Eine
der chassidischen Geschichten, die Martin Buber gesammelt
hat,
erzählt eine denkwürdige Begegnung des Rabbi
Naftali aus
Ropschitz. In dieser Stadt beauftragten die Reichen, deren
Häuser
einsam oder am Ende des Ortes lagen, Wächter, um
nachts ihren
Besitz zu schützen. Als Rabbi Naftali eines
späten Abend am
Rande des Waldes spazieren ging, begegnete er einem der
Wächter:
"Für wen gehst du?" fragte ihn der Rabbi. Der
Wächter nannte
den Namen eines Auftraggebers, fügte aber die
Gegenfrage hinzu:
"Und für wen geht Ihr, Rabbi?"
Das
Wort traf den Gelehrten wie ein Pfeil. "Noch gehe ich
für
niemanden!", stammelte er. Lange schritt er schweigend
neben dem
Wächter einher. "Willst du mein Diener werden?",
fragte er
endlich.
"Das will ich gern", antwortete jener, "doch was hab ich
zu tun?" "Mich
zu erinnern", sagte Rabbi Naftali.
Kommentar:
Für
B.:
es
ist
besser
zu
wissen,
für
wen
wir
gehen;
auch
wenn
wir
oft
nicht
wissen, wohin.
21.4.2007
Du siehst alles ein
bisschen klarer mit
Augen, die geweint haben.
Marie
von Ebner-Eschenbach
28.4.2007
Was
ich brauche
Brauche ich Gott?
Ich brauche Menschen,
deren Mut,
den meinen weckt.
Ich brauche Menschen
deren Mut mir zuruft,
dass Gott mich braucht.
Auch mich.
Kurt Marti
Gott
ist
so
groß,
dass er es wohl wert ist,
ihn sein Leben lang zu suchen.
Therese von Avila
(1515-1582),
spanische Mystikerin
11.5.2007
Wer
Gott
sagt,
findet
sich
nicht
ab.
Unbekannt
19.5.2007
Vom
Wahrsagen läßt sich's wohl leben in der Welt,
aber
nicht
vom
Wahrheitsagen.
Georg
Christoph
Lichtenberg
26.5.2007
"Beten ist
übrigens ganz einfach. ..... wünschen, was das
Zeug
hält. Und daran glauben, dass ein
gutes
Leben kein leidendes sein muss. Sondern eines, das am besten
auf Erden
selbst in die Hand genommen wird."
Jan
Feddersen,
49, taz-Redakteur, in einem Artikel vom 26.5.07: "Ein
Versuch
über
den
Wunsch,
zu
glauben".
2.6.2007
Die
glücklichen Sklaven
sind die erbittertsten
Feinde der
Freiheit
Marie von
Ebner-Eschenbach
9.6.2007
Leben
heißt,
mehr Träume in der Seele zu
haben als die Realität zerstören kann.
Unbekannt
16.6.2007
"Sucht
hingegen
zuerst
die
Welt
und
die
Gerechtigkeit
Gottes,
und
dies
alles
wird
euch
dazugeschenkt
werden.
Sorgt
euch deshalb nicht um
morgen,
denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen.
Es reicht, wenn
jeder
Tag seine eigene Belastung hat."
(Bibel in Gerechter Sprache Mt
6, 33-34)
23.6.2007
"Wem
verwehrt ist
anzuklagen,
dem ist genommen zu überwinden.
Else
Pannek,
(*1932), deutsche Lyrikerin
30.6.2007
Hoffnung ist eben
nicht Optimismus,
es
ist nicht die
Überzeugung, dass es gut ausgeht,
sondern
die
Gewissheit,
dass
etwas Sinn
hat -
gleich
wie es
ausgeht.
Vaclav Havel
7.7.2007
"Die prophetische Stimme
wird bei uns
bestenfalls milde belächelt,
meist aber als vor-modern oder vor-gestrig
zurückgewiesen.
Es geht so weit,
dass selbst das Wort Gerechtigkeit,
einer der biblischen Namen für Gott,
abgewiesen wird,
es soll nichts mehr mit Religion zu tun haben.
In einer Religion,
die Gott zum Privateigentum macht,
das der individuellen Glückssuche zugehört,
ist es notwendig,
den alten umfassenden Begriff Gerechtigkeit durch
"fairness" zu
ersetzen,
eine Art großzügiger Herablassund,
die die Sklaven einigermaßen anständig
behandelt,
aber die Sklaverei nicht antastet."
