Theologie
und
Kirchen
- Archiv 2006
29.11.2006 Amos
und
die
Sandalen
25.12.2006 Der Vorsitzende
des Rates
der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber,
rief in seiner Weihnachtspredigt dazu auf, die Familie als Schutzort
für Kinder wieder zu stärken. Das Weihnachtsfest stehe ganz
im Zeichen der Geburt Jesu, sagte Huber bei der Christvesper am 24.
Dezember im Berliner Dom. «Oder wollen wir die Geburt des Kindes
als unser wichtigstes Fest begehen und zugleich die
Gleichgültigkeit gegenüber Kindern fortsetzen?»
Quelle: mz-web
22.10.2006
Das Christentum verliert
an Bindungskraft bei den Jugendlichen in Deutschland. Das fand eine
Forschergruppe um den Religionspädagogen Hans-Georg Ziebertz bei
einer Untersuchung in zwölf Ländern heraus. Nur 22 Prozent
der Jugendlichen möchten den christlichen Glauben ihrer Eltern
fortsetzen. Evangelische und katholische Kirche sähen dies nicht
mehr als unausweichliches "Schicksal", sondern bemühten sich
zunehmend um Profilschärfung. Ziebertz begrüßt es
ausdrücklich, dass die Kirchen "ihre Stimme im öffentlichen
Raum erheben". Dies sei notwendig, "wenn man das Christentum nicht ganz
begraben will".
Quelle: Westfälische Rundschau
11.12.2006 Der Gott der
Bibel - ein
grausamer Gott? Zwei Texte:
Gott - grausam und
gewalttätig? - Karl
Veitschegger
Grausamer Gott in der Bibel? Karl Veitschegger
Adventsgruß
2006
11.12.2006 Der Gott der
Bibel - ein grausamer Gott? Zwei Texte:
Gott - grausam und
gewalttätig? - Karl
Veitschegger
Grausamer Gott in der Bibel? Karl Veitschegger
4.12.2006 Kirche als Anwalt der Niemande: Das katholische
Hilfswerk "Adveniat" eröffnete seine Weihnachtsaktion zu Gunsten
von MigrantInnen vor allem aus Mexiko. Lateinamerika hat weltweit die
höchste Auswanderungsrate. Der Bischof von Münster, Reinhard
Lettmann. nannte in seiner Predigt wachsende Armut, fehlende Bildung
und den Mangel an Arbeitsplätzen in den Ländern Mittel- und
Südamerikas als Gründe für die massenhafte Migration.
Ziel der Adveniat-Aktion sei es, "dass die Lebenssituation der armen
Bevölkerung verbessert wird und Menschen nicht mehr gezwungen
sind, aus wirtschaftlicher Not ihre Heimat zu verlassen". Allein im
vergangenen Jahr haben laut Adveniat mehr als eine Million Menschen
versucht, aus oder über Mexiko in die USA zu gelangen. Auf dem Weg
würden sie Opfer von Misshandlungen, Raub und Vergewaltigungen.
Menschen, denen der Grenzübertritt gelinge, lebten in den USA
zumeist rechtlos ohne Papiere in sozialer Armut.
Quelle: taz und domradio
1.12.2006 Mutmach-Papier der Dekadekonferenz des
Christinnenrates: "Ich will mich nicht gewöhnen an Unrecht und
Gewalt" Das Papier ruft dazu auf, wach zu werden für Unrecht und
Gewalt und weitere Schritte zur Überwindung von Gewalt zu gehen.
Kommentar: EIN nötiger Schritt wäre die Beendigung der
sozialen Isolation von Gewaltopfern, die hierzulande und mitten unter
uns leben. Dieser Fokus wäre in jeder Hinsicht nahe-liegend.
29.11.2006
Vorbildlich: Die evangelische Kirche lässt Betroffene selbst
erzählen. In dem Buch "Arme habt ihr allezeit - vom Leben
Obdachloser in einem wohlhabenden Land" berichten Wohnungslose,
MitarbeiterInnen des diakonischen Werks und Journalisten. Das Buch
wurde von Wolfgang Gern, Vorsitzender der evangelischen
Obdachlosenhilfe und des diakonischen Werks Hessen und Nassau
vorgestellt. Zu bestellen ist es bei: Evangelische Obdachlosenhilfe,
Stafflenbergstr. 76, 70184 Stuttgart, Tel. 0711-2159725
mehr
27.11.2006
Der Chefredakteur des Konradsblattes, Bistumszeitung der Erzdiözese
Freiburg fragt, wie eigenständig Bistumszeitungen sein sollen.
20.11.2006 Die "Bibel
in gerechter Sprache" entzweit die Evangelische Kirche und führt
zu Streit. Quelle: FR
Kommentar: Es
würde etwas nicht stimmen mit einer Übersetzung der Bibel,
die ja immer eine Interpretation und Aktualisierung ist, wenn alle
einverstanden wären.
