Links können
ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet.
Häufig findet man die Texte aber noch in den Archiven
der angegebenen Quellen.
16.5.2012
Interview mit Helmut Schüller, einem der Initiatoren
der Österreichischen Pfarrer-Initiative. Er sagt, was
Viele an der Kirchenbasis denken. Die Frage ist, ob es
einen oder besser zwei mutige Bischöfe gibt, die die
Zeichen der Zeit verstehen - und auch in Rom davon
berichten.
Quelle: taz 15.5.2012 "Macht gegen Ohnmacht
- die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle im Bistum
Trier" -
Quelle: swr 10.5.2012 Hans Küng geht
nicht zum Katholikentag nach Mannheim. Er war zu einer
Festgala anlässlich des 50. Jahrestages des 2.
Vatikanischen Konzils eingeladen. Er hat abgesagt mit der
Begründung: 'Zu einer festlichen Konzilsgala besteht
meines Erachtens kein Anlass, eher zu einer ehrlichen
Bußandacht oder zu einem Trauergottesdienst.
Überall auf der Welt empfinden viele Katholiken eine
tiefe Trauer über die Entwicklungen unserer Kirche in
den letzten drei Jahrzehnten, und nicht wenige haben
deshalb in den letzten Jahren unserer Kirche den
Rücken gekehrt.'
Quelle: wir
sind kirche.at 15.5.2012 ARD-Sendung
am 14.5.2012, 0.15 Uhr - 1:00 Uhr und Notizen von
all dem, was in
der ARD-Sendung ungesagt blieb und/oder nicht
veröffentlicht wird. Die
Sendung wird am Mittwoch, 16.5.2012, 13.15 Uhr auf Phoenix
wiederholt und steht im Moment in der Mediathek
(Sendeminute 15-21). 14.5.2012 "Beim Katholikentag
wollen die Menschen nicht nur zusammen beten, singen und
feiern. Sie werden auch über Probleme diskutieren,
die es in der katholischen Kirche gibt. So soll es zum
Beispiel darum gehen, warum so viele Menschen aus der
Kirche austreten. Auch werden die Leute über
sexuellen Missbrauch sprechen: Einige Priester sollen
Kinder gegen ihren Willen angefasst haben. Das ist
verboten und darf nicht passieren. Wer das macht und
erwischt wird, bekommt eine Strafe."
Quelle: der
westen
Kommentar: Auch
so wie in diesem Artikel kann man sexuelle Gewalt
beschreiben - noch harmloser geht nicht mehr. Die
Leserin/der Leser weiß jetzt, dass es verboten ist,
ein Kind gegen seinen Willen anzufassen. Und dass das auch
bestraft wird - vorausgesetzt man wird erwischt. ca 2006: Richard Sipe
über sexuelle Gewalt in der kath. Kirche - kann als
Kommentar zum Mannheimer Katholikentag gelesen werden.
Quelle: www.aha.lu 10.5.2012 Hans Küng,
treuer Katholik trotz Entzug der Lehrerlaubnis im Jahr
1979 oder 1980, sieht zwischen der kath. Kirche und
Diktaturen immer mehr Parallelen. Weltweit seien
Bischöfe durch Beaufsichtigung und Denunziantentum zu
einem "fügsamen Apparat" geworden. Papst Benedikt
blockiere Reformen und riskiere den Zusammenbruch von
Seelsorge und Gemeinden. Das Kirchenvolk solle beruhigt
statt ernstgenommen, die Reformverweigerung in Mannheim
mit Aufbruchsgerede überspielt werden, so Küng.
Er meint, Bischöfen sei dann kein Gehorsam
geschuldet, wenn diese selbst wesentlichen Forderungen des
Evangeliums ungehorsam geworden sind, wenn sie die
Kirchengesetze über das Wohl der Gemeinden und
Seelsorger stellen.
Quelle: orf Kommentar:
Küng sagt, was viele engagierte KatholikInnen in
Deutschland und andernorts auch beobachten und denken -
mit brennender Sorge. Dass sie gehört würden,
ist nicht erkennbar. Da helfen auch keine markigen Worte
vom Aufbruch. 10.5.2012 Gotthard Fuchs
über das Mitspracherechtes des Volkes Gottes - und
wie es in der Vergangenheit übergangen wurde und
hoffentlich nicht wieder übergangen wird. Z.B. in der
Mitsprache, dass die Lieder von Huub Osterhuis im neuen
kath. Kirchengesangbuch, die tastend nach einem Gott
fragen, weiterhin in der Neuauflage des Gesangbuches
stehen dürfen. Sie drücken aus, was Menschen
glauben wollen - und manchmal nicht können. Gotthard
Fuchs wörtlich: "Denn das Gottesvolk hat keine
Stimme, der „Glaubenssinn der Glaubenden" hat keine
Mitsprache. Kommissionen - oder sind es manchmal
vielleicht sogar „Hintermänner"? - entscheiden. Die
Kluft zwischen oben und unten wächst. Ein Klima der
Angst bestimmt allzu oft die Szene. Auch „höhere"
Amtsträger verstecken sich im Kollektiv. "
Quelle: CiG 6.5.2012 Der frühere
Kurienkardinal Walter Kasper sieht im Missbrauchsskandal,
den Austrittszahlen und der Vertrauenskrise der kath.
