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Am 1. Mai 2011
spricht der jetzige Papst Benedikt XVI. seinen
Vorgänger Papst Johannes II. selig. Diese
Seligsprechung ist ein Schlag ins Gesicht der
Missbrauchsopfer katholischer Priester. Warum?
Was war geschehen?
Auch die
Seligsprechung eines Papstes, der einen
vielfachen Missbrauchstäter
schützte, durch einen Papst, der sich am
Schützen des Täters beteiligte, ist
ein Hohn für die Opfer des Täters.
Es ist zugleich eine Verhöhnung der
Menschen, die Missbrauchsopfer von
katholischen Priestern und Ordensmännern
wurden. Was inzwischen öffentlich ist,
wird noch einmal bestätigt: Die obersten
Repräsentanten der katholischen Kirche
haben keinen Respekt vor den Menschen, die im
kirchlichen Kontext von Seelsorgern
missbraucht wurden. Opfer haben im Vatikan
keine Fürsprecher und Verbündeten.
Es ist eine Schande.
Wenn Sie mehr wissen wollen über den Gründer der Legionäre Christi und über die, die ihn vor einer Anklage schützten, lesen Sie hier weiter: 2.
Eine Gruppe der Missbrauchsopfer der
Legionäre Christi finden Sie hier:
http://www.regainnetwork.org/tomb/ http://www.regainnetwork.org/article.php?a=47245740 http://www.regainnetwork.org/ |
Weitere Quellen:
1979 Papst Johannes Paul II. feiert einen
Gottesdienst mit den Legionären Christi.
Quelle: Vatikan
23.2.1997 Head of Worldwide
Catholic Order Accused of History of Abuse. So
lautete die Titelgeschichte des "Hartford Current" am
23.2.1997.
Bishop-accountability.org
teilt die Namen der Ankläger von 1997 mit:
The Rev. Felix Alarcon, 63, of Venice, Fla.,
who opened the Legion's first U.S. base in the Woodmont
section of Milford, Conn., in 1965.
Professor Jose de J. Barba Martin, 57, a
Harvard-educated literary scholar who teaches at the Instituto
Tecnological Autonomo de Mexico, Mexico City.
Saul Barrales Arellano, 62, Catholic school
teacher, Mexico City.
Alejandro Espinosa Alcala, 59, rancher, rural
Mexico.
Juan Manuel Fernandez Amenabar, left statement
before he died Feb. 7, 1995; former Legionary priest and
president of the Northern Anahuac University in Mexico City.
Arturo Jurado Guzman, 58, instructor, U.S. Defense
Department School of Linguistics, Monterey, Calif.
Fernando Perez Olvera, 62, engineer, Monterey,
Mexico.
Jose Antonio Perez Olvera, 59, lawyer, Mexico City.
Juan Vaca, 59, of Holbrook, N.Y., college guidance
counselor, president of the Legionaries in the United States
from 1971 to 1976.
4.1.2001 Ansprache von Papst Johannes Paul
II. an die Legionäre Christi, die den 60.
Gründungstag feiern. Dort sagt der Papst u.a.: "Ihr wolltet diese
Herausforderung des Evangeliums in Angriff nehmen, indem ihr
die besondere Betonung auf die brüderliche Herzlichkeit
eurer zwischenmenschlichen Beziehungen legt und den Geist
der Nächstenliebe in euren Gedanken und Werken pflegt.
