und die Vizepräsidentein des Deutschen Bundestages, die SPD-Abgeordnete Susanne Kastner, den Versuch der Mediation in einem Dorf, das große Mühe hat, die Tatsache sexuellen Missbrauchs wahrzunehmen und Mühe, aus den Opfern nicht die wahren Täter zu machen.
mehr: br-online

27.10.2007 Der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller lehnt eine Entschuldigung für den sexuellen Kindesmissbrauch durch einen seiner Pfarrer weiter ab. "Es geht nicht darum, mich zu entschuldigen oder Fehler einzugestehen", sagte Müller im Radiosender Bayern2. Nach seiner Ansicht sei im Umgang mit dem bereits einschlägig vorbestraften Geistlichen getan worden, "was menschenmöglich war“. Der Bischof, der bislang nicht mit den Christinnen in Riekofen sprach - und mit dem Opfer auch nicht -, warb um Mitgefühl für die Eltern des beschuldigten Geistlichen.
Quelle: br2
Mehr zum Regensburger Missbrauchsfall ist hier nachzulesen.
Kommentar "Verwirrende Aufklärung"

24.10.2007 Der Ortssprecher von Eschenau, Fritz Gotthardt, hat sein Amt aus Protest gegen den Umgang mit den Familien der Missbrauchsopfer niedergelegt. Er sprach von einem "Tribunal" gegen die Familien der Opfer. Auch seinen Posten als stellvertretender Kommandant bei der Freiwilligen Feuerwehr gab er auf. 2002 noch war er mit einer Enthaltung als Ortssprecher gewählt worden.
Quelle: SZ

21.10.2007 In Eschenau wird eine Familie - die eines mutmaßlichen Missbrauchstäters, der Selbstmord beging - von einem Anwalt vertreten. Auf einer Versammlung im Pfarrsaal von Eschenau hatte der Rechtsanwalt gefordert, die Opfer und ihre Familien sollten aus dem Ort verjagt werden. Außerdem soll er die Vergewaltigungs-Vorwürfe als Lüge dargestellt haben. Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat gegen den Anwalt ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der öffentlichen Anstiftung zu Straftaten eingeleitet.
Die Frau, die zuerst Anzeige erstattete, berichtete dem br, dass die Seelsorgerin sie bat, sich andernorts um seelsorgliche Begleitung zu bemühen.
Quelle: Süddeutsche
Dazu ein engagierter Bericht (Video) des br. Vorsicht, Triggergefahr!

21.6.2007 Erzbischof Brady, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche in Irland, hat sich für den sexuellen Missbrauch tausender Kinder durch irische Priester entschuldigt. Während einer Messe für Missbrauchsopfer sagte er, er könne sich "niemals genug bei denjenigen entschuldigen, die gelitten haben, während sie in der Obhut der Kirche waren". Es fiele ihm weiter schwer, die "erschreckenden Sünden" zu verstehen, die in den vergangenen 70 Jahren begangen worden seien. Die Kirche zu einem sicheren Ort für Kinder zu machen, sei für ihn wichtig, sagte Brady. Die Schadensersatzforderungen gegen die katholische Kirche sollen nach Regierungsschätzungen mittlerweile bei 1,16 Milliarden Euros liegen.
Quelle: Radio Vatikan und köln.de



18.10.2007 Wie einfach die Liebe ist, erzählt Sr. Stefanie: „Wenn ich im Sancta wegfahre, ist das Auto voll; wenn ich wiederkomme ist das Herz voll". 

17.10.2007 Friedhelm Hengsbach machte auf der Nationalen Armutskonferenz (NAK) darauf aufmerksam, dass Armut in unserem Land kein Schicksal und kein Naturereignis sei, sondern gesellschaftlich verursacht werde. Arme würden arm gemacht. „Der Skandal wachsender Armut mitten im Reichtum ist nicht allein die Tatsache der Entbehrung eines Teils der Bevölkerung, sondern die Art und Weise, wie die Mehrheitsbevölkerung mit der Armut umgeht: Sie wird wegdefiniert, weil sie mit der in Bangladesh nicht vergleichbar sei. Sie wird als bekämpfte Armut relativiert“, sagte Hengsbach.
Erika Biehn, stellvertretende Sprecherin der NAK, betonte, wie wichtig es sei, dass Menschen, die sich Gehör verschaffen wollten, nicht alleine dastünden.

13.10.2007 Riekofen und kein Ende. Heute geht durch die Presse, dass das Bistum Regensburg nach eigener Aussage des zuständigen Pfarradministrators H.G. ihn nicht über die Vorgeschichte des pädokriminellen Pfarrers informierte. Als der heute 73-jährige Pfarradministrator den Aushilfspriester als seinen Nachfolger ins Gespräch brachte, wurde ihm vom Personalreferenten des Bistums geantwortet, man wisse nicht, ob dieser dazu gesundheitlich in der Lage sei - "Herz-Lungen-Geschichten". Vom Missbrauch in Viechtach wurde nicht gesprochen.
Auch der damals zuständige Dekan erfuhr erst 2003, dass "es da was gegeben" hätte in Viechtach (offensichtlich ist das Wort "sexueller Missbrauch" unaussprechlich). Über Auflagen wurde der Dekan nicht informiert. Der Generalvikar G. bat den Dekan jedoch, ein bisschen aufzupassen. Und nichts vom Aufpassen zu erzählen. Ein solcher Appell kann alles Mögliche bedeuten: Frauengeschichten, homosexuelle Beziehungen, Irregularitäten bei den Finanzen, Alkoholprobleme, Suchtprobleme....

Zum Vergleich: Wie die Diözese Graz-Seckau mit sexuellem Missbrauch umgeht, ist hier nachzulesen.

Eine Dokumentation des Regensburger Missbrauchsfalles und wie die Bischöfe damit umgehen, ist hier zu finden. Letzte Änderung: 7.10.2007


12.10.2007 Verwirrende Aufklärung: Vom Umgang mit der Sprache und der Wahrheit. Was am Riekofener/Regensburger Missbrauchsfall zu sehen ist. 


7.10.2007 Die Kriminalpolizei prüft, ob der wegen pädokrimineller Übergriffe festgenommene Riekofener Pfarrer während seiner Bewährungszeit gegen Auflagen verstieß, indem er wieder in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen kam bei einer nicht angeordneten Aushilfstätigkeit in Riekofen. Die Kriminalpolizei prüft, ob dem Bischof der Verstoß bekannt war.
Bistumssprecher Jakob Schötz bestätigte, dass der Pfarrer freiwillig bei "liturgischen Diensten" in der Dorfkirche von Riekofen geholfen habe, das Bistum habe davon aber nichts gewusst.
Quelle: Süddeutsche
Anm.: Auf der Pressekonferenz des Bischofs vom 21.9.2007 hatte der Bischof die Pfarrei-Übernahme des vorbestraften Priesters begründet mit dem Satz: "Viele Pfarrangehörige wollten den Priester als Pfarrer, nachdem sie ihn durch gottesdienstliche Aushilfen kennen gelernt hatten. Es wurden denn auch nie Klagen und Beschwerden über ihn laut. Er war allgemein sehr beliebt und als Seelsorger anerkannt."  Der Bischof gab in dieser Konferenz nicht zu erkennen, ob er über den Zeitraum der Aushilfstätigkeit Bescheid wusste. In Riekofen ist bekannt, dass der vorbestrafte Pfarrer seit 2001 in der Gemeinde arbeitete.

6.10.2007 Stellungnahme des Bistums Regensburg: Das Ottermann-Gutachten habe dem Bistum nicht vorgelegen. Wörtlich: "Vom Gericht wurde kein Gutachten ausgehändigt. Auch bei der telefonischen Rückfrage des Justiziars im Februar 2004 bzgl. des Wiedereinsatzes von Peter K. und evtl. Auflagen wurde nicht auf gerichtsinterne Gutachten verwiesen.
Es widerspricht jeder Logik, zu verlangen, dass der Entscheidung des Ordinariats, Peter K. wieder in der Pfarrseelsorge einzusetzen im September 2004 gerichtsinterne Gutachten zu Grunde gelegt werden sollten, die nur dem Gericht vorlagen und dem Ordinariat für die Entscheidungsfindung nicht in Erinnerung gebracht wurden."
Kommentar: Der Begriff "etwas in Erinnerung bringen" setzt voraus, dass etwas schon einmal gewusst war und nur noch erinnert werden muss. Bedeutet also die Formulierung des Bistums, dass der Kirche das Ottermann-Gutachten bekannt war - und nur "vergessen" worden ist?




