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Theologie und Kirchen - Archiv 2005




25.12.2005 Kardinal Lehmann forderte die Christen auf, auf die Menschen, und nicht zuletzt die Kinder, zu  blicken, die unter Hunger und Gewalt litten. Er bat, die Bedeutung der Weihnachtsbotschaft nicht zu vergessen.
Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof W. Huber, hat zu Weihnachten an die Opfer von Terror und Gewalt erinnert. Er rief zum Widerspruch gegen Gewalt und zur Hilfe für Not Leidende auf. Quelle: Radio Vatikan
Der Bamberger Erzbischof nimmt in seiner Weihnachtspredigt die in den Blick, die am Rande der Gesellschaft stehen. U.a. sagte er, dass wir Christen bei denen sein müssten, die außerhalb der Gesellschaft, außerhalb der Familie und außerhalb des Schutzes durch den Staat stehen.
Kommentar:
Er hat übersehen, dass auch Menschen innerhalb von Familien keinen Schutz haben, weil jeder denkt, diese Menschen seien doch geschützt. Viele sind es mitnichten. Ich erinnere (weil's sonst keiner tut) daran, dass die erste Untersuchung in Deutschland 2004 über Gewalt ergab, dass 37% aller Frauen körperliche Gewalt ab 16 Jahre erlebten; unter den Migrantinnen sind es 48%. Nicht benannt sind damit seelische und sexuelle Gewalterfahrungen und keinerlei Gewalt, die bis 16 Jahre erlebt wurde.
Zu Weihnachten 2006 wünsche ich mir, dass auch diejenigen erwähnt werden, die unter Gewalt leiden hier bei uns und mitten im Frieden und dass auch diejenigen im Blick sind, die mit den andauernden Folgen von Gewalt zu tun haben, hier bei uns, mitten im Frieden, mitten unter uns lebend.

Losung vom 24.12. 2005: "Und ich, ich selbst werde sein - Spruch JHWHs - eine Mauer von Feuer rings um Jerusalem." Sacharja 2,9

24.12.2005 Die Gesellschaft für Menschenrechte weist darauf hin, dass ChristInnen in zahlreichen Ländern nicht Weihnachten feiern dürfen. Mehr als 200 000 000 der 2 Milliarden ChristInnen begehen das Fest in Bedrängnis und Verfolgung. Zu ihnen gehören ChristInnen aus China, Pakistan, Vietnam.
Quelle: FR

21.12.2005 In Russland soll eine Gruppe Pädophiler jahrelang Kinder entführt und vergewaltigt haben, bevorzugt Teenager aus armen Familien und Waisenhäusern. Die Polizei hat u.a. einen Anwalt, einen ehemaligen Polizisten und einen früheren Angstellten eines Kinderheims festgenommen.
Quelle: Spiegel


18.12.2006 Susanne Osthoff ist frei. Was mit Tom Fox (54), Norman Kember (74), Harmeet Singh Sooden (32) und James Loney (41) ist, ist unbekannt.  Quelle: Pax Christi

15.12.2005 Ca 50 homosexuelle Priester haben in einem Offenen Brief gegen das Dokument über homosexuelle Priesteramtskandidaten protestiert. "Wir fühlen uns als verlassene und nicht geliebte Kinder der Kirche", schreiben sie und wehren sich dagegen, Homosexualität in einen Zusammenhang mit pädosexueller Gewalt (Pädophilie) zu bringen.
Quelle: ORF

13.12.2005 Nach Angaben der beiden großen Kirchen gehörte Deutschland unter der rot-grünen Regierung auch 2004 wieder zu einem der größten Rüstungsexporteure der Welt. In großem Umfang seien erneut Waffen in Entwicklungsländer und Konfliktregionen geliefert worden, sagte die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). Deutschland liegt mit 3,8 Milliarden Euro für Ausfuhrgenehmigungen für Kriegswaffen und Rüstungsgüter an vierter Stelle hinter Russland, den USA und Frankreich.
mehr

11.12.2005 Der Papst hat laut Radio Vatikan zur Hilfe für psychisch kranke Menschen aufgerufen. Zum Welttag der Kranken schrieb er, dass die andauernden Kriegs-Konflikte, Umweltkatastrophen und die zunehmende Ausbreitung des Terrorismus bei vielen Menschen psychische Traumen zurücklassen. Er beklagte, dass in den wirtschaftlich hoch entwickelten Ländern Kranke isoliert würden.
Übersehen hat er, dass Menschen durch terrorisierende Gewalt im Nahbereich traumatisiert werden und diese Gewalt vor christlichen Familien nicht Halt macht.


10.12.2005 Internationaler Tag der Menschenrechte. Es sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, dass Menschenrechte auch für Frauen gelten und auch für diejenigen, die hier bei uns leben. In diesem Zusammenhang sei erneut die inzwischen wieder verschollene Untersuchung des Bundesministeriums für Frauen, Familie und Jugend vom September 2004 über Gewalt gegen Frauen in Deutschland erinnert. 37% aller Frauen in Deutschland erleben nach dieser repräsentativen Studie körperliche Gewalt. Erfasst wurden Erfahrungen von 10.000 Frauen zwischen 16 und 85 Jahren. Nicht erfasst wurden Gewalterfahrungen von Frauen von 0-16 Jahren. Einige der Letztgenannten treffen sich auf dieser HP. Sie fallen mit ihren langfristig wirkenden und zu bewältigenden Gewaltfolgen durch alle Raster kirchlicher und gesellschaftlicher Institutionen - Aufklärung und Prävention kommen für sie zu spät. Ich freue mich auf den Tag, an dem am Internationalen Tag der Menschenrechte Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen auch hier bei uns und nicht nur in der Ferne zur Sprache kommen. Rika

8.12.2005 Das Bistum Magdeburg erwartet, dass sich auch noch andere Opfer aus anderen Dienstorten des Vikars und des Organisten der Delitzscher Marienkirche melden, die Norbert D. ab 1958  missbrauchten. Peter WillmsBeauftragter des Bistums, weiß,über die Schwierigkeiten von Opfern, zu sprechen. Laut Pressebericht sagte er: "Es sollte sich niemand abwenden, der in seinem Umfeld mit Missbrauchsfällen konfrontiert wird. Den Opfern sollten wir glauben." Das häufig geäußerte Unverständnis von Angehörigen über den späten Zeitpunkt der Offenbarung wies Willms zurück. Schon in der Fachliteratur sei das Phänomen, dass sexuell Missbrauchte oft Jahrzehnte benötigen, um über ihr Leid in jungen Jahren offen zu sprechen, ausgiebig beschrieben.
Quelle: Leipziger Volkszeitung


5.12.2005 Missio, Misereor, die DeutscheKommission Justitia et Pax und die Menschenrechtsorganisation "Watch Indonesia!" hat an den osttimoresischen Präsidenten Gusmao appelliert, den Bericht der Wahrheitskommission zu den vom indonesischen Militär begangenen Menschenrechtsverletzungen zu veröffentlichen. Gusmao habe sich dagegen Ausgesprochen. Folge das Parlament dieser Linie, so die Organisationen, würden die in die Kommission gesetzten Hoffnungen zerstört, die Opfer der Militärbesatzung 1974-1999 ohnmächtig und verletzt zurückgelassen.
Quelle: Radio Vatikan

5.12.2005 Lea Ackermann, die Gründerin der Hilfsorganisation Solwodi, macht darauf aufmerksam, dass nach Schätzungen der UNO weltweit jährlich mindestens 5 000 000 Frauen und Kinder verkauft und versklavt werden. Der Profit liegt bei jährlich sieben Billionen Dollar. Die neuen Sklavenhalter seien zunehmend auch schwarze Männer, z.B. afrikan. Diplomaten, die junge Filippinas als Dienstbotinnen ausbeuten: Ohne Bezahlung, ohne freie Tage, dafür mit sexualisierter Gewalt.
Quelle: Radio Vatikan

5.12.2005 Der Spiegel berichtet ausführlicher über zwei Fälle von sexuellem Missbrauch im Bistum Magdeburg. Der Artikel ist lesenswert. Es sind immer die gleichen Strukturen: Abwimmeln, zum Schweigen auffordern und im Zweifel: Nicht mit dem Opfer reden. Das Besondere an diesem "Fall" ist, dass ein Bistum 25.000 Euro zahlte - für Therapien, die 122 850 Euro kosteten.
mehr: Spiegel
Nachtrag 7.12.2005: Leser der Leipziger Volkszeitung vom 7.12.2005 sprechen davon, dass einer der beiden Beschuldigten noch weitere Opfer hinterlassen hat. Unklar ist, wie weit dies Gerüchte sind.

4.12.2005 Die Schweizer Bischofskonferenz zum Homosexuellen-Papier des Vatikan: "Im Mittelpunkt unserer Abklärungen zur Zulassung zum Priesteramt steht nicht die sexuelle Orientierung, sondern die Bereitschaft zur konsequenten Christusnachfolge." Kommentar: Die SBK hat Recht.

3.12.2005 Der Wiener Weihbischof Helmut Krätzl hat sich für eine Aufhebung des Pflicht-Zölibats ausgesprochen. Quelle: ORF

3.12.2005 Das ist neu und das kann ich so nicht bestätigen, aber es freut mich, wenn es wahr ist: Der Kirche liege an der Unterstützung der Opfer sexuellen Missbrauchs und sie wolle die Opfer schützen, berichet Yahoo. Hintergrund: Das Bistum Magdeburg habe zwei Fälle sexuellen Missbrauchs bestätigt. Einer liege zwei bis drei Jahre zurück und sei im Kirchengericht noch nicht abschließend geklärt, ein anderer datiere aus den 60er Jahren, sagte Sprecher Thomas Lazar am Samstag auf AP- Anfrage. Einen Vorabbericht des Magazins «Der Spiegel», nach dem die katholische Kirche in einem bisher beispiellosen Fall ein Opfer sexuellen Missbrauchs entschädigt habe, wollte der Sprecher so nicht bestätigen. Dem Magazin zufolge überwies das Bistum Magdeburg dem ehemaligen Ministranten Norbert D. 25.000 Euro. D. soll seit seinem neunten Lebensjahr insgesamt neun Jahre lang erst von einem Pfarrer und dann von einem Kirchenangestellten missbraucht worden sein. Er habe seit 1993 versucht, den Fall bei verschiedenen Kirchenstellen anzuzeigen, lange ohne Erfolg. Das Bistum wollte den weiteren Angaben zufolge zunächst nur dann eine Entschädigung zahlen, wenn D. sich verpflichte, über den Missbrauch durch den inzwischen verstorbenen Pfarrer zu schweigen. Bistum-Sprecher Lazar wollte die Namen nicht bestätigen, auch um die Opfer und ihre Familien zu schützen. In beiden Fällen seien den Opfern Hilfe und Beratung angeboten worden, die auch angenommen worden sei. «Zu finanziellen Dingen äußere ich mich nicht», soll Lazar auf die Frage nach der Höhe der Hilfe geantwortet haben. «Es liegt uns daran, nichts zu vertuschen, wir wollen die Leute schützen», habe er hinzugefügt.
Quelle: Yahoo

29.11.2005 In einer Klinik in Barretos, Brasilien, werden pädophile Priester behandelt, die in den Sog eines ausgedehnten Skandals geraten sind, berichtet der ORF. Der Mailänder Corriere della Sera hatte gemeldet, das Behandlungszentrum werde von italienischen Priestern verwaltet. Dem Behandlungszentrum sei unbekannt, ob die Priester Probleme mit der Justiz hätten. Man beschuldige die Kirche, sie vor der Justiz in Schutz zu nehmen. "Die Kirche will natürlichen keinen Skandal. Das wichtigste ist, den Priestern zu helfen. Das Gefängnis nutzt nicht" - so der Klinikleiter, laut Corriere. In den vergangenen drei Jahren wurden ca 80 Priester in die Klinik aufgenommen. Diagnose: Sexuelle Probleme, Schwierigkeiten im Umgang mit Geld.
Im September hat der Papst eine Kommission geschickt, die die Vorwürfe sexueller Vergehen gegen rund 1.700 Geistliche überprüfen solle. Die Zeitschrift "Istoe" hatte davon berichtet und Tagebuchaufzeichnungen von zwei Priestern veröffentlicht, die über ihre Vergewaltigungserfahrungen von Minderjährigen berichteten.
Quelle: ORF


27.11.2005 Dass Laien in der kath. Kirche Menschen 2. Klasse sind, ist nicht neu. Neu ist auch nicht die lange anhaltende Dialogverweigerung der Amtskirche mit den ChristInnen, die am Schnittpunkt von Kirche und Welt leben. In Regensburg werden nun auch noch die wenigen basisdemokratischen Laienräte ersetzt durch bischöflich ernannte Pastoralräte.
Christ in der Gegenwart kommentiert.


25.11.2005 Die Häresie der Mysterienspiele - Johannes Baar in den Stimmen der Zeit. Eucharistiefeier ist nur da echt, wo sie sich den bedürftigen Menschen zuwendet. Wie wahr!

