20.12.2006 Laut Radio Vatikan zahlt die
römisch-katholische Erzdiözese Portland im Bundesstaat Oregon
75 Millionen Dollar für die Opfer sexuellen Missbrauchs. Damit
sollen die Schadensersatzansprüche in 170 Missbrauchsfällen
abgedeckt werden. Ein großer Teil der Summe wird von
Versicherungsunternehmen gedeckt, der Rest kommt von der Diözese
Portland.
Im Juli 2004
wurde ein Verfahren angesetzt, in dem Anwälte eine
Entschädigung von 135 Mio. Dollar wegen sexuellen Missbrauchs
forderten. Noch am selben Tag meldete die Diözese Insolvenz an.
Vor der Zahlungsunfähigkeit hatte die Diözese 50 Millionen
Dollar gezahlt und damit Fälle abgeschlossen, die zum Teil
Jahrzehnte zurück lagen.
1.12.2006
Das Erzbistum Los Angeles zahlt
60 Mio Dollar wegen 45 Klagen über sexuellen Missbrauch durch
pädokriminelle Priester, berichtet die "Los Angeles Times". Damit
sollen die Klagen außergerichtlich beigelegt werden. Kardinal
Roger Mahoney sprach von "einer größeren Bemühung zur
Heilung und Versöhnung". Der Vorwurf der Opfer galt u.a. dem
Schutz der Täter durch die Kirche - trotz massiver Vorwürfe. Bei den
nun geregelten 45 Fällen handelt es sich nur um etwa ein Zehntel
aller Missbrauchsklagen, die derzeit gegen die Erzdiözese laufen.
Quelle:
yahoo
24.11.2006
An
11
Ministranten
zahlt
die Diözese in Forth Worth,
Texas Entschädigungen in unbekannter Höhe. Mit den
Missbrauchsopfern wurde Stillschweigen vereinbart - auch über die
Höhe der Zahlungen. Bischof Kevin Vann entschuldigte sich
öffentlich; er sei "entsetzt, beschämt und erzürnt".
Medienberichten zufolge ist der verdächtige Priester bereits 1999
gestorben.
Quelle: networld.at
12.11.2006
Aus
Gründen
des
Persönlichkeitsschutzes
wurde
über den Selbstmord eines Priesters aus Lohr nichts
weiter bekannt. Eine Anzeige wegen Nötigung in einem besonders
schweren Fall lag vor. Die zuständige Diözese Würzburg
bleibe mit dem anklagenden jungen Mann in Kontakt, heißt es.
Über die Anklage kann also heftig spekuliert werden - eine
offenere Berichterstattung würde Spekulationen entgegenwirken. Sie
wäre hilfreich.
12.11.2006 Ein spanischer Geistlicher wurde zu 2 Jahren Haft
verurteilt, weil er einen 12jährigen Jungen sexuell missbraucht
hat. Außerdem muss er 30 000 € Geldstrafe zahlen. Der Madrider
Priester soll sich zwischen 1998 und 2091 an dem Jungen
vergangen haben. Kollegen des Priesters zeigten den Täter beim
Erzbischof, der den Beschuldigten seines Amtes enthob. Der Geistliche
stritt die Vorwürfe ab.
29.10.2006
Die
Bischöfe
wollen
bei
ihrer Vollversammlung in Baltimore im Nov.
über die Finanzierung eines Projektes zur Erforschung des
sexuellen Missbrauchs durch Kleriker abstimmen. Die Studie soll vom
John Jay College of Criminal Justice der Uni in New York
durchgeführt werden. 2009 werden Ergebnisse erwartet. 2005 hatte
die US-Bischofskonferenz von 3 Mio US-Dollar gesprochen, die die
Erforschung des Phänomens kosten dürfe.
Quelle: Radio Vatikan
25.10.2006
In
der
Erzdiözese
Freiburg
wurde ein 51-jähriger
kath. Priester von seinem Amt beurlaubt. Ihm wird vorgeworfen, bei
einer Rom-Wallfahrt Ministrantinnen sexuell belästigt zu haben. Er
habe im Wesentlichen sein Fehlverhalten eingeräumt und um
Verzeihung gebeten. Die Gemeinden in Ph. wurden mit Schreiben des
Erzbischöflichen Ordinariates informiert.