3.10.2007 Eckhard Bieger, SJ, zu der Frage: "Wie inszeniert man einen Skandal?"
Bieger hat Recht. Fragwürdig scheint mir jedoch folgende Äußerung: "Die Öffentlichkeit, wie sie sich in der Moderne herausgebildet hat, kennt dagegen diesen [Täter-] Schutz nicht. Sie hat kein Mitleid mit dem Täter. Sie streitet für die Opfer, weil das die Sympathie der Leser garantiert." Es mag sein, dass Opfer-orientierte Berichterstattung die Quote steigert. Quotensteigerung ist jedoch nicht mit einem wirklichen Interesse an wirklichen Opfern zu verwechseln. Die veröffentlichte Meinung kann sehr schnell auch Opfer zu Tätern machen - wie im Fall der Eltern der vermissten Madelaine oder auch im Fall von Natascha Kampusch zu studieren ist.

Eine Dokumentation des Regensburger Missbrauchsfalles und wie die Bischöfe damit umgehen, ist hier zu finden. Letzte Änderung: 7.10.2007



26.9.2007 Der Eröffnungsreferat des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Lehmann
DBK

26.9.2007 Micha Hilgers, Psychoanalytiker, spricht Klartext im Regensburger Missbrauchsfall. Erfrischend, den Artikel zu lesen. "Es ist geradezu bizarr, ihn  [den Pfarrer, der wg. Missbrauch bereits verurteilt wurde] wieder in die deliktnahe Situation hineinzubringen", sagte Hilgers, der seit vielen Jahren pädokriminelle Straftäter betreut, der Deutschen Presse-Agentur. Abwegig sei es auch, wenn der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller davon spreche, der Priester sei nach einer Therapie als "geheilt" betrachtet worden: Pädokriminelle Orientierung sei nicht heilbar, höchstens kontrollierbar.
Hilgers räumt auch mit dem Mythos auf, dass jemand pädokriminell werde, weil er zölibatär lebe. Umgekehrt sei es richtig zu sagen, der Zölibat ziehe Pädolriminelle an.
Quelle: Stern

22.9.2007 CiG: Vom Wunschkind zum Wunderkind - Über den Umgang mit vorgeburtlicher Diagnostik - und die Rückkehr patriarchalen Denkens

19.9.2007 "Sich selbst überlassen" - die taz erzählt von Opfern; diesmal von Opfern des Irak-Krieges.

17.9.2007 Hans Küng kritisiert, dass die Bischöfe nicht zur Kenntnis nehmen wollen, dass die Seelsorge mangels Priestern zusammenbricht. Außerdem würden Frauen in der Kirche theoretisch zwar als "von gleicher Würde" wie der Mann bezeichnet, praktisch jedoch als Gläubige 2. Klasse behandelt.
Quelle: kath.ch

15.9.2007 "Gott sei Dank, es ist Sonntag". Unter diesem Motto rufen die evangelische Kirche und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen dazu auf, den 7. Tag der Woche als Zeit der Ruhe einzuhalten. Die hannoversche Landesbischöfin Margot Käßmann sieht in der Sonntagsöffnung von GEschäften ein Symptom des nachlassenden Zusammenhalts in der Gesellschaft. Wenn nicht einmal an einem Tag auf das Einkaufen verzichtet werden kann, sei das eine Traueranzeige für das soziale Miteinander in Deutschland. Käßmann kritisiert, dass Menschen vorrangig als Konsumenten betrachtet würden.
Beide Großkirchen wollen Einspruch gegen die neuen Ladengesetze beim Bundesverfassungsgericht einlegen.
Quelle: mehrere

14.9.2007 Oh nein, nicht schon wieder, möchte ich gerne sagen. "Regensburg" reicht und ist erneut zu viel. Aus Italien kommen jedoch erneut makabre Mitteilungen. Ein bekannter Pater, Piero Gelmini, der sich um Zehntausende von Drogenabhängigen kümmerte, wird beschuldigt, 60 und mehr Menschen missbraucht zu haben. Unter ihnen sind auch Menschen, die in seinen inw. 164 Entzugsanstalten in Italien bzw. 74 ausländischen Anstalten leb(t)en. Gelmini ist Gründer der "Comunita incontro", die sich u.a. um HIV-Positive und Aids-Kranke Jugendliche kümmert. Er betonte seine vollkommene Unschuld.
Quelle: Der standard.at

13.9.2007
Matthias Drobinski sagt in der SZ zum mutmaßlich neuesten Missbrauchsfall im Bistum Regensburg Folgendes: Das Gutachten über den pädokriminellen Priester, der bereits 2000 verurteilt wurde und dem nach der Therapie Unbedenklichkeit bescheinigt wurde, stammt vom Therapeuten des Priesters. Es scheint also gar kein unabhängiges Gutachten zu geben.
Nebenbei wird öffentlich, dass das zuständige Gremium, das auch im Bistumn Regensburg existiert, bislang kein einziges Mal zusammentrat.

9.9.2007 Der Regensburger Bischof hat zum "Fall Riekofen" gemeint, Kindesmissbrauch sei  "schreiender Widerspruch zum priesterlichen Dienst“. Er äußerte die Hoffnung, dass die möglichen Opfer mit Hilfe von Seelsorgern die "furchtbaren Vorgänge" überwinden könnten.
Quelle: Mittelbayerische Zeitung
Kommentar: Wer weiß, wie schwer es für Menschen mit Gewalterfahrungen ist, vor Ort SeelsorgerInnen zu finden, die sich mit man-made-desaster/Traumatisierung auskennen, weiß auch, dass vor der Wirklichwerdung der bischöflichen Hoffnung noch viel Zeit vergehen wird und manche Fortbildung der SeelsorgerInnen nötig ist.

8.9.2007 Glaubenszweifel - ein Beitrag zur Spiritualitätsgeschichte der Moderne - über Mutter Teresas Glaubenszweifel
CiG


5.9.2007  A. Chatterjee ist eine kritische Stimme im Chor der Stellungnahmen zum Leben von Mutter Theresa. Nachzulesen in der FR. Aroup Chatterjee ist promovierter Arzt und Autor, in Kalkutta aufgewachsen und lebt heute in London. Er überprüfte bereits zu Lebzeiten Mutter Teresas Aussagen und Angaben vor Ort in Indien. Sein Recherche-Ergebnis mit Quellenangaben veröffentlichte er im Buch "The final verdict" (2003). Vom Vatikan wurde er eingeladen, als Gegenstimme im Seligsprechungsverfahren.

3.9.2007 Am Rande bemerkt: In dem Dorf Riekofen, Landkreis Regensburg, wurde am Sonntag für den Pfarrer gebetet, der wegen des Verdachts, ein Kind missbraucht zu haben, verhaftet wurde. Ein Gebet für das missbrauchte Kind gab es nicht - so berichtet es die Süddeutsche. Wer sich ein wenig in der täterschützenden Szene auskennt, versteht auf Anhieb, dass in der Gemeinde Unterschriften für den Pfarrer gesammelt wurden. Unvergessen ist ein Fall von Kindesmissbrauch in Uznach/Schweiz im Juli 2003. Dort solidarisierten sich gar die Eltern des Opfers mit dem Missbrauchstäter - gegen die eigenen Kinder. Der Pfarrer erhielt ca 1000 Solidaritätsbekundungen, das Opfer keine einzige.
Wenn Kirche bei den Missbrauchsopfern Glaubwürdigkeit wiedergewinnen will, wird sie einiges tun müssen.

