Gegen das Vergessen 
Archiv Pressemeldungen 2005

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31.12.2005: Entwicklung der erfassten Fälle von Kindesmisshandlung
(ab 1993 gesamtes Bundesgebiet)

1987: 1120
1992: 1420
1994: 1915
1999: 2257
2004: 2916
1987: 1,8 Fälle pro 100 000 Einwohner

1996: 2,4 Fälle pro 100 000 Einwohner

2004: 3,5 Fälle pro 100 000 Einwohner
Quelle: FR
Die Presse meldet, dass diese Statistik bislang unveröffentlicht sei - sie liegt jedoch seit Juni 2005 vor. Sie wurde nur - wie üblich - vergessen. (s.auch die Untersuchung des BMFSFJ über Gewalt gegen Frauen von 2004, die längst in der Schublade verschwand und der kein nationaler Aufschrei folgte.) Die Dunkelziffer ist weiterhin hoch; die steigende Zahl der erfassten Kindesmisshandlungen kann auf erhöhte Aufmerksamkeit zurückzuführen sein. Die FR kommentiert: "
In erster Linie bleibt die Wohlfahrt der Kinder Aufgabe der Gesellschaft selbst. Sie hat sich zur Scham zu erziehen, dass in ihrer Mitte hunderttausendfach Hilflose gequält, missbraucht und vernachlässigt werden."
In der taz berichtet Jessika Kuehn-Velten, Vize-Leiterin einer ärztlichen Kinderschutzambulanz in Düsseldorf, dass sie keine Zunahme von Misshandlungen beobachten kann, jedoch immer mehr Vernachlässigungen. Vernachlässigte Kinder haben ein besonders hohes Risiko, auch andere Gewaltformen zu erfahren. Zwei Drittel der Kinder, die in die Kinderschutzambulanz kommen, werden von Einrichtungen, Ärzten oder Nachbarn gebracht - nicht von den Familien selbst. Als die Kinderschutzambulanz mit ihrer Arbeit begann, lag der Altersdurchschnitt der hilfesuchenden Kinder zwischen 10 und 12 Jahren. Heute sind die Hälfte der Kinder 7 Jahre und jünger.

Die Ernsthaftigkeit und Nachhaltigkeit der derzeitigen öffentlichen Empörung wird daran zu messen sein, ob Jugendämter, jugendmedizinischer Dienst, Kindertagesstätten, Schulen.... mit Geld und Personal ausgestattet werden.

29.12.2005 Ein "Nein in Stein", ein begehbares Labyrinth mit einem Stein zum Gedenken an die Opfer von Gewalt gegen Frauen wurde in Kiel errichtet. "Die Landeshauptstadt Kiel bekundet damit als erste Kommune in Deutschland öffentlich und nachhaltig, dass hier Gewalt gegen Mädchen und Frauen nicht toleriert wird. Dies richtet sich nicht nur an potenzielle Täter (und Täterinnen), sondern gerade auch an die "schweigende Mehrheit", die wegsieht, den Opfern Hilfe verweigert, Gewalt bagatellisiert und damit die Täter schützt."
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28.12.2005 Die deutsche Ärztin Gisela Seewald, 75, wurde in Chile verhaftet. Sie war Mitglied der Colonia Dignidad und hat Mitte der 70er Jahre Kinder und Jugendliche mit Elektroschocks und Beruhigungsmitteln misshandelt, die sich den sexuellen Misshandlungen von Paul Schäfer widersetzten oder andere Anordnungen nicht befolgten. Die Opfer sind heute zwischen 30 und 40 Jahre alt.
Quelle: Spiegel


24.12.2005 Die Gesellschaft für Menschenrechte weist darauf hin, dass ChristInnen in zahlreichen Ländern nicht Weihnachten feiern dürfen. Mehr als 200 000 000 der 2 Milliarden ChristInnen begehen das Fest in Bedrängnis und Verfolgung. Zu ihnen gehören ChristInnen aus China, Pakistan, Vietnam.
Quelle: FR

23.12.2005 Jan Philipp Reemtsma weist in einem taz-Interview im Kontext der Folter-Diskussion zu Recht auf Folgendes hin: "Wir müssten ein Gesetz machen … und dann müsste über Methoden geredet werden, über all dies muss man sich im Parlament streiten. Und das müsste in Parteiprogramme hineingeschrieben werden, denn ich möchte ja wissen, wie die Partei, die ich wähle, sich zu dieser Frage verhält. Und schließlich bekämen wir eine öffentliche Diskussion über Foltermethoden. Darf man Schlafentzug machen? Darf man Leuten Knochen brechen? Darf man sie unter Strom setzen? Darf man Zigaretten auf ihnen ausdrücken? Was darf man eigentlich? Überlegen Sie, was das bedeuten würde. ..... Einen zivilisatorischen Fortschritt, auf den wir Grund haben stolz zu sein, preiszugeben. Es würde eine Barbarisierung der Öffentlichkeit bedeuten."
Quelle: taz


21.12.2005 In Russland soll eine Gruppe Pädophiler jahrelang Kinder entführt und vergewaltigt haben, bevorzugt Teenager aus armen Familien und Waisenhäusern. Die Polizei hat u.a. einen Anwalt, einen ehemaligen Polizisten und einen früheren Angstellten eines Kinderheims festgenommen.
Quelle: Spiegel


18.12.2006 Susanne Osthoff ist frei. Was mit Tom Fox (54), Norman Kember (74), Harmeet Singh Sooden (32) und James Loney (41) ist, ist unbekannt.  Quelle: Pax Christi


16.12.2005 Barbarische Zeiten: Der Innenminister von Deutschland, Wolfgang Schäuble, CDU, hat sich dafür ausgesprochen, bei Ermittlungen auch Informationen zu verwenden, die womöglich unter Folter zustande kamen. Zur Erinnerung: Folter ist nach deutschem und nach Völkerrecht absolut verboten, selbst in Zeiten von Notstand, Krieg oder besonderer Gefahr. Kein Zweck und keine (vermeintlich) gute Absicht können Folter rechtfertigen. Folter verletzt die Würde des Menschen. Wenn ein Innenminister diesen Grundsatz antasten will, gefährdet er die Grundlage unseres Rechtsstaates. -
Die Frage ist, wodurch ein Staat, der Folter erlaubt oder von ihr profitiert, sich noch - um mit dem heiligen Augustinus zu sprechen - von einer Räuberbande unterscheidet.

15.12.2005 Kinder ohne Kindheit - der Unicef-Jahresbericht 2005

13.12.2005 Schwarzenegger hat in Kalifornien ein Gnadengesuch für Tookie Williams abgelehnt. Williams, Anführer von Straßengangs, wurde für 4 Morde verurteilt, die er nicht begangen habe. Im Gefängnis hat er der Gewalt abgeschworen. Er wird heute hingerichtet.

13.12.2005 Nach Angaben der beiden großen Kirchen gehörte Deutschland unter der rot-grünen Regierung auch 2004 wieder zu einem der größten Rüstungsexporteure der Welt. In großem Umfang seien erneut Waffen in Entwicklungsländer und Konfliktregionen geliefert worden, sagte die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE). Deutschland liegt mit 3,8 Milliarden Euro für Ausfuhrgenehmigungen für Kriegswaffen und Rüstungsgüter an vierter Stelle hinter Russland, den USA und Frankreich.
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10.12.2005 Bitte, Triggergefahr vorher bedenken: Die Süddeutsche bringt ein Interview mit Khaled-el-Masri.

10.12.2005 Der Versöhnungsbund bittet um Gebet für Susanne Osthoff, Tom Fox (54), Norman Kember (74), Harmeet Singh Sooden (32), James Loney (41) - alle in Irak verschleppt. mehr
Aktuell dazu aus der FR


10.12.2005 Internationaler Tag der Menschenrechte. Es sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, dass Menschenrechte auch für Frauen gelten und auch für diejenigen, die hier bei uns leben. In diesem Zusammenhang sei erneut die inzwischen wieder verschollene Untersuchung des Bundesministeriums für Frauen, Familie und Jugend vom September 2004 über Gewalt gegen Frauen in Deutschland erinnert. 37% aller Frauen in Deutschland erleben nach dieser repräsentativen Studie körperliche Gewalt. Erfasst wurden Erfahrungen von 10.000 Frauen zwischen 16 und 85 Jahren. Nicht erfasst wurden Gewalterfahrungen von Frauen von 0-16 Jahren. Einige der Letztgenannten treffen sich auf dieser HP. Sie fallen mit ihren langfristig wirkenden und zu bewältigenden Gewaltfolgen durch alle Raster kirchlicher und gesellschaftlicher Institutionen - Aufklärung und Prävention kommen für sie zu spät. Ich freue mich auf den Tag, an dem am Internationalen Tag der Menschenrechte Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen auch hier bei uns und nicht nur in der Ferne zur Sprache kommen. Rika

10.12.2005 Die Innenminister haben Flüchtlingen mit Kettenduldungen einen sicheren Aufenthaltsstatus verweigert. Es wird den einen und anderen sicher nicht hindern, sich über die Unbehaustheit der Familie des Josef von Nazareth in Betlehem vor 2000 Jahren wortreich zu beklagen.

10.12.2005 Internationaler Tag der Menschenrechte. Es sei bei dieser Gelegenheit daran erinnert, dass Menschenrechte auch für Frauen gelten und auch für diejenigen, die hier bei uns leben. In diesem Zusammenhang sei erneut die inzwischen wieder verschollene Untersuchung des Bundesministeriums für Frauen, Familie und Jugend vom September 2004 über Gewalt gegen Frauen in Deutschland erinnert. 37% aller Frauen in Deutschland erleben nach dieser repräsentativen Studie körperliche Gewalt. Erfasst wurden Erfahrungen von 10.000 Frauen zwischen 16 und 85 Jahren. Nicht erfasst wurden Gewalterfahrungen von Frauen von 0-16 Jahren. Einige der Letztgenannten treffen sich auf dieser HP. Sie fallen mit ihren langfristig wirkenden und zu bewältigenden Gewaltfolgen durch alle Raster kirchlicher und gesellschaftlicher Institutionen - Aufklärung und Prävention kommen für sie zu spät. Ich freue mich auf den Tag, an dem am Internatinalen Tag der Menschenrechte Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen auch hier bei uns und nicht nur in der Ferne zur Sprache kommen. Rika


7.12.2005 Die US-Außenministerin Condoleezza Rice hat im Gespräch mit Bundeskanzlerin Merkel versichert, die USA folterten nicht. Dabei muss man wissen, dass für die USA alles, was der Terrorabwehr dient/dienen soll, legitim ist und nicht unter den Begriff "Folter" fällt. D.h. die Auskunft von Frau Rice beantwortet die gestellte Frage nicht. Wir müssen also davon ausgehen, dass die US-Menschenrechtsgruppen Recht haben, wenn sie ihrem Land Folter vorwerfen - und dass Deutschland zu denen gehört, die dies unterstützt, zumindest nichts dagegen tut. Deutschland stellt offensichtlich nicht einmal die richtigen Fragen.  VerliererInnen dieser Situation sind die Folteropfer und jene geheimen Gefangenen der USA, die  auf dem Luftweg auch über Deutschland durch die CIA transportiert werden. In Deutschland scheint es keinen politischen Willen zu geben, diesen Menschen zu helfen.

5.12.2005 "Es gibt Meldungen, bei denen es einem den Atem verschlägt. Es empfiehlt sich dann, die Sache mit besonderer Sachlichkeit zu betrachten und sich dem, was man als ungeheuerlich empfindet, mit Vorsicht zu nähern: Nach einem Bericht der Washington Post hat der damalige amerikanische Botschafter im Mai 2004 den damaligen deutschen Bundesinnenminister über die irrtümliche Verschleppung eines deutschen Staatsbürgers in ein US-Verhörzentrum in Afghanistan informiert." So beginnt der Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen.

5.12.2005 Lea Ackermann, die Gründerin der Hilfsorganisation Solwodi, macht darauf aufmerksam, dass nach Schätzungen der UNO weltweit jährlich mindestens 5 000 000 Frauen und Kinder verkauft und versklavt werden. Der Profit liegt bei jährlich sieben Billionen Dollar. Die neuen Sklavenhalter seien zunehmend auch schwarze Männer, z.B. afrikan. Diplomaten, die junge Filippinas als Dienstbotinnen ausbeuten: Ohne Bezahlung, ohne freie Tage, dafür mit sexualisierter Gewalt.
Quelle: Radio Vatikan

5.12.2005 In Deutschland kommt es vermehrt zu vorsätzlicher Gewalt unter Kindern und Jugendlichen. Die Gewalt wird ausgeübt, um die Erniedrigung des Opfers in Filmsequenzen festzuhalten.
Quelle: Spiegel u.a.

1.12.2005 Eine Studie der bayerischen Polizei kommt zum Ergebnis, dass nur jede vierte Anzeige einer Vergewaltigung (Nötigung: nur jede 5. Anzeige) zu einer Bestrafung des Täters führt. Fast die Hälfte der Frauen zeige die Straftat zu spät an, was die ohnehin schlechte Beweislage noch weiter erschwert.
Quelle: Yahoo

1.12.2005 In einem Kinderschänderprozess wegen langjährigem Missbrauch von 17 Kindern in Saint-Omer wurden sechs Angeklagte freigesprochen. Sie hatten bis zu drei Jahre U-Haft hinter sich. Der Haupttäter hatte den Missbrauch bestätigt. Er wurde zu 20 Jahren verurteilt. Die sechs Angeklagten, die in Berufung gegangen waren, wurden vom Haupttäter jedoch für unschuldig erklärt. Die Frau des Haupttäters hatte die 6 angeklagt, die Anklage dann zurückgezogen, schließlich ihre Vorwürfe erneuert. Inzw. scheint erwiesen, dass diese 6 tatsächlich unschuldig sind, unter ihnen ein kath. Priester. Einer der unschuldig Angeklagten beging Selbstmord, anderen wurde das Sorgerecht über ihre Kinder entzogen.
Quelle: Yahoo

1.12.2005 Welt-Aids-Tag: Häusliche Gewalt trägt zu HIV-Infektionen bei.
Human Rights Watch über Frauenrechte und den Kampf gegen HIV/Aids


28.11.2005 Am Internationalen Tag gegen Gewalt habe ich viele Reden gehört und gelesen. In vielen Bereichen sind viele kirchliche und staatliche Einrichtungen aktiv gegen Zwangsehen und Menschenhandel, Zwangsprostitution und Zwangsverheiratung, für Frauenhäuser, gegen häusliche Gewalt und für Aufklärung von Frauenmorden in Mittelamerika. Nur eine Gruppe kam nicht vor: Die Menschen, die hierzulande als Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt im Nahbereich wurden und bis heute als längst Erwachsene mit den Folgen zu leben haben. Dabei wäre diese Gruppe im wahrsten Sinn des Wortes ebenso "naheliegend" wie es die akut gefährdeten Opfer häuslicher Gewalt sind. Gewalt ist nämlich nicht zu Ende, wenn sie vorbei ist.

28.11.2005 Der frühere irakische Ministerpräsident Ijad Allawi sagt, die Menschenrechtslage im Irak habe sich so verschlechtert, dass es kaum noch Unterschiede zum gestürzten Regime von Saddam Hussein gebe: "Die Leute tun dasselbe wie zu Saddams Zeiten - und schlimmer."
Quelle: Süddeutsche

26.11.2005 Kinderschänder: Über 20 Jahre lang hat ein Deutscher mehr als 200 thailändische Jungen vergewaltigt. Gestern wurde er in Brüssel zu 10 Jahren Haft verurteilt.
Quelle: taz

25.11.2005 Die WHO befragte 24.000 Frauen in zehn Ländern. Weltweit ist danach fast jede sechste Frau von häuslicher Gewalt bedroht. In der Mehrheit der Fälle sind die Täter die eigenen Männer. Gewalt gegen Frauen ist ein soziales Problem, das zusätzlich zu einem gesundheitlichen wird. Der Bericht zeigt, dass die gesundheitlichen Folgen über die in unmittelbarem Zusammenhang stehenden körperlichen Schäden hinausgehen. Misshandelte Frauen leiden vermehrt an Fehlgeburten, Schwindelanfällen, Schmerzen und psychischen Krankheiten. Opfer von häuslicher Gewalt haben damit ein dreimal höheres Gesundheitsrisiko.
Quelle: taz


23.11.2005 Die FR berichtet über das weitere Leben der Familie Arslan nach dem Brandanschlag in Mölln am 23.11.1992. Der Titel des Berichts: Abgelaufene Solidarität. Mein Kommentar: Genau das passiert immer und immer wieder: Die Überlebenden von Gewalt sind einfach nur peinlich und durch ihre Existenz eine permanente Bedrohung.  Und auch das, was Faruk Arslan formuliert, ist üblich: Es sei den Politikern vor allem um das Ansehen Deutschlands gegangen und nicht um die Betroffenen. Wie Recht er hat! Und das ist nicht nur in der Politik so!
Quelle: FR

20.11.2005 Der Direktor des Genfer Zentrums für die Demokratische Kontrolle der Streitkräfte, DCAF, Theodor Winkler, hat in New York erklärt, die Zahl der Frauen, die an den Folgen von Gewalt und Entbehrung sterben, sei größer als die Zahl der Todesopfer aller Kriege im 20. Jahrhundert zusammen. Er nannte das tief verwurzelte Phänomen der Gewalt gegen Frauen eines der großen Verbrechen der Menschheit. Nach Schätzungen der UN leben derzeit 200 000 000 Frauen weniger als erwartbar - sie wurden getötet. Weltweit gesehen sei für Frauen zwischen 15 und 44 die Gefahr, durch männliche Gewalt getötet oder verletzt zu werden, höher als das Risiko von Krebs, Autounfällen, Malaria und Kriegen zusammen. Nach einer Untersuchung der WHO ist jede 5. Frau Opfer einer Vergewaltigung oder eines Vergewaltigungsversuchs.
mehr:
DCAF

20.11.2005 Frauenmorde in Guatemala gehören zum Alltag. Zwischen 2001 und 2004 wurden 1200 Guatemaltekinnen missbraucht und umgebracht. In diesem Jahr sind es 600 Frauen. Im Norden Mexikos und in El Salvador geschieht Ähnliches. Die Aufklärungsquote liegt bei knapp über 0%. Es ist üblich, dass nicht die Täter belangt, sondern die Opfer stigmatisiert werden. Mehr heute Abend, Weltspiegel, ARD, 19.20 Uhr

19.11.2005 Pro asyl, DGB, Flüchtlingsrat Berlin u.a. fordern die neue Bundesregierung auf, die Vorbehaltserklärung zur Kinderrechtskonvention zurückzunehmen. Die Rechtslage sieht derzeit vor, dass Flüchtlingskinder in Deutschland bereits mit 16 Jahren und nicht erst mit 18 als verfahrensmündig gelten. Sie können mit 16 Jahren in Abschiebehaft genommen und alleine abgeschoben werden.
Quelle: FR

16.11.2005 Die kath. Bischöfe der USA haben die Todesstrafe abgelehnt. Die USA könnten ebenso wenig wie jeder andere Staat, den Menschen erklären, dass Töten moralisch verwerflich ist, indem sie die töten, die andere umgebracht haben, formuliert die fast einstimmig verabschiedete Resolution der Bischofskonferenz.
Quelle: ORF

14.11.2005 Kommentar der FR: Die halbierte Gesellschaft
Diesem Kommentar ist nichts hinzuzufügen.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/die_seite_3/?cnt=756467


10.11.2005 In Deutschland verwahrlosen immer mehr Kinder. 30% der Kinder werden nach den ersten Lebensjahren keinem den Vorsorgeuntersuchungen vorgestellt.

