zuürck
Archiv Pressemeldungen 2009

Links können ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet. Häufig findet man die Texte aber noch in den Archiven der angegebenen Quellen.




23.12.2009 Gerry Adams, Vorsitzender der katholischen Partei Sinn Fein, offenbarte kurz vor Weihnachten, dass sein Vater, Gerry senior, einer der Anführer der katholischen IRA-Untergrundarmee, und sein jüngerer Bruder Liam jeweils ihre eigenen Kinder sexuell und emotional missbrauchten.
Quelle: FAZ

18.12.2009 Eine Beschreibung dessen, was ist und nicht Krieg genannt werden darf: Die Bundeswehr in Afghanistan
Der Spiegel
s. auch Darmstädter Signal

14.12.2009 Die deutschen Rüstungsexporte sind 2008 um etwa ein Drittel gegenüber 2007 gestiegen. Sie gehen u.a. in Krisengebiete wie Pakistan, Indien und Afghanistan.
Quelle: ntv


26.11.2009 Roman Polanski soll gegen eine Kaution von fast 3 000 000 Euro aus dem Gefängnis entlassen und unter Hausarrrest gestellt werden. Widerspruch dagegen ist noch möglich. (Wer sich ein wenig beim Täterschutz - und den gibt es nicht nur in der Kirche - auskennt, ist nicht überrascht.)
Quelle: ORF


10.11.2009 Eine alltägliche Geschichte: Christine Keck berichtet von einer Frau, die als Kind missbraucht wurde. Die Tat ist verjährt. Die Justiz war dem Opfer keine Hilfe. Als sie zu einem Pfarrer ging, riet der ihr, zu verzeihen und zu vergeben. Auch das ist eine eher alltägliche Erfahrung, die Missbrauchsopfer machen.
Quelle: FR

30.10.2009 Jahre im Versteck - ein Flüchtling aus dem Iran - FR

30.10.2009 Bedrückende Zeugnisse davon, was der Mensch dem Menschen antun kann - Heimkinder in Hessen - FR

27.10.2009 Aufruf zur Mahnwache für Hanna H. am 1. 11.2009 um 14 Uhr in Köln. Infos hier

17.10.2009 Hier ein Pressebericht des BKA von 2007 zum morgigen Tag gegen Menschenhandel
Wer der verändernden und handlungsanstiftenden Kraft des Betens traut, der möge hier diese Texte vom Nordelbischen Frauenwerk lesen.


10.10.2009 Pädophile müssen nicht männlich sein. Auch Frauen missbrauchen Kinder. In Deutschland wurden 2007 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 277 Frauen wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt, 39 wurden verurteilt. Aus der Kriminalstatistik des BKA geht hervor, dass 7,1% der Täter, die Kinder missbrauchten, Frauen. Bei sexuellem Missbrauch betrug die Frauenquote 3,9%, beim Besitz von Kinderpronografie 6,8%.
Quelle: SZ

8.10.2009 Flüchtlinge auf Sizilien - ausgebeutet wie Sklaven. Ein Bericht von Aureliana Sorrento. Quelle: FR
Elias Bierdel, Cap Anamur, wurde gestern nach einem jahrelangen Verfahren vor einem italienischen Gericht, freigesprochen. Er war - zusammen mit 2 weiteren Männern der Besatzung - wegen Menschlichkeit angeklagt worden, weil er Flüchtlinge gerettet hat.

5.10.2009 Das Mädchenhaus Köln - Lobby für Mädchen stellt hier zum Fall Polanski ein paar Fragen an die Öffentlichkeit und an die Institutionen, die den geplanten Filmpreis an Roman Polanski finanzieren.

3.10.2009 "Etwa 20% der Berliner Bevölkerung" werde ökonomisch "nicht gebraucht". "Eine große Zahl an Arabern und Türken in dieser Stadt [Berlin] hat keine produktive Funkition, außer für den Obst- und Gemüsehandel." "Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert".
Dies sagte - wörtlich und sinngemäß - der Bundesbankvorstand Sarrazin. Er entschuldigte sich so: "Die Reaktionen .... zeigen mir, dass nicht jede Formulierung gelungen war." Ich finde, noch gelungener kann man so viel Menschenverachtung gar nicht formulieren.
Die kulturelle Elite fordert in diesen Tagen Straffreiheit für einen ihres Berufes, der ein Kind missbrauchte - für Polanski. Ein Bundesbank-Vorstand, der vom Bundespräsidenten berufen wurde, äußert sich verletzend und volksverhetzend über eine Menschengruppe, die hier bei uns lebt.  In beiden Fällen wird vermutlich das gleiche geschehen - nichts.