3.9.2007 Pfarrer Georg Schmucki, Dekanat St. Gallen, fordert, dass Seelsorgende mit Pädokriminalität konfrontiert werden müssen. Er mahnt eine offene Gesprächskultur an, um die Gefahr von Übergriffen in der Seelsorge zu minimieren. "Bistümer, die sich bei diesem Thema in Schweigen hüllen, handeln fahrlässig", sagte Schmucki.
Quelle:  kath.ch

1.9.2007 Kommentar zur Nachricht vom 31.8.2007: Eigentlich müsste sich so langsam rumsprechen, dass pädokriminelle Orientierung nicht heilbar ist. Fachkreise - TherapeutInnen und PsychiaterInnen - müssten es wissen, katholische Kirche sollte es dringend wissen und dann auch beherzigen. Aus vier Gründen dürfte nicht passieren, was im Bistum Regensburg geschah und gestern öffentlich wurde:
Erstens und am allerwichtigsten: wegen der Opfer. In deren gesamtem Leben wird durch Missbrauch durch Kleriker ein entsetzliches Chaos angerichtet und  nicht so selten Gott für immer gemordet - vorsichtig formuliert
2. wegen der Täter. Ein Bistum, das einem verurteilten pädokriminellen Pfarrer ermöglicht, beruflich erneut durch den Einsatz in einer Kirchengemeinde mit Kindern in Kontakt zu kommen, verletzt seine Fürsorgepflicht auch gegenüber dem pädophilen Mitarbeiter. Die Fürsorgepflicht für einen gefährdeten Mitarbeiter würde es gebieten, ihn im verantwortlichen Umgang mit seiner irreversiblen und andere Menschen/Kinder vernichtenden Neigung zu unterstützen, statt ihm Kinder auszuliefern
3. wegen der Botschaft der Befreiung, die Kirche zu vermitteln hätte. Bucher's Artikel in Concilium über "Gottes Niederlage" ist mir unvergessen, weil sie hilfreich klar und eindeutig ist
4. wegen jener kirchlichen Mitarbeiter, die treu und redlich ihren nicht selten frustigen Job mit Überzeugung und Geradlinigkeit verrichten und durch Ereignisse wie derzeit und schon lange (?) in Regensburg und andernorts (?) kompromittiert werden - das haben diese redlichen Menschen nicht verdient
meint Rika - und mag ihr Entsetzen über die Vorgänge im Bistum Regensburg nicht verbergen

31.8.2007 Ein wegen Kindesmissbrauch vorbestrafter kath. Pfarrer im Landkreis Regensburg wurde nach neuen Vorwürfen verhaftet. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den 39-Jähringen, sich jahrelang an einem Ministranten sexuell vergangen zu haben. Im Juli erst war bekannt geworden, dass das Bistum Regensburg den Pfarrer trotz einschlägiger Vorstrafe wieder - zum Entsetzen nicht nur der bisherigen Opfer - in der Seelsorge eingesetzt hatte. Das Bistum hatte dazu erklärt, der Vorbestrafte sei nach einer Therapie geheilt. Überdies sei diese Prognose von einem psychiatrischen Gutachten bestätigt worden. Nunmehr zeigt sich das Bistum "schockiert".
Quelle: br-online
Die Passauer Neue Presse vom 30.7.2007 bringt die ältere Nachricht.
s. auch Panorama vom 16.8.2007

28.8.2007 German Robledo war bis 2004 Vorsitzender des Kirchengerichtes im Erzbistum Cali, Kolumbien. Im Februar 2006 legte er alle kirchlichen Ämter nieder, um freier über Missstände berichten zu können. Er beschuldigt den Klerus des Erzbistums Cali des massiven moralischen Versagens. Die US-amerikanische katholische Nachrichtenagentur CNS listet die Beschuldigungen auf: zahlreiche Priester unterhielten dauerhafte sexuelle oder homosexuelle Beziehungen und zweigten Spendengelder für die Versorgung der eigenen Kinder ab. Weiterhin seien Gelder dafür verwandt worden, Vermittler von Kindern zu bezahlen, die anschließend von den Geistlichen missbraucht wurden. Robledo seien Dutzende von Kindern bekannt, die Erpressungsgelder verlangt hätten, weil sie sexuelle Kontakte zu Priestern gehabt hätten. Schließlich seien Geistliche, die in den USA des sexuellen Missbrauchs von Jungen und Mädchen angeklagt gewesen seien, in der Erzdiözese Cali eingesetzt worden. Robledo beschuldigt den zuständigen Erzbischof Juan Sarasti Jaramillo, schon lange über die Vorwürfe informiert zu sein, aber nicht zu handeln. An die Öffentlichkeit sei Robledo gegangen, weil auch nach mehrmaliger Information des Erzbischofs nichts geschehen sei.
Quelle: kipa

27.8.2007 Alexander Markus Homes: Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft?
mehr bei amazon

25.8.2007 Der Wiener Hochschulseelsorger, Initiator der österreichischen Pfarrer-Initiative und bis 2005 Missbrauchsbeauftragter der Diözese Wien wünscht sich mehr Dialog beim Papstbesuch. Er sieht eine Gefahr in der Schweigespirale, wo die Bischöfe nicht mehr mit dem Papst, die Priester nicht mehr mit den Bischöfen und die Laien nicht mehr mit den Pfarrern offen über ihre Anliegen sprechen. Außerdem sagt er, die Zusammenlegung von Pfarreien werfe die Frage auf, wie groß eine Gemeinde sein könne, damit sie sich noch als "Gemeinde" fühlt, in der man einander persönlich kenne.
Kommentar: Mit so einfachen Worten kann man die jahrzehntealte Problemlage der kath. Kirche benennen.
Quelle: ORF

22.8.2007 Kardinalstaatssekretär T. Bertone hat Medienberichte über Missbrauchsvorwürfe gegen katholische Priester heftig kritisiert und als verachtenswert bezeichnet, weil die Berichterstattung irreführend und beschämend sei und das Bild der kath. Kirche verzerre. Das sagte er im italienischen Radio. Hintergrund der Kritik war eine ausführliche Berichterstattung zum Vorwurf sexuellen Missbrauchs gegen zwei Geistliche in Italien.
Quelle: ORF 

20.8.2007 Alfred Delp - Märtyrer und Prophet. Stimmen der Zeit

17.8.2007 In der gestrigen Panorama-Sendung der ARD erhob ein ehemaliger Ministrant gegen den Würzburger Bischof den Vorwurf, die sexuellen Übergriffe durch einen Priester verschleiert zu haben. Der Bischof habe dem Opfer geraten, keine Anzeige zu erstatten, damit nichts an die Öffentlichkeit gelange. Quelle: br-online
In einer Pressemeldung des Bistums Würzburg wird der ARD-Bericht als falsch zurückgewiesen. Der Würzburger Leitende Oberstaatsanwalt Clemens Lückemann bezeichnete die Behauptung der sexuellen Nötigung auf Anfrage als "definitiv falsch". In der Pressemitteilung des Bistums wird auf Zeitungsberichte verwiesen, die nach dem Selbstmord des Angeschuldigten schrieben, der damals 22-jährige Mann habe mit dem Priester ein sexuelles Verhältnis gehabt und dieses beenden wollen. Er sei aber erst zur Polizei gegangen, als der Geistliche gedroht habe, sich umzubringen. Das Bistum Würzburg hatte nach dem Suizid des Priesters bereits erklärt, dass die Vorgänge innerkirchlich untersucht worden seien. Noch vor der Selbsttötung sei die Ablösung des Pfarrers beschlossen und vorbereitet worden. Der junge Mann habe eine ihm vom Bistum angebotene Therapie abgelehnt, so Hillenbrand.
Kommentar: Die Berichterstattung ist eher verwirrend als klärend.
------------------------------------------------------------------------------
Deutlicher ist da der Bericht des Schweizer Fernsehens vom 18.7.2007: Pädophilie: Wie ein Priesterschüler zum Opfer wurde. Im katholisch geprägten Italien werden jedes Jahr durchschnittlich zehn Priester wegen sexueller Übergriffe auf Kinder verurteilt. In Palermo führt ein Opfer, Marco Marchese, heute eine Hilfsorganisation für andere Pädophilieopfer.
Quelle: http://www.sf.tv/sf1/10vor10/index.php. Im Archiv den 18.Juli 2007 aufsuchen. Der Film ist online.
Er beschreibt die häufigen Reaktionen: Die Kirche ist nicht zu einer Stellungnahme bereit; angesprochene Pfarrer verweigern das Gespräch; nur einer, ein Militärpfarrer, meint, diese Fälle werden aufgeblasen, er kenne jedenfalls keine pädophilen Kollegen. Der inzw. verurteilte Täter fragte nach dem Prozess sein Opfer, ob die Anzeige denn nötig gewesen sei. Ebenfalls nach dem Prozess erhielt Marco Marchese eine Rechnung des Bischofs von Agricento über Euro 200.000, weil er das Ansehen der Kurie beschmutzt habe. Die Rechnung wurde nach öffentlichem Protest zurückgezogen.
Zugleich es gibt dort einen Pfarrer, Fortunato di Noto, der Anzeige gegen drei Kollegen erstattete, die Kinder missbrauchten. mehr

