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31.12.2004 Seelische Schäden
der Kindern. Ertrinken in der Traumaflut. Vor allem Kinder können durch
die Erlebnisse während und nach der Katastrophe dauerhaft
seelischen Schaden nehmen.
Von Arne Perras
Quelle: Süddeutsche Zeitung
29.12.2004 Zahlreiche
Notfallseelsorger der EvangelischenKirche im Rheinland sind derzeit in
der Betreuung der aus den Katastrophengebieten Südostasiens nach
Deutschland heimkehrenden Menschen im Einsatz. «Viele Menschen, die die
Flutwelle in Thailand, Sri Lanka und auf den Malediven überlebt
haben, müssen möglicherweise traumatische Erlebnisse
verkraften», berichtete Landespfarrer Joachim Müller-Lange.
«Wir versuchen ihnen mit unseren Mitteln der Seelsorge, mit
Beistand, offenen Ohren und Armen dabei zu helfen.»
Quelle: Yahoo
29.12.2004 Der steirische
Gefangenen-Seelsorger, Günther Zgubic, wirft der brasilianischen
Regierung vor, dass Folter und reine Willkür in den
Gefängnissen herrsche. Er kritisierte auch die mangelnde
Durchsetzung von Kinderrechten. 'Weil die "Lula"-Regierung "ganz
folgsam" die Auslandsschulden zurückzahle, fehlten Mittel für
soziale Zwecke, sagte der Grazer Priester weiter. Den Regierungen
europäischer Länder warf der Austro-Brasilianer vor,
Menschenrechtsverletzungen einfach nicht anzuprangern:
"Ökonomische Interessen haben Vorrang, deshalb unterbleibt
Kritik." Besonders schmerzte Zgubic, dass brasilianische
Menschenrechtler von Europa aus immer weniger unterstützt
würden.'
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/0412/ne041229_brasilien_fr.htm
Autorinnen-Tipp: Elisabeth Amann. Ihr Motto: Dem Leid eine Sprache
geben. "Über Leiderfahrung zu sprechen befreit, macht solidarisch,
schwächt Leidensdruck ab. Sprechen macht Leid transparent."
27.12.2004 Die
UN-Sonderberichterstatterin Yakin Ertürk hat Informationen, dass
tschetschenische Frauen von russischen Spezialkräften
willkürlich verhaftet und misshandelt werden. Verhaftungen und
Misshandlungen würden als Reaktion auf die Beteiligung von Frauen
an Selbstmordanschlägen dargestellt.
Quelle: http://www.taz.de
27.12.2004 Bischöfin
Kässmann hat im ZDF-Weihnachtsgottesdienst aufgerufen, gegen
"Heilige Kriege" und
"Kreuzzüge" aufzustehen. In den vergangenen zehn Jahren seien zwei
Millionen
Kinder in Kriegen getötet worden.
Quelle: http://www.taz.de
27.12.2004 Guck, denen geht es
viel schlechter als dir. Zum Thema Armut fällt Kirchenmännern
und Bundespräsidenten in diesem Jahr vor allem
Dankbarkeitsrhetorik ein: Schlecht geht es nur
denen, die auf der Straße leben und verhungern. Deshalb sollen
sich
Hartz-IV-Betroffene des Lebens freuen. Ulrike Herrmann in der tazpt/2004/12/27/a0117.nf/text
22.12.2004 Die Zeit: Bernd
Ulrich über die Zumutung des Glaubens und warum mehr als die
Hälfte
der Deutschen die Weihnachtsmesse besuchen wollen
Quelle: http://www.zeit.de
22.12.2004 Eine Umfrage des
Marktforschungsinstituts OGM in Österreich ergab: Für 52% der
österreichischen Bevölkerung ist Weihnachten ein Fest des
Schenkens und Kaufens. Für 7% steht der besinnlich-religiöse
Charakter im Vordergrund.
Quelle: ORF
22.12.2004 Der kath.
Militärbischof W. Mixa hat die Seelsorger bei der Bundeswehr zur
Berücksichtigung
der kirchlichen Lehre im Blick auf die sonntägliche Messfeier und
die
(bisherige :-)) Regelung, dass nur Priester predigen dürfen,
aufgerufen.
Ich hingegen hätte mir gewünscht, dass der
Militärbischof und seine Mitarbeiter bei der Bundeswehr
stattdessen sich zu wundern anfangen, warum die Soldaten ihnen bisher
offensichtlich nichts davon erzählten, dass es Misshandlungen bei
der Bundeswehr gab.
Quelle: kna - Radio Vatikan
21.12.2004 taz: Themen des Tages -
brennpunkt. Folterprozess: Milde Strafe für Gewaltandrohung
Weil er ein entführtes Kind retten wollte, ließ der Polizist
Wolfgang Daschner dem Geiselnehmer mit Folter drohen. Die Debatte, ob
zur Rettung Dritter Gewaltanwendung erlaubt ist, ist nicht zu Ende. Das
Landgericht Frankfurt nimmt einen Mittelweg: Es verurteilt, verzichtet
aber auf Strafe
Quelle: http://www.taz.de
Folterdrohung bleibt ohne Strafe
Quelle: Frankfurter Rundschau
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/die_seite_3/?cnt=608403&
20.12.2004 Pakistan wird von
einem Sexskandal erschüttert. In den dortigen Koranschulen seien
allein
im vergangenen halben Jahr rund 500 Minderjährige missbraucht
worden. Mehr als ein Dutzend tatverdächtige Geistliche wurden
vorübergehend festgenommen. Viele Opfer sind Jungen und
Mädchen unter 14 Jahren.
Anfang Dezember hatte sich eine Hilfsorganisation an die
Öffentlichkeit
gewandt und berichtet, dass mehr als 90% der Straßenkinder von
Karatschi
homosexuelle Kontakte haben.
Quelle: Der Spiegel
20.12.2004 Als Folge systematischer
Vergewaltigungen durch die von Khartoum protegierten arabischen
Reitermilizen in Darfour ist die Geburtenrate angestiegen. "Es wurden schon erwürgte
Neugeborene gefunden, weil vergewaltigte Frauen in islamischen
Gesellschaften kein
Verständnis finden. Wir versuchen in Lagern jetzt, eigene Bereiche
für sie zu schaffen", so Morlang vom UNHCR. Die 15-jährige
Fatma
berichtet: "Jetzt reden die Nachbarn über mich. Sie sagen, ich sei
ein schlechtes Mädchen, weil ich dieses Janjaweed-Kind habe. Ich
schäme
mich. Aber ich gebe mein Baby nicht her." - Es gibt weiterhin neue
Janjaweed-Angriffe.
Quelle: die standard.at
18.12.2004 Gegen zwei
UN-Soldaten, die in Burundi stationiert sind, gibt es neue
Vorwürfe wegen "sexuellen Fehlverhaltens. Im November
untersuchten Die UN ^150 Missbrauchsvorwürfe gegen UN-Soldaten im
Kongo - dort ging es u.a. um Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Die
UN können Ermittlungen einleiten, die Bestrafung der Schuldigen
fällt jedoch in die Zuständigkeit des jeweiligen
Herkunftslandes. Bisher fielen die Sanktionen in der Regel milde aus.
Quelle: Yahoo
18.12.2004 Der US-Geheimdienst
CIA hat innerhalb des Gefangenenlagers Guantanamo Bay, Kuba, ein
geheimes Gefängnis für mutmaßliche
Al-Quaida-Kämpfer unterhalten. Das berichtet die Washington
Post am 17.12.2004
Quelle: taz
17.12.2004 „Der Gewalt keine Chance!
Ein Leitfaden zur Prävention von
Martina
Schäfer
http://www.kath.ch/infosekten/text_detail.php?nemeid=35336
16.2.2004 Abu
Ghraib ist Alltag geworden
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/nachrichten/?sid=beb57d547c2e0f4054897abaf9aee28f&cnt=606367
16.12.2004 Waffen
für alle Welt. Die Ausfuhr von Kriefswaffen stiegen von 318 Mio
Euro auf 1,3 Milliarden. Prälat Stephan Reimers, EKD, nennt dies
einen neuen Höchststand. Der Leiter des katholischen
Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, kritisierte
Waffenlieferungen in Krisenregionen wie Afghanistan, Irak und Nigeria.
Er warf der Regierung vor, die Statistik zu schönen. So
gehe fast ein Viertel der Exporte in Entwicklungsländer - und
nicht
nur 12%, wie der Bund angibt.
Zudem schöne die Regierung die Statistik. Fast ein Viertel der
Exporte gehe in Entwicklungsländer, nicht nur zwölf Prozent,
wie vom Bund angegeben.
Quelle:
taz Inland
http://www.taz.de/pt/2004/12/16/a0120.nf/text
14.12.2004
Anklage
gegen
Pinochet.
Ein
Prozess gegen den früheren chilenischen Staatschef scheint wieder
möglich. Ein Ermittlungsrichter in Santiago hat wegen der
Operation Condor Anklage gegen den Expräsidenten erhoben, der nun
unter Hausarrest steht.
http://www.sueddeutsche.de/
Nach
anderen Berichten wurde der Hausarrest inzwischen wieder aufgehoben.
14.12.2004
FR-Dokumentation: Die Welt hat ihre Kinder vergessen. Unicef-Jahresbericht "Zur
Situation der
Kinder in der Welt 2005" / Auszüge aus der Zusammenfassung
"...In Sambia beispielsweise sind 47 Prozent der minderjährigen
Prostituierten Waisen. ..."
Quelle: FR
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?sid=6ede11872fd2bd8e7a391fe4c3c0ac14&cnt=605222
14.12.2004 Die
AusländerInnenbeauftragte der Bundesregierung, Marieluise Beck,
legt heute eine Studie zur Lebenswelt von Migrantinnen in Deutschland
vor, die von Wissenschaftlerinnen der Universität Duisburg
erstellt wurde. Ergebnis: Zwischen dem Wunsch nach Bildung und
Ausbildung und der Realität der jungen Mädchen besteht eine
große Kluft. Das bildungsferne Milieu des sozialen Umfeldes
hindert die Migrantinnen, ihre Wünsche nach Selbstbestimmung zu
erfüllen. Daher, so Marieluise Beck, seine eine durchgängige
Sprachförderung während der gesamten Schulzeit
unerlässlich.
Quelle: tagesschau
13.12.2004 Peter
Singer. Auf einer internationalen
Konferenz
in Heidelberg spricht sich der Ethiker für die aktive
Tötung
schwerstbehinderter Menschen aus. Der Bundesverband evangelische
Behindertenhilfe
(BeB) fordert, Peter Singer in Deutschland kein Podium für
Agitationszwecke
zur Verfügung zu stellen.
Quelle: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=627430&firmaid=53841
13.12.2004
Der
Bär
und die tägliche Gewalt gegen Frauen. In Nordschweden
ruft eine Männergruppe zum Kampf gegen die Macho-Kultur auf. Hannes
Gamillscheg/Kopenhagen.
Ein
Bär,
der
einen Mann tötete, "bekommt zehnmal so viel
Aufmerksamkeit wie alle ermordeten und misshandelten Frauen zusammen",
schrieb Hans Hansson, der Chef der Kulturverwaltung in Piteå,
Nordschweden, in einem geharnischten Leserbrief und klagte sich selbst
und seine Geschlechtsgenossen an, die Gewalt, der Frauen ausgesetzt
sind, bisher ignoriert zu haben. Dutzende Zuschriften und Anrufe
erhielt Hansson: das Ergebnis war ein Männer-Netzwerk gegen
Frauenmisshandlung.Skeptisch reagierte Mai Ludamar, eine Veteranin
der Frauen-Ambulanz von Piteå: "Mal sehen, wie lange ihr
Engagement anhält", sagt sie: "Seit zwanzig Jahren kämpfen
wir im Stillen. Jetzt schreien ein paar Männer auf, und alle
hören zu."
