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Theologie und Kirchen - Archiv 2010

Links können ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet. Häufig findet man die Texte aber noch in den Archiven der angegebenen Quellen. Die Presseberichterstattung in den Monaten Januar bis Juni konzentrierte sich auf Missbrauch in der katholischen Kirche 2010.




26.6.2010 Kirche ohne Medien? Dieser Frage geht Stephan U. Neumann in CiG nach.

17.6.2010 Nach einer Allensbacher Umfrage distanzieren sich die KatholikInnen immer mehr von ihrer Kirche. Wäre die Umfrage nicht im Oktober/November 2009 durchgeführt werden, würden die Ergebnisse wohl noch drastischer ausfallen. Nur noch 17% der Katholiken sind "gläubige Kirchennahe". 37% nennen sich "kritisch kirchenverbunden" und 32 % "kirchlich distanziert".
Quelle: FR

1.4.2010 Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, kritisierte erst vor wenigen Tagen die "Ermittler in Kirchenrobe": "Die Aufklärung von Straftaten ist Sache derer, die gesetzlich legitimiert und dafür ausgebildet sind - Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte." Die Leitlinien, so Freiberg, bergen die Gefahr der Vertuschung und Verschleierung.
Quelle: welt.de


1.4.2010 Johannes Röser in CiG mit der Frage: Wird das 2. Vatikanische Konzil verfälscht?

11.3.2010 Man mag es gar nicht mehr hören von Kirchenmännern: Dass es auch anderswo sexuellen Missbrauch gäbe. Als ob dadurch der sexuelle Missbrauch durch katholische Priester auch nur einen Deut weniger schlimm würde! Rainer Bucher hat vor einigen Jahren den Sachverhalt zutreffend beschrieben als "Niederlage Gottes in seiner Kirche".

10.3.2010 Über eine Fernsehsendung: Wie Kirche es nicht machen sollte, wenn sie glaubwürdig werden will. Es nützt nichts, wenn Kirchenleute darauf hinweisen, dass auch andere missbrauchen - nicht nur katholische Priester. Es nützt auch nichts, wenn der Bischof dem Opfer über den Mund fährt.
Quelle: Spiegel

8.3.2010 HelferInnen gesucht für ein krankes Kind aus dem Iran

7.3.2010 Ein-Gott-Glaube und Gewalt - Klaus Müller in CiG

7.3.2010 "Dabei wäre eine Wertegemeinschaft wie die katholische Kirche in einer Zeit, in der alles beliebig und alles machbar erscheint, dringend nötig. Doch um mit ihren Mahnungen durchzudringen, bräuchte die Kirche Autorität. Sie müsste Teil der Gesellschaft sein, die sie kritisiert. Doch die Kirche verschanzt sich. So gewinnt sie nicht Autorität, sie verliert sie."
So endet ein Kommentar von
Annette Ramelsberger
, dem nichts hinzuzufügen ist.

7.3.2010 Ein Marburger Blogger hatte eine Nachricht des Handelsblattes über sexuellen Missbrauch im Bistum Regensburg in seinem Blog wiederholt. Daraufhin soll er nach eigene Aussage vom Bistum Regensburg eine Abmahnung erhalten habe. Das Handelsblatt erhielt keine Abmahnung.
Quelle: heise
s. auch der standard.at

6.3.2010 Der Kriminalpsychiater Kröber vermutet, dass es manchen Anklägern der Kirche darum gehe, die Kirche zu verurteilen. Was Kröber wirklich ärgere, sei, dass hier "verstaubte Geschichten aus den 70er Jahren hervorgezerrt" würden und mit ihnen vor allem von einem Thema abgelenkt werde. Die Frage des sexuellen Missbrauchs interessiere eigentlich niemanden so richtig. Doch da müsse angesetzt werden. Und nicht nur ein Blick auf die Kirche helfe weiter. Kröber: "Man muss nur einmal zum Deutschen Fußballbund gehen, die haben viele kleine Jungs."
Quelle:
heute.de

Kommentar: Der Kriminalpsychiater Kröber weiß nicht, dass die Verbrechen für die Opfer alles andere als "verstaubte Geschichten" sind - sie sind oft brutale Gegenwart.