Kirche Zeichen eines epochalen Umbruchs in der
europäischen Kirche. Die Reaktion, meint er,
dürfe nicht darin bestehen, traditionelle Inhalte
oder Formen über Bord zu werfen. Kirche müsse
vielmehr neu von Gott reden und nicht von innerkirchlichen
Fragen, die für viele Menschen keinerlei Bedeutung
hätten.
Quelle: Radio
Vatikan Kommentar:
Der Kardinal übersieht, dass innerkirchliche Fragen
sehr wohl mit der Glaubwürdigkeit der Kirche und
ihrer Botschaft zusammenhängen. Wie sollen Frauen
sich in einer Kirche beheimaten wollen, die sie
strukturell und permanent diskriminiert? Wie soll Kirche
glaubwürdig von Gott reden, wenn ihre Zuwendung zu
denen, die unter die Räuber gefallen sind,
bestenfalls halbherzig ist? Wie soll eine Institution
für Menschen attraktiv sein, die einteilt in
rivilegierte (Geweihte) und Nicht-Privilegierte (Laien)?
Die Liste wäre fortzusetzen. 18.4.2012 Alles deutet darauf hin, dass der
derzeitige Papst die Piusbrüder in die kath. Kirche
zurückholt. So kann er als der Papst in die
Geschichte eingehen, der ein neues Schisma vermieden
hat. Der Preis: KatholikInnen müssen sich daran
gewöhnen, dass eine Gruppierung zu ihnen
gehört, die gegen Religionsfreiheit ist,
antisemitisch und antidemokratisch ist, Homosexuelle
hasst und ggf. die Ermordung von 6 Millionen Juden,
Jüdinnen und jüdischen Kindern leugnet. Immer
wieder wird für die Zurückzuholenden
diskutiert, ihnen den Status einer sog.
Personalprälatur zu geben - d.i. ein Status, den es
bislang - mit verheerenden Folgen für viele
Menschen nicht nur in Südamerika - nur für das
Opus Dei gibt. Umgekehrt hat der Papst zuletzt ein
Gespräch mit der österreichischen www.pfarrer-initiative.at abgelehnt. Der rechte Rand wird vom Vatikan
hofiert - die Mitte und die Liberalen werden ignoriert,
seit Jahrzehnten. Die Frage "Bleiben oder Gehen?"
verschärft sich. 16.4.2012 Paul Badde lobt den Papst: "Den
Kampf gegen jeglichen Missbrauch und die vorbehaltlose
Aufklärung dieser dunklen Seite der Kirche hat keiner
so zielstrebig geführt wie er." Quelle: welt.de Kommentar: Oh je! Matthias
Drobinski schreibt: "Es ist aber auch so,
dass Joseph Ratzinger zeitlebens der Personenkult
fremd war." Da frage ich mich, wie in
Mexiko eine Hymne
auf den Papst gesungen werden konnte, die unter
anderem lautete: „Wenn alles grau und dunkel ist, Wenn ich
den Weg nicht finde und in meiner Welt nur Einsamkeit ist.
Dann erscheinst du in meinem Leben,
wie ein Leuchtturm, der mich leitet, erleuchtest du all
mein Inneres“.
Zugleich wird
bekannt, dass der Papst den Theologen Prof. Andrés
Torres Queiruga verurteilt hat. Er negiere den "Realismus
der Auferstehung Jesu Christi als ein historisches
wunderbares und transzendentes Ereignis und er leugne die
Einzigkeit und die Universalität der für das
Heil nötigen Vermittlung durch Christus und die
Kirche". 15.4.2012 Es sieht nach einer Einigung des
Vatikans mit den Pius-Brüdern aus, meldet der Spiegel. 9.4.2012 Priester und kirchliche Mitarbeiter in
der Krise.
Euch allen hier Frohe Ostern! Mit Annettes
Worten:
Hoffnung
Schwingen aus Morgenlicht
gegen das Dunkel des Todes
das Zschilpen der Spatzen
gegen das Schweigen des Frostes
in den Augen der Trauer
spiegelt sich Gottes Sonne
Karfreitag: Passionsgeschichte 29.3.2012 kreuz.net wird vom deutschen
Verfassungsschutz für grundgesetzwidrig gehalten.
Es veröffentlicht rassisitsche, antisemitische,
homophobe und islamfeindliche Beiträge.
Quelle: taz 28.3.2012 Im Erzbistum Freiburg wurde ein
Franziskanerpater denunziert, weil er einigen nicht
passte. Ohne Gehör zu finden versetzte ihn der
Erzbischof. Von einem "Klima der Angst" ist die
Rede. (Sendeminute 28-30)
Quelle: swr 14.3.2012
Der Ausschluss von Frauen aus den Weiheämtern
in der kath. Kirche sei keine Diskriminierung der
Frauen, sagt Bischof Kapellari. Aber immerhin geht
er nicht so weit zu sagen, ihr Ausschluss sei ein
Privileg...