1.10.2009 Ein paar Beobachtungen zum Polanski-Fall seien hier festgehalten. Erika Kerstner

30.9.2009 Mein Leserbrief an die taz lautet: " 13:13 Uhr: Von Rika: Dieser taz-Beitrag wird jenen Mädchen, Frauen, Jungen und Männern, die als Kinder Opfer sexualisierter Gewalt wurden, helfen, der Gehirnwäsche zu entgehen, die gerade in den Medien läuft. Dass ausgerechnet Kultur(!)-Schaffende sich für einen Missbrauchstäter, der sich der Strafe durch Flucht entzog, einsetzen, ist beschämend für unsere Kultur - und
überaus bedrückend für Opfer. Opfer lesen nämlich in diesen Tagen, wie viele Menschen sich öffentlich mit einem (nicht mehr nur mutmaßlichen) Täter solidarisieren. Von so viel Solidarität träumen Opfer vergeblich."
29.9.2009 Für die Freilassung von Roman Polanski aus schweizerischer Auslieferungshaft setzen sich ein: der polnische Außenminister, Bernard Kouchner, die Grünen im Schweizer Parlament, Künstlerkreise, darunter Costa-Gavras, Tony Gatlif, Wong Kar-wai, Fanny Ardant, Ettore Scola, Michele Placido, Giuseppe Tornatore, Monica Bellucci, Gilles Jakob, Bertrand Tavernier; polnische Filmemacher, der französische Kulturminister und viele viele andere.
Sie setzen sich ein für einen Mann, der eingestandermaßen ein 13-jähriges Mädchen missbrauchte/vergewaltigte und dem es gelang, sich 30 Jahre lang dem Prozess zu entziehen. Von so viel Unterstützung, auch öffentlicher und hochkarätiger Unterstützung, können missbrauchte Kinder und vergewaltigte Frauen nicht erzählen. Bedrückend ist auch, dass den vielen Verteidigern Polanskis offensichtlich unbekannt ist, dass der Rechtsstaat die Pflicht hat, einer Missbrauchsanklage nachzugehen, unabhängig vom Antrag ds Opfers auf Einstellung des Verfahrens. Sie wolle kein zweites Mal, diesmal durch die Presse, traumatisiert werden, begründete das Opfer ihren Antrag auf Einstellung des Verfahrens. Wie recht die Frau hat, dürfte die Solidaritätswelle belegen, die Polanski trägt.
Zum bitteren Vergleich hier ein Bericht über einen katholischen Priester von 2003, der wegen Missbrauch verurteilt wurde - und mit viel Solidarität rechnen durfte - anders als seine Opfer. Offensichtlich sind da Politik, Kultur (!), Kunst (!) und Kirche (!) sich sehr ähnlich - mehr als ihnen allen gut tut.


28.9.2009 Roman Polanski, 76, wurde in der Schweiz verhaftet. Dort wird entschieden, ob er an die USA überstellt wird oder nicht. In den USA wartet auf ihn ein Verfahren wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen (1977) und sexuellen Handlungen mit Kindern.  Der Regisseur hat gestanden, eine damals 13-Jährige mit Champagner und Drogen gefügig gemacht zu haben.
Der französische Kulturminister F. Mitterrand reagierte fassungslos auf die Festnahme des "international renommierten Regisseurs". Er wolle sich nicht in das Verfahren einmischen, aber ihm würde ein "übertriebener Wert" beigemessen. Das bedauere der Kulturminister aufs heftigste. Außerdem erinnerte er daran, dass Polanski in seinem Leben schon genügend Schicksalsschläge hinnehmen musste.
Quelle: Spiegel
Kommentar: Eine Anklage wegen Vergewaltigung ist eigentlich kein Schicksalsschlag, sondern die (eher seltene) Folge eines Verbrechens. Aber das wird vergessen gemacht. Ein Held bleibt in der veröffentlichten Wahrnehmung auch dann ein Held, wenn er mal ein bisschen ein Kind vergewaltigt hat.

22.9.2009 Der "Dschungel" in Calais, ein Wald, der illegalen Immigranten als Unterkunft diente, wurde heute plattgewalzt.
Infos über den Dschungel im ZDF. Der "Jungle" war 2002 entstanden, nachdem der damalige Innenminister Sarkozy das vom Roten Kreuz betriebene Durchgangslager Sangatte geschlossen hatte. Heute wurden 287 Menschen festgenommen, unter ihnen 135 Minderjährige.