2.3.2010 Was Gewaltüberlebende von der Kirche brauchen - Schreiben an WsK Austria
2.3.2010 Einspruch! 18.2.2010

27.2.2010 30,3 Prozent der Deutschen halten die katholische Kirche für ehrlich. Für lebensnah halten sie 29,9 % und für glaubtwürdig 32,8%. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts "Omniquest", den der KStA in Auftrag gegeben hat. Nicht repräsentativ ist das Teilergebnis für die Katholiken: Nur weniger als die Hälfte der Katholiken halten ihre Kirche für ehrlich und lebensnah.
Quelle: markus arlt

25.2.2010 Ursprünglich stand hier eine Meldung, die eine Opferbeschuldigung des Bistums Magdeburg gegenüber Herrn Denef in der Sendung "hart aber fair" zitierte. Inzwischen korrigiert der Sender die Nachricht und stellt richtig, dass die Opferbeschuldigung nicht vom Bistum Magdeburg ausging, sondern von einem Zuschauer. Die gute Nachricht ist also: Die Opferbeschuldigung ging nicht von der Kirche aus. - Die schlechte Nachricht ist: Sie kam von einem Zuschauer. Sie lautete sinngemäß: Der Moderator möge Herrn Denef in der Sendung fragen, ob es ihm um Aufklärung gehe oder ob Denef aus der Sache mit dem sexuellen Missbrauch Profit ziehen möchte oder die Kirche beschädigen wolle.
Kommentar: Offensichtlich wirft die Öffentlichkeit Zölibat und Kindesmissbrauch in einen Topf. Eigentlich sollte sich so langsam rumsprechen, dass beides vermutlich nichts miteinander zu tun hat - zumindest gibt es keine Untersuchung darüber, die den Verdacht bestätigen könnte. Und bekannt sollte auch so langsam sein, dass sexueller Missbrauch mit Gewalt zu tun - nichts mit Sexualität.


24.2.2010 Die Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, tritt von ihrem Amt zurück und gibt auch das Bischofsamt in Hannover ab. Ihre Stimme auch für Gewaltüberlebende wird uns fehlen- sowohl den Protestantinnen als auch den Katholikinnen unter uns. Erika Kerstner

23.2.2010 Die Ratsvorsitzende der EKD, Margot Käßmann, wurde alkoholisiert beim Autofahren angetroffen.

18.2.2010 Hier geht's zu einer Unterschriftenaktion von pro asyl an den Bundesinnenminister. Gefordert wird, wieder irakische Flüchtlinge aufzunehmen. Ziel der Aktion ist zu erreichen, dass die Bundesregierung sich für den internationalen Flüchtlingsschutz stark macht und ein Aufnahmeprogramm auflegt.
Quelle: pro asyl


18.2.2010 ORF-Sendung vom 17.2.2010 Missbrauch im Internat - hat die Kirche nichts gelernt?
Quelle: ORF - Club 2

17.2.2010 Am heutigen Aschermittwoch, wurde im Bayerischen Fernsehen in der Sendereihe "Stationen.Magazin", um 19 Uhr ein Beitrag zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche, die in den letzten Wochen aufgedeckt wurden, gesendet. In diesem Beitrag sprachen auch u.a. der Rektor des Canisius-Kollegs und Frau Dr. B. Haslbeck, die auf die Initiative GottesSuche verwies.

