2009 Expertise
Runder Tisch - Heimerziehung: Was hilft ehemaligen Heimkindern bei
der Bewältigung ihrer komplexen Traumatisierung? Expertise im
Auftrag des Runden Tisches Heimerziehung von Silke Birgitta Gahleitner 30.12.2009
Der
emeritierte Erzbischof von Santa Fe, Edgardo Gabriel Storni , ist wegen
sexuellen Missbrauchs zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Er war 2002 von einem früheren
Seminaristen des Missbrauchs angeklagt worden; die Tat soll 1992
geschehen sein. Der Verurteilte ist über 70 Jahre alt und darf
daher die Strafe im Hausarrest abbüßen. 25.12.2009
Eamonn Walsh und Raymond Field, Weihbischöfe der Erzdiözese
Dublin,
kündigten am Heiligen Abend an, ihre Ämter niederzulegen.
Auch mehrere Priester und Diakone baten nach der Veröffentlichung
des Murphy-Berichtes, der den systematischen sexuellen Missbrauch
von Kindern und Jugendlichen durch katholische Priester und
Kirchenmitarbeiter detailliert veröffentlichte, um Entbindung von
ihren Aufgaben. Quelle: Der
Standard 23.12.2009
Der Bischof von
Kildare und Leighlin, James Moriarty, hat dem Papst seinen
Rücktritt wegen der Vertuschung von Sexualverbrechen in der
Erzdiözese Dublin angeboten. Moriarty war von 1991 bis 2002
Weihbischof in Dublin. Quelle: Yahoo 23.12.2009 Gerry Adams,
Vorsitzender der katholischen Partei Sinn Fein, offenbarte
kurz vor Weihnachten, dass sein Vater, Gerry senior, einer der
Anführer
der katholischen IRA-Untergrundarmee, und sein jüngerer Bruder
Liam
jeweils ihre eigenen Kinder sexuell und emotional missbrauchten.
Quelle: FAZ 17.12.2009
Der
irische
Bischof
Donal
Murray, Limerick, ist
zurückgetreten. Sein Rücktrittsgesuch wurde vom Papst
angenommen. Murray hat - wie andere Bischöfe auch - kirchliche
Missbrauchstäter geschützt. Der Papst hatte letzte Woche von
seiner tiefen Verstörung und Betrübnis angesichts des
Skandals gesprochen. Der Gesandte des Vatikan hingegen hatte nach einem
Spiegelbericht in Dublin die Arbeit der Murphy-Kommission boykottiert.
Auch der pensionierte Dubliner Erzbischof Desmond Conwell habe noch im
letzten Jahr versucht, die Arbeit der Kommission für
Kindesmissbrauch zu blockieren, indem er ihr den Zugang zu den Akten
verwehrte.
Quelle: Der
Spiegel Conwell
war
2003
vorgeworfen
worden,
er
habe
verdächtige
Priester
versetzt.
Ob
diesem Vorwurf gerichtlich nachgegangen wurde, weiß
ich nicht. - Bereits 2002 gab es eine Opfer-Vereinigung in Irland, der
800 Opfer von priesterlichen Missbrauchstätern angehörten. Im
Februar 2003 lagen mehr als 400 Klagen allein in der Erzdiözese
Dublin wegen sexuwellen Missbrauchs vor. Im September 2004 gingen
Kirche und Regierung in Irland von ca 11.000 mutmaßlichen Opfern
sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter aus.
Dass der Papst erst Ende 2009 erschüttert ist, ist kaum
nachzuvollziehen. 12.12.2009
"Bestenfalls
unaufrichtig"
sei
das
Bedauern, das der Papst
nach dem Murphy-Bericht geäußert habe, sagte der Vorsitzende
der irischen Opfergruppe "One in Four", Maeve Lewis. Der Papst
müsse seit langem vom Ausmaß des Problems gewusst haben.
Quelle: Domradio Kommentar: Es hilft den
Opfern nicht, wenn seit Jahren in schöner
Regelmäßigkeit päpstliche und bischöfliche
"Entschuldigungen" vor der Presse verlautbart werden - und sich
für die Opfer nichts ändert. S i e werden nach wie vor
verdächtigt, dem Ruf der Kirche zu schaden. Zuletzt hat der Papst,
der sich gestern wieder einmal entschuldigte, in seinem Brief zum
Priesterjahr den Opfern und jenen, die mit ihnen solidarisch sind,
unterstellt, sie seien "eigensinnig" und sie liebten ihre Kirche nicht.
Solange dieses Denken im Vatikan, bei den Bischöfen und auf allen
(!) Stufen katholischer Hierarchie - in der Regel unausgesprochen, aber
auch völlig naiv offen gelegt wie zuletzt im Brief zum
Priesterjahr - vorherrscht, so lange wird es die
täterschützenden Seilschaften geben, die der sie bislang
favorisierende Papst dann wortreich beklagt. Was Missbrauchsopfer
brauchen, das ist glaubwürdige Solidarität. Ich kenne kein
(familiäres oder kirchliches) Missbrauchsopfer, das nicht sehr
genau zu unterscheiden wüsste zwischen ehrlicher und
glaubwürdiger Anteilnahme und Solidarität - und
unaufrichtigen Mitleids-Beteuerungen. Wenn Kirche vom kleinsten
Mitglied bis zum Papst sich nicht wirklich zu den Opfern "bekehrt",
werden wir noch viele Jahrzehnte mit folgenlosen und
unglaubwürdigen Worthülsen der Entschuldigung zubringen, die
niemandem helfen - den Opfern nicht und nicht mal dem Papst. Dem
Evangelium schon gar nicht.
Erika Kerstner,
die der irischen Opferorganisation aufgrund eigener Erfahrungen nur
zustimmen kann: "Bestenfalls unaufrichtig" ist das päpstliche
Bedauern. Sollte sich an meiner Einschätzung etwas gravierend
ändern, wäre ich die Letzte, die das nicht hier und nicht
öffentlich sagen würde. 11.12.2009
Der
Papst
zeigte
sich
im
eineinhalbstündigen
Gespräch
mit
irischen
Bischöfen
bestürzt
über die
im Murphy-Bericht benannten Missbrauchsfälle in der kath. Kirche
Irlands. Er werde die Aufklärung persönlich verfolgen. Der
Bericht befasst sich mit Vorwürfen aus den Jahren 1975 bis 2004,
die von 320 Personen erhoben wurden. Seit Mai 2004 kamen 130 weitere
Vorwürfe hinzu. Wie
die
Absichtserklärung
des
Papstes,
er
werde
die
Aufklärung
persönlich
verfolgen,
mit
seiner im Brief zum
Priesterjahr geäußerten Empfehlung an die Christen, die
"Schwächen der Priester" nicht "eigensinnig aufzudecken", in
Einklang zu bringen ist, weiß ich nicht. (E.K.) Quelle: ORF 10.12.2009
Die
irischen
Bischöfe
haben
-
wieder
einmal
-
um
Vergebung
für
den Missbrauch von Kindern durch Priester und die
Vertuschung durch die Kirche gebeten. Sie erklärten, der
Murphy-Bericht habe Schreckliches in schockierendem Ausmaß zutage
gefördert und sprechen davon, dass eine Vertuschungskultur bei
"Missständen" innerhalb der Kirche offenbar weit verbreitet
gewesen sei.
Quelle: Radio
Vatikan Die Bischöfe
scheinen also wieder einmal über sich und über diejenigen,
die in den eigenen Reihen Verbrecher schützten, entsetzt zu sein.
Es bleibt zu hoffen, dass das Entsetzen als Solidarität bei den
Opfern auch ankommt. Dass Täter in der irischen Kirche
geschützt werden, war spätestens 2003 bereits abzusehen.
Schon damals waren allein in der Erzdiözese Dublin 400
Missbrauchsfälle bekannt. 2004 sprach der Erzbischof Martin von
11.000 mutmaßlichen Opfern. 2005 klagten 15000 mutmaßliche
Opfer gegen die Kirche. Seither vergeht kein Jahr ohne Nachrichten.
Bereits Mitte der 80er Jahre ließ der damalige Erzbischof der
Diözese Dublin seine Diözese gegen mögliche
Missbrauchs-Prozesse versichern. Das tut nur jemand, der den Umfang
eines Problems ahnt - oder davon weiß. 9.12.2009
Der
päpstliche
Nuntius
in
Irland
äußerte
Verständnis
für
die
Wut
der
Menschen
und das Leid der Missbrauchsopfer. Er äußerte
Beschämung. Opferorganisationen hingegen sagen, die
Äußerung von Bedauern sei unglaubwürdig, solange
Kirchenverantwortliche, die durch Wegsehen weiteren Missbrauch von
Kindern ermöglicht hätten, im Amt verblieben.
Quelle: Domradio Kommentar: Es
gehört seit 2002 zum Ritual der Kirche, Verständnis,
Entschuldigungen, Beschämung.... über den sexuellen
Missbrauch von Kindern durch Kleriker und Kirchenmitarbeiter zu
artikulieren. Die Bitten um Vergebung scheinen jedoch nicht bei den
Opfern anzukommen. Nach 7 Jahren, in denen dieses Ritual praktiziert
wird, sollte doch langsam das Nachdenken darüber einsetzen, warum
die Vergebungsbitten bei den Betroffenen nicht ankommen. Dann wäre
es höchste Zeit, bei ihnen nach den Gründen zu fragen.