Dabei seht ihr schweigend über die Fehler der anderen
hinweg und stellt vielmehr deren positive und nützliche
Taten heraus. "
Quelle: Vatikan
30.11.2004 Ansprache des Papstes Johannes Paul II. an die Legionäre
30.6.2005 Der Gründer der
Legionäre, Degallado, ist 85 Jahre alt. 7 ehemalige
Seminaristen werfen ihm Missbrauch an ihnen vor, begangen in
den Fünfziger und Sechziger Jahren. Anschließend
habe er sie (!) in der Beichte von allen Sünden
freigesprochen. Nach kath. Recht verjährt ein solcher
Missbrauch des Beichtsakramentes nicht. Die Ankläger
waren ehemals hochrangige Legionäre, heute sind sie
Anwälte, Hochschullehrer oder Ingenieure. Ihre Klage
reichten sie 1997 im Vatikan ein. Es tat sich nichts. Papst
Johannes Paul II. hatte bereits 1978 und 1989 Anzeigen gegen
Degallado erhalten. Einer der Absender war der amerikan.
Psychologieprofessor Juan Vaca, in den 70er Jahren
Präsident der Legionäre in den USA. Eine Antwort
erhielt er nicht. Offensichtlich vertraute der Papst Johannes
Paul II. auf das Ergebnis einer Untersuchung von 1956, als
Degollado u.a. wegen Drogenmissbrauch angeklagt war, aber
freigesprochen wurde. Die Führung der Legionäre
legte ein Schreiben von Angelo Sodano vor,
Vatikan-Staatssekretär, in dem sie die derzeit laufenden
Ermittlungen bestreiten. Sodano wird als glühender
Verehrer der Legionäre Christi eingeschätzt.
Quelle: kath.ch
3.7.2005 Das Päpstliche Athenäum
"Regina Apostolorum" veranstaltet im Oktober 2005 den zweiten
Exorzismuskurs "Exorzismus und Gebet um Befreiung". vor
allem wegen grosser Nachfrage.
Das
"Athenaeum Pontificium Regina Apostolorum" ist eine
Gründung von Pater Maciel Marciel Degallado aus dem Jahr
1993 und eine Universität päpstlichen Rechts. Sitz
ist Rom. Derzeitiger Rektor ist Pedro Barrajón
LC.„Istituto Sacerdos“
Quelle: kath.net
(nicht mehr online)
20.5.2006 Die Legionäre Christi
kommentieren die "Verurteilung" ihres Gründers angesichts
dessen hohen Alters und seiner schwachen Gesundheit zu einem
"zurückgezogenen Leben des Gebetes und der Buße"
folgendermaßen: "Angesichts
der gegen ihn vorgebrachten Anklagen hat P. Maciel seine
Unschuld bekräftigt und sich in Nachahmung des
Beispiels Jesu Christi immer dafür entschieden, sich in
keiner anderen Weise zu verteidigen."
Quelle: storico.radiovaticana.org
21.5.2006 Ältere Informationen
informieren besser. Die Vorwürfe beginnen nämlich
nicht erst 1998, sondern stammen bereits von 1956 und 1978.
Sie umfassen also einen Zeitraum von 5 Jahrzehnten! Wie viele
Opfer vermeidbar gewesen wären, wenn Marcial Maciel
Degallado nicht geschützt worden wäre, lässt
sich vermutlich nicht exakt feststellen.
Quelle: www.ikvu.de
1.10.2006 Ein Bericht über die
Niederlassung der Legionäre Christi in Deutschland. Darin wird
berichtet, dass der Papst Degollado aufforderte, seine
Ämter niederzulegen.
Quelle: Welt.