 9.8.2007 Der kath. Kardinal von Mexiko-Stadt, Norberto Rivera, wurde vom Obersten Zivilgericht von Los Angeles zu einem Missbrauchsfall durch einen Priester befragt. SNAP, die US-Organisation der Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kleriker, teilte mit, dass Rivera vorgeworfen werde, einem mexikan. Geistlichen nach dem Missbrauch eines Messdieners zur Flucht nach Kalifornien verholfen habe. Ein Sprecher der Erzdiözese sagte, es habe sich nur um eine Befragung gehandelt, nicht um einen Prozess. Der Kardinal habe deutlich gemacht, dass das Gericht in L.A. nicht zuständig sei, sondern die Gerichtsbarkeit in Mexiko.
Quelle: SNAP und Yahoo


6.8.2007 Johann Baptist Metz erhielt den diesjährigen Preis der Salzburger Hochschulwochen. In seiner Rede sagte er: "Gibt es aber in der unwiderruflich anerkannten Vielfalt der Religionen und Kulturen ein alle verpflichtendes und in diesem Sinne wahrheitsfähiges Kriterium des Verstehens und Zusammenlebens?" Er habe dazu versuchsweise ein "Weltprogramm des Christentums" vorgeschlagen – unter dem Stichwort "Compassion". Darunter verstehe er nicht vages Mitgefühl oder folgenloses Mitleid, sondern "die teilnehmende Wahrnehmung fremden Leides". Die "Compassion" gelte nicht nur für den privaten Lebensbereich, sondern auch für das öffentliche politische Leben, sie enthalte ein Friedensethos für die globalisierte Welt: "Nur die Mitleidenschaft bricht schließlich, wenn überhaupt, den im Nahen Osten herrschenden elementaren Verfeindungszwang. Nur wenn etwas vom Ethos der Compassion in die politischen Konflikte einbricht, nur wenn die Erinnerung an die Leiden des eigenen Volkes sich mit der Bereitschaft verbindet, auch die Leiden der anderen, die Leiden der bisherigen Feinde nicht zu vergessen und diese Leidensgeschichte bei künftigen Verhandlungen in Betracht zu ziehen, wird es Wege zum Frieden geben."

31.7.2007 Laut Informationen von Echo-Online geht ein des sexuellen Missbrauchs angeklagter Pfarrer, zuletzt in Rüsselsheim tätig, letztlich straffrei aus. Am 4.6.2004 war er zu 9000 Euro Strafe verurteilt worden. Das Verfahren sei in der nächsten Instanz unter Verweis auf Paragraf 153, Abs. 2 der Strafprozessordnung (geringe Schuld des Täters und kein öffentliches Interesse an der Verfolgung) eingestellt worden. Das ist zwar kein Freispruch, aber der Beschuldigte gilt auch nicht als vorbestraft. Weiteren Taten ging das Gericht wegen Verjährung nicht nach. Laut Presseberichten gab es keinen Kontakt der Kirche zu den Opfern - ausgenommen ein Verhör im Juli 2002 vor einer kirchlichen Kommission.
Quelle: Echo-online nicht mehr online

28.7.2007 Ungleichzeitigkeiten: Der Rheinische Merkur titelt "Verantwortung wiegt schwer". Das hört sich so an: "Die Kirche hat hier dazugelernt. 2002 wurden umfangreiche Präventivprogramme ins Leben gerufen, „um sicherzustellen, dass jeder, der in der Kirche mit Jugendlichen und Kindern zu tun hat, dazu qualifiziert ist und keine Gefahr für die Kinder darstellt“, wie Kardinal Mahony von Los Angeles sagt. Die Priesterstudenten in den Seminaren werden nun stärker unter die Lupe genommen, Frühwarnsysteme in den Gemeinden installiert. Bischöfe gehen offensiv mit dem Thema um."
Gleichzeitig berichtet die PNP, dass ein sexuell übergriffiger Kaplan inzwischen als Pfarrer in einer Gemeinde im Bistum Regensburg eingesetzt ist.

24.7.2007 Nachhilfe für Kultusministerin und Bischof: Die Bibel ist kein Biologiebuch. Mehr dazu in der Süddeutschen

23.7.2007 Die negativen Reaktionen auf das vatikanische Dokument zum katholischen Kirchenverständnis haben den US-amerikanischen Kardinal William J. Levada, Angehöriger der Kurie und Verantwortlicher für das Dokument, sehr überrascht.
Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Überrascht von den Reaktionen kann nur sein, wer den Kontakt zur Basis verloren hat.


16.7.2007 Kardinal Roger Mahoney entschuldigt sich bei den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kleriker und Kirchenangestellte: "„Viele Opfer sagten mir, auch wenn der Fall geklärt sei, auch wenn sie eine Entschädigung bekommen haben – es bestünde keine Möglichkeit, ihnen ihre Unschuld zurückzugeben, die ihnen genommen wurde. Das ist der eine Teil des Klärungsprozesses, den ich als sehr frustrierend erlebe: Das Einzige, was ich mir wünschte, nämlich den Opfern zurückgeben zu können, was ihnen geraubt wurde und das Leid rückgängig zu machen – das kann ich nicht leisten.“
Da hat er Recht; eine Traumatisierung, wie sie durch sexuellen Missbrauch in der Regel geschieht, ist nicht rückgängig zu machen. Sie kann jedoch durch öffentliche Solidarität und solidarische Begleitung von Opfern gemildert werden. Es bleibt zu hoffen, dass es den Missbrauchsopfern der Erzdiözese Los Angeles anders ergeht als z.B. Norbert Denef in Deutschland oder Marie Collins in Irland (s. Marie Collins, Das Schweigen brechen: Die Opfer, in: Concilium, 40. Jg., Heft 3. Struktureller Verrat. Sexueller Missbrauch in der Kirche, S. 251 - 258)


16.7.2007 Reymer Klüver stellt in der SZ die Frage, ob die Erzdiözese Los Angeles den Missbrauchsopfern zahlt, damit Prozesse verhindert werden können. Im für heute geplanten  ersten Prozess hätte Kardinal Roger Mahony aussagen müsse, auch über das, was er gewusst hat und über seinen Umgang mit Missbrauchstätern. Die heute 59-jährige Mary Ferray kommentiert die Zahlung: ""Aber das Geld zeigt nur die ungeheuerliche Schuld. Ich würde es zurückgeben, könnte ich dafür meine Kindheit wiederhaben." Ferrell war im Alter von sieben Jahren von einem Monsignore missbraucht worden.
Quelle: Süddeutsche

15.7.2007 Die Erzdiözese Los Angeles zahlt den Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche eine Entschädigung von mindestens 600 000 000 Dollar. Diese außergerichtliche Einigung wurde getroffen, bevor am Montag der erste Prozess beginnen soll, den die 500 KlägerInnen angestrengt haben. Vereinbart wurde auch, dass vertrauliche Dokumente über die beklagten Priester freigegeben werden.
Quelle: Yahoo u.a.

13.7.2007 Mythos oder Mystik. Zwischen tridentinischer Restauration und liturgischer Reform. Von Johannes Röser in CiG

11.7.2007 Rom spricht anderen christlichen Kirchen den Status als Kirche ab. Ich bin überzeugt, dass Gottes Geist weht, wo er will - und auch in der Ökumene.
Kommentar der Zeit

9.7.2007 Die Sorge der Päpste

7.7.2007 Mut zum Experiment  Eckpunkte und Impulse für eine Entwicklung der Kirche
Von Claudia Pfrang. Quelle: Lebendige Seelsorge

30.6.2007 Wie männlich ist der Gott der Bibel? Überlegungen zu einer unerledigten Frage von Othmar Keel
Quelle: NZZ


25.6.2007 Micha Brumlik: Ein neuer Kulturkampf ist entbrannt
Brumlik gehörte als einziger Jude zum Beirat des Herausgeberkreises der Bibel in gerechter Sprache. Er schreibt: "Die auf dem Kölner Kirchentag geführte Debatte zwischen dem Leipziger Theologen Jens Schröter und dem Paderborner Neutestamentler Martin Leutzsch, der zum Übersetzerteam gehört, offenbarte die kirchenoffizielle Kritik an der neuen Bibelübersetzung als Beharren auf einer letztlich antijudaistischen Theologie."