Und es müsste in Rom überlegt werden, den Papstbrief zum
Priesterjahr zu ändern: Anstelle der bisherigen Aufforderung zum
Vertuschen von Verbrechen müsste die Aufforderung stehen, sie
aufzudecken. Und es müsste eine Zusage der Kirche geben, bei den
Verbrechensopfern nachzufragen, was an Solidarität der Kirche sie
benötigen. 8.12.2009
Ein Hamburger evangelischer Pastor steht unter dem Verdacht,
kinderpornografische Bilder zu besitzen. Gegen ihn wird auch wegen
Kindesmissbrauch ermittelt. Er wurde suspendiert.
7.12.2009
Der
Papst
hat
für
den
kommenden
Freitag
den
Bischofskonferenzvorsitzenden
von
Irland
und den Erzbischof von Dublin,
Diarmuid Martin, nach Rom eingeladen. Er möchte sich über die
schmerzliche Situation der Kirche in Irland informieren.
Die Presse berichtet auch, dass der Bischof von Limerick, Donal Murray,
dem Papst seinen Rücktritt angeboten habe. Murray war von 1982 bis
1996 Weihbischof in Dublin. Ihm wurde im Murphy-Bericht vorgeworgfen
"unentschuldbar" in einem bekannten Missbrauchsfall reagiert zu haben.
Quelle: ORF 6.12.2009
In Irland steigt der Zorn über die dortigen Bischöfe, soweit
sie sich weigern, Verantwortung für den Schutz zu übernehmen,
den sie kirchlichen Missbrauchstätern gewährten. Auch die
Fragen an den Vorgesetzten der Bischöfe, an den Papst, werden
lauter.
Quelle: südkurier 4.12.2009
Der
irische
Orden
"Sisters
of
Mercy"
will
eine
Entschädigung
von
knapp
128 Millionen Euro wegen des jahrelangen seelischen,
körperlichen und sexuellen Kindesmissbrauchs in Schulen und
Waisenhäusern zahlen.
Quelle: ORF 4.12.2009
14.768
Iren
und
Irinnen haben
nach einem Aufruf der irischen Regierung eine Entschädigung
für Misshandlungen und Missbrauch beantragt, die sie in
kirchlichen Kinderheimen, Waisenheimen, Internaten und
Kinderspitälern erlitten haben. Die Entschädigungssumme
könne bei über 1 000 000 000 Euro liegen, teilte der
Entschädigungsausschuss für Heimbewohner (RIRB) mit. Die
Kirche muss maximal 128 Millionen Euro zahlen, den Rest übernimmt
der Staat.
Quelle: 20min.ch 30.11.2009
Bereits Mitte der achtziger
Jahre ließ der damalige Erzbischof der Diözese Dublin seine
Diözese gegen mögliche Missbrauchs-Prozesse versichern. Die
Kirchenleitung war sich also im Klaren, dass die bekannten Anklagen von
Missbrauch durch katholische Priester Straftaten waren.
Quelle: Maerkische
Allgemeine 28.11.2009
Radio Vatikan interviewte
Diarmuid Martin, der seit 2004 Erzbischof von Dublin ist, zum
Murphybericht. Martin sagte: „Ich
denke
an
den
Schrecken,
den
sie
[die
Opfer]
durchgemacht
haben.
Besonders
denke
ich an eine ganz bestimmte Gruppe, nämlich an diejenigen,
die bis
jetzt noch nicht fähig sind, ihre Geschichte selbst zu
erzählen. In
ihnen werden furchtbare Gefühle und Erinnerungen beim Lesen dieses
Berichtes wach, Gefühle, mit denen sie noch nicht zu Recht kommen.
Ich
habe in den letzten Jahren viele, viele Opfer getroffen und konnte
sehen, wie ihr Leben oder Teile ihres Lebens zerstört sind. Sie
mussten
mit dem furchtbaren Leid jahrelang leben. Es ist natürlich besser,
wenn
sie für sich selbst sprechen, aber ich kann mir auch vorstellen,
dass
für einige die Tatsache, dass jetzt die Wahrheit ans Licht kommt,
sehr
wichtig ist.“...„Es ist sehr traurig, dass einerseits die Eltern und
die Opfer, die
an die Öffentlichkeit gegangen sind, keinen Zweifel daran hatten,
wie
schwerwiegend dies alles war; die Leiter unserer Kirche scheinen nicht
die gleiche Wahrnehmung gehabt zu haben, wie desaströs das alles
für
Kinder war. Das ist ein Kapitel in der Geschichte der Erzdiözese
Dublin, das sehr traurig ist. Es wird bleiben. Wir können das
nicht
verleugnen. Es hat keinen Sinn zu sagen, mit dem Bericht sei alles
vorbei, jetzt sei wieder alles normal. Die Kirche muss sich ändern
und
ich glaube, es wird auch gut für uns sein, dass wir uns diesem
Kapitel
unserer Geschichte ganz gestellt haben.“
Quelle: Radio
Vatican
Dass Martin mit Opfern gesprochen hat, ist im Interview zu erkennen.
Üblicherweise ermessen Kirchenleute lediglich den Schaden, der der
Kirche durch die Missbrauchsfälle angetan wurde. Der Schaden, den
die Opfer nahmen, bleibt in der Regel unerwähnt. Und von der
Solidarität der Sonntagsreden mit Opfern weiß wochentags
kaum noch jemand. 26.11.2009
Den irischen Bischöfen Mc Quaid, Ryan, McNamara und Conell war der
Ruf
der katholischen Kirche wichtiger als das Schicksal der Opfer. Sie
hielten Dokumente zurück, die Priester belasteten. Die
Untersuchungskommission forschte in zuvor geheimen Unterlagen der
Kirche über den Umgang mit Missbrauchsfällen in der
Erzdiözese Dublin
1975 bis 2004. Untersucht wurden die Fälle von 46 (von 150
beschuldigten) Priestern, die mindestens 320 Kinder missbraucht
hätten.
Die Kommission zweifelt nicht daran, dass die 46 Priester deutlich mehr
als 320 Kinder missbrauchten. Kindesmissbrauch sei im untersuchten
Zeitraum weit verbreitet gewesen. 1995 nach 7 Amtsjahren habe der
Erzbischof Conell der Polizei Zugang zu seinen Unterlagen in 17
Fällen
gewährt. Die Kommission wies die Aussage der Bischöfe
zurück, dass sie
vom Umfang des Missbrauchs nichts gewusst hätte. Zu den 60 000 untersuchten
Dokumenten gehörten mehr als 5 500, die im privaten Tresor des
Erzbischofs Connell lagerten. Quelle: baz
online
25.11.2009 Haben die Opfer eine Chance?
Unter dem Titel "Das Kreuz und
die Kirchen" geht Gotthard Fuchs in CiG
der Frage nach, welche Bedeutung das Kreuz für die Christen - und
die Welt - hat.
25.11.2009 Das
katholische Bistum Fairbanks, Alaska, wird an fast 300 Opfer sexuellen
Missbrauchs 10 Millionen Dollar zahlen. Auf diesen Betrag einigten sich
Kirche und Opfer.
Quelle:
http://tagesschau.sf.tv/content/view/full/2493690
24.11.2009
Der
Generalobere
der
"Legionäre
Christi"
hat
sich
bei
den
Opfern
von
sexuellen Übergriffen des Ordensgründers
Marcial Maciel Degollade (gest. 2008) entschuldigt.
Quelle:
kipa.apic
24.11.2009 Der
Vorsitzende
der Australischen Bischofskonferenz hat sich bei den ehemaligen
Heimkindern in Australien entschuldigt. Es geht dabei um die Kinder,
die in der Zeit der Kolonialherrschaft aus ihren Familien genommen
wurden und in Waisenhäusern aufwuchsen. Dort wurden sie oft auch
mit Gewalt und sexuellem Missbrauch "umerzogen". Die kath. Kirche setze
sich für die Begleitung ehemaliger Heimkinder ein und fördere
den Dialog mit allen, die durch einen Heimaufenthalt geschädigt
wurden, berichtet die Presse.
Quelle:
glaube-aktuell
17.11.2009
Gewaltherrschaft
in
deutschen
Kinderheimen
-
Triggergefahr
Quelle:
FR
3.11.2009
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof
Zollitsch, bedauert das Unrecht sehr, das ehemaligen Heimkindern in
katholischen Heimen zugefügt wurde. Er hat sich mit drei
ehemaligen Heimkindern getroffen und mit ihnen gesprochen.
Quelle:
Erzbistum
Freiburg
31.10.2009
In
Freiburg
will
ein
wegen
Körperverletzung
und
Betrug
verurteilter
katholischer
Priester
verhindern, dass das Buch seines
Opfers erscheint.
Quelle:
Badische
Zeitung
30.10.2009
Bedrückende
Zeugnisse
davon,
was
der
Mensch
dem
Menschen
antun
kann
-
Heimkinder
in
Hessen
-
FR
11.10.2009
Ortstermin
in
einem
Dorf
des
Schweigens.
Zwischen
1987
und
2003
soll
ein Kirchenorganist ein ursprünglich sechs Jahre altes
Mädchen immer wieder missbraucht haben. Er soll sich auch mit
glühenden Eisen und Holzstöcken misshandelt haben. Der
mutmaßliche Täter ist im 200-Seelen-Dorf ein angesehener
Mann. Der Pfarrer des Dorfes erfuhr 2001 von dem Vorwurf. Er stellte
den Täter nicht zur Rede, er informierte auch nicht das
zuständige Bistum Fulda, er tat gar nichts. Die heute
29-jährige Frau erstattete 2006 Anzeige. Laut FR ist das
mutmaßliche Opfer multipel. Der Staatsanwalt wundert sich, das in
einer so kleinen Ortschaft eigentlich irgendjemand irgendwann etwas
hätte bemerken müssen. (Der Staatsanwalt sollte wissen, dass
Täter ihre gesamte Umwelt manipulieren und dass sie nur eines
brauchen, um weitermachen zu können: Das Schweigen der Zuschauer.)
