Sexuelle Gewalt in der
katholischen Kirche 2010/I.
Januar bis
Juni
30.6.2010 Nachhilfe in der Deutung von
Sprache hat Kardinal Sodano erteilt. In seiner Osterpredigt
hatte er dem Papst gesagt: "Heiliger Vater, mit Ihnen ist
das Volk Gottes, das sich nicht vom Geschwätz des
Augenblicks und nicht von den Prüfungen beeindrucken
lässt, die zuweilen über die Gemeinschaft der
Gläubigen hereinbrechen. Jesus hatte uns ja klar
gesagt: ”In der Welt seid ihr in Bedrängnis", doch Er
fügte sofort hinzu: "Aber habt Mut: Ich habe die Welt
besiegt." (Joh 16,33). Der Vatikan ließ
verlautbaren, dass der von Sodano verwandte Begriff
«Geschwätz» fälschlicherweise als
Ausdruck mangelnden Respekts vor den Opfern sexuellen
Missbrauchs interpretiert worden. Vielmehr handele es sich
um ein wörtliches Zitat aus der Palmsonntagspredigt des
Papstes. Da habe dieser gesprochen «Mut, der sich
nicht einschüchtern lässt vom Geschwätz der
herrschenden Meinungen».
Die Vatikanmitteilung hebt hervor, dass Sodanos Haltung
gegenüber den Missbrauchsopfern von dem gleichen
Mitgefühl bestimmt werde wie jene des Papstes.
Quelle: liborius
30.6.2010 Nach Missbrauchsvorwürfen
gegen einen Prämonstratenser (30 Missbrauchsfälle,
ca 10 Opfer) wird das Priorat des Ordens der
Prämonstratenser im nordhessischen Fritzlar zum 1. Juli
offiziell aufgelöst.
Quelle:
Domradio
30.6.2010 Eine bemerkenswerte "Predigt
über das Richten" von Hauptpastor und Propst Dr. Johann
Hinrich Claussen.
Quelle:
St.
Nikolai-Hamburg
30.6.2010 Das Bistum Osnabrück
veröffentlicht Zahlen zu Missbrauchsfällen: 28
Hinweise auf Fälle von sexuellem Missbrauch, die das
Bistum betreffen, sind seit Februar bei der
zuständigen Kommission eingegangen. Sie erstrecken
sich über einen Zeitraum von 70 Jahren und beziehen
sich auf 16 Geistliche und 3 sonstige kirchliche Mitarbeiter
des Bistums sowie 2 seit längerem dem Erzbistum Hamburg
angehörende Geistliche. Von den 16
verdächtigten Geistlichen des Bistums Osnabrück
sind 11 bereits verstorben. Vier weitere sind pensioniert
und nicht mehr im Gemeindedienst. Einer dieser 4 Geistlichen
wurde 2001 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger
gerichtlich verurteilt. Der 16. verdächtigte Geistliche
ist amtierender Priester des Bistums Osnabrück. Er
wurde aufgrund der gegen ihn erhobenen Vorwürfe bis auf
weiteres vom Dienst entpflichtet. Ein strafrechtliches
Ermittlungsverfahren gegen ihn läuft.
Quelle:
Bistum
Osnabrück
30.6.2010 Der Heinsberger Propst,
Günter M. aus dem Bistum Aachen, lässt sein Amt
bis auf Weiteres ruhen. Gehen ihn liegt der Vorwurf
sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen vor 20
Jahren vor. Die Staatsanwaltschaft hat nach Feststellung der
Verjährung die Ermittlungen eingestellt. Nun läuft
die kirchliche Voruntersuchung, die keine
Verjährungszeiten kennt.
Quelle:
Kirche
im Bistum Aachen
29.6.2010 Im Erzbistum Paderborn liegt
ein Bericht über die Missbrauchsfälle vor, die in
den letzten 5 Monaten bekannt wurden: 30 Priester werden von
40 Opfern beschuldigt. Außerdem liegen 22 Hinweise auf
andere Formen von Gewalt vor. Die Mehrheit der Hinweise gilt
für die Zeit zwischen 1960 und 1980. 12 der
beschuldigten Priester sind verstorben, 3 gehören zu
einem Orden, 3 waren nicht zu ermitteln. 7 Priester sind
bereits im Ruhestand, ein Geistlicher wurde suspendiert. In
5 Fällen die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. 2
Ermittlungsverfahren laufen.
Quelle:
Erzbistum
Paderborn
29.6.2010 Kirchliche Missbrauchsopfer
aus Belgien hielten in Brüssel eine Kundgebung ab. Sie
fordern einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu
den Missbrauchsfällen in der kath. Kirche. Ein
Vertreter der "Flämischen Arbeitsgruppe Menschenrechte
in der Kirche" sagte, dies sei die einzige Möglichkeit,
gehört und anerkannt zu werden. Die Mitglieder der
Arbeitsgruppe erheben schwere Vorwürfe gegen Kardinal
Danneels. Der habe 2000 eine Abordnung der Arbeitsgruppe
beschieden, sie wolle die Kirche kaputt machen.
Quelle:
BFR
29.6.2010 Der Ausschussvorsitzende der
belgischen kirchlichen Missbrauchskommission Adriaenssens
fühlt sich nach der BEschlagnahme der Akten durch
diebelgische Justiz als Vertrauensperson der Opfer durch die
Justiz missbraucht, als ob er als Lockvogel für die
Opfer hätte herhalten müssen. Die Kommission habe
alle nicht verjährten Fälle (in Belgien 10 Jahre)
der Justiz gegeben. Ebenso auch die ca 100 Fälle, in
denen er ausdrücklich darum gebten worden sei. Die
anderen Betroffenen hätten um Diskretion gebeten.
Adriaenssens wies darauf hin, dass diese Leute sich bei der
kirchlichen Kommission und nicht bei der Justiz gemeldet
haben. Die Staatsanwaltschaft begründet ihr Vorgehen
damit, dass es HInweise auf Unterschlagung von
Beweismaterial durch die Kirche gegeben habe.
Quelle:
faznet
28.6.2010 Normalerweise kann der Vatikan
als souveräner Staat in den USA nicht vor Gericht
gezogen werden. Im Missbrauchsskandal gilt dies jedoch
nicht. Das Oberste Gericht bestätigte nun die
Entscheidung eines Zivilgerichtes.
Zivilrechtlich kann der Vatikan also belangt werden. Konkret
ging es um einen priesterlichen Missbrauchstäter, der
ca 200
gehörlose Kinder missbraucht hat.
Quelle: NZZ
28.6.2010 Der Bischof von Münster
hat einen Pfarrer aus Münster rehabilitiert. Der hatte
sich beim Bischof gemeldet, weil er sich Vorfällen mit
Jugendlichen entsann, die längere Zeit
zurücklagen. Eine anonyme Anzeige war ebenfalls
erstattet worden. Sowohl die Staatsanwaltschaft Bochum als
auch die Kommission des Bistums fanden keine Anhaltspunkte
für sexuelle Übergriffe.
Quelle:
Ahlener
Zeitung
28.6.2010 Eine von der
ORF-Religionsabteilung in Auftrag gegebene Umfrage unter 500
österreichischen Pfarrer ergab: 79 Prozent sind
für eine Abkehr von der Zölibatspflicht für
Priester, 51 Prozent für die Zulassung von Frauen zur
Priesterweihe und 52 Prozent bekennen, dass sie in wichtigen
Fragen anders denken als die Kirchenleitung. Gleichzeitig
bilanzieren 69 Prozent, dass sie mit ihrem ehelosen Leben
bisher in Summe recht glücklich waren.
Der emeritierte Pastoraltheologe Prof. Paul Zulehner hat die
Umfrage geleitet. Im Gespräch mit "Kathpress" spricht
er von zum Teil beträchtlichen Divergenzen zwischen
Pfarrern und Kirchenleitung und sieht "extremen
Handlungsbedarf".
Quelle:
kath.web
28.6.2010 "Missbrauch in Institutionen -
den Opfern eine Stimme geben" - Vortrag von Annette
Haardt-Becker in Vallendar am 15.06.2010, anlässlich
der Mitgliederversammlung 2010 der Deutschen
Ordensobernkonferenz mit dem Themenschwerpunkt: Sexueller
Missbrauch Minderjähriger
Quelle:
Innocence
in danger
28.6.2010 In der Diözese
Bozen-Brixen in Südtirol ist nach dem Vorwurf des
sexuellen Missbrauchs ein 74-jähriger Priester seines
Amtes enthoben worden.
Quelle: Standard.at
28.6.2010 Nach der Beschlagnahme von
fast 500 Opferakten durch die Justizbehörde haben die
Mitglieder einer Kommission für Opfer sexuellen
Missbrauchs in der katholischen Kirche Belgiens die Arbeit
eingestellt. Der Kommissions-Vorsitzende, Kinderpsychiater
Adriaenssens, sagte, die belgische Staatsanwaltschaft halte
sich nicht an Absprachen. Abgesprochen worden sei, dass die
Kommission keine Vorgänge bearbeite, in denen es um
noch heute strafrechtlich relevante Vorgänge gehe. Der
Justizminister wies die Kritik des Papstes zurück:
Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs seien Sache der Justiz
und die Bischöfe seien nicht anders als andere Zeugen
behandelt worden.
Quelle:
FR
Adriaenssens
sagte, die Justiz habe offensichtlich das Gefühl,
dass auch diese Kommission verschiedene Affären unter
den Teppich kehren wolle.
26.6.2010 Ein Artikel in der
Süddeutschen gibt Einblick in den Umgang des Kloster
Ettal mit misshandelten und missbrauchten früheren
Schülern. Die Informationen sind bedrückend,
überraschen aber nicht wirklich. Solange "Aufarbeitung"
auf katholisch so aussieht, muss sich die Kirche nicht
wundern, dass sie ihre Glaubwürdigkeit weiter
untergräbt - wer solche "Mitbrüder" hat, braucht
keine Feinde.
Quelle: Süddeutsche
26.6.2010 Die
österreichische Rahmenordnung zum Umgang mit
Missbrauchsfällen in der Kirche ist hier
nachzulesen.
25.6.2010 Die
österreichische Klasnic-Kommission
beschließt
vier Schadensersatz-Kategorien. In Leichteren
Missbrauchsfällen ohne
überschießénde Gewaltanwendung sollen
5000 € gezahlt werden. Mehrfache Übergriffe über
einen längeren Zeitraum bzw. eine geringe Zahl an
schwerwiegenden Übergriffen unter Gewalteinwirkung
sollen mit 15000 € entschädigt werden. 25000 € sollen
Opfer von fortgesetztem Missbrauch mit Verletzungsfolgen
und/oder fortdauernden seelischen Schmerzen erhalten. In
besonders extremen Einzelfällen seien auch über
25000 € hinausgehende Entschädigungen möglich.
Quelle: kath.press
Die Plattform "Betroffene
Kirchlicher Gewalt" lehnt die von der
Opferschutzanwaltschaft vorgeschlagenen
Entschädigungssummen ab und sieht stattdessen eine
"neuerliche Beleidigung der Betroffenen". "Es ist ohne Beispiel in der
österreichischen Justizgeschichte, dass die Vertreter
der Täterorganisation selbst über die Höhe
des Schmerzensgeldes des von ihr verursachten Leides
entscheidet", so Sprecher der Plattform. Hans Peter
Hurka, "Wir sind Kirche-Austria", zeigte sich hingegen mit
den getroffenen Regelungen zufrieden.
Quelle: kleine
Zeitung
25.6.2010 "Skydaddy"
weist auf mehrere Ungereimtheiten im Umgang der Abtei
Mehrerau mit dem "Fall des Pater G." hin, der in Birnau
und an anderen Orten Kinder missbrauchte. Der Autor weist
auch auf Unklarheiten darüber hin, ob
ausschließlich die Abtei Mehrerau für die Seelsorgeeinheit
Birnau (mit Birnau, Nußdorf und Deisendorf)
zuständig ist oder das Erzbistum Freiburg - zumindest
für die Gemeinden Nußdorf und Deisendorf.
25.6.2010 Die Anwälte des
Papstes kämpfen gegen eine Vorladung Benedikts XVI.
vor ein amerikanisches Gericht, vor dem er dazu aussagen
soll, ob der Vatikan priesterliche Missbrauchstäter
gedeckt habe. Juristen der Kirche sagen, eine Vorladung
des Papstes verstoße gegen internationales Recht.
Quelle: 20
Minuten.ch
Kommentar: Nach Aussagen der
Vatikan-Anwälte gibt es keinerlei Beweise für
eine Mitwisserschaft oder Mittäterschaft Roms an
Missbrauchsfällen in der Welt und in den USA.
Vorausgesetzt, der Mangel an Beweisen entspricht auch dem
Mangel an Mittäterschaft und Mitwisserschaft,
könnte es eine großzügige Geste des
Papstes sein, einem weltlichen Gericht Auskunft zu geben -
auch wenn eine "Vorladung" des Papstes nicht den
diplomatischen Gepflogenheiten entspricht. Eine
solche Geste könnte der Glaubwürdigkeit der
Kirche ein wenig aufhelfen.
25.6.2010 Der Vatikan zeigt
sich verwundert über das Vorgehen der belgischen
Ermittlungsbehören. Er beklagt die Verletzung der
Vertrauenssphäre der Opfer - die Ermittlungsbehrden
haben die AKten der Missbrauchsfälle konfisziert, die
Handys der Bischöfe und Kirchenvertreter
beschlagnahmt und die Gräber der früheren
Brüsseler Kardinäle Jozef-Ernest Van Roey und
Leon-Joseph Suenens "verletzt".
Quelle: kipa
24.6.2010 Die Staatsanwaltschaft
Memmingen erklärte gestern auf Anfrage der
Mindelheimer Zeitung, der frühere Leiter des
Internats, Frater G., habe mehrere weitere Taten
begangen. Dies hätten umfangreiche Ermittlungen in
den zurückliegenden Wochen ergeben. Zu einer
Anklage komme es wegen der Verjährung nicht.
Quellen: Augsburger
Allgemeine 24.6.2010
Augsburger
Allgemeine 24.6.2010
24.6.2010 Die irische
Regierung fordert 18 Ordensgemeinschaften auf, weitere 200
Millionen Euro zur Entschädigung von
Missbrauchsopfern aufzubringen. Entschädigt werden
sollen 14.500 Iren und Irinnen.
Quelle: Radio
Vatikan
24.6.2010 Die Missbrauchsbilanz
im Bistum Hildesheim lautet: 71 Personen haben sich
zwischen Februar und Mitte Juni beim Bistum Hildesheim
gemeldet und 37 Fälle sexuellen Missbrauchs
Minderjähriger durch Geistliche im
Bistum Hildesheim beschrieben.
3 Diözesanpriester wandten seit 1995
sexualisierte Gewalt an Minderjährigen an. Zwischen
1940 und 1995 haben sich 21 Diözesanpriester
vermutlich schuldig gemacht. 17 dieser Priester sind
namentlich bekannt, aber verstorben. In einem Fall ist der
Beschuldigte im hohen Alter, der Fall aber verjährt.
Drei weitere beschuldigte Priester können namentlich
nicht mehr ausgemacht werden. Da die jeweiligen Fälle
sich aber auf die 50er Jahre beziehen, sind die
mutmaßlichen Täter wahrscheinlich verstorben
und die Fälle verjährt. Genannt
werden als weitere mutmaßliche Täter 4
Ordenspiester.
Quelle:
BIstum
Hildesheim
24.6.2010 In einer
Provinzstadt vergewaltigten mehr als drei Dutzend
Männer über Jahre hinweg immer wieder vier
Schülerinnen - und die Behörden sagen, sie
wüssten von nichts.
Eine
Kommentatorin formuliert: "Ein Land, in dem so
etwas über Jahre möglich ist, kann man
getrost als rückständig bezeichnen." Dann
gehört auch Deutschland zu den
rückständigen Ländern.
Quelle:
tagesspiegel
24.6.2010 Die
Staatsanwaltschaft Würzburg ermittelt gegen einen Priester
wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen
beziehungsweise von Jugendlichen. Der Beschuldigte ist Priester
des Bistums Regensburg, der im Bistum Würzburg einer
kleinen Nebentätigkeit nachgegangen sei.
Quelle:
Mainpost
24.6.2010 Der Prozess gegen den
Priester, der 2007 im Auftrag der Bischofskonferenz nach
Südafrika ging, wird seit Beginn der Woche in
Südafrika fortgesetzt. In Deutschland hat der
Beschuldigte sich selbst angezeigt. Zuvor waren
Beschuldigungen gegen den Priester wegen sexuellen
Missbrauchs Minderjähriger in Deutschland angezeigt
worden. Der Priester hat zugegeben, dass die
Beschuldigungen in vielen Punkten zuträfen. Quelle: rp-online
24.6.2010 Ein
53-jähriger ehemaliger Ministrant der Klosterkirche
Birnau geht nun kirchenrechtlich gegen den
mutmaßlichen Täter Pater G. vor. Der Kläger
fordert rechtliche Schritte des Vatikan gegen den
Vorgesetzten von Pater G., den früheren Abt aus
Wettingen-Mehrerau. Seit 2001 könne sich jeder in
Missbrauchsfällen unmittelbar an den Vatikan wenden,
heißt es. Der mutmaßliche Täter ist ein
tatsächlicher Täter, denn er hat den Missbrauch
gestanden. Außerdem soll es drei weitere
Missbrauchsopfer geben.
Quelle: Südkurier
Der
derzeitige Abt des Klosters weist darauf hin, dass die
Untersuchung kurz vor dem Abschluss stünde.
Quelle:
kathweb.
24.6.2010 Der Trierer Bischof
Ackermann hat 21 Frauen und Männer getroffen, die in
den vergangenen Jahrzehnten Missbrauchsopfer von Klerikern
waren.
Quelle:
Bistum
Trier
24.6.2010 Die Brüsseler
Staatsanwaltschaft wurde über Vorwürfe wegen
Kindesmissbrauch durch eine gewisse Anzahl Geistlicher
informiert und durchsuchte den Hauptsitz der belgischen
kath. Kirche, der in Mechelen ist. Ziel der Durchsuchung
ist, die Anschuldigen zu erhärten oder nicht zu
erhärten.
Quelle:
NZZ
23.6.2010 Der frühere
Bischof von Augsburg, Mixa, sagte heute, er akzeptiere die
Entscheidung des Vatikans und stelle seinen
Rückstritt nicht weiter infrage. Aus dem Palais will
er ausziehen. Für den Druck, den er bei der
Unterzeichnung seines Rücktritts gespürt habe,
mache er niemanden verwantwortlich.
Quelle:
FR
23.6.2010 In Vorarlberg haben
sich bei der Ombudsstelle der Katholischen Kirche 23 Opfer
von Gewalt gemeldet. Drei stellen
Entschädigungsforderungen, fünf Fällen wird
nachgegangen.
Quelle: ORF
23.6.2010 Die
österreichische Bischofskonferenz hat u.a.
beschlossen, dass die diözesanen Ombudsstellen
einheitlich zu gestalten sind. SIe müssen von
unabhängigen Fachleuten geleitet werden, die nicht
weisungsgebunden sind. Außerdem wird in jeder
Diözese eine Kommission eingesetzt, die mit dem
Bischof die weiteren Konsequenzen für den
mutmaßlichen Täter mit dem Bischof berät.
Der mutmaßl. Täter wird dienstfrei gestellt.
Die Opfer entscheiden, ob sie Anzeige erheben wollen. Die
Kirche rät dem Täter zur Selbstanzeige. Eine
Anzeige durch die Kirche erfolgt auch, wenn weitere
Personen bei Nichtanzeige zu Schaden kämen.
Kosten
für Therapien übernehmen die Ombudsstellen. Die
Bischofskonferenz richtet die "Stiftung Opferschutz" ein,
die von Tätern und verantwortlichen Institutionen (?)
getragen werden soll.
Quelle:
ORF
23.6.2010 Raul Gonzalez Lara,
Sohn des Gründers der Leginäre Christi, Marcial
Maviel Degollada (1920-2008), hat den Orden in den USA auf
Schadenersatz verklagt. Der Anwalt Andersen ist auf
kirchliche Missbrauchsfälle spezialisiert. Er wirft
Papst Benedikt XVI. und dem früheren
Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano und anderen
ranghohen Kirchenführern vor, von Maciels Drogensucht
und Pädophilie gewusst zu haben und nichts dagegen
unternommen zu haben.
Quelle: ORF
23.6.2010 Der frühere
Leiter der Wiener Ombudsstelle, Schüller, fordert,
dass Priester, die des Missbrauchs schuldig sind, laisiert
werden.
Quelle:
presse.com
23.6.2010 In der Diözese
Linz gibt es bislang 65 Priester, Ordensleute und
Laienmitarbeiter, die des sexuellen Missbrauchs
verdächtig sind.
Quelle:
nachrichten.at
22.6.2010 Der Bischof von
Trier, Ackermann, trifft in dieser Woche erstmals
Missbrauchsopfer aus dem Bistum Trier.
Quelle:
Volksfreund
22.6.2010 Dr. Johannes
Warmbrunn, Diözesanrat des Bistums Rottenburg, hat
eine bemerkenswerte Rede gehalten, in der er den Menschen
als "Maßstab" für Reformen in der Kirche
bezeichnet. Bemerkenswert ist die Rede dann, wenn sie
meint, was sie sagt.
Quelle: Bistum
Rottenburg-Stuttgart
21.6.2010 Die Trierer
Staatsanwaltschaft stellt ein Ermittlungsverfahren gegen
einen katholischen Priester ein. Ihm wird sexualisierte
Gewalt vorgeworfen, die Taten sind jedoch verjährt.
Quelle:
Volksfreund
21.6.2010 Wie immer man
darüber denken mag, dass der frühere Bischof
Mixa durch den Vatikan/Ratzinger zum Bischof ernannt
worden ist, so gilt jetzt jedoch: "Wer in eine
psychiatrische Klinik geht, braucht keinen Zynismus. Er
braucht Hilfe." So formuliert der Tagesspiegel.
21.6.2010 In Fritzlar waren dem
Prior der Prämonstratenser-Gemeinschaft Vorwürfe
sexuellen Missbrauchs gegen ein Mitglied der
Ordensgemeinschaft seit 10 Jahren bekannt. Vor 12 Jahren
war eine Delegation bei der Missbrauchsbeauftragten in
Fulda, um die VOrwürfe dem Bistum Fulda mitzuteilen.
Unternommen hat weder der PRior noch das Bistum Fulda
etwas. Der mutmaßliche Täter, der inzwischen
gestanden hat, hatte also 12 Jahre Zeit für seine
Verbrechen.
Quelle:
hna
20.6.2010 Schuld hat nicht der
Teufel - Ein Interview mit Bernd Deininger, der Geistliche
therapiert.
Quelle: Die
Zeit
20.6.2010 In profil.at
schildern kirchliche Missbrauchsopfer, wie die Kirche mit
ihnen umging - fahrlässig und beschämend.
19.6.2010 Die Diözese
Gurk-Klagenfurt wird nächste Woche zwei
Missbrauchsfälle anzeigen, die mehr als 30 Jahre
zurückliegen. Seit Jahresbeginn haben sich 44
Personen gemeldet, 22 bezogen sich auf sexuellen
Missbrauch.
Quelle:
Der
standard
19.6.2010 Der Papst wusste nach
Information der FAZ von der Alkoholkrankheit von Dr. Mixa.
Außerdem sollen ihm zwei Äußerungen von
einem Priester aus dem Bistum Eichstätt und einem aus
dem Bistum Augsburg vorgelegen haben, die unabhängig
voneinander identifizierten Personen geoffenbart hatten,
dass es homosexuelle Übergriffe ("sog. "Weiche
Vergewaltigung" - was immer das ist) durch Mixa gegeben
habe, die ihnen im Zustand emotionaler Abhängigkeit
angetan worden seien.
Quelle: FAZ
19.6.2010 Der Vatikan stellte
auf Nachfrage von Radio
Vatikan klar, dass es
unbegründet sei, im Fall von Bischof Juliusz Paetz
von ‚Rehabilitierung’ zu sprechen. Es sei
ausschließlich um das Feiern von Messen durch den
ehemaligen Erzbischof gegangen, und für diese gelte
es nach wie vor, dass er zuvor das Einverständnis des
zuständigen Bischofs einholen muss. Die
Einschränkungen, die Paetz 2002 auferlegt wurden,
gelten also unverändert.
Kommentar: Diese Falschmeldung zeigt,
wie tiefgreifend der Verlust der Glaubwürdigkeit in
die katholische Kirche ist. Nicht nur Kirchenkritiker,
sondern auch Kirchenloyale trauen dem Papst die
Rehabilitierung eines Missbrauchstäters zu.
19.6.2010 Missbrauchsopfer haben geredet. Nun
stoßen sie auf neues Schweigen. Das ist die
Erfahrung von Katharina B., die seit acht Jahren ein
Notruf-Telefon für Opfer sexueller Gewalt von
Kirchenmitarbeitern betreibt.
Quelle: Südwestpresse
19.6.2010 Piero Gelmini, 83, hat
Hunderte von Drogenentzugsanstalten gegründet. Im
März 2011 wird er sich wegen des Vorwurfs des
sexuellen Missbrauchs an 12 Patienten seiner
Entzugsanstalten zu verantworten haben.
Quelle: Salzburg
24
18.6.2010 Im Jahre 2002 trat
der damalige Erzbischof von Posen, Juliusz Paetz,
zurück. Seminaristen und Priester warfen ihm vor, sie
jahrelang sexuell missbraucht zu haben. Die Vorwürfe
gegen Paetz hatten sich bestätigt. Er verlor sein
Bischofsamt und die Erlaubnis, Priester zu weihen und
Sakramente zu spenden. Der Vatikan hat ihn nun
rehabilitiert - er darf wieder Priester weihen und
Sakramente spenden.
Quelle:
Tagesschau
Kommentar: Vorausgesetzt, diese
Nachricht stimmt: Es gibt eine Möglichkeit, die
Unglaubwürdigkeit des Vatikan noch deutlicher zu
machen: Der Vatikan könnte Herrn Paetz als Visitator
in Polen zur Untersuchung der dortigen
Missbrauchsfälle einsetzen. Der irische Kardinal
Cormac Murphy O'Connor, dem die Vertuschung eines
pädokriminellen Verbrechens vorgeworfen wurde, ist
seit März 2010 Mitglied einer Kommission, die im
Auftrag des Papstes den Umgang der irischen Kirche mit den
Missbrauchsfällen untersuchen soll. Da ist es doch
naheliegend, Herrn Paetz nach seiner Rehabilitierung mit
der Untersuchung der Missbrauchsfälle und ihrer
Vertuschung in Polen zu beauftragen. Ob die Täter und
Vertuscher von gestern die Aufklärer von heute sein
werden, bezweifle ich. Und für meine Zweifel habe ich
Gründe.
18.6.2010 Die
Staatsanwaltschaft Fulda hat ein Ermittlungsverfahren
wegen Missbrauchsvorwürfen am Elite-Internat im
osthessischen Hofbieber eingestellt.
Quelle:
FAZ
17.6.2010
Nach einer Allensbacher Umfrage distanzieren sich die
KatholikInnen immer mehr von ihrer Kirche. Wäre die
Umfrage nicht im Oktober/November 2009 durchgeführt
werden, würden die Ergebnisse wohl noch drastischer
ausfallen. Nur noch 17% der Katholiken sind "gläubige
Kirchennahe". 37% nennen sich "kritisch kirchenverbunden"
und 32 % "kirchlich distanziert".
Quelle:
FR
16.6.2010 Der
Missbrauch durch 12 Lehrer an der Odenwaldschule ist
verjährt. Die Verjährung gilt auch für den
Hauptbeschuldigten Gerold Becker. In vier Verfahren, u.a.
gegen Beckers Nachfolger Wolfgang Harder werde jedoch weiter
wegen des Verdachts der Strafvereitelung ermittelt. Auch ein
Verfahren gegen eine Lehrerin, die einen Jungen zu sexuellen
Handlungen gezwungen haben soll, läuft weiter.
Quelle:
FR
16.6.2010
Anna Catherin Loll und Peter Wensierski,
SpiegelmitarbeiterInnen, berichten unter dem Titel: "Geheime
Parallelwelt" über die Gelder der Katholischen Kirche -
die sichtbaren und die unsichtbaren.
Quelle: Spiegel
Stellungnahme
des Bistums Limburg
15.6.2010
„Ich bin selbst nicht frei von Schuld, sondern musste aus
meinen Fehlern lernen, um ein verwundeter Heiler zu werden.“
Das sagte der emeritierte Erzbischof Kardinal Cormac
Murphy-O’Connor zum Abschluss des Priesterjahres in
Maynooth.
Quelle: Radio
Vatikan
Kommentar:
Kardinal Cormac
Murphy O’Connor hatte bereits am 20.1.2003 laut Radio
Vatikan gemeint, die Kirche habe aus den
Pädokriminalitäts-Skandalen gelernt, offener zu
sein und sich mehr um die Opfer zu kümmern. O'Connor
wurde beschuldigt, einen Fall von Pädokriminalität
in seiner Diözese in den 80er Jahren verschwiegen zu
haben. Ob diese Vorwürfe aufgeklärt wurden,
entzieht sich meiner Kenntnis. Seit März 2010
gehört O'Connor einer Kommission an, die im
Auftrag des Papstes dien Umgang der irischen Kirche mit den
Missbrauchsfällen untersuchen soll.
Für sich selbst den sowieso nicht unproblematischen
Begriff des "verwundeten Heilers" in Anspruch zu nehmen,
ist schwer erträglich. Demut hätte dem
Kardinal besser angestanden.
15.6.2010
Im Bistum Erfurt wurde Anzeige gegen einen
55-jährigen Priester erstattet. Die Taten sollen
sich Mitte der 90er Jahre ereignet haben. Die Aussage
der Betroffenen sei nicht eindeutig gewesen und
hätte kirchenintern nicht geklärt werden
könnten, deshalb seien sie der Staatsanwaltschaft
übergeben worden, so der Erfurter Weihbischof R.
Hauke.
Quelle: mdr
15.6.2010
Ein Erzieher in einem Heim für schwer erziehbare
und straffällig gewordene Kinder und Jugendliche
in Weyarn steht in München vor Gericht. Die
Anklage wirft ihm vor, 25 Schutzbefohlene sexuell
missbraucht zu haben. Missbrauch an 5 Jungen zwischen
13 und 15 Jahren hat der pädophile Erzieher
gestanden. Schuld habe seine Frau, die ihn öfter
betrogen habe.
