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31.12.2006
Die Presse nährt das
Trugbild, man könne Traumatisierungen unbeschadet überstehen
- Natascha Kampusch
Quelle: taz
23.12.2006 In
Niedersachsen starb
ein einjähriges Kind an Flüssigkeitsmangel. Eine
Heilpraktikerin hatte den Eltern geraten, die Stillzeit zu
vekürzen. Es wird gegen Eltern und Heilpraktikerin ermittelt.
Quelle: Spiegel
22.10.2006 In
Regensburg wurden die
Leichen von neugeborenen Zwillingen gefunden. Zunächst war
Vernachlässigung als Todesursache vermutet worden. Die
Ermittlungenlaufen. In Berlin-Pankow wurden Zwillinge
aus der elterlichen Obhut befreit - wegen Verwahrlosung.
22.12.2006
In
Bayern
wurde ein
62-jähriger Lehrer als Vertretungslehrer an drei Schulen
eingestellt, obwohl er vor 15 Jahren ein gerichtliches Berufsverbot
wegen Kindesmissbrauch erhalten hat. Die Behörde verließ
sich auf seine Aussage, er sei nicht vorbestraft, verlangte ein
Führungszeugnis, kontrollierte den Eingang jedoch nicht.
Quelle: Spiegel
18.12.2006
Jede Woche werden in Deutschland drei Kinder von ihren Eltern
getötet.
Die Zahl der misshandelten Kinder stieg seit 1996 um 50%. Experten
schätzen, dass weniger als ein Zehntel der Misshandlungen
überhaupt
entdeckt und gemeldet werden. Die höhere Meldequote von
Kindesmisshandlungen ist einer besseren Wahrnehmung zu verdanken. So
berichtet die taz. Sie berichtet weiter, dass Angela Merkel in einer
Fernsehshow gesagt habe, es habe in diesem Jahr in Deutschland
"unglaublich schockierende Fälle von Kindesmisshandlung gegeben".
Sie
sehe eine Spaltung der Gesellschaft "in Menschen, die ein Herz für
Kinder haben auf der einen, und Kinder, die es unglaublich schwer haben
auf der anderen Seite".
Kommentar: Der
Sprachgebrauch von Frau Merkel ist erhellend. Wenn Kinder liebevoll
behandelt werden, haben sie Eltern. Werden sie jedoch misshandelt oder
getötet, dann gibt es nur noch "Kinder, die es unglaublich schwer
haben". Es sieht so aus, als sei es undenkbar und dann auch nicht zur
Sprache zu bringen, dass es Eltern oder sonstige Erwachsene geben soll,
die Kinder misshandeln oder töten. Wie um Himmels willen sollen
misshandelte Kinder Hilfe finden, wenn in der Erwachsenenwelt Eltern
als TäterIn nicht denkbar und nicht benennbar sind?!
17.12.2006
Das Kinder- und Jugendhilfesystem steht vor dem Kollaps, zu viele
Jugendämter litten unter finanzieller Auszehrung. Mehr Personal
sei nötig. Das sagte der Präsident des Deutschen
Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, der 'Welt am Sonntag'.
Quelle: yahoo
16.12.2006
In der heutigen Ausgabe der Frankfurter Rundschau wird auf S. 7 ein
obszönes Bild gedruckt. Es zeigt den Erzbischof Juan Barros Madrid
am Sarg des chilenischen Ex-Diktators Pinochet.
Lesen Sie dazu auch einen Brief von Isabel Lipthay an den Diktator (Vorsicht.
Triggergefahr). Ihr Wunsch, dass sie und andere Getötete und
Gefolterte eine Antwort auf ihre Leiden bekommen werden, wird sich
nicht mehr erfüllen.
12.12.2006 Zur Situation der
Kinder in der Welt 2007 - Der Unicef-Jahresbericht
11.12.2006
Augusto Pinochet starb im Kreis seiner Familie. Das war den 3.179
Menschen (offizielle Zahl), die er hinrichten oder verschwinden
ließ,
nicht vergönnt. 28.000 Menschen ließ er verhaften und
foltern. Zur
Rechenschaft wurde er nie gezogen.
8.12.2006
"Verzweiflung lässt
sich nicht verbieten", schreibt die taz zur allfälligen Diskussion
um Gewaltspiele. Und: "Wer Gewaltspiele verbieten will, verwechselt
Krankheit mit Symptom."
Der Jugendgewalt-Experte Adolf Gallwitz formuliert: "Ganz
klar:
Die
Anforderungen sind
enorm gestiegen, gleichzeitig werden die Zukunftsperspektiven
schlechter. Dadurch steigen die Versagensängste der Kinder, und
auch die Lehrer sind überfordert. Je höher der Leistungsdruck
in den Klassenzimmern, desto rauer der Ton auf den Schulhöfen."
Quelle: taz
4.12.2006 Sexuelle
Übergriffe
durch Jugendliche sind keine Seltenheit.
Zartbitter
1.12.2006
Eine Studie des britischen Kinderhilfswerks "Save the children" hat im
Mai 2006 ergeben, dass von 300 befragten Menschen in Haiti und Liberia
50% der Mädchen von 8-18 Jahren berichteten, von UN-Abgesandten
sexuell missbraucht worden zu sein. Für den kommenden Montag wurde
in New York eine UN-Sitzung einberufen. Es gebe eine „Kultur des Schweigens“ in den
Reihen der Uniformträger, kritisiert Sarah Martin von der
Organisation „Refugees International“.
Quelle: welt.de
30.11.2006
Jede 4. Europäerin wird mindestens ein Mal in ihrem Leben Opfer
von Gewalttaten. 10% sind Opfer sexueller Gewalt; zwischen 12 und 15%
aller Frauen über 16 J. leiden im familiären Umfeld unter
Angriffen von Ehemännern/Partnern oder Vätern. Wird auch die
psychische Gewalt berücksichtigt, so sind 45% aller Frauen
betroffen. Dies gab der Europarat am Montag bekannt. Von Gewalt, die
zwischen 0-16 Jahren geschieht, war nicht die Rede. Auch nicht von
jenen Frauen, die langfristig mit den Traumafolgen zu leben haben und
erneut nicht davon, wie Solidarität mit diesen Menschen aussehen
könnte.
28.11.2006
ForscherInnen der Universitäten von Connecticut und
Pennsylvania haben 290 Studien von 1980 - 2005 analysiert. Die Analysen
zeigten, dass Frauen für posttraumatische Belastungsstörungen
anfälliger als Männer nach Trauma-Erfahrungen sind, obwohl
Männer häufiger als Frauen traumatische Erfahrungen machen.
Männer sind häufiger in Gewalt involviert, Frauen jedoch
häufiger Opfer von sexueller Gewalt. Die ForscherInnen gehen davon
aus, dass sexuelle Gewalt eher zu PTBS führt, weil sie
stärkeres emotionales Leid hervorruft. Der Unterschied könnte
zusätzlich in geschlechtsspezifisch unterschiedlichen
Verarbeitungsformen
liegen.
mehr
25.11.2006 Zur
Erinnerung: Eine Studie der
Karmasin-Motivforschung, Wien, zeigt, dass Gewalt gegen Frauen noch
immer ein relativ weit verbreitetes Phänomen sei, das in der
Öffentlichkeit bagatellisiert wird. Viele
der
Befragten
- zur Hälfte
weiblich - hätten ständige körperliche Gewalt,
Vergewaltigung in der Ehe, Zwang zum Sex oder eine einmalig
verübte körperliche Gewalttat nicht als "häusliche
Gewalt" definiert. Fast ein Drittel - darunter auch
Frauen -
habe die Schuld bei den Frauen gesehen, weil sie die "ehelichen
Pflichten" verletzten. Für 20% der Befragten ist eine
Vergewaltigung in der Ehe gerade noch NICHT häusliche Gewalt,
ebensowenig wie Ohrfeige oder Kratzer. Jeder zweite Österreicher
hat bereits Gewaltszenen beobachtet. So berichtete am 11.5.2006 die
standard. - mehr
22.11.2006 "Vor dreißig Jahren haben
Fraueninitiativen die ersten Zufluchtstätten für misshandelte
Frauen gegründet. Heute sind die bundesweit 380 Frauenhäuser
gefährdet - fast alle Länder kürzen die Zuwendungen. Die
alltägliche Gewalt aber bleibt". Kürzer als die heutige taz
es sagt, kann es nicht gesagt werden. mehr
20.11.2006 Das Haus
eines Hamas-Mitglieds sollte von der israelischen Luftwaffe bombardiert
werden. Israel forderte das Hamas-Mitglied zum Verlassen des Hauses
aus. Der Mann holte seine Nachbarn und Nachbarinnen, mehrere hundert
PalästinenserInnen versammelten sich daraufhin vor dem Wohnhaus
des Hamas-Mitglieds. Der Beschuss wurde abgesagt. Es gab keine Toten
und keine Verletzten. Die Zivilisten zeigen ihrer
palästinensischen Hamas-Führung und der israelischen
Regierung, die beide auf Gewalt setzen, wie effektiv Gewaltlosigkeit
sein kann.
Quelle: Süddeutsche
20.11.2006 Der
Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers,
kritisiert anlässlich des heutigen Internationalen Jahrestages der
Kinderrechte, dass der Tierschutz im Grundgesetz steht, nicht jedoch
der Anspruch von Kindern auf besondere Förderung und auf Schutz
vor Gewalt.