15.11.2006 In der neuen
Bleiberechtsregelung für geduldete Flüchtlinge ist keine
Ausnahme für traumatisierte Menschen oder Kinder ohne Eltern
vorgesehen, bemerkt Bern Mesovic, der rechtspolitische Referent von Pro
Asyl. Caritas und Diakonie forderten eine sofortige
Aufenthaltserlaubnis für Traumatisierte; unbegleitet eingereiste
Kinder sollten bereits nach zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis
bekommen. "Der jetzige Zustand
führt dazu, dass wertvolle Jahre vergeudet werden, in denen viel
für die Integration dieser Menschen getan werden könnte",
sagte der Präsident des Caritasverbandes, Peter Neher.
Quellen:
taz-Interview und Dom-Radio
14.11.2006 Eine
Untersuchung der Universität München wurde bei einer
Fachtagung der Aktion Jugendschutz und des Fachverbandes für
Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.
in Stuttgart vorgestellt. Danach gibt es in jeder Schulklasse
statistisch gesehen 2 Mobbingopfer. Im Durchschnitt ist jeder siebte
Schüler/jede siebte Schülerin als Opfer oder als Täter
in ein Mobbingproblem verwickelt. Wer das Opfer wird, entscheidet die
Gemeinschaft. Aus Eigenschaften oder Verhalten des Opfers ist die
Opferrolle nicht herzuleiten.
Quelle: Der Spiegel
13.11.2006 Konradsblatt
vom 5.11.2006 "Das öffentliche Interesse bei Verbrechen gilt fast
ausschließlich der Tat, dem Täter und seiner Bestrafung. An
das betroffene Opfer und seine Situation denkt kaum jemand". Das sagte
B. Schäufele, der ehrenamtliche Leiter der Karlsruher
Außenstelle des Weißen Rings anlässlich der
Ausstellung "Opfer", die bis zum 24. November im Amtsgericht Karlsruhe
zu sehen ist. Am 16. November, 19 Uhr ist eine Podiumsdiskussion
vorgesehen.
11.11.2006
Veranstaltung des Christinnenrates "Ich will mich nicht gewöhnen an Unrecht und Gewalt" 24.-25.11.06 in
Würzburg
11.11.2006 Eine Arbeitshilfe zum Internationalen Tag zur Beseitigung der
Gewalt gegen Frauen - kfd Trier
11.11.2006 Der
kfd-Bundesverband veranstaltet vom 5. bis 7. März 2007 in Mainz die Tagung
"Häusliche Gewalt - ein Thema für die Gemeinde".
7.11.2006 In Fulda
bietet der Sozialdienst katholischer Frauen Abende für Frauen an,
die Gewalt erfahren haben. Kontakt über die Beratungsstelle gegen
sexuelle Gewalt Tel. 0661- 839415
Quelle: Fuldaer Zeitung
4.11.2006 Der Theologe Fulbert Steffensky hat in
Zürich den Preis des religiösen Buches der Vereinigung des
kath. Buchhandels erhalten. Steffensky habe verstehend auf die
prophetischen Bilderstürmer reagiert und - als sich eine gewisse
Leere und Armut ausgebreitet habe und vielen bewusst geworden sei, dass
ihnen Wertvolles abhanden gekommen sei -, wieder den Wert von Gesten,
Symbolen und Gebärden vermittelt, sagte der Luzerner Theologe
Wiederkehr in seiner Laudatio. Quelle: Portal kath.ch
31.10.2006 Es ist so
weit :-): Die Bibel in gerechter Sprache erscheint
am
31.
Oktober 2006. Die
Übersetzung des 2. Buches
der Psalmen wird von "GottesSuche" unterstützt. Hier finden Sie die neuesten Infos! Für
Eilige empfiehlt sich eine Vorbestellung - die 1. Auflage dürfte
ggf. schnell vergriffen sein! zum Bestellformular
30.10.2006 Die
US-Bischöfe
wollen Mitte November in Baltimore beschließen, Geld zur
Erforschung des sexuellen Missbrauchs durch Priester zur Verfügung
zu stellen. Die Untersuchung soll vom John Jay College of Criminal
Justice an der Universität New York durchgeführt werden.
Ergebnisse werden 2009 erwartet.
Quelle: Radio Vatikan
28.10.2006 Der Papst
forderte
bei einem Treffen mit irischen Bischöfen ein energisches Vorgehen
gegen
se3xuellen Missbrauch durch Priester. Oberstes Ziel sei völlige
Aufklärung, BEstrafung, Vorbeugung gegen Wiederholung sowie Hilfe
für
die Opfer. Er sprach von "Verbrechen", nich nur von Sünden.