25.11.2005 Das Diakonische Werk und "Brot für die Welt" haben die neue Bundesregierung aufgefordert, verstärkt Gewalt gegen Frauen im In- und Ausland zu bekämpfen. Weltweit sterben mehr Frauen durch häusliche Gewalt als durch Krieg, Terrorismus und Bürgerkrieg.
Quelle: Radio Vatikan

25.11.2005 Ein Gericht in Goiania, Brasilien, hat einen katholischen Priester wegen sexuellen Missbrauchs zweier Kinder zu 14 Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Der Kirchenmann streitet die Vorwürfe ab. In der jüngsten Vergangenheit waren bereits zwei andere brasilianische Priester wegen Missbrauchs zu Haftstrafen verurteilt worden.
Quelle: Radio Vatikan


23.11.2005 Genau wie Frauen bleiben homosexuelle Männer vom Priesteramt ausgeschlossen. Das Dokument spricht nicht mehr von "perverser Neigung" wie noch 1961, es spricht davon, dass Homosexuelle zwei Voraussetzungen für das Priesteramt nicht erfüllen könnten: priesterliche Keuschheit und emotionale Reife. Wie das Dokument zu diesem Schluss kommt, bleibt unklar. Im Vorwort wird die Veröffentlichung des Dokumentes begründet mit "aktuellen Umständen", circostanze attuali. Ob damit sexueller Missbrauch von Kindern gemeint ist - wie einige Kommentatoren vermuten-, wird nicht erläutert. Immerhin wurde das Dokument nach den Missbrauchsskandalen in den USA begonnen. Insgesamt ein Dokument, das Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung verurteilt - und ausschließt. Die wohlklingenden Appelle zum Umgang mit Homosexuellen klingen da seltsam hohl.

23.11.2005 Ein Vokalchor sang zum Ewigkeitssonntag/zu Allerseelen - und eine Frau verfasste die zugehörigen Texte, die der Zeitungsbericht dann als "zum Nachdenken anregend" und "mit hohem Anspruch" beschrieb. Der Redakteur des Zeitungsartikels WUSSTE, dass diese Texte von einer Frau stammen, konnte es sich aber nicht versagen, die Autorschaft zu verbergen hinter dem Satz, dass man für den hohen Anspruch der Texte und deren Entstehung "geistlichen Beistand aus dem Pfarrhaus" wohl vermuten darf".  Auch dies eine Form, Frauen unsichtbar zu machen. "Hier geht's zu dem Text der Autorin, die u.a. Ps 22 und einen Bonhoeffer-Text zitiert - beide in den Listendiskussion sehr lebendig.

21.11.2005 Die brasilianische Zeitschrift "Istoe" (So ist es) hat mit der Veröffentlichung des Tagebuches eines kath. Priesters für einen Eklat gesorgt. Pater Tarcisio Tadeu Spricigo verfasste zehn Regeln, mit denen man Buben sexuell missbrauchen könne, ohne bestraft zu werden. Wichtig sei mit vaterlosen Kindern aus armen Familien zu verkehren. "Die Kinder sollen ruhig, ohne Tabu und ohne Moralismen sein. Man muss sich sicher, seriös zeigen und als Vater und Herrscher auftragen. Man darf niemals Fragen stellen", so Spricigo. Der Priester ist wegen der Vergewaltigung eines fünfjährigen Kindes in Haft. Ein erstes Mal war er nach einer Anzeige versetzt worden und hatte danach weitere Kinder vergewaltigt, bevor er festgenommen wurde. Laut Istoe befinden sich in Brasilien über 10 Geistliche wegen Vergewaltigungen von Kindern in Haft, 40 werden noch gesucht; über 200 wurden in psychiatrische Kliniken der Kirche eingeliefert.
Quelle: Die Presse
Nachtrag: Diese Nachricht mit Hinweis auf die Quelle war einige Stunden auf einer kirchlichen Seite zu finden. Dann verschwand sie von der Oberflächenseite im wöchentlichen Archiv. Die Quelle sei nachgetragen:
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=521297
Aus diesem Anlass sei eine ältere Nachricht erinnert:

6.7.2005 Am 20. Juni stellte Frau Regina Soares Jurkewicz, Professorin am Theologischen Institut der Diözese Santo André, Brasilien, ihre Forschungsergebnisse über den Sexualmissbrauch an Frauen und Kindern in der katholischen Kirche in der Presse vor. Die untersuchten Fälle zeigten, dass die katholischen Amtsträger aus Angst vor einem Skandal und um den Ruf der Institution zu schützen, die Fälle vertuschten und sich damit begnügten, die beschuldigten Priester in andere Pfarreien zu versetzen. - Am 21. Juni erhielt Frau R. Soares Jurkewicz ihr Entlassungsschreiben als Professorin des Theologischen Instituts.

19.11.2005 Die Bischofskonferenz der USA hat das John Jay College of Criminal Justive beauftragt, eine ausführliche Studie zu den Fällen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen durch Priester zu erarbeiten, um die tieferen Ursachen aufzudecken und so der amerikanischen Gesellschaft Ursachen und Zusammehänge dieses Problems verständlicher zu machen.
Quelle: Zenit

19.11.2005 "Zwangsarbeit in Kirche und Diakonie 1939-1945": In einer von Diakonie und evangelischen Kirche in Auftrag gegegebenen Studie fanden die Untersucher, dass die beiden großen Kirchen in der NS-Zeit nach Schätzung von Historikern bis zu 15.000 ZwangsarbeiterInnen beschäftigten. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen, Bisch W. Huber und der Präsident des Diakonischen Werkes, Jüergen Gohde, sagen im Geleitword, dass Diakonie und Landeskirchen mitschuldig geworden wären, soweit sie am nationalsozialistischen System der Zwangsarbeit teilgenommen und davon profitiert haben.
Quelle: taz

19.11.2005 Im Bistum Regensburg hat Bischof Müller die gewählten Laienräte abgesetzt und durch von ihm zu berufende Räte ersetzt.

17.11.2005 Leo Karrer, Professor für Pastoraltheologie der Universität Freiburg, hat die Ergebnisse der Weltbischofssynode scharf kritisiert. Das zentralistisch organisierte System der kath. Kirche habe keine Kraft gezeigt, aus der geschichtlichen Enge aufzubrechen und ermutigende Lösungsansätze an die Hand zu nehmen, sagte Karrer in einem Interview mit der Presseagentur Kipa.
Quelle: kath.ch

16.11.2005 Die kath. Bischöfe der USA haben die Todesstrafe abgelehnt. Die USA könnten ebenso wenig wie jeder andere Staat, den Menschen erklären, dass Töten moralisch verwerflich ist, indem sie die töten, die andere umgebracht haben, formuliert die fast einstimmig verabschiedete Resolution der Bischofskonferenz.
Quelle: ORF

8.11.2005 Bischöfin Käßmann hat aufgerufen, sich stärker um Migrantenkinder zu kümmern. Die Ereignisse in Frankreich zeigten, dass Armut unter Zuwanderern und Bildungsnotstand zu Gewalt führen können, sagte sie. Quelle: taz

7.11.2005 In der Erzdiözese Wien wurde das Dienstrecht für Laien-Mitarbeiter verschärft. Damit wird klargestellt, dass jede Form des physischen, psychischen, sexuellen und emotionalen Missbrauchs Grund zur sofortigen Kündigung ist. Eine Kündigung von Priestern, die sich dieser Vergehen schuldig machen, ist nicht ohne weiteres möglich. Sie werden vom Dienst suspendiert. Der Wiener Generalvikar Franz Schuster betonte, dass diese Formen des Missbrauchs kein Kavaliersdelikt seien. Den Opfern werde rasche und effiziente Hilfe geleistet.
Quelle: ORF

Buchhinweis: Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen. Das große Geschäft mit der Ware Frau, Kösel-Vlg, 2005
Eine Besprechung finden Sie auf der Seite der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der DBK unter Aktuellem.


5.11.2005 Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) ist besorgt, dass wegen der Fußball-WM mit der Einreise von 40.000 Prostituierten gerechnet wird. Er fordert Bayern auf, die Prostitution nicht zu fördern, auch nicht indirekt und fragt bei Innenminister Beckstein, welche Vorkehrungen Bayern trifft, um Zwangsprostitution und Menschenhandel im Umfeld der Weltmeisterschaft zu verhindern.
Quelle: Radio Vatikan

5.11.2005 Gewalt wird Thema im Gottesdienst - Bischof Bode: Gemeinden müssen sich damit befassen!
hier mehr

4.11.2005 Wie bleiben wir Jesus treu? Ein kontroverses Gespräch über Frauen in der (kath.) Kirche.
Quelle: Horizonte Aargau

26.10.2005 Irische Ermittler haben in Zusammenhang mit einem Missbrauchsskandal in der kath. Kirche schwere Vorwürfe gegen ehemalige Bischöfe sowie gegen Polizei und Behörden erhoben. Seit den 60er Jahren hätten Bischöfe in der Diözese Ferns den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gedeckt und die Verantwortlichen geschützt, stellte ein gestern in Dublin veröffentlichter Untersuchungsbericht fest. Ein Pfarrer, dem der Missbrauch von 10 Mädchen vorgeworfen wurde, sei nie zur Verantwortung gezogen worden. Die Polizei habe nur selten Ermittlungen eingeleitet. Yahoo schreibt: "Dem Bericht zufolge reichen die Anfänge des Skandals bis in die 60er Jahre zurück. Murphy befragte für seine Ermittlungen seit Anfang 2003 mehr als 100 mutmaßliche Opfer von 21 Pfarrern, die zwischen 1966 und 2002 in Ferns tätig waren. Der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, bezeichnete die Ergebnisse des Berichts als entsetzlich. Er rief mögliche weitere Missbrauchsopfer auf, an die Öffentlichkeit zu gehen. Ministerpräsident Bertie Ahern bezeichnete den Bericht vor dem Parlament als 'Katalog von Serienmissbräuchen und groben Pflichtversäumnissen'.
Quelle: Yahoo


22.10.2005 Brigitte Böttner, Konradsblatt: Gleich vor Gott und gleich vor dem Gesetz. Rajakumari Michaelsamy kämpft um Rechte für die indischen Dalits

22.10.2005 Elisabeth Moltmann-Wendel und Jürgen Moltmann über Auferstehung des Leibes und Spiritualität des Körpers
Stimmen der Zeit

20.10.2006 Radio Vatikan berichtet, dass Überlebende der Tsunami-Katastrophe schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Immer wieder komme es zu sexuellen Übergriffen, willkürlichen Festnahmen und Gewalttaten gegen die Opfer.

20.10.2006 Göttliches Gelächter: Über den abhanden gekommenen Auftrag der Kirche
Quelle: Tagblatt
abrufbar unter: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=48656

22.10.2005 Brigitte Böttner, Konradsblatt: Gleich vor Gott und gleich vor dem Gesetz. Rajakumari Michaelsamy kämpft um Rechte für die indischen Dalits

22.10.2005 Elisabeth Moltmann-Wendel und Jürgen Moltmann über Auferstehung des Leibes und Spiritualität des Körpers
Stimmen der Zeit

20.10.2006 Radio Vatikan berichtet, dass Überlebende der Tsunami-Katastrophe schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Immer wieder komme es zu sexuellen Übergriffen, willkürlichen Festnahmen und Gewalttaten gegen die Opfer.