Quelle: FR

24.6.2007 Der ehemalige Leiter eines Kinder- und Jugendheims in Remchingen steht im Verdacht, Jugendliche und Schutzbefohlene in 23 Fällen sexuell missbraucht zu haben. Die mutmaßlichen Opfer waren 14 und 15 Jahre alt zum Tatzeitpunkt. Der mutmaßliche Täter wurde u.a. durch ein Buch über seelisch behinderte Kinder und Jugendliche bekannt.
Quelle: ka-news.de
s. auch Marie-Luise Conen: Institutionen und sexueller Missbrauch

20.6.2007 Der Vatikan rief zu größerem Einsatz gegen Frauenhandel und Prostitution auf. Prostitution nannte er eine moderne Form von Sklaverei. „Sexueller Missbrauch und Prostitution, oft im Zusammenhang mit Menschenhandel, sind Gewaltakte, ein Angriff auf die Menschenwürde und eine schwere Verletzung der Grundrechte. Viele Frauen der Straße sind Opfer von Menschenhandel, der auf die steigende Nachfrage der Sex-,Verbraucher’ reagiert.”Das sagte der Sekretär des Päpstl. Rates für Seelsorge an Migranten und Menschen unterwegs, Erzbischof Agostino Marchetto. Die Kirche habe die prophetische Aufgabe, öffentlich anzuklagen. Marchetto plädierte für mehr Aufklärungsarbeit in den Herkunftsländern der Frauen. Es sei notwendig, Kunden über die Folgen ihres Handelns zu informieren. Der Vatikan forderte eine Bestrafung der Freier.
Quelle: Radio Vatikan

17.6.2007 Die Kirche in Deutschland vor den aktuellen Herausforderungen.
Quelle: Zenit

13.6.2007 Der vom Deutschen Evangelischen Kirchentag fälschlich als "Psychoanalytiker" bezeichnete Bert Hellinger hat auf dem Kirchentag die Ansicht vertreten, dass Gott im Guten und im Bösen tätig sei. Alles, was geschehe, sei Gottes Werk, einschließlich der Sünde. Opfer und Täter, auch im Holocaust, stellte er auf eine Stufe. Beide seien "gleichermaßen" von Gott geliebt und stünden "gleichermaßen" im Dienst seines Geistes. Hellinger kritisierte, dass wir unsere Vorstellung von Gerechtigkeit über Gott stellten. Gott sei aber größer als alles, was wir denken können. Im persönlichen Leben sei das Schwerste immer das Schönste, und das Böse sei es, was die Welt am meisten weiter gebracht habe. Allerdings trügen die Täter, auch in Auschwitz – das er einen „heiligen Ort“ nannte - für ihr Handeln die Verantwortung.
Weitgehend wörtlich von S. 3 der Meldungen der Nachrichtenredaktionen über den Kirchentag zitiert. Berichtet wird auch, dass ZuschauerInnen Widerspruch, Unverständnis aber auch Zustimmung signalisierten.
Kommentar: Hellinger erzählt hier nichts, was er nicht andernorts auch schon lange sagt. Hätte Hellinger Recht, müsste ich diese HP schließen und löschen. Mit einem Gott, der keine Unterschiede zwischen Täter und Opfer kennt, will ich nichts zu tun haben. Aber ich bezweifle, dass Hellinger den christlichen Gott beschreibt. Dem - und der - ist es nämlich nicht gleich gültig, ob ein Mensch das Opfer eines anderen Menschen wird und es lässt ihn/sie nicht kalt, wenn ein Mensch einen Menschen mordet. Wenn ich das Erste und das Neue Testament richtig verstanden habe, hat Gott/hat Jesus eine klare Option - für die, die unter die Räder kommen. s.auch meine Eindrücke vom Kirchentag


12.6.2007 Zur Optimierung kirchlicher Kommunikation durch Zielgruppenmodelle - Prof. Dr. Rainer Bucher

6.6.2007 Heute wird der Deutsche Evangelische Kirchentag eröffnet. mehr

6.6.2007 Am Donnerstag findet in funcity-Kirche ein Chat mit einem Notfallseelsorger statt. Thema: Über das Unfassbare reden.
Hier geht's zum Chat.

25.5.2007 Das schmutzige Geheimnis von Eschenau - Nach einem Vierteljahrhundert outet sich eine Lehrerin als Opfer sexueller Gewalt, in dem kleinen Ort gibt es eine verhängnisvolle Kettenreaktion. Von Olaf Przybilla. - Dieser Bericht könnte einige von uns massiv triggern - es geht um Strukturen des Verleugnens  in einem Dorf - und es geht darum, wie heute, 40 Jahre danach, mit Frauen umgegangen wird, die mehrfach vorkommenden sexuellen Missbrauch öffentlich machten. Bitte, achtet gut auf euch!
Süddeutsche

24.5.2007 zenit.org schreibt: "Ein Dokumentafilm, BBC und die Verfälschung von Tatsachen. 'Sex Crimes and the Vatican' entstellt den Inhalt zweier römischer Dokumenten."

22.5.2007 Der Vatikan ließ - laut standard.at - verlautbaren, dass die BBC-Dokumentation über pädophile Priester Unwahrheiten enthalte. Das sagte der Sekretär der italienischen Bischofskonferenz, Bertori. Er verwies darauf, dass die Dokumentation den Eindruck erwecke, der heutige Papst sei verantwortlich für das 1962 herausgegebene Geheimdokument des Papstes "Crimen Sollicitationis". Der Papst sei damals jedoch ein einfacher Theologe gewesen. - Eine weitere inhaltliche Stellungnahme des Vatikan zu den in der BBC - Dokumentation erhobenen Vorwürfen des Täterschutzes ist der Presse nicht zu entnehmen.

19.5.2007 Im Internet wird nach Auskunft von La Republicca derzeit ein BBC-Film gezeigt, der bereits im letzten Jahr ausgestrahlt wurde. Opfer von Kindesmissbrauch durch Kleriker/Kirchenmitarbeiter berichten. Das Schreiben "Crimen Solicitationis", das alle Fälle von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche dem Vatikan unterstellte, steht zur Diskussion. Die Diskussion ist alt - nur das Problem ist weiter ungelöst. Bitte, seid vorsichtig, wenn ihr euch die Dokumentation der BBC anschaut! Den Link dazu findet ihr hier.
Dokumentation

18.5.2007 Die Baseler Tagsatzung hat klare Worte gefunden über Glaubwürdigkeitslücken in der katholischen Kirche. Beiträge hier:
http://www.kath.ch/pdf/kipa_20070518170501.pdf  und hier: http://www.kath.ch/pdf/kipa_20070518115831.pdf

16.5.2007 Buch-Neuerscheinung: Barbara Haslbeck: Sexueller Missbrauch und Religiosität. Wenn Frauen das Schweigen brechen: eine empirische Studie, Münster 2007, ISBN 3-8258-9449-5, Lit-Verlag
Diesem Buch liegen viele Gespräche MIT Betroffenen zugrunde - es könnte also tatsächlich "unser Buch" sein :-)))) Der Autorin  Dank und Glückwunsch! Rika

16.5.2007 Der Wiener Erzbischof kritisierte seinen Bischofsvikar, der eines sexuellen Übergriffs auf einen Klosterbruder von Stift Heiligenkreuz beschuldigt wird. Er sagte, der Bischofsvikar habe sich unter "Alkoholeinfluss in eine Situation gebracht, die so nicht hätte sein sollen." Zugleich sprach er ihm das Vertrauen aus und berichtete, dass er die Amtsperiode des Bischofvikars im August 2006 um 5 Jahre verlängert habe. Zu diesem Zeitpunkt war Erzbischof Schönborn bereits über den Vorwurf informiert.
Quelle: der standard.
Kommentar: Offensichtlich will in die Köpfe solcher Amtsträger einfach nicht eingehen, dass Opfer solches Vorgehen allemal als Täterschutz ansehen. Jetzt fehlt nur noch - was in der Presse bereits anklang - der Satz von der "Psychiatrie-Bedürftigkeit des Opfers". Es wundert auch nicht, dass die Dechanten und Vikariatsräte breiteste Zustimmung zur Amtsführung des Beschuldigten vorbrachten und auf die große Beliebtheit des Seelsorgers bei den Menschen hinwiesen.