26.1.2007 Der persönliche Sekretär von Papst Johannes Paul II und jetziger Erzbischof von Krakau, Kardinal Stanislaw Dziwisz, soll schriftlich über die Verbrechen des Erzbischofs von Posen, Paetz, und über die Verbrechen des Gründers der Legionäre, Marcial Maciel Degollado, informiert gewesen sein, diese Nachricht aber - laut "Glos Wielkopolski" - dem Papst verheimlicht haben. Im Dezember 2002 schrieb der mexikanische Pater Antonio Omelas über die Verbrechen Degollados an Dziwisz. Auch diese Nachricht sei nicht an den Papst weitergeleitet worden. Quelle: www.vol.at
1.2.2008 Der Gründer des
konservativen katholischen Ordens Legionäre Christi,
Marcial Maciel, ist eines natürlichen Todes gestorben,
teilte sein Orden mit. Papst Benedikt XVI. hatte vor zwei
Jahren disziplinarische Maßnahmen gegen Maciel
verhängt, dem der sexuelle Missbrauch von Seminaristen
vorgeworfen wurde. Maciel hatte gute Beziehungen zu Benedikts
Vorgänger Papst Johannes Paul II.. Die Maßregelung
bestand darin, dass Pater Maciel "ein zurückgezogenes
Leben des Gebets und der Buße" führen solle. Auf
ein kirchenrechtliches Verfahren wurde wegen der
"zerbrechlichen Gesundheit" des damals 2006 85-Jährigen
verzichtet.
Quelle: orf.at
1.2.2008 Schönstatt
kondoliert: "Wir
glauben, dass er sein Lebenswerk weiterführen wird."
(Auch Erzbischof Zollitsch ist Mitglied bei Schönstatt,
wenn ich das richtig weiß.)
19.8.2008 Fernsehbericht
des
chilenischen Fernsehens (spanisch).
30.10.2008 Die Legionäre Christi seien ultrakonservativ und hätten "nicht unerheblichen Einfluss" im Vatikan, berichtet der ORF.
21.12.2008 Papst Benedikt XVI.
begrüßt die Legionäre Christi anlässlich
eines Angelus-Gebetes.
Quelle: Vatikan
31.3.2009 Eine Visitation der
Legionäre Christi wird angekündigt.
Quelle: kath.net
1.4.2009 Die Ordensgemeinschaft wird
überprüft.
Quelle: welt.de
13.7.2009 Die angekündigte
Überprüfung beginnt.
Quelle: katholisch.de
11.8.2009
Quelle: http://www.soitu.es/soitu/2009/08/11/actualidad/1249988409_011150.html
20.8.2009 Sex,
Lügen und Katechismus -
von Claudius
Prößer
Quelle: tazblog
Januar 2010 Über die Legionäre
Christi
Quelle: imprimatur
4.3.2010 Degallado soll seine eigenen
Kindern missbraucht haben.
Quelle: ORF
4.3.2010
Der Gründer der Legionäre unter Missbrauchsverdacht
Quelle: Die
Presse
11.3.2010 Der Skandal um den Gründer
der Legionäre Christi erschüttert die Kirche.
17.3.2010 Degollado soll Frauen,
Seminaristen und die eigenen Kinder missbraucht haben.
Quelle: der
standard
25.3.2010 Die Legionäre
entschuldigen sich.
Quelle: Legionäre
7.4.2010 Gottes schmutziger
Legionär, der dem Vatikan Gelder einbrachte.
Quelle: stern
7.4.2010 Gottes Geldeintreiber
Quelle: Süddeutsche
30.4.2010 Der Papst empfängt die
Visitatoren
Quelle: kleinezeitung.at
1.5.2010 Erklärung des Heiligen
Stuhls ZUR APOSTOLISCHEN VISITATION DER KONGREGATION DER
LEGIONÄRE CHRISTI - 1. MAI 2010
Quelle: Radio
Vatikan
1.5.2010 Im Vatikan gibt es eine
Geheimakte der Legionäre. "Der Vatikan hat im Vorfeld versucht, die
Vermutungen um eine Mitwissenschaft von Papst Johannes Paul
II aus dem Weg zu räumen. So veröffentlichte
die italienische Zeitung Il Giornale
ein Schreiben der Glaubenskongregation an die Behörde
für Heiligsprechungen. In dem Brief teilt der jetzige
Präfekt Kardinal William Joseph Levada mit, Papst
Johannes Paul II sei offenbar nicht umfassend über die
Vorwürfe gegen Marcial Maciel informiert gewesen.