18.9.2009 Nach Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte sind 80% aller religiös Verfolgten Christen. Zugleich gibt es auch Christen, die Angehörige anderer Religionen verfolgen oder Verfolgung dulden.
Quelle: kirchenseite

9.9.2009 Böses passiert nur Bösen. Über Vergewaltigungsmythen und ihre "Schutzfunktion". FR

8.9.2009 Wissenschaftler der Uni Bristol und der britischen "Gesellschaft für die Prävention von Gewalt gegen Kinder" haben Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren befragt. Sie befragten solche Jugendlichen, von denen bereits 90% sexuelle Erfahrungen hatten. Die Ergebnisse waren selbst für die Wissenschaftlicher schockierend: Jedes 6. Mädchen gab an, bereits einmal oder mehrmals zum Sex gezwungen worden zu sein. Eines von 16 Mädchen berichtete von einer Vergewaltigung. Jedes 4. Mädchen ist körperlicher Gewalt ausgeliefert und wurde vom Freund geschlagen, geohrfeigt, regelrecht verprügelt. Jedes 3. Mädchen leidet an sexuellen Handlungen in der Beziehung. Eine der Urachen für Gewaltbereitschaft und das Erdulden von Gewalt liegt in dem sexuellen "Verhaltensdrehbuch", das junge Menschen u.a. aus Pornos beziehen.
Quelle: news - yahoo

3.9.2009 Die Menschenrechtlerin Ella Lessajewa berichtet, wie es den Terroropfern von Beslan heute ergeht. Fast alle Kinder sind heute krank. Die Regierung interessiert sich nicht für sie und will ihnen nicht helfen.
Quelle: taz

19.8.2009 Ein früherer Trainer der deutschen Leichtathletik, Ewald K., hat gestanden, sich von 1990 bis 2008 in rund 300 Fällen an 8 Sportschülern zwischen 8 und 17 Jahren vergangen zu haben. Der Missbrauch von 3 weiteren Sportschülen ist inzwischen verjährt.
Quelle: yahoo

19.8.2009 In Afrika haben Frauen, die Gewalt erlebt haben, ein eigenes Dorf gegründet. Mehr im Spiegel

16.8.2009 Caroline Fetscher: Der vermeintlich Andere. Der Missbrauchstäter fasziniert, die Gesellschaft reagiert sich an ihm ab und - und vergisst die Alltagsgewalt gegen Kinder. Der Kommentar von Fetscher ist lesenswert. Ganz richtig auch beobachtet sie, dass die Sprache im Begriff "Kinderschänder" die Schande beim Kind ansiedelt und nicht dort, wo sie hingehört - zum Täter. Richtig auch sieht Fetscher, dass das mediale Interesse dem Täter gilt, nicht dem Opfer und schon gar nicht den oft langen oder lebenslänglichen Gewaltfolgen.
Quelle: Tagesspiegel

6.8.2009 Der Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen stimmt bei einem Afghanistan-Besuch die Nato auf ein langes Bleiben dort ein.
Quelle: Der Spiegel


22.7.2009 Günther Amendt (Infos in wikipedia) hat in der Zeitung "Die Welt" einen Artikel geschrieben, der die Abschaffung der Frauenhäuser in Deutschland propagiert. In der Zeitung läuft eine Online Abtimmung für bzw. gegen die Finanzierung von Frauenhäusern. Derzeit sind 59% der Online-LeserInnen der Ansicht von Herrn Amendt. Wer sich eine Meinung bilden will, sollte vielleicht auch den Brief vom 23.6.09 der Frauenhauskoordinierung als Reaktion auf Herrn Amendts  Beitrag nachlesen. Er ist unter Aktuelles und dem Titel "Frauenhäuser sind ein unverzichtbarer Bestandteil von Schutz und Hilfe bei häuslicher Gewalt" nachzulesen.

17.7.2009 Heribert Prantl in der SZ über das Versagen der Asylpolitik: Gnadenloser Olymp

11.7.2009 'Die Sozialenzyklika des Papstes "Caritas in Veritate" sei in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf breite Zustimmung gestoßen.' So oder so ähnlich lauten allerorten die Rückmeldungen zur Enzyklika "Liebe in Wahrheit". Wenn alle zustimmen, dann frage ich mich, ob die Zustimmung aller zum Text eine Form ist, den Text unschädlich zu machen. Frei nach dem Motto: Wir haben zugestimmt - und wir machen genauso weiter wie bisher.

8.7.2009 Michael Jacksons Trauerfeier ist zu Ende. Vergessen sind die Missbrauchsvorwürfe. Selbst der Osservatore Romano, die Vatikan-Zeitung, kommentierte, dass keine "noch so schwere Anschuldigung" den "Mythos Jackson" bei den Fans zerstören konnte.