Quelle: Süddeutsche
15.6.2010
Die heute 55-jährige M. McCormack wurde zwischen
1970 und 1975 von einem
Prämonstratenser-Ordensmann P.B.S. in der
Diözese Kilmore, Irland, missbraucht. Sie
beschuldigte auch den heutigen Primas Kardinal Sean
Brady, der damals Priester der Diözese Kilmore
war, an der Vertuschung früherer Taten des
Täters beteiligt gewesen zu sein. Brady habe vom
Missbrauch zweier Jungen gewusst, jedoch nicht die
Polizei eingeschaltet. Er habe es also unterlassen,
weitere Opfer, also auch Frau McCormack, zu
schützen. Die irische Kirche zahlt dem
Missbrauchsopfer 250.000 €. Die Entschädigung
teilen sich die Diözesen Armagh und Kilmore und
der Prämonstratenser-Orden.
Quelle: ORF
15.6.2010
Der Regierungsbeauftragten für sexuelle
Übergriffe, Christine Bergmann, wurden seit April
über 1000 Fälle sexualisierter Gewalt
gemeldet. 90% der Betroffenen berichteten von
wiederholtem Missbrauch. Ein Drittel geschah im
Bereich kirchlicher Einrichtungen - vor allem
katholischer, ein Drittel im Familien- und
Bekanntenkreis und ein Drittel in nicht-kirchlichen
Institutionen (Schulen, Heime, Therapieeinrichtungen).
Jungen erlebten Missbrauch häufiger in
kirchlichen Einrichtungen, Mädchen häufiger
in therapeutischen Einrichtungen. Frauen erlebten
doppelt so oft Missbrauch in der Familie wie
Männer. Das Durchschnittsalter derer, die sich
gemeldet haben, liegt bei 50 Jahren (17-79 J.). Mehr
als 60% der Anrufer hatten bisher mit niemandem
über den Missbrauch gesprochen.
Quelle: ZDF
14.6.2010
Im Fall des Fritzlarer Priesters aus dem Orden der
Prämonstratenser, Michael L., weitet die
Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen aus.
Bislang hat sie nur den Zeitraum von 1994 bis 2001
untersucht. Nun will sie auch in der jüngeren
Vergangenheit untersuchen. Die ursprüngliche
Opferzahl von 30 Kindern wurde korrigiert: Es handelt
sich um 30 Missbrauchsfälle, von denen etwa 10
Ministranten betroffen sind.
Quelle: hna.de
14.6.2010
Im Bistum Münster kam es nach Angaben der
Bistumskommission zu 106 Opfern von 56 beschuldigten
Priestern.
Quelle: Bild
12.6.2010
Katholische
Kirche- wohin? Ein Gespräch über Macht, Moral und Missbrauch, die Folgen
für die Opfer und die Gemeinschaft der Glaubenden -
hörenswert. Die Langfassung ist hier (Teil 1) und hier (Teil 2) zu hören.
12.6.2010 Der
emeritierte Bischof Mixa zeigte sich - oder: ist/war -
enttäuscht über das Verhalten der Kirche .
Offenbar waren kirchliche Würdenträger an den
unbestätigten Missbrauchsvorwürfen beteiligt. "Das
Bistum Augsburg" habe eine 8 Sätze lange Notiz
angefertigt, die der Augsburger Weihbischof Losinger dem
Generalstaatsanwalt weitergeleitet habe. Das angebliche
Missbrauchsopfer habe den Verdacht umgehend als
unbegründet zurückgewiesen.
Quelle: Süddeutsche
12.6.2010
Die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung
Bergmann sagt im Interview mit der Welt:
"Und
ich
versichere
Ihnen,
es
ist
noch längst nicht alles bekannt. Wir stehen erst am
Anfang." Diese Einschätzung teile ich.
12.6.2010 "Und je
älter ich werde, umso stärker leide ich" - ein
Missbrauchsopfer aus dem Josefsheim in Wettringen berichtet
u.a. davon, dass es eine Entschädigung möchte und
nicht erhält.
Quelle: Ruhrnachrichten
11.6.2010 Die
Diözese Graz-Seckau hat die Suspendierung von
zwei Priestern aufgehoben. Sie waren vor 12 bzw. 20
Jahren wegen Sexualdelikten verurteilt worden. Kinder
waren in beiden Fällen nicht beteiligt. Unter
Auflagen arbeiten diebeiden Priester wieder in ihren
Gemeinden. Ein dritter Fall in der Diözese
Graz-Seckau ist noch ungeklärt.
Quelle: die
Presse
11.6.2010 In den Jahren
1994 bis 2001 soll ein katholischer Priester, Mitglied der
Prämonstratenser, aus dem Bistum Fulda, in seiner
Kirchengemeinde in Fritzlar Ministranten missbraucht haben.
Insgesamt gebe es mehr als 30 Opfer, teilte die
Staatsanwaltschaft in Kassel mit. Die Kriminalpolizei hatte
bei Durchsuchungen umfangreiches Beweismaterial, digitale
Bilder, gefunden, mit der sich die Schuld des Geistlichen
belegen lässt. Der Pfarrer hat bei der Vernehmung durch
die Haftrichterin ein Geständnis abgelegt.
Quelle: Spiegel
11.6.2010 Der
Papst hat sich bei den Missbrauchsopfern entschuldigt.
Er sagte: „Es war zu
erwarten, dass dem bösen Feind das neue Leuchten des
Priestertums nicht gefallen würde... So ist es
geschehen, dass gerade in diesem Jahr der Freude über
das Sakrament des Priestertums die Sünden von Priestern
bekannt wurden – vor allem der Missbrauch der Kleinen, in
dem das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den
Menschen in sein Gegenteil verkehrt wird. Auch wir bitten
Gott und die betroffenen Menschen inständig um
Vergebung und versprechen zugleich, dass wir alles tun
wollen, um solchen Missbrauch nicht wieder vorkommen zu
lassen; dass wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst
und bei der Formung auf dem Weg dahin alles tun werden, was
wir können, um die Rechtheit der Berufung zu
prüfen, und dass wir die Priester mehr noch auf ihrem
Weg begleiten wollen, damit der Herr sie in
Bedrängnissen und Gefahren des Lebens schütze und
behüte.“
Quelle:
Radio
Vatikan
Kommentar: Die Sprache ist kaum
verständlich. Der Leserin ist unklar, wer der
"böse Feind" ist, der verantwortlich für
das Bekanntwerden der Sünden ist -
nicht für die Sünden selbst. Auch das
"neue Leuchten des Priestertums" habe ich nicht
registrieren können, das dem bösen Feind
nicht gefallen hat. Es wird sich zeigen, ob den
Worten Taten folgen.
11.6.2010 „Wir sind
hinabgestoßen worden, durch diverse Priesterskandale,
in die Gossen der Welt. Das ist nicht unser Platz.“ Das
sagte der Kölner Erzbischof beim Priestertreffen in
Rom.
Quelle: domradio
11.6.2010 In
Jütland soll eine Äbtissin eine
74-jährige Nonne bei klirrender Kälte so
lange ausgesperrt haben, bis sie starb. Eine ehemalige
Novizin erhebt schwerste Vorwürfe gegen Theresa
B. Sie führte ihr Kloster offenbar mit eiserner
Hand - der Vatikan griff nicht ein - und auch sonst
niemand. Diese Tat - vermutlich: Misshandlung mit
Todesfolge - ist verjährt.
Quelle: Spiegel
10.6.2010 Bischof
G. Fürst, Rottenburg-Stuttgart, hat den 7000
Menschen seines Bistums, die in diesem Jahr aus der
Kirche ausgetreten sind, Gespräche angeboten. Es
sei ihm wichtig, so sein Pressesprecher, zu
hören, was die Menschen zu ihrem Austritt bewegt.
Einer dieser Einladungen folgten 120 Menschen. Mehr
dazu in der Stuttgarter
Zeitung.
Kommentar: Wenn die Bischöfe den Menschen vor
ihrem Kirchenaustritt nicht zuhören und ihre
Verwaltungen auf Anfragen nicht reagieren, kommt das
Gespräch zu spät, wenn es nach dem
Austritt stattfindet.
11.6.2010 Bereits 1995
wusste die Diözese Innsbruck von körperlichem und
sexuellem Missbrauch in kirchlichen Einrichtungen. Bis 2010
wurde dies geheim gehalten. 15 Jahre wurde über 33
bekannte Fälle Stillschweigen bewahrt, erst 2010
entschloss sich die Diözese, die Fälle und die
Institutionen der Öffentlichkeit zu nennen.
Dem Ombudsmann der Diözese Innsbruck, Tauscher,
gefällt dabei das Wort "geheim halten" nicht. Er
möchte lieber davon sprechen, dass die Zeit noch nicht
reif war. "Die Leute wären über uns hergefallen,
wenn wir die Einrichtungen bekannt gegeben hätten“, so
Tauscher.
Quelle: tt.com
10.6.2010 Innsbruck – 150 Opfer von Missbrauch
oder Gewalt in der Kirche meldeten sich bisher beim Tiroler
Ombudsmann Hans Tauscher. Die Landes-Anlaufstelle für
Opfer in öffentlichen Einrichtungen zählte bisher
180 Kontakte (82 konkrete Fälle).Innsbruck – 150 Opfer von Missbrauch
oder Gewalt in der Kirche meldeten sich bisher beim Tiroler
Ombudsmann Hans Tauscher. Die Landes-Anlaufstelle für
Opfer in öffentlichen Einrichtungen zählte bisher
180 Kontakte (82 konkrete Fälle).
Quelle: tt.com
10.6.2010 „Missbrauchsopfer
kommt
nicht
gut an. Man ekelt sich auch vor Wunden.“ Das sagt ein
anonymes Opfer des AKO. Auf Facebook wurde unter
„aloisius. das akonews magazin“ auch ein WDR-Bericht
über den „2. Eckigen Tisch“ in Oberdollendorf
eingestellt. Darunter stehen Mitte Mai zwei Kommentare.
Ein Ex-AKO-Schüler schreibt: „Missbrauchsopfer der
katholischen Kirche könnte glatt zum Ausbildungsberuf
werden, so inflationär, wie sich vermeintliche Opfer
melden.“ Der andere Kommentar: „Können die nicht
endlich mal Ruhe geben?“
Quelle:
Merkur
9.6.2010
Vor
einem Jahr hatten noch 72 Prozent der Deutschen Vertrauen in
Geistliche, 2010 waren es nur noch 55 Prozent.
Quelle: Focus
9.6.2010 Die
Münchner Staatsanwaltschaft informierte, dass ein
Benediktinerpater des Klosters Ettal wegen des Besitzes von
Kinderpornografie zu einer Strafe von 5 Monaten
Gefängnis auf Bewährung und zu einer Geldstrafe
von 2000 € verurteilt wurde. Gegen weitere
Klosterangehörige wird noch ermittelt. In Ettal
wurden einem Sonderermittler zufolge von 1953 bis in die
jüngste Vergangenheit mehr als 100
Internatsschüler brutal misshandelt, einige davon auch
sexuell. Als Täter wurden 15 Mönche benannt,
darunter auch ein ehemaliger Abt.
Quelle: nachrichten.at
9.6.2010
131 Betroffene von Gewalt in
Kircheninstitutionen planen rechtliche Schritte
gegen die Kirche - so die Plattform "Betroffene
kirchlicher Gewalt".
Vorgesehen
seien von den 131 Betroffenen von Gewalt in kirchlichen
Institutionen Aufforderungsschreiben an die Kirche bis
hin zu Klagen auf Schadenersatz, hieß es.
Quelle: ORF
9.6.2010 Die von
Kardinal Schönborn ins Leben gerufene
Opferanwältin Waltraud Klasnic berichtet von 193
Menschen, die sich wegen Gewalt und sexualisierter
Gewalt in der Kirche bei ihr gemeldet haben. Alle
Angaben stuft sie als glaubwürdig ein. Man
müsse das Wort "Hoffnung" wieder vermitteln, weil viele
Betroffene hoffnungslos geworden seien, dass je die Zeit
kommt, wo sie jemand versteht, sagt Klasnic.
Quelle:
ORF
9.6.2010
"Als vor zweieinhalb Jahren von heute auf morgen der
damalige Leiter des Mindelheimer Internats abgezogen
wurde, weil er rechtskräftig wegen Missbrauchs eines
Jugendlichen verurteilt wurde, belog einer der Fratres die
Öffentlichkeit über die wahren Gründe. Er
sagte damals gegenüber der Mindelheimer Zeitung,
„mein Eindruck ist, dass der Provinzial schon längere
Zeit mit dem Gedanken gespielt hat, einen so fähigen
Mann wie Frater G. an noch verantwortungsvollerer Stelle
einzusetzen“.
Quelle: Augsburger
Allgemeine 9.6.2010
8.6.2010 C.
Ravasio wurde als Kind in einem Aargauer Kinderheim
von Nonnen missbraucht und misshandelt. Sie berichtet.
Quelle: a-z.ch
8.6.2010 Im Bistum
Osnabrück gibt es derzeit 21 Verdachtsfälle
wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. 18
Priester und 3 Mitarbeiter sollen beteiligt sein. Zwei
Priester gehören zum Bistum Hamburg, 11 sind
verstorben, 4 pensioniert - einer davon wurde 2001
wegen Missbrauchs Minderjähriger verurteilt. Nur
einer der Verdächtigen amtierte bis zu seiner
Suspendierung.
Quelle: NDR-Online
7.6.2010 Der
Pfarrer aus dem Bistum Rottenburg, dem sexueller
Missbrauch an einem 17-Jährigen, vorgeworfen
wird, begangen in den 80er Jahren, hat
gestanden.
Quelle: Stuttgarter
Zeitung
6.6.2010 Gegen
einen Potsdamer evangelischen Pastor werden
Missbrauchsvorwürfe erhoben. Bislang reagierte
die zuständige Landeskirche nicht. Hinweise auf
den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen
gibt es seit 2001. Weil der mutmaßliche
Täter die Vorwürfe stets bestritt, wurde er
bislang nicht angezeigt.
Quelle: Märkirsche
Allgemeine
6.6.2010 Ein kath.
Pfarrer aus dem Bistum Rottenburg steht unter dem
Verdacht des sexuellen Missbrauchs an einem damals
17-Jährigen, der in den frühern 1980er
Jahren missbraucht worden sein soll. Strafrechtlich
sind die Vorwürfe verjährt. Die Kommission
sexueller Missbruach berät über das weitere
Vorgehen. Eine Stuttgarter Gemeinde, die der
Beschuldigte übernehmen sollte, wird ihm derzeit
nicht gegeben.
Quelle: fehmarn
24
5.6.2010
Profil.at berichtet von einem Brief von Kardinal
Groer, der dafür spricht, dass der Vatikan den
"Fall Groer" vertuscht hat.
Quelle: Profil.at
5.6.2010 Peter Frey, Chefredakteur des
ZDF, führt die aktuelle Krise der katholischen Kirche
auch auf die mangelnde Kommunikationsfähigkeit der
Kirche zurück. Die Krise sei hausgemacht, sagte
er. Als Beispiele für die Kommunikationsschwäche
der Bischöfe nannte er: Bischöfe empfänden
„die Journalisten als natürliche Feinde“,
Kardinäle täten kritische Berichterstattung als
„Geschwätz“ und Kampagnenjournalismus ab, kirchliche
Gremien kreisten um sich selbst und vergäßen die
Fragen der Menschen.
Quelle: Radio
Vatikan
4.6.2010 Ein kath.
Priester und Religionslehrer wurde in Wien wegen des
Konsums von Folterbildern von Kindern verurteilt: acht Monate
bedingte Freiheitsstrafe. Das Urteil ist noch nicht
rechtskräftig.
Quelle: Standard
und Presse.com
3.6.2010 Die taz
kommentiert: "Dennoch
war die Anzeige richtig - und auch das Nachhaken der
investigativen Journalisten, die die Sache hartnäckig
verfolgt haben. Gerade Zollitsch muss als Vorsitzender der
Bischofskonferenz eine reine Weste haben, will er die
Aufklärung des Missbrauchsskandals vorantreiben.
Insofern dienen die juristischen Vorwürfe der
Aufklärung des Geschehens. Denn nur wo alles
auf dem Tisch gelandet und so weit wie möglich
geklärt worden ist, ist ein Neuanfang der Kirche
möglich. Zollitsch ist sicherlich
intelligent genug, das einzusehen."
Kommentar: Wenn in diesen Wochen
nicht wirklich alles auf den Tisch kommt, was in den
Ordinariaten und bei den Personalreferenten der
Bistümer bekannt ist, dann wird es unweigerlich einen
nächsten Skandal geben. Der Schaden wäre noch um
einiges größer als er derzeit schon ist.
s. auch die Recherchen von "Skydaddy"
3.6.2010 Der Abt
von Mehrerau nimmt Stellung zu den Vorwürfen
gegen Erzbischof Zollitsch und bestätigt, dass
das Erzbistum Freiburg nicht für das Kloster
Birnau zuständig ist, in dem der Missbrauch
begangen wurde.
Quelle: Mehrerau
3.6.2010 Nach Ansicht
des Kirchenrechtlers R. Puza, Dekan der
Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni
Tübingen, trägt Zollitsch keine Schuld, weil
er für das Kloster Birnau, in dem der Missbrauch
stattgefunden haben soll, nicht zuständig war.
Zuständig war vielmehr der Abt des
Zisterzienserklosters Wettingen-Mehrerau bei
Bregenz/Osterreich. Die Zisterzienser sind ein Orden
päpstlichen Rechts. Für sie ist nicht der
Ortsbischof, sondern der Papst in Rom zuständig.
Quelle:
welt.de
2.6.2010 Wir sind
Kirche formuliert: "Zu fragen ist zum Beispiel, ob - wie
seit 1962 vom Vatikan gefordert - dieser Missbrauchsfall
nicht erst 2006 sondern bereits damals nach Rom gemeldet
wurde. Auch die Verantwortlichkeit des Zisterzienserordens
und das wechselseitige Zusammenwirken sind zu
klären», teilte die Organisation mit. Es sei
nicht auszuschließen, dass auch andere Bischöfe
und Personalverantwortliche nicht angemessen auf
Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt reagiert
hätten. Da Zollitsch nach Bekanntwerden der zahllosen
Missbrauchsfälle einen Neuanfang innerhalb der Kirche
angekündigt habe, wäre es zu begrüßen,
«wenn auch unabhängig der strafrechtlichen und
kirchenrechtlichen Bewertung lange zurückliegender
Vorgänge Bischöfe und Personalverantwortliche ihre
jeweilige moralische Verantwortung übernehmen
würden".
Quelle: Wir
sind Kirche
2.6.2010 Gegen den
Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,
Erzbischof Zollitsch, ermittelt die Staatsanwaltschaft
Konstanz. Zollitsch wird Beihilfe zum sexuellen
Missbrauch von Kindern vorgeworfen, weil er in
Kenntnis von Übergriffen eines
Zisterzienser-Paters als Personalreferent veranlasst
habe, dass der mutmaßliche Täter in Birnau
am Bodensee erneut angestellt wurde. Das Erzbistum
nennt die Vorwürfe haltlos.
Quelle: ORF
und Badische
Zeitung und Erzbistum
Freiburg
s.
auch Badische Zeitung vom 22.4.2010
s. auch Fokus
s. auch Die
Zeit
2.6.2010 Der
kanadische Bischof Lahey, bei dem im Sept. 2009
kinderpornografische Dateien (d.h. Bilder von gefolterten
Kindern) gefunden worden waren, wird von einem Mann
angeklagt, dass er den Mann von 1982 bis 1986 als
Minderjährigen in einem Waisenheim seyuell
belästigt habe. Der Beschuldigte bestreitet den
Vorwurf.
Quelle:
Radio
Vatikan
2.6.2010 Im Jahr 2009 gingen bei den
diözesanen Stellen in der Schweiz
Meldungen von Übergriffen von 14 Tätern an 15
Opfern ein. Von Januar bis Mai 2010 wurden 72 Täter und
104 Opfer gemeldet.. Der grosse Teil der nun gemeldeten
sexuellen Übergriffe geschah zwischen 1950 und 1990.
Nur 9 der 2010 gemeldeten 104 Opfer erlitten Übergriffe
nach 1990. Von den von Januar bis Mai 2010 gemeldeten 104
Opfern der vergangenen 60 Jahre waren zum Zeitpunkt der
sexuellen Übergriffe 11 Kinder unter 12 Jahren, 15
weibliche und 61 männliche Jugendliche zwischen 12 und
16 Jahren, 12 erwachsene Frauen und 5 erwachsene
Männer.
Quelle: kath.ch
2.6.2010 Rainer
Bucher über "Kirche auf
dem Weg weg von der Macht hin zur Autorität"
Quelle: wir
sind kirche.at
1.6.2010 Die deutschen
Salesianer berichten von 84 Meldungen mit Einzel- und
Mehrfachbeschuldigungen von Ordensangehörigen, die bis
in die 1950er Jahre zurückreichen. Die Vorwürfe
beziehen sich auf körperliche und psychische Gewalt
sowie sexuellen Missbrauch. Bei 39 von insgesamt 63
Beschuldigten handelt es sich um Ordensangehörige.
Quelle: Radio
Vatikan
Mai 2010: Vatikan Spezial zum Thema Missbrauch
in der katholischen Kirche
31.5.2010 Der
Papst hat den Rücktritt des Erzbischofs von Benin
City, Nigeria, angenommen. Eine Frau hatte den aus
Irland stammenden Bischof beschuldigt, sie sexuell
missbraucht zu haben. Daraufhin bat der Erzbischof um
seinen Rücktritt. Missbrauch bestreitet er, den
Bruch des Ehelosigkeitsgelübdes gibt er zu.
Quelle: Süddeutsche
31.5.2010 Bischof
Bode, Osnabrück, hat umfassende Reformen in der
kath. Kirche gefordert. Die Kirche benötige ein
Klima der Offenheit. Sie brauche ein neues Miteinander
von Priestern und Laien, Männern und Frauen.
Autorität und Macht sollten eine radikal dienende
Funktion haben.
Quelle: kath.web
31.5.2010 Der
Vatikan kündigte eine Visitation von 4 irischen
Diözesen an, um "Bischöfen,
Klerus,
Gläubigen
und
Laien
helfen,
der durch die tragischen Skandale um den Missbrauch von
Minderjährigen durch Priester entstandenen Situation
adäquat entgegenzutreten".
Quelle: ORF
30.5.2010 "Aber
niemand scheint zu fragen, wie zu erklären ist,
daß zumindest in einer großen Anzahl von
Fällen „vom Geist der Liebe im Rettungsdorf“
(Wichern) nichts zu spüren war, eher das
Gegenteil. Die
theologische Dimension kirchlich-diakonischer
Mißhandlungen ist mir in der ganzen Diskussion
noch nirgendwo begegnet. Es geht aber nicht
nur um einzelne Sünder, sondern um ein falsch
justiertes System, an dem die Kirchen einen wichtigen,
auch ideologischen Anteil hatten."
Quelle: Dierk
Schäfer-blog: Scham und Schande - Die Kirchen
und die Heimkinderdebatte
30.5.2010 Die
Staatsanwaltschaft Augsburg hat Vorermittlungen
eingeleitet wegen Missbrauchs- und
Misshandlungsvorwürfen im Josefsheim
Reitenbuch. Sieben
Personen hatten - z.T. mit eidesstattlichen Versicherungen -
von Gewalt und sexualisierter Gewalt berichtet - in der
Zeitspanne von 1933 bis Ende der 80er Jahre. Bis 1999 stand
das Heim unter der Leitung der Dillinger Franziskanerinnen,
die nach Aussage einer Schwester den immer wieder gegebenen
Hinweisen nicht nachgegangen seien.
Quelle: Augsburger
Allgemeine
30.5.2010 Das
Erzbistum Hamburg hat seit dem 15.3.2010 dreizehn
Missbrauchsvorwürfe an die Staatsanwaltschaft
weitergeleitet. Die Vorwürfe betreffen die Zeit
von 1950 bis in die 1990-erJahre. Sie richten sich
gegen 8 Priester, von denen 4 verstorben sind
und zwei im Ruhestand leben. Zwei weitere wurden in
den Ruhestand versetzt. Weitere Vorwürfe
betreffen einen Priester des Bistums Hildesheim, der
verstorben ist und 2 ehemalige Mitarbeiter einer
kirchlichen Einrichung im Erzbistum Hamburg.
Quelle: Erzbistum
Hamburg
30.5.2010 In
Italien gelangten in den vergangenen Monaten einzelne
Missbrauchsfälle an die
Öffentlichkeit. Der Generalsekretär der
italienischen Bischofskonferenz Grociata versicherte,
jeder Missbrauchsfall sei einer zu viel, verwies aber
darauf, dass die Skandale der Kirche bisher kaum
geschadet hätten. (Vom Schaden für die Opfer
sprach er nicht.) In Mailand
wurde der 73-jährige Priester Domenico P. letzte Woche
verhaftet, weil er vor einigen Jahren einen 13-Jährigen
missbraucht habe. In der Wohnung des mutmaßlichen
Täters wurden Kinderpornos, also Folter-Bilder,
gefunden.
Berichtet wurde auch von einem Prozess gegen einen Priester
in Rom. Der verantwortliche Bischof von Rufina, Gino Reali,
hat den vor Gericht stehenden Priester ermahnt, keine Buben
mehr mit nach Hause zu nehmen.
Quelle: die
Presse
30.5.2010 "Die
Sorge der Kirche gilt dem Wohl der Opfer", sagte der Vorsitzende
der Italienischen Bischofskonferenz, Kardinal Angelo
Bagnasco. Er räumte eine mögliche Vertuschung ein.
Quelle: Radio
Vatikan
30.5.2010 "Darin liegt das Problem der
katholischen Kirche: dass ihr die eigenen Leute
schützenswerter schienen als die Kinder, die ihnen
als Schüler anvertraut wurden. Katholische
Würdenträger müsste gerade das zutiefst
erschüttern: wie kaltherzig sie mit dem großen
Vertrauen der Gläubigen umgegangen sind....Von der Scham, als verantwortliche
Kirche so versagt zu haben, weil man Missbräuche
über Jahrzehnte systematisch gedeckt hat, ist leider
viel zu wenig zu spüren. Dies ist der
größte Skandal der katholischen Kirche seit
Langem - aber wie viele Stimmen sind zu hören? Die
katholische Kirche will ein lebendiger Ort des Glaubens
sein. Krisen, Widersprüche, Scham, Fehltritte, sogar
Verbrechen gehören zum Lebendigen leider dazu. Nur
muss man sich dem stellen. Verdruckstes Schweigen - damit
kann die Kirche nur verlieren: an Achtung und an
Mitgliedern."
Quelle: Berliner
Morgenpost
Kommentar: Dieser Kommentar der Berliner Morgenpost
ist richtig. Die Reaktionen der Amtskirche auf
Schreiben von mir bestehen - von wenigen Ausnahmen
abgesehen - im Schweigen, das nach wie vor, Krise
hin oder her, anhaltenderlebe.
30.5.2010 Hans
Küng gibt Papst Johannes Paul II. die Schuld,
dass die Glaubenskongregation unter Ratzinger nicht
gegen Groer, Krenn, Haas und Maciel vorgehen konnten.
Küng weist auch Benedikt XVI eine Mitschuld zu.
Die diffamierende Äußerung Sodanos
("Geschwätz") vom Ostersonntag sei mit dem Papst
abgesprochen, meint Küng. Und er erinnert daran,
dass Ratzinger als Präfekt der
Glaubenskongregation 2001 ein Schreiben an alle
Bischöfe "Über schwere Vergehen" gerichtet
habe, in dem gefordert wurde, die
Missbrauchsfälle unter des Secretum Pontificium
zu stellen. Wer gegen diese Forderng
verstößt, zieht sich schwere Kirchenstrafen
zu.
Quelle: presse
30.5.2010 "...statt
einer wirklichen Geste, ihnen zu helfen. Das ist so
unglaublich bürokratisch..... Eigentlich ginge es jetzt
um Emotionen, die gezeigt werden müssten. Doch da sieht
man eine ganz große Hilflosigkeit."
Quelle:
WDR
Kommentar: Das
sagt Miguel Abrantes Ostrowski vor dem
gestrigen Treffen von Opfern mit Jesuiten in Berlin. Damit
trifft er das Problem sehr genau. Heilsam sind nicht eine
Bürokratie, ein "korrektes" Verhalten der
Täterseite, wiederholte gefühllose
Entschuldigungen und Betroffenheitsäußerungen,
die in Mikrofone und Kameras gesprochen werden, und
völlig ohne das Gegenüber von Opfern
auskommen - heilsam ist das ehrliche und authentische
Mitfühlen. Und das fehlt in der Regel. Aber das ist
nicht einklagbar.
29.5.2010 Die
Heidelberger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen
ehemaligen katholischen Pfarrer des Heidelberger Stadtteils
Kirchheim, Erzbistum Freiburg. Pfarrer S. steht im Verdacht,
Mitte der 1980er Jahre mindestens einen, wahrscheinlich aber
mehrere Jugendliche sexuell missbraucht zu haben. Der
Freiburger Missbrauchsbeauftragte erstattete Strafanzeige.
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung
28.5.2010 Wege aus
der Vertrauenskrise - CiG
28.5.2010 Die
"Time" spekuliert über eine Vergebungsbitte des
Papstes beim Welttreffen kath. Priester Anfang Juni in
Rom. Die Kurie betrachte eine solche Bitte als
"gefährlich", weil dadurch die anwesenden
Priester indirekt für sexuellen Missbrauch
verantwortlich gemacht würden, berichtet die
Time. Im Vatikan sei nichts über eine solche
Vergebungsbitte bekannt.
Quelle: Radio
Vatikan
Kommentar:
Was die x-te Vergebungsbitte von wem auch immer -
die auf ihre Korrektheit, Verträglichkeit,
Nicht-Anstößigkeit bei wem auch immer und
auch sonst und in jeder Hinsicht überprüft
wurde, bevor sie ausgesprochen wird - bewirken soll,
wird mir umso unerfindlicher, je häufiger sie
ausgesprochen wird. In der Inflation der
Vergebungsbitten tendieren ihr Wert und ihre
Glaubwürdigkeit gegen Null.