20.10.2006 Göttliches Gelächter: Über den abhanden gekommenen Auftrag der Kirche
Quelle: Tagblatt
abrufbar unter: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=48656


18.10.2005 Bischof Huber: Europa hat in Melilla ein Stück seiner Seele verloren. Bischof Huber kritisiert die gewaltsame Zurückweisung afrikanischer Flüchtlinge an der spanisch-marokkanischen Grenze in Nordafrika scharf.
Quelle: ORF

16.10.2005 Schon älter, aber gültig: Alles Leiden ruft nach Mitleiden. Eine Karfreitagspredigt von Christian Oehler.
Quelle:
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/data/sozialreferat/PRE_183.doc

16.10.2005 Leo Karrer: Der Schatz im Acker. Alternativen des Umgangs mit einem Schatz
Quelle: Diakonia - Internationale Zeitschrift für die Praxis der Kirche

16.10.2005 Nach Berichten von Radio Vatikan hat Papst Benedict XVI. den Schneider gewechselt.

14.10.2005 Sexueller Missbrauch. Die Liste der Schande. Reymer Klüver in der Süddeutschen kommentiert - und spricht, anders als die Diözese Los Angeles, davon, dass nicht 126 sondern 245 Priester in dieser Diözese angeklagt seien.
s. auch SNAP


12.10.2005 Nichts wirklich Neues: Diözese Los Angeles ging nicht gegen Kindesmissbrauch vor, schützte vielmehr missbrauchende Priester jahrzehntelang.
mehr: ORF

10.10.2005 Kardinal Maradiaga, Honduras, vermisst den politischen Willen zur Armutsbekämpfung. In Wien sprach er sich für einen "globalen Marshall-Plan" zur Lösung des Armutsproblems aus. Das Haupthindernis bei der Armutsbekämpfung sei der Mangel an politischem Willen. Quelle: ORF

8.10.2005 Beten und Untertauchen. Eine Reportage über das Schicksal einer Flüchtlingsfamilie in Frankreich - und über Solidarität taz

8.10.2005 Vorabveröffentlichung und Gerüchte über ein Vatikan-Dokument über die Zulassung homosexueller Männer zum Priestertum. Homosexualität wird erneut in einen Zusammenhang mit Pädophilie gebracht.
Quelle: ARD

1.10.2005 "Die gegenwärtige Krise der Kirchen ist nicht einfach eine Finanz-Kirchensteuerkrise (die sowieso zu großen Teilen wohl eher eine Lohnsteuerkrise, also eine Folge der Arbeitslosigkeit ist). Sie ist auch keine Krise ihrer ineffizienten Caritas oder zu teuren Jugendarbeit. Die Krise der Kirche ist – wesentlich dramatischer – Ausdruck ihrer Hoffnungslosigkeit und ihrer fehlenden Bereitschaft, sich auf das Kreuz zu besinnen. Kirche – erinnern wir uns – gehört auf die Seite der „Armen und Kleinen“ und sie ist schon viel zu sehr zu einer Kirche geworden, der das reale Leid der Armut und Not, des gesellschaftlichen Scheiterns und der sozialen Ächtung fremd geworden ist. Und damit ist nicht nur die soziale Ächtung der „Armen“ gemeint, sondern auch die Vorstellung, dass sie selbst in der Rückbesinnung auf ihr Wesen das Schicksal sozialer Ächtung „in Kauf nehmen“ muss. Kirche, die wohl eigentlich Gemeinschaft der Nachfolge sein will, lässt sich heute allzu sehr von institutionellen Zwängen, gesellschaftlichen Sachzwängen und Verhaltensregeln, von political correctness einschüchtern. Und man sage mir nicht, dass es bei den Sanierungen ja gerade aber um die Rückbesinnung und Sicherung des Wesens der Kirche als Gemeinschaft der auf das Reich Gottes Hoffenden gehe: Nein, bei den Sanierungen geht es allzu häufig nur darum, den Ort mitten in der Gesellschaft als Institution nicht zu verlieren!" Dr. M. Ramminger, Institut Theologie und Politik, München
mehr: Imprimatur 3/2005


25.9.2005 Die Malteser haben verstärkte Unterstützung für afghanische Flüchtlinge angemahnt, die nach Afghanistan zurückkehren. Viele kämen aus Pakistan und Iran zurück und fänden nach 20 Jahren ihre Heimatdörfer in fremdem Besitz, sagte die Hilfsorganisation anlässlich des Tags des Flüchtlings am 27.9. Die Rückkehrer lebten in extremer Armut und seien an den sozialen Rand gedrängt.
Quelle: Radio Vatikan

25.9.2005 Berichtenswert: Papst Benedikt XVI. und Hans Küng haben zwei Stunden miteinander gesprochen. Zwar nicht über strittige Fragen - aber: immerhin!

24.9.2005 Hunger - Brot - Eucharistie. Ein neues Concilium Heft über Zusammengehöriges
Quelle: Concilium


24.9.2005 Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Samuel Kobia aus Kenia, sagte zum Welttourismustag, Nutzen und Lasten des Tourismus seien sehr ungleich verteilt. Wörtlich: "Die Tourismusindustrie wird von einer kleinen Anzahl an Unternehmen dominiert, denen es vor allem um hohe Renditen geht, während Millionen Frauen und Kinder missbraucht, Kulturen verunglimpft und ausgebeutet und Arbeiter unterbezahlt werden."
Quelle: Radio Vatikan



22.9.2005 Caritas Österreich informiert über psychisch kranke Menschen, um  der Stigmatisierung entgegenzuwirken. Psychisch kranke Menschen sähen sich oft mit Unverständnis und Vorurteilen konfroniert, während körperlich kranke unterstützt werden, so Miachel Landau, Wiener Caritas-Direktor. Das Stigma werde so zur zweiten Krankheit und die Betroffenen litten unter der Krankheit - und der Stigmatisierung. Die Ausgrenzung der Kranken erhöhe ihre Isolation und verschlechtere ihre Heilungschancen. Prävention müsse zugleich Armutsprävention sein und die Ausgrenzung verhindern.
Quelle: ORF


17.9.2005 Die "Einheitsübersetzung" der Bibel: Wie kann es weitergehen? Nach dem evangelischen Ausstieg aus der Einheitsübersetzung. Überlegungen von Thomas Söding in CiG
Offene Worte statt feiner Diplomatie - Warum die Evangelische Kirche aus dem Projekt "Einheitsübersetzung" aussteigt. Volker Rahn im Sonntagsblatt


17.9.2005 Expriester aus aller Welt diskutieren über die Folgen des Zölibatsbruchs
Quelle: taz


16.9.2005 Vatikanische Visitatoren untersuchen die 229 katholischen Priesterseminare auf Fälle von Homosexualität, berichtet die New York Times. Der amerikanische Erzbischof Edwin O'Brien hatte vor kurzem gesagt, dass Männer mit starken homosexuellen Neigungen nicht zum Priesterstudium zugelassen werden sollten. Die amerikan. Seminare stehen seit den 2002 öffentlich gewordenen Missbrauchsfällen unter stärkerer Beobachtung des Vatikans.
Quelle: Radio Vatikan
Kommentar: Noch immer scheint nicht erkannt zu werden, dass die sexuelle Orientierung unerheblich für sexualisierte Gewalttätigkeit ist.


14.9.2005 Die Caritas Rheinland-Pfalz mahnt die Bekämpfung der Armut als zentrale Aufgabe der Politik an.
mehr



14.9.2005 Käuflicher Sex mit Jungen ist ein meist verdrängtes Problem. Für das Schicksal jugendlicher Prostituierter auch in Europa interessiert sich die Öffentlichkeit kaum.
mehr: FR



10.9.2005 Leserinbrief vom 16.7.2005 zu „Ende des Geschlechterkampfes“ in Publik Forum Nr. 13/2005 S. 32-33 In Heppenheim trafen sich Frauen und Männer aus der kath. und evang. Frauen- und Männerarbeit. Sie wollten den Halbzeitstand der Dekade „Gemeinsam Gewalt überwinden“ feststellen. PF hat zur Illustration des Artikels ein Bild gewählt, das die Botschaft der Heppenheimer Erklärung auf den Punkt bringt: FRAU SCHLÄGT MANN. In der Heppenheimer Erklärung heißt es: "Die Erfahrung von Ohnmacht trifft sowohl Männer als auch Frauen und ist oft Ausgangspunkt von Gewalt....Die Grenzen zwischen TäterInnen und Opfer sind oft nicht klar zu erkennen......“. Es befremdet mich, dass in Heppenheim der Opferstatus von Männern thematisiert wurde und [die von ihnen ausgehende, Einfügung von PF] Gewalt in die Ferne verlagert wurde. Opfer werden sich im kirchlichen Raum auf die Frage gefasst machen müssen, wo sie denn aus ihrer Ohnmachtserfahrung heraus zu TäterInnen wurden und wo sie eine Mitschuld an erfahrener Gewalt trifft. Die in Heppenheim eingenommene Männerperspektive garantiert, dass das Leid von Frauen verschleiert wird und nicht mehr sprachfähig ist. Die ganz normalen eigenen Frauen im Nahbereich, die Opfer von Gewalt wurden, sind also gut beraten, das zu tun, was sie auch bisher schon im kirchlichen Raum taten: zu schweigen. Bislang bereits für Gewaltüberlebende im kirchlichen Raum weitgehend geschlossene Kirchentüren werden mit dieser Erklärung dann endgültig  verriegelt, fürchtet N.N., die seit 5 Jahren mit Frauen arbeitet, die Gewalt in sozialen Nahbeziehungen erlebten und die Ressourcen ihres christlichen Glaubens im Leben mit den Gewaltfolgen einbeziehen (Der rot gedruckte Text ist der in Nr. 17, 9.9.2005, S. 63 von Publik Forum veröffentlichte und ergänzte.)

9.9.2005 Keine gemeinsame Übersetzung der gemeinsamen Bibel ist der katholischen und evangelischen Kirche möglich.
Quelle: ORF

8.9.2005 Wie Gottesbilder die Welt deuten lassen: Fundamentalistische Prediger  kommentieren die größte Naturkatastrophe der USA in der jüngeren Geschichte
Quelle: Spiegel


7.9.2005 Die katholischen Bischöfe im Kongo wollen das Jahr 2006 zum "Jahr gegen Vergewaltigungen" erklären. Damit wollen sie einen "entschiedenen Schritt" gegen die Massenvergewaltigungen im Osten des Landes durch Soldaten und Freischärler verschiedener Nationen unternehmen. Das Jahr haben die Bischöfe unter den besonderen Schutz der Seligen Anuarite gestellt. Diese Frau "wollte lieber sterben" als sich vergewaltigen zu lassen.
Kommentar: Vorsichtig formuliert: Die Wahl dieser Schutzpatronin transportiert eine höchst problematische Botschaft. Hat niemand die Bischöfe darauf hingewiesen?

5.9.2005
FR: Was Bush verschweigt: "In Amerika lassen wir unsere Mitbürger in der Stunde der Not nicht im Stich", sagt Bush. Für die Opfer ist das eine Verhöhnung.
Süddeutsche: Tage der Schande
Eine Predigt: Ez 33, 7-9

3.9.2005 Die Schwächsten hat es am stärksten getroffen - Diakonie und Caritas bitten um Spenden
mehr


1.9.2005 Der Aachener Friedenspreis für Roy Bourgeois und Hanne Hiob
mehr: http://www.aachener-friedenspreis.de/

29.8.2005 Pressebericht von Brigitte Böttner über GottesSuche/die Bruchsaler Gruppe in: Konradsblatt Nr. 35, Bistumszeitung des Erzbistums Freiburg
s. auch: http://joerg-sieger.de/medien.htm?medien/2005/08_28.htm


27.8.2005 Jörg Alt: Illegale Migration - Stimmen der Zeit
mehr:
http://www.joerg-alt.de/index.html


23.8.2005 Roger Schutz wurde beerdigt.

23.8.2005 Der argentinische Bischof von Santiago des Estero, Maccarone, ist wegen einer Beziehung zu einem jungen Mann (Radio Vatikan spricht von einem Jugendlichen) von seinem Amt zurückgetreten. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch "aus gesundheitlichen Gründen" an. Der Ständige Rat der Argentinischen Bischofskonferenz formulierte, dass die Kirche Tag für Tag zur Bekehrung aufgerufen sei, "ohne die Wahrheit zu fürchten oder sie verbergen zu wollen."
Quelle: ORF

20.8.2005 Die Reden von Rabbi Teitelbaum und dem Papst in der Kölner Synagoge

Quelle: Radio Vatikan


23.8.2005 Der argentinische Bischof von Santiago des Estero, Maccarone, ist wegen einer Beziehung zu einem jungen Mann (Radio Vatikan spricht von einem Jugendlichen) von seinem Amt zurückgetreten. Der Papst nahm das Rücktrittsgesuch "aus gesundheitlichen Gründen" an. Der Ständige Rat der Argentinischen Bischofskonferenz formulierte, dass die Kirche Tag für Tag zur Bekehrung aufgerufen sei, "ohne die Wahrheit zu fürchten oder sie verbergen zu wollen."
Quelle: ORF

20.8.2005 Die Reden von Rabbi Teitelbaum und dem Papst in der Kölner Synagoge

Quelle: Radio Vatikan


17.8.2005 Die taz berichtet, dass in den 22 Jahren des Bestehens das Berliner Caritas-Frauenhaus in mehr als 11.000 Fällen Frauen und ihren Kindern geholfen hat. Die Nachfrage nach Schutzorten vor häuslicher Gewalt nehme in Berlin seit Jahren zu.