16.5.2007 Buch-Neuerscheinung: Norbert Denef: Ich wurde sexuell missbraucht. Mehr

15.5.2007 Kommentar zum Papstbesuch in Brasilien - Christian Schmidt-Häuer in Die Zeit

12.5.2007 Die Zeit: Benedikt und der ungehorsame Kontinent

12.5.2007 Glauben heißt, einen Adressaten für die Fragen haben - Klaus Nientiedt, Konradsblatt

12.5.2007 Caritas-Kongress In Berlin. Eröffnungsrede des Präsidenten Neher. Thema: Mach dich stark für starke Kinder

8.5.2007 Caritas international hat die vom Bundesamt für Migration praktizierte Abschiebung traumatisierter Flüchtlinge nach Afghanistan scharf kritisiert. Das Bundesamt begründete die Abschiebung damit, dass die Flüchtlinge ja von Caritas u.a. vor Ort medizinisch-psychologisch betreut würden. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes nannte die Erklärung zynisch: "Es gibt keine ausreichende Versorgung. Hier verkehrt sich unser Engagement und wird missbraucht für eine Praxis, die wir ablehnen". Behandlungen von Traumatisierten gebe es in begrenztem Maße nur im Großraum Kabul und in Herat. Schätzungen gingen aber von hunderttausenden von AfghanInnen aus, die unter einem "Posttraumatischen Stress-Syndrom" leiden. Es gebe in Afghanistan nur wenige Psychologen und Psychiater, die in der Lage seien, diesen Menschen zu helfen.
Quelle: taz

7.5.2007 Maria Widl, Pastoraltheologin im Bistum Erfurt, forderte einen Perspektivenwechsel in den Gemeinden. Diakonisches Engagement dürfe nicht ausgelagert werden aus der Gemeinde. Vielmehr müssten die Gemeinden diakonische Perspektiven suchen, d.h. eine Option für die Armen treffen.
Quelle: Bistum Erfurt

6.5.2007 In NRW wurde von 17 katholischen Verbänden ein Bündnis gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution gegründet. Ziel sei es, auf die Situation der Opfer aufmerksam zu machen. Das Bündnis will Politik und Bevölkerung mobilisieren, den Opfern zu helfen. Gefordert werden Gesetzesänderungen, die den AUfenthaltsstatus der Frauen sichern und eine intensivere Verfolgung der Täter ermöglichen. Gefordert wird auch der Ausbau der Hilfe und Therapie für aus der Zwangsprostitution entkommene Frauen.
Quelle: kirchensite

3.5.2007 Klara Butting: Gott - lieb oder gerecht? Dr. Butting stellt in diesem Vortrag eine richtige Frage:
"Warum ist unser Verlangen nach der Erlösung der Schuldigen derart bedrängend und von Heils-Unsicherheit geprägt, dass es die Sehnsucht nach der Erlösung der Leidenden und nach Gottes Gerechtigkeit angesichts von Leid verdrängen kann?" fragt Butting und konstatiert: "Denn das passiert." Ich kann nur zustimmen und mich freuen, wenn eine Theologin so genau hinschaut, dass Leidende nicht verschwinden gemacht werden. Rika
Quelle: http://www.pfarrerinnentag-ekhn.de/PDF/Butting-Gott-liebodergerecht.pdf


29.4.2007 Im Vorbereitungspapier der nächsten Weltsynode der katholischen Kirche wird gefordert, dass KatholikInnen sich künftig besser mit der Bibel vertraut machen. Das Vorbereitungspapier betont, dass ChristInnen im Stande sein müssen, sich mit modernen Lebensphilosophien auseinander zu setzen. Es fordert, sich gegen subjektivistische und beliebige Interpretationen der Bibel zu wenden, Antisemitismus zu überwinden und sich von Sekten abzugrenzen.
Quelle: Kipa


24.4.2007 Theologen fordern Reform der Glaubenskongregation nach der Maßregelung von Jon Sobrino. Quelle: Domradio
Der Fall Sobrino ist eine Anfrage an die Arbeit der Glaubenskongregation von Peter Hünermann


18.4.2007 Zum Überfall auf einen christlichen Verlag in der Türkei erklärt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber: "Die Nachricht von der Ermordung der Mitarbeiter eines christlichen Verlages in der Osttürkei erschüttert mich. Dass auch ein Christ aus Deutschland unter den Opfern ist, bringt uns das Geschehen besonders nahe. Anlass des grauenhaften Geschehens sei, dass der Verlag in der Osttürkei Bibeln verteile. Die Bibel bezeugt das Wort des Lebens. Dieses Wort anderen anzubieten, darf niemals Grund dafür sein, Menschen an Leib und Leben zu bedrohen. Unser tiefes Mitgefühl und unser Gebet gilt denen, die um die Opfer trauern."
Quelle: Domradio

17.4.2007 Pressebericht der BNN über GottesSuche

13.4.2007 Die katholische Bischofskonferenz der USA hat Zahlen vorgelegt. 2006 wurden 714 glaubhafte Beschuldigungen wegen Missbrauchs an Kindern gegen 448 Priester erhoben. Die meisten der über 700 Opfer sei zu Beginn des Missbrauchs 10-14 Jahre alt gewesen. 2005 waren es 783 Beschuldigungen, 2004 1092. 70% der 2006 Beschuldigten seien nicht mehr im Dienst. Kirchl. Organisationen hätten 398,6 Mio Dollar für Gerichtskosten, Wiedergutmachung und Therapien ausgegeben.
Quelle: epd


7.4.2007 Nach Informationen der ARD hat der Papst in der Karfreitagsliturgie gesagt: " "Um Jesus herum schließt sich bis zu seiner letzten Stunde eine Welt der Mütter, Töchter und Schwestern. An seiner Seite denken wir an alle erniedrigten und vergewaltigten Frauen, an alle an den Rand Gedrängten, die unwürdigen rituellen Praktiken ausgesetzt sind. An die Frauen, die in ihrer Mutterschaft alleine gelassen werden. An die hebräischen und palästinensischen Mütter und an alle Mütter in Ländern, in denen Krieg herrscht. An die Witwen und die Alten, die von ihren Kindern vergessen sind."
Kommentar: Es ist durchaus nicht selbstverständlich, dass "Gewalt gegen Frauen" in der Liturgie benannt wird. Bemerkenswert also.

31.3.2007 Pressebericht über die Aktion Stolpersteine des Caritasverbandes Bruchsal

30.3.2007 Der Tübinger Theologe Peter Hünermann und mit ihm 69 Theologen fordern nach der Maßregelung des Befreiungstheologen Jon Sobrino eine Reform der Glaubenskongregation. Die TheologInnen werfen der Kongragation vor, ihre Aussagen zu Sobrinos Schriften seien teils "schlicht falsch" und beruhten auf einer "flüchtigen Lektüre".
Quelle: ORF

29.3.2007 Wer Opfer von Zwangsheirat wurde, hat vom neuen Ausländerrecht keine Hilfe zu erwarten. Wer z.B. in der Türkei zwangsverheiratet wurde, verliert nach 6 Monaten das Rückkehrrecht nach Deutschland. Wer in Deutschland zwangsverheiratet wurde, muss weiterhin zwei Jahre verheiratet bleiben, bevor sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht bekommt. Die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen, Irmingard Schewe-Gerigk: "Nach unzähligen Krokodilstränen für die Opfer von Zwangsverheiratungen will die Regierung ihnen nun keinerlei Hilfestellung geben. Die große Koalition lässt die Opfer im Regen stehen".

24.3.2007 "Ein Mörder ist auch der, der foltert ... Niemand darf Hand anlegen an einen anderen Menschen, denn der Mensch ist Ebenbild Gottes", sagte der am 24.3. 1980 ermordete Oscar Romero.