Gleichwohl bestätigt das Schreiben, dass es an den
Papst gerichtete Briefe mit Anschuldigungen gegen Maciel
gegeben habe. Aus dem Schreiben geht nicht hervor, ob diese
das ehemalige Kirchenoberhaupt je erreicht haben."
Quelle: Zeit
1.5.2010 Im Abschlussbericht der
Visitatoren des Vatikan bei den Legionären Christi
heißt es: Die Apostolische Visitation konnte aufweisen,
daß die Lebensführung von Pater Marcial Maciel Degollado
ernsthafte Konsequenzen im Leben und in der Struktur der
Legion verursacht hat, so sehr, daß ein Weg der
tiefgehenden Revision erforderlich ist. Die sehr
schwerwiegenden und objektiv unmoralischen Verhaltensweisen
von Pater Maciel, die durch unbestreitbare Zeugenaussagen
bestätigt sind, erweisen sich bisweilen als wirkliche
Straftaten und zeugen von einem skrupellosen Leben, ohne
authentische religiöse Ausrichtung. Einem großen
Teil der Legionäre war ein solches Leben nicht bekannt,
vor allem aufgrund des von Pater Maciel geschaffenen
Beziehungssystems, der es geschickt verstand, sich Alibis zu
verschaffen und bei den ihn umgebenden Personen Ansehen,
Vertrauen und Stillschweigen zu erwirken und die eigene Rolle
als charismatischer Gründer zu festigen.
Nicht selten hatten [1.] ein beklagenswertes
In-Mißkredit-Bringen und [2.] das Entfernen derer, die
an seinem korrekten Lebenswandel zweifelten, und auch [3.] die
irrige Auffassung, dem Guten nicht schaden zu wollen, was die
Legion vollbrachte, um ihn herum einen
Verteidigungsmechanismus geschaffen, der ihn über lange
Zeit unangreifbar und es folglich äußerst schwierig
machte, sein wahres Leben zu kennenzulernen."
Quelle: Internetpfarre
2.5.2010 Die Legionäre danken
für die Visitation: "Wir
danken Papst Benedikt XVI. herzlich für seine
väterliche Fürsorge gegenüber unserer
Kongregation und nehmen in tiefem Glauben und Gehorsam an,
was er verfügt hat. Ebenso sind wir dankbar für
die intensive und selbstlose Arbeit der Apostolischen
Visitatoren und für die Nähe und das Gebet so
vieler Menschen, die uns in dieser Zeit begleiten."
Quelle: kath.net
2.5.2010 Spiegel
27.5.2010 Joaquin Navarro-Valls,
früherer Vatikansprecher, hat die Behauptung zurück
gewiesen, Papst Johannes Paul II. habe Missbrauchsfälle
vertuscht. Im Fall des Gründers der Ordensgemeinschaft
"Legionäre Christi", Marcial Maciel Degollado
(1920-2008), sei das kirchenrechtliche Verfahren noch unter
dem Pontifikat des polnischen Papstes eröffnet worden.
Auch im Fall Groer habe der Papst nichts vertuscht. Quelle:
kath.web nicht mehr online
Quelle: ndr.de
(nicht mehr online)
30.5.2010
Hans
Küng
gibt Papst Johannes Paul II. die Schuld, dass die
Glaubenskongregation unter Ratzinger nicht gegen Groer, Krenn,
Haas und Maciel vorgehen konnten. Küng weist auch
Benedikt XVI eine Mitschuld zu. Die diffamierende
Äußerung Sodanos ("Geschwätz") vom
Ostersonntag sei mit dem Papst abgesprochen, meint Küng.
Und er erinnert daran, dass Ratzinger als Präfekt der
Glaubenskongregation 2001 ein Schreiben an alle Bischöfe
"Über schwere Vergehen" gerichtet habe, in dem gefordert
wurde, die Missbrauchsfälle unter des Secretum
Pontificium zu stellen. Wer gegen diese Forderung
verstößt, zieht sich schwere Kirchenstrafen zu.