30.6.2009 In einigen Regionen Südafrikas hat jeder vierte Mann eine Frau vergewaltigt. Der Spiegel formuliert "zum Sex gezwungen", als ginge es um Sexualität, wo es doch um Macht und Machtmissbrauch geht. 30% der Männer gaben an, dass ihr erster sexueller Kontakt eine Vergewaltigung war. Experten schätzen, dass nur jedes 9. Verbrechen angezeigt wird und dass von 25 angeklagten Männern 24 freigesprochen werden. Eine frühere Untersuchung hatte gezeigt, dass 40% aller Schüler unter 18 Jahren mindestens einmal vergewaltigt worden waren. In 20% der Vergewaltigungen gaben die Opfer an, dass Lehrer die Täter waren.
Quelle: FR

24.6.2009 In einem Interview von Petra Mies spricht der Familienrichter Axel Bauer über vernachlässigte Kinder, überforderte Eltern und den Zwang zum schnellen Eingreifen.
Quelle: FR


20.6.2009 Die Österreichische Wertestudie zeigt u.a. den weiteren Rückgang der Kirchenbindung und den Rückgang der Bindung von Jugendlichen, Frauen und dem ländlichen Raum an christliche Kirchen.
Quelle: ORF

20.6.2009 Mehr als ein Viertel aller Männer in Südafrika (27,6 %) gab in einer medizinischen Studie an, mindestens einmal ein Mädchen oder eine Frau vergewaltigt zu haben. Jeder fünfte Vergewaltiger war HIV-positiv.
Quelle: FR


11.6.2009 Vor einigen Jahren wurden die Aussagen ehemaliger Heimkinder noch als "bedauerliche Einzelfälle" abgewehrt. Inzwischen liegt eine wissenschaftliche Untersuchung vor. Dort zeigt sich, dass in deutschen Kinderheimen in den 50er- und 60er-Jahren systematisch geprügelt wurde, Zwangsarbeit an der Tagesordnung war und sexuelle Übergriffe nicht selten waren. Inzwischen berät ein runder Tisch der Regierung über eine Wiedergutmachung. Mehr steht im Welt-Artikel. Dort sind auch Leserbriefe eingestellt. Wer sie sich zumuten will, kann dort "Volkes Stimme" nachlesen. Viele dieser Stimmen zeugen von völliger Unkenntnis darüber, was Gewalt in der Kindheit lebenslang anrichtet. Und sie zeugen vom Unwillen mancher Leute, anderen Menschen zuzuhören und so etwas wie Mit-Gefühl zu entwickeln.
(Vorsicht! Triggergefahr!) Quelle: Die Welt

10.6.2009 "Die Zustände an den Schulen und Hochschulen bedürfen des Bildungsstreiks." Das sagen Wolf-Dieter Narr und Peter Grottian, die bis zu ihrer Emeritierung an der FU Berlin, Otto-Suhr-Institut, lehrten. Die Begründungen sind denen, die in Schule und Hochschule leben und arbeiten, bekannt. Narr und Grottian benennen sie in der FR.

6.6.2009 "Es muss irgendwann einen Moment geben, an dem es einem gelingt, Menschen zusammen zu bringen. (...)". So formuliert Elie Wiesel in einer Rede an Barack Obama.
Quelle: Die Zeit


3.6.2009 Das Tiananmen-Tabu: Vor 20 Jahren fand auf dem Platz des himmlischen Friedens in Bejing ein Massaker statt. Ma Jian erinnert daran. Er spricht mit Chen Guang, einem Künstler, der als junger Soldat am Tatort war. Chen Guang sagt: "Ich denke, es ist höchste Zeit, darüber zu sprechen. Ich kann diese grauenhaften Erinnerungen nicht länger für mich behalten." Ma Jian erzählt, dass man in China im Wohlstand lebe und jegliche Beschwerden oder Klagen verboten seien, dass die Regierung aber in ständiger Angst lebe, dass ihr komplexes Lügengebäude einmal in sich zusammenfällt. Denn "in einem Staat, der kein Rechtsstaat ist, besteht unsere einzige Waffe im Kampf für Gerechtigkeit in der Kraft unserer Überzeugung", meint Ma Jian und weist auf die wenigen Menschen hin, die öffentlich Zeugnis ablegen, darunter auch Ding Zilin, die Begründerin der Gruppe "Mütter von Tiananmen". "Aber niemand spricht mit uns", erzählt sie.
Quelle: FR


2.6.2009 Nach Schätzungen der UN werden jährlich rund 150 000 000 Mädchen und 73 000 000 Jungen unter 18 sexuell missbraucht. Nicht nur, aber vor allem arme Kinder aus Entwicklungs- und Schwellenländern sind bedroht.
Derzeit ist von 10 000 bis 20 000 Kindern auszugehen, die Opfer von Kinderpornografie sind und deren Bilder im Internet verbreitet werden.
Quelle: welt.de


12.5.2009 Demjanjuk, mutmaßlicher Kriegsverbrecher, der jahrzehntelang unbehelligt in den USA lebte, wurde heute an Deutschland ausgeliefert. Heribert Prantl sagt in der SZ das Nötige dazu, u.a.: "Die Demjanjuks haben ein beschauliches bürgerliches Leben unverdient fast zu Ende leben dürfen. Strafe erreicht diese Leute nicht mehr, Sühne greift nicht mehr. Das Strafverfahren gegen Demjanjuk dient einzig und allein dazu, grauenvolles Unrecht als solches zu verurteilen; darauf haben die Opfer einen Anspruch. Und diesen Schuldspruch zu fällen, ist die Pflicht des Rechtsstaats: Mord verjährt nicht, die Wahrheit auch nicht. Und so ist der Prozess gegen Demjanjuk nicht nur ein Prozess gegen einen alten Mann, sondern ein Prozess um die Wahrheit. Mag dem alten Mann Haft nicht mehr zuzumuten sein - die Wahrheit ist es schon."
Quelle: Süddeutsche

5.5.2009 Ein Mann hat ein 4 Monate altes Kind aus Rache gegenüber der Ex-Freundin entführt und aus dem Auto geworfen.  Ein Autofahrer fand das Kind und dachte zunächst, da läge Müll. Aber dann sah er Augen. "Ich habe mich unheimlich erschrocken, ich begann zu zittern und sagte mir: Das ist eine Babypuppe". War es aber nicht.
Quelle: Spiegel

27.4.2009 Die Ureinwohner von Kanada hoffen auf eine Entschuldigung des Papstes für die Misshandlungen, die psychische, physische und sexuelle Gewalt, die Kinder und Jugendliche in Internaten durch katholische Geistliche erlitten haben. Die kanadische Regierung hat den Opfern, die bis in die 80er Jahre des 20. Jhs. in Internaten lebten, Entschädigungen gezahlt. Experten sprechen davon, dass die Probleme der Ureinwohner - Alkoholismus, Gewalt und Inzest - ihre Ursache in der über Generationen hinweg erlittenen Gewalt haben.
Am Mittwoch wird eine Delegation des Dachverbandes der Assembly of First Nations zur Audienz beim Papst sein. Geleitet wird die Delegation von Phil Fontaine, der als 6-Jähriger zur Umerziehung in eines der Internate gebracht worden war.
Quelle: Die Zeit

23.4.2009 Eine bislang unveröffentlichte Studie US-amerikanischer Psychologen hat 155 Strafgefangene befragt, die wegen Besitz oder Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt worden waren. Bei 26% von ihnen war vor der Befragung bekannt, dass sie ein Kind/Kinder missbraucht hatten. Bei der Befragung hingegen gaben 85% an, ein Kind missbraucht zu haben. Die Autoren der Studie waren von 75 Kindern ausgegangen, die missbraucht wurden. Die Gefangenen berichteten jedoch von 1777 Kindern, die von ihnen missbraucht wurden.
Der Leiter der Sektion für Sexualmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein in Kiel, Hartmut Bosinski, sagt, die Nachfrage nach Bildern und anderen Darstellungen missbrauchter Kinder im Internet fördere das Angebot. Und Bosinski sieht noch eine weitere Gefahr: „Bei einigen Betrachtern der Kinderporno-Seiten entsteht der Wunsch, das, was sie in der Fantasie erlebt haben, auch real erleben zu wollen.“
Quelle: Domradio

21.4.2009 Ein Flüchtlingsleben in München schildert ein Beitrag der SZ. Seit 13 - in Worten: dreizehn - Jahren lebt eine vierköpfige Familie, darunter 3 Kinder - auf 20 m². In der bayerischen Asyl-Durchführungsverordnung steht: "Die Unterbringung soll die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern."

17.4.2008 Das LKA Stuttgart hat eine Tauschbörse für Kinderpornografie gesprengt. In Deutschland betrifft dies ca 1000 mutmaßliche Täter. Weltweit wurden weitere 8000 mutmaßliche Täter ermittelt. Hinter jeder kinderpornografischen Aufnahme steht ein Kind, ein Kindergartenkind, ein Grundschulkind, ein älteres Schulkind.
Quelle: Yahoo
Nach Angaben des BKA hat die Beschaffung von Kinderpornografie zwischen 2006 und 2007 um 111 Prozent zugenommen. Erfasst sind damit nur die, die man erwischte. Die Dunkelziffer dürfte viel höher sein. - In den letzten Jahren zeigte sich, dass die Opfer immer jünger werden und die Verbrechen immer härter.
In Köln wurde eine Studie gemacht, nach der 38% aller Chatter zwischen 9 und 14 Jahren auf sexuelle Inhalte angesprochen wurden. Nur 9% der Angesprochenen erzählten es irgendjemanden. 91% der Kinder und Jugendlichen sprach mit niemandem über diese Chat-Erfahrungen.
Quelle: wdr

12.4.2009 Frohe Ostern allen, die hier vorbeischauen! Rika

8.4.2009 Heribert Prantl schreibt in der SZ über Folter und darüber, dass US-Ärzte Menschen in CIA-Gefängnissen fit gemacht haben für Qualen und Torturen. (Vorsicht: Triggergefahr!)

8.4.2009 Jonathan Torgovnik ist in Ruanda den Frauen begegnet, die 1994 vergewaltigt wurden. Die Kinder aus diesen Vergewaltigungen sind heute 14 Jahre alt. Die Frauen leben mit ihren Kindern isoliert, weil ihnen die Vergewaltigung angelastet wird. Den Kindern, mindestens 20.000, sieht man ihre Herkunft an. Sie stellen Fragen. Die Frauen sagen, dass sich niemand für sie interessiert und niemand von der Katastrophe weiß. Eine Frau berichtete Torgovnik, dass der Tag seines Interviews mit ihr wie ein Geburtstag war, weil in den 15 Jahren nach dem Völkermord noch nie jemand zu ihr gekommen sei, um sie zu fragen, wie es ihr ginge. Die Frauen wollen, dass ihre Geschichte öffentlich wird - überall, nur nicht in Ruanda.
(Vorsicht: Triggergefahr!)
Quelle: Spiegel
Quelle: Ausstellung

6.4.2009 In den Abwasserkanälen unter einem Bahnhof in Rom wurden 24 afghanische Flüchtlingskinder entdeckt, die dort seit etwa 5 Tagen lebten. Die Kinder sind zwischen 10 und 15 Jahre alt. Sie wurden von Schlepperbanden nach Italien gebracht.
Die Zeitung La Repubblica berichtete, dass afghanische Eltern bis zuu 10 000 Dollar an Schlepper zahlen, um die Kinder über die Türkei, Griechenland, die Länder Ex-Jugoslawiens nach Italien zu bringen. In Rom leben mehr als 1000 Minderjährige auf der Straße. Sie kommen aus Afghanistan, Rumänien, Ägypten und Albanien. Ihre Nächte verbringen sie im Untergrund.
Quelle: SZ


3.4.2009 Die Flüchtlinge, die in den letzten Märztagen im Mittelmeer ertrunken sind, sind aus den Nachrichten schon wieder verschwunden. Heribert Prantl nennt sie bei ihrem richtigen Namen: Botschafter des Hungers, der Verfolgung, des Leids. Er schreibt: "Die Europäische Union schützt sich vor ihnen wie vor Terroristen: man fürchtet sie nicht wegen ihrer Waffen, sie haben keine; man fürchtet sie wegen ihres Triebes, sie wollen nicht krepieren, sie wollen überleben - sie werden also behandelt wie Triebtäter, und sie werden betrachtet wie Einbrecher, weil sie einbrechen wollen in das Paradies Europa; und man fürchtet sie wegen ihrer Zahl und sieht in ihnen so eine Art kriminelle Vereinigung. Deswegen wird aus dem "Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts", wie sich Europa selbst nennt, die Festung Europa."
Quelle: SZ

31.3.2009 Zwei Boote mit 257 und 340 Flüchtlingen an Bord, die auf dem Weg von Tripoli nach Italien waren, sind gekentert. 21 Leichen und 23 Überlebende wurden geborgen.
Quelle: Spiegel


29.3.2009 Manager tragen nicht die Verantwortung für ihr Tun, selbst für miserable Leistung kassieren sie Bonuszahlungen. Das muss sich ändern.
Quelle: SZ

23.3.2009 Über Kinderarmut in Deutschland berichtet der Spiegel

17.3.2009 Die FR berichtet von den Bedingungen, unter denen ein Film über traumatisierte Soldaten der Bundeswehr entstand. Piet Eekman drehte für Arte den Film über PTBS bei Bundeswehrsoldaten. Betroffen sind 477 Soldaten in den letzten drei Jahren. Der Filmemacher wurde mit allen Mitteln der PR davon abgehalten, in die Tiefe zu gehen; Interviews mit Generälen wurden so lange hinausgezögert, bis der Film fertig war. Die zugesagten Interviews mit betroffenen Soldaten musste Eekman sich selber holen - mit zwei Ausnahmen. Bei Gesprächen, die das Heer organisiert hatte, passte ein Presseoffizier auf; er nickte Soldaten zu, wenn sie antworten durften. Verwunderlich scheint dieses Hinhalten des Filmemachers, da der Bundeswehr von Ärzten und Ehemaligen bestätigt wird, dass sie mit PTBS ordentlich umgehe. Bleibt nur eine Erklärung für das Verhalten: Die Bundeswehr möchte die Diskussion über den Krieg vermeiden, denn: "Kein Krieg, kein PTBS" - zumindest nicht bei Soldaten.
Quelle: FR