24.3.2007 Michael Utsch: Spielen Glaube und Religiosität für unsere Gesundheit eine Rolle?

20.3.2007 Kritik an der Maßregelung des Befreiungstheologen Jon Sobrino übt der brasilianische Bischof Pedro Casaldaliga. Casaldaliga wirft dem Vatikan vor, autoritär gegen Sobrino vorzugehen und mit seiner Bestrafung die Befreiungstheologie in Lateinamerika unterdrücken zu wollen.
Quelle: ORF
Unter dieser Adresse sind auch drei webcast-Beiträge vom 18.3.07 zu finden über den "Fall Sobrino". Einer der Beiträge bringt ein Studiogespräch mit Prof. Dr. Martha Zechmeister, Theologieprofessorin in Passau, die mit Jon Sobrino zusammengearbeitet hat. Sie spricht davon, dass mit der Verurteilung von Jon Sobrinos Theologie zugleich die gesamte Theologie der letzten Jahrzehnte auf der Anklagebank sitze, Rahner eingeschlossen.
In den Stimmen der Zeit setzt sich Bernhard Sesboüé, SJ, mit der Christologie Sobrinos auseinander: "Jesus Christus aus der Sicht der Opfer"

17.3.2007 Aus dem preisgekrönten Hörspiel würde ein Theaterstück: Die Beichte, von Felix Mitterer. Ein Vater, der seinen Sohn missbraucht, begegnet in der Beichte jenem Priester, der ihn selbst missbrauchte. Ab 12.4. in Wien.

16.3.2007 Zum Glück steht Jon Sobrino nicht alleine. Der Jesuitenorden, deutsche Ordensleute und Theologen stellen sich hinter ihn. Die deutschen Theologen, darunter die Missionszentrale der Franziskaner in Bonn und die Steyler Missionsschwestern, fragen, wie ernst es die Kirche denn mit ihrer "Option für die Armen" meine. Wer sich zu deutlich auf die Seite der Armen und Leidenden stelle, habe in dieser Welt immer weniger Platz. - Sobrinos Theologie war vom Vatikan beanstandet worden.
Quelle: ORF
Dorothee Sölles folgender Text liest sich wie ein Kommentar zu Sobrinos Verurteilung:
 Meine junge tochter fragt mich
griechisch lernen wozu
sym-pathein sage ich
eine menschliche fähigkeit
die tieren und maschinen abgeht
lerne konjugieren
noch ist griechisch nicht verboten.
Die Sorge des Vatikan, dass zu viel Solidarität mit den Ausgegrenzten geübt werde und zu wenig von der Erlösung durch Jesus Christus gesprochen werde, teile ich nicht. Gegenüber Gewaltüberlebenden hierzulande jedenfalls ist diese Sorge völlig unbegründet; denen fehlt es nach wie vor an spürbarer Solidarität ihrer MitchristInnen. Die freuen sich über eine Befreiungstheologie, die Solidarität erfahrbar macht - und wünschten sich viele MitchristInnen, die in den Spuren eines Jon Sobrino gehen. Rika

13.3.2007 Der Bamberger Erzbischof Schick erinnerte an die 1000-jährige Geschichte des Bistums Bamberg. Dabei unterschlug er Schuld und Versagen nicht. Er benannte mangelnde Friedensliebe in den Konfessionskriegen, den Kreuzzügen und der Nazizeit; menschliches Versagen durch mangelnde Ehrfurcht vor fremden Kulturen in der Mission - und durch das Versagen von Priestern, die Kinder missbraucht haben.
Quelle: Bistum Bamberg

12.3.2007 Die SZ berichtet, dass einige Werke von Jon Sobrino aus El Salvador, Befreiungstheologe, am kommenden Donnerstag von der Glaubenskongregation verurteilt werden. Sobrino war Berater von Erzbischof Oscar Romero, der 1980 ermordet wurde. Im Nov. 1989 überfiel ein Kommando der Armee El Salvadors die Jesuitengemeinschaft, der auch Sobrino angehörte. 9 Menschen wurden ermordet, Sobrino war zu dieser Zeit auf einem Seminar in Thailand. Laut SZ wird Sobrino vorgeworfen, er rede nicht klar genug von der Göttlichkeit Jesu.

7.3.2007 kfd-Aktion gegen häusliche Gewalt. Zufällig entdeckt: Da wird auch GottesSuche unter Links und Medientipps genannt.

6.3.2007 Der "Heilige Stuhl" hat die 192 Mitgliedsstaaten der UN aufgerufen, entschiedener gegen alle Formen der Diskriminierung und der Gewalt gegenüber Frauen vorzugehen. „Dazu gehören Kinderprostitution, Gewalt in der Familie, Kinderarbeit und Menschenhandel.“ Dies sagte Erzbischof Celestino Migliore, ständiger Beobachter des "Heiligen Stuhls" bei den UN in New York.
Quelle: Zenit.org.


6.3.2007  Nachtrag: Die polnische Zeitung Rzeczpospolita ergänzt die AP-Meldung vom 3.3.: Seit dem ersten Bericht vom Samstag meldeten sich immer mehr Opfer, vor allem ehemalige Ministranten, die von mehreren Priestern missbraucht worden seien. Geistliche der Diiözese bestätigten der Zeitung anonym die Informationen. Die beschuldigten Priester arbeiteten bis heute mit Kindern, zwei von ihnen seien Lehrer an Grundschulen. Die Opfer stammten meist aus zerrütteten Familien und wollten selbst Priester werden. Auf Berichte hin habe Erzbischof Wielgus gesagt, dass wir "doch alle schwach seien". Ein nach Kanada emigrierter Pole erklärte, er sei in Plock fast 40 Jahre lang Zeuge des sexuellen Missbrauchs von Ministranten in einer Gemeinde gewesen. Die Zeitung spricht von einer "Tradition des Kindesmissbrauchs" in Plock. Der im Juli 2006 verhaftete Priester Jaroslav K. war gegen Kaution aus der Untersuchungshaft entlassen woren - und danach bei einem Kinder-Singwettberwrb für Weihnachtslieder Jury-Mitglied gewesen.
Quelle: religion.orf.at


3.3.2007 Am 7.1. 2007 musste Stanislaw Wielgus zurücktreten von dem Amt, das der Papst für ihn vorgesehen hatte - er sollte Erzbischof von Warschau werden. Grund für den Rücktritt war die Spionage von Wielgus für den früheren kommunistischen Geheimdienst. Inzw. erhob die polnische Zeitung "Rzeczpospolita" weitere Vorwürfe gegen Wielgus. Er habe in seiner Diözese sexuelle Übergriffe auf Priesterschüler toleriert. Nach Informationen der Zeitung müssen sich mehrere Priester aus Wielgus früherer Diözese Plock wegen Sexualdelikten und Vergewaltigungen vor Gericht verantworten. Im Juli 2006 habe die Polizei im Computer eines Geistlichen kinderpornografische Fotos sichergestellt. Wilgius soll seinerzeit von den Vorgängen gewusst haben, sie jedoch heruntergespielt haben.
Quelle: net-tribune


27.2.2007 Ein ausreichendes Angebot an öffentlichen Kinderbetreuungsplätzen ist nach den Worten von Bischof Gebhard Fürst, Rottenburg, auch vor dem Hintergrund zunehmender Überlastung von Familien nötig. Solche Überforderungen zeigten sich dramatisch in immer häufigeren Fällen von Verwahrlosung von Kindern.
mehr


27.2.2007 Norbert Denef, von einem Priester und einem kirchlichen Mitarbeiter als Kind jahrelang sexuell missbraucht, hat 1993 nach 35 Jahren sein Schweigen gebrochen. Die Reaktionen auf den Offenen Brief waren eindeutig. Ein um Hilfe gebetener Pfarrer schrieb 4 Monate nach der Bitte den entlarvenden Satz: "Ich kann und will Sie dabei nicht unterstützen, da ich es nicht verantworten kann, schlimmstenfalls müsste ich die Folgen mit erleiden und mit ertragen." [Statt dass dieser Pfarrer entlang seiner eigenen Befürchtungen ein Gespür für die Isolation eines kirchlichen Missbrauchsopfers entwickelt hätte, ging er an einem Menschen vorüber, der unter die Räuber gefallen war.] Nachdem Denef sich an die Kirchenleitung gewandt hatte, erhielt er von der Kirche eine Entschädigung mit der Auflage zu schweigen. Er schwieg nicht.
http://norbert.denef.com/
Fernsehen: MDR, Mittwoch, 28.2., Magazin/Dokumentation 21.15 Uhr - 21.45 Uhr