9.11.2005 Nach dem Tod eines Kleinkindes und der Aufdeckung skandalöser Zustände in türkischen staatlichen Kinderheimen ist die Empörung groß. Die Regierung gerät unter Druck.
mehr: taz


9.11.2005 Michael Friedmann, in die Benutzung von Zwangsprostituierten verwickelt, spricht heute auf der Gedenkfeier der jüdischen Gemeinde Berlins zur Pogromnacht von 1938.
Quelle: taz


8.11.2005 Bischöfin Käßmann hat aufgerufen, sich stärker um Migrantenkinder zu kümmern. Die Ereignisse in Frankreich zeigten, dass Armut unter Zuwanderern und Bildungsnotstand zu Gewalt führen können, sagte sie. Quelle: taz

8.11..2005 Monira Rahman, Frauenrechtlerin aus Bandladesch, erhält den Menschenrechtspreis 2005 von ai. Sie gründete "Acid Survivor Foundation", eine Stiftung für Opfer von Säureattentaten. Seit 2000 wurden in Bangladesch weit mehr als 1000 Frauen und Mädchen mit Säure angegriffen. Die Säure füge den Opfern schreckliche Verätzungen zu und entstelle Gesichter und Körper. Die Täter seien immer Männer, die wegen sexueller Abweisung bis zu Streitigkeiten über Mitgift und Land handelten. Vor Gericht kommen nach Angaben von ai eta 10% der Taten.
Quelle: taz

7.11.2005 In Afghanistan wurde die Schriftstellerin Nadja Andschuman offenbar von ihrem Ehemann zu Tode geprügelt. Der Mann hat die Schläge gestanden, die Tötung jedoch geleugnet. Nach Einschätzung von MenschenrechtlerInnen sind auch vier Jahre nach dem Sturz der Taliban viele Frauen in Afghanistan Opfer von häuslicher und sexueller Gewalt.
Quelle: Yahoo


Buchhinweis: Lea Ackermann, Inge Bell, Barbara Koelges: Verkauft, versklavt, zum Sex gezwungen. Das große Geschäft mit der Ware Frau, Kösel-Vlg, 2005
Eine Besprechung finden Sie auf der Seite der Arbeitsstelle für Frauenseelsorge der DBK unter Aktuellem.


5.11.2005 Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) ist besorgt, dass wegen der Fußball-WM mit der Einreise von 40.000 Prostituierten gerechnet wird. Er fordert Bayern auf, die Prostitution nicht zu fördern, auch nicht indirekt und fragt bei Innenminister Beckstein, welche Vorkehrungen Bayern trifft, um Zwangsprostitution und Menschenhandel im Umfeld der Weltmeisterschaft zu verhindern.
Quelle: Radio Vatikan


31.10.2005 Ein 30-jähriger Algerier, der sich in Berlin-Köpenick in Abschiebehaft befindet, hat sich selbst verletzt aus Angst vor der drohenden Abschiebung. Er aß eine Münze und die Schelle eines Heizungsrohrs.
Quelle: taz

29.6.2005 Interview mit Sinan und Saithan, die Gesicht zeigten gegen Ehrenmorde und Zwangsverheiratungen - mitten in Kreuzberg.
Quelle: taz

26.10.2005 Die USA erwägen unter dem Etikett "generelles Folterverbot", geheimdienstliche Aktivitäten im Ausland von diesem Verbot auszunehmen.
Quelle: Süddeutsche

26.10.2005 Eine Hommage an eine Frau, die den Aufstand probte, indem sie einmal sitzen blieb: Willi Winkler ehrt Rosa Lee Parks in der Süddeutschen

25.10.2005 Rosa Lee Parks ist tot. Sie war die Frau, die sich am 1. Dezember 1955 weigerte, ihren Platz im Bus für einen weißen Mann zu räumen. Sie kam daraufhin ins Gefängnis und musste eine Geldstrafe von 14 Dollar zahlen. Im Anschluss an diesen symbolischen Akt zivilen Ungehorsams kam es zu einer Protestbewegung gegen die Diskriminierung der Schwarzen in den USA. Martin Luther King, Baptistenpfarrer, organisierte den darauf folgenden Boykott des Busverkehrs.

22.10.2005 Brigitte Böttner, Konradsblatt: Gleich vor Gott und gleich vor dem Gesetz. Rajakumari Michaelsamy kämpft um Rechte für die indischen Dalits

20.10.2006 Radio Vatikan berichtet, dass Überlebende der Tsunami-Katastrophe schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Immer wieder komme es zu sexuellen Übergriffen, willkürlichen Festnahmen und Gewalttaten gegen die Opfer.

19.10.2005 Nach Auskunft von Flüchtlingsräten leben Hunderte namenloser Kinder in Deutschland. Ihre Eltern sind Flüchtlinge und können ihre Herkunft nicht nachweisen. Deutsche Behörden verweigern den Kindern die Bescheinigung ihrer Existenz, um die Eltern unter Druck zu setzen.
Quelle: Spiegel

18.10.2005 Bischof Huber: Europa hat in Melilla ein Stück seiner Seele verloren. Bischof Huber kritisiert die gewaltsame Zurückweisung afrikanischer Flüchtlinge an der spanisch-marokkanischen Grenze in Nordafrika scharf.
Quelle: ORF

20.10.2006 Radio Vatikan berichtet, dass Überlebende der Tsunami-Katastrophe schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt sind. Immer wieder komme es zu sexuellen Übergriffen, willkürlichen Festnahmen und Gewalttaten gegen die Opfer.


19.10.2005 Nach Auskunft von Flüchtlingsräten leben Hunderte namenloser Kinder in Deutschland. Ihre Eltern sind Flüchtlinge und können ihre Herkunft nicht nachweisen. Deutsche Behörden verweigern den Kindern die Bescheinigung ihrer Existenz, um die Eltern unter Druck zu setzen.
Quelle: Spiegel


16.10.2005 Abgeschobene Flüchtlinge in Marokko: Rückkehr in Schande.
Quelle: ARD


15.10.2005 Soldaten der Polisario-Befreiungsfront für die Westsahara haben 50 SchwarzafrikanerInnen mitten in der Wüste entdeckt und in einem Wüstendorf untergebracht. Die Menschen berichteten, marokkanische Soldaten haben sie auf die andere Seite des Verteidigungswalls gezwungen.  - Bislang erfolglos blieb die zweitägige Suche der UN nach rund 250 Flüchtlingen in der Wüste, die per Handy um Hilfe gebeten haben.
Quelle: taz

12.10.2006 Beschleunigte Abschiebung in die Wüste. Marokko beschleunigt die Abschiebung der afrikanischen Flüchtlinge in die Wüste. Angesichts der Flüchtlingsdramen fordert Amnesty International "eine grundsätzliche Neuorientierung der EU-Flüchtlings-, Asyl- und Einwanderungspolitik" in der EU. Quelle: Spiegel

12.10.2005 Auf dem Weg aus ihren Heimatländern nach Europa werden afrikanische Flüchtlinge nach Angaben einer Augenzeugin immer wieder von Polizisten vergewaltigt. Viele der Frauen würden schwanger. Die Vergewaltigungen werden von arabischen Beamten und marokkanischen Polizisten vorgenommen.
Quelle: Yahoo

9.10.2005 Straßenkinder in Manila machen im Rahmen eines Projekts erstmals eine Studie über Kinderprostitution, um mit den Ergebnissen die Politik zur Einhaltung längst bestehender Kinderschutzgesetze zu drängen.
mehr: taz


8.10.2005 Beten und Untertauchen. Eine Reportage über das Schicksal einer Flüchtlingsfamilie in Frankreich - und über Solidarität taz

8.10.2005 Ärzte ohne Grenzen berichtet über 500 afrikanische Flüchtlinge, die nach ihrer Vertreibung aus den spanischen Exklaven Melilla und Ceuta von der marokkanischen Polizei ausgesetzt wurden.
Quelle: Der Spiegel


7.10.2005 Seit 1995 starben nach Angaben der "Ärzte ohne Grenzen" 6.300 illegale Einwanderer an der spanisch-marokkanischen Grenze. Die offiziell angegebene Zahl lautet 1.400. Die Helfer von "Ärzte ohne Grenzen" kritisieren die zunehmend intensive Gewalt der Sicherheitskräfte Marokkos und Spaniens. Die Folgen seien Schusswunden, Hundebisse, sexuelle Gewalt und Tod. Von einem Einlenken Europas ist keine Rede.
Quelle: taz
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30.9.2005 Steckbrief: männlich, unauffällig. Experten der Kripo fahnden nach Kinderpornografie im Internet und stoßen auf Täter aus allen Schichten
merh: FR


30.9.2005 In den USA gibt es eine Website, die Bilder des Krieges in Irak und Afghanistan zeigt, die sonst nicht gezeigt werden. Der Betreiber der Website zahlt für die Bilder mit Pornoseiten, weil der Geldtransfer schwierig ist. Am Mittwoch hat das Pentagon eine Untersuchung aufgenommen - und sie sofort wieder eingestellt. Begründung: Es sei nicht auszumachen, dass die Fotografen tatsächlich amerikan. Soldaten seien und dass es sich bei den Bildern der Toten um Menschen aus dem Irak und aus Afghanistan handele.  Dass manche Bilder Rangabzeichen von Soldaten, Straßenschilder und Autos zeigen, ist unerheblich.
Quelle: SZ


29.9.2005 Zur Fußball-WM 2006 rechnen Fachleute damit, dass mehr als 30 000 Frauen, meist aus Osteuropa, in die WM-Städte geschleust werden könnten, um dort der Prostitution nachzugehen - viele von ihnen gezwungen. Deshalb hat der Deutsche Frauenrat Anfang September 2005 an Prominente des deutschen Fußballs geschrieben und um Unterstützung gegen diese Menschenrechtsverletzungen gebeten. Der Torhüter Jens Lehmann antwortete als einziger. Er versprach, unter seinen Kollegen für die Kampagne werben zu wollen. Franz Beckenbauer, Oliver Kahn und etliche andere Größen des deutschen Fußballs haben bis heute nicht geantwortet. Das Organisationskomitee der WM verwies auf DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. Dieser hatte das Bundesfrauenministerium bereits frühzeitig wissen lassen, man werde sich bei allem Verständnis "in dieser leidigen Angelegenheit nicht aktiv einbringen". Darüber hinaus teilte der DFB mit, er könne dem "gut gemeinten Appell aus grundsätzlichen Erwägungen nicht folgen". Die grundsätzlichen Erwägungen wurden konkretisiert: Man werde täglich mit irgendwelchen Kampagnen bekannt gemacht und könne nicht jeder nachgehen. Wo kämen wir da auch hin....
Quelle: FR

29.9.2005 Krieg im Kopf. Jeder sechste US-Soldat kehrt nach einer Pentagon-Studie mit Anzeichen einer seelischen Störung aus Irak zurück.
Quelle: FR


29.9.2005 Misshandler im Irak und in Afghanistan beschränken sich auf gebrochene Arme und Beine, berichten US-Soldaten. Statt die Verantwortlichen zu ermitteln, setzt die Armee die Zeugen unter Druck.
mehr: Süddeutsche


26.9.2005 Franz Walter in der taz: Geteilte deutsche Wirklichkeit. Einen der besten Kommentare über unsere derzeitige Welt, den ich in den letzten Monaten las. Die Propheten formulieren den gleichen Sachverhalt kurz und prägnant. Jeremia sagt, damals wie heute gültig: "Wie ein Korb sich mit Vögeln füllt, so füllen sich ihre Häuser mit betrügerisch erworbenem Gut.... Sie schaffen der Waise nicht Recht vor Gericht, und für die Sache der Armen treten sie nicht ein." (Jer 5, 27.28)

25.9.2005 Die Malteser haben verstärkte Unterstützung für afghanische Flüchtlinge angemahnt, die nach Afghanistan zurückkehren. Viele kämen aus Pakistan und Iran zurück und fänden nach 20 Jahren ihre Heimatdörfer in fremdem Besitz, sagte die Hilfsorganisation anlässlich des Tags des Flüchtlings am 27.9. Die Rückkehrer lebten in extremer Armut und seien an den sozialen Rand gedrängt.
Quelle: Radio Vatikan

24.9.2005 Soldaten der 82. US-Fallschirmdivision sollen ebenfalls Gefangene gedemütigt, misshandelt und gequält haben. Das berichtete Human Rights Watch (HRW). Die Misshandlungen haben dazu gedient, bei den Soldaten Stress abzubauen. Sie wurden als eine Art Sport ausgeübt. Ein Hauptmann habe 17 Monate lang versucht, von den im gesamten Lager bekannten Folterungen an Vorgesetzte zu berichten. Die Meldungen seien dort nicht zur Kenntnis genommen worden. Er sei stattdessen ermahnt worden, an seine Karriere zu denken.
Quelle: ARD

24.9.2005 Der Generalsekretär des Weltkirchenrates, Samuel Kobia aus Kenia, sagte zum Welttourismustag, Nutzen und Lasten des Tourismus seien sehr ungleich verteilt. Wörtlich: "Die Tourismusindustrie wird von einer kleinen Anzahl an Unternehmen dominiert, denen es vor allem um hohe Renditen geht, während Millionen Frauen und Kinder missbraucht, Kulturen verunglimpft und ausgebeutet und Arbeiter unterbezahlt werden."
Quelle: Radio Vatikan




23.9.2005 Die Linkspartei-Frauen haben gestern entdeckt, dass auch der Wahlkampf dieser Partei männerdominiert war und die Partei es versäumte, Frauen für Spitzenposten zu nominieren. Hat Frau also nur die Wahl zwischen Frauendiskriminierung der Rechten und Frauendiskriminierung der Linken?
mehr: taz


22.9.2005 Caritas Österreich informiert über psychisch kranke Menschen, um  der Stigmatisierung entgegenzuwirken. Psychisch kranke Menschen sähen sich oft mit Unverständnis und Vorurteilen konfroniert, während körperlich kranke unterstützt werden, so Miachel Landau, Wiener Caritas-Direktor. Das Stigma werde so zur zweiten Krankheit und die Betroffenen litten unter der Krankheit - und der Stigmatisierung. Die Ausgrenzung der Kranken erhöhe ihre Isolation und verschlechtere ihre Heilungschancen. Prävention müsse zugleich Armutsprävention sein und die Ausgrenzung verhindern.
Quelle: ORF


19.9.2005 Die künftige Finanzierung von Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen ist nach Einschätzung des Bundesfamilienministeriums äußerst gefährdet. Die Plätze in den bestehenden 450 Frauenschutzhäusern reichen bei weitem nicht aus, so Renate Augstein bei einer Tagung der evangelischen Männerarbeit zum Thema "Häusliche Gewalt" in Braunschweig. Augstein räumte auf Nachfrage der Teilnehmer ein, dass es bisher kein Konzept für männliche Opfer häuslicher Gewalt gebe.
Quelle: taz


17.9.2005 Arbeitskommando Bordell. Lange verschwiegen: Tausende Frauen mussten in KZs Sex-Zwangsarbeit leisten. Rebecca Hillauer in der FR


14.9.2005 Die Caritas Rheinland-Pfalz mahnt die Bekämpfung der Armut als zentrale Aufgabe der Politik an.
mehr


14.9.2005 Reich gegen Arm: Die Letzten werden die Letzten sein. Armut ist keine Frage des Geldes mehr, sondern eine Schande: Arm ist, wer die Kleider der älteren Geschwister anziehen muss und die falschen Schuhe trägt. Der Staat kann da nix machen. Jeder ist sich selbst am nächsten. Willi Winkler in der SZ


14.9.2005 Käuflicher Sex mit Jungen ist ein meist verdrängtes Problem. Für das Schicksal jugendlicher Prostituierter auch in Europa interessiert sich die Öffentlichkeit kaum.
mehr: FR


10.9.2005 Leserinbrief vom 16.7.2005 zu „Ende des Geschlechterkampfes“ in Publik Forum Nr. 13/2005 S. 32-33 In Heppenheim trafen sich Frauen und Männer aus der kath. und evang. Frauen- und Männerarbeit. Sie wollten den Halbzeitstand der Dekade „Gemeinsam Gewalt überwinden“ feststellen. PF hat zur Illustration des Artikels ein Bild gewählt, das die Botschaft der Heppenheimer Erklärung auf den Punkt bringt: FRAU SCHLÄGT MANN. In der Heppenheimer Erklärung heißt es: "Die Erfahrung von Ohnmacht trifft sowohl Männer als auch Frauen und ist oft Ausgangspunkt von Gewalt....Die Grenzen zwischen TäterInnen und Opfer sind oft nicht klar zu erkennen......“. Es befremdet mich, dass in Heppenheim der Opferstatus von Männern thematisiert wurde und [die von ihnen ausgehende, Einfügung von PF] Gewalt in die Ferne verlagert wurde. Opfer werden sich im kirchlichen Raum auf die Frage gefasst machen müssen, wo sie denn aus ihrer Ohnmachtserfahrung heraus zu TäterInnen wurden und wo sie eine Mitschuld an erfahrener Gewalt trifft. Die in Heppenheim eingenommene Männerperspektive garantiert, dass das Leid von Frauen verschleiert wird und nicht mehr sprachfähig ist. Die ganz normalen eigenen Frauen im Nahbereich, die Opfer von Gewalt wurden, sind also gut beraten, das zu tun, was sie auch bisher schon im kirchlichen Raum taten: zu schweigen. Bislang bereits für Gewaltüberlebende im kirchlichen Raum weitgehend geschlossene Kirchentüren werden mit dieser Erklärung dann endgültig  verriegelt, fürchtet N.N., die seit 5 Jahren mit Frauen arbeitet, die Gewalt in sozialen Nahbeziehungen erlebten und die Ressourcen ihres christlichen Glaubens im Leben mit den Gewaltfolgen einbeziehen (Der rot gedruckte Text ist der in Nr. 17, 9.9.2005, S. 63 von Publik Forum veröffentlichte und ergänzte.)

9.9.2005 Worüber wir mal reden müssen: Frauen berichten. Die indische Politikwissenschaftlerin Richa Singh, 45, arbeitet mit Gewaltopfern in Kaschmir, Gujarat und Palästina
Quelle: taz

5.9.2005
FR: Was Bush verschweigt: "In Amerika lassen wir unsere Mitbürger in der Stunde der Not nicht im Stich", sagt Bush. Für die Opfer ist das eine Verhöhnung.

Süddeutsche: Tage der Schande
Eine Predigt: Ez 33, 7-9

1.9.2005 Der Aachener Friedenspreis für Roy Bourgeois und Hanne Hiob
mehr: http://www.aachener-friedenspreis.de/

1.9.2005 Neue Schulen, verletzte Seelen. Oder: Wie mit Opfern umgegangen wird. Beslan, ein Jahr danach
Quelle: taz


30.8.2005 Jungfrau für 4000 Euro pro Nacht. Österreichische Begleitagenturen vermitteln Mädchen und Frauen aus Osteuropa an gut betuchte Kunden. Ins Land kommen die Zwangsprostituierten mit Tänzerinnen-Visa.