Quelle: BNN
12.10.2006
In
Italien
wurde
ein
81-jähriger Priester wegen
sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und Zuhälterei
festgenommen. Er betrieb ein Obdachlosenheim nahe San Marino/Adria und
soll illegale Einwanderer vor die Alternative gestellt haben, sich zu
prostituieren oder angezeigt zu werden, berichtete La Repubblica.
Außerdem soll der Geistliche einen 16Jährigen fast ein Jahr
lang missbraucht haben, bevor er ihn an einen Restaurantbesitzer
weiterreichte.
Quelle: yahoo
6.10.2006
Das US-Bistum Spokane, Washington, hat seinen
Verwaltungs-Hauptsitz veräußert und 1,6 Millionen Euro
erzielt. Der Verkauf soll dazu dienen, die mehr als 100 Opfer von
sexuellem Missbrauch durch Priester zu entschädigen. Gegen den
Vorsitzenden der US- Bischofskonferenz, William Skylstad, der Bischof
von Spokane ist, liegt eine Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs in den
60er Jahren vor. Der Bischof weist die Beschuldigungen als haltlos
zurück.
Quelle: N24
4.10.2006
Gegen den ehemaligen republikan. Abgeordneten Mark Foley ermittelt die
US-Bundespolizei FBI wegen des Verdachts von sexuellem Missbrauch
Jugendlicher. Foley hatte sich in der Vergangenheit für strengere
Gesetze gegen Kinder-Pornografie im Internet eingesetzt. Foley wies die
Anschuldigungen zurück, bekannte sich zu seiner
Homosexualität und berichtete, er sei im Alter von 13 bis 15
Jahren von einem Priester sexuell missbraucht worden.
Quelle: http://www.lesbian.or.at/news/1159962224
1.10.2006
Der 20-jährige
Priesterseminarist George P. steht im Verdacht, mit einem Komplizen ein
17-jähriges Mädchen auf einem Autobahnparkplatz bei Graz
vergewaltigt zu haben. Der Regens des Burgenländischen
Priesterseminars, Johannes Pratl, äußerte, dass der
Seminarist beim Aufnahmeverfahren ins Propädeutikum einen
"erfreulich guten Eindruck" gemacht habe. Zur Aufnahme im
Priesterseminar : "Dazu wird es nun nicht mehr kommen. Die George zur
Last gelegte Tat ist schlichtweg unentschuldbar, auch wenn erst das
Gericht über die genaueren Umstände befinden kann", betonte
Pratl. "Offensichtlich gibt es unauslotbare seelische Abgründe",
stellte der Regens fest: "Das tiefe Mitgefühl gilt dem Opfer."
Quelle: kath.net
5.10.2006 kath.net berichtet von einem Schreiben des Ordinariats von
Timisoara, dass der Betroffene, der
20-jährige George P., dem Ordinariat „persönlich unbekannt“
sei. „Priesteramtskandidaten unserer Diözese studieren nicht im
Seminar der Diözese Eisenstadt“, dementierte das Ordinariat eine
entsprechende Meldung, die vom Pressedienst der Erzdiözese Wien
verbreitet worden war. Falls es
dennoch geschehe, dann „ohne unsere Empfehlung, ohne unsere Zustimmung,
aber auch ohne unsere Kenntnis“.
5.8.2006 Ein ehemaliger
katholischer Priester in Kanada hat sich schuldig bekannt, 47 junge
Mädchen sexuell missbraucht zu haben. Charles Sylvestre (84)
gestand vor Gericht die Taten zwischen 1954 und 1985 ein. Die
Kirchengemeinde des früheren Priesters bat seine Opfer um
Verzeihung und bedauerte die Taten “zutiefst”. Kirchensprecher Ron
Pickersgill sprach vom “wahrscheinlich schlimmsten Missbrauchsfall” in
Kanada. Die Ermittlungen waren 2004 aufgenommen worden. Das Urteil wird
am 6.10. erwartet.