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/
11.12.2004 Die polnische
Gleichstellungsbeauftragte Magdalena Sroda sagte auf einer Konferenz in
Stockholm: "Der Katholizismus
unterstützt die
Gewalt gegen Frauen weder direkt noch stellt er sich ihr direkt
entgegen." Es gebe jedoch eine indirekte Verbindung zwischen der
Gewalt gegen Frauen und dem Katholizismus über die Kultur, die
stark auf Religion fuße. Bischof Tadeusz Pieronek sagte dazu,
Sroda zeichne ein Bild des polnischen Mannes als verknöcherten
mittelalterlichen Spießer. - Frau Sroda hat ihren
Rücktritt angeboten.
Quelle:
http://diestandard.at/
11.12.2004
Aufarbeitung
der
"bleiernen Jahre". In Marokko werden ab heute die Aussagen
von Opfern der Repression unter König Hassan II. im Fernsehen
gezeigt.
Quelle:
taz
11.12.2004
Skandale ohne Folgen: Keine öffentliche
Empörung über Folter in Abu Ghraib, Afghanistan und
Guantanamo.
"Die
Exzesse
sind
keine isolierten Handlungen brutaler
Gefängnisaufseher. Sie sind Teil gängiger Methoden,
entwickelt für die Verhöre in Guantánamo und von
Rumsfeld im April 2003 genehmigt," resümiert die Washington Post.
Jedem müsse klar sein, dass Bush diese systematische Verletzung
von Menschenrechten und amerikanischen Werten fortsetzen werde. Sein
Wahlsieg erlaube ihm nicht nur, ungeschoren davonzukommen, sondern
auch, sich gerechtfertigt zu fühlen, schreibt Naomi Klein im
Magazin The Nation. "Die Botschaft vom 2. November ist klar: Die
Regierung wird für ihre skandalöse Politik nicht bezahlen
müssen."
Quelle:
tau
10.12.2004 Eine
Milliarde Kinder in Armut
Weltweit
ist
fast
jedes zweite Kind durch Hunger, Armut und Gewalt
bedroht.
Unicef
appelliert
an
Regierungen und ruft zur Umsetzung der
Millenniumsziele auf
9.12.200
MenschenrechtlerInnen
verwarnen
Deutschland. Barbara Lochbihler,
Generalsekreätärin von ai, warnt vor einer Aufweichung des
Folterverbots im Daschner-Fall. So
tragisch der Einzelfall sei, wäre eine schleichende
Einführung der Folter weit folgenreicher, weil die
Menschenwürde dann nicht mehr unantastbar sei, warnt sie.
Um
die
Türkei zu
veranlassen,
die Menschenrechtslage vor
allem für Frauen zu verbessern,
empfiehlt ai, dass die EU mit der Türkei über einen Beitritt
verhandeln solle. ai bilanziert eine
Verschlechterung der Lage der Frauen weltweit. Der
Bundeswehr
empfiehlt
Lochbihler die Schulung der Soldaten, wie sie
schwer traumatisierten Frauen begegnen solle. Die Gender-Perspektive
eines Kriegs gehöre auf den Lehrplan der Bundeswehr, sagt
Lochbihler.
Quelle: taz
7.12.2004 Die UN
schätzen laut Reuters, dass jährlich rund 5000 Frauen von
ihren Familien umgebracht werden, weil die Frau der Familie "Schande
zugefügt" habe.
7.12.2004
99%
der
deutschen Sextouristen im Ausland werden nicht zur Rechenschaft
gezogen.
mehr
bei missio Aachen
P. Shay Cullen,
Projektpartner von missio, bezeichnet Kinder als Opfer der
Globalisierung. Jährlich geben Pädosexuelle mehr als 5
Milliarden US-Dollar für Kinderprosituierte aus. Eine Million
Kinder werden jährlich Opfer von Sextouristen. 400 000 Täter
kommen aus Deutschland. Bei Missio ist derzeit ein Mädchen, das
als Zwölfjährige Opfer eines deutschen Pädosexuellen
wurde und im Kinderheim von Cullen Zuflucht fand, zu Besuch.
Anlässlich des Internationalen Menschenrechtstags fordert P. Shay
Cullen einen verstärkten Einsatz.
mehr : Aktion
Schutzengel
6.12.2004
Traumata
werden
zur Kenntnis genommen: Die Caritas in Italien
gründet ein Zentrum für Kriegstraumata. Begründung: "Es geht darum, ein Bewusstsein
von
der Existenz der unsichtbaren Wunden zu schaffen. In der auf das Bild
konzentrierten Gesellschaft ist es leichter, die äußere
Wirklichkeit wahrzunehmen und infolgedessen sichtbare Probleme wie den
Verlust eines Arms oder eines Auges zu behandeln. Wir denken aber an
Kinder, die gesehen haben, wie ihr Vater getötet oder ihr Haus
angezündet wurde. Die
Folgen werden sie ihr Leben lang tragen. Man muss Geld nicht nur in
den materiellen Wiederaufbau stecken, sondern auch die Personen
aufbauen."
Quelle:
http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
6.12.2004
Zwei
unbekannte
illegale Einwanderer kamen im Minenfeld am
griechisch-türkischen Grenzfluss Evros ums Leben. Seit 1990 gab es
dort 91 Opfer.
Quelle: http://www.taz.de/
6.12.2004
Schlechte
Noten
für die Bildungspolitiker in der neuen Pisa-Studie
Bemängelt
wird
in
erster
Linie der Mangel an sozialer Förderung, der Mangel an
Chancengleichheit und der Mangel an Unterstützung für
Risikoschüler und Migrantenkinder.
Quelle:
http://www.taz.de/
4.12.2004
Die
Einsamkeit
der Heimatlosen.
Obdachlose brauchen nicht nur ein
Dach über dem Kopf, sondern seelischen Beistand, jemanden, der sie
an die Hand nimmt. "Obdachlose Menschen leben in einer sozialen
Ausnahmesituation", sagt Gerhard Baier, Leiter des Männerwohnheims
in der Pilgersheimerstraße.
Quelle:
Süddeutsche
4.12.2004
Täter
frei,
Opfer
müssen warten
Amnesty
international beklagt den Umgang Spaniens mit polizeilicher Gewalt: Die
Täter
werden zu mild bestraft, die Opfer nur unzureichend oder gar nicht
entschädigt. ai
hat
450 Fälle
von Folter und Misshandlungen in Polizeirevieren und Gefängnissen
zwischen 1980 und 2004 untersucht. Immer erging ein
rechtmäßiges Urteil gegen die verantwortlichen Beamten.
Dennoch kommen die Täter oft ungeschoren davon.
Entschädigungszahlungen an die Opfer - soweit überhaupt
richterlich angeordnet - fallen sehr niedrig aus. 40% der
Folterverfahren dauerten 5 - 10 Jahre; 27% dauerten 10-15 Jahre und 16%
dauerten 15 - 20 Jahre. Quelle: taz
4.12.2004
Error
Hauptschule
"Die wichtigste Kennziffer von Pisa
2003 ist die der Risikoschüler. Das sind jene
Kandidaten, die den Inhalt einfachster Texte nur mühsam
wiedergeben können. Kein Land ist frei von dieser Risikogruppe -
in Deutschland aber liegt ihr Wert erneut bei 22 Prozent. Beim letzten
Mal
waren es 23 Prozent. Mehr als die Hälfte der funktionalen
Analphabeten besucht Hauptschulen, das Gros von ihnen hat Eltern, wie
das heißt, niedriger sozialer Herkunft." Offensichtlich ist
die Gesellschaft nicht willig, für 22% ihrer Kinder und
Jugendlichen Verantwortung zu übernehmen.
Quelle:
taz
3.12.2004 Feindseligkeit (Seligkeit!)
gegenüber Minderheiten wächst
Fast 60 Prozent der
Deutschen finden, dass zu viele Ausländer im Land leben. Das hat
ein Team von Forschern um den Soziologen Heitmeyer herausgefunden.
Aversionen gegen Obdachlose und Schwule nehmen zu. Am stärksten
sind Vorbehalte bei Menschen, die selbst ausgegrenzt werden
Quelle: taz
2.12.2004
10
Misshandlungsfälle
bei der Bundeswehr
Quelle:
taz
30.11.2004 Der Kriegsverbrechen
beschuldigt. Gegen den US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld
und den ehemaligen CIA-Direktor George Tenet wird das "Center for
Constitutional Rights" Klage wegen des Irakkriegs beim
Generalbundesanwalt in Karlsruhe einreichen. Sie werden von der
Menschenrechtsorganisation des Völkerrechtsbruchs beschuldigt.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/
(Dokumentation)
ressorts/nachrichten_und_politik/dokumentation/?cnt=597560
30.11.2004
Nach
einer
Pilotstudie des Bundesfamilienministeriums geben 59% der 200
befragten jungen Männer an, dass sie während ihrer Zeit in
der Bundeswehr schikaniert, unterdrückt, schwer beleidigt oder
gedemütigt worden seien. Die Studie ist mit 200 Befragten nicht
repräsentativ. - In der Bundeswehr werden
Misshandlungsvorwürfe
in inzwischen vier Kasernen erhoben. Coesfeld, Nienburg, Ahlen und
Kempten.
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/volltextsuche/
/ressorts/nachrichten_und_politik/dpa_thema_des_tages/dpa_thema_des_tages/?cnt=597477
28.11.2004
Mut
zum
Hinschauen: StudentInnen der Bauhaus-Uni Weimar zeigen in
Neubrandenburg eine Fotoausstellung zu häuslicher Gewalt und
zum sexuellen Missbrauch. Die Drastische Darstellung erfordere einen
gewissen Mut zum Hinsehen, sagte Justizminister Erwin Sellering, SPD.
Das entspreche aber dem Anliegen, mehr Menschen wachzurütteln und
die Opfer von Gewalttaten nicht allein zu lassen.
Quelle:
Yahoo
26.11.2004
Missbrauchsprozess
in
Portugal: Bei Prozessbeginn wurde die
Anklageschrift verlesen. Sie spricht von organisiertem hetero- wie
homosexuellem Missbrauch Minderjähriger über 30 Jahre hinweg.
Mindestens 128 der zur Zeit in Pia Casa lebenden Kinder wurden
missbraucht. "Bibi, so der Spitzname von
Silvino[dem Hauptangeklagten], machte sich die Armut und Einsamkeit
der Kinder zunutze. Mit kleinen Geschenken lockte er sie in ein
Gartenhaus. "Langsam machte sich Angst unter uns breit", erinnert sich
Namora, der sich selbst einmal vor dem nackten Aufseher wiederfand. Das
Geschäft mit den Kindern war perfekt aufgezogen. Einige schickte
Bibi auf den Straßenstrich in einem Park der Hauptstadt, andere
vermittelte er direkt an reiche und einflussreiche Päderasten. Um
die Gesundheit der Kunden zu gewährleisten wurden die
Minderjährigen zuvor von Ärzten auf Geschlechtskrankheiten
untersucht. ....Viele der Kunden dürften wohl nie bekannt
werden.Viele der Opfer sind taubstumm. Die, die reden können,
kennen ihre Peiniger nicht bei Namen. Sie nennen sie "Herr Doktor" oder
"Herr Ingenieur". Hinzu kommt, dass Päderastie von den Opfern nur
innerhalb von fünf Jahren angezeigt werden kann. Danach
verjährt das Vergehen."
Quelle:
http://www.taz.de
(Ausland)
/pt/2004/11/26/a0117.nf/text
25.11.2004
In
Lissabon
beginnt der Kinderschänder-Prozess, in dem sechs
Männern und einer Frau vorgeworfen wird, sich rund 20 Jahre lang
regelmäßig an Hunderten von Kindern und Jugendlichen aus den
renommierten Casa-Pia-Heimen vergangen zu haben. 32 der Opfer haben
Klage erhoben. Unter den Angeklagten sind auch prominente Männer,
u.a. ein Fernseh-Starmoderator, ein Rechtsanwalt, ein Arzt und ein
ehemaliger Unesco-Botschafter. Erst im November 2000 wurde der Skandal
aufgedeckt, in dem vornehmlich Waisenkinder und taubstumme Kinder
missbraucht wurden.