16.8.2008 Roger Schutz ist tot, ermordet. Portrait 18.8.2005 Süddeutsche

8.8.2005 Losung von heute:

Sieht Gott nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte? Hiob 31,4
Jesus spricht: Auch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Lukas 12,7
Also:  Diejenigen von uns, die mit Vergeblichkeit und den Monstern aus Gegenwart und Vergangenheit zu kämpfen haben, mögen sich ein wenig getröstet fühlen: Kein Kampf ist ganz vergeblich, auch wenn wir keinen Erfolg sehen. Liebe Grüße
Rika


6.8.2005 Ein hörendes Herz
Quelle:
http://theol.uibk.ac.at/leseraum/predigt/592.html


4.8.2005 Die langjährige Chefin der Caritas Zagreb soll Beweise gegen einen Mitarbeiter eines Kinderheimes unterschlagen haben. Sie hat ein Tagebuch des ehemaligen Kochs des Caritas-Waisenhauses in Brezovica versteckt haben. Darin beschreibt der Koch, Mijo Penic (28) in allen Einzelheiten die Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchen, das in dem Waisenhaus wohnte. Kroatische Zeitungen hatten schon im Mai einige Passagen daraus veröffentlicht. Brajsa hatte jedoch stets beteuert, das Tagebuch nie gesehen zu haben. Ende Juli fand die Polizei das Buch jedoch in ihrem Haus. Gestern wurde sie vom Zagreber Erzbischof ihres Amtes enthoben.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0508/ne050804_brajsa_fr.htm


3.8.2005 Die Zeitung The Blade, Toledo in Ohio, berichtet, dass der katholische Polizeichef der Jahre 1956 bis 1970, Anthony Bosch, ein ungeschriebenes Gesetz herausgegeben habe, nach dem Geistliche nicht verhaftet werden könnten. Bei Missachtung drohte Entlassung, wie der ehemalige Polizist Gene Fodor berichtet. The Blade will mindestens fünf Fälle seit den 50er Jahren hrausgefunden haben, in denen die Polizei beim Vertuschen von Missbrauch durch Priester mitgeholfen habe. Der Priester Robert Lamatia bestätigte, dass er die Versetzung eines Kollegen, der einen Jungen missbraucht hatte, überwacht habe. Die Polizei habe in diesem Fall nie eingegriffen. Die Diözese lehnte eine offizielle Stellungnahme ab. Zur Begründung hieß es, "die Angelegenheit sei lange her und eine öffentliche Debatte wäre für die potenziellen Opfer sehr schmerzlich." (Kommentar: Für die Opfer ist der Missbrauch oft lebenslang schmerzlich und die Vertuschung und das andauernde Schweigen sind in der Regel, jedenfalls für Opfer schmerzlicher als eine Offenlegung und Klärung.)

Quelle: Süddeutsche Zeitung


3.8.2005 Die Leiterin eines Waisenhauses in Kroatien wurde nach einem Missbrauchsskandal aus gesundheitlichen Problemen entlassen. Die Polizei war auf ein Tagebuch des ehemaligen Kochs des Waisenhauses gestoßen, der dort detailliert seine sexuellen Erlebnisse mit Waisenkindern beschreibt. Der Koch wurde Ende Juni 2005 festgenommen, zusammen mit dem früheren Hausmeister des Heims. Dem Hausmeister wird sexueller Missbrauch eines geistig behinderten Jungen von 1995 - 1999 vorgeworfen.

s. auch Nachricht vom 28.6. 2005
Quelle: Yahoo


29.7.2005 Die Diözese Terranova, Kanada, hat sich offiziell bei 36 Kindern und Jugendlichen entschuldigt, die von einem Priester sexuell missbraucht wurden. Der Täter war bereits 1990 zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Die Entschuldigung erfolgte im Juli 2005.

Quelle: Radio Vatikan


26.7.2005 In Brasilien wurde ein kath. Priester erschossen. Er hatte den Hinterbliebenen eines Massakers geholfen, das vermutlich von Polizisten verübt worden war. Bei dem Massaker am 31.3.2005 in Nova Iguacu und Queimados hatten Todesschwadrone ein Blutbad angerichtet und aus fahrenden Autos heraus wahllos 29 Menschen erschossen. 11 Polizisten sitzen deswegen in U-Haft.  Der 36-jährige Priester Paulo Henrique Machado wurde in seinem Auto überfallen und mit fünf Kugeln erschossen. 
Quelle: Radio Vatikan


25.7.2005 Da wird der Dalai Lama zum alternativen Papst
Quelle: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=44807

21.7.2005 Wegen versuchten sexuellen Missbrauchs einer Neunjährigen wurde gegen einen Pfarrer in T./Mosbach Strafbefehl beantragt. Der betrunkene 64-jährige Geistliche habe sich dem Kind bei einer Feier unsittlich genähert, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Quelle: Bad. Neueste Nachrichten

16.7.2005 Die Deutsche Bischofskonferenz protestiert gegen die Zwangsräumungen von Armenvierteln in Simbabwe. Dort verloren 300.000 Menschen ihr Obdach.
Quelle: taz

14.7.2005 In Neuseeland wurde der ehemaliger Chef einer christlichen Partei, der u.a. als Staatsanwalt gearbeitet hat, wegen Vergewaltigung eines acht Jahre alten Mädchens und sexueller Misshandlung zweier weiterer Kinder zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Wahlkampf hatte er moralische Werte eingefordert. Vor Gericht räumte er ein, dass seine Taten ein Höchstmaß an Heuchelei darstellten.
Quelle: Yahoo

12.7.2005 Der Vatikan hat Prostitution als "moderne Form der Sklaverei" bezeichnet und eine strengere Bestrafung von Freiern gefordert. Die Zahl der Prostitutierten sei weltweit dramatisch gestiegen.
Quelle: Yahoo

2.7.2005 Sprache der Kirche - Paul Conrad Kurz in Christ in der Gegenwart

1.7.2005 Die Erzdiözese Miami, Florida, zahlt einer jungen Frau wegen sexuellen Missbrauchs durch einen katholischen Priester Schmerzensgeld in unbekannter Höhe. Die Frau war zwischen 1993 und 1997 im Alter von 13 bis 17 Jahren wiederholt durch den inzw. seines Amtes enthobenen Priester Jan M. sexuell missbraucht worden.
Quelle: Yahoo


30.6.2005 Rund 42 000 000 US-Dollar zahlen die Diözesen Sacramento und Santa Rosa an Missbrauchsopfer. Als Täter verdächtigt werden in Sacramento 10 Priester; zwei von ihnen sind gestorben, drei auf der Flucht nach Mexiko und vier aus der kath. Kirche ausgetreten. Das Übliche halt.
Quelle: Radio Vatikan

30.6.2005 In Manchester hat ein 35-jähriger Mann ca 900.000 Euro von der Erzdiözese Birmingham erstritten. Der Kläger wurde zwischen dem 7. und 18. Lebensjahr von einem Priester missbraucht. Er leidet heute an Schizophrenie und posttraumatischem Stress, so dass seit 5 Jahren eine Unterbringung in einer Nervenklinik nötig war. Ein früherer Messdiener hat letztes Jahr bereits eine Entschädigungssumme von 330.000 Pfund erhalten. Insgesamt acht Männer, die zur Tatzeit zwischen 8 und 17 Jahre alt waren, haben vor Gericht Missbrauchsvorwürfe gegen den Priester erhoben. Der Täter ist inzwischen gestorben. Er wurde nie zur Rechenschaft gezogen.

Quelle: Yahoo


30.6.2005 Im Vatikan läuft derzeit eine Untersuchung gegen Padre Marcial Maciel Degallado. Er ist Gründer der mächtigen katholischen Organisation Legionäre Christi. Ende 2004 gab der Präfekt der Glaubenskongregation, Ratzinger, Anweisung, gegen Pfarrer Maciel zu ermitteln. Sieben ehemalige Seminaristen beschuldigen ihn, sich in den 50er und 60er Jahren sexuell an ihnen vergangen zu haben und sie anschließend in der Beichte von allen Vergehen freigesprochen zu haben. D.i. ein Missbrauch, der nach kanonischem Recht nicht verjährt. Weitere 20 ehemalige Seminaristen sind heute bereit, gegen Maciel auszusagen. Die Ankläger sind ehemals hochrangige Legionäre, heute angesehene Anwälte, Hochschullehrer, Ingenieure. Die Klage wurde bereits 1999 im Vatikan eingereicht. Bereits 1978 und 1989 hatte der amerikan. Psychologieprofessor Juan Vaca, früher selbst Präsident der Legionäre Christi, an Papst Johannes Paul II. geschrieben, die nie beantwortet wurden. Der damalige Papst vertraute wohl auf eine Untersuchung von 1956, in der Maciel verschiedener Vergehen verdächtigt, jedoch freigesprochen wurde.
Quelle: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=44158
http://www.facts.ch/dyn/magazin/ausland/514061.html
s. auch: http://www.zenit.org/german/archiv/9911/zd991119.html#item5 Padre Macial verteidigt Frauen, Familie und Glauben

29.6.2005 St. Pölten: Der frühere Regens des Priesterseminars St. Pölten, in dem Kinderpornografie gefunden worden war und Hinweise auf Ausbeutung von Abhängigkeitsverhältnissen, habe die Sabbatzeit "leider nicht genützt, um zur Klärung der im Raum stehenden Vorwürfe gegen seine Person, über die wirtschaftlichen Probleme der Kollegiatsstiftung und betreffend die Amtsführung des diözesanen Priesterseminars St. Pölten von 2001 bis 2004 beizutragen", ließ die Diözese verlauten. Die Diözese habe sich ehrlich bemüht, Küchl eine Rückkehr als Seelsorger in die früheren Gemeinden zu ermöglichen. Man werde weiter das Gespräch mit Küchl über künftige seelsorgliche Einsatzmöglichkeiten suchen. [!]

Quelle: ORF


Stimmen der Zeit 6/2005: Wiltrud Huml: Geschlechtergerechtigkeit in der Kirche


28.6.2005 Seit Jahresanfang veröffentlichen kroatische Zeitungen Berichte über Fälle von Kindesmisshandlung im Caritas-Waisenhaus in Brezovica bei Zagreb. Im Mai wurde ein Hauswart wegen Vergewaltigung eines geistig behinderten 10-jährigen Jungen festgenommen. Mitte Juni nahm die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen auf. Der zuständige Generalstaatsanwalt entließ seither drei Staatsanwältinnen, darunter seine Stellvertreterin, weil sie von den Vorkommnissen wussten, sie aber vertuscht hatten.
Die Caritas-Chefin von Zagreb, Jelena Brajsa (70), wies alle Vorwürfe zurück und dementierte stets, dass sie etwas gewusst habe. Allerdings hat sie persönlich einen Koch des Waisenhauses entlassen, nachdem er sich an Kindern vergangen hatte. Bisher nahm die Kirche keine Stellung zu den Vorwürfen - ausgenommen die Predigt des Erzbischofs von Zagreb, Bozanic, vom Wochenende, in der er die Verbrechen, falls begangen, verurteilte.

Die Medien spekulieren, dass die Caritas-Chefin dunkle Geheimnisse der Kirche kenne. Außerdem habe sie die Caritas in schwieriger Tito-Zeit geleitet. Das könne das Schweigen der Kirche erklären.
Quelle: Wiener Zeitung

28.6.2005 Heppenheimer Erklärung zur Halbzeit der ökumenischen Dekade gegen Gewalt vom 8.6.2005. (Warum nur finde ich weder mich noch die Frauen, die sich auf dieser HP treffen, in diesem Text wieder, ausgenommen im Vorspann?)
Quelle: http://www.frauenarbeit-sachsen.de/mat/heppenheim.pdf
23.7.2005 Protestbrief
1.8.2005 Stellungnahme von Carola Moosbach

25.6.2005 F. Lefort, bekannter französischer Priester, Mediziner und Schriftsteller, ist wegen Kindesmissbrauch zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Gewalttäter hatte im Senegal eigens Einrichtungen für benachteiligte Jugendliche gegründet. Ihm wurden Fälle von Missbrauch in Frankreich und im Senegal zur Last gelegt. Viele zweifelten an den Vorwürfen. Die Richterin kommentierte: "C'est la face cachée de François Lefort des Ylouses qui est démasquée. Durant des années, cet homme a été le héros des enfants des rues (...) et aujourd'hui son autre personnalité, qui est celle d'un pédophile, est reconnue par la cour d'assises".
Quelle: Radio Vatikan und fr.news.Yahoo


20.6.2005 Der Päpstliche MigrantInnenrat des Vatikan appelliert an die Staaten, effiziente Maßnahmen gegen die Ausbeutung von und Gewalt gegen Frauen zu ergreifen. Im Blick des Vatikan sind Prostitution und Menschenhandel. Der Straßenprostitution gehen in Italien 40 000 Frauen nach, 4 000 von ihnen sind minderjährig. In Thailand gebe es 200 000 Prostituierte, 35 000 davon seien minderjährig.
Nicht im Blick des Vatikan ist Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen in Familien.