15.2.2010 Initiative: Grenzverletzung in der Seelsorge. Hier mehr

8.2.2010 Der Kriminalpsychiater Hans-Ludwig Kröber wies darauf hin, dass sexueller Missbrauch bei Geistlichen der katholischen Kirche sehr viel seltener vorkomme als bei anderen erwachsenen Männern. Nicht-zölibatär lebende Männer würden mit einer 36fach höheren Wahrscheinlichkeit zu Missbrauchstätern als katholische Priester.
Quelle: rp-online

19.2.2010 Henri Boulad, SJ, schreibt an den Papst. Er schreibt in einer verständlichen Sprache und er benennt die Probleme.
29.1.2010 Das Bistum Essen beurlaubt einen Priester, Domkapitular, dem sexueller Missbrauch eines 16-jährigen Jugendlichen  vorgeworfen wird.
Quelle: Der Westen

28.1.2010 In einer Berliner Jesuitenschule sollen sich zwei ehemalige Lehrer, Padres, an Schülern vergangen haben. Der jetzige Rektor, P. Mertes, hatte sich an etwa 600 ehemalige SchülerInnen gewandt. Er sprach von entsetzlichen, nicht nur vereinzelten, sondern systematischen und jahrelangen Übergriffen. Bekannt seinen bislang sieben Fälle. Mertes geht davon aus, dass es eine größere Dunkelziffer gebe. Bereits früher seien Einzelfälle bekannt geworden, die Betroffenen haben sich aber nicht offenbaren wollen.
Die Justiz geht davon aus, dass die Taten der 70er Jahre verjährt sind, nicht unbedingt jedoch die Taten der 80er Jahre.

Auch Mitglieder der Gemeinschaft christlichen Lebens, die in der Schule Freizeitaktivitäten anbietet, sollen Übergriffe getätigt haben.
Quelle: Der Spiegel

21.1.2010 Der Schauspieler Gabriel Byrne berichtete in einer irischen Fernsehshow, dass er mit 11 Jahren Priester hatte werden wollen. Er lebte vier Jahre lang in einem Priesterseminar der "Christian Brothers" in England und sei dort sexuell missbraucht worden.
Quelle: Spiegel

20.1.2010 Der Papst hat die irischen Bischöfe zu einem Krisentreffen in den Vatikan eingeladen. Thema: Sexueller Missbrauch
Quelle: ORF

14.1.2010 Laut standard.at sagte Kardinal Hummes, Rom, dass das Verhalten pädophiler Priester "das Herz der Kirche verletze. Der Vatikan sprach für für Gerichtsverfahren gegen pädophile Priester aus, wenn es objektive Beweise für deren Verantwortung gäbe.
Kommentar: Es ist immer dasselbe: Die Kirche stellt den Schaden fest, der IHR entstanden ist. Der Schaden, den die Opfer erlitten, ist nachrangig und/oder muss gar nicht benannt werden. Die Opfer sind offensichtlich in der Wahrnehmung der Amtskirche "nicht Kirche"
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11.1.2010 Die katholische Kirche richtet eine Hotline für ehemalige Heimkinder ein.
Die Hotline-Nummer 0180 4100 400, Kosten: 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, ist montags, mittwochs und freitags von 9.00 bis 18.00 Uhr erreichbar. Weitere Informationen im Internet: heimkinder-hotline.de oder dbk.de
Quelle: orf

8.1.2010 Eine Frau hat das Bistum Yarmouth in Neuschottland/Kanada wegen jahrelangen sexuellen Missbrauchs verklagt. Die Klägerin wurde nach eigenen Angaben 10 Jahre lang von einem römisch-katholischen Priester sexuell missbraucht. Der mutmaßliche Missbrauch begann, als sie 12 Jahre alt war. Der mutmaßliche Täter starb in den 80er Jahren.
Quelle: yahoo



4.1.2010 Matthias Drobinski wundert sich - zu Recht -, dass Bischöfin Käßmann für ihre Äußerungen zum Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr heftig kritisiert wird, der katholische Militärbischof Mixa, der eine ähnliche Position vertritt, hingegen nicht.
Quelle: SZ






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