Im
Vorfeld war es zu Ermittlungspannen gekommen. Teresa Costa, ehemalige
Staatssekretärin für familiäre Angelegenheiten und
Angehörige mehrer kath. Hilfsorganisationen, hat nach eigenem
Bekunden der Kriminalpolizei Mitter der 80er Jahre zweimal Berichte
geschickt, in denen sie den
Missbrauch schilderte. Sie hatte protokollierte Zeugenaussagen und
Fotos hinzugefügt. Mit einem Jahr Verspätung wurden die
Anzeigen
an ein Gericht in Cascais weitergerecht, dort abgelegt und 1993 wegen
Platzmangels vernichtet.
Als
schließlich den Vorwürfen nachgegangen wurde, drangen aus den
Ermittlungsakten die Namen prominenter Politiker an die
Öffentlichkeit, obwohl
gegen diese nichts vorlag.
Quelle:
Yahoo
25.11.2004
Marion Dönhoff Preis für das
Maximilian-Kolbe-Werk, das KZ- und Ghetto-Überlebende betreut.
»Lagerüberlebende
brauchen
andere
Überlebende. Wir sind anders, und das kann niemand
verstehen«, sagt Zygmunt Kauc. Mehr unter: Besuche aus dem
Land des
Schreckens
Quelle: http://www.zeit.de/
(Politik)
25.11.2004 Potsdam: Die
häusliche Gewalt in Brandenburg hat im Jahr 2003 gegenüber
2002 um ca 33 Prozent zugenommen. Dies sagte die Sprecherin des
Frauenpolitischen Rats, Sybille Neumann. Das Spektrum der Gewalt
umfasse Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexuellen Missbrauch
sowie Mord und Totschlag.
Die
Familienministerin Renate Schmidt will eine deutschlandweite
Notrufnummer für Frauen einrichten. Derzeit werden Sponsoren
gesucht. «Die hohe Zahl von Frauen,
die Gewalt erleiden, ist erschreckend. Gewalt ist ein abscheuliches
Verbrechen, sie kann Lebensläufe auf lange Zeit
zerstören», erklärte die SPD-Politikerin. In
Deutschland hätten 40 Prozent der Frauen in ihrem Leben sexuelle
oder körperliche Gewalt erlebt.
Quelle: Yahoo.de
24.11.2004 Eine in erschreckendem Maße zunehmende
Gewalt
gegen
Frauen und Mädchen beklagt das Päpstliche
Missionswerk der Frauen. Weltweit litten Frauen und Mädchen unter
der Verletzung ihrer Würde und unter einer Einschränkung
ihrer Lebensmöglichkeiten, so die Präsidentin des Verbands,
Monika Pankoke-Schenk, heute in Vallendar. Als Beispiele nannte sie
Zwangsprostitution und Zwangsabtreibung, Genitalverstümmelung,
Vergewaltigung und Frauenhandel.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
24.11.2004 Saarbrücker
Bürgermeister fordert
Abriss der «Tosa-Klause» Yahoo-Nachricht. "«Die 'Tosa-Klause' ist
Symbol für
ein Verbrechen, das überall hätte passieren können. Die
Leute
hier wehren sich dagegen, dass Burbach zum Synonym für
Kindesmissbrauch geworden ist», sagte
Stadtteil-Bürgermeister."
Wenn das Schule
macht - nicht auszudenken,
wie viele Häuser, in denen Kinder missbraucht werden, abgerissen
werden müssten. Unklar ist, wen der Abriss
schützt: Kinder vor Missbrauch und Ermordung - oder Erwachsene vor
der Erinnerung daran, dass Missbrauch und Gewalt gegen Kinder
alltäglich sind?
24.11.2004 Das Gesicht von Aids
wird immer weiblicher
Unaids-Bericht: Inzwischen ist
fast die Hälfte aller HIV-Infizierten weiblich. Ohne Stärkung
der Frauenrechte ist der Kampf gegen Aids nicht zu gewinnen.
HIV-Neuinfektionen steigen am stärksten in Ostasien und Osteuropa
an
Quelle: taz
24.11.2004
Missbrauch
im
Kongo. UN untersuchen Fälle
Die UN untersuchen
nach eigenen Angaben 150 Fälle von sexuellem Missbrauch durch
ihre Mitarbeiter oder Friedenstruppen im Kongo. Die Vorwürfe
umfassten Kindesmissbrauch, Vergewaltigung und Prostitution, sagte eine
UN-Mitarbeiterin gestern in New York. Zu einigen der Fälle
lägen Beweise auf Fotos und Videos vor.
Quelle: taz
23.11.2004 Angriff aufs Tabu.
Deutschland diskutiert über Folter.
Quelle: taz23/a0212.nf/text
23.11.2004 Der KZ-Arzt Mengele,
der
von 1943 bis 1945 zahlreiche Menschenversuche im Vernichtungslager
Auschwitz
leitete, zeigte nach gestern veröffentlichten Dokumenten bis
zuletzt
keine Reue, hielt die Apartheid für praktisch und vernünftig
und
klagte über seine Einsamkeit.
Er lebte bis
1949 bei einem Bauern in Oberbayern, fuhr 1949 nach Argentinien, zog
1959 nach Paraguay, 1960 nach Brasilien. Dort ertrank er 1979.
Quelle: http://www.taz.de Ausland Apartheid praktisch und
vernünftig
23.11.2004 Todesursache weiblich. Unicef berichtet, dass weltweit
etwa 60 Millionen Frauen fehlen, weil weibliche Föten abgetrieben
und Mädchen als Babys getötet bzw. so schlecht versorgt
werden, dass sie nicht überleben. In Asien sei die Diskriminierung
besonders ausgeprägt. Dort sterben rund eine Million Mädchen
kurz nach
der Geburt oder in den ersten Lebensjahren. In Pakistan seien 2002 mehr
als 450 Frauen von ihrer eigenen Familie umgebracht worden.
Quelle:taz
22.11.2004 Angehörigen der UN
in der Demokratischen Republik Kongo wird sexueller Missbrauch
vorgeworfen. Kofi Annan spricht von klaren Beweisen.
"Laut unbestätigten Berichten
sind diese Fälle nur die Spitze des Eisbergs. Im Ostkongo ist
die UN-Mission seit Jahren verschrien: Ihre Soldaten seien nachts
aktiver
als tagsüber und interessierten sich vor allem für kleine
Mädchen. Dies nährt die Skepsis der Menschen gegenüber
internationalen Friedensbemühungen mehr als alles, was auf
diplomatischer
Ebene passiert"
Quellen: Yahoo und
taz /pt/2004/11/22/a0119.nf/text
20.11.2004 Die Waffen, das Fressen
und die Moral - Walter Ludin
20.11.2004 Im Januar 2004 wurde
die Bundesregierung
zum zweiten Mal vom zuständigen UN-Komitee gemahnt, Kinderrechten
endlich
Verfassungsrang zu geben, den sie auch 15 Jahre nach Verabschiedung der
UN-Kinderrechtskonvention
nicht haben.
Quelle: taz
9.11.2004 Gegen zivile
Mitarbeiter
der UN-Friedenstruppe im Kongo und gegen Soldaten werden
Anschuldigungen
wegen sexuellen Missbrauchs erhoben. Kofi Annan teilte in Nairobi mit,
es
gebe klare Beweise.
Quelle: Yahoo
19.11.2004 folter in frankfurt.
Höchststrafe für Daschner! Ein mildes Urteil kann es nur
geben, wenn ein Täter einsichtig ist und Reue zeigt. Das muss auch
für Wolfgang Daschner gelten, den ehemaligen Vizepräsidenten
der Frankfurter Polizei. Deshalb ist beim jetzigen Stand des Verfahrens
für Daschner nur die Höchststrafe - fünf Jahre Haft
für die "Verleitung eines Untergebenen zu einer Straftat" -
angemessen.KOMMENTAR VON CHRISTIAN RATH
Quelle:taz
pt/2004/11/19/a0066.nf/text
18.11.2004 Der untergetauchte Chef
der Colonia Dignidad, Paul Schäfer, wurde in Chile wegen sexuellen
Missbrauchs von 27 Kindern verurteilt. Weitere 22 chilenische und
deutsche Mitglieder der Siedlung wurden schuldig gesprochen, den
Kindesmissbrauch vertuscht und die Justiz behindert zu haben.
Schäfer war
vor 1961 aus Deutschland geflohen, weil ihm bereits damals sexueller
Missbrauch vorgeworfen wurde. Er hatte 1961 die Colonia Dignidad in
Chile gegründet und unter Pinochet mit der Junta
zusammengearbeitet. Auf dem Gelände der Siedlung war ein
Folterzentrum untergebracht. Quellen: Yahoo + Reuters
16.11.2004 Jeder sechste aus dem
Irak zurückkehrende US-Soldat leidet unter starken Depressionen,
Angstgefühlen oder dem Posttraumatischen Stress-Syndrom. Das
berichtet die Los Angeles Times am 14.11.2004. Aus dem Vietnamkrieg
seien mehr als 30% der Soldaten schwer traumatisiert zurckgekommen.
Viele seien erst nach zehn Jahren in Behandlung gekommen, zu diesen
Zeitpunkt bereits in Obdachlosigkeit, Kriminalität oder
Drogenabhängigkeit gerutscht.
Quelle: Kurier.at a
16.11.2004 In Südafrika droht
jeder dritten Frau eine Vergewaltigung in ihrem Leben. Jede vierte hat
Schläge durch ihren Partner zu erwarten. Dies ergab eine Studie,
in der 3500 Frauen und Männer befragt wurden.
15.11.2004 Schlagzeile der
Frankfurter Rundschau: USA verkünden Erfolg in Falludscha - mehr
als 1000 Tote
15.11.2004 Die
gescheiterte Hilfe. In der sudanesischen Region Darfur warten
Hunderttausende auf Lebensmittel und Schutz vor Gewalt / Bericht
von
Ärzte ohne Grenzen
Quelle:
FR
11.11.2004 Die Hölle nach dem
Höllenschlag. Posttraumatische Belastungsstörung als
Kriegsfolge (Themen des Tages)
Quelle: http://www.taz.de/pt/2004/11/11/a0194.nf/text
8.11.2004 Im Kinderreport 2004 des
Deutschen Kinderhilfswerks wird festgestellt, dass die Armut von
Kindern in Deutschland sich weiterhin verschärfte. Thierse
kritisierte
bei der Vorstellung des zweiten Reports dieser Art eine
«strukturelle Rücksichtslosigkeit und
Gleichgültigkeit» in Deutschland gegenüber Kindern.
Laut Umfragen entschieden sich 83 Prozent
vor allem aus finanzieller Sorge gegen Kinder. «In keinem Land
der Welt ist die Zahl der Kinderlosen so hoch wie in
Deutschland», sagte Thierse. Ein Kinder freundliches Land
müsse aber auch ein Eltern freundliches Land sein und dies
hänge wiederum eng mit dem Angebot auf dem Arbeitsmarkt vor allem
für Frauen zusammen.
Quelle: Yahoo
8.11.2004 Eine
bundesweite Studie des Diakonischen Werkes der EKD ergab, dass
zahlreiche Kommunen Obdachlosen die ihnen zustehende Unterstützung
verweigern. Einiges deute auf systematische Rechtsverweigerung hin. In
Deutschland waren im vergangenen Jahr
nach Schätzungen der EOH 400000 Menschen wohnungslos; 20000 von
ihnen
lebten auf der Straße. Erschreckend sei das sinkende
Durchschnittsalter der Betroffenen. Es liege inzwischen bei 38 Jahren,
ein Viertel der Wohnungslosen sei jünger als 25 Jahre. Auch steige
der Anteil der Frauen, die fast ein Viertel der Wohnungslosen
ausmachten.