Dorothee
Sölle
(in: D. Sölle, F.
Steffensky,
Löse die Fesseln der Ungerechtigkeit, 2004, S. 116)
14.7.2007
„Tradition
heißt:
Das Feuer
hüten
und
nicht die Asche
aufbewahren.“
Angelo Giuseppe
Roncalli
(1881-1963)
21.7.2007
"Es
gibt mitten
im
Feuer einen Ort,
an dem man ungehindert singen kann."
Anton Rotzetter, Leidenschaft für Gottes Welt.
Aspekte
einer zeitgemäßen Spiritualität, S. 57
28.7.2007
"Das ist es
ja gerade:
das
Ärgernis
Gottes besteht darin,
daß
er sich
auf die Seite der Armen schlägt
und ganz
und gar
unausgewogen ist."
Anton Rotzetter,
Leidenschaft
für Gottes Welt. Aspekte einer zeitgemäßen
Spiritualität, S. 152
4.8.2007
"Die Welt hat Angst,
dass die Wahrheit ihr Herz bricht.
Dass
das
Herz
ihrer
Kinder
bereits
gebrochen
ist,
weiß
sie
nicht.
...
Ich
bete
jeden
Tag
um
der
Welt's
Gehör
für
alle
Kinder,
die
wie
ich
mit
ihrer
Welt
so
allein
sind."
Katrin
T.
in:
Manuela Jung,
Susanne Kristen,
Petra Berndt (Hrsg)
Überlebenskunst. Folgen und Erfolge.,
Freiburg 2007, S. 44
11.8.2007
"Spiritualität ist
die Fähigkeit, das Reich Gottes zu
vermissen."
Fulbert
Steffensky
18.8.2007
Niemand
käme
auf
die
Idee,
Tinte
mit
Tinte
abzuwaschen;
nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden.
Marie von
Ebner-Eschenbach
25.8.2007
Wenn
Menschen aufhören, an Gott zu
glauben,
glauben sie nicht an nichts,
sondern an alles Mögliche.
Das ist die Chance
der Propheten -
und sie kommen in Scharen.
Gilbert Keith Chesterton
1.9.2007
Das Neue Testament
ist der einzige Krimi,
der eindeutig den Leser als
Täter enttarnt.
Unbekannt
8.9.2007
15.9.2007
"Auch
meine
Verwundungen brauchen Zeugen"
D., in einem
Beitrag
der Mailingliste
22.9.2007
Schreibe es in den
Sand,
wenn dich jemand verletzt.
Meißle es in Stein,
wenn jemand gut zu dir ist.
aus einem Listenbeitrag
29.9.2007
"Ich werde solange davon sprechen,
bis ich eines Tages nicht mehr das Bedürfnis danach
habe."
Magda Winter
aus dem Gedicht "Reden", in: Manuela Jung, Susanne
Kristen, Petra
Berndt (Hrsg.): Überlebenskunst. Folgen und
Erfolge. Anthologie,
Lumen Verlag Freiburg 2007, S. 165
6.10.2007
Fürchte
nicht,
daß dein Leben enden
wird,
sondern
fürchte
lieber, daß es nie beginnen wird.
John Henry
Newman, (1801 - 1890)
13.10.2007
Der
das Ohr gestaltet
hat, sollte nicht hören?
Der
das Auge gebildet
hat, sollte nicht sehen?
Ps 94, 9
20.10.2007
Geduld
ist
ein
Pflaster
für
alle
Wunden.
Miguel de Cervantes Saavedra
(1547 - 1616)
27.10.2007
Susanne
Kristen
Verbündet
Ich
bin
verbündet, mit dir, gegen sie,
dagegen, immer wieder zu hören
wie ein Täter aus dir spricht... oder eine
Täterin...
Dagegen, dass die Stimme dir sagt,
dass du wertlos bist, Abfall, falsch, unwert;
dass du es wolltest, dass du genau so bist wie sie
und dass du schweigen muss,
dass dir niemand glaubt, dass dich niemand erträgt...
Aber ich bin verbündet und glaube dir, ich halte dich
aus
und das, was du erzählst, wenn du es erzählst...
und
auch,
wenn
du selbst glaubst,
was
sie
dir
eingetrichtert haben.