29.8.2005 Eine Untersuchung des Staatsinstituts für Familienforschung befragte 800 Experten und wertete 2216 Gerichtsverfahren nach dem Gewaltschutzgesetz vom 1.1.2005 aus. Die meisten Anträge werden von Frauen gestellt. Fast die Hälfte der Antragstellerinnen berichtete über jahrelange Gewalterfahrungen. Im Schnitt vergehen bis zur Antragstellung 4,5 Jahre. In 28% der Anträge kommt es zu Gerichtsverfahren, die meist im Sinne der Opfer ausgehen. In 33% nehmen die Antragstellerinnen den ANtrag zurück. 8% der Anträge ruhen; in 29% einigen sich die Parteien außergerichtlich. Die hohe Bereitschaft, es doch noch einmal mit dem Täter zu versuchen, erklären die Experten mit fehlendem Vertrauen in die Schutzmöglichkeiten des Gesetzes, einer widersprüchlichen Beziehung zum Täter, Sorge um die gemeinsamen Kinder, zu geringe Unterstützung, zu wenig Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen. Sie weisen jedoch auch darauf hin, dass die Neigung des Gerichts, versöhnliche Lösungen zu finden, für die Opfer zum Teil problematisch sei.

Quelle: Kölner Stadtanzeiger
Kommentar: Ist also zu beobachten, dass es die Opfer sind, die die Täterarbeit leisten?


27.8.2005 Jörg Alt: Illegale Migration - Stimmen der Zeit
mehr:
http://www.joerg-alt.de/index.html


27.8.2005 Männer und Mörder. Der Sozialpsychologe Harald Welzer über sein Buch: "Täter. Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden." Frankfurt 2005
Quelle: FR


25.8.2005 Altes Muster, neu aufgelegt: Die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie protestiert in einem offenen Brief gegen die Bilder einer Kampagne gegen häusliche Gewalt. Sie kritisiert, dass die Kampagne die Opfer auf eine Ebene mit den Tätern von Gewalt bringe. Erreicht wird diese Gleichstellung durch die Kernaussage, dass beide Hilfe brauchen, Opfer und Täter. Die Wiener Interventionsstelle ist der Ansicht, dass diese Gleichmachung eine weitere Entwürdigung und Erniedrigung der Opfer bedeute. "Die zentrale Botschaft müsste lauten, dass Opfern von Gewalt Unrecht angetan wurde und dass sie vor allem Anspruch auf Gerechtigkeit und Wiedergutmachung haben, indem die Täter zu Verantwortung gezogen werden. Hingegen lautet die Botschaft, dass Täter auch arm sind und Hilfe brauchen. Damit wird Gewalt verharmlost und bagatellisiert und es wird um Mitleid für Täter geworben, auf Kosten der Opfer!"

mehr: http://diestandard.at/ (Suchwort: Neustart)

  • Wer sich die Bilder zumuten will und kann, findet sie hier (Vorsicht Triggergefahr!)
  • Wer historische Vorbilder für das Muster sucht, lese z.B. Katharina von Kellenbach: Theologische Rede von Schuld und Vergebung als Täterschutz, in: Katharina von Kellenbach/Björn Krondorfer/Norbert  Reck (Hg.): Von Gott reden im Land der Täter. Theologische Stimmen der dritten Generation seit der Shoah. Darmstadt 2001, S. 46-67
  • Wer noch mehr lesen mag, sehe sich das Referat an von Rosa Logar "Opfer von Gewalt - Subjekte oder Objekte der Strafjustiz?" gehalten auf der Fachtagung „Umgang mit Sexualstraftätern zum Schutz der Opfer“ März 2003 unter http://www.interventionsstelle-wien.at/ (Rubrik: Fachartikel). Rosa Logar formuliert: "... denn ich bin zuriefst davon überzeugt, dass wir Gewalt an Frauen nicht eliminieren können, wenn diejenigen, die von der Gewalt betroffen sind, nicht im Zentrum unserer gemeinsamen Bemühungen stehen."

24.8.2005 Staatsanwälte als Freier beschäftigen in Österreich die Politik
Quelle:
http://diestandard.at/ und
Quelle: http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=131


23.8.2005 Erfahrungen aus der Psychiatrie - über Fehldiagnosen, mangelnde Sorgfalt und mangelnde Selbstkontrolle

Quelle: Süddeutsche


21.8.2005 Brasilien will gegen Sex-Touristen vorgehen. Seit der Tsunami-Katastrophe in Asien sei der Sextourismus in Brasilien gestiegen.
Quelle: ARD


19.8.2005 Täterentschuldigung und Opfergedenken - 40 Jahre nach dem Ende des Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Quelle: FR


25.8.2005 Altes Muster, neu aufgelegt: Die Wiener Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie protestiert in einem offenen Brief gegen die Bilder einer Kampagne gegen häusliche Gewalt. Sie kritisiert, dass die Kampagne die Opfer auf eine Ebene mit den Tätern von Gewalt bringe. Erreicht wird diese Gleichstellung durch die Kernaussage, dass beide Hilfe brauchen, Opfer und Täter. Die Wiener Interventionsstelle ist der Ansicht, dass diese Gleichmachung eine weitere Entwürdigung und Erniedrigung der Opfer bedeute. "Die zentrale Botschaft müsste lauten, dass Opfern von Gewalt Unrecht angetan wurde und dass sie vor allem Anspruch auf Gerechtigkeit und Wiedergutmachung haben, indem die Täter zu Verantwortung gezogen werden. Hingegen lautet die Botschaft, dass Täter auch arm sind und Hilfe brauchen. Damit wird Gewalt verharmlost und bagatellisiert und es wird um Mitleid für Täter geworben, auf Kosten der Opfer!"
mehr: http://diestandard.at/ unter 'Kritik an Neustart-Kampagne'

  • Wer sich die Bilder zumuten will und kann, findet sie hier
  • Wer historische Vorbilder für das Muster sucht, lese z.B. Katharina von Kellenbach: Theologische Rede von Schuld und Vergebung als Täterschutz, in: Katharina von Kellenbach/Björn Krondorfer/Norbert  Reck (Hg.): Von Gott reden im Land der Täter. Theologische Stimmen der dritten Generation seit der Shoah. Darmstadt 2001, S. 46-67
  • Wer noch mehr lesen mag, sehe sich das Referat an von Rosa Logar "Opfer von Gewalt - Subjekte oder Objekte der Strafjustiz?" gehalten auf der Fachtagung „Umgang mit Sexualstraftätern zum Schutz der Opfer“ März 2003 unter http://www.interventionsstelle-wien.at/(Rubrik: Fachartikel). Rosa Logar formuliert: "... denn ich bin zuriefst davon überzeugt, dass wir Gewalt an Frauen nicht eliminieren können, wenn diejenigen, die von der Gewalt betroffen sind, nicht im Zentrum unserer gemeinsamen Bemühungen stehen."

24.8.2005 Staatsanwälte als Freier beschäftigen in Österreich die Politik
Quelle: http://diestandard.at/ und
Quelle: http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=131



23.8.2005 Erfahrungen aus der Psychiatrie - über Fehldiagnosen, mangelnde Sorgfalt und mangelnde Selbstkontrolle
Quelle: Süddeutsche


21.8.2005 Brasilien will gegen Sex-Touristen vorgehen. Seit der Tsunami-Katastrophe in Asien sei der Sextourismus in Brasilien gestiegen.
Quelle: ARD


20.8.2005 Die Reden von Rabbi Teitelbaum und dem Papst in der Kölner Synagoge
Quelle: Radio Vatikan


19.8.2005 Täterentschuldigung und Opfergedenken - 40 Jahre nach dem Ende des Frankfurter Auschwitz-Prozesses
Quelle: FR


17.8.2005 Die taz berichtet, dass in den 22 Jahren des Bestehens das Berliner Caritas-Frauenhaus in mehr als 11.000 Fällen Frauen und ihren Kindern geholfen hat. Die Nachfrage nach Schutzorten vor häuslicher Gewalt nehme in Berlin seit Jahren zu.


16.8.2008 Roger Schutz ist tot, ermordet. Portrait 18.8.2005 Süddeutsche

15.8.2005 Typisches Opferschicksal: Erst vergessen, dann verjährt - Frauen, die japanischen Soldaten als Prostituierte zur Verfügung zu stehen hatten.
Quelle: ARD


13.8.2005 Die US-Regierung will nach mehreren Fällen von sexuellem Missbrauch an ausländischen Austauschschülerinnen Gastfamilien und Vermittlungsorganisationen strikter überwachen. Erwachsene Mitglieder der Gastfamilien und Mitarbeiter der Vermittlungsorganisationen sollen auf eine Vorgeschichte sexueller Übergriffe überprüft werden. Derzeit sind vor US-Gerichten u.a. zwei Fälle von sexuellem Missbrauch an deutschen Austauschschülerinnen anhängig.
Quelle: Yahoo



11.8.2005 Vor der Japanischen Botschaft in Berlin haben Frauen aus Korea, Japan und Deutschland das Schicksal von ca 200.000 Koreanerinnen erinnert, die bis 1945 als "Trostfrauen" in japanische Kriegsbordelle verschleppt wurden. BIs heute hat Japan sich nicht für die Verbrechen an diesen Frauen entschuldigt. Viele der Frauen starben durch Krankheiten und Misshandlungen. Die Überlebenden leiden bis heute unter gesundheitlichen und seelischen Folgen der Verbrechen und wurden in der Regel von ihren Familien und der Gesellschaft als Prostituierte ausgestoßen.
Quellen: taz + FR

9.8.2005 "Wenn Sie Gewalterfahrungen suchen, gleich ob als Opfer oder als Täter, gründen Sie am besten eine Familie." Zu Hause ist der gefährlichste Ort. (Triggergefahr!)
Süddeutsche


8.8.2005 In Ffm wurde ein 42-Jähriger wegen sexuellen Missbrauchs an der Tochter seiner Lebensgefährtin zu 9,5 Jahren Haft verurteilt. Er hatte das 12-jährige Mädchen zu Oralsex gezwungen. Das Mädchen stürzte sich kurz nach der Tat aus dem 5. Stock eines Hauses. Sie überlebte, trug jedoch dauerhafte Hirnschäden davon.
Quelle: Yahoo
s. auch:
http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/42/56985/


4.8.2005 Die langjährige Chefin der Caritas Zagreb soll Beweise gegen einen Mitarbeiter eines Kinderheimes unterschlagen haben. Sie hat ein Tagebuch des ehemaligen Kochs des Caritas-Waisenhauses in Brezovica versteckt haben. Darin beschreibt der Koch, Mijo Penic (28) in allen Einzelheiten die Vergewaltigung eines minderjährigen Mädchen, das in dem Waisenhaus wohnte. Kroatische Zeitungen hatten schon im Mai einige Passagen daraus veröffentlicht. Brajsa hatte jedoch stets beteuert, das Tagebuch nie gesehen zu haben. Ende Juli fand die Polizei das Buch jedoch in ihrem Haus. Gestern wurde sie vom Zagreber Erzbischof ihres Amtes enthoben.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0508/ne050804_brajsa_fr.htm



2.8.2005 Die Festnahme eines engen Mitarbeiters eines Politikers im Landkreis Darmstadt-Dieburg schlägt Wellen. Dem Mitarbeiter werden sexuelle Übergriffe auf 10 Jungen im Alter von 11 - 14 Jahren vorgeworfen. Der Tatzeitraum erstreckt sich über 10 Jahre. Ein "Hinweisgeber" hat die Polizei aufmerksam gemacht.
Quelle: Yahoo


26.7.2005 Ein Schwimmlehrer, der u.a. im Auftrag des Kinderschutzbundes gerarbeitet hat (ARD), hat über 400 Missbrauchstaten an Kindern gestanden. Er wurde in 73 Fällen angeklagt. Berücksichtigt wurden die Verbrechen an sieben Jungem und einem Mädchen im Alter zwischen 1 und 5 Jahren. Zwischen 1985 und 1996 hat er die meisten Taten in Kiel/Schleswig Holstein begangen.

Quelle: Yahoo


26.7.2005 Ein Psychologe ist wegen Kindesmissbrauchs über 15 Jahre hinweg in 50 Fällen zu 6 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Er hat mindestens 4 Jungen in einem Kinderheim in Goslar sexuell missbraucht, die ihm zur Therapie anvertraut waren. Weitere der ursprünglich 82 Taten an 8 Jungen stufte das Gericht als Verjährt ein. Der Angeklagte hat bis zuletzt die Taten abgestritten.
Quelle: Yahoo


25.7.2005 Die Zahl der Straftaten gegen Kinder in Brandenburg ist laut polizeilicher Kriminalstatistik 2004 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Wie Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte, hat die Polizei im vergangenen Jahr 144 Fälle von Kindesmisshandlung erfasst. Das ist eine Zunahme um fast 50 Prozent gegenüber 2003 mit 96 erfassten Fällen. Rupprecht zufolge lag die Zahl der Misshandlungs-Anzeigen in den vergangenen zwölf Jahre in Brandenburg zwischen 60 und 100 pro Jahr.
Quelle: Yahoo


25.7.2005 Da wird der Dalai Lama zum alternativen Papst
Quelle:
http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=44807

21.7.2005 Von 1985 bis November 2004 hat ein Babysitter, Schwimmlehrer und Kinderbetreuer etwa 400 Missbrauchstaten an Kindern, mit einer Ausnahme Jungen, zwischen 1 und 5 Jahren begangen. Zur Anklage kommen 73 rekonstruierbare Fälle.
Quelle: hr-online

19.7.2005 Ein Missbrauchsprozess in Frankfurt zeigt, wie schwer sich Behörden tun, wenn sie in vermeintlich besseren Kreisen ermitteln müssen. Detlef Esslinger

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/panorama/artikel/42/56985/

19.7.2005 Der Prozess von Angers vor dem Ende
mehr: taz

14.7.2005 In Neuseeland wurde der ehemaliger Chef einer christlichen Partei, der u.a. als Staatsanwalt gearbeitet hat, wegen Vergewaltigung eines acht Jahre alten Mädchens und sexueller Misshandlung zweier weiterer Kinder zu 9 Jahren Gefängnis verurteilt. Im Wahlkampf hatte er moralische Werte eingefordert. Vor Gericht räumte er ein, dass seine Taten ein Höchstmaß an Heuchelei darstellten.
Quelle: Yahoo

13.7.2005 „Zeit zu sprechen – 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges: Sexualisierte Gewalt als Kiegserfahrung von Frauen damals und heute“.
medica mondiale hat zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung Anfang Juni in Bonn auf das Schicksal der vielen Frauen und Mädchen aufmerksam gemacht, die während des Zweiten Weltkrieges und unmittelbar danach Vergewaltigungen und anderen Formen sexualisierter Gewalt ausgesetzt waren.

Quelle: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=47625
mehr: http://www.medicamondiale.org/trauma/kriegtrauma/trauma_deutschland.html

12.7.2005 Aber lebe ich denn? - Das Leben nach Srebrenica
Quelle:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,364663,00.html

12.7.2005 Der Vatikan hat Prostitution als "moderne Form der Sklaverei" bezeichnet und eine strengere Bestrafung von Freiern gefordert. Die Zahl der Prostitutierten sei weltweit dramatisch gestiegen.
Quelle: Yahoo

11.7.2005 Gewalt unter Jugendlichen: In Creußen, Bayern soll eine Jugendclique einen 13-Jährigen über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder gefesselt und geschlagen haben und die Misshandlungen gefilmt haben. In Delitzsch, Sachsen wurde ein 15-jähriger Gymnasiast Opfer monatelangen Mobbings, bei dem u.a. eine zum Flammenwerfer umfunktionierte Spraydose eingesetzt wurde. Auch diese Folter wurde gefilmt.
Quelle: Spiegel



9.7.2005 In Witzenhausen/Hessen soll ein 72-jähriger Rentner eine "Vielzahl" von Kindern von 1999 - 2005 sexuell misshandelt und teilweise vergewaltigt haben. Die Rede ist im Moment von drei Opfern. Die Kinder stammen aus dem Wohnumfeld des Täters. Die Ermittlungen kamen durch einen anonymen Hinweis ins Rollen - die Kinder haben offensichtlich nicht gesprochen oder nicht sprechen können oder sie wurden nicht gehört und ihre Sprache wurde nicht verstanden.
Quelle: Yahoo



7.7.2005 Moderne Formen der Sklaverei auch in Österreich - Frauenhandel
mehr

6.7.2005 In Pakistan kämpft Mukhtar Mai seit dem 22. Juni 2002 um Gerechtigkeit, statt zu schweigen oder sich umzubringen. Der Hintergrund: Der kleine Bruder von Mukhtar Mai war von Angehörigen eines mächtigen Stammes missbraucht worden. Die Familie erstattete Anzeige. Daraufhin vergewaltigten - mit Zustimmung und Unterstützung des Dorfrates - vier Männer die große Schwester. Diese zeigte die Täter an.
Zunächst waren die Täter zum Tode verurteilt worden, dann - mit einer Ausnahme - freigesprochen worden. Nun wird der Prozess neu aufgerollt.
Quelle:
FR

6.7.2005 Der Superintendent des Kirchenkreises Arnsberg, Lothar Kuschnik, hat den Hochsauerlandkreis wegen seiner nächtlichen Abschiebepraxis kritisiert: Sie erinnerten ihn an faschistische Methoden und riefen alte Trauma-Erlebnisse wieder wach, sagte er. Auslöser der Kritik war der Versuch, eine kurdische Familie aus Brilon abzuschieben. Dabei war der 31-jährige Familivenvater aus Panik vor den Behörden von seinem Balkon geklettert und vier Meter in die Tiefe gestützt. Er wurde schwer verletzt.
Quelle: taz


30.6.2005 Friedensnobelpreis: 1000 Frauen kandidieren :-)
Quelle: taz

28.6.2005 Seit Jahresanfang veröffentlichen kroatische Zeitungen Berichte über Fälle von Kindesmisshandlung im Caritas-Waisenhaus in Brezovica bei Zagreb. Im Mai wurde ein Hauswart wegen Vergewaltigung eines geistig behinderten 10-jährigen Jungen festgenommen. Mitte Juni nahm die Staatsanwaltschaft die Untersuchungen auf. Der zuständige Generalstaatsanwalt entließ seither drei Staatsanwältinnen, darunter seine Stellvertreterin, weil sie von den Vorkommnissen wussten, sie aber vertuscht hatten.
Die Caritas-Chefin von Zagreb, Jelena Brajsa (70), wies alle Vorwürfe zurück und dementierte stets, dass sie etwas gewusst habe. Allerdings hat sie persönlich einen Koch des Waisenhauses entlassen, nachdem er sich an Kindern vergangen hatte. Bisher nahm die Kirche keine Stellung zu den Vorwürfen - ausgenommen die Predigt des Erzbischofs von Zagreb, Bozanic, vom Wochenende, in der er die Verbrechen, falls begangen, verurteilte.

Die Medien spekulieren, dass die Caritas-Chefin dunkle Geheimnisse der Kirche kenne. Außerdem habe sie die Caritas in schwieriger Tito-Zeit geleitet. Das könne das Schweigen der Kirche erklären.