Quelle: Yahoo
25.10.2006 Bericht der
Bruchsaler
Rundschau über den Ökumenischen Jahresgottesdienst der ACG Bruchsal
am 14.10.2006: Helfen
verändert
-
Der
barmherzige Samariter als Vor-Bild für die Solidarität von
ChristInnen mit Gewaltopfern"
21.10.2006
Irlands Bischöfe
sind zum Ad Limina-Besuch in Rom.
Erzbischof Sean Brady, Primas von Irland, berichtete Radio Vatikan,
dass auch "ein anderes Problem - ... es wäre naiv, es zu
verschweigen - das Drama des Kindesmissbrauchs durch einige Priester
und Ordensleute, und die Folgen, die das auf das Leben der Kirche"
habe, Gegenstand des Gesprächs seien.
Quelle: Radio Vatikan
21.10.2006
Ewiges Leben - Andreas R. Batlogg
10.10.2006 Der Katholische Medienpreis in
der Kategorie elektronische Medien wird an Cornelia Klaila und Tilman
Kleinjung verliehen für das Radiofeature "Niemand hat mir gesagt,
dass es so weh tut - Weiterleben nach dem Tsunami". In dem Feature
kommen Menschen zu Wort, die den Tsunami am 2. Weihnachtstag 2004 in
Südostasien überlebt haben. Radio Vatikan sprach mit Tilman
Kleinjung: "Beim Zuhörer möchte ich Mitleid bewirken, ich
möchte natürlich auch Sensibilität bewirken. Wir wollen
schon den Zuhörern irgendwie deutlich machen, dass Menschen, die
so etwas oder etwas Vergleichbares erlebt haben, nicht einfach
umschalten können von einem auf den anderen Tag, nach einer vom
Psychologen vorgeschriebenen Trauerphase mit dem normalen Leben wieder
weitermachen, dass die das noch jahrelang beschäftigt Tag für
Tag: das ist etwas, was man bewirken oder erreichen will."
Quelle: Radio Vatikan
5.10.2006 Das ist eine Freude: Heute wurde
auf der Frankfurter Buchmesse die "Bibel in gerechter Sprache"
vorgestellt. Fünf Jahre lang arbeiteten 52, darunter ca 10
katholische, TheologInnen daran, wie Hanne Köhler, die
Projektleiterin, erklärte. Eine "Bibel für Entdecker" und
Entdeckerinnen nannte der Verleger Ralf Markmeier diese
Übersetzung.
Jedenfalls: Die Freude ist groß! Und aus den Mägden und
Knechten wurden - zeitgemäß - Sklaven und Sklavinnen. Das
sind Wörter, die wir verstehen.
Quelle: ORF
4.10.2006 Der Sektenexperte Hugo Stamm
schreibt in einem Artikel des
"Tages-Anzeigers", dass viele katholische Bildungshäuser einen
Hang zum Esoterischen entwickeln. Der Jesuitenpater Lukas Niederberger,
Lasalle-Haus
in Schönbrunn, hält dagegen, dass der größte Teil
des Kursangebotes christlich sei und bleibe.
Quelle: kath. ch
2.10.2006 Schwester Lea Ackermann über
drei erschütternde Urteile in Deutschland - "tun, was in
Sonntagsreden versprochen wird" Radio Vatikan
1.10.2006 Die italienische kath. Kirche ist
besorgt darüber, dass
angesichts der stark sinkenden Zahl von Priestern Jugendliche in den
Seminaren aufgenommen werden, die eigentlich vor der Welt
flüchten. Der Turiner Kardinal, Severino Poletti sagt, dass zu oft
in die halb leeren Seminare Personen aufgenommen würden, die keine
wahre Berufung empfinden, sondern nur eine Lösung für ihre
psychischen Schwierigkeiten und Integrationsprobleme in der
Gesellschaft suchen.
Quelle: ORF
23.9.2006 In Potsdam wurden in dieser Woche
erstmals nach dem Holocaust jüdische Rabbiner in Deutschland
ordiniert. Brigitte Böttner, Konradsblatt, nennt dies einen "neuen Anfang, ohne
die Geschichte zu verdrängen – ein Symbol passend zum
jüdischen Neujahrsfest 'Rosh Haschana'. "
Rosch haSchannah wird in diesem Jahr heute
gefeiert.
22.9.2006 Erstmals wurden in einer Shell-Jugendstudie
auch religiöse Einstellungen erfragt. Ergebnisse: Es gibt - trotz
Weltjugendtag - keine Hinwendung zum Christentum. 65% der Jugendlichen
sagen, dass Kirchen keine Antworten auf ihre Fragen haben. Im Westen
ist ein Trend zur "Religion light" zu bemerken. In diesem Glauben
werden christliche und nichtchristliche Versatzstücke
zusammengestellt.