Quelle:
Tagesspiegel
5.8.2006 Ein
in den USA wegen pädokrimineller Handlungen angeklagter Ordensmann
ist
vor einer drohenden Auslieferung aus Italien untergetaucht. Es ist
unbekannt, wo sich der Salvatorianer-Pater derzeit aufhält. Das
römische Kassationsgericht hatte in der vergangenen Woche ein
entsprechendes Urteil einer Berufungsinstanz vom Januar
bekräftigt, wonach Henn in die USA ausgeliefert werden kann. Dem
aus Arizona stammenden Geistlichen wird vorgeworfen, zwischen 1979 und
1982 als Gemeindepfarrer in Phoenix drei Minderjährige in mehreren
Fällen sexuell missbraucht zu haben. Quelle: Radio Vatikan
4.7.2006
Das Schweigen der Hirten. Vom Umgang mit Opfern pädokrimineller
Kleriker. Süddeutsche
9.6.2006 Das
Verfahren gegen den Vatikan wegen sexuellen Missbrauchs durch einen
US-amerikanischen Priester kann nach der Entscheidung eines
Bundesrichters in Portland, USA, fortgeführt werden. Der Vatikan
hatte die Einstellung des Verfahrens beantragt. In dem Fall geht es um
einen 1970 verstorbenen Priester, der immer wieder an einen anderen
Dienstort versetzt wurde, obwohl er zugab, ein Kinderschänder zu
sein. Daher trage der Vatikan die Verantwortung für eine Reihe von
Missbrauchsfällen, urteilte der Richter. Ob der Vatikan den
Entscheid anfechten wird, war zunächst unklar.
Quelle: Radio Vatikan
22.5.2006 In
Lublin/Polen wurde ein 38-jähriger kath. Priester wegen sexuellen
Missbrauchs eines zehnjährigen Mädchens in den Jahren 2003
und 2004 verurteilt. Strafmaß: 5 Jahre Haft. Der Täter
bekannte sich schuldig.
Quelle: Yahoo
19.5.2006
Vatikan
verhängt
Strafmaßnahmen
gegen
Gründer der
"Legionäre Christi". Wegen
der Vorwürfe von Pädokriminalität hat der Vatikan am
Freitag
Strafmaßnahmen gegen den Gründer der "Legionäre
Christi", den 85-jährigen Mexikaner Marcial Maciel, verhängt.
Die päpstliche
Glaubenskongregation habe beschlossen, dass Maciel "ein
zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße" führen
solle, hieß es laut Nachrichtenagentur AFP in einer vom Vatikan
verbreiteten Erklärung. Angesichts des hohen Alters von Maciel und
seiner "zerbrechlichen Gesundheit" werde auf ein kirchenrechtliches
Verfahren gegen ihn verzichtet.
Bei der päpstlichen Glaubenskongregation gingen bereits 1998, als
sie noch von dem heutigen Papst Benedikt XVI. geleitet wurde,
Pädokriminalitätsvorwürfe gegen Maciel ein.
Quelle:
ORF
Kommentar der IKvu
s. dazu auch ältere
Informationen, die ein wenig besser informieren. Die Vorwürfe beginnen nämlich
nicht erst 1998, sondern stammen bereits von 1956 und 1978. Sie
umfassen also einen Zeitraum von 5 Jahrzehnten! Wie viele Opfer
vermeidbar gewesen wären, wenn Padre Marcial Maciel Degallado
nicht geschützt worden wäre, lässt sich vermutlich nicht
exakt feststellen. Rika
30.6.2005 Im Vatikan läuft derzeit
eine Untersuchung gegen Padre Marcial Maciel Degallado. Er ist
Gründer der mächtigen katholischen Organisation
Legionäre Christi. Ende 2004 gab der Präfekt der
Glaubenskongregation, Ratzinger, Anweisung, gegen Pfarrer Maciel zu
ermitteln. Sieben ehemalige Seminaristen beschuldigen ihn, sich in den
50er und 60er Jahren sexuell an ihnen vergangen zu haben und sie
anschließend in der Beichte von allen Vergehen freigesprochen zu
haben. D.i. ein Missbrauch, der nach kanonischem Recht nicht
verjährt. Weitere
20
ehemalige
Seminaristen
sind
heute bereit,
gegen Maciel auszusagen. Die Ankläger sind ehemals hochrangige
Legionäre, heute angesehene Anwälte, Hochschullehrer,
Ingenieure. Die Klage wurde bereits 1999 im Vatikan eingereicht.
Bereits 1978 und 1989
hatte der amerikan. Psychologieprofessor Juan
Vaca, früher selbst Präsident der Legionäre Christi, an
Papst Johannes Paul II. geschrieben. Eine Antwort erhielt er nicht. Der
damalige Papst vertraute wohl auf eine Untersuchung von 1956, in der
Maciel verschiedener Vergehen verdächtigt, jedoch freigesprochen
wurde.