Quelle: http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/newsticker/511018.html

20.6.2005 der Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) hat der internationalen Gemeinschaft eine falsche Perspektive gegenüber Flüchtlingen vorgeworfen. Gemeinhin würden Flüchtlinge und Vertriebene als nicht selbst entscheidungsfähige Opfer betrachtet, und es komme dadurch zu falschen Antworten auf ihre Bedürfnisse. Flüchtlinge seien nicht nur schutzlose Opfer, sie könnten - mit Unterstützung durch Mittel und Informationen - am besten über ihr Leben im Exil und langfristige Lösungen für ihre Zukunft entscheiden, erklärte JRS Direktor Lluis Magrina.
Quelle:
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=5844


18.6.2005 Das Internetnachrichtenportal N24 meldet, dass im St. Pöltener Priesterseminar erneut Theologiestudenten Kinderporno-Seiten aufgerufen haben. Bischof Klaus Küng bestätigte den Bericht des Wiener Nachrichtenmagazins "Profil".
Quelle:
http://www.n24.de/boulevard/nus/index.php/n2005061814541700002


18.6.2005 Bei einer Teufelsaustreibung in Rumänien starb eine junge Frau, die an Schizophrenie erkrankt war.
Quelle: Süddeutsche


16.6.2005 Der Vatikan berät über Seelsorge für Prostituierte. Kirchliche Initiativen gegen Menschenhandel mit Frauen und Mädchen sollen vernetzt werden.
Quelle: ORF

15.6.2005 Verantwortung für traumatisierte Flüchtlinge
Quelle: Diakonie Hessen-Nassau

14.6.2005  Internetpornografie: In Österreich wurden 96 Personen vorübergehend verhaftet. Bei ihnen wurde kinderpornografisches Material gefunden. Bei 50% der inzw. wieder Freigelassenen wisse die Polizei aufgrund der Tatsache, dass strafbare Abbildungen gefunden wurden bzw. die Beschuldigten ein Geständnis ablegten, um die Schuld. Unter den Beschuldigten befinden sich auch 2 Lehrer, 1 Priester und Personen, die öfter Kinder beaufsichtigten. Bei dem gefundenen Material handelt es sich um 19 Giga-byte Datenmaterial, umgerechnet 8 000 000 Seiten Din A 4. Die Aufnahmen wurden überwiegend in Russland gemacht mit 9-12-jährigen Jungen und Mädchen. 
Quelle: Die Presse.com


13.6.2005 Zur Erinnerung: Gewalt gegen Frauen und Kinder ist Sünde. Theologie im Frauenhaus. "Geschlagene, gedemütigte und sexuell ausgebeutete Frauen und Kinder werden zum Testfall für die jeweilige Theologie" - und Kirche.
Andrea Lehner-Hartmann



11.6.2005 Am 8. März startete in Brasilien ein Weltmarsch der Frauen, der für die Armut und die Gewalt an Frauen sensibilisieren soll. Vom 11. - 14. Juni führt der Weg durch die Schweiz.
Vorsichtiger Kommentar: Ich halte diese und die vielen anderen öffentlichen Aktionen für unverzichtbar. Ich wundere mich aber - je länger, desto mehr -, dass ich den Erfolg dieser Aktionen nicht zu spüren bekomme. Das Schweigen rund um mich herum und rund um die Frauen, mit denen ich bin, hält unverdrossen an.


7.6.2005 Der späte Weg zu Gott - Erwachsenentaufe
Quelle: FR


6.6.2005 Die Predigt von Huub Oosterhuis im Schlussgottesdienst des Kirchentages: "Wider die schamlose Ideologie des freien Marktes" (29.5.2005)


6.6.2005 Marktförmige Religion: Gott will, dass du reich wirst. Amerikas schwarze Fernsehprediger: „Das Beste, das ihr für die Armen tun könnt, ist nicht zu ihnen zu gehören“.
Quelle: Süddeutsche


5.6.2005 Bischof Kamphaus im Einkaufszentrum: „Unser Hauptproblem ist, dass wir nicht nah genug bei den Menschen sind, deswegen ist die Kirche so, wie sie ist“.
mehr

5.6.2005 Der Papst unterstreicht die Bedeutung der Familie: "
Trotz der Schwierigkeiten und der sozialen und kulturellen Umstände des aktuellen historischen Moments, mögen die christlichen Eheleute nicht aufhören, mit ihrem Leben ein Zeichen der treuen Liebe Gottes zu sein." - Dass Familie zugleich der Ort ist, an dem Menschen viel zu oft Gewalt erleben, erwähnte der Papst leider nicht.
Quelle: Radio Vatikan


4.6.2005 Die US-Regierung hat den Latinostar Ricky Martin und einen (nicht näher genannten) katholischen Nonnen-Orden auf seine Liste der "heldenhaften Kämpfer gegen die moderne Sklaverei" gesetzt. Die Nonnen setzen sich vor allem für die weiblichen Opfer von Sklaverei - darunter auch für Zwangsprostituierte - ein. In dem Bericht des US-Außenministeriums werden 150 Länder aufgelistet - die USA selbst gehört nicht dazu.
Quelle: Yahoo



4.6.2005 Die Diözese Covington, Kentucky, zahlt 120 Millionen Dollar zur Entschädigung hunderter Missbrauchsopfer aus den letzten 50 Jahren. Die Opfer haben eine Sammelklage eingereicht und die Diözese beschuldigt, den Missbrauch vertuscht zu haben. Ihm sei nach Gesprächen mit mehr als 70 Betroffenen bewusst, dass Geld nicht für das Leid entschädigen könne, das die Opfer als Kinder durchgemacht hätten, erklärte Bischof Roger Foys am Freitag. Er hoffe aber, dass die Einigung ihnen und ihren Angehörigen ein gewisses Maß an Frieden und Heilung bringe. Die Opfer sollen vor Abzug der Anwaltskosten je nach Schwere der Misshandlung zwischen 5.000 und 450.000 Dollar erhalten, außerdem soll ein Fonds für die psychologische Betreuung von Opfern eingerichtet werden. Der Einigung muss noch ein Richter zustimmen.
Quelle: Yahoo



3.6.2005 Terry Steib, Bischof von Memphis, USA, hat die Gläubigen in seiner Diözese aufgefordert, Homosexuelle in der Kirche willkommen zu heißen. Homosexuelle oder lesbische Katholiken hätten ihm gegenüber oft geklagt, sie wüssten nicht, wo ihr Platz in der Kirche ist. Sie hätten auch Angst, ihre Kinder seien in der Kirche nicht willkommen,  schreibt der Bischof in einer Diözesan-Zeitschrift. Daher müsse er sich fragen: "Wie tief ist unser Glauben wirklich, wenn wir nicht mit allen Kräften daran arbeiten, dass alle willkommen sind?"
Quelle: Radio Vatikan


2.6.2005 Eine Verbündete hat einen Leserinbrief an Publik Forum geschrieben. Er bezieht sich auf den Artikel "Da bin ich wie erstarrt. Nach jahrelangem sexuellen Missbrauch: Der Weg zurück ins Leben." (Nr. 10, S. 25): Hier ist er! Danke!

Ich möchte mich ganz herzlich für den Artikel, „Da bin ich wie erstarrt“ von Eva Baumann-Lerch bedanken. Ich bin Gemeindereferentin und wurde angefragt, eine Gruppe von Frauen, die genau diese Erlebnisse von sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt als Kinder und Jugendliche hinter sich haben, als Seelsorgerin zu begleiten und tue dies sehr gern. Diese Frauen leiden unter ähnlichen Symptomen wie im Artikel geschildert, sie alle sind traumatisiert und leiden zu all den Folgen dessen, was man ihnen angetan hat, auch darunter, dass sie sich in Kirche und Gesellschaft kein Gehör verschaffen können, dass sich niemand bzw. kaum jemand für sie und ihre Probleme interessiert. Im Gegenteil, die Opfer müssen sich noch rechtfertigen für ihre Empfindlichkeit und durchleben immer wieder Ablehnung wie sie sie als Kinder schon zur Genüge erleben mussten.

Ich werde der Gruppe den Artikel zeigen, weil es für sie wichtig ist, zu sehen, dass es doch auch passiert, dass jemand ihre Probleme wahrnimmt und benennt und wünsche mir, dass Sie dieses Thema auch in Zukunft nicht vergessen.

1.6.2005 Die Kirchen kritisieren das Vorgehen der Stadt Bonn gegen illegal dort lebende Ausländer. Das Bonner Jugenadamt hat Kindertagesstätten angewiesen, Kinder von papierlosen Eltern beim Ausländeramt anzuzeigen. Der Nationaldirektor für die Ausländerseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenzt, Wolfgang Miehle, sagte, Menschen, die Papierlosen helfen, dürften nicht bestraft werden. Die betroffenen HelferInnen lebten in Angst und ErzieherInnen, LehrerInnen, SeelsorgerInnen und ÄrztInnen fühlten sich stark unter Druck gesetzt.
Quelle: Radio Vatikan


30.5.2005 Bischöfin Dr. Käßmann: "Solidarität kann übrigens sehr glücklich machen" :-)
Quelle: ORF

28.5.2005 Das Kind der Postmoderne fragt - Evangelischer Kirchentag
Quelle: CiG

28.5.2005 Die Berner Synode fordert das Gespräch mit dem Bischof K. Koch über Pflichtzölibat, Weihe bewährter Männer (viri probati) und die Frauenordination. Begründung: Eine Frage des christlichen Menschenbildes.
Quelle: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=42733


27.5.2005 Die frühere Kindersoldatin Keitetsi berichtet auf dem Kirchentag von ihrem Leben.
China Keitetsi war erst neun Jahre alt, als die Nationale Widerstandsarmee in Uganda sie aufgriff und zur Kindersoldatin drillte. Sie musste töten und foltern - und wurde selbst immer wieder missbraucht. Mit vierzehn bekam sie das erste ihrer beiden Kinder, mit neunzehn gelang ihr die Flucht. Die heute 28-Jährige hat sich mittlerweile ein neues Leben in Dänemark aufgebaut. Sie hat das Buch "Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr " geschrieben. Als Botschafterin der missio-Aktion "Volltreffer - Auf Tore schießen statt auf Menschen" berichtet sie morgen auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover von ihren bitteren Erfahrungen: "Es sollte wirklich jeden betroffen machen, in jedem Land der Welt. Wir können doch nicht stillschweigend hinnehmen, wie die Leben von Hunderttausenden Kindern und Jugendlichen zerstört werden. Ich denke an die kleinen Mädchen in Uganda, die missbraucht werden, die schwanger werden, die wegrennen. An die Jungs und Mädchen, die zum Töten abgerichtet werden, die verstümmelt werden. In meinem Land geht das seit über 18 Jahren so - und es hat noch immer keine wirklich wirksame internationale Reaktion gegeben! Die Welt ist doch verantwortlich für das Schicksal dieser Kinder. Also muss die Welt sich jetzt auch für die Zukunft dieser Kinder verantwortlich fühlen - für eine bessere Zukunft!"
mehr: http://www.volltreffer.de/ (Kindersoldaten anklicken)

26.5.2005 Die Diözese Orange County in Kalifornien hat jahrelang Tausende von Dollars für die ärztliche Behandlung von Priestern ausgegeben, die wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt waren. Die Personalakten dieser Priester wurden jetzt veröffentlicht. Sie zeigen, dass viele von ihnen als Kinder selbst missbraucht wurden.
Quelle: Radio Vatikan


25.5.2005 Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) haben eine bessere Gesundheitsversorung für Menschen ohne Papiere gefordert. Jörg Alt, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, sagte, dass die Lebensbedingungen für Menschen ohne Papiere in Deutschland härter würden. Zu ihnen zählten zunehmend ältere Menschen, die stärker auf medizinische Versorgung angewiesen seien.
Quelle: Radio Vatikan
s. auch
http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/JRS/Menschen-Frame.htm


24.5.2005 In Italien wurde ein Kinderpornoring mit fast 200 Verdächtigen, darunter auch drei Pfarrer, ein Bürgermeister, ein Polizist und ein Sozialarbeiter, ausgehoben. Die Gruppe lud Bilder/Filme von vier- bis achtjährigen Kindern von einer passwortgeschützten Website herunter, die nicht mit einem Index versehen war und nur über die HP aus einem 'östlichen Land' erreichbar war. Die Pornofilme wurden auf den Computern der drei Pfarrer gespeichert.
Quelle: Yahoo



22.5.2005 Über Statusverzicht und Selbststigmatisierung als Strategie des Volkes Gottes
Hermann Josef Venetz auf der Tagsatzung im Bistum Basel
mehr über die Tagsatzung hier

20.5.2005 "ALG II - eine Rutsche in die Armut", sagt Landes-Caritasdirektor Karl-Heinz Zerrle
Quelle: http://www.kath.de/dkd/bistum/bamberg/newsdetail.php3?newsid=5462&ref=bamberg?bistum=4

19.5.2005 Fast 160000 Menschen unterstützten in Schweden einen Kirchenaufruf, der den Daueraufenthalt von Flüchtlingen forderte. Fünf der sieben Parlamentsparteien schlossen sich dem Aufruf an. Während viele Politiker fremdenfeindliche Haltungen als gegeben annähmen, hätten die Menschen anders reagiert, sagte der lutherische Erzbischof Karl Gustav Hammar, der die Unterschriften überreichte. Auslöser für die Initiative war das Schicksal der "apathischen" Kinder.
Quelle: FR


18.5.2005 Katholische Heilungsversuche im Österreich der 80er Jahre gegen irrgeleitete Bischöfe, Professoren und Laien - aus der Sicht des damaligen Nuntius, Mario Cagna. Heilmittel waren Bischöfe wie Groer und Krenn.
mehr: ORF


17.5.2005 Ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter buddhistischer Mönch hat sich das Leben genommen. Er war der erste buddhistische Geistliche in Sri Lanka, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Berichte über Kindesmissbrauch durch Geistliche haben in den vergangenen Jahren jedoch stark zugenommen.
Quelle: Yahoo

15.5.2005 Pfingstpredigten:
Wer Gott fürchtet, braucht vor den Menschen keine Angst zu haben. B. Kamphaus
Ökumene und pfingstliches Sprachenwunder. J. Sieger


Pfingstbrief:  Lasst euch retten!