Im Osten hat ein allgemeiner Abschied von Glaube und Aberglaube
stattgefunden. Nur 30 % glauben an einen persönlichen Gott, 19% an
eine
unpersönliche höhere Macht, 23% sind unsicher, 28% glauben
weder an
einen persönlichen Gott noch an eine höhere Macht. - Unter
Jugendlichen
mit Migrationshintergrund ist der Glaube an einen persönlichen
Gott zu
52% vorhanden.
Erkennbar ist, dass in den religionsfernen Gruppen die Familie und der
Freundeskreis die Werte stützende Funktion übernimmt.
21.9.2006 Internationaler Gebetstag
für den Frieden - eine Initiative des Ökumenischen Rates der
Kirchen. Gebet
20.9.2006 Die italienische Ordensschwester,
Schwester Leonella, die in Somalia ermordet wurde, arbeitete seit 16
Jahren dort in einer Mutter-Kind-Klinik, die zur SOS-Kinderdorf-Arbeit
gehört. Die Klinik ist die einzige funktionierende Geburtsstation
des Landes.
Quelle: dieStandard.at
20.9.2006 Arte berichtet am 19.9.2006, dass
in einem Gießener Gymnasium und in einer Gießener
Privatschule christliche Fundamentalisten das lehren, was sie für
biblische Schöpfungslehre halten statt der Evolutionstheorie. Die
zuständige Ministerin Wolff will den Arte-Bericht abwarten, die
Lehrer zu einer Stellungnahme auffordern und den Vorwürfen heute
nachgehen.
Quelle: FR
Nachtrag:
Die zuständige Ministerin entscheidet, dass Privatschulen das
Recht
haben, "zusätzliche Bildungsinhalte" in ihren Lehrplan aufzunehmen.
18.9.2006 Die Papst-Rede an der Universität Regensburg
12.9.2006 In Uganda sind die Rebellen der
"Widerstandsarmee des Herrn" nach 20 Jahren bereit, die von ihnen
verschleppten und oft sexuell missbrauchten Frauen und Kinder
freizulassen. Die Rebellenarmee hat schätzungsweise 25.000 Kinder
zu Kämpfern ausgebildet und sexuell missbraucht. Bis zu 3000
Kinder und Frauen sind derzeit noch in ihrer Gewalt.
Quelle:
die
standard.at
12.9.2006 Hildegard Zumach wird 80. Sie ist
die ehemalige Vorsitzende und Generalsekretärin der Evangelischen
Frauenarbeit Deutschlands. Sie demonstrierte bereits vor
Geschäften und Banken, bevor die 1978 begonnene Kampagne der
Evangelischen Frauenarbeit "Kauft keine Früchte der Apartheit"
gestartet wurde.
16.6.2006 Religion - nur
ein
Evolutionsvorteil?
Stimmen
der
Zeit
9.6.2006 Das
Verfahren gegen den Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs
durch einen US-amerikanischen Priester kann nach der Entscheidung eines
Bundesrichters in Portland, USA, fortgeführt werden. Der Vatikan
hatte
die Einstellung des Verfahrens beantragt. In dem Fall geht es um einen
1970 verstorbenen Priester, der immer wieder an einen anderen Dienstort
versetzt wurde, obwohl er zugab, ein Kinderschänder zu sein. Daher
trage der Vatikan die Verantwortung für eine Reihe von
Missbrauchsfällen, urteilte der Richter. Ob der Vatikan den
Entscheid
anfechten wird, war zunächst unklar.
Quelle: Radio Vatikan
8.6.2006
Gefährliche Frauen: Der Vatikan warnt die anglikanische Kirche vor
Bischöfinnen - das würde die Temperatur des Dialogs zwischen
den
Kirchen sinken lassen. Ob auch nur einer dieser vatikanischen Autoren
darüber nachdenkt, wie Frauen eine solche Nachricht lesen?
Quelle: ORF
30.5.2006 Der Papst hat beim Besuch in
Auschwitz formuliert: " Es
war
und
ist eine Pflicht der Wahrheit, dem Recht derer gegenüber,
die gelitten haben, eine Pflicht vor Gott, als Nachfolger von Johannes
Paul II. und als Kind des deutschen Volkes hier zu stehen - als Sohn
des Volkes, über das eine Schar von Verbrechern mit
lügnerischen Versprechungen, mit der Verheißung der
Größe, des Wiedererstehens der Ehre der Nation und ihrer
Bedeutung, mit der Verheißung des Wohlergehens und auch mit
Terror und Einschüchterung Macht gewonnen hatte, so dass unser
Volk zum Instrument ihrer Wut des Zerstörens und des Herrschens
gebraucht und missbraucht werden konnte. Ja, ich konnte unmöglich
nicht hierher kommen...."