11.3.2009 Das Bundesamt für Migration hat die hochschwangere Minderjährige A. M. bis zum Tag ihrer Entbindung in der gefängnisähnlichen Flüchtlingsunterkunft am Frankfurter Flughafen festgehalten, obwohl ihre Rechtsanwältin mit allen Mitteln dagegen protestierte und das Jugendamt auf eine angemessene Betreuung der werdenden Mutter drang. Die Behörde für Flüchtlinge lenkte erst ein, als der Fall öffentlich wurde.
Quelle: FR

8.3.2009 Ein Interview mit der südafrikanischen Juristin Navaethem Pillay über das, was am heutigen Weltfrauentag gefeiert werden kann.
Quelle: SZ


7.3.2009 Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss (SPD, Wahlkreis Karlsruhe-Land) hat wegen des Verdachts, er besitze Kinderpornografie, seine Ämter, nicht jedoch sein Bundestagsmandat niedergelegt. Er benötige das gefundene Material für seine Abgeordnetentätigkeit, begründete Tauss die Auffindung einschlägigen Materials.
Zur Erinnerung: Kinderpornografie wird mit lebendigen und wirklichen Kindern produziert und umfasst die (sexuelle) Folter an Kindern. Ich habe bislang keine Notwendigkeit gesehen, mir Kinderpornografie anzuschauen. Ich glaube den Frauen, die mir berichten, was sie erlebten. Es bedarf keines "Anschauungsmaterials". Und im Zweifel liegt der Umgang mit Kinderpornografie in den Händen der Polizei und der Staatsanwaltschaft. Rika

7.3.2009 In Brasilien wurde ein neunjähriges Mädchen infolge des sexuellen Missbrauchs durch den Stiefvater mit Zwillingen schwanger. Weil das Leben des Mädchens in Gefahr war, entschlossen sich die Verantwortlichen für eine Abtreibung. Der Erzbischof von Recife, Jose Cardoso Sobrinho, erklärte, dass die an der Abtreibung Beteiligten automatisch exkommuniziert seien, das schwangere Kind ausgenommen. Die Diskussion in Recife konzentriert sich nun auf die Exkommunikation der Beteiligten. Der Täter wurde m.W. nicht exkommuniziert; über ihn und sein Verbrechen wird auch nicht diskutiert.
Quelle: ORF


3.3.2009 Zwei Artikel in der FR über Trauma: Trauma in der Kindheit. Unter Verschluss und Interview mit Martin Sack: Lernen, dass sie nicht schuld sind

28.2.2009 "Fremd im eigenen Leben" fühlen sich noch die Kinder der Kriegskinder.
mehr: Spiegel

24.2.2009 Annette Schavan, Bildungsministerin, schlägt vor, dass Unternehmen ihre "Top-Mitarbeiter" in die Schule schicken. Lehrer haben nämlich schlechte Schulnoten gehabt. Top-Mitarbeiter von Unternehmen und Banken haben gute Schulnoten gehabt. Also müssten sie die besseren Lehrer sein. Warum sie dann Unternehmen und Banken in den Ruin geführt haben, wird noch zu erklären sein von Frau Schavan.

21.2.2009 Patrick Desbois "Die Spur des Verbrechens". Desbois sucht seit zehn Jahren die Massengräber ermordeter ukrainischer Juden und Jüdinnen. Er macht Zeitzeugen ausfindig. Deren Erklärung für ihr bisheriges Schweigen: Es hat uns niemand gefragt. Das Buch Desbois trägt den Titel: "Der vergessene Holocaust". Website

16.2.2009 Ulrich Kutschera erklärt, wie Pseudowissenschaftler die Erkenntnisse Darwins missdeuten. Damit unterstützt er nebenbei die Theologie, die gerade in den Schöpfungserzählungen der Bibel zu Recht darauf beharrt, dass die Bibel ein Glaubensbuch ist - und kein Werk der Natur-Kunde.
Quelle: Spiegel


27.1.2009 Der Zentralrat der Juden koykottiert den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Er begründet diese Entscheidung damit, dass Überlebende des Holocaust dort nur wie "Zaungäste" behandelt werden.
Quelle: Der Spiegel

27.1.2009 In Griechenland wurde ein Kinderpornografie-Ring gesprengt. 11 Personen wurden in Gewahrsam genommen, 13 weitere angeklägt. Insgesamt werden nach 130 Verdächtigen gesucht. Zwei Ärzte, ein Offizier und der Abt eines Klosters seien unter den Festgenommenen, meldet die FR.