Quelle: taz
15.11.2006 In der neuen
Bleiberechtsregelung für geduldete Flüchtlinge ist keine
Ausnahme für traumatisierte Menschen oder Kinder ohne Eltern
vorgesehen, bemerkt Bern Mesovic, der rechtspolitische Referent von Pro
Asyl. Caritas und Diakonie forderten eine sofortige
Aufenthaltserlaubnis für Traumatisierte; unbegleitet eingereiste
Kinder sollten bereits nach zwei Jahren eine Aufenthaltserlaubnis
bekommen. "Der jetzige Zustand
führt dazu, dass wertvolle Jahre vergeudet werden, in denen viel
für die Integration dieser Menschen getan werden könnte",
sagte der Präsident des Caritasverbandes, Peter Neher.
Quellen:
taz-Interview und Dom-Radio
14.11.2006 Eine
Untersuchung der Universität München wurde bei einer
Fachtagung der Aktion Jugendschutz und des Fachverbandes für
Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.
in Stuttgart vorgestellt. Danach gibt es in jeder Schulklasse
statistisch gesehen 2 Mobbingopfer. Im Durchschnitt ist jeder siebte
Schüler/jede siebte Schülerin als Opfer oder als Täter
in ein Mobbingproblem verwickelt. Wer das Opfer wird, entscheidet die
Gemeinschaft. Aus Eigenschaften oder Verhalten des Opfers ist die
Opferrolle nicht herzuleiten.
Quelle: Der Spiegel
10.11.2006 Gewalt
an
Kindern
ist eine Volkskrankheit. Politik
und Gesellschaft verschließen die Augen davor, sagt der Kinder-
und Jugendpsychologe und Psychotherapeut Günther Deegener von der
Uni-Klinik Homburg/Saar in den OÖ-Nachrichten. anlässlich
einer Fachtagung "Sexueller Missbrauch".
9.11.2006 Salomon Korn: Wider den Zeitgeist - zur Interpretation
des Nationalsozialismus
Quelle: FR
9.11.2006 Rechts ist normal - eine Studie der Universität
Leipzig
Quelle: Die Zeit
9.11.2006 Worte
können wie körperliche Gewalt verletzen - Sybille Krämer
Quelle: FR
4.11.2006 In
Deutschland sterben wöchentlich 2 Kinder an den Folgen von
Misshandlungen und Vernachlässigung. In den Industrieländern
sind es jährlich 3500. In Frankreich sterben
wöchentlich 3, in den USA 27 Kinder. Das hat eine Studie von
UNICEF ergeben. 53 000 werden ermordet. Mehr als 1 Million Kinder sind
weltweit in Gefängnissen. Mehr
als
220
Millionen Mädchen und Buben unter 18 Jahren werden
jährlich sexuell missbraucht oder zum Geschlechtsverkehr
gezwungen. Die meisten Gewalttaten finden der Untersuchung zufolge im
Verborgenen statt, beispielsweise in Familie, Schule und Heimen.
Quellen: Viele
2.11.2006 Die Seele bleibt im Krieg Ein Bericht über
Berufssoldaten und ihre seelische Belastung nach einem Auslandseinsatz
- Posttraumatische Belastungsstörung. Süddeutsche
26.10.2006
Anlässlich
des
Skandals um die Leichenschändungen
afghanischer Menschen durch deutsche Soldaten auf "Friedensmission" sei
an die Studie von Christopher Browning "Ganz normale Männer"
erinnert. Browning geht in dieser Studie der Frage nach, wie "ganz
normale Männer" aus Hamburg im Zweiten Weltkrieg Juden und
Jüdinnen ermorden konnten. Seine Ergebnisse sind lesenswert und
mich wundert, dass jemand sich im Ernst über die erwartbaren
Bilder aus Afghanistan wundert.
25.10.2006
Mehr
als 100 000
Häftlinge in russischen Straflagern sind regelmäßiger
Gewalt - Demütigungen, Schläge, Vergewaltigungen und
Misshandlungen - durch die Behörden ausgesetzt, berichtet die
Stiftung "Für die Rechte der Gefangenen" in Moskau.
Quelle: yahoo
25.10.2006 In einer
Studie des
nationalen Medizinischen Forschungsrates in Südafrika hat rund ein
Fünftel aller 1370 befragten sexuell aktiven Männer
mindestens eine Vergewaltigung zugegeben. 16,3 % gab an, eine ihne
unbekannte Frau alleine oder im Verein mit mehreren Männern
vergewaltigt zu haben. 8% taten ihrer eigenen Sexualpartnerin Gewalt
an. Mit einer Verurteilung müssen knapp 5% der Straftäter
rechnen. 2005 wurden in Südafrika knapp 55 000 Vergewaltigungen
angezeigt - die Dunkelziffer gilt als weit höher.
Quelle: yahoo
20.10.2006 Der
russische Staatschef
Putin hat sich zu dem Vorwurf, der
israelische Präsident Katzav habe 10 Frauen vergewaltigt, voller
Bewunderung über dessen Potenz geäußert: "Wir alle
beneiden ihn", soll er gesagt haben. Der Kreml spricht inzwischen von
einem Übersetzungsfehler vom Russischen ins Englische.
Quelle: Yahoo
18.10.2006 In
Deutschland sind nach
Informationen des Bielefelder Sozialwissenschaftlers Klaus Hurrelmann
rund 80 000 Kinder von Verwahrlosung und extremer
Vernachlässigung durch die Eltern bedroht. Hurrelmann sagte der
Zeitung «Die Zeit», etwa ein Prozent der Eltern seien
sozial aus dem Ruder gelaufen - alkoholkrank, drogenabhängig oder
psychisch schwerst defizitär.
Quelle: yahoo
17.10.2003 In
Sklaverei gefangen
sind weltweit mindestens 12 Millionen Menschen; 8,4 Millionen unter
ihnen sind minderjährig. Das berichtet die Anti-Slavery
International in London. "Kinder sind verwundbarer,
billiger
anzuheuern und die Wahrscheinlichkeit, dass sie bessere
Arbeitsbedingungen oder höhere Löhne verlangen, ist
geringer", sagte Sarah Williams von Anti-Slavery International. Die
Kinder seien Opfer von Pornografie und Prostitution. Zudem beute man
sie als billige Arbeitskräfte oder Kindersoldaten aus.
Quelle: Die standard
17.10.2006 Dem israelischen
Präsidenten Katzaw wird Vergewaltigung von zwei Frauen, sexuelle
Nötigung in weiteren Fällen, Lauschangriffe, Vertrauensbruch
und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Die Anklageerhebung steht bevor.
In Thüringen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 345 Polizisten
wegen Verbreitung pornografischer Schriften. (Yahoo)
16.10.2006 Die Kinderhilfe spricht
angesichts von vier Fällen von Kindesmisshandlungen in fünf
Tagen von einer "nationalen Katastrophe". Die Zahl der Familien, die
sozialpädagogisch unterstützt werden, ist innerhalb weniger
Jahre dramatisch angestiegen. Es gebe "kein Erkenntnisproblem, sondern
ein Umsetzungsproblem", sagte Wehrmann, die Leiterin des
Landesverbandes evangelischer Kindertagesstätten in Bremen. Die
Expertin kritisierte das "Zuständigkeitsgerangel zwischen Bund,
Ländern und Kommunen". Viele Maßnahmen würden nicht
bewilligt, weil den Kommunen schlicht das Geld fehle.
Quelle: Der Spiegel
16.10.2006 Heribert Prantl schreibt in der Süddeutschen
über den Zusammenhang von Armut und Bildungsarmut, die neue
Unterschicht, die Gefährdung von Kindern in prekären
Lebenssituationen
ihrer Eltern. Prantl beobachtet, dass Letzteres immer erst mit dem Tod
eines Kindes beklagt wird.
14.10.2006 Muhammed Yunus, Bangladesch,
erhielt den diesjährigen Friedensnobelpreis. Er gründete die
"Bank der Armen". 27 Dollar verlieh er an 42 Korbflechterinnen, weil er
geschockt war, dass Menschen leiden müssen wegen weniger als einem
Dollar, der ihnen fehlte. Mittlerweile hat die Grameen Bank 5,7
Milliarden US-Dollar an 6,5 Millionen Menschen verliehen, davon 96%
Frauen. Die Rückzahlquote ist viel höher als bei
kommerziellen Krediten. Die taz kommentiert: "Erst die
Möglichkeit, die eigenen Bedürfnisse selbstbestimmt zu
erfüllen, eröffnet einen nachhaltigen Ausweg aus Armut und
Elend. So hat das Nobenpreiskomitee nicht nur den Zusammenhang zwischen
Armutsbekämpfung und Friedenspolitik betont, sondern auch einen
überfälligen Schritt zur Stärkung des Freiheitsgedankens
getan."
Link
13.10.2006 Der letzte - unfertige - Artikel
der russischen Journalistin Anna Politkowskaja beschäftigte sich
mit den Menschen, die kreml-unterstützt von tschetschenischen
Behörden Folterungen unterworfen wurden. KollegInnen von A.
Politkowskaja äußerten den Verdacht, dass die Ermordung
dieser Journalistin im Zusammenhang mit ihrer Arbeit an diesem Artikel
steht.
Quelle: taz
13.10.2006 Die taz formuliert: "Gewalt
gegen Kinder ist weltweit Alltag" und zitiert Louise Arbour,
UN-Hochkommisarin für Menschenrechte: Mehr als 275 000 000 (!)
Kinder werden mit häuslicher Gewalt konfrontiert. 2002 wurden
weltweit vermutlich 150 Millionen Mädchen und 72
Millionen Jungen Opfer von sexuellem Missbrauch oder Vergewaltigung. 53
000 Kinder starben der WHO zufolge an den Folgen von Gewalt. Quelle: taz
Viele überlebten - und kämpfen um ihr Überleben und um
ihr Leben.