28.5.2010 In der
Kirche Luxemburgs ist von 31 Fällen
sexualisierter und körperlicher Gewalt in den
letzten Jahrzehnten die Rede. AKtuelle Fälle gebe
es nicht.
Quelle: Domradio
28.5.2010 Im
Bistum Würzburg geht der Missbrauchsbeauftragte
von 83 "relevanten Kontakten" aus. Er stellt aber
fest, dass die Zahl der Opfer wohl größer
ist.
Quelle: Abendzeitung
27.5.2010 Zudem gelte
es einzusehen, dass nicht nur Vergebung, sondern auch
Gerechtigkeit notwendig sei - das sagte der Papst und
forderte die italienischen Bischöfe zum offenen Umgang
mit Missbrauchsfällen auf.
Quelle: ORF
Kommentar: Diese Aussage ist
bemerkenswert, weil es der Kirche bislang um die
Vergebung ging, die den Tätern - ohne den Weg
über die Opfer zu nehmen - gewährt wurde.
Die Gerechtigkeit für die Opfer war bisher kein
Thema. J.B.Metz formulierte es mal so:
„Die die
biblischen Traditionen beunruhigende Frage nach der
Gerechtigkeit für die unschuldig Leidenden wurde
nämlich allzu schnell verwandelt und umgesprochen in
die Frage nach der Erlösung der Schuldigen."
27.5.2010 Joaquin
Navarro-Valls, früherer Vatikansprecher, hat die
Behauptung zurück gewiesen, Papst Johannes Paul
II. habe Missbrauchsfälle vertuscht. Im Fall des
Gründers der Ordensgemeinschaft "Legionäre
Christi", Marcial Maciel Degollado (1920-2008), sei das
kirchenrechtliche Verfahren noch unter dem Pontifikat des
polnischen Papstes eröffnet worden. Auch im Fall
Groer habe der Papst nichts vertuscht.
Quelle: kathweb.at
s. hingegen einen Beitrag von Christian Modehn im NDR
- Podcast: "Pater
Marcial Maciel hat Straftaten begangen und ein
skrupelloses Leben geführt."
27.5.2010 Die
Missbrauchsbeauftragte Raue der Jesuiten stellte ihren
Abschlussbericht vor. Mehrfach als Täter wurden
12 Jesuitenpatres benannt, 6 von ihnen sind inzw.
gestorben. Raue berichtete, dass die Täter
über Jahrzehnte systematisch sexuelle und
körperliche Gewalt gegen Kinder geübt
hätten, die von den Oberen gedeckt und vertuscht
worden waren. Insgesamt gingen seit Ende Januar 205
Opfermeldungen ehemaliger Schüler von
Jesuitenschulen ein. Die meisten Fälle ereigneten
sich in den 70er und frühen 80er Jahre. Der
derzeitige Provinzial Dartmann bestätigte, dass die
Aufklärung nur langsam angelaufen sei. Von den
damaligen Oberen der Jesuiten erwarte er erklärungen.
Die damals Verantwortlichen, die die Täter deckten,
sind heute alle über 70 und pensioniert.
Quelle:
faz
Laut
Radio
Vatikan werden 46 Patres, weltliche Lehrer und
Erzieher des Ordens, verdächtigt. Bei vielen
Opfern hätten die Übergriffe schlimme Auswirkungen
auf ihren weiteren Lebensweg gehabt. „Diese Leute, die sich
da gemeldet haben, sprechen fast durchgängig von
gebrochenen Lebenswegen, von Angst und Depressionen,
Problemen im sexuellen Bereich und zerstörten Ehen und
Eheproblemen“, so Raue wörtlich. Im Jesuitenorden seien
viele Vorwürfe bekannt gewesen, ohne dass angemessen
reagiert wurde. Die vergangenen Wochen hätten die Opfer
erneut auf eine harte Geduldsprobe gestellt.
s. auch den Bericht in der FR
Abschlussbericht
von U. Raue
Stellungnahme
des Provinzials Dartmann
Spiegel:
"Wir
können nicht davon ausgehen, dass wir bisher alles
gehört haben. Im Gegenteil", sagte Raue.
27.5.2010 Im
Bistum Augsburg wird die Spaltung des Bistums nun auch
im Internet sichtbar. Die Kirchenzeitung versuchte in
ihrer Pfingstausgabe, den emeritierten Bischof Mixa
reinzuwaschen von den Prügel- und
Untreuevorwürfen. Das Bistum
hatte sich schon zuvor für Mixas Schläge im
Kinderheim Schrobenhausen entschuldigt und klargestellt, es
nehme das Leid der Opfer "sehr ernst" und suche das
Gespräch mit den Betroffenen. Alle Zeitungen und
Nachrichtenagenturen berichteten über diese
Pressemitteilung. Die Sonntagszeitung nicht.
Quelle: Süddeutsche
26.5.2010 Im
März wurde ein Pater der Osnabrücker
Ordensprovinz der Franziskaner beschuldigt, sich beim
sog. Klamottenknobeln Jugendlichen in den 70er Jahren
unsittlich genähert zu haben. Der Beschuldigte
gestand das unangemessene Verhalten ein, begab sich in
Therapie und wird wieder in seinem bisherigen Amt
eingesetzt.
Vorwürfe sexualisierter Gewalt, die einem anderen
beteiligten Pater zur Last gelegt werden, der den
Orden 1993 verließ, werden aufrechterhalten.
Quelle: Bistum
Osnabrück
26.5.2010 Der
Missbrauchsbeauftragte des Bistums Berlin berichtet
von insgesamt 7 Männern und Frauen, die
Missbrauchsvorwürfe gegen Pfarrer erhoben haben.
Sieben der 8 Beschuldigten begingen ihre Untaten in
den 50er, 70er und 80er Jahren. Sieben der 8
Beschuldigten sind verstorben oder leben im Ruhestand.
Quelle: Tagesspiegel
25.5.2010
Fast drei Monate nach Veröffentlichung der ersten
Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs am Internat in
Mindelheim hat ihr Provinzial Frater Brandon Geary nun
einen umfassenden Bericht zum Sachstand vorgelegt. Der
findet sich eher versteckt auf dem Internet-Portal des
Internats. Geary räumt darin Missbrauch und Gewalt
ein. Und er zeigt sich tief beschämt über die
inakzeptablen Vorgänge.
Quelle: Augsburger
Allgemeine
25.5.2010 In Italien wurden in den
letzten 10 Jahren etwa 100 Priester des sexuellen
Missbrauchs beschuldigt und nach Kirchenrecht
verurteilt. Dies geht aus einer Mitteilung des
Sekretärs der italienischen Bischofskonferenz hervor.
Quelle: Radio
Vatikan
Kommentar: Wenn
67 ehemalige Schüler
einer Taubstummen-Schule in Verona bereits 24
mutmaßliche Täter - Priester und andere
kirchliche Mitarbeiter - benennen, ist von einer hohen
Dunkelziffer auszugehen.
22.5.2010 Ein italienischer Bischof
wusste vom Missbrauch durch einen kath. Priester und tat
nichts. Der Pfarrer wurde 2001 verhaftet, er soll zehn
Jungen zwischen 11 und 16 im Zeltlager oder in der Pfarrei
vergewaltigt haben. Der Beschuldigte erklärt sich zum
Opfer einer Intrige. Die Aussagenjedoch belasten ihn. Der
Bischof der Diözese Porto e Santa Rufina, Gino
Reali,berichtete vor Gericht, dass er 2006 Gerüchte
hörte, aber keine Beweise gehabt habe. Der Brief eines
Missbruachsopfers mit detaillierten Schilderungen
zählte für ihn nicht als Beweis - es war ja
bloß der Bericht eines Opfers.
Diese Vorgänge geschehen in Italien, wenige Kilometer
vom Vatikan entfernt, der von Null-Toleranz erzählt.
Quelle:
taz
21.5.2010 In
Brasilien wurde am Freitag ein römisch-katholischer
Priester verhaftet, der von einem ehemaligen Ministranten
des sexuellen Missbrauchs beschuldigt wird. Der
44jährige Marcin Michael S. soll im Pfarrhaus ein
"Sex-Verlies" eingerichtet haben, in dem er sein Opfer mit
Handschellen ans Bett fesselte. Der aus Polen stammende
Priester wurde von der Erzdiözese Rio de Janeiro all
seiner Aufgaben enthoben, als am Donnerstag der Haftbefehl
bekannt wurde, erklärte ein Sprecher der
Erzdiözese. Die Kirche "drückte ihr Bedauern" aus,
meldet die Agentur AP.
Quelle: queer-news
21.5.2010 Psychotherapeuten rechnen mit
dem Bekanntwerden weiterer lang zurückliegender
Fälle von sexuellem Missbrauch oder von Gewalt gegen
Heimkinder. Der Bundesvorsitzende der Deutschen
PsychotherapeutenVereinigung (DPtV), Dieter Best,
äußerte vor Journalisten am Freitag in Berlin die
Erwartung, dass da noch vieles im Verborgenen schlummert.
Quelle: Domradio
21.5.2010 Mit insgesamt 174 Fällen
und Anliegen ist die von der ehemaligen steierischen
Landeshauptfrau Waltraud Klasnic geleitete Anwaltschaft
für Opfer kirchlichen Missbrauchs derzeit befasst.
Quelle:
kath.web
21.5.2010 Im Bistum Regensburg wurden
Ermittlungen gegen den Pfarrer von St. Georg in Painten
eingestellt - es liegt keine Straftat vor.
Quelle: Bistum
Regensburg
21.5.2010 Zuletzt räumten drei
katholische Geistliche in Belgien den Missbrauch von 40
Kindern ein.
Quelle: kipa
21.5.2010 Die ehemalige
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer wird ein
Zweit-Gutachten über die Missbrauchsfälle in
Jesuitenschulen erstellen. Es ist der Versuch, das
Misstrauen einiger Opfer abzubauen.
Quelle: Spiegel
21.5.2010 Die Süddeutsche
spricht von einer pastoralen Katastrophe im Bistum Augsburg.
21.5.2010 Eine strafbewehrte Pflicht zur
Anzeige bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch soll es
weiterhin nicht geben.
Quelle:
Domradio
Kommentar:
Auch wenn diese Regelung Tätern weitere Taten und
Vertuschern weiteres Vertuschen erlaubt, wird der
Entscheidung des Opfers Rechnung getragen. Diese Regelung,
die auch wegen der Belastungen eines juristischen Verfahrens
für die Opfer ihre Berechtigung hat, müsste jedoch
dazu führen, die bisherigen juristischen Vorgänge
opferfreundlicher zu gestalten. Da wäre einiges zu tun.
Und
das
Ziel
müsste
sein,
dass
Täter
angezeigt
werden
können,
ohne
dass
das
Opfer in eine retraumatisierende Situation gerät.
21.5.2010 Der Südkurier berichtet,
dass es im Erzbistum Freiburg 40 Missbrauchsfälle gebe.
Die Täter seien zum großen Teil verstorben und
die Taten verjährt.
21.5.2010 Der Theologe Jan-Heiner
Tück, Wien, denkt über die nötigen Reformen
in der Kirche nach.
Quelle: NZZ
21.5.2010 "Wenn die Bischöfe jetzt
nicht mit ihrem Volk aufbrechen, ist das Volk eines Tages
dahin." Das sagt völlig richtig Monika Maier-Albang.
Quelle:
Süddeutsche
21.5.2010 In der Südwestpresse
Ulm berichtet ein Opfer über seine Erfahrungen,
über die Erwattungen an die Kirche und über
Unterschiede zwischen kirchlichen und eigenen Erwartungen.
20.5.2010 Missbrauchsopfer aus
Jesuitenschulen sind enttäuscht vom bisherigen Umgang
mit den Opfern und mit der Aufklärung. Die
Vorstellungen über einen guten Umgang mit ihnen sehen
unterschiedlich aus.
Quelle: Zeit
20.5.2010 In Stormarn soll ein
evangelischer Pfarrer über Jahre hinweg Mädchen
missbraucht haben. Das erste Opfer meldete sich 1999, aber
erst jetzt hat die zuständige evangelische Kirche die
Staatsanwaltschaft eingeschaltet und nach weiteren Opfern
gefragt. Es wurden weitere Verdachtsfälle
bekannt.
Quelle: ln-online
19.5.2010 Der irische Primas, Kardinal
Brady, wird sein Amt nicht aufgeben. Der neue Bericht
spricht von 200 Missbrauchsfällen, die im letzten Jahr
der Komission gemeldet wurden.
Quelle: Radio
Vatikan
19.5.2010 Der Missbrauchsverdacht gegen
den Kurseelsorger von Bad Tölz hat sich ausgeweitet.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte mehrere noch nicht
verjährte Vorwürfe. Bei dem Beschuldigten handelt
es sich um jenen Priester, der mit Zustimmung des damaligen
Kardinal Ratzinger von Essen nach München geholt worden
war. Dem Bistum Essen liegen
seit den vergangenen Wochen sechs Hinweise auf sexuellen
Missbrauch vor, den der Priester vor seiner Versetzung
1980 begangen haben soll.
Quelle:
ORF
und Süddeutsche
19.5.2010 Die belgischen Bischöfe
bitten um Verzeihung. In Belgien liegen rund 300 Klagen
wegen Missbrauch vor.
Quelle: ORF
und Focus
19.5.2010 "Kaum thematisiert
wurde die Situation der Opfer." Die taz
berichtet von einem Abend in einer Hamburger
Kirchengemeinde, deren Pfarrer wegen sexuellen
Missbrauchs suspendiert wurde. Die Sorge um das Wohl
des Pfarrers war groß.
19.5.2010 Der Rektor des Bonner
Jesuitengymnasiums wird nach Mannheim versetzt. Dort werde
er jedoch keine Seelsorge machen, sondern
Verwaltungsaufgaben übernehmen. Ihm wird
Mitwisserschaft in Missbrauchsfällen vorgeworfen, die
der frühere Schulleiter begangen haben soll. Die
Ermittlungen dauern an, weil sich immer neue Opfer melden.
Quelle:
Morgenweb
19.5.2010 Die evangelische Landeskirche
Hannover ermittelt in sieben Verdachtsfällen wegen
sexuellen Missbrauchs und körperlicher Gewalt. Die
Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet, obwohl die
Fälle strafrechtlich verjährt sind. Die Opfer
sind zwischen Ende 20 und 40 Jahre alt, die Täter
zwischen 70 und 80. Der stellvertretende Landesbischof
H.-H.Jantzen sagte, er sei nicht erschüttert. Eine
Hotline, 0511-1241477, wurde eingerichtet.
Quelle:
ORF
19.5.2010 In
Mülheim wurde ein 78-jähriger Priester
suspendiert. Ihm wird von zwei Personen sexueller Missbrauch
vorgeworfen, der in den 70er Jahren in Holthausen und an
einem anderen Ort geschehen sein soll.
Quelle: Der
Westen
18.5.2010 Die weiteren
Missbrauchsvorwürfe gegen Roman Polanski durch eine
britische Schauspielerin scheinen undurchsichtig zu sein.
Die Anklägerin widerspricht sich.
Quelle: FR
16.5.2010 Der Feldkircher Bischof
Fischer will mithelfen, die gegen ihn erhobenen
Gewaltvorwürfe aufzukläen.
Quelle: Radio
Vatikan
16.5.2010 Der emeritierte Bischof Mixa
sagt: "Es tut mir weh, dass viele treue Christen wegen der
haltlosen Missbrauchsvorwürfe an mir gezweifelt haben.“
Laut focus äußerte er sich nicht dazu, dass
die Opfer der durch Herrn Mixa verursachten z.T.
gefährlichen Körperverletzung teilweise bis heute
in psychiatrischer Behandlung sind.
Quelle:
focus
16.5.2010 In Herzogenrath, Bistum
Aachen, wurde ein katholischer Pfarrer wegen
standeswidrigen Verhaltens suspendiert. Genauere
Auskünfte gibt es nicht.
Quelle: rp-online
16.5.2010 Opfer berichten im "Netzwerk
B"
15.5.2010 Cora O. berichtet im Netzwerk
B (URL:
http://netzwerkb.org/2010/05/15/und-nun-sitzt-er-in-rom-neben-dem-papst/)
von einem Missbrauchsfall im Erzbistum Freiburg. Später
findet sich die Aussage von Karin Jäckel auf Coras
Internetseite "Er war ein Mann Gottes", dass Cora O. der
Kirchen-Hotline den Namen des Täters mitgeteilt habe. Karin
Jäckel schreibt - Datum unbekannt - weiter: "Dann vertrautest Du Dich einem
anderen Kaplan an, der heute einer der mächtigsten
Gottesmänner an der Seite des Papstes in Rom ist. Er
versprach Hilfe. Gesprochen hat danach niemand mehr mit
Dir über das, was Du ihm anvertraut hattest. Der
Missbrauch hörte nicht auf."
15.5.2010 In
der katholischen Kirche in Deutschland hat die
Bischofskonferenz eine "Steuerungsgruppe" eingerichtet, die
über allfällige Reformen und über
Glaubwürdigkeit statt Scheinheiligkeit nachdenken will,
berichtet der Spiegel.
Erzbischof Zollitsch sagte jedoch laut Domradio,
es gebe in der Bischofskonferenz keine Überlegungen,
gemeinsam zum Thema Zölibat weiterzudenken, da diese
Überlegungen ein Thema der Weltkirche seien. Bereits
zwei Bischofssynoden im Vatikan hätten sich mit
großer Mehrheit für die Beibehaltung des
Zölibats ausgesprochen. Papst Johannes Paul II.
(1978-2005) habe betont, dass man in dieser Frage nichts
ändern könne. Nun könne man, so Zollitsch,
aber „untersuchen, warum das so ist“.
Kommentar: Wenn es
bereits im Vorfeld der Arbeit dieser Steuerungsgruppe den
Ausschluss bestimmter Themen gibt, frage ich mich, über
welche Reformen denn dann gesprochen werden darf.
15.5.2010 In Wien wartet ein
Missbrauchsopfer, das sich bei der kirchlichen Wiener
Ombudsstelle meldete, seit 5 Wochen auf eine Reaktion. Die
blieb bislang aus. Wer um den psychischen Stress einer
Öffentlichmachung der eigenen Missbrauchserfahrung
weiß und die Retraumatisierungsgefahr kennt,
weiß, dass eine solche Nicht-Reaktion
verantwortungslos ist.
Quelle: Wiener
Zeitung
15.5.2010 Das Martyrium des kleinen
Daniel. FR
15.5.2010 Die Staatsanwaltschaft
ermittelt gegen einen 76-jährigen
Franziskaner-Minoriten, der Schutzbefohlene sexuell
missbraucht haben soll. Derzeit spricht der Oberstaatsanwalt
von rund 10 Betroffenen. Der Pater wies die Anschuldigungen
als Intrige zurück.
Quelle:
Süddeutsche
15.5.2010 Eine britische Schauspielerin
beschuldigt Polanski, sie mit 16 Jahren missbraucht zu
haben. Der Anwalt Polanskis kann sich nicht vorstellen, dass
ein Missbrauchsopfer 26 Jahre braucht, um sich als Opfer zu
erkennen zu geben.
Quelle: Spiegel
15.5.2010 Wie im Bistum Fulda mit
Missbrauchstätern umgegangen wurde, berichtet die FR.
Von einer Podiumsdiskussion über den Umgang mit den
Missbrauchsfällen in Regensburg berichtet regensburg-digital.
14.5.2010 ÖKT - Veranstaltung mit
Bischof Ackermann, Klaus Mertes SJ, Wunnibald Müller
und anderen. Ein Überblick aus der Zeit
und Spiegel
14.5.2010 Der Bischof von Burlington im
US-Bundesstaat Vermont kündigte an, Immobilien zu
verkaufen und einen Kredit aufzunehmen, um die
Missbrauchsopfer zu entschädigen. Seit den 60er Jahren
wurden in den USA 14 000 Menschen von ca 5000 Priestern
missbraucht.
Quelle: Welt
14.5.2010 Der emeritierte Bischof von
Augsburg, Mixa, hat nach Angaben des Sonderermittlers
Waisenhauskinder mit Faust, Stock und Gürtel
geschlagen. Die Nonnen des Kinderheimes sollen ihn beim
Prügeln angestachelt haben. Strafrechtlich sind die
Vorwürfe verjährt. Einem
Mädchen habe der Ex-Bischof laut dem Bericht des
Sonderermittlers Knott gesagt: "Ich möchte, dass du
mich niemals vergisst. Dazu werde ich deine Zukunft
ruinieren." Die von Knott als glaubhaft bezeichnete Frau
benötige bis heute therapeutische Hilfe und sei nicht
in der Lage, Beziehungen zu führen.
Quelle:
Spiegel
Süddeutsche
Sadist
in
Soutane
-
Ex-Bischof
Mixa.
Quelle:
FR
Neben
der Brutalität von Mixa ist vom Brechen des
Beichtgeheimnisses die Rede: baz-online
14.5.2010
Aus dem Bistum Fulda berichtet ein Opfer, wie es ihm im
Kontakt mit der Missbrauchsbeauftragten des Bistums
ergangen ist. Die Reaktion sei demütigend - im
Widerspruch zu den öffentlichen Verlautbarungen. Die
Missbrauchsbeauftragte habe dem Opfer gesagt, dass er den
Pfarrer verklagen müsse, wenn er Schmerzensgeld
wolle. Der mutmaßliche Täter streitet alles ab.
Die Missbrauchsbeauftragte versprach, ein Therapieangebot
zu organisieren. Nach 5 Wochen rief eine Frau an, die dem
Opfer unterstellte, es wolle Kapital aus der Sache
schlagen. Die Missbrauchsbeauftragte kündigt "weitere
Hilfestellungen" an. Fragen der FR werden nicht
beantwortet mit Hinweis auf die Vertraulichkeit der
Gespräche mit Opfern.
Quelle: FR
Kommentar:
Vertrauen schaffende Maßnahmen sehen anders aus.
13.5.2010 Die vorläufigen
Ermittlungen gegen den emeritierten Bischof Mixa werden wohl
eingestellt. Der Verdacht sexuellen Missbrauchs hat sich
nicht erhärtet. Nach Auskunft der FAZ waren sowohl in
der Justiz als auch in der Kirche die Vorhaltungen gegen
Mixa nicht abgetan worden, weil es in den Bistümern
Eichstätt und AUgsbrug Geistliche gibt, denen sich der
damalige Stadtpfarrer Mixa unsittlich genähert haben
soll. Hinweise darauf von damals noch angehenden Priestern
befänden sich in dem Dossier, das dem Papst vorlag, als
er den Rücktritt Mixas akzeptierte.
Quelle:
faz
13.5.2010 Im Landkreis Miltenberg hat
ein 62 Jahre alter Priester zugegeben, Anfang der 90er Jahre
sexuelle Kontakte zu einer damals 15-Jährigen
unterhalten zu haben. Er wurde von seinen Aufgaben
entbunden. An diesem Freitag will er sich selbst anzeigen.
Der Bischof von Erfurt, Wanke, mahnte die kath. Kirche zu
Reue und Umkehr. Die bislang bekannt gewordenen
Missbrauchsfälle machten die Botschaft der Kirche
insgesamt unglaubwürdig.
Stimmt.
Quelle:
Stern
13.5.2010 Der Regensburger Theologe
Beinert fordert ein neues Konzil und sieht bis in den
Vatikan hinein veränderte Perspektiven.
Quelle: nzz
13.5.2010 Ein spanisches Gericht
ermittelt gegen Mitgliedes eines franziskanischen Ordens
wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch Behinderter.
Quelle:
rp-online
12.5.2010
"Nicht die Sorge um die Opfer treibt die Verantwortlichen
um, sondern die Frage, wie die Hierarchie möglichst
unbeschadet aus dem Schlamassel rauskommt", sagt der
suspendierte Theologe Gotthold Hasenhüttl. Ich hoffe,
er hat Unrecht - aber ich teile seine Sorge.
Quelle:
Spiegel
12.5.2010 Diarmuid Martin, Erzbischof
von Dublin, warf der katholischen Kirche in Irland vor, sich
dem Missbrauchsskandal nicht vollständig zu stellen.
Noch immer gäbe es starke Kräfte, die ein
Aufdecken von Missbrauchsfällen verhinderten. Er
forderte, dass die Kirche zugeben müssen, dass man die
Sache bisher völlig falsch angegangen sei - mit
einfachen knappen und oberflächlichen Verlautbarungen
könne man sich nicht aus der Katastrophe retten.
Quelle: Radio
Vatikan
12.5.2010 Seit April 2010 gingen in der
belgischen Kirche 270 neue Anzeigen wegen sexuellen
Missbrauchs Minderjähriger ein. Nach dem
Geständnis eines belgischen Bischofs, dass er einen
Jungen missbraucht habe, nahm die Zahl der
Missbrauchsmeldungen stark zu. Der Fernsehs4ender VRT sprach
von 350 Meldungen, die bei der fläischen
Telefonseelsorge eingegangen seien. Zuletzt räumten -
nach Angaben der Zeitung "Het Nieuwsblad - drei
katholische Priester den Missbrauch von 40 Kindern ein.
Quelle:
Radio
Vatikan
12.5.2010 Der Bischof von Eichstätt
ist verwundert über das Vorgehen der zwei Mitarbeiter,
die dem Bistum Augsburg einen Verdacht auf Missbrauch durch
den emeritierten Bischof Mixa meldeten, nicht jedoch den
vorgesehenen Weg zum Missbrauchsbeauftragten des Bistums
Eichstätt gingen.
Quelle: Bistum
Eichstätt
12.5.2010 Zwei Patres des Stiftes
Kremsmünster, denen sexualisierte und körperliche
Gewalt vorgeworfen wird, haben den Absolventenverband der
Altkremsmünsterer verlassen.
Quelle: kathweb.at
11.5.2010 Die niederländische Kirche hat eine
Missbrauchskommission eingesetzt, der der protestantische
frühere Bürgermeister von Den Haag, WIm Deetmann,
vorsteht. Deetmann hat eine wissenschaftliche Untersuchung
angeregt und gesagt, Hilfe und Betreuung für die Opfer
müsse im Vordergrund der Arbeit stehen. In den
Niederlanden sind bei der kirchlichen Beschwerdestelle mehr
als 1500 Meldungen eingegangen - sie betreffen meistens
Vergehen von Priestern und Ordensleuten.
Quelle: Liborius
11.5.2010 Der Missbrauchsverdacht gegen
den emeritierten Bischof Mixa, Augsburg, scheint sich nicht
zu erhärten. Es würde bedeuten: Ein Opfer weniger
- und das wäre eine gute Nachricht.
Quelle: Augsburger
Allgemeine
11.5.2010 Die Staatsanwaltschaft
Darmstadt ermittelt gegen einen 30-jährigen Walldorfer
wegen sexuellen Missbrauchs. Der Beschuldigte -
Jugendbetreuer, Messdiener und Pfarrgemeinderatsmitglied -
hat mutmaßlich fünf bis 6 Kinder oder Jugendliche
missbraucht.
Quelle:
echo-online
11.5.2010 "Heute
sehen wir in wirklich erschreckender Weise, dass die
größte Verfolgung der Kirche von Feinden nicht
außerhalb kommt, sondern aus der Sünde innerhalb
der Kirche entsteht." Das sagte der Papst auf seiner Reise
nach Lissabon.
Dem ist nichts hinzuzufügen - es ist nur daran zu
erinnern, dass diese Feindschaft sich sowohl in
(sexualisierter) Gewalt als auch im Vertuschen der
Straftaten äußert.
Quelle: kipa
11.5.2010 Die Stadt Wien untersucht
Hinweise auf systematischen Missbrauch an Heimkindern und
Jugendlichen bei Sexparties in Wiener Wohnungen, die Mitte
der 90er Jahre stattgefunden haben sollen.
Quelle:
orf
11.5.2010 Ein Pater aus Arnstein, der
unter Missbrauchsverdacht geraten war, wurde zum Teil
entlastet. Der Vorwurf werde nicht weiter verfolgt, da der
Schüler zum Zeitpunkt der Tat bereits 17 bzw. 18 Jahre
alt war. Außerdem war er zu dieser Zeit kein
Schutzbefohlener mehr. Der Pater soll den Jugendlichen
geküsst haben - er bestreitet den Vorwurf. Unbestritten
ist jedoch, dass der Pater sich den Vorwurf der
Körperverletzung gefallen lassen muss. Auch wenn der
Jugendliche sich nicht an Einzelheiten erinnern könne,
habe es die Übergriffe gegeben.
Insgesamt haben 7 Schüler Vorwürfe gegen vier
Patres erhoben. Drei der Beschuldigten sind mittlerweile
gestorben.
Quelle:
wa.de
10.5.2010 Im Bistum Münster hat ein
heute 72-Jähriger einen früheren Pfarrer des
sexuellen Missbrauchs an ihm beschuldigt. Das
mutmaßliche Opfer war damals 11 Jahre alt. Der
Missbrauchsbeauftragte spricht von einer misslichen
Situation, denn der Beschuldigte ist tot, eventuelle Taten
sind verjährt und die Beweislage ist schwierig.
Quelle: mv-online
10.5.2010 Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz sagt, es sei gut, dass der ÖKT zwei
Veranstaltungen zum Thema Missbrauch ins Programm
aufgenommen habe. "Es sollte
aber ein Thema unter vielen wichtigen Themen bleiben", mahnt
Zollitsch. Er ruft dazu auf, auf dem Kirchentag den "Blick
für wichtige Themen zu weiten" - er denke an eine
alternde Gesellschaft, die hohe Staatsverschuldung, die
Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden.
Quelle:
open-report.de
Kein
Kommentar
10.5.2010 Der Bischof von Antwerpen hat
eine erneute Überprüfung eines Missbrauchs durch
einen katholischen Priester angeordnet. Der Priester soll
jahrelang mindestens drei Jungen sexuell missbraucht haben.
2006 war der Fall abgeschlossen worden, nachdem das Bistum
über 100.000 € gezahlt habe. Gegen den Priester sei
jedoch nie ermittelt worden.
Quelle:
brf
10.5.2010 Jose Saraiva Martins,
portugiesischer Kurienkardinal weist die Kritik von Kardinal
Schönborn an der Handhabung des Falles Groer im Vatikan
zurück. Nach Auskunft von Schönborn sei der
damalige Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal
Ratzinger, con Kardinal Sodana gehindert worden, den Fall
Groer zu untersuchen. Schönborn nannte Sodanas Wort vom
"Geschwätz des Augenblicks" eine Verletzung von
Missbrauchsopfern.