15.5.2005 Am heutigen Pfingstsonntag werden die Privatdozentin Regina Ammicht-Quinn (Frankfurt) und Pater Fritz Köster (Boppard) in St. Michael mit dem Gemeindepreis für „Zivilcourage in der Kirche" ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch - und natürlich ist "GottesSuche" an dieser Preisverleihung mit dem symbolischen Euro beteiligt :-) Frau Ammicht-Quinn gehört zu den Menschen, die den Christinnen mit Gewalterfahrungen ihre Solidarität bekundet und gezeigt hat!

14.5.2005 Die peruanische Bischofskonferenz hat eine Kampagne gegen Kindesmisshandlungen gestartet. Zwischen Januar 2002 und Juli 2003 wurden über 7.000 Kindesmisshandlungen angezeigt. Die Bischöfe sprechen davon, dass viele Fälle im Dunkeln bleiben. Sie wollen Aktionen zur Sensibilisierung finanzieren und Gelder für Projekte mit betroffenen Kindern sammeln.


13.5.2005 Der Papst hat den Erzbischof von San Francisco, William Joseph Levada, zum neuen Präfekten der Glaubenskongregation ernannt.
Snap kommentiert erbost: "Regarding abuse in the San Francisco Archdiocese, Levada has been slow to act, harsh to victims and committed to secrecy."


12.5.2005 Der Alttestamentler Alfons Deissler ist tot.


11.5.2005 Reformbedarf: 74% der befragten 366 österreichischen Priester sprechen sich für die Abschaffung des Zölibats aus, 79 % plädierten für ein größeres Mitspracherecht von Laien und Laiinnen, 60% wollen über die Zulassung von Frauen zum Priesteramt nachgedacht wissen; 64% möchten über Empfängnisverhütung und 58% über Homosexualität nachdenken. Insgesamt sind 78% der Geistlichen für eine Reform der römisch-katholischen Kirche. In der Gesamtbevölkerung wird nur von 66% Reformbedarf gesehen.
Quelle: ORF



10.5.2005 Das Bistum St. George's in der kanadischen Provinz Neufundland will alle Kirchen (150) für ca 10,5 Millionen US-Dollar verkaufen, um die 39 Opfer sexuellen Missbrauchs zu entschädigen. Der Priester Kevin Bennett war in den 90er Jahren wegen hunderter sexueller Übergriffe zu vier Jahren Haft verurteilt worden.
Quelle: Yahoo

9.5.2005 Leonardo Boff - Vom Befreiungstheologen zum charismatischen Vereinfacher?
Quelle: FR


"Brot für die Welt" zum Thema "Häusliche Gewalt überwinden"
Resolution: Häusliche Gewalt überwinden
Am Ende der internationalen Konferenz zur Überwindung häuslicher Gewalt – Strategien für Theorie und Praxis, die vom 17. bis zum 21. März 2005 in Yaoundé, Kamerun stattfand, haben die TelnerInnen, RepräsentantInnen von NGO's, Basisbewegungen und kirchlichen Zusammenschlüssen aus Kamerun, Äthiopien, Deutschland, Ghana, Südafrika, dem Sudan, Uganda und Simbabwe die folgende Resolution abgegeben.
Interview mit Aruna Gnanadason zu "häuslicher Gewalt gegen Frauen"
Quelle: http://www.brot-fuer-die-welt.de/index.php?/98_4077_DEU_HTML.php


Die Zeit 13/2005: Jesus, unser Sündenbock. Was das Christentum über menschliche Gewalt lehrt. Ein Gespräch mit dem Religionsphilosophen René Girard.
http://zeus.zeit.de/text/2005/13/Interview_Girard


7.5.2005 Der Wille  zum Sinn - Psychotherapie, Hirnforschung, Religion
Quelle: Christ in der Gegenwart



4.5.2005 Gewalt überwinden hat viele Gesichter. Eine Tagung im Bistum Limburg.
Auszug: Schwester Dr. Lea Ackermann ist seit zwanzig Jahren in der von ihr gegründeten Hilfsorganisation „Solwodi - Solidarität mit Frauen in Not” aktiv. Dabei ist sie international tätig und setzt sich vor allem gegen Zwangsprostitution und Frauenhandel ein. Um Menschen in Not zu helfen, habe sie eine Art Vertrag mit Gott geschlossen, berichtete die auch aus Talkshows bekannte Ordensfrau. Zehn Beratungsstellen gibt es derzeit in Deutschland; im vergangenen Jahr konnte dadurch allein hierzulande über 800 Frauen und Kindern geholfen werden. „Es braucht eine sehr lange Zeit, bis die Frauen das Vertrauen wiederfinden, das meist förmlich mit Füßen getreten wurde”, sagte Schwester Lea und las Auszüge aus der Geschichte einer jungen Zwangsprostituierten vor, die unter die Haut gingen. Viele Frauen, häufig aus Afrika oder osteuropäischen Ländern, müßten erfahren, daß ihre Hilfeschreie nicht gehört werden, ihnen niemand Unterstützung bietet. Diese Traumatisierung hinterläßt bleibende Spuren, die das Team von Solwodi allmählich zu heilen versucht.
Quelle: Bistum Limburg


4.5.2005 Einfach zu spät: Der belgische Kardinal Godfried Daneels plädierte für eine Stärkung der Rolle der Frauen in der katholischen Kirche.
Kommentar: Recht hat er. Nur für viele Frauen zu spät.
Quelle: taz


3.5.2005 Die Kampagne "Gewalt in Familien" der bayerischen Landeskirche zieht eine gemischte Bilanz. Die Projekte "Sichere Wies'n" und "Starke Eltern - starke Kinder" wurde als erfolgreich bewertet. Auf der Ebene der Kirchengemeinde gebe es allerdings noch große Vorbehalte, Gewalt in Familien anzusprechen. Man schrecke förmlich vor diesem Thema zurück. Cornelia Helfferich, Professorin an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg, wies in ihrem Vortrag auf den großen Bedarf an Hilfe für die »Betroffenen häuslicher Gewalt« hin. Was kann da Kirche tun? Unter Hinweis auf eine Studie des Sozialwissenschaftlichen FrauenForschungsInstituts nannte Helferich vor allem: Aufklärung über und Vorbeugung von häuslicher Gewalt.
Quelle: http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2005_18_11_01.htm


3.5.2005 Hellinger: Seelenheilung im Minutentakt
Quelle: Süddeutsche

28.4.2005 Erklärung von Pax Christi zum 8. Mai 1945: Der Wahrheit und dem Frieden verpflichtet


27.4.2005 Bischof Gaillot "Kirche muss die Kirche der Ausgeschlossenen sein, nicht die Kirche des Ausschlusses". Quelle: Radio Vatikan


26.4.2005 Einer Studie des Allensbach-Instituts zufolge ist heute der Glaube an gute und schlimme Vorzeichen in der Bevölkerung weiter verbreitet als noch vor 25 Jahren. 42% (26%) glauben an Kleeblätter als Glücksbringer, 40% (22%) setzen ihre Hoffnung auf Sternschnuppen, 28% (17%) halten die Zahl 13 für einen Unheilsboten, 25% erkennen in der schwarzen Katze, die den Weg von links nach rechts kreuzt, ein ungutes Vorzeichen. (Zahlen in Klammer beziehen sich auf eine Umfrage in den 70er Jahren)
Quelle: Spiegel


23.4.2005 Bernhard Grom: Ekklesiogene Neurose?

22.4.2005 Kardinal Lehmann wünscht, dass der neue Papst die kath. Kirche öffnet. Er erwartet neue Akzente für die Ökumene und die Rolle der Frau in der katholischen Kirche, weist aber darauf hin, dass es keine billige Anpassung oder wohlfeile Zugeständnisse an den Zeitgeist gebe; die Frage der Priesterweihe für Frauen stelle sich also nicht.
Quelle: Focus
Kommentar: Die verweigerte "billige Anpassung" zahlen ökumenisch denkende ChristInnen und katholische Frauen schon lange - ziemlich teuer.



21.4.2005 Gegen voreilige Mythenbildung über Benedikt XVI. eine Erinnerung an Stellungnahmen der Glaubenskongregation, deren Vorsitz Kardinal Ratzinger hatte:
Dominus Jesus
Über die Zusammenarbeit von Mann und Frau
Lebensgemeinschaften zwischen Homosexuellen
Befreiungstheologie s. dazu einen Bericht der FR
Wiederverheiratet Geschiedene

21.4.2005 Prügelszenen gab es in der Privatschule einer Priesterbruderschaft in Saarbrücken. Der Staatsanwalt ermittelt. Übergriffe in "Einzelfällen" hat die Schulleitung eingeräumt.
Quelle: taz

20.4.2005 Die Ökumenische Initiative "Kirche von unten" kommentiert die Wahl von Kardinal Ratzinger als Papst Benedikt XVI. mit dem Satz: "Ein Mann der Vergangenheit für die Zukunft der Kirche". Weiter: Mit seinen Entscheidungen als Präfekt der Glaubenskongregation sei er eher wie ein Inquisitor aufgetreten als wie ein Apostel und Nachfolger Christi. Die Unterdrückung der Befreiungstheologie und die Suspendierung kirchenkritischer Theologen gingen ebenso auf sein Konto wie die Verhärtung bei Positionen zu Frauen in kirchlichen Ämtern oder zum Zölibat.
Quelle:
http://www.ikvu.de

19.4.2005 Die Jugendorganisation von "Wir sind Kirche" mahnte in einer Erklärung, etliche der Kardinäle, die als Kandidaten für das Papstamt genannt worden seien, kämen nach ihrer Ansicht aus moralischen Gründen nicht für das Papstamt in Frage. Sie hätten Geistliche verteidigt, die Kinder missbraucht hätten, statt sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Quelle: Yahoo


18.4.2005 Margot Käßmann, hannoversche Landesbischöfin, hat sich im Kampf gegen Menschenhandel (gemeint ist: Frauen- und Kinderhandel) und Zwangsprostitution für Sanktionen gegen die Kunden ausgesprochen.
Quelle: taz


17.4.2005 Weltweit gibt es 1,1 Milliarden Christinnen und Christen. Bei der kommenden Papstwahl sind die männlichen Christen aktiv und passiv wahlberechtigt. Christinnen sind weder wahlberechtigt noch wählbar. Es wäre an der Zeit, das Wort von Johannes Paul II vor Ordensoberinnen zu beherzigen: "Frauen sollten in allen Bereichen, die sie angehen, mitbestimmen können."
Und: "Einer, der allen vorsteht, muss auch von allen gewählt sein."


17.4.2005 Eine US-amerikanische Benediktinerin hat die Kirchenleitung wegen der Auflösung von Pfarreien als frauenfeindlich kritisiert. Die US-amerikanischen Bischöfe würden lieber Pfarreien schließen, anstatt Frauen eine wichtige Rolle in ihnen einzuräumen. Frauen, mit fundierter theologischer Ausbildung würden trotz Priestermangels zurückgewiesen. Der Vatikan habe seit 1990 den Einfluss von Frauen in der Kirche systematisch zurückgedrängt, sagte die Benedikterin laut Radio Vatikan auf einer Versammlung von "Wir sind Kirche" in Rom.

17.4.2005 Erzbischof Timothy Dolan, Milwaukee, will Priester, die wegen sexuellen Missbrauchs verdächtigt werden, das Zölibatsgelübde gebrochen haben oder alkohol- bzw. drogenabhängig sind, polizeilich überwachen lassen.
Quelle: Radio Vatikan


15.4. 2005  Oh! Die Kirche braucht die Frauen?