Der Text erweckt den Eindruck, als stünden den Deutschen die
Täter der
Shoah gegenüber. Ich habe gelernt, dass die Deutschen als
Täter,
Mitwisser und Mitläufer Beteiligte waren - und nicht etwa Opfer
von im
Übrigen unsichtbaren Tätern, die von wo auch immer "über
das Volk"
gekommen sein sollen. M.E. kamen sie mitten aus diesem Volk! Sicher gab
es TäterInnen, die zuvor selbst Opfer des Nationalsozialismus
waren.
Nicht wenige unter ihnen aber haben mit innerer Zustimmung gefoltert
und gemordet. Und auch wenn jemand zuvor Opfer des Nationalsozialismus
war, darf sein Tätersein nicht geleugnet werden. Dies zu
unterschlagen,
halte ich für unmöglich. Der Papst fragte in seiner Rede, wo
Gott
gewesen ist. Diese Frage muss gestellt werden - aber sie ist zu
verbinden mit der Frage, wo denn die Menschen, die Christen zumal,
gewesen sind, als ihre jüdischen Geschwister
fabrikmäßig ermordet
wurden.
Zum Dokument der Papstrede
siehe dazu auch
die Äußerungen des Franziskaners
Perbattista Pizzaballa. Er sagte laut ORF-Meldung vom 28.4.2006:
"Kirchenführer bis in die höchsten Ebenen haben nicht im
Geist der
Werte des Evangeliums mutig Stellung gegen das Nazi-Regime bezogen".
Pizzaballe fragte weiter: "Wieso scheiterte die Kirche damit, das
Gewissen der Gläubigen zu formen, damit sie sich einer
Mittäterschaft
an der Vernichtungsmaschine der Nazis verweigern?...Wie konnten
Gläubige da mitwirken und noch mehr von ihnen untätig
dastehen?"
Pizzaballa äußerte sich laut "Kathpress" bei einer Konferenz
der
Friedrich-Naumann- Stiftung in der Universität Tel Aviv zum Thema
"Die
Kirchen und der Holocaust".
30.5.2006
Disneyland für Christen: Ich bezweifle, dass es möglich ist,
durch ein
christliches Disneyland Gott oder Jesus "auf die Spur" zu kommen. Ich
glaube vielmehr, dass dazu die nachhaltige und spürbare
Solidarität von
und Gemeinschaft mit Menschen notwendig ist - und nicht ein "event".
Wenn ich mich täusche, soll's mir recht sein.
mehr
27.5.2006 Notizen vom Katholikentag
+++++++++++
Der Aids-Seelsorger
Wolfram Kaier aus
der Diözese
Rottenburg-Stuttgart sagte beim Katholikentag in Saarbrücken: „In
unseren Gemeinden sammelt sich ein kleiner
Ausschnitt der bürgerlichen Gesellschaft“. „Es
besteht kaum Interesse an anderen sozialen Milieus, man ist sich selbst
genug.“
Deshalb würden Aids-Kranke, Drogenabhängige und Asylbewerber
vielfach an den
Rand gedrängt und an Sonderseelsorger delegiert. Kaier appellierte
an die
Katholiken, sich ausgegrenzten und stigmatisierten Menschen mehr zu
öffnen.
+++++++++++
Der
Satz in der Genesis, "nach seinem Bild,
männlich und weiblich schuf er sie" begründe eine
Gleichstellung der
Geschlechter, sagte die Grazer Alttestamentlerin Irmgard Fischer.
Der zum lutherischen Bekenntnis konvertierte Religionspädagoge
und ehemalige Benediktinermönch Fulbert Steffensky nannte das
Verbot der
Priesterweihe von Frauen in der katholischen Kirche eine
"Vergötzung der
männlichen Sexualität".
Quelle: Katholikentag-net
23.5.2006 Ende Juni 2006 wird eine
Festschrift zum 70. Geburtstag des ehemaligen Bischofs Kurt Krenn
erscheinen. Titel: "Der Wahrheit verpflichtet". Zur Erinnerung:
Krenn war infolge eines öffentlich gewordenen Skandals um das
Priesterseminar St. Pölten 2004 vom Vatikan "aus gesundheitlichen
Gründen" abberufen worden. Im Priesterseminar St. Pölten,
für das Krenn zuständig war, hatte es u.a. homosexuelle
Beziehungen zwischen Seminarleitung und Seminaristen, also in
Abhängigkeitsbeziehungen, gegeben.
5.5.2006
MTV-Serie
Popetown
-
Christ in der Gegenwart schreibt über etwas so
Altmodisches wie "Schund und
Anstand" - und hat Recht.
CiG
2.5.2006
Die
evangelische
und katholische Kirche haben zur "Woche für das
Leben" gemahnt, die Verantwortung der Männer für Vaterschaft
neu zum Thema zu machen. Wolfgang Huber, Ratsvorsitzender der EKD,
räumte ein, dass die Schwierigkeiten, eine feste Arbeitsstelle und
ein sicheres Einkommen zu finden, oft die Familiengründung
verhinderten. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal
Lehmann, forderte mehr Anerkennung für Mütter.