Saraiva Martins meint, Schönborn hätte statt eines
öffentlichen Wortes eine brüderliche
Zurechtweisung wählen können, denn nun drohe die
Gefahr, dass "sich der Brand nocht weiter ausbreitet".
Quelle:
Radio
Vatikan
Kommentar:
Öffentlich eine andere Meinung als ein Kurienkardinal
zu äußern ist also in der Wahrnehmung von Saraiva
Martins viel schlimmer als eine Verletzung und
Verunglimpfung von Missbrauchsopfern. Nach dem Motto: Mit
denen kann man's ja machen.
10.5.2010 In Fritzlar wurde ein
Prämonstratenser-Pater beurlaubt, weil ihm distanzloses
bzw. übergriffiges Verhalten vorgeworfen wird. Die
Vorwürfe werden derzeit geprüft.
Quelle: FR
10.5.2010 Schweizer Ärzte weisen
darauf hin, dass auch bei Ärzten sexueller Missbrauch
vorkomme - und ähnlich geleugnet werde, wie dies bisher
in der katholischen Kirche üblich war.
Quelle: a-z.ch
10.5.2010 Das Erzbistum Hamburg hat
einen Priester beurlaubt, der Mitte der 70er Jahre einen
Jugendlichen missbraucht haben soll. Der Priester sei
geständig und habe (nach anderen Quellen: vier) weitere
Betroffene benannt, mit denen es bis 1984 zu sexuellen
Handlungen gekommen sei. Die Staatsanwaltschaft ist
informiert.
Quelle:
Radio
Vatikan und Abendblatt
10.5.2010 Die österreichische
Pfarrerinitiative stellt fest: "Seit mehreren Wochen werden
schwerwiegende Vorwürfe gegen Papst Benedikt
XVI. bezüglich dessen Vorgangsweise als
Präfekt der Glaubenskongregation in
Fällen sexueller Ausbeutung erhoben.
Die bisher unterbliebene Klärung durch den
Papst selbst schadet der Glaubwürdigkeit
aller Bemühungen in der Kirche um einen
entschiedenen und transparenten Umgang mit den
bisherigen Vorfällen und um eine
möglichst wirksame Verhinderung weiterer
Fälle." Sie fordert den
Papst auf, die schwer wiegenden Vorwürfe gegen ihn
durch eine unabhängige Kommission überprüfen
zu lassen - oder sein Amt zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Pfarrer-Initiative
und ORF
10.5.2010 Der Kooperator einer
Seelsorgeeinheit im Kinzigtal wurde von der Erzdiözese
Freiburg beurlaubt. Bereits 2003 war er wegen des Vorwurfs,
nicht die vorgeschriebene Distanz zu Kindern gewahrt zu
haben, beurlaubt worden. Ein Verfahren wurde eingestellt und
er unter der Auflage, diese Distanz einzuhalten, wieder
eingesetzt . Inzwischen wird ihm vorgeworfen, die Auflage
nicht eingehalten zu haben.
Quelle: BNN
Bistum
Freiburg
10.5.2010 In der Badischen
Zeitung wird am berichtet, dass der Stadtpfarrer von
Gengenbach, Erzbistum Freiburg, vor etwa 30 Jahren in
Freibureg übergriffig geworden sei. Er bestreitet dies.
Er wurde beurlaubt, bis eine Klärung herbeigeführt
ist.
10.5.2010 Auf einem sich katholisch
nennenden Internetportal wurde der Name eines
mutmaßlichen Opfers von Mixa gehandelt. Der als
mutmaßliches Opfer Bezeichnete dementierte, von Mixa
missbraucht worden zu sein.
Quelle: presseportal
10.5.2010 Im Bistum Köln wurde ein
katholischer Priester beurlaubt. Er bekannte sich schuldig,
vor 34 oder 35 Jahren einen damals 15-Jährigen
missbraucht zu haben.
Quelle: Generalanzeiger
10.5.2010 In einem bemerkenswerten Essay
über den "Aufstand der Ungeschützten" formuliert
Caroline Fetscher: "Werden dessen [des himmlischen Vaters]
irdische Stellvertreter zu Tätern, bricht die letzte
Illusion des Schutzes ein. Das, und kein statistischer
Unterschied, löst die besondere Empörung
angesichts von Klerikern aus, die sich kriminell an Kindern
vergehen."
Quelle:
tagesspiegel
9.5.2010 Reuters berichtet, dass
Vorwürfe von Kardinal Schönborn, Wien, bekannt
wurden: Der Kardinal-Staatssekretär Sodano habe
Ermittlungen gegen H.H.Groer verhindert. Damit habe Sodano
sich gegen Kardinal Ratzinger durchgesetzt. Schönborn
trat erneut für eine schonungslose Aufklärung ein
und gegen Täterschutz - vor dem Opferschutz.
Im April hatte es Vorwürfe aus den USA gegen Sodano
gegeben, er habe den Fall eines pädophilen
amerikanischen Priesters vertuscht. Zunächst leugnete
der Vatikan, dass sie Anschuldigungen gegen den Priester
zuträfen, räumte sie dann aber ein.
Quelle:
Reuters
9.5.2010 Der Bischof von Würzburg
hat zwei Priester beurlaubt. Gegen beide ermittelt die
Staatsanwaltschaft. Der Vorwurf gegen den 62jährigen
Priester besagt, er habe 1985 eine 17-Jährige sexuell
belästigt.
Gegen einen 59-jährigen Priester der Diözese
Fulda, der im Bistum Würzburg arbeitete, wird wegen des
Verdachts sexueller Übergriffe gegenüber
Heranwachsenden in seiner früheren Arbeit im Bistum
Fulda ermittelt. Ein Generalvikar der Diözese Fulda,
hat am 5.5. die Diözese Würzburg darüber
informiert.
Quelle: osthessen-news
9.5.2010 Im Bistum Essen, in
Lüdenscheid, wurde ein 78-jähriger katholischer
Priester beurlaubt. Ein Missbrauchsverdacht ist der Grund.
Die Vorwürfe sind verjährt.
Quele:
come-on.de
8.5.2010 Im Bistum Limburg hat ein
Pfarrer, St. Martin in Lahnstein, grenzüberschreitendes
Verhalten im Umgang mit jungen Leuten eingestanden. Die
Staatsanwaltschaft ist informiert. Es soll sich um drei
Fälle handeln.
Quelle:
Bistum
Limburg
8.5.2010 Im ehemaligen Kilianeum in
Miltenberg sollen Internatsschüler Ende der 60er und zu
Beginn der 70er Jahre brutal misshandelt worden sein. Zwei
ehemalige Schüler meldeten sich während der
Telefonaktion der Diözese Würzburg. Die Fälle
wurden dem Missbrauchsbeauftragten übergeben.
Quelle:
faz.net
8.5.2010 Der Papst hat das
Rücktrittsgesuch von Bischof Mixa angenommen.
Begründet wurde der Rücktritt mit einem Paragrafen
des Kirchenrechts, der den Ruhestand eines Geistlichen
vorsieht wegen Kranheit oder aus anderen
schwerwiegendenGründen. Mixa ist damit auch nicht mehr
Militärbischof.
Der Weihbischof Grünwald leitet in der Vakanz das
Bistum Augsburg.
Quelle:
süddeutsche
8.5.2010 In der Stuttgarter
Zeitung wird berichtet, wie Täter geschützt
wurden. Und wie Gemeinden zu pädophilen Priestern
halten und wie Opfer und Menschen, die mit Opfern
solidarisch sind, verunglimpft und weggeschickt wurden.
7.5.2010 Die fälligen Fragen stellt
n-tv:
Was wusste die Kirche von den
Missbrauchs-Vorwürfen? Waren sie schon bekannt, als
Mixa zum Rücktritt gedrängt wurde? Haben Marx
und Zollitsch darüber mit dem Papst gesprochen?"
Würden diese Fragen mit ja beantwortet werden, habe
sich die "Kirche erneut der Vertuschung schuldig
gemacht".
7.5.2010 Joachim Frank kommentiert in
der FR:
" Der "Fall Mixa" indes ist nicht erledigt. Wenn ein Mann
mit solcher Vorgeschichte, die offenbar allzu vielen kein
Geheimnis war, in höchste Ämter gelangen konnte,
dann haben Rekrutierung und Rekruteure der kirchlichen
Führung versagt. Wieder fällt dabei ein Schatten
auf Benedikt XVI.: Die erste Personalentscheidung des
deutschen Papstes für sein Heimatland war - die
Ernennung Walter Mixas zum Bischof von Augsburg."
Ebenfalls in der FR
ist zu lesen: "Nach Informationen der Frankfurter Rundschau
steht unterdessen die Annahme des Rücktrittsgesuchs
[von Bischof Mixa] unmittelbar bevor, das Mixa im April an
Papst Benedikt XVI. gerichtet hat. Mixa soll von seinem Amt
entbunden werden. Dem Papst lagen für seine
Entscheidung auch die Informationen über den
Missbrauchsvorwurf vor. Dieser bezieht sich auf die Zeit
zwischen 1996 und 2005, als der heute 69 Jahre alte Mixa
Bischof von Eichstätt war.
"Zur Unruhe und Besorgnis unter den
deutschen Bischöfe tragen nicht zuletzt Informationen
über eine unangemessene Nähe Mixas zu
Priesteramtskandidaten und auch Priestern bei, die - wie es
heißt - die authentische Amtsführung eines
Bischofs als fragwürdig erscheinen ließen. In
Medienberichten war dies wiederholt angedeutet worden.
Trotzdem lösten die nun bekanntgewordenen Vorwürfe
mitsamt den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine
Schockwelle in der Kirchenführung aus."
Quelle: FR
7.5.2010 Die Schülerin aus
Illertissen, die aus der Kirche austrat, darf nun doch
weiterhin die katholische Schule besuchen.
Quelle: Bistum
Augsburg
7.5.2010 In den Niederlanden gingen bei
der bischöflichen Meldestelle für
Missbrauchsfälle inzwischen 1500 Meldungen ein. Ende
März waren es 1100 Meldungen gewesen.
Quelle: Radio
Vatikan
7.5.2010 Der Papst hat den
Rücktritt von zwei irischen Bischöfen angenommen.
Beide wurden aufgrund ihres Alters in den Ruhestand
geschickt. Der eine, Bischof Duffy, hatte im März
zugegeben, 1989 einen pädophilen Priester
geschützt zu haben, indem er gegenüber der Polizei
schwieg. In den Ruhestand geschickt wurde er jedoch aus
Altersgründen.
Quelle:
ORF
7.5.2010 Bischof Mixa weist die
Vorwürfe mit Entschiedenheit zurück und will mit
der Staatsanwaltschaft kooperieren.
Quelle: Spiegel
7.5.2010 Gegen Bischof Mixa,
Augsburg, hat die Staatsanwalt ein Vorermittlungsverfahren
eingeleitet. Es soll Hinweise geben, die nach den Leitlinien
der DBK über den Umgang mit Missbrauchsfällen der
Staatsanwaltschaft zu melden sind. Der Vorwurf soll
auf sexuellen Missbrauch lauten und soll sich auf
Mixas Zeit als Bischof von Eichstätt (1996 - 2005)
beziehen.
Ein
Vorermittlungsverfahren
wird
eingeleitet, wenn es Hinweise gibt, die nicht übesehen
werden dürfen, wenn aber noch nicht klar ist, ob ein
Ermittlungsverfahren eingeleitet werden solle.
Quelle:
domradio
7.5.2010 Im Bistum Mainz werden
Missbrauchsvorwürfe gegen einen katholischen Pfarrer im
Altkreis Lauterbach, Dekanat Alsfeld, erhoben. Die
Vorwürfe beziehen sich auf die Jahre 1991/1992. Die
Staatsanwaltschaft ist informiert. Der mutmaßliche
Täter kann sich nicht dazu äußern - aus
gesundheitlichen Gründen.
Quelle: lauterbacher-anzeiger
29.12.2010 Die Staatsanwaltschaft hat die
Ermittlungen eingestellt, weil die Verbrechen
verjährt sind.
Quelle: Lauterbacher
Anzeiger
s.auch:Lauterbacher
Anzeiger 8.1.2011
6.5.2010 Brasilien: Seit Ende April
ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den katholischen
Priester Fernando
Karadima. Mehrere Männer werfen ihm vor, sie
wiederholt sexuell be- lästigt zu haben, während
sie – als Jugendliche oder junge Erwachsene – an seiner
Pfarrei tätig waren. Der bisherige Anwalt des
mutmaßlichen Sexualverbrechers hatte psychiatrische
Gutachten von den Opfern anfordrn wollen. Der jetzige RA
bemüht sich um Schadensbegrenzung. Der Erzbischof von
Santiago gab zu, eine kircheninterne Ermittlung gegen den
Pfarrer von El Bosque 2005 gestoppt zu haben. Der Anwalt des
mutmaßlichen Täters berichtet, dieser sei "sehr
mitgenommen".
Quelle:
womblog
6.5.2010 In Österreich wurden
bisher ca 150 Verdachtsfälle auf sexualisierte Gewalt
bei der von Waltraud Klasnic geleiteten Anwaltschaft
für Opfer kirchlichen Missbrauchs angezeigt. Die
Ombudsstellen verzeichneten ihrerseits im April "einen
spürbaren Rückgang". Österreichweit habe es
insgesamt 257 Kontakte gegeben, teilte der Leiter der Wiener
Ombudsstelle, Johannes Wancata, mit. In den Monaten davor
habe es 566 Kontakte mit allen Ombudsstellen gegeben, fast
alle davon im März.
Quelle: Kleine
Zeitung
6.5.2010 Fälle sexualisierter und
körperlicher Gewalt hat die katholische Kirche
jahrzehntelang vor der Justiz verborgen gehalten. Das
berichtet das Justizministerium in München. In diesem
Jahr gab es 41 Ermittlungsverfahren und 55 Fälle von
Vorermittlungen. Nur 2 der fast 100 Fälle betreffen die
evangelische Kirche. In manchen Fälle habe sich
gezeigt, dass die kath. Kirche die Verdachtsfälle seit
langem kannte. Auffällig gewordene Geistliche wurden
versetzt. „Das ist eine Art des Umgangs mit
den Opfern, die man als in hohem Maße zynisch
bezeichnen muss“, sagte dazu die stellvertretende
Ausschusschefin Petra Guttenberger (CSU). In mehr als der
Hälfte der Fälle wird es keine Verhandlungen geben
- sie sind verjährt oder die verdächtigen Priester
sind tot.
Elke
Hümmeler,
Vorsitzende der Kommission „Prävention von sexuellem
Missbrauch“ im Münchner Ordinariat, berichtet von der
Arbeit zur internen Aufklärung von Übergriffen von
Priestern. Eine Gruppe im Ordinariat sei zurzeit damit
beschäftigt, die Personalakten zu sichten. Sie sagt:
„Wir sind erschüttert über das, was wir finden.“
Man stoße auf ganz viel Vertuschung aus der
Vergangenheit. Es gebe versteckte Hinweise, die Akten seien
unvollständig, es fehlten häufig auch wichtige
Unterlagen wie Gutachten. Es sei der Hammer, so
Hümmeler weiter, dass in der Erzdiözese
pädophile Priester wieder in der Gemeindearbeit
eingesetzt worden seien. So wisse man nun von einem
pädophilen Seelsorger, der versetzt und wieder
rückfällig geworden sei.
Quelle:
Abendzeitung
Quelle: BR-Online
Quelle: Wir
sind Kirche
6.5.2010 Kardinal Levada, Präfekt
der Glaubenskongregation, soll - wie das üblich war
- bis 2002 mehrere pädophile Priester erneut
eingesetzt haben. Er sagt, er habe Anfang der 80er Jahre
noch nie von einem übergriffigen katholischen Priester
gehört gehabt.
Quelle:
Spiegel
6.5.2010 Anja Röhl, Tochter des
Konkret-Herausgebers Klaus Rainer Röhl, berichtet, dass
sie von ihrem Vater, heute 81, missbraucht wurde.
Quelle: Welt
6.5.2010 Der Bischof von Regensburg,
Müller, hat katholische Geistliche aufgefordert, sich
durch die vielen Berichte über
Missbrauchsfäälle nicht einschüchtern zu
lassern. Er kritisierte, dass es den Medien gelungen sei,
katholische Kirche und Missbrauch in eine Verbindung zu
bringen. Dabei falle der bewiesene statistische Anteil von
Übergriffen im kirchlichen Bereich unter 0,1 %.
Quelle: open-report
6.5.2010 In Brasilien hat der Erzbischof
von Porto Alegre, Dadeus Grings, zum Auftakt der
jährlichen Bischofskonferenz in einer Rede vor 300
Kollegen gesagt: "Wenn man beginnt, Homosexuellen Rechte
zuzugestehen, ihnen das Recht gibt, sich öffentlich zu
äußern, werden bald einige denken, dass auch
Pädophile Rechte haben." Bei diesen Vergehen handele es
sich um Verbrechen, die bestraft werden müssten, sagte
er. Die Bischofskonferenz war nicht für eine
Stellungnahme zu erreichen.
Quelle: google.com
5.5.2010 Der Bischof von Essen
äußerte seine Beschämung und
Fassungslosigkeit über sexualisierte Gewalt inm Bistum
Essen. Insgesamt geht das Bistum bisher 49 Hinweisen auf
Fällen sexuellen Missbrauchs aus den 50er, 60er
und 70er Jahren nach. Die Vorwürfe richteten sich gegen
22 Priester, fünf Ordensgeistliche, einen Diakon und
vier kirchliche Mitarbeiter, die zum größten Teil
bereits verstorben seien. Drei Priester wurden vom Dienst
beurlaubt.
Quelle: evangelisch.de
5.5.2010 Die Staatsanwaltschaft
ermittelt
im
Umfeld
der Birnau. Es besteht der Anfangsverdacht, dass es durch
Pater G. nicht nur in den 60er-, sondern auch Ende der
80-er, Anfang der 90-er Jahre in der Birnau zu sexuellen
Übergriffen kam. Gibt es solche Fälle, sind sie
möglicherweise noch nicht verjährt.
Der
Bericht
schildert
auch, wie im Umfeld des Klosters Birnau mit einem Opfer
umgegangen wird.
Quelle:
Südkurier
5.5.2010 Ein Mann aus dem Bistum
Paderborn berichtet, dass er mit 13 Jahren von einem
katholischen Priester missbraucht wurde. Der
Missbrauchsbeauftragte hält die Schilderung des
mutmaßlichen Opfers für authentisch. Der
beschuldigte Priester lebt in einem Seniorenheim. Das
Verbrechen ist vermutlich verjährt.
Quelle: Westfalen-Blatt
5.5.2010 Ein in Südafrika des
sexuellen Missbrauchs angeklagter katholischer Priester hat
gestanden, im Bistum Aachen Kinder missbraucht zu haben. Er
war von 1994 bis 2007 im Pfarrdienst in verschiedenen
Gemeinden am Niederrhein tätig. Die Vorwürfe, die
in Südafrika erhoben werden, bestreitet der Angeklagte.
Quelle: Der
Westen
5.5.2010 In Spanien hat ein
Karmeliter-Orden die Staatsanwaltschaft Valencia informiert,
dass einem kath. Priester sexueller Missbrauch an einem Kind
im Jahr 2007 vorgeworfen wird.
Quelle: news
Yahoo
4.5.2010 Dr. Barbara Haslbeck hat in
einer Veranstaltung der Katholischen Hochschulgemeinde
Bamberg den Finger in die Wunde der Kirche gelegt. Sie weist
im Interview darauf hin, dass die Perspektive der Opfer
eingenommen werden muss und die Kirche Mit-Gefühl mit
den Opfern entwickeln muss. Daraus, so Dr. Haslbeck,
entwickeln sich die Konsequenzen.
Quelle: Bayerischer
Rundfunk
Kommentar: Dem
ist nichts hinzuzufügen. Vielleicht ist nur zu
ergänzen, dass die vielen vielen Entschuldigungsbitten
oft schon gesprochen sind, noch bevor die Opfer
erzählen konnten, was ihnen geschehen ist und welche
Auswirkungen die Gewalt auf ihr Leben hatte.
s. auch: Dr.
Haslbeck: Gott deckt die Pfarrer
4.5.2010 Kardinal Meisner sagt,
sexueller MIssbrauch sei ein verabscheuungswürdiges
Verbrechen. Und besonder schlimm sei es, wenn Priester die
Täter seien, denn ihre Verbrechen (er sagt: Taten)
beschädigten auch „das Vertrauen, das der Kirche
als Ganzer entgegengebracht wird“.
Quelle:
Domradio
Kommentar:
Kardinal Meisner hat erneut die Kirche im Blick.
Offensichtlich ist das die bevorzugte Blickrichtung von
Kirchenleuten. Opfer finden das zerschlagene Vertrauen in
Kirche auch schlimm. Aber viel schlimmer ist für sie,
dass das Vertrauen in Gott zerschlagen wurde. Es wäre
an der Zeit, dass Kirchenleute die Perspektive der Opfer
befragen und nicht permanent ihre eigene Perspektive.
4.5.2010 Eine Schülerin einer
kirchlichen Schule in Illertissen ist aus der Kirche
ausgetreten. Die Schulleitung beabsichtigt, sie wegen
Verstoßes gegen den Vertrag des Schulbesuchs aus der
Schule auszuschließen.
Quelle: Süddeutsche
Kommentar:
Es
gäbe
noch
eine
andere
Reaktion:
Kirche
könnte
die
Kritik
dieser
Schülerin
ernst
nehmen
und
der
Schülerin
helfen,
ihre
eigene
Gewissensentscheidung
zu
treffen
und
durchzuhalten
-
auch
wenn
die
gegen
den
Schulvertrag
verstößt.
Eine
junge
Frau,
die
zu
ihrer
Gewissensentscheidung
steht,
obwohl
ihr
Sanktionen
drohen,
müsste
als
Geschenk
für
ihre
Schule
betrachtet
werden.
Und
Kirche
hätte
die
Möglichkeit,
dieser
jungen
Frau
überzeugend
zu
zeigen,
dass
der
Grund
ihres
Austritts
aus
der
katholischen
Kirche
hinfällig
ist
-
indem
Kirche
sich
zu den Opfern bekehrt. So einfach wäre das.
4.5.2010 Das Erzbistum Köln hat
einen katholischen Priester beurlaubt. Der Priester hat
Mitter der 70er Jahre einen Jugendlichen missbraucht. Der
Priester ist geständig. Weitere Vorwürfe liegen
nicht vor. Die Tat ist verjährt. Das Erzbistum ist in
Kontakt mit dem Opfer.
Quelle:
Erzbistum
Köln
4.5.2010 Das Erzbistum Hamburg hat die
Beurlaubung eines Priesters wieder aufgehoben. Von zwei
angeblichen Missbrauchsopfern liegen inzw. eidesstattliche
Erklärungen vor, die den Priester entlasten.
Quelle:
Abendblatt
4.5.2010 Der Missbrauchsbeauftragte der
Bischofskonferenz, Bischof Ackermann, hält es für
falsch, wenn die Institution Kirche sich für die
Missbrauchstaten entschuldigt. Verantwortlich für
Missbrauch seien die Täter, nicht die Institution. Das
gelte auch für die Verantwortlichen, die den
Vorwürfen nicht nachgegangen sind, wie sie es - auch
nach damaligen Kriterien - hätten tun müssen.
Quelle:
focus.de
4.5.2010 Die Aufklärung im
Franz-Sales-Haus im Bistum Essen wird sehr unterschiedlich
beurteilt. Ein Opfer hat Angst, zum zweiten Mal Opfer zu
werden - jetzt durch die schleppende Aufklärung. Morgen
will der Bischof von Essen die Presse informieren. Drei
ehemalige Heimbewohner haben sich beim Bistum Essen
gemeldet. Sie berichten von der ganzen Palette
sexualisierter Gewalt durch einen Geistlichen.
Quelle:
Der
Westen
4.5.2010 Nach Informationen der Initiative
gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und
Jugendlichen e.V. gibt es neue Verdachtsmomente gegen
Pfarrer K., die über das bereits Bekannte
hinausgehen. Ein junger Mann erstattete Anzeige und
die Staatsanwaltschaft Krefeld ermittelt. Der
bischöfliche Beauftragte in Fällen sexuellen
Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche steht im
Kontakt zur Familie des Betroffenen.
Quelle: Bistum
Aachen
3.5.2010 Der Bischof von Limburg hat
einen Priester von seinen Funktionen entbunden. Dem Priester
werden drei Vorfälle aus den 1980er Jahren vorgeworfen.
Die Vorfälle wurden an die Staatsanwaltschaft
übermittelt.
Quelle:
FR
3.5.2010 Die belgische Zeitung "De
Morgen" berichtet, dass die belgische Bischofskonferenz
Klagen gegen katholische Geistliche wegen sexuellen
Missbrauchs ignoriert habe. Die Organisation "Menschenrechte
in der Kirche" hatte die Bischöfe Ende der 90er Jahre
über insgesamt 90 Anzeigen gegen 87 Geistliche
informiert. Die Bischöfe sollen nur nichtssagend
geantwortet haben.
Quelle:
brf.be
3.5.2010 In einem Kinderheim im Kanton
Luzern soll es in zwei Fällen in den 1930er Jahren zu
Gewalt mit Todesfolge gekommen sein. Das Kinderheim
unterstand damals den Ingenbohler Schwestern. Die
Informationen stammen aus einem Tagebuch eines ehemaligen
Heimkindes. Zweifel an der Richtigkeit der Tagebuchnotizen
gibt es nicht.
Quelle: Radio
Vatikan
3.5.2010 In der FAZ steht ein Bericht
über ein junges Mädchen, das jahrelang von bis zu
7 katholischen Priestern vergewaltigt wurde. Berichtet
werden auch die üblichen Vertuschungsversuche. Und es
wird berichtet, wie einem Menschenkind der Glaube
zerschlagen wurde - von der katholischen Kirche und ihren
Vertretern.
Der Text kann schnell
triggern. Bitte, schützt euch bei Bedarf und lest
lieber nicht.
Quelle:
faz
3.5.2010 Roman Polanski
beklagt sich, dass die USA ihn den Medien zum
Fraß vorwerfen. Er wehrt sich unter dem Titel
"Ich kann nicht länger schweigen" gegen
seine Auslieferung an die USA, weil das Gesuch an die
Schweiz auf einer Lüge basiere. Polanski
begründet, dass bereits vor 33 Jahren eine
Übereinkunft erzielt worden sei. Damals saß
Polanski ganze 42 Tage wegen der Vergewaltigung einer
13Jährigen in Haft, die er zuvor mit Drogen
gefügig gemacht hatte.
Für ihn scheint mit 42 Tagen Haft der
Gerechtigkeit Genüge getan worden zu sein.
Quelle: Spiegel
3.5.2010 Bischof Felix Genn,
Münster, bat anlässlich der Eröffnung der
Wallfahrtssaison in Kevelaer um das Gebet der Gläubigen
für die Kirche, die sich in einer schwierigen Zeit
befinde.
Quelle:
rp-online
Kommentar: Von der Bitte
um Gebet für die Opfer von sexualisierter und
körperlicher Gewalt wird nichts berichtet. Es ist die
Kirche, die in einer schwierigen Situation ist.
3.5.2010 Dem
Gründer der Legionäre Christi wird vorgeworfen,
unzählige Seminaristen missbraucht und mit zwei Frauen
drei Kinder zu haben. Zwei der Kinder werfen Marcial Maciel
Delgado ebenfalls sexuellen Missbrauch vor. Die ersten 10
Opfer, die in den 50er Jahren im römischen Seminar
missbraucht wurden, haben den Vatikan bereits vor 30 Jahren
verständigt. Der Vatikan unternahm nichts. Noch 19094
lobte Papst Johannes Paul II. Maciel wegen dessen
"effizienter Führung der Jugend" - obwohl dem damaligen
Papst die Vorwürfe seit 1983 bekannt waren. Die erste
Opfergruppe berichtete 1997 von Hunderten von Knaben, die
Maciel missbraucht habe. 1998 erhoben die Opfer Anklage bei
der Glaubenskongregation. Josef Ratzinger hörte sie
nicht an. 2002 ging die Gruppe daher zur UNO und klagte
über die Untätigkeit der Glaubenskongregation.
Kurz vor Maciels Tod ordnete Papst Benedikt dann an, Maciel
solle in völliger Zurückgezogenheit leben.
Quelle:
Tagesspiegel
2.5.2010 Die Psychotherapeutin und
Psychologin Gabriele Amann, Uni Salzburg, betreut
Missbrauchsopfer seit 20 Jahren, darunter auch immer wieder
Opfer aus dem kirchlichen Bereich. Jetzt hat sie erstmals
den Eindruck, dass die Wand des Schweigens und Vertuschens
durch die Führung des Klerus nicht mehr hält. Sie
macht auf etwas Wichtiges aufmerksam, das in der
öffentlichen Diskussion untergeht: Die Prävention
setzt vorwiegend bei den Kindern als potentiellen Opfern an,
also bei dem schwächsten Teil. Damit wird die Botschaft
an die Kinder (und an inzwischen erwachsene Opfer)
transportiert, dass diese selber Schuld seien, wenn sie
missbraucht wurden.
Quelle:
ORF
2.5.2010 Gegen drei Priester werden von
zwei Männern Vorwürfe sexualisierter und
körperlicher Gewalt und der Vorwurf des
Psychoterrors erhoben. Josef H. und Ludwig P. aus Passau und
Umgebung berichten von Prügelarien. Josef H. berichtet
auch von sexualisierter Gewalt. Viele andere seien Opfer
geworden.
Die Gewalt ging aus von dem damaligen Präfekten des
Seminars St. Max in Passau, Monsignore Konrad S., dem
Direktor des Seminars, Monsignore Johann B. Ludwig B. nennt
Monsignore B., der Jungen sexuell missbraucht habe.
Die Staatsanwaltschaft ist informiert.