Quelle:
FR
31.10.2009
In
dem
Artikel
in
der
Welt
werden
die
US-amerikanischen
Diözesen
aufgelistet,
die bereits Insolvenz beantragt haben, weil
sie die Entschädigungszahlen für Missbrauchsopfern von kath.
Priestern und Kirchenmitarbeitern nicht mehr zahlen können.
Zitiert wird der Opferanwalt Robert Jacobs: "Die Arroganz der Diözese bei den
Verhandlungen habe ich in keiner
anderen Art von Verhandlung erlebt, die ich je hatte." Ebenfalls wird
eine Äußerung von Bartholomew
J.
Dalton,
der
einer
Anwaltskanzlei
angehört,
die
mehr
als
50
Missbrauchsopfer
repräsentiert, wiedergegeben: "Die
Diözese von Wilmington hat ihren
Bankrott nur aus einem einzigen Grund erklärt: Um Hunderte von
Verhandlungen wegen Kindesmissbrauchs im gesamten Bundesstaat zum
Stillstand zu bringen. Es handelt sich um einen kalkulierten und
verwerflichen legalen Trick, der Opfer von sexuellem Missbrauch um die
Chance bringt, vor Gericht auszusagen. ... Einfach ausgedrückt,
hat
dieser Antrag nichts mit Geld zu tun, aber alles mit
Geheimniskrämerei." Anders sieht es für den Erzbischof von
Balitmore aus: Er sei "aufgewühlt und betrübt", erklärte
er im Internet und betonte, dass seine "Solidarität und
Unterstützung den katholischen Brüdern und Schwestern in
WWilmington gelte und allen, die von der schmerzlichen und
unglückseligen Entscheidung der Diözese Wilmington betroffen
seien. Im Übrigen weist er auf seine "lang anhaltenden und
weitergehenden Bemühungen" hin, den Opfern sexuellen Missbrauchs
durch Priester und andere Kirchenrepräsentanten, Heilung zu
bringen.
Quelle:
welt.de 24.10.2009
Die
Diözese
Belleville,
Illinois,
beendete
einen
sehrsjährigen
Rechtsstreit
mit
der
Zahlung
von 1,2 Millionen
Dollar(800.000 Eure) an einen ehemaligen Ministranten, der
mutmaßlich (?) vom Gemeindepfarrer missbraucht wurde. Der
Priester stand im vergangenen Jahr in einem ähnlichen Fall bereits
vor Gericht. Die Diözese hat Rechtsmittel gegen das URteil
eingelegt.
Quelle:
Wiener
Zeitung 19.10.2009
Der
Bischof
der
Diözese
Wilmington,
Francis
Malooly,
erklärte
in
Annapolis,
dass
das Bistum Konkurs angemeldet habe.
Dies geschehe, um bei begrenzten Mitteln alle Opfer sexuellen
Missbrauchs durch Priester gerecht zu behandeln. Die Entscheidung hat
zur Folge, dass der für den 19.10.2009 angesetzte erste von acht
Prozessen verschoben wird. Der Anwalt der Kläger, Thomas
Neuberger, warf dem Bistum vor, sich um seine Verantwortung zu
drücken und die Wahrheit vor der Öffentlichkeit zu verbergen.
Er befürchte, dass kranke und ältere Kläger, die z.T.
bereits im Alter von 8 Jahren von Priestern missbraucht wurden, keine
Gerechtigkeit erfahren würden.
Quelle: baz 7.10.2009
Die
FR
berichtet,
dass
der
kanadische
Bischof
Raymond
Lahey
bereits
in
den 80er Jahren von einem Jugendlichen belastet wurde. Der
Jugendliche habe 1985 im GEspräch mit einem GEistlichen angegeben,
er habe in der Wohnung des damaligen Pfarrers Lahey Pornografie
gesehen. Auch der Amtsvorgänger im Bischofsamt sei informiert
worden. Ob die Vorgesetzten etwas - und wenn ja was - unternommen
haben, wird nicht berichtet.
Quelle: FR vom 7.10.2009 S. 8 3.10.2008
Der
kanadische
Bischof
Raymond
Lahey
hat
sich
gestellt.
Er
zahlte
6000
Euro Kaution und darf weder Parks besuchen noch das
Internet nutzen. Er wird verdächtigt, kinderpornografisches
Material zu besitzen. (Da mir in einem Park noch nie Kinderpornografie
begegnete und anderen Menschen vielleicht auch nicht, darf spekuliert
werden.) Der Papst hat den Rücktritt des Bischofs von Anitgonish
angenommen.
Zur Erinnerung: Kinderpornografie heißt im Klartext, dass Kinder
misshandelt, sexuell missbraucht, gefoltert wurden und ihre Folter
aufgezeichnet wurde. Und der Bischof sich die gefolterten Kinder mit
Vergnügen angeschaut hat.
Quelle: rp-online
Erst am 7.8.2009 hatte der Bischof ca 12,9 Mio Franken (8,3 Mio Euro)
wegen sexuellen Missbrauchs durch einen Priester der Diözese
Antigonish, Provinz Neuschottland, an die mehr als 10 Opfer und ihre
Familien gezahlt. Damals sprach er von einem "verwerflichen Handeln"
des Priesters. Und er sprach davon, dass Geld keine vollständige
Entschädigung bringen könne, die kirche sich jedoch
"mitfühlend zeigen" wolle. (Kommentar: Sich mitfühlend zeigen
garantiert noch nicht, dass jemand auch mitfühlend ist.)
Quelle: nzz 1.10.2009
Erzbischof Silvano Tomasi fordert laut Radio Vatikan, beim
Kindesmissbrauch nicht nur auf die katholische Kirche zu schauen,
sondern auch auf die Skandale in anderen Kirchen und
Religionsgemeinschaften. Er verwies augf die protestantischen Kirchen
in den USA und die dortigen jüdischen Gemeinschaften.
Wörtlich sagte er: „So wie die
Kirche vor ihrer Tür gekehrt hat, sollten das jetzt auch mal
andere
Institutionen und Autoritäten tun, und zwar mit der gleichen
Offenheit
den Medien gegenüber!“
Quelle: Radio
Vatikan
Der
Erzbischof wies weiter darauf hin, dass die ihm vorliegenden Studien
zeigten, dass 1,5
bis 5 Prozent der Geistlichkeit in den letzten 50 Jahren in
Kindsmissbrauchsfälle verwickelt gewesen sei. Nach anderen Quellen
machte er Homosexuelle in 90% der "Fälle" für
Kindesmissbrauch verantwortlich.
Kommentar:
Woher dieses Wissen über Homosexuelle als Täter stammt, ist
mir unbekannt. Seriösen Studien konnte ich dies bislang nicht
entnehmen. Allerdings gibt es seriöse Studien, die im
Untersuchungszeitraum (1950 - 2002) von 4% aller US-amerikanischen
Priester ausgehen, die Kinder und Jugendliche missbrauchten. (United States Conference of Catholic Bishops,
The Nature and Scope of Sexual Abuse of
Minors by Catholic Priests and Deacons in the United States 1950-2002).
Für Deutschland hochgerechnet wäre - bei gleichem Anteil an
Tätern an der Gesamtzahl der Welt- und Ordenspriester (15 222) -
von ca 608 priesterlichen Missbrauchstätern auszugehen. Ob die
Verbrechen dieser vermuteten statistischen Täter, die nicht selten
mehr als ein Opfer haben, tatsächlich für die Opfer
erträglicher sind, wenn die katholische Kirche sie mit
Missbrauchstaten anderer Konfessionen und Religionen "abgleicht",
bezweifle ich. 22.9.2009
Im
Prozess
gegen
einen
ehemaligen
Organisten
der
katholischen
Kirche
in
Eiterfeld/Rhön
kam zutage, dass der Vater und das
mutmaßliche
Opfer im Sommer 2001 den Gemeindepfarrer über den Missbrauch in
der
Sakristei informiert hatten. Damit erklärten Vater und Tochter,
warum
die Tochter den Dienst als Küsterin niederlegte. Der Pfarrer
sprach
nicht mit dem beschuldigten Organisten. Er entband ihn auch nicht von
seinem Ehrenamt. Erst 2006, als das mutmaßliche Opfer Anzeige
erstattete, wurde der Organist von seinem Amt suspendiert. Am
27.9.2002 hat die Bischofskonferenz Leitlinien
zum Umgang mit Missbrauch beschlossen. Spätestens dann hätte
der
Pfarrer wissen müssen, an wen er sich wenden kann und muss.
Quelle:
Fuldaer
Zeitung 16.9.2009
Eine
Polizistin fasst die Aussage eines Organisten aus dem Raum Fulda
zusammen, der des Missbrauchs angeklagt ist: „Er sagte, das
Mädchen habe
freiwillig und gern mitgemacht und er wolle nichts mehr sagen, um das
Mädchen nicht zu belasten.“ 1987 bis 2003 wurde die heute
29-Jährige von ihrem Onkel, einem im Dorf sehr angesehenen
Mann, missbraucht. Der Missbrauch begann, als sie 7 Jahre alt war.