Ich
bin
verbündet, mit dir, gegen sie,
gegen
Bulimie,
Anorexie,
Adipositas und Binge,
gegen
Alpträume
und Selbstverletzung,
gegen
Panikattacken,
Magen- und Darmprobleme,
gegen
Herzprobleme
und Asthmaanfälle,
gegen
Migräne
und Wirbelsäulenprobleme,
gegen
Schmerzen
ohne
körperliche Ursache,
gegen
Ängste
vor allem und jedem, auch vor mir.
Verbündet
mit
dir,
dass
du
Nähe
aushältst,
die
dir
mehr
Angst macht als alles nur denkbar Schlimme,
die
dich
immer
wieder auch vor mir in Panik weglaufen
oder
erstarren
lässt,
die
dich
immer
wieder auch mich als Fremde behandeln lässt,
kalt
und
gleichgültig,
die
dich
immer
wieder auch in mir einen Feind sehen
und
angreifen
lässt.
Dabei
bin
ich
doch derselbe Mensch wie vor 5 Minuten,
Ich
bin
immer
noch ich.
Ich
bin
immer
noch in der Gegenwart -
du
nicht.
Und
du
merkst es
nicht einmal.
Und
dann
ziehst
du dich zurück und gibst auf.
Ich
bin
verbündet, mit dem verängstigten Kind
hinter
der
panischen
Angst, hinter dem wütenden Angriff,
hinter
dem
kalten
schnippischen Wegstoßen
und
dagegen,
dass
es sich selbst die Schuld gibt.
Ich
bin
verbündet, obwohl du glaubst,
es
wäre
zuviel
für mich zu wissen,
was
dir
angetan
wurde und wie du dich heute fühlst.
Das
halte
ich
aus - aber anderes gar nicht gut.
Es
fehlt
mir,
einfach nur ich sein zu können.
Es
verletzt
mich,
dass du mir zutraust,
ich
stünde
auf
der Seite der Täter
und
dächte
und
handelte wie sie.
Es
fehlt
mir,
Stabilität und Verlässlichkeit zu bekommen.
Es
fehlt
mir, genommen zu werden, wie ich bin.
Es
belastet
mich,
dass ich so selten die Bestätigung bekomme,
dass
der
eingeschlagene Weg richtig ist,
dass
es
richtig
ist, weiter zu hoffen,
für
dich
mit
zu hoffen und für dich mit nicht aufzugeben,
wenn
du
nicht
mehr hoffst und aufgegeben hast.
Aber
ich
bin
verbündet und kann auch das aushalten,
ich
hoffe,
lange
genug,
für
dich,
mit
dir und auch für mich
und
gegen
alles,
was sie angerichtet haben.
Der
Autorin
herzlichen Dank für die Abdruckerlaubnis!
3.11.2007
Denn euer Gott weiß doch,
was
ihr braucht
(Mt 6,8)
10.11.2007
...dann
richtet
euch auf
und erhebt eure Häupter;
denn eure
Erlösung ist nahe
(Lk 21,28)
17.11.2007
Mach
die
Hungrigen satt und die Satten hungrig
24.11.2007
Wenn ein Unrecht nur
lange
genug hingenommen wird,
hält
man
es
schließlich
für
Rechtens.
Thomas Paine, (1737 - 1809)
1.12.2007
Das elfte
Gebot: Du
sollst dich erinnern.
Unbekannt
8.12.2007
„Alles
wächst
von
unten nach
oben – nichts von oben.”
Theresa von Avila (1515-1582)
15.12.2007
„Tradition heißt: Das Feuer hüten und nicht die Asche aufbewahren.“
Angelo Giuseppe Roncalli (1881-1963)
22.12.2007
Gesegnet
seien
alle,
die
mir
zuhören,
auch wenn das, was ich zu sagen
habe,
sehr schwer zu ertragen ist.
Marie-Luise
Wölfing
29.12.2007
"Alles ist
relativ, außer Gott und der Hunger."
Pedro
Casaldaliga
5.1.2008
Wirklich
gute
Freunde
sind
Menschen,
die uns
ganz genau
kennen
und
trotzdem zu
uns halten.
Marie von Ebner-Eschenbach
12.1.2008
So
wird Jahwe für den Unterdrückten zur Burg,
zur Burg in Zeiten der
Not.
Darum vertraut Dir,
wer deinen Namen
kennt;
denn du, Jahwe,
verlässt keine,
die dich sucht.