Quelle: pnp
1.5.2010 Ein früherer Musiklehrer
an der Odenwaldschule hat in den 70er und 80er Jahren
kinderpornografische Fotografien und Filme hergestellt. Ein
Ex-Schüler hat bei der Kripo Heppenheim Strafantrag
gestellt, weil er und ander Opfer fürchten, dass die
Filme und Fotografien heute noch existieren und transferiert
oder kopiert worden sein können. Die Kripo teilte dem
Ankläger mit, die Causa sei verjährt und es
existierten keine Ermittlungsansätze.
Quelle:
faz.net
1.5.2010 Die Kirche sollte jetzt nicht
fragen: Wer diskreditiert uns? Wer unter Druck steht, muss
sich vor Selbstmitleid hüten. Die Gesellschaft ist
nicht ungnädig mit Sündern, sie ist ungnädig
mit Heuchlern – und zwar zu Recht. Die Kirche muss die Krise
nutzen, um neue Kräfte zu entfalten und ihrer
großartigen Botschaft gerecht zu werden. Das sagte
Annette Schavan.
Quelle: nachrichten-rp
1.5.2010 Die
NY-Times veröffentlicht eine Einschätzung
des "Falles Maciel" und vermutet, dass dieser
Ordensgründer u.a. deswegen viele Jahre lang nicht zur
Rechenschaft gezogen wurde, weil er mit weitreichenden
Verbindungen zu finanzkräftigen Kreisen der Kirche zu
Geld verhalf.
Der brightsblog
bringt eine Übersetzung/Zusammenfassung.
Mai 2010 Die Maristen nehmen
Stellung zu den Vorwürfen.
30.4.2010
Überraschend hat der Papst die Visitatoren getroffen,
die die "Legionäre Christi" überprüft haben.
Der Gründer der Legionäre ist des vielfachen
sexuellen Missbrauchs von Priesterseminaristen beschuldigt.
Die Kleine Zeitung berichtet, dass es diese Vorwürfe
seit 1997 gegeben habe.
Quelle: Kleine
Zeitung
Ergänzung:
Immer neu wird offensichtlich
übersehen, dass Maciel 5 Jahrzehnte lang seine
Sexualverbrechen im Schutz der katholischen Kirche hat
begehen können, ohne je zur Rechenschaft gezogen zu
werden, wenn man vom "Rückzug aus der
Öffentlichkeit" als wirklich schlimmer Strafe mal
absieht.
Seit dem Sommer 2005 spätestens ist mir Folgendes
bekannt:
1956
wurde eine Untersuchung gegen Maciel eingeleitet wegen
verschiedener Vergehen. U.a. wandten sich
fünf Bischöfe Mexikos Ende August 1956 an Rom und
beklagten, Maciel würde die Sodomie mit jungen
Ordensangehörigen praktizieren. Seit der Zeit wurde
eigentlich schon über die Päderastie des obersten
Legionärs nach Rom berichtet. Maciel wurde freigesprochen.
1978 und
1989
hatte der amerikanische Psychologieoprofessor Juan Vaca,
früher selbst Präsident der Legionäre
Christi, an Papst Johannes Paul II. geschrieben und keine
Antwort erhalten.
2005 beschuldigten sieben ehemalige Seminaristen Maciel,
sich in den 50er und 60er Jahren sexuell an ihnen
vergangen zu haben und sie anschließend in der
Beichte von allen Vergehen freigesprochen zu haben. D.i.
ein Missbrauch, der nach kanonischem Recht nicht
verjährt. Weitere 20 ehemalige Seminaristen waren
2005 bereit, gegen Maciel auszusagen. Die Ankläger
sind ehemals hochrangige Legionäre, heute
angesehene Anwälte, Hochschullehrer, Ingenieure.
Diese Klage wurde bereits 1999 im Vatikan eingereicht.
Im Mai 2006 befahl der Papst Maciel den völligen
Rückzug aus der Öffentlichkeit - von
sexualisierten Gewaltverbrechen war keine Rede. Im
Januar 2008 starb Maciel - nicht in Rom, wohin er sich
hatte zurückziehen sollen, sondern in den USA.
Christian
Modehn beschreibt die Karriere Maciels ein wenig
genauer.
30.4.2010 Auch im Dormagener
Raphaelshaus hat es Mitte der 60er Jahre sexualisierte
Gewalt gegen Jungen gegeben. Mehrere Jungen wurden
vergewaltigt. Der heutige Leiter sagte: "In meinem Büro
ist in den letzten vier Wochen mehr geweint worden, als in
25 Jahren vorher." Das lässt hoffen.
Quelle:
Domradio
30.4.2010 Nach dem Rücktritt des
Bischofs von Brügge, der den sexuellen Missbrauch eines
Jungen gestanden hat und gegen den gestern ein weiterer
Verdacht erhoben wurde, gab es innerhalb einer Woche 120
Beschwerden über sexualisierte Gewalt durch Geistliche.
In belgischen Zeitungsberichten vom Freitag hieß es,
das zweite Opfer könne nicht mehr zu den Vorwürfen
aussagen, weil es inzwischen verstorben sei.
Quellen:
Domradio und Radio
Vatikan
30.4.2010 Ein Opfer
erhebt schwere Vorwürfe gegen Bischof André
Léonard, Primas der katholischen Kirche in
Belgien.
Quelle: grenzecho
30.4.2010 Der Generalsekretär der
italienischen Bischofskonferenz hat sich gegen eine
Verharmlosung sexueller Missbrauchsfälle unter
katholischen Klerikern gewandt.
Quelle:
Radio
Vatikan
Kommentar:
Diese Nachricht macht nur Sinn, wenn katholische Kleriker in
Italien sexuellen Missbrauch verharmlosen.
30.4.2010 In Brasilien wurde ein
74-jähriger katholischer Priester wegen sexuellen
Missbrauchs von 8 Kindern angeklagt. Er wurde
suspendiert. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe.
Quelle: blick.ch
30.4.2010 "Lehmann gegen
pauschale Zahlungen an Opfer" - so heißt
die Überschrift eines Artikels, in dem der
ehemalige Vorsitzende der DBK, Kardinal Lehmann, Mainz,
sich gegen eine generelle finanzielle Entschädigung
von Opfern sexuellen Missbrauchs ausspricht. Es
könne keine pauschale Zahlung geben, die die
Vergehen wie auf einer Preisliste aufzähle, sagte
Lehmann. Der beinahe
ausschließliche Ruf nach finanzieller
Entschädigung sei darüber hinaus
"verräterisch". Da sexueller Missbrauch schwerste
Schäden anrichten könne, sei die Forderung "Ich
will endlich Geld sehen, viel Geld" eine Verkennung "des
ethischen Schwergewichts einer solchen Verfehlung und auch
der Formen möglicher Wiedergutmachung".
Quelle:
swr
Kommentar: Kardinal
Lehmann unterstellt Opfern die Aussage "Ich will endlich
Geld sehen, viel Geld". Das ist sein Versuch, Opfer
moralisch als "geldgierig" zu diskriminieren. Natürlich
geht Opferbeschuldigung auch so. Diese Variante ist mir neu.
30.4.2010 Pfarrer H., zuletzt Bad
Tölz, hat u.a. Wilfried F. missbraucht. F. berichtet,
er habe 2006 eine Email an Pfarrer H. geschickt und gefragt,
ob der kein schlechtes Gewissen habe. Es kam keine Antwort.
2 Jahre später schrieb er erneut. Diesmal kam die
Antwort vom Missbrauchsbeauftragten der Erzdiözese
München. Kurz danach standen 7 Polizisten vor der
Tür des Opfers. Es kam zu einer Anklage wegen
Erpressung. Das Opfer F. hatte den Täter H. nach einer
Entschädigung gefragt. Einer der Polizisten machte dem
Opfer F. Vorwürfe, dass Herr Pfarrer H. total an der
Wand stehe und seinen Job nicht mehr ausüben
könne. Das Opfer F. wurde vor Gericht freigesprochen.
Es hieß, es sei gut für das Opfer F. gewesen, die
Medien nicht eingeschaltet zu haben.
Zur Erinnerung: Das muss 2008 gewesen sein. Damals waren die
Leitlinien zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der
katholischen Kirche seit 6 Jahren in Geltung.
Das Opfer F. berichtete, dass das polnische Fernsehen und
die BBC sich bei ihm meldeten - nur die Kirche nicht.
Demnächst soll es jedoch ein Gespräch mit dem
Bistum Essen geben.
Quelle:
merkur
29.4.2010 In Österreicht hat die
Plattform "Betroffene Kirchlicher Gewalt" seit dem
4wöchigen Bestehen der Hotline 260 Anrufer verzeichnet.
Ein Psychologe wertete 170 Fälle aus. Dort berichten
Fauen und Männer von körperlichen Misshandlungen
und sexueller Gewalt in kirchlichen Einrichtungen.
Quelle:
ORF
29.4.2010 In einem evangelischen
Heim bei Köln soll es zu schwerem körperlichen
und sexuellen Missbrauch gekommen sein. 5 ehemalige
Bewohner des Heims "An der Linde" erhoben die
Vorwürfe. Ältere Schüler hätten
jüngere missbraucht und drei Pädaogogen und ein
Erzieher-Paar hätten die Heimbewohner immer wieder
zum Sex gezwungen. Die Heimleitung habe auf Beschwerden
nicht reagiert.
Quelle: ORF
29.4.2010 Gegen einen Sportlehrer, der
bis 1996 an der Stiftsschule Amöneburg unterrichtete,
wird wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch ermittelt.
Das Bistum Fulda teilte mit, dass ein Verfahren von der
zuständigen Behörde eingeleitet sei. Die
Vorwürfe beziehen sich auf die Mitte der 90er Jahre.
Im März hatten zwei ehemalige Bewohner weitere
Missbrauchsvorwürfe geäußert. Inzwischen
gebe es konkrete Hinweise auf weitere sexuelle
Übergriffe, informierte das Bistum Fulda
Quelle: FR
29.4.2010 In Belgien wirft ein
Missbrauchsopfer dem Brüsseler Erbischof vor, in den
1990er Jahren einen Missbrauchsfall vertuscht zu haben. Die
Zeitung "De Morgen" veröffentlichte Dokumente, die
belegen sollen, dass der damalige Bischof von Namur einen
Priester deckte, der wiederholt einen Jugendlichen
vergewaltigt hatte. Die Zeitung berichtet weiter, dass der
Geistliche nach einer Vereinbarung zwischen Bistum,
Täter und Opfer über die Aufteilung der
Therapiekosten weitere 5 Jahre im Amt blieb und weitere
Jugendliche missbraucht haben soll.
Das Bistum wies die Vorwürfe zurück.
Quelle: Liborius
29.4.2010 Ein katholischer Priester muss
ich in Rom wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger
vor Gericht verantworten. Ihm wird vorgeworfen, dass er
sieben Kinder zwischen 1998 und 2008 missbraucht habe. Der
Angeklagte beteuert seine Unschuld. Der zuständige
Bischof Reali wird aussagen müssen, ob er schon
länger von den Vorwurfen gewusst habe.
Quelle:
Kipa
29.4.2010 Bei der Diözese
Würzburg meldeten sich mehr als 50 mutmaßliche
Opfer körperlicher, psychischer oder sexualisierter
Gewalt. 13 Fälle beziehen sich auf Orden, fünf
Fälle beträfen die Diözese Würzburg. In
diesen Fällen wurde die Staatsanwaltschaft
eingeschaltet. Die Meldungen, die Orden betrafen,
gelten dem Seminar des Augustinerordens in Münnerstadt.
Mutmaßliche Opfer hätten von massiven physischen
Misshandlungen berichtet, bei denen sexualisierte Gewalt
nicht auszuschließen sei. Eine Meldung betraf einen
Franziskanerminoriten (76), die sich auf seine Zeit im
Rheinland beziehe.
Quelle:
rp-online
29.4.2010 Eine Zehntklässlerin des
Gymnasiums „Kolleg der Schulbrüder“, das sich in der
Trägerschaft des Schulwerks der Diözese Augsburg
befindet, muss am Ende des Schuljahres gehen. Der Grund: Mit
ihrer Entscheidung, aus der Kirche auszutreten,
verstößt sie gegen den Schulvertrag.
Quelle: Augsburger
Allgemeine
29.4.2010 Der emeritierte
Würzburger Weihbischof Helmut Bauer hat sich für
Schläge gegen Schüler entschuldigt.
Quelle:
Liborius
29.4.2010 Ein Team evangelikaler
Forscher will die Überreste der Arche Noah auf dem Berg
Ararat entdeckt haben. Es sei eine mehrteilige
Holzkonstruktion und die Forscher seien sich zu 99,9%
sicher, dass es sich um die Arche Noah handelt. - Kommentar: Es
ist einfach peinlich, wenn Forscher keine Vorstellung von
literarischen Gattungen haben und in der Folge etwas zu
finden meinen, was es nach Auskunft der Textsorte nicht
gibt.
28.4.2010 Erzbischof Schick zu Macht und
Machtmissbrauch. Erzbistum
Bamberg
28.4.2010 Kardinal Schönborn, Wien,
sagt, die Zeit des Vertuschens sei vorbei. Bei der
Kommission unter Leitung von Waltraud Klasnic werden derzeit
100 Vorwürfe untersucht. Schönborn wörtlich:
"Täter wurden oft geschützt, weil in der Kirche
gesagt wurde, wir müssen vergeben können. Doch das
ist eine falsch verstandene Barmherzigkeit."
Quelle:
Wiener
Zeitung
28.4.2010 "Das
war wohl der wahre Sinn der Sendung: zu zeigen, wie lange
es noch dauern wird, bis diese Gewalt wirklich im
Bewusstsein der Gesellschaft angekommen sein wird." So
beschreibt Matthias Drobinsky in der Süddeutschen die Diskussion
bei Beckmann. (Vorsicht: Triggergefahr bei Beckmann!)
Kommentar: Wie
weit entfernt Kirche noch immer von den Opfern ist, zeigt
sich an der Sprache des Vatikans. Da ist von
"sexuellen Vergehen" die Rede. Gemeint jedoch ist
sexualisierte Gewalt. Im Papstbrief zum Priesterjahr 2009
war noch von den "Schwächen
der Priester" die Rede. So gesehen, ist die neue
Sprachregelung direkt ein Fortschritt. Immerhin werden nun
aus den "Schwächen" wenigstens "Vergehen". Bis zum
korrekten Begriff "Verbrechen" scheint noch ein weiter Weg
zu sein.
28.4.2010 Das Bistum
Rottenburg-Stuttgart weiß seit Anfang 2005, dass der
Geistliche aus Sulz, der jetzt vom Dienst suspendiert wurde,
einen sexuellen Übergriff an einem Jugendlichen
eingeräumt hatte. Bereits 2005 war der Fall
strafrechtlich und kirchenrechtlich verjährt. Daher
habe der Priester nur eine "ultimative Ermahnung" erhalten.
Jetzt jedoch seien weitere Übergriffe bekannt geworden.
Deshalb wurde er nun vom Dienst suspendiert.
Quelle:
welt.de
28.4.2010 Die Erzdiözese Freiburg
hat einen Priester beurlaubt. Er hatte um die Beurlaubung
gebeten, nachdem in Irland gegen ihn wegen des Vorwurfs
sexuellen Missbrauchs ermittelt werde. Der Priester war von
1993 bis 1995 in einer Ordensgemeinschaft in Irland
tätig.
Im Juni werde der Beschuldigte in Tiengen
zurückerwartet. Der Leiter der Seelsorgeeinheit.
sagte, sein Kollege habe ihm in einem persönlichen
Gespräch erklärt, dass die Vorwürfe
vollständig unbegründet seien.
Quelle:
Südkurier
28.4.2010 Wenn Mütter Kinder
missbrauchen - eines von mehreren Tabus
Quelle: stern
28.4.2010 Die Staatsanwaltschaft
Arnsberg hat das Verfahren gegen einen Bruder der Mescheder
Abtei Königsmünster eingestellt. Der Ordensmann
hatte sich selbst angezeigt und von 19
Missbrauchsfällen berichtet. Nach den Berichten
meldeten sich weitere Opfer. Die Taten sind verjährt.
Quelle:
Der
Westen
27.4.2010 Der Sonderermittler von Ettal,
Pfister, hat angeregt, die Opferberichte einer begrenzten
Öffentlichkeit freizugeben. Seiner Ansicht nach ist die
Freigabe auch nötig, um eine Legendenbildung zu
verhindern, damit später die sexuellen und
körperlichen Misshandlungen nicht verharmlost werden.
Quelle:
Süddeutsche
Kommentar: Die
Verharmlosung war bereits in der Beckmann-Diskussion
unüberhörbar.
27.4.2010 Die Missbrauchsdebatte bei
"Beckmann" hat sich in der Verharmlosung verloren,
kritisiert der Spiegel und in der Süddeutschen
wird das Fazit gezogen: "Das war
wohl der wahre Sinn der Sendung: zu zeigen, wie lange es
noch dauern wird, bis diese Gewalt wirklich im Bewusstsein
der Gesellschaft angekommen sein wird."
Die
TeilnehmerInnen sprechen so, als wüssten sie nichts von
sexualisierter Gewalt. Johann Heibel und der Moderator sind
am nächsten an der Realität dran.
27.4.2010 Auch im Bistum Essen gab es
einen Missbrauchsfall. Ein Vikar war in den 50er Jahren in
der Altenbochumer Liebfrauenkirche eingesetzt und arbeitete
als Religionslehrer von zwei damaligen Realschulen. Er
missbrauchte 10 Schüler und Schülerinnen und
wurde 1963 zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung
verurteilt. Reue zeigte er nicht. Unbekannt blieb der
Öffentlichkeit, dass der Verurteilte nicht nur
Religionslehrer sondern auch Priester war. Das Bistum Essen
bestätigte den Fall und erklärte, der Verurteilte
sei nach seiner Haft 1965 ins Bistum Fulda gegangen und 2001
gestorben.
Quelle:
Der
Westen
27.4.2010 In Sulz, Württemberg,
Bistum Rottenburg-Stuttgart wurde ein Priester vom Dienst
entbunden. Er soll Kinder missbraucht haben. Noch im Herbst
2009 hatte der Rottenburger Bischof diesem Priester (und
einem weiteren, der inzw. suspendiert ist) eine neue
Gemeinde anvertraut. Da gab es bereits Missbrauchsverdacht.
Erst jetzt jedoch habe sich der Verdacht erhärtet,
sagte der Sprecher der Diözese.
Quelle:
swr
27.4.2010 Sechs Wochen ist es her, dass
der Fraktionsvorsitzende Tarek Al-Wazir und der
kinderpolitische Sprecher Marcus Bocklet gleich lautende
Briefe an die drei für Hessen zuständigen
Bischöfe schrieben - mit der Bitte um einen "Dialog"
über sexualisierte Gewalt. Doch bis Dienstag hatten sie
nichts gehört von Franz-Peter Tebartz-van Elst
(Limburg), Heinz Josef Algermissen (Fulda) und Karl Lehmann
(Mainz)."Da kann man sich vorstellen, wie es
Opfern geht", kommentierte der kinderpolitische
Sprecher der Grünen, Marcus Bocklet.
Quelle:
fr-online
27.4.2010 Im katholischen Gymnaisum
Leoninum in emsländischen Handrup haben sich Opfer von
sexualisierter und sonstiger Gewalt gemeldet. Die Schule
wird in den nächsten Tagen frühere Schüler
anschreiben. Das Gymnaisum wird von Herz.-Jesu-Priestern
geführt.
Quelle:
Leonium
27.4.2010 Der katholische Moraltheologe
Eberhard Schockenhoff sieht die kirchliche Sexuallehre in
vielen Bereichen als nicht mehr zeitgemäß.
Quelle:
Domradio
27.4.2010 Aus einem vatikanischen
Dokument der Glaubenskongregation gehe hervor, dass Papst
Johannes PAul II. nicht umfassend über die
Missbrauchsvorwürfe gegen den Gründer der
Legionäre Christi informiert war. Allerdings habe es
Briefe an den Papst gegeben, die den Gründer der
Legionäre Christi beschuldigten. Ob diese Briefe den
Papst erreichten, geht aus den Dokumenten nicht hervor.
Quelle: Domradio
27.4.2010 35.000 Opfer, Vertuschung, Rücktritte von
Bischöfen. Irland hadert seit Beginn der neunziger
Jahre mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen
Kirche. Eine Chronologie in der Zeit
27.4.2010 Der Ständige Rat der
Deutschen Bischofskonferenz berät über die
Fortschreibung der Leitlinien zum Umgang mit sexuellem
Missbrauch. Ergebnisse werden im Juni erwartet.
Quelle: dbk
26.4.2010 Schwulen- und Lesbenhetze -
von erzkonservativen christlichen Netzwerken aus den USA
nach Uganda, Kenia und Nigeria importiert. Wie
Menschenrechte als imperiale Importware verunglimpft werden.
Quelle: dw.world
27.4.2010 Österreichische
Missbrauchsopfer haben vor, eine Plattform zu
gründen.
26.4.2010 Der Abt von Einsiedeln hat
hunderte Schüler angeschrieben mit der Bitte,
Gewalterfahrungen zu melden.
Quelle: Radio
Vatikan
26.4.2010 Der Bischof von Stockholm hat
die Verantwortung dafür übernommen, dass das
Bistum mit einem Missbrauchsfall "nicht angemessen"
umgegangen sei. Bereits 2003 habe das Opfer den Bischof
aufgesucht und von Missbrauch in den 50er und 60er Jahren
berichtet. Bereits 1990 hatte die Frau dem
Vorgänger-Bischof berichtet. Sie habe die Empfehlung
bekommen, eine Therapie aufzusuchen.
Quelle: Radio
Vatikan
26.4.2010 In Erfurt hat ein Jugendlicher
Missbrauchsvorwürfe gegen einen Laien-Mitarbeiter der
kath. Kirche erhoben. Der Beschuldigte hat gestanden. Das
Ordinariat Erfurt hat Strafanzeige erstattet.
Quelle:
news
yahoo
26.4.2010 In
einem ehemaligen Konvikt in Bensheim soll es in den 70er
Jahren zu sexuellen Misshandlungen an Jungen durch den
Internatsleiter gekommen sein. Ein Erzieher sagte, er habe
vor 30 Jahren das Bistum Mainz auf die Missstände
hingewiesen und auf Absetzung des Rektors gedrängt.
Nach sechsjähriger Arbeit im Internat wurde der Leiter
abgelöst.
Quelle: zdf
26.4.2010 Im Bistum Augsburg wurde nun
ein Zwischenbericht über sexualisierte und sonstige
Gewalt vorgstellt. Es gibt fast 50 Hinweise über Gewalt
in 70 Jahren. Ein Schwerpunkt liegt in den 50er und 60er
Jahren. Ca 30 Hinweise betreffen sexualisierte Gewalt. 25
Beschuldigte werden genannt, 4 davon sind inzw. gestorben.
Quelle:
Augsburger
Allgemeine
26.4.2010 Der belgische Bischof
Vangheluwe hat sich erst zum Rücktritt wegen sexuellen
Missbrauchs entschlossen, nachdem die Familie des Opfers
alle kath. Bischöfe Belgiens über den Missbrauch
informiert hatte. Seitdem der Erzbischof von
Mechelen-Brüssel letzten Freitag zur Aufklärung
aufgerufen hat, seien 30 bis 40 neue Missbrauchsmeldungen
eingegangen - nach den 20 Meldungen seit Jahresbeginn.
Der zurückgetretene Missbrauchs-Bischof hat nach einem
Bericht der "Nieeuwsblad" 1995 einen Diakon geweiht, der
wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt worden war. Die
Eltern des Opfers hatten versucht, die Weihe zu verhindern.
Der Diakon sei bis heute im Amt.
Quelle: Domradio
26.4.2010 Die
Kirchenaustritte in Österreich haben im
ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um 42% zugenommen.
Im letzten Jahr haben 53216 KatholikInnen die Kirche
verlassen. In diesem Jahr wird mit 70 000 bis 80 000
Austritten gerechnet.
Quelle: Passauer
Neue Presse
25.4.2010 Der Berliner
Kurier fragt, was der Papst verschweigt und ob
zurückgetretene Bischöfe nur die Bauernopfer
seien.
25.4.2010 Die saarländische
Landesregierung hat einem Internat, das der
traditionalistischen Pius-Bruderschaft nahesteht, die
Betriebserlaubnis entzogen. Gleichzeitig wurde verfügt,
dass auch nicht genehmigte Wohngruppen der Einrichtung
geschlossen werden müssen. Es seien offenbar über
Jahre hinweg gegenüber der Behörde falsche Angaben
gemacht worden. Der Sprecher des Sozialministeriums,
Thorsten Klein, wird mit den Worten zitiert: „Es wurde
versucht, uns hinters Licht zu führen.“
Quelle:
Domradio
25.4.2010 Zartbitter,
Ursula Enders, kritisiert die bischöflichen
Leitlinien
25.4.2010 Ein Missbrauchsopfer
berichtet, wie der Täter, Zisterzienser-Pater Gregor,
unbehelligt von kirchlichen Behörden, die von den
Vorwürfen wussten, in Birnau, in Mehrerau, vielleicht
in Baden/Wien und in Schülbelhof von weiter mit Kindern
und Jugendlichen arbeiten durfte.
Quelle: Badische
Zeitung
25.4.2010 Ein
angehender Erzieher einer evangelischen
Kindertagesstätte in Königs Wusterhausen
(Dahme-Spreewald) ist in den Verdacht geraten,
kinderpornografisches Material zu besitzen. Der
zuständige Kirchenkreis Berlin-Neukölln teilte am
Samstag mit, gegen den Mann sei ein Kündigungsverfahren
eingeleitet und ein Hausverbot ausgesprochen worden.
Quelle: rbb-online
25.4.2010 Der
belgische Kardinal Godfried Daneels (76) hat bestritten,
schon seit langem vom sexuellen Missbrauch eines Kindes
durch den Bischof von Brügge, Roger Vangheluwe,
gewusst zu haben. "Ich kann mich an ein solches
Gespräch nicht erinnern", sagte er am Wochenende in
Brüssel zu Äußerungen des Ex-Priesters Rik
Devillé. Dieser
Quelle: az-web
25.4.2010 In der kleinen schwedischen
katholischen Kirche wurden 5 Missbrauchsfälle bekannt.
Der zuständige Bischof hat die Verantwortung für
die bishrige Geheimhaltung übernommen.
QUelle: Kleine
Zeitung
24.4.2010 Dr.
Sigrid Arnade, Geschäftsführerin der
Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland
(ISL)., fordert, sexuellen Missbrauch in Einrichtungen der
Behindertenhilfe auszudecken und zu bekämpfen. Sie
weist darauf hin, dass behinderte Menschen wegen ihrer
Hilflosigkeit häufiger von sexueller Gewalt betroffen
sind. Behinderte Frauen haben ein dreimal so großes
Risiko, missbraucht zu werden, wie nicht-behinderte
Frauen. Dr. Arnade kritisiert auch, dass keine
Behindertenverbände am Runden Tisch teilnehmen.
Eingeladen sind nur die Träger, die
Wohlfahrtsverbände.
Quelle: Kobinet
24.4.2010 Überdurchschnittlich
viele KatholikInnen verlassen ihre Kirche.
Quelle: FR
24.4.2010 Eine Studentin berichtet, was
sie in ihrer Schule erlitten hat: sexuellen Missbrauch,
Schwangerschaft, Abtreibung..... "Es war ziemlich praktisch
für die Schule, dass ich niemandem was erzählen
wollte. Da konnten die sich gut hinter verstecken."
Quelle: FR
26.4.2010 Gegen den Lehrer wird ein Verfahren eingeleitet. FR
24.4.2010 Drei
ehemalige
Messdiener
in
Brasilien,
die
einen früheren katholischen Priester des sexuellen
Missbrauchs beschuldigt haben, sind bedroht worden und
stehen jetzt unter Polizeischutz.
Quelle: Schweizer
Fernsehen
24.4.2010 Am Runden Tisch, der gestern
eröffnet wurde, fehlen VertreterInnen von Zartbitter,
Wildwasser und Tauwetter.
Quelle: Kölner
Stadtanzeiger
23.4.2010 Der Kurienkardinal Hoyos
verteidigt die frühere Praxis von Bischöfen,
pädophile Priester nicht in jedem Fall anzuzeigen. Das
wäre doch so gewesen, als ob man jemanden zwänge,
vor Gericht gegen ein Familienmitglied auszusagen, sagte der
langjährige Kurienkardinal am Donnerstag in einem
Radiointerview. „Das Recht in entwickelten Staaten sieht
nicht vor, dass jemand gegen sein Kind oder gegen seinen
Vater aussagt“, so Hoyos wörtlich: „Warum sollte man
das dann von der Kirche verlangen? Das ist ungerecht.“
Gleichzeitig bestehe aber kein Zweifel daran, „dass die
Kirche an der Seite derer steht, die wirklich Opfer waren“.
Quelle:
Radio
Vatikan
Kommentar: Zur
"Familie" gehören die Täter, die Opfer offenbar
nicht. Der Ausdruck "wirkliche Opfer" transportiert den
Verdacht, es gebe auch vermeintliche Opfer und solche, die
sich zu Opfern erklären, ohne es zu sein. Solches
Denken konterkariert jegliches Bemühen der Kirche, sich
an der Seite der Opfer zu positionieren. Die
größten Feinde der katholischen Kirche scheinen
ihre ranghöheren Mitglieder zu sein.
23.4.2010 Ein
katholischer Priester des Bistums Würzburg hat Ende der
70er-Jahre eine 15 Jahre alte Ministrantin sexuell
missbraucht. Der 63-Jährige zeigte sich nach
Bistumsangaben selbst bei der Staatsanwaltschaft an. Der
Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann entband den Mann
derweil von seinen Aufgaben und versetzte ihn in den
Ruhestand.
Quelle: focus
23.4.2010 Eines der Opfer des kath.
Priesters Murphy, der bis zu 200 gehörlose Kinder
missbraucht haben soll, will den Vatikan verklagen, weil der
Papst von den Missbrauchsvorwürfen (als Präfekt
der Glaubenskongrwegation) gewusst habe und nichts
unternommen habe. Der Vatikan nennt dieses Vorgehen eine
Publicity-Aktion und und erklärt, das Mitgefühl
gelte den Opfern dieses Priesters.
Quelle:
Spiegel
23.4.2010 Ein homosexueller Theologe auf
dem Weg zu sich und zur Wahrheit. In der FR
berichtet
David Berger, bisher Herausgeber und Schriftleiter der
konservativen Zeitschrift "Theologisches".