FR
28.4.2006
Buchhinweis:
Johann Baptist Metz: Memoria Passionis. Ein provozierendes
Gedächtnis in pluralistischer Gesellschaft. Herder, 24.90 Euro.
Nach meiner Erfahrung legt Metz die Finger in offene Wunden und weist
auf - zugegeben: uneingelöste - Hoffnungen hin. Das Thema 'Wie von
Gott reden im Angesicht des Leidens?' dürfte für die eine und
andere von uns interessant sein. Wer das Buch lesen möchte und das
Geld dafür nicht hat, kann in der Bibliothek der
nächstgrößeren Stadt meist einen Wunsch
äußern....
24.4.2006 Der
Vatikan
prüft derzeit die Aufhebung des kirchlichen Kondomverbots für
Aids-Infizierte, ca 22 Jahre nach den ersten Informationen über
Aids. Nachtrag: Es solle nichts am Kondomverbot geändert werden,
22.4.2006
Rom
hat
Gottesdienste rund um die Christopher-Street-Day- Veranstaltungen
verboten. Der Kommentar des Münchner Pfarrers Rainer
Schießler in der taz: "Ich dachte, mich trifft der Schlag, als
ich das erfahren habe. Die Kirchen sind doch dafür gebaut, dass
die Menschen darin beten - und zwar alle!" Schießler berichtet,
dass es in seiner Gemeinde viele aktive Schwule und Lesben, etwa als
Firmhelfer, gebe, von denen alle wissen, dass sie schwul sind. Bislang
habe noch kein Kirchenoberer seine Erfahrung abgefragt. Stattdessen
werde das Thema Sexualität weiterhin totgeschwiegen.
Schießler fragt, was sein werde, wenn sich - wie in Spanien - bei
uns ein Bischof oute. Er vermutet, dass dann "dieses Kartenhaus"
zusammenbreche.
Quelle: taz
20.4.2006 Die
Telefonseelsorge feiert im Oktober 2006 ihr 50-jähriges
Bestehen. Anna-Maria Fischedick, Leiterin der Erfurter
Telefonseelsorge, berichtet, welche Probleme im Moment bevorzugt
angesprochen werden: Borderline, Hartz
Karfreitag
2006:
Der Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche der Pfalz, Christian Schad,
hat in seiner Karfreitagspredigt scharf gegen sexuelle Ausbeutung
protestiert. Bei einem Gottesdienst in Landau erinnerte er an Kinder,
die für Pronofilme posieren müssen und der Würde ihres
Körpers beraubt
werden. Außerdem prangerte er Zwangsprostitution - im Vorfeld der
Fußball-WM an. Christen gedächten "mit Schrecken und
Entsetzen" der
Opfer.
Quelle: Yahoo
zur Predigt
13.4.2006
Der
Wiener
evangelisch-lutherische
Superintendent Hans-Jörg Lein setzte sich
für eine neue Deutung des Karfreitag ein: Am Karfreitag sei
wesentlich, an den Tod Jesu zu denken ebenso wie an alle Opfer der
Welt, denn am Kreuz solidarisiere sich Gott mit den Opfern.
Kommentar:
Neu
ist
diese Deutung nicht. Eingelöst aber auch noch
nicht.
Quelle: ORF
6.4.2006
Der
hessische
Landeswohlfahrtsverband
LWV hat sein "tiefstes Bedauern" über
Gewalt in Erziehungsanstalten der Nachkriegszeit gegenüber den
ehemaligen Heimkindern ausgesprochen, die bis in die 70er Jahre hinein
misshandelt wurden. "Die Bitte um Entschuldigung hat für die
BEtroffenen eine große Bedeutung", sagte der Leiter der
Anlaufstelle des Vereins, Michael-Peter Schiltsky. Denn jahrzehntelang
sei ihnen nicht geglaubt worden, wenn sie von ihren Erlebnissen in den
Erziehungsanstalten berichtet hätten. "Das macht einen
verrückt." Der nächste Schritt sei die Organisation ganz
konkreter Unterstützung.
Quelle:
FR
4.4.2006
Eine
Welt
ohne
Armut ist möglich - Die Vollversammlung des Ökumenischen
Rates der Kirchen in Porto Allegre
mehr
in
der
FR
2.4.2006
Auf
der
Suche
nach Sicherheit: Apokalyptiker - Visionäre - Fundamentalisten.
Pfarrerin Annette Kick, Weltanschauungsbeauftragte der
Württembergischen Landeskirche und Pater Dr. Bernhard Grom, SJ,
Religionspsychologe
mehr:
KSA Hamm
30.3.2006
In
der
kath.
Kirche der USA wurden 2005 in 783 Fällen glaubhafte Anschuldigen
gegen mehr als 500 Priester wegen sexuellen Missbrauchs
Minderjähriger vorgebracht. DIes teilte die Bischofskonferenz in
Washington mit. Mehr als 4/5 der Angezeigten seien aus dem Kirchenamt
inzwischen ausgeschieden.