(Ps 9, 10-11)
19.1.2008
Unser Christsein wird heute nur
in
zweierlei bestehen:
im Beten
und im Tun des Gerechten
unter den
Menschen.
Dietrich
Bonhoeffer
26.1.2008
Du wagst
ein Ja
und erlebst einen Sinn.
Du wiederholst dein Ja, und alles bekommt Sinn.
Wenn alles Sinn hat,
wie kannst du anders leben als mit einem Ja?
Dag
Hammarskjöld
2.2.2008
Ich
möchte frei sein von meiner Angst,
gegen den Strom zu schwimmen,
damit ich tun kann, was recht ist.
Dietmar
Rost
9.2.2008
Und
sie
werden
gegen
dich
kämpfen,
dich
aber
nicht
überwinden;
denn ich bin doch mit dir - Spruch Jahwes -, um dich zu
retten.
Jer
1,19
17.2.2008
Wenn
du
keine Hoffnung mehr hast,
bitte
doch
einen Menschen,
sie an
deiner
Statt wachzuhalten.
23.2.2008
Dort
wo man Trost findet,
ist
man zu Hause.
Unbekannt
2.3.2008
Gotteskind
sein
heißt:
an Gottes
Hand zu
gehen.
Gottes
Willen zu
tun,
alle
Sorgen und
alle Hoffnung
in Gottes
Hand
legen
Edith Stein
8.3.2008
Es
gibt
kein fremdes Leid,
es gibt keine fremde
Auferstehung.
Dorothee
Sölle,
Leiden,1976, S. 212
15.3.2008
Was
wir
von uns selbst erkennen,
ist nur die Oberfläche.
Die Tiefe ist weitgehend
auch uns
selbst verborgen.
Gott kennt sie.
Edith
Stein
30.3.2008
Viel ist
schon gewonnen,
wenn nur
einer
aufsteht
und Nein
sagt.
Bert Brecht
5.4.2008
Dort wo man
Trost
findet,
ist man
zu Hause.
unbekannt
12.4.2008
Wir
müssen
immerfort Deiche des Mutes bauen
gegen die Flut der Furcht
Martin Luther King
19.4.2008
„Mit
der Bibel
ist es wie mit dem Brot.
Über
das Brot
kann man diskutieren,
man kann
es
analysieren
und in
seine
Bestandteile auflösen,
doch
nur dem,
der das
Brot isst,
gibt und
stärkt es das Leben.“
Erich Zenger
26.4.2008
Wir
gehen
nie allein.
Gott geht alle Wege mit.
Alfred
Delp
3.5.2008
Es
ist
nicht auszudenken,
was Gott
aus den Bruchstücken
unseres
Lebens
machen kann,
wenn wir sie ihm ganz
überlassen.
Blaise Pascal
10.5.2008
"Wir,
die
wir uns auf Jesus einlassen,
seinen Weg für den
richtigen
halten,
sind mit ihm auf dem Weg.
Wir bewundern ihn nicht,
wir g e h e n
mit ihm.
Dorothee
Sölle,
in: Es muß doch mehr als alles geben. Nachdenken
über Gott,
Hamburg 1992, S. 118
17.5.2008
Gott
ist
immer in uns,
nur wir sind so selten zu
Hause.
Meister Eckhart
24.5.2008
Ich
bitte
nicht um Wunder und Visionen,
sondern um Kraft für
den Alltag.
Lehre mich die Kunst der
kleinen
Schritte.
Antoine de Saint Exupéry
31.5.2008
Wer
kämpft,
kann verlieren.
Wer nicht kämpft,
hat schon verloren.
Bert Brecht
7.6.2008
„Wo
kämen wir
hin,
wenn alle sagten,
wo kämen wir hin,
und niemand ginge,
um mal zu schauen,
wohin man käme,
wenn man ginge.“
Kurt Marti
14.6.2008
Unsere Seele
ist wie
ein Vogel
dem Netz des Jägers entkommen;
das Netz
ist
zerrissen
und wir sind frei.
Ps 124, 7
21.6.2008
"In New York, so wird
erzählt,
treffen sich zwei fromme Juden.
Fragt der eine den anderen:
Wie kannst Du nach Auschwitz noch an Gott glauben?'
Nach langem Schweigen
antwortet der
andere ebenfalls mit einer Frage:
'Wie kannst Du nach
Auschwitz nicht
an Gott glauben?'"
aus: Fritz Buri:
Gott
in Amerika, Zürich 1974
28.6.2008
"Die Wahrheit ist
nicht ruhig und
würdevoll und erhaben;
sie beißt und reibt
und
schlägt drein.
