zurück

Archiv Pressemeldungen 2006


Bei Archivquellenangaben ist entweder nach einem Stichwort oder nach dem Datum der Nachricht zu suchen. Links können ggf. nicht mehr funktionieren im schnelllebigen Internet.



31.12.2006 Die Presse nährt das Trugbild, man könne Traumatisierungen unbeschadet überstehen - Natascha Kampusch
Quelle: taz

23.12.2006 In Niedersachsen starb ein einjähriges Kind an Flüssigkeitsmangel. Eine Heilpraktikerin hatte den Eltern geraten, die Stillzeit zu vekürzen. Es wird gegen Eltern und Heilpraktikerin ermittelt.
Quelle: Spiegel

22.10.2006 In Regensburg wurden die Leichen von neugeborenen Zwillingen gefunden. Zunächst war Vernachlässigung als Todesursache vermutet worden. Die Ermittlungenlaufen. In Berlin-Pankow wurden Zwillinge aus der elterlichen Obhut befreit - wegen Verwahrlosung.

22.12.2006 In Bayern wurde ein 62-jähriger Lehrer als Vertretungslehrer an drei Schulen eingestellt, obwohl er vor 15 Jahren ein gerichtliches Berufsverbot wegen Kindesmissbrauch erhalten hat. Die Behörde verließ sich auf seine Aussage, er sei nicht vorbestraft, verlangte ein Führungszeugnis, kontrollierte den Eingang jedoch nicht.
Quelle: Spiegel


18.12.2006 Jede Woche werden in Deutschland drei Kinder von ihren Eltern getötet. Die Zahl der misshandelten Kinder stieg seit 1996 um 50%. Experten schätzen, dass weniger als ein Zehntel der Misshandlungen überhaupt entdeckt und gemeldet werden. Die höhere Meldequote von Kindesmisshandlungen ist einer besseren Wahrnehmung zu verdanken. So berichtet die taz. Sie berichtet weiter, dass Angela Merkel in einer Fernsehshow gesagt habe, es habe in diesem Jahr in Deutschland "unglaublich schockierende Fälle von Kindesmisshandlung gegeben". Sie sehe eine Spaltung der Gesellschaft "in Menschen, die ein Herz für Kinder haben auf der einen, und Kinder, die es unglaublich schwer haben auf der anderen Seite".
Kommentar: Der Sprachgebrauch von Frau Merkel ist erhellend. Wenn Kinder liebevoll behandelt werden, haben sie Eltern. Werden sie jedoch misshandelt oder getötet, dann gibt es nur noch "Kinder, die es unglaublich schwer haben". Es sieht so aus, als sei es undenkbar und dann auch nicht zur Sprache zu bringen, dass es Eltern oder sonstige Erwachsene geben soll, die Kinder misshandeln oder töten. Wie um Himmels willen sollen misshandelte Kinder Hilfe finden, wenn in der Erwachsenenwelt Eltern als TäterIn nicht denkbar und nicht benennbar sind?!


17.12.2006 Das Kinder- und Jugendhilfesystem steht vor dem Kollaps, zu viele Jugendämter litten unter finanzieller Auszehrung. Mehr Personal sei nötig. Das sagte der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, der 'Welt am Sonntag'.
Quelle: yahoo


16.12.2006 In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau wird auf S. 7 ein obszönes Bild gedruckt. Es zeigt den Erzbischof Juan Barros Madrid am Sarg des chilenischen Ex-Diktators Pinochet.
Lesen Sie dazu auch einen Brief von Isabel Lipthay an den Diktator (Vorsicht. Triggergefahr). Ihr Wunsch, dass sie und andere Getötete und Gefolterte eine Antwort auf ihre Leiden bekommen werden, wird sich nicht mehr erfüllen.

12.12.2006 Zur Situation der Kinder in der Welt 2007 - Der Unicef-Jahresbericht

11.12.2006 Augusto Pinochet starb im Kreis seiner Familie.  Das war den 3.179 Menschen (offizielle Zahl), die er hinrichten oder verschwinden ließ, nicht vergönnt. 28.000 Menschen ließ er verhaften und foltern. Zur Rechenschaft wurde er nie gezogen.

8.12.2006 "Verzweiflung lässt sich nicht verbieten", schreibt die taz zur allfälligen Diskussion um Gewaltspiele. Und: "Wer Gewaltspiele verbieten will, verwechselt Krankheit mit Symptom."
Der Jugendgewalt-Experte Adolf Gallwitz formuliert: "
Ganz klar: Die Anforderungen sind enorm gestiegen, gleichzeitig werden die Zukunftsperspektiven schlechter. Dadurch steigen die Versagensängste der Kinder, und auch die Lehrer sind überfordert. Je höher der Leistungsdruck in den Klassenzimmern, desto rauer der Ton auf den Schulhöfen."
Quelle: taz

4.12.2006 Sexuelle Übergriffe durch Jugendliche sind keine Seltenheit.
Zartbitter

1.12.2006 Eine Studie des britischen Kinderhilfswerks "Save the children" hat im Mai 2006 ergeben, dass von 300 befragten Menschen in Haiti und Liberia 50% der Mädchen von 8-18 Jahren berichteten, von UN-Abgesandten sexuell missbraucht worden zu sein. Für den kommenden Montag wurde in New York eine UN-Sitzung einberufen. Es gebe eine „Kultur des Schweigens“ in den Reihen der Uniformträger, kritisiert Sarah Martin von der Organisation „Refugees International“.
Quelle: welt.de 

30.11.2006 Jede 4. Europäerin wird mindestens ein Mal in ihrem Leben Opfer von Gewalttaten. 10% sind Opfer sexueller Gewalt; zwischen 12 und 15% aller Frauen über 16 J. leiden im familiären Umfeld unter Angriffen von Ehemännern/Partnern oder Vätern. Wird auch die psychische Gewalt berücksichtigt, so sind 45% aller Frauen betroffen. Dies gab der Europarat am Montag bekannt. Von Gewalt, die zwischen 0-16 Jahren geschieht, war nicht die Rede. Auch nicht von jenen Frauen, die langfristig mit den Traumafolgen zu leben haben und erneut nicht davon, wie Solidarität mit diesen Menschen aussehen könnte.

28.11.2006 ForscherInnen der Universitäten von Connecticut und Pennsylvania haben 290 Studien von 1980 - 2005 analysiert. Die Analysen zeigten, dass Frauen für posttraumatische Belastungsstörungen anfälliger als Männer nach Trauma-Erfahrungen sind, obwohl Männer häufiger als Frauen traumatische Erfahrungen machen. Männer sind häufiger in Gewalt involviert, Frauen jedoch häufiger Opfer von sexueller Gewalt. Die ForscherInnen gehen davon aus, dass sexuelle Gewalt eher zu PTBS führt, weil sie stärkeres emotionales Leid hervorruft. Der Unterschied könnte zusätzlich in geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Verarbeitungsformen liegen.
mehr


25.11.2006 Zur Erinnerung: Eine Studie der Karmasin-Motivforschung, Wien, zeigt, dass Gewalt gegen Frauen noch immer ein relativ weit verbreitetes Phänomen sei, das in der Öffentlichkeit bagatellisiert wird. Viele der Befragten - zur Hälfte weiblich - hätten ständige körperliche Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe, Zwang zum Sex oder eine einmalig verübte körperliche Gewalttat nicht als "häusliche Gewalt" definiert. Fast ein Drittel - darunter auch Frauen - habe die Schuld bei den Frauen gesehen, weil sie die "ehelichen Pflichten" verletzten. Für 20% der Befragten ist eine Vergewaltigung in der Ehe gerade noch NICHT häusliche Gewalt, ebensowenig wie Ohrfeige oder Kratzer. Jeder zweite Österreicher hat bereits Gewaltszenen beobachtet. So berichtete am 11.5.2006 die standard. -  mehr

22.11.2006 "Vor dreißig Jahren haben Fraueninitiativen die ersten Zufluchtstätten für misshandelte Frauen gegründet. Heute sind die bundesweit 380 Frauenhäuser gefährdet - fast alle Länder kürzen die Zuwendungen. Die alltägliche Gewalt aber bleibt". Kürzer als die heutige taz es sagt, kann es nicht gesagt werden. mehr

20.11.2006 Das Haus eines Hamas-Mitglieds sollte von der israelischen Luftwaffe bombardiert werden. Israel forderte das Hamas-Mitglied zum Verlassen des Hauses aus. Der Mann holte seine Nachbarn und Nachbarinnen, mehrere hundert PalästinenserInnen versammelten sich daraufhin vor dem Wohnhaus des Hamas-Mitglieds. Der Beschuss wurde abgesagt. Es gab keine Toten und keine Verletzten. Die Zivilisten zeigen ihrer palästinensischen Hamas-Führung und der israelischen Regierung, die beide auf Gewalt setzen, wie effektiv Gewaltlosigkeit sein kann.
Quelle: Süddeutsche


20.11.2006 Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, kritisiert anlässlich des heutigen Internationalen Jahrestages der Kinderrechte, dass der Tierschutz im Grundgesetz steht, nicht jedoch der Anspruch von Kindern auf besondere Förderung und auf Schutz vor Gewalt.
Quelle: taz