Quelle: taz und
Süddeutsche
wirtschaft/artikel/557/42515/
6.11.2004 Im Buchhandel: Sabine Dardenne mit
Marie-Thérèse Cuny: "Ihm in die Augen sehen - meine
verlorene Kindheit",
Verlag Droemer Knaur, München, 276 Seiten, 18 Euro
6.11.2004 Barbara Lochbihler,
Generalsekretärin der deutschen Sektion von amnesty international,
forderte die Innenminister der Länder auf, das Zusatzprotokoll der
UN-Anti-Folter-Konvention auf der nächsten Konferenz am 18.11. zu
unterzeichnen und zu
ratifizieren. Auf der Tagung "Folter und Humanität" in Berlin,
die von der Organisation Internationale Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges veranstaltet wurde, berichtete Maysem
Abdul-Wahab, Ärztin in einem Bagdader Behandlungszenttrum für
Folteropfer, dass weiterhin gefoltert werde. Insbesondere die
psychologische Folter werde angewandt. Der Direktor der psychiatrischen
Klinik in Bagdad, Haschim al-Sainy, sagte, die Situation bei der
Anwendung der Folter in Iraks Gefängnissen habe sich mit dem Sturz
Husseins nicht verändert.
4.11.2004 "Frauenherzen
schlagen anders"
- Die Medizin wird zu sehr von Männern bestimmt, kritisiert
Christine
Hidas vom Deutschen Ärztinnenbund. Sie plädiert für mehr
Frauenförderung.
Quelle: FR
4.11.2004 In
Großbritannien ist mit 424 zu 75 Stimmen das Verbot
körperlicher Strafen für Kinder abgelehnt worden. Dort stirbt
mindestens ein Kind pro Woche durch die Hände seiner Eltern oder
Aufpasser.
Quelle: taz
4.11.2004 Frauen verdienen
trotz gleicher
Qualifikation im gleichen Job immer noch bis zu 30%
weniger als ihre Kollegen, ergab eine Untersuchung der
Vergütungsberatung "Personalmarkt". Es wurden Lohnzahlungen in 22
Berufen analysiert und mehr als 250 000 Gehälter verglichen.
Beispiel: Ein 45-jähriger Controller erhält im Schnitt 61,744
Euro brutto/Jah, die gleichaltrige Controllerin 42 480 Euro. - 36%
der Personalleiter wissen um den geringeren Verdienst von Frauen. 17%
sind der Ansicht, dass Frauen grundsätzlich weniger als
Männer verdienen.
Quelle: taz
4.11.2004 Der Internationale
Strafgerichtshof wird keine Kinder-Soldaten anklagen. Man werde sich
auf die Kommandanten konzentrieren - sagte der Chef-Ankläger des
Trafgerichtshofes. Eine Rebellengruppe in Norduganda zwingt Tausende
von enfführten Kindern zum Soldatendienst.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
3.11.2004 Zu den
Standortschließungen der Bundeswehr ein Kommentar von Bettina
Gaus in der taz: "Die beabsichtigten
Standortschließungen sind die Folge eines langfristig angelegten,
sicherheitspolitischen Kurses. Bislang hat keine Regierung gewagt,
diesen Kurs präzise (und somit angreifbar) in einem Weißbuch
zu definieren. Aber dennoch haben sich alle Bundestagsfraktionen
seit
dem Zusammenbruch des Ostblocks stillschweigend darauf
verpflichten lassen. Die Richtung ist eindeutig:
Das Prinzip der territorialen Verteidigung wird aufgegeben. Stattdessen
soll die Bundeswehr so umgerüstet werden, dass sie zur
Beteiligung
an Angriffskriegen befähigt ist. Weltweit. Dieser
Kurs ist verfassungswidrig. Das Grundgesetz erlaubt Aufbau und
Unterhalt
einer Armee nur zum Zweck der Landesverteidigung."
Quelle: taz
3.11.2004 Stoppt Kinderhandel
http://www.stopchildtrafficking.org/site/index.php?id=124
2.11.2004 Die Bundesregierung
will für die Eindämmung des Handels mit Kindern sorgen.
Dieser Handel sei vor allem lukrativ, weil es eine erhebliche Nachfrage
deutscher Männer nach sexuellem Missbrauch gebe. Das sagte die
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium,
Christel Riemann-Hanewinckel (SPD). Heute beginnt in Osnabrück die
internationale Konferenz gegen Kinderhandel.
Quelle: http://www.spiegel.de/archiv/
1.11.2004 Thema:
Selbst-Verstümmelung: Operativ entfernte Persönlichkeiten
Big
Brother
ist nicht das Ende vom Lied. Junge Frauen legen sich
vor laufenden Kameras auf den OP-Tisch und lassen die Makel ihrer
Schönheit entfernen. Von Carola Sonnet für ZEIT.de »
Quelle: http://www.zeit.de/
1.11.2004 Die Zahl der
IrakerInnen, die infolge des Krieges vom Frühjahr 2003 und der
seitherigen Ereignisse starben, liegt bei 180 000 Toten, das sind
zehnmal höhere Zahlen als bislang angenommen. 87 % starben einen
gewaltsamen Tod, Davon 95% durch Beschuss der US-geführten
Invasions-/Besatzungskräfte. Die meisten davon waren Frauen
und Kinder. Die restl.13% beziehen sich auf sog. natürliche
Todesfälle, darunter erhöhte Säuglingssterblichkeit
aufgrund von sog. Infrakstrukturproblemen. Das berichtet Andreas Zumach.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
29.10.2004 In Österreich
leben 200 000 Frauen in akuter Armut; mehr als 500 000 Frauen seien
in Gefahr, in Armut abzurutschen, sagte der Caritas-Präsident
Franz Küberl. Er forderte, das soziale Netz armutsfest zu machen.
Quelle: http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm
29.10.2004 Die UN kritisieren,
dass Folter und Gewalt im Rahmen der Terrorbekämpfung in vielen
Staaten angewandt werden. Der UN-Sonderbeauftragte van Boven forderte
ein generelles Folterverbot.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
29.10.2004 Der Bundestag
beschloss, dass künftig nicht nur strafbar ist, Menschen in die
Prostitution zu treiben, sondern auch, die Opfer für
pornographische Darstellungen oder in Peep-Shows zu missbrauchen. Opfer
von Menschenhandel können künftig einfacher Strafanzeige
erstatten. Unicef und die Kinderrechtsorganisation Ecpat kritisieren,
dass der Schutz minderjähriger Opfer weiterhin nicht
ausreichend gewährleistet sei.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
28.10.2004 Die Zeit- Dossier:
Das verrohte Land
Brutalität
regiert die russische Gesellschaft. In den Kasernen sterben Rekruten,
aus Tschetschenien kehren Soldaten als gefühllose Monster
zurück und terrorisieren ihre Familien. Auftragsmorde sind an der
Tagesordnung. Szenen eines gnadenlosen Alltags. Von Johannes Voswinkel
Quelle: http://www.zeit.de/
2004/43/Russland2
28.10.2004 Ein Bündnis aus
Kirchen, Gewerkschaften, Menschenrechtsorganisationen und
Rechtsanwaltskanzleien forderte ein Bleiberecht für
langjährig geduldete Flüchtlinge. Ca 150000 Flüchtlinge
sind betroffen. Ihnen droht die Abschiebung in ihr Heimatland, weil ihr
Asylantrag abgelehnt wurde. Pro Asyl fordert, dass die Bundesregierung
das neue Zuwanderungsgesetz (gültig
ab 1.1.2005) ändern muss.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
28.10.2004 Die deutsche
ai-Chefin Barbara Lochbihler warf Pentagon-Chef Rumsfeld erstmals
wissentliche Duldung von Folter vor; Rumsfeld habe die Misshandlung von
Gefangenen genehmigt. Inzw. liegt ein ai-Bericht über Folterungen
von Gefangenen im Irak, in Guantanamo und in Afghanistan vor.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
27.10.2004 Ein UN-Bericht sieht
in Afghanistan eine prekäre Menschenrechtssituation:
Außergerichtliche Hinrichtungen, unmenschliche Haftbedingungen
und Missbrauch von Frauen seien an der Tagesordnung. Auch die
Koalitionstruppen hielten hunderte Gefangene ohne ordentliches
Verfahren fest.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
26.10.2004 ai: Mehr als 1,5
Jahre nach Beendigung des Bürgerkriegs im Osten der Demokrat.
Republik Kongo leiden von den Zehntausenden Vergewaltigungsopfern immer
noch unzählige viele an so schweren Folgen, dass das
Gesundheitssystem in der Region völlig zusammengebrochen ist. Das
berichtet ai
in Berlin. Die
Regierung müsse ihrer Verantwortung gerecht werden, sexuelle
Misshandlungen künftig zu verhindern und die Täter
vergangener Fälle zu bestrafen, betonte Amnesty. Ferner müsse
den Geschändeten der Zugang zu einer angemessen ärztlichen
Behandlung ermöglicht werden. Andernfalls müssten
zehntausende bekannte und unbekannte Opfer weiter leiden.
Quelle:Yahoo
26.10.2004 Sklaverei
beschleunigt die Landreform in Brasilien. Erstmals
müssen Großgrundbesitzer ein Landgut räumen, das sie
von modernen Sklaven räumen ließen. "Die Entscheidung
eröffnet eine neue Perspektive im Kampf gegen die Sklavenarbeit",
sagte José Batista Gonçalves von der katholischen
Landpastoral CPT der taz. "In der Region gibt es Dutzende
Landgüter,
die aus gleichem Grund ebenfalls den Landlosen übertragen werden
könnten." Allein im Bundesstaat Pará besetzen derzeit
20.000
Familien Land, von denen vielen die Räumung droht. - Laut Arbeitsministerium arbeiten
in
Brasilien
mindestens 25.000 Menschen unter sklavenähnlichen
Bedingungen in Schuldknechtschaft.
Quelle: taz
26.10.2004 Sterblichkeit,
Krankheits- und Unfallhäufigkeit liegen bei sozial Benachteiligten
schon in jungen Jahren höher. Das teilte die Bundeszentrale
für gesundheitliche Aufklärung mit.
Quelle: taz
22.10.2004 Eine
Studie zur Gewalt in der Ehe ermittelte, dass knapp 40% der
Türkinnen die an ihnen ausgeübte Gewalt bei "berechtigten
Gründen" akzeptieren. Zu den berechtigten Gründen
zählen sie Verweigerung des Geschlechtsverkehrs,
Vernachlässigung der Kinder, zu verschwenderisch sein, seinem Mann
widersprechen und Mahlzeiten anbrennen lassen.
Quelle: http://diestandard.at/
22.10.2004 In der Türkei
ist die Folter nach wie vor verbreitet. Das sagt der offizielle
Beirat der Regierung in Ankara. Im ersten Halbjahr 2004 seien 692
Menschen gefoltert worden. Damit werden Beobachtungen türkischer
MenschenrechtlerInnen bestätigt.
Quelle:taz
22.10.2004 Deutsche
Hilfsorganisationen kritisierten die Asyl- und Außenpolitik der
Regierung: Es fehlten klare Worte gegenüber Russland und China zur
Menschenrechtssituation; die Äußerungen Joschka Fischers zu
Waffenveerkäufen an die Türkei seien ein falsches Signal; das
von Innenminister Schily angestrebte unbefristete Arbeitsverbot
für bislang geduldete Menschen sei mit der Menschenwürde
nicht vereinbar.
Quelle:taz
22.10.2004 In Berlin wurde
ein Polizeisanitäter zu elf Monaten Haft auf
Bewährung verurteilt. Der 37-Jährige hat eine
17-jährige Russin auf der Krankenstation im Abschiebegewahrsam
zweimal sexuell missbraucht. Die junge Frau war aus einer Diskothek
in Litauen verschleppt worden, um als Prostituierte in Deutschland zu
arbeiten. Gleich nach ihrer Ankunft wurde sie bei einer Polizeirazuzia
in einem Bordell festgenommen und in Abschiebegewahrsam gebracht.