Im Mai 2007 erscheint das Buch von Nerbert Denef, Ich wurde sexuell missbraucht. Starks-Sture Verlag, 16.90 €, ISBN 978-3-939586
Zur Erinnerung:  Im Oktober 2006 war noch die Rede davon gewesen, dass die Kirche verlorenes Vertrauen wieder aufbauen solle. Papst Benedikt wörtlich: "Wichtig ist auch, die Wahrheit über das, was in der Vergangenheit geschehen ist, herauszufinden und alle nötigen Schritte zu unternehmen, damit so etwas nicht wieder passiert. Die Prinzipien der Gerechtigkeit müssen respektiert werden, vor allem aber verdienen die Opfer und alle, die von diesen furchtbaren Verbrechen betroffen sind, jede Hilfe." Quelle: ORF, 30.10.2006

20.2.2007 Bischof Gebhard Fürst: Den Menschen nicht auf seine Brauchbarkeit reduzieren

18.2.2007 Radio Vatikan meldet: Der Nuntius in Peru, Erzbischof Rino Passigato, hat im Vorfeld des Brasilienbesuchs des Papstes gesagt: „Ich glaube, dass Kirchenvertreter auf diesem Kontinent in ihrem Engagement häufig abgelenkt waren. Sie wollten soziale Realitäten großer Armut und großer Ungerechtigkeit angehen. Die Sorge um diese Dinge hat ein wenig von der eigentlichen Mission abgelenkt: Jesus Christus zu verkünden. Ich hoffe, dass die Vollversammlung des CELAM Gelegenheit bietet, Christus neu zu entdecken, ohne den es für niemanden, der glaubt, Erlösung gibt.“
Kommentar: Mit "diesen Dingen", d.h. Menschen, die in Armut und Ungerechtigkeit leben, hat Jesus von Nazareth sich so sehr identifiziert, dass im NT formuliert werden konnte: "Was ihr dem geringsten meiner Brüder - und Schwestern - getan habt, das habt ihr mir getan."

18.2.2007 Dr. M. Käßmann auf der 3. Europäischen Ökumenischen in Wittenberg: "Uns ist gesagt: „Selig sind die Friedfertigen!“. Deshalb treten wir gegen Gewalt ein. Gegen Gewalt in Familien, gegen Gewalt gegen Frauen und Flüchtlinge und Minderheiten. Deshalb treten wir ein für friedliche Lösung statt militärische Intervention. Europa darf sich nicht an Rüstungsexporten bereichern und anschließend bewaffnete Konflikte beklagen. Deshalb treten wir ein für eine Globalisierung, die soziale Gerechtigkeit für alle zum Ziel hat und nicht die Bereicherung einiger weniger. Deshalb treten wir ein für einen Lebensstil, der die Schöpfung bewahrt und nicht zur Zerstörung beiträgt."
Quelle: evlka


4.2.2007 Eucharistie für alle - Gotthard Fuchs in CiG

2.2.2007 Einer, der was zu sagen hatte, geht: Franz Kamphaus, Bischof von Limburg.  Er verabschiedete sich mit einem Appell zur Erneuerung von Glauben und Kirche in Deutschland. Das Land sei Missionsland geworden, die Kraft des christlichen Glaubens wirke wie erschöpft. Im Trend der Zeit liege eine sanfte, esoterisch angehauchte Spiritualität, die mit dem Wesen des Christentums aber nichts gemein habe. Der christliche Glaube fordere zur Einmischung und zum Widerspruch gegen falsche Lebensformen und Verhältnisse auf, sagte Kamphaus in seiner Abschiedspredigt.
Die Stimme dieses Bischofs wird einigen Menschen fehlen. Sein bischöflicher Wahlspruch lautete übrigens: Evangelizare pauperibus - den Armen das Evangelium verkünden.

30.1.2007 Im Vatikan - und nicht nur dort - hat ein Bericht Empörung ausgelöst. Ein italienischer Journalist hatte für eine Titelgeschichte des Magazins "L'Espresso" in 24 italienischen Kirchen fiktive Beichten zu Themen wie Sterbehilfe, Pädophilie und Homosexualität abgelegt, um die Reaktionen der Priester zu testen.
Da fehlt es an Respekt vor dem, was anderen Menschen heilig ist. Rika
Quelle: networld.at


26.1.2007 Der Papst verurteilt Gewaltverherrlichung in Videospielen. Zum Text

18.1.2007 "Ein Jungpriester lässt aufhorchen: Er verlangt einen "weit offensiveren Umgang" beim Thema sexueller Missbrauch. Nicht genug, er macht sich auch dafür stark, dass - ähnlich wie in Amerika - von jedem angehenden Priester vor dem Eintritt ins Amt Fingerabdrücke genommen und ein DNA-Profil angelegt wird. Dann gebe es im Missbrauchsfall keine falschen Verdächtigungen mehr, und der Täter werde rasch ausgeforscht. "So etwas brauchen wir auch in Österreich."
Quelle: Die Presse
Kommentar: Mag ja sein, dass mit diesem Vorschlag Missbrauchstäter im kirchlichen Amt leichter überführt werden könnten und falsch Beschuldigte ihre Unschuld leichter nachweisen könnten - nur: verloren gegangenes Vertrauen lässt sich auf diese Art jedenfalls nicht zurückgewinnen. Vertrauen lässt sich nämlich nicht durch Generalverdacht gegen einen ganzen Berufsstand aufbauen - das hat dieser Berufsstand auch nicht verdient. Vertrauen ließe sich allerdings (zurück-)gewinnen, wenn die vielen Redlichen dieses Berufsstandes sich nicht schweigend und unreflektiert vor ihre missbrauchenden Kollegen und andere Unrecht-Täter stellten, um sie zu schützen und sich statt dessen solidarisch neben die Opfer stellten.

14.1.2007 Der Vertreter des Vatikan bei der UNO will aus Anlass der UNO-Frauen-Kommissionssitzung Ende Februar eine Veranstaltung zum Thema Gewalt gegen Frauen und Schutz der Menschenwürde veranstalten. Mit dieser Begleitveranstaltung will die katholische Kirche auf die Ursachen von Gewalt gegen Frauen hinweisen und mögliche Wege zur Prävention eröffnen.
Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Frauen, für die Aufklärung und Prävention zu spät kommen, weil sie längst Opfer von Gewalt wurden, und die auch keine akuten "Notfälle" sind, sind wieder einmal nicht im Blick.

13.1.2007 Den Opfern glauben - ein Beitrag in "Der Sonntag. Wochenzeitung für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens" von Uwe von Seltmann. Leserbrief von mir: Erika Kerstner am 3. Juli 2007 um 19:38. Zunächst herzlichen Dank für diesen kundigen Beitrag, den ich erst heute entdeckt habe. Ich möchte einen Hinweis für betroffene Christinnen geben: Unter http://www.gottes-suche.de treffen sich seit 2002 Christinnen mit Gewalterfahrungen. Sie unterstützen einander in Mailingliste bzw. einer Vor-Ort-Gruppe im Leben mit den anhaltenden Traumafolgen. Sie nutzen auch die Ressourcen ihres christlichen Glaubens. Freundliche Grüße! Erika Kerstner" Reaktion: Keine; obwohl jemand von der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsens auf der HP GottesSuche vorbeischaute.

8.1.2007 Bibeltreu? Ein Beitrag von Annette Kick, Weltanschauungsbeauftragte der Landeskirche Württemberg (Apologetische Notiz anklicken!)

6.1.2007 Einmischen oder wegschauen? Andrea Lehner-Hartmann über Gewaltvorkommen in Familien als extreme Herausforderung an pastroales Handeln

5.1.2007 Im Namen Gottes - Ein Thementag zu Kampf und Toleranz der Kulturen am 6.1.2007
siehe http://www.3sat.de/

4.1.2007 Bei einem Besuch von Papst Johannes Paul II. in der Caritas-Mensa von Rom sagte er: „Der Mensch, der leidet, gehört zu uns.“ Dieser Satz steht auf einer Gedenktafel, die vom derzeitigen Papst eingeweiht wurde anlässlich seines Besuchs in der röm. Suppenküche.

1.1.2007 Einen "guten Rutsch" in das Jahr 2007! Der Begriff "Rutsch" kommt aus dem Hebräischen über das Jiddische in unseren Sprachgebrauch und ist abgeleitet aus hebr. "Rosh haShanah". Wörtlich: Anfang/Kopf des Jahres. Also: Einen guten Anfang allen, die hier vorbeischauen! Rika





Zur Startseite
Mailen Sie Diese Seite gehört zu http://www.gottes-suche.de Seitenanfang