Quelle:
Yahoo
28.3.2006
Sechs
der
sieben
Mitglieder der Kirchlichen Frauenkommission der Schweizer
Bischofskonferenz legen ihr Amt nieder. Die SBK behandle die
Frauenkommission als Alibi-Kommission; dem Ziel der Gleichberechtigung
von Frauen und Männern sei die KFK in 17 Jahren nicht näher
gekommen. Die SBK richte seit Jahren keine Anfragen mehr an die KFK und
von der KFK aufgegriffene Themen hätten keinerlei Echo der
Bischofskonferenz ausgelöst.
mehr
22.3.2006
Sergio
Dante
kämpfte
für die Aufklärung der Frauenmorde von
Juárez, Mexiko. Am 25.1.2006 wurde er erschossen.
Mehr:
FR
20.3.2006
Heute
vor
drei
Jahren haben die USA den Irak angegriffen. Das Ziel war, Saddam Hussein
zu stürzen und dem Irak Demokratie zu bringen. Heute spricht der
frühere irakische Ministerpräsident Ijad Allawi von
Bürgerkrieg.
20.3.2006
Monira
Rahmann,
Bangladesch,
Gründerin der Menschenrechtsorganisation
"Acid Survivors Foundation", die sich für Opfer von
Säureattentaten einsetzt, erhält den Menschenrechtspreis von
Amnesty International Deutschland.
17.3.2006 Der
Pastoraltheologe Paul Zulehner hat darauf hingewiesen, dass
Pfarrgemeinden vor Ort dem Wunsch nach Stabilität entsprechen und
mit einer erhöhten Verbindlichkeit einhergehen. Stabilität
und Verbindlickeit der Pfarrgemeinde vor Ort wirken dem Zwang zur
Mobilität in Arbeit, Freizeit und Beziehungen entgegen. Kirche sollte ein Ort sein, wo Begegnung
"face to face" geschieht. In der heutigen Moderne mit ihrem
Flexibilitätsdruck und ihrer Anonymisierung sei eine ortsgebundene
Gemeinde geradezu "avantgardistisch". Recht hat er!
mehr bei ORF
10.3.2006 Der
Präsident der Katholischen Bischofskonferenz in den USA, Bischof
William Skylstad, wird beschuldigt, in den 60er Jahren ein
Mädchen, damals unter 18 Jahre, missbraucht zu haben. Der
Beschuldigte wies die Vorwürfe zurück.
Quelle: ORF
Initiative
zur WM gegen
Zwangsprostitution: ARD
3.3.2006
Der
Landeswohlfahrtsverband Hessen hat die systematische Misshandlung von
Heimkindern in seinen Heimen vor allem in den 50er und 60er Jahren und
bis in die 70er Jahre hinein bestätigt. Er bedauere, dass Kinder
und Jugendliche Gewalt ausgesetzt waren. Betroffen waren Kinder in
Heimen in Biedenkopf, Wabern, Guxhagen, Idstein. Auslöser für
die Entschuldigung ist das Buch "Schläge im Namen des Herrn" von
Peter Wensierski. Bereits vor 2 Jahren hatte eine Selbsthilfegruppe
misshandelter Kinder Vorwürfe erhoben. Inzwischen hat ein
LWV-Sprecher die Schilderungen auf Nachfrage bestätigt.
Quelle: Frankfurter Rundschau
22.2.2006
In
Bozen ist
ein kath. Priester vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs freigesprochen
worden.
mehr
22.2.2006 Aus
dem Leben
ehemaliger Heimkinder - Regina Eppert: "diese ereignisse kann man sein
leben lang nicht vergessen, schon eine kleinigkeit im alltag kann die
erinnerung wach rufen."
mehr
16.2.2006
"Uns ist sehr
klar, dass Gewalt immer besonders die
Schwächsten trifft - Kinder, Frauen, alte Leute. Wir wissen, dass
mehr Menschen bei individuellen Gewaltakten weltweit sterben als durch
Terrorismus. So wollen wir in Porto Allegre wieder darüber
nachdenken wie wir als Kirchen zur Überwindung der Gewalt weltweit
beitragen können." (Generalsekretär des ÖRK, Samuel
Kobia, auf der Vollversammlung) Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Vorschlag:
Fangen
wir
mit der
weltweiten Wahrnehmung der Gewalt doch hier bei uns an - und
unterstützen
wir auch diejenigen, die unwiderruflich ihr Opfer wurden.