12.10.2006 Der zweieinhalbjährige
Kevin aus Hamburg wurde tot im Kühlschrank gefunden. Das Jugendamt
war von der Leitung des Heims, in dem Kevin nach dem
unaufgeklärten Tod der Mutter aufgenommen wurde, darüber
informiert worden, dass das Kind Verletzungen aus Misshandlungen
aufwies. Von einer Rückführung zum Vater riet das Kinderheim
ab. Kevin wurde dennoch dem drogensüchtigen Vater übergeben.
Die Süddeutsche kommentiert: "Der Bürgermeister, eine
Senatorin, das Jugendamt, Familienrichter, Ärzte, Polizei,
Waisenhaus - sie alle kannten Kevin. Einen Schutzengel hatte er nicht."
Die taz
berichtet: "Böhrnsen [der
Bremer Bürgermeister] ... sagte, das gesamte Hilfesystem
müsse auf den Prüfstand. Die Heimleitung hatte ihm
gegenüber im Januar darauf hingewiesen, dass sich Praxis der
Bremer Sozialbehörde im Umgang mit Kindern in den letzten Jahren
geändert habe. Dahinter steht der Verdacht, dass aus
Spargründen die Zahl der Heimunterbringungen bürokratisch
begrenzt worden ist."
12.10.2006 Zwei Nachrichten:
Laura Bush sieht in der US-Gesellschaft "Tendenzen zur Gewalt in
unserer Kultur". Sie fordert nach einer Serie tödlicher
Schießereien an US-Schulen die grundlegenden Ursachen dafür
anzugehen. (Quelle: Yahoo). The lancet veröffentlicht die
Schätzung einer US-amerikanischen und irakischen Forschergruppe
über die Zahl der Todesopfer im Irak und kommt auf monatlich rund
15.000 Tote.
11.10.2006 Das Bundeskriminalamt berichtet,
dass die Zahl der Kindesmisshandlungen zwischen 1996 und 2005 um 50%
gestiegen sei. Bundesfamilienministerin U. von der Leyen sagte: "Der
Staat muss sich auch besonders um die Kinder kümmern, die auf der
Schattenseite des Lebens geboren werden." Nach Schätzungen des
Kinderschutzbundes leben tausende Kinder in Deutschland in
verwahrlosten Zuständen. Nach Angaben von Sozialarbeitern sollen
allein in Hamburg, wo mehrere Fälle bekannt wurden, über 700
Kinder vernachlässigt werden. Die Bundesregierung plant nun Hilfsangebote
für gestresste Eltern.
Quelle: stern
7.10.2006 DIE WHO hat weltweit
häusliche Gewalt gegen
analysiert.
Frauen werden deutlich häufiger Opfer häuslicher Gewalt als
Opfer von
Fremden. In 10 Ländern wurden in ländlichen und
städtischen Gebieten
24000 Frauen zw. 15 und 49 Jahren befragt. Nur an zwei Befragungsorten
waren weniger als 25% der Frauen von Gewalt betroffen. An sechs
Standorten waren bis zu drei Viertel aller Frauen von schwerwiegenden
und wiederholten Angriffen betroffen. Die Unterschiede waren
abhängig
vom örtlichen Stellenwert der Frauen. Die WHO stellt fest, dass
häusliche Gewalt enorme gesundheitliche Auswirkungen hat und eine
massive Verletzung der Menschenrechte darstellt. Die Unterschiede in
der Verbreitung häuslicher Gewalt zeigen, dass sie vermeidbar ist
und
Handlungsbedarf besteht. Strategien zur Vorbeugung und BEwältigung
häuslicher Gewalt werden von der WHO weiter untersucht.
Quelle: The lancet
2.10.2006 Schwester Lea Ackermann über
drei erschütternde Urteile in Deutschland - "tun, was in
Sonntagsreden versprochen wird" Radio Vatikan
26.9.2006 Ärmere Kinder haben
häufiger Essstörungen
Quelle: FR
26.9.2006 Die afghanische Frauenbeauftragte
der Provinz Kandahar wurde auf dem Weg von ihrem Haus ins Büro
erschossen.
Quelle: FR
25.9.2006 Die SchweizerInnen haben zu 70%
bei einer Volksabstimmung den
schärfsten Asyl- und Ausländergesetzen in Europa zugestimmt.
Eine Verletzung der Flüchtlings- und Kinderschutzkonvention der
UNO sehen kirchliche Hilfswerke, Flüchtlings- und
Ausländerinitiativen darin.
Das Gesetz sieht vor, dass Anträge auf Asyl überhaupt nicht
mehr bearbeitet werden, wenn der Antragssteller nicht innerhalb von 48
Stunden nach Einreise in die Schweiz einen Identitätsnachweis
erbringt. Nur noch der gültige Reisepass oder Personalausweis gilt
als Nachweis. Abgewiesene oder nach einem Verfahren abgelehnte
Asylbewerber erhalten künftig keine Sozialhilfe oder andere
Leistungen mehr. Verlassen sie die Schweiz nicht, können sie bis
zu zwei Jahre und ohne weiteres Verfahren in Abschiebehaft gehalten
werden.
Quelle: taz
23.9.2006 Zum Weltkindertag fand in Limburg
eine Veranstaltung des Vereins "Gegen unseren Willen" statt: Wie
Täter
manipulieren
Quelle: Frankfurter Neue Presse
22.9.2006
Polnische Frauenhändler sollen Prostituierte gezwungen haben,
Babys zu
bekommen, um diese Kinder nach Deutschland zu verkaufen. Die
Frauen-Hilfsorganisaton La Strada schloss laut Berichten der polnischen
Presse nicht aus, dass manche der Babys auch in die Hände
pädophiler
Pornoproduzenten gelangt sein könnten: Aus Italien habe sie
Signale
erhalten, denen zufolge sich auch dort polnische Prostituierte zur
"Züchtung von Kindern" für Porno-Filme befinden.
Quelle: FR
22.9.2006 Erstmals wurden in einer Shell-Jugendstudie
auch religiöse Einstellungen erfragt. Ergebnisse: Es gibt - trotz
Weltjugendtag - keine Hinwendung zum Christentum. 65% der Jugendlichen
sagen, dass Kirchen keine Antworten auf ihre Fragen haben. Im Westen
ist ein Trend zur "Religion light" zu bemerken. In diesem Glauben
werden christliche und nichtchristliche Versatzstücke
zusammengestellt.
Im Osten hat ein allgemeiner Abschied von Glaube und Aberglaube
stattgefunden. Nur 30 % glauben an einen persönlichen Gott, 19% an
eine
unpersönliche höhere Macht, 23% sind unsicher, 28% glauben
weder an
einen persönlichen Gott noch an eine höhere Macht. - Unter
Jugendlichen
mit Migrationshintergrund ist der Glaube an einen persönlichen
Gott zu
52% vorhanden.
Erkennbar ist, dass in den religionsfernen Gruppen die Familie und der
Freundeskreis die Werte stützende Funktion übernimmt.
21.9.2006 Weltkindertag: Die
Kinderarmut in Deutschland hat
Rekordniveau erreicht: 2,5 Millionen Kinder leben in Armut.
21.9.2006 Bildung in Deutschland: Wir kümmern uns zu
wenig um die Schwachen - Interview in der Süddeutschen mit Klaus
Klemm, Bildungsforscher
21.9.2006 Einer von 100 Männern ist
nach einer Studie pädophil. Jährlich werden etwa 16.000
Kinder sexuell missbraucht; die Dunkelziffer liegt nach Angaben von
Wissenschaftlern bei ungefähr 60000. In der Berliner
Charité, Institut für Sexualmedizin, gibt es nun ein
Pilotprojekt für Pädophile. Seither haben 418 Männer
dort um Hilfe gebeten; mit etwa 100 finden aktuell Therapien statt.
Voraussetzung für die Therapie-Teilnahme ist die eigene
Bereitschaft, sexuelle Übergriffe auf Kinder verhindern zu wollen.
Befragungen unter 251 Hilfesuchenden ergaben, dass über die
Hälfte bereits sexuelle Übergriffe begangen hat.
Quelle: taz
20.9.2006 Arte berichtet am 19.9.2006,
dass
in einem Gießener Gymnasium und in einer Gießener
Privatschule christliche Fundamentalisten das lehren, was sie für
biblische Schöpfungslehre halten statt der Evolutionstheorie. Die
zuständige Ministerin Wolff will den Arte-Bericht abwarten, die
Lehrer zu einer Stellungnahme auffordern und den Vorwürfen heute
nachgehen.
Quelle: FR
Nachtrag: Die zuständige Ministerin entscheidet, dass
Privatschulen das Recht haben, "zusätzliche Bildungsinhalte" in
ihren Lehrplan aufzunehmen.
19.9.2006 In den USA wurde ein
64-Jähriger wegen Missbrauchs in
zwei Fällen für schuldig befunden. Das Strafmaß steht
noch aus. Die Behörden gehen davon aus, dass der Täter mehr
als 100 Jungen in mehreren US-Staaten, in Mexiko und in Brasilien
missbraucht hat.
Quelle: FR
15.9.2006 In Elmshorn wird der
59-jährige Mann der Chefin eines Kinderhortes des sexuellen
Missbrauchs von Hortkindern verdächtigt. Ingrid Kohlschmitt von
der Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch "Wendepunkt" berichtet,
dass in jedem 20. ihr bekannten Fall Erzieher und Trainer von Kinder-
und Jugendeinrichtungen betroffen seien. 2003 waren es allein 15 von
300 Anzeigen. Sexueller Missbrauch in Institutionen sei noch weitgehend
tabuisiert.