23.4.2010 Roman Polanskis Antrag, in
Abwesenheit über ihn in den USA zu verhandeln, wurde
abgelehnt. Abgelehnt wurde auch der Antrag des Opfers auf
Strafverschonung. Nun steht der Auslieferung Polanskis aus
der Schweiz und der Überstellung in die USA nichts mehr
im Weg.
Quelle: FR
23.4.2010 Der bisherige Koordinator
für die Öffentlichkeitsarbeit im Bistum
Augsburg, Dirk Hermann Voß (50), ist von seinen
Aufgaben entbunden worden. Er hatte die
öffentliche Diskussion um die
Prügelvorwürfe gegen Bischof Mixa und um das
Finanzgebaren des Bischofs als "Medienkampagne gegen
die Kirche" bezeichnet und dem Bischof geraten, alle
Vorwürfe als unwahr zurückzuweisen und er
hatte den Ex-Heimkindern, die eidesstattliche
Erklärungen abgegeben hatten, mit straf- und
zivilrechtlichen Konsequenzen gedroht.
Quelle:
Augsburger
Allgemeine
23.4.2010 Matthias
Drobinski kommentiert das Rücktrittsgesuch von
Bischof Mixa. Der umstrittene Bischof von
Augsburg tut eigenes Fehlverhalten als entschuldbare
Lappalie ab - und sieht sich als Opfer einer Kampagne gegen
seine Person, sagt Drobinski.
Quelle:
Süddeutsche
23.4.2010 Der dienstälteste
belgische Bischof - nach Informationen der
Nachrichtenagentur Belga der Bischof von Brügge - hat
um seinen Rücktritt gebeten. "Schwerwiegende Taten"
haben ihn dazu bewogen.
Quelle: focus
Bischof
Vangheluwe
(Bistum
Brügge) hat sich heute in einem Schreiben an die Presse
zum sexuellen Missbrauch an einem Jungen bekannt. Der
Bischof hat zudem ein Rücktrittsgesuch an Papst
Benedikt XVI. geschickt. Vangheluwe war der
dienstälteste Bischof des Landes und fast 30 Jahre im
Amt. Vangheluwe hatte sich kaum eine Stunde
öffentlich zu seiner Tat bekannt, da nahm der Papst
das Rücktrittsgesuch auch schon an.
Quelle:
shortnews
23.4.2010 Dem Nachrichtenmagazin "profil" zufolge
gibt es neue Vorwürfe gegen Bischof Elmar Fischer. Er
soll laut Zeugen mehrmals Kinder geschlagen und einem
Schüler die Rippe gebrochen haben. Die Diözese
übt Kritik an der Vorgangsweise der möglichen
Opfer: Die Opfer sollten die Ombudsstelle der Diözese
Feldkirch kontaktieren und keine Vorwürfe über
die Medien erheben.
Quelle:
ORF
Elmar Fischer wies die Vorwürfe in einer Aussendung
zurück. Die Frage, ob er die massiven Vorwürfe
zurückweise, weil sie nicht stimmen, wurde auf
Nachfrage im Pressebüro nicht beantwortet. Die Aussage
sei klar, mehr könne man dazu nicht sagen, hieß
es. Fischer hatte zuvor gesagt, er habe einmal einem
Schüler eine Ohrfeige gegeben - und dieser habe ihm
später gesagt, das habe ihm - dem Schüler -
geholfen.
Quelle:
Vorarlberg
23.4.2010 Nichts sei bewusst vertuscht
worden, man habe im Interesse der Opfer Informationen
über Missbrauchsfälle vor der Öffentlichkeit
zurückgehalten. Das sagte der Erfurter Weihbischof
Reinhard Hauke.
Quelle: Thüringer
Allgemeine
Kommentar: So
kann man es auch sehen. Die Erfahrungen jedoch sprechen von
einer anderen Wahrheit.
23.4.2010 In den USA hat ein Opfer des
Priesters Murphy Papst Benedikt verklagt. Der Mann
beschuldigt den Vatikan, die Missbrauchsfälle an einer
katholischen Schule für Gehörlose in Wisconsin zu
verschleiern.
Quelle:
Zeit
22.4.2010 Der Mühlstein - Thomas
Söding in CiG
22.4.2010 In
einem Kommentar im Spiegel wird darauf hingewiesen, dass es
eine Inflation von Opfererzählungen gibt. Sie
können zu einer schleichenden Entwertung echter
Missbrauchserlebnisse führen, die es unzweifelhaft in
beschämender Zahl gegeben hat.
Quelle:
Spiegel
22.4.2010 Bruder
Paulus Terwitte sagt über den späten Rückzug
des Augsburger Bischofs: "Ein Bischof, der in der
Öffentlichkeit Opfer beleidigt, der muss einfach
zurücktreten, und es ist eine Beleidigung, wenn man
Leuten, die versichern, geprügelt worden zu sein, sagt,
das ist nicht wahr. So was geht einfach nicht. Wir brauchen
in der Kirche eine Atmosphäre des Dialoges, wo auch der
Kleinste die Vollmacht bekommt, wirklich sprechen zu
dürfen. Hier muss in den kirchlichen Kreisen ganz neu
gelernt werden, dass die Opfer nicht erst eine
Ordinariatsleiter hochsteigen müssen, durch alle
Abteilungen gehen müssen, bis sie den Bischof
persönlich sprechen dürfen."
Quelle:
Domradio
22.4.2010 Der Ire Moriarty hatte sein
Rücktrittsgesuch beim Papst im vergangenen Dezember
abgeschickt. Er wird beschuldigt, sexuellen Missbrauch von
Minderjährigen durch Geistliche in Dublin vertuscht zu
haben. Moriarty ist nun der vierte Bischof, der im Zuge des
Skandals sein Amt verlassen muss.
Quelle: www.nachrichten
22.4.2010 Bischof Mixa bietet seinen
Rücktritt an. Dem Rücktrittsgesuch muss vom Papst
zugestimmt werden. Wolfgang Wagner, FR, kommentiert: "Man
muss es betonen: Mixa wird kein sexueller Missbrauch
vorgeworfen. Dennoch war er mit seiner Uneinsichtigkeit ein
fleischgewordenes Glaubwürdigkeitsproblem der Kirche.
Wie soll man den Bischöfen abnehmen, dass sie die
Gewaltfälle konsequent aufklären, wenn sie einen
solchen Relativierer in ihren Reihen dulden? Das Vertuschen
und Rechtfertigen der Gewalttaten in der katholischen Kirche
muss ein Ende haben. Hoffentlich ist das Abservieren von
Mixa ein Zeichen dafür, dass es die Bischöfe mit
der Aufklärung ernst meinen."
Quelle: FR
22.4.2010 Bischof S. Ackermann glaubt -
anders als früher - nicht mehr, dass ein Getaufter und
zum Priester Geweihter schon automatisch bei Jesus
angekommen sei. Ackermann kritisierte auch Fehler in der
Kommunikation der Bischöfe und von Rom aus.
Quelle:
Radio
Vatikan
21.4.2010 Die chilenischen Bischöfe
bitten die Opfer von Missbrauch um Entschuldigung. Es ist
von 20 beschuldigten Priestern die Rede. Strafen habe es in
5 Fällen gegeben, zehn Angeschuldigte wurden
freigesprochen.
Quelle:
Radio
Vatikan
21.4.2010 Die Rechtsreferentin der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Karla
Sichelschmidt, berichtete, dass ein internes
Disziplinarverfahren gegen einen heute 75-jährigen
Heimleiter eingeleitet werden soll. Ihm wird Missbrauch
vorgeworfen.
Misshandlungsvorwürfe beträfen einen heute noch
tätigen Mitarbeiter des Heims. Diese Vorwürfe
müssten noch überprüft werden.
Quelle: Mittelbayerische
21.4.2010 Leonardo Boff im Interview der
Süddeutschen über den Papst nach 5 Jahren im Amt.
Boffs Urteil ist vernichtend.
Quelle: Süddeutsche
21.4.2010 Ein mexikanisches
Missbrauchsopfer hat Klage gegen zwei katholische
Kardinäle eingereicht, weil sie einen des Missbrauchs
beschuldigten mexikanischen Priester gedeckt haben sollen.
Die in Los Angeles eingereichte Klageschrift richtet sich
gegen den US-Kardinal Roger Mahony und seinen mexikanischen
Kollegen Norberto Rivera.
Quelle: welt.de
21.4.2010 Bei der evangelischen Kirche
in Köln haben sich 10 BEtroffene gemeldet, die von
Straftaten zwischen 1940 und 1970 berichteten. Die
Täter seien alle tot. 4 der Opfer gaben an, in
evangelischen Kinderheimen missbraucht worden zu sein. Sie
berichten auch von Prügeln, stundenlangem Stehen auf
dem Flur, Übernachtungen in einer Badewanne und dem
Essen von Erbrochenem. Die Leiterin der Beratungsstellesagt:
"Es herrschte eine Atmosphäre permanenter
Demütigungen und Quälerei". Ein
Missbrauchstäter , Psychologe, sei Presbyter in
Köln gewesen, ein Ehrenmann.
Quelle: wdr
21.4.2010 In Österreich haben mehr
als 30.000 KatholikInnen von Januar bis März 2010
die
Kirche verlassen.
Quelle:
Kurier.at
21.4.2010 Die Deutsche Bischofskonferenz
hat den Augsburger Bischof Walter Mixa öffentlich
aufgefordert, sein Amt ruhen zu lassen. Nach Angaben der FR
gibt es unter den Bischöfen zum einen die Sorge, dass
die Mixa-Affäre die Aufklärung über
Fälle von sexueller und anderer körperlicher
Gewalt in der Kirche überlagert. Zum anderen sehen die
Bischöfe auch, in welch schwierige Lage Mixa sein
Bistum Augsburg bringt, in dem sich Laienvertreter
inzwischen weigern, am Veranstaltungen mit dem Bischof
teilzunehmen.
Quelle:
FR
20.4.2010 Die Arbeitsgemeinschaft der
deutschen katholischen Moraltheologen spricht sich
dafür aus, den Pflichtzölibat als Voraussetzung
für das Priesteramt zu überprüfen. Auch wenn
es keinen direkten Zusammenhang zwischen der Pflicht zur
Ehelosigkeit von Priestern und den Missbrauchsfällen in
der katholischen Kirche gebe, könnten „indirekte
systemische Zusammenhänge sehr wohl bestehen“,
heißt es in einer Erklärung.
Quelle: Domradio
20.4.2010 Der Papst hat einen neuen
Erzbischof für Miami ernannt. Sein Vorgänger, 74,
John C. Favalora, hatte um seinen Rücktritt
nachgesucht. Ihm werden Vertuschungen in Fällen von
Missbrauch durch Priester seiner Diözese vorgeworfen.
Quelle:
kath.web
20.4.2010 In Augsburg geht ein Priester
auf Distanz zu Bischof Mixa.
Quelle: Augsburger
Allgemeine
20.4.2010 Auch das gibt es: Einen
Geistlichen, der die Verantwortung für sein Handeln
übernimmt.
Quelle: Dekanat
Weinheim
20.4.2010
Der Papst will keinen, der mit
ihm spricht. Zu allen Vorwürfen schweigt der
Papst, so böswillig sie auch sein mögen. Sein
Erzrivale sprach stattdessen für ihn. Wer berät,
jetzt in der Krise, Benedikt XVI.? Inzwischen fünf
Jahre im Amt, hat er sich weitgehend abgeschottet. Die
Anatomie eines Hofstaates. Daniel Deckers
Quelle:
faz
20.4.2010 Gegen einen Priester aus dem
Bistum Mainz, der dem Schönstatt-Institut der
Diözesanpriester angehört und der gegenwärtig
in der Deutschen Auslandsseelsorge in Washington D.C.
eingesetzt ist, sind Missbrauchsvorwürfe bekannt
geworden. Wie durch den Generalrektor des
Schönstatt-Instituts in Simmern am 30. März 2010
mitgeteilt wurde, steht der betroffene Priester im Verdacht,
in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren
sexuelle Beziehungen zu weiblichen Jugendlichen und jungen
Frauen unterhalten zu haben, die sich ihm in seiner
Eigenschaft als Seelsorger der
Schönstatt-Mädchenjugend anvertraut hatten. Der
Verdacht auf sexuellen Missbrauch von Kindern unter 14
Jahren besteht nicht. Die Leitung des
Schönstatt-Institutes wusste seit Ende März
2004 von den Vorwürfen, hat aber das Bistum nicht
informiert.
Quelle:
Bistum
Mainz
20.4.2010 Missbrauchsvorwürfe haben
Lateinamerika erfasst: In Uruguay mussten
Kirchenvertreter zugeben, einen verdächtigen
Ex-Priester geschützt zu haben. Eine Nonne hatte dem
Geistlichen vorgeworfen, in Bolivien drei Kinder
vergewaltigt zu haben. In Chile wurde ein Priester des
Kindesmissbrauchs in acht Fällen angeklagt. Eines der
Opfer soll seine Tochter sein.
Quelle: Spiegel
20.4.2010 Agostino Marchetto,
Kurienerzbischof, hat den europäischen Staaten die
Verletzung von Grundrechten vorgeworfen im Umgang mit
MigrantInnen. Bootsflüchtlinge hätten ebenso ein
Recht auf ein gerechtes Verfahren wie Flüchtlinge, die
auf dem Landweg kommen. Das Recht der Bootsflüchtlinge
werden durch die europäischen
Einwanderungsbestimmungen verletzt.
Quelle: ORF
20.4.2010 Bischof Walter Mixa, Augsburg,
bittet angesichts der Vorwürfe gegen ihn um Verzeihung.
Nach einem Gespräch mit dem Priesterrat seines Bistums
am Montag Abend erklärte er wörtlich: „Es tut mir
im Herzen weh und leid, dass ich vielen Menschen Kummer
bereitet habe. Ich bitte um Verzeihung.“ Der Priesterrat
sprach von einer „offenen“ Beratung „über die
schwierige Lage unseres Bistums“. Die 35 Priester, die dem
Rat angehörten, teilten „die Sorge vieler um die
Glaubwürdigkeit der Kirche“. Der Rat „setzt sich
gemeinsam mit dem Bischof dafür ein, dass die gegen ihn
erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgearbeitet
werden.“
Quelle:
Radio
Vatikan
20.4.2010 Ein Kaplan der katholischen
Kirche in Rostock, Erzbistum Hamburg, wurde am 12.4.2010
angezeigt, weil er vor 10 Jahren Minderjährige
missbraucht haben soll. In einer Anhörung durch den
Missbrauchsbeauftragten bestritt der Priester die
Vorwürfe. Bis zur Klärung wurde er vom Dienst
entfernt.
Quelle: katholisch.de
20.4.2010 In Brasilien wurde ein
katholischer Priester, 83, wegen des Verdachts von sexuellem
Missbrauch an mehreren Jungen festgenommen. Das jüngste
mutmaßliche Opfer soll 12 Jahre alt gewesen sein.
Zuvor hatten in einer parlamentarischen Anhörung 20
Zeugen schwere Vorwürfe gegen den Festgenommenen und
zwei weitere Priester der selben Erzdiözses erhoben.
Quelle: ORF
19.4.2010 Rotraut Perner,
Psychoanalytikerin, ist der Ansicht, dass derzeit die
Perspektive der Täter gänzlich ausgespart werde.
"Es dreht sich alles um die Opfer, während die
Täterseite nicht beleuchtet wird", sagt Perner.
Quelle:
Wiener
Zeitung
19.4.2010 Im Erzbistum München gab
es bislang 60 Meldungen über unterschiedliche
Missbrauchsformen. Drei Viertel der Meldungen betreffen die
Zeit vom Ende der 50er Jahre bis in die 90er Jahre. Wie die
60 Meldungen genauer zu bewerten sind, ist noch offen. Wegen
einer Ohrfeige jedoch, sagte der Missbrauchsbeauftragte,
hätte niemand angerufen.
Von
besonderer
Wichtigkeit
sei, "sich in die Sicht der Opfer zu versetzen",
betonte er. Im "weiteren Vorgehen der Kirche mit
diesem Phänomen" sei es "entscheidend, leise und
demütig vorzugehen und sich von den Schicksalen
berühren zu lassen".
Quelle:
welt.de
19.4.2010 Bei seinem Besuch auf Malta
hat sich Papst Benedikt XVI. am Sonntag mit Opfern von
Missbrauch durch Geistliche getroffen. Der Papst sei tief
bewegt gewesen, berichtete Papstsprecher Federico Lombardi.
Er habe den Opfern seine Scham und seinen Schmerz angesichts
ihres Leides und dessen ihrer Angehörigen
ausgedrückt. Er sagte, die Kirche sei "verletzt durch
unsere Sünden". Die acht Männer im Alter
von Mitte dreißig waren in einem Waisenhaus den
Übergriffen von Priestern ausgesetzt gewesen.
Quelle: Süddeutsche und Stern
19.4.2010 In der Odenwaldschule hat das
Lehrerkollegium erst jetzt eine Erklärung verfasst, in
der es sich zu Becker, der viele Kinder und Jugendliche
missbrauchte, äußerte. "Das hat zwölf Jahre
gedauert!", sagt Amelie Fried empört. Die
Rücktrittserklärungen der kürzlich
abgetretenen Vorstandsmitglieder seien in einem "jammernden
Tonfall" verfasst, niemand gebe Fehler zu. Ein Lehrer, der
vor wenigen Tagen Teile einer vertraulichen Mail eines
Opfers an den Täter weitergegeben hatte und dafür
von der Schule angezeigt worden war, wünscht sich "mehr
Anteilnahme an seiner Situation", berichtet Fried.
"Irgendwie ist hier keiner für irgendwas
verantwortlich."
Quelle:
Badische
Zeitung
18.4.2010 Der Papst Johannes Paul II.
förderte Vertuschung. Ein kolumbianischer Kardinal, der
einem französischen Bischof ausdrücklich für
die Geheimhaltung eines Missbrauchsfalls gedankt hatte, ist
Kritik mit den Worten begegnet, sein Schreiben sei vom
damaligen Papst Johannes Paul II. genehmigt gewesen. "Der
Heilige Vater erlaubte mir, diesen Brief an alle
Bischöfe in der Welt zu schicken und wir stellten ihn
auch ins Internet", sagte Dario Castrillón Hoyos laut
einem Bericht der spanischen Regionalzeitung "La Verdad".
Quelle:
ntv
18.4.2010 Brasilianische
Behörden
ermitteln gegen den auch im Osnabrücker Nordland
bekannten deutschen Pater Benedikt L. wegen
„Internet-Pädophilie“. Der Geistliche weist die
Vorwürfe zurück und macht einen
Schützling für die kinderpornographischen
Dateien auf seinem Computer verantwortlich. Benedikt
L. rief im Nordosten Brasiliens Hilfsprojekte für
Straßenkinder ins Leben, die er aus
Spendengeldern finanziert. Dazu hat er sich in
Deutschland einen Unterstützerkreis aufgebaut, zu
dem die Kolpingsfamilie Ankum gehört, aber auch
die St.-Ursula-Schule und die Ludwig-Windthorst-Schule
in Hannover und zahlreiche Kirchengemeinden.
Quelle: neue
oz
18.4.2010 Mixa bekommt
"Unterstützung" vom ehemaligen Chefvolkswirt der
Deutschen Bank, Walter. Dieser sieht in der
Missbrauchsdebatte "fundamentalistische Aufklärer" am
Werk. Mixas Kritiker würden verkennen, dass
körperliche Züchtigung vor einigen Jahrzehnten in
Deutschland normal war, sagte das ZdK-Mitglied. Auch seine
Mutter habe ihn "verprügelt: Es hat mir nicht
geschadet", sagte Walter. Ihm seien dadurch Grenzen
aufgezeigt worden. Dass Mixa die Vorwürfe zunächst
abgestritten hatte, nannte Walter glaubwürdig. Der
Bischof habe die Ohrfeigen nicht als Gewalt gegen Kinder
empfunden.
Quelle:
FR
Kommentar: So
sieht es aus, wenn Kinder geschlagen werden: Sie spüren
als Erwachsene nicht einmal mehr, wenn sie jemanden
verletzen. Und die Opfer als "fundamentalistische
Aufklärer" zu denunzieren, heißt, sie noch einmal
verletzen.
17.4.2010 Die "Initiative gegen Gewalt
und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen"
fordert den Rücktritt von Bischof Heinrich Mussinghoff.
Am 8. Januar hatten Eltern eines 19-Jährigen den Fall
beim Personalchef des Bistums Aachen gemeldet. Danach
passierte - nichts. Der Priester Georg K. soll den jungen
Mann vom zehnten Lebensjahr an schwer missbraucht haben.
Auch andere Kinder seien betroffen. Das Bistum
erklärte, es habe ja nur der Vater angerufen. "Der Junge hätte sich als
Opfer schon selbst bei uns melden müssen, nicht wir
bei ihm." Der Beschuldigte K. streitet die
Vorwürfe ab.
Quelle:
an-online
Kommentar:
Natürlich kann Kirche so mit Opfern umgehen. Keine
Frage! Und sie beweist ja auch, dass sie es kann, denn
sie geht ja mit Opfern um, wie es kaum zynischer sein
könnte. Das ist der sicherste Weg, um auch bei den
Gutwilligsten jeden Kredit zu verspielen.
19.4.2010 Das
Bistum Aachen stellt den Sachverhalt anders dar: Der
Priester ist bereits in Südafrika in Haft. Der
bischöfliche Missbrauchsbeauftragte beziehe die
staatlichen Ermittlungsbehörden ein, wenn das Opfer dem
zustimmt. Der Vater des Opfers jedochhabe um Stillschweigen
gebeten. Das Bistum bedauere, dass es nach dem Anruf des
Vaters beim Personalreferenten im Januar 2010 zu keinem
weiteren Kontakt gekommen ist. Inzwischen hat die Familie den
mutmaßlichen Täter angezeigt. Der Bischof hat
den Missbrauchsbeauftragten gebeten, der betroffenen
Familie ein Gespräch anzubieten.
Quelle:
an-online
17.4.2010 Im katholischen Internat und
Gymnasium Haus Overbach in Jülich bei Aachen soll es zu
sexuellem Missbrauch gekommen sein. Drei Opfer meldeten sich
und berichteten von Missbrauch in den 50er-Jahren. Sie
beschuldigen Ordensleute der Oblaten des heiligen Franz von
Sales.
Quelle:
FR
17.4.2010 Am Dienstag wurde in
Baden-Württemberg ein weiterer Fall bekannt. Betroffen
ist das Kapuzinerkloster in Bad Mergentheim. Die
Staatsanwaltschaft wurde für die Prüfung eines
Missbrauchsfalls eingeschaltet, wie ein Sprecher der
Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz in
Münster bestätigte. Anfang der 70er Jahre soll ein
heute knapp 80 Jahre alter Pater mindestens einen
Schüler missbraucht haben. Das Opfer habe sich erst in
den vergangenen Tagen gemeldet. Der Beschuldigte sei erst
vor zwei Jahren wieder nach Bad Mergentheim versetzt worden.
Da es "Auffälligkeiten" gab, sei er seit Jahren von
allen seelsorgerischen Diensten entbunden. Erste Hinweise
auf sexualisierte Gewalt in einem früheren hessitschen
Jungeninternat in Bensheim datieren von den 70er- und
80er-Jahren. Bis 1979 soll es secualisierte Gewalt und
Misshandlungen gegeben haben.
Quelle:
FR
17.4.2010 Für diejenigen, die die
Loyalität von Kirchenleuten kennen, ist die Nachricht
nicht überraschend: Der Papst sollte "aus der
Schusslinie" genommen werden. Deswegen wurde
der frühere Generalvikar Gruber wohl gedrängt,
die Verantwortung in der Affäre um den
pädophilen Priester Peter H. zu übernehmen.
Vertraute Grubers schilderten dem SPIEGEL, Gruber solle
als Sündenbock für den Papst herhalten.
Wörtlich im Spiegel: "Als die Affäre
Mitte März aufflog, sei er [Gruber] am Telefon
eindringlich "gebeten" worden, die volle Verantwortung zu
übernehmen, klagte Gruber gegenüber Freunden. In
einem Brief an seine Vertrauten schreibt Gruber, er habe
eine fertig formulierte Stellungnahme zugefaxt bekommen.
Änderungswünsche habe er anmerken können. Über die
Darstellung des Bistums und darüber, dass man ihm
"eigenmächtiges Handeln" im Fall H. vorwarf, empfinde
er jedoch großen Unmut. Auch der Ausdruck
"Eigenmächtigkeit" sei nicht mit ihm abgesprochen
worden. Gruber hatte bisher alle Schuld auf sich genommen."
Quelle: Spiegel
21.4.2010 Der ehemalige Generalvikar Gruber erklärte,
sein Freund habe ihn missverstanden. Er habe nicht davon
gesprochen, dass Druck auf ihn ausgeübt worden sei,
sondern dall alle unter Zeitdruck standen.
Quelle:
Süddeutsche
17.4.2010 "Der Bischof von Augsburg hat
in einer für die Kirche höchst kritischen
Situation den größten anzunehmenden Unfall
verursacht: Er hat alle Beteuerungen der katholischen
Würdenträger Lügen gestraft, von nun an
Missbrauchs- und Gewaltvorwürfe offensiv und
transparent zu klären." "Wollten
die Bischöfe und der Papst den Schaden für die
Kirche begrenzen, müssten sie Mixa umgehend zum
Rücktritt drängen. Doch selbst wenn sich Mixa in
seinem Amt hält, ändert das nichts daran, dass das
Bistum Augsburg keinen Bischof mehr hat.Da ist nur
noch ein Mann im Bischofsornat, aber es fehlt ihm das, was
dieses Amt auszeichnen soll: Glaubwürdigkeit,
Autorität, Integrität und Würde."
Quelle:
Süddeutsche
17.4.2010 Zwei Personen, frühere
Bewohner des Oldesloer Kinder- und Jugendhauses St. Josef,
erheben Missbrauchs - Vorwürfe. Ein Vorwurf richtet
sich gegen einen weltlichen Mitarbeiter des Hauses. Ein
Ex-Bewohner erhebt Vorwürfe gegen einen Geistlichen. Er
berichtet von Fesselspielen im Pfarrhaus von St. Josef.
Quelle:
In-online
17.4.2010 Joachim Frank bemerkt in der FR:
"Seine [Mixas] gewundenen Ausflüchte machen zunichte,
was Papst und Bischöfe derzeit über die
Ehrlichkeit und den Aufklärungswillen der Kirche
predigen. All das ist unglaubwürdig, solange
höchste Funktionäre die Unkultur des Leugnens und
Abwimmelns in eigener Sache pflegen. Mit der
vielbeschworenen Würde des geistlichen Amtes hat das
ohnehin nichts mehr zu tun. Fragt sich, wann Mixas
Mitbrüder ihm das endlich sagen wollen, und wann Rom
reagiert."
17.4.2010 In
Österreich wurden in den letzten Wochen 6 Priester vom
Dienst suspendiert, 2 vorläufig beurlaubt, einer
quittierte den Dienst. Ihnen wird sexualisierte Gewalt gegen
Minderjährige vorgeworfen.
Quelle: ORF
16.4.2010 Die katholische
niederländische Kirche hat einen Pfarrer wegen
sexuellen Missbrauchs angezeigt. Die Diözese Rotterdam
teilte mit, der Pfarrer sei aus dem Dienst entfernt worden.
Quelle:
reuters.com
16.4.2010 In einem Waisenhaus in Luzern
soll es zu körperlichen Übergriffen,
Schwerstarbeit und sexuellem Missbrauch durch Patres
gekommen sein. Das berichten Schweizer Medien unter Berufung
auf einen ehemaligen Heimschüler an diesem Freitag. Die
Stadt will die Vorwürfe gegen das Kinderheim nun
prüfen, hieß es weiter. Das Kloster der
Ingenbohler Schwestern hat unterdessen
Aufklärungswillen bekundet.
Quelle: Radio
Vatikan
16.4.2010 Reaktionen auf den Brief des
Theologen Hans Küng an die Bischöfe in
Deutschland:
Der emeritierte Kölner Weihbischof Klaus Dick hat den
offenen Brief von Hans Küng zurückgewiesen. Die
Bischöfe zu Widerstand gegen Papst und Vatikan
aufzurufen, sei eine „Unverschämtheit“. Quelle: Domradio
Norbert Scholl, kath. Theologieprofessor in Heidelberg,
meint, der Papst müsse verstehen, dass es Zeit für
ein ökumenisches Konzil sei. Scholl benennt als
Probleme die hierarchische Struktur, die
Zwei-Klassengesellschaft, den römischen Zentralismus,
die uneingeschränkte monachistische Machtbefugnis des
Papstes. Quelle: FR
16.4.2010 Der Sonderermittler der
Katholischen Waisenhausstiftung im Bistum Augsburg, der
Anwalt S. Knott, ermittelte und stellt seine Ergebnisse vor.
Er berichtet von Weinrechnungen, Geschenken an Neupriester
und Kirchenteppichen, die auf Kosten des Kinderheims gekauft
wurden. Und von einem Bischofsring aus Feingold, mit
Insignien graviert, der 3854, 34 Mark kostete und ebenfalls
von der Stiftung bezahlt wurde.
Mixa
wird von inzwischen acht ehemaligen Heimkindern vorgeworfen,
er habe sie in den siebziger und achtziger Jahren geschlagen
- teils mit Faust, Stock oder Teppichklopfer. Alle
Betroffenen sind bereit, ihre Vorwürfe vor Gericht
unter Eid zu bezeugen. Mixa bleibt jedoch bei seiner
Aussage, "schwere körperliche Züchtigung hat es
durch mich nie gegeben."
Der
Sonderermittler
konnte
weder mit dem Bischof sprechen, noch mit den Ex-Heimkindern,
die den Bischof mit 8 eidesstattlichen Erklärungen
belasten, noch mit den Schwestern, denen die Heimkinder
Prügel vorwarfen.
Quelle:
Süddeutsche
16.4.2010 Der Präsident des
Zentralkomitees der Deutschen Katholiken beklagte eine
weitreichende Resignation unter den Katholiken. Dringend
notwendig für die Kirche sei es jetzt, Vertrauen
zurückzugewinnen. Nach Einschätzung des
ZdK-Präsidenten ist derzeit noch offen, ob
gegenwärtige Erschütterung zu einer
zukunftsweisenden Erneuerung der Kirche oder zu einem
dauerhaften Bedeutungsverlust führen werden.