22.5.2006 Ein polnischer
Priester in Lublin wurde wegen Missbrauchs eines zehnjährigen
Mädchens zu 5 Jahren Haft verurteilt. Der Täter bekannte sich
schuldig.
Quelle: Yahoo
30.3.2006
In
der
kath.
Kirche
der
USA
wurden 2005 in 783 Fällen glaubhafte
Anschuldigen
gegen mehr als 500 Priester wegen sexuellen Missbrauchs
Minderjähriger
vorgebracht. DIes teilte die Bischofskonferenz in Washington mit. Mehr
als 4/5 der Angezeigten seien aus dem Kirchenamt inzwischen
ausgeschieden.
Quelle: Yahoo
23.3.2006
Ein
früherer
Pastor
wurde
vom Kölner Landgericht wegen
Vergewaltigung seiner vor 20 Jahren 17 Jahre alten Tochter verurteilt.
Das Urteil: Zwei Jahre Haft auf Bewährung. Die Tochter hatte so
lange geschwiegen, um die Familie nicht zu zerstören und das
Ansehen ihres Vaters zu wahren.
Quelle:
Spiegel
9.3.2006 Irland. Die
Erzdiözese Dublin hat in einem gestern veröffentlichten
Bericht eingeräumt, daß sich 102 ihrer Priester seit 1940 an
Kindern vergangen haben sollen. Dabei seien 350 Kinder zu Schaden
gekommen. Das Erzbistum erklärte, daß diese Zahlen auf einer
zweijährigen Untersuchung der Akten von mehr als 2800 Priestern
beruhten. Die Schadenersatzzahlungen belaufen sich gegenwärtig auf
5,8 Millionen Euro. Das Erzbistum kündigte an, für noch
offene Verfahren kirchliche Besitztümer verkaufen zu müssen.
Quelle: http://www.kreuz.net/article.2837.html
22.2.2006
In
Bozen
wurde
ein
katholischer vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs
freigesprochen.
Quelle: http://portal.tirol.com/chronik/suedtirol/30964/index.do
24.1.2006
In
Süditalien
wurde
laut
Spiegel ein 69-jähriger
Franziskaner, Padre Fedele,
verhaftet. In einem Armenhaus soll er zusammen mit anderen Männern
eine Nonne mehrfach vergewaltigt und die Taten auf Video aufgezeichnet
haben. Drei weitere Frauen berichteten von sexuellen Attacken oder
versuchten Vergewaltigungen. Gynäkologische Untersuchen
bestätigten die Vorwürfe. Der inhaftierte Franziskaner
bestreitet die Vorwürfe als erfunden und sagt, die Frau sei
geistig nicht zurechnungsfähig.
Quelle: Spiegel
14.1.2006
In
Arizona
wurde
ein
ehemaliger kath. Priester wegen Kindesmissbrauch
zu 111 Jahren Haft verurteilt. Paul LeBrun (49) wurde schuldig
gesprochen, in der Diözese Phoenix von 1986 bis 1991 Jungen im
Alter von 11-. 16 Jahren sexuell misshandelt zu haben. Quelle: Yahoo
1.1.2006
Die Nachricht von Radio Vatikan lautet: "Vereinigte Staaten. Die
Erzdiözese
Boston
hat
angeboten
rund 200 Klägern jeweils 75
000 Dollar
zu zahlen und damit die Prozesse einstellen zu lassen. Das haben
Anwälte der Anklage gestern bekannt gegeben. Das wäre etwa
die Hälfte
der Summe von 155 000 Dollar, die die Erzdiözese in 500
vergleichbaren
Fällen 2003 gezahlt hatte. Anwälte bezeichneten die Summe als
zu
niedrig. Die Erzdiözese bestätigte unterdessen, gütliche
Einigungen
erzielen zu wollen, verweigerte aber jeden weiteren Kommentar.
(reuters)" Offensichtlich geht die Verweigerung jeglicher Stellungnahme
so weit, dass Radio Vatikan nicht einmal mehr schreibt, was Gegenstand
der Anklage und Verhandlungen war, um Prozesse abzuwehren. Die kundige
Leserin ahnt, dass es wieder einmal um sexuellen Missbrauch durch
katholische Priester der Erzdiözese Boston geht. Der Nachricht ist
dies
allerdings nicht zu entnehmen. Offensichtlich geht es um einen
unaussprechlichen Sachverhalt. Weder Täter noch Opfer noch der
Gegenstand der Anklage können benannt werden.