Quelle: Yahoo
20.10.2004 Schützenpanzer
aus Beständen der Bundeswehr werden derzeit gegen
aufständische Kurden in der osttürkischen Provinz Sirnak
eingesetzt.
Quelle: taz
18.10.2004 Vor Fuerteventura
hat die span. Küstenwache am Samstag 117
Flüchtlinge aufgegriffen. Die meisten seien aus afrikan. Staaten
südlich der Sahara gekommen.
Quelle: taz
18.10.2004 Das
Golfkriegssyndrom
ist nach einer neuen Studie auf neurologische Schäden durch
giftige
Chenikalien zurückzuführen. Frühere Studien hatten die
Gesundheitsprobleme der US-Veteranen des Golfkrieges 1991 auf Stress
zurückgeführt.
Quelle: taz
18.10.2004 Ein polnischer
Reiseveranstalter bietet Safari-Reisen zu verfallenen Roma-Siedlungen
in der Ostslowakei an. Dort können dann halbnackte Kinder
fotografiert werden.150 000 Menschen leben in der Slowakei in
Hütten ohne Wasser und Strom, die Kindersterblichkeit ist hoch (26
pro Tausend). Kinder sterben an Unterernährung und behandelbaren
Krankheiten (Mittelohrentzündung). Manchmal sind die Siedlungen
auf verseuchten früheren Industrieanlagen gebaut. Den
Lebensunterhalt erhalten die meisten Roma von Wucherern, die zw. 60 und
200% Zinsen nehmen.
Quelle:taz
18.10.2004 Auf Guantanamo
wurden
nach Berichten der New York Times "unkooperative" Gefangene
systematisch
misshandelt. Die Misshandlungen hörten erst auf, als
Misshandlungen/Missbrauch in irakischen Gefängnissen
öffentlich wurden. Das Verteidigungsministerium wollte sich zu den
Vorwürfen bisher nicht äußern.
Quelle:taz
15.10.2004 "Gerechtigkeit vor
Gottes Angesicht" - d.i. das Leitwort des nächsten Deutschen
Katholikentages, Saarbrücken, 24.-28. Mai 2006. - (Dazu wäre
auch aus
meiner Sicht einiges zu sagen.)
Quelle:
Yahoo
14.10.2004 Die kurdisch-türkische
Menschenrechtlerin
Leyla
Zana hat den Sacharow-Preis für
Meinungsfreiheit des Europa-Parlaments entgegengenommen. Vor
9 Jahren konnte die 43-jährige die Auszeichnung nicht
entgegennehmen,
weil sie in einem türkischen Gefängnis saß.
Rocco Buttiglione spielt mit dem Gedanken, aufzugeben. Der
vatikannahe italienische Politiker ist in Brüssel (und nicht nur
dort) wegen seiner Haltung zu Homosexuellen heftig umstritten.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
13.10.2004 Am 12.10.2004 meldet
die standard, Österreich, dass in der
Kärntner Interventionsstelle gegen familiäre Gewalt seit
Einrichtung 1 673 Opfer betreut wurden, 96 % davon waren Frauen. In 717
Fällen wurde Gewalt gegen die Mutter im Beisein der Kinder
ausgeübt.
Quelle: die standard.at
11.10.2004 Monika Hauser,
Gründerin und Chefin von medica mondiale, erhält den
Fundraising Preis. Damit wird ihr Mut, die visionäre Kraft und ihr
nachhaltiges Engagement für traumatisierte Frauen in Kriegs- und
Krisengebieten gewürdigt. Hauser gründete medica mondiale
1993 anlässlich der Massenvergewaltigungen in Bosnien.
Quelle: taz
9.10.2004 FR - Dokumentation:
Die Not der Frauen. Viele Afghaninnen kämpfen
ums Überleben / Von Anke Dietrich und Thorsten Hinz
Quelle:
8.10.2004 Wangari Maathai,
Biologin, Umweltaktivistin (Green Belt Movement), Kämpferin
für die Förderung der in traditionellen Strukturen
benachteiligten Frauen, für Menschenrechte und Demokratie aus
Kenia hat als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis erhalten. Unter
Daniel
Arap
Moi war sie öfter im Gefängnis - heute reagierte
die kenianische Regierung, der Frau Maathai angehört, mit Freude.
Zur Erinnerung auch: Der letztjährige Friedensnobelpreis ging an
Schirin Ebadi, Iran.
Quelle: Yahoo
http://www.nobelpeaceprize.org/
8.10.2004 Das
spanische Parlament hat ein Gesetz gegen die Gewalt in der Ehe
verabschiedet. Darin sind härtere Strafen für
Männer vorgesehen, die ihre Frauen misshandeln. Ein Netzwerk
zur Unterstützung der Opfer soll aufgebaut werden.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
7.10.2004 644 Kinder, die zum
Ende des Bürgerkriegs in Liberia ihre Eltern verloren hatten, sind
wieder daheim. Dies teilte das Internationale Komitee vom Roten
Kreuz mit.
6.10.2004 Afghanische Frauen werden
bei
der
Teilnahme an der ersten freien Präsidentenwahl am Samstag
behindert. Zwar hat sich nach Ansicht von Human Rights Warch das Leben
in Afghanistan für Frauen verbessert. Nun seien es
jedoch die Kriegsherren, die versuchten, Frauen an der Ausübung
ihrer Rechte zu behindern. Frauen würden auch von den Taliban
bedroht,
wenn sie sich politisch engagierten. Es herrsche eine durchdringende
Atmosphäre der Angst.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
6.10.2004 Im Skandal um einen
von Weißrussland aus operiererenden Kinderporno-Ring sind
inzwischen 1000 Menschen verhaftet worden, darunter Lehrer,
Kinderpsychologen und ein Diakon im US-Bundesstaat New Jersey.
Quelle: Yahoo
4.10.2004 Vor der tunesischen
Küste sind 17 Flüchtlinge ertrunken, elf wurden gerettet, 47
werden noch vermisst.
Italien hat 500
- 1000 Flüchtlinge mit einer Luftbrücke nach Libyen
abgeschoben. Die deutsche Flüchtlingshilfeorganisationen Pro
Asyl spricht von einem glatten Verstoß gegen die Genfer
Flüchtlingskonvention.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
pt/2004/10/05.nf/ressort.q,TAZ.re,sw
1.10.2004 Umgang mit
Flüchtlingen. EU kooperiert mit Nordafrika bei Asyl. Die
Europäische Union will Flüchtlinge außerhalb der
europäischen Grenzen verstärkt schützen. Dazu sollen
fünf afrikanische Staaten mit Hilfe Europas eigene Aufnahmesysteme
aufbauen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
ausland/artikel/420/40380/
1.10.2004 Umgang mit
Flüchtlingen. EU kooperiert mit Nordafrika bei Asyl. Die
Europäische Union will Flüchtlinge außerhalb der
europäischen Grenzen verstärkt schützen. Dazu sollen
fünf afrikanische
Staaten mit Hilfe Europas eigene Aufnahmesysteme aufbauen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
ausland/artikel/420/40380/
1.10.2004 Seymour
Hersh im Interview der SZ: "Das Rätsel bleibt, wie
Verrückte die Regierung übernehmen konnten". Der beste
investigative Reporter der Welt über die Neokonservativen um
US-Präsident Bush, die Folterer von Abu Graib und den neuen
irakischen Staatschef. Interview von Andrian Kreye
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
ausland/artikel/411/40371/
30.9.2004 In Australien wurden
mehr als 150 Pädophile wegen Kinderpornografie im Internet
festgenommen, unter ihnen Polizisten, Lehrer, Regierungsbeamte,
Ärzte, Armeevertreter und der Leiter von drei
Kindertagesstätten. Es wird
mit hunderten weiteren Festnahmen gerechnet. Die Aufnahmen stammen
überwiegend aus Osteuropa. Einige der Opfer seien 2 Jahre
alt. Sieben Kinder zw. 5 und 13 Jähren konnten im Zuge der Razzia
gerettet werden. Die Fotoarchive sind z.T. 20 Jahre alt. Der
Justizminister
Ellison zeigte sich entsetzt über die große Zahl von
Verdächtigen, die in einem besonderen Vertrauensverhältnis
mit Kindern arbeiteten. Er sprach von einem ausgedehnten und
ausgeklügelten "Netzwerk".
Quelle: Yahoo-Nachrichten
30.9.2004 Vermögensparade.
Wenn
die
Armen in Deutschland einpacken können. Karin
Nungeßer: Reichtum vererbt sich, Armut auch. Es sei
höchste Zeit, mit einer Debatte über Umverteilung von
Wohlstand zu beginnen, meint Karin Nungeßer. In diesem Herbst
sollte der zweite Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung
erscheinen. Nun soll es spätestens 2006 so weit sein.
Quelle: http://www.freitag.de/
30.9.2004 EU-Staaten
umgehen Waffenembargo: Deutschland liefert Militärfahrzeuge
an China und Fuchs-Spürpanzer in den Irak. Menschenrechtler
verurteilen den laxen Umgang mit den Embargobestimmungen der EU.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/volltextsuche/
30.9.2004 Bischof Krenn, St.
Pölten, ist zurückgetreten, meldet "der standard". Krenn
erklärte, er sei nicht aus gesundheitlichen Gründen
zurückgetreten und auch nicht aufgrund öffentlichen Drucks,
sondern weil
er das tue, was der Papst sagt. Den genauen Grund für seinen
Rücktritt wollte er nicht näher kommentieren. Er wiederholte
jedoch, ihm sei großes Unrecht geschehen.
Am kommenden Sonntag wird Krenn nach Rom zur
Seligsprechung des letzten österreichischen Kaisers, Karl
I., reisen. Die Seligsprechung wird vorgenommen für einen
Mann, der für einen Giftgaseinsatz gegen italienische Soldaten
verantwortlich gemacht wird und der 38 Jahre nach seinem Tod eine
brasilianische Nonne von Krampfadern heilte.
Quelle: http://derstandard.at/
29.9.2004 Die Gesellschaft
für bedrohte Völker recherchierte, dass die Massaker in
der sudanesischen Kriegsregion Darfur zum Teil mit deutschen
G3-Schnellfeuergewehren begangen wurden. Die Gewehre wurden von
der Firma Heckler & Koch in Oberndorf entwickelt. Sie wurden im
Iran in deutscher Lizenzproduktion gefertigt und 1991 aus dem Iran
vertragswidrig in den Sudan geliefert.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
28.9.2004 Weiter Folterungen in
der Türkei - amnesty international
Quelle: http://kurier.at/ausland/
28.9.2004 Größte
Gesundheitsgefahren durch seelisches Leiden und Stress
Quelle: http://www.diepresse.com/default.htm
(News/Home)
http://www.diepresse.com/Artikel.aspx?channel=c&ressort=w&id=444662
28.9.2004 Der Innsbrucker
Bischof Scheuer bezeichnet die Abschaffung des Zölibats als
"gangbaren Weg". Zu den Kirchenaustritten sagte er: "Es sind ja nicht Zahlen, die
austreten, sondern konkrete Menschen, mit ihren Lebensgeschichten,
ihrem Glauben und Zweifel. Jeder Austritt schmerzt."
Quelle: http://www.nachrichten.at/
apanews/apap/302522?PHPSESSID=bcfbae7b76cd06786c93cd7fc4ef61ad
28.9.2004 Schnitte ins eigene
Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und
Jugendpsychiatrie
Quelle: Spiegel - Panorama http://www.spiegel.de/archiv/
s.auch DGKJP http://www.dgkjp.de/
28.9.2004 London erlässt
10% der Schulden von mehr als 30 Ländern bei der Weltbank und der
Afrikanischen Entwicklungsbank. Der Umfang des Schuldenerlasses
beträgt 147 Mio. Euro.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
27.9.2004 Gegen den Lehrer
wurde seit dem Sommer 2001 ermittelt, im November 2003 wurde Anklage
erhoben, im Jahresanfang 2004 wurde er wegen Missbrauchs
seiner zehnjährigen Nichte zu einer zweijährigen
Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Eine Information der
Schulaufsichtsbehörde gab es Mitte September 2004. Solange
unterrichtete er weiter Kinder und Jugendliche.