Quelle:
Domradio
16.4.2010 Pater Mertes, SJ, kritisiert
diejenigen Kirchenrepräsentanten, die die Kirche selber
als Opfer des Skandals darstellten. Eine solche Haltung
verletze die Opfer ein weiteres Mal.
Stimmt.
Quelle:
Domradio
16.4.2010 Die Staatsanwaltschaft Marburg
ermittelt gegen den früheren Leiter des katholischen
Kinderheims Berwardshof, Himmelsthür, wegen des
Verdachts von sexuellem Missbrauch. In den 70er Jahren soll
er in Amöneburg mindestens zwei Jungen missbraucht
haben.
Quelle:
Hildesheimer
Allgemeine
16.4.2010 Der Augsburger Bischof Walter
Mixa hat erstmals eingeräumt, in seiner Zeit als
Stadtpfarrer Kinder und Jugendliche geschlagen zu haben. Er
könne nicht ausschließen, dass er vor 20-30
Jahren den Jugendlichen "die eine oder andere
Watsch'n" gegeben habe. "Das war damals vollkommen normal
und alle Lehrer und Schüler dieser Generation wissen
das auch", fügte er hinzu.
Quelle:
FR
Kommentar: Die
Prügelstrafe in Bayern wurde 1980 abgeschafft. In
anderen Bundesländern Deutschlands schon vorher. Dass es "vollkommen normal"
gewesen sein soll, dass Körperstrafen trotz eindeutiger
Gesetzeslage durchgeführt wurden, kann ich mir kaum
vorstellen.
16.4.2010 Der Kirchenanwalt der
Glaubenskongregation für schwere kirchenrechtliche
Vergehen, Charles Scicluna, hat sich bereit
erklärt, im Juni Missbrauchsopfer aus Malta zu treffen.
Scicluna, ist selbst Malteser und bei der
Glaubenskongregation mit der Aufarbeitung von
Sexualstraftaten betraut.
Quelle: Liborius.de
16.4.2010 Im Jahr 2001 dankte der
damalige Präfekt der Kongregation für den Klerus,
Dario Castrillón Hoyos dem französischen Bischof
Pican, Diözese Bayeux-Lisieux, für
dessen Entscheidung, einen pädophilen Priester nicht
den Behörden gemeldet zu haben. Hoyos
schreibe, er freue sich über Pican, der in den
Augen der Geschichte und aller anderen Bischöfe auf der
Welt das Gefängnis dem Verrat an einem Priesterbruder
vorgezogen habe.
Der Vatikan wies darauf hin, dass das
Schreiben Hoyos die Bedeutung der inzwischen
vorgenommenen Reformen im Vatikan zeige.
Die Kinder waren unter 15 Jahre alt, als
sie von dem Priester sexuell missbraucht wurden. Die Eltern
mehrerer Opfer hatten den Bischof verklagt, weil er von dem
Missbrauch ihrer Kinder gewusst, aber nichts dagegen
unternommen habe. Der pädokriminelle Priester war im
Oktober 2000 zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.
Quelle:
ORF
und Spiegel
und Golias
16.4.2010 Der Vatikan hat sich von dem Schreiben von
Kardinal Hoyos vom 8. September 2001 an den
französischen Bischof Pican distanziert - dieses
Vorgehen entspreche nicht der Linie des Heiligen Stuhls. Am
30. April 2001 hatte der damalige Papst das Motu prorio
"Sacramentorum sanctitas tutela" veröffentlicht, in dem
das Verfahren bei Pädophiliefällen neu geregelt
wurde und unmittelbar der Zuständigkeit der
Glaubenskongregation unterstellt.
Quelle:
Lioborius.de
Kommentar: Der
Präfekt der Kongregation für den Klerus,
angesiedelt im Vatikan, hält sich also nicht an
die mutmaßlich "neue Linie" der Glaubenskongregation,
die bereits 4 Monate lang gilt. Wenn sich Kardinal Hoyos der Zustimmung "aller
anderen Bischöfe auf der Welt" so sicher war, und wenn
seine damalige Einschätzung richtig ist, dann bedeutet
dies, dass Opfer auf der ganzen Welt keinen einzigen Bischof
auf ihrer Seite hatten. Und es schließt sich die Frage
an, ob die Bischöfe auf der Welt inzwischen gelernt
haben, auf der Seite der Opfer zu stehen.
16.4.2010 Ursula Enders und Yücel
Kossatz über "Verantwortung
der Kirche und Opferschutz"
16.4.2010 Hans Küng schreibt einen
Offenen Brief an die Bischöfe in Deutschland. Süddeutsche
16.4.2010 Die Diözese
Rottenburg-Stuttgart ermittelt gegen einen etwa
60-jährigen Pfarrer von Munderkingen wegen sexuellen
Missbrauchs. Die Staatsanwaltschaft ist eingeschaltet. Ein
heute Vierzigjähriger hat die Diözese informiert,
dass er mit ca 11 Jahren von dem Pfarrer missbraucht wurde.
Inzwischen gibt es Hinweise, dass auch in der früheren
Arbeitsstelle des mutmaßlichen Täters ein
minderjähriger von dem Pfarrer belastigt worden sein
soll. Schon eta 1994 gab es Hinweise der Haushälterin,
dass ein Minderjähriger aus dem Bett des Pfarrers
gekommen sei. Damals wurde diesem Hinweis von Seiten der
Diözese nicht ernsthaft nachgegangen.
Quelle:
Schwäbische.
de
15.4.2010 Die Bischofskonferenz von
England und Wales hat die Behauptung Bertones, des 2. Mannes
im Vatikan, zurückgewiesen, dass Pädophilie mit
Homosexualität zusammen hinge. Darüber gebe es
keine gesicherten Erkenntnisse.
Quelle: Radio
Vatikan
15.4.2010 Der Theologe Hans Küng
fordert laut ORF
die deutschen Bischöfe zum Widerstand gegen den Papst
auf.
15.4.2010
Zwischen dem Kloster Ettal und dem Erzbistum
München gibt es Auseinandersetzungen über den
Umgang mit den Missbrauchsfällen.
Quelle: kurier.at
15.4.2010 Pfarrer Helmut Schüller,
früherer Leiter der Wiener Ombudsstelle für
Missbrauchsopfer, ist überzeugt, dass die
Missbrauchs-Skandale in der katholischen Kirche Konsequenzen
haben müssen - und zwar ganz oben, bei der
Kirchenführung in Rom. Schüller macht die
Machtkonzentration beim Papst für die Kirchen-Krise
mitverantwortlich. Er verlangt mehr "Machtkontrolle". Unter
bestimmten Umständen sei ein Rücktritt des
Heiligen Vaters "unausweichlich", sagt Schüller.
Quelle: kurier.at
15.4.2010 Hermann Häring in der Südwestpresse
über den Papst nach 5 Jahren Amtszeit
15.4.2010 Edelbert Hörhammer war
von 1973 bis 2005 Abt von Ettal und zuvor dort
Internatserzieher. Er hat die Verantwortung für
Misshandlungen und Missbrauch durch Mitglieder seines Ordens
übernommen. Auch er habe als Erzieher wiederholt
Schüler misshandelt. Es tue ihm leid.
Quelle:
Vatikanradio
15.4.2010 Ein Jurist aus Buchs
erklärte, dass er aktuelle und ehemalige
Verantwortliche der Bistümer Chur und Basel wegen ihres
Umgangs mit Missbrauchsfällen angezeigt habe.
Quelle: Vatikanradio
15.4.2010 Der Erzbischof von Denver,
USA, hat einen 74-jährigen Priester aus dem
seelsorglichen Dienst entlassen und die Staatsanwaltschaft
eingeschaltet. Dem Priester werden sexuelle Übergriffe
vorgeworfen, die vor 35 Jahren begangen worden sein sollen.
Erzbischof Caput verteidige sich gegen den Vorwurf,
überstürzt reagiert zu haben.
Quelle: Vatikanradio
15.4.2010
Eine Frau erzählt in der Welt,
wie ihr Glaube ihr geholfen hat, mit den
Missbrauchsfolgen fertig zu werden.
14.4.2010
Klaus Mertes, SJ, greift Bischof Mixa an und hält ihm
vor, Opfer zu diskreditieren. Den Bischöfen hält
er vor, dass diejenigen, die sich selbst als Opfer sehen,
die Kirche diskreditieren. Ehemalige Schüler beginnen
die Rolle ihrer Eltern zu durchschauen und werfen ihnen
Versagen vor.
Quelle: tagesspiegel
14.4.2010 Wolfgang Niedecken, Musiker
von BAP, wurde von einem Pallottiner-Pater missbraucht und
geschlagen.
Quelle: faz
14.4.2010 In der katholischen Kirche
scheint sich etwas zu ändern. Vor 15 Jahren hatte sich
ein Mann wegen Missbrauchs bei der Diözese in
Rottenburg gemeldet. "Damals bin ich gnadenlos abgewimmelt
worden", berichtet der Betriebswirt. "Diesmal war das ganz
anders."
Quelle:
Stuttgarter
Zeitung
14.4.2010 Nach Angaben der Kirche wurden
auf Malta innerhalb der vergangenen zehn Jahre gegen 45 von
insgesamt 850 Priestern Vorwürfe laut, sich an
Minderjährigen vergangen zu haben. In der Regel wurden
sie nur kirchenintern verfolgt. Es ist nicht bekannt, wie
viele ihres Amtes entbunden wurden. 10 der Opfer wollen den
Papst treffen. Ob er sie auch treffen will, ist unklar.
Quelle: FR
14.4.2010 Misshandlungen und
sexualisierte Gewalt in Kinderheimen der Ex-DDR - Bericht
aus Torgau.
Quelle: dw-world
13.4.2010 Am Montag wurden vom Vatikan
die „Hinweise zum Verständnis der Verfahrensgrundlagen
der Glaubenskongregation bei Vorwürfen des sexuellen
Missbrauchs“ veröffentlicht, die vom 30.4.2001 stammen
und in Verbindung mit dem Kodex des kanonischen Rechts von
1983 gelten. Jost Müller-Neuhof weist darauf
hin, dass die veröfentlichten Hinweise nicht besagen,
dass es eine Anzeigepflicht der Kirche gebe, wenn sie von
Missbrauch erfahre. Der Text besage nur, dass staatliche
Richtlinien einzuhalten seien. In Deutschland gibt es keine
Anzeigepflicht für sexuellen Missbrauch.
Quelle:
Tagesspiegel
13.4.2010 Ein New Yorker Rabbi wurde
wegen sexuellen Missbrauchs an einem 16-Jährigen in den
Jahren 2004 und 2005 zu 32 Jahren Gefängnis verurteilt.
Zwei weitere Missbrauchsanklagen sind noch zu verhandeln.
Quelle:
focus
13.4.2010 Das Erzbistum Freiburg,
Generalvikar Dr. Fridolin Keck, möchte mit allen, die
aus der Kirche ausgetreten sind in diesen Wochen ins
Gespräch kommen.
Quelle: Erzbistum
Freiburg
Kommentar: Muss
ich erst aus der Kirche austreten, um in meiner Diözese
Gehör zu finden?
13.4.2010 Der Tagesspiegel
über die Verliese des Vatican.
Kommentar: 2003
trat eine Leitlinie in Kraft, die besagt, dass die zivilen
Rechtsvorschriften, die die Anzeige von Verbrechen bei den
zuständigen Behören vorschreiben, zu befolgen
seien. Ich verstehe nicht, wie die Bischöfe nach diesen
vatikanischen Leitlinien von 2003 noch immer diskutieren
können ob bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch
Geistliche eine Anzeigepflicht besteht oder nicht.
13.4.2010 Rik
Devillé, ein belgischer katholischer Priester hat
eine Arbeitsgruppe gegen Kindesmissbrauch innerhalb der
Kirche mitbegründet. Er berichtet, dass es in den 90er
Jahren 300 Pädophilie-Beschwerden gegeben habe. Nur 15
Klagen hätten zu Geständnissen geführt.
Sanktionen habe es - von Zwangsversetzungen abgesehen -
keine gegeben. Die übrigen Beschwerden seien im Sande
verlaufen. Das berichtet devillé der
Nachrichtenagentur Belga. In der Regel
seien die Opfer mit Verweis auf eine Verjährung
abgefertigt worden, beklagte der Geistliche im Ruhestand.
"Sehr wenige Bischöfe haben uns geholfen."
Quelle:
FR
und klamm.de
13.4.2010 Die Hinweise auf sexuellen
Missbrauch am Arnold-Janssen-Gymnasium in St. Wendel
häufen sich. Es ist von der Zeit Ende der 70er - Jahre
bist 1984 die Rede. Bislang haben sich 12 ehemalige
Schüler an die Provinzleitung der Steyler Missionare
gewandt.
Quelle:
sol.de
13.4.2010 Einem Priester der
Diözese Rottenburg wirft ein Mann sexuelle
Übergriffe in den 70er und 80er- Jahren vor. Die
Diözese erstattete Anzeige.
Quelle: SWP
12.4.2010 Beim Besuch des Papstes auf
Malta wollen 10 MMänner, die als Kinder von vier
Priestern in den 80er und 90er Jahren missbraucht wurden,
den Papst treffen.
Quelle:
Tagesanzeiger
12.4.2010 Ein 67 Jahre alter
katholischer Priester steht im Verdacht, in den 70er und
80er Jahren als Kaplan in Bremen 1972 oder 1973 einen Jungen
und in Lingen zwischen 1976 und 1983 zwei Mädchen
missbraucht zu haben. Der Geistliche ist seit 1995 im
Erzbistum Hamburg tätig. Er sei nach Bekanntwerden der
Vorwürfe im März in den Ruhestand versetzt worden,
sagte ein Sprecher der Erzdiözese am Montag. In Bremen
hatte sich ein Mann gemeldet, der angab, 1972 oder 1973
Opfer von Übergriffen des Priesters geworden zu sein.
In Lingen soll er zwischen 1976 und 1983 zwei Mädchen
sexuell missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaften Bremen
und Osnabrück sind eingeschaltet.
Quelle: newsticker
12.4.2010 Der Vatikan hat klargestellt,
dass bei sexuellem Missbrauch durch Geistliche die
Strafverfolgungsbehörden einzuschalten sind. Heute
wurde das entsprechende Dokument aus dem Jahr 2003, nach dem
bereits längere Zeit verfahren worden sein soll, veröffentlicht.
12.4.2010 Im Bistum Regensburg wurde ein
Pfarrer aus dem Landkreis Tirschenreuth vom
schulischen und pfarrlichen Dienst beurlaubt. Ihm wird ein
Übergriff auf eine Schülerin vorgeworfen. Die
Missbrauchsbeauftragte Dr. Böhm erhielt aus der Pfarrei
Hinweise auf möglicherweise weitere geschädigte
Kinder.
Quelle:
Mittelbayerische
Zeitung
Nachtrag 11.8.2010: Das Urteil ist rechtskräftig: Bewährungsstrafe von zehn
Monaten und Zahlung einer Geldbuße an eine
gemeinnützige Einrichtung.
Quelle:
Süddeutsche
12.4.2010 Heribert Prantl, Süddeutsche
Zeitung, macht einen bedenkenswerten Vorschlag.
Zunächst stellt er fest, das die Vorwürfe gegen
Ratzinger wegen seines saumseligen Verhaltens in
früheren Tagen das geläuterte Verhalten in neueren
Tagen verdecken. Prantl konstatiert, dass die
Glaubwürdigkeit der Kirche weltweit gelitten hat. Er
fragt: "War es bewusstes Hinauszögern, oder war es
kirchenjuristische Akkuratesse?... Der Missbrauchsskandal
hängt wie ein Mühlstein am Hals der katholischen
Kirche....Der Vatikan hat die Möglichkeit, die Kirche
vom Mühlstein an ihrem Hals zu befreien, ja den Stein
vielleicht gar zu zertrümmern. Dazu müsste er
gegen Priester, die Kinder und Jugendliche missbrauchen, die
schärfste Strafe verhängen, die das Kirchenrecht
kennt: Die Exkommunikation, also den Ausschluss aus der
religiösen Gemeinschaft."
12.4.2010 Der frühere Leiter der
Odenwald-Schule, Gerold Becker, soll auch einen Jungen, der
unter seiner Vormundschaft stand, sexuell missbraucht haben.
Quelle: faz.net
12.4.2010 Informationen zum
Abschlussbericht des Sonderermittlers in der Klosterschule
stehen in der Süddeutschen.
"Es muss unbedingt allen klar werden, dass nicht die
betroffenen Schüler die Nestbeschmutzer sind, sondern
die Patres, die sich an den Kindern vergangen haben", sagt
der Sonderermittler. Er hat nicht vergessen, dass sich die
Gemeinschaft früherer Internatsschüler gegen die
Nestbeschmutzer und den Sonderermittler gestellt haben.
12.4.2010 Ehemalige Heimkinder erheben
schwere Vorwürfe gegen die Dernbacher Schwestern.
12.4.2010 Ein Video über
Ex-Heimkinder und wie Kirche (Bistum Aachen) mit ihnen
umging.
Triggergefahr - Quelle: frontal21.zdf
12.4.2010 Ein Video mit Peter Henselder,
der die Heimkinder-Demo am Donnerstag initiiert hat.
Vorsicht - Triggergefahr.
Quelle: Spiegel
11.4.2010 Ursula Raue, die
Missbrauchsbeauftragte des Jesuitenordens, hatte im
März von 61 Opfern im Canisius-Kolleg berichtet. Nun
berichtet sie von rund 170 Opfern, darunter seien 59 (nicht
61) ehemalige Schüler des Berliner Canisius-Kollegs.
Quelle:
Mitteldeutsche
Zeitung
11.4.2010 Die Kardinäle der
Weltkirche planen eine Solidaritätsveranstaltung -
nein, nicht mit den Opfern pädokrimineller Priester -
sondern mit dem Papst. Sie wollen ihm inach den scharfen
Attacken wegen der Missbrauchsfälle ihre
Solidarität ausdrücken, berichtet die
römische Tageszeitung "La Repubblica" am Sonntag. Am
13. Mai soll zudem auf dem Petersplatz eine große
Kundgebung mit Hunderttausenden Demonstranten zur
Unterstützung des Papstes stattfinden.
Quelle: Kleine
Zeitung
11.4.2010 Bericht der
Diözese Rottenburg-Stuttgart zu den
Missbrauchsfällen. Stand: 26.3.2010
11.4.2010 In der Diözese Innsbruck
hat sich ein Priester, der ein Sexualverbrechen begangen
hat, selbst angezeigt. Er wurde vom Dienst suspendiert. Bei der Ombudsstelle der Diözese
Innsbruck werden derzeit 115 Fälle behandelt.
Quelle:
ORF
tirol
11.4.2010 Im Kinderheim St. Josef,
Eschweiler, wurden um 2002 Vorwürfe laut, dass in den
50er und 60er Jahren dort Kinder schwer misshandelt und
sexuell missbraucht wurden. Sowohl die Dernbacher
Schwestern, die in den 50er und 60er Jahren das Kinderheim
führten, als auch die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul,
die heute das Heim führt, stellten Strafanzeige gegen
die ehemaligen Heimkinder. In einer Pressekonferenz im
Ordinariat Aachen breiteten Anwälte des Ordens und der
Pfarrgemeinde den Verdacht aus, die ehemaligen Heimkinder
wollten den Staat um Opferentschädigungen
betrügen. Der Orden ging in einer Mitteilung vom
29.3.2010 davon aus, dass die Vorwürfe nicht den
Tatsachen entsprechen, falsch und ehrverletzend seien. Auf der Internetseite
der
Dernbacher
Schwestern steht inzwischen eine Entschuldigung, falls
den Heimkindern Dinge geschehen seien, die den
Erziehungszielen widersprachen.
Quelle:
a-z.web
10.4.2010
Zeugenaussagen über Gewalt bei den Windsbacher
Sängerknaben - ein Pfarrer erzählt.
Quelle: Süddeutsche
10.4.2010
Noch vor wenigen Jahren soll es sexuellen Missbrauch an
der Odenwaldschule gegeben haben. Das berichtet der
Frankfurter Opferanwalt Thorsten Kahl dem Spiegel. Weil er
sich von ehemaligen Mitschülern unter Druck gesetzt
fühle, dem Ruf der Schule nicht noch weiter zu
schaden, wolle sich der betroffene Ex-Schüler nicht
an die Staatsanwaltschaft wenden, sagte Kahl.
Quelle: hr-online
10.4.2010 Der
evangelische Landesbischof Johannes Friedrich soll von
Missbrauchsvorwürfen gegen einen früheren Leiter
eines Nürnberger Diakonie-Jugendheimes nach Aussagen
eines Opfers gewusst haben. Friedrich kann sich nicht
erinnern.
Quelle: Merkur
10.4.2010 Im Elite-Internat
Birklehof in Hinterzarten gibt es Missbrauchsvorwürfe
gegen einen ehemaligen Schularzt.
Quelle:
FR
10.4.2010 Der kanadische
katholische Priester Bernard Prince verbüßt
derzeit eine im Jahr 2008 verhängte
vierjährige Haftstrafe wegen des Missbrauchs von 13
Jungen zwischen 1964 und 1984. Ein heute 53-jähriges
Opfer erklärt, dass es die Diözese
Pembroke/Ontario ein Jahr vor der Ernennung des Täters
zum Generalsekretär des Päpstlichen Werks für
die Glaubensverbreitung im Jahr 1991 über Vorwürfe
sexuellen Missbrauchs informiert habe. Der Täter wurde
dennoch zum Generalsekretär befördert. Hier
ist ein Beitrag über ihn nachzulesen. Der inzwischen
verstorbene Bischof von Pembroke, Joseph Windle, warnte in
einem Brief an den päpstlichen Gesandten in Kanada,
Carlo Curis, im Februar 1993 vor Prince. Den Geistlichen in
einer so hohen Position im Vatikan zu sehen, könnte
seine Opfer zusätzlich aufbringen, schrieb Windle. „Die
Folgen wären katastrophal, nicht nur für die
kanadische Kirche, sondern auch für den Heiligen
Stuhl." 2009 enthob Papst Benedikt XVI. den
Sexualstraftäter des Priesteramts.
2005
ging bei der Polizei die Beschwerde eines Mannes ein, er sei
1969 als Junge von Prince missbraucht worden.
Quelle:
20
min
10.4.2010 Es sei nicht gut, den
religiösen Frieden zu stören, hatte man der Mutter
eines Opfers gesagt, als diese das Leiden ihres Sohnes vor
Jahren öffentlich machen wollte. Jetzt ist es
öffentlich geworden - und das ist gut so. Dem Opfer
Dank für seinen Mut!
Triggergefahr!
Quelle:
Tagesanzeiger
10.4.2010 Hier ist eine Stimme,
die es in Zukunft noch häufig zu hören geben wird:
"Ohne
den Opfern zu nahe treten zu wollen: .... (es) trifft
den Nerv Vieler, die langsam die Nase voll haben von
Enthüllungs-Stories über sexuellen Missbrauch."
Quelle: otz
Und der
Missbrauch
mit dem Missbrauch wird hier auch schon thematisiert.
Kommentar: Was
von der wissenschaftlichen Qualität der sogenannten
false-memory-Forschung zu halten ist, ist nachzulesen bei
Martha Schallek: Rotkäppchens Schweigen. Die Tricks der
Kindesmissbraucher und ihrer Helfer.
Es muss damit
gerechnet werden, dass diese Stimmen, die Opfer
diskriminieren in den nächsten Tagen und Wochen
verstärkt auftauchen. Erstaunlich ist, dass sie erst
jetzt beginnen. Hier
gibt es weitere Hinweise darauf, mit welchen Argumenten man
in bewährter Art und Weise Opfer mundtot machen kann.
10.4.2010 Der Vatikan wehrt sich
gegen die neuen Vorwürfe. Er erklärte dazu jetzt:
"Kardinal Ratzinger hat den Fall Stephen Kiesle aus
Kalifornien nicht gedeckt." Vielmehr habe der heutige Papst
"einzig darum gebeten, die Sache gründlicher zu
untersuchen zum Wohl aller Beteiligten", kommentierte der
Vizepressesprecher des Vatikans, Padre Ciro Benedettini, die
neuen Vorwürfe.
Quelle:
Spiegel
10.4.2010 Ratzinger bat, die
Entlassung eines pädophilen Priester genau zu
prüfen. Dieser Vorgang dauerte von 1978 (Termin der
Verurteilung) bis 1987, d.h. 9 Jahre. Der
betreffende Priester wurde bereits 1978 wegen der sexuellen
Belästigung von zwei Buben zu einer dreijährigen
Bewährung verurteilt. 1981 suchte
er um Entlassung aus dem Priesterstand nach. 1985 kam die
Antwort Ratzingers, die der Nachrichtenagentur
AP vorliegt. In diesem Schreiben äußert der
damalige Kurienkardinal Ratzinger Bedenken hinsichtlich der
Folgen einer Amtsenthebung für den Geistlichen. Diese
Bedenken hatte Ratzinger im Blick auf das Wohl der
Weltkirche und die christliche Gemeinschaft.
1987
wurde der verurteilte Priester dann aus dem Priesteramt
entlassen. 2004 wurde der ehemalige Priester wegen des
Missbrauchs eines Mädchens 1995 zu einer
sechsjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Zwischen
1981 und 1987 seien keine weiteren Übergriffe des
Mannes mehr bekanntgeworden. Der heute
63-jährige registrierte Sexualstraftäter lebt in
Kalifornien.
Quelle:
standard.at
Quelle:
ntv.de
10.4.2010 Die Leiterin der
Frauenberatungsstelle Sofra in Aschaffenburg, Gerti
Metzls, weist darauf hin, dass sexueller Missbrauch vor
allem Mädchen trifft, vor allem in Familien vorkommt
und von den Tätern sorgfältig geplant wird. In
letzter Zeit wenden sich verstärkt auch ältere
Frauen bei der Beratungsstelle. Das Bewusstsein für die
Problematik häuslicher Gewalt habe sich geändert.
Quelle:
faz.net
10.4.2010 Der Sonderermittler
Thomas Pfister berichtet dem Magazin Focus: "Es waren
Berichte über so abartige Gräueltaten, dass ich
nachts nicht einschlafen konnte." Insgesamt 15 Mönche,
darunter ein früherer Abt, sollen im Kloster Ettal weit
mehr als einhundert Schüler systematisch gequält
und sexuell missbraucht haben. Das gehe aus dem
Abschlussbericht hervor, den der Sonderermittler der
katholischen Kirche in den kommenden Tagen vorstellen werde,
heißt es im "Focus". Rechtsanwalt
Pfister war Ende Februar im Auftrag des Erzbistums
München und Freising in das oberbayerische Kloster
gefahren, um die Einzelheiten der Missbrauchsvorwürfe
aufzuklären. Die mutmaßlichen Opfer berichten von
Prügeln mit Skistöcken, von durch Schläge
geplatzten Trommelfellen und von lebendigen Molchen, die sie
essen mussten. Ein heute 74-jähriger Geistlicher, der
von 1973 bis 2005 Abt des Klosters war und vorher als Lehrer
und Erzieher arbeitete, galt dem Bericht zufolge als
"unbeherrschter Schläger".
Quelle:
ntv.de
Quelle:
focus
Quelle:
welt.de
9.4.2010 Der Vatikan soll
mittlerweile zahlreiche US-Anwälte beschäftigten,
die finanzielle Ansprüche von Opfern abwehren sollen.
Quelle:
Wiener
Zeitung
9.4.2010 In der
katholischen Kirche Norwegens, einer sehr kleinen Kirche,
gebe es vier weitere potenzielle Fälle sexueller
Übergriffe von Geistlichen auf Kinder, sagte Bischof
Bernt Eidsvig am Freitag in Oslo. Zwei Vorfälle
hätten sich allem Anschein nach den in 50er Jahren
abgespielt, der dritte vor zwei Jahrzehnten. Zudem gebe es
Gerüchte über einen weiteren Missbrauchsfall.
Quelle:
Reuters
9.4.2010 Informationen über
die Besonderheiten der Erinnerungen bei Traumatisierung.
Quelle:
Zeit
9.4.2010 Im Bistum Essen hat ein
Opfer von Missbrauch durch einen kath. Priester drei Jahre
seine Therapie selbst gezahlt, ca 17.000 €. Das Opfer habe
sich geschämt, bei der Krankenkasse vorstellig zu
werden. Das Bistum Essen lehnte eine Kostenübernahme
für eine bereits stattgefundene Therapie ab. Unklar
ist, ob dies in allen Diözesen so gehandhabt wird.
Quelle:
taz
9.4.2010 Lahey, früherer
Bischof von Antigonish, Kanada, trat im September 2009
zurück, nachdem auf seinem Computer "angeblich"
kinderpornographische Fotos entdeckt wurden. Ein
früherer Zögling eines Waisenhauses werfe ihm nun
vor, in in den 80er Jahren immer wieder missbraucht zu
haben.
Quelle:
Radio
Vatikan
9.4.2010 Der Papst habe "sehr
gelitten" wegen "dieser Priester, die ihrer eigenen Berufung
und Mission untreu geworden sind", sagte der
Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone.
Quelle:
FR 9.4.2010 S. 6
Kommentar: Der Papst hat
wieder nur die Täter im Blick und die Kirche - nicht
die Opfer.
9.4.2010 Im Bistum Erfurt wurde ein Priester,
der 1980 bis 1996 Übergriffe auf vier
Minderjährige zugegeben hat, wegen sexueller
Nötigung vom Bistum angezeigt. Das Bistum Erfurt
hat den Beschuldigten von 2004-2006 im
Jugendgefängnis eingesetzt.
Quelle: Spiegel
9.4.2010 Ein spanisches Gericht hat
einen katholischen Geistlichen, F.V.T., wegen sexuellen
Missbrauchs von 2 Mädchen, 10 und 11 Jahre alt,
verurteilt. Eine Gerichtsverhandlung fand nicht statt, da
eine Vereinbarung zwischen der Verteidigerin des ehemaligen
Marister Burder, dem Staatsanwalt und der Anklagepartei
erreicht wurde.
9.4.2010 Manfred May, der
Thüringer Berater für SED-Opfer, berichtet, dass
sich seit Juni vergangenen Jahres rund 160 Betroffene
gemeldet haben, die von körperlichen Misshandlungen und
sexuellem Missbrauch in DDR-Kinderheimen berichten.