Quelle: diepresse.com
23.6.2010
Quelle: Liborius
9.7.2010 Der Leiter der päpstlichen
Präfektur für wirtschaftliche Angelegenheiten,
Erzbischof Velasio De Paolis, übernimmt "Sanierung" der
Legionäre Christi.
Quelle: http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/33629.html
23.6.2010 Raul Gonzalez
Lara, Sohn des Gründers der Leginäre Christi,
Marcial Maciel Degollada (1920-2008), hat den Orden in den USA
auf Schadenersatz verklagt. Der Anwalt Andersen ist auf
kirchliche Missbrauchsfälle spezialisiert. Er wirft Papst
Benedikt XVI. und dem früheren
Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano und anderen
ranghohen Kirchenführern vor, von Maciels Drogensucht und
Pädophilie gewusst zu haben und nichts dagegen
unternommen zu haben.
Quelle: Liborius
9.7.2010 Papst Benedikt XVI. hat einen
Kommissar ernannt, der die Ordensgemeinschaft „Legionäre
Christi“ nach einem Skandal um sexuellen Missbrauch
disziplinieren soll. Der italienische Kurienerzbischof und
vatikanische Wirtschaftsfachmann Velasio De Paolis soll den
Orden auf jenem „Weg der Reinigung“ begleiten, den Benedikt
gefordert hatte.
Quelle: sz-online.de
20.10.2010
"Der Schaden für die
Gesamtkirche wäre unabsehbar, wenn Papst Benedikt
seinen Vorgänger zur Ehre der Altäre erheben
würde. Es könnte sich schnell herumsprechen,
welche Altlast Medien-Star Wojtyla hinterlassen hat. Es geht
um Kindesmissbrauch." So urteilt Hanspeter Oschwald, ein
Kenner des Vatikan.
Quelle: Neckarchronik
22.10.2010 Papst Benedikt XVI.
begrüßt auch die Mitglieder der Legionäre
Christi, die beim Angelus-Gebet anwesend sind.
Quelle: Vatikan
21.8.2010 Der Priester aus der
katholischen Seelsorgeeinheit Tiengen-Lauchringen, Erzbistum
Freiburg, wird seinen Dienst in der SE nicht mehr antreten.
Gegen ihn wird in Irland weiterhin wegen sexuellen Missbrauchs
ermittelt. Er war dort als Angehöriger der Legionäre
Christi in der Mission Jugendlicher tätig. Näheres
ist nicht bekannt. Er sagt, er sei unschuldig.
Quelle: suedkurier.de
16.10.2010 Ende 2004 empfing Papst
Johannes Paul II. den Gründer der Legionäre.
"Ausdrücklich dankte er dem Mexikaner für „einen von
den Gaben des Heiligen Geistes erfüllten priesterlichen
Dienst“. Maciel war seit Jahrzehnten ein gerngesehener Gast in
Rom. 1941 hatte er den stramm konservativen Orden der
Legionäre Christi gegründet, der heute als
Konkurrenz zum spanischen Opus Dei gilt. Gäbe es eine
innerkirchliche Rangliste der schwersten Sünder, Maciel
nähme einen Spitzenplatz ein. Der 2008 verstorbene
Ordensgründer war nicht nur jahrzehntelang weltlichen
Lastern wie Rauschmitteln zugeneigt. Auch mit dem Zölibat
nahm er es nicht sonderlich genau und zeugte mit zwei Frauen
drei Kinder, wie der Orden unterdessen selbst zugegeben hat.