Quelle: Abendblatt
12.9.2006 Stephanie aus Dresden gelang nach
5 Wochen Martyrium die Flucht aus der Gewalt des Sexualverbrechers
Mario. Nun will sie vor Gericht gegen ihn aussagen. 1992 bereits hatte
die damalige Freundin Anzeige wegen der Gewalttätigkeit von M.
erstattet. Der Staatsanwalt hatte das Verfahren eingestellt.
Begründung, es bestehe "kein öffentliches Interesse an einer
Strafverfolgung".
Die beiden nächsten
Freundinnen wurden nach eigener Aussage vergewaltigt, trauten sich
jedoch nicht zur Polizei. Danach vergewaltigte M. eine 14-Jährige.
Er kam zur Bewährung frei, wurde in der Bewährungszeit erneut
straffällig.
Nach der Entführung von Stephanie erkennt die Staatsanwaltschaft
ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung von M.
Quelle: Spiegel
12.9.2006 In Uganda sind die Rebellen der
"Widerstandsarmee des Herrn" nach 20 Jahren bereit, die von ihnen
verschleppten und oft sexuell missbrauchten Frauen und Kinder
freizulassen. Die Rebellenarmee hat schätzungsweise 25.000 Kinder
zu Kämpfern ausgebildet und sexuell missbraucht. Bis zu 3000
Kinder und Frauen sind derzeit noch in ihrer Gewalt.
Quelle: die standard.at
12.9.2006 In Kalifornien wurden 38
Männer festgenommen, die sich über Internet-Chaträume
Sexkontakte zu Minderjährigen verschaffen wollten. Die
Polizei hatte in einer dreitägigen Aktion den Chat organisiert und
die Männer in die Falle gelockt. Quelle: FR
12.9.2006 Hildegard Zumach wird 80. Sie ist
die ehemalige Vorsitzende und Generalsekretärin der Evangelischen
Frauenarbeit Deutschlands. Sie demonstrierte bereits vor
Geschäften und Banken, bevor die 1978 begonnene Kampagne der
Evangelischen Frauenarbeit "Kauft keine Früchte der Apartheit"
gestartet wurde.
7.9.2006 Natascha Kampusch erklärte im
ORF-Interview
zum Selbstmord ihres Entführers: "Er
hat sowohl mich als auch den Herrn, der ihn zum Bahnhof fuhr, und auch
den Schnellbahnschaffner indirekt zu Mördern gemacht." So denken
und
fühlen Menschen, die über lange Zeit und/oder sehr früh
Opfer von
Gewalt wurden. Sie übernehmen die Verantwortung für das Tun
der Täter.
Die Zeit
schreibt über die Arbeit der Wiener Kinder- und
Jugendanwaltschaft, die
Frau Kampusch - wie jährlich weitere ca 4500 Kinder und
Jugendliche -
betreut: "Untypisch ist der Fall Kampusch, weil der Täter nicht
aus dem
Kreis der Familie kommt. Typisch ist er insofern, als 'Eltern ihre
Kinder oft nicht als eigenständige Wesen begreifen, sondern als
ihr
Eigentum. Bei Freiheitsberaubung haben die oft nicht einmal ein
schlechtes Gewissen.'
7.9.2006 George Bush hat die Existenz
geheimer Gefängnisse zugegeben.
5.9.2006 Die Islamkritikerin Seyran
Ates,
Berlin, hat aus Angst ihre Zulassung
als Rechtsanwältin zurückgegeben. Ihre politische Arbeit geht
weiter.
Quelle: FR
2.9.2006 Ich bin wieder erreichbar - und
danke allen Frauen aus der Mailingliste herzlich und ganz besonders
Barbara und Nicole. Sie alle haben es miteinander möglich gemacht,
dass die Liste auch in meiner Abwesenheit offen, wohlwollend und
lebendig bleiben konnte. Das ist schon was ganz Besonderes :-)
12.5.2006 Ich bin derzeit wegen
Krankheit
nur begrenzt, und ab 2.7. bis voraussichtlich Ende August 2006 gar
nicht erreichbar. Ich bitte um Verständnis und Geduld.
Für die Bruchsaler
Gruppe ist in dieser Zeit die Seelsorgerin Frau Gallinat-Schneider die
Ansprechpartnerin. Ihr ein herzlicher Dank! Weitere Kontaktadressen s.
unter Kontakt und Seelsorge bzw. Mailingliste.
Rika
16.6.2006 In Afrika werden Kinder zu Hause,
in Schulen und öffentlichen Einrichtungen zu Opfern von
körperlichem, emotionalem und sexuellem Missbrauch. Darüber
informierte UNICEF zum Tag des afrikanischen Kinder. Sexuelle Gewalt an
Kindern scheine sich immer rascher auszubreiten.
16.6.2006 Ausleseverfahren nach 4
Grundschuljahren macht SchülerInnen krank.
Quelle: Süddeutsche
13.6.2006 Der Kommandeur des
Gefangenenlagers Guantanamo, Harry Harris, sprach davon, dass die
Selbstmorde der drei seit vier Jahren ohne Rechte Inhaftierten "kein
Akt der Verzweiflung, sondern der Kriegsführung" gegen die USA
seien. So funktioniert Opferbeschuldigung.
10.6.2006
Gleichgültigkeit gegenüber der Folter: 1996 war Karaca in der
Türkei zu lebenslanger
Haft verurteilt worden. Ihm gelang die Flucht nach Deutschland. Er
wurde als politischer Flüchtling nach der Genfer
Flüchtlingskonvention anerkannt - das Verfahren vor dem türk.
Staatssicherheitsgericht habe gegen rechtsstaatliche Grundsätze
verstoßen; es sei durch Folter zustande gekommen. Im September
2005 hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt die Asylanerkennung
bestätigt. Nun liegt ein Auslieferungsersuchen der Türkei
vor, damit die lebenslange Haft - Folter vermutlich inclusive -
fortgesetzt werden kann. Daraufhin kam Karaca in Auslieferungshaft in
Weiterstadt. Begründung des OLG Frankfurt: Es bestehe die Gefahr,
dass Karaca aus Angst vor Folter fliehen könne. In ca 2 Monaten
ist mit der Entscheidung über die Auslieferung Karacas zu rechnen.
Das Folteropfer wird also zunächst als Flüchtling anerkannt,
weil es gefoltert wurde. Und es gerät dann in Auslieferungshaft,
WEIL es gefoltert wurde und dies nicht noch einmal erleben möchte.
Quelle: taz
9.6.2006 Das
Verfahren gegen den Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs
durch einen US-amerikanischen Priester kann nach der Entscheidung eines
Bundesrichters in Portland, USA, fortgeführt werden. Der Vatikan
hatte
die Einstellung des Verfahrens beantragt. In dem Fall geht es um einen
1970 verstorbenen Priester, der immer wieder an einen anderen Dienstort
versetzt wurde, obwohl er zugab, ein Kinderschänder zu sein. Daher
trage der Vatikan die Verantwortung für eine Reihe von
Missbrauchsfällen, urteilte der Richter. Ob der Vatikan den
Entscheid
anfechten wird, war zunächst unklar.
Quelle: Radio Vatikan
9.6.2006 67 Verdächtige aus Spanien,
Frankreich, Belgien, der Slowakei und den Niederlanden wurden bei einem
internationalen Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im
Internet festgenommen. Unter den Verdächtigen seien auch mehrere
Hochschullehrer.
Quelle: Yahoo
9.6.2006 In Diyarbakir, Türkei, sind
34 Kinder aus Heimen und Waisenhäusern einfach so verschwunden.
Beim Überprüfen der Heimlisten wurde ihr Verschwinden
festgestellt. Unter ihnen sind auch mehrere Kleinkinder von 2-3 Jahren.
Mehmet Kaya, Mitarbeiter des Menschenrechtsausschusses der
Provinzverwaltung von Diyarbakir, befürchtet, dass die Kinder
Organhändlern in die Hände gefallen seien. Denkbar sei auch,
dass sie entführt wurden, um als Bettler, Diebe oder
Zwangsprostituierte missbraucht zu werden. Die Zustände in
Kinderheimen der Türkei sind seit längerem Gegenstand der
Kritik. Familienministerin Güldal Aksit berichtet, dass es in
ihrem Amt innerhalb von 5 Jahren 478 Beschwerden wegen Misshandlungen
in Heimen gab - die Behörden blieben in den meisten Fällen
untätig.
Quelle: FR
8.6.2006
Laut Spiegel werden die zur WM erwarteten 40000 Zwangsprostituierten
nicht kommen. 95% der Prostituierten, die ja längst in Deutschland
leben, SIND Zwangsprostituierte. Mit
zahlreichen Aktionen versuchen jetzt Vereine, Beratungsstellen und
Kirchen, massiv auf die Freier einzuwirken. So soll unter anderem eine
Broschüre der Kampagne "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution"
Männer für das Thema sensibilisieren - in der Hoffnung, dass
sie ihren
Verdacht melden. Eine Betroffene im Spiegel-Bericht erzählt, dass
sie
bei ihrem Ausstieg zwar immer wieder ihre Kunden bat, ihr beim Ausstieg
zu helfen. Die meisten hätten ihr zugehört - und seien danach
nie
wieder gekommen. - Auch ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass
ausgerechnet Männer, die Frauen zu sexuellen Dienstleistungen
kaufen,
in Sachen Gerechtigkeit und Freiheit besonders hellhörig und
einsatzbereit sein sollen.