Mehrere Menschen - incl. des Pfarrers - haben vom Missbrauch gewusst.
Niemand hat den Onkel zur Rechenschaft gezogen.
Quelle: Fuldaer
Zeitung 14.9.2009 In Verona, Italien, klagen 67
ehemalige Schüler einer
katholischen Taubstummen-Schule 24 katholische Kleriker und
Kirchenmitarbeiter an, sie missbraucht zu haben. Unter den
Beschuldigten ist auch der Bischof Carraro sein, der inzw. gestorben
ist. Dier Diözese von Verona setzte eine Untersuchungskommission
ein, die Carraros Unschuld feststellte. Der Nachweis der Unschuld des
Bischofs wurde durch Befragung des Personals der Taubstummen-Schule
geliefert. Eine Befragung der mutmaßlichen Opfer fand nicht
statt. Der eingeleitete Seligsprechungsprozess für Bischof Carraro
wird fortgeführt. Die Diözese Verona spricht von
Ausnahmefällen und davon, dass alle Schuldigen suspendiert seien.
Den anklagenden ehemaligen Schülern warf die Schule vor,
unschuldige Geistliche bewusst denunziert zu haben.
Eine offizielle Statistik gibt es nicht. AP hat auf der Basis von
Medienberichten, Angaben vonopfergruppen und Betroffenen-Blogs eine
Liste von mindestens 73 Missbrauchsfällen mit rund 235 Opfern
aufgestellt.
Quelle: Basler
Zeitung 12.9.2009 Im Bistum Paderborn wurde ein
ehemaliger katholischer
Geistlicher, Dr.F.E., 72, wegen sexuellen Missbrauchs zu zwei Jahren
Haft auf Bewährung verurteilt. Das Urteil ging von 30
Missbrauchsfällen aus, die 13-15-jährige Jungen betraf. Der
Verurteilte war als Missionar in Nicaragua und hatte einen
libanesischen Jungen adoptiert. Er berichtete, mit 27 habe er gemerkt,
dass er homosexuell sei. (Auch hier wird wieder einmal
Homosexualität mit Pädophilie verwechselt.) Das Erzbistum
Paderborn ließ über seinen Sprecher Ä. Engel mitteilen,
dass dem Bistum dieser Vorfall nicht bekannt gewesen sei. Seit 2001
habe es keinen Kontakt mehr zu dem Priester gegeben, 2002 sei er
suspendiert worden, 2008 trat er aus der Kirche aus.
Quelle: Der
Westen und "Bild" 5.9.2009 Ein Brief von P.
Sylvester Heeremann LC, dem
Verantwortlichen des Ordens für Mitteleuropa, an die Legionäre
Christi 3.9.2009
Der Vatikan prüft, ob die Nachricht stimmt, dass der Gründer
der Gemeinschaft „Legionäre Christi“, Pater
Marcial Maciel Degollado, nicht nur eine Tochter, sondern weltweit
mindestens fünf weitere Kinder habe. Der Rechtsvertreter der
mutmaßlichen Kinder ist Jose
Bonilla. Maciel Degollado wurde seit den 90er
Jahren des 20. Jhs. von Seminaristen sexueller Missbrauch vorgeworfen.
Ein Verfahren gab es nicht. Er erhielt von der Kirche lediglich die
Auflage, ein zurückgezogenes Leben zu führen. Eine zur Zeit
laufende Visitation will dem Vorwurf der Kinderzeugung durch Maciel
Degollado nachgehen. Der Vorwurf sexuellen Missbrauchs von Kindern und
Jugendlichen war für den Vatikan kein Grund zur
Überprüfung. Quelle:
Radio
Vatikan Ein
Kommentar
von
Christian
Modehn
-
12.6.2009
(nicht
mehr
online) Modehn berichtet, dass die "Legionäre
Christi" die Befreiungstheologie bekämpfen. Sie vertreten eine
»teologia de la prosperidad«, eine Theologie des
Wohlstands, die den
Reichen erklärt, ihr üppiges Leben sei gottgewollt. Zweiter
Kommentar
von
Christian
Modehn
-
24.8.2009
(nicht
mehr
online)
Modehn spricht davon, dass im Orden der Legionäre Christi immer
wieder Missbrauchsfälle bekannt wurden und es vermutlich ein
pädophiles Netzwerk gab. Dass der Ordensgründer mindestens
seit den 60er Jahren ungehindert Kinder, Jugendliche und junge
Erwachsene missbrauchen konnte, spricht dafür, dass er
Helfershelfer hatte und dass viele weggeschaut haben.
Noch der heutige Papst - als er noch Kardinal war - teilte dem
Missbrauchsopfer José Barba mit: „Da kann
ich nichts machen, der Orden gibt dem Johannes Paul II. Papst viel
Geld“.
Die
Legionäre Christi unterstützen das Internetportal ZENIT. Im
Impressum heißt es dort: "Die
Organisation
„Kirche
in
Not“,
die
Italienische
Bischofskonferenz
und
die
Kongregation
der
Legionäre Christi setzten großes
Vertrauen in
das Projekt und ermöglichten mittels großzügiger
Spenden die Gründung
der Nachrichtenagentur ZENIT und ihr anfängliches Wachstum.") s.
auch: http://religionsphilosophischer-salon.corbida.de/keys/legionare-christi
26.8.2009
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 31-jährigen Vikar aus dem Erzbistum
Paderborn. Er soll in mehr als 100
Fällen Kinderpornografie besessen und verbreitet haben. Er soll
weitgehend geständig sein. Vom Dienst wurde er suspendiert. Quelle: Spiegel 9.8.2009
CiG Nr. 32, 61.Jg. vom 9.8.09, S. 358, berichtet, dass der Vatikan den
Franziskaner Tomislav Vlasic vom Priesteramt suspendierte. Vlasic muss
den Orden verlassen, weil er sich weigerte, der Glaubenskongregation zu
gehorchen, weil er Irrlehren verbreitet habe, spirituelle und
finanzielle Manipulationen und schließlich schwere sexuelle
Verfehlungen begangen habe. Er war im Wallfahrtsort Medjugorje tätig. 8.8.2009 Die WZ
berichtet, dass das kanadische Bistum Antigonish wegen sexuellen
Missbrauchs von Kindern durch einen Priester, der kurz nach
Bekanntwerden der Verbrechen starb, an die Opfer, mehr als zehn
Minderjährige, umgerechnet 8,4 Millionen Euro Schadenersatz zahlt.
Das Geld soll von den Mitgliedern der Gemeinde erbracht werden.
Quelle: Wiener
Zeitung 1.8.2009 Offener Brief an den
Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz zum Brief des Papstes
anlässlich des Priesterjahres. Bislang gibt es keine Antwort.
3.9.2009
30.7.2009 Das Bistum
Regensburg weist einen Bericht von in der MZ scharf zurück. "Darum weisen wir den Pauschalvorwurf von
Strafvereitelung, Vertuschung
oder einer laxen Umgangsweise mit solchen Fällen für das
Bistum
Regensburg zum wiederholten Male scharf zurück. Ebenso entschieden
kritisieren wir die schändliche Art und Weise, Priester und
kirchliche
Mitarbeiter als potentielle Sexualstraftäter zu diffamieren. Sie
leisten Tag für Tag treu ihren Dienst, der von den Menschen
anerkannt
und dankbar angenommen wird."
Die MZ
hatte am 29.7.2009 einen Artikel gebracht, in dem B.R., ein Opfer des
heute 71-jährigen Ordensmannes vermutet, dass die Opferzahl des
71-jährigen Ordensmannes größer sei als bekannt. Nur 12
der Opfer hatten sich nach der ersten Aufdeckung beim Orden der
Missionare von der Heiligen Familie gemeldet. Der Geistliche selbst
hatte 16 Opfer benannt. (Das dürfte ein Hinweis darauf sein, dass
längst nicht alle Opfer sich gemeldet haben.) B.R. sagte, alleine
in seiner Klasse seien 6 Schüler betroffen gewesen. Bei 90
Schülern pro Jahrgang kann man vorsichtige Rückschlüsse
auf die Opferzahl ziehen. B.R. stellte außerdem fest, dass den
Opfern von der Kirche nicht geholfen werde. Vielmehr setze man darauf,
dass diese sich nicht wehren. (Das wird durch einen Absatz des Papstbriefes
zum
Priesterjahr bestätigt.)
Dr. B.
Ottermann, Ärztlicher Direktor des Kriminal-Forensischen Instituts
am Bezirkskrankenhaus Straubing und zweimaliger Gutachter im Fall Peter
Kramer, sagte auf einer Tagung
des
Priesterrates
im Oktober 2008: „Entgegen dem Eindruck , der in der
Öffentlichkeit leichtfertig erweckt
wird, sind pädophile Straftaten in der Berufsgruppe der Priester
unterproportional vertreten“. Wie er zu dieser Feststellung gelangt,
ist nicht gesagt. Ottermann unterscheidet auch nicht zwischen
Pädophilie und sexuellem Missbrauch von Kindern. Bekannt ist, dass
der Anteil
pädophiler Täter am sexuellen Missbrauch von Kindern auf
2-10% geschätzt wird (Kinsey-Report: Lautmann, Brongersma,
Groth). Sexueller Missbrauch ist überwiegend ein Phänomen
hetero- und homosexueller Orientierung. Eine Untersuchung der
Katholischen Kirche zeigte, dass 80% der auffällig gewordenen
Priester NICHT pädophil orientiert sind.