15.4.2005 Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Menschenhändler hat die Polizei in Deutschland und Bulgarien 40 Menschen festgenommen, darunter 15 Prostituierte, die möglicherweise mit Gewalt zu ihrer Tätigkeit gezwungen worden sind. Die Bande soll im großen Stil Frauen türkischer Abstammung aus Bulgarien nach Westeuropa geschleust und zur Prostitution gezwungen haben.
Quelle: taz

15.4.2005 Die mexikanische Kirchenführung möchte in Rom, in dem derzeit die Papstwahl ansteht, über eine Veränderung des Zölibats diskutieren. "Das ist ein Problem, das alle Länder betrifft und alle beeinträchtigt", sagte der Generalsekretär der Bischofskonferenz eines der größten katholischen Länder der Welt, Bischof Carlos Aguiar Retes, der Tageszeitung "Reforma".
Quelle: Spiegel


14.4.2005 Thomas Plankensteiner, einer der Initiatoren des Kirchenvolksbegehrens vor 10 Jahren in Österreich, bezeichnete die Tatsache, dass der neue Papst nur von Männern gewählt werden wird, als "einen Skandal und eine Perversion des Evangeliums". Er fügte hinzu: "Ich sage pointiert, die Kirche versündigt sich damit am Evangelium. Das ist eine strukturelle Sünde."
Quelle: ORF

14.4.2005 Die kalifornische Diözese Oakland muss zwei Brüdern, die vor 25 Jahren von einem Priester missbraucht worden waren, 1,55 Mio Euro Entschädigung (knapp 2 Mio Dollar) zahlen. Das Gericht hatte befunden, dass die Kirche stillschweigend die Verbrechen toleriert hatte.
Im März 2005 hat eine Jury in San Francisco einem Missbrauchsopfer eines Klerikers mehr als 400.000 Dollar zugesprochen. Auch dort kamen die Geschworenen zu dem Schluss, dass die Kirche über den Missbrauch Bescheid wusste und nichts dagegen unternahm.
Derzeit sind in nordkalifornischen Diözesen über 150 weitere Klagen anhängig.
Quelle: ORF


14.4.2005 In Augsburg ist ein als Kirchenmitarbeiter beschäftiger 35-Jähriger des schweren sexuellen Missbrauchs an seiner siebenjährigen Tocher und einem zehnjährigen Nachbarsmädchen angeklagt. Er hat pornografische Fotos gemacht, die er über das Internet verbreiten wollte. Er ist in vollem Umfang geständig. Auf seinem Computer wurden mindestens 5000 kinderpornografische Dateien gefunden, die er dritten Personen zur Verfügung stellte.
Quelle: Yahoo


13.4.2005 Österreich: Caritaspräsident kritisiert u.a. die Aushöhlung des Schutzes für traumatisierte Flüchtlinge
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0504/ne050413_asyl_fr.htm

13.4.2005 Im Landkreis Ansbach ist ein Rot-Kreuz-Helfer, Jugendgruppenleiter und Erzieher, wegen sexuellen Missbrauchs an Mädchen zwischen neun und elf Jahren festgenommen worden. Quelle: Yahoo


11.4.2005 Der Spiegel berichtet: Bernhard Law, ehemaliger Erzbischof von Boston, der Missbrauchsskandale in seiner Diözese vertuschte und im Dezember 2002 zurückgetreten war, wird einen der Gottesdienste für den verstorbenen Papst zelebrieren. Law ist inzwischen Erzpriester von Santa Maria Maggiore in Rom, einer der vier vatikanischen Basiliken in Rom.
Kommentar: Erübrigt sich - wo die kirchlichen Loyalitäten zu finden sind, ist hinreichend bekannt.

10.4.2005 140 Reformgruppen weltweit zu den Erwartungen an einen Papst für die anbrechende Zeit
Quelle: http://www.we-are-church.org/imwac/projects/pope-cv/german.htm

10.4.2005 Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. Heute findet dort eine zentrale Gedenkfeier mit 500 ehemaligen KZ-Häftlingen statt.
"Von unserem Gott reden heißt fremdes Leid zur Sprache bringen und versäumte Verantwortung, verweigerte Solidarität beklagen." (Johann Baptist Metz)

10.4.2005 Eine Predigt

9.4.2005 Heute vor 60 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer in Flossenbürg hingerichtet.

6.4.2005 Pressemitteilung der IKvu "Nicht verehrungswürdige Jungfrau und Dienerin im Weinberg des Herren sein!"
Initiative Kirche von unten (IKvu) zu den Forderungen von Frauen an die Generalkongregationen der Kardinäle
BONN, 5.4.2005. Frauen, die unter dem katholischen Reformstau der letzten 26 Jahre zu den am meisten Leidtragenden zählen, setzen Erwartungen in die Weichenstellungen der Generalkongregationen der Kardinäle.
"Schon vor dem Konklave müssen wichtige Reformen diskutiert und dem kommenden Papst zur Empfehlung gegeben werden. Wir wollen nicht länger nur die Dienerinnen im Weinberg des Herren sein, für Frauen müssen alle Ämterstrukturen geöffnet werden, sie müssen endlich als gleichberechtigter Teil der Kirche respektiert und anerkannt werden", so Verena Mosen, Sprecherin der IKvu. Ergebnis der Diskussion müssten strukturelle Veränderungen sein: Die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Ämterfrage und die Zulassung von Frauen zur Priesterweihe. "Aber auch das von Johannes Paul II. geprägte Bild der Frau als verehrungswürdige Jungfrau und Mutter bedarf eine Revision. Dieses Bild entspricht keineswegs den Lebenswirklichkeiten, vor die sich Frauen in ihrem Leben gestellt sehen", so Marianne Arndt, die als Mitglied der Gruppe "Maria von Magdala - Initiative Gleichberechtigung von Frauen in der Kirche" im Leitungsteam der IKvu arbeitet. In diesem Zusammenhang verweist die IKvu-Sprecherin Verena Mosen auf die beschämende Blockade des Vatikan während der UNO-Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking. In einer unheiligen Koalition mit religiös-fundamentalistisch geprägten Staaten wie dem Iran verhinderte der Vatikanstaat alle Petitionen und Erklärungen zur Selbstbestimmung der Frau und versetzte den internationalen Bemühungen um Gleichberechtigung von Frauen einen verhängnisvollen Rückschlag. "Die Zukunft von Frauen und ihre freie Selbstbestimmung, auch ihre sexuelle Selbstbestimmung, darf nicht länger, weder durch Kreuz noch durch Schleier unterdrückt werden. Die Zukunft der römisch-katholischen Kirche darf nicht länger von Männern dominiert werden. Hier müssen die Generalkongregationen der Kardinäle Vorarbeit für die Zeit des neuen Pontifikats leisten und verstaubte Ansichten und Frauenbilder endlich über Bord werfen", so Verena Mosen.

Kontakte:


Quelle: http://www.ikvu.de/

5.4.2005 Christa Nickels: Braucht die Kirche Reformen?
Quelle: taz

4.4.2005 Das Verfahren gegen Kaplan August Paterno wegen sexuellen Missbrauchs wurde von der Staatsanwaltschaft Feldkirch eingestellt. Die Vorfälle seien als verjährt einzustufen. Ob die Anschuldigungen (von 14 Anklägern) zutreffen, wird von der Staatsanwaltschaft nicht mehr geprüft. In der Kirche verjähren Anschuldigungen 10 Jahre nach dem Erwachsenwerden der Opfer - eine weitere Untersuchung ist also auch von der Kirche nicht zu erwarten. Der Vorarlberger Fernsehpfarrer hatte im September 2004 um seine Pensionierung gebeten. Bischof K. Küng hat dem Ansinnen stattgegeben. Paterno hatte bei den kircheninternen Voruntersuchungen den Vorwurf des Missbrauchs zurückgewiesen, gleichzeitig aber angegeben, sich mit den Anklägern zusammensetzen zu wollen, um gut zu machen, was gut zu machen sei.
Quelle: der standard
Kommentar: Da ist nichts mehr zu kommentieren. Wer wissen will, auf wessen Seite Gott in dieser Geschichte steht, die lese am besten R. Bucher: Gottes Niederlage in seiner Kirche


4.4.2005 Leiden und Sterben von Papst Johannes Paul II. waren öffentlich. Ich hoffe, dass andere, die bislang stumm leiden, deren - auch menschengemachtes - Leid noch immer übersehen und überhört wird, gesehen werden und dass eine leid- und todvergessene Gesellschaft und Kirche diese Botschaft tatsächlich hört. Dann hat dieses öffentliche Leiden und Sterben einen Sinn gehabt, der über ein mediales Großereignis hinausging.

4.4.2005Die Predigt von Bischof Kamphaus zum Tod des Papstes: http://www.bistumlimburg.de/index.php?page=000-009-001-000&eid=14973&path=thema

1.4.2005
Auf Veranlassung der US-Bischofskonferenz ist eine Online-Umfrage zu sexuellem Missbrauch in Kirchen veröffentlicht worden. Der Internet-Fragebogen richtet sich an Personen, die von Priestern oder Kirchenangestellten sexuell missbraucht wurden. Er soll dabei helfen, Präventivmaßnahmen und Bewältigungsstrategien für das Problem zu entwickeln. Der Fragebogen ist anonym und soll bis Anfang Mai 2005 im Netz bleiben.
Vorläufige Stellungnahme von SNAP

29.3.2005 Aus Sorge um Armut und Perspektivlosigkeit haben beide großen christlichen Kirchen ein Papier zur Bildung angeregt: "Der Schlüssel gegen vererbte Armut ist der Zugang zu Bildung", sagten Gert Wagner (ev.) und R. Marx (kath.). Wagner: "Sehr bedrückend ist in Deutschland, dass wir beträchtliche Teile der nachrückenden Generation von der Erwerbsarbeit abkoppeln".
Quelle: FR

28.3.2005 Am Berner Ostermarsch "Gegen Gewalt an Frauen" beteiligten sich 120 - 200 Menschen. Zu den Organisatorinnen gehörten AI, das Fraueninformationszentrum Zürich, die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und die Römisch-katholische Kirche Bern.
Quelle: http://www.kath.ch

29.3.2005 Aus Sorge um Armut und Perspektivlosigkeit haben beide großen christlichen Kirchen ein Papier zur Bildung angeregt: "Der Schlüssel gegen vererbte Armut ist der Zugang zu Bildung", sagten Gert Wagner (ev.) und R. Marx (kath.). Wagner: "Sehr bedrückend ist in Deutschland, dass wir beträchtliche Teile der nachrückenden Generation von der Erwerbsarbeit abkoppeln".
Quelle: FR

28.3.2005 Am Berner Ostermarsch "Gegen Gewalt an Frauen" beteiligten sich 120 - 200 Menschen. Zu den Organisatorinnen gehörten AI, das Fraueninformationszentrum Zürich, die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und die Römisch-katholische Kirche Bern.
Quelle: http://www.kath.ch

16.3.2005 Ostermarsch in Bern: Stoppt Gewalt gegen Frauen. Aufstehen, auch gegen die Gewalt an Frauen
"Wir stimmen gerne in den Osterjubel mit ein: Gewalt hat nicht das letzte Wort. Wir sehen Gott nicht an der Seite von Gewalttätern, die Menschen ausgrenzen, foltern und kreuzigen, sondern an der Seite der Opfer von Gewalt, ihnen Leben schenkend. Dieses Auferstehungshandeln hat in der Bibel eine lange Tradition und betrifft sowohl einzelne Menschen wie ganze Gruppen: Das Volk Israel wird aus Knechtschaft und Exil befreit. Jesus befiehlt dem Gelähmten (Mk 2,1) und der Tochter des Jairus (Mk 5,35)aufzustehen – und der biblische Ausdruck dafür ist derselbe wie für die Auferstehung Jesu.

Diese und viele anderen Aufstehgeschichten bringen die Frohe Botschaft des anbrechenden Reiches Gottes zum Tragen: Opfern von Herrschaft, Krankheit und Ausgrenzung steht hier und jetzt Leben, Leben in Fülle, zu. Die seit 18 Jahren gekrümmte Frau braucht keinen Tag länger zu warten und wird am Sabbat – zur Ehre Gottes – aufgerichtet (Lk 13,10). Das Reich Gottes basiert nicht auf Opfern, sondern auf deren Befreiung.