28.6.2005 Ein Psychologe ist angeklagt wegen sexuellen Missbrauchs von acht Jungen in einem Kinderheim in 82 Fällen. Die Kinder sind zwischen 9 und 15 Jahre alt. Sie waren ihm anvertraut.
Quelle: Yahoo

28.6.2005 In einer Studie zu NS-Zwangsarbeit sollen 600 Interviews mit ZwangsarbeiterInnen geführt werden. Es dürfte die letzte umfassende Befragung der Opfer sein. Sie wird von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" durchgeführt.
Quelle: FR

26.6.2005 Sechs Jugendliche aus Hildesheim müssen sich vor Gericht verantworten. Sie haben ein 13-jähriges Mädchen in mindestens fünf Fällen sexuell missbraucht. Quelle: Yahoo

26.6.2005 Terres des hommes protestiert gegen die Ermordung einer steigenden Zahl von Jugendlichen, die in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ermordet werden. "Soziale Säuberung" nennen es die Mörder. Die Strategie des blaming the victim. 

Quelle: FR


26.6.2005 Eine Gruppe von Polizisten hat in Pakistan dem Gefangenen Mohammad Hussain die Lippen zugenäht, nachdem er gegen Misshandlungen protestiert hatte. Im Krankenhaus wurden seine Lippen wieder aufgetrennt. Der Häftling habe auch andere Folterspuren gehabt, sagte ein Krankenhausvertreter. Quelle: taz
Kommentar: Es gibt so viele Arten, einen Menschen zum Schweigen zu bringen. Umso wichtiger ist, dass die, die reden können, das auch tun.

Monika Gerstendörfer wurde für den Friedensnobelpreis 2005 "1000 Frauen" nominiert."  Eine Frau, der es nicht gelang "angesichts von Ungerechtigkeiten und offenen Gemeinheiten gegen Lebewesen einfach stur" weiterzugehen. Die Menschenrechtsexpertin kämpft seit 15 Jahren gegen sexualisierte Gewalt in Deutschland, die weiterhin ein Tabuthema ist. "Manche Kollegen haben den Kampf längst verloren gegeben. Ich nicht" - sagt sie.
http://www.gerstendoerfer.de/1000frauen.html
s. auch Lobby für Menschenrechte

25.6.2005 In München hat das Amtsgericht einen wegen Missbrauchs eines 13-jährigen Jungen angeklagten Richter freigesprochen. Begründung: Der Junge sei dem Mann freiwillig gefolgt und sehe um Jahre älter aus, als er ist.
Quelle: Spiegel


25.6.2005 In Guantanamo helfen amerikanische Militärärzte, Gefangene zu brechen.
Quelle: Süddeutsche


25.6.2005 Nach dem Tsunami: "Mit dem Erlebten fertig zu werden und Zuversicht zu gewinnen, funktioniert am besten in Gemeinschaft."
Quelle: taz


24.6.2005 Für das weltweit einzigartige Projekt der Berliner Charité zur Vorbeugung von Kindesmissbrauch haben sich innerhalb von drei Wochen schon hundert Männer gemeldet, die sich selbst als gefährdet ansehen. Klaus Beier, der Leiter des Instituts für Sexualmedizin, sagte, die hohe Zahl freiwilliger Anmeldungen zeige, dass es viele Männer mit pädophilen Neigungen gebe.


24.6.2005 In Neu-Anspach hat ein Kinderbetreuer eingeräumt, sich in den vergangenen 20 Jahren mindestens 400 Mal an Säuglingen und Kleinkindern vergriffen zu haben. Der Beschuldigte hatte zuletzt als Kinderbetreuer und Schwimmlehrer gearbeitet.
Quelle: Yahoo

22.6.2005 In Spanien hat die Polizei mehr als 180 Verdächtige festgenommen, die Kinderpornografie (=Folter an Kindern) verbreitet haben sollen. Die Kinder kommen den Angaben zufolge überwiegend aus Osteuropa.
Quellen: taz, Spiegel


21.6.2005 Human Rights Watch berichtet, dass in Indonesien rund 640 000 Mädchen ab 12 Jahren als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden: 7 Tage die Woche arbeiten sie bis zu 18 Stunden und seien u.a. sexuellem Missbrauch ausgesetzt.
Quelle: taz

21.6.2005 Unicef: Schutz und Hilfe für Frauen auf der Flucht und im Flüchtlingslager
Quelle:
http://www.unicef.de/2169.html


20.6.2005 Der Päpstliche MigrantInnenrat des Vatikan appelliert an die Staaten, effiziente Maßnahmen gegen die Ausbeutung von und Gewalt gegen Frauen zu ergreifen. Im Blick des Vatikan sind Prostitution und Menschenhandel. Der Straßenprostitution gehen in Italien 40 000 Frauen nach, 4 000 von ihnen sind minderjährig. In Thailand gebe es 200 000 Prostituierte, 35 000 davon seien minderjährig.
Nicht im Blick des Vatikan ist Ausbeutung und Gewalt gegen Frauen in Familien.

Quelle: http://www.tages-anzeiger.ch/dyn/news/newsticker/511018.html

20.6.2005 Flüchtlingsdrama in Italien - seit Jahren sterben Flüchtlinge im Mittelmeer . Jetzt gerät die Politik Italiens in die Kritik.
Quelle: ARD

20.6.2005 Der Mut der Heimatlosen - Weltflüchtlingstag
Quelle:
http://www.wdr.de/themen/politik/international/fluechtlings_welttag/index.jhtml


20.6.2005 der Jesuitenflüchtlingsdienst (JRS) hat der internationalen Gemeinschaft eine falsche Perspektive gegenüber Flüchtlingen vorgeworfen. Gemeinhin würden Flüchtlinge und Vertriebene als nicht selbst entscheidungsfähige Opfer betrachtet, und es komme dadurch zu falschen Antworten auf ihre Bedürfnisse. Flüchtlinge seien nicht nur schutzlose Opfer, sie könnten - mit Unterstützung durch Mittel und Informationen - am besten über ihr Leben im Exil und langfristige Lösungen für ihre Zukunft entscheiden, erklärte JRS Direktor Lluis Magrina.
Quelle:
http://www.dioezese-linz.at/redaktion/index.php?action_new=Lesen&Article_ID=5844


20.6.2005 Vergewaltigung muss als Kriegsverbrechen geahndet werden
Quelle: ARD

18.6.2005 Bei einer Teufelsaustreibung in Rumänien starb eine junge Frau, die an Schizophrenie erkrankt war.
Quelle: Süddeutsche




16.6.2005 Der Vatikan berät über Seelsorge für Prostituierte. Kirchliche Initiativen gegen Menschenhandel mit Frauen und Mädchen sollen vernetzt werden.
Quelle: ORF

16.6.2005 Weltweit ist die Zahl der Flüchtlinge um eine Million auf 11.4 Millionen gestiegen, so das US-Komitee für Flüchtlinge und Einwanderer. Vor allem die Situation in Darfur und Irak hat zu diesem Anstieg beigetragen.
Quelle: taz



15.6.2005 Verantwortung für traumatisierte Flüchtlinge
Quelle: Diakonie Hessen-Nassau

15.6.2005 Über Medienopfer: Ein Sündenbock muss nur eines - sich eignen. Wie Quote auf dem Rücken Unschuldiger gemacht wird.
mehr:
Die Zeit

15.6.2005 In Hannover ist das Vertrauen von Kindergarteneltern erschüttert. Ein Erzieher hat 240-fachen Missbrauch an Kindern gestanden.
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,panm3/panorama/artikel/921/54867/

15.6.2005 FriedensforscherInnen sehen die Aufgaben der dt. Armee bei internationalen Friedenseinsätzen nicht genau genug definiert. Deutschland schickt nach den USA weltweit am häufigsten Soldaten ins AUsland. Positiv zu werten sei, dass bisher das Parlament bei den Auslandseinsätzen mitwirke. Reinhard Mutz, Institut für Friedensforschung an der Uni Hamburg, sieht mit Sorge einem Regierungswechsel entgegen, da die Union die Parlamentsbeteiligung rückgängig machen will und die Entscheidung an an Nato-Rat delegieren wolle. Bruno Schoch von der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung bemängelte, dass es keine ausreichende öffentliche Debatte gebe, obwohl militärische Fragen in der Politik eine immer größere Rolle spielten.
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/06/15/a0094.nf/text


14.6.2005 Im Zweifel für den Angeklagten: Michael Jackson wurde in allen Punkten der Anklage freigesprochen. Titel der FR: "Einsam unschuldig. Die Geschworenen sprechen Michael Jackson in allen Punkten frei, doch der Popstar wirkt wie ein gebrochener Mann." Da kommt Mitleid bei den LeserInnen auf, hinter dem - wieder einmal - Opfer verschwinden.

14.6.2005  Internetpornografie: In Österreich wurden 96 Personen vorübergehend verhaftet. Bei ihnen wurde kinderpornografisches Material gefunden. Bei 50% der inzw. wieder Freigelassenen wisse die Polizei aufgrund der Tatsache, dass strafbare Abbildungen gefunden wurden bzw. die Beschuldigten ein Geständnis ablegten, um die Schuld. Unter den Beschuldigten befinden sich auch 2 Lehrer, 1 Priester und Personen, die öfter Kinder beaufsichtigten. Bei dem gefundenen Material handelt es sich um 19 Giga-byte Datenmaterial, umgerechnet 8 000 000 Seiten Din A 4. Die Aufnahmen wurden überwiegend in Russland gemacht mit 9-12-jährigen Jungen und Mädchen. 
Quelle: Die Presse.com



12.6.2005 Jemen: Aus Armut verkaufen sie ihre Kinder. Das Schicksal der Kinder: Betteln, Organhandel und sexuelle Ausbeutung
Quelle: ARD


11.6.2005 Am 8. März startete in Brasilien ein Weltmarsch der Frauen, der für die Armut und die Gewalt an Frauen sensibilisieren soll. Vom 11. - 14. Juni führt der Weg durch die Schweiz.
Vorsichtiger Kommentar: Ich halte diese und die vielen anderen öffentlichen Aktionen für unverzichtbar. Ich wundere mich aber - je länger, desto mehr -, dass ich den Erfolg dieser Aktionen nicht zu spüren bekomme. Das Schweigen rund um mich herum und rund um die Frauen, mit denen ich bin, hält unverdrossen an.


10.6.2005 Selbstverbrennungen von Frauen. In Afghanistan, Usbekistan und Tadschikistan sind Selbstverbrennungen von Frauen nicht selten. S. hatte schon die Streichhölzer in der Hand. Ihr Mann misshandelte sie, bis sie sterben wollte. Sie entschied sich weiterzuleben und trennte sich von ihm. Nun muss sie zu ihm zurück
Quelle: taz
Vorsicht - Triggergefahr

8.6.2005 Das Friedensforschungsinstitut Sipri  informiert über die weltweiten Rüstungsausgaben. 1,035 Billionen Dollar betrugen die Ausgaben 2004. Das sind 2.6 % des weltweiten Bruttosozialprodukts, umgerechnet 132 Euro pro Kopf der Weltbevölkerung.
Quelle: FR



8.6.2005 Protokoll eines vorsätzlichen Krieges: Der Irak-Krieg
mehr: Süddeutsche

7.6.2005 Die Ohnmacht der Worte und die Macht der Bilder: Bilder aus Srebrenica rütteln die serbische Öffentlichkeit auf. Video von der kaltblütigen Hinrichtung junger Bosnier setzt gesellschaftliche Auseinandersetzung mit Kriegsverbrechen in Gang.
Quelle: FR


4.6.2005 Die unterschätzte Gefahr: Sexuelle Gewalt unter Kindern
http://www.br-online.de/daserste/report/archiv/2005/00243/


4.6.2005 Krieg und Vergewaltigung - noch immer tabu. Das Leid vieler Frauen wird nur selten zum Thema gemacht und auch die Opfer schweigen meist. Vergewaltigung und sonstige Gewalt gegen Frauen in Kriegen ist weltweit ein blinder Fleck. Dazu sagt Monika Hauser, medica mondiale:
"Nirgends wurde Frauen für das erlittene Leid ein Mahnmal gesetzt, selten ihrer überhaupt gedacht. 'Wo wurde bislang über die Erfahrung von sexualisierter Gewalt gesprochen, wo haben die Frauen ihren Platz zum Trauern', fragte Hauser und konnte sich nicht vorstellen, "dass Hunderte von Menschen vor dem Stettiner Bahnhof [Ort der Massenvergewaltigung von Frauen 1945]stehen und der vergewaltigten Frauen von damals gedenken". Auch vor dem Hotel Sonja [Nähe Sarajewo] wäre dies ihrer Meinung nach nicht denkbar. Während der Gedenkfeiern zum 8. Mai sei dieses Thema einfach ausgeklammert worden, beklagte Hauser. Als seinerzeit einige Historikerinnen anregten, in der so genannten "Wehrmachtsausstellung" die Vergewaltigung durch Angehörige von Wehrmacht, SS und Polizei aufzunehmen, hieß es, hierzu gebe es keinerlei historische Quellen.
mehr in der FR


4.6.2005 Vertrauter Feind. Väter, Brüder, Ehemänner toten Frauen aus gekränktem "Ehrgefühl".
mehr: FR


4.6.2005 Die US-Regierung hat den Latinostar Ricky Martin und einen (nicht näher genannten) katholischen Nonnen-Orden auf seine Liste der "heldenhaften Kämpfer gegen die moderne Sklaverei" gesetzt. Die Nonnen setzen sich vor allem für die weiblichen Opfer von Sklaverei - darunter auch für Zwangsprostituierte - ein. In dem Bericht des US-Außenministeriums werden 150 Länder aufgelistet - die USA selbst gehört nicht dazu.
Quelle: Yahoo



2.6.2005 Eine Verbündete hat einen Leserinbrief an Publik Forum geschrieben. Er bezieht sich auf den Artikel "Da bin ich wie erstarrt. Nach jahrelangem sexuellen Missbrauch: Der Weg zurück ins Leben." (Nr. 10, S. 25): Hier ist er! Danke!

Ich möchte mich ganz herzlich für den Artikel, „Da bin ich wie erstarrt“ von Eva Baumann-Lerch bedanken. Ich bin Gemeindereferentin und wurde angefragt, eine Gruppe von Frauen, die genau diese Erlebnisse von sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt als Kinder und Jugendliche hinter sich haben, als Seelsorgerin zu begleiten und tue dies sehr gern. Diese Frauen leiden unter ähnlichen Symptomen wie im Artikel geschildert, sie alle sind traumatisiert und leiden zu all den Folgen dessen, was man ihnen angetan hat, auch darunter, dass sie sich in Kirche und Gesellschaft kein Gehör verschaffen können, dass sich niemand bzw. kaum jemand für sie und ihre Probleme interessiert. Im Gegenteil, die Opfer müssen sich noch rechtfertigen für ihre Empfindlichkeit und durchleben immer wieder Ablehnung wie sie sie als Kinder schon zur Genüge erleben mussten.

Ich werde der Gruppe den Artikel zeigen, weil es für sie wichtig ist, zu sehen, dass es doch auch passiert, dass jemand ihre Probleme wahrnimmt und benennt und wünsche mir, dass Sie dieses Thema auch in Zukunft nicht vergessen.

2.6.2005 Gemeinsamer Aufruf in Deutschland, Österreich und Tschechien: Schützt Kinder vor Sextouristen! Sexuelle Ausbeutung von Kindern gehört im Grenzgebiet zum Alltag. Versprochene Hilfen wurden weitgehend nicht eingelöst.
mehr



2.6.2005 LKA-RP: Kleine Seelen – große Gefahr... Tourismus mit bösen Folgen. Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz


2.6.2005  Kein Täter werden  - Präventionsprojekt der Charité für potenzielle Missbrauchstäter
zur HP Kein Täter werden


1.6.2005 Elke Monssen-Engberding von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien berichtet, dass ihre Behörde es seit einem Jahr immer häufiger mit Rap-Texten zu tun hat, in denen dazu aufgefordert wird, Frauen zu diskriminieren, zu vergewaltigen oder Gewalt in anderer Form anzuwenden. Der Frankfurter Oberstaatsanwalt Peter Köhler sieht in einem Text von Sido die Verherrlichung von sexueller Gewalt gegenüber Kindern.
Quelle: Yahoo



1.6.2005 Täterschutz: Ein schwedischer Richter darf weiterarbeiten - er hatte Sex gekauft, was in Schweden verboten ist. Hätte er einen Diebstahl begangen, hätte er seine Arbeit verloren.
Quelle: FR

1.6.2005 WG der Schattenkinder - Kinderarmut in Deutschland
Quelle: FR

1.6.2005 Vor Sizilien hat die italienische Küstenwache ein Flüchtlingsboot mit 174 Menschen aufgegriffen. Vor der Küste Maltas wurden am Montagabend zwei Boote mit 60 EinwandererInnen aufgebracht.
Quelle: taz


1.6.2005 Die Kirchen kritisieren das Vorgehen der Stadt Bonn gegen illegal dort lebende Ausländer. Das Bonner Jugenadamt hat Kindertagesstätten angewiesen, Kinder von papierlosen Eltern beim Ausländeramt anzuzeigen. Der Nationaldirektor für die Ausländerseelsorge bei der Deutschen Bischofskonferenzt, Wolfgang Miehle, sagte, Menschen, die Papierlosen helfen, dürften nicht bestraft werden. Die betroffenen HelferInnen lebten in Angst und ErzieherInnen, LehrerInnen, SeelsorgerInnen und ÄrztInnen fühlten sich stark unter Druck gesetzt.
Quelle: Radio Vatikan


31.5.2005 amnesty berichtet, dass Frauen in Afghanistan ständig in Gefahr von Entführungen, Vergewaltigungen oder Zwangesehen leben. ai warf der Regierung drei Jahre nach dem Sturz der Taliban vor, nicht genug zum Schutz der Frauen zu unternehmen.
Quelle: taz

30.5.2005 Carl Amery ("Global Exit. Die Kirchen und der Totale Markt", 2002) starb am 24.5.2005
mehr - Süddeutsche
mehr - FR
"Es liegt an ihnen (- den ChristInnen - ), ob sie die drohende erd- und menschheitsgeschichtliche Katastrophe in einem heilsgeschichtlichen Zusammenhang, also in einem religiös bedeutungsvollen Zusammenhang, sehen oder nicht.... Das wird so oder so nicht leicht werden. Das kann sogar sehr, sehr schwierig werden.... Aber wenn man sich einmal den religiös-fundamentalistischen Charakter und vor allem die Allmachtspraxis des Totalen Marktes klargemacht hat, ist es schwierig nachzuvollziehen, wie die Christentümer eine solche Konfrontation vermeiden wollen, ohne ihre eigene Zukunft und vor allem ihren Heilsauftrag in Frage zu stellen. Der Exodus ist angesagt." (a.a.O., S. 237)


28.5.2005 In Deutschland gibt es derzeit ca 300.000 Menschen, die nicht krankenversichert sind. Im Mai 2003 waren es nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 188.000, doppelt so viele wie 1995.
mehr: Süddeutsche

28.5.2005 Ein früherer Angestellter des UNHCR im Kosovo wurde wegen Menschenhandels und sexuellem Missbrauch angeklagt. Er soll - nach Mitteilung der UN-Behörden in Pristina - minderjährige Mädchen, die Opfer von Menschenhandel waren, missbraucht haben.
Quelle: taz