15.11.2006 In der neuen Bleiberechtsregelung für geduldete Flüchtlinge ist keine Ausnahme für traumatisierte Menschen oder Kinder ohne Eltern vorgesehen, bemerkt Bern Mesovic, der rechtspolitische Referent von Pro Asyl. Caritas und Diakonie forderten eine sofortige Aufenthaltserlaubnis für Traumatisierte; unbegleitet eingereiste Kinder sollten bereits nach zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. "Der jetzige Zustand führt dazu, dass wertvolle Jahre vergeudet werden, in denen viel für die Integration dieser Menschen getan werden könnte", sagte der Präsident des Caritasverbandes, Peter Neher.
Quellen: taz-Interview und Dom-Radio

14.11.2006 Eine Untersuchung der Universität München wurde bei einer Fachtagung der Aktion Jugendschutz und des Fachverbandes für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V. in Stuttgart vorgestellt. Danach gibt es in jeder Schulklasse statistisch gesehen 2 Mobbingopfer. Im Durchschnitt ist jeder siebte Schüler/jede siebte Schülerin als Opfer oder als Täter in ein Mobbingproblem verwickelt. Wer das Opfer wird, entscheidet die Gemeinschaft. Aus Eigenschaften oder Verhalten des Opfers ist die Opferrolle nicht herzuleiten.
Quelle: Der Spiegel


10.11.2006 Gewalt an Kindern ist eine Volkskrankheit. Politik und Gesellschaft verschließen die Augen davor, sagt der Kinder- und Jugendpsychologe und Psychotherapeut Günther Deegener von der Uni-Klinik Homburg/Saar in den OÖ-Nachrichten. anlässlich einer Fachtagung "Sexueller Missbrauch".

9.11.2006 Salomon Korn: Wider den Zeitgeist - zur Interpretation des Nationalsozialismus
Quelle: FR

9.11.2006 Rechts ist normal - eine Studie der Universität Leipzig
Quelle: Die Zeit

9.11.2006 Worte können wie körperliche Gewalt verletzen - Sybille Krämer
Quelle: FR

4.11.2006 In Deutschland sterben wöchentlich 2 Kinder an den Folgen von Misshandlungen und Vernachlässigung. In den Industrieländern sind es jährlich 3500. In Frankreich  sterben wöchentlich 3, in den USA 27 Kinder. Das hat eine Studie von UNICEF ergeben. 53 000 werden ermordet. Mehr als 1 Million Kinder sind weltweit in Gefängnissen. Mehr als 220 Millionen Mädchen und Buben unter 18 Jahren werden jährlich sexuell missbraucht oder zum Geschlechtsverkehr gezwungen. Die meisten Gewalttaten finden der Untersuchung zufolge im Verborgenen statt, beispielsweise in Familie, Schule und Heimen.
Quellen: Viele

2.11.2006 Die Seele bleibt im Krieg Ein Bericht über Berufssoldaten und ihre seelische Belastung nach einem Auslandseinsatz - Posttraumatische Belastungsstörung. Süddeutsche

26.10.2006 Anlässlich des Skandals um die Leichenschändungen afghanischer Menschen durch deutsche Soldaten auf "Friedensmission" sei an die Studie von Christopher Browning "Ganz normale Männer" erinnert. Browning geht in dieser Studie der Frage nach, wie "ganz normale Männer" aus Hamburg im Zweiten Weltkrieg Juden und Jüdinnen ermorden konnten. Seine Ergebnisse sind lesenswert und mich wundert, dass jemand sich im Ernst über die erwartbaren Bilder aus Afghanistan wundert.

25.10.2006 Mehr als 100 000 Häftlinge in russischen Straflagern sind regelmäßiger Gewalt - Demütigungen, Schläge, Vergewaltigungen und Misshandlungen - durch die Behörden ausgesetzt, berichtet die Stiftung "Für die Rechte der Gefangenen" in Moskau.
Quelle: yahoo


25.10.2006 In einer Studie des nationalen Medizinischen Forschungsrates in Südafrika hat rund ein Fünftel aller 1370 befragten sexuell aktiven Männer mindestens eine Vergewaltigung zugegeben. 16,3 % gab an, eine ihne unbekannte Frau alleine oder im Verein mit mehreren Männern vergewaltigt zu haben. 8% taten ihrer eigenen Sexualpartnerin Gewalt an. Mit einer Verurteilung müssen knapp 5% der Straftäter rechnen. 2005 wurden in Südafrika knapp 55 000 Vergewaltigungen angezeigt - die Dunkelziffer gilt als weit höher.
Quelle: yahoo


20.10.2006 Der russische Staatschef Putin hat sich zu dem Vorwurf, der israelische Präsident Katzav habe 10 Frauen vergewaltigt, voller Bewunderung über dessen Potenz geäußert: "Wir alle beneiden ihn", soll er gesagt haben. Der Kreml spricht inzwischen von einem Übersetzungsfehler vom Russischen ins Englische.
Quelle: Yahoo

18.10.2006 In Deutschland sind nach Informationen des Bielefelder Sozialwissenschaftlers Klaus Hurrelmann rund 80 000 Kinder von Verwahrlosung und extremer Vernachlässigung durch die Eltern bedroht. Hurrelmann sagte der Zeitung «Die Zeit», etwa ein Prozent der Eltern seien sozial aus dem Ruder gelaufen - alkoholkrank, drogenabhängig oder psychisch schwerst defizitär.
Quelle: yahoo

17.10.2003 In Sklaverei gefangen sind weltweit mindestens 12 Millionen Menschen; 8,4 Millionen unter ihnen sind minderjährig. Das berichtet die Anti-Slavery International in London. "Kinder sind verwundbarer, billiger anzuheuern und die Wahrscheinlichkeit, dass sie bessere Arbeitsbedingungen oder höhere Löhne verlangen, ist geringer", sagte Sarah Williams von Anti-Slavery International. Die Kinder seien Opfer von Pornografie und Prostitution. Zudem beute man sie als billige Arbeitskräfte oder Kindersoldaten aus.
Quelle: Die standard

17.10.2006 Dem israelischen Präsidenten Katzaw wird Vergewaltigung von zwei Frauen, sexuelle Nötigung in weiteren Fällen, Lauschangriffe, Vertrauensbruch und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Die Anklageerhebung steht bevor.
In Thüringen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 345 Polizisten wegen Verbreitung pornografischer Schriften. (Yahoo)


16.10.2006 Die Kinderhilfe spricht angesichts von vier Fällen von Kindesmisshandlungen in fünf Tagen von einer "nationalen Katastrophe". Die Zahl der Familien, die sozialpädagogisch unterstützt werden, ist innerhalb weniger Jahre dramatisch angestiegen. Es gebe "kein Erkenntnisproblem, sondern ein Umsetzungsproblem", sagte Wehrmann, die Leiterin des Landesverbandes evangelischer Kindertagesstätten in Bremen. Die Expertin kritisierte das "Zuständigkeitsgerangel zwischen Bund, Ländern und Kommunen". Viele Maßnahmen würden nicht bewilligt, weil den Kommunen schlicht das Geld fehle.
Quelle: Der Spiegel

16.10.2006 Heribert Prantl schreibt in der Süddeutschen über den Zusammenhang von Armut und Bildungsarmut, die neue Unterschicht, die Gefährdung von Kindern in prekären Lebenssituationen ihrer Eltern. Prantl beobachtet, dass Letzteres immer erst mit dem Tod eines Kindes beklagt wird.

14.10.2006 Muhammed Yunus, Bangladesch, erhielt den diesjährigen Friedensnobelpreis. Er gründete die "Bank der Armen". 27 Dollar verlieh er an 42 Korbflechterinnen, weil er geschockt war, dass Menschen leiden müssen wegen weniger als einem Dollar, der ihnen fehlte. Mittlerweile hat die Grameen Bank 5,7 Milliarden US-Dollar an 6,5 Millionen Menschen verliehen, davon 96% Frauen. Die Rückzahlquote ist viel höher als bei kommerziellen Krediten. Die taz kommentiert: "Erst die Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse selbstbestimmt zu erfüllen, eröffnet einen nachhaltigen Ausweg aus Armut und Elend. So hat das Nobenpreiskomitee nicht nur den Zusammenhang zwischen Armutsbekämpfung und Friedenspolitik betont, sondern auch einen überfälligen Schritt zur Stärkung des Freiheitsgedankens getan."
Link

13.10.2006 Der letzte - unfertige - Artikel der russischen Journalistin Anna Politkowskaja beschäftigte sich mit den Menschen, die kreml-unterstützt von tschetschenischen Behörden Folterungen unterworfen wurden. KollegInnen von A. Politkowskaja äußerten den Verdacht, dass die Ermordung dieser Journalistin im Zusammenhang mit ihrer Arbeit an diesem Artikel steht.
Quelle: taz


13.10.2006 Die taz formuliert: "Gewalt gegen Kinder ist weltweit Alltag" und zitiert Louise Arbour, UN-Hochkommisarin für Menschenrechte: Mehr als 275 000 000 (!) Kinder werden mit häuslicher Gewalt konfrontiert. 2002 wurden weltweit vermutlich 150 Millionen Mädchen und 72 Millionen Jungen Opfer von sexuellem Missbrauch oder Vergewaltigung. 53 000 Kinder starben der WHO zufolge an den Folgen von Gewalt. Quelle: taz
Viele überlebten - und kämpfen um ihr Überleben und um ihr Leben.