Osterbotschaft auch für Frauen
Damals wie heute steht dieses Leben in Fülle auch Frauen zu. Wenn wir als christliche Gemeinschaft glaubwürdig verkünden wollen, Gewalt habe nicht das letzte Wort, dann ist unser Handeln gefragt angesichts der vielfältigen individuellen und strukturellen Gewalt gegen Frauen innerhalb der Gesellschaft und der Kirchen. Für Gewalt gegen Frauen gibt es im Licht von Ostern keine Tabuzonen: weder die traute Familie noch der kirchliche Altarraum noch das intime Bordell mit exotischen Frauen noch das politische und wirtschaftliche Umfeld.
Quelle und mehr: http://www.kathbern.ch/index.php?na=1,1,0,38674,d


16.3.2005 Zwangsprostituierte aus der Ukraine. Hinter tausend Fenstern. Versprechen, Verschleppen, Verbrechen: Anwerberinnen locken Frauen legal nach Deutschland. Viele erwarten hier Torturen.
Von Thomas Urban in der Süddeutschen


16.3.2005 Michel Friedman hat seinen Auftritt auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover abgesagt. Die Absage begründete er mit der Kritik der Frauen-Union und von Landesbischöfin Margot Käßmann. Friedman war von den Organisatoren des Evangelischen Kirchentages zu einer Podiumsdiskussion eingeladen worden.
Zur Erinnerung: Friedmann ist wegen Kokainbesitzes verurteilt worden. Wegen des Benutzens von Frauen, die von ukrainischen Menschenhändlern zur Prostitution gezwungen wurden, wurde Friedman nicht verurteilt.
Quelle: taz

14.3.2005 Woche der "Brüderlichkeit": "Der christliche Antijudaismus mit seinen abgründigen Folgen ist eine Schande" (Bischof Kamphaus)
mehr

11.3.2005 Wie geht es Gott? Gotthard Fuchs
Quelle: CiG

11.3.2005 Als Geisel des 21. Jh." bezeichnete die US-Bischofskonferenz den internationalen Menschenhandel. Bis zu 800.000  Kinder, Frauen und Männer würden jährlich verschleppt und als Prostituierte, billige Haushaltskräfte oder Kinderarbeiter missbraucht, sagte die Leiterin der Migrations- und Flüchtlingsstelle der US-Bischofskonferenz, Julianne Duncan. Acht von zehn Opfern des Menschenhandels seien Frauen und Kinder. Die Kirche schätzt, dass jährlich 17.500 Menschen gegen ihren Willen in die USA verschleppt werden. Ein Drittel davon seien Kinder.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0503/ne050311_menschenhandel_fr.htm


3.3.2005 Die "Aktion Christen für die Abschaffung der Folter", Schweiz, wird in ihrer diesjährigen Karfreitags-Kampagne auf die Situation der Frauen auf den Salomon-Inseln aufmerksam machen. Diese hätten während des Bürgerkriegs schwere Menschenrechtsverletzungen erlitten. Von 1998 bis 2003 wurden sie nach Angaben der Organisation "auf erschreckende Weise Opfer von Sexualverbrechen". Die Täter dürften nicht straflos ausgehen.
Quelle: http://www.acat.ch/de/news_de.html

2.3.2005 Radio Vatikan meldet den Rücktritt von Kathleen Mc Chesney, der Leiterin des US-amerikanischen Bischofsbüros zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. McChesney hatte maßgeblich dazu beigetragen, Präventionsprogramme gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen in den amerikanischen Kirchen einzuführen. Im Kampf gegen sexuelle Belästigung sei noch viel zu tun. Vor allem die Effektivität der bisherigen Maßnahmen müsse überprüft werden. Sexuelle Übergriffe in den Kirchen könne nie völlig verhindert werden, aber zielgerichtete Programme könnten die Fälle drastisch reduzieren, sagt McChesney.

2.3.2005 Illegale sind keine Kriminellen. Zwischen 500 000 und 1 Million Menschen leben nach Schätzung der kath. Initiative Illegalität ohne Papiere, ohne Krankenversicherung in Deutschland. Weihbischof Josef Voß, Vorsitzender der Migrationskommission der DBK, hat ein Manifest unterzeichnet, dem sich inzw. 370 Prominente anschlossen. Ziel ist u.a. die medizinische Grundversorgung der illegalen Migranten und den Schutz vor Ausbeutung der mitbetroffenen Kinder zu  stärken.
Quelle: taz
mehr unter: http://www.forum-illegalitaet.de

1.3.2005 Bischof K. Küng, St. Pölten, hat den 2004 aus der kath. Kirche Ausgetretenen einen persönlichen Brief geschrieben. Er entschuldigt sich bei ihnen für das Ärgernis und beteuert, dass die Türen der Kirche immer offen stünden und eine Rückkehr in die Kirche jederzeit möglich sei.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0503/ne050301_kueng_fr.htm
Kommentar: Die offenen Türen sind mir - mit wenigen Ausnahmen - bisher schlicht entgangen. Schade.   

28.2.2005 Michael Friedmann wurde von den Organisatoren des Evangelischen Kirchentages in Hannover zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Da darf frau gespannt sein, welche Werte ein Publizist zu vertreten weiß, der sich von ukrainischen Menschenhändlern gezwungene Prostituierte aufs Zimmer bestellte und nach Auffliegen der Vorgänge kein Wort über diese Frauen verlor.

27.2.2005 Der Gründer von amnesty international, Peter Benenson, ist in Oxford gestorben. Er hatte ai 1961 gegründet und "Licht in die Gefängnisse gebracht und den Horror von Folterkammern und Todeslagern in der Welt bekannt gemacht", wie ai-Generalsekretärin Irene Khan sagte. Ursprünglich war ai nur als einjährige Kampagne gedacht gewesen - inzwischen ist sie die größte Menschenrechtsorganisation der Welt. Benenson war auch Vorsitzender des Verbandes "Christen gegen Folter". (Wie gut es ist, dass es diesen Peter Benenson gab!)


26.2.2005 Flucht aus der Psychogruppe
http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=38340

21.2.2005 Krise ist nicht vorbei - nur die Zeit der Leugnung des Problems, sagte die Leiterin des Kinderschutz-Büros der Bischofskonferenz, Kathleen McChesney, nachdem die US-Bischofskonferenz über weitere 1092 Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen 756 Priester und Dekane im Jahr 2004 berichtete. Die Vorwürfe bezogen sich auf 1965 - 1974. Drei Viertel der Beschuldigten seien gestorben, aus dem Amt entlassen oder in nicht-öffentliche Ämter versetzt worden. Die Bischofskonferenz stuft 900 Vorwürfe als glaubwürdig ein. Die Zahl der mutmaßlichen Opfer beläuft sich auf 1083.
Danach wurden von 1950 bis 2002 rund 4400 Priester des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Die Vorwürfe kamen von etwa 11 000 Einzelpersonen. Die Ausgaben für Gerichtskosten sowie Therapien für Opfer und Geistliche lagen dem Report zufolge in diesem Zeitraum bei 500 Millionen Dollar.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0502/ne050221_missbrauch_fr.htm


19.2.2005 "Wallfahren liegt im Trend." Das hat eine internationale Expertentagung in Eichstätt festgestellt. Vermehrt kämen Neugierige und Individualreisende zu Wallfahrtsstätten. Die Wallfahrtstätten hätten auch mit dem Problem von Esoterikgruppen zu kämpfen. Die Tagungsteilnehmer erklärten: "Das rutscht schon stark ab in Richtung Aberglaube und Magie. Solche Dinge muss man eindämmen."
Quelle: Radio Vatikan


18.2.2005 Mehr als 1000 neue Sex-Vorwürfe gegen katholische Geistliche in USA
Die dpa meldet, dass es in der katholischen Kirche der USA im vergangenen Jahr 1092
neue Vorwürfe gegen 756 Geistliche wegen sexuellen Missbrauchs von 1083 Minderjährigen gegeben habe. Die Nachricht bezieht sich auf eine Mitteilung der katholischen Bischofskonferenz in Washington. Die meisten Beschuldigungen betreffen angebliche Vorfälle in den Jahren 1965 bis 1974. Vor einem Jahr hatte die katholische Kirche erstmals Statistiken über den Kindesmissbrauch in den USA vorgelegt. Dabei wurden rund 4400 Priester des sexuellen Missbrauchs beschuldigt.
Quelle: Yahoo
Anmerkung: In einer Zeit, eines flächendeckendes Niedergangs des Ansehens der kath. Kirche in Deutschland ist damit zu rechnen, dass das Problem des Missbrauchs eher zu- als abnehmen wird.


18.2.2005 Die Gründerin der Frauenhilfsorganisation Solwodi, Lea Ackermann, sagt, dass die Zahl von Zwangsprostituierten nach 2000 stark zugenommen habe. Ein Zusammenhang mit der umstrittenen Visa-Praxis lasse sich jedoch nicht nachweisen. Aber - so Schwester Ackermanns Kritik - die Kontrollen zum Beispiel in Bordellen sind noch immer viel zu lax. Sie fordert: "Verstärkung der Polizeirazzien. Ein Vermittlungsverfahren, dass auch die Täter vor Gericht gestellt werden, die Frauen Aussagen machen können und dann sollen die Täter abkassiert werden. Das einzige Mittel wirklich gegen Frauenhandel und Menschenhandel und Kinderhandel ist, dass man die Täter wirklich abkassiert. Wenn die so furchtbar hohe Gewinne machen können und kaum Strafen zu fürchten haben, dann wird das endlos weitergehen."
Quelle: Radio Vatikan



17.2.2005 In der EU gibt es 200 Schattenlager für Asylbewerber in Verwaltungshaft. Die Ordensschwester Cornelia Bührle vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst hat dies in einer Studie ermittelt. Die grüne Europaabgeordnete Hiltrud Breyer fordert demokratische Kontrollmechanismen für diese Lager und kritisiert sie als Verstoß gegen Menschen- und Völkerrecht. Flüchtlinge und Zuwanderer würden in den Auffangzentren kriminalisiert. Der Flüchtlingsdienst fordert, Schwangere, Traumatisierte, Behinderte und Mütter mit Kindern unter 14 nicht in derartigen Auffang- oder Abschiebelagern festzuhalten.
Quelle: taz


15.2.2005 Die 73-jährige Dorothy Stang wurde in Brasilien ermordet. Sie hatte sich für die Rechte der Landlosen eingesetzt.


14.2.2005 Auf, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Predigt zu aktuellen Weltanschauungsfragen. Pfarrerin A. Kick, Stuttgart
Quelle: http://www.elk-wue.de/cms/imblickpunkt/religionundkirche/weltanschauungsfragen



11.2.2005 Radio Vatikan berichtet, dass UNO-Friedenssoldaten im Kongo keine sexuellen Beziehungen zu Einheimischen mehr unterhalten dürfen. Mit dieser Anweisung reagiert UNO-Generalsekretär Kofi Annan auf zahlreiche Berichte über sexuellen Missbrauch von jungen Mädchen und Frauen in der nördlichen Ituri-Provinz des Kongo durch die dort stationierten "Blauhelme". Annan bittet um 100 Sonderermittler und Polizisten, die der sexuellen Ausbeutung von jungen Frauen ein Ende machen sollen. Allein im letzten Jahr hat die UNO 150 Fälle von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung durch UNO-Soldaten im Kongo untersucht. Die UN berichteten, dass sich "Blauhelme" mit ein paar Eiern oder etwas Milch selbst 12- oder 13-jährige Kinder für ein paar Stunden "gekauft" hätten.
Quelle: Radio Vatikan


10.2.2005 In Costa Rica ist ein kath. Pfarrer, der mit anderen zusammen den Sender "Radio Maria" betreibt, des Mordes an dem Journalisten Parmenio Medina angeklagt worden. Der Journalist war 2001 erschossen worden. Er hatte über verschwundene Spenden gläubiger HörerInnen an "Radio Maria" und ein freizügiges Sexualleben des Angeklagten berichtet.
Quelle: taz

9.2.2005 Der Stuttgarter Bischof Fürst kritisiert das angekündigte Forschungsklonen menschlicher Embryonen durch den Dolly-Schöpfer Ian Wilmut. "Wir liefern den Menschen den Menschen aus", sagte Fürst.
Quelle: Radio Vatikan

7.2.2005 Orden und Kirche in der Krise
Quelle: Stimmen der Zeit


7.2.2005 Wenn Martha „Das gute Teil“ der Maria erwählt …… gerät sie leicht auf esoterische Wege
oder: Was macht für Frauen nach der Familienphase die Esoterik so attraktiv?
Quelle: http://www.gemeindedienst.de/landeskirchliche-beauftragte/index.htm
Evangelische Landeskirche Württemberg - Weltanschauungsbeauftragte - Aktuelles


5.2.2005 Bernhard Grom, Religionspsychologe: Macht der Glaube krank oder gesund? Interview
Quelle: http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=37366


5.2.2005 Ein Bericht vom Oktober 2004 über das Leben von ChristInnen im Irak. Der Bericht stammt von Giuliana Sgrena, die vorgestern im Irak entführt wurde
Quelle: http://www.zeit.de/2004/44/Tagebuch_II

2.2.2005 Am 2.2.1945 wurde Alfred Delp in Plötzensee hingerichtet. "Es ist die Zeit der Aussaat, nicht der Ernte. Gott sät..." Daran sei am 60. Todestag dieses Widerstandskämpfers erinnert.


29.1.2005 Radio Vatikan: Eine schwierige Aufgabe hat der neue Generaldirektor der Legionäre Christi, Alvaro Corcuera, Mexiko zu bewältigen. Die Organisation ist untereinander zerstritten. Viele Priester haben sie in letzter Zeit verlassen und ihr Gründer, Marcial Maciel, muss sich erneut wegen Pädophilie-Vorwürfen vor Gericht verteidigen.

s. auch die Äußerungen von Marcial Maciel zur Rolle der Frau: Jugend- und Familientreffen von Regnum Christi. Der Gründer P. Maciel verteidigt Frauen, Familie und Glauben

27.1.2005 Der Umgang der Kirche mit den WiderstandskämpferInnen aus den eigenen Reihen
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0501/ne050121_widerstand_fr.htm


26.1.2005 Auf den Philippinen wollen die Bischöfe gegenüber Priestern, die Kinder oder Jugendliche sexuell missbraucht haben, Strenge walten lassen. Die Täter sollen ihres Amtes verlustig gehen und bestraft werden. Bisher seien sie lediglich suspendiert worden.
Quelle: Radio Vatikan


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