Kommentar: Eine differenziertere Diskussion, die zw.
Pädophilie und sexuellem Missbrauch unterscheidet, wäre
wünschenswert. Dass Opfer wie B.R. der Kirche Mithilfe bei der
Strafvereitelung, Vertuschung und Beschämung der Opfer vorwerfen,
dürfte ganz einfach ihren realen Erfahrungen entsprechen. Kirche
kann sich nur durch Transparenz und Solidarität mit den Opfern von
diesem Vorwurf befreien. Dass Opfer kirchlicher (und nicht-kirchlicher)
Täter bislang nur ausnahmsweise eine "solidarische Kirche"
erleben, muss ich nach 9 Jahren Gewaltarbeit bestätigen.
29.7.2009 In
der SZ
berichtet Matthias Drobinski, dass auch ein Jahr nach dem Bekanntwerden
der Missbrauchsvorwürfe gegen einen Bamberger Domkapitular die
Opfer weiter leiden. Einer von ihnen wirft der Kirche vor, dass es nach
außen schöne Worte gäbe, aber tatsächlich passiere
nichts. Den Missbrauchsbeauftragten des Bistums Bamberg nimmt er
ausdrücklich aus von diesem Vorwurf. "Wagner" (Name
geändert), eines der Opfer, konnte vom Missbrauchsbeauftragten
keine Finanzierungszusage für eine Therapie erhalten und wandte
sich an den Generalvikar. Der habe ihn angeschnauzt: Wieso er erst
jetzt damit komme, ob ihm bewusst sei, was er da angerichtet habe, ob
er eine Existenz vernichten wolle.... Später entschuldigte sich
der Generalvikar.
Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind abgeschlossen, die Taten
verjährt; Anhaltspunkte, dass die Opfer unglaubwürdig seien,
gibt es nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht; der Domkapitular
wohnt inzw. wieder in seiner Dienstwohnung. Sein Stellvertreter in der
Personalabteilung war auch im Ottanianum, dem Tatort, sein
Stellvertreter. Er habe nichts mitbekommen. Insider berichten nach
SZ-Angaben, dass man den Fall zunehmend in mildem Licht sehe. Kommentar: Erst wenn es
keine Nachrichten mehr geben wird, die die Opfer zu den wahren
Schuldigen machen wollen, können Missbrauchsopfer von kath.
Priestern anfangen, in kirchlichen Behörden auf Unterstützung
und Gerechtigkeit zu hoffen. 29.7.2009 Am
Freitag,
31.7.2009, wird in Bonndorf/Schwarzwald um 19 Uhr eine "Messfeier im Gedenken an die Opfer
sexualisierter Gewalt" sein. Wir danken dem Pfarrer und der
Gemeinde für die offenen Ohren! Erika Kerstner 23.7.2009 In
der Kirche in
Irland geht die Nationalpolizei derzeit knapp 100 neuen Vorwürfen
gegen katholische Geistliche nach. Die Betroffenen meldeten sich bei
einer Hotline, die nach dem Ryan-Report eingerichtet wurde. Mehr als
die Hälfte der Vorwürfe beziehen sich auf sexuellen
Missbrauch, die übrigen sprechen von körperlicher
Züchtigung.
Quelle: kath.web 22.7.2009 Der
71jährige
katholische Ordenspriester, der mindestens 16 Internats-Schüler in
Lebenhan/Bayern missbraucht hat, wurde durch den Papst vom Priesteramt
entbunden. Angehöriger des Ordens der Missionare von der Heiligen
Familie bleibt er weiterhin. Er darf nur keinen Kontakt mehr zu Kindern
und Jugendlichen haben und das Kloster nur nach Rücksprache
verlassen. Juristisch waren die Straftaten verjährt. Es wurde
keine Anklage erhoben.
Quelle: FR 21.7.2009 Im Papstschreiben
zum
Priesterjahr steht u.a. folgender Text: "Leider gibt es auch
Situationen, die nie genug beklagt werden können, in denen es die
Kirche selber ist, die leidet, und zwar wegen der Untreue einiger ihrer
Diener. Die Welt findet dann darin Grund zu Anstoß und Ablehnung.
Was in solchen Fällen der Kirche am hilfreichsten sein kann, ist
weniger die EIGENSINNIGE AUFDECKUNG (Großschrift E.K.) der
Schwächen ihrer Diener, als vielmehr das erneute und frohe
Bewußtsein der Größe des Geschenkes Gottes, das in
leuchtender Weise Gestalt angenommen hat in großherzigen Hirten,
in von brennender Liebe zu Gott und den Menschen erfüllten
Ordensleuten, in erleuchteten und geduldigen geistlichen Führern."
Kommentar: Unter der "Untreue" der Diener der Kirche ist vermutlich der
sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch katholische
Priester gemeint. Ich kann diesen Text nur als Aufforderung zur
Vertuschung von Verbrechen und als Diffamierung der Verbrechensopfer
lesen. Den Verbrechensopfern werden irgendwie eigensinnige - d.h. ja
wohl zwielichtige - Motive bei der Aufdeckung der Untreue von Priestern
unterstellt. Zur Klarheit: Wir sprechen hier von Verbrechen und
Menschenrechtsverletzungen! In der Optik des Papstes sind die
wahren Opfer also nicht missbrauchte Kinder und Jugendliche, vielmehr
ist es die Kirche. Damit wird die Realität umgedeutet und die
Opfer werden - wieder einmal - zum Verschwinden gebracht. (Ein
entsprechendes Schreiben an den Vorsitzenden der Deutschen
Bischofskonferenz, Herrn Erzbischof Dr. R. Zollitsch, ist in Arbeit.) 20.7.2009 Der ORF-Film "Mit
befleckter Soutane"
ist inzwischen online. 19.7.2009 Wie das
Erzbistum Freiburg sexuellem Missbrauch vorbeugen will. Der
Missbrauchsbeauftragte des Erzbistums Freiburg hat jährlich mit
8-10
Fällen von Grenzverletzungen unterschiedlicher Schwere zu tun. Quelle: SWR 18.7.2009 ORF
bringt am Sonntag, 19.7.2009 einen Beitrag über die Kirche in
Polen.
Titel: Mit befleckter Soutane. Bislang wurden Vorwürfe wegen
sexuellen
Missbrauchs, die Priester als Täter benannten, von der
katholischen
Kirche in Polen als Angriffe gegen Gott gedeutet. Inzwischen jedoch
regt sich auch in Polen Widerstand gegen die "Vertuschungspolitik". In
Lodz hat sich eine kleine Gruppe von sexuell missbrauchten
Ex-Ministranten zusammengetan. Ein Mann, der nach Kanada ausgewandert
ist, hat seine Leidesngenossen in Polen aufgerufen, ihr Schweigen zu
brechen. Die
kath.
Kirche
spricht
von
einer
Medienkampagne
und
von
den
berühmten
"Einzelfällen".
Joana Radzyner hat den Bericht
zusammengestellt.
Kommentar: Offensichtlich gehorchen die katholischen
Bischöfe mit ihrem Verhalten dem Schreiben
des
Papstes
zum
Priesterjahr
2009.
Dort heißt es u.a.: "Leider gibt es auch Situationen, die nie
genug beklagt werden
können, in denen es die Kirche selber ist, die leidet, und zwar
wegen
der Untreue einiger ihrer Diener. Die Welt findet dann darin Grund zu
Anstoß und Ablehnung. Was in
solchen
Fällen der Kirche am hilfreichsten
sein kann, ist weniger die
eigensinnige Aufdeckung der Schwächen ihrer
Diener, als vielmehr das erneute und frohe Bewußtsein der
Größe des
Geschenkes Gottes, das in leuchtender Weise Gestalt angenommen hat in
großherzigen Hirten, in von brennender
Liebe zu Gott und den Menschen
erfüllten Ordensleuten, in erleuchteten und geduldigen geistlichen
Führern."
Natürlich kann man so argumentieren und der Papst tut es ja auch.
Die
Glaubwürdigkeit der Kirche kann man damit jedoch nicht
zurückgewinnen. 19.7.2009 ORF
bringt am Sonntag, 19.7.2009 einen Beitrag über die Kirche in
Polen. Titel: Mit befleckter Soutane. Bislang wurden Vorwürfe
wegen sexuellen Missbrauchs, die Priester als Täter benannten, von
der katholischen Kirche in Polen als Angriffe gegen Gott gedeutet.
Inzwischen jedoch regt sich auch in Polen Widerstand gegen die
"Vertuschungspolitik". In Lodz hat sich eine kleine Gruppe von sexuell
missbrauchten Ex-Ministranten zusammengetan. Ein Mann, der nach Kanada
ausgewandert ist, hat seine Leidesngenossen in Polen aufgerufen, ihr
Schweigen zu brechen. Die
kath. Kirche spricht von einer Medienkampagne und von den
berühmten "Einzelfällen". Joana
Radzyner hat den Bericht
zusammengestellt.
Kommentar: Offensichtlich gehorchen die katholischen
Bischöfe mit ihrem Verhalten dem Schreiben
des
Papstes
zum
Priesterjahr
2009.