Quelle: Yahoo-Nachricht
27.9.2004 Die 17-jährige
palästinensische Schülerien Lama Tarayra, Jerusalem, erhielt
den Stuttgarter Friedenspreis 2004 für ihre dreijährige
Arbeit im Versöhnungsnetzwerk "Bulidung Bridges for Peace".
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
24.9.2004 Kirche ohne Kreuz und
Glocke
Eindrücke von fundamentalistischer Religion in den USA
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
Themen des Tages
pt/2004/09/24/a0154.nf/text
23.9.2004 "Die Presse" berichtet
von
einer
Austrittswelle aus der kath. Kirche in Wien: Plus
36% im Juli und plus 40% im August 2004, gemessen an den Zahlen des
Vorjahres.
23.9.2004 Die Organisation
für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) fordert,
mehr für die Rechte von Opfern des Menschenhandels zu tun. Alleine
in
Europa
werden mehrere hunderttausend Menschen zu
Arbeit und Prostitution gezwungen. 75% davon sind
Frauen und junge Mädchen. Gewinn: Rund eine Milliarde Euro.
Quelle: Yahoo
23.9.2004: Die 5 israelischen
Kriegsdienstverweigerer sind frei: Haggai Matar, Noam Bahat, Adam
Maor, Shimri Zameret und Matan Kaminer. Zunächst waren sie im
Januar für ein weiteres Jahr mit Gefängnis bestraft worden,
weil sie sich geweigert hatten, am Krieg gegen ihre
palästinensischen Nachbarn teilzunehmen.
Link: http://www.refuz.org.il/
22.9.2004 Gewalt ist keine
Frage von
Bildung: 40 Prozent aller Frauen haben
einmal oder mehrmals körperliche oder sexuelle Gewalt erlitten.
Diesen alarmierenden Befund liefert jetzt eine erste
repräsentative Untersuchung.
Quelle:
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
zum
Original:
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/aktuelles,did=20424.html
22.9.2004 Die Kunst der
Ausbeutung - Zwangsarbeiterinnen für Flick in Berlin und Stadt
Allendorf
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
(Themen des Tages)
21.9.2004: "Rückschritt in
die Barbarei": Willfried Penner, Wehrbeauftragter des Bundestages
wart davor, im Anti-Terror-Kampf auch die Anwendung der Folter zu
erwägen. Andernfalls drohe ein Rückschritt in die Barbarei.
Ein Rechtsstaat, dürfe hehre Ziele nicht mit verbrecherischen
Mitteln durchsetzen, sagte Penner.
Quelle: Yahoo-Nachricht
21.9.2004 Das Berliner
Behandlungszentrum für Folteropfer fordert Schutz für
traumatisierte minderjährige Flüchtlinge, die als
Kindersoldaten schwerste Formen von Gewalt und Missbrauch erlebt hatten.
Ihnen
droht
die
Abschiebung, weil die Beteiligung an bewaffneten Konflikten nicht
als politische Verfolgung gilt.
Quelle: :http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
20.9.2004
Weltkindertag:
Pro
Asyl, Terre des hommes und Bundesfachverband UMF
rügten, dass Minderjährige alleine in Abschiebehaft genommen
werden.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
18.9.2004:
37% der Frauen in Deutschland werden
körperlich misshandelt. Der "Focus" http://focus.msn.de/
(Politik) bezieht sich auf eine repräsentative Studie, die im
Auftrag des Bundesfamilienministeriums
mehr
als
10.000 Frauen im Alter zwischen 16 und 85 Jahren
über ihre Lebenssituation befragte. Danach wurden 58 % der Frauen
sexuell belästigt; 37 % wurden Opfer körperlicher
Misshandlung; 13 %, d.h. fast jede siebte Frau erlebte sexuelle
Gewalt in Form von Vergewaltigung, versuchter Vergewaltigung oder
Nötigung zu sexuellen Handlungen. Bevorzugte Opfer: Frauen, die
ihre Partner verlassen wollen und Frauen, die Gewalt bereits in der
Kindheit erlebten.
Türkische
Frauen in Deutschland sind in der eigenen Wohnung zu fast 49% Gewalt
ausgesetzt.
hps/fol/newsausgabe/newsausgabe.htm?id=6658
17.9.2004 Bericht
des Wiener Kinderschutzzentrums über sexuellen Missbrauch in der
Kirche
Darin
werden
vor
allem Ministranten als gefährdet gesehen.
Übergriffe gebe es aber auch im Religionsunterricht und bei
Veranstaltungen wie Zeltlagern. Als Täter werden Geistliche als
auch ehrenamtliche Mitarbeiter genannt. Das Fazit: die Kirche muss sich
den Problemen stellen. Der Bericht fordert eine Novelle des
österreichischen Sexualstrafrechts. Ärzte und
Psychotherapeuten dürfen keine sexuellen Beziehungen mit Patienten
eingehen. Diese Regelung wird auch für Seelsorger gefordert.
Quelle: http://www.kinderschutz-wien.at/
Entgegen anders
lautenden Presseberichten gebe es kein Rücktrittsgesuch von
Bischof Krenn, sagte sein Sprecher.
17.9.2004
Yahoo-Nachrichten:
-
Ein
Mitglied der Herrscherfamilie von Katar wurde in Prag wegen Verdacht
auf
sexuellen
Missbrauch von Mädchen zw. 12 und 15 Jahren
festgenommen. Dem Verdächtigen wird vorgeworfen, täglich bis
zu 10 Minderjährige "empfangen" zu haben und die Prostitution
gefördert zu haben. Zwei Frauen haben die Mädchen vermittelt,
heißt es.
- Bei einer Großaktion
gegen
Kinderpornos
im Internet sind der Schweizer Polizei landesweit
etwa 400 Verdächtige ins Netz gegangen. Bei acht von ihnen
besteht Verdacht auf sexuelle Handlungen mit Kindern. Fast 50 der
Männer haben beruflich mit Kindern zu tun. Zu den
Verdächtigen gehören Arbeiter, Studenten, Anwälte,
Journalisten und ein Funktionär einer internationalen
Organisation. Die Ermittlungen richten sich gegen Verdächtige in
weiteren 120 Ländern.
Quelle: http://de.news.yahoo.com/
17.9.2004
In
der
Türkei bleiben 600 000 schulpflichtige Mädchen dem
Unterricht fern. mehr unter Quelle: http://www.taz.de/
pt/2004/09/17/a0171.nf/text
17.9.2004
Die
taz
berichtet, dass nach Einschätzung des EU-Parlamentes im
Tropenparadies Malediven gefoltert werde. Die Abgeordneten riefen
wegen schwerer Menschenrechtsverstöße Touristen auf, dem
Ferienparadies fern zu bleiben.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
15.9.2004 FR Im Sumpf der Gewalt: Michael Lüders
Der
weltweite
Kampf
gegen den Terror ist mit militärischen Mitteln
nicht zu gewinnen, wenn die regionalen Konflikte nicht gelöst
werden
Quelle:
http://www.fr-aktuell.de/ Suche:http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/volltextsuche/
fr_home/startseite/?sid=9ff609f1123760a8d59b3f92f706b55c&cnt=504396
14.9.2004: Rumsfeld hörte weg, als schon vor zwei Jahren
über Misshandlungen von Ausländern in US-Militärhaft
informiert wurde. Das sagt Seymour Hersh, Journalist des New Yorker, in
einem gestern veröffentlichten Buch.Nach dem Besuch des Lagers in
Guantánamo auf Kuba im Sommer 2002 habe ein CIA-Agent in einem
Bericht auf Misshandlungen der dort Inhaftierten hingewiesen. Der
Bericht sei einem Mitarbeiter von Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice
übergeben worden. Bei
einem Treffen im Herbst 2002 im Weißen Haus seien die Hinweise
ignoriert worden. Nach Hershs Angaben wies auch im Irak bereits im
November 2003 ein Offizier auf Misshandlungen im Gefängnis Abu
Ghraib hin.
Quelle: http://www.taz.de/
Archiv: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
pt/2004/09/14/a0087.nf/text
13.9.2004
FR
-
Deutschland: Frauenkonferenz: Eine nüchterne Bilanz und oft
bitteres Lachen
http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/volltextsuche/
ressorts/nachrichten_und_politik/deutschland/?sid=e5b354cd4ecff923fdd190496bcadf05&cnt=503235
10.9.2004
Yahoo berichtet, dass Rumsfeld die Misshandlungen irakischer
Gefangener durch amerikan. SoldatInnen relativiert habe.
Rumsfeld Fragte: "Ist es so widerlich wie jemandem den Kopf
abzuschlagen
und es im Fernsehen zu zeigen?" Die - seine - Antwort lautete: "Nein."
Nach Ermittlungen
des amerikan. Verteidigungsministeriums sind bisher rund 300 Fälle
von Tötung, Vergewaltigung, Prügel und anderen Misshandlungen
in Militärgefängnissen in Irak, Afghanistan und Guantanamo
bekannt geworden.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/
040910/12/479w4.html
10.9.2004
Zahl
der
Selbsttötungen rückläufig
Der Welt-Suizid-Präventionstag
der
Weltgesundheitsorganisation will die Zahl der Selbstmörder
weiter senken. Der Vorsitzende der Initiativgruppe "Nationales
Suizid-Präventionsprogramm", Armin Schmidtke, ist überzeugt,
dass durch die Diagnose
und kontinuierliche Behandlung psychischer Krankheiten die Zahl
der Selbsttötungen reduziert werden kann. Zu den Risikogruppen
gehören psychisch Kranke, gerade depressive Menschen, SeniorInnen,
chronisch Kranke ohne Heilungsaussicht, Dorgenabhängige und
Inhaftierte. Die höchste Zahl von Selbstmordversuchen ist in der
Gruppe der 15 - 19 - jährigen Frauen zu finden.
http://www.taz.de/
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
pt/2004/09/10/a0207.nf/text
7.9.2004 Kriegsverbrecher vor
Gericht (Themen des Tages) - Lektion in Sachen Täterschutz
Quelle: taz
7.9.2004 http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
pt/2004/09/07.nf/ressort.q,TAZ.re,sw
6.9.2004
Tagesschau:
Julia
Jusik über das Leben der Schwarzen Witwen in
Tschetschenien
http://www.tagesschau.de/
aktuell/meldungen/0,1185,OID3586962_REF1_NAVSPM1,00.html
Profundes
Unwissen
Ein Ex-Polizist
wurde in Frankfurt/Oder zu 7 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Er
hatte sich des schweren sexuellen Missbrauchs
seines einjährigen Pflegekindes schuldig gemacht, das Kind
14 Mal misshandelt und die Fotos der Misshandlungen an einen
Tauschpartner in Offenbach/Main geschickt.
Der Richter
Gräbert sagte laut Yahoo, dass das Kind zum Glück keine
gesundheitlichen Schäden genommen habe und die Misshandlungen
voraussichtlich auch keine psychischen Folgen haben werden, denn
der Junge werde sich daran später nicht erinnern.
Quelle:
Yahoo-Nachrichten vom Freitag, 3.9.2004
http://de.news.yahoo.com/
040903/336/46x0h.html
5.9.2004 Yahoo meldet, dass im
deutschsprachigen Europa über 12 Mio. Menschen traumatisiert
sind. Ein Schlaglicht: "Laut Alexander Friedmann, Präsident der
ESRA Wien, gab es nach dem Vietnamkrieg bei den Kriegshelden die
größten psychischen Schäden. 'Die Vietnam-Studie weist
30,6 Prozent Männer und 26,9 Prozent Frauen mit PTSD auf. Im
Kambodscha-Krieg litten die Flüchtlinge zu 86 Prozent an PTSD und
zu 80 Prozent an Depressionen", erörterte Rita
Rosner von der Universität München die Studien."
Zur Zeit findet an der
Universität Wien die 6. Jahrestagung der DeGPT (http://www.degpt.de)
statt. Es geht um komplexes Trauma und die Qualität in der
Behandlung.
Quelle am 5.9.2004:
http://de.news.yahoo.com/
040903/295/46xcy.html
4.9.2004 Die SZ führt ein
Interview mit dem Direktor der Heckscher-Klinik für Kinder- und
Jugendpsychiatrie in München über die "Folgen für die Seele:
Angst - möglicherweise ein Leben lang" nach der Geiselnahme in
Beslan.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
ausland/artikel/589/38551/
4.9.2004
Am
3.
8.2004 hatte die taz von ca 150 apathischen
Flüchtlingskindern in Schweden berichtet, die nicht essen,
nicht trinken, nicht sprechen
und teilweise in Kliniken künstlich ernährt werden. Die
schwedische Regierung will das Problem nun durch eine verschärfte
Asaylgesetzgebung und durch eine Verfahrensbeschleunigung lösen.
Quelle: http://www.taz.de/
pt/2004/09/04/a0102.nf/text
4.9.2004
Laut
taz
ist die russische Journalistin Anna Politkowskaja mit
einer schweren Vergiftung ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie
wollte über das Geiseldrama von Beslan berichten. Nach dem Genuss
einer Tasse Tee sei siebewusstlos geworden.
Der Chefredakteur der oppositionellen Wochenzeitung Nowaja Gaseta
schloss einen Giftanschlag nicht aus.
Nach Angaben der
Gesellschaft für bedrohte Völker haben Sicherheitskräfte
die Menschenrechtlerin Fatima Musaewna Gaziewa zusammen mit
ihrem Mann verschleppt.
Quelle: http://www.taz.de/
pt/2004/09/04/a0137.nf/text
3.9.2004
Christ
in
der Gegenwart: BEGEGNUNGEN Hat der Mensch keinen freien
Willen? Ein Hirnforscher und ein Pädagoge im Gespräch.
Micha Brumlik + Gerhard Roth
Quelle: http://www.chrismon.de/cframe-inhalt.html
cframe-begegn.html
3.9.2004
Heidemarie Wieczorek-Zeul (Entwicklungshilfeministerin, SPD)
nannte den Irakkrieg und seine Folgen ein Verbrechen. Die CSU
sieht in dieser Bewertung eine "Entgleisung". Die
Ministerin sagte, der Krieg habe entsetzliches menschliches Leid und
zahlreiche Opfer sowohl bei der Zivilbevölkerung als auch bei den
Soldaten mit sich gebracht. Sie erinnerte daran, dass zwei Monate
Irak-Krieg so teuer sind, wie 5 Jahre Wiederaufbauleistung der
Weltgemeinschaft in Afghanistan.
Quelle: http://www.fr-aktuell.de/
2.9.2004
Mehr als 3000
Südafrikanerinnen wurden in der letzten Zeit durch Südafrikas
Innenbehörde mit ihnen unbekannten Fremden verheiratet. Über
ihre Heirat wurden sie nicht informiert. Hintergrund: Beamte der
Innenbehörde werden von organisierten Verbrecherbanden für
die virtuelle Vermählung bezahlt.
Die Pseudo-Ehemänner erhalten so eine Aufenthaltsgenehmigung.
Meist seien es Westafrikaner oder Asiaten, die auf diese Weise
vorgehen. Das Innenministerium rief unverheiratete junge
Südafrikaner (gemeint sind wohl Südafrikanerinnen) auf, bei
der Behörde regelmäßig nachzufragen, ob sie noch ledig
sind.
Quelle: FR am
2.9.2004 http://www.fr-aktuell.de/uebersicht/volltextsuche/
2.9.2004
Aachener Friedenspreis auch für russische Soldatenmütter
Ella Poljakowa
erhält - zusammen mit der türkischen Rechtsanwältin
Eren Keskin - den diesjährigen Aachener Friedenspreis. Die
Vorsitzende der "Soldatenmütter von Sankt Petersburg", forderte
die Beendigung der Kämpfe in Tschetschenien. Die
Bürgerrechtlerinnen haben 1991 ihre
Organisation gegründet. Sie demonstrieren gegen den
Terschetschenienkrieg, beraten Wehrpflichtige und prangern Gewalt in
der Armee an. Bisher konnten mehr als 100.000 Männer mit ihrer
Hilfe den Kriegsdienst verweigern.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
1.9.2004 Solwodi
begrüßt Opferrechtsreformgesetz, die heute in Kraft
trat. Besonders für Opfer von sexueller Gewalt und für
Menschenhandelsopfer ist es eine Erleichterung, wenn sie ihre
zivilrechtlichen Ansprüche bereits im Strafverfahren geltend
machen können und ihnen eine Aussage in einem weiteren Verfahren
damit erspart wird. Solwodi wies auch darauf hin, dass die Opfer
auf Antrag über die Einstellung und den Ausgang des Verfahrens
ebenso informiert werden wie über Haftverschonung, Hafturlaub
oder Lockerung im Vollzug des Täters.
Quelle am 1.9.2004:
http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
1.9.2004 Jagdszenen am
Untermain
- Trauer unversöhnt aushalten: Die Süddeutsche berichtet
vom
Gedenken Rüsselsheims an die Ermordung amerikanischer
Kriegsgefangener
vor 60 Jahren. In diesem Bericht ist zu studieren, wie schwer das
Sich-Erinnern
sein kann, welche Widerstände ihm entgegengebracht werden - und
dass
es immer Einzelne sind, die gegen das Vergessen aufstehen.
Quelle: http://www.sueddeutsche.de/
panorama/artikel/378/38340/
31.8.2004
Türkei
Folter und
Repressionen wirft die diesjährige Trägerin des Aachener
Friedenspreises, die türkische Anwältin Erin Keskin, ihrem
Heimatland vor. "Die Repressionen gehen weiter, es wird weiter
gefoltert. Die Menschenrechte werden in der Türkei immer noch
nicht respektiert", so Keskin in einem Interview der "Neuen
Osnabrücker Zeitung". Die 45-Jährige ist stellvertretende
Vorsitzende der größten Menschenrechtsorganisation ihres
Landes. Damit die Türkei Mitglied der EU werden kann, müssten
die Europäer das Land am Bosporus drängen, "das
militaristische System" aufzuheben. Zugleich hielt Keskin einen Termin
für EU-Beitrittsverhandlungen für unabdingbar. Keskin nimmt
morgen den Friedenspreis entgegen. (neue-oz.de)
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
31.8.2004 Yahoo
meldet, dass in Berlin jeder 12.Junge zwischen 10 und 16 Jahren von
sexuellen Übergriffen an öffentlichen Orten betroffen
sei. Damit ist die Zahl größer als bisher angenommen. In der
Studie des FU-Instituts für Prävention und psychosoziale
Gedunsheitsforschung, die gemeinsam mit dem Verein "Subway", der sich
seit 10 Jahren um männliche Prostituierte kümmert, wurden 500
Jungen an öffentlichen Plätzen Berlins befragt. Eine Studie
mit diesem Ansatz ist
in Deutschland einmalig. Die Studie beobachtete auch, dass sexuelle
Übergriffe auf Jungen «nicht einfach so passieren».
Vielmehr würden sie geplant und spielten sich nach ähnlichem
Muster ab: Zunächst erhielten die Jungen ein Beziehungsangebot von
erwachsenen Männern, deren sexueller Hintergrund nicht
zu durchschauen sei.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/ 040831/336/46qtp.html
31.8.2004 Die taz meldet, dass seit
dem
Kosovokrieg
3.400 Menschen verschwunden sind, deren Schicksal
bis heute ungeklärt ist. Rund 100 Angehörige demonstrierten
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
pt/2004/08/31/a0087.nf/text
31.8.2004
Täterschutz Yahoo meldet, dass Fourniret offenbar schon
1977 erste Sexualstraftat begangen hat. 1984 wurde er
festgenommen und gestand mindestens 16 sexuelle Übergriffe seit
1977. Verurteilt wurde er jedoch 1987 - nach 3-jhäriger U-Haft nur
für Taten zwischen 1982 bis 1984. Im Anschluss an das Urteil wurde
er auf freien Fuß gesetzt, weil ihm die Untersuchungshaft
angerechnet wurde.
Quelle:
Yahoo-Nachricht vom 31.8.2004
http://de.news.yahoo.com/
040828/12/46miw.html
31.8.2004
Institutionalisierter Täterschutz
Yahoo meldet, dass
es auf den Sützpunkten der amerikanischen Luftwaffe
offenbar häufiger als bisher angenommen Vergewaltigungen
gab. Die Meldung beruft sich auf
eine Untersuchung von 85 Standorten in den USA und im Ausland, die im
Auftrag der Luftwaffe durchgeführt wurde. Zahlreiche Frauen
hätten die Vorfälle aus Angst vor
Disziplinarmaßnahmen nicht gemeldet. Der Bericht
bemängelt die (fehlenden? mangelhaften?) Angebote für die
Opfer. «Wir brauchen einen tief greifenden, nachhaltigen und
institutionellen Wandel, um sexuelle Gewalt in der amerikanischen
Luftwaffe anzugehen», zitiert Yahoo das Vorwort der Studie. Grund
für die Untersuchung war ein Missbrauchs-Skandal an der
Luftwaffenakademie in Colorado. Dutzende Soldatinnen hatten dort
beklagt, dass ihre Beschwerden über sexuelle Übergriffe
ignoriert oder sogar bestraft
worden seien.
http://de.news.yahoo.com/
040831/12/46pc0.html
30.8.2004
Amnesty
International
erinnert am “Tag der Verschwundenen“ an
das Schicksal Tausender Verschollener in Südamerika, aber auch an
die schätzungsweise 7.000 verschwundenen Algerierinnen und
Algerier - bis in die Jahre 1999/2000. Derzeit arbeiten
Amnesty-Mitglieder an einer Konvention zum "Schutz vor erzwungenem
Verschwinden", die sie den Vereinten Nationen vorschlagen wollen.
Quelle: http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
30.8.2004
Am 29.8.1944 fuhr
der letzte
Transport aus dem Ghetto Lodz ins KZ Ausschwitz ab. Der
Bürgermeister lud zum Gedenken die Präsidenten von
Israel, Deutschland, Tschechien, Österreich und Polen ein. Die
Begründungen für die Absagen lauteten: Olympische
Spiele, Sicherheitsvorkehrungen nicht ausreichend, Feier nicht wichtig
genug, keine erneute Fahrt nach einem kürzlich erst
stattgefundenen Besuch. Es kam auch keiner der eingeladenen
Bürgermeister von Berlin, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt a.M.,
um u.a. der 20.000 deutschen Juden
zu gedenken, die nach Lodz gebracht worden waren. Mehrere
hundert Überlebende jedoch kamen zur Gedenkfeier.
Quelle: http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
pt/2004/08/30/a0172.nf/text
24.8.2004
Buch-Tipp: Helga Mesberger, Katrin Auer, Brigitte Halbmayr:
Sexualisierte Gewalt. Weibliche Erfahrungen in Konzentrationslagern.
Mandelbaum-Verlag, Wien. Besprechung in der FR vom 24.8.2004
http://www.fr-aktuell.de/ ressorts/kultur_und_medien/feuilleton/
23.8.2004
Der
von
der UNO ernannte Menschenrechtsexperte Scherif Bassiuni
forderte in Kabul, dass die USA die Gefängnisse in Afghanistan
für unabhängige Beobachter öffnen solle. Der
Menschenrechtsexperte sprach von ernsthaften Bedenken bezüglich
der Rechtmäßigkeit vieler Inhaftierungen.
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
pt/2004/08/23/a0111.nf/text
23.8.2004
6
Meter
vor der Küste von Fuerteventura sind vier afrikanische
Flüchtlinge ertrunken. Sie konnten nicht schwimmen und
sprangen ins zu tiefe Wasser. 20 Flüchtlinge aus Afghanistan
konnten aus einem sinkenden Boot vor der türkischen
Ägäisküste gerettet werden.
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
pt/2004/08/23/a0082.nf/text
23.8.2004
Mecklenburg-Vorpommern beabsichtigt, einen Porno-Fernsehkanal
steuerlich zu subventionieren. Der Geschäftsführer geht
von 2,5 Mio Euro Fördermitteln aus. Das Wirtschaftsministerium in
Schwerin sagt: "Wenn jemand 100 Arbeitsplätze schaffen will, kann
er mit unserer Unterstützung rechnen. Der Bürgermeister von
Torgelow, wo der Sender senden wird, bezeichnete das Senderkonzept als
"nachhaltig, wachstumsorientiert und zukunftsträchtig.
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
http://www.taz.de/
pt/2004/08/23/a0092.
20.8.
2004
In
Frankreich stehen Jean-Claude Lenoir und Charles Frammezelle
vor Gericht; ihnen drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. Ihr
Vergehen: Sie haben Flüchtlinge, die auf der Straße
in der Region des ehemaligen Durchgangslagers Sangette umherirrten, bei
sich übernachten lassen
und ihen zu einer Dusche und zu Essen verholfen. Außerdem haben
sie ihnen ihr Konto zur Verfügung gestellt, damit sich die
Flüchtlinge Geld von ihren Familien aus Afghanistan und dem Irak
überweisen lassen konnten.
http://www.taz.de/ pt/2004/08/20/a0125.nf/text
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
Nachtrag:
21.8.2004 Flüchtlingshelfer
straffrei verurteilt
Die taz berichtet:
Die beiden Menschenrechtler wurden verurteilt, eine Strafe jedoch nicht
verhängt. Das Gericht begründete die Verurteilung nicht
damit, dass die Mitglieder desKollektiv "C-Sur" Essen, Medikamente und
Kleider für obdachlose Flüchtlinge besorgt hätten,
sondern mit der Zur-Verfügung-Stellung der Konten zur
Überweisung der Gelder aus der Heimat der Flüchtlinge. Mit
diesem Geld hätten dieFlüchtlinge ihren "illegalen
Aufenthalt" finanzieren können.
Mit den beiden
Franzosen waren sechs Iraker angeklagt, von denen vier gestern zu
Haftstrafen von bis zu sechs Jahren verurteilt wurden. Das Gericht
hält sie der "Schlepperei" für schuldig.
http://www.taz.de/ pt/2004/08/21/a0163.nf/text
http://www.taz.de/pt/.etc/nf/archiv
20.8.2004
Ein neuer
Untersuchungsbericht zum Misshandlungsskandal im irakischen
Gefängnis von Abu Ghraib werden auch Vorwürfe gegen
medizinisches Militärpersonal erhoben: Die medizinischen
Militärs seien Zeuge von Misshandlungen gewesen oder
hätten misshandelte Häftlinge betreut, jedoch keinen
Alarm geschlagen. - Der amerikanische Bioethiker Steven Miles erhob
unterdessen noch schwerere Vorwürfe gegen die Ärzte in Abu
Ghraib. Im Fachmagazin The Lancet schreibt er, die Ärzte
in Abu Ghraib seien an Misshandlungen beteiligt gewesen.
19.8.2004
Selbst
die
Nachbarn bedrohen Joseph Darby mit dem
Tod. Er hatte Folter und Missbrauch in Abu -Ghraib öffentlich
gemacht. Inzwischen untersteht er der Schutzhaft durch das Militär.
Quelle:
Süddeutsche
18.8.2004
Der italienische Minister
für
Reformen, Roberto, Calderoli, forderte
Gewaltmaßnahmen gegen Flüchtlingsschiffe aus Nordafrika.
Dem Innen- und dem Verteidigungsministerium warf er vor, in der
Flüchtlingsfrage nicht genug zu unternehmen.
Quelle:
http://www.taz.de/
18.8.2004
Die
Frauenministerin
Brigit Fischer von NRW drängt
auf einen stärkeren Schutz weiblicher Au-pairs vor
Ausbeutung und sexuellem Missbrauch. Seitdem private
Au-pair-Vermittler nicht mehr von der Bundesagentur für Arbeit
überprüft werden, gäbe es immer wieder Hinweise darauf,
dass unseriöse Vermittler die jungen jungen Frauen als billige
Arbeitskräfte oder sogar als "sexuell gefügig" anpriesen.
Schätzungen gehen davon aus, dass es in Deutschland ca 1500
Au-pair-Vermittler gebe. Schätzungsweise 30 000 Au-pairs kommen
als Au-pairs nach Deutschland, 20 000 gehen ins Ausland. 90% der
Au-pairs sind Frauen.
Quelle:
http://de.news.yahoo.com/
16.8.2004
"Im
Sinne
des
Vaterunsers". Zum ersten Mal entschuldigt sich ein Mitglied
der deutschen Regierung für das Massaker an den Herero. Damit kann
ein Versöhnungsdialog beginnen. Quelle: taz
14.8.2004 Beim Kentern
eines Flüchtlingsbootes 13 Kilometer vor Fuerteventura sind
vermutlich 33 Menschen ums Leben gekommen. Quelle: taz
14.8.2004
Das
diskrete
Sterben: Die Verlagerung europäischer Grenzkontrollen nach
Nordafrika zeitigt schon jetzt in Wüste und Meer tödliche
Folgen / Von Paolo Cuttitta. FR
13.8.2004
Tagesschau:
Milliardengeschäfte
mit
Kinderhandel: Professor Adolf Gallwitz, Polizeiexperte für
Kinderhandel sagte in der Tagesschau, dass Kinderhandel und sexuelle
Ausbeutung von Kindern laut Unicef und anderen Organisationen weltweit
zunehmen. Rund 1,2 Millionen Jungen und Mädchen würden
demnach jährlich verkauft - Tendenz steigend. Die Opfer kämen
aus Westafrika, Asien, Lateinamerika und zunehmend aus Osteuropa. - Die
Strafverfolgung verlaufe nicht so, wie das nötig wäre - wie
der Dutroux-Prozess zeige und der Prozess in Portugal um den Missbrauch
im Lissaboner Kinderheim "Casa Pia" andeute. Möglicherweise
müsse von organisierten Strukturen ausgegangen werden. Die
Täter aus oberen Gesellschaftsstrukturen seien in diesen
Fällen überrepräsentiert, weil sie als Sozialarbeiter,
Ärzte, Lehrer, Therapeuten sowohl guten Zugang zu Kindern
hätten als auch ausreichend Macht, um sich vor Strafverfolgung zu
schützen. Nicht zu vergessen sei, dass Kinderhandel lukrativer als
Frauenhandel sei. In der Schweiz
gebe es Hinweise auf ein Kinderbordell. In Deutschland tauchten Kinder
auf dem Straßenstrich auf. Bei einigen Selbsthilfegruppen in
Deutschland ist unklar, ob sie nicht als Kontaktbörse für
Pädosexuelle dienen.Die Nachfrage nach Kindern sei "gewaltig",
sagt Gallwitz.
13.8.2004 Die Zeit: Nur die
Reichen werden reicher. Die Reformen benachteiligen die
sozial Schwachen. Es gibt immer mehr Arme, Bettler und
Suppenküchen. Quelle: Die Zeit
12.8.2004
Laut Radio Vatikan hat die österreichische Hilfsorganisation "Jugend
eine
Welt" anlässlich des "Internationalen UNO-Tages der
Jugend auf den aktuellen Weltjugendbericht der UN hingewiesen. Danach
sind Hunger, Arbeitslosigkeit und die Folgen bewaffneter Konflikte
die Hauptprobleme. 10% der Jugendlichen sind unterernährt; 25%
müssen mit weniger als
einem Dollar pro Tag auskommen. Täglich werden 7.000 Jugendliche
mit dem HIV-Virus infiziert.http://www.radiovaticana.org/tedesco/newsted.htm
12.8.2004 Die
Vorsitzende der Bundestags-Kinderkommission, Ingrid Fischbach (CDU), hat
mehr Bemühungen gegen Kinderarmut gefordert. Nicht
hinnehmbar
sei das Ansteigen der Minderjährigen, die auf Sozialhilfe
angewiesen
seien. Von der Politik werde ein Gegensteuern erwartet, sagte Fischbach
der
KNA.
12.8.2004 ORF
meldet die Schließung des St. Pöltener Priesterseminars.
Visitator
Küng
sagte, dass die Auswahlkriterien zu wenig beachtet
worden seien - dies habe zu schwerwie4genden Fehlentwicklungen
geführt. Spätestens durch die pornografischen Bilder, die von
einigen Seminaristen geradezu suchtartig aus dem Internet geladen
worden seien, zeigten dies. Zudem habe es einige aktive homphile
Beziehungen gegeben. Ein Neuanfang sei nötig. http://religion.orf.at/projekt02/news/ne_archiv_fr.htm
12.8.2004 Yahoo meldet: Anstieg
bei Kriminalität in Brandenburg um 8,9 % gegenüber
dem Vorjahr.- Es gab deutlich mehr Fälle von sexuellem
Missbrauch: Im 1. Hj. 2003 waren es 177 Fälle gegenüber
253 Fällen im gleichen Zeitraum des Jahres 2004. 2001 -
2003 wurden 1285 Kinder missbraucht; 26% waren unter 6 Jahre
alt. Bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren
78,2 % der Opfer jünger als 21 Jahre.
11.8.20047.St. Pölten
kath.net. berichtet vorab von einem Zeitungsartikel in "News" vom
12.8.2004. Dort wird angeblich bereits aus den Untersuchungsakten
Küngs berichtet: Bischof Krenn sei erst aktiv geworden, als die
Exekutive bereits seit Monaten ermittelte. Dies soll aus einem Brief
hervorgehen, den der Theologe und Sozialarbeiter Karl Rottenschlager,
Initiator des christlichen Emmaus-Vereins, am 25.6.2004 an Krenn schrieb.
Rottenschlager soll von schwerwiegenden Missständen im
Priesterseminar St. Pölten berichten, die auch strafrechtliche
Konsequenzen haben können. Darüber hinaus erhebe
Rottenschlager den Vorwurf des "Missbrauchs von
Abhängigkeitsverhältnissen, welche von der Seminarleitung
nicht nur geduldet, sondern seit etwa drei Jahren in mindestens 7 bis 8
Fällen sogar konsequent betrieben wurden." Regens Ulrich
Küchl
wird beschuldigt, "durchschnittlich drei bis vier homosexuelle
Beziehungen" mit Seminaristen unterhalten zu haben.
Küchl hatte laut ORF vom
22.7.04 durch seine Anwältin eine von 16
Personen unterzeichnete Ehrenerklärung verbreiten lassen.
Darin hatten die Unterzeichner Küchl als integre
Persönlichkeit
gelobt, die gegen ihn gerichtete unseriöse Berichterstattung
bedauert und die Wiederherstellung seines guten Rufes und Ansehens
gefordert Quelle: kath.net
11.8.2004 Die taz
berichtet vom Rücktritt des Polizeichefs von Portugal im
Zusammenhang mit dem Pädophilie-Skandal. Einem
Journalisten waren Interviewaufnahmen gestohlen worden, die
anschließend als CD-Rom auf dem Schwarzmarkt auftauchten
- einer der Interviewten soll der Polizeichef gewesen sein. In
dem Pädophilieskandal geht es um sexuellen Missbrauch von Kindern
und Jugendlichen in den "Casa-Pia" - Heimen Portugals, der etwa
20 Jahre andauerte.Quelle: taz