Quelle: kath.web 8.3.2012
Der Passauer Bischof betont, dass dem "Aufruf zum
Ungehorsam" österreichischer Pfarrer, dem
sich Priester des Bistums Passau angenähert
haben ohne sich anzuschließen,
entgegengewirkt werden müsse.
Quelle:
ORF 21.2.2012
Der Mainzer Theologe Gerhard Kruip fordert die
kath. Kirche auf, sich dringend mit zwei
Kern-Porblemen zu beschäftigen: Mit den
kirchl. Machtstrukturen und dem
Pflichtzölibat.
Quelle:
Ärztezeitung 18.2.2012 Eine Gruppe von
Priestern aus dem Bistum Passau hat sich der
österreichischen Pfarrer-Initiative angeschlossen.
Quelle: Wsk 14.2.2012 Zur Lage
der katholischen Kirche äußert sich Wir
sind Kirche. 11.2.2012 Der
Papstbesuch im September 2011 im Erzbistum Freiburg war
doppelt so teuer wie geplant. Die Kirche hat 23 300
000 Euro für die 2 Tage gezahlt. 1,4 Millionen
wurden durch Merchandising-Artikel und den Verkauf der
sog. Papstbänke aufgebracht. Der nicht einkalkulierte
Rest wurde aus Rücklagen des Erzbistums bezahlt. Zum
Vergleich: Bis Ende Juli 2011 waren 44 Anträge
von Missbrauchsopfern auf "Anerkennung ihres Leids"
eingegangen. Wenn sie alle die Höchstsumme von 5000
Euro erhalten haben, hat das Erzbistum Freiburg 220 000
Euro (ohne Therapiekosten) gezahlt.
Quelle: Badische
Zeitung
10.2.2012 Wunibald
Müller fordert das Ende des
Pflichtzölibates.
Quelle: dradio.de
2.2.2012 Der vatikanische
Ökumeneminister Kardinal Koch wünscht sich,
dass die Katholiken mehr leiden. Er selbst leide an der
Kirchenspaltung und am meisten leide er daran, "dass
heute so viele Christen an dieser zutiefst anomalen
Situation nicht mehr so leiden, wie es sich geziemen
würde".
Quelle: kath.web Kommentar:
Da gäbe es ein probates Mittel, das Leiden des
Kardinals in Freude und Hoffnung zu verwandeln. Rom
müsste lediglich das Ende der Kirchenspaltung
verkünden und es der Verantwortung der ChristInnen
vor Ort überlassen, die Vielfalt christlicher
Glaubensformen zu respektieren. Eine Frage der Theologie
ist es schon lange nicht mehr - es ist eine Frage der
Macht. 30.1.2012 Kardinal Koch ist
der Ansicht, dass die Wiederzulassung der alten
lateinischen Messe „nur ein erster Schritt“ sei.
Die Zeit für weitere Schritte sei jedoch „derzeit
wohl nicht reif“. Gerade in Deutschland seien
liturgische Fragen ideologisch behaftet. Rom
könne erst weiter tätig werden, wenn es
unter den Katholiken die Bereitschaft gebe, über
neue Liturgieformen „im Dienst der Kirche“
nachzudenken. Nicht alles, was heute liturgische
Praxis sei, lasse sich durch Konzilstexte
begründen. So sei beispielsweise nirgends die
Rede davon, dass der Priester die Eucharistie den
Gottesdienstteilnehmern zugewandt leite, so der
Kurienkardinal. Eine Weiterentwicklung von
Gottesdienstformen sei für eine innere Erneuerung
der Kirche nötig: „Wenn nämlich die Krise
des kirchlichen Lebens heute in erster Linie eine
Krise der Liturgie ist, dann muss auch eine Erneuerung
der Kirche heute mit der Erneuerung der Liturgie
ansetzen.“
Quelle:
Radio
Vatikan 27.1.2012 Wir
sind Kirche zieht eine Bilanz im Blick auf die
Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche.
Quelle: http://wir-sind-kirche.de/index.php?id=128&id_entry=3805
EIne Bilanz von WsK im Blick auf die
Missbrauchsfälle in der kath. Kirche. 24.1.2012 Die
Koblenzer Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen
gegen den von einem sexuellen Missbrauch einer
14-Jährigen freigesprochenen Lehrer erneut
aufgenommen. Zu den Gründen liegt keine
Auskunft vor.
Quelle: Rheinzeitung 10.1.2012 Im Erzbistum
München-Freising werden die (verbliebenen)
Gläubigen ungeduldig, weil das Zukunftsforum
nicht voran kommt.
Quelle: Süddeutsche 10.1.2012 Der Berliner Erzbischof
Wölki erwartet von Würdenträgern
Authentizität und Glaubwürdigkeit.
Quelle: Radio
Vatican 10.1.2012 Der Papst hat ein "Jahr des
Glaubens" ausgerufen. Das Dokument spricht 9mal von
einem Katechismus, und kein einziges Mal von der Bibel.
Quelle: Vatikan