Die Wahrheit ist nichts
für
vorsichtige Menschen;
sie brauchen nicht die
Wahrheit,
sondern ein Sofa."
Kaj
Munk,
dänischer Schriftsteller im November 1941
5.7.2008
Unsere wichtigste
Beteiligung an der
Gewalt ist die Gewöhnung an sie.
Dorothee Sölle
12.7.2008
Beten ist
Wünschen, nur
feuriger.
Jean Paul
19.7.2008
Wir
Theologen sagen manchmal mit leichter Zunge:
Gott hört und hilft auf eine andere Weise,
als wir es erwarten und als wir es uns vorstellen.
Aber die Menschen in den Lagern wollten nicht auf
eine höhere
Weise erhört werden.
Sie wollten befreit werden von den
Demütigungen, vom Hunger,
von den Vergewaltigungen und vom barbarischen Tod.
Dorothee Sölle
9.8.2008
Eine
Träne zu trocknen
ist ehrenvoller als
Ströme von
Blut zu vergießen.
Unbekannt
16.8.2008
Eine
Reihe von Texten (der Bibel) erzählen von
Gewalterfahrungen,
fast ohne Wertung und
ohne ein
Gegenmittel zu nennen,
und sie tun das in
einer brutalen
Offenheit, die erstaunt,
die aber die
Erinnerung an die Opfer
fest- und die Gottesfrage offen hält.
Frank Crüsemann in:
Gewalt -
Herausforderung für die Seelsorge. Internationale
Beiträge
zur "Dekade zur Überwindung von Gewalt", Heft 12,
S. 34
24.8.2008
So
leicht,
von Lobgesängen,
wird unsereins nicht satt.
Paul Celan
30.8.2008
Tu deinen
Mund auf
für die Stummen und für die Sache aller,
die
verlassen sind.
Sprüche 31,8
6.9.2008
„Wer
glaubt, ein Christ
zu sein,
weil er
die Kirche
besucht,
irrt
sich.
Man
wird ja auch
kein Auto,
wenn
man in einer
Garage steht.“
Albert Schweitzer
20.9.2008
Ich
rufe zu dir am Tag der Bedrängnis;
ich weiß, du wirst
mich
erhören.
Ps
86,7
27.9.2008
Es gibt
keinen Kummer
auf Erden,
den der Himmel nicht heilen kann.
Thomas Morus
4.10.2008
Gebet
ersetzt keine Tat.
Aber Gebet ist eine Tat,
die durch nichts zu
ersetzen ist.
Unbekannt
11.10.2008
Der
ernsthafte
Glaube und der ernsthafte Atheismus
sind nahe Geschwister,
so wie die banalen
Welterklärungskünstler
und die schmerzfreien
Gottesleugner
nahe Kumpels sind.
Fulbert
Steffensky
18.10.2008
Ich glaube, dass man Religion
nur versteht,
wenn man die Liebe zu Gott "ohne Warum"(Meister Eckart),
ohne Zweck, ohne Bezahlung denken kann.
Dorothee
Sölle
25.10.2008
Die
Bibelstellen, die ich nicht verstehe,
machen mir keine Kopfschmerzen,
nur die,
die ich verstehe.
Mark Twain(1835-1910)
1.11.2008
Liebe ist das Einzige, was
wächst,
wenn man es verschwendet
Ricarda Huch
8.11.2008
Wenn ich viel zu tun habe,
bete ich morgens eine Stunde.
Habe ich noch mehr zu tun,
bete ich zwei Stunden.
Martin Luther
15.11.2008
"Der
Psalter
verordnet den Unterdrückten nicht die brüderliche
Liebe zu den Unterdrückern, damit diese so weitermachen
können wie bisher.
Nein, das Psalmenbuch entlarvt die
Unterdrückungsmechanismen und
fordert Gott selbst auf, die Zustände zu beenden -
damit SEIN
Reich der Gerechtigkeit und der Solidarität wachse."
Erich Zenger,
in:
Psalmen, Auslegungen Bd. 1: Mit meinem Gott
überspringe ich
Mauern, S. 18
22.11.2008
Lasst
uns dem Leben trauen,
weil
wir es nicht allein zu
leben haben,
sondern
Gott es
mit uns lebt.
Alfred
Delp
29.11.2008