12.2.2006 Peter Wensirski
in der ZEIT
über das Leben der Heimkinder in konfessionellen Kinderheimen und
das Ende ihres Schweigens und ihre Suche nach Gerechtigkeit
10.2.2006 Erst jetzt
gefunden:
Bischof Gumbleton (75), Washington, setzt sich seit langem für
eine Verlängerung der Verjährungsfrist für sexuellen
Missbrauch ein. In einem Interview mit der Washington Post vom
11.1.2006 berichtete er, 1945 selbst Opfer sexuellen Missbrauchs durch
einen Priester geworden zu sein. Dies ist das erste Mal, dass ein
Bischof sagt, selbst Opfer sexuellen Missbrauchs zu sein.
Quelle: Stern
5.2.2006 Gotthard Fuchs
über
Eugen Drewermanns unerledigte Fragen. Christ in der Gegenwart
3.2.2006 Ein röm.
Gericht hat
dem Auslieferungsantrag für den US-Bischof J.J.Henn stattgegeben.
Der Bischof wird beschuldigt, zw. 1978 und 1980 drei minderjährige
Schüler einer kath. Schule in Arizona sexuell missbraucht zu
haben. Er stand seit seiner Verhaftung unter Hausarrest in einer
Wohnung, die ihm der Vatikan zur Verfügung stellte.
Quelle: der Standard
2.2.2006 Die Diözese
Covington,
Kentucky, zahlt 361 Klägern, die von Geistlichen in 50 Jahren
missbraucht worden waren, 85 Millionen Dollar Entschädigung.
Richter J. Potter erklärte, das Geld (5000 bis 450.000 Dollar pro
Opfer) könne das Geschehene nicht wieder gut machen, die Kirche
meine es jedoch ehrlich mit ihrem Wunsch, die Opfer zu
entschädigen.
Quelle: Spiegel
25.1.2006
Enzyklika
"Deus caritas est"
8.1.2006
Neujahrsansprache des Limburger Bischofs, Kamphaus,
beim DGB Frankfurt-Rhein-Main
2.1.2006
Das
Institut
für
Soziologie der Universtität Wien hat den Glauben der
ÖsterreicherInnen untersucht. Danach sind 7,3 % Atheisten; 17,6
Prozent Taufscheinchristen (gehören der Kirche an, besuchen aber
keine Gottesdienste und beten nicht); 8% sind soziale Christen (gehen
manchmal in die Kirche, beten nicht); 13,7% sind Spirituelle
(gehören keiner Religionsgemeinschaft an, gehen nicht in die
Kirche, haben aber religiöse Vorstellungen); 25,4% sind moderate
Gläubige; 20,6% sind traditionell Gläubige. Traditionell
Gläubige haben typischerweise ein hohes Alter, ein niedriges
Bildungsniveau und wohnen in kleinen Gemeinden.
Quelle: ORF
Zum
Neuen
Jahr
"Die
Sehnsucht der Armen hast du vernommen, JHWH, hast gestärkt ihre
Herzen, hast zu ihnen gewendet dein Ohr. Den Waisen und den
Bedrückten schaffst du Recht, nimmermehr soll schrecken der
Mensch, der geschaffen aus Erde." (Ps 10,17-18)
Uns allen wünsche ich Kraft, Mut und Zuversicht an den zu
erwartenden schwierigen Tagen und Freude an den guten Tagen. Ich danke
herzlich für die gegenseitige Unterstützung in Forum und
Mailingliste und wünsche uns, dass wir jeweils den ein oder
anderen vertrauenswürdigen Menschen finden und ihm Vertrauen
entgegenbringen können. A. bringt die Wünsche ins Bild.
Danke!
Schalom und liebe Grüße!
Rika
1.1.2006
Die Nachricht von Radio Vatikan lautet: "Vereinigte Staaten. Die
Erzdiözese
Boston
hat angeboten rund 200 Klägern jeweils 75
000 Dollar
zu zahlen und damit die Prozesse einstellen zu lassen. Das haben
Anwälte der Anklage gestern bekannt gegeben. Das wäre etwa
die Hälfte
der Summe von 155 000 Dollar, die die Erzdiözese in 500
vergleichbaren
Fällen 2003 gezahlt hatte. Anwälte bezeichneten die Summe als
zu
niedrig. Die Erzdiözese bestätigte unterdessen, gütliche
Einigungen
erzielen zu wollen, verweigerte aber jeden weiteren Kommentar.
(reuters)" Offensichtlich geht die Verweigerung jeglicher Stellungnahme
so weit, dass Radio Vatikan nicht einmal mehr schreibt, was Gegenstand
der Anklage und Verhandlungen war, um Prozesse abzuwehren. Die kundige
Leserin ahnt, dass es wieder einmal um sexuellen Missbrauch durch
katholische Priester der Erzdiözese Boston geht. Der Nachricht ist
dies
allerdings nicht zu entnehmen. Offensichtlich geht es um einen
unaussprechlichen Sachverhalt. Weder Täter noch Opfer noch der
Gegenstand der Anklage können benannt werden.