12.10.2006 Der zweieinhalbjährige Kevin aus Hamburg wurde tot im Kühlschrank gefunden. Das Jugendamt war von der Leitung des Heims, in dem Kevin nach dem unaufgeklärten Tod der Mutter aufgenommen wurde, darüber informiert worden, dass das Kind Verletzungen aus Misshandlungen aufwies. Von einer Rückführung zum Vater riet das Kinderheim ab. Kevin wurde dennoch dem drogensüchtigen Vater übergeben. Die Süddeutsche kommentiert: "Der Bürgermeister, eine Senatorin, das Jugendamt, Familienrichter, Ärzte, Polizei, Waisenhaus - sie alle kannten Kevin. Einen Schutzengel hatte er nicht." Die taz berichtet: "Böhrnsen [der Bremer Bürgermeister] ... sagte, das gesamte Hilfesystem müsse auf den Prüfstand. Die Heimleitung hatte ihm gegenüber im Januar darauf hingewiesen, dass sich Praxis der Bremer Sozialbehörde im Umgang mit Kindern in den letzten Jahren geändert habe. Dahinter steht der Verdacht, dass aus Spargründen die Zahl der Heimunterbringungen bürokratisch begrenzt worden ist."

12.10.2006 Zwei Nachrichten:
Laura Bush sieht in der US-Gesellschaft "Tendenzen zur Gewalt in unserer Kultur". Sie fordert nach einer Serie tödlicher Schießereien an US-Schulen die grundlegenden Ursachen dafür anzugehen. (Quelle: Yahoo). The lancet veröffentlicht die Schätzung einer US-amerikanischen und irakischen Forschergruppe über die Zahl der Todesopfer im Irak und kommt auf monatlich rund 15.000 Tote.


11.10.2006 Das Bundeskriminalamt berichtet, dass die Zahl der Kindesmisshandlungen zwischen 1996 und 2005 um 50% gestiegen sei. Bundesfamilienministerin U. von der Leyen sagte: "Der Staat muss sich auch besonders um die Kinder kümmern, die auf der Schattenseite des Lebens geboren werden." Nach Schätzungen des Kinderschutzbundes leben tausende Kinder in Deutschland in verwahrlosten Zuständen. Nach Angaben von Sozialarbeitern sollen allein in Hamburg, wo mehrere Fälle bekannt wurden, über 700 Kinder vernachlässigt werden. Die Bundesregierung plant nun Hilfsangebote für gestresste Eltern.
Quelle: stern

7.10.2006 DIE WHO hat weltweit häusliche Gewalt gegen analysiert. Frauen werden deutlich häufiger Opfer häuslicher Gewalt als Opfer von Fremden. In 10 Ländern wurden in ländlichen und städtischen Gebieten 24000 Frauen zw. 15 und 49 Jahren befragt. Nur an zwei Befragungsorten waren weniger als 25% der Frauen von Gewalt betroffen. An sechs Standorten waren bis zu drei Viertel aller Frauen von schwerwiegenden und wiederholten Angriffen betroffen. Die Unterschiede waren abhängig vom örtlichen Stellenwert der Frauen. Die WHO stellt fest, dass häusliche Gewalt enorme gesundheitliche Auswirkungen hat und eine massive Verletzung der Menschenrechte darstellt. Die Unterschiede in der Verbreitung häuslicher Gewalt zeigen, dass sie vermeidbar ist und Handlungsbedarf besteht. Strategien zur Vorbeugung und BEwältigung häuslicher Gewalt werden von der WHO weiter untersucht.
Quelle: The lancet


2.10.2006 Schwester Lea Ackermann über drei erschütternde Urteile in Deutschland - "tun, was in Sonntagsreden versprochen wird" Radio Vatikan

26.9.2006 Ärmere Kinder haben häufiger Essstörungen
Quelle: FR

26.9.2006 Die afghanische Frauenbeauftragte der Provinz Kandahar wurde auf dem Weg von ihrem Haus ins Büro erschossen.
Quelle: FR


25.9.2006 Die SchweizerInnen haben zu 70% bei einer Volksabstimmung den schärfsten Asyl- und Ausländergesetzen in Europa zugestimmt. Eine Verletzung der Flüchtlings- und Kinderschutzkonvention der UNO sehen kirchliche Hilfswerke, Flüchtlings- und Ausländerinitiativen darin.
Das Gesetz sieht vor, dass Anträge auf Asyl überhaupt nicht mehr bearbeitet werden, wenn der Antragssteller nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreise in die Schweiz einen Identitätsnachweis erbringt. Nur noch der gültige Reisepass oder Personalausweis gilt als Nachweis. Abgewiesene oder nach einem Verfahren abgelehnte Asylbewerber erhalten künftig keine Sozialhilfe oder andere Leistungen mehr. Verlassen sie die Schweiz nicht, können sie bis zu zwei Jahre und ohne weiteres Verfahren in Abschiebehaft gehalten werden.

Quelle: taz


23.9.2006 Zum Weltkindertag fand in Limburg eine Veranstaltung des Vereins "Gegen unseren Willen" statt: Wie Täter manipulieren
Quelle: Frankfurter Neue Presse


22.9.2006 Polnische Frauenhändler sollen Prostituierte gezwungen haben, Babys zu bekommen, um diese Kinder nach Deutschland zu verkaufen. Die Frauen-Hilfsorganisaton La Strada schloss laut Berichten der polnischen Presse nicht aus, dass manche der Babys auch in die Hände pädophiler Pornoproduzenten gelangt sein könnten: Aus Italien habe sie Signale erhalten, denen zufolge sich auch dort polnische Prostituierte zur "Züchtung von Kindern" für Porno-Filme befinden.
Quelle: FR

22.9.2006 Erstmals wurden in einer Shell-Jugendstudie auch religiöse Einstellungen erfragt. Ergebnisse: Es gibt - trotz Weltjugendtag - keine Hinwendung zum Christentum. 65% der Jugendlichen sagen, dass Kirchen keine Antworten auf ihre Fragen haben. Im Westen ist ein Trend zur "Religion light" zu bemerken. In diesem Glauben werden christliche und nichtchristliche Versatzstücke zusammengestellt. Im Osten hat ein allgemeiner Abschied von Glaube und Aberglaube stattgefunden. Nur 30 % glauben an einen persönlichen Gott, 19% an eine unpersönliche höhere Macht, 23% sind unsicher, 28% glauben weder an einen persönlichen Gott noch an eine höhere Macht. - Unter Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist der Glaube an einen persönlichen Gott zu 52% vorhanden.
Erkennbar ist, dass in den religionsfernen Gruppen die Familie und der Freundeskreis die Werte stützende Funktion übernimmt.


21.9.2006 Weltkindertag: Die Kinderarmut in Deutschland hat Rekordniveau erreicht: 2,5 Millionen Kinder leben in Armut.

21.9.2006 Bildung in Deutschland: Wir kümmern uns zu wenig um die Schwachen - Interview in der Süddeutschen mit Klaus Klemm, Bildungsforscher

21.9.2006 Einer von 100 Männern ist nach einer Studie pädophil. Jährlich werden etwa 16.000 Kinder sexuell missbraucht; die Dunkelziffer liegt nach Angaben von Wissenschaftlern bei ungefähr 60000. In der Berliner Charité, Institut für Sexualmedizin, gibt es nun ein Pilotprojekt für Pädophile. Seither haben 418 Männer dort um Hilfe gebeten; mit etwa 100 finden aktuell Therapien statt. Voraussetzung für die Therapie-Teilnahme ist die eigene Bereitschaft, sexuelle Übergriffe auf Kinder verhindern zu wollen. Befragungen unter 251 Hilfesuchenden ergaben, dass über die Hälfte bereits sexuelle Übergriffe begangen hat.
Quelle: taz


20.9.2006 Arte berichtet am 19.9.2006, dass in einem Gießener Gymnasium und in einer Gießener Privatschule christliche Fundamentalisten das lehren, was sie für biblische Schöpfungslehre halten statt der Evolutionstheorie. Die zuständige Ministerin Wolff will den Arte-Bericht abwarten, die Lehrer zu einer Stellungnahme auffordern und den Vorwürfen heute nachgehen.
Quelle: FR

Nachtrag: Die zuständige Ministerin entscheidet, dass Privatschulen das Recht haben, "zusätzliche Bildungsinhalte" in ihren Lehrplan aufzunehmen.