Am schwersten aber wiegt, dass Maciel zwischen 20 und 100
Jugendliche missbraucht haben soll, darunter auch seine
eigenen Kinder. Als Begründung diente ihm nach Aussagen
von Opfern ein „Leiden im Unterleib“, das nur mittels
„Massage“ gelindert werden konnte. Nach vollbrachter
„Behandlung“ nahm er den Opfern die Beichte ab und erlegte
ihnen Schweigen auf, wie es die Ordensregeln vorsahen. Die
Vorwürfe gegen Maciel waren im Vatikan seit Jahrzehnten
bekannt. Bereits Ende der 70er Jahre hatte ein Opfer seine
Qualen geschildert und den Brief, versehen mit den Aussagen
weiterer Leidensgefährten, nach Rom geschickt. Nichts
geschah. Erst 1997 wagten acht ehemalige mexikanische
Seminaristen, an die Öffentlichkeit zu gehen. Kurz darauf
legten sie Beschwerde bei der Glaubenskongregation ein, eine
Untersuchung wurde jedoch bald wieder eingestellt – wie
üblich ohne Begründung. Nach außen galt das
Gebot der Omerta, des Schweigens, und noch immer hielt der
Papst seine schützende Hand über Maciel.
Quelle: www.fr-online.de/
14.1.2011 Johannes Paul II. soll am 1.
Mai 2011 selig gesprochen werden.
Quelle: evangelisch.de
21.1.2011 „Begegnungskommission“
eingerichtet für all jene, die durch das
"Fehlverhalten" des Gründers verletzt wurden. Mit
"Fehlverhalten" sind Verbrechen gemeint.
Quelle: Legionäre
1.2.2011
Eine
Kommission
aus externen Fachleuten und Ordensmitgliedern soll sich
künftig mit den Schadensersatzansprüchen von Opfern
sexualisierter Gewalt gegenüber dem Gründer des
Ordens "Legionäre Christi", dem 2008 verstorbenen
mexikanischen Priester Marcial Maciel Degollado, befassen.
Radio Vatikan berichtet: "Maciel hatte, wie sich erst nach
seinem 2008 erfolgten Tod herausstellte, ein Doppelleben
geführt; ihm wird auch der Missbrauch von
Priesteramtskandidaten vorgeworfen."
Quelle: radio
vatikan
14.4.2011
Mittlerweile wurde aufgedeckt, dass andere
Ordensmitglieder in mehreren Apostolischen Schulen ebenfalls
Jungen missbraucht haben. In der Presse werden die Kinder
meist als minderjährige „Seminaristen“ bezeichnet, weil
die Einrichtungen auch „Kleine Seminare“ genannt werden.
Öffentlich bekannt ist Missbrauch in Schulen in Chile,
Italien, Spanien und den USA. In Irland soll Missbrauch in der
Jugendseelsorge des Ordens stattgefunden haben. Das Erzbistum
Freiburg hat im April 2010 einen Seelsorger der
Legionäre Christi beurlaubt, weil die Staatsanwaltschaft
ermittelt. Die neue Strategie des Ordens wird von Christian Modehn dahingehend kritisiert,
dass er nun versuche, die Problematik alleine auf den
Gründer zu begrenzen. Modehn sieht außerdem
aufgrund von spanischen Quellen Anzeichen dafür, dass es
im Orden der Legionäre weitere übergriffige
Angehörige gibt. In Mexiko wurde von
Missbrauchsfällen an drei Schulen berichtet.
Quelle: Wikipedia
28.3.2012 Die Karriere des Marcial Maciel
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/marcial-maciel-degollado-der-falsche-prophet-11696063.html
http://it.gloria.tv/?media=100583:
Der Prediger von LC denkt über die Gnade nach, die in der
Missbrauchskrise liege und über die Traumatisierung von
Ordensmitgliedern, die durch die Veröffentlichung der
"Taten" des Gründers eintreten konnte. Er führt das
Leid des Papstes über das Schlechte aus. Und erinnert an
das Pauluswort, dass die Erlösung da groß ist, wo
die Schuld groß ist. Er empfiehlt den Blick auf das
Gute. Geeignet nur
für Hartgesottene.