Quelle: mdr.de
8.4.2010
Bedauern in Malta über den Missbrauch von Brüdern
- ob auch Mädchen und Frauen betroffen sind, ist nicht
erkennbar.
Quelle: orf
8.4.2010 Der deutschstämmige
Bischof, der in Trondheim den sexuellen Missbrauchs eines
Minderjährigen gestanden hat, hat im Bistum
Osnabrück Gottesdienste gehalten. Weder das Bistum noch
die Klinik, in der er Gottesdienste hielt, waren informiert.
Quelle: NDR
7.4.2010 Der Vatikan teilt aus - er
sollte personelle Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal
ziehen.
Quelle: Die
Zeit
7.4.2010 Auch in
Afrika gab es nach Angaben des Erzbischofs Buti Tlhagale,
Johannesburg, Missbrauch von Kindern durch Geistliche. Die
Verbrechen der Priester kamen jedoch nicht so sehr in die
Medien wie in Deutschland oder Irland.
Quelle: news.yahoo
7.4.2010 Ein ehemaliger Messdiener
gesteht sexuellen Missbrauch.
Quelle: FR
7.4.2010 Erfahrungen von Missbrauch
machen vor keiner Institution Halt - auch nicht vor der
evangelischen Kirche.
Quelle: Spiegel
und Spiegel
7.4.2010 Willi Anderau, der
Regionalobere der Deutschschweizer Kapuziner und
Präsident des Katholischen Mediendienstes, reagierte
auf die Medienkritik Sodanos, der die Aufdeckung und
Aufklärung der Missbrauchsverbrechen durch katholische
Priester als "Geschwätz des Augenblicks" abgetan hatte.
Er sagte, Sodano beleidige „all jene Kirchenmitglieder, die
sich um Transparenz und Aufklärung bemühen“. Durch
die Vertuschungsversuche solidarisiere sich die Kirche mit
der Täterseite statt mit den Opfern. (So ist es!)
Quelle: Vatikanradio
7.4.2010 Die Affäre um Pater
Maciel Marcial Degollado, den Gründer des Ordens
"Legionäre Christi", geht erneut durch die Presse.
Demnächst wird der Bericht der vatikanischen
Untersuchungskommission vorgelegt. Bekannt ist schon lange,
dass der Vatikan unter Kardinal Ratzinger trotz
jahrzehntealter und mehrfach wiederholter Anzeigen Pater
Degollado nicht zur Rechenschaft zog. Degollado hat mehrere
Priesterseminaristen missbraucht.
Quelle: stern
Der Vatikan weist die Vorwürfe des Stern gegen den
Papst als paradox zurück.
Quelle: ORF
7.4.2010 Ein aus der Eifel
stammender Priester, Wolfgang Müller, war Bischof von
Trondheim. 2009 trat er zurück. Als Grund wurde
Unzfriedenheit mit dem Trondheimer Gemeindeleben angegeben.
Der wirkliche Grund: Müller gestand den sexuellen
Missbrauch eines Minderjährigen vor ca 20 Jahren. Die
Zeitung Adresseavisen deckte den Skandal auf.
Quelle: Focus
6.4.2010 Der Neffe des Priesters
Quelle: Spiegel
6.4.2010 Bei den
dutzenden Priestern, gegen die in Italien wegen
pädokrimineller Täten ermittelt wird, handelt es
sich nur um die Spitze des Eisberges, sagt Sergio Cavaliere,
ein Anwalt, der mehr als 130 Fälle gezählt hat. 88
Mal seien die mutmaßlichen Täter mit Namen
genannt worden. Anzeige sei in keinem einzigen Fall
erstattet worden - weder bei den Behörden noch bei der
Kirche. Der Mailänder Staatsanwalt Pietro Forno
bestätigt diese Angaben. (Bei 50 000 Priestern
müsste mit ca 4% Missbrauchstätern gerechnet
werden, das wären 2.000.)
Quelle: orf
6.4.2010 Lars Müller (Name
geändert) wurde jahrelang von einem katholischen
Priester des Erzbistums Freiburg missbraucht. Er sagte in
einem Interview, dass er sicher sei, dass der frühere
Personalreferent des Erzbistums Feiburg, Robert Zollitsch,
von dem Missbrauch gewusst habe. Timm kann Zollitsch nicht
abnehmen, dass er tief überrascht von den
Missbrauchsfällen sei.
Quelle: dradio
6.4.2010 Der Odenwaldschule liegen
Berichte ehemaliger Schüler vor, die bis weit in die
90er Jahre von Lehrern sexuell missbraucht wurden. Die
Schüler sprechen von grausigen Ritualen; die Rektorin
Margarita Kaufmann spricht davon, dass die Vorstellungskraft
gesprengt werde. Sie berichtete auch, dass sie Hinweise
habe, dass sich mehrere missbrauchte Ex-Schüler
umgebracht hätten, zuletzt 1999.
Quelle: FR
Quelle: Spiegel
Quelle: Süddeutsche
6.4.2010
Der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke
bekannte: "Natürlich bedrückt es uns, wenn wir
Schuld und Versagen begegnen." Hanke kritisierte aber
auch indirekt die Berichterstattung über den
Missbrauchsskandal. Die öffentliche Diskussion habe
manchen Christen "auf seinem Glaubensweg gelähmt".
Quelle:
br-online
Kommentar: Die Diskussion über Missbrauchsskandal
lähmt manchen Christen auf seinem Glaubensweg. Dass
der Missbrauch das Vertrauen - und damit natürlich
auch den Glauben an Gott - zerstört, das ist dem
Bischof nicht der Rede wert.
6.4.2010 Der frühere
vatikanische Justizminister, Kardinal Julian Herranz,
berichtet, dass die Missbrauchsaffäre in der
katholischen Kirche für Papst Benedikt XVI. "ein
unsägliches, bitteres, tiefes Leiden" bedeute.
Quelle: kleinezeitung
6.4.2010 Bei der am 30. März
gestarteten Hotline gingen in den ersten drei Tagen rund
13.300 Anrufe von etwa 2.670 Personen ein, wie der Sprecher
der Diözese Trier, Stephan Kronenburg, sagte. Die
meisten von ihnen bezeichneten sich demnach als Opfer
sexuellen Missbrauchs, einige gaben auch an, sie seien
misshandelt worden. Mit bisher 394 Personen führte das
Team aus Psychologen und anderen Experten intensivere
Gespräche.
Quelle: epochtimes
6.4.2010 Der Augsburger
Diözesanrat verlangt von Bischof Mixa, dass er die
Vorwürfe, er habe Kinder geschlagen, aufklärt.
Claudia Roth fordert Mixa auf, sein Amt ruhen zu lassen.
Bislang hat Mixa die Vorwürfe bestritten. Er
argumentierte, da er sich an die Personen, die eine
eidesstattliche Erklärung abgegeben haben, nicht
erinnern könne, könnten die sich auch an ihn nicht
erinnern.
Der Sprecher des Priesterrats im Bistum, Bernhard Ehler,
sagte, der Fall werde im Bistum heftig diskutiert.
Quelle: Morgenpost
9.4.2010 Bischof Mixa verlangt von der Süddeutschen,
die eidesstattlichen Erklärungen vorzulegen. "Ich
möchte in dieser Angelegenheit die Vorwürfe
geklärt haben“, sagte Bischof Mixa. "
Quelle: Bistum
Augsburg
Quelle: ORF
6.4.2010 Der indische Bischof A. Almaraj,
Diözese Ootacamund, hat es abgelehnt, den
mutmaßlichen pädokriminellen Priester Joseph
Palanivel Jeyapaul seines Amtes zu entheben. Der Bischof
sagte, der Priester sei durch Gebet im Kloster bestraft (!).
Der Vatikan ist seit 2006 über die Vorwürfe gegen
den Priester informiert, hat aber bislang nichts
unternommen. Nun will der Vatikan die US-Justiz beim
Vorgehen gegen den mutmaßlichen Missbrauchstäter
unterstützen. Das Netzwerk von ÜBerlebenden von
Missbrauch durch Priester - SNAP - hat den Fall
veröffentlicht.
Quelle: abendblatt
6.4.2010 Die belgische Kirche will
Wissenschaftler unterstützen, die Missbrauchsskandale
aufklären.
Quelle: Spiegel
6.4.2010 "Wir sind Kirche" -
Austria - rief alle Bischöfe auf, gegen die Reden von
Cantalamessa und Sodano zu protestieren, weil sie alle
jene, die sich um Aufarbeitung der Verbrechen mühten,
als unehrlich und unglaubhaft erscheinen lassen. Ebenso
lud die innerkirchliche Reformbewegung alle Gläubigen
ein, dem Vatikan die rote Karte zu zeigen. Und zwar mit
einem Mail mit roter Schriftfarbe an: benediktxvi@vatican.va.
Quelle: der
standard.at
6.4.2010 Auch in einer Stuttgarter
(evangelischen) Gemeinde gab es sexuellen Missbrauch durch
einen Pfarrer. Der mutmaßliche Täter starb 1994.
Quelle: Stuttgarter
Nachrichten
6.4.2010 Der Kommentar der FR: "Vom
Propaganda-Vorwurf an die Kritiker ("Geschwätz des
Augenblicks") über die Solidaritätsadresse an den
Papst bis hin zum Antisemitismusvergleich hatte Rom alles zu
bieten, was zu einem ordentlichen PR-Desaster gehört.
Nicht um die Missbrauchten kümmert man sich, sondern um
sich selbst. Und weil man nicht zu den Tätern
zählen will, verliert man kein Wort über die
Opfer."
Quelle: FR
5.4.2010 Die Kritik am Umgang des Vatikans mit
pädophilen Priestern reißt nicht ab:
Missbrauchsopfer in den USA fordern die Suspendierung eines
katholischen Priesters in Indien, von Joseph Palanivel
Jeyapaul. Er soll 2004 im US-Staat Minnesota eine
14-Jährige zum Oralsex gezwungen haben. Der
mutmaßliche Täter wies die Anschuldigungen
zurück. Der Vatikan wurde Ende 2006 durch den damaligen
Bischof von Crookston, Victor Balke, über die
Vorwürfe informiert. Der zuständige Präfekt
der Glaubenskongregation, Levada, ergriff aber keinerlei
Schritte gegen den Beschuldigten, wie aus der
Nachrichtenagentur AP vorliegenden Dokumenten hervorgeht.
Quelle: ORF
5.4.2010 Der geplante Runde Tisch
stößt auf Widerspruch. "Es sieht so aus, als
wolle sich die Politik mal wieder mit Aktionismus und
vielleicht drei Plakatkampagnen aus der Affäre ziehen",
sagte der Trauma-Fachberater von Tauwetter, Thomas
Schlingmann. Die Geschäftsführerin von Wildwasser
Berlin, Iris Hölling, befürchtet, "dass die
Debatte auf der Alibi-Ebene verharrt".
Quelle: FR
5.4.2010 Politiker fordern Bischof Mixa zum
Rücktritt auf.
Quelle: taz
5.4.2010 Erich Zenger, dem ich viele Kenntnisse
im ET und dort vor allem den Psalmen verdanke, ist tot.
5.4.2010 Opfer sind - zu Recht - empört,
wenn Sodano ihnen "Geschwätz" vorwirft.
Quelle: Der Spiegel
Kommentar: Der
Vatikan bezeichnet das Schreien der Opfer als
"unbedeutendes Geschwätz". Wie anders reagierte doch
Gott auf das Schreien seines Volkes in ägyptischer
Sklaverei!
Jetzt bleibt die Frage,
ob Sodano nur sagt, was viele denken. Spannend wird es zu
sehen, wer von den Bischöfen, die es mit ihrem neuen
Umgangsstil mit Opfern ernst meinen, ihm widerspricht.
5.4.2010 Der ehemalige Bischof von Evreux,
Jacques Gaillot, hat in den 1980er Jahren in seinem
früheren Bistum einen pädophilen Priester arbeiten
lassen. Es habe sich um einen Geistlichen aus Kanada
gehandelt, der durch den Einsatz in der Diözese
von Evreux or einer 20-monatigen Haftstrafe geschützt
werden sollte. Er war wegen Pädokriminalität
dazu verurteilt worden. Der Priester missbrauchte zwischen
1989 und 1992 erneut Minderjährige sexuell. 2005 wurde
er von einem französischen Gericht verurteilt.
Quelle: Radio
Vatikan
5.4.2010 Der Zeit
liegt ein Geheimprotokoll vor, das belegen soll, dass
Kardinalstaatssekretär Bertone den "Fall Murphy", der
bis zu 200 gehörlose Kinder missbrauchte, klein halten
wollte.
Die Akten sind hier
nachzulesen.
5.4.2010 Missbrauch in
Südamerika - immer mehr KatholikInnen gehen zu
evangelikalen Gruppierungen.
Quelle: Der
Spiegel
5.4.2010 Irische und britische Bischöfe
entschuldigten sich bei den Osterfeierlichkeiten bei den
Missbrauchsopfern.
Quelle: Salzburg.com
4.4.2010 Aus den Dornen wird eine Krone - Das
Opfer ist mächtiger als die Mächtigen: Was die
Kirche aus den Missbrauchsfällen lernen kann. Ein
Beitrag von Pater Mertes, SJ
Quelle: Tagesspiegel
4.4.2010 Hier sind die Fehleinschätzungen
und Erklärungen von Missbrauchstätern nachzulesen:
Sie sagen, sie hätten niemals Druck ausgeübt,
alles sei in beiderseitigem Einvernehmen geschehen und im
Übrigen sei es doch Jahrzehnte her. Stimmt - für
den Täter, der sich für unschuldig hält, ist
nicht wirklich etwas Verbrecherisches geschehen - für
das Opfer sieht es ganz anders aus.
Quelle: allgemeine-Zeitung
4.4.2010 Kardinal William Levada, Nachfolger
Ratzingers in der Glaubenskongregation, wir von
Anwältinnen mutmaßlicher Missbrauchsopfer in
Oregon vorgeworfen, dass er Joseph Baccellieri erneut im
Gemeindedienst eingesetzt habe. 1994 wurden
Missbrauchsverbrechen aus den 70er Jahren an mehreren
Jugendlichen bekannt. Levada, damals Bischof von Portland,
suspendierte den Täter, setzte ihn aber 2 Jahre
später wieder als Vikar ein. Die Gemeinde wurde nicht
über die Missbrauchsvorwürfe informiert. Levada
sagte, dass die Vorwürfe zum Zeitpunkt der Versetzung
20 Jahre zurückgelegen hätten und der Priester
therapiert gewesen sei.
Quelle: tagesschau
4.4.2010 Antje Vollmer soll bereits 2002
über die Missbrauchsvorwürfe gegen den Schulleiter
der Odenwald-Schule informiert gewesen sein.
Quelle: Spiegel
4.4.2010 Der Dekan des Kardinalskollegiums
Angelo Sodana sagte in einem Gruß an den Papst zu
Beginn der Ostermesse, das Volk Gottes lasse sich nicht
beeindrucken vom „Geschwätz des Augenblicks, von den
Prüfungen, die manchmal die Gemeinschaft der
Gläubigen treffen“. Sodano versicherte den Papst des
Rückhalts der Kardinle, Kurienmitarbeiter, der
Bischöfe und der Priester. Er nannte den Papst den
"makellosen Fels der heiligen Kirche Christi" und fügte
hinzu: "Wir bewundern Ihre große Liebe, mit der
sie mit dem Herz eines Vaters sich die Freude und Hoffnung,
Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen
und Bedrängten, zu eigen machen“.
Kommentar: Dass diese Liebe bei vielen Armen und
Bedrängten nicht so recht ankommt, darüber machte
Sodano sich keine Gedanken. Schade - es wäre eine
Chance gewesen.
Außerdem übersieht Sodana, dass nicht das Volk
Gottes der Vertuschung angeklagt wird - sondern die
Kirchenleitungen. Und die berechtigten Anklagen als
"Geschwätz des Augenblicks" zu bezeichnen, zeugt von
profunder Realitätsverweigerung Sodanos. Dass die Opfer
sexualisierter und sonstiger Gewalt, die in kirchlichem
Kontext misshandelt und missbraucht wurden, mit dieser
Formulierung diffamiert werden, hat eine lange Geschichte.
Manche unter ihnen warten darauf, dass diese Geschichte in
ihrer Kirche ein Ende hat. Es wird höchste Zeit.
Quelle: Domradio
4.4.2010 Anfang
der 90er Jahre klagte in Tucson, Arizona, ein
Kirchentribunal Michael Teta des Missbrauchs an Kindern von
7-9 Jahren an. Der damalige Bischof, Manuel Morena,
übergab die Klage der Kongregation für die
Glaubenslehre. Der mutmaßliche Missbrauchstäter
wurde an anderer Stelle eingesetzt, an der er weiterhin mit
Kindern und Jugendlichen arbeitete. 2004 wurde der Priester
Teta bestraft. 12 Jahre nach der ersten in Rom bekannten
Beschuldigung.
Quelle: newstoaster
4.4.2010 Zwei weitere Heimkinder berichten von
körperlicher Gewalt durch den damaligen Stadtpfarrer
und heutigen Bischof Mixa.
Quelle: open-report
4.4.2010 Der Papst hat das
Rücktrittsgesuch des irischen Bischofs John Magee von
Clyone angenommen. Der 73 - Jährige war unter drei
Päpsten Sekretär. Seit einem Jahr war ihm ein
Apostolischer Administrator zugeordnet worden. Magee hatte
sich geweigert, der Polizei Unterlagen über kirchliche
Missbrauchstäter auszuhändigen.
Quelle: Sonntagszeitung
3.4.2010 Der Stand der Missbrauchsfälle im
Erzbistum Freiburg. Dort wird derzeit von 31 Beschuldigten
gesprochen.
Quelle: swr
3.4.2010 US-Medien werfen dem Papst vor, er
habe als Kurienkardinal das kirchenrechtliche Verfahren
gegen den Priester Miachel Teta, Arizona, über Jahre
schleifen lassen. Der Vatikansprecher nannte den Vorwurf
"abwegig", denn aus den Dokumenten gehe hervor, dass die
Glaubenskongregation auf einen Abschluss des Prozesses vor
dem kirchlichen Gericht in Tucson gedränt habe. 1990
war der Priester wegen pädokrimineller Übergriffe
suspendiert und 1997 in den Laienstand versetzt worden. Die
Berufung des Laiisierten sei 2004 abschlägig beschieden
worden.
Ein zweiter Fall betrag den Priester Trupia. Der damalige
Ortsbischof M.D.Moreno (1982 - 2003) hatte den Priester als
erhebliches Risiko für Kinder, Jugendliche und
Erwachsene bezeichnet und sich an den Präfekten der
Glaubenskongregation, Ratzinger, gewandt. In den Unterlagen
findet sich keine Antwort von Kardinal Ratzinger. Der
Vatikansprecher erklärte auch Anfrage, dieser Fall sei
nicht bei der Glaubenskongregation angesiedelt gewesen.
Quelle: Domradio
3.4.2010 Misshandlungen in
DDR-Heimen. Alleine aus Torgau sind inzwischen mehr als 30
Opfer bekannt.
Quelle: Spiegel
3.4.2010 Das Oberhaupt der anglikanischen
Kirche in Irland kritisierte die katholische Kirche in
Irland. Der Skandal sei für die katholische Kirche in
Irland ein "kolossales Trauma", durch das sie "all ihre
Glaubwürdigkeit" verloren habe, sagte der Erzbischof
von Canterbury. in einem BBC-Interview. Und da die
katholische Kirche in Irland so eng mit der Gesellschaft
verbunden sei, seien die Missbrauchsfälle für
jeden Iren ein Problem.
Quelle: news.yahoo
Osternacht: Inzwischen hat der Chef der Anglikaner sich
dafür entschuldigt, dass er die Wahrheit über den
Zustand der katholischen Kirche gesagt hat. Quelle: Spiegel
3.4.2010 Im Bistum Passau wurde ein
Pfarradministrator vom Dienst freigestellt. Ihm wird
übergriffiges Verhalten an seiner früheren
Arbeitsstätte in Tettenweis vorgeworfen.
Quelle: pnp
3.4.2010 Triggergefahr: Benedikt Trappen
berichtet vom - verjährten - Missbrauch durch einen
angesehenen Theologieprofessor - und wie das Bistum Trier
derzeit damit umgeht.
Quelle: Spiegel
Kommentar: Das ist es,
wovor nicht wenige Opfer Angst haben: Dass sie hingehalten
werden. Die Argumentation, ein Bericht von Missbrauch - in
Buchform -, sei eine Literaturgattung und kein
Erzählen von realen Ereignissen, begegnet mir nicht
zum ersten Mal.
3.4.2010 Bischof Ackermann spricht sich
für eine Verschärfung der Leidlinien zum Umgang
mit Missbrauchsfällen aus. Auch für bereits
verjährte Taten müsse es ein gerichtsmedizinisches
Gutachen über den Täter geben.
Quelle: google.news
2.4.2010 "Die Schande wird dann öffentlich
gemacht, und die Opfer haben wieder die Schande." - Wie es
Missbrauchsopfern in einer steirischen Pfarrei ergangen
ist." Der Bericht aus dem Main-Netz
ähnelt sehr einem Missbrauchsfall
in
der Schweiz von 2003.
2.4.2010 Raniero Cantalamessa,
persönlicher Prediger des Papstes, verglich die Kritik
am Papst und an der katholischen Kirche im
Missbrauchsskandal mit dem Antisemitismus. Die
Anschuldigungen der Opfer stellte er als "Kampagne" dar.
Papstsprecher Pater Federico Lombardi distanzierte sich
später. Ein solcher Vergleich könne zu
Missverständnissen führen, sagte er. Cantalamessas
Ausführungen entsprächen nicht der Haltung des
Vatikan.
Quelle: focus
und tagesschau
Kommentar: Es ist das bekannte Verfahren: Aus den Opfern
werden Täter gemacht und die Kirche wird als das wahre
Opfer hingestellt. Nicht berichtet wird, dass der Papst den
Prediger unterbrochen habe und das Opfersein der Opfer und
den Täterschutz durch die Kirche klargestellt
hätte.
2.4.2010 Die Süddeutsche über das
Leiden an der Kirche. "Die Priester missbrauchen ihre Opfer
und sie missbrauchen die Aura des Vertrauens, die ihnen
gegeben ist. Die katholische Kirche steht daher in der
moralischen Insolvenz. Sie hat furchtbares Leid
zugefügt und sie leidet an sich selbst. Das ist die
Situation der katholischen Kirche vor Ostern 2010."
Quelle: SZ
2.4.2010 Der Vorsitzende der Deutschen
Bischofskonferenz hat Fehler im Umgang mit den Opfern
eingeräumt. In einer Erklärung zum Karfreitag
sagte der Bischof, die Kirche habe den Opfern in den
vergangenen Jahrzehnten zu wenig geholfen. In Zukunft gelte
ihnen das Hauptaugenmerk.
Quelle: dw-woerld.de
Kommentar: Dann kann ich ja nun hoffen, dass alle bislang
unbeantworteten Kontaktversuche nun beantwortet werden.
Einige Begründungen für die bisherige
Zurückweisung habe ich in einem Kirchenkabarett
aufgelistet.
31.3.2010 Triggergefahr! Bitte nur lesen, wenn
du dir das zumuten kannst! In die Karfreitagsfürbitten
der katholischen Kirche soll auch eine Fürbitte
für die Opfer von Missbrauch und sonstiger Gewalt und
eine Fürbitte für die Täter eingefügt
werden, schlug Bischof Ackermann vor.
Quelle: Focus.de
Hier ist die Fürbitte
im Bistum Regensburg nachzulesen. Sie macht die
Menschen, die Opfer kirchlicher Pädokrimineller wurden,
in einer Fülle unterschiedlicher Opfer unsichtbar.
Kommentar: Eine
Fürbitte, in der Opfer und Täter in einem
Atemzug genannt werden, ist für nicht wenige Opfer
ein "no go". - Diese Fürbitte ist geeignet, den
Opfern wieder einmal ihr Ausgeschlossen-Sein zu
signalisieren: "Die sind nicht mal bereit, für die
Täter zu beten." Da weiß doch die katholische
Welt wieder, was von Opfern zu halten ist.... Auf die
Idee, Opfer per Fürbitte auszugrenzen, muss man
erstmal kommen....
2.4.2010 Eine ehemalige Schülerin des
Johanneums in Homburg wirft der damaligen Schulleitung vor,
den Missbrauchsvorwürfen nicht nachgegangen zu sein.
Der frühere Direktor, Pater Werner Gahlen, widerspricht
dem. Ein Gespräch mit der Schulleitung habe es nicht
gegeben.
Quelle: Saarbrücker
Zeitung
2.4.2010 Als «einzigen gigantischen
Karfreitag» hat die Münchner
Regionalbischöfin Susanne Breit-Kessler den sexuellen
Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in kirchlichen
Einrichtungen genannt. Quelle: tagesschau.sf.tv.
2.4.2010 Bei der österreichischen Hotline
der Bistümer haben mehr als 170 Opfer angerufen; 34%
berichteten von sexuellem Missbrauch, die Hälfte von
Gewalt, der Rest von psychischem Druck. Quelle: rp-online.de
2.4.2010 Im Bistum Trier wurden 27
Missbrauchsfälle durch Priester bekannt. Quelle: sol.de
2.4.2010 Aus der katholischen
Kirche in Österreich treten viele Menschen aus.
Quelle: der
standard
2.4.2010 Aus der
katholischen Kirche in Deutschland treten viele Menschen
aus. Quelle: der
westen
2.4.2010 Austritte im
Bistum Augsburg. Quelle: Augsburger
Allgemeine
2.4.2010 "Frau Marianne Heimbach-Steins
versteht sich als Wissenschaftlerin. Das Handwerkzeug hierzu
scheint sie allerdings nicht zu beherrschen. Mit ihrem
Interview („Frankfurter Rundschau“ vom 30.03.2010) voller
Gemeinplätze und ideologischer Voreingenommenheiten
erweist sich Heimbach-Steins als Teil eines Systems, das von
der Kirche lebt, aber gegen sie arbeitet."
Damit reagiert das Bistum Augsburg auf einen Beitrag von
Marianne Heimbach-Steins in der FR.
Quelle: Bistum
Regensburg
1.4.2010 Kardinal Lehmann sieht die Kirche in
der Krise. Domradio
1.4.2010 Die
Leitung des Internats Salem muss zur Kenntnis nehmen, dass
es 2004 zu seinem sexuellen Übergriff auf einen
Schüler gab, der gravierend war. Bislang hat der
frühere Direktor Bueb von vergleichsweise harmlosen
Übergriffen gesprochen.
Quelle: Spiegel
1.4.2010 Der
Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad
Freiberg, kritisierte erst vor wenigen Tagen die "Ermittler
in Kirchenrobe": "Die Aufklärung von Straftaten ist
Sache derer, die gesetzlich legitimiert und dafür
ausgebildet sind - Polizei, Staatsanwaltschaft und
Gerichte." Die Leitlinien, so Freiberg, bergen die Gefahr
der Vertuschung und Verschleierung.
Quelle: welt.de
1.4.2010 Johannes Röser in CiG
mit der Frage: Wird das 2. Vatikanische Konzil
verfälscht?
1.4.2010 Auch in DDR-Heimen gibt es
zahlreiche Verdachtsfälle von sexuellem Missbrauch an
Kindern und Jugendlichen. Bei der Leiterin der
"Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau in
Sachsen" haben sich bislang 25 ehemalige Insassen von
DDR_Kinderheimen gemeldet.
Quelle:
Spiegel
1.4.2010 In einer Caritas-Einrichtung im
rheinland-pfälzischen Limburgerhof ist eine Patientin
mit schweren Hirnschädigungen sexuell missbraucht
worden. Die Frau sei nun im fünften Monat schwanger,
sagte die Polizei am Mittwoch Anfrage der Nachrichtenagentur
ddp. Der Täter sei noch unbekannt. Der Speyerer
Caritasdirektor ist erschüttert.
Quelle: Spiegel
1.4.2010 Die Akte Bertoni - ein Bericht
auf der Website
Gehörloser
31.3.2010 In die
Karfreitagsfürbitten der katholischen Kirche soll auch
eine Fürbitte für die Opfer von Missbrauch und
sonstiger Gewalt und eine Fürbitte für die
Täter eingefügt werden, schlug Bischof Ackermann
vor.
Quelle: Focus.de
Kommentar:
Eine Fürbitte, in der Opfer und Täter in einem
Atemzug genannt werden, ist für nicht wenige Opfer ein
"no go".
31.3.2010 Ein heute 71-Jähriger,
der sexuellen Missbrauch in Amöneburg gestanden hat,
war danach als Heimleiter und Erzieher von 1995 bis 2003 im
Caritas Kinder- und Jugenddorf Markkleeberg tätig. In
diesem Heim waren misshandelte und missbrauchte Kinder
untergekommen, die aus ihren Familien genommen worden waren,
um sie vor Gewalt zu schützen.
Quelle:
nachrichten-lvz
31.3.2010 In der katholischen Kirche in
Deutschland gibt es höhere Austrittszahlen als in den
letzten Monaten.
Quelle: der
westen
31.3.2010 Mitte der 60er Jahre soll ein
Mitarbeiter des Raphaelshauses Jugendliche systematisch
missbraucht haben. Das sagt ein 55-Jähriger, der sich
bei Heimleiter Hans Scholten gemeldet hat. Scholten
hält ihn für glaubwürdig.
Quelle:
ngz-online
31.3.2010 Arnsteiner Patres
bestätigen, dass es im Internat des Gymnasiums St.
Christophorus, Werne, in den 50er, 60er und 70er Jahren mit
höchster Wahrscheinlichkeit zu schwerem sexuellem
Missbrauch von Jungen gekommen ist.
Außerdem gab das Bistum Münster gemeinsam mit den
Arnsteiner Patres bekannt, dass ein Ordenspriester wegen des
Verdachts auf sexuellen Missbrauch vom Dienst entpflichtet
wurde. Mit den früheren Vorgängen am
Christophorus-Gymnasium habe dieser Vorgang nichts zu
tun. "Auffällig
ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung durch das Bistum
Münster und die Arnsteiner Patres. Er könnte im
Zusammenhang mit den Recherchen unserer Redaktion stehen",
schreibt die Zeitung.
Quelle: