Gegen das Vergessen
Theologie und Kirchen - Archiv 2004


Bei Archivquellenangaben ist entweder nach einem Stichwort oder nach dem Datum der Nachricht zu suchen. Links können ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet.


31.12.2004 Seelische Schäden der Kindern. Ertrinken in der Traumaflut. Vor allem Kinder können durch die Erlebnisse während und nach der Katastrophe dauerhaft seelischen Schaden nehmen.
Von Arne Perras
Quelle: Süddeutsche Zeitung



29.12.2004 Zahlreiche Notfallseelsorger der EvangelischenKirche im Rheinland sind derzeit in der Betreuung der aus den Katastrophengebieten Südostrasiens nach Deutschland heimkehrendenMenschen im Einsatz. «Viele Menschen, die die Flutwelle in Thailand, Sri Lanka und auf den Malediven überlebt haben, müssen möglicherweise traumatische Erlebnisse verkraften», berichtete Landespfarrer Joachim Müller-Lange. «Wir versuchen ihnen mit unseren Mitteln der Seelsorge, mit Beistand, offenen Ohren und Armen dabei zu helfen.»
Quelle: Yahoo



29.12.2004 Der steirische Gefangenen-Seelsorger, Günther Zgubic, wirft der brasilianischen Regierung vor, dass Folter und reine Willkür in den Gefängnissen herrsche. Er kritisierte auch die mangelnde Durchsetzung von Kinderrechten. 'Weil die "Lula"-Regierung "ganz folgsam" die Auslandsschulden zurückzahle, fehlten Mittel für soziale Zwecke, sagte der Grazer Priester weiter. Den Regierungen europäischer Länder warf der Austro-Brasilianer vor, Menschenrechtsverletzungen einfach nicht anzuprangern: "Ökonomische Interessen haben Vorrang, deshalb unterbleibt Kritik." Besonders schmerzte Zgubic, dass brasilianische Menschenrechtler von Europa aus immer weniger unterstützt würden.'
Quelle:
http://religion.orf.at/projekt02/news/0412/ne041229_brasilien_fr.htm


27.12.2004 Bischöfin Kässmann hat im ZDF-Weihnachtsgottesdienst aufgerufen, gegen "Heilige Kriege" und "Kreuzzüge" aufzustehen. In den vergangenen zehn Jahren seien zwei Millionen Kinder in Kriegen getötet worden.
Quelle:
http://www.taz.de


27.12.2004 Guck, denen geht es viel schlechter als dir. Zum Thema Armut fällt Kirchenmännern und Bundespräsidenten in diesem Jahr vor allem Dankbarkeitsrhetorik ein: Schlecht geht es nur denen, die auf der Straße leben und verhungern. Deshalb sollen sich Hartz-IV-Betroffene des Lebens freuen. Ulrike Herrmann
Quelle: http://www.taz.de/pt/2004/12/27/a0117.nf/text

22.12.2004 Die Zeit: Bernd Ulrich über die Zumutung des Glaubens und warum mehr als die Hälfte der Deutschen die Weihnachtsmesse besuchen wollen
Quelle:
http://www.zeit.de



22.12.2004 Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts OGM in Österreich ergab: Für 52% der österreichischen Bevölkerung ist Weihnachten ein Fest des Schenkens und Kaufens. Für 7% steht der besinnlich-religiöse Charakter im Vordergrund.
Quelle: ORF

22.12.2004 Der kath. Militärbischof W. Mixa hat die Seelsorger bei der Bundeswehr zur Berücksichtigung der kirchlichen Lehre im Blick auf die sonntägliche Messfeier und die (bisherige :-)) Regelung, dass nur Priester predigen dürfen, aufgerufen.
Ich hingegen hätte mir gewünscht, dass der Militärbischof und seine Mitarbeiter bei der Bundeswehr stattdessen sich zu wundern anfangen, warum die Soldaten ihnen bisher offensichtlich nichts davon erzählten, dass es Misshandlungen bei der Bundeswehr gab.
Quelle: kna - Radio Vatikan


21.12.2004 Kritische TheologInnen des Saarlandes zur Suspendierung von Hasenhüttl
http://www.kritische-theologie.de/



20.12.2004 Das Schweigen durchbrechen - die Schweizer Kirchen zum Frauenhandel
"Eine der Schattenseiten der neuen politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Europa sei der markante Anstieg des Frauenhandels aus ärmeren in reichere Länder zum Zwecke der Zwangsarbeit, Zwangsheirat oder Prostitution, heisst es im Schreiben der Schweizer Bischofskonferenzen (SBK), des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) und der Christkatholischen Kirche der Schweiz. Der Handel mit Frauen werde von einer Mauer des Schweigens umgeben, weswegen es schwierig sei, zu exakten Statistiken zu kommen. Kein Land sei von diesem Handel unberührt, entweder als Ursprungsland, als Destination oder auch als Land, wo Reisedokumente oder Heiratszertifikate leichter als anderswo erhältlich sind."
Quelle: http://www.ag.kath.ch/content/detail.asp?acID=602


18.12.2004 Das Caritas Baby Hospital in Betlehem berichtet von gedrückter Stimmung in den Familien Bethlehems. Armut und Verzweiflung wüchsen. Die Arbeitslosigkeit liegt bei über 60%. Das Hospital ist das einzige auf Kleinkinder spezialisierte Krankenhaus in den palästinensischen Gebieten. Die von den Israelis gebaute Mauer zerschneide die Stadt und die Region und mache das Aufsuchen des Krankenhauses schwierig. Die Kinder würden inzwischen mit typischen Armutskrankheiten eingeliefert.
Quelle: Kath. Internationale Presseagentur


18.12.2004 das taz-dossier 6: Engel gibt es gratis. Barbara Dribbusch
Quelle: http://www.taz.de/pt/2004/12/18/a0213.nf/text.ges,1

18.12.2004 das taz-dossier 2. "Auf dem Markt der Religion bewegt sich viel. Wir haben das nur lange nicht bemerkt" Interview
Quelle: taz


18.12.2004 Irritationen: Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann hat die Ausstrahlung eines Interviews mit dem Buchautor und ehemaligen katholischen Priester Pierre Stutz verboten. Zur Begründung hieß es aus der Diözese: "Der Beitrag könnte zu Irritationen führen, was wir nicht wollen".
Radio Vatikan


18.12.2004 das taz-dossier 4. Patchwork ist Mode. Sascha Tegtmeier
Quelle:  http://www.taz.de/
pt/2004/12/18/a0211.nf/text

18.12.2004 das taz-dossier 3: Ein Gott = viele Mörder? Von Philipp Gessler. Eine Darstellung der Thesen des Heidelberger Ägyptologen Jan Assmann "Moses der Ägypter" 1998.
http://www.taz.de/  
pt/2004/12/18/a0207.nf/text

17.12.2004 „Der Gewalt keine Chance! Ein Leitfaden zur Prävention von Martina Schäfer
http://www.kath.ch/infosekten/text_detail.php?nemeid=35336


17.12.2004 Botschaft des Papstes zum Weltfriedenstag 2005
http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?id=23735



16.12.2004 Derzeit wird die nächste Weltfrauenkonferenz vom März 2005 in New York vorbereitet. Themen sind Gleichstellung und Gewalt.
Quelle: die standard.at



16.12.2004 Waffen für alle Welt. Die Ausfuhr von Kriefswaffen stiegen von 318 Mio Euro auf 1,3 Milliarden. Prälat Stephan Reimers, EKD, nennt dies einen neuen Höchststand. Der Leiter des katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, kritisierte Waffenlieferungen in Krisenregionen wie Afghanistan, Irak und Nigeria. Er warf der Regierung vor, die Statistik zu schönen. So gehe fast ein Viertel der Exporte in Entwicklungsländer - und nicht nur 12%, wie der Bund angibt.
Zudem schöne die Regierung die Statistik. Fast ein Viertel der Exporte gehe in Entwicklungsländer, nicht nur zwölf Prozent, wie vom Bund angegeben.
Quelle: taz Inland


16.10.2004 Abschiedsvorlesung von Prof. Dr. E. Zenger, Alttestamentler
http://ivv7srv01.uni-muenster.de/fb02/relgat/Abschiedsvorlesung%2014.%20Juli%202004%20Kurzfassung.doc



14.12.2004 FR-Dokumentation: Die Welt hat ihre Kinder vergessen. Unicef-Jahresbericht "Zur Situation der Kinder in der Welt 2005" / Auszüge aus der Zusammenfassung
"...In Sambia beispielsweise sind 47 Prozent der minderjährigen Prostituierten Waisen. ..."
Quelle: FR


13.12.2004 Peter Singer. Auf einer internationalen Konferenz in Heidelberg spricht sich der Ethiker für die aktive Tötung schwerstbehinderter Menschen aus. Der Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB) fordert, Peter Singer in Deutschland kein Podium für Agitationszwecke zur Verfügung zu stellen.
Quelle: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=627430&firmaid=53841


13.12.2004 "Fürchte dich nicht, ich stehe dir bei! Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Ich mache dich stark, ich helfe dir, ich schütze dich mit meiner sicheren Hand!" (Jesaja 41,10)
Quelle: http://www.advent-anders.de/
Da gibt es einen täglichen Impuls im Advent, der das Leid kennt - und trotzdem die Hoffnung nicht verliert.


11.12.2004 Der Vatikan drängt die US-Kirche, die Krise der Missbrauchs-Skandale hinter sich zu lassen und in der Gesellschaft wieder in die Offensive zu gehen. In der US-Öffentlichkeit müsse die Kirche wieder klarmachen, dass sie sich für jeden einzelnen Menschen und für die Zukunft der Gesellschaft verantwortlich fühle.
Quelle: Radio Vatikan

11.12.2004 Lichblicke - Adventsmeditation von Albert Gerhards
in: http://www.christ-in-der-gegenwart.de/aktuell/artikel_angebote_detail?k_beitrag=658826

11.12.2004 Die polnische Gleichstellungsbeauftragte Magdalena Sroda sagte auf einer Konferenz in Stockholm: "Der Katholizismus unterstützt die Gewalt gegen Frauen weder direkt noch stellt er sich ihr direkt entgegen." Es gebe jedoch eine indirekte Verbindung zwischen der Gewalt gegen Frauen und dem Katholizismus über die Kultur, die stark auf Religion fuße. Bischof Tadeusz Pieronek sagte dazu, Sroda zeichne ein Bild des polnischen Mannes als verknöcherten mittelalterlichen Spießer. - Frau Sroda hat ihren Rücktritt angeboten.
Quelle: http://diestandard.at/


9.12.2004 St. Pölten: Die in die Affäre des Pöltener Priesterseminars Verwickelten, Rothe und Küchl, sind von Bischof Küng im ersten Halbjahr 2005 von ihren Verpflichtungen beurlaubt zu einer "geistlichen Zeit". Rothe, Subregens des Seminars, wird sich anschließend der Seelsorge widmen. Von seinen bisherigen Ämtern wurde er rechtskräftig entbunden.
Im übrigen werden fleißig Gerüchte kolportiert und dementiert.
http://www.kath.net./  detail.php?id=9124
http://www.kath.net/detail.php?id=9116

9.12.2004 Das US-amerikan. Bistum Spokane hat seinen Bankrott erklärt. Schadenersatzforderungen von Missbrauchs-Opfern seien so hoch, dass die Kirche sie nicht zahlen könne.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


7.12.2004 99% der deutschen Sextouristen im Ausland werden nicht zur Rechenschaft gezogen.
mehr bei missio Aachen
P. Shay Cullen, Projektpartner von missio, bezeichnet Kinder als Opfer der Globalisierung. Jährlich geben Pädosexuelle mehr als 5 Milliarden US-Dollar für Kinderprosituierte aus. Eine Million Kinder werden jährlich Opfer von Sextouristen. 400 000 Täter kommen aus Deutschland. Bei Missio ist derzeit ein Mädchen, das als Zwölfjährige Opfer eines deutschen Pädosexuellen wurde und im Kinderheim von Cullen Zuflucht fand, zu Besuch.  : Anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags fordert P. Shay Cullen einen verstärkten Einsatz.
mehr : Aktion Schutzengel

7.12.2004 Eine christliche Privatschule in Großbritannien hat eine Sondergenehmigung zur Wiedereinführung der Prügelstrafe beantragt, weil die Züchtigung von Kindern Teil ihrer religiösen Überzeugung sei. Das erklärten Vertreter der Christian Fellowship School in Liverpool. Hinter der Initiative stehen 40 weitere private Schulen, die das Verbot der Prügelstrafe aus religiösen Gründen ablehnen.
Quelle: http://www.spiegel.de/archiv/

6.12.2004 Stellungnahme der IKvu zur Suspendierung von Prof. Hasenhüttl
http://www.ikvu.de/ (Aktuelle Stellungnahmen der IKvu)

6.12.2004 Hasenhüttl kann nicht bereuen, dass er evangelische Christen zum Abendmahl eingeladen hat. Nun wurde er endgültig und ohne weiteres Widerspruchsrecht von Rom als Priester abgesetzt. 14 Kardinäle und 4 Erzbischöfe stimmten der Suspendierung zu. Der Papst approbierte sie.
Quelle: http://www.taz.de/

6.12.2004 Offensichtlich ist Jesus zu Weihnachten verzichtbar
Eine italienische Lehrerin hat aus Rücksicht auf muslimische SchülerInnen die Erwähnung von Jesus aus einem Weihnachtslied gestrichen. (Es wird noch eine Weile dauern, bis wir wissen, wie Integration gehen kann. So jedenfalls nicht, denke ich.)
Quelle: kna


6.12.2004 Markenzeichen der Kirche: Heil-Land
Der Pastoraltheologe Paul M. Zulehner fordert, dass die Kirche den Menschen, die die kirchlichen Standards nicht erfüllten, entgegenkomme, weil es keinen perfekten Christen, sondern immer nur fragmentarisches Leben aus dem Evangelium gebe. Jesus sei der Heiland und Kirche müsse Heil-Land werden. Es bestehe großer Handlungsbedarf.
Quelle: http://www.kath.ch/


5.12.2005 Predigt zu Rizpa, 2 Sam 21,1-14, von Pfarrerin Clara Moser: "Alle sollen sehen, wie Gewalt und Rache wirken. Unrecht bleibt Unrecht und muss so benannt werden, unerbittlich. Ja erst dann, wenn das alle sehen, wenn auch David das sieht, ist Versöhnung möglich. Dann ist Gott gnädig mit uns, in uns."
Quelle: http://www.theologinnen.ch/feministisch/Predigt%20November%2004%20Rizpa.doc

4.12.2004 Das Bistum Orange County, Kalifornien, wird 87 Missbrauchsopfern 87 Mio US-Dollar als Entschädigung zahlen. Boston hatte an 500 Missbrauchsopfer 85 Mio US-Dollar gezahlt.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


Felix Mitterer: Die Beichte. Über ungesunde Stzrukturen im Klosterinternat, die auf Vertrauensbruch und Verrat basieren. Ausgehend von den Missbrauchs-Aufdeckungen in kirchlich geführten Kinder- und Schülerheimen in seiner Wahlheimat Irland beschäftigte sich Mitterer mit einem brisanten Thema, das sich wenige Monate nach der Entstehung auch für Österreich als hochaktuell zeigte.
http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/mitterer_beichte/ und
http://www2.uibk.ac.at/brenner-archiv/literatur/tirol/rez_03/tschoerner_beichte.html

3.12.2004 Laut News kommt Pater R., Pfarrer des österreichischen Stiftes Gera, wegen sexuellen Missbrauchs in 7 nachweisbaren und nicht verjährten Fällen vor Gericht. Der Stiftsleitung sollen die pädosexuellen Aktivitäten des Ordensmitgliedes seit 1970 bekannt gewesen sein. Sie dauerten bis 2001. Pater R. sei als Religionslehrer, Pfarrer und Präfekt an verschiedenen Orten eingesetzt gewesen. Der Angeklagte sei im Wesentlichen geständig, teilte die Behörde mit.
Quelle: http://www.kath.net./
detail.php?id=9065

3.12.2004 Der St. Pöltner Bischof Klaus Küng hat sich auf seine Amtsverschwiegenheit berufen. Damit konnte er vermeiden, bei einem Prozess über die Vorfälle während der Diözesan-Regentschaft Kurt Krenns im Priesterseminar S. Pölten auszusagen. Weiterhin bleibt also ungeklärt, ob die Vorgänge in St. Pölten, Priesterseminar, die Ausbeutung eines Abhängigkeitsverhältnisses bedeuten.
Der Bericht des Visitators Küng liegt in den Archiven des Vatikan. Die Öffentlichkeit wurde bisher nicht über diesen Bericht informiert.
Quelle: http://www.diepresse.co.at/Artikel.aspx?channel=c&ressort=ck&id=454841&archiv=false


1.12.2004 "Initiative Kirche von unten" zum Welt-Aids-Tag


27.11.2004 Die Katholische Männerbewegung Österreichs und die SPÖ-Frauen fordern, dass weibliche Genitalverstümmelung als Asylgrund anerkannt wird. Die Kath. Männerbewegung hatte am 25.11.2004 Waris Dirie, der UN-Sonderbotschafterin gegen weibliche Genitalverstümmelung, den diesjährigen Oscar-Romero-Preis überreicht.
Quelle: http://diestandard.at/ und http://religion.orf.at/


25.11.2004 Marion Dönhoff-Preis für das Maximilian-Kolbe-Werk, das KZ- und Ghetto-Überlebende betreut. »Lagerüberlebende brauchen andere Überlebende. Wir sind anders, und das kann niemand verstehen«, sagt Zygmunt Kauc.
Mehr unter: Besuche aus dem Land des Schreckens -
Quelle: http://www.zeit.de/ (Politik)


25.11.2004 "Wenn die Kirchen nicht ein Teil der Lösung sind, dann sind sie ein Teil des Problems" - Stimmen der Zeit: Aids als Herausforderung für die Kirche(n)
Quelle: http://www.stimmen-der-zeit.de/

24.11.2004 Franz Kamphaus: Kritik an falschem Toleranzbegriff
http://www.bistumlimburg.de/index.php?page=000-001-001-000&eid=13225


24.11.2004 Eine in erschreckendem Maße zunehmende Gewalt gegen Frauen und Mädchen beklagt das Päpstliche Missionswerk der Frauen. Weltweit litten Frauen und Mädchen unter der Verletzung ihrer Würde und unter einer Einschränkung ihrer Lebensmöglichkeiten, so die Präsidentin des Verbands, Monika Pankoke-Schenk, heute in Vallendar. Als Beispiele nannte sie Zwangsprostitution und Zwangsabtreibung, Genitalverstümmelung, Vergewaltigung und Frauenhandel.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

19.11.2004 Das kath. Hilfswerk Renovabis startet ein Projekt, das den Handel von Frauen aus Moldawien und ihre Zwangsprostitution in Westeuropa verhindern soll.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


17.11.2004 William Skylstad ist neuer Präsident der amerikan. Bischofskonferenz. Er hat sich bisher bereits sehr für die Opfer pädophiler Priester eingesetzt. Zugleich hatte der notorische Missbrauchstäter O'Donell vor 30 Jahren in Skylstads Pfarrhaus gelebt und war - auch mit dessen Hilfe - immer nur von einer Pfarrgemeinde in die nächste versetzt worden.
Quelle: http://religion.orf.at/
 projekt02/news/0411/ne041116_usbiko_fr.htm


16.11.2004 In Wien haben die Jesuiten die Theologin Brigitte Proksch als Studien-Präfektin in der Seminaristen-Ausbildung eingesetzt. Sie ist die erste Frau an der Spitze eines Priesterseminars
Quelle: http://www.derstandard.at


13.11.2004 Das Bistum Spokane/Washington wird zum Monatsende seinen Bankrott erklären. Es ist nach Portland und Tucson das dritte Bistum, das die finanzielle Notbremse zieht. Spokane sieht sich mehreren Dutzend Schadenersatzklagen wegen Pädophilie-Fällen ausgesetzt.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

13.11.2004 Imprimatur Heft 5-6/2004: lesenswert: Kirche in Frankreich - Vatikan + Frauen - St. Pölten u.a.
http://www.imprimatur-vatikan.de/mainframe.html


13.11.2004 "Ich nenne das Hurra-Journalismus". Vom richtigen Ticken: Warum die deutschen Medien den Folterskandal von Abu Ghraib verschliefen
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/
  fr_home/startseite/?sid=783c6e70130b53d51a7c6e87fc6bcbb5&cnt=588473

11.11.2004 Vor "falschen Götzen unserer Zeit" hat der Papst heute eindringlich gewarnt. Bei der Generalaudienz im Vatikan meinte er: "Der schlimmste falsche Götze ist die Gewalt, zu der die Menschheit leider auch heute, in unseren blutigen Tagen, greift. Dieser Götze zieht hinter sich her eine Schleppe von Kriegen, Unterdrückung, Folter und Mord ohne Reue. Der zweite falsche Götze unserer Zeit ist der Raub - er zeigt sich in sozialer Ungerechtigkeit, Wucher, in politischer und wirtschaftlicher Korruption. Der dritte falsche Götze ist der Reichtum, an den die Leute ihr Herz hängen in der trügerischen Hoffnung, sich vor dem Tod retten zu können und die Ersten zu sein an Prestige und Macht."
(Schade, dass der Papst die alltägliche Gewalt gegen Kinder und Frauen nicht ausdrücklich nannte. Es wäre an der Zeit.)
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

8.11.2004 Berichte von der EKD-Synode in Magdeburg  http://ekd.de/newsfenster/34627_news_2004_11_08_generationen.html

8.11.2004 KatholikInnen können ihren Glauben und auch die Eucharistiefeier nicht vollständig verstehen, wenn sie das Judentum nicht kennen, sagte Kardinal Carlo Maria Martini in der Gregoriana. Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


8.11.2004 In einer Botschaft zum Abschluss des Ramadan hat der Vatikan Christen und Muslime zum gemeinsamen Kampf gegen Ausbeutung und Missbrauch von Kindern aufgerufen. Er verurteilte den sexuellen Missbrauch und die schrecklichen Auswirkungen des Organhandels und wandte sich gegen den Einsatz von Kindern als Soldaten.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm


8.11.2004 Eine bundesweite Studie des Diakonischen Werkes der EKD ergab, dass zahlreiche Kommunen Obdachlosen die ihnen zustehende Unterstützung verweigern. Einiges deute auf systematische Rechtsverweigerung hin.
In Deutschland waren im vergangenen Jahr nach Schätzungen der EKD 400 000 Menschen wohnungslos; 20 000 von ihnen lebten auf der Straße. Erschreckend sei das sinkende Durchschnittsalter der Betroffenen. Es liege inzwischen bei 38 Jahren, ein Viertel der Wohnungslosen sei jünger als 25 Jahre. Auch steige der Anteil der Frauen, die fast ein Viertel der Wohnungslosen ausmachten.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv


4.11.2004 Will Gott in die Verfassung? oder will Sie eine Politik, die sich am Wohl der Schwachen ausrichtet und dem Frieden nachjagt?
Quelle: http://www.kath.ch/suche.htm


4.11.2004 Etwas zur Lebenslust
http://theol.uibk.ac.at/leseraum/predigt/527.html


4.11.2004 Neues bricht auf : Wo Seelsorge ansetzen kann - Veronika Prüller-Jagenteufel in:  Diakonia Okt. 2004
http://www.diakonia-online.net/d5_2004_leitartikel.pdf


31.10.2004 Zulehner über schräge Vögel und die Zukunft der Kirche: Wofür steht und geht die Kirche?
http://www.kath.ch/aktuell.php (Suchwort Zulehner)
   _detail.php?meid=33544

29.10.2004 "Ehemalige Seminaristen wurden nicht fallen gelassen" Allen Priesterstudenten im früheren St. Pöltner Priesterseminar, die nicht zum Weiterstudium zugelassen werden konnten, wurde "materielle und persönliche Hilfe" angeboten, betont die Pressestelle der Diözese St. Pölten. - Außerdem seinen alle Studenten zur Wiederzulassung zum Studium überprüft worden und kein Student, der in die bekannten Vorkommnisse verwickelt war, sei zugelassen worden. - Gegen die früher Verantwortlichen des Priesterseminars laufe ein kirchliches Vorermittlungsverfahren. Diese Erklärung wurde gegen einen Bericht in profil abgegeben.
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm
   0410/ne041029_küng_fr.htm

29.10.2004 profil berichtet, dass neue Fotos aufgetaucht seien, die den Regens Küchl von St. Pölten bei Verkleidungsspielen zeigen, u.a. zusammen mit einem Alumnen, der vor Gericht gesagt habe, er habe nie Derartiges im Seminar erlebt.
Ein Mitarbeiter des Pastoralamtes Wien wirft Bischof Küng vor, Alumnen, die direkt in die Affäre verwickelt gewesen seien, wieder im Priesterseminar aufgenommen zu haben. Zugleich seien andere, die mit dem Skandal nichts zu tun hatten, jedoch verdächtigt wurden, Informationen an die Medien weitergegeben zu haben, ohne Sozialplan gefeuert und ihrem Schicksal überlassen worden. Manche unter ihnen müssten die Hilfe von Obdachlosen Organisationen in Anspruch nehmen.
Quelle: http://kurier.at/


28.10.2004 Ein Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und Rechtsanwaltskanzleien forderte ein Bleiberecht für langjährig geduldete Flüchtlinge. Ca 150 000 Flüchtlinge sind betroffen. Ihnen droht die Abschiebung in ihr Heimatland, weil ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Pro Asyl fordert, dass die Bundesregierung das neue Zuwanderungsgesetz (gültig ab 1.1.2005) ändern muss.
Quelle: http://www.taz.de


26.10.2004 Sklaverei beschleunigt die Landreform in Brasilien. Erstmals müssen Großgrundbesitzer ein Landgut räumen, das sie von modernen Sklaven räumen ließen. "Die Entscheidung eröffnet eine neue Perspektive im Kampf gegen die Sklavenarbeit", sagte José Batista Gonçalves von der katholischen Landpastoral CPT der taz. "In der Region gibt es Dutzende Landgüter, die aus gleichem Grund ebenfalls den Landlosen übertragen werden könnten." Allein im Bundesstaat Pará besetzen derzeit 20.000 Familien Land, von denen vielen die Räumung droht. - Laut Arbeitsministerium arbeiten in Brasilien mindestens 25.000 Menschen unter sklavenähnlichen Bedingungen in Schuldknechtschaft.
Quelle: http://www.taz.de


24.10.2004 Zur Abwechslung: Ein Hirtenbrief Der missionarische Auftrag der Kirche, Gemeinsamer Hirtenbrief der deutschen Bischöfe anlässlich des Bonifatius-Jubiläums

22.10.2004 Deutsche Hilfsorganisationen kritisierten die Asyl- und Außenpolitik der Regierung: Es fehlten klare Worte gegenüber Russland und China zur Menschenrechtssituation; die Äußerungen Joschka Fischers zu Waffenverkäufen an die Türkei seien ein falsches Signal; das von Innenminister Schily angestrebte unbefristete Arbeitsverbot für bislang geduldete Menschen sei mit der Menschenwürde nicht vereinbar.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv

17.10.2004 Wir sind Kirche zum Jahr der Eucharistie
http://www.we-are-church.org/de/wsk/presse/p2004/i_pre_0419.htm


15.10.2004 "Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht" - d.i. das Leitwort des nächsten Deutschen Katholikentages, Saarbrücken, 24.-28. Mai 2006. - (Dazu wäre auch aus meiner Sicht einiges zu sagen.)
Quelle: Yahoo

14.10.2004 Die anglikanische Staatskirche hat die Stelle des Erzbischofs von York in Kirchenzeitungen ausgeschrieben. Die Gläubigen sind aufgerufen, Kandidaten vorzuschlagen. Na dann :-)))
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


13.10.2004 Missbrauchsopfer aus der Diözese Tucson, Arizona, können bis zum 15.4.2005 Ansprüche geltend machen. Spätere Anträge würden nicht mehr berücksichtigt. Die Diözese hat wegen der hohen Schadenersatzansprüche Konkurs angemeldet.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


13.10.2004 Der Erzbischof von Sevilla, Kardinal Carlos Amigo Vallejo, warnte laut Vatikan-Nachrichten davor, Homosexuellen die Menschenwürde abzusprechen. Christen sollten konsequent ihren Glauben leben, ganz gleich, was ihre sexuelle Orientierung sei, sagte der Kardinal.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


6.10.2004 Die Kirchen in Baden-Württemberg erinnern aus gegebenem Anlass daran, dass Weihnachten im Dezember ist - und nicht im Oktober.
Quelle: Yahoo


6.10.2004 Die anglikanische Kirche Australiens hat sich bei hunderten Kindern für sexuellen Missbrauch und Vernachlässigung in kirchlichen Einrichtungen entschuldigt.
Quelle: Yahoo


6.10.2004 Im Skandal um einen von Weißrussland aus operiererenden Kinderporno-Ring sind inzwischen 1000 Menschen verhaftet worden, darunter Lehrer, Kinderpsychologen und ein Diakon im US-Bundesstaat New Jersey.
Quelle: Yahoo

4.10.2004 Ein Pfarrer der Erzdiözese Salzburg ist wegen Pädophilie-Verdachtes suspendiert worden.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

imprimatur Heft 3/2004 Camillo Macisse O. Carm. Gewalt in der Kirche. Gewalt der Kirche. Römischer Zentralismus und Repression
Quelle: http://www.imprimatur-vatikan.de/mainframe.html

2.10.2004 Am 30.9.2004 hat der frühere Bischof von St. Pölten noch seinem Generalvikar Fasching dessen Entlassung mitgeteilt. Der Visitator Küng sagt, dass diese Amtshandlung nicht mit ihm abgesprochen war und deswegen ungültig sei.
Quelle: http://derstandard.at/


2.10.2004 Die US-Kirche hat den Oktober zum "Monat gegen die häusliche Gewalt" erklärt. Neben konkreten Hinweisen zur Unterstützung misshandelter Frauen gibt es auch Hinweise, wie den Tätern, die ihrerseits Opfer seien, zu helfen ist.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


Mt 25,14-30 Predigt zur Ermutigung - Gerd Theißen
http://theologie.uni-hd.de/predigten/040808.pdf


September 2004: Michael Hofer: Zu spät geboren? Holocaust und Erinnerungskultur
http://www.stimmen-der-zeit.de/StdZ_09_04_Hofer.pdf

30.9.2004 Stellungnahme der IKvu zum Krenn-Rücktritt
Pressemitteilung der IKvu zum Rücktritt von Bischof Krenn
"Ein längst überfälliger Schritt"
Ökumenisches Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) zur Entlassung von Bischof Kurt Krenn (St. Pölten)
BONN, den 30. September 2004. Erst auf Bitten von Papst Johannes Paul II. trat gestern Bischof Krenn nach dem Kinderpornoskandal in seinem Priesterseminar vom Amt zurück. Dies kommt einer Entlassung gleich, da die Bischöfe zum Gehorsam gegenüber dem Papst verpflichtet sind.

"Bischof Krenn hätte dem Papst zuvorkommen müssen und selbst sein Entlassungsgesuch einreichen sollen", sagte Bernd Hans Göhrig als Bundesgeschäftsführer der IKvu. "Krenns erzkonservative Haltung in anderen Fragen passte schon von Anfang an nicht zu seinem Wort von 'Bubendummheiten', mit der er Kinderpornographie im Priesterseminar bewertete."

Das Ökumenische Netzwerk "Initiative Kirche von unten" (IKvu) ist sich aber auch sicher, dass das Priesterseminar in St. Pölten nicht das einzige ist, in dem Missstände herrschen. Hier wäre ein offensiverer Umgang mit sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche ebenso angebracht wie eine offenere Haltung gegenüber gleichgeschlechtlich liebenden Menschen.

"Man kann Menschen nicht einfach ihre Sexualität verbieten, ohne dass sie seelisch zerbrechen. Aber offensichtlich ist dies die Absicht der katholischen Amtskirche, um gehorsame Diener der Hierarchie zu schaffen", sagte Göhrig weiter. Erneut bekräftigte er die Forderung der IKvu, den Pflichtzölibat abzuschaffen. Den jetzigen Bischof von Feldkirch, Klaus Küng, zum neuen Bischof von St. Pölten zu ernennen, hieße einen neuen Bock zum Gärtner zu bestellen. Der Opus-Dei Mann soll selbst Kindesmussbrauch in seiner Diözese jahrelang gedeckt haben.
Quelle:
http://www.ikvu.de/, Presse 30.9.2004



30.9.2004 Bischof Krenn, St. Pölten, ist zurückgetreten, meldet "der standard". Krenn erklärte, er sei nicht aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und auch nicht aufgrund öffentlichen Drucks, sondern weil er das tue, was der Papst sagt. Den genauen Grund für seinen Rücktritt wollte er nicht näher kommentieren. Er wiederholte jedoch, ihm sei großes Unrecht geschehen.
Am kommenden Sonntag wird Krenn nach Rom zur Seligsprechung des letzten österreichischen Kaisers, Karl I., reisen. Die Seligsprechung wird vorgenommen für einen Mann, der für einen Giftgaseinsatz gegen italienische Soldaten verantwortlich gemacht wird und der 38 Jahre nach seinem Tod eine brasilianische Nonne von Krampfadern heilte.
Quelle: http://derstandard.at/
 

29.9.2004 Der Erzbischof von Dublin Diarmuid Martin sagte, das volle Ausmaß des Missbrauchs-Skandals in Irlands Kirche könne noch unbekannt sein. Er mahnte in einer Rede vor der nationalen Priester-Konferenz zu offenem Umgang mit dem Problem und zur Gewährleistung von bestmöglichem Schutz von Kindern. Regierung und Kirche gegen bisher von ca 11.000 mutmaßlichen Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter aus.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


28.9.2004 Die Missbrauchsanklage gegen den früheren Bischof von Springfield/Massachusetts wurde wegen Verjährung zurückgezogen. Möglicherweise wird er jedoch in New York, New Hampshire oder Kanada angeklagt, weil er die Jungen auch in diesen Staaten missbrauchte und dort z.T. andere Verjährungsfristen gelten.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm
 

28.9.2004 Der Innsbrucker Bischof Scheuer bezeichnet die Abschaffung des Zölibats als "gangbaren Weg".  Zu den Kirchenaustritten sagte er: "Es sind ja nicht Zahlen, die austreten, sondern konkrete Menschen, mit ihren Lebensgeschichten, ihrem Glauben und Zweifel. Jeder Austritt schmerzt."
Quelle: http://www.nachrichten.at/


28.9.2004 In den USA wurde der 70-jährige Bischof Th. Dupre der sexuellen Misshandlung von zwei Jungen in den 70er Jahren angeklagt. 9 Jahre lang - bis Februar  2004 - war der Angeklagte Bischof der Diözese Springfield/Massachusetts.
Quelle: Yahoo


Die Presse berichtet, dass der Danziger Erzbischof Tadeusz Goclowski gegen den einstigen Starpriester H.J. der Gewerkschaft Solidarnosc ein Amtsenthebungsverfahren wegen Demoralisierung Jugendlicher eingeleitet hat. Nach 1989 machte der einstige Freiheitskämpfer jedoch vor allem durch antisemitische Ausfälle gegen Juden, Russen, die EU und die Linke Polens von sich reden. Seit Ende Juli ermittelt die Justiz gegen J. wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von minderjährigen Jugendlichen. J. weist die Vorwürfe als Kesseltreiben missgünstiger Medien und "jüdisch - kommunistischer" Kreise empört zurück. Quelle: http://www.diepresse.com/
 Artikel.aspx?channel=c&ressort=c&id=444335
Bereits am 31.7.2004 hatte Radio Vatikan von den Anschuldigungen berichtet und J. als Beichtvater von L. Walesa bezeichnet.

Das Erste Testament als Einspruch gegen Einseitigkeiten und Irrwege des Christentums Erich Zenger (12. Artikel)
http://www.muenster.de/%7Eangergun/index.html

Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Von Jozef Niewiadomski
Quelle: http://theol.uibk.ac.at/leseraum/predigt/497.html

24.9.2004 Kirche ohne Kreuz und Glocke
Eindrücke von fundamentalistischer Religion in den USA
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv http://www.taz.de/ Themen des Tages
 pt/2004/09/24/a0154.nf/text

23.9.2004 "Die Presse" berichtet von einer Austrittswelle aus der kath. Kirche in Wien: Plus 36% im Juli und plus 40% im August 2004, gemessen an den Zahlen des Vorjahres.

23.9.2004 Laut ORF will die römisch-katholische Erzdiözese Miami 23 Gerichtsverfahren wegen sexuellen Missbrauchs beenden. Sie will damit mehr als die Hälfte der Prozesse gegen 10 Priester beilegen. Insgesamt wurden 3,4 Mio Dollar (2,8 Mio Euro) gezahlt. Ein Schuldeingeständnis sei das nicht, sagte eine Sprecherin der Erzdiözese. Jeffrey Hermann nannte die Zahlung eine "lange überfällige Bestätigung für die Opfer".
Quelle: http://religion.orf.at/
ergänzt:  projekt02/news/0409/ne040923_usa_fr.htm
Die Chefin einer von der Kirche eingesetzten nationalen Untersuchungskommission weist Bitten zurück, Priester oder Ordensleute in das Gremium aufzunehmen. Kirchenleute könnten von der Kirche leichter unter Druck gesetzt werden und die Fälle deswegen nicht vorbehaltlos untersuchen. Quelle: Radio Vatikan vom 23.9.2004

22.90.2004 Bistum Speyer: Sexueller Missbrauch durch Priester "Dem Bösen ausgeliefert"
Quelle: Der Spiegel (Panorama)
http://www.spiegel.de/archiv/
  panorama/0,1518,317239,00.html
Laut Frankenpost bestätigte das Bistum Speyer den Spiegelbericht am 22.9.2004.

21.9.2004 Das US-Bistum Tucson hat Insolvenz angemeldet. Angesichts von Schadenersatzklagen in mehrstelliger Millionenhöhe für Sexualdelikte von Priestern sei dieser Schritt "die beste Möglichkeit für eine gerechte und faire Entschädigung der Opfer", heißt es in einer schriftlichen Erklärung,
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

21.9.2004: In Ruanda begann der erste Prozess des UN-Kriegsverbrechertribunals gegen einen kath. Priester. Ihm wird vorgeworfen, 1994 für den Tod von 2000 Tutsi verantwortlich zu sein. Zunächst habe er die fliehenden Menschen in die Kirche eingeladen. Als nach 3 Tagen Beschuss noch immer Lebenszeichen aus der Kirche kamen, soll er angeordnet haben, dass eine Planierraupe die Kirche samt den Flüchtlingen niederwalze. Der Angeklagte war nach Italien geflohen und von der Kirche versteckt worden. 2002 stellte er sich. Zum Prozess erschien er nicht.
Quelle: SWR - 2 - Nachrichten am 20.59.20004

20.9.2004 Visitator Küng, derzeit St. Pölten sagt, es werde intensiv an einer guten Lösung gearbeitet und er bittet um ein gewisses Maß an Geduld. Die Lösung für die Diözese müsste auch die menschliche Würde aller Beteiligten wahren. Wörtlich: "Aber wir dürfen darauf vertrauen, dass die Verantwortungsträger in der Kirche die Sorgen der Menschen verstehen".
Quelle: http://religion.orf.at/

20.9.2004 Der lutherische Bischof Herwig Sturm sagt, eine Situation wie in St. Pölten sei in der evangelischen Kirche "undenkbar". Wörtlich: "In den evangelischen Kirchen werden alle Ämter durch Wahl der zuständigen Gremien besetzt und können von denselben Gremien wieder enthoben werden. Eine Handlungsunfähigkeit und Ohnmacht, wie wir sie derzeit in der Diözese St. Pölten erleben, ist in der evangelischen Kirche undenkbar....Die Würde jedes Menschen, der Schutz gerade der Schwachen in unserer Gesellschaft und das Bemühen, die Botschaft des Evangeliums auch im Leben zu bewähren, haben in unserer Kirche oberste Priorität." Damit wendet er sich gegen Äußerungen des Volksanwalts Dr. Ewald Stadler in der ORF-Sednung "offen gesagt", wonach die evangelischen Kirchen die gleichen Probleme hätten mit der Bewältigung der Sexualität wie die römisch-katholische Kirche.
Quelle: http://www.kath.ch/suche.htm


20.9.2004 Zu viel Apparat - zu wenig Evangelium: Franz Kamphaus: Kirche ist auf dem Weg zur Minderheit. Es sei ein Trugschluss zu glauben, das Christentum verliere seine Kraft, weil es sich nicht den Trends der modernen Bedürfnisgesellschaft anpasse. „Die Sache ist umgekehrt: Weil es sich kaum erkennbar vom üblichen unterscheidet, reißt es auch niemand mehr vom Stuhl“, sagte Kamphaus. „Wenn die Kreuzesreligion zur Bedürfnisreligion wird, dienen wir schließlich keinem mehr, nicht Gott und nicht den Menschen“.
mehr: http://www.bistumlimburg.de/index.php?page=000-009-001-000&eid=12449&path=thema

19.9.2004: Krenn im Interview in eigener Sache: "Der liebe Heiland ist auch nicht gut behandelt worden."  Kommentar des Standard: Dass die Glaubwürdigkeit der Kirche dabei pulverisiert wird, scheint ihn nicht zu stören.
Quelle: http://derstandard.at/


18.9.2004 Die Kärtner Tageszeitung berichtet, dass die Kriminalpolizei Vorwürfe der Psychotherapeutin R. Perner wegen Missbrauchs eines Klienten durch einen Vorarlberger Geistlichen prüft.
Quelle: http://www.ktz.at/ (Inland/Ausland)
_content_detail.php?detail_id=2001
Nach Informationen der Oberösterreichischen Nachrichten bestätigte der Bischof, K.Küng, davon zu wissen. Er habe mit dem Betroffenen gesprochen. Der Vorfall liege viele Jahre zurück, tue dem Beschuldigten Leid. Täter und Opfer hätten sich ausgesöhnt. Der Beschuldigte soll vor 40 Jahren einen Ministranten und später zwei junge Männer missbraucht haben.
Quelle: http://www.nachrichten.at/
 apanews/apap/300543?PHPSESSID=f064360ab7d4bf88c7fac1c30ee80261

18.9.2004 Die Presse zitiert den Wiener Ombudsmann, Helmut Schüller: 'An den meisten Anschuldigungen sexuellen Missbrauchs gegen Kirchenvertreter sei etwas dran, räumte der Leiter der katholischen Wiener Ombudsstelle für Missbrauchsopfer, Helmut Schüller, in der "Wiener Zeitung" ein. Seit 1996 seien bei seiner Stelle etwa 100 Personen des Missbrauchs verdächtigt worden. Diese Fälle waren "so gut wie nie" aus der Luft gegriffen: "Gar nichts dran war nie. Es war nicht immer sexueller Missbrauch, aber zumindest die Anzeige eines problematischen Verhaltens", so Schüller.
Quelle:
http://www.diepresse.co.at/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=443378&archiv=false



17.9.2004 Yahoo-Nachrichten:
Bei einer Großaktion gegen Kinderpornos im Internet sind der Schweizer Polizei landesweit etwa 400 Verdächtige ins Netz gegangen. Bei acht von ihnen besteht Verdacht auf sexuelle Handlungen mit Kindern. Fast 50 der Männer haben beruflich mit Kindern zu tun. Zu den Verdächtigen gehören Arbeiter, Studenten, Anwälte, Journalisten und ein Funktionär einer internationalen Organisation. Die Ermittlungen richten sich gegen Verdächtige in weiteren 120 Ländern.
Quelle: http://de.news.yahoo.com/
ergänzt 19.9.2004 Nach Angaben von kath.ch ist unter den Verdächtigen auch ein Pfarrer aus dem Kanton St. Gallen.
http://www.kath.ch/
aktuell_detail.php?meid=32361

17.9.2004 Bericht des Wiener Kinderschutzzentrums über sexuellen Missbrauch in der Kirche
Darin werden vor allem Ministranten als gefährdet gesehen. Übergriffe gebe es aber auch im Religionsunterricht und bei Veranstaltungen wie Zeltlagern. Als Täter werden Geistliche als auch ehrenamtliche Mitarbeiter genannt. Das Fazit: die Kirche muss sich den Problemen stellen. Der Bericht fordert eine Novelle des österreichischen Sexualstrafrechts. Ärzte und Psychotherapeuten dürfen keine sexuellen Beziehungen mit Patienten eingehen. Diese Regelung wird auch für Seelsorger gefordert.
Quelle: http://www.kinderschutz-wien.at/

Entgegen anders lautenden Presseberichten gebe es kein Rücktrittsgesuch von Bischof Krenn, sagte sein Sprecher.

16.9.2004 Fall Paterno:  Kircheninterne Ermittlungen sind abgeschlossen. Das Ergebnis wird der Glaubenskongragation vorgelegt. Wie viele Zeugen gegen Paterno ausgesagt haben, sagte der Leiter des Pastoralamts der Erzdiözese Feldkirch, Benno Elbs, nicht. Berichtet worden sei aber, dass der Kaplan nicht immer die notwendige Distanz bewahrt habe. Auch von "Übergriffen, die schwer wiegend sind", hätten Betroffene gesprochen. Missbrauchsvorwürfe wies Paterno zurück, der inzw. in den Ruhestand getreten ist. Ansonsten: viele Gerüchte und wenig Belegbares.
Quelle: http://religion.orf.at/
  projekt02/news/0409/ne040916_paterno2_fr.htm

Thomas Ruster: Kann Jesus uns erlösen? Vorlesung
http://seminarserver.fb14.uni-dortmund.de/ruster/Vorlesungsskripte/Christologie_WS2003-2004.pdf

13.9.2004 Mehr desgleichen: Radio Vatikan berichtet, dass in der Erzdiözese Boston mindestens 140 neue Klagen von Missbrauchsopfern eingegangen seien.Der sexuelle Missbrauch habe zwischen 1950 und 1980 stattgefunden. Ein Sprecher der Erzdiözese betonte, dass Verhandlungen erst aufgenommen werden, wenn eine Einigung mit den Versicherungsgesellschaften über frühere Fälle erzielt sei. Sachverständige gehen von mehr als 16 Mio Euro Unkosten aus.
Quelle am 13.9.2004: http://www.kath.de/rv/index.shtml
Archiv: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm


11.9.2004: Vatikan-Nachrichten
Papst Johannes Paul II. hat die amerikanische Kirche zu einer geistlichen Erneuerung nach den Pädophilie-Skandalen in ihren Diözesen aufgerufen. In einer Botschaft an die Bischöfe der Kirchenprovinzen von Philadelphia und Newark anlässlich deren Ad-limina-Besuche betont der Papst, die Kirche werde aber nur dann wirklich "reformiert", wenn sie zu ihren Wurzeln im Evangelium zurückkehre. Die momentane Krise im Vertrauen der Menschen in die Leitung der Kirche sei auch zu überwinden, durch ein gewisses Überdenken von Art und Weise der Leitung, so der Papst. (rv)
Quelle am 12.9.2004: http://www.kath.de/rv/index.shtml
Archiv: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

10.9.2004 kathpress.at meldet, der Präfekt der Bischofskongregation, Kardinal Giovanni Battista Re, habe dem St. Pöltner Bischof Kurt Krenn empfohlen, "aus gesundheitlichen Gründen" zurückzutreten. Krenn habe dem Vernehmen nach (kathpress beruft sich auf röm. Kirchenkreise) eingewilligt und sei zurückgetreten - vermutlich aus o.a. "gesundheitlichen Gründen".
Quelle: http://www.kathpress.at/newszone/index.php

6.9.2004: Zur Erinnerung an kirchliche Unterstützung für Übergriffs-Opfer:
Der Abt des Innsbrucker Stiftes Wilten, Raimund Schreier, schrieb am 14.12.2003: "Die [vom Missbrauch durch den Pfarrer] Betroffenen sollen wissen, dass sie auf die Unterstützung des Stiftes Wilten bauen können".
Am 6.8.2004 schrieb der Abt anlässlich der Wiedereinsetzung des beschuldigten Pfarrers (dessen Taten verjährt sind und der sich im Übrigen auch bei den Opfern entschuldigt hat): "Aufgrund von Interviews im "Tirol heute" mit einigen Ihrer Dorfbewohner möchten wir nochmals auf folgendes hinweisen: es kommt häufig vor, dass Betroffene von sexuellen Grenzüberschreitungen sich erst sehr spät dazu äußern. Betroffene tun sich oft über lange Zeit hinweg ungemein schwer darüber zu sprechen oder solche Vorkommnisse selber aufzuarbeiten."
(Was haben die Opfer getan, dass der Abt um Verständnis für sie in der Gemeinde werben muss? Haben sie sich zu spät erinnert? Zum falschen Zeitpunkt? Oder wurde ihnen vorgeworfen, dass sie sich überhaupt erinnerten?)
Quelle: http://www.dioezese-innsbruck.at/aktuelles.asp?lfdnr=50000137
Fortsetzung: http://www.dioezese-innsbruck.at/aktuelles.asp?lfdnr=50000226

4.9.2004 Schüller, Wiener Ombudsmann für Opfer von Missbrauch in der Kirche, sagte den Salzburger Nachrichten: "Die Angst davor, jemanden falsch zu beschuldigen ist immer noch größer als die Angst davor, einen schwerwiegenden Vorwurf zu übergehen." Die Kirche neige immer noch dazu, eher den Tätern als den Opfern Glauben zu schenken. Selbst Vorwürfe mit Gewicht würden nach wie vor unterschätzt. Täter seien oft "charismatische und anerkannte" Persönlichkeiten. "Das heißt aber zugleich, dass jedes Opfer verdammt schlechte Karten hat." Denn diese müssten sich allein gegen eine Institution stellen, die "die Anschuldigungen gar nicht hören will." Schüller sagte, es gäbe immer noch die alten Praktiken: Dass gar nichts geschähe oder Problemfälle versetzt würden, ohne Information der neuen Diözese. "Da gibt es ja regelrechte Wanderer."
Quelle: http://www.salzburg.com/
 sn/04/09/04/artikel/1100578.html    sn/04/09/04/artikel/1100577.html

4.9.2004: Radio Vatikan meldet, dass ein Priester in der Erzdiözese Seattle seine Pfarrei verlassen hat, weil er selbst vor Jahren Opfer sexuellen Missbrauchs geworden war. Seit 20 Jahren sei der 43-jährige in Behandlung, weil er das Erlebnis nur schwer verarbeite. Allerdings könne er die Forderung des Erzbischofs nicht annehmen, sich einer weiteren Therapie zu unterziehen. Deshalb lege er sein Amt nieder.
Quelle am 4.9.2007: http://www.kath.de/rv/index.shtml 
Archiv: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

Laut Nachricht des Standard.at glaubt der Pastoraltheologe Zulehner nicht, dass der Kirche enormer Imageschaden durch die Missbrauchsvorwürfe gegen einen Fernsehpfarrer entstünden. Zulehner wörtlich: "Es muss alles genau geprüft werden. Wenn tatsächlich an den Vorwürfen etwas dran ist, dann muss sich Pater P. in aller Fairness entschuldigen und sagen ,Ich hab' halt einen Fehler gemacht'".
Quelle am 3.9.2004: http://derstandard.at/

Kommentar: Es ist richtig, dass die Unschuldsvermutung bis zum Erweis des Gegenteils zu gelten hat. Ebenso richtig ist jedoch auch, dass Missbrauch ein Verbrechen ist, das üblicherweise vor Gericht festgestellt wird. Mit einer Entschuldigung 'Ich hab' halt einen Fehler gemacht' ist es dann wohl kaum getan. Rika

Nachtrag 21.12.2004 Wenn die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen im Fall Paterno informiert wird, gebe ich diese Info hier weiter. Bisher gab es keine weiteren Nachrichten.

3.9.2004 Christ in der Gegenwart: BEGEGNUNGEN Hat der Mensch keinen freien Willen? Ein Hirnforscher und ein Pädagoge im Gespräch. Micha Brumlik + Gerhard Roth
Quelle: http://www.chrismon.de/cframe-inhalt.html

2.9.2007 Die Tagesschau meldet, dass einer der beiden des Missbrauchs Beschuldigten ein in Österreich bekannter Fernsehpfarrer sei. Der Beschuldigte bestreitet dieVorwürfe. Der Beschuldigte kommt aus der Diözese von Bischof Küng, der als päpstlicher Visitator in St. Pölten tätig ist. Küng solle von Vertrauensleuten der Opfer bereits vor Jahren informiert worden sein. Er versprach eine vollständige Aufklärung; wies jedoch  laut ORF zugleich darauf hin, dass er nicht an Zufall glaube, dass die Vorwürfe zum jetzigen Zeitpunkt publik werden. Küng sagte: "Ich habe Verdachtsmomente und konkrete Hinweise, dass die Vorfälle benützt werden, um andere Ziele zu verfolgen". Konkretere Auskünfte gab der Bischof nicht.
Quelle ORF: am 2.9.2004: http://religion.orf.at/
Quelle Tagesschau am 2.9.2004: http://www.tagesschau.de/ (Suchwort Missbrauch + Fernsehpfarrer)
 aktuell/meldungen/0,1185,OID3574714_REF3,00.html

1.9.2004 Als Pater Udo Ziesel war er in der ARD-Dokumentation "Das Sex-Tabu. Priesterseminare im Zwielicht" am 22. 8.2004 aufgetreten. Recherchen des Bistums Speyer ergaben, dass es einen Benediktiner dieses Namens nicht gibt. Die Diözese Speyer hat beim Polizeipräsidium Ludwigshafen Stzrafanzeige gegen U. Ziesel gestellt. Das sagte der Justiziar der Diözese, Freiherr Markus von Thannhausen. 
Quelle am 2.9.2004: http://www.die-tagespost.de/


 1.9.2004 ORF verbreitet die Nachricht von "News", dass ein ehemaliger Priesterschüler von St. Pölten bereits im Mai 2003 die Seminarleitung und einen ranghohen Krenn-Mitarbeiter über Kinderpornos am Computer des Priesterseminars informiert habe.
Quelle am 1.9.2004 http://religion.orf.at/
(Titel: Krenn-Sprecher "weiß nichts" von angeblichem Rücktritt)


01. 09. 2004 Missbrauchsvorwurf gegen Vorarlberger Kaplan: ORF berichtet, dass erste Vorwürfe bereits 1989 gegenüber Michael Chmela, den Obmann des Vereins "Omnibus", geäußert wurden.. Bischof Küng sei im März 1998 informiert worden - jedoch ohne Namensnennung der Opfer. In einem Gespräch zw. Küng und dem Kaplan bestritt der Beschuldigte die Taten. Im August 2004 legte Chelma die Namen von 2 Opfern und einem Zeugen vor. Der zuständige Pastoralamtsleiter Benno Elbs betonte, dass man vorher nichts habe tun können. Er sagte: ..." die Opfer haben Vorrang".
Rotraud Perner, Psychotherapeutin, wies auf einen zweiten Vorarlberger Geistlichen hin, der einen ihrer Klienten geschädigt habe; diese Taten seien jedoch verjährt.
Quelle am 1.9.2004 http://religion.orf.at/

Stellungnahme der Diözese Vorarlberg
http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/kkv/kkv-001.nsf/webmaster/frameset/1?opendocument

Das neueste Concilium-Heft ist dem Thema "Struktureller Verrat. Sexueller Missbrauch in der Kirche" gewidmet.
http://www.concilium.org/deutsch.htm


Die Öberösterreichischen Nachrichten vom 25.8.2004 berichten, dass der St. Pöltener Bischof Krenn Interesse bekundete, bei der Seligsprechung Kaiser Karls I. am 3.10.2004 die Messe auf dem Petersplatz, der Papst Johannes Paul II. vorstehen wird, in Konzelebration mitzufeiern.
http://www.nachrichten.at/ Suchwort: Bischof Krenn


25.8.2004 Der Apostolische Visitator für die Diözese St. Pölten hat sich nach Mitteilung des ORF vom 25.8.2004 über die Situation der verschiedenen seelsorglichen Bereiche und über die vorhandenen Probleme und Sorgen informiert. Jetzt müssten die Ergebnisse den zuständigen Stellen beim Heiligen Stuhl vorgelegt und Lösungsansätze überlegt werden.Zur Zeit werde die Kommission zusammengestellt, die die Gespräche mit den einzelnen Seminaristen führen werde. Außerdem seien Ermittlungen zur genauen Ausklärung der verschiedenen Vorkommnisse im Seminar begonnen worden. Der Visitator versicherte, dass alles zur Klärung und zur Überweindung der Krise getan werde; unbedachte Entschlüsse und Ungeduld seien jedoch fehl am Platze.
http://presse.kirche.at/newsinfo.php?link=25082004103717
s. auch: http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm

Gudula Walterskirchen berichtet in der Presse von einer Priesterratssitzung St. Pölten am 13. Mai.  2004, bei dem der Regens Küchl den engen Kontakt des Bischofs mit dem Priesterseminar betonte. Küchl beschreibt das Zusammenleben im Seminar "trotz gelegentlicher Spannungen und menschlicher Schwächen" als zufrieden stellend. Nach diesem Bericht hat der Ende Dezember 2003 zurückgetretene Spiritual des Seminars, Anton Schachner in einem Brief an den Bischof auf Problemfälle hingeweisen, die aber nicht ernst genommen würden, auch dann nicht, wenn möglicherweise gravierende Dinge anstünden.
Die unter diesem Artikel formulierten LeserInnenbeiträge sind lesenswert.
Quelle: http://www.diepresse.com/
Suchwort: Krenn + Priesterrat

24.8.2004 Die NZZ berichtet über einen Streit zwischen dem Bistum Rotterdam und dem Versicherer Aegon. Ein früherer Pfarrer von Alkemade war 1997 wegen sexuellen Missbrauchs eines 12-jährigen Mädchens verurteilt worden. Auf Drängen des Bischofs van Luyn wurde dem Mädchen Schadenersatz gezahlt. Die Kirche fordert dieses Geld vom Versicherer nun ein, da es sich um einen Betriebsunfall handle. Der Versicherer hingegen argumentiert, dass die Versicherungspolice das Schmerzensgeld nicht abdecke; seit 2000 ist das Schadensrisiko wegen sexuellen Missbrauchs nicht mehr gedeckt. Die NZZ schreibt: "Medienberichten gemäss hat das Rotterdamer Bistum mittlerweile zugegeben, dass es sich im vorliegenden Fall mit großer Wahrscheinlichkeit lediglich um einen von vielen Fällen handelt. Demnach soll die römisch-katholische Kirche bereits früher Schmerzensgelder für das Fehlverhalten von aktiven Mitgliedern bezahlt haben."
Quelle: http://www.nzz.ch am 24.8.2004


23. 08. 2004 Küng zur "Causa St. Pölten": Erste Hinweise im November
Bischof Klaus Küng, betont, dass sich erste deutliche Hinweise auf die "problematischen Zustände" im Priesterseminar St. Pölten erst im November 2003 ergeben hätten. In einem Vorbericht zu einer Dokumentation des deutschen Fernsehsenders ARD hatte es zuletzt geheißen, dem Vatikan wäre die Existenz eines homophilen Netzwerks im Priesterseminar bereits seit zwei Jahren bekannt gewesen.
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm 
http://religion.orf.at/ projekt02/news/0408/ne040823_kueng_fr.htm

Neuer Link zum  Forum XXIII St. Pölten http://www.forum23.at/index.html

21.8.2001 Kurios: Ein an Zöliakie erkranktes 9-jähriges Mädchen hat zur Erstkommunion eine Hostie ohne Weizen bekommen. Die Erstkommunion des Kindes wurde annulliert, weil nach Ansicht des Vatikan eine Kommunion "ungültig" ist, wenn die Oblate keinen Weizen enthält. Dies erklärte die Diözese von Trenton. Na, dann können wir für das Kind Haley Palley-Waldmann ja nur hoffen, dass Gott das nicht so eng sieht.
Quelle am 21.8.2004: http://de.news.yahoo.com/ 040820/286/46a80.html

21.8.2004 Tagesmeldung Radio Vatikan: "Österreichs Kirche wusste erst im November 2003 von den Vorgängen in Sankt Pölten"
Die Aussagen des morgigen SWR-Berichtes darüber, dass die österreichischen Bischöfe und der Vatikan bereits seit 2 Jahren über die Situation im Priesterseminar St. Pölten informiert gewesen seien, seien falsch, sagte Erich Leitenberger, Sprecher der Österreichischen Bischofskonferenz: "Die österreichischen Bischöfe und damit auch der Vatikan haben das erste Mal im November des Vorjahres Kenntnis erhalten davon, dass es im Priesterseminar Sankt Pölten problematische Zustände gab. Darauf hat heute auch der Apostolische Visitator für die Diözese Sankt Pölten, Bischof Klaus Küng, hingewiesen."
Der SWR- Beitrag klinge nach Sommertheater, meint Leitenberger.
http://www.radiovaticana.org/tedesco/tedarchi/2004/tedarchi04.htm
 
http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm

20.8.2004 Der SWR wird am Sonntag, 22.8.2004, 17.30 Uhr bis 18.00 Uhr (ARD) in einem Interview mit einem Priesteramtskandidaten aus St. Pölten berichten, dass im Seminar eine homosexuelle Atmosphäre geherrscht habe, sexuelle Beziehungen zw. beiden Regenten und den Seminaristen gepflegt wurden. Der Interviewte spricht von einem Doppelleben. Laut Yahoo hat SWR-Reporter Thomas Leif der AP gesagt, der Seminarist sei bereits vor Ausstrahlung des Beitrages am Sonntag massiven Drohungen von Betroffenen ausgesetzt gewesen. Wörtlich: «Ihm wurde indirekt mit Mord gedroht». Alle Beteiligten hätten große Angst, ihre Stellen zu verlieren.
Der SWR recherchierte, dass sowohl im Vatikan als auch bei Bischof Krenn die Zustände des Seminars seit etwa 2 Jahren bekannt waren. Ein Vertrauter des Bischofs soll schriftlich vor dem "Priesterseminar als Freudenhaus für Homosexuelle" gewarnt haben.

Die gute Nachricht: Ein vertrauliches Papier der Deutschen Bischofskonferenz lässt erkennen, dass in den Bistümern in Deutschland homosexuelle Männer geweiht werden, wenn sie die sexuelle, personale und geistliche Reife hätten.
Quelle: http://www.mysan.de/article16485.html


17.8.2004 Die Katholische Frauenbewegung (kfbö) fordert "Frauenverträglichkeitsprüfungen" als Mittel gegen die wachsende Armut des weiblichen Teils der Bevölkerung. Die Schere zwischen Arm und Reich, Männern und Frauen müsse geschlossen werden. Die kfbö-Vorsitzende Margit Hauft sagte: "Politik und Wirtschaft müssen in Österreich viel frauengerechter werden, um das steigende Armutsrisiko für die Betroffenen zu mindern".
Quelle: Radio - Vatikan-Nachrichten


16.8.2004
Gläubige kehren Kirche den Rücken: Viele Kirchenaustritte in Salzburg
Die Turbulenzen in der Diözese St. Pölten haben Gläubige in ganz Österreich aufgebracht. Ein weiterer Zuwachs bei den Kirchenaustritten wird von der katholischen Kirche befürchtet. In Eisenstadt wird erwartet, dass um fünf Prozent mehr Personen die Kirche verlassen könnten als im Vorjahr. Einen Zusammenhang mit den Ereignissen in St. Pölten wird jedoch zurückgewiesen.
http://religion.orf.at/ projekt02/news/0408/ne040816_kirchenaustritte_fr.htm
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm

16.8.2004 Deutsche Homosexuelle fordern Abschaffung des Zölibats im Zusammenhang mit dem Sexskandal im Priesterseminar St. Pölten. Der Zölibat bewirke, dass sexuell reife hetero- und homosexuelle Männer abgechreckt würden. serkläte der Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Stattdessen flüchteten sich Männer in den Zölibat, die mit ihrer Sexualität nicht zurechtkämen. Dort würden sie dann kläglich versagen. Der LSVD wies die katholische Kirche darauf hin, dass die menschliche Sexualität eine gute Gabe Gottes sei. Zugleich protestierte der Verband gegen die Äußerungen von Bischof Klaus Küng "Wir brauchen Priesterpersönlichkeiten, die belastbar und gesund sind." Diese Äußerung unterstelle, dass Homosexuelle nicht belastbar und gesund seien. Das sei eine unglaubliche Abwertung.

http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm t02/news/0408/ne040816_homo_fr.htm

14.8.2004  Pop für Gott: Diesseits des Sexes
Neuester Trend aus den USA: Cruci-Fiction. Dabei geht es um das liebe Jesulein, die schlimme Apokalypse und sowieso alle frommen Grundtugenden. Amerikas christliche Kulturindustrie scheffelt Milliarden im Kampf gegen das schablonenhafte Böse.
JÖRG HÄNTZSCHEL
http://www.sueddeutsche.de/ kultur/artikel/184/37147/

13.8.2004 Ein Seminarist aus St. Pölten ist wegen Besitz von Kinderpornografie zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm

13.8.2004 Bistum Mainz: Ermittlungen gegen Priester wegen Kindesmissbrauchs. Der 39-Jährige hat sich selbst angezeigt. Erste Ermittlungen bestätigen den Verdacht des Kindesmissbrauchs.
http://www.bistummainz.de/bm/opencms/sites/bistum/bistum/ordinariat/dezernate/dezernat_Z/pressestelle/index.html?f_action=show&f_newsitem_id=1348


Pressemitteilung der IKvu: "Schließung - aber keine Lösung!"
Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten zur Schließung des Priesterseminars in St. Pölten
BONN, 12. August 2004. Nach der heute verkündeten Schließung des Priesterseminars in St. Pölten scheint der Skandal um Kinderpornographie im Priesterseminar für die katholische Kirche erledigt zu sein. "Es wird sich nichts weiter ändern", empörte sich die Sprecherin der IKvu, Verena Mosen. "Es wird kein grundsätzliches Nachdenken über das Zölibat als eine der Ursachen für Kindesmissbrauch geben. Der Vatikan muss sich endlich dem Phänomen stellen, dass es zahlreiche Priester gibt, die ihnen anvertraute Kinder missbrauchen. Und der Vatikan muss die endlich Konsequenzen ziehen und unter anderem das Pflichtzölibat abschaffen!" Ebenso sei es fraglich, ob die Verantwortlichen für das Herunterladen von kinderpornographischen Photos vor ein österreichisches Gericht kommen oder - wie bisher vielfach üblich - unter dem Schutz der katholischen Kirche weiterarbeiten können.

Auch kritisiert die IKvu Bischof Küng scharf, der in seiner Erklärung homosexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen indirekt als verwerflicher dargestellt hat als die illegalen Photos. "Schwule Priester werden jetzt zu Sündenböcken gestempelt und mit Pädophilen in einen Topf geworfen", sagte Mosen weiter. Dabei würde eine einvernehmliche Beziehung zwischen zwei Menschen Seelsorger ausgeglichener und offener machen. "Aber für die katholische Kirche ist eine verantwortungsvoll gelebte schwule Beziehung immer noch eine größere Sünde als die seelische und körperliche Verkrüppelung von Kindern." Erneut fordert die IKvu auch die Deutsche Bischofskonferenz auf, sich kritisch und konstruktiv mit den Ursachen von Kindesmissbrauch zu beschäftigen und dementsprechend auf die römische Kurie einzuwirken.


12.8.2004 Laut Radio Vatikan hat die österreichische Hilfsorganisation "Jugend eine Welt" anlässlich des "Internationalen UNO-Tages der Jugend auf den aktuellen Weltjugendbericht der UN hingewiesen. Danach sind Hunger, Arbeitslosigkeit und die Folgen bewaffneter Konflikte die Hauptprobleme. 10% der Jugendlichen sind unterernährt; 25% müssen mit weniger als einem Dollar pro Tag auskommen. Täglich werden 7.000 Jugendliche mit dem HIV-Virus infiziert.

12.8.2004 ORF meldet die Schließung des St. Pöltener Priesterseminars. Visitator Küng sagte, dass die Auswahlkriterien zu wenig beachtet worden seien - dies habe zu schwerwie4genden Fehlentwicklungen geführt. Spätestens durch die pornografischen Bilder, die von einigen Seminaristen geradezu suchtartig aus dem Internet geladen worden seien, zeigten dies. Zudem habe es einige aktive homphile Beziehungen gegeben. Ein Neuanfang sei nötig.
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm

11.8.20047.St. Pölten kath.net. berichtet vorab von einem Zeitungsartikel in "News" vom 12.8.2004. Dort wird angeblich bereits aus den Untersuchungsakten Küngs berichtet: Bischof Krenn sei erst aktiv geworden, als die Exekutive bereits seit Monaten ermittelte. Dies soll aus einem Brief hervorgehen, den der Theologe und Sozialarbeiter Karl Rottenschlager, Initiator des christlichen Emmaus-Vereins, am 25.6.2004 an Krenn schrieb. Rottenschlager soll von schwerwiegenden Missständen im Priesterseminar St. Pölten berichten, die auch strafrechtliche Konsequenzen haben können. Darüber hinaus erhebe Rottenschlager den Vorwurf des "Missbrauchs von Abhängigkeitsverhältnissen, welche von der Seminarleitung nicht nur geduldet, sondern seit etwa drei Jahren in mindestens 7 bis 8 Fällen sogar konsequent betrieben wurden." Regens Ulrich Küchl wird beschuldigt, "durchschnittlich drei bis vier homosexuelle Beziehungen" mit Seminaristen unterhalten zu haben. Küchl hatte laut ORF vom 22.7.04 durch seine Anwältin eine von 16 Personen unterzeichnete Ehrenerklärung verbreiten lassen. Darin hatten die Unterzeichner Küchl als integre Persönlichkeit gelobt, die gegen ihn gerichtete unseriöse Berichterstattung bedauert und die Wiederherstellung seines guten Rufes und Ansehens gefordert.
http://www.kath.net./ Suchwort Visitationsakten

Am 9.8.2004 berichtet der Spiegel über einen Sex-Skandal in Polen. Der Danziger Prälat H.J., Vertrauter von Lech Walesa, wird von der Mutter eines 16-jährigen der sexuellen Belästigung beschuldigt. Der Sohn hingegen sagt aus, nicht belästigt worden zu sein; berichtet jedoch von Sex-Partys mit Prostituierten im Pfarrhaus und davon, dass er und vier Freunde immer wieder Geld von J. bekommen hätten. J.spricht von einem Kesseltreiben gegen sich und beteuert seine Unschuld.
Bereits am 31.7.2004 hatte Radio Vatikan von den Anschuldigungen berichtet und J. als Beichtvater von L. Walesa bezeichnet.

Ist die Theologie am Ende?
Soll man die 2000 Jahre alte christliche Tradition ins Museum stellen oder neu ins Heute übersetzen? Die Theologen Gotthard Fuchs und Peter Rosien nehmen Stellung. Publik-Forum-Streitgespräch - moderiert von Hartmut Meesmann. - In Publik Forum ist seit längerem ein Trend zu einer Verabschiedung der Theologie zu erkennen und eine kundenfreundliche Befriedigung der Marktbedürfnisse zu beobachten. Gotthard Fuchs bezieht zornig und pointiert Stellung.
http://www.publik-forum.de

Am 9.8.2004 berichtet der Spiegel über einen Sex-Skandal in Polen. Der Danziger Prälat H.J., Vertrauter von Lech Walesa, wird von der Mutter eines 16-jährigen der sexuellen Belästigung beschuldigt. Der Sohn hingegen sagt aus, nicht belästigt worden zu sein; berichtet jedoch von Sex-Partys mit Prostituierten im Pfarrhaus und davon, dass er und vier Freunde immer wieder Geld von J. bekommen hätten. J.spricht von einem Kesseltreiben gegen sich und beteuert seine Unschuld.
Bereits am 31.7.2004 hatte Radio Vatikan von den Anschuldigungen berichtet und J. als Beichtvater von L. Walesa bezeichnet.

5.8.2004 ORF Frauendokument: Kapellari weist Kritik zurück: Am 5.8.2004 meldet http://religion.orf.at/, dass der Grazer Bischof Kapellari die generelle Abwertung des vatikan. Frauendokumentes durch die Katholische Frauenbewegung Österreichs nicht akzeptieren könne. Er verweist auf die Stellungnahme der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, die das Papier begrüßt hatte.  
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm

4.8.2004 Theologinnen kritisieren Roms Frauenbild
Die evangelische Bischöfin Dr. Käßmann nannte das Papier "tieftraurig". Die katholische Theologin Magdalena Bußmann (WsK) bezeichnete das Schreiben als "Unverschämtheit": Der Vatikan unterschlage systematisch die aktive Rolle, die Frauen in der Bibel und den frühen Gemeinden spielten, weil er Frauen von der innerkirchlichen Macht fernhalten wolle. Auch der Theologinnen-Verband "Initiative Konferenz Europäischer Theologinnen" erklärte als "abwegig und anmaßend", dass ein Männergremium frauliche Werte definiere, statt sich mit der eigenen frauenunterdrückenden kirchlichen Praxis auseinander zu setzen.

Quelle: http://www.taz.de am 4.8.2004, S. 1



Ist die Theologie am Ende?
Soll man die 2000 Jahre alte christliche Tradition ins Museum stellen oder neu ins Heute übersetzen? Die Theologen Gotthard Fuchs und Peter Rosien nehmen Stellung. Publik-Forum-Streitgespräch - moderiert von Hartmut Meesmann. - In Publik Forum ist seit längerem ein Trend zu einer Verabschiedung der Theologie zu erkennen und eine kundenfreundliche Befriedigung der Marktbedürfnisse zu beobachten. Gotthard Fuchs bezieht zornig und pointiert Stellung.
http://www.publik-forum.de

4.8.2004 Interview mit Magdalena Bußmann
mehr unter:
http://www.taz.de   /pt/2004/08/04/a0072.nf/text

03.08.2004 Weiterer Missbrauchsverdacht gegen Pfarrer

Quelle: Yahoo-Nachrichten: Gegen einen bereits vorbestraften ehemaligen (?) Pfarrer gibt es weitere Missbrauchsvorwürfe. Der Pfr. stammt aus dem Bistum Mainz. Er ist vom Dienst beurlaubt. Die Gießener Staatsanwaltschaft bestätigte, dass derzeit ein Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs eines Jungen läuft. Im Juli 2003 war der 57-jährige Geistliche bereits wegen Missbrauchs von zwei Messdienern verurteilt worden. Die neuerlichen Vorwürfe gehen von körperlichen Übergriffen aus. Sie betreffen den gleichen Zeitraum, für den bereits eine Verurteilung ausgesprochen wurde.
http://de.news.yahoo.com/ 040803/336/4596i.html
(Überschrift als Suchwort bei google)

3.8.2004 kath.ch.
Erzdiözese Freiburg distanziert sich von "Agnus Dei" - Leiter Herbert Grundberger alias Bruder Elija wegen Missbrauchs verurteilt

Die Erzdiözese Freiburg verweigert der Gemeinschaft die kirchliche Anerkennung, denn Bruder Elija wurde Ende 2002 vor dem Konstanzer Amtsgericht wegen sexueller Übergriffe auf Kinder in seiner Gemeinschaft zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr auf Bewährung und zu einer Bewährungsauflage über 10000 Euro verurteilt.
Quelle: http://www.kath.ch/  Suchwort: Agnus dei

3.8.2004: Diözese St. Pölten: Geheime Hochschule und Engelwerk. Undurchsichtige Bruderschaften haben sich in der Diözese etabliert. Äbte und Priester fordern einen Reinigungsprozess
Quelle:
http://www.kath.ch/aktuell.php
Suchwort: Engelwerk

3.8.2004: Dr. Käßmann, Bischöfin der Landeskirche Hannover hat das Dokument des Vatikan als "schlichten Unfug" bezeichnet. Dem Kölner Stadt-Anzeiger sagte sie, es mache sie "schlicht fassungslos, wie der Vatikan hier von den Frauen und der feministischen Bewegung spricht". Das Papier sei ein "tieftrauriges Stück Papier, eine verpasste Chance, ein Beharren, das nicht sieht, wo Kräfte der Erneuerung wachsen - in allen Kirchen und unter den Frauen längst über die Konfessionsgrenzen hinweg". Dr. Käßmann merkte an, dass Rom offenbar nicht verstehe, dass die feministische Theologie eine Bereicherung und eine Erweiterung des oft so verengten Gottesbildes sei. Außerdem warf die Protestantin dem Vatikan Mangel an Selbstkritik vor. «Im gesamten Dokument kein Wort davon, wie die Kirche jahrhundertelang Frauen unterdrückt hat, sie nie zu Wort kamen, ja vielfach bis heute vom Priesteramt ausgeschlossen sind. Kein Wort von der Hexenverfolgung und der Schuld der Kirche. Kein Wort der Empörung über Vergewaltigung, Erniedrigung mit biblischer Argumentation, kein Wort über Genitalverstümmelung, geduldet von mancher Kirche.»
Quelle:
http://religion.orf.at/ 

http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm
Archiv 3.8.04

3.8.2004: Der evangelische Bischof Herwig Sturm sieht im Skandal um das Priesterseminar St. Pölten das Vertrauen in alle christlichern Kirchen beschädigt.
Quelle: http://religion.orf.at/
http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm 3.8.2004

3.8.2004: In der Welt am Sonntag spricht unter dem Titel "Die Aidskranken im Hause Gottes" ein Geistlicher über die verheimlichte Seuche in der katholischen Kirche. Autor: Till-R. Stoldt

Quelle: http://www.wams.de/

"Was er euch sagt, das tut!" Florian Rötzer - Die alten Männer im Vatikan wollen der Frau - und auch der Kirche - nach einer ewig gültigen "biblischen Anthropologie" wieder liebenden Gehorsam lehren
Quelle: http://www.kath.ch/aktuell.php


2.8.2004 Stellungnahme des Katholischen Deutschen Frauenbundes zu "Mann und Frau in Kirche und Welt"
http://www.frauenbund.de/pm/kongregation2.htm

1.8.2004 Gleichberechtigung ja - aber auch in der Kirche - Stellungnahme der Initiative Kirche von unten und der Gruppe Maria von Magdala - Initiative Gleichberechtigung für Frauen in der Kirche e.V.


1.8.2004 Stellungnahme von Wir sind Kirche zu "Mann und Frau in  Kirche und Welt": Fehlende zeitgemäße Exegese


2.8.2004 Dienen ist das Glück der Frau
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv (Archiv 2.8.2004 Inland)

1.8.2004: Das Feminismus-Papier des Vatikan - dt. Übersetzung
Quelle: http://www.zenit.org/german/

31.7.2004: Yahoo meldet, dass die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) das vatikanische Schreiben begrüßte. Die kfd-Sprecherin Margret de Haan sagte gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, das Papier wende sich gegen die Reduzierung des Frauenbildes auf die Rolle der Gebärerin und gegen Diskriminierung.

30.7.2004: Die Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung Österreichs, Margit Hauft, nennt das vatikanische Feminismuspapier weltfremd. Es gäbe ein altbekanntes, patriarchalisches Kirchenbild wieder, das in unserer Welt "etwas befremdlich" wirke. Der Vatikan baue ein angstvolles Feindbild auf und mache Frauen automatisch zu etwas Gefährlichem, weil sie etwas verändern wollen. Hauft befürchtet, dass das Papier - noch mehr als es jetzt schon "durch die ernsten und fürchterlichen Angelegenheiten, die derzeit in Österreich untersucht werden" geschehen sei - der Kirche schaden werde.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm Archiv 30.7.


Zur Startseite
Mailen Sie Diese Seite gehört zu http://www.gottes-suche.de Seitenanfang