Dort heißt es u.a.: "Leider gibt es auch Situationen, die nie
genug beklagt werden
können, in denen es die Kirche selber ist, die leidet, und zwar
wegen
der Untreue einiger ihrer Diener. Die Welt findet dann darin Grund zu
Anstoß und Ablehnung. Was in solchen
Fällen der Kirche am hilfreichsten
sein kann, ist weniger die
eigensinnige Aufdeckung der Schwächen ihrer
Diener, als vielmehr das erneute und frohe Bewußtsein der
Größe des
Geschenkes Gottes, das in leuchtender Weise Gestalt angenommen hat in
großherzigen Hirten, in
von brennender Liebe zu Gott und den Menschen
erfüllten Ordensleuten, in erleuchteten und geduldigen geistlichen
Führern."
Natürlich kann man so argumentieren und der Papst tut es ja auch.
Die Glaubwürdigkeit der Kirche kann man damit jedoch nicht
zurückgewinnen. 8.7.2009 Michael
Jacksons Trauerfeier ist zu Ende. Vergessen sind die
Missbrauchsvorwürfe. Selbst der Osservatore Romano, die
Vatikan-Zeitung, kommentierte, dass keine "noch so schwere
Anschuldigung" den "Mythos Jackson" bei den Fans zerstören konnte.
6.7.2008 Am 15.
Juli beginnt die apostolische Visitation bei den Legionären
Christi. Dem inzwischen verstorbenen Gründer, Marcial Maciel
Degollado (1920-2008) wird vorgeworfen, dass er eine Beziehung zu einer
Frau hatte und Vater einer Tochter (manche sprechen von 2 Kindern) ist.
Ein weiterer Anlass für die Untersuchung ist der Vorwurf, dass
Maciel jahrelang junge Seminaristen missbraucht haben soll.
Quelle: katholisches.info
S. a. auch einen Beitrag von Christian Modehn in PF
Der Briefwechsel zwischen dem Orden und Rom kann hier
nachgelesen werden. Ihm ist nicht zu entnehmen, was der Anlass der
Visitation ist. Von "momentanen Herausforderungen" und von
"schwerwiegenden Tatsachen im Leben des Gründervaters" ist die
Rede. Im Übrigen wird der mütterliche Schutz Unserer lieben
Frau von Guadalupe erfleht. Wie - um Himmels willen - soll es bei einer
solch verschleiernden Sprache je ein zutreffendes Untersuchungsergebnis
geben! 27.6.2009
Kardinal Claudio Hummes, Präfekt der vatikanischen
Kleruskongregation, sagte, die Kirche könne die Augen nicht vor
den Pädophiliefällen kath. Priester verschließen. Sie
sei ein "entsetzliches Verbrechen". Hummes sagte, 4% der Priester seien
pädophil.
Quelle: Radio Vatikan
Zur Erinnerung: Am 19.4.2008 meldete die Presse,
dass
der
vatikanischen
Glaubenskongregation
seit
2001
rund
1.000
Anzeigen
aus
den
USA wegen pädophiler Verbrechen zugegangen
seien, die
in den vergangenen Jahrzehnten von katholischen Priestern begangen
worden waren. Nur in zehn Fällen sei es allerdings auch zu einem
Strafprozess gekommen. 24.6.2009 In
der heutigen Generalaudienz beklagt der Papst, dass viele Kinder in
Angst leben, allein gelassen werden, unter Hunger, Missbrauch und
Krankheit leiden oder in bewaffneten Konflikten Opfer würden. In
der gleichen Audienz erinnerte er an Jean Marie Vianney, dessen Wort
der Papst anlässlich des Priesterjahres in Erinnerung ruft: "Wenn
ihr den Priester seht, denkt an unseren Herrn Jesus Christus".
Kommentar: Es ist u.a. diese völlig unreflektierte Herstellung
dieses Zusammenhangs "Priester = Christus", die es von Priestern
missbrauchten Kindern oft unmöglich macht, einen Zugang zum
christlichen Glauben zu finden. Es ist bedrückend, dass niemand
den Papst darauf hingewiesen hat - und dies nur 14 Tage nach der
Veröffentlichung eines Berichtes, in dem von über 3000
Missbrauchsopfern irischer Kleriker die Rede war. E. Kerstner 16.6.2009 Ein
Priester aus Cork in Irland berichtet, dass es Missbrauch auch im
Priesterseminar gegeben hätte. Der Geistliche sprach von
'widerwärtigen, grausamen und repressiven Zuständen' dort. Er
berichtete auch von Selbstmorden im Seminar und dass niemand bereit
gewesen sei, gegen den Missbrauch einzuschreiten. Der Geistliche soll
einen Brief an den Vatikan gesandt haben. Bevor er das Priestersemanr
verließ, sei ihm befohlen worden, den Mund zu halten und das
Wissen mit ins Grab zu nehmen.
Quelle: ORF 13.6.2009
Kinderheime und sexueller Missbrauch. Ein Artikel von Stephan
U. Neumann in CiG
Da würde frau sich doch wünschen, dass den guten Worten auch
Taten folgen. 11.6.2009
Die irische evangelische Pfarrerin der deutschsprachigen Gemeinde in
Dublin, Corinna Diestelkamp, weist in einem Interview auf die Rolle der
Zuschauer und Zuschauerinnen hin, die Zeugen der Kindesmisshandlung des
Kindesmissbrauchs in irischen Heimen waren und nichts unternommen
haben. Sie sagt: „Je länger man sich damit befasst, umso mehr wird
deutlich, dass es natürlich Menschen gegeben hat, die nicht selbst
in
Missbrauch verwickelt waren, die aber nicht hingeschaut haben, nichts
unternommen haben und die nicht haben sehen wollen oder können,
dass
auch von der Kirche aus Unrecht passiert."
Quelle: Radio Vatikan 11.6.2009
Vor einigen Jahren wurden die Aussagen ehemaliger Heimkinder noch als
"bedauerliche Einzelfälle" abgewehrt. Inzwischen liegt eine
wissenschaftliche Untersuchung vor. Dort zeigt sich, dass
in deutschen Kinderheimen in den 50er- und 60er-Jahren systematisch
geprügelt wurde, Zwangsarbeit an der Tagesordnung war und sexuelle
Übergriffe nicht selten waren. Inzwischen berät ein runder
Tisch der
Regierung über eine Wiedergutmachung. Mehr steht im Welt-Artikel.
Dort sind
auch Leserbriefe eingestellt. Wer sie sich zumuten will, kann dort
"Volkes Stimme" nachlesen. Viele dieser Stimmen zeugen von
völliger
Unkenntnis darüber, was Gewalt in der Kindheit lebenslang
anrichtet.
Und sie zeugen vom Unwillen mancher Leute, anderen Menschen
zuzuhören
und so etwas wie Mit-Gefühl zu entwickeln.
(Vorsicht! Triggergefahr!) Quelle: Die
Welt 9.6.2009
Die
irischen Bischöfe haben am Freitag dem Papst persönlich
über die Kindesmisshandlungen und den Kindesmissbrauch in irischen
Heimen berichtet. Dort waren über 30 000 Kinder immer wieder
geschlagen und misshandelt worden. Gemeldet haben sich über 3000
Opfer, die in 216 Institutionen den Tätern ausgeliefert waren. Der
Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin berichtete, der Heilige Vater sei
"sehr bekümmert" gewesen. Eine offizielle Stellungnahme des
Vatikan gibt es nicht. Die Begründung: Der Kindesmissbrauch sei
eine "Angelegenheit der örtlichen Kirche".
Quelle: der standard.at 5.6.2009 Heute
beraten die Spitzen der irischen Bischofskonferenz mit Papst Benedikt
XVI. über die im Mai bekanntgewordenen
Fälle sexuellen Missbrauchs in der irischen Kirche. Mehr als 2000
Kinder wurden in katholischen Erziehungseinrichtungen misshandelt,
geschlagen und/oder sexuell missbraucht.
Quelle: Die
Presse 10.6.2009 Der der katholische Priester
Julio
César Grassi in der Provinz
Buenos Aires wurde wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu 15 Jahren
Gefängnis verurteilt. Der 52-jährige Grassi,
Gründer und
ehemaliger Leiter der Stiftung für Kinder "Felices Los
Niños" (Selig
sind die Kinder), wurde für schuldig befunden, in wenigstens zwei
Fällen einen minderjährigen Jungen sexuell missbraucht zu
haben. Die Tat sei umso schwerer, weil der Täter für die
Erzieher der Opfer verantwortlich gewesen sei, hieß es in der
Urteilsbegründung. Der Verurteilte ist der 4. Priester, der im
mehrheitlich katholischen Argentinien in den vergangenen sieben Jahres
wegen Kindesmissbrauch verurteilt wurde. Zwei Bischöfe mussten
bislang zurücktreten. Quellen: taz
2.1.2010 und dnews.
Link
zu
Felices
Los
Ninos 28.5.2009
Michael O'Brien, früherer Bürgermeister seiner Heimatstadt,
schockte
das Studiopublikum des irirschen Fernsehsenders RTE am Montagabend.