19.9.2006 In den USA wurde ein 64-Jähriger wegen Missbrauchs in zwei Fällen für schuldig befunden. Das Strafmaß steht noch aus. Die Behörden gehen davon aus, dass der Täter mehr als 100 Jungen in mehreren US-Staaten, in Mexiko und in Brasilien missbraucht hat.
Quelle: FR


15.9.2006 In Elmshorn wird der 59-jährige Mann der Chefin eines Kinderhortes des sexuellen Missbrauchs von Hortkindern verdächtigt. Ingrid Kohlschmitt von der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch "Wendepunkt" berichtet, dass in jedem 20. ihr bekannten Fall Erzieher und Trainer von Kinder- und Jugendeinrichtungen betroffen seien. 2003 waren es allein 15 von 300 Anzeigen. Sexueller Missbrauch in Institutionen sei noch weitgehend tabuisiert.
Quelle: Abendblatt


12.9.2006 Stephanie aus Dresden gelang nach 5 Wochen Martyrium die Flucht aus der Gewalt des Sexualverbrechers Mario. Nun will sie vor Gericht gegen ihn aussagen. 1992 bereits hatte die damalige Freundin Anzeige wegen der Gewalttätigkeit von M. erstattet. Der Staatsanwalt hatte das Verfahren eingestellt. Begründung, es bestehe "kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung".
Die beiden nächsten Freundinnen wurden nach eigener Aussage vergewaltigt, trauten sich jedoch nicht zur Polizei. Danach vergewaltigte M. eine 14-Jährige. Er kam zur Bewährung frei, wurde in der Bewährungszeit erneut straffällig.
Nach der Entführung von Stephanie erkennt die Staatsanwaltschaft ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung von M.
Quelle: Spiegel


12.9.2006 In Uganda sind die Rebellen der "Widerstandsarmee des Herrn" nach 20 Jahren bereit, die von ihnen verschleppten und oft sexuell missbrauchten Frauen und Kinder freizulassen. Die Rebellenarmee hat schätzungsweise 25.000 Kinder zu Kämpfern ausgebildet und sexuell missbraucht. Bis zu 3000 Kinder und Frauen sind derzeit noch in ihrer Gewalt.
Quelle: die standard.at

12.9.2006 In Kalifornien wurden 38 Männer festgenommen, die sich über Internet-Chaträume Sexkontakte zu Minderjährigen verschaffen wollten.  Die Polizei hatte in einer dreitägigen Aktion den Chat organisiert und die Männer in die Falle gelockt. Quelle: FR

12.9.2006 Hildegard Zumach wird 80. Sie ist die ehemalige Vorsitzende und Generalsekretärin der Evangelischen Frauenarbeit Deutschlands. Sie demonstrierte bereits vor Geschäften und Banken, bevor die 1978 begonnene Kampagne der Evangelischen Frauenarbeit "Kauft keine Früchte der Apartheit" gestartet wurde.

7.9.2006 Natascha Kampusch erklärte im ORF-Interview zum Selbstmord ihres Entführers: "Er hat sowohl mich als auch den Herrn, der ihn zum Bahnhof fuhr, und auch den Schnellbahnschaffner indirekt zu Mördern gemacht." So denken und fühlen Menschen, die über lange Zeit und/oder sehr früh Opfer von Gewalt wurden. Sie übernehmen die Verantwortung für das Tun der Täter.
Die Zeit schreibt über die Arbeit der Wiener Kinder- und Jugendanwaltschaft, die Frau Kampusch - wie jährlich weitere ca 4500 Kinder und Jugendliche - betreut: "Untypisch ist der Fall Kampusch, weil der Täter nicht aus dem Kreis der Familie kommt. Typisch ist er insofern, als 'Eltern ihre Kinder oft nicht als eigenständige Wesen begreifen, sondern als ihr Eigentum. Bei Freiheitsberaubung haben die oft nicht einmal ein schlechtes Gewissen.'
7.9.2006 George Bush hat die Existenz geheimer Gefängnisse zugegeben.


5.9.2006 Die Islamkritikerin Seyran Ates, Berlin, hat aus Angst ihre Zulassung als Rechtsanwältin zurückgegeben. Ihre politische Arbeit geht weiter.
Quelle: FR


2.9.2006 Ich bin wieder erreichbar - und danke allen Frauen aus der Mailingliste herzlich und ganz besonders Barbara und Nicole. Sie alle haben es miteinander möglich gemacht, dass die Liste auch in meiner Abwesenheit offen, wohlwollend und lebendig bleiben konnte. Das ist schon was ganz Besonderes :-)

12.5.2006 Ich bin derzeit wegen Krankheit nur begrenzt, und ab 2.7. bis voraussichtlich Ende August 2006 gar nicht erreichbar. Ich bitte um Verständnis und Geduld. Für die Bruchsaler Gruppe ist in dieser Zeit die Seelsorgerin Frau Gallinat-Schneider die Ansprechpartnerin. Ihr ein herzlicher Dank! Weitere Kontaktadressen s. unter Kontakt und Seelsorge bzw. Mailingliste.
Rika


16.6.2006 In Afrika werden Kinder zu Hause, in Schulen und öffentlichen Einrichtungen zu Opfern von körperlichem, emotionalem und sexuellem Missbrauch. Darüber informierte UNICEF zum Tag des afrikanischen Kinder. Sexuelle Gewalt an Kindern scheine sich immer rascher auszubreiten.

16.6.2006 Ausleseverfahren nach 4 Grundschuljahren macht SchülerInnen krank.
Quelle: Süddeutsche


13.6.2006 Der Kommandeur des Gefangenenlagers Guantanamo, Harry Harris, sprach davon, dass die Selbstmorde der drei seit vier Jahren ohne Rechte Inhaftierten "kein Akt der Verzweiflung, sondern der Kriegsführung" gegen die USA seien. So funktioniert Opferbeschuldigung.

10.6.2006
Gleichgültigkeit gegenüber der Folter: 1996 war Karaca in der Türkei zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ihm gelang die Flucht nach Deutschland. Er wurde als politischer Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt - das Verfahren vor dem türk. Staatssicherheitsgericht habe gegen rechtsstaatliche Grundsätze verstoßen; es sei durch Folter zustande gekommen. Im September 2005 hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt die Asylanerkennung bestätigt. Nun liegt ein Auslieferungsersuchen der Türkei vor, damit die lebenslange Haft - Folter vermutlich inclusive - fortgesetzt werden kann. Daraufhin kam Karaca in Auslieferungshaft in Weiterstadt. Begründung des OLG Frankfurt: Es bestehe die Gefahr, dass Karaca aus Angst vor Folter fliehen könne. In ca 2 Monaten ist mit der Entscheidung über die Auslieferung Karacas zu rechnen.
Das Folteropfer wird also zunächst als Flüchtling anerkannt, weil es gefoltert wurde. Und es gerät dann in Auslieferungshaft, WEIL es gefoltert wurde und dies nicht noch einmal erleben möchte.
Quelle: taz


9.6.2006 Das Verfahren gegen den Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs durch einen US-amerikanischen Priester kann nach der Entscheidung eines Bundesrichters in Portland, USA, fortgeführt werden. Der Vatikan hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt. In dem Fall geht es um einen 1970 verstorbenen Priester, der immer wieder an einen anderen Dienstort versetzt wurde, obwohl er zugab, ein Kinderschänder zu sein. Daher trage der Vatikan die Verantwortung für eine Reihe von Missbrauchsfällen, urteilte der Richter. Ob der Vatikan den Entscheid anfechten wird, war zunächst unklar.
Quelle: Radio Vatikan


9.6.2006 67 Verdächtige aus Spanien, Frankreich, Belgien, der Slowakei und den Niederlanden wurden bei einem internationalen Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet festgenommen. Unter den Verdächtigen seien auch mehrere Hochschullehrer.
Quelle: Yahoo


9.6.2006 In Diyarbakir, Türkei, sind 34 Kinder aus Heimen und Waisenhäusern einfach so verschwunden. Beim Überprüfen der Heimlisten wurde ihr Verschwinden festgestellt. Unter ihnen sind auch mehrere Kleinkinder von 2-3 Jahren. Mehmet Kaya, Mitarbeiter des Menschenrechtsausschusses der Provinzverwaltung von Diyarbakir, befürchtet, dass die Kinder Organhändlern in die Hände gefallen seien. Denkbar sei auch, dass sie entführt wurden, um als Bettler, Diebe oder Zwangsprostituierte missbraucht zu werden. Die Zustände in Kinderheimen der Türkei sind seit längerem Gegenstand der Kritik. Familienministerin Güldal Aksit berichtet, dass es in ihrem Amt innerhalb von 5 Jahren 478 Beschwerden wegen Misshandlungen in Heimen gab - die Behörden blieben in den meisten Fällen untätig.
Quelle: FR



8.6.2006 Laut Spiegel werden die zur WM erwarteten 40000 Zwangsprostituierten nicht kommen. 95% der Prostituierten, die ja längst in Deutschland leben, SIND Zwangsprostituierte. Mit zahlreichen Aktionen versuchen jetzt Vereine, Beratungsstellen und Kirchen, massiv auf die Freier einzuwirken. So soll unter anderem eine Broschüre der Kampagne "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution" Männer für das Thema sensibilisieren - in der Hoffnung, dass sie ihren Verdacht melden. Eine Betroffene im Spiegel-Bericht erzählt, dass sie bei ihrem Ausstieg zwar immer wieder ihre Kunden bat, ihr beim Ausstieg zu helfen. Die meisten hätten ihr zugehört - und seien danach nie wieder gekommen. - Auch ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass ausgerechnet Männer, die Frauen zu sexuellen Dienstleistungen kaufen, in Sachen Gerechtigkeit und Freiheit besonders hellhörig und einsatzbereit sein sollen.
Quelle: Spiegel
Die stellvertretende Leiterin der Prostituierten-Hilfsorganisation "Dortmunder Mitternachtsmission", Andrea Hitzke, hingegen berichtet:
"Wir haben die Erfahrung gemacht, dass zunehmend Kunden den Frauen heraushelfen wollen und auch bereit sind, das etwa als Zeugen vor Gericht zu unterstützen." (die standard.at)

