Archiv
Pressemeldungen 2007
Links können ggf. nicht mehr funktionieren im
schnelllebigen Internet. Häufig findet man die Texte in den
Archiven der angegebenen Quellen.
28.12.2007 Sinan Krause ist immer
noch in
der Gewalt von Geiselnehmern. Er gehört zu denen, die wenig
öffentliches Aufsehen erregen - aus gutem Grund. Dennoch sollten
er und seine Familie - aus gutem Grund - nicht vergessen sein - er
könnte unser Sohn oder Bruder sein.
Quelle: sz-magazin
27.12.2007 Unter der
Überschrift "Die vergessenen Kleinen" stellt
Heribert Prantl in der Süddeutschen Überlegungen dazu an, die
Weihnachtskrippe leer zu lassen - als kraftvolles Symbol für die
Verlassenheit und den Notstand vieler Minderjähriger - auch in
unserem Land.
mehr in der SZ
26.12.2007 In Bayern
hat eine Mutter ihre
beiden 2 und 3 Jahre alten
Söhne ermordet. Ein Vater hat - ebenfalls in Bayern - zuerst
seinen 8-jährigen Sohn, dann sich selbst umgebracht. In der
Schweiz werden beide Eltern verdächtigt, ihre beiden Kinder
ermordet zu habe. In Frankfurt/Main hat ein 54 Jahre alter Vater
versucht, seine 22-jährige Tochter zu ermorden; zunächst
durch Stiche, dann durch das Übergießen mit einer brennbaren
Flüssigkeit. Die Tochter konnte sich unangezündet retten. Als
die Polizei eintraf, wurde der Vater mit lebensgefährlichen
Brandverletzungen aufgefunden.
25.12.2007 Deutschland
reagiert geschockt:
Über 12.000 der Kinderpornografie Verdächtige,
über misshandelte und missbrauchte Kinder. Das ist richtig und gut
so. Was noch fehlt, ist das Bewusstsein dafür, dass viele dieser
misshandelten und missbrauchten Kinder überleben. Sie leben -
inzwischen längst erwachsen - mitten unter uns. Einige von ihnen
treffen sich in der Mailingliste dieser HP. Sie können nur
ausnahmsweise davon erzählen, dass jemand aus ihrer Umgebung ihnen
zuhört und glaubt. Dass die Menschen, die Gewaltopfern
zuhören und ihnen glauben, immer mehr werden, das wünsche ich
mir und all jenen, die mit den Traumafolgen zu leben haben.
Weihnachtliche Erschütterung ist gut und wichtig - und dennoch zu
wenig. Wir brauchen Menschen, die sich das ganze Jahr über mit
offenen Ohren und Herzen von der Not berühren lassen. Die Gewalt
ist nämlich nicht vorbei, wenn sie vorbei ist. Sie
hinterlässt nicht selten lebenslange Wunden, die bestenfalls
vernarben können.
Nachtrag:
29.12.2007 Für viele der rund 12.000 Verdächtigen wird es
keine strafrechtlichen Folgen geben, wie der Spiegel berichtete. Er
beruft sich auf Informationen mehrerer Staatsanwaltschaften in NRW.
Viele der gemeldeten Nutzer seien nur für Sekunden, vielleicht
versehentlich, auf die Kinderporno-Seiten geraten.
17.12.2007 Der
kath. Vorsitzende der Gemeinsamen Konferenz Kirche und Entwicklung,
Prälat Karl Jüsten, sagte, der Trend zu einer Steigerung der
Waffenexporte dauere ungebrochen an. Er verwies darauf, dass die
Genehmigungen für Ausfuhren von Rüstungsgütern 2006
gegenüber 2005 um 1,5 Mrd. auf 7,7 Mrd. Euro gestiegen sei. Die
Bundesregierung wies die Kritik zurück.
Quelle: Radio
Vatikan
17.12.2007 Ruth Schneeberger über das Interview mit Marco W.
in der SZ. "Dass der Anwalt der Gegenseite noch am Tag der
Entlassung eine
Expertise britischer Psychologen vorgelegt haben soll darüber,
dass das
Mädchen tatsächlich vergewaltigt worden sein soll, tut bei so
viel
Starrummel nun wirklich nichts zur Sache."
Die Stadt Uelzen
überlegt, den jungen Mann mit einem Empfang zu
ehren. Zur Erinnerung: Ein Urteil über Unschuld oder Schuld des
jungen Mannes ist noch nicht gefällt worden.
17.12.2007
Bundesweit nimmt die Jugendgewalt zu. Die Zahl der Roheitsdelikte hat
sich in den vergangenen 10 Jahren fast verdoppelt. Das zeigt der
Bericht einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern zum Thema
"Jugendgewalt in deutschen Großstädten". Die Zunahme sei am
stärksten bei der gemeinschaftlich begangenen
Körperverletzung. Außerdem nehme die Brutalität zu.
Quelle:
FR
14.12.2007
Das Elend der Frauen nimmt zu - Sozialprojekt gegen
Kinder- und Zwangsprostituion im tschechisch-deutschen Grenzgebiet
Rettungsstrohhalme im Grenzgebiet
11.12.2007
Festung
Europa: Eine in Italien ansässige Beobachterorganisation
erklärte, dass 2007 bislang 1100 Menschen bei dem Versuch, in die
Europäische Union zu gelangen, gestorben sind. Seit 1988 seien
insgesamt 10.335 Menschen gestorben. Am Wochenende starben im Atlantik
und im Mittelmeer fast 150 Menschen.
Quelle: ARD
10.12.2007
Professor
Rolff, Institut für Schulentwicklungsforschung
an der Uni Dortmund, sagt zu Pisa, dass kleine Fortschritte
schöngeredet werden und erfolgversprechende Maßnahmen nicht
eingeleitet werden. Deutschland sei nach wie vor Weltmeister der
Chancenungleichheit. Man sei dem Irrglauben erlegen, mit Druck (Tests
und Standards) und ohne Ausbau der Unterstützung für die
Pädagogen etwas bewegen zu können.
Quelle:
FR
8.12.2007
Kindstötungen
- ein Interview mit Albert Lenz, klinischer
Psychologe, Professor an der Kath. Fachhochschule NRW
Quelle: Zeit
7.12.2007
Die
Nachrichten
über
misshandelte, getötete, verhungerte und
verdurstete Säuglinge und Kinder in Deutschland häufen sich -
und sind kaum erträglich. Die ExpertInnen und die PolitikerInnen
überlegen, was zu tun ist - wie nach jeder öffentlich
gewordenen Kindesmisshandlung. Bleibt zu hoffen, dass wir nicht wieder
nur Betroffenheitsrhetorik zu hören bekommen - bis zum
nächsten toten Kind. Eines scheint sich als Erkenntnis inzwischen
jedoch durchzusetzen: Wenn man auf Familienhilfe setzt, muss man auch
die Ressourcen haben, um echte Hilfen anzubieten. Man könne den
Familien nicht einfach einen flyer in die Hand drücken, sagte
Michael Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes und
Bürgermeister von Dormagen. Zu hoffen bleibt auch, dass Politiker
merken, dass flächendeckende und frühzeitige Hilfe manche
Folgekosten von Gewalt gegen Kinder erspart.
In Frankreich sind übrigens Schläge auf den Hintern eine
allgemein anerkannte Erziehungsmethode.
Quelle: Yahoo
30.-11.2007
Neun
Minderjährige hat der frühere Leiter eines Veltener
Jugendclubs missbraucht. Er wurde zu acht Jahren Haft verurteilt und
darf zudem 5 Jahre lang seinen Beruf nicht ausüben.
Der Nebenkläger stellte gegen den Arbeitgeber, den
AWO-Geschäftsführer, Strafantrag wegen Beihilfe zum schweren
sexuellen Missbrauch von Kindern, weil er seine Kontrollpflichten
vernachlässigt habe und den Vorbestraften während seiner
Bewährungszeit eingestellt habe - in Kenntnis der Vorstrafe.
Quelle: Spiegel
30.11.2007
Der
Bayerische
Landtag diskutierte die Folgen des Missbrauchsfalles in
Riekofen. Bislang wird bei den als Religionslehrern eingesetzten
Pfarrern kein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Dies soll in
Zukunft geschehen, denn im staatlichen Bereich gebe es gegenüber
Missbrauch nur eine "Null-Toleranz". Kirchenvertreter sind zu einem
Gespräch darüber eingeladen.
Quelle: Passauer Neue Presse
26.11.2007
In Brasilien wurde eine 16-Jährige wegen Diebstahls festgenommen
und von einer Kommissarin im Gefängnis in eine Zelle, die mit 20
Männern belegt war, gebracht. Das Mädchen berichtete, sie
habe Sex gegen Essen eintauschen müssen. Der zuständige
Kommissar glaubt nicht, dass das Mädchen vergewaltigt worden sei -
sie habe sich nicht darüber beklagt. Die zuständige Richterin
unternahm nichts, als die Polizei zwei Wochen nach der Festnahme um die
Verlegung der Inhaftierten in eine Frauenanstalt nachsuchte.
Quelle: FR
10.12.2007
Professor Rolff, Institut
für Schulentwicklungsforschung an der Uni Dortmund, sagt zu Pisa,
dass
kleine Fortschritte schöngeredet werden und erfolgversprechende
Maßnahmen nicht eingeleitet werden. Deutschland sei nach wie vor
Weltmeister der Chancenungleichheit. Man sei dem Irrglauben erlegen,
mit Druck (Tests und Standards) und ohne Ausbau der Unterstützung
für
die Pädagogen etwas bewegen zu können.
Quelle: FR
8.12.2007
Kindstötungen
- ein Interview mit Albert Lenz, klinischer
Psychologe, Professor an der Kath. Fachhochschule NRW
Quelle: Zeit
7.12.2007
Die
Nachrichten
über
misshandelte, getötete, verhungerte und
verdurstete Säuglinge und Kinder in Deutschland häufen sich -
und sind kaum erträglich. Die ExpertInnen und die PolitikerInnen
überlegen, was zu tun ist - wie nach jeder öffentlich
gewordenen Kindesmisshandlung. Bleibt zu hoffen, dass wir nicht wieder
nur Betroffenheitsrhetorik zu hören bekommen - bis zum
nächsten toten Kind. Eines scheint sich als Erkenntnis inzwischen
jedoch durchzusetzen: Wenn man auf Familienhilfe setzt, muss man auch
die Ressourcen haben, um echte Hilfen anzubieten. Man könne den
Familien nicht einfach einen flyer in die Hand drücken, sagte
Michael Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes und
Bürgermeister von Dormagen. Zu hoffen bleibt auch, dass Politiker
merken, dass flächendeckende und frühzeitige Hilfe manche
Folgekosten von Gewalt gegen Kinder erspart.
In Frankreich sind übrigens Schläge auf den Hintern eine
allgemein anerkannte Erziehungsmethode.
Quelle: Yahoo
30.-11.2007
Neun
Minderjährige hat der frühere Leiter eines Veltener
Jugendclubs missbraucht. Er wurde zu acht Jahren Haft verurteilt und
darf zudem 5 Jahre lang seinen Beruf nicht ausüben.
Der Nebenkläger stellte gegen den Arbeitgeber, den
AWO-Geschäftsführer, Strafantrag wegen Beihilfe zum schweren
sexuellen Missbrauch von Kindern, weil er seine Kontrollpflichten
vernachlässigt habe und den Vorbestraften während seiner
Bewährungszeit eingestellt habe - in Kenntnis der Vorstrafe.
Quelle: Spiegel
30.11.2007
Der
Bayerische
Landtag diskutierte die Folgen des Missbrauchsfalles in
Riekofen. Bislang wird bei den als Religionslehrern eingesetzten
Pfarrern kein polizeiliches Führungszeugnis verlangt. Dies soll in
Zukunft geschehen, denn im staatlichen Bereich gebe es gegenüber
Missbrauch nur eine "Null-Toleranz". Kirchenvertreter sind zu einem
Gespräch darüber eingeladen.
Quelle: Passauer Neue Presse
26.11.2007
In Brasilien wurde eine 16-Jährige wegen Diebstahls festgenommen
und von einer Kommissarin im Gefängnis in eine Zelle, die mit 20
Männern belegt war, gebracht. Das Mädchen berichtete, sie
habe Sex gegen Essen eintauschen müssen. Der zuständige
Kommissar glaubt nicht, dass das Mädchen vergewaltigt worden sei -
sie habe sich nicht darüber beklagt. Die zuständige Richterin
unternahm nichts, als die Polizei zwei Wochen nach der Festnahme um die
Verlegung der Inhaftierten in eine Frauenanstalt nachsuchte.
Quelle: FR
24.11.2007
Lea-Sophie
und
die Schuld. Stephan Hebel in der FR
23.11.2007
Die BAG Asyl in der Kirche und das Ökumenischje Netzwerk
Initiative Kirche sagen: Wir
halten es für an der Zeit, dass die beiden großen
christlichen Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland ein deutliches
gemeinsames Wort sprechen: Gegen die Abwehrpolitik der EU, die einem
Krieg zur Verteidigung unseres Reichtums gleichkommt, für das
Recht auf Leben, das entscheidende Menschenrecht.
mehr: IKvu
22.11.2007 Die
Betroffenheit ist groß. Lea-Sophie, 5, ist tot. Verhungert und
verdurstet. Kevin und Jessica sind noch in Erinnerung. Die große
Betroffenheit anlässlich ihre Tode auch. "Es haben alle
Verantwortlichen die Katastrophe kommen sehen und nichts
getan, um sie abzuwenden», klagt die Vize-Vorsitzende des
Landeselternrats, Verena Riemer, unter Hinweis auf die fortgesetzten
Sparmaßnahmen auch im sozialen Bereich. Fachleute hätten im
Stadtparlament von Schwerin eindringlich vor den Folgen gewarnt - ohne
Erfolg.
Wenn ein Sozialarbeiter bis zu 150
Familien zu betreuen hat, wundert es
nicht, dass einfach nicht jedem "Fall" nachgegangen werden kann. Aber
die rhetorische Betroffenheitslyrik - die klingt hohl. Sie ist absolut
verzichtbar. Es nützt keinem einzigen Kind, wenn Politiker
wortreich und zu Herzen gehend ihre Betroffenheit verkünden und
gleichzeitig die Gelder für das nötige Personal kürzen.
Das ist heuchlerisch. Solidarität ist ein Begriff, der
überzeugendes Tun verlangt.
19.11.2007 Eine
europäische Hilforganisation ist ins Zwielicht geraten: In
einem Kinderheim in Äthiopien soll der spanische Heimleiter Kinder
schwer misshandelt haben. SZ
17.11.2007
Die
Schönfärber
verhöhnen ihre Opfer. Es wird Zeit,
ihnen Paroli zu bieten. Ein Beitrag von Karl Wilhelm Fricke.
"Je weiter die Realität der DDR-Staatssicherheit der Gegenwart
entrückt
ist, desto unverfrorener werden die Legenden, desto dreister erscheinen
die Halb- und Unwahrheiten, mit denen die Geschichte des
unsäglichen
Überwachungs- und Unterdrückungsapparates der zweiten
deutschen
Diktatur verklärt, verharmlost und verfälscht wird."
Quelle:
FR
15.11.2007
Die
US-Armee
beklagt Tote: Die 3863 Männer, die im Irakkrieg
getötet wurden und die 6000 Veteranen aus den Feldzügen der
vergangenen Jahrzehnte, die sich 2005 das Leben nahmen.
Die Selbstmordrate in der Gesamtbevölkerung liegt bei 8,9 von
100.000
Menschen, bei ehemaligen Armeeangehörigen 18,7 bis 20,8. Unter
jungen
Menschen zwischen 20 und 24 Jahren liegt die Rate sogar bei 22,9 bis
31,9 - und ist damit viermal so hoch wie bei Altersgenossen, die nicht
in
der Armee dienten. Eine andere Studie belegt, dass Kriegsveteranen
einen überdurchschnittlichen Anteil unter den Obdachlosen haben:
25% - obwohl sie nur 11% der Gesamtbevölkerung ausmachen.
Quelle: Spiegel
Bei Judith L. Herman, Die Narben der Gewalt. Taumatische
Erfahrungen verstehen und
überwinden, München
1993, ist der Zusammenhang zwischen militärischer versus
"friedlicher" Gewalt und Den einander sehr ähnlichen
Gewaltfolgen beider Gruppierungen nachzulesen - passim.
14.11.2007
Renate Gradistanac forderte in einer Bundestagsrede die finanzielle
Absicherung der Frauenhäuser. Die Absicherung müsse zur
Pflichtaufgabe der Länder und Kommunen werden, sagte die
frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. In Baden-Württemberg
werden die Zuschüsse seit Jahren kontinuierlich gekürzt.
10.11.2007
In
den
"Annals
of Internal Midicine" veröffentlichen Medizinsoziologen
eine Befragung von 871 Frauen, die zur Erstbehandlung in die
Notaufnahme eines Krankenhauses in den USA kamen. Zwei interessante,
aber auch erwartbare Ergebnisse brachte die Studie: Ein Drittel der
Frauen kam nach häuslicher Gewalt. Und: Die Frauen sprachen dann
von Gewalt, wenn sie von den Ärzten einfühlsam befragt
wurden.
"Sich Zeit nehmen, empathisch sein, Bedenken formulieren,
sichergehen, dass die Patientin nicht akut bedroht wird, und
gegebenenfalls eine Überweisung einleiten – all das sind
notwendige
Teile einer ärztlichen Behandlung, die Gewalt an Frauen
bekämpfen
hilft", so der Soziologe Frankel, der die Studie leitete.
Quelle: netdoktor.at
9.11.2007
Zur
Seite
des Arbeitskreises
gegen Datenvorratsspeicherung. Das
vom Bundestag verabschiedete Gesetz bezieht sich nicht auf die Inhalte
von Mails. Die werden nicht gespeichert, vermutlich weil es technisch
derzeit einfach nicht machbar ist.
6.11.2007
Die
Opfer
der
ostdeutschen Diktatur wollen über das ihnen Widerfahrene
berichten, treffen allerorten aber auf Ignoranz und Desinteresse - auch
in Frankfurt und Hessen.
mehr in der FR
1.11.2007
Der ev. Regionalbischof W. Beyhl hat fünf Familien von
Missbrauchsopfern in Eschenau besucht. Eine der Betroffenen - deren
Mutter der Bischof seine Visitenkarte hinterließ, weil sie selbst
nicht zu Hause war - kritisierte die unangemeldete Visite als reine
PR-Aktion. Laut br-online sagte der Bischof:
"Ich habe fünf Familien hier in Eschenau besucht, weil ich ihnen
persönlich vermitteln wollte, dass alle Solidarität und Hilfe
unserer
Kirche den Opfern sexueller Gewalt und ihren Familien gilt." Es sei
Aufgabe der
Kirche, sich für die Wahrheit einzusetzen. "Wir müssen die
Dinge beim
Namen nennen, die geschehen sind", betonte Beyhl.
Quelle: br-online
31.10.2007 Alice Schwarzer im Spiegel-Interview über
Prostitution: Sie sagt, die Freiwilligkeit sei ein Mythos, der nur
denen dient, die an Menschenhandel und Prostitution verdienen. Die
Frauen seien zu 95% Opfer.
30.10.2007
Kinder als Ware. Wolf-Christian Ramm, Terre des Hommes, spricht von
mafiösen Strukturen im Handel mit Kindern.
FR
30.10.2007
Ein Mann, der in einer Sozialbehörde in Australien im Kinderschutz
arbeitete, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Die
Polizei
hatte 5000 pornografische Aufnahmen mit Kindern bei ihm gefunden.
Quelle: FR
29.10.2007
In
Eschenau
machen die evangelische Kirche und die
Vizepräsidentein des Deutschen Bundestages, die SPD-Abgeordnete
Susanne Kastner, den Versuch der Mediation in einem Dorf, das
große Mühe hat, die Tatsache sexuellen Missbrauchs
wahrzunehmen und Mühe, aus den Opfern nicht die wahren Täter
zu machen.
mehr: br-online
26.10.2007
Horst-Eberhard
Richter:
Und das Morden wird zur sozialen Tat.
Ein Interview in der taz
24.10.2007
Der
Ortssprecher
von Eschenau, Fritz Gotthardt, hat sein Amt aus
Protest gegen den Umgang mit den Familien der Missbrauchsopfer
niedergelegt. Er sprach von einem "Tribunal" gegen die Familien der
Opfer. Auch seinen Posten als stellvertretender Kommandant bei der
Freiwilligen Feuerwehr gab er auf. 2002 noch war er mit einer
Enthaltung als Ortssprecher gewählt worden.
Quelle: SZ
24.10.2007
In
einer
Erklärung des Sicherheitsrates der UN wird gefordert, die
Straffreiheit bei Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt
zu beenden, weil nur so der Weg zu Frieden, Gerechtigkeit und
Versöhnung möglich sei. Der UN-Generalsekretär Ban Ki
Moon sagte:
«Gewalt gegen Frauen hat in einigen Gesellschaften, die sich von
einem
[kriegerischen] Konflikt zu erholen versuchen, abscheuliche und
pandemische Ausmaße
angenommen.»
Quelle: mehrere
Zeitgleich weist das
Bundesministerium für Gesundheit darauf hin,
dass auch in Deutschland 40% aller Frauen Gewalt erleben. Gewalt sei
das größte Gesundheitsrisiko von Frauen. Der
Ärzteschaft komme dabei eine Schlüsselrolle zu, weil sie oft
die erste Anlaufstelle für Frauen sei, die Gewalt erleben. Frauen
nennen die Usachen für ihre Verletzungen und für andere
gesundheitl. Folgen von Gewalt erst beim Namen, wenn die ÄrztInnen
zu erkennen geben, dass sie für das Thema aufgeschlossen sind.
Quelle: BM für Gesundheit
21.10.2007
In
Eschenau
wird
eine Familie - die eines mutmaßlichen
Missbrauchstäters, der Selbstmord beging - von einem Anwalt
vertreten. Auf einer Versammlung im Pfarrsaal von Eschenau hatte der
Rechtsanwalt gefordert, die Opfer und ihre Familien sollten aus dem Ort
verjagt werden. Außerdem soll er die
Vergewaltigungs-Vorwürfe als Lüge dargestellt haben. Die
Staatsanwaltschaft Bamberg hat gegen den Anwalt ein
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der öffentlichen
Anstiftung zu Straftaten eingeleitet.
Die Frau, die zuerst Anzeige
erstattete, berichtete dem br, dass die
Seelsorgerin sie bat, sich andernorts um seelsorgliche Begleitung zu
bemühen.
Quelle: Süddeutsche
Dazu ein engagierter Bericht (Video)
des br. Vorsicht, Triggergefahr!
20.10.2007
Zielgerichtete
Vergewaltigungen,
Zwangsprostitution
ohne
Verhütung, Einschüchterung, Geldbündel und Lügen -
die Methoden der
Babyhändlerringe in Guatemala sind grausam.
Quelle:
ARD
20.10.2007
Christopher
N.
bittet seine Familie, ihn "hier rauszuholen". Er wurde
in Bangkog verhaftet, nachdem Interpol mit Hilfe deutscher Beamter sein
verfremdetes Foto auf Kinderpornografieseiten rekonstruieren konnte.
Der Fall Christopher N. ist symptomatisch für die Industrie, die
von Kinderpornografie lebt. Christopher N. hatte sich - Gott sei Dank
vergeblich - um Aufnahme ins kath. Priesteramt bei Mönchen der USA
beworben.
Quelle: SZ
19.10.2007
Wie
ein
Anwalt sich an der
Hetzjagd gegen Opfer beteiligt. Wie aus Opfern Täter gemacht
werden und wie Täter als die wahren Opfer dargestellt werden. D.i.
den Ereignissen rund um einen Missbrauchsprozess zu entnehmen, der in
einem kleinen Dorf Bayerns spielt, in Eschenau. Leider ist "Eschenau"
so ziemlich überall. Und was derzeit dort geschieht, das wissen
viele "von uns" zu erzählen.
Wer lesen mag, achte bitte auf den eigenen Schutz. Es besteht
Triggergefahr.
Wer mehr über "Eschenau" wissen will, lese hier die Opfer-Mythen
oder maile mich an, damit ich ihm oder ihr weitere Links zu Eschenau
weiterreiche.
Passauer
Neue
Presse
Bayerischer Rundfunk
17.10.2007
Friedhelm
Hengsbach
machte auf
der Nationalen
Armutskonferenz (NAK) darauf
aufmerksam, dass Armut in unserem Land
kein Schicksal und kein Naturereignis sei, sondern gesellschaftlich
verursacht werde. Arme würden arm gemacht. „Der Skandal
wachsender Armut
mitten im Reichtum ist nicht allein die Tatsache der Entbehrung eines
Teils der Bevölkerung, sondern die Art und Weise, wie die
Mehrheitsbevölkerung mit der Armut umgeht: Sie wird wegdefiniert,
weil
sie mit der in Bangladesh nicht vergleichbar sei. Sie wird als
bekämpfte Armut relativiert“, sagte Hengsbach.
Erika Biehn, stellvertretende
Sprecherin der NAK, betonte, wie wichtig
es sei, dass Menschen, die sich Gehör verschaffen wollten, nicht
alleine dastünden.
14.10.2007
Auszüge
aus
der Rede von Saul Friedländer.
13.10.2007
Saul Friedländer sagt über sich: "Ich habe
keine Heimat."
Er wird mit dem
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
10.10.2007
Über
Eva
Herman, ihren Rausschmiss bei Kerner und ihre Rolle auf
dem Kongress "Forum deutscher Katholiken" schweige ich an dieser Stelle
lieber. Nur so viel: In der katholischen Kirche gibt es - Gott sei Dank
- eine Vielzahl von Frauenbildern. Das von Eva Hermann ist nicht das
einzige.
10.10.2007
Der
Bund
Deutscher Kriminalbeamter
und die Deutsche Kinderhilfe Direkt fordern mehr Schutz für von
Misshandlung bedrohte Kinder und Jugendliche. Der dringend
erforderliche Umbau des Jugendhilfesystems zu einer "aufsuchenden
präventiven Kinder- und Jugendhilfe" sei unterblieben. Nach wie
vor kämen pro Woche mehr als drei Kinder durch Gewalt zu Tode. Der
Bielefelder Soziologe Klaus Hurrelmann geht davon aus, dass
täglich ca 100 000 Kinder dem Risiko von Gewalt und Verwahrlosung
ausgesetzt. Gewalt sei untrennbar verbunden mit Kinderarmut. Diese
Tatsache nehme die Politik nicht zur Kenntnis
Quelle: Yahoo
10.10.2007
abends:
Heidi
Marks war die Frau, die die Anzeige gegen 2
Missbrauchstäter in Eschenau ins Rollen brachte. Die an ihr
begangenen Verbrechen waren verjährt, sie wurde jedoch heute als
Zeugin befragt. Einmal drohte sie, die Fassung zu verlieren. Da fragte
sie der Anwalt des 60-jährigen Beschuldigten A. G. nämlich,
ob sie
als Kind wirklich so unschuldig war, wie sie behauptet. «Mir hat
man
gesagt, die hat es ganz schamlos getrieben», sagte der Anwalt des
Angeklagten.
Da dreht sich Heidi Marks zu ihm um und fragt: «Mit vier
Jahren?» In
diesem Alter habe sich Alfred G. ihr zum ersten Mal genähert. -
Auf solche Fragen müssen Missbrauchsopfer sich einstellen, wenn
sie Anzeige erstatten.
Der Angeklagte wurde wegen versuchter Vergewaltigung in zwei
Fällen und sexuellen Missbrauchs von Kindern in zwei Fällen
zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Der Richter hat das Problem
verstanden - er sagte: "Es gibt kaum etwas Schlimmeres, was man einem
Kind antun kann."
Quelle: yahoo
Der
Verteidiger
des
Angeklagten kündigte laut SZ bereits Revision an.
--------------------------------------------------------------
10.10.2007
(Vorsicht - Triggergefahr!) Schuld, Scham und Schweigen. Der
Missbrauchsprozess von Eschenau. Wie aus Opfern Täterinnen werden
und wie ein Dorf die Opfer und ihre Familien abstraft. Olaf Przybilla in der SZ. "Jeder im Dorf sei
der Meinung, dass Unrecht gesühnt
werden muss. Aber der Zeitpunkt, an dem die Opfer sich zu erkennen
gaben, diesen Zeitpunkt hätte man auch anders wählen
können", sagt N.N., Posaunist in
Eschenau. Merke: Die Opfer machen immer etwas falsch - hier haben sie
zur falschen Zeit gesprochen.
Nebenbei: Die Pfarrerin des Ortes soll nach einem Bericht der Passauer Neuen Presse gesagt haben: "Im Nachbardorf
ist das Gleiche passiert, und da hat kein Hahn danach gekräht."
Diese Aussage bestreitet die Pfarrerin und ist für eine weitere
Stellungnahme nicht zu sprechen. Bambergs Leitender Oberstaatsanwalt
sagte, dieser Sache müsse die Staatsanwaltschaft nachgehen.
7.10.2007
In
der
taz wird Nabila Waseq, Koordinatorin eines
Frauenprojektes von Medica Mondiale in Kabul, gefragt, was sich in
Afghanistan für die Frauen geändert habe. Ihre Antwort:
"Nicht
viel. Die
Kriegsjahre haben eine Kultur der Gewalt etabliert, an der sich bis
heute nichts geändert hat. Frauen sind auch heute noch in ihrem
Alltag
einem enormen Maß an Gewalt ausgesetzt.
...Es ist zum Beispiel völlig normal, dass Frauen
von männlichen Verwandten geschlagen und sexuell missbraucht
werden.
Zwangsehen sind an der Tagesordnung. Immer mehr Frauen sehen den
einzigen Ausweg darin, sich umzubringen, viele zünden sich einfach
an.
Wir haben eine Studie zu Selbstverbrennungen gemacht, im Wesentlichen
sind Zwangsehen der Grund für diese Verzweiflungstaten.
6.10.2007
Hintergründe einer
Kindstötung. FR
6.10.2007
In Italien nimmt die Gewalt gegen Frauen zu. Seit 1.1.2007 wurden 57
Frauen ermordet, 141 überlebten einen Mordversuch. 1805 Fälle
von Vergwaltigung wurden bekannt; 10.383 Frauen wurden geschlagen und
dabei verletzt. Die Frauenministerin Barbara Pollastini spricht von
einem "Massaker an Unschuldigen" und plant eine Kampagne, um weiblichen
Gewaltopfern konkrete Hilfe zu garantieren.
Quelle: viele
6.10.2007
Interview mit Saul Friedländer: Die Fassungslosigkeit bewahren.
taz
7.10.2007
In
der
taz wird Nabila Waseq, Koordinatorin eines Frauenprojektes von
Medica Mondiale in Kabul, gefragt, was sich in Afghanistan für die
Frauen geändert habe. Ihre Antwort:"Nicht viel. Die
Kriegsjahre haben eine Kultur der Gewalt etabliert, an der sich bis
heute nichts geändert hat. Frauen sind auch heute noch in ihrem
Alltag
einem enormen Maß an Gewalt ausgesetzt. ...Es ist zum Beispiel
völlig normal, dass Frauen
von männlichen Verwandten geschlagen und sexuell missbraucht
werden.
Zwangsehen sind an der Tagesordnung. Immer mehr Frauen sehen den
einzigen Ausweg darin, sich umzubringen, viele zünden sich einfach
an.
Wir haben eine Studie zu Selbstverbrennungen gemacht, im Wesentlichen
sind Zwangsehen der Grund für diese Verzweiflungstaten.
6.10.2007
Hintergründe einer
Kindstötung. FR
6.10.2007
In Italien nimmt die Gewalt gegen Frauen zu. Seit 1.1.2007 wurden 57
Frauen ermordet, 141 überlebten einen Mordversuch. 1805 Fälle
von Vergwaltigung wurden bekannt; 10.383 Frauen wurden geschlagen und
dabei verletzt. Die Frauenministerin Barbara Pollastini spricht von
einem "Massaker an Unschuldigen" und plant eine Kampagne, um weiblichen
Gewaltopfern konkrete Hilfe zu garantieren.
Quelle: viele
6.10.2007
Interview mit Saul Friedländer: Die Fassungslosigkeit bewahren.
taz
2.10.2007
Die Berliner Rede des Bundespräsidenten Horst
Köhler am 1.10.07
28.9.2007 Die
Bundesregierung hat Maßnahmen zum größeren Schutz von
Frauen gegen häusliche und sexuelle Gewalt, Stalking, Frauenhandel
und Genitalverstümmelung beschlossen. Bestehende Hilfsangebote
sollen besser vernetzt werden. "Gewalt
gegen Frauen ist kein Problem am Rand unserer Gesellschaft, sondern
findet mitten unter uns, im Herzen der Gesellschaft, statt",
erklärte
Bundesfamilienministerin von der Leyen. 37% aller Frauen zw. 16 und 80
Jahren werden mindestens ein Mal im Leben Opfer von Gewalt. Jedes 7.
Mädchen und jeder 10. Junge zwischen 0 und 14 Jahren wird
Missbrauchsopfer i.e.S., d.h. vergewaltigt.
Quelle: viele
27.9.2007 Eine
Website, die dort hinschaut, wo die meisten wegschauen: Was an den
Grenzen Europas mit Flüchtlingen geschieht: http://www.elias-bierdel.de/
- Bitte Vorsicht, da Triggergefahr
26.9.2007
Micha Hilgers, Psychoanalytiker, spricht Klartext im Regensburger
Missbrauchsfall. Erfrischend, den Artikel zu lesen. "Es ist
geradezu bizarr, ihn [den Pfarrer, der wg. Missbrauch bereits
verurteilt wurde] wieder in die deliktnahe Situation
hineinzubringen", sagte Hilgers, der seit vielen Jahren pädophile
Straftäter betreut, der Deutschen Presse-Agentur. Abwegig sei es
auch,
wenn der Regensburger Bischof Gerhard Ludwig Müller davon spreche,
der
Priester sei nach einer Therapie als "geheilt" betrachtet worden:
Pädophilie sei nicht heilbar, höchstens kontrollierbar.
Hilgers räumt auch mit dem Mythos auf, dass jemand pädophil
werde, weil er zölibatär lebe. Umgekehrt sei es richtig zu
sagen, der Zölibat ziehe Pädophile an.
Er sagte dies anlässlich des Regensburger Missbrauchsfalles,
der hier nachzulesen ist.
Quelle: Stern
19.9.2007 "Sich
selbst überlassen" - die taz erzählt von Opfern; diesmal von Opfern des
Irak-Krieges.
13.9.2007
Ein Interview im Spiegel mit Gerhart Baum über die
Online-Durchsuchungen und ihre Bedenklichkeit. Und nebenbei: Diese
Diskussion berührt auch GottesSuche und den Schutz der
Privatsphäre der Menschen, mit denen ich in Mailkontakt bin. Auch
die Mailingliste ist betroffen. Wir werden die Entscheidungen
aufmerksam zu verfolgen haben und zu überlegen haben, wie wir
Vertraulichkeit bewahren können. Das Argument, es seien nur wenige
Online-Durchsuchungen zu erwarten, ist vermutlich hinfällig.
Dieses Argument gab es auch bei der Telefonüberwachung.
12.9.2007
In Wolfsburg darf ein Arzt, der wegen sexuellen Missbrauchs von
Schutzbefohlenen, sexueller Nötigung von Patientinnen, Beleidigung
und Körperverletzung seit Ende letzten Jahres in Haft saß,
wieder in Wolfsburg praktizieren. Die Bezirksstelle Braunschweig der
Ärztekammer war nicht zu einer Stellungnahme gegenüber der
Presse bereit. Kollegen des verurteilten Arztes sind entsetzt und
protestieren.
Quelle: newsclick.de
7.9.2007
Grenzüberschreitung: Die
von
britischen
Forschern
geplanten Experimente an Mischwesen aus
Mensch und Rind sind in Deutschland und Europa auf scharfe Kritik
gestoßen. Die Bundesärztekammer, SPD- und
Grünen-Politiker und die
katholische Kirche lehnten am Donnerstag das Experiment ab. Die Kirche
spricht zu Recht von einem "monströsen Akt" und von der
Instrumentalisierung des Menschen.
Quelle: domradio
6.9.2007
Sony bringt eine neue Kamera auf den Markt, die auf Wunsch nur noch
lächelnde Gesichter aufnimmt und andere Bilder automatisch
löscht. Die Käufer müssten jedoch keine Sorge haben,
meint eine Sony-Sprecherin. Auf Wunsch könne der Auswahlknopf
ausgestellt und der Apparat ganz normal genutzt werden.
3.9.2007
Unter der Überschrift "Keine Opfer mehr" berichtet Johannes
Dieterich in der FR von den Frauen des Dorfes Fishtown in Liberia. Fast
alle Frauen in Liberia wurden während des Bürgerkriegs
vergewaltigt. Misshandlungen gehören bis heute zum Frauenalltag.
Die Männer werden selten bestraft. Wie die Frauen sich inzwischen
wehren, berichtet Dieterich.
Quelle: FR
27.8.2007
Alexander Markus Homes:
Heimerziehung: Lebenshilfe oder Beugehaft?
mehr bei amazon
25.8.2007
Sexuelle Gewalt gegen Frauen
ist Alltag. In Polen wurde Lyzwinski, stellvertretender Vorsitzender
der Partei "Selbstverteidigung" verhaftet. Der Vorwurf: Vergewaltigung
und sexuelle Nötigung. Lyzwinski hatte erklärt, wer werde
nicht alleine untergehen. Diese Drohung dürfte sich gegen den
früheren Agrarminister Lepper richten, der von Aussagen mehrerer
Frauen belastet wird.
Quelle: Süddeutsche
24.8.2007
Der
Weiße
Ring
beklagt einen zunehmenden Mangel
an Zivilcourage. Unter der (nicht nur im Blick auf die Opfer von
Mügeln richtigen) Überschrift "Opfer fühlen sich von der
Gesellschaft im Stich gelassen" referiert Nadja Erb, dass die Opfer von
Mügeln auch mit der Tatsache fertig werden müssen, dass sich
unter den zahlreichen Zuschauern niemand fand, der ihnen geholfen hat.
"Eine schlimme Erfahrung, denn die Opfer fühlen sich dadurch von
der gesamten Gesellschaft im Stich gelassen", sagt Veit Schiemann vom
Weißen Ring.
Quelle und mehr: FR
24.8.2007
Wilhelm Heitmeyer über
Betroffenheitsroutine
und das, was wirklich nötig wäre, um Rassismus und
Fremdenfeindlichkeit zu reduzieren. Quelle: Die Zeit
23.8.2007
Feminismus braucht
Solidarität, meint Ute
Gerhard in der taz und schreibt u.a. "Es ist dies ein
grundsätzlicher
Mangel, ja die Verweigerung von
Mitgefühl und Solidarität für alle, die nicht so
gelagert sind, dass
sie kraft individueller Leistung in die Klasse der Karrierefrauen
aufsteigen und sich nur mit Hilfe anderer Frauen ein Familienleben
leisten können."
17.8.2007
In 106 Staaten wurden 5000 Tatverdächtige ermittelt, die
kinderpornografische Dateien im Internet abgerufen oder angeboten
hatten. Darüber informierte der LKA-Präsident Hiller. In
Deutschland wurden mehr als 700 Personen ermittelt. Mehrere Männer
wurden festgenommen. Ein
32-jähriger aus dem Kreis Kamenz in Sachsen habe mehrere sexuelle
Missbrauchstaten an Kindern und Jugendlichen gestanden. Bei dem Mann
seien 39.000 Bilddateien mit kinderpornografischen Abbildungen und eine
Vielzahl von CDs und DVDs mit selbst aufgenommenen Kinderpornos
sichergestellt worden. Der Mann sitzt
nach Aussage von LKA-Chef Hiller in
Untersuchungshaft. Ein
35-jähriger Mann, der berufsbedingt Kinder mit
posttraumatischen Belastungsstörungen nach sexuellem Missbrauch
betreute, geriet ebenfalls in das Visier der Fahnder. Bei ihm seien
Bilder mit gequälten Säuglingen sichergestellt worden.
Quelle:
Spiegel
16.8.2007
Wladimir Putim ist im Spiegel mit nacktem Oberkörper zu sehen. Er
trägt eine Halskette mit Kreuz. Für mich ist das eines des
gotteslästerlichsten Bilder des Jahres (Bild 3 von 5)
13.8.2007
Gewalterfahrungen: Wenn die Seele immer wieder blutet. Ein
Traumaexperte erläutert, wie die Kette der Gewalt durchbrochen
werden kann. Ein Interview von Christine Brinck mit Dr. Karl Heinz
Brisch. Der Untertitel "Gewalttätige Eltern haben in ihrer
Kindheit oft selbst Misshandlungen erfahren" unterschlägt, wie
viele Menschen, die in der Kindheit Gewalt erfahren haben, ihre Kinder
NICHT misshandeln.
SZ
11.8.2007 Betsy
Udink: Nachrichten aus der Hölle. Frauenleben in Pakistan.
Vorsicht: Triggergefahr
FR
7.8.2007
Raul Hilberg ist gestorben. Er hat das dreibändige Buch "Die
Vernichtung der europäischen Juden" geschrieben über den
nationalsozialistischen Versuch, ein Europa ohne Juden
herzustellen. Als Erster untersuchte er die Rolle der Reichsbahn bei
der Judenvernichtung. Sein Buch "Sonderzüge nach Auschwitz" hat
Claude
Lanzmanns Film "Shoa" geprägt. Hilberg geht davon aus, dass es
keinen
umfassenden Plan der Judenvernichtung gab. Vielmehr haben sich in der
Konkurrenz der einzelnen Institutionen die unterschiedlichen Vorhaben
hochgeschaukelt zum umfassendsten Pogrom der Weltgeschichte. "Hilberg
hat uns gelehrt, dass die Judenvernichtung nicht die Tat einiger
durchgedrehter Antisemiten, sondern ein 'nationaler Akt' war, am dem
die ganze Verwaltung, ja die 'gesamte organisierte Gesellschaft
Deutschlands' beteiligt war" - schreibt die FR.
1.8.2007 "Das
Grauen nicht vergessen" überschreibt Roman Arens seinen Beitrag in
der FR über den Mord an 560 Menschen am 12.8.1944
durch SS-Angehörige. Er hat Recht, wenn er formuliert: "Das
Wichtigste ist für die Menschen die Feststellung, wie alles war,
und nicht, dass alte Männer Strafen absitzen."
29.7.2007 Wie
mit Bildern Stimmung gemacht wird: Bei Yahoo wird ein betont
friedfertiger Mann gezeigt, geduldig und
ruhig - und eine aggressive Frau, schreiend und kurz davor
zuzuschlagen. Die
Botschaft des Bildes ist eindeutig: Das Opfer ist der Mann,
Täterin ist die Frau. Das Bild
steht neben der Nachricht, dass ein Mann sich mit Benzin
überschüttet
habe nach einem Streit mit seiner Ehefrau und gedroht habe, sich und
das Haus anzuzünden. Die beiden Söhne haben den Vater von
seinem Vorhaben abhalten können, wird berichtet. Die Frau habe
wegen des Streites bei Nachbarn übernachtet. - Wir erfahren nichts
über die Tatbeteiligung der Frau an dem Streit und nichts
über ihre Aggressionen. Das Foto jedoch suggeriert, dass die Frau
die Schuldige ist. Mehr scheint mann nicht wissen zu müssen.
Quelle: Yahoo
28.7.2007
Ungleichzeitigkeiten: Der Rheinische Merkur titelt "Verantwortung wiegt
schwer". Das hört sich so an: "Die Kirche hat
hier dazugelernt. 2002 wurden
umfangreiche Präventivprogramme ins Leben gerufen, „um
sicherzustellen,
dass jeder, der in der Kirche mit Jugendlichen und Kindern zu tun hat,
dazu qualifiziert ist und keine Gefahr für die Kinder darstellt“,
wie
Kardinal Mahony von Los Angeles sagt. Die Priesterstudenten in den
Seminaren werden nun stärker unter die Lupe genommen,
Frühwarnsysteme
in den Gemeinden installiert. Bischöfe gehen offensiv mit dem
Thema um."
Gleichzeitig berichtet die PNP, dass ein sexuell übergriffiger Kaplan
inzwischen als Pfarrer in einer Gemeinde im Bistum Regensburg
eingesetzt ist.
24.7.2007
Nachhilfe für Kultusministerin und Bischof: Die Bibel ist kein
Biologiebuch. Mehr dazu in der Süddeutschen
23.7.2007 Die
UN haben ihre ca 700 Soldaten aus Marokko in der Elfenbeinküste
wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen vom
Dienst suspendiert. Die Vorwürfe betreffen den Zeitraum von 3
Jahren. Den UN--Soldaten wird vorgeworfen, sogar 13-Jährige
missbraucht zu haben. Sie hätten die Mädchen von Einheit zu
Einheit weitergereicht. Einige der Mädchen hätten Kinder
geboren.
Quelle: yahoo u.a.
16.7.2007
Reymer Klüver stellt in der SZ die Frage, ob die Erzdiözese
Los Angeles
den Missbrauchsopfern zahlt, damit Prozesse verhindert werden
können.
Im für heute geplanten ersten Prozess hätte Kardinal
Roger Mahony
aussagen müsse, auch über das, was er gewusst hat und
über seinen
Umgang mit Missbrauchstätern. Die heute 59-jährige Mary
Ferray
kommentiert die Zahlung: ""Aber das Geld zeigt nur die ungeheuerliche
Schuld. Ich würde es
zurückgeben, könnte ich dafür meine Kindheit
wiederhaben." Ferrell war
im Alter von sieben Jahren von einem Monsignore missbraucht worden.
Quelle: Süddeutsche
16.7.2007
In Madrid haben Fahnder fast 50 000 000 Bild- und Videodateien mit
Kinderpornografie sichergestellt. 60 Männer wurden festgenommen.
Unter
den Festgenommenen seien Lehrer, Psychologen, Architekten, Ärzte
und
Hausmeister. Zur Erinnerung: Hinter jedem Bild und jedem Video stehen
missbrauchte Kinder.
Quelle: FR und andere
15.7.2007 Die
Erzdiözese Los Angeles zahlt den Opfern sexuellen Missbrauchs
durch Geistliche eine Entschädigung von mindestens 600 000 000
Dollar. Diese außergerichtliche Einigung wurde getroffen, bevor
am Montag der erste Prozess beginnen soll, den die 500 KlägerInnen
angestrengt haben. Vereinbart wurde auch, dass vertrauliche Dokumente
über die beklagten Priester freigegeben werden.
Quelle: Yahoo u.a.
10.7.2007 Opfer
sexueller Gewalt werden nicht ernst genommen - in Ungarn. Im Mai
letzten Jahres hat die 21-jährige Zsanett E. Anklage wegen
Vergewaltigung gegen 5 Polizisten erhoben. Zwei der 5 Polizisten hatten
die junge Frau vergewaltigt, drei schauten zu. Zunächst teilte die
Exekutive mit, "Polizisten machen so etwas nicht". Die Beweislast
jedoch war erdrückend, die 5 Polizisten kamen in Gewahrsam, bald
jedoch wieder auf freien Fuß. Seither führen die Polizisten,
ihre Verteidiger und die Boulevardpresse eine Medienoffensive gegen
Zsanett E. Die 5 Polizisten werden zu Unschuldslämmern
hochstilisiert, die Lauterkeit und Zurechnungsfähigkeit der Frau
wird öffentlich in Frage gestellt.
György Virág, Leiter der Stiftung „Eszter“, die Opfer
sexueller Gewalt
unterstützt, sagt: „Bei sexueller Gewalt wird in Ungarn in
vielen Fällen den Opfern die Schuld in die Schuhe geschoben.“ Nach
einer ungarischen Erhebung von 2006
machen 40 Prozent der männlichen und 25 Prozent der weiblichen
Befragten die Frauen dafür verantwortlich, dass sie vergewaltigt
werden. „Wegen der negativen Einstellung gegenüber Opfern
sexueller
Gewalt wenden sich viele Frauen erst gar nicht an die Behörden“,
berichtet ai-Direktor Fodor. Häufig würden
Vergewaltigungsopfer von der
Polizei sogar dazu überredet, ihre Klage fallen zu lassen.
Quelle: die presse
9.7.2007
Bundesinnenminister Schäuble will ein Gesetz zur
Tötung von Terroristen. Kommentar von Heribert Prantl, SZ
5.7.2007
Viele
Kinder werden vernachlässigt und misshandelt.
Quelle: Yahoo
4.7.2007
Sybille Hamann über den Fall Marco W.
2.7.2007
Wegen
Missbrauchs in 182 Fällen im Zeitraum von 1998 bis 2007 wurde ein
Kinder-Theaterleiter in Limburg zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt.
Einige Taten waren schon verjährt. Bereits 2003 hatte ein
Mädchen sich seiner Mutter anvertraut. Dem Theaterleiter jedoch
wurden Missbrauchstaten nicht zugetraut. Der Vorsitzende Richter
N.Knapp sagte: "Der Angeklagte hatte eine Vertrauensposition im
Theaterverein, die unantastbar schien." Die Übergriffe seien
erheblich gewesen, ein Komplott der Zeuginnen auszuschließen.
"Die Kinder schwiegen so lange, weil sie sich gegen den Angeklagten zu
klein fühlten", sagte der Richter.
Quelle:
faz.net
28.6.2007
Gegen
den israelischen Präsidenten Katzav wird es keine
Vergewaltigungsklage geben. Nach einjähriger Ermittlung wurde
entschieden, lediglich Anklage wegen sexueller Belästung zu
erheben. Der 61-Jährige hat zugegeben, zwei Frauen sexuell
belästigt zu
haben. Im Gegenzug werden die Anklagen gegen ihn wegen Vergewaltigung
und Korruption fallen gelassen.
Der
Rechtsexperte des israelischen Radios, Mosche
Negbi,
formulierte sein Entsetzen so:
"Bis heute beunruhigte mich vor allem die Frage, ob im Haus des
Präsidenten ein Seriensextäter oder gar Vergewaltiger sitzt.
Heute bin
ich viel mehr beunruhigt durch die Frage, ob im Büro des obersten
Anklägers nicht ein Mann sitzt, der nicht über die geringsten
professionellen Fähigkeiten verfügt, Beweise
einzuschätzen und
Entscheidungen zu treffen."
Die Anwältin der
Hauptbelastungszeugin, Kinneret
Baraschi, kommentierte
fassungslos: "Wenn es um Aussage gegen Aussage geht, dann kann ich
verstehen, dass das schwierig ist. Aber hier geht es um die Aussagen
von zehn Frauen, und da kann ich nicht wirklich akzeptieren, dass es
unmöglich sein soll, Katzav zu verurteilen." Ihr Fazit: "Heute
hat die
Staatsanwaltschaft eine doppelte Botschaft verbreitet: Die erste
Botschaft ist, dass Sextäter, die an herausgehobenen Posten sitzen
und
einflussreich sind, machen können, was sie wollen. Die zweite
Botschaft
richtet sich an jede Frau, die von einem einflussreichen Mann
belästigt
wird, und sie lautet: Beschwere dich lieber nicht."
Quelle: ARD
Kommentar in der SZ
25.6.2007
Micha Brumlik: Ein neuer Kulturkampf ist entbrannt
Brumlik gehörte als einziger Jude zum Beirat des
Herausgeberkreises der
Bibel in gerechter Sprache. Er schreibt: "Die auf dem Kölner
Kirchentag
geführte Debatte zwischen dem Leipziger
Theologen Jens Schröter und dem Paderborner Neutestamentler Martin
Leutzsch, der zum Übersetzerteam gehört, offenbarte die
kirchenoffizielle Kritik an der neuen Bibelübersetzung als
Beharren auf
einer letztlich antijudaistischen Theologie."
Quelle: FR
24.6.2007 Der
ehemalige Leiter eines Kinder- und Jugendheims in Remchingen steht im
Verdacht, Jugendliche und Schutzbefohlene in 23 Fällen sexuell
missbraucht zu haben. Die mutmaßlichen Opfer waren 14 und 15
Jahre alt zum Tatzeitpunkt. Der mutmaßliche Täter wurde u.a.
durch ein Buch über seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
bekannt.
Quelle: ka-news.de
s. auch Marie-Luise Conen: Institutionen und sexueller Missbrauch
20.6.2007
Ein 28-jähriger Brite wurden wegen des Handels mit
Kinderpornografie (76 000 Bilder und 316 Stunden Videoaufnahmen) im
Sept. 2006 verhaftet. Inzwischen wurden 700 user weltweit
identifiziert. 31 Kinder konnten in Sicherheit gebracht werden. Das
Alter der missbrauchten Kinder liegt zwischen 18 Monaten und 14 Jahren.
Von den 200 britischen Usern wurden 100 inzw. verurteilt. Es handelt
sich überwiegend um Lehrer oder um andere Vertrauenspersonen, die
Kontakt zu Kindern haben.
Quelle: Süddeutsche
18.6.2007
Die Sexualisierung der Jugend. Fiktion und Realität verschwimmen
auf gefährliche Weise. Bericht von Björn Boch. Boch
berichtet, dass Jungen zunehmend Pornografie konsumieren - und
Mädchen zunehmend bereit sind, sich zum Objekt machen zu lassen,
das auch Gewalt erträgt. Triggergefahr!
Quelle: WZ
13.6.2007
Der vom Deutschen Evangelischen Kirchentag fälschlich
als "Psychoanalytiker" bezeichnete Bert Hellinger hat auf dem
Kirchentag die Ansicht vertreten, dass Gott im Guten und im Bösen
tätig sei. Alles, was geschehe, sei Gottes Werk,
einschließlich der Sünde. Opfer und Täter, auch im
Holocaust, stellte er auf eine Stufe. Beide seien "gleichermaßen"
von Gott geliebt und stünden "gleichermaßen" im Dienst
seines Geistes. Hellinger
kritisierte, dass wir unsere Vorstellung
von Gerechtigkeit über Gott stellten. Gott sei aber
größer als alles, was wir
denken können. Im persönlichen Leben sei das Schwerste immer
das Schönste, und
das Böse sei es, was die Welt am meisten weiter gebracht habe.
Allerdings
trügen die Täter, auch in Auschwitz – das er einen „heiligen
Ort“ nannte - für
ihr Handeln die Verantwortung.
Weitgehend wörtlich von
S. 3 der Meldungen der Nachrichtenredaktionen über den Kirchentag
zitiert. Berichtet wird auch, dass ZuschauerInnen Widerspruch,
Unverständnis aber auch Zustimmung signalisierten.
Kommentar:
Hellinger erzählt hier nichts, was er nicht andernorts auch schon
lange sagt. Hätte Hellinger Recht, müsste ich diese HP
schließen und löschen. Mit einem Gott, der keine
Unterschiede zwischen Täter und Opfer kennt, will ich nichts zu
tun haben. Aber ich bezweifle, dass Hellinger den christlichen Gott
beschreibt. Dem - und der - ist es nämlich nicht gleich
gültig, ob ein Mensch das Opfer eines anderen Menschen wird und es
lässt ihn/sie nicht kalt, wenn ein Mensch einen Menschen mordet.
Wenn ich das Erste und das Neue Testament richtig verstanden habe, hat
Gott/hat Jesus eine klare Option - für die, die unter die
Räder kommen. s.auch meine Eindrücke
vom
Kirchentag
13.6.2007
Ein 59-Jähriger, dem mehrere Sexualstraftaten im Dorf Eschenau im
Landkreis Haßberge vorgeworfen werden, hat ein
Teilgeständnis abgelegt. Das teilten am Mittwoch die Bamberger
Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Unterfranken in einer
gemeinsamen Presseerklärung mit. Der Mann sitzt bereits in
Untersuchungshaft. Ein zweiter Verdächtiger, dem mehrere sexuelle
Übergriffe vorgeworfen wurden, hatte sich das Leben genommen. Dem
59-Jährigen wird versuchte Vergewaltigung in drei Fällen und
der sexuelle Missbrauch von Kindern in zwei Fällen vorgeworfen.
Die Taten sollen teilweise schon Jahrzehnte zurückliegen. Die
Ermittlungen hatten zwei gebürtige Eschenauerinnen ins Rollen
gebracht, von denen eine heute in den USA lebt. Quelle: Yahoo
13.6.2007
Ein
55-jähriger Therapeut eines Kinderkrankenhauses in Kalifornien
wurde wegen sexuellen Missbrauches verurteilt. Unter den Opfern waren
auch behinderte Kinder, die der Obhut des Therapeuten anvertraut waren.
Der Täter gab zu, auch schwer hirngeschädigte Kinder
missbraucht zu haben, weil diese Kinder nicht über den Missbrauch
sprechen konnten.
Quelle: Yahoo
7.6.2007
Knapp viereinhalb Millionen Iraker und Irakerinnen sind nach Angaben
der Vereinten Nationen
bislang vor der Gewalt in ihrem Land geflohen. Der
Flüchtlingsstrom
halte unvermindert an, teilte das UNHCR mit.
7.6.2007
Der künstlerische Leiter der Internationalen Orgelwoche
Nürnberg, Robert King, ist am Montag in England wegen sexuellen
Missbrauchs Minderjähriger zu knapp 4 Jahren Haft verurteilt
worden. Medienberichten zufolge wurde King in 14 Fällen schuldig
gesprochen. Die Vorfälle ereigneten sich zw. 1982 und 1995. Die
Opfer brachen erst jetzt ihr Schweigen. King bezeichnete die
Vorwürfe als "absolute Lügen".
Quelle: Yahoo
7.6.2007
In der Fuldaer Zeitung gibt es eine begleitende Artikelserie zur
Opferausstellung des Weißen Rings. Bitte, nur lesen, wenn stabil.
Ziemliche Triggergefahr. Heute: Hinrichtung als Video auf
dem Handy. In
Schülerkreisen kursieren Gewaltvidos. Pornobilder schon bei
Sechstklässlern im Umlauf. Zur Fuldaer Zeitung
31.5.2007
Vor
zwei
Jahren
haben Ärzte und Therapeuten der Berliner
Charité ein Projekt zur Eindämmung von sexuellem Missbrauch
begonnen. Rund 550 pädophile Männer und zwei Frauen baten
bisher um Hilfe. 90 Männer wurden aufgenommen, 20 konnten die
Behandlung abschließen; 45 warten auf einen Therapieplatz. Wenn
es keine weiteren Fördermittel gibt, muss das Projekt im Herbst
eingestellt werden. Schäfer-Wiegand,
Vorsitzende von "Hänsel und Gretel",
rief insbesondere das Forschungsministerium, aber auch private Spender
und Stiftungen auf, die Arbeit zu unterstützen. Hilfe tut offenbar
Not:
„Jede halbe Stunde geschieht eine Gewalttat an einem Kind in
Deutschland“, sagte Schäfer-Wiegand. Der Direktor des Instituts
für Sexualmedizin der Charité, Klaus Beier, erklärte,
dass ein präventives Angebot wichtig sei, da ein Prozent der
Männer betroffen sei. Jährlich würden ca 15.000
Fälle von sexuellem Missbrauch angezeigt, die Dunkelziffer sei
wohl vier mal so hoch.
Quelle:
Süddeutsche
HP
"Kein Täter werden"
25.5.2007
Das
schmutzige Geheimnis von Eschenau - Nach
einem
Vierteljahrhundert
outet sich eine
Lehrerin als Opfer sexueller Gewalt, in dem kleinen Ort gibt es eine
verhängnisvolle Kettenreaktion. Von
Olaf Przybilla. - Dieser Bericht könnte einige von uns massiv
triggern - es geht um Strukturen des Verleugnens in einem Dorf -
und es geht darum, wie heute, 40 Jahre danach, mit Frauen umgegangen
wird, die mehrfach
vorkommenden sexuellen Missbrauch öffentlich machten. Bitte,
achtet gut
auf euch!
Süddeutsche
25.5.2007 Tag
der vermissten Kinder, derzeit in Deutschland: 1653. Mehr
19.5.2007 Eine
Verhandlung gegen den Radprofi Floyd Landis wirft ein Licht darauf, wer
in der Bevölkerung für sexuellen Missbrauch verantwortlich
gemacht wird: Das Opfer. Was ist geschehen? Im August 2006 war
eine positive A-Probe von Landis mitgeteilt worden. Der ehemalige
Radprofi LeMond hatte daraufhin Landis zu einem Geständnis
ermutigen wollen. Deswegen erzählte er ihm in einem vertraulichen
Telefonat, dass er als Sechsjähriger sexuell misshandelt worden
sei und ihn das Bewahren dieses Geheimnisses fast zerstört habe.
Als LeMond als Zeuge der Anklage auftreten sollte, habe der Manager von
Landis ihn am Tag vor seiner Vernehmung telefonisch gewarnt, in den
Zeugenstand zu treten. Der Manager drohte, den sexuellen Missbrauch
publik zu machen.
Quelle: sport.de
19.9.2007 "Kinderpornografie
ist inzwischen zu einem gesellschaftlichen Phänomen geworden",
sagt der Oberstaatsanwalt Peter Vogt aus Halle und verweist darauf,
dass dem Täterkreis "alle gesellschaftlichen Schichten zuzuordnen"
seien. Die Reihe reiche vom Arbeitslosen und Angestellten über den
Pfarrer, Polizeibeamten, Lehrer und Juristen bis zum Politiker. 99
Prozent der Täter seien Männer, die Jüngsten darunter
selbst noch Jugendliche oder Heranwachsende. Studien aus den
USA belegen, dass mindestens 30 Prozent der Sammler selbst mit
Sexualstraftaten in Verbindung kommen. In Deutschland gehen die
Experten von gut zehn Prozent aus. Die Verbrechen reichten dabei von
Exhibitionismus bis zum Menschenhandel.
Quelle: Hamburger Abendblatt
16.5.2007 Immer mehr
Kinder sind
psychisch auffällig - ARD
15.5.2007 Bei Jugendlichen steige die Zahl
sexueller Nötigungen und von
Vergewaltigungen, sagte Christian Pfeiffer, Leiter des
Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, am Montag in
Hannover. Man wisse aber noch nicht genau, ob wirklich die Zahl der
Delikte gestiegen sei oder ob die Anzeigebereitschaft bei jungen Frauen
steige. "Vor allem durch eine Lied- und Jugendkultur, die
junge Frauen zu einer Körperware reduziert, wird eine sexuelle
Verrohung bei Jugendlichen gefördert", sagte Pfeiffer. Aber auch
die Anonymität des Internets fördere solche Fälle. Hier
seien es aber
vor allem Erwachsene, die in Chaträumen jugendliche Opfer zur
Befriedigung sexueller Wünsche suchten.
Pfeiffer wies auf eine der weltweit
größten BEfragungen von 14- bis
16-Jährigen zu dieser Problematik hin. Dabei sollen auch 25.000
Mädchen befragt werden, ob sie bereits Opfer von sexuellen
Nötigungen
oder Vergewaltigungen geworden sind. In Deutschland wurden 2006
insgesamt 8118 Vergewaltigungen nach Angaben der
Kriminalstatistik des
Bundesinnenministeriums erfasst.
Süddeutsche
14.5.2007
Die Verrohung der US-Armee
nimmt zu
Quelle: FR
Zum allfälligen
Muttertag: Wer
am Muttertag auf Händen getragen wird, muss aufpassen, dass er das
Jahr über nicht auf den Arm genommen wird. :-)
27.4.2007 Schlagzeile
des Tages: "Mutter lässt ihre vier Kinder fast ein Jahr im
Dreck leben". Väter scheint es gar nicht zu geben.....
24.4.2007 Die Frage
nach dem Warum
FR
21.4.2007 Der Bremer
Untersuchungsausschuss zum Tod von Kevin stellt fest, dass
individuelles Versagen eine Mitschuld habe. Der Sachbearbeiter beim
Jugendamt beteuerte stets, dem Kind gehe es gut. Gegen den Ziehvater
wird Anklage wegen Mordes erhoben.
21.4.2007 Die
Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" hat der Bundesregierung
vorgeworfen, Verletzung von Menschenrechten in China, Pakistan oder
Russland zu ignorieren. Sie zeige "teilweise konsequentes Wegschauen".
21.4.2007 Kultur im
Bordell - wie der Versuch gemacht wird, Prostitution, die oft mit
Gewalt einhergeht, salonfähig zu machen. Emma
20.4.2007
Buchempfehlung: Murat Kurnaz: "Fünf Jahre
meines Lebens". Rowohlt Berlin, 16,90 €
Bericht der taz - Bitte, es möge nur lesen, wer
stabil ist.
18.4.2007
Zum
Überfall auf einen christlichen Verlag in der Türkei
erklärt der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in
Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber: "Die Nachricht von der
Ermordung der Mitarbeiter eines christlichen Verlages in der
Osttürkei erschüttert mich. Dass auch ein Christ aus
Deutschland unter den Opfern ist, bringt uns das Geschehen besonders
nahe. Anlass des grauenhaften Geschehens sei, dass der Verlag in der
Osttürkei Bibeln verteile. Die Bibel bezeugt das Wort des Lebens.
Dieses Wort anderen anzubieten, darf niemals Grund dafür sein,
Menschen an Leib und Leben zu bedrohen. Unser tiefes Mitgefühl und
unser Gebet gilt denen, die um die Opfer trauern."
Quelle: Domradio
17.4.2007
Pressebericht der BNN über
GottesSuche
15.4.2007
In der
Diskussion um Oettingers Rede am Grab des früheren
Ministerpräsidenten Filbinger ist zu sehen, wie aus einem
unbelehrbaren Nazimitläufer ("Was damals rechtens
war, kann heute nicht Unrecht sein") ein Nazigegner wird und
wie über die Naziopfer anhaltend geschwiegen wird.
14.4.2007
Das Schicksal der
beiden Geiseln im Irak, Hannelore K., 61 J. und Sinan
K, 20 J., ist nach Ablauf des 2. Ultimatums weiter ungewiss.
13.4.2007 Das Deutsche
Jugendinstitut stellt fest, dass der
Kinderschutz in Deutschland nicht effektiv genug sei. Man brauche nicht
immer neue Modellprojekte - nötig sei, die vorhandenen
Hilfsangebote in lokale und regionale Kooperationsnetzwerke
einzubinden. Nach Schätzungen des DJI sterben jährlich 4-7
Kinder, weil sie zu wenig zu essen oder zu trinken bekommen. Sehr viel
mehr sterben durch Unfälle, weil Eltern ihre Aufsichtspflicht
vernachlässigen. Wie viele Kinder aufgrund von anderen Formen der
Vernachlässigung sterben oder lebenslang daran leiden, sei
unbekannt.
Quelle:
FR
11.4.2007 Ein
gehbehinderter Rentner in München, 66, hat zwei
Mädchen, 6 und 8 Jahre alt, missbraucht. Er wurde nun zu vier
Jahren Haft verurteilt. Der Täter ist auf freiem Fuß,
Revision wurde beantragt. Den Eltern der Opfer wurde das Sorgerecht
entzogen, die Kinder wurden in einem Heim untergebracht.
Begründung: Die Eltern hätten nicht gut genug auf ihre Kinder
aufgepasst. Die Familie der Opfer kommt aus dem Kosovo.
Quelle:
Süddeutsche
7.4.2007 Missbrauch in
Institutionen: In Kalifornien
wurde nach vierjährigen Ermittlungen ein renommierter
Kinderpsychiater wegen sexueller Nötigung von Patienten
verhaftet. Dem 75-jährigen William Ayres wird vorgeworfen, sich
von 1991 - 1996 drei Jungen in unzulässiger Weise in 14 konkreten
Fällen genähert zu haben. Die Fälle, in denen
darüber hinaus ermittelt wird, reichen bis 1969 zurück. Ayres
war Mitte der 90er Jahre Präsident der Amerikanischen Akademie
für Kinder- und Erwachsenenpsychiatrie. 2002 erhielt er eine
besondere Ehrung für sein Lebenswerk. Der Ermittler
Mike Callagy sagte: «Es ist eine wirkliche Tragödie, dass
Eltern ihre Kinder diesem Arzt anvertrauten, und dass diese in seiner
Obhut zu Opfern wurden.» Das Urteil wird abzuwarten sein.
Quelle:
yahoo
4.4.2007 Hannelore
Krause und ihr 20-jähriger Sohn Sinan befinden
sich seit dem 6.2. in Geiselhaft im Irak. Seit dem 21.3. hatte es keine
Nachrichten mehr gegeben. Gestern wurde eine neue Nachricht bekannt.
Wem von uns es hier möglich ist, für diese Menschen zu beten,
den/die bitte ich darum. Und für alle anderen Opfer, die keiner
Nachricht wert zu sein scheinen, auch.
31.3.2007
Eberhard Richter in der FR:
Die Väter als Komplizen ihrer mörderischen Kinder - RAF - ein
Blick in
die Tiefendimensionen der psychischen Deformierungen durch die
Nazi-Zeit.
29.3.2007
Wer
Opfer
von
Zwangsheirat wurde, hat vom neuen
Ausländerrecht keine Hilfe zu erwarten. Wer z.B. in der
Türkei zwangsverheiratet wurde, verliert nach 6 Monaten das
Rückkehrrecht nach Deutschland. Wer in Deutschland
zwangsverheiratet wurde, muss weiterhin zwei Jahre verheiratet bleiben,
bevor sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht bekommt. Die
parlamentarische
Geschäftsführerin
der
Grünen, Irmingard Schewe-Gerigk:
"Nach unzähligen Krokodilstränen für die Opfer von
Zwangsverheiratungen will die Regierung ihnen nun keinerlei
Hilfestellung geben. Die große Koalition lässt die Opfer im
Regen stehen".
28.3.2007
Die
Märkische
Oderzeitung
berichtet von Ermittlungen
gegen einen Polizeiobermeister aus Frankfurt/oder wegen sexuellen
Missbrauchs und sexueller Nötigung. Der Beamte soll seit November
2001 Mädchen missbraucht haben. Der mutmaßliche Täter
sitzt in U-Haft, weil Fluchtgefahr besteht.
27.3.2007
Am
200.
Jahrestag
der Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels hat die EU vor
modernen Formen der Sklaverei gewarnt. Zu den modernen Formen
gehörten MEnschenhandel und Zwangsarbeit. Beides "breitet sich
aus" in vielen Teilen der Welt. Moderne Sklaverei sei ein rapide
wachsendes Geschäft, bei dem auf Kosten von Millionen von Opfern
Milliarden von Dollar verdient werden, so die deutsche
EU-Präsidentschaft.
Kommentar: Die Wortwahl
"breitet
sich aus" lässt an eine Epidemie denken. Der Hinweis auf das
Epidemische von Sklaverei ist sicher richtig. Zugleich verschleiert die
Wortwahl menschliche Täterschaft.
24.3.2007
Wie
man
Kanonenfutter
herstellt. Kinder als Geiseln von Ideologen.
Quelle: FR
23.3.2007
Eine
Frankfurter
Richterin
hat die sofortige Scheidung einer Deutsch-Marokkanerin von
ihrem Ehemann, der sie schlug, misshandelte und ihr drohte, sie zu
ermorden, abgelehnt. Die Begründung der Richterin: Das
Züchtigungsrecht stünde einem muslimischen Mann nach dem
Koran zu. Gott sei Dank empören sich viele Menschen, Muslime
eingeschlossen, in Deutschland darüber. Zwei Hinweise: Auch in
Marokko ist Gewalt gegen Frauen verboten - und: auch eine muslimische
Frau erlebt Gewalt als Gewalt. Und im Übrigen ist Gewalt in der
Ehe auch im Koran ein Scheidungsgrund, wenn ich recht informiert bin.
18.3.2007 In Bad
Hersfeld wurden 12 junge Männer von der Anklage freigesprochen.
Sie
hatten ein 15-jähriges Mädchen im Hof eines Jugendhauses
vergewaltigt.
Das Mädchen war stark alkoholisiert. Auch die volljährigen
Täter wurden
freigesprochen. Verurteilt wurde ein Mädchen, das zugeschaut
hatte,
wegen unterlassener Hilfeleistung. Frauenorganisationen sprechen von
einem falschen Signal, weil das Urteil ein Freibrief für junge
Männer
sei, Mädchen zu alkoholisieren und dann zu missbrauchen, ohne dass
ihnen eine Verurteilung droht.
18.3.2007
Ein Artikel im Stern berichtet, dass viele Kinder nicht mehr lernen,
was Liebe ist; dass Eltern mit ihren Kindern Hardcore-Filme anschauen,
14-jährige sich zum Gruppensex treffen. Die Diagnose: "Ein Teil
der
Gesellschaft driftet ab in die sexuelle Verwahrlosung." (Vorsicht,
Triggergefahr!)
mehr
14.3.2007 Die taz nennt
die
neue Bleiberechtsregelung einen "Großen Etikettenschwindel",
Flüchtlingsorganisationen haben gestern protestiert. Die neue
Regelung erlaubt geduldeten MigrantInnen, nicht mehr alle drei Monate
um weitere Duldung bitten zu müssen und sie erlaubt ihnen, Arbeit
zu suchen. Arbeitgeber werden die Regelung ggf. zur Ausbeutung nutzen.
Den Schwächsten unter ihnen, den Alten, Kranken und den Kinder
wird die neue Regelung nichts nützen, denn sie können nicht
arbeiten.
13.3.2007 Nur das
Schlechteste für die
Besten. Sie werden hoch gelobt und an die Front geschickt, doch wer
verwundet zurückkommt, den empfängt das US-Militär mit
grausamer Gleichgültigkeit. Reymer Klüver berichtet in der SZ, wie in den USA mit
amerikanischen Kriegsopfern
umgegangen wird.
6.3.2007
Bei einer Kundgebung in Teheran werden Aktivistinnen für
Frauenrechte ins berüchtigte Evin-Gefängnis gesteckt. Dem
Regime ist ihre Unterschriftenkampagne für Gleichberechtigung
schon lange suspekt.
6.3.2007 In Italien
erregt ein
Anzeigenmotiv der Modemacher Dolce&Gabbana Aufsehen: Ein Mann mit
nacktem Oberkörper hält eine Frau, die mit
entblößten Beinen auf dem Rücken liegt, am Boden fest;
mehrere andere Männer schauen zu. Kirchen und Gewerkschaften
betrachten die Werbung als Aufforderung zur Gruppenvergewlatigung und
protestieren.
27.2.2007 Buchtipp:
Alexandra
Senfft: Schweigen tut weh. Eine deutsche Familiengeschichte.
Erscheint im März 2007, Claassen-Verlag, 19,95 €.
Die Geschichte
der Familie von Hanns Ludin, SA-Mann und Hitlers
Gesandter in der Slowakei, dort verantwortlich für
Judendeportationen. Die Enkelin Alexandra Senfft gibt Einblick in das
Leben einer Familie, das von Verdrängung und Verleugnung bestimmt
war - aus der aber auch eine Frau hervorgehen konnte, die sich der
Geschichte ihrer Familie mutig stellt.
22.2.2007 Elisabeth
Trube-Becker zum
Thema "Gewalt gegen Kinder,
körperliche, seelische, verbale, sexuelle Gewalt in der taz.
Auf die Frage, was ihr Engagement gebracht habe, sagt sie: "Wenn ich
vielleicht ein oder zwei Menschen davon abgebracht habe, solche Untaten
zu begehen, dann hat es sich schon gelohnt."
21.2.2007 Bei einer
Vernehmung zum
Tod des früheren Fotomodells Anna Nicole Smith wurde im Gericht
ein Fernsehinterview mit Smith von 2006 gezeigt, in dem sie berichtete,
sie sei als Kind nicht nur geschlagen, sondern auch sexuell missbraucht
worden.
Quelle: focus
19.2.2007 In Phnom Penh
stehen 2
Deutsche vor Gericht, der frühere Lehrer Henning Karl-Hein O., 60
J., und Thomas, 42 J., ehemals Ingenieur. Sie haben Mädchen
missbraucht. Vier Mädchen sagen vor Gericht aus. (Vorsicht:
Triggergefahr)
FR: Sprechen bis alle schweigen
16.2.2007
Frauenhäuser wollen
darauf dringen, dass Scheidungskinder nicht gegen ihren Willen mit dem
gewalttätigen Vater Kontakt haben müssen.
Quelle:
taz
15.2.2007 Immer mehr Männer
prügeln ihre Frauen, die Übergriffe und Verletzungen sind
heftiger geworden; die Betroffenen melden sich eher als früher bei
der Polizei. 90% der Frauen, die die Unterstützung der Diakonie
anfragen, haben ihre prügelnden Männer nicht bzw. noch nicht
bei der Polizei angezeigt.
Quelle: NRZ
13.2.2007 Mohnhaupt-Freilassung -
ein Akt der Menschlichkeit
Quelle: Süddeutsche
10.2.2007 Ende einer
Dienstzeit.
Schule in Zeiten von Pisa. Die Zeit
7.2.2007 Die
österreichische
Polizei sprengte einen internationalen Kinderporno-Ring im Internet.
Gegen 2360 Verdächtige in 77 Ländern wird ermittelt. 406 der
Verdächtigen stammen aus Deutschland. Das sind mehr als aus jedem
anderen Land. Die Dateien zeigen schwersten sexuellen Missbrauch. Das
jüngste Opfer ist ein fünfjähriges Mädchen.
Quelle: Yahoo
7.2.2007 Die
internationale
Konferenz in Paris zu Kindersoldaten hat einen juristisch nicht
bindenden Text unterschrieben. Darin haben sich 58 Staaten
verpflichtet, den Einsatz von Minderjährigen in Konflikten
strafrechtlich zu verfolgen. Zu den Unterzeichnern gehören Sudan,
Tschad, Somalia, die Demokrat. Republik Kongo, Nepal und Sri Lanka. In
diesen Ländern werden Kindersoldaten eingesetzt.
Quelle: taz
29.1.2007
Die FR
denkt auf
ihrer Titelseite darüber nach, was es bedeutet, wenn Brigitte
Mohnhaupt und Christian Klar nach einer Freilassung
in den
Talk-Shows von Fernsehmoderatoren
begrüßt werden. Die FR formuliert dabei: "Doch Skrupel
[Mohnhaupt und Klar einzuladen] hat man offenbar auch. Nur dass die
eilfertige und zum Glück immer noch unumgängliche Rede von
den Opfern eher wie eine Ausflucht klingt. Das fängt schon damit
an, dass Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar offenbar Namen tragen,
die Opfer hingegen namenlos bleiben. Von den 'Opfern' zu sprechen ist
längst zum Ritual geworden, aus dem sich allenfalls ein
moralisch-politischer Mehrwert ziehen lässt. Doch eigentlich wird
nicht mit den Opfern, sondern nur über sie gesprochen. Auf diese
Weise werden sie abermals Objekt der Willkür - frei nach dem
Motto: gut, dass wir darüber gesprochen haben."
Dieser Aussage ist nichts hinzuzufügen. Rika
27.1.2007 Jeder
fünfte
Jugendliche
in
Deutschland erfährt eine Erziehung mit Gewalt. Zwei bis drei
Millionen Kinder werden in dieser Zeit mindestens einmal schwer
misshandelt. Zu diesen erschreckenden Ergebnissen kommen die Autoren
einer jüngst vorgestellten Studie im Auftrag das
Bundesfamilienministeriums. In Brandenburg wurden 2005 nach Angaben des
Innenministeriums 111 Fälle von Kindesmisshandlung bekannt. Zum
Schutz vor Misshandlung und Vernachlässigung von Kindern soll ein
flächendeckendes Frühwarnsystem entwickelt werden. Dies
beschloss der erstmals veranstaltete brandenburgische
Kindergesundheitsgipfel.
Quelle: yahoo
25.1.2007 "Sexueller
Missbrauch
ist
das einzige Verbrechen, bei dem die Gesellschaft schnell
dabei ist, dem Opfer die Schuld zu geben", sagt Tal Kramer. Sie steht
der Dachorganisation von Krisenzentren für Vergewaltigungsopfer in
Israel vor. Und sie weiß nur zu genau, dass "zahlreiche
Betroffene das legale Verfahren erleben, als ob sie ein zweites Mal
durch den Schmutz gezogen würden." - Die Anklage gegen den
israelischen Präsidenten Katzav wegen Vergewaltigung und
Missbrauch könnte Frauen in Israel ermutigen, Anzeige zu
erstatten, wenn Höhergestellte die Täter sind. Und
natürlich wurde die Glaubwürdigkeit der
Hauptbelastungszeugin, einer früheren Mitarbeiterin von Katzav,
systematisch durch Katzavs Anwälte untergraben. Ihr Ruf hat
gelitten. Sie fühle sich ihres Lebens nicht mehr sicher,
ließ sie die Zeitung Haaretz wissen.
Katzav seinerseits
übte auf seiner Pressekonferenz scharfe Kritik
an den israelischen Medien, die das Volk „einer Gehirnwäsche“
ausgesetzt hätten. Er sprach von einer Intrige politischer
Rivalen, die ihm bis heute den Sieg bei der Präsidentschaftswahl
im Jahr 2000 nicht gegönnt hätten. Die Wahrheit sei auf
seiner Seite. - Hoffentlich zeigt sich die Wahrheit.
Quelle:
FR und Süddeutsche
23.1.2007
«Wenn Sie Opfer
von Gewalt werden wollen,
gründen Sie eine Familie», sagte Kai Detlef Bussmann,
Professor für Strafrecht und Kriminologie an der Universität
Halle-Wittenberg bei einer Diskussionsveranstaltung des
Innenministeriums zum Thema "Prävention von Kindesmisshandlung".
Die Familie sei ein Hort von Gewalt und Misshandlung. Frauen drohe in
Familien ein zehnfach höheres Risiko, Gewalt zu erleben, wie
außerhalb der eigenen vier Wände.
Quelle: yahoo
23.1.2007
Missbrauch in
Institutionen: Der Leiter eines Kinder- und Jugendtheaters in
Elz/Limburg hat den dutzendfachen sexuellen Missbrauch von mindestens 7
Mädchen gestanden, den er während der
Übungsstunden der Theatergruppe beging. Das jüngste Opfer des
59-Jährigen soll zur Tatzeit 11 Jahre alt gewesen sein. Die Taten
wurden seit 2001 begangen. - In 6 Jahren hat also niemand was gemerkt.
Quelle: taz
20.1.2007
Die
Bundesregierung hat noch im Herbst 2005 die Wiedereinreise des in
Guantanamo inhaftierten Murat Kurnaz zu verhindern gesucht. Sie
war
schon 2002 darüber informiert, dass Kurnaz in Guantanamo physisch
und
psychisch misshandelt wurde. Die Amerikaner boten die Überstellung
von
Kurnaz nach Deutschland an, die Bundesregierung lehnte ab. Es folgten
fast 4 weitere Jahre Freiheitsberaubung, Schläge und Folter.
Quelle: taz, süddeutsche, FR
16.1.2007
Ehrenmord-Boom
in
Istanbul.
2006 wurden in Istanbul 25 Frauen
ermordet, weil sie nach Ansicht ihrer Familien mit ihrem Verhalten die
"Familienehre" befleckt hätten. Nach Schätzungen von
Frauenrechtlerinnen werden jährlich etwa 120 Frauen Opfer von
Ehrenmorden in der Türkei.
Quelle: taz
15.1.2007
Missbrauch
in
Institutionen:
Ein Professor des Uniklinikums Göttingen wird
verdächtigt, kinderpornografische Bilder zu besitzen. Die
Staatsanwaltschaft Hannover hat die Ermittlungen noch nicht
abgeschlossen.
Quelle: taz
Zur Erinnerung: Hinter dem Wort "Kinderpornografie" stehen - Kinder,
die missbraucht wurden und oft lebenslänglich darunter leiden.
12.1.2007
Sozialarbeiter
schlagen
Alarm:
Zu wenig und zu wenig qualifizierte MitarbeiterInnen -
das vorhandene Personal kann sich nur unzureichend um gefährdete
Kinder kümmern.
Quelle: FR
10.1.2007
Ein
bekannter
Kinder-Psychologe,
der durch zahlreiche Veröffentlichungen zum
Familienleben und zur Kindererziehung bekannt wurde, ist in Warschau
des Missbrauchs Minderjähriger und der Verbreitung von
Kinderpornografie für schuldig erklärt worden. Er wurde
zu acht Jahren Haft verurteilt.
Quelle: yahoo
6.1.2007 Die UN haben
in den
vergangenen drei Jahren gegen mehr als 300 Teilnehmer an
Friedensmissionen wegen Vorwürfen sexueller Ausbeutung oder
sexuellen Missbrauchs ermittelt. Mehr als die Hälfte der
Verdächtigen sei entlassen bzw. zurückgeschickt worden. Das
teilte Jane Holl Lute, Beigeordnete UN-Generalsekretärin für
Friedenseinsätze mit.
Quelle: NZ
5.1.2007
Straßenkinder in
Deutschland. Die Zahlen schwanken, das Dt. Jugendinstitut geht von bis
zu 7000 Kindern aus, terres des hommes spricht von 9000 Kindern. Sie
flüchten vor Misshandlung, Missbrauch und Vernachlässigung
und lebten meist von Bettelei, Prostitution und Kleindiebstahl
Quelle: FR
5.1.2007 Im Namen
Gottes - Ein
Thementag zu Kampf und Toleranz der Kulturen am 6.1.2007
siehe http://www.3sat.de/
5.1.2007 In Indien
wurden nun 6
Polizisten entlassen und 3 leitende Polizeibeamte vom Dienst
suspendiert. Sie waren Vermisstenmeldungen von SlumbewohnerInnen, die
einen Verdächtigen benannten, nicht nachgegangen. Auf dem
Grundstück des Verdächtigten, eines angesehenen
Geschäftsmannes, fand die Polizei Leichen von ca 10 Kindern und 5
Frauen. Allein
im
Jahr
2005 hat es nach Angaben der indischen Justiz 1327 Kindermorde
und 4026 Fälle von Vergewaltigungen von Kindern gegeben.
Quelle: Spiegel
3.1.2007 Nach Angaben
des britischen
"Daily Telegraph" sollen Mitarbeiter der UN-Mission im Südsudan
möglicherweise hunderte von Kindern sexuell missbraucht haben,
darunter 12 Jahre alte Kinder. Berichte von 20 Opfern liegen der
Zeitung vor. Erste Berichte soll es bereits kurz nach Eintreffen der
"Friedens"-truppe vor zwei Jahren gegeben haben.
Quelle: yahoo
1.1.2007 Einen "guten
Rutsch" in das
Jahr 2007! Der Begriff "Rutsch" kommt aus dem Hebräischen
über das Jiddische in unseren Sprachgebrauch und ist abgeleitet
aus hebr. "Rosh haShanah". Wörtlich: Anfang/Kopf des Jahres. Also:
Einen guten Anfang allen, die hier vorbeischauen! Rika