Während einer politischen Podiumsdiskussion saß er der
75-Jährige mit
seiner Frau im Publikum und berichtete von dort aus, dass er mit 8
Jahren zusammen mit sieben Geschwistern im Jahr 1942 in eine
katholische Anstalt eingewiesen wurde. Der Grund ist unbekannt -
vielleicht war die Mutter gestorben. "Schon in der zweiten Nacht wurde
ich vergewaltigt", berichtete O'Brien. Und weiter sagte er: "Wie oft
stürze ich schweißgebadet aus meinem Bett, weil ich diese
Kerle an
meinem Bettende stehen sehe, wie sie mir zuwinken, wie sie mich in ihr
Zimmer zerren, um mich zu vergewaltigen und die Eingeweide aus mir
herauszuprügeln." O'Brien hat mit diesem Bericht der
Untersuchungskommission des sexuellen Missbrauchs in irischen
katholischen Kinderheimen eine Stimme und ein Gesicht gegeben. Irland
ist schockiert. Im Bericht der
"Welt" wird wieder einmal deutlich, dass Täter mit der
Unterstützung der scheinbar Unbeteiligten, der Zuschauer, rechnen
dürfen. Noch 2002 konnten die "Christian Brothers", in deren
Kinderheimen viele Kinder missbraucht wurden, mit staatlicher
Unterstützung rechnen. Ihnen wurde zugestanden, dass keine
Täter aus
ihren Reihen mit Namen genannt werden. Erst am 26.5.2009 stimmten die
Christian Brothers und weitere Orden einer Stiftung für die Opfer
zu. Quelle: welt.de 25.5.2009
Der
Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin erhob schwere Vorwürfe gegen
die irischen Orden, die immer noch verschwiegen, dass Ordensmitglieder
"praktisch ohne jegliche Moral" gehandelt hätten. Er kritisierte
auch, dass die Opfer bislang keine ausreichende Entschädigung
erhalten hätten. Der gesamten katholischen Kirche Irlands warf der
Erzbischof vor, auf die Anschuldigungen nur schwach reagiert zu haben,
was zu einem hohen Glaubwürdigkeitsverlust geführt habe. Quelle: orf Kommentar: In der Tat hat der
Erzbischof Recht. 22.5.2009
Der
neue Londoner Erzbischof Vincent Gerard Nichols sagte zum
Kindesmissbrauch in Irland im britischen Fernsehsender ITV, er
bescheinige den Tätern Mut, weil sie sich ihrer Vergangenheit
gestellt hätten. Er denke zuerst an die Missbrauchsopfer. Aber er
denke auch an die Geistlichen. Der Missbrauchsbericht dürfte die
vielen guten Dinge, die diese Menschen ebenfalls getan hätten, in
den Hintergrund treten lassen. Quelle: Radio Vatikan 22.5.2009
"Die
Wahrheit wird euch frei machen" heißt es im 8. Kapitel des
Johannes-Evangeliums. Es gibt keine Garantie, dass die Wahrheit
schmerzlos zu haben ist. Die katholische Kirche in Irland hat diesen
Erkenntnisprozess noch vor sich. Sonst würde sie die Ermittlungen
einer irischen Kommission zu Missbrauch und Misshandlung in irischen
katholischen Kinderheimen unterstützen. Quelle: taz Der Verband der "Irischen
Überlebenden der Kindesmisshandlungen"
kritisiert, dass der Bericht keinen der Täter beim Namen nennt und
dass es keine Strafanzeigen geben wird. Der Orden der Christian
Brothers hatte 2004 vor Gericht erzwungen, die Anonymität der
Täter zu wahren. Entschädigungssummen werden zu
neun Zehnteln (mehr als 1 Milliarde
Euro) von den Steuerzahlern aufgebracht, ein Zehntel begleicht die
katholische Kirche. Das Oberhaupt der katholischen Kirche Irlands,
Kardinal Sean Brady,
äußerte "tiefste Scham darüber, dass Kinder in diesen
Institutionen auf
so schreckliche Weise gelitten haben". Quelle: FR Kommentar: Dass die Namen der
kirchlichen Täter in Irland mit
gerichtlicher Zustimmung verschwiegen werden, nennt man
"Täterschutz". Er funktioniert immer noch - obwohl bereits im
März 2002 der Papst
an
die
Priester schrieb, die
Kirche wolle auch Sorge und
Mitgefühl zeigen und sich der schmerzlichen Situation mit
Wahrhaftigkeit (!) und Gerechtigkeit (!) widmen. Wie Wahrhaftigkeit und
Gerechtigkeit mit Täterschutz vereinbar sein soll, entzieht sich
meiner Kenntnis. E. Kerstner 20.5.2009
In
Irland gab es bis in die 80er Jahre des 20. Jh. hinein in ca 250
kirchlichen Häusern ca 35 000 Kinder. 2 500 dieser ehemaligen
Heimkinder sagten vor einer seit 2000 arbeitenden Kommission aus, dass
sie in den Heimen sexuell missbraucht und/oder misshandelt
wurden. Die Kommission ermittelte, dass Kirche und Staat
wissentlich die Augen vor den Zuständen verschlossen habe. Jeder
Missbrauchsfall sei von der kath. Kirche als Einzeltat und in
Verschwiegenheit behandelt worden. Die Angst vor einem Skandal
sei größer gewesen als die Sorge um das Wohl der Kinder. "Im
besten Fall wurden die Peiniger versetzt, aber für das Kind wurde
nichts gemacht. Im schlimmsten Fall wurden dem Kind noch Vorwürfe
gemacht", heißt es in dem Bericht. Vor allem Jungen seien in den
kirchlichen Einrichtungen sexuellem Missbrauch ausgeliefert gewesen.
Mädchen seien zwar auch sexuell missbraucht worden, jedoch nicht
so systematisch wie Jungen. Die "Nummer 253"
in einem dieser Kinderheime war John Kelly, der
Vorsitzende des irischen Opferverbandes SOCA. Quelle: ntv 27.4.2009
Die
Ureinwohner von Kanada hoffen auf eine Entschuldigung des Papstes
für die Misshandlungen, die psychische, physische und sexuelle
Gewalt, die Kinder und Jugendliche in Internaten durch katholische
Geistliche erlitten haben. Die kanadische Regierung hat den Opfern, die
bis in die 80er Jahre des 20. Jhs. in Internaten lebten,
Entschädigungen gezahlt. Experten sprechen davon, dass die
Probleme der Ureinwohner - Alkoholismus, Gewalt und Inzest - ihre
Ursache in der über Generationen hinweg erlittenen Gewalt haben. Am Mittwoch wird eine Delegation des
Dachverbandes der Assembly of
First Nations zur Audienz beim Papst sein. Geleitet wird die Delegation
von Phil Fontaine, der als 6-Jähriger zur Umerziehung in eines der
Internate gebracht worden war. Quelle: Die Zeit 29.4.2009
Der Papst hat sich bei einer Delegation kanadischer
Ureinwohner entschuldigt wegen der Misshandlungen, die Kinder in
katholischen Internaten erleiden mussten. Ca 100 Jahre lang waren junge
Inuits, Crees und andere Indianerkinder aus ihren Familien genommen
worden und in katholischen Schulen unterrichtet worden. Wenn sie ihre
Muttersprache benutzten oder kulturelle und spirituelle Riten
durchführten, wurden sie streng bestraft.
Quelle: Tagesschau 23.4.2009
Im Spiegel berichtet Peter Wensiersksi, wie ein wegen
Kindesmissbrauchs verurteilter Pfarrer seinen Opfern Detektive ins Haus
schickte und wie die katholische Kirche es dem Täter leicht
machte, seine Verbrechen zu verharmlosen.
Papst
Benedikt wird am 29.4.09 mit kanadischen Ureinwohnern sprechen. Thema
wird der Vorwurf sexuellen Missbrauchs an UreinwohnerInnen sein, die in
den 20er Jahren des 20. Jh. in katholischen Schulen missbraucht wurden.
Die UreinwohnerInnen Kanadas erwarten vom Papst eine Entschuldigung.
Quelle: Radio
Vatican 2.4.2009
Der Papst lässt die Gemeinschaft der Legionäre
Christi überprüfen. Der Orden wurde 1941 in Mexiko von dem
mexikanischen Pater Marcial Maciel gegründet. Dem Gründer
wurde von mehreren früheren Seminaristen sexueller Missbrauch
vorgeworfen. 2006 war er vom Papst gemaßregelt worden und zu
einem zurückgezogenen Leben des Gebets und der Buße
verurteilt worden. Maciel starb 2008. Die ersten Vorwürfe
waren bereits 1956 erhoben worden. Sie wurden in den Jahren 1978, 1989
und 1999 erneuert und erweitert (s. auch hier).
Die
jetzige
Überprüfung
findet
statt,
weil
Pater
Maciel
Frau
und
Tochter
habe. Dies räumte der Orden ein. Quelle: Die
Presse 31.3.2009
Die FR meldet, dass in Kolumbien eine 35-jährige Frau
ihren Vater beschuldigt, sie fast 30 Jahre lang sexuell missbraucht zu
haben und sie 14 Mal geschwängert zu haben. Niemand in ihrem Dorf
mit 300 Einwohnern habe etwas gesagt, obwohl viele wussten, was
geschah. Bereits vor drei Jahren will die Frau einem Pastor gesagt
haben, was los sei. Als dieser Priester, Orlando Marin, nun von
Journalisten gefragt wurde, begründete er sein Schweigen mit dem
Satz: "Wer bin ich, um einen Menschen ins Gefängnis zu bringen?"
Auch die Hebammen, die bei den Geburten halfen, haben nach Aussage der
Frau gewusst, von dem die Kinder seien. Selbst die Behörden der
Stadt Mariquita haben Bescheid gewusst.
Quelle: FR Kommentar: Der Pastor hat sich nicht
gefragt, wer er sei, dass er dieser Frau seine Unterstützung
versagte. 29.3.2009
Der Prälat Ulrich Küchl trat als Propst des
Kollegiatsstiftes Eisgarn zurück und in den Ruhestand. s.auch die
Informationen von 2004.