Quelle: Spiegel
Die stellvertretende Leiterin der Prostituierten-Hilfsorganisation
"Dortmunder Mitternachtsmission", Andrea Hitzke, hingegen berichtet: "Wir
haben
die
Erfahrung gemacht, dass zunehmend Kunden den Frauen
heraushelfen wollen und auch bereit sind, das etwa als Zeugen vor
Gericht zu unterstützen." (die standard.at)
7.6.2006 In Goslar zwang ein
16-Jähriger einen 14-Jährigen zu schmerzhaften sexuellen
Handlungen. Zwei weitere Jugendliche filmten den Missbrauch, ein
Vierter stellte die Filme ins Internet.
Quelle: Spiegel
6.6.2006 Die UNO-Sonderermittlerin Yakon
Ertürk ging u.a. den 36 rätselhaften Selbstmorden junger
Frauen in Batman/Türkei (40.000 EW) nach. Sie vermutet, dass die
Frauen zum Selbstmord gedrängt wurden, nachdem die Strafen
für Ehrenmorde erhöht worden waren.
Quelle: Spiegel
6.6.2006 "Erniedrigende und
entwürdigende Behandlung" von Gefangenen sollten im neuen
Feldhandbuch des US-Verteidigungsministeriums künftig nicht mehr
verboten werden, berichtet die Los Angeles Times mit Berufung auf
hochrangige US-Militärs.
Quelle: taz
5.6.2006 Nazir Afsal von der Londoner
Staatsanwaltschaft berichtet, dass auf Flughäfen in
Großbritannien öffentlich Zwangsprostituierte versteigert
werden. Die Frauen, die auf diesen Sklavenauktionen an
öffentlichen Plätzen gehandelt werden, kommen
überwiegend aus Osteuropa. Käufer sind Bordellbesitzer.
Quelle: Yahoo
31.5.2006 Peter Piot, der Direktor des
UN-Aidsbekämpfungsprogramms, berichtet, dass das Ziel, 80% der
schwangeren Frauen mit Medikamenten zu versorgen, um die Ansteckung
Neugeborener zu verhindern, nicht erreicht wurde. Bislang wurden nur 9%
der Frauen mit Medikamenten versorgt. Weltweit haben nur 20% der
Erkrankten Zugang zu Medikamenten.
Der Generalsekretär der UN, Annan, verwies vor dem Auftakt des
UN-Gipfels auf eine andere erschreckende Tendenz der Epidemie: "Aids
hat ein weibliches Gesicht." Mehr als 50 Prozent aller Aidskranken sind
inzwischen Frauen, Opfer einer Kultur, die ihre Rechte mit
Füßen tritt, so Piot: "Sexuelle Gewalt treibt die Epidemie
an. Und solange wir die Kultur nicht stoppen, in der Frauen keinerlei
Mitspracherecht über ihr sexuelles Leben haben, werden wir eine
Aids-Epidemie haben."
An der Vorbereitung der anstehenden Konferenz beteiligten sich vor
allem die betroffenen Länder - die Industrienationen hätten
sich zurückhaltender gezeigt, berichtet Piot. Sie dächten
wohl, die Konferenz sei nur für Arme.
Quelle: ARD
s.auch einen Artikel von Charlene Smith in Le monde
diplomatique vom 14.10.2005
30.5.2006 Der Papst hat beim Besuch in
Auschwitz formuliert: " Es
war
und
ist eine Pflicht der Wahrheit, dem Recht derer gegenüber,
die gelitten haben, eine Pflicht vor Gott, als Nachfolger von Johannes
Paul II. und als Kind des deutschen Volkes hier zu stehen - als Sohn
des Volkes, über das eine Schar von Verbrechern mit
lügnerischen Versprechungen, mit der Verheißung der
Größe, des Wiedererstehens der Ehre der Nation und ihrer
Bedeutung, mit der Verheißung des Wohlergehens und auch mit
Terror und Einschüchterung Macht gewonnen hatte, so dass unser
Volk zum Instrument ihrer Wut des Zerstörens und des Herrschens
gebraucht und missbraucht werden konnte. Ja, ich konnte unmöglich
nicht hierher kommen...."
Der Text erweckt den Eindruck, als stünden den Deutschen die
Täter der
Shoah gegenüber. Ich habe gelernt, dass die Deutschen als
Täter,
Mitwisser und Mitläufer Beteiligte waren - und nicht etwa Opfer
von im
Übrigen unsichtbaren Tätern, die von wo auch immer "über
das Volk"
gekommen sein sollen. M.E. kamen sie mitten aus diesem Volk! Sicher gab
es TäterInnen, die zuvor selbst Opfer des Nationalsozialismus
waren.
Nicht wenige unter ihnen aber haben mit innerer Zustimmung gefoltert
und gemordet. Und auch wenn jemand zuvor Opfer des Nationalsozialismus
war, darf sein Tätersein nicht geleugnet werden. Dies zu
unterschlagen,
halte ich für unmöglich. Der Papst fragte in seiner Rede, wo
Gott
gewesen ist. Diese Frage muss gestellt werden - aber sie ist zu
verbinden mit der Frage, wo denn die Menschen, die Christen zumal,
gewesen sind, als ihre jüdischen Geschwister
fabrikmäßig ermordet
wurden.
30.5.2006
In Bulgarien wurden 41 Personen festgenommen; gegen 75 Personen wird in
Italien, Bulgarien, Deutschland und Österreich ermittelt. Der
Vorwurf:
Diese Personen haben hunderte von Kindern verarmter Familien ausgenutzt
und u.a. als Diebe missbraucht. Die Kinder waren von ihren Familien
verkauft worden. In Venedig wurde eine 13-Jährige aufgegriffen,
die im
8. Monat schwanger war. Es gäbe Hinweise auf sexuellen Missbrauch
-
Ermittlern wurden Mädchen als Prostituierte angeboten. Die
Festnahmen
sind das Ergebnis zweijähriger Ermittlungen.
Quelle: Yahoo
27.5.2006 Christi Himmelfahrt ist
Männertag, Tag der Verrohung FR
25.5.2006 Warren Mundine, Präsident
der Labour-Partei Australiens, spricht davon, dass die sozialen
Strukturen der Aborigine-Gemeinschaft zusammengebrochen seien. Bislang
gültige soziale Normen gelten nicht mehr. Es konnt täglich zu
Drogenmissbrauch undGewalt. Vergewaltigung von Frauen und sexueller
Missbrauch werden als normal angesehen.
Quelle: ARD
23.5.2006 Ende Juni 2006 wird eine
Festschrift zum 70. Geburtstag des ehemaligen Bischofs Kurt Krenn
erscheinen. Titel: "Der Wahrheit verpflichtet". Zur Erinnerung:
Krenn war infolge eines öffentlich gewordenen Skandals um das
Priesterseminar St. Pölten 2004 vom Vatikan "aus gesundheitlichen
Gründen" abberufen worden. Im Priesterseminar St. Pölten,
für das Krenn zuständig war, hatte es u.a. homosexuelle
Beziehungen zwischen Seminarleitung und Seminaristen, also in
Abhängigkeitsbeziehungen, gegeben.
22.5.2006 Bei einer Großrazzia gegen
Kinderpornografie im
Internet hat die Polizei Ba-Wü weltweit über 2200
Tatverdächtige ausfindig gemacht. 383 der Ermittelten leben in
Deutschland. Sie sollen Bilder und Filme angeboten oder getauscht
haben, in denen unter anderem zweijährige Kinder auf brutalste
Weise sexuell missbraucht wurden.
Quelle: Yahoo
12.5.2006 Stalker wollen Macht und
Kontrolle über das Opfer. Bundesjustizministerin stellt Kompromiss
zum besseren Opferschutz vor.
ARD
10.5.2006 Am 26. August 2004 hatte der
Landkreis Hameln-Pyrmont die schwangere Tshiana Nguya mit zwei Kindern
im Alter von zehn und zwei Jahren in ihr Heimatland abgeschoben. Dort
wurde sie nach Angaben des Niedersächsischen
Flüchtlingsrates, der sich auf Angaben eines Pfarrers in Kongo
beruft, in einem Militärcamp inhaftiert, geschlagen, gequält
und mehrfach vergewaltigt. Bei der Geburt ihres Kindes am 7. Dezember
2004 sei die 33-Jährige an den Folgen der Misshandlungen
gestorben. Auch der Säugling habe nicht überlebt.
Der Flüchtlingsrat und
andere fordern einen Abschiebestopp für den Kongo.
Quelle: FR
10.5.2006: Diskussion über Schule in
Zeiten der Gewalt: UNI-Formen statt RE-Formen.
10.5.2006 Bis zu 15 Millionen
Geringverdiener, Arbeitslose und kleine Selbstständige müssen
sich nach Einschätzung des Sozialverbands Deutschland darauf
einstellen, auch im Alter in Armut zu leben. Weil sie geringe oder
keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlten
und keinen Spielraum zum privaten Sparen hätten, sei Altersarmut
für sie programmiert, sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer.
Quelle: taz
8.5.2006
Der frühere Chef der Deutschen Bank, Hermann Josef Abs, hat nach
einem
Spiegelbericht in bisher nicht bekanntem Ausmaß mit dem
Nazi-Regime
kollaboriert. Abs war Aufsichtsratschef der Mechanik GmbH Rochlitz, die
ab Herbst 1944 in der Nähe von Leipzig bislang unbekannte
KZ-Außenlager
betrieb. Der Historiker Christopher Koppel ist sicher, dass Abs von
diesen KZs gewusst haben müsse.
Quelle: FR
7.5.2006 In Südafrika demonstrierten
rund 10.000 Menschen für den der Vergewaltigung Angeklagten Jacon
Zuma, früherer Vize-Präsident und Freiheitskämpfer. Er
wird verdächtigt, eine Freundin der Familie vergewaltigt zu haben.
Die Frau ist HIV-positiv und Aids-Aktivistin. Der Mann, der als Leiter
des nationalen Aidsrates einst Millionen Menschen Abstinenz und
Kondomgebrauch predigte, musste zugeben, mit einer HIV-positiven Frau
ohne jeglichen Schutz Geschlechtsverkehr gehabt zu haben. Er bestritt
jedoch, sie zum Sex gezwungen zu haben. Auf die Frage, ob er keine
Angst vor einer Ansteckung hatte, antwortete Zuma, er habe nach dem
Geschlechtsverkehr geduscht.
Frauenrechtlerinnen in Südafrika weisen darauf hin, dass in
Südafrika Vergewaltigungen im Familien- und Bekanntenkreis als
Privatsache gelten, so zeige nur jede 9. Betroffene eine Vergewaltigung
auch an. Die AktivistInnen schätzen, dass in Südafrika
jährlich fast eine halbe Million Frauen vergewaltigt werden. Die
offizielle Statistik geht von 55000 Opfern jährlich aus.
Quelle: ARD
3.5.2006 Nach
Angaben
des
Landespräventionsrates NRW sind Ältere in einem
oft unbekannten Maß Opfer von Gewalt. "Schätzungen gehen
davon aus, dass in der Altersgruppe der 60- und 75-Jährigen zirka
340.000 Personen mindestens einmal im Jahr körperliche Gewalt
erleiden - in Pflegeheimen, Krankenhäusern und zu Hause". Gewalt
gegen ältere Menschen sei vielfältig und finde sehr
häufig hinter verschlossenen Türen statt. Meist gehören
die eigenen Familienmitglieder oder das Pflegepersonal zum
TäterInnenkreis.
Quelle: FR
2.5.2006
Weltweit gingen
am 1. Mai Hunderttausende gegen hohe
Arbeitslosigkeit, wachsende Inflation und niedrige Mindestlöhne
auf die Straße. In Rostock protestierten Menschen gegen Rechts.
Quelle: taz
29.4.2006
Außenminister Frank-Walter Steinmeier fährt am Montag nach
Chile. Er wird über wirtschaftliche Zusammenarbeit sprechen. Um
die Colonia Dignidad, eine Deutschensiedlung, in der Mitglieder und
Regimegegner gefoltert und u.a. sexuell missbraucht wurden, wird es
jedoch nicht gehen. Beide Regierungen haben ein Interesse daran, dieses
Thema zu beschweigen. Die taz
erinnert dankenswerter Weise daran.
Siehe auch: Gefangen in der Colonia Dignidad - Efrain Vedder
29.4.2006
Arbeitslose,
Alleinerziehende und GeringverdienerInnen verlieren mit dem geplanten
Elterngeld die Hälfte ihres heutigen Erziehungsgeldes, berichtet
die taz. Laut Berechnungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes
sind etwa 100.000 Kinder und ihre Eltern davon betroffen. Weitere
100.000 kämen hinzu, wenn auch das erste Jahr Elterngeld vom
Arbeitslosengeld II abgezogen würde. Markus Kurth,
Grünen-Fraktion, bringt es auf den Punkt: "Die Regierung betreibt
damit Bevölkerungspolitik: Den armen Menschen soll das Leben sauer
gemacht werden, die Reichen sollen sich fortpflanzen."
28.4.2006 In
den
USA setzt sich die erwartbare Erkenntnis durch, dass der Irak zum
Brutkasten des Terrorismus geworden ist. Ob die USA ihre eigene Rolle
beim Erstarken des Terrorismus wahrnehmen werden und die Konsequenzen
ziehen, bleibt abzuwarten. Das Säbelrasseln gegenüber dem
Iran - mal
lauter, mal leiser - weckt keine Hoffnungen. Der Irak-Krieg mit den
Toten und Traumatisierten wird vermutlich nicht bilanziert werden.
28.4.2006
Im allgemeinen Lamento über die demographische Entwicklung in
Deutschland wird der Wert der Familie betont; nicht selten auf Kosten
der Frauen. Und nebenbei wird übersehen, für wie viele
Menschen die
Familie eben nicht Heimat ist, sondern Ort fortgesetzten Terrors.
27.4.2006
Aus dem
Untersuchungsbericht des CIA-Ausschusses des Europaparlamentes geht
hervor, dass es mehr als 1000 CIA-Flüge in Europa gegeben habe,
ohne dass die Regierungen sich dafür interessiert hätten. Die
CIA sei "klar verantwortlich für Entführungen und Festnahmen
mutmaßlicher Terroristen auf dem Territorium der EU".
Quelle: taz
27.4.2006
Wer vor
Gewalt, Krieg oder Bedrohung durch bewaffnete Gruppen flieht,
fällt nur dann in den Geltungsbereich der Internationalen Genfer
Flüchtlingskonvention, wenn es ihm oder ihr gelingt, die
Landesgrenze zu überschreiten. Dann gehört er oder sie nicht
mehr zu den weltweit 25 000 000 "intern Vertriebenen" - für die
ist nämlich niemand zuständig. Dies berichten die
Journalistin Michaela Ludwig und Terre-des-hommes-Referent Andreas
Rister in ihrer Studie "Vertreibung von Kindern verhindern!"
Quelle: taz
27.4.2006 Vor 4
Jahren
hat in einer Erfurter Schule ein Schüler 16 Menschen getötet.
Damals war die Republik geschockt, es wurden wie immer nach solchen
Ereignissen Verbesserungen angekündigt. Fakt ist: die 16
zusätzlich angestellten Schulpsychologen wurden nach 18 Monaten
wieder entlassen; Gelder für Schulentwicklung oder Programme
für Gewalt- und Drogenprävention werden zusammengestrichten.
Von den 70 Empfehlungen einer Enquete-Kommission, die "nach Erfurt"
eingerichtet wurde, sind die meisten nicht umgesetzt worden. Dies
kritisierte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion
Hans-Jürgen Döring.
Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus,
sagte, aus dem Massaker seien keine Lehren gezogen worden und es sei
bei schönen Absichtserklärungen belassen worden. Stattdessen
werde Aktionismus betrieben, der nichts koste, aber auch auch nichts
bringe. Bei konstenintensiven Präventions-Maßnahmen - mehr
Personal, Verkleinerung der Klassen - stelle sich die Politik taub.
Quelle: Spiegel
27.4.2006
Die Zahl der
rechtsextremen Gewalttaten in Deutschland stieg 2005 um ca 23%. Das BKA
registrierte 958 Gewalttaten.
Quelle: viele
26.4.2006
Das Thema
sexuelle Gewalt im Zweiten Weltkrieg wird nach wie
vor taubisiert. In der Bonner Ausstellung "Flucht, Vertreibung,
Integration" kommt es nur am Rande vor. Die Frauenrechtsorganisation
Medica Mondiale wirft dem Haus der Geschichte der BRD, das die
Ausstellung organisierte vor, das Thema "schlicht totgeschwiegen" zu
haben.
mehr in der FR
26.4.2006
Bei einer
Großrazzia gegen Prostitution und Menschenhandel wurden 55
Wohnungen in Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz
durchsucht. Als mutmaßlicher Drahtzieher wurde ein
54-jähriger Mann aus Mittelhessen, Mücke, festgenommen wegen
Verdachts des Menschenhandels zum Zweck der sexuellen Ausbeutung. Er
hat Wohnungen an Prostituierte vermietet. Die Wohnungen befanden sich
in Frankfurt/Main, Wiesbaden, Mainz und Rastatt.
Quelle: Yahoo
24.4.2006
Katja Irle
schreibt in der FR über eine in Verlierer und Gewinner geteilte
Gesellschaft und Schule: "Das Ziel muss ein anderes sein:
Eine Gesellschaft, die künftig mehr denn je auf Vorsprung durch
Wissen und Bildung setzen wird, muss das Potenzial aller Schüler
im Blick haben - das der bildungsnahen Klientel ebenso wie das der
Migranten-Schüler von Rütli und Co. Denn wenn selbst die
Schule in Parallelwelten verharrt, dann bleibt für den Traum vom
friedlichen Zusammenleben der Kulturen wenig Hoffnung." Kommentar: So
ist es.
20.4.2006
Derzeit wird
wieder einmal um das Familienbild gekämpft. Weil Erziehungsgeld
daran gebunden werden soll, dass Väter sage und schreibe ganze 2
Monate ihren Nachwuchs versorgen sollen, sind sie (und einige Frauen)
in heller Aufregung.
20.4.2006
In Potsdam
ringt ein 37-jähriger Deutsch-Äthiopier weiterhin mit dem
Tod, nachdem er von vermutlich Rechtsradikalen niedergeschlagen wurde.
Politiker verkünden ihr Entsetzen, ihren Abscheu und ihre
Empörung über dieses Verbrechen. Gleichzeitig jedoch laufen
bislang finanzierte Projekte im Kampf gegen Rechts zum Jahresende aus.
Die weitere Finanzierung ist unsicher. Da bleibt die Frage, was
vollmundige Erklärungen wert sind.
20.4.2006
In
Nordrhein-Westfalen wurde die Polizei 2005 fast 18 000 mal wegen
häuslicher Gewalt zu Hilfe gerufen. In 8066 Fällen gab es
10-tägigen Wohnungsverweis. In 14998 Fällen ging es um
Körperverletzungen, in 2435 Fällen um Bedrohungen; 175 mal um
secuelle Nötigung und Vergewaltigung.
Quelle: FR
20.4.2006
Eine Studie
des Dortmunder Forschungsinstituts mct ergab, dass mehr als die
Hälfte der Jugendlichen das Thema "Gewalt unter Jugendlichen" in
den Zeitungen vermisst. "In gewaltigem Ausmaß" seien die
Jugendlichen von Gewalt an Schulen betroffen. 42% der 5400 befragten
Schüler gaben an, sie seien schon einmal von einem Jugendlichen
angegriffen worden.
Quelle: FR
19.4.2006
Ein
taz-Kommentar zu Tschernobyl beginnt mit dem Satz. "Die Würde der
Opfer verlangt Aufrichtigkeit. Doch 20 Jahre nach der Reaktorexplosion
wird mit den Toten von Tschernobyl jongliert, als ginge es um die
Ziehung der Lottozahlen. 4.000, 9.000, 100.000 - oder darf's ein
bisschen mehr sein: über eine Million?"
Quelle und mehr: taz
19.4.2006
Richard
Agyepong (29), Student aus Ghana hat 5 Regeln zum Überleben in
Deutschland:
1. Gehe niemals in die Nähe eines Stadions
2. Gehe einfach weiter, wenn dich jemand anpöbelt
3. Gehe abends niemals alleine aus dem Haus
4. Gehe nirgendwo hin, ohne dich vorher zu informieren
5. Gehe niemals in Gegenden, wo du dich verlaufen könntest.
Der 37-jährige Deutsche aus Äthiopien, der am Sonntag in
Potsdam lebensgefährlich verletzt wurde, liegt weiter im Koma.
Quelle: taz
19.4.2006
Entgegen der
veröffentlichten Meinung ist Schülergewalt nicht nur ein
Probelm ausländischer Jugendlicher. "Wenn mir eins der Weiber dumm kommt, haue ich zu".
Spiegel
19.4.2006
Der
mutmaßliche Dutroux-Komplize, Michel Nihoul, soll nach knapp zwei
Jahren im Gefängnis vorzeitig entlassen werden. Der
zuständige Ausschuss stimmte zu. Eine Begründung für die
vorzeitige Entlassung ist nicht bekannt.
Quelle: ARD
19.4.2006
Hochrangige
Generäle der US-Armee haben den Rücktritt von
Verteidigungsminister Rumsfeld gefordert. Nach Rückendeckung durch
G. Bush sagte Rumsfeld, er sei stolz auf seine vor fünf Jahren
begonnene Amtszeit, in der er das Pentagon durch die Kriege in
Afghanistan und im Irak geführt habe.
Quelle: ARD
6.4.2006
Der hessische
Landeswohlfahrtsverband LWV hat sein "tiefstes Bedauern" über
Gewalt in Erziehungsanstalten der Nachkriegszeit gegenüber den
ehemaligen Heimkindern ausgesprochen, die bis in die 70er Jahre hinein
misshandelt wurden. "Die Bitte um Entschuldigung hat für die
BEtroffenen eine große Bedeutung", sagte der Leiter der
Anlaufstelle des Vereins, Michael-Peter Schiltsky. Denn jahrzehntelang
sei ihnen nicht geglaubt worden, wenn sie von ihren Erlebnissen in den
Erziehungsanstalten berichtet hätten. "Das macht einen
verrückt." Der nächste Schritt sei die Organisation ganz
konkreter Unterstützung.
Quelle: FR
4.4.2006
Eine Welt ohne
Armut ist möglich - Die Vollversammlung des Ökumenischen
Rates der Kirchen in Porto Allegre
mehr in der FR
22.3.2006
Sergio Dante
kämpfte für die Aufklärung der Frauenmorde von
Juárez, Mexiko. Am 25.1.2006 wurde er erschossen.
Mehr: FR
20.3.2006
Heute vor drei
Jahren haben die USA den Irak angegriffen. Das Ziel war, Saddam Hussein
zu stürzen und dem Irak Demokratie zu bringen. Heute spricht der
frühere irakische Ministerpräsident Ijad Allawi von
Bürgerkrieg.
20.3.2006
Monira
Rahmann, Bangladesch, Gründerin der Menschenrechtsorganisation
"Acid Survivors Foundation", die sich für Opfer von
Säureattentaten einsetzt, erhält den Menschenrechtspreis von
Amnesty International Deutschland.
18.3.2006
Säureattentate in Bangladesh: Das
verlorene Gesicht
FR
15.3.2006 Auf
den
Tipp
einer Mutter hin beschlagnahmt die Polizei an einer Schule im
Allgäu bei Kindern zahlreiche Handys mit Horrorvideos. Kein
Einzelfall.
mehr: Süddeutsche (Vorsicht! Triggergefahr!)
12.3.2006
Ein
ungesühntes Kriegsverbrechen: Der Täter wird von einer Mauer
des Schweigens geschützt
Quelle: ARD (Vorsicht! Triggergefahr!)
11.3.2006
Tom Fox ist
tot. Er wurde vor seiner Erschießung gefoltert. Er gehörte
zu einer Gruppe von Friedensaktivisten im Irak.
Quelle: Spiegel
8.3.2006
Internationaler
Frauentag. Gewalt, vor allem die hier bei uns und die im Nahbereich,
ist nur ausnahmsweise ein Thema in diesem Jahr. Deswegen erinnere ich
an die erste repräsentative Studie des Bundesfamilienministeriums
über "Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in
Deutschland" (2004) Kurzfassung: 37% aller Frauen in D. erleben zw. 16
und 80 körperliche Gewalt.
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=20424.html
Initiative
zur WM gegen
Zwangsprostitution: ARD
4.3.2006
Kollektive
Verdrängungen bei Frühschwangerschaften ähneln der
psychogenen Amnesie nach Vergewaltigungen.
mehr
4.3.2005
Die USA haben
von 300 der über 500 Gefangenen auf Guantanamo die Namen
bekanntgegeben. Menschenrechtsorganisationen berichten, dass die
Bekanntheit des Namens ein Schutz vor Folter sein kann.
Quelle: viele
3.3.2006
Der
Landeswohlfahrtsverband Hessen hat die systematische Misshandlung von
Heimkindern in seinen Heimen vor allem in den 50er und 60er Jahren und
bis in die 70er Jahre hinein bestätigt. Er bedauere, dass Kinder
und Jugendliche Gewalt ausgesetzt waren. Betroffen waren Kinder in
Heimen in Biedenkopf, Wabern, Guxhagen, Idstein. Auslöser für
die Entschuldigung ist das Buch "Schläge im Namen des Herrn" von
Peter Wensierski. Bereits vor 2 Jahren hatte eine Selbsthilfegruppe
misshandelter Kinder Vorwürfe erhoben. Inzwischen hat ein
LWV-Sprecher die Schilderungen auf Nachfrage bestätigt.
Quelle: Frankfurter Rundschau
2.3.2006
In einem Interview der taz
berichtet Roger Willemsen über sein Buch, das die GEspräche
mit 5 Opfern von Guantanamo enthält. Zitate daraus:
Bei meinen Gesprächspartnern
haben wir es mit Opfern zu tun, und dazu gehört nach unserem
Rechtsverständnis essenziell: Opfer müssen gehört
werden. Das folgt allein schon aus der klassischen Maxime für
Gerichtsverfahren: "Altera pars audiatur" - man möge die andere
Seite hören. Außerdem haben diese Menschen genau das, was
allen Berichten bislang fehlt, nämlich die eigene Anschauung. Wir
haben kaum jüngere journalistischen Berichte, die aus erster Hand
das Innenleben des Lagers dokumentieren. Wir haben keine medizinischen
Berichte, weil das Rote Kreuz nichts sagt. Wir haben keine politischen
Berichte. Die Mindestvoraussetzung, um Guantánamo diskutieren zu
können, besteht doch darin, den Menschen zuzuhören, die davon
betroffen waren. Das ist Basisarbeit...... Der Zweck solcher Anstrengungen muss sein,
Guantánamo erfahrbar zu machen, so schwer das auch ist. Es hat
längst etwas Mythisches und ist umwabert von Gerüchten. Dem
gegenüber muss man erst einmal Fakten schaffen, sosehr sich dieses
Lager auch der Vorstellbarkeit entzieht. Ihre Frage würde man in
keinem anderen Fall stellen. Bei jedem Zirkusbesuch würde man
sagen, man sollte lieber da gewesen sein, wenn man über ihn
schreibt....Es ging ja vor allem darum, meine
Gesprächspartner wieder in den Besitz ihrer eigenen Erfahrungen zu
bringen.
24.2.2006
Immer, wenn
die Polizei hinschaut, kommt es zu Festnahmen wegen Verbreitung von
Kinderpornografie im Internet. Zuletzt kam es in der Operation Azahar,
die von Spanien initiiert wurde, zur Festnahme von 108
Verdächtigen in 19 Ländern. Mehr als 10.000 Fotos von
missbrauchten Minderjährigen wurden entdeckt. Auf den Fotos sind
Kinder unter 15 Jahren zu sehen.
Quelle: Spiegel
22.2.2006
Die Kinder der
Armen haben in Deutschland systematisch weniger Bildungschancen als die
Kinder der Reichen. Zuwanderer und sozial (=finanziell) Schwache sind
benachteiligt, sagte der Sonderberichterstatter der UN für das
Recht auf Bildung, Vernor Munoz Villalobos
22.2.2006
Aus dem Leben
ehemaliger Heimkinder - Regina Eppert: "diese
ereignisse
kann
man sein
leben lang nicht vergessen, schon eine kleinigkeit im alltag kann die
erinnerung wach rufen."
mehr
20.2.2006
Leben in
ständiger Angst vor Gewalt - wohnunglose Männer und Frauen
sind Opfer und Täter - und die Gesellschaft schaut meistens weg -
Werena Rosenke in der FR
Quelle: FR
19.2.2006
In Italien
erhielt ein 40-jähriger Stiefvater, der seine 14-jährige
Stieftochter missbraucht hat, vom Kassationsgericht Strafmilderung.
Begründung: Sexuelle Gewalt sei weniger schwer wiegend, wenn das
Opfer vorher schon sexuelle Erfahrungen hatte.
Quelle: tagesschau
18.2.2006 Harald Wixforth,
Klaus Dietmar Henke, Johannes Bähr und Dieter Ziegler legten ihre
Studie zur NS-Vergangenheit der Dresdner Bank vor. Danach war die
Dresdner Bank an der Verfolgung und Ermordung der europäischen
Juden
und Jüdinnen wesentlich stärker beteiligt als bislang
zugegeben.
"Vertrauensbank der SS" nennt sie die Studie.
Quelle: tagesschau
18.2.2006
D. Rumsfeld sagt zu Guantanamo, was alle Gewalttäter und die sie
Unterstützenden allerorten sagen: "Es gibt keine Folter, es gibt
keine
Misshandlungen." Zudem kündigte Rumsfeld eine neue Medienstrategie
für
den Kampf gegen Terrorismus an. 'Das Terrornetzwerk Al Kaida sei
ebenfalls geschickt bei der Manipulation der Medien, sagte der
Minister, "aber die Wahrheit ist auf unserer Seite".'
Quelle: Yahoo
15.2.2006 Eine
britische Studie
über den Iran-Konflikt. Spiegel
12.2.2006 Verwundet an
Seele und
Leib - Kindersoldaten mehr
12.2.2006
Peter Wensirski in der ZEIT
über das Leben der Heimkinder in konfessionellen Kinderheimen und
das Ende ihres Schweigens und ihre Suche nach Gerechtigkeit
30.1.2006
Die UN-Nachrichtenagentur hat einen Bildband "Gebrochene Körper -
zerbrochene Träume" herausgebracht. Dort werden Gewaltformen gegen
Frauen mit Texten und Fotografien gezeigt. Gewaltopfer kommen zu Wort.
Die UNO schätzt, dass eine von drei Frauen in ihrem Leben
geschlagen
oder vergewaltigt wird. Rund 25% der Mädchen und 8% der Jungen
werden
weltweit Opfer von Kindesmissbrauch. Sowas nennt man eine Pandemie.
Quelle: http://www.irinnews.org/broken-bodies/default.asp
30.1.2006
In der allgemeinen Informationsflut geht unter, was Michel Chossudovsky
benennt: Die Gefahr eines Atomkrieges gegen den Iran.
mehr
bei
Freitag
04
30.1.2006
Die USA haben eingeräumt, dass US-Soldaten im Irak die Ehefrauen
von
zwei mutmaßlichen Aufständischen festgenommen haben, um ihre
Männer
unter Druck zu setzen. Das nennt man SIppenhaft.
Quelle: FR
28.1.2006
In Spanien wurde ein internationaler Pädophilen-Ring zerschlagen,
dessen Mitglieder über Internet weltweit Kinderpornografie
austauschten. Auch in Deutschland gab es Festnahmen. Die Fahnder
stellten äußerst brutale Aufnahmen/videos sicher, darunter
Bilder missbrauchter Babys. Weltweit wurden 60 Online-Communitys
geschlossen.
In Spanien hat ein
Experte für häusliche Gewalt seine Ex-Freundin ermordet. Seit
Jahresbeginn wurden in Spanien 9 Frauen von ihren Lebensgefährten
oder Ex-Männern ermordet.
In Hamburg wird gegen einen Erzieher einer Kita wegen sexuellen
Missbrauchs an zwei 3-6- jährigen Kindern ermittelt.
Quelle: Yahoo
19.1.2006 Eine Studie
von Human
Rights Watch wirft den USA vor, Misshandlungen und Folter systematisch
einzusetzen. Diese Folterpraktiken seien eine bewusste politische
Entscheidung und nicht Missgeschicke einiger rangniedriger Soldaten.
Quelle: taz, FR
19.1.2006 24%
der
Deutschen
wurden als Kind häufig oder manchmal von ihren Eltern geschlagen,
ermittelte eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Stern.
12.1.2006 In
Bangladesh
werden
jährlich ca 400 Frauen und Mädchen Opfer von
Säureanschlägen. Monira Rahman ist Leiterin der "Acid
Survivors Foundation", die eines der modernsten Krankenhäuser
für Säureopfer in Bangladesch betreibt. Rahman sagte den
Mädchen, sie müssten sich nicht hinter Schleiern verstecken,
weil ihre zerstörten Gesichter keine Schande, sondern eine Anklage
sind. Im März erhält Frau Rahman in Berlin den
Menschenrechtspreis der deutschen Sektion von Amnesty International.
Quelle: Süddeutsche
12.1.2006 Bei einer
Großrazzia
gegen einen internationalen Kinderporno-Ring wurden die Wohnungen von
111 Mitgliedern einer Internet-Group aus Deutschland durchsucht, die
Kinderpornografie in Umlauf brachten. 22 Verdächtige waren direkt
geständig. In den fünf Tagen des Bestehens der Internetgroup
im Okt. 2004 meldeten sich fast 1500 Mitglieder an.
Quelle: Yahoo
10.1.2006 Die FR
schreibt über
Susanne Osthoffs Auftritt bei Beckmann im ARD-Talk: "Dass die Befragte
zwar nicht druckreif, aber zusammenhängend und plausibel ihre
Erfahrungen schilderte, wirft nachträglich auch einen Schatten auf
die Entscheidung des ZDF, das Interview [von vor 14 Tagen] mit der
damals offenbar noch Traumatisierten auszustrahlen." Entweder diese
Formulierung ist schlicht schlampig oder - wahrscheinlicher - in
völliger Unkenntnis über Traumatisierung geschrieben. Ein
Trauma, durch 21-tägige Todesbedrohung hervorgerufen, ist nun mal
kein grippaler Infekt, der nach 3 Wochen - bitteschön - doch
überwunden sein müsste. Dass S. Osthoff traumatisiert wurde,
davon ist mit einiger Wahrscheinlichkeit auszugehen. Ihre Reaktionen
sprechen dafür. Dass die Presse einen solchen Menschen nicht
schützt, spricht gegen die Presse - auch dann, wenn S. Osthoff
selbst ein Interesse an den Interviews hatte. R.
7.1.2005 Im Spiegel
steht ein
Artikel über die Traumatisierung der Erdbebenopfer von Kaschmir.
Hilfe ist nicht in Sicht. Vorsicht: Triggergefahr.
6.1.2006 Die hessische
SPD-Frauenpolitikerin Ulli Nissen rechnet damit, dass allein in
Frankfurt/Main mindestens 4000 Frauen Opfer von Zwangsprositutuion
anlässlich der Fußballweltmeisterschaft werden. Bundesweit
wird nach vorläufigen Schätzungen des Deutschen
Städtetages an allen Austragungsorten der WM mit mehr als 30 000
Frauen als Opfer von Zwangsprostitution gerechnet. Bislang hat der
Deutsche Fußballbund kein Interesse gezeigt, seinen Einfluss
zugunsten der Opfer von Zwangsprostitution geltend zu machen. Ein
offener Brief des Dt. Frauenrates wurde ablehnend beschieden. Lediglich
der Torhüter Jens Lehmann hatte auf die Anfrage reagiert und seine
Hilfe angeboten. Er zog seine Zusage jedoch inzwischen zurück.
"Ich habe das Gefühl, dass der DFB den Spielern einen Maulkorb
verpasst hat", kommentierte Nissen.
Quelle: Yahoo
3.1.2006 Hessens
Polizei
verzeichnet
einen Anstieg von Fällen
häuslicher Gerwalt. 2004 kam in Hessen 5573 mal die Polizei wegen
häuslicher Gewalt, das ist ein Plus von 7,2% gegenüber dem
Vorjahr. 4809 Kinder waren direkt oder indirekt betroffen. In 90,5% der
Fälle waren Männer die Täter. Die Erhöhung der
angezeigten Zahlen ist auf die Anzeigepflicht der Polizei
zurückzuführen. Die polizeiliche Anzeigepflicht entlastet die
Opfer. Nun ist es nämlich nicht mehr wie bislang möglich,
dass Opfer unter dem Druck des Partners eine Anzeige zurücknehmen.
Quelle: FR
2.1.2006 Der
tschechische Ombudsmann
Otakar Motejl geht 55-58 Fällen von illegalen Sterilisierungen von
Frauen nach. Die Klagen von insgesamt 80 Frauen beziehen sich
auf einen Zeitraum von 30 Jahren. Im Nov. 2005 hatte eine
22-Jährige wegen ihrer Sterilisierung ohne vorherige Zustimmung
mit 18 Jahren vor Gericht Recht erhalten. Die klagenden Frauen sind
Roma-Angehörige.
Quelle: Die standard