27.5.2005 Die frühere Kindersoldatin Keitetsi berichtet auf dem Kirchentag von ihrem Leben.
China Keitetsi war erst neun Jahre alt, als die Nationale Widerstandsarmee in Uganda sie aufgriff und zur Kindersoldatin drillte. Sie musste töten und foltern - und wurde selbst immer wieder missbraucht. Mit vierzehn bekam sie das erste ihrer beiden Kinder, mit neunzehn gelang ihr die Flucht. Die heute 28-Jährige hat sich mittlerweile ein neues Leben in Dänemark aufgebaut. Sie hat das Buch "Sie nahmen mir die Mutter und gaben mir ein Gewehr " geschrieben. Als Botschafterin der missio-Aktion "Volltreffer - Auf Tore schießen statt auf Menschen" berichtet sie morgen auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover von ihren bitteren Erfahrungen: "Es sollte wirklich jeden betroffen machen, in jedem Land der Welt. Wir können doch nicht stillschweigend hinnehmen, wie die Leben von Hunderttausenden Kindern und Jugendlichen zerstört werden. Ich denke an die kleinen Mädchen in Uganda, die missbraucht werden, die schwanger werden, die wegrennen. An die Jungs und Mädchen, die zum Töten abgerichtet werden, die verstümmelt werden. In meinem Land geht das seit über 18 Jahren so - und es hat noch immer keine wirklich wirksame internationale Reaktion gegeben! Die Welt ist doch verantwortlich für das Schicksal dieser Kinder. Also muss die Welt sich jetzt auch für die Zukunft dieser Kinder verantwortlich fühlen - für eine bessere Zukunft!"
mehr: http://www.volltreffer.de/ (Kindersoldaten anklicken)

26.5.2005 In Spanien wurde ein Ring pädophiler Täter, die Säuglinge von wenigen Monaten und Kinder bis 9 Jahre missbrauchten, gesprengt. Zwei weiteren Männern aus dem "Netzwerk von Babyvergewaltigern" wird der Internethandel mit pornografischen Bildern von Kindern vorgeworfen. Opfer seien etwa ein dutzend Kinder, die bei den Vergewaltigungen auch gefilmt wurden. Hauptverdächtiger ist ein 23-Jähriger, der als Babysitter an die Opfer kam.
Die Polizei vermutet, dass einige Eltern dem Missbrauch ihrer Kinder zustimmten. Der Madrider Ombudsmann für Minderjährige zeigte sich überrascht, dass in Spanien Kinderpornografie nicht nur konsumiert, sondern auch produziert werde.
Quellen: Yahoo und Spiegel


25.5.2005 Die Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkriegs/Ärzte in sozialer Verantwortung (IPPNW) haben eine bessere Gesundheitsversorung für Menschen ohne Papiere gefordert. Jörg Alt, Jesuiten-Flüchtlingsdienst, sagte, dass die Lebensbedingungen für Menschen ohne Papiere in Deutschland härter würden. Zu ihnen zählten zunehmend ältere Menschen, die stärker auf medizinische Versorgung angewiesen seien.
Quelle: Radio Vatikan
s. auch
http://www.jesuiten-fluechtlingsdienst.de/JRS/Menschen-Frame.htm


24.5.2005 In Italien wurde ein Kinderpornoring mit fast 200 Verdächtigen, darunter auch drei Pfarrer, ein Bürgermeister, ein Polizist und ein Sozialarbeiter, ausgehoben. Die Gruppe lud Bilder/Filme von vier- bis achtjährigen Kindern von einer passwortgeschützten Website herunter, die nicht mit einem Index versehen war und nur über die HP aus einem 'östlichen Land' erreichbar war. Die Pornofilme wurden auf den Computern der drei Pfarrer gespeichert.
Quelle: Yahoo



20.5.2005 "ALG II - eine Rutsche in die Armut", sagt Landes-Caritasdirektor Karl-Heinz Zerrle
Quelle: http://www.kath.de/dkd/bistum/bamberg/newsdetail.php3?newsid=5462&ref=bamberg?bistum=4

19.5.2005 Anlässlich der Ermordung eines Mädchens, das zuvor sexuell missbraucht wurde, macht die Polizei darauf aufmerksam, dass Überfälle fremder Täter die Ausnahme seien. Sexuelle Gewalt gehe zumeist von Bekannten und Verwandten aus. Jedes Jahr würden knapp 20.000 Kinder bekannt, die zu Missbrauchsopfern wurden. Die Dunkelziffer sei viel höher und sexuelle Gewalt laut Studien so häufig, dass quasi in jedem Kindergarten, jeder Schule und jeder Verwandtschaft Betroffene leben.
Quelle: Yahoo
Kommentar: Wenn die (sexuelle) Gewalt so ubiquitär ist, wie die Zahlen vermuten lassen, dann muss davon ausgegangen werden, dass jede und jeder von uns womöglich täglich mit einem oder mehreren Missbrauchsopfern zu tun hat - ohne es in der Regel jedoch zu wissen.

19.5.2005 Lückenleben: Wie kann die Erinnerung plötzlich verloren gehen? -
Interview mit H.J. Markowitsch
Quelle: Süddeutsche

19.5.2005 Fast 160000 Menschen unterstützten in Schweden einen Kirchenaufruf, der den Daueraufenthalt von Flüchtlingen forderte. Fünf der sieben Parlamentsparteien schlossen sich dem Aufruf an. Während viele Politiker fremdenfeindliche Haltungen als gegeben annähmen, hätten die Menschen anders reagiert, sagte der lutherische Erzbischof Karl Gustav Hammar, der die Unterschriften überreichte. Auslöser für die Initiative war das Schicksal der "apathischen" Kinder.
Quelle: FR


17.5.2005 An der deutschen Grenze zu Tschechien hatte der Prompt-Reporter Gerd Glaser Videomaterial zur Polizei gebracht. Das Material zeigte, wie Frauen auf offener Straße Sex mit ihren kleinen Geschwistern verkaufen. Die Kinder sind oft jünger als 10 Jahre. Kunden sind vor allem Männer aus Deutschland. - Die tschechische Polizei reagierte nach 10 Tagen mit einem vierstündigen Verhör - des Jorunalisten.
Quelle: Yahoo

17.5.2005 Ein wegen Kindesmissbrauchs verurteilter buddhistischer Mönch hat sich das Leben genommen. Er war der erste buddhistische Geistliche in Sri Lanka, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde. Berichte über Kindesmissbrauch durch Geistliche haben in den vergangenen Jahren jedoch stark zugenommen.
Quelle: Yahoo

17.5.2005 Berlin liegt nach einer Polizeistatistik an der Spitze bei Kindesmisshandlungen. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei ca 400 Mishandlungen und 255 Vernachlässigungen. Im Jahr zuvor gab es 40 Fälle von Kindesmisshandlungen weniger. Damit lebt jedes achte Kind, das in Deutschland misshandelt wird, in Berlin.
Quelle: Yahoo


15.5.2005 Manuel Contreras, früherer Chef der chilenischen Geheimpolizei unter Pinochet, hat Angaben über das Schicksal von 580 Menschen gemacht, die seit den 70er Jahren spurlos verschwanden. Sie wurden - mit Wissen Pinochets - ermordet. Die Vizepräsidentin der Vereinigung von Angehörigen von Verschwundenen, Mireya Garcia, sprach von ihrer Erschütterung.
Quelle:
Tagesschau - Vorsicht, Triggergefahr

13.5.2005 Zwischen Juli und September 2001 sind in London 300 afrikanisch-stämmige Jungen verschwunden. Anlass für die Untersuchung von Scotland Yard war der Fund des Torso eines nigerianischen Jungen in der Themse, der einem Ritualmord zum Opfer fiel. Die Polizei befürchtet, dass jährlich Tausende solcher Kinder ohne Spur in London verschwinden. Die Verschwundenen seien in der Regel Opfer von Kinderhandel. Sie würden aus ihrer afrikanischen Heimat nch Großbritannien geschickt, um mit ihnen Geld bei den Sozialbehörden zu kassieren, sie als Sklavenarbeiter auszubeuten oder sexuell zu missbrauchen, sagen Kinderschutzorganisationen.
Quelle: Spiegel



13.5.2005 Zwangsarbeit - auch in Deutschland
Bericht der ILO
Bericht über Zwangsarbeit in Deutschland


Archäologen in Ausschwitz - als Ankläger
Quelle: Die Zeit


13.5.2005 amnesty international hat eine Kampagne "Nein zur Folter. Ja zum Rechtsstaat" gestartet. Barbara Lochbihler, ai-Generalsekretärin, sagte, weite Teile der Bevölkerung und hochrangige Politiker und Juristen wollen in Deutschland Folter in begründeten Einzelfällen zulassen. Der Aufruf wurde von 182 Persönlichkeiten unterzeichnet.
Quelle: taz



12.5.2005 In Deutschland gibt es 15.000 ZwangsarbeiterInnen, wie aus einer Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation hervorgeht. Die Zwangsarbeiterinnen in Deutschland sind Prostituierte, Kindermädchen oder Hausangestellte.
Quelle: taz


11.5.2005 Sabina van der Linden erzählt anlässlich der Eröffnung des Holocaust-Mahnmals in Berlin.
mehr



10.5.2005 Die CDU hat Airlines und Radiosender aufgefordert, Aufklärungskampagnen gegen Kindersextouristen mehr zu unterstützen. Derzeit werde mindestens eine Million Kinder weltweit sexuell ausgebeutet. Es gebe noch deutlichen Handlungsbedarf, meint die Union.
Quelle: taz

9.5.2005 In Spanien wollen 700.000 Menschen ihren illegalen Status in einen legalen umwandeln. Dank der Gesetze ist das möglich. In Deutschland hat darüber noch nicht einmal eine Diskussion angefangen. Dieter Wiefelspütz, SPD, meint im Interview mit der taz: "Wir müssen ihre (der Illegalen) Not lindern. Das heißt, wir müssen uns um medizinische Versorgung der Illegalen und um die Bildung ihrer Kinder kümmern. Außerdem müssen wir verhindern, dass diese Menschen ausgebeutet werden - das reicht von schlecht bezahlter Schwarzarbeit bis zu sexueller Ausbeutung."


8.5.2005 Deserteure - die vergessenen Opfer der Nazis. Henryk M. Broder
Quelle: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,355081,00.html

8.5.2005 GottesSuche: Zu den vergessenen Opfern des Krieges gehören Mädchen und Frauen, die vergewaltigt wurden.

7.5.2005 Eine EU-Studie hat ergeben, dass teilzeitbeschäftigte Frauen 2 Stunden länger als teilzeitbeschäftigte Männer arbeiten.

7.5.2005 In Afghanistan wurden drei Frauen vergewaltigt und erhängt. auf einem Zettel an den Leichen hieß es, die Frauen seien ermordet worden, weil sie für internationale Hilfsorganisationen arbeiteten. Etwa 500 afghanische Frauen protestierten in Kabul gegen die Ermordung. Zu dem Protest hatten 26 Frauenorganisationen aufgerufen. "Es geht hier nicht nur um die Frage von Sicherheit, sondern auch um den politischen Versuch, Frauen einzuschüchtern und zu entmutigen, bei den Parlamentswahlen zu kandidieren", sagte Suraya Parlika von der Afghanischen Frauenvereinigung (AWA) in ihrer Rede zu den Demonstrantinnen.
Quelle: taz


7.5.2005 "Dem Schrecken einen Namen geben" - Das Denkmal für die ermordeten Juden und Jüdinnen Europas wird für die Öffentlichkeit freigegeben.

6.5.2005 Ein Interview mit der Geschäftsführerin des Müttergenesungswerks.
mehr

6.5.2005 Der Ärtzetag berichtet, dass sich die Lebenserwartungen zwischen dem ärmsten und reichsten Viertel der Bevölkerung europaweit um bis zu sieben Jahre unterschieden. Ärzte müssen heutzutage immer häufiger die Folgen der Armut bekämpfen.
mehr

5.5.2005 Interview mit dem US-Journalisten Seymour Hersh. "Keiner will mehr die Wahrheit erzählen"
Quelle: ARD

4.5.2005 Das Bundessozialgericht in Kassel hat entschieden, dass Opfer sexueller Gewalt durch Väter/Stiefväter künftig bis zu ihrem 22. Geburtstag Zeit haben, um auch rückwirkend eine staatliche Gewaltopferentschädigung zu beantragen. In der Urteilsbegründung hieß es, dass dem Opfer nicht anzulasten sei, wenn die Mutter für ihr minderjähriges Kind nicht früher eine Entschädigung beantragt habe. Az: B 9a/9 VG 1/04 R)
Quelle: Yahoo

3.5.2005 Missbrauch in Institutionen: Einem Sexualforscher in Frankreich, Gilbert Tordjemann, wird wegen acht Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauchs der Prozess gemacht.
Quelle: Yahoo

3.5.2005 Die Kampagne "Gewalt in Familien" der bayerischen Landeskirche zieht eine gemischte Bilanz. Die Projekte "Sichere Wies'n" und "Starke Eltern - starke Kinder" wurde als erfolgreich bewertet. Auf der Ebene der Kirchengemeinde gebe es allerdings noch große Vorbehalte, Gewalt in Familien anzusprechen. Man schrecke förmlich vor diesem Thema zurück. Cornelia Helfferich, Professorin an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg, wies in ihrem Vortrag auf den großen Bedarf an Hilfe für die »Betroffenen häuslicher Gewalt« hin. Was kann da Kirche tun? Unter Hinweis auf eine Studie des Sozialwissenschaftlichen FrauenForschungsInstituts nannte Helferich vor allem: Aufklärung über und Vorbeugung von häuslicher Gewalt.
Quelle: http://www.sonntagsblatt-bayern.de/news/aktuell/2005_18_11_01.htm


3.5.2005 Missbrauch in Institutionen: In Mormant, Frankreich, ist der lokale Polizeichef wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs von vier Mädchen festgenommen worden. Er legte ein Teilgeständnis ab. Die Ermittler gehen davon aus, dass er sich seine Amtsgewalt zunutze machte.
Quelle: Yahoo



3.5.2005 Hellinger: Seelenheilung im Minutentakt
Quelle: Süddeutsche

3.5.2005 Die schwedische Ausländerbehörde hat nun die Ausweisung sogenannter apathischer Kinder gestoppt. Bisher wurden 70 Kinder mit ihren Familien ausgewiesen, die vorgesehene medizinische Versorgung nach der Abschiebung jedoch funktionierte nicht.
Quelle: taz



3.5.2005 Die türkische Anwältin Eren Keskin, 2004 mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet, hat Morddrohungen einer ultranationalistischen Gruppierung erhalten. Der Verein Aachener Friedenspreis sorgt sich um ihre Sicherheit.
Quelle: taz


3.5.2005 Und Ramona sah zu (Vorsicht, Triggergefahr!)
Eine Reportage der taz über einen Prozess wegen einer Gewaltorgie


2.5.2005 Warum ausgerechnet ich?
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2005/05/02/a0208.nf/text


30.4.2005 In Afghanistan wurden 6 Männer festgenommen, die eine Frau wegen mutmaßlichem Ehebruch zu Tode gesteinigt haben.
Quelle: taz



30.4.2005 Italien schickt an Libyen 1000 Leichensäcke - vermutlich, weil Italien davon ausgeht, dass in den Flüchtlingslagern Libyens, die die Immigration nach Europa verhindern sollen, Menschen sterben.
mehr

30.4.2005 In Liberia - wie zuvor schon in Bosnien, dem Kosovo, Kambodscha, Osttimor und dem Kongo - haben UN-Soldaten der Friedenstruppen minderjährige Mädchen und Frauen missbraucht. Die UN behandelten dieses Thema mit äußerster Ernsthaftigkeit, hieß es. Die UN haben vorgeschlagen, den Sold oder das Gehalt von Schuldigen einzubehalten und die Entsendestaaten zu verpflichten, Verdächtige vor Gericht zu stellen. Soviel zur "äußersten Ernsthaftigkeit".
Quelle: Yahoo


29.4.2005 Nach der "Aktion Genesis" gegen Kinderpornografie wurden bisher 879 Strafentscheide gefällt, 186 Kinderpornografie-Konsumenten wurden bis zu 8 Moanten zur Bewährung verurteilt. 226 Bußgelder bis zu 20.000 Franken wurden verhängt, in 467 Fällen kam es zur Einstellung der Verfahren. Die Aktion hatte sich gegen rund 1300 Personen/registrierte Kunden des Internet-Anbieters Landslide gerichtet.
Quelle: blick.ch


29.4.2005 Die italienische Polizei hat gegenmehr als 40 Italiener, unter ihnen drei Minderjährige, Anklage wegen Verbreitung von Kinderpornographie erhoben. An dem Pädophilennetzwerk waren auch 29 Spanier bzw. Niederländer beteiligt. Die Beschuldigten hätten Fotos ausgetauscht, auf denen sexuelle Gewalt gegen Kinder und Babys dargestellt sei.
Quelle: Yahoo



28.4.2005 Missbrauch in Institutionen: In Berlin steht ein Vollzugsbeamter der Berliner Jugendstrafanstalt wegen sexuellen Missbrauchs von 15 Jungen zwischen drei und 13 Jahren vor Gericht. Es handelt sich um über 300 Fälle, die dier Angeklagte teilweise filmte.
Quelle: Yahoo


26.4.2005 Einer Studie des Allensbach-Instituts zufolge ist heute der Glaube an gute und schlimme Vorzeichen in der Bevölkerung weiter verbreitet als noch vor 25 Jahren. 42% (26%) glauben an Kleeblätter als Glücksbringer, 40% (22%) setzen ihre Hoffnung auf Sternschnuppen, 28% (17%) halten die Zahl 13 für einen Unheilsboten, 25% erkennen in der schwarzen Katze, die den Weg von links nach rechts kreuzt, ein ungutes Vorzeichen. (Zahlen in Klammer beziehen sich auf eine Umfrage in den 70er Jahren)
Quelle: Spiegel

26.4.2005 taz-Überschrift zum Visaskandal: Joschka Fischer wird Scheinheiliger
Überschrift in der Süddeutschen: Bereuen, verharmlosen, nichts wissen

25.4.2004 In Afghanistan wurde die 29-jährige Amina wegen Ehebruchs öffentlich gesteinigt. Der beteiligte Mann wurde ausgepeitscht.
Quelle: taz u.a.

24.4.2005 Im Folterskandal von Abu Ghraib sind vier der fünf Angeklagten freigesprochen worden. Die fünfte Angeklagte, Leiterin der Gefängnispolizei, hat einen schriftlichen Verweis erhalten und ihr wurde die Funktion entzogen. AI kritisierte die Freisprüche als ein "Muster von Entlastungen". Ai forderte eine unabhängige Untersuchung.
Quelle: Tagesschau
Kommentar FR vom 25.4.2005: "Der Gefangenenskandal geht weiter. Der Skandal der Vertuschung auch."

24.4.2005 Kindersoldaten in Kolumbien fliehen vor dem Terror.

24.4.2005  250 ehemalige Häftlinge aus Flossenbürg trafen sich gestern. In Flossenbürg waren 90 000 Menschen gequält worden - 30 000 überlebten bei Kriegsende. Außenminister Fischer hat seine Anwesenheit auf der Gedenkveranstaltung zugunsten eines Rombesuchs abgesagt.
Quelle: br-online

22.4.2005 Fachleute warnen vor einem Anstieg der Fälle von Kindesmisshandlung. Die Opfer würden immer jünger und Eltern immer brutaler. 1999 wurden laut polizeilicher Kriminalstatistik 2257 Fälle angezeigt, 2003 waren es 2928 Fälle. Die Zahlen zeigen nur einen Bruchteil der Wirklichkeit. Anders als bei sexuellem Missbrauch werde körperliche und seelische Misshandlung noch immer unterschätzt.
Untersuchungen in der Clinton-Ära belegen, dass mit wachsendem wirtschaftlichen Wohlstand Fälle von Kindesmisshandlung abnehmen. Umgekehrt wäre zu untersuchen, ob Kindesmisshandlung bei Abnahme des Wohlstandes zunimmt. Kinderschützer sehen der Entwicklung mit Besorgnis entgegen.
Quelle: FR


22.4.2005 Raisa Kononenko erinnert sich an Babij Jar - ein Schrecken, der auch 60 Jahre danach kein Ende hat. (Vorsicht: Triggergefahr!)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/04/22/a0177.nf/text


19.4.2005 Eine "Internetstreife" des LKA Baden-Württemberg hat nach zwei Monaten Recherchen im Internet rund 120 Anbieter von Kinderpornografie entdeckt. Die Verdächtigen hätten Bilder/Filme mit missbrauchten Kindern in Tauschbörsen offeriert. Die Fahnder gehen stichprobenartig vor.
Quelle: Yahoo



18.4.2005 Ein pädophiler Ex-Pfadfinderleiter wurde vom Kölner Landgericht wegen sexuellen Missbrauchs in zehn Fällen zu einer siebenjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Staatsanwältin hatte einen deutlich milderen Antrag mit dem Argument begründet, der Angeklagte habe seine Opfer durch das Geschehen «weder erkennbar traumatisiert noch ihnen zu irgendeinem Zeitpunkt körperliche Gewalt angetan».
Quelle: Yahoo
Kommentar:
Es spricht sich einfach nicht rum, dass Traumatisierung nicht wie ein Knochenbruch zu diagnostizieren ist.

18.4.2005 Kinderhilfsorganisationen aus 67 Ländern haben eine Internetkampagne gegen Kinderpornographie gestartet. Wenn Regierungen und Unternehmen nicht umgehend Maßnahmen ergreifen würden, würden bald Millionen von Kindern sexuellem Missbrauch ausgesetzt sein, warnten die Organisatoren. Viele Staaten, vor allem die Entwicklungsländer, hätten nur unzureichende Gesetze gegen Kinderpornographie, sagte die Leiterin der Kinderschutzorganisation ECPAT, Carmen Madrinan. Aus Geldmangel sei die Polizei teilweise gar nicht in der Lage, gegen Internet-Straftaten vorzugehen. Neue Digitalkameras, Webcams und die Kameras in Mobilfunkgeräten machten es leicht, Kindesmissbrauch zu fotografieren und zu versenden. Besonders verbreitet sei diese Praxis in Weißrussland, Russland, den USA und Asien.
Quelle: Yahoo


18.4.2005 Micha Brumlik, Direktor des Fritz-Bauer-Instituts, sagte auf einem dreitägigen Kriegskinder-Kongress, der Blick auf alle Opfer sei wichtig, auch wenn es manchen schwer falle, "auch Leiden von Menschen zu artikulieren, die Nutznießer oder Verursacher des Schreckens waren".
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/04/18/a0107.nf/text


15.4.2005 Bei einer Razzia gegen mutmaßliche Menschenhändler hat die Polizei in Deutschland und Bulgarien 40 Menschen festgenommen, darunter 15 Prostituierte, die möglicherweise mit Gewalt zu ihrer Tätigkeit gezwungen worden sind. Die Bande soll im großen Stil Frauen türkischer Abstammung aus Bulgarien nach Westeuropa geschleust und zur Prostitution gezwungen haben.
Quelle: taz

12.4.2005 Ehemalige Heimkinder schreiben


10.4.2005 Am 11. April 1945 wurde das KZ Buchenwald befreit. Heute findet dort eine zentrale Gedenkfeier mit 500 ehemaligen KZ-Häftlingen statt.
"Von unserem Gott reden heißt fremdes Leid zur Sprache bringen und versäumte Verantwortung, verweigerte Solidarität beklagen." (Johann Baptist Metz)


9.4.2005 Heute vor 60 Jahren wurde Dietrich Bonhoeffer in Flossenbürg hingerichtet.

9.4.2005 Buchtipp: "Viele NS-Täter und Tatbeteiligte haben nach 1945 dort weitergemacht, wo es gefahrlos ging, nämlich besonders im Schoß der Familie«, sagt der Psychotherapeut J. Müller-Hohagen. »Viele von ihnen hatten es heraus, sich durch Biederkeit, Wohlanständigkeit, Vorbildlichkeit und dergleichen nach außen und vor sich selber zu tarnen. Kinder waren ihnen ausgeliefert und wurden - erst recht, wenn sie sich zu wehren versuchten - für verrückt erklärt oder tödlich bedroht.«
Jürgen Müller-Hohagen: Verleugnet, verdrängt, verschwiegen. Seelische Nachwirkungen der NS-Zeit und Wege zu ihrer Überwindung. Kösel-Verlag München, 2005. 328 Seiten, 19,95 Euro. ISBN 3-466-30686-8
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7.4.2005 "Schnitte in Körper und Seele" - Unicef, terres des femmes und der Berufsverband der Frauenärzte hat die Ergebnisse einer ersten Befragung von FrauenärztInnen vorgestellt. Danach haben 43% aller FrauenÄrztInnen bereits beschnittene Frauen behandelt. 30,4% der ÄrztInnen betreuten beschnittene Frauen bei einer Geburt. Die Untersuchung bestätigte den Verdacht, dass auch in Deutschland Mädchen beschnitten werden.
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6.4.2005 Am Anfang fehlt das Wort. Besuch in einer deutschen Hauptschule: Die Schüler reden in Fragmenten, kommen hungrig zum Unterricht und fühlen sich als Verlierer und die Lehrer müssen oft die Familie ersetzen. Eine Reportage von Holger Gertz


6.4.2005 Geschäfte mit Kindern
Quelle: FR


5.4.2005 Menschenhandel bringt jährlich mindestens 10.000.000.000 Dollar Umsatz. Die Direktorin des Kinderhilfswerks Unicef, Carol Bellamy, forderte am Rande der Konferenz der Interparlamentarischen Union in Manila gestern die Regierungen auf, stärker gegen Menschenhandel vorzugehen. Vor allem Frauen und Kinder aus armen Ländern würden häufig mit vorgetäuschten Arbeitsangeboten angelockt und zu Prositution und Sklaverei gezwungen.
Quelle: taz



4.4.2005 Wirtschaft global - Hunger egal?
Quelle:
FR

2.4.2005  In einem Holzboot versuchten 35 AfrikanerInnen nach Spanien zu fliehen. 13 von ihnen verhungerten und verdursteten. Soweit bekannt, sind in diesem Jahr bereits 26 Menschen bei riskanten Überfahrten ums Leben gekommen. Seit Donnerstag hat die Polizei an den Küsten der Kanarischen Inseln und Südspaniens fast 200 ImmigrantInnen abgefangen.
Quelle: taz


1.4.2005 Im Zuge der Ermittlungen gegen einen süddeutschen Kinderpornoring wird gegen einen Hamburger Abgeordneten wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Darstellung ermittelt. Der Verdächtige ist seit 2004 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und u.a. Mitglied des Familien-, Kinder- und Jugendausschusses der Hansestadt. Er soll enge Beziehungen nach Südostasien haben, wo er zu Jahresbeginn seinen Urlaub verbrachte. - Seit Wochenanfang wird in Sachsen-Anhalt ebenfalls gegen einen Politiker wegen Verbreitung und Besitz von Kinderpornografie ermittelt.
Quellen: Yahoo, Spiegel, taz



31.3.2005  Die Zeit: Tod in der Folterzelle. Am 11. Juli 2003 starb die Fotografin Zahra Kazemi in einem iranischen Gefängnis. Zum ersten Mal bestätigt ein Arzt: Sie wurde brutal misshandelt. Protokoll eines Justizmordes.
Quelle:
http://www.zeit.de/2005/14/Iran_Kazemi


30.3.2005 In den USA, Dallas, wurde ein Pfadfinder-Funktionär wegen Kinderpornografie angeklagt. Die Behörden hatten ihn im Zuge gemeinsamer deutsch-amerikanischer Ermittlungen gegen Kinderpornografie im Internet ermittelt. Der Angeklagte leitete u.a. ein Programm der Pfadfinder zum Schutz Jugendlicher vor Sexualstraftätern.
Quelle: Yahoo



5.4.2005 Menschenhandel bringt jährlich mindestens 10.000.000.000 Dollar Umsatz. Die Direktorin des Kinderhilfswerks Unicef, Carol Bellamy, forderte am Rande der Konferenz der Interparlamentarischen Union in Manila gestern die Regierungen auf, stärker gegen Menschenhandel vorzugehen. Vor allem Frauen und Kinder aus armen Ländern würden häufig mit vorgetäuschten Arbeitsangeboten angelockt und zu Prositution und Sklaverei gezwungen.
Quelle: taz



4.4.2005 Wirtschaft global - Hunger egal?
Quelle:
FR

2.4.2005  In einem Holzboot versuchten 35 AfrikanerInnen nach Spanien zu fliehen. 13 von ihnen verhungerten und verdursteten. Soweit bekannt, sind in diesem Jahr bereits 26 Menschen bei riskanten Überfahrten ums Leben gekommen. Seit Donnerstag hat die Polizei an den Küsten der Kanarischen Inseln und Südspaniens fast 200 ImmigrantInnen abgefangen.
Quelle: taz


1.4.2005 Im Zuge der Ermittlungen gegen einen süddeutschen Kinderpornoring wird gegen einen Hamburger Abgeordneten wegen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischer Darstellung ermittelt. Der Verdächtige ist seit 2004 Mitglied der Hamburger Bürgerschaft und u.a. Mitglied des Familien-, Kinder- und Jugendausschusses der Hansestadt. Er soll enge Beziehungen nach Südostasien haben, wo er zu Jahresbeginn seinen Urlaub verbrachte. - Seit Wochenanfang wird in Sachsen-Anhalt ebenfalls gegen einen Politiker wegen Verbreitung und Besitz von Kinderpornografie ermittelt.
Quellen: Yahoo, Spiegel, taz



31.3.2005  Die Zeit: Tod in der Folterzelle. Am 11. Juli 2003 starb die Fotografin Zahra Kazemi in einem iranischen Gefängnis. Zum ersten Mal bestätigt ein Arzt: Sie wurde brutal misshandelt. Protokoll eines Justizmordes.
Quelle:
http://www.zeit.de/2005/14/Iran_Kazemi


30.3.2005 In den USA, Dallas, wurde ein Pfadfinder-Funktionär wegen Kinderpornografie angeklagt. Die Behörden hatten ihn im Zuge gemeinsamer deutsch-amerikanischer Ermittlungen gegen Kinderpornografie im Internet ermittelt. Der Angeklagte leitete u.a. ein Programm der Pfadfinder zum Schutz Jugendlicher vor Sexualstraftätern.
Quelle: Yahoo



28.3.2005 Am Berner Ostermarsch "Gegen Gewalt an Frauen" beteiligten sich 120 - 200 Menschen. Zu den Organisatorinnen gehörten AI, das Fraueninformationszentrum Zürich, die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und die Römisch-katholische Kirche Bern.
Quelle: http://www.kath.ch



26.3.2005 Japanische "Trostfrauen": Japan feiert den 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Der "Korean Council for the Women" macht dabei auf des Schicksal der 200.000 koreanischen Opfer sexueller Sklaverei aufmerksam. Die UNO hatte festgestellt, dass die systematische Verschleppung koreanischer Frauen auf japanische Militärstützpunkte gegen internationales Recht verstoße. Japan ist bei heute nicht zur gesetzlichen Anerkennung der Opfer bereit.
mehr:
http://www.geo.de (Vorsicht: Triggergefahr)


31.3.2005  Die Zeit: Tod in der Folterzelle. Am 11. Juli 2003 starb die Fotografin Zahra Kazemi in einem iranischen Gefängnis. Zum ersten Mal bestätigt ein Arzt: Sie wurde brutal misshandelt. Protokoll eines Justizmordes.
Quelle:
http://www.zeit.de/2005/14/Iran_Kazemi


30.3.2005 In den USA, Dallas, wurde ein Pfadfinder-Funktionär wegen Kinderpornografie angeklagt. Die Behörden hatten ihn im Zuge gemeinsamer deutsch-amerikanischer Ermittlungen gegen Kinderpornografie im Internet ermittelt. Der Angeklagte leitete u.a. ein Programm der Pfadfinder zum Schutz Jugendlicher vor Sexualstraftätern.
Quelle: Yahoo



26.3.2005 Japanische "Trostfrauen": Japan feiert den 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Der "Korean Council for the Women" macht dabei auf des Schicksal der 200.000 koreanischen Opfer sexueller Sklaverei aufmerksam. Die UNO hatte festgestellt, dass die systematische Verschleppung koreanischer Frauen auf japanische Militärstützpunkte gegen internationales Recht verstoße. Japan ist bei heute nicht zur gesetzlichen Anerkennung der Opfer bereit.
mehr:
http://www.geo.de (Vorsicht: Triggergefahr)


24.3.2005 Ca 15% der US-Soldaten kommt aus dem Irak-Krieg mit posttraumatischen Stress-Symptomen oder Depressionen zurück. Nun gibt es ein Forschungsprojekt, das helfen soll, mit den PTBS-Symptomen besser fertig zu werden. Die traumatisierten Soldaten sollen realistischen Computerspielen, sog. Ego-Shootern, ausgesetzt werden, die die Kriegserfahrungen duplizieren. Ziel der Behandlung ist, dass die Betroffenen lernen, die realen Erfahrungen mittels virtueller Auseinandersetzung damit zu verarbeiten.

Quelle: Süddeutsche


22.3.2005 Die Menschenrechts-Vereinigung "Human Rights Watch" nennt das systematische Verschwindenlassen von ZivilistInnen in Tschetschenien "Verbrechen gegen die Menschlichkeit". Russland decke die Täter. Von 1.800 Untersuchungen zu den Entführungen habe es in den letzten 5 Jahren keinen einzigen Schuldspruch gegeben.
Quelle: Radio Vatikan



19.3.2005 Noch immer: Sexueller Missbrauch wird zu selten erkannt.
«Jedes missbrauchte Kind macht im Durchschnitt sieben Versuche, von dem erlittenen Trauma zu berichten», sagte Bernd Herrmann, Kinderarzt und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft gegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung (DGgKV) am Freitag auf einer Fachtagung in Kassel. Erst dann würden die Aussagen des Kindes ernst genommen.Viele Ärzte kennen die Symptome für sexuellen Missbrauch und Kindesmisshandlung nicht, obwohl solche Übergriffe keine Seltenheit sind. Pro Jahr werden 17.000 Fälle sexuellen Missbrauchs angezeigt, die Dunkelziffer liegt zwei- bis dreimal höher. Nur 10% der sexuell missbrauchten Mädchen weisen einen körperlichen Befund auf. Daher sei die Diagnose schwierig und müsse Verhaltensauffälligkeiten und seelische Verletzungen einbeziehen.
Quelle: yahoo
siehe auch: http://www.dggkv.de


19.3.2005 Das Prinzip Staatsraub. Die Enteignung der Juden war eine groß angelegte gesamteuropäische Geldwäsche, um die Kriegskasse zu füllen / Von Götz Aly
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?cnt=649573


18.3.2005 -  4300 tote Flüchtlinge im Mittelmeer in den letzten 5 Jahren melden die Anrainerstaaten von Lampedusa. Einer betet für die namenlose Flüchtlinge: Vincenco Lombardo. Er sagt: "Wer hierher kommt, der bekommt sein Kreuz. Es ist so traurig, die tun mir leid. Ich habe auch geweint, als ich diese übel zugerichteten Toten gesehen habe. Das bewegt einen. Das sind doch keine Tiere, es sind alle Kinder Gottes. Und selbst wenn sie als Moslems etwas anders glaubten: Wer hierher kommt, der bekommt sein Kreuz, das wir alle so sehr brauchen..."
Quelle: Tagesschau.de

18.3.2005 Der Fahndungsleiter Organisierte Kriminalität, Oberstaatsanwalt E. Bülles, belastet die Regierung schwer. Vor dem Visa-Untersuchungsausschuss sagte er, Auswärtiges Amt und Innenministerium hätten die Ermittlungen in einem Schleuserprozess behindert. In diesem Prozess wurde erstmals offensichtlich, dass es zu massenhaftem Missbrauch von Visaanträgen in Kiew gekommen war. Der Angeklagte Barg hatte 7949 UkrainerInnen nach Deutschland geschleust. Er wurde zu 5 Jahren Haft verurteilt, obwohl sonst 8 Jahre üblich sind. - Die Ermittlungen gegen Barg führten zu weiteren 266 Verfahren.
Quelle: taz



18.3.2005 Von über 1000 der 1500 jungen georgischen Frauen, die in den letzten Jahren über Finnland nach Europa einreisten, fehlt jede Spur. Finnische Behörden vermuten, dass diese Frauen teilweise dem Menschenhandel zum Opfer fielen.
Quelle: die standard at



17.3.2005 Die US-Armee verdächtigt eigene Soldaten, seit 2002 mindestens 26 Gefangene in Afghanistan und im Irak getötet zu haben. Ein Pentagon-Bericht von letzter Woche hatte noch von nur 6 Tötungsfällen gesprochen. Im irakischen Gefängnis Abu Ghraib fand nur eine der mutmaßlichen Tötungen statt. Die anderen geschahen andernorts.
Quelle: taz


17.3.2005 Bei einer internationalen Polizeiaktion gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet wurden 500 Verdächtige in Europa und Lateinamerika festgenommen.
Quelle: Yahoo



16.3.2005 Zwangsprostituierte aus der Ukraine. Hinter tausend Fenstern. Versprechen, Verschleppen, Verbrechen: Anwerberinnen locken Frauen legal nach Deutschland. Viele erwarten hier Torturen.
Von Thomas Urban
in der Süddeutschen



16.3.2005 Michel Friedman hat seinen Auftritt auf dem Evangelischen Kirchentag in Hannover abgesagt. Die Absage begründete er mit der Kritik der Frauen-Union und von Landesbischöfin Margot Käßmann. Friedman war von den Organisatoren des Evangelischen Kirchentages zu einer Podiumsdiskussion eingeladen worden.
Zur Erinnerung: Friedmann ist wegen Kokainbesitzes verurteilt worden. Wegen des Benutzens von Frauen, die von ukrainischen Menschenhändlern zur Prostitution gezwungen wurden, wurde Friedman nicht verurteilt.
Quelle: taz



15.3.2005 Der Wehrbeauftragte Wilfried Penner registrierte im Jahresbericht für 2004 94 Fälle von Misshandlungen. 2003 waren 58 entsprechende Beschwerden eingegangen.
Quelle: Spiegel



15.3.2005 In Lampedusa trafen zwischen Sonntag und Montag 720 illegale Einwanderer ein. Sie landeten auf vier Booten und wurden in ein Aufnahmelager gebracht.
Quelle: taz


12.3.2005 Die amerikanische Union für Bürgerrechte (ACLU) veröffentlichte Dokumente der US-Armee. Darin wird der sexuelle Missbrauch einer 17-jährigen durch Gefängnispersonal bestätigt wie die Inhaftierung eines elfjährigen Jungen. Die Verantwortlichen seien nicht zur Rechenschaft gezogen worden. Der Bericht spricht davon, dass die Spitze des Verteidigungsministeriums "nicht direkt verantwortlich" für sexuelle und psychische Misshandlungen von Häftlingen ist.
Quelle: taz



11.3.2005 Der Ex-Chef der Colonia Dignidad, SS-Mann Paul Schäfer, ist nach neunjähriger Fahndung festgenommen worden. Ihm wird u.a. Kindesmissbrauch in der sektenähnlich strukturierten Colonia Dignidad, die er "wie ein Gott" beherrschte, vorgeworfen. Dort war unter Pinochet (1973-1990) ein Folterzentrum eingerichtet.
Quelle: FR


11.3.2005 Unsichere Zukunft für die Frauenpolitik. Die UNO-Frauenrechtskonferenz in New York geht heute zu Ende. Umstritten waren Resolutionen zu wirtschaftlichem Fortschritt und Frauenhandel. Regierungsunabhängige Organisationen kritisieren die Konzentration auf die Millenniumsziele
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/03/11/a0256.nf/text


10.3.2005 Dokumentation über Ehrenmorde
Die Geschäftsführerin der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes, Christa Stolle, hat die Bundesregierung aufgefordert, in Deutschland begangene Ehrverbrechen offiziell zu erfassen. Die Unterdrückung von Frauen und Mädchen in Migrantenfamilien sei jahrelang vernachlässigt, tabuisiert und verharmlost worden. Unter dem "Deckmantel der Toleranz und der Multikultigesellschaft" sei die Gewalt nicht wahrgenommen worden. Laut UN-Weltbevölkerungsbericht werden jährlich mindestens 5.000 Mädchen und Frauen Opfer so genannter Ehrenmorde. In Deutschland seien seit Sommer 2004 zehn muslimische Migrantinnen ermordet worden.
Quelle: taz



8.3.2005 Nicht still und nicht leise: Der internationale Frauentag
mehr:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/thema_des_tages/?sid=15acbef03db9749e4176d7ba7db48c95


8.3.2005 Heute endet in New York eine UNO-Debatte über den Status von Frauen. Für den Heiligen Stuhl nahm daran Mary Ann Glendon, die Präsidentin der Päpstlichen Akademie der Sozialwissenschaften, teil. Sie sagte uns: "Drei Viertel der Armen in der Welt sind Frauen und Kinder! Wir haben also immer noch die gleiche Sorge wie vor zehn Jahren. Das war der einzige Punkt, den uns der Papst damals mit auf den Weg gegeben hatte: Versucht, eine Stimme derer zu sein, die man nicht hört in den Fluren der Macht."
Quelle: Radio Vatikan


8.3.2005 Zum Weltfrauentag am heutigen Dienstag hat die Hilfsorganistion Medica Mondiale einen neuen Bericht über Gewalt gegen Frauen im Kongo vorgelegt. Darin sind 300 Fälle von Vergewaltigung und sexueller Gewalt durch Militärs und Paramilitärs gegen die weibliche Bevölkerung dokumentiert. Der Bericht stammt von lokalen Partnern, sagt Monika Hauser, die Gründerin von Medica Mondiale. Er zeige, "dass eben diese Form der Gewalt Alltag ist für die kongolesischen Frauen... und dass viele Frauen, die diese Form der Gewalt erleben, auch angesteckt werden und jetzt zu diesen Traumata auch noch Aids bekommen haben."
Quelle: Radio Vatikan

8.3.2005 Folterzeuge schikaniert. Ein Unteroffizier der US-Spionageabwehr im Irak, der die Misshandlung irakischer Gefangener gemeldet hatte, ist von seinen Vorgesetzten zu einer psychiatrischen Untersuchung gezwungen und zurück in die USA geschickt worden.
Quelle: taz



5.3.2005 Die in Bagdad entführte Journalistin Giuliana Sgrena ist nach 4 Wochen wieder frei. Als das Auto mit der Journalistin zum Bagdader Flughafen fuhr, wurde es von US-Truppen unter Feuer genommen. Ein italienischer Spezialagent kam dabei ums Leben.
Quelle: Spiegel



5.3.2005 Die Lage vieler Frauen ist heute schlechter als noch vor zehn Jahren, zum Zeitpunkt der Weltfrauenkonferenz in Peking. Dies berichtet die Frauenorganisation für Umwelt und Entwicklung (Wedo) am Rande der UN-Frauenrechtskommission in New York. Die Realität von Frauen sehe anders aus als die offiziellen Verlautbarungen der Regierung, sagte J. Zeitlin, Wedo-Direktorin. Sie nennt einen Trend hin zu wachsender Armut und Ungleichheit sowie grundlegenden Widerstand gegen Frauenrechte.
Quelle: taz



3.3.2005 In Frankreich beginnt ein Prozess um sexuelle Misshandlung. 66 Angeklagte stehen vor Gericht. 45 Kinder zwischen sechs Monaten und 12 Jahren wurden von 1999 - 2002 vergewaltigt und zu sexuellen Handlungen gezwungen.
mehr


3.3.2005 Die Bundesstiftung für die Entschädigung der NS-Zwangsarbeiter und das Bundesarchiv wollen eine Datei mit möglichst allen Namen jüdischer Einwohner des Deutschen Reichs zwischen 1933 und 1945 erstellen. Bisher gibt es eine solche Liste nicht.
Quelle: taz
Kommentar: Es ist gut, wenn Opfer einen Namen haben.


3.3.2005 Die "Aktion Christen für die Abschaffung der Folter", Schweiz, wird in ihrer diesjährigen Karfreitags-Kampagne auf die Situation der Frauen auf den Salomon-Inseln aufmerksam machen. Diese hätten während des Bürgerkriegs schwere Menschenrechtsverletzungen erlitten. Von 1998 bis 2003 wurden sie nach Angaben der Organisation "auf erschreckende Weise Opfer von Sexualverbrechen". Die Täter dürften nicht straflos ausgehen.
Quelle:
http://www.acat.ch/de/news_de.html


2.3.2005 Illegale sind keine Kriminellen. Zwischen 500 000 und 1 Million Menschen leben nach Schätzung der kath. Initiative Illegalität ohne Papiere, ohne Krankenversicherung in Deutschland. Weihbischof Josef Voß, Vorsitzender der Migrationskommission der DBK, hat ein Manifest unterzeichnet, dem sich inzw. 370 Prominente anschlossen. Ziel ist u.a. die medizinische Grundversorgung der illegalen Migranten und den Schutz vor Ausbeutung der mitbetroffenen Kinder zu  stärken.
Quelle: taz
mehr unter: http://www.forum-illegalitaet.de



1.3.2005 12 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter Armut, haben also weniger als 60% des Durchschnittseinkommens. Jedes achte Kind lebe auf Sozialhilfenievau (zum Vergleich 1965: jedes 75. Kind). Die ärmsten 20% der Bevölkerung sterben im Schnitt 7 Jahre früher als Angehörige der wohlhabenderen Schichten. Die Sterblichkeit von Arbeitslosen liege um das 2,6fache höher als bei Erwerbstätigen. Die Suizidrate bei Arbeitslosen sei um das 20fache höher. Es muss mit einer Zunahme von Erkrankungen bei den sozial Schwachen gerechnet werden. Dies geht aus der Nationalen Armutskonferenz hervor.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?cnt=639347


1.3.2005 Brutale Jugendliche machen der Justiz zu schaffen. Sie fahren nicht nur schwarz in der U-Bahn oder lassen mal eben eine Jeans mitgehen – immer häufiger schlagen sie brutal zu: „Die Jugendlichen in München werden immer gewaltbereiter“, sagt Amtsgerichtspräsident Gerhard Zierl.
 
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,mucm3/muenchen/artikel/595/48547/

28.2.2005 Michael Friedmann wurde von den Organisatoren des Evangelischen Kirchentages in Hannover zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Da darf frau gespannt sein, welche Werte ein Publizist zu vertreten weiß, der sich von ukrainischen Menschenhändlern gezwungene Prostituierte aufs Zimmer bestellte und nach Auffliegen der Vorgänge kein Wort über diese Frauen verlor.

28.2.2005 Frauenrechte in Gefahr. Zehn Jahre nach der UN-Frauenkonferenz von Peking, die als Meilenstein für Gleichberechtigung gilt, fällt die Bilanz ernüchternd aus. Rechtlich hat sich einiges getan, faktisch aber harren viele Vorgaben der Umsetzung. Neoliberalismus und Fundamentalismus stellen Absichten von 1995 in Frage.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/thema_des_tages/?cnt=638779


27.2.2005 Sexuelle Belästigung ist nach Angaben der Organisation jugendschutz.net in Online-Chats an der Tagesordnung. Wie aus der Jugendschutzbroschüre «Chatten ohne Risiko?» hervorgeht, berichten 160 von 200 befragten Kindern von sexuellen Belästigungen in den virtuellen Treffpunkten.

27.2.2005 Der Gründer von amnesty international, Peter Benenson, ist in Oxford gestorben. Er hatte ai 1961 gegründet und "Licht in die Gefängnisse gebracht und den Horror von Folterkammern und Todeslagern in der Welt bekannt gemacht", wie ai-Generalsekretärin Irene Khan sagte. Ursprünglich war ai nur als einjährige Kampagne gedacht gewesen - inzwischen ist sie die größte Menschenrechtsorganisation der Welt. Benenson war auch Vorsitzender des Verbandes "Christen gegen Folter". (Wie gut es ist, dass es diesen Peter Benenson gab!)


26.2.2005 Hessen: 20 Frauen tot, mehr als 5198 Gewaltopfer - aber Geld für die Umsetzung des Aktionsplans gegen häusliche Gewalt gibt es nicht.
mehr
26.2.2005 Weibliche Erfahrungen im Konzentrationslager - Katrin Auer
Allein von 1940 bis 1942 wurden rund 35.000 Frauen von den Nazis zur Sexarbeit gezwungen, meist alle sechs Monate ausgewechselt, nachher vielfach umgebracht.
http://www.perlentaucher.de/buch/18837.html
26.2.2005 Nachrichten aus Kinderland. Plünderung der Lebenschancen Heranwachsender: Zur Lage der Kinder und Jugendlichen unter den Bedingungen von Hartz IV. S. Steinert und P. Fuchs
Quelle:
Frankfurter Rundschau


25.2.2005 Bereits am 14. Januar sagte Lawrence Summers, Präsident der Harvard-Universität, dass Frauen möglicherweise "speziell für Wissenschaft und Technik die immanente Eignung" fehle. Dazu käme, dass Frauen nicht bereit seien, die für solche Jobs erforderliche Arbeitszeit von bis zu 80 Wochenstunden zu investieren.
(Kommentar: Über die "immanente Eignung" eines Uni-Präsidenten, der Frauen die Denkfähigkeit abspricht und an einer 80-Stunden-Woche nichts auszusetzen findet, wäre nachzudenken :-)
Quelle: Die Standard


25.2.2005 Der UN-Sicherheitsrat will den Missbrauch von Kindern als Soldaten, Spione oder Sexsklaven wirksamer bekämpfen. Ein Resolutionsentwurf von Benin und Frankreich sieht bessere Überwachungsmöglichkeiten und die Verhängung von Strafmaßnahmen vor. Frlühere UN-Resolutionen waren ohne erkennbare Wirkung geblieben. Derzeit sind weltweit rund 300 000 Kinder in Armeen oder Rebellenverbänden zwangsrekrutiert.
Quelle: taz


23.2.2005 amnesty international (ai) berichtet, dass sich die Lage irakischer Frauen seit dem Sturz des Baath-Regimes in vielen Punkten nicht verbessert habe. Noch immer werden Frauen besonders oft Opfer von Gewalt, in der Haft von US-Truppen drohen ihnen Misshandlung und Folter, sexuelle Misshandlungen eingeschlossen.


23.2.2005   Laura Busch, Frau des amerikanischen Präsidenten hat in Landstuhl/Pfalz Soldaten besucht, die im Irak verwundet wurden. Arbeitsteilig mit ihrem Mann: Der Präsident möchte sich wohl nicht gerne mit Menschen fotografieren lassen, die die Folgen seiner Politik zu tragen haben.
Quelle: Alle Tageszeitungen

23.2.2005 Die US-Menschenrechtsorganisation Center for Constitutional Rights stellte Strafanzeige beim Generalbundesanwalt in Karlsruhe gegen US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Der Vorwurf lautet auf Kriegsverbrechen, Verstöße gegen das Völkerrecht und die UN-Folterkonvention im Zusammenhang mit dem Skandal um das US-Gefängnis Abu Ghraib im Irak.

Quelle: Süddeutsche


23.2.2005 Jedes zwölfte Kind weltweit ist laut Unicef zu den "schlimmsten Formen" von Arbeit gezwungen. Rund 350 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren verrichteten Erwerbsarbeit, davon 180 Millionen "gefährliche Arbeiten, Sklaverei, Zwangsarbeit, Militärdienst, erzwungene sexuelle Dienstleistungen und illegale Aktivitäten".
Quelle: taz



22.2.2005 Ehrenmord in Berlin. Vogelfreie Frauen. Mit Kopfschüssen wurde eine junge Türkin offenbar von ihren Brüdern hingerichtet, um die "Ehre" der Familie wiederherzustellen. Nun merkt die Hauptstadt plötzlich, dass ihr die Basis für das Zusammenleben wegbröckelt.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/,poll1/deutschland/artikel/160/48112/


21.2.2005 Geständnis. Der Sexualmord war exakt geplant. Behörden und Eltern kannten die Gefahr, die von Martin Prinz ausging - trotzdem konnte der vorbestrafte Kindermörder über Monate in der Wohnung seines neunjährigen Opfers ein- und ausgehen. 
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,tt3m2/muenchen/artikel/139/48091/


21.2.2005 Ruud Lubbers, Flüchtlinglingskommissar der UN, ist wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung in 5 Fällen von seinem Amt zurückgetreten. Vier der Frauen hatten aus Angst vor beruflichen Nachteilen auf eine Anzeige verzichtet.
Quelle:
http://news.independent.co.uk/world/politics/story.jsp?story=612211


20.2.2005 Marokko: Die Wahrheit über die "bleiernen Jahre". Mit Mohammed VI. bestieg 1999 ein Hoffnungsträger den Thron in Marokko. Seither bietet sich die Chance zur Aufarbeitung staatlicher Gewalt. Selbstverständlich ist das nicht, denn es war Mohammeds Vater Hassan, der für Folter, Entführung und Gefängnis stand.
Quelle:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4082106_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html


19.2.2005  In Wien schlagen die Interventionsstellen Alarm, weil immer mehr Opfer familiärer Gewalt aufgrund der Kürzung bereits zugesagter Mittel ohne Betreuung bleiben. 1998 wurden den Interventionsstellen 188 Menschen, 2001 bereits 1086 und im Jahr 2004 gar 2490 Menschen (zu 95% Frauen) von der Polizei überwiesen.  7 Mitarbeiterinnen sind nicht in der Lage, 2490 Menschen zu betreuen.
Quelle: Die standard.at



19.2.2005 Daschner-Urteil: Schriftliche Urteilsbegründung liegt vor
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/fr_home/startseite/?sid=18049eb291288009f6b5bf7b2ab69d44&cnt=633844

19.2.2005 Ermittlungen eingestellt: Die US-Bürgerrechtsgruppe ACLU erzwang die Veröffentlichung von Akten des US-Militärs über weitere Misshandlungsfälle im Irak und in Afghanistan. Darin wird u.a. berichtet, dass im September 2003 ein Irakter mit Baseballschläger und Gewehrkolben geschlagen und mit einem Seil gewürgt wurde. Ihm wurden die Arme ausgekugelt, die Nase gebrochen, eine ungeladene Pistole in den Mund geschoben und dann der Abzug durchgezogen. Die Armee stellte die Ermittlungen ein.
Auch auf dem Stützpunkt Fire Base Tycze im Süden Afghanistans wurde - dokumentiert auf CD-Rom - misshandelt. Zudem gab es im Mai 2004 Angriffe von US-Sondereinheiten auf afghanische Zivilisten. Auch in diesen Fällen stellte die Armee die Ermittlungen ein.
Quelle: taz


18.2.2005  Entführung: "Beendet die Besatzung, verlasst den Irak". Nach 13 Tagen Geiselhaft erschüttert ein dramatisches Lebenszeichen von Giuliana Sgrena Italien
Quelle: http://www.zeit.de/2005/07/vsgrena


18.2.2005 Gewaltverbot führt zur Demontage der Familie: Die polnische Regierung hat einen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Gewalt in der Familie eingebracht. Die Opposition möchte den Gesetzentwurf ablehnen. Begründung: Ein solches Gesetz sei eine Einmischung des Staates in Angelegenheiten zwischen Eltern und Kindern sowie eine Demontage der Familie.
Quelle: die standard.at


18.2.2005 Die Gründerin der Frauenhilfsorganisation Solwodi, Lea Ackermann, sagt, dass die Zahl von Zwangsprostituierten nach 2000 stark zugenommen habe. Ein Zusammenhang mit der umstrittenen Visa-Praxis lasse sich jedoch nicht nachweisen. Aber - so Schwester Ackermanns Kritik - die Kontrollen zum Beispiel in Bordellen sind noch immer viel zu lax. Sie fordert: "Verstärkung der Polizeirazzien. Ein Vermittlungsverfahren, dass auch die Täter vor Gericht gestellt werden, die Frauen Aussagen machen können und dann sollen die Täter abkassiert werden. Das einzige Mittel wirklich gegen Frauenhandel und Menschenhandel und Kinderhandel ist, dass man die Täter wirklich abkassiert. Wenn die so furchtbar hohe Gewinne machen können und kaum Strafen zu fürchten haben, dann wird das endlos weitergehen."
Quelle: Radio Vatikan



17.2.2005 Es geht um Sklaverei - ein Interview zur Visa-Affäre mit Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/thema_des_tages/?cnt=632902&


17.2.2005 Viele Opfer - und keine Täter - Warum Selma Albrechts Tod vor 64 Jahren in der Landesheilanstalt Stadtroda nie aufgeklärt werden wird. Die Einstellung des Strafverfahrens gegen eine ehemalige NS-Ärztin hat bei den Beteiligten Verbitterung hervorgerufen.
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?cnt=632959


17.2.2005 Schluss mit lustig - Wie die Polizei Demonstranten behandelt, die gegen die Abschiebung einer Iranerin demonstrieren, der die Steinigung droht
Quelle: 
http://www.fr-aktuell.de/fr_home/startseite/?sid=dc05600697dc18c07384ef5aa14ed685&cnt=632909

17.2.2005 Hilfe gegen Gewalt in der Familie für Kinder unter http://www.kidsinfo-gewalt.de/


17.2.2005 In der EU gibt es 200 Schattenlager für Asylbewerber in Verwaltungshaft. Die Ordensschwester Cornelia Bührle vom Jesuiten-Flüchtlingsdienst hat dies in einer Studie ermittelt. Die grüne Europaabgeordnete Hiltrud Breyer fordert demokratische Kontrollmechanismen für diese Lager und kritisiert sie als Verstoß gegen Menschen- und Völkerrecht. Flüchtlinge und Zuwanderer würden in den Auffangzentren kriminalisiert. Der Flüchtlingsdienst fordert, Schwangere, Traumatisierte, Behinderte und Mütter mit Kindern unter 14 nicht in derartigen Auffang- oder Abschiebelagern festzuhalten.
Quelle: taz


15.2.2005 UN-Friedenstruppen als Vergewaltiger
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2005/02/15/a0127.nf/text


13.2.2005 Gedenken an Dresden - ein Interview
Quelle:
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID4059914_REF1_NAV,00.html

11.2.2005 Radio Vatikan berichtet, dass UNO-Friedenssoldaten im Kongo keine sexuellen Beziehungen zu Einheimischen mehr unterhalten dürfen. Mit dieser Anweisung reagiert UNO-Generalsekretär Kofi Annan auf zahlreiche Berichte über sexuellen Missbrauch von jungen Mädchen und Frauen in der nördlichen Ituri-Provinz des Kongo durch die dort stationierten "Blauhelme". Annan bittet um 100 Sonderermittler und Polizisten, die der sexuellen Ausbeutung von jungen Frauen ein Ende machen sollen. Allein im letzten Jahr hat die UNO 150 Fälle von sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung durch UNO-Soldaten im Kongo untersucht. Die UN berichteten, dass sich "Blauhelme" mit ein paar Eiern oder etwas Milch selbst 12- oder 13-jährige Kinder für ein paar Stunden "gekauft" hätten.
Quelle: Radio Vatikan



10.2.2005 Der FDP-Politiker Daniel Bahr ist der Ansicht, dass die Falschen die Kinder kriegen und gebildete Frauen oft kinderlos blieben. Offensichtlich ist ihm unbekannt, dass es schon einmal in Deutschland eine Zeit gab, in der festgelegt war, welche Frauen sich fortpflanzen durften - und welche nicht. Bisher ist mir nicht bekannt, dass jemand gegen die Ansicht von Herrn Bahr protestiert hätte.

10.2.2005 Doppeltes Spiel. Ein Buch beschreibt Nachrichten-Unterdrückung in den USA. Von Rainer Braun
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/kultur_und_medien/medien/?cnt=629557



10.2.2005 Ein beiläufiger Mord. Schüler prügeln offensichtlich grundlos einen Mann zu Tode - und dokumentieren ihre Tat mit einem Foto-Handy. In Stuttgart prügelten zwei Jugendliche einen Mann in der S-Bahn zu Tode. Auf die Frage nach ihrem Motiv antworteten sie: "einfach so". Die Polizei steht vor einem Rätsel. Gabriele Renz.
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/fr_home/startseite/?sid=3e34202d3d17d2d08e76b2387677f9d9&cnt=629584



10.2.2005 Falscher Umgang. Die zehn braunen Regeln. Es gibt zehn Regeln dafür, wie man Rechtsextremisten zu mehr Zulauf verhilft. Die deutsche Politik hat sich in den vergangenen Wochen an fast alle gehalten. Von Heribert Prantl
Quelle:
http://www.sueddeutsche.de/,tt1m3/deutschland/artikel/510/47463/


7.2.2005 Vor Teneriffa wurden 228 AfrikanerInnen auf einem "Sklavenschiff" von der spanischen Küstenwacht gerettet. Quelle: taz


7.2.2005 Ein einig Volk von Opfern. Eine unabgeschlossene Geschichte der deutschen Gedenkpolitik. Ernst Piper in der FR
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/
 ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/?cnt=628046

5.2.2005 Ein Bericht vom Oktober 2004 über das Leben von ChristInnen im Irak. Der Bericht stammt von Giuliana Sgrena, die vorgestern im Irak entführt wurde
Quelle: http://www.zeit.de/2004/44/Tagebuch_II

4.2.2005 Bedauern: Als einen Grund für die anhaltende Gewalt im so genannten sunnitischen Dreieck führte Rumsfeld an, dass die US-Truppen während des Krieges nicht aus der nördlich gelegenen Türkei in den Irak vorstoßen konnten. Dadurch sei eine unzureichende Zahl von Sunniten getötet oder gefangen genommen worden. Quelle: Frankfurter Rundschau

Der US-Kommandant James Mattis, zuerst in Afghanistan, dann im Irak eingesetzt, erklärte in Kalifornien: "Also, ich muss sagen, das Kämpfen macht viel Spaß. Es macht eine ganze Menge Spaß ... . Du gehst nach Afghanistan und gerätst an Leute, die ihre Frauen fünf Jahre lang verprügeln, weil sie sich nicht verschleiert haben. Solche Leute sind ohnehin keine richtigen Männer mehr. So macht es denn unheimlich viel Spaß, sie zu erschießen." (Quelle: Süddeutsche Zeitung)

3.2.2005 "Die Opfer der Shoa geben uns einen Auftrag". Vor der Knesset unterstreicht Bundespräsident Horst Köhler die besondere Verantwortung der Deutschen gegenüber Israel
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/ Dokumentation

1.2.2005 Dossier der ARD: Missbrauch von Wehrlosen - Kinder als Opfer - ein globales Problem

31.1.2005 Unicef: Die Not der Kinder in Afrika am größten
Quelle:
http://www.unicef.de/report.html


30.1.2005 Der Bankier der Armen - So sieht die Hoffnung auf
Quelle:
http://www.kath.ch/aktuell_detail.php?meid=37314


30.1.2005 Bildung für die Reichen. Das Karlsruher Urteil zur Änderung des Hochschulrahmengesetzes verschärft die bestehende gesellschaftliche Spaltung bei den Bildungszugängen in Deutschland. Dies erklärte Albin Krämer, Bundespräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB), in Köln nach der Bekanntgabe des Urteils. Das Vorstandsmitglied des katholischen Sozialverbandes warnte davor, dass mit den Studiengebühren für das Erststudium jungen Menschen eine weitere hohe Hürde auferlegt wird, ihre Bildungschancen wahrzunehmen. Die sozialen Unterschiede werden - trotz der Pisa-Erkenntnisse - weiter verschärft.
Quelle: http://www.kab.de/dynasite.cfm?dssid=4041&dsmid=0&dspaid=459927

29.1.2005 Paul Celan: Tenebrae
Quelle:
http://www.deutsches-pfarrerblatt.de/ - Aktuelles


27.1.2005 Auschwitz
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/

26.1.2005 Der US-Präsident will für das laufende Haushaltsjahr weitere 80 Milliarden Dollar (ca 61,4 Mrd Euro) für Irak- und Afghanistaneinsätze beim Kongress beantragen.
Quelle: taz



26.1.2005 Eli Wiesel, der Buchenwald überlebt hat, sprach vor der UN:
Für die Häftlinge der Konzentrationslager sei „das Schweigen und die Indifferenz der Welt“ furchtbar gewesen. „Heute, 60 Jahre später, versucht die Welt wenigstens zuzuhören und sich zu erinnern!“ Auschwitz, sagte Elie Wiesel, entziehe sich der Sprache und dem Verstehen. ...„Hat Gott sein Antlitz abgewendet?“ fragte Wiesel. Wie konnte es sein, dass Deutsche Kinder und Greise mit Maschinengewehren niedermähten und danach wieder Gedichte von Schiller lasen und Partiten von Bach hörten? „Sie, die Vertreter der Weltgemeinschaft, bitte ich demütig und respektvoll, hören Sie auf die Opfer“, beschwor Wiesel die Versammlung. „Aber wird die Welt je lernen?“
Quelle: Die Zeit



26.1.2005 Die Thüringer Justiz ermittelt gegen 345 Polizeibeamte wegen des Verdachts der Verbreitung pronografischer Schriften, die aus dem Internet heruntergeladen und über Dienstcomputer der Polizei verbreitet wurden.
Quelle: taz


25.1.2005 In Amsterdam verlesen NiederländerInnen die Namen der 102.000 Menschen, die in Konzentrationslagern ermordet wurden. "Solange die Namen genannt werden, sind die Opfer nicht vergessen", sagte der Vorsitzende der Auschwitz-Komitees, Jacques Grishaver.
Quelle: epd



25.1.2005 Zeuge lebenslang - Henryk Mandelbaum. Aus Auschwitz. (Vorsicht. Triggergefahr)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/01/25/a0210.nf/text


24.1.2005 Ärzte-Vertreter und Nordrhein-Westfalens Innenministerium haben sich nun auf Kriterien zur Mitwirkung von Medizinern bei Abschiebungen verständigt. Ärzte können nun - neben ihrem Auftrag, die "Flugtauglichkeit" von Flüchtlingen zu begutachten - entprechend ihrer Sorgfaltspflicht den Flüchtling in seiner gesundheitlichen Situation ganzheitlich betrachten. Sie können sich nun auch über andere Gesundheitsgefahren äußern, die dem Flüchtling im Zielland drohen können. Vor allem traumatisierte Flüchtlinge könnten häufig direkt nach ihrer Ankuft keine Auskunft geben über drohende Gefahren. Jetzt gelten auch noch nicht entdeckte oder nicht ausreichend geklärte Probleme als Abschiebehindernis. Pro Asyl sagte, es sei mit dieser Verständigung gelungen, die bruchlose Einbindung der organisierte Ärzteschaft in die Abschiebungen zu verhindern.
Quelle: Frankfurter Rundschau



22.1.2005 Die Gewalt gegenüber kleinen Kindern nimmt zu. Fachleute führen den Anstieg der Misshandlungsfälle erstmals nicht auf die bessere Sensibilisierung zurück. Das Zürcher Kinderspital hat 2004 11 Prozent mehr Fälle von Kindesmisshandlungen registriert. Zugenommen hat die körperliche Gewalt gegen kleine Knaben und die sexuelle Gewalt gegen junge Mädchen.
Quelle:
http://www.kath.ch/ - Thema Gewalt


22.1.2005 Radio Vatikan meldet:
Gabriela Mischkowski, Asien-Referentin bei "Medica mondiale", weist darauf hin, dass bei den Hilfsmaßnahmen die besondere Situation von Frauen in den Flüchtlingslagern oft übersehen werde. Wenige bekannt gewordene Fälle sexualisierter Gewalt deuteten auf eine vielfach höhere tatsächliche Zahl solcher Taten hin. In den Regionen der Flutwelle sei es zu (Gruppen-)Vergewaltigungen gekommen. G. Mischkowski fordert, “dass regionale und lokale Frauengruppen beteiligt werden und in alle Entscheidungen, die getroffen werden, einbezogen werden. Denn die haben den Blick dafür und können auch am ehesten einen vertraulichen Kontakt mit den Frauen herstellen. Das ist erst mal das Allerwichtigste.”



22.1.2005 Shirin Ebadi hat der Vorladung vor das Revolutionsgericht keine Folge geleistet. Anlass für die Vorladung Ebadis war offensichtlich eine Pressekonferenz, bei der namhafte ehemalige Häftlinge über ihre Erfahrungen in der Isolationshaft, über Folter und erzwungene Geständnisse ausführlich berichteten. Ohne sich durch die Attacke der Justiz einschüchtern zu lassen, nahm Ebadi an dieser Konferenz teil.
Quelle: taz



21.1.2005 Nach Bushs Einstandsrede ist klarer als je zuvor: Das Grausen ist berechtigt
Quelle: Kommentar von Bernd Pickert in der taz

21.1.2005" ...und das Desaster ist größer als von den schärfsten Kritikern prophezeit." - nach der Kriegslüge die Demokratielüge: Irak
Quelle: Süddeutsche



20.1.2005 Dem Krieg im Irak und nicht den Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen sei die momentane chaotische Sicherheitslage im Irak zuzuschreiben, sagt der lateinische Erzbischof von Bagdad, Benjamin Sleiman. Es gebe Verwechslungen von Christen und alliierten Kräften durch islamische Fundamentalisten.  Quelle: Radio Vatikan
Seit August 2004 gibt es Anschläge gegen Kirchen. Viele irakische Christen haben das Land verlassen oder sind in den kurdischen Norden gegangen - auf der Suche nach ein wenig Sicherheit.

20.1.2005 Folternde Soldaten. Britische Fäulnis. Mindestens 20 Soldaten standen dabei, als ein paar Kollegen Gefangene misshandelten. Keiner der Zuschauer meldete die Misshandlung. ..."Und selbst miteinander gehen die Soldaten äußerst brutal um, wie im vergangenen Herbst herauskam: In einem Ausbildungslager in England sind Rekruten systematisch gequält und erniedrigt worden, Vergewaltigungen von Rekrutinnen waren an der Tagesordnung. Was ist zu erwarten, wenn solche Leute in den Krieg geschickt werden? Vor allem, wenn der Premierminister diesen Krieg mit Fakten begründet, die in seinem Auftrag gefälscht wurden?"
Quelle: taz.de

s. auch: Süddeutsche - Schwerpunkt Folter


17.1.2005 Casa-Pia, Portugal: Der Fahrer bekennt sich schuldig, 22 Kinder von 8-14 Jahren missbraucht zu haben, die unter seinem Schutz standen. Im Dezember hatte er gestanden, mehreren der 6 Mitangeklagten über Jahre hinweg Kinder ausgeliefert zu haben. Dem Fahrer wird Kindesmissbrauch in 598 Fällen vorgeworfen.
Quelle: Yahoo


17.1.2005 US-Spezialeinheiten sollen seit Sommer 2004 auf geheimen Erkundungskommandos mögliche Angriffsziele im Iran ausgespäht haben. Seymour Hersh, Starreporter, berichtet im "New Yorker" die Aussage eines hochrangigen Geheimdienst-Informanten, der Irak sei nur eine Etappe im Krieg gegen den Terrorismus. „Die Bush-Regierung sieht dies als eine große Kriegszone an. Als nächstes werden wir einen Irankrieg haben."
Quelle: Süddeutsche


17.1.2005 Die Friedensnobelpreisträgerin Schirin Ebadi ist von Irans Regierung vor das Revolutionsgericht geladen worden. Es gehe um eine private Anzeige, begründete das Außenministerium. Das Revolutionsgericht ist für politische und Sicherheitsverfahren zuständig.
Quelle: taz


16.1.2005 Nach den Foltervorwürfen gegen US-Soldaten im Ausland und der Verurteilung von Graner, Abu Ghraib, richten Ermittler ihren Blick auch auf die Zustände in amerikanischen Gefängnissen. Bürgerrechtsorganisationen berichten seit langem, dass Gewalt und Missbrauch in US-Gefängnissen Alltag seien.
Quelle: Tagesschau


15.1.2005 Die Verlorenen Kinder von Sri Lanka

14.1.2005 Iran. Leere Versprechen
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/
ressorts/nachrichten_und_politik/thema_des_tages/?cnt=617485


14.1.2005 "Saddam war gefährlich!!
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de
/fr_home/startseite/?cnt=617576

14.1.2005 Abu Ghraib machte Schule
Quelle:
http://www.taz.de/
pt/2005/01/14/a0200.nf/text
s. auch: http://www.swr.de/nachrichten/ts/oid3970570_mod1.html

12.1.2005 Medica Mondiale berichtet von Vergewaltigungen im Tsunami-Katastrophengebiet


11.1.2005 Wasser, ein beliebtes Folterinstrument
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2005/01/11/a0098.nf/text
Brechzwang unter Folterverdacht
Quelle: http://www.taz.de/pt/2005/01/11/a0095.nf/text
p://www.taz.de/pt/2005/01/11/a0087.nf/text

10.1.2005 Volle Frauenhäuser. Gewalt in der Familie hat im Vorjahr wieder zugenommen: Die Zahl der Wegweisungen von gewalttätigen Männern aus der gemeinsamen Wohnung ist 2004 in Wien um mehr als 20 Prozent gestiegen. Die Standard.at berichtet, dass jede fünfte Frai in einer Beziehung von ihrem Mann oder Freund misshandelt wird.
Quelle:
http://diestandard.at/


10.1.2005 "Es ist eine große Enttäuschung eingetreten". Der Philosoph Gernot Böhme im Gespräch über entfesselte Naturgewalten, entmündigte Götter und die Symbolik der Welle
Quelle:
Frankfurter Rundschau


10.1.2005 Unterstützung für Hinterbliebene von Flutopfern. Uni München bietet psychologische Hilfe an. Bei mangelnder Betreuung drohen vor allem den Angehörigen von Vermissten schwere psychische Störungen
Quelle: Süddeutsche Zeitung


10.1.2005 Sex-Touristen mit blauen Helmen. UN-Untersuchungsbericht bestätigt Vorwürfe sexueller Gewalt durch UN-Soldaten im Kongo. Aber auch lokale Milizen im Ostkongo vergewaltigen routinemäßig
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2005/01/10/a0122.nf/text

8.1.2005 Die Talk-Show als zweites Trauma
Quelle:
http://www.taz.de/pt/2005/01/08/a0132.nf/text


8.1.2005 Yahoo berichtet, dass der Missbrauch von Frauen in der Demokratischen Republik Kongo durch UN-Personal  ein ernsthaftes und andauerndes Problem seien.


7.1.2004 Die Verarbeitung des Traumas ARD
http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,prpu8nq3xl8t7fs4~cm.asp

6.1.2004 Ware Kind per SMS angeboten. In der Krisenregion verdichten sich Anzeichen, dass Menschenhändler verwaiste Kinder verkaufen. Unicef fordert schärfere Grenzkontrollen
http://www.taz.de/pt/2005/01/06/a0162.nf/text



5.1.2004 Bischof Sgreccia, Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben, beklagt den Kinderhandel nach der Flutkatastrophe. Der Kinderhandel habe aber auch schon vor der Tragödie bestanden.
Quelle: kath.net

4.1.2004 Mit der Zahl der Toten steigt die Zahl elternloser Kinder. In Indonesien und Sri Lanka entsteht bereits ein illegaler Handel mit diesen Waisenkindern. Die indonesische Regierung hat inzw. Sofortadoptionen verboten, Sri Lanka warnt davor. Pater Michele Catalano, Jesuit in Sri Lanka, betonte die hohe Sensibilität in der Bevölkerung für die Frage nach dem Verbleib der Waisenkinder. Doch die internationalen Organisationen müssten helfen und dürften die menschlichen Tragödien und sozialen Gefahren nach der Flut nicht vergessen.
Quelle: Radio Vatikan

4.1.2004 Raub der Kindheit - FR Ressort Nachrichten und Politik - RundSchau
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/

 ressorts/nachrichten_und_politik/rundschau/?cnt=613110
3.1.2005 Frauenrechtlerinnen in Sri Lanka haben vor dem Hintergrund von Berichten über die Vergewaltigung und den Missbrauch überlebender Flutopfer einen verstärkten Schutz für Frauen und Kinder gefordert. Die Gruppe "Frauen- und Medienkollektiv" berichtet über Vergwaltigungen, Massenvergewaltigungen und Missbrauch von Frauen und Mädchen bei unüberwachten Rettungsaktionen und in Notaufnahmelagern. Der zuständige Polizeichef D.W. Prathapasinghe sprach dpa gegenüber von Gerüchten.
Quelle: Yahoo


Die Standard.at meldet, dass ein durch die Flutwelle verletzter schwedischer Junge aus einem thailändischen Krankenhaus entführt wurde. Gestern hatte Rädda Barnen von der Kinderhilfsorganisation "Save the children" davor gewarnt, dass Kinder in den Flutregionen Opfer von Pädophilen werden können.





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