Quelle: ORF 24.3.2009
Das Bistum Würzburg hat den zwangspensionierten Pfarrer,
der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt war und 2 Opferfamilien
durch Detektive aufsuchen ließ, um die Opfer zu einem Widerruf
ihrer Anschuldigungen zu bewegen, nunmehr vom priesterlichen Dienst
suspendiert. Das entspreche de facto einer Versetzung in den
Laienstand.
(Ich hoffe nicht, dass mit dieser Beschreibung des Laienstandes gemeint
ist, er sei der Stand jener, die bestraft gehören.)
Quelle: Bistum
Würzburg 16.3.2009
In einem Brief an die Familie des Missbrauchsopfers, die von
2 Detektiven im Auftrag des verurteilten Straftäters, eines
zwangspendionierten kath. Pfarrers, aufgesucht worden war (s. 14.3.09),
hat sich die Diözese Würzburg entschuldigt. Die Kirche
überlege, wie sie in Zukunft ein solches Verhalten unterbinden
könne. Quelle: de.news 15.3.2009
Im Jahr 2008 zahlte die kath. Kirche in den USA 436 Millionen
Dollar (ca 337 Millionen Euro) an Opfer sexuellen Missbrauchs durch
Kleriker. Die Missbrauchsklagen stiegen im Vergleich zu 2007 um 16
Prozent. Bei mehr als der Hälfte der 803 neuen Fälle geht es
um Missbrauch von Kindern. Viele der Klagen betreffen den Zeitraum von
1960 bis 1074.
Quelle: OTZ 14.3.2009
Im Bistum Würzburg schickte ein wegen sexuellen
Missbrauchs zwangspensionierter Pfarrer zwei Detektive zu einer
Familie, in der eines seiner Opfer lebt. Die Detektive sagten, das
heute 19-jährige Opfer solle seine Aussage wiederrufen; er solle
sich keine Sorgen machen, die Sache sei ja verjährt. Der heute
69-jährige Pfarrer wolle seinen Seelenfrieden finden. - Das
Ordinariat distanzierte sich von dem pensionierten Pfarrer. Der Pfarrer
sei uneinsichtig und habe auch jede Therapie verweigert. Quelle: Süddeutsche 7.3.2009
Der irische Bischof John Magee bat den Papst, ihn von seiner
Aufgabe als Bischof der Diözese Cloyne zu entbinden. Dem Ansinnen
wurde nachgegeben. Der 72-jährige Bischof, der lange im Vatikan
als Privatsekretär der Päpste Paul VI., Johannes Paul I. und
Johannes Paul II. gearbeitet hatte, wird wegen seines unangemessenen
Umgangs mit zwei der Pädophilie verdächtigten Priestern
kritisiert. Eine kirchl. Untersuchungskommission warf ihm vor, durch
unpassende Maßnahmen den Schutz von Kindern vor sexuellem
Missbrauch durch Priester vernachlässigt zu haben.
in Irland zahlte die kath. Kirche bisher an ca 10 800 Missbrauchsopfer
rund 825 Millionen Euro Schadenersatz. Quelle: KStA 18.2.2009
Der Jesuitenorden im Nordwesten der USA hat beim
Insolvenzgericht in Portland Gläubigerschutz beantragt. Der Orden
führt ein Vermögen von weniger als 5 Mio Dollar und
Verbindlichkeiten von ca 62 Mio Dollar an. Der Gläubigerschutz
wurde beantragt, um 200 weitere Klagen von mutmaßlichen Opfern
sexuellen Missbrauchs durch Jesuiten entschädigen zu können.
Ein Anwalt von 60 Klägern warf dem Orden vor, sein Vermögen
bei weitem zu niedrig angegeben zu haben.
Quelle: Frankfurter Rundschau 5.2.2009
Die "Legionäre Christi" haben erstmals ein Fehlverhalten
ihres Gründers Marcial Maciel eingeräumt. Der Orden habe
"überraschende Dinge erfahren", die für einen katholischen
Geistlichen "nicht angemessen" waren.
Zur Erinnerung: Maciel starb 2007 in den USA mit 87 Jahren. Zuvor hatte
Papst Benedikt XVI. disziplinarische Maßbnahmen gegen ihn
verhängt, weil diesem sexueller Missbrauch von Seminaristen
vorgeworfen wurde. Die Strafe bestand darin, dass Pater Maciel "ein
zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße" führen
solle. Auf ein kirchenrechtliches Verfahren wurde wegen der
"zerbrechlichen Gesundheit" des 2006 85-Jährigen
verzichtet.
Bereits 1956 gab es Verdächtigungen gegen Maciel. Damals wurde er
freigesprochen. 1978 und noch einmal 1989 hatte der amerikan.
Psychologieprofessor Juan Vaca, früher selbst Präsident der
Legionäre Christi, an Papst Joh. Paul II. geschrieben, aber keine
Antwort erhalten. Ende 2004 ließ der Präfekt der
Glaubenskongregation, Ratzinger, gegen Maciel ermitteln. Sieben
ehemalige Seminaristen beschuldigten ihn, sie in den 50er und 60er
Jahren missbraucht zu haben und sie (!) anschließend in der
Beichte freigesprochen zu haben. Nach kanonischem Recht verjährt
ein solcher Missbrauch des Beichtsakramentes nicht. 2005 waren weitere
20 Seminaristen bereit, gegen Maciel auszusagen. Die Ankläger
waren ehemals hochrangige Legionäre, heute Anwälte,
Hochschullehrer, Ingenieure. Die zuletzt anhängige Klage wurde
1999 im Vatikan eingereicht, die im Mai 2006 dann entschieden wurde.
Dass der Orden am heutigen 5.2.2009 "überraschende" Dinge erfahren
haben will, dürfte nur den überraschen, der es nicht wissen
wollte und heute höchstens von einem "unangemessenen Verhalten
eines Priesters" zu sprechen geneigt ist, wo es um Verbrechen geht. Quelle: net-tribune 30.1.2009
Die Staatsanwaltschaft Kaliforniens ermittelt im Kontext von
Missbrauchsvorwürfen gegen den Erzbischof von Los Angeles,
Kardinal R. Mahony. Mahony äußerte seine Verblüffung
über die angebliche Untersuchung. Seine Anwälte
bestätigten, dass die Staatsanwaltschaft Informationen über
eine Reihe von Priestern eingeholt habe; sie wiesen aber darauf hin,
dass der Kardinal selbst nicht Gegenstand der Untersuchung sei. Nach
Angaben der Los Angeles Times wird geprüft, ob Mahony und andere
Kirchenobere pädophile Geistliche trotz massiver Vorwürfe
geschützt und nicht entlassen hätten.
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Quelle: FR 23.1.2009
Die Nürnberger Nachrichten berichten, dass das Erzbistum
Bamberg im Fall des verjährten Missbrauchs von
Kindern/Jugendlichen durch einen Bamberger Domkapitular von
"Betroffenen" spricht, nicht von Opfern. Der inzwischen von allen
Ämtern entbundene Domkapitular wohnt in einem der Diözese
gehörenden Palais.
Quelle: Nürnberger
Nachrichten 19.1.2009
Die Ermittlungen gegen den Bamberger Domkapitular wegen
sexuellen Missbrauchs wurden wegen Verjährung eingestellt. Nach
Angaben der Staatsanwaltschaft hat der ehemalige Domkapitular zwischen
1978 und 1983/84 im Bamberger Ottonianum in zehn Fällen acht
Kinder und Jugendliche sexuell missbraucht. Da es jedoch keine Hinweise
auf "schweren sexuellen Missbrauch" gibt, beträgt die
Verjährungsfrist keine 20 Jahre, sondern nur fünf oder zehn
Jahre. Deswegen seien die Ermittlungen eingestellt worden.
Der im Bistum Bamberg zuständige Arbeitsstab beschäftigt sich
mit der Prüfung der Vorwürfe und bespricht die nächsten
Schritte.
Der ehemalige Domkapitular kann sich an die Taten nicht erinnern.
Therapeutische Angebote nehme er "nur bedingt wahr", verlautbarte das
Ordinariat.
Quelle: domradio 13.1.2009
Ein
Domkapellmeister in
München hatte Pornos auf seinen Dienst-PC geladen. Er war der
Kündigung zuvorgekommen - man einigte sich auf eine
Vertragsaufhebung.
Kommentar: Da gelten in der kath. Kirche andere Regelungen als im
staatlichen Recht. Dort ist ausschließlich Kinderpornographie
(d.h. die Darstellung von Folter an Kindern) strafbewehrt. In der kath.
Kirche gilt dies auch für Pornographie. Ich halte diese Regelung
für angemessen, denn sie dient dem Schütz der Würde von
Frauen. Quelle: Süddeutsche 3.1.2009
Der Bischof von Cloyne, Irland, sieht sich mit
Rücktrittsforderungen konfrontiert. Kurz vor Weihnachten
veröffentlichte ein unabhängiges Kinderschutzprogramm, dass
Geistliche aus der südirischen Diözese Cloyne nur mangelhaft
kooperationsbereit seien. Ihre Haltung im Kampf gegen den Missbrauch
von Kindern sei nicht angemessen und teilweise gefährlich.
Kardinal Sean Brady will, dass jeder kath. Geistliche Irlands sich
schriftlich zur Umsetzung der kirchlichen Kinderschutzmaßnahmen
verpflichte. Das Vertrauen zur Kirche solle nach den
Missbrauchsskandalen wieder hergestellt werden.
Quelle: Radio Vatikan