24.1.2009 In Afrika wurden 2562 schwangere Frauen auf ihre Gewalterfahrungen in ihrer Partnerschaft befragt. Die 1307 Frauen, die Gewalt während der Schwangerschaft erleiden mussten, hatten ein 50% höheres Risiko, ihr Kind vorzeitig zu verlieren - im Vergleich zu Frauen, die keine Misshandlungen ertragen müssen. Das Risiko wiederholter Aborte war mit allen Formen von Gewalterfahrungen verbunden - bei seelischer Gewalt jedoch war die Verknüpfung am stärksten.
Quelle: lancet

22.1.2009 In Israel herrscht nach dem Krieg gegen Gaza das große Schweigen über die tausend und mehr zivilen Opfer, darunter etwa 300 Kinder.
Quelle: Spiegel

19.1.2009 In Sindelfingen wurde vor einigen Jahren das Frauenhaus in "Frauen- und Kinderschutzhaus" umbenannt. Hinter der Namensänderung steht eine geänderte Aufgabenstellung. Der Trägerverein erkannte, dass Kinder in gewalttätigen Familien mitbetroffen sind. Dafür erhielt er den Kinderrechtspreis des Deutschen Kinderschutzbundes. Die Frage, was mit Kindern, die häusliche Gewalt erlebt haben, geschehe, sei noch weitgehend tabuisiert, sagte Ulrike Lucas, Kreisvorsitzende der AG sozialdemokratischer Frauen. Die betroffenen Kinder sprächen kaum darüber.
Quelle: Sindelfinger Zeitung

15.1.2009 Jahrzehntelang wurden Kinder der Casa-Pia-Heime missbraucht - Zahlreiche Prominente sind angeklagt - der Prozess steht vor dem Abschluss. Portugal sei ein Paradies für Pädophile, sagte Pedro Namora, ebenfalls ein ehemaliges Heimkind der Casa Pia und in seiner Jugend Augenzeuge von mindestens elf Vergewaltigungen. Er vertritt einige Casa-Pia-Opfer. "Hinter dem Ganzen steckt ein fein gewebtes und vor allem umfassendes Netzwerk, das sich von der Polizei bis in die Regierung und die Justiz zieht", sagt er. "Wenn die Namen der Beteiligten herauskommen, wird das ein Erdbeben auslösen."
Bereits in den 60er-Jahren gab es mehr als eindeutige Hinweise auf sexuellen und organisierten Missbrauch in den Casa-Pia-Heimen. Auch Bibi, der einzig Geständige und ehemaliges Heimkind, gibt an, zwischen seinem vierten und 13. Lebensjahr regelmäßig missbraucht worden zu sein. Zu dieser Aussage passen die Enthüllungen von Teresa Costa Macedo, einst Familienministerin. Sie habe 1982 den damaligen Präsidenten António Ramalho Eanes über die Zustände bei Casa Pia informiert. Geschehen sei nichts, weil "viele einflussreiche Leute involviert" gewesen seien. Dass sie erst mehr als 20 Jahre später öffentlich spricht, begründet sie damit, massiv bedroht worden zu sein: "Ich erhielt Todesdrohungen."
Quelle: welt.de

13.1.2009 MIGG - Medizinische Intervention gegen Gewalt

11.1.2009 Laut Spiegel verteidigt der US-Vizepräsident Cheney kurz vor dem Ende der Bush-Regierung die umstrittene Verhörmethode des Waterboarding. In drei Fällen sei sie angewendet worden, sagt Cheney - mit Erfolg.


8.1.2009 Traumaopfern kann durch Tetris-Spielen geholfen werden, berichten laut Spiegel-Bericht Forscher der University of Oxford. Wer in den ersten 6 Stunden nach einem Trauma Tetris spiele, beschäftige sich so intensiv mit diesem Spiel, dass nur wenige Kapazitäten für die Bildung traumatischer Erinnerungen zur Verfügung stünden.
Gewonnen wurde diese Erkenntnis an 40 Probanden, die einen 12-minütigen Film (!) mit unerfreulichen Szenen sagen, darunter Operationen, tödliche Verkehrsunfällt, Ertrinken. Im Anschluss an den Film wurden die Probanden in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe bekam keine Beschäftigung, die andere spielte Tetris. In der Tetris-spielenden Gruppe tauchten deutlich weniger Flashbacks auf als in der Kontrollgruppe.
Quelle: Spiegel



















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