7.6.2006 In Goslar zwang ein 16-Jähriger einen 14-Jährigen zu schmerzhaften sexuellen Handlungen. Zwei weitere Jugendliche filmten den Missbrauch, ein Vierter stellte die Filme ins Internet.
Quelle: Spiegel


6.6.2006 Die UNO-Sonderermittlerin Yakon Ertürk ging u.a. den 36 rätselhaften Selbstmorden junger Frauen in Batman/Türkei (40.000 EW) nach. Sie vermutet, dass die Frauen zum Selbstmord gedrängt wurden, nachdem die Strafen für Ehrenmorde erhöht worden waren.
Quelle: Spiegel


6.6.2006 "Erniedrigende und entwürdigende Behandlung" von Gefangenen sollten im neuen Feldhandbuch des US-Verteidigungsministeriums künftig nicht mehr verboten werden, berichtet die Los Angeles Times mit Berufung auf hochrangige US-Militärs.
Quelle: taz


5.6.2006 Nazir Afsal von der Londoner Staatsanwaltschaft berichtet, dass auf Flughäfen in Großbritannien öffentlich Zwangsprostituierte versteigert werden. Die Frauen, die auf diesen Sklavenauktionen an öffentlichen Plätzen gehandelt werden, kommen überwiegend aus Osteuropa. Käufer sind Bordellbesitzer.
Quelle: Yahoo


31.5.2006 Peter Piot, der Direktor des UN-Aidsbekämpfungsprogramms, berichtet, dass das Ziel, 80% der schwangeren Frauen mit Medikamenten zu versorgen, um die Ansteckung Neugeborener zu verhindern, nicht erreicht wurde. Bislang wurden nur 9% der Frauen mit Medikamenten versorgt. Weltweit haben nur 20% der Erkrankten Zugang zu Medikamenten.
Der Generalsekretär der UN, Annan, verwies vor dem Auftakt des UN-Gipfels auf eine andere erschreckende Tendenz der Epidemie: "Aids hat ein weibliches Gesicht." Mehr als 50 Prozent aller Aidskranken sind inzwischen Frauen, Opfer einer Kultur, die ihre Rechte mit Füßen tritt, so Piot: "Sexuelle Gewalt treibt die Epidemie an. Und solange wir die Kultur nicht stoppen, in der Frauen keinerlei Mitspracherecht über ihr sexuelles Leben haben, werden wir eine Aids-Epidemie haben."
An der Vorbereitung der anstehenden Konferenz beteiligten sich vor allem die betroffenen Länder - die Industrienationen hätten sich zurückhaltender gezeigt, berichtet Piot. Sie dächten wohl, die Konferenz sei nur für Arme.
Quelle: ARD

s.auch einen Artikel von Charlene Smith in Le monde diplomatique vom 14.10.2005

30.5.2006 Der Papst hat beim Besuch in Auschwitz formuliert: " Es war und ist eine Pflicht der Wahrheit, dem Recht derer gegenüber, die gelitten haben, eine Pflicht vor Gott, als Nachfolger von Johannes Paul II. und als Kind des deutschen Volkes hier zu stehen - als Sohn des Volkes, über das eine Schar von Verbrechern mit lügnerischen Versprechungen, mit der Verheißung der Größe, des Wiedererstehens der Ehre der Nation und ihrer Bedeutung, mit der Verheißung des Wohlergehens und auch mit Terror und Einschüchterung Macht gewonnen hatte, so dass unser Volk zum Instrument ihrer Wut des Zerstörens und des Herrschens gebraucht und missbraucht werden konnte. Ja, ich konnte unmöglich nicht hierher kommen...."
Der Text erweckt den Eindruck, als stünden den Deutschen die Täter der Shoah gegenüber. Ich habe gelernt, dass die Deutschen als Täter, Mitwisser und Mitläufer Beteiligte waren - und nicht etwa Opfer von im Übrigen unsichtbaren Tätern, die von wo auch immer "über das Volk" gekommen sein sollen. M.E. kamen sie mitten aus diesem Volk! Sicher gab es TäterInnen, die zuvor selbst Opfer des Nationalsozialismus waren. Nicht wenige unter ihnen aber haben mit innerer Zustimmung gefoltert und gemordet. Und auch wenn jemand zuvor Opfer des Nationalsozialismus war, darf sein Tätersein nicht geleugnet werden. Dies zu unterschlagen, halte ich für unmöglich. Der Papst fragte in seiner Rede, wo Gott gewesen ist. Diese Frage muss gestellt werden - aber sie ist zu verbinden mit der Frage, wo denn die Menschen, die Christen zumal, gewesen sind, als ihre jüdischen Geschwister fabrikmäßig ermordet wurden.


30.5.2006 In Bulgarien wurden 41 Personen festgenommen; gegen 75 Personen wird in Italien, Bulgarien, Deutschland und Österreich ermittelt. Der Vorwurf: Diese Personen haben hunderte von Kindern verarmter Familien ausgenutzt und u.a. als Diebe missbraucht. Die Kinder waren von ihren Familien verkauft worden. In Venedig wurde eine 13-Jährige aufgegriffen, die im 8. Monat schwanger war. Es gäbe Hinweise auf sexuellen Missbrauch - Ermittlern wurden Mädchen als Prostituierte angeboten. Die Festnahmen sind das Ergebnis zweijähriger Ermittlungen.
Quelle: Yahoo


27.5.2006 Christi Himmelfahrt ist Männertag, Tag der Verrohung FR

25.5.2006 Warren Mundine, Präsident der Labour-Partei Australiens, spricht davon, dass die sozialen Strukturen der Aborigine-Gemeinschaft zusammengebrochen seien. Bislang gültige soziale Normen gelten nicht mehr. Es konnt täglich zu Drogenmissbrauch undGewalt. Vergewaltigung von Frauen und sexueller Missbrauch werden als normal angesehen.
Quelle: ARD



23.5.2006 Ende Juni 2006 wird eine Festschrift zum 70. Geburtstag des ehemaligen Bischofs Kurt Krenn erscheinen. Titel: "Der Wahrheit verpflichtet".  Zur Erinnerung: Krenn war infolge eines öffentlich gewordenen Skandals um das Priesterseminar St. Pölten 2004 vom Vatikan "aus gesundheitlichen Gründen" abberufen worden. Im Priesterseminar St. Pölten, für das Krenn zuständig war, hatte es u.a. homosexuelle Beziehungen zwischen Seminarleitung und Seminaristen, also in Abhängigkeitsbeziehungen, gegeben.
22.5.2006 Bei einer Großrazzia gegen Kinderpornografie im Internet hat die Polizei Ba-Wü weltweit über 2200 Tatverdächtige ausfindig gemacht. 383 der Ermittelten leben in Deutschland. Sie sollen Bilder und Filme angeboten oder getauscht haben, in denen unter anderem zweijährige Kinder auf brutalste Weise sexuell missbraucht wurden.
Quelle: Yahoo

12.5.2006 Stalker wollen Macht und Kontrolle über das Opfer. Bundesjustizministerin stellt Kompromiss zum besseren Opferschutz vor.
ARD

10.5.2006 Am 26. August 2004 hatte der Landkreis Hameln-Pyrmont die schwangere Tshiana Nguya mit zwei Kindern im Alter von zehn und zwei Jahren in ihr Heimatland abgeschoben. Dort wurde sie nach Angaben des Niedersächsischen Flüchtlingsrates, der sich auf Angaben eines Pfarrers in Kongo beruft, in einem Militärcamp inhaftiert, geschlagen, gequält und mehrfach vergewaltigt. Bei der Geburt ihres Kindes am 7. Dezember 2004 sei die 33-Jährige an den Folgen der Misshandlungen gestorben. Auch der Säugling habe nicht überlebt.
Der Flüchtlingsrat und andere fordern einen Abschiebestopp für den Kongo.
Quelle: FR


10.5.2006: Diskussion über Schule in Zeiten der Gewalt: UNI-Formen statt RE-Formen.

10.5.2006 Bis zu 15 Millionen Geringverdiener, Arbeitslose und kleine Selbstständige müssen sich nach Einschätzung des Sozialverbands Deutschland darauf einstellen, auch im Alter in Armut zu leben. Weil sie geringe oder keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlten und keinen Spielraum zum privaten Sparen hätten, sei Altersarmut für sie programmiert, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer.
Quelle: taz


8.5.2006 Der frühere Chef der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, hat nach einem Spiegelbericht in bisher nicht bekanntem Ausmaß mit dem Nazi-Regime kollaboriert. Abs war Aufsichtsratschef der Mechanik GmbH Rochlitz, die ab Herbst 1944 in der Nähe von Leipzig bislang unbekannte KZ-Außenlager betrieb. Der Historiker Christopher Koppel ist sicher, dass Abs von diesen KZs gewusst haben müsse.
Quelle: FR

7.5.2006 In Südafrika demonstrierten rund 10.000 Menschen für den der Vergewaltigung Angeklagten Jacon Zuma, früherer Vize-Präsident und Freiheitskämpfer. Er wird verdächtigt, eine Freundin der Familie vergewaltigt zu haben. Die Frau ist HIV-positiv und Aids-Aktivistin. Der Mann, der als Leiter des nationalen Aidsrates einst Millionen Menschen Abstinenz und Kondomgebrauch predigte, musste zugeben, mit einer HIV-positiven Frau ohne jeglichen Schutz Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Er bestritt jedoch, sie zum Sex gezwungen zu haben. Auf die Frage, ob er keine Angst vor einer Ansteckung hatte, antwortete Zuma, er habe nach dem Geschlechtsverkehr geduscht.
Frauenrechtlerinnen in Südafrika weisen darauf hin, dass in Südafrika Vergewaltigungen im Familien- und Bekanntenkreis als Privatsache gelten, so zeige nur jede 9. Betroffene eine Vergewaltigung auch an. Die AktivistInnen schätzen, dass in Südafrika jährlich fast eine halbe Million Frauen vergewaltigt werden. Die offizielle Statistik geht von 55000 Opfern jährlich aus.
Quelle: ARD


3.5.2006 Nach Angaben des Landespräventionsrates NRW sind Ältere in einem oft unbekannten Maß Opfer von Gewalt. "Schätzungen gehen davon aus, dass in der Altersgruppe der 60- und 75-Jährigen zirka 340.000 Personen mindestens einmal im Jahr körperliche Gewalt erleiden - in Pflegeheimen, Krankenhäusern und zu Hause". Gewalt gegen ältere Menschen sei vielfältig und finde sehr häufig hinter verschlossenen Türen statt. Meist gehören die eigenen Familienmitglieder oder das Pflegepersonal zum TäterInnenkreis.
Quelle: FR


2.5.2006 Weltweit gingen am 1. Mai Hunderttausende gegen hohe Arbeitslosigkeit, wachsende Inflation und niedrige Mindestlöhne auf die Straße. In Rostock protestierten Menschen gegen Rechts.
Quelle: taz


29.4.2006 Außenminister Frank-Walter Steinmeier fährt am Montag nach Chile. Er wird über wirtschaftliche Zusammenarbeit sprechen. Um die Colonia Dignidad, eine Deutschensiedlung, in der Mitglieder und Regimegegner gefoltert und u.a. sexuell missbraucht wurden, wird es jedoch nicht gehen. Beide Regierungen haben ein Interesse daran, dieses Thema zu beschweigen. Die taz erinnert dankenswerter Weise daran.
Siehe auch: Gefangen in der Colonia Dignidad - Efrain Vedder

29.4.2006 Arbeitslose, Alleinerziehende und GeringverdienerInnen verlieren mit dem geplanten Elterngeld die Hälfte ihres heutigen Erziehungsgeldes, berichtet die taz. Laut Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sind etwa 100.000 Kinder und ihre Eltern davon betroffen. Weitere 100.000 kämen hinzu, wenn auch das erste Jahr Elterngeld vom Arbeitslosengeld II abgezogen würde. Markus Kurth, Grünen-Fraktion, bringt es auf den Punkt: "Die Regierung betreibt damit Bevölkerungspolitik: Den armen Menschen soll das Leben sauer gemacht werden, die Reichen sollen sich fortpflanzen."


28.4.2006 In den USA setzt sich die erwartbare Erkenntnis durch, dass der Irak zum Brutkasten des Terrorismus geworden ist. Ob die USA ihre eigene Rolle beim Erstarken des Terrorismus wahrnehmen werden und die Konsequenzen ziehen, bleibt abzuwarten. Das Säbelrasseln gegenüber dem Iran - mal lauter, mal leiser - weckt keine Hoffnungen. Der Irak-Krieg mit den Toten und Traumatisierten wird vermutlich nicht bilanziert werden.

28.4.2006 Im allgemeinen Lamento über die demographische Entwicklung in Deutschland wird der Wert der Familie betont; nicht selten auf Kosten der Frauen. Und nebenbei wird übersehen, für wie viele Menschen die Familie eben nicht Heimat ist, sondern Ort fortgesetzten Terrors.

27.4.2006 Aus dem Untersuchungsbericht des CIA-Ausschusses des Europaparlamentes geht hervor, dass es mehr als 1000 CIA-Flüge in Europa gegeben habe, ohne dass die Regierungen sich dafür interessiert hätten. Die CIA sei "klar verantwortlich für Entführungen und Festnahmen mutmaßlicher Terroristen auf dem Territorium der EU".
Quelle: taz


27.4.2006 Wer vor Gewalt, Krieg oder Bedrohung durch bewaffnete Gruppen flieht, fällt nur dann in den Geltungsbereich der Internationalen Genfer Flüchtlingskonvention, wenn es ihm oder ihr gelingt, die Landesgrenze zu überschreiten. Dann gehört er oder sie nicht mehr zu den weltweit 25 000 000 "intern Vertriebenen" - für die ist nämlich niemand zuständig. Dies berichten die Journalistin Michaela Ludwig und Terre-des-hommes-Referent Andreas Rister in ihrer Studie "Vertreibung von Kindern verhindern!"
Quelle: taz


27.4.2006 Vor 4 Jahren hat in einer Erfurter Schule ein Schüler 16 Menschen getötet. Damals war die Republik geschockt, es wurden wie immer nach solchen Ereignissen Verbesserungen angekündigt. Fakt ist: die 16 zusätzlich angestellten Schulpsychologen wurden nach 18 Monaten wieder entlassen; Gelder für Schulentwicklung oder Programme für Gewalt- und Drogenprävention werden zusammengestrichten. Von den 70 Empfehlungen einer Enquete-Kommission, die "nach Erfurt" eingerichtet wurde, sind die meisten nicht umgesetzt worden. Dies kritisierte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Hans-Jürgen Döring.
Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus, sagte, aus dem Massaker seien keine Lehren gezogen worden und es sei bei schönen Absichtserklärungen belassen worden. Stattdessen werde Aktionismus betrieben, der nichts koste, aber auch auch nichts bringe. Bei konstenintensiven Präventions-Maßnahmen - mehr Personal, Verkleinerung der Klassen - stelle sich die Politik taub.
Quelle: Spiegel


27.4.2006 Die Zahl der rechtsextremen Gewalttaten in Deutschland stieg 2005 um ca 23%. Das BKA registrierte 958 Gewalttaten.
Quelle: viele

26.4.2006 Das Thema sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg wird nach wie vor taubisiert. In der Bonner Ausstellung "Flucht, Vertreibung, Integration" kommt es nur am Rande vor. Die Frauenrechtsorganisation Medica Mondiale wirft dem Haus der Geschichte der BRD, das die Ausstellung organisierte vor, das Thema "schlicht totgeschwiegen" zu haben.
mehr in der FR

26.4.2006 Bei einer Großrazzia gegen Prostitution und Menschenhandel wurden 55 Wohnungen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz durchsucht. Als mutmaßlicher Drahtzieher wurde ein 54-jähriger Mann aus Mittelhessen, Mücke, festgenommen wegen Verdachts des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Er hat Wohnungen an Prostituierte vermietet. Die Wohnungen befanden sich in Frankfurt/Main, Wiesbaden, Mainz und Rastatt.
Quelle: Yahoo

24.4.2006 Katja Irle schreibt in der FR über eine in Verlierer und Gewinner geteilte Gesellschaft und Schule: "Das Ziel muss ein anderes sein: Eine Gesellschaft, die künftig mehr denn je auf Vorsprung durch Wissen und Bildung setzen wird, muss das Potenzial aller Schüler im Blick haben - das der bildungsnahen Klientel ebenso wie das der Migranten-Schüler von Rütli und Co. Denn wenn selbst die Schule in Parallelwelten verharrt, dann bleibt für den Traum vom friedlichen Zusammenleben der Kulturen wenig Hoffnung." Kommentar: So ist es.

20.4.2006 Derzeit wird wieder einmal um das Familienbild gekämpft. Weil Erziehungsgeld daran gebunden werden soll, dass Väter sage und schreibe ganze 2 Monate ihren Nachwuchs versorgen sollen, sind sie (und einige Frauen) in heller Aufregung.

20.4.2006 In Potsdam ringt ein 37-jähriger Deutsch-Äthiopier weiterhin mit dem Tod, nachdem er von vermutlich Rechtsradikalen niedergeschlagen wurde. Politiker verkünden ihr Entsetzen, ihren Abscheu und ihre Empörung über dieses Verbrechen. Gleichzeitig jedoch laufen bislang finanzierte Projekte im Kampf gegen Rechts zum Jahresende aus. Die weitere Finanzierung ist unsicher. Da bleibt die Frage, was vollmundige Erklärungen wert sind.

20.4.2006 In Nordrhein-Westfalen wurde die Polizei 2005 fast 18 000 mal wegen häuslicher Gewalt zu Hilfe gerufen. In 8066 Fällen gab es 10-tägigen Wohnungsverweis. In 14998 Fällen ging es um Körperverletzungen, in 2435 Fällen um Bedrohungen; 175 mal um secuelle Nötigung und Vergewaltigung.
Quelle: FR


20.4.2006 Eine Studie des Dortmunder Forschungsinstituts mct ergab, dass mehr als die Hälfte der Jugendlichen das Thema "Gewalt unter Jugendlichen" in den Zeitungen vermisst. "In gewaltigem Ausmaß" seien die Jugendlichen von Gewalt an Schulen betroffen. 42% der 5400 befragten Schüler gaben an, sie seien schon einmal von einem Jugendlichen angegriffen worden.
Quelle: FR


19.4.2006 Ein taz-Kommentar zu Tschernobyl beginnt mit dem Satz. "Die Würde der Opfer verlangt Aufrichtigkeit. Doch 20 Jahre nach der Reaktorexplosion wird mit den Toten von Tschernobyl jongliert, als ginge es um die Ziehung der Lottozahlen. 4.000, 9.000, 100.000 - oder darf's ein bisschen mehr sein: über eine Million?"
Quelle und mehr: taz


19.4.2006 Richard Agyepong (29), Student aus Ghana hat 5 Regeln zum Überleben in Deutschland:
1. Gehe niemals in die Nähe eines Stadions
2. Gehe einfach weiter, wenn dich jemand anpöbelt
3. Gehe abends niemals alleine aus dem Haus
4. Gehe nirgendwo hin, ohne dich vorher zu informieren
5. Gehe niemals in Gegenden, wo du dich verlaufen könntest.
Der 37-jährige Deutsche aus Äthiopien, der am Sonntag in Potsdam lebensgefährlich verletzt wurde, liegt weiter im Koma.
Quelle: taz


19.4.2006 Entgegen der veröffentlichten Meinung ist Schülergewalt nicht nur ein Probelm ausländischer Jugendlicher. "Wenn mir eins der Weiber dumm kommt, haue ich zu". Spiegel

19.4.2006 Der mutmaßliche Dutroux-Komplize, Michel Nihoul, soll nach knapp zwei Jahren im Gefängnis vorzeitig entlassen werden. Der zuständige Ausschuss stimmte zu. Eine Begründung für die vorzeitige Entlassung ist nicht bekannt.
Quelle: ARD

19.4.2006 Hochrangige Generäle der US-Armee haben den Rücktritt von Verteidigungsminister Rumsfeld gefordert. Nach Rückendeckung durch G. Bush sagte Rumsfeld, er sei stolz auf seine vor fünf Jahren begonnene Amtszeit, in der er das Pentagon durch die Kriege in Afghanistan und im Irak geführt habe.
Quelle: ARD


6.4.2006 Der hessische Landeswohlfahrtsverband LWV hat sein "tiefstes Bedauern" über Gewalt in Erziehungsanstalten der Nachkriegszeit gegenüber den ehemaligen Heimkindern ausgesprochen, die bis in die 70er Jahre hinein misshandelt wurden. "Die Bitte um Entschuldigung hat für die BEtroffenen eine große Bedeutung", sagte der Leiter der Anlaufstelle des Vereins, Michael-Peter Schiltsky. Denn jahrzehntelang sei ihnen nicht geglaubt worden, wenn sie von ihren Erlebnissen in den Erziehungsanstalten berichtet hätten. "Das macht einen verrückt." Der nächste Schritt sei die Organisation ganz konkreter Unterstützung.
Quelle: FR

4.4.2006 Eine Welt ohne Armut ist möglich - Die Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Porto Allegre
mehr in der FR

22.3.2006 Sergio Dante kämpfte für die Aufklärung der Frauenmorde von Juárez, Mexiko. Am 25.1.2006 wurde er erschossen.
Mehr:
FR

20.3.2006 Heute vor drei Jahren haben die USA den Irak angegriffen. Das Ziel war, Saddam Hussein zu stürzen und dem Irak Demokratie zu bringen. Heute spricht der frühere irakische Ministerpräsident Ijad Allawi von Bürgerkrieg.

20.3.2006 Monira Rahmann, Bangladesch, Gründerin der Menschenrechtsorganisation "Acid Survivors Foundation", die sich für Opfer von Säureattentaten einsetzt, erhält den Menschenrechtspreis von Amnesty International Deutschland.

18.3.2006 Säureattentate in Bangladesh: Das verlorene Gesicht
FR

15.3.2006 Auf den Tipp einer Mutter hin beschlagnahmt die Polizei an einer Schule im Allgäu bei Kindern zahlreiche Handys mit Horrorvideos. Kein Einzelfall.
mehr:
Süddeutsche (Vorsicht! Triggergefahr!)

12.3.2006 Ein ungesühntes Kriegsverbrechen: Der Täter wird von einer Mauer des Schweigens geschützt
Quelle: ARD (Vorsicht! Triggergefahr!)

11.3.2006 Tom Fox ist tot. Er wurde vor seiner Erschießung gefoltert. Er gehörte zu einer Gruppe von Friedensaktivisten im Irak.
Quelle: Spiegel

8.3.2006 Internationaler Frauentag. Gewalt, vor allem die hier bei uns und die im Nahbereich, ist nur ausnahmsweise ein Thema in diesem Jahr. Deswegen erinnere ich an die erste repräsentative Studie des Bundesfamilienministeriums über "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland" (2004) Kurzfassung: 37% aller Frauen in D. erleben zw. 16 und 80 körperliche Gewalt.
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=20424.html

Initiative zur WM gegen Zwangsprostitution: ARD

4.3.2006 Kollektive Verdrängungen bei Frühschwangerschaften ähneln der psychogenen Amnesie nach Vergewaltigungen.
mehr

4.3.2005 Die USA haben von 300 der über 500 Gefangenen auf Guantanamo die Namen bekanntgegeben. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass die Bekanntheit des Namens ein Schutz vor Folter sein kann.
Quelle: viele

3.3.2006 Der Landeswohlfahrtsverband Hessen hat die systematische Misshandlung von Heimkindern in seinen Heimen vor allem in den 50er und 60er Jahren und bis in die 70er Jahre hinein bestätigt. Er bedauere, dass Kinder und Jugendliche Gewalt ausgesetzt waren. Betroffen waren Kinder in Heimen in Biedenkopf, Wabern, Guxhagen, Idstein. Auslöser für die Entschuldigung ist das Buch "Schläge im Namen des Herrn" von Peter Wensierski. Bereits vor 2 Jahren hatte eine Selbsthilfegruppe misshandelter Kinder Vorwürfe erhoben. Inzwischen hat ein LWV-Sprecher die Schilderungen auf Nachfrage bestätigt.
Quelle: Frankfurter Rundschau


2.3.2006 In einem Interview der taz berichtet Roger Willemsen über sein Buch, das die GEspräche mit 5 Opfern von Guantanamo enthält. Zitate daraus:
Bei meinen Gesprächspartnern haben wir es mit Opfern zu tun, und dazu gehört nach unserem Rechtsverständnis essenziell: Opfer müssen gehört werden. Das folgt allein schon aus der klassischen Maxime für Gerichtsverfahren: "Altera pars audiatur" - man möge die andere Seite hören. Außerdem haben diese Menschen genau das, was allen Berichten bislang fehlt, nämlich die eigene Anschauung. Wir haben kaum jüngere journalistischen Berichte, die aus erster Hand das Innenleben des Lagers dokumentieren. Wir haben keine medizinischen Berichte, weil das Rote Kreuz nichts sagt. Wir haben keine politischen Berichte. Die Mindestvoraussetzung, um Guantánamo diskutieren zu können, besteht doch darin, den Menschen zuzuhören, die davon betroffen waren. Das ist Basisarbeit...... Der Zweck solcher Anstrengungen muss sein, Guantánamo erfahrbar zu machen, so schwer das auch ist. Es hat längst etwas Mythisches und ist umwabert von Gerüchten. Dem gegenüber muss man erst einmal Fakten schaffen, sosehr sich dieses Lager auch der Vorstellbarkeit entzieht. Ihre Frage würde man in keinem anderen Fall stellen. Bei jedem Zirkusbesuch würde man sagen, man sollte lieber da gewesen sein, wenn man über ihn schreibt....Es ging ja vor allem darum, meine Gesprächspartner wieder in den Besitz ihrer eigenen Erfahrungen zu bringen.

24.2.2006 Immer, wenn die Polizei hinschaut, kommt es zu Festnahmen wegen Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. Zuletzt kam es in der Operation Azahar, die von Spanien initiiert wurde, zur Festnahme von 108 Verdächtigen in 19 Ländern. Mehr als 10.000 Fotos von missbrauchten Minderjährigen wurden entdeckt. Auf den Fotos sind Kinder unter 15 Jahren zu sehen.
Quelle: Spiegel


22.2.2006 Die Kinder der Armen haben in Deutschland systematisch weniger Bildungschancen als die Kinder der Reichen. Zuwanderer und sozial (=finanziell) Schwache sind benachteiligt, sagte der Sonderberichterstatter der UN für das Recht auf Bildung, Vernor Munoz Villalobos

22.2.2006 Aus dem Leben ehemaliger Heimkinder - Regina Eppert: "diese ereignisse kann man sein leben lang nicht vergessen, schon eine kleinigkeit im alltag kann die erinnerung wach rufen."
mehr

20.2.2006 Leben in ständiger Angst vor Gewalt - wohnunglose Männer und Frauen sind Opfer und Täter - und die Gesellschaft schaut meistens weg - Werena Rosenke in der FR
Quelle: FR

19.2.2006 In Italien erhielt ein 40-jähriger Stiefvater, der seine 14-jährige Stieftochter missbraucht hat, vom Kassationsgericht Strafmilderung. Begründung: Sexuelle Gewalt sei weniger schwer wiegend, wenn das Opfer vorher schon sexuelle Erfahrungen hatte.
Quelle: tagesschau


18.2.2006 Harald Wixforth, Klaus Dietmar Henke, Johannes Bähr und Dieter Ziegler legten ihre Studie zur NS-Vergangenheit der Dresdner Bank vor. Danach war die Dresdner Bank an der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden und Jüdinnen wesentlich stärker beteiligt als bislang zugegeben. "Vertrauensbank der SS" nennt sie die Studie.
Quelle: tagesschau


18.2.2006 D. Rumsfeld sagt zu Guantanamo, was alle Gewalttäter und die sie Unterstützenden allerorten sagen: "Es gibt keine Folter, es gibt keine Misshandlungen." Zudem kündigte Rumsfeld eine neue Medienstrategie für den Kampf  gegen Terrorismus an. 'Das Terrornetzwerk Al Kaida sei ebenfalls geschickt bei der Manipulation der Medien, sagte der Minister, "aber die Wahrheit ist auf unserer Seite".'
Quelle: Yahoo

15.2.2006 Eine britische Studie über den Iran-Konflikt. Spiegel

12.2.2006 Verwundet an Seele und Leib - Kindersoldaten mehr

12.2.2006 Peter Wensirski in der ZEIT über das Leben der Heimkinder in konfessionellen Kinderheimen und das Ende ihres Schweigens und ihre Suche nach Gerechtigkeit

30.1.2006 Die UN-Nachrichtenagentur hat einen Bildband "Gebrochene Körper - zerbrochene Träume" herausgebracht. Dort werden Gewaltformen gegen Frauen mit Texten und Fotografien gezeigt. Gewaltopfer kommen zu Wort. Die UNO schätzt, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben geschlagen oder vergewaltigt wird. Rund 25% der Mädchen und 8% der Jungen werden weltweit Opfer von Kindesmissbrauch. Sowas nennt man eine Pandemie.
Quelle: http://www.irinnews.org/broken-bodies/default.asp

30.1.2006 In der allgemeinen Informationsflut geht unter, was Michel Chossudovsky benennt: Die Gefahr eines Atomkrieges gegen den Iran.
mehr bei Freitag 04

30.1.2006 Die USA haben eingeräumt, dass US-Soldaten im Irak die Ehefrauen von zwei mutmaßlichen Aufständischen festgenommen haben, um ihre Männer unter Druck zu setzen. Das nennt man SIppenhaft.
Quelle: FR

28.1.2006
In Spanien wurde ein internationaler Pädophilen-Ring zerschlagen, dessen Mitglieder über Internet weltweit Kinderpornografie austauschten. Auch in Deutschland gab es Festnahmen. Die Fahnder stellten äußerst brutale Aufnahmen/videos sicher, darunter Bilder missbrauchter Babys. Weltweit wurden 60 Online-Communitys geschlossen.
In Spanien hat ein Experte für häusliche Gewalt seine Ex-Freundin ermordet. Seit Jahresbeginn wurden in Spanien 9 Frauen von ihren Lebensgefährten oder Ex-Männern ermordet.
In Hamburg wird gegen einen Erzieher einer Kita wegen sexuellen Missbrauchs an zwei 3-6- jährigen Kindern ermittelt.
Quelle: Yahoo

19.1.2006 Eine Studie von Human Rights Watch wirft den USA vor, Misshandlungen und Folter systematisch einzusetzen. Diese Folterpraktiken seien eine bewusste politische Entscheidung und nicht Missgeschicke einiger rangniedriger Soldaten.
Quelle: taz, FR

19.1.2006  24% der Deutschen wurden als Kind häufig oder manchmal von ihren Eltern geschlagen, ermittelte eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern.

12.1.2006 In Bangladesh werden jährlich ca 400 Frauen und Mädchen Opfer von Säureanschlägen. Monira Rahman ist Leiterin der "Acid Survivors Foundation", die eines der modernsten Krankenhäuser für Säureopfer in Bangladesch betreibt. Rahman sagte den Mädchen, sie müssten sich nicht hinter Schleiern verstecken, weil ihre zerstörten Gesichter keine Schande, sondern eine Anklage sind. Im März erhält Frau Rahman in Berlin den Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International.
Quelle: Süddeutsche

12.1.2006 Bei einer Großrazzia gegen einen internationalen Kinderporno-Ring wurden die Wohnungen von 111 Mitgliedern einer Internet-Group aus Deutschland durchsucht, die Kinderpornografie in Umlauf brachten. 22 Verdächtige waren direkt geständig. In den fünf Tagen des Bestehens der Internetgroup im Okt. 2004 meldeten sich fast 1500 Mitglieder an.
Quelle: Yahoo

10.1.2006 Die FR schreibt über Susanne Osthoffs Auftritt bei Beckmann im ARD-Talk: "Dass die Befragte zwar nicht druckreif, aber zusammenhängend und plausibel ihre Erfahrungen schilderte, wirft nachträglich auch einen Schatten auf die Entscheidung des ZDF, das Interview [von vor 14 Tagen] mit der damals offenbar noch Traumatisierten auszustrahlen." Entweder diese Formulierung ist schlicht schlampig oder - wahrscheinlicher - in völliger Unkenntnis über Traumatisierung geschrieben. Ein Trauma, durch 21-tägige Todesbedrohung hervorgerufen, ist nun mal kein grippaler Infekt, der nach 3 Wochen - bitteschön - doch überwunden sein müsste. Dass S. Osthoff traumatisiert wurde, davon ist mit einiger Wahrscheinlichkeit auszugehen. Ihre Reaktionen sprechen dafür. Dass die Presse einen solchen Menschen nicht schützt, spricht gegen die Presse - auch dann, wenn S. Osthoff selbst ein Interesse an den Interviews hatte. R.

7.1.2005 Im Spiegel steht ein Artikel über die Traumatisierung der Erdbebenopfer von Kaschmir. Hilfe ist nicht in Sicht. Vorsicht: Triggergefahr.

6.1.2006 Die hessische SPD-Frauenpolitikerin Ulli Nissen rechnet damit, dass allein in Frankfurt/Main mindestens 4000 Frauen Opfer von Zwangsprositutuion anlässlich der Fußballweltmeisterschaft werden. Bundesweit wird nach vorläufigen Schätzungen des Deutschen Städtetages an allen Austragungsorten der WM mit mehr als 30 000 Frauen als Opfer von Zwangsprostitution gerechnet. Bislang hat der Deutsche Fußballbund kein Interesse gezeigt, seinen Einfluss zugunsten der Opfer von Zwangsprostitution geltend zu machen. Ein offener Brief des Dt. Frauenrates wurde ablehnend beschieden. Lediglich der Torhüter Jens Lehmann hatte auf die Anfrage reagiert und seine Hilfe angeboten. Er zog seine Zusage jedoch inzwischen zurück. "Ich habe das Gefühl, dass der DFB den Spielern einen Maulkorb verpasst hat", kommentierte Nissen.
Quelle: Yahoo

3.1.2006 Hessens Polizei verzeichnet einen Anstieg von Fällen häuslicher Gerwalt. 2004 kam in Hessen 5573 mal die Polizei wegen häuslicher Gewalt, das ist ein Plus von 7,2% gegenüber dem Vorjahr. 4809 Kinder waren direkt oder indirekt betroffen. In 90,5% der Fälle waren Männer die Täter. Die Erhöhung der angezeigten Zahlen ist auf die Anzeigepflicht der Polizei zurückzuführen. Die polizeiliche Anzeigepflicht entlastet die Opfer. Nun ist es nämlich nicht mehr wie bislang möglich, dass Opfer unter dem Druck des Partners eine Anzeige zurücknehmen.
Quelle: FR

2.1.2006 Der tschechische Ombudsmann Otakar Motejl geht 55-58 Fällen von illegalen Sterilisierungen von Frauen nach. Die Klagen von insgesamt 80 Frauen beziehen sich auf einen Zeitraum von 30 Jahren. Im Nov. 2005 hatte eine 22-Jährige wegen ihrer Sterilisierung ohne vorherige Zustimmung mit 18 Jahren vor Gericht Recht erhalten. Die klagenden Frauen sind Roma-Angehörige.
Quelle: Die standard

Zum Neuen Jahr
"Die Sehnsucht der Armen hast du vernommen, JHWH, hast gestärkt ihre Herzen, hast zu ihnen gewendet dein Ohr. Den Waisen und den Bedrückten schaffst du Recht, nimmermehr soll schrecken der Mensch, der geschaffen aus Erde." (Ps 10,17-18)
Uns allen wünsche ich Kraft, Mut und Zuversicht an den zu erwartenden schwierigen Tagen und Freude an den guten Tagen. Ich danke herzlich für die gegenseitige Unterstützung in Forum und Mailingliste und wünsche uns, dass wir jeweils den ein oder anderen vertrauenswürdigen Menschen finden und ihm Vertrauen entgegenbringen können. A. bringt die Wünsche ins Bild. Danke!
Schalom und liebe Grüße!
Rika




Zur Startseite
Mailen Sie Diese Seite gehört zu http://www.